{"id":9050,"date":"2011-04-12T17:39:13","date_gmt":"2011-04-12T15:39:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9050"},"modified":"2016-07-19T12:02:56","modified_gmt":"2016-07-19T10:02:56","slug":"zu-guttenberg-versucht-seine-plagiate-zu-vertuschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9050","title":{"rendered":"Zu Guttenberg versucht seine Plagiate zu vertuschen"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Ich habe wie jeder andere auch zu meinen Fehlern und Schw&auml;chen zu stehen &ndash; zu gro&szlig;en und kleinen im politischen Handeln bis hin zum Schreiben meiner Doktorarbeit. Und mir war immer wichtig, diese vor der <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/guttenberg770.html\">&Ouml;ffentlichkeit nicht zu verbergen<\/a>&ldquo;, erkl&auml;rte zu Guttenberg am 1. M&auml;rz in seiner R&uuml;cktrittserkl&auml;rung. Doch seit bekannt geworden ist, dass die Selbstkontroll-Kommission der Universit&auml;t Bayreuth zu dem (vorl&auml;ufigen) Urteil gekommen ist, dass Ausma&szlig; und Art der Plagiate keinen anderen Schluss zu lie&szlig;en, als dass zu Guttenberg <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/plagiatsaffaere-um-doktorarbeit-gutachten-guttenberg-hat-absichtlich-abgeschrieben-1.1083118\">mit Absicht gehandelt haben m&uuml;sse<\/a>, l&auml;sst der &bdquo;Selbstverteidigungsminister&ldquo; seine Anw&auml;lte alles unternehmen, um eine Ver&ouml;ffentlichung der Vorw&uuml;rfe einer absichtlichen T&auml;uschung durch die Verwendung zahlreicher Plagiate als auch des Missbrauchs von Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/guttenbergunibayreuth100.html\">Deutschen Bundestages<\/a> zu verhindern. Wolfgang Lieb<br>\n<!--more--><br>\nBliebe es bei der &ldquo;amtlichen&rdquo; Feststellung der Universit&auml;ts-Kommission eines gegen die ethischen Normen der Wissenschaft versto&szlig;enden absichtlichen Fehlverhaltens, so st&uuml;nde zu Guttenberg mit seinen bisherigen Einlassungen als L&uuml;gner da. Hatte er doch bislang alle Anschuldigungen, er habe plagiiert zur&uuml;ckgewiesen, schon gar hat er abgestritten, dass er absichtlich get&auml;uscht habe. Am Tag nachdem die S&uuml;ddeutsche Zeitung &uuml;ber Plagiate in zu Guttenbergs Dissertation berichtet hatte, nannte er am 16. Februar den Vorwurf, seine Doktorarbeit sei ein Plagiat, <a href=\"?p=8346#h06\">&bdquo;abstrus&ldquo;<\/a>. Am 18. Februar gestand er zwar &bdquo;fraglos&ldquo; Fehler ein, wies aber weiter den Plagiatsvorwurf &bdquo;mit allem Nachdruck&ldquo; von sich. &bdquo;Es (!) wurde&hellip;zu keinem Zeitpunkt bewusst get&auml;uscht oder bewusst die Urheberschaft nicht kenntlich gemacht.&ldquo;<br>\nDrei Tage sp&auml;ter auf einer CDU-Veranstaltung in Kelkheim kam dann das Eingest&auml;ndnis, er habe &bdquo;gravierende Fehler&ldquo; gemacht, &bdquo;die den wissenschaftlichen Kodex, den man (!) so ansetzt, nicht erf&uuml;llen&ldquo;. Aber immer noch hielt er daran fest, dass der &bdquo;diese Fehler nicht bewusst gemacht. Ich habe auch nicht <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/guttenberg770.html\">bewusst oder absichtlich in irgendeiner Form get&auml;uscht<\/a>.&ldquo;<br>\nAuch in einem Schreiben an die Universit&auml;t Bayreuth vom 22. Februar hielt zu Guttenberg an dieser Version fest, dass er &bdquo;zu keinem Zeitpunkt vors&auml;tzlich oder absichtlich get&auml;uscht habe&ldquo;. <\/p><p>Am 1. M&auml;rz trat zu Guttenberg zur&uuml;ck. Der Grund l&auml;ge in der Frage, ob er den h&ouml;chsten Anspr&uuml;chen, die er selbst an seine Verantwortung anlege, noch nachkommen k&ouml;nne. Angesichts massiver Vorw&uuml;rfe bez&uuml;glich seiner Glaubw&uuml;rdigkeit sei es ihm &bdquo;ein aufrichtiges Anliegen, mich an der Kl&auml;rung der Fragen hinsichtlich meiner Dissertation zu beteiligen.&ldquo; Auch gegen&uuml;ber der Universit&auml;t Bayreuth. <\/p><p>Von diesem Zeitpunkt an, so erweist sich jetzt, waren diese Erkl&auml;rungen nur hohles Pathos. Nachdem im Internet immer mehr Stellen belegt wurden, bei denenen sich zu Guttenberg mit <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/mediacenter\/fotostrecken\/politik\/wo-guttenberg-abgeschrieben-hat\/3849574.html?p3849574=3#image\">&bdquo;fremden Federn&ldquo; schm&uuml;ckte<\/a> br&ouml;ckelte seine Verteidigungslinie, der Vorwurf des Plagiats sei &bdquo;abstrus&ldquo;, mehr und mehr. <\/p><p>Am 23. Februar erkannte die Promotionskommission der Universit&auml;t Bayreuth zu Guttenberg den Doktortitel wegen objektiver Fehlerhaftigkeit ab. Die Promotionskommission berief sich auf das Verwaltungsverfahrensrecht (&sect; 48 VwVG) und wich so einem pers&ouml;nlichen Schuldvorwurf aus. Das hat nicht nur bei Angeh&ouml;rigen der Universit&auml;t Bayreuth, die um den guten Ruf ihrer Hochschule und vor allem auch der juristischen Fakult&auml;t besorgt waren, <a href=\"?p=8560\">scharfe Kritik ausgel&ouml;st<\/a>.<\/p><p>Einige tausend Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer haben im M&auml;rz eine &bdquo;Erkl&auml;rung zu den Standards akademischer Pr&uuml;fungen&ldquo; unterschrieben, in der sie ihre Entt&auml;uschung zum Ausdruck brachten, dass die Universit&auml;t Bayreuth die Aberkennung des Doktorgrades <a href=\"http:\/\/www.hausdorff-research-institute.uni-bonn.de\/mkreck\/Erklaerung.pdf\">&bdquo;nicht mit vors&auml;tzlicher T&auml;uschung begr&uuml;ndet hat&ldquo; [PDF &ndash; 860 KB]<\/a>: &bdquo;Wenn M&auml;ngel wie die der zu Guttenbergschen Arbeit lediglich handwerkliche Fehler darstellen sollen, sehen wir die Gefahr, dass die bew&auml;hrten Standards wissenschaftlicher Arbeit verkommen. Deshalb ist es wichtig, dass mit dem Fall zu Guttenberg kein negativer Pr&auml;zedenzfall geschaffen wird.&ldquo; Ende Februar haben 23.000 Doktoranden einen offenen Brief an die Kanzlerin &uuml;bergeben, in dem sie beklagten, dass die Kanzlerin das &bdquo;Erschleichen eines Doktortitels&ldquo; als &bdquo;Kavaliersdelikt&ldquo; <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/pda\/inhalt\/0,3729,8216823_p:20,00.html\">behandle<\/a>. Bundestagspr&auml;sident Lammert sprach im Zusammenhang mit der Plagiatsaff&auml;re von einem &bdquo;Sargnagel an der Glaubw&uuml;rdigkeit der politischen Klasse&ldquo;. Und Bildungsministerin Schavan sch&auml;mte sich &bdquo;nicht nur heimlich&ldquo; f&uuml;r das, was da passiert sei. <\/p><p>Entgegen zu Guttenbergs gro&szlig;spurigen Ank&uuml;ndigungen, &bdquo;ich werde selbstverst&auml;ndlich aktiv mithelfen, festzustellen, inwiefern darin ein wissenschaftliches &ndash; ich betone ein <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/audio\/audio67172.html\">wissenschaftliches Fehlverhalten liegen k&ouml;nnte<\/a>&ldquo; und entgegen seiner Darstellung, es sei ihm ein &bdquo;aufrichtiges Anliegen&ldquo; sich an der Kl&auml;rung der Fragen hinsichtlich seiner Dissertation auch &bdquo;gegen&uuml;ber der Universit&auml;t Bayreuth&ldquo; zu beteiligen, hat sich zu Guttenberg gegen&uuml;ber der Hochschule &auml;u&szlig;erst kleinlaut verhalten und die M&ouml;glichkeit, sich selbst vor der &bdquo;Selbstkontroll-Kommission&ldquo; zu &auml;u&szlig;ern, verweigert. <\/p><p>Diese Kommission hat dennoch zu Guttenberg die M&ouml;glichkeit zur Stellungnahme bis zum 26. April einger&auml;umt. Doch offenbar scheinen zu Guttenberg, angesichts der erdr&uuml;ckenden Beweislage, die Ausfl&uuml;chte und Ausreden auszugehen. Kein Wunder also, dass nun zu Guttenbergs Anw&auml;lte die Ver&ouml;ffentlichung des Berichts dieser Kommission, der von einer absichtlichen T&auml;uschung ausgeht, zu verhindern versuchen. Alle bisherigen Erkl&auml;rungen zur Wahrung seiner &bdquo;Glaubw&uuml;rdigkeit&ldquo;, sind also nur noch Schall und Rauch. <\/p><p>Selbst der Kanzlerin scheint dieses Vorgehen nur noch peinlich zu sein. Nach einem Bericht der S&uuml;ddeutschen Zeitung dringt Angela Merkel auf Aufkl&auml;rung durch den ehemaligen Verteidigungsminister. Regierungssprecher Seibert erkl&auml;rte, zu Guttenberg habe volle Unterst&uuml;tzung zugesagt: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/i5U38s\/4028425\/Merkel-verlangt-Aufklaerung.html\">&bdquo;Die Bundeskanzlerin erwarte, dass das gilt&ldquo;.<\/a><br>\n(Welche Motive die Kanzlerin dabei verfolgt, mag an dieser Stelle dahinstehen. Vielleicht geht es ihre weniger um die Einhaltung wissenschaftlicher Grunds&auml;tze oder um die Rettung der Glaubw&uuml;rdigkeit von Politikern, als darum, einen l&auml;stigen Konkurrenten noch eine Weile kalt zu stellen.)<\/p><p>Auch in Wissenschaftskreisen erntet zu Guttenberg nur noch Kopfsch&uuml;tteln. Der Pr&auml;sident des Deutschen Hochschulverbands, Bernhard Kempen, sagte Spiegel Online, wer in der &Ouml;ffentlichkeit Ruhm erfahren habe, m&uuml;sse auch akzeptieren, dass sein Fehlverhalten &ouml;ffentlich werde, zu Guttenberg br&uuml;skiere seine Universit&auml;t Bayreuth, wenn er gegen die Ver&ouml;ffentlichung des Berichts vorgehe. Auch die Pr&auml;sidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel oder der Pr&auml;sident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Matthias Kleiner, forderten eine Offenlegung der Ergebnisse der Kommission. &laquo;Das Thema hat eine solche &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit erfahren, dass ich davon ausgehe, dass die Ergebnisse der Kommission der Universit&auml;t Bayreuth auch ver&ouml;ffentlicht werden&raquo;, sagte Kleiner der <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/wissenschafter_wollen_guttenberg_nicht_davon_kommen_lassen_1.10219361.html\">&laquo;Rheinischen Post&raquo; am Montag<\/a>.<\/p><p>An der Universit&auml;t Bayreuth selbst ist offenbar ein offener Streit dar&uuml;ber ausgebrochen, wessen Ruf nun gerettet werden soll, entweder die wissenschaftliche Reputation der Hochschule oder die &bdquo;Ehre&ldquo; des wegen dieser Plagiatsaff&auml;re zur&uuml;ckgetretenen aber nach wie vor einflussreichen CSU-Politikers. <\/p><p>Einerseits erkl&auml;rte der Sprecher der Hochschule, Frank Schm&auml;lzle: &bdquo;Wir wollen eine klare Aussage zum wissenschaftlichen Fehlverhalten zu Guttenbergs treffen und das Thema &ouml;ffentlich aufarbeiten&ldquo; und &bdquo;Wir haben den Anw&auml;lten in einem Schreiben geantwortet und unser Interesse deutlich gemacht, die &Ouml;ffentlichkeit informiert zu halten.&ldquo; Im Regionalblatt Nordbayrischer Kurier (v. 12.04.2011) f&uuml;gte er sogar noch hinzu, &ldquo;dass die Universit&auml;t den Bericht notfalls auch gegen den Willen des Ex-Ministers ver&ouml;ffentlichen wolle&rdquo;.<\/p><p>In einem Bericht des Tagesspiegels erkl&auml;rte allerdings der Pr&auml;sident der Hochschule, R&uuml;diger Bormann, man werde den Bericht nicht ver&ouml;ffentlichen, wenn der Politiker bei seinen Vorbehalten bleibe. Schlie&szlig;lich handele es sich &bdquo;formal&ldquo; um einen <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/uni-bayreuth-will-bericht-ueber-guttenbergs-doktorarbeit-publizieren\/4041744.html\">&bdquo;internen Vorgang&ldquo;<\/a>. <\/p><p>Dem Uni-Pr&auml;sidenten, der doch zuvorderst gefordert w&auml;re, den Ruf seiner Hochschule zu verteidigen, man m&uuml;sste sogar sagen, den angeschlagenen Ruf wiederherzustellen, scheint es offenbar wenig zu k&uuml;mmern, dass seine Hochschule in der gesamten Republik der L&auml;cherlichkeit preisgegeben w&auml;re, wenn sie einen offenkundigen wissenschaftlichen T&auml;uschungsversuch nicht &ouml;ffentlich als solchen zu benennen mag. Immerhin wurden laut Spiegel Plagiate auf 70 Prozent der insgesamt 393 Seiten <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,756367,00.html\">geortet<\/a>. <\/p><p>Selbst wenn die Gefahr best&uuml;nde, dass der Hochschule nach Privatrecht durch Gericht eine Verletzung des &bdquo;Pers&ouml;nlichkeitsrechts&ldquo; des &bdquo;Freiherrn&ldquo; vorgehalten w&uuml;rde, k&ouml;nnte dieser damit seine &bdquo;Ehre&ldquo; nicht retten. Aber wenn die Hochschule auch nur den Anschein erweckt, einem wie auch immer gearteten politischen Druck zu Lasten ihrer wissenschaftlichen Reputation nachgegeben zu haben, so l&auml;ge dieser Schatten noch Jahre &uuml;ber dieser Universit&auml;t. <\/p><p>Es ist geradezu peinlich, wie der Uni-Pr&auml;sident &bdquo;der Politik&ldquo; und dem &bdquo;Freiherrn&ldquo; zu Kreuze kriechen m&ouml;chte, denn w&auml;re der Delinquent ein normaler B&uuml;rger namens Schulze oder Schmid, so stellte sich die Frage gar nicht, ob ein Bericht einer Fehlverhaltenskommission geheim gehalten werden sollte (m&uuml;sste) oder nicht. Jede Hochschule w&uuml;rde von sich aus ein Interesse an der &ouml;ffentlichen Wiederherstellung ihres wissenschaftlichen Rufes haben.<\/p><p>Dem Versagen der Hochschule d&uuml;rfte aber schon bald ein weiteres folgen, n&auml;mlich das Versagen der Justiz im &bdquo;Freistaat&ldquo; Bayern. Die Staatsanwaltschaft Hof, bei der rund 80 Anzeigen eingegangen sind, verh&auml;lt sich gleichfalls seit Wochen z&ouml;gerlich und merkw&uuml;rdig zur&uuml;ckhaltend. Sie verweist darauf, dass bislang noch keine Anzeige betroffener Urheberrechtsinhaber eingegangen sei und stellt &ndash; weil es sich bei Urheberrechtsverletzung um ein relatives Antrags handelt &ndash;  in Zweifel, ob ein besonderes &ouml;ffentliches Interesse an einer <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article13140325\/Merkel-erwartet-volle-Aufklaerung-von-Guttenberg.html\">strafrechtlichen Verfolgung bestehe<\/a>. <\/p><p>Es mag einzelnen Autoren\/innen, wie etwa der Schweizer Journalistin Klara Oberm&uuml;ller, deren Urheberrecht verletzt wurde, zu unangenehm sein, pers&ouml;nlich eine <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/wissenschafter_wollen_guttenberg_nicht_davon_kommen_lassen_1.10219361.html\">Anzeige zu erstatten<\/a>, f&uuml;r die meisten Betroffenen w&auml;re es Genugtuung genug, wenn diese Rechtsverletzung &ouml;ffentlich festgestellt w&uuml;rde. <\/p><p>Da mag zu Guttenberg selbst erkl&auml;rt haben, es w&uuml;rde &bdquo;im &ouml;ffentlichen Interesse wie in meinem eigenen Interesse liegen, wenn auch die staatsanwaltlichen Ermittlungen&hellip;zeitnah gef&uuml;hrt werden k&ouml;nnten&ldquo;, es steht zu bef&uuml;rchten, dass f&uuml;r die bayerische Staatsanwaltschaft diese Beteuerungen des Freiherrn keine Rolle spielen, und das, obwohl in der Dissertation, um es klar zu sagen, &bdquo;geklaut&ldquo; wurde, was das Zeug h&auml;lt. Von einer geringf&uuml;gigen Schutzrechtsverletzung kann jedenfalls bei diesem Ausma&szlig; an Plagiaten kaum noch die Rede sein, sonst w&auml;re das Urheberrecht nichts mehr wert. <\/p><p>Wenn ein Minister wegen Plagiatsvorw&uuml;rfen zur&uuml;cktreten musste und wenn er gegen&uuml;ber der &Ouml;ffentlichkeit bis heute diese Vorw&uuml;rfe leugnet, dann soll diese &Ouml;ffentlichkeit kein besonderes Interesse an der Aufkl&auml;rung der Wahrheit haben? Man m&uuml;sste sich dann Fragen, was &uuml;berhaupt noch von besonderem &ouml;ffentlichen Interesse w&auml;re. <\/p><p>Zu Guttenberg hatte in einem Punkte v&ouml;llig Recht, es liegt vor allem auch in seinem Interesse, dass die staatsanwaltlichen Ermittlungen z&uuml;gig gef&uuml;hrt werden. Sollte aber der Bericht der Fehlverhaltenskommission der Universit&auml;t geheim gehalten und dar&uuml;ber hinaus auch noch das das strafrechtliche Ermittlungsverfahren eingestellt werden, dann wird ihm noch lange ein &auml;u&szlig;erst unangenehmes Geschm&auml;ckle nachwehen.<br>\nDa w&auml;re es auch Interesse zu Guttenberg sicherlich besser, es w&uuml;rde ein f&uuml;r alle Mal klarer Tisch gemacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Ich habe wie jeder andere auch zu meinen Fehlern und Schw&auml;chen zu stehen &ndash; zu gro&szlig;en und kleinen im politischen Handeln bis hin zum Schreiben meiner Doktorarbeit. Und mir war immer wichtig, diese vor der <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/guttenberg770.html\">&Ouml;ffentlichkeit nicht zu verbergen<\/a>&ldquo;, erkl&auml;rte zu Guttenberg am 1. M&auml;rz in seiner R&uuml;cktrittserkl&auml;rung. 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