{"id":90733,"date":"2022-11-23T08:38:29","date_gmt":"2022-11-23T07:38:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733"},"modified":"2022-11-23T08:38:29","modified_gmt":"2022-11-23T07:38:29","slug":"hinweise-des-tages-4242","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h01\">Hartz IV hei&szlig;t jetzt Twix: Ansonsten &auml;ndert sich nix: <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h02\">Im &bdquo;Systemwettbewerb&rdquo; mit den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h03\">Die Weltmeisterschaft in Katar zeigt, dass &ldquo;Menschenrechte&rdquo; blo&szlig; ein Vorwand des Westens sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h04\">Wikileaks: Unterst&uuml;tzer von Julian Assange hoffen wieder auf Lateinamerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h05\">Berlins Ziele in Ankara<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h06\">Selenskyj will die Nato in den Krieg ziehen &ndash; nun auch &uuml;ber Saporischschja<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h07\">Zweierlei Ma&szlig; in Washington<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h08\">Franz&ouml;sischer Botschafter: Regelbasierte Ordnung&rdquo; der USA bedeutet westliche Vorherrschaft und verst&ouml;&szlig;t gegen internationales Recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h09\">Angesichts des B&ouml;sen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h10\">Die von den Medien verschwiegenen Proteste gegen die &bdquo;Harvard-Regierung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h11\">Raketenangriff auf Polen spiegelt wachsende Spaltung des Westens wider<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h12\">Vor dem Kollaps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h13\">Auf Wiedersehen G20, hallo BRICS+<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h14\">Chinas Xi erobert die APEC im Sturm, nachdem er ihr mit harten Aussagen die Show gestohlen hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h15\">Der erste landesweite Streik der Starbucks-Besch&auml;ftigten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h16\">Avrum Burg: &bdquo;Israels Botschafter sollte sich nicht zur Stimme der Rechten machen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90733#h17\">Ob Tagesspiegel oder Welt: Wie sich die Nachkriegspresse am NS-Personal bediente<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hartz IV hei&szlig;t jetzt Twix: Ansonsten &auml;ndert sich nix: <\/strong><br>\nAmpel und CDU\/CSU finden B&uuml;rgergeld-Kompromiss.<br>\nDie Ampelkoalition hat sich am Dienstag mit CDU\/CSU auf eine Hartz-IV-Reform verst&auml;ndigt; das B&uuml;rgergeld kann kommen. Ge&auml;ndert wird nur der Name. Vom Kernst&uuml;ck der Reform, geringf&uuml;gigen Verbesserungen im Eingangsbereich der Hartz-IV-H&ouml;lle, ist nach der Blockade des Gesetzes durch CDU\/CSU im Bundesrat am 14. November so gut wie nichts &uuml;briggeblieben. Das Sanktionsregime soll unver&auml;ndert bestehen bleiben. Die geplante &raquo;Vertrauenszeit&laquo; von einem halben Jahr, in der &raquo;nur&laquo; Terminverst&ouml;&szlig;e mit zehn Prozent K&uuml;rzung bestraft werden sollten, ist vom Tisch, erkl&auml;rten Regierungs- und Unionsparteien am Dienstag. Wer seine Mitwirkungspflichten verletzt, sich also nach Einsch&auml;tzung des Fallmanagers im Jobcenter nicht eifrig genug um den n&auml;chstliegenden Drecksjob bem&uuml;ht, soll vom ersten Tag an mit zehn Prozent K&uuml;rzung bestraft werden. Im zweiten Monat sollen ihm 20 Prozent, ab dem dritten Monat 30 Prozent gestrichen werden. Von einem Existenzminimum wohlgemerkt, das zu tief angesetzt ist. 725 Euro w&auml;ren das absolute Minimum, zeigen nachpr&uuml;fbare Berechnungen des Parit&auml;tischen Sozialverbands; mit dem B&uuml;rgergeld ist eine Erh&ouml;hung um 53 auf 502 Euro geplant. F&uuml;r reihenweise Hartz-IV-Bezieher wird die Einf&uuml;hrung des B&uuml;rgergelds sogar eine Verschlechterung bedeuten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439305.sozialpolitik-hartz-iv-hei%C3%9Ft-jetzt-twix.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Ein &ldquo;Systemwechsel&rdquo; ist das B&uuml;rgergeld nicht. In Wirklichkeit steckt da noch viel Hartz IV drin. Und das ist gut!&ldquo; <\/strong><br>\nDie Meinung von @AchWendler zur Einigung im Streit um das #B&uuml;rgergeld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/tagesthemen\/status\/1595164659606093825\">Tagesthemen via Twitter<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Herr Wendler behauptet, dass ein Arbeitnehmer mit einem Verdienst von knapp 900 Euro brutto im Monat Einkommenssteuer zahle. Das ist eine grobe Falschinformation, die aber wahrscheinlich kein Fall f&uuml;r den hausinternen Faktenfinder sein wird. Dar&uuml;ber hinaus behauptet er, dass es nicht an Arbeit, sondern an Arbeitskraft mangele. Sinnvolle Anreize, wie die h&ouml;heren Zuverdienstgrenzen begr&uuml;&szlig;t er daher. Diese seien gut in einer Zeit, in der jede Arbeitskraft gefragt ist. Nur was ist daran gut, wenn Arbeitskr&auml;fte gefragt wie nie sind, zu ihrem Einkommen aber zus&auml;tzlich B&uuml;rgergeld beantragen m&uuml;ssen? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Im &bdquo;Systemwettbewerb&rdquo; mit den USA<\/strong><br>\nDer Handelsstreit zwischen der EU und den USA um die US-Investitionsprogramme in dreistelliger Milliardenh&ouml;he weitet sich aus. Wie berichtet wird, ist von den Programmen nicht nur die Herstellung von Elektroautos und der dazugeh&ouml;rigen Batterien in der EU bedroht, sondern etwa auch die Windkraft- sowie die Wasserstoffbranche &ndash; s&auml;mtliche Industriezweige, die in den Zukunftspl&auml;nen Berlins und der EU einen zentralen Stellenwert einnehmen. Ursache ist, dass die US-Ma&szlig;nahmen, darunter der Inflation Reduction Act, Hunderte Milliarden US-Dollar an Subventionen in Aussicht stellen, die aber nur f&uuml;r in den USA hergestellte Produkte vergeben werden. Damit n&ouml;tigt Washington Konzerne aus Europa, aber auch aus Japan und S&uuml;dkorea, sich in den Vereinigten Staaten anzusiedeln, um den Subventionsschub zu nutzen. W&auml;hrend Frankreich entschlossene Gegenma&szlig;nahmen fordert, wiegelt die Bundesregierung ab und begrenzt die EU auf Verhandlungen mit den USA. &Ouml;konomen urteilen, letztlich stehe &bdquo;eine Vielzahl von Zukunftsindustrien&ldquo; auf dem Spiel. Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser warnt sogar vor einer &bdquo;Standort- und Kapitalflucht aus Europa&ldquo; in die USA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9091\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Weltmeisterschaft in Katar zeigt, dass &ldquo;Menschenrechte&rdquo; blo&szlig; ein Vorwand des Westens sind<\/strong><br>\nTrotz der strengen LGBTQ-Gesetze und mutma&szlig;licher Ausbeutung von Bauarbeitern in Katar wurde kein diplomatischer Boykott der Fu&szlig;ballweltmeisterschaft ausgerufen. Man vergleiche und kontrastiere dies mit der Behandlung Chinas durch den Westen.<br>\nDie Fu&szlig;ballweltmeisterschaft in Katar hat begonnen. Die Veranstaltung ist aus vielen Gr&uuml;nden umstritten, nicht zuletzt wegen Bedenken westlicher Sportteams und Verb&auml;nde bez&uuml;glich der Frage der Menschenrechte in diesem reichen arabischen Land. [&hellip;]<br>\nIst es also ein Wunder, dass das westliche Publikum den diesj&auml;hrigen Austragungsort der Fu&szlig;ballweltmeisterschaft missbilligt? Man sollte jedoch beachten, dass die lautstarke Missbilligung von der Basis und den Fu&szlig;ballverb&auml;nden selbst kommt, nicht von den Regierungen der teilnehmenden Nationen. Dieselben westlichen Regierungen, die Anfang 2022 die Olympischen Winterspiele in Peking diplomatisch boykottiert haben, scheinen keinerlei Problem mit Katar zu haben. Die &Ouml;ffentlichkeit will einen Boykott, die Politik nicht. [&hellip;]<br>\nDieselben Leute, die den &ldquo;V&ouml;lkermord&rdquo; in der autonomen Region Xinjiang in China angeprangert und einen Boykott der Olympischen Winterspiele gefordert haben, bleiben im Falle von Katar verd&auml;chtig stumm. Es scheint, dass diese Leute ihre eigenen Prinzipien nicht konsequent anwenden &ndash; oder vielleicht noch treffender gesagt, dass sie sich &uuml;berhaupt nie wirklich um Menschenrechte gek&uuml;mmert haben. F&uuml;r sie waren Menschenrechte schon immer eine geopolitische Spielkarte, und ihre Gleichg&uuml;ltigkeit gegen&uuml;ber einem viel kontroverseren Ereignis, wie jenem in Katar, ist offensichtlich. Aber wieso ist das so?<br>\nDie wohlhabende arabische Nation Katar ist ein strategischer Partner des Westens und ein massiver Exporteur von Erdgas. Westliche L&auml;nder haben sich inmitten des Konflikts in der Ukraine bem&uuml;ht, mit diesem Staat neue Energieabkommen als Alternative zu Russland abzuschlie&szlig;en. [&hellip;]<br>\nAll dies bedeutet, dass Katar in der Frage der Menschenrechte einen Freibrief in der Hand h&auml;lt. In den Augen westlicher Regierungen ist es im Falle Katar v&ouml;llig in Ordnung, das dort islamisches Recht sehr streng ausgelegt wird, Wanderarbeiter ausgebeutet und Schwule gehasst werden &ndash; schlie&szlig;lich ist das Land ein strategischer Partner.<br>\nDiese Kriterien gelten jedoch nicht f&uuml;r China. W&auml;hrend Katar ein Partner ist, gilt China als gr&ouml;&szlig;ter Herausforderer der von den USA gef&uuml;hrten politischen Ordnung, als geopolitischer Rivale. Infolgedessen werden &ldquo;Menschenrechte&rdquo; als Waffe gegen China eingesetzt, und der Aufruf zum Boykott der Olympischen Winterspiele wurde mit dem Ziel inszeniert, Peking zu dem&uuml;tigen und ihm jeglichen Glanz auf der Weltb&uuml;hne zu verweigern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/155025-weltmeisterschaft-in-katar-zeigt-dass-menschenrechte-bloss-vorwand-des-westens-sind\/\">RT DE<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Kein Regenbogen f&uuml;r Katar, kein Frieden im Kosovo &ndash; und Kriegshilfe f&uuml;r Moldau<\/strong><br>\nDie Fu&szlig;ball-WM in Katar hat begonnen &ndash; und niemand wei&szlig;, wie die EU dazu steht. Dies ist kein Wunder. Denn die Chefs von Kommission, Rat und Parlament dr&uuml;cken sich um eine Stellungnahme. Sie haben zwar entschieden, vorerst nicht nach Doha zu fahren.<br>\nDoch ansonsten ducken sie sich weg. Anders als bei der Europameisterschaft 2021, als Kommissionspr&auml;sidentin von der Leyen mit missionarischem Eifer f&uuml;r die Regenbogenfahne und die &ldquo;Rechte&rdquo; der LGBT+ eintrat, h&ouml;rt man diesmal nichts in Br&uuml;ssel.<br>\nNicht einmal der Streit um die &ldquo;One Love&rdquo;-Armbinde konnte die EUrop&auml;er aus der Reserve locken. Im Europaparlament protestierten zwar ein paar Abgeordnete gegen die &ldquo;WM der Schande&rdquo;. Am Donnerstag soll es auch eine geharnischte Resolution geben.<br>\nDoch dann ist es schon zu sp&auml;t. Schlie&szlig;lich haben sich der DFB und andere gro&szlig;e europ&auml;ische Fu&szlig;ballverb&auml;nde bereits jetzt dagegen entschieden, die umstrittene Kapit&auml;nsbinde zu tragen. Die Kicker aus Europa kneifen, die Politiker der EU schweigen.<br>\nDiese Zur&uuml;ckhaltung ist &auml;rgerlich, aber leicht zu erkl&auml;ren: Die EU, allen voran Deutschland, brauchen Katar f&uuml;r ihre Gasversorgung. Weil man sich von russischem Gas &ldquo;unabh&auml;ngig&rdquo; machen will, ist man nun umso abh&auml;ngiger von den Scheichs.<br>\nAlso wird der Regenbogen tiefer geh&auml;ngt, und die Fu&szlig;ball-WM ist offiziell kein Thema.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/katar-wm-fifa-dfb-one-love-eu\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wikileaks: Unterst&uuml;tzer von Julian Assange hoffen wieder auf Lateinamerika<\/strong><br>\nLange haben die Unterst&uuml;tzer des Wikileaks-Gr&uuml;nders Julian Assange auf westliche Regierungen gesetzt, die f&uuml;r sich das Monopol auf Menschenrechte und Regenbogen-Armbinden beanspruchen. Gebracht hat es nicht viel: Der Journalist und Vater zweier Kinder sitzt seit rund dreieinhalb Jahren in dem britischen Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh ein.<br>\nDie UN haben den britischen Gef&auml;ngnisbeh&ouml;rden Folter bescheinigt, eine internationale Kampagne setzt sich f&uuml;r die Freilassung Assanges ein &ndash; alles vergebens&hellip;<br>\nDer Chefredakteur von Wikileaks, Kristinn Hrafnsson, sowie der britische Journalist und Wikileaks-Unterst&uuml;tzer Joseph Farrell sind zu einem einst&uuml;ndigen Gespr&auml;ch mit dem kolumbianischen Pr&auml;sidenten Gustavo Petro und seinem Au&szlig;enminister &Aacute;lvaro Dur&aacute;n im Pr&auml;sidentenpalast in Bogot&aacute; zusammengekommen. Man habe &ldquo;die Situation von Julian Assange&rdquo; besprochen, hie&szlig; es in einer Mitteilung&hellip;<br>\nVon der deutschen Bundesregierung kann Assange keine Hilfe erwarten. Zwar hatte sich die amtierende Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock (B&uuml;ndnis 90\/ Die Gr&uuml;nen) vor Amtsantritt noch f&uuml;r die Freilassung des Journalisten ausgesprochen. Nach dem Einzug ins Au&szlig;enamt wollte sie davon aber kaum mehr etwas wissen.<br>\nSo hatte sich das Wahlkampfteam Baerbocks noch Mitte September 2021 solidarisch mit dem Inhaftierten gezeigt. Die Gr&uuml;nen-Politikerin schlie&szlig;e sich &ldquo;der Resolution der Parlamentarischen Versammlung des Europarates vom 27. Januar 2020 sowie dem Appell des UN-Sonderbeauftragten Nils Melzer an und fordern die sofortige Freilassung von Julian Assange&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wikileaks-Unterstuetzer-von-Julian-Assange-hoffen-wieder-auf-Lateinamerika-7348974.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Anstatt &ldquo;Kaum Hoffnung aus Berlin&rdquo; k&ouml;nnte es auch hei&szlig;en &ldquo;Kaum Hoffnung aus dem &ldquo;freien&rdquo; Westen. In diesem Interview von Matt Kennard mit Stella Assange auf <a href=\"https:\/\/declassifieduk.org\/uk-executive-is-wining-and-dining-with-people-plotting-the-assassination-of-my-husband\/\">Declassified UK<\/a> wird  einmal mehr deutlich dass Julian Assange von der angeblich fortschrittlichen Regierung in seinem eigenen Land Australien genauso im Stich gelassen wird wie von seinen ehemaligen Mitstreitern und Profiteuren bei den etablierteren Medien. Noch ist es nicht zu sp&auml;t, um dem Spuk ein einigerma&szlig;en gesichtswahrendes Ende zu bereiten. Dieser Skandal ist dabei in die Geschichte einzugehen und die jeweiligen Akteure werden sich in das Ged&auml;chtnis der Nachwelt einbrennen. Dies sollten sich diejenigen mit Einfluss auch bedenken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Berlins Ziele in Ankara<\/strong><br>\nDie Bundesregierung reagiert mit allgemeinen Phrasen auf die v&ouml;lkerrechtswidrigen Luftangriffe der T&uuml;rkei auf Syrien und den Irak und sucht Ankara zur Beihilfe f&uuml;r die westlichen Russland-Sanktionen zu n&ouml;tigen. Wie ein Regierungssprecher in Berlin gestern vorsichtig mahnte, solle die T&uuml;rkei bei ihren milit&auml;rischen Operationen &bdquo;verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig&ldquo; agieren. Den Bombardements fielen zahlreiche Zivilisten zum Opfer. Gleichzeitig bereiten sich Berlin und Br&uuml;ssel darauf vor, mit Hilfe ihres achten Sanktionspakets in ihrem Wirtschaftskrieg gegen Russland einen Keil zwischen Moskau und Ankara zu treiben. Das Paket umfasst extraterritoriale Sanktionsbestimmungen, die es erm&ouml;glichen, Lieferungen von Waren aus der EU &uuml;ber die T&uuml;rkei nach Russland zu unterbinden. Zudem setzt es Ankara mit seinen Bestimmungen f&uuml;r den Preisdeckel auf Erd&ouml;l aus Russland unter Druck, die zum 5. Dezember in Kraft treten sollen. Die t&uuml;rkischen Beh&ouml;rden haben sich nun veranlasst gesehen, russische Schiffstransporte durch den Bosporus und die Dardanellen neuen Kontrollen zu unterwerfen. Zugleich liefert die T&uuml;rkei &Ouml;l aus Russland in verarbeiteter Form in die EU &ndash; eine Option, das Embargo zu umgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9090\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu: <strong>Eskalation eines hybriden Krieges<\/strong><br>\nDie T&uuml;rkei missachtet systematisch die Menschenrechte und verst&ouml;&szlig;t gegen das V&ouml;lkerrecht. Die Bedrohung ist f&uuml;r die Menschen in der Region existentiell.<br>\nEs war nur eine Frage der Zeit, bis das t&uuml;rkische Milit&auml;r erneut Angriffe auf das Gebiet der autonomen Selbstverwaltung in Nordostsyrien startet. Die ersten Bomben schlugen in der Nacht vom 19. auf den 20. November in den St&auml;dten Koban&ecirc;, Dirbesiye, Zirgan und in der Region D&ecirc;rik ein, auch an der Grenze zum Nordirak wurden Ziele getroffen. Im Visier waren auch zivile Ziele wie ein Weizendepot, ein Stromwerk und ein Krankenhaus. Mindestens elf Zivilist:innen starben, neun wurden verletzt. Hinzu kommen mehrere Tote der syrischen Armee und der kurdischen Streitkr&auml;fte. Auch in dieser Nacht haben Artilleriegesch&uuml;tze D&ouml;rfer um Koban&ecirc;, Manbij und in Sheba getroffen. [&hellip;]<br>\nSeit dem Bombenanschlag auf der zentralen Einkaufsstra&szlig;e Istiklal in Istanbul mit sechs Toten und 80 Verletzten scheint der Wahlkampf der AKP begonnen zu haben &ndash; im Juni 2023 finden in der T&uuml;rkei Parlaments- und Pr&auml;sidentschaftswahlen statt. Trotz zahlreicher Ungereimtheiten &ndash; unter anderem hatte Innenminister Soylu wohl Kontakt zur vermeintlichen Attent&auml;terin &ndash; h&auml;lt die t&uuml;rkische Regierung an dem Vorwurf fest, der Anschlag habe im Auftrag der PKK bzw. PYD stattgefunden. Schon am Tag des Anschlags verk&uuml;ndete Soylu: &bdquo;Der Befehl kam aus Koban&ecirc;&ldquo;. Stimmen aus Nordostsyrien interpretierten dies schon vor einer Woche als Kriegsank&uuml;ndigung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.medico.de\/blog\/eskalation-eines-hybriden-krieges-18868\">medico international<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Selenskyj will die Nato in den Krieg ziehen &ndash; nun auch &uuml;ber Saporischschja<\/strong><br>\nUkraines Pr&auml;sident Selenskyj wolle die Nato in den Krieg ziehen, warnte die &ldquo;FAZ&rdquo; nach dem Raketenvorfall in Polen. Nun versucht er es schon wieder &ndash; &uuml;ber das AKW Saporischschja.<br>\nSelenskyj habe die Nato dazu aufgerufen, das von Russland kontrollierte ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja vor Sabotage zu sch&uuml;tzen, meldet &ldquo;Reuters&rdquo;.<br>\nGef&auml;hrliche Zwischenf&auml;lle in ukrainischen Atomanlagen zu verhindern, sei im Interesse aller Nationen, sagte er in einer Videobotschaft an die parlamentarische Versammlung der Nato in Madrid.<br>\nAm Samstagabend und am Sonntagmorgen war es rund um das Atomkraftwerk zu mehr als einem Dutzend Explosionen gekommen.<br>\nRussland und die Ukraine beschuldigen sich gegenseitig, f&uuml;r die Angriffe verantwortlich zu sein. Da das AKW in russischer Hand ist, mu&szlig; man aber wohl von ukrainischen Angriffen ausgehen.<br>\nMit seiner Nato-Rede scheint Selenskyj erneut zu versuchen, das Milit&auml;rb&uuml;ndnis direkt in den Krieg hineinzuziehen und aus einem regionalen Konflikt einen Weltenbrand zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/selenskyj-will-die-nato-in-den-krieg-ziehen-nun-auch-ueber-saporischschja\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zweierlei Ma&szlig; in Washington<\/strong><br>\nUS-Au&szlig;enministerium relativiert ukrainische Kriegsverbrechen. Kiew zweigt offenbar russisches Gas ab.<br>\nAm Freitag hatten Unterst&uuml;tzer der Armee Kiews in ukrainischen Internetkan&auml;len und in sozialen Netzwerken Videos hochgeladen, auf denen erschossene russische Soldaten und ihre vorangegangene Kapitulation zu sehen waren. Deutsche Leitmedien fl&uuml;chteten sich in Sprachnebel und berichteten von &raquo;angeblicher T&ouml;tung&laquo; (FAZ) oder erw&auml;hnten den Vorfall in ihren gedruckten Ausgaben nicht, so zum Beispiel die S&uuml;ddeutsche Zeitung oder die Frankfurter Rundschau. Montag mittag meldete dpa, es werde internationale Untersuchungen geben, und berief sich auf eine Sprecherin des UN-Menschenrechtsb&uuml;ros in Genf: Die Vorw&uuml;rfe &uuml;ber die Hinrichtung von Menschen, die nicht mehr an Kampfhandlungen teilnahmen, sollten &raquo;umgehend, vollst&auml;ndig und wirksam untersucht und die T&auml;ter zur Rechenschaft gezogen werden&laquo;, hatte sie demnach der Nachrichtenagentur gesagt. Bereits am Sonntag hatte die New York Times die Echtheit der Videos nach einer &Uuml;berpr&uuml;fung best&auml;tigt: Sie b&ouml;ten &raquo;einen seltenen Einblick in einen grausamen Moment unter vielen im Krieg, zeigen aber nicht, wie oder warum die russischen Soldaten get&ouml;tet wurden&laquo;. [&hellip;]<br>\nDeutsche offizielle Stellen reagierten nicht auf die Berichte. In Washington &auml;u&szlig;erte sich am Montag die Sonderbotschafterin f&uuml;r globale Kriminaljustiz im State Department, Beth van Schaack. Sie bezeichnete die Videos als besorgniserregend und betonte, &raquo;dass die Kriegsgesetze f&uuml;r alle Parteien gleicherma&szlig;en gelten&laquo;. Zugleich behauptete sie: &raquo;Wenn wir uns das schiere Ausma&szlig; der Kriminalit&auml;t der russischen Truppen ansehen, ist es enorm im Vergleich zu den Vorw&uuml;rfen gegen die ukrainischen Truppen&laquo;. [&hellip;]<br>\nEbenfalls am Dienstag berichtete der russische Energiekonzern Gasprom, die Ukraine habe beim Transit durch ihr Staatsgebiet einen Teil des Gases einbehalten. Bislang seien 52,5 Millionen Kubikmeter Gas nicht weitergeleitet worden, die f&uuml;r die Nachbarrepublik Moldau bestimmt gewesen seien. Das dortige Unternehmen Moldovagaz habe am 21. November lediglich etwa 25 Millionen Kubikmeter abgerechnet. Sollte sich daran nichts &auml;ndern, werde der Transit, von dem auch EU-L&auml;nder profitieren, ab kommenden Montag um die t&auml;glich einbehaltene Menge gek&uuml;rzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439328.ukraine-krieg-zweierlei-ma%C3%9F-in-washington.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Franz&ouml;sischer Botschafter: Regelbasierte Ordnung&rdquo; der USA bedeutet westliche Vorherrschaft und verst&ouml;&szlig;t gegen internationales Recht<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nFrankreichs ehemaliger Botschafter in den Vereinigten Staaten, G&eacute;rard Araud, hat Washington &ouml;ffentlich kritisiert, da es h&auml;ufig gegen internationales Recht versto&szlig;e und seine so genannte &ldquo;regelbasierte Ordnung&rdquo; in Wirklichkeit eine ungerechte &ldquo;westliche Ordnung&rdquo; sei.<br>\nDer franz&ouml;sische Spitzendiplomat warnte, dass die Vereinigten Staaten einen &ldquo;Wirtschaftskrieg&rdquo; gegen China f&uuml;hrten und dass Europa &uuml;ber Washingtons &ldquo;Eind&auml;mmungspolitik&rdquo; besorgt sei, weil viele europ&auml;ische L&auml;nder nicht gezwungen werden wollten, sich in einem neuen Kalten Krieg &ldquo;f&uuml;r ein Lager zu entscheiden&rdquo;.<br>\nAraud verurteilte die US-Diplomaten f&uuml;r ihr Beharren darauf, dass Washington immer der &ldquo;F&uuml;hrer&rdquo; der Welt sein m&uuml;sse, und betonte, dass der Westen mit anderen L&auml;ndern des globalen S&uuml;dens &ldquo;auf gleichberechtigter Basis&rdquo; zusammenarbeiten sollte, um &ldquo;einen Kompromiss mit unseren eigenen Interessen zu finden&rdquo;.<br>\nEr warnte davor, &ldquo;maximalistische&rdquo; Forderungen zu stellen, &ldquo;einfach nur zu versuchen, die westliche Hegemonie zu erhalten&rdquo;.<br>\nAraud &auml;u&szlig;erte sich am 14. November auf einer Podiumsdiskussion mit dem Titel &ldquo;Ist Amerika bereit f&uuml;r eine multipolare Welt?&rdquo;, die vom Quincy Institute for Responsible Statecraft veranstaltet wurde, einer Denkfabrik in Washington, DC, die f&uuml;r eine zur&uuml;ckhaltendere, weniger kriegerische Au&szlig;enpolitik eintritt. [&hellip;]<br>\nIn einem schockierend unverbl&uuml;mten Abschnitt der Podiumsdiskussion erkl&auml;rte G&eacute;rard Araud, dass die so genannte &ldquo;regelbasierte Ordnung&rdquo; eigentlich nur eine &ldquo;westliche Ordnung&rdquo; sei und dass die Vereinigten Staaten und Europa internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen, die Weltbank und den Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) zu Unrecht dominierten: &bdquo;Um ehrlich zu sein, war ich schon immer &auml;u&szlig;erst skeptisch gegen&uuml;ber dieser Idee einer &ldquo;regelbasierten Ordnung&rdquo;&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolarista.substack.com\/p\/gerard-araud-france-us-rules-based-order\">Multipolarista<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Die Meinungsmanipulation startet schon beim Wort &laquo;Befreiung&raquo;<\/strong><br>\nIn politischen Berichten und Kommentaren lohnt es sich, die verwendeten Begriffe genau zu beachten. Ist ein K&auml;mpfer ein Freiheitsk&auml;mpfer, ein Partisan, ein Rebell oder gar ein Terrorist? Und bei Interviews: Welche Fragen werden gestellt, und welche bewusst vermieden? Gefragt sind Aufmerksamkeit und eine gute Portion Medienskepsis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/die-meinungsmanipulation-startet-schon-beim-wort-befreiung\/\">Global Bridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Angesichts des B&ouml;sen<\/strong><br>\nDie Rede von Bundespr&auml;sident Frank Walter Steinmeier am 28.10.2022 zur Lage unseres Landes in Zeiten von Krieg und weiteren immer brisanteren internationalen Spannungen nannte die FAZ eine Blut- und Schwei&szlig;-Rede. Diese Einordnung erinnert daran, dass die Rede des britischen Premierministers Winston Churchill aus der Fr&uuml;hphase des Zweiten Weltkrieges als Blut-Schwei&szlig;-und-Tr&auml;nen-Rede in die Geschichte einging. Der Bezug zur Zeit des Zweiten Weltkrieges dr&uuml;ckt die Dramatik aus, auf die Frank Walter Steinmeier die Bev&ouml;lkerung einzustimmen beabsichtigte. (&hellip;)<br>\nDie von George F. Kennan kritisierte Nato-Politik hat genau das getan, was Frank Walter Steinmeier auf Russland abzuw&auml;lzen versucht. Es ist unbestritten, dass der Krieg auch in seiner beidseitigen Zerst&ouml;rung ziviler Ziele Kriegs- und somit V&ouml;lkerrecht bricht. Doch die Schwarz-Wei&szlig;-Darstellung einer Alleinschuld f&uuml;r die Katastrophe h&auml;lt keiner &Uuml;berpr&uuml;fung stand, da dieser Krieg, wie alle, nicht ohne seine Vorgeschichte zu verstehen ist und ohne ein Verst&auml;ndnis der Vorgeschichte nicht zu l&ouml;sen sein wird. Bundespr&auml;sident Steinmeier k&uuml;ndigt zudem eine ganz neue Eskalation an, n&auml;mlich die des US-\/Nato-Blocks gegen&uuml;ber der Gro&szlig;macht China: &raquo;Chinas wirtschaftlicher und politischer Machtanspruch ist darin ein zentraler Faktor. Dieses Ringen wird die Zukunft der internationalen Beziehungen auf lange Sicht pr&auml;gen.&laquo; Was der Bundespr&auml;sident hier macht, das erinnert an ein Papier des US-Kongresses vom Januar 2022 zur Gro&szlig;macht-Konkurrenz: Dort ist die Rede von einem neuen &raquo;Schwerpunkt auf China und\/oder Russland, von &raquo;Nuklearwaffen, nukleare Abschreckung und nukleare R&uuml;stungskontrolle&laquo;, von &raquo;F&auml;higkeiten zur F&uuml;hrung der sogenannten hoch-entwickelten konventionellen (nichtnuklearen) Kriegsf&uuml;hrung&laquo;. Dieses Papier liegt der internationalen Diplomatie seit Ende Januar 2022 vor. Bundespr&auml;sident Steinmeiers Position, die Friedensdividende sei &raquo;aufgezehrt&laquo; in einer &raquo;Epoche im Gegenwind&laquo;, setzt voraus, dass es vor dem 24.2.2022 eine solche Friedensdividende noch gegeben hatte. Das trifft genauso wenig zu, wie Steinmeiers einseitige Zuschreibung der Verantwortung f&uuml;r die Katastrophe auf Russland. Er meint, die Deutschen auf milit&auml;rische Konflikte vorbereiten zu m&uuml;ssen; er vermeidet dabei den Begriff &raquo;Krieg&laquo;, sondern spricht stattdessen von Deutschlands Verantwortung in der Nato, die eine Milit&auml;rorganisation ist:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/angesichts-des-boesen\/\">Bernhard Trautvetter in Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die von den Medien verschwiegenen Proteste gegen die &bdquo;Harvard-Regierung&ldquo;<\/strong><br>\nIn Moldawien finden vollkommen unbeachtet von westlichen Medien seit Wochen heftige Proteste gegen die pro-westliche Regierung statt, unter der das Land weiter verarmt.<br>\nDar&uuml;ber, dass in Moldawien der n&auml;chste Krisenherd gegen Russland aufgebaut wird, habe ich schon &ouml;fter berichtet. Inzwischen wurde das Land zum EU-Beitrittskandidaten ernannt, obwohl es die Kriterien f&uuml;r einen EU-Beitritt schon deshalb nicht erf&uuml;llt, weil es Grenzstreitigkeiten hat. Hinzu kommt, dass in der Verfassung des Landes ein neutraler Status festgeschrieben ist. Aktuell riskiert die pro-westliche Regierung Moldawiens, dass sich in ihrem Land das Szenario der Ukraine wiederholt. [&hellip;]<br>\nGegen den pro-westlichen Kurs der Regierung regte sich immer mehr Widerstand und seit Mai gibt es regelm&auml;&szlig;ige Demonstrationen. Ende Mai wurde der Oppositionsf&uuml;hrer und ehemalige Pr&auml;sident Dodon zun&auml;chst verhaftet und dann unter Hausarrest gestellt. Erste Journalisten berichteten von Zensur, sie w&uuml;rden von der Regierung bei der Arbeit behindert. Da in dem Land schon seit Ende 2021 der Ausnahmezustand gilt, hat die Regierung das Recht, die Arbeit der Presse &bdquo;zu koordinieren&ldquo;, wie es genannt wird.<br>\nMaia Sandu verfolgt parallel mehrere Ziele. Erstens will sie &ndash; offenbar notfalls auch gewaltsam &ndash; die Kontrolle &uuml;ber Transnistrien zur&uuml;ckbekommen. Zweitens bezeichnet sie Moldawisch nicht als Sprache, sie sagt, das sei in Wahrheit Rum&auml;nisch. Sie ist auch rum&auml;nische Staatsb&uuml;rgerin und scheint eine Vereinigung mit Rum&auml;nien anzustreben.<br>\nSandu hat in den USA studiert und ihr wird nachgesagt, ein Projekt von George Soros zu sein, weil in ihrem Umfeld viele Personen sind, die von der Open Society Foundation von Soros kommen. Das gilt unter anderem auch f&uuml;r Alexander Mustjatse, der am 2 Juni zum Chef des moldawischen Geheimdienstes ernannt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/die-von-den-medien-verschwiegenen-proteste-gegen-die-harvard-regierung\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Raketenangriff auf Polen spiegelt wachsende Spaltung des Westens wider<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nDie Explosion, bei der zwei Menschen auf polnischem Territorium ums Leben kamen, wurde offenbar durch eine ukrainische Luftabwehrrakete verursacht, erkl&auml;rten f&uuml;hrende Vertreter Polens und der NATO am Mittwoch. Die heftigen Diskussionen &uuml;ber den Vorfall haben gezeigt, dass der Westen zunehmend gespalten ist, da die M&uuml;digkeit &uuml;ber den anhaltenden Konflikt w&auml;chst und keine Friedensgespr&auml;che in Sicht sind, so Experten. [&hellip;]<br>\nDie Art der Rhetorik, die Zelensky anwendet, beginnt jedoch, die Geduld einiger westlicher Diplomaten zu ersch&ouml;pfen&rdquo;, berichtete die BBC am Mittwoch. Die &Auml;nderung des Tons wird auch in einem CNN-Bericht deutlich, in dem Zelensky vorgeworfen wird, aus der Episode Kapital schlagen zu wollen&rdquo;.<br>\n&ldquo;Sie bef&uuml;rchten, dass Kiews bisweilen maximalistische Sprache und Forderungen zu einer so genannten &lsquo;Ukraine-M&uuml;digkeit&rsquo; unter den Verb&uuml;ndeten beitragen k&ouml;nnten&rdquo;, so BBC.<br>\nExperten stellten fest, dass sich der Ton der USA und der wichtigsten europ&auml;ischen L&auml;nder gegen&uuml;ber Russland im Vergleich zur Vergangenheit deutlich ge&auml;ndert hat, da sie nun die Initiative ergriffen haben, um Ger&uuml;chte &uuml;ber Moskau zu zerstreuen, anstatt es unter Missachtung der Fakten zu beschuldigen. [&hellip;]<br>\nDoch die beharrliche Weigerung der Ukraine, zu reden, hat die Geduld des Westens ersch&ouml;pft, sagte der Experte. &ldquo;Jetzt sehen sie sich durch sogenannte politisch korrekte Entscheidungen in die Enge getrieben&rdquo;, so Cui.<br>\nIm Gegensatz zur Haltung der westlichen Gro&szlig;m&auml;chte riefen die baltischen Staaten schnell zur kollektiven Verteidigung der NATO auf. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Die Kluft zwischen dem alten und dem neuen Europa wird immer gr&ouml;&szlig;er. Die baltischen Staaten und Osteuropa sind in ihrer Anti-Russland-Haltung am weitesten gegangen. F&uuml;r sie ist dies nicht nur eine Geste der R&uuml;ckkehr in den Westen, eine Manifestation ihrer Loyalit&auml;t zu Europa, sondern auch eine Forderung nach einer vereinheitlichenden Ideologie im eigenen Land&rdquo;, so Cui.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202211\/1279807.shtml\">Global Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vor dem Kollaps<\/strong><br>\nJemen: Keine politische L&ouml;sung w&auml;hrend Waffenruhe. Hungerkrise durch andauernde Blockade weiter versch&auml;rft<br>\nDie von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) angef&uuml;hrte Kriegskoalition hat ihre See-, Land- und Luftblockade des Jemen erneut verst&auml;rkt. Das erkl&auml;rten die Ansarollah (&raquo;Huthis&laquo;) vor wenigen Tagen. Demnach h&auml;tten saudische Streitkr&auml;fte mit Unterst&uuml;tzung des US-Milit&auml;rs in der vergangenen Woche vier Schiffe mit f&uuml;r den wichtigsten Hafen des Landes in Hodeida bestimmten G&uuml;tern gestoppt, darunter Tanker mit Petroleum und Diesel. Alle Schiffe seien zuvor mittels des von den Vereinten Nationen eingerichteten &Uuml;berpr&uuml;fungsmechanismus in Dschibuti als unbedenklich eingestuft worden. Durch diesen &raquo;Akt der Piraterie&laquo; werde das Leiden der jemenitischen Bev&ouml;lkerung weiter erh&ouml;ht, so die Ansarollah. [&hellip;]<br>\nDie Blockade, die ma&szlig;geblich mitverantwortlich f&uuml;r die bislang mehr als 400.000 Opfer des Jemen-Kriegs ist, wurde j&uuml;ngst auch von der NGO &raquo;Weltorganisation gegen Folter&laquo; als Kriegsverbrechen und Folter bezeichnet. Inzwischen wird die Lage von zwei Drittel der jemenitischen Bev&ouml;lkerung als &raquo;ern&auml;hrungsunsicher&laquo; eingestuft, 80 Prozent sind auf humanit&auml;re Hilfe angewiesen. [&hellip;]<br>\nInfolge der weltweit wegen des Ukraine-Kriegs, vor allem aber wegen der Sanktionen gegen Russland gestiegenen Preise f&uuml;r Weizen, Pflanzen&ouml;l und D&uuml;ngemittel warnen Hilfsorganisationen und die UNO eindringlich vor einer Versch&auml;rfung der Hungerkrise und der Gefahr einer Hungersnot. [&hellip;]<br>\nGanz besonders pikant ist aber eine Auflistung der Schwarzmeer-Getreide-Initiative der UNO: Demnach ist nur ein Bruchteil der auf Grundlage des Getreideabkommens ausgeschifften Nahrungsmittel in L&auml;nder des globalen S&uuml;dens gelangt &ndash; der gr&ouml;&szlig;te Teil ging nach Europa. Den Jemen erreichten indes nur vier Lieferungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439050.krieg-im-jemen-vor-dem-kollaps.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Auf Wiedersehen G20, hallo BRICS+<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nDer zunehmend irrelevante G20-Gipfel endete mit sicheren Signalen, dass BRICS+ der Weg in die Zukunft der Zusammenarbeit des globalen S&uuml;dens sein wird. [&hellip;]<br>\nDer gravierende Bruch zwischen dem globalen Norden und dem globalen S&uuml;den, der auf Bali so deutlich wurde, hatte sich bereits in Phnom Penh angedeutet, als Kambodscha am vergangenen Wochenende Gastgeber des Ostasiengipfels war.<br>\nDie 10 ASEAN-Mitglieder hatten sehr deutlich gemacht, dass sie nicht bereit sind, den USA und der G7 in ihrer kollektiven Verteufelung Russlands und in vielerlei Hinsicht auch Chinas zu folgen.<br>\nDie S&uuml;dostasiaten sind auch nicht gerade begeistert von dem von den USA ausgearbeiteten IPEF (Indo-Pacific Economic Framework), das f&uuml;r die Verlangsamung von Chinas umfangreichem Handel und seiner Vernetzung in S&uuml;dostasien irrelevant sein wird.<br>\nUnd es kommt noch schlimmer. Der selbsternannte &ldquo;F&uuml;hrer der freien Welt&rdquo; meidet den &auml;u&szlig;erst wichtigen APEC-Gipfel (Asia-Pacific Economic Cooperation), der Ende dieser Woche in Bangkok stattfindet. [&hellip;]<br>\nMan kann mit Sicherheit sagen, dass sich die G20 auf einen unwiederbringlichen Weg in die Bedeutungslosigkeit begeben haben k&ouml;nnten. Noch vor der aktuellen s&uuml;dostasiatischen Gipfelwelle &ndash; in Phnom Penh, Bali und Bangkok &ndash; hatte Lawrow bereits angedeutet, was als N&auml;chstes kommt, als er feststellte, dass &ldquo;&uuml;ber ein Dutzend L&auml;nder&rdquo; den Beitritt zu BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China, S&uuml;dafrika) beantragt haben. [&hellip;]<br>\nWas die Kandidaten vor allem eint, ist der Besitz gewaltiger nat&uuml;rlicher Ressourcen: &Ouml;l und Gas, Edelmetalle, seltene Erden, seltene Mineralien, Kohle, Solarenergie, Holz, landwirtschaftliche Fl&auml;chen, Fischerei und S&uuml;&szlig;wasser. Das ist das Gebot der Stunde, wenn es darum geht, eine neue ressourcenbasierte Reservew&auml;hrung zu entwerfen, die den US-Dollar abl&ouml;sen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/thecradle.co\/Article\/Columns\/18477\">The cradle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Chinas Xi erobert die APEC im Sturm, nachdem er ihr mit harten Aussagen die Show gestohlen hat<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nChinas Pr&auml;sident Xi Jinping erobert die APEC im Sturm, nachdem er sich mit harten Worten &uuml;ber die Region ge&auml;u&szlig;ert hat. Seine j&uuml;ngsten &Auml;u&szlig;erungen haben Flutwellen ausgel&ouml;st, da die f&uuml;hrenden Politiker der Welt im Chaos untergingen, nachdem Xi Berichten zufolge den kanadischen Premierminister Justin Trudeau zurechtgewiesen und darauf hingewiesen hatte, was die Ziele der APEC umfassen sollten.<br>\nNach Angaben des Thai Enquirer forderte Xi die APEC-Region auf, sich zuerst auf die wirtschaftliche Entwicklung zu konzentrieren und den Machtkampf zwischen den Nationen auf die lange Bank zu schieben.<br>\n&ldquo;Der asiatisch-pazifische Raum ist niemandes Hinterhof und sollte nicht zu einem Schauplatz von Gro&szlig;machtk&auml;mpfen werden. Kein Versuch, einen Kalten Krieg zu f&uuml;hren, wird jemals von den Menschen oder von unserer Zeit zugelassen werden&rdquo;.<br>\nEr f&uuml;hrte weiter aus, dass das 21. Jahrhundert von der Region gepr&auml;gt ist, da sie ein Drittel der Weltbev&ouml;lkerung und mehr als 60 % der Weltwirtschaft ausmacht. Auf die Region entfallen fast 50 % des Welthandels und sie verf&uuml;gt &uuml;ber das dynamischste Wachstumspotenzial der Welt.<br>\n&ldquo;Derzeit erfreut sich der asiatisch-pazifische Raum einer allgemeinen Stabilit&auml;t. Die Zusammenarbeit in unserer Region hat sich stetig weiterentwickelt, und Frieden, Entwicklung und eine f&uuml;r beide Seiten gewinnbringende Zusammenarbeit sind nach wie vor der Grundtrend in dieser Region&rdquo;.<br>\nDann wandte er sich gegen das, was er als Mentalit&auml;t des &ldquo;Kalten Krieges&rdquo;, Unilateralismus, Hegemonismus und Instabilit&auml;t bezeichnete, und sagte, dass solche Handlungen die Wirtschaftsbeziehungen behindern w&uuml;rden. Xi sagte, eine solche Mentalit&auml;t verzerre internationale Normen, behindere die Entwicklungszusammenarbeit und sch&uuml;re Konflikte in der Region. Er sagte, diese Aspekte w&uuml;rden den Frieden und die Entwicklung in der Region belasten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/thethaiger.com\/hot-news\/chinas-xi-takes-apec-by-storm-after-stealing-the-show-with-hardline-statements\">The Thaiger<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der erste landesweite Streik der Starbucks-Besch&auml;ftigten<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nWir sprachen mit Streikenden in Boston, New York, Chicago und Pittsburgh &uuml;ber ihren Kampf, das milliardenschwere Unternehmen an den Verhandlungstisch zu bringen.<br>\nAm Donnerstagmorgen standen Tausende von Starbucks-Besch&auml;ftigten im ganzen Land in aller Herrgottsfr&uuml;he auf &ndash; einige trotzten der bitteren K&auml;lte &ndash; um Streikposten vor ihren Filialen aufzustellen. &Uuml;ber 100 Starbucks-Filialen beteiligten sich an der so genannten &ldquo;Red Cup Rebellion&rdquo;, einer landesweiten Arbeitsniederlegung, die von Starbucks Workers United (SBWU), der Gewerkschaft, die fast 7.000 Starbucks-Besch&auml;ftigte in den Vereinigten Staaten vertritt, geplant wurde. Besch&auml;ftigte&hellip; sagten, sie hofften, dass der Aktionstag Starbucks endlich davon &uuml;berzeugen w&uuml;rde, in gutem Glauben zu verhandeln, anstatt auf Vergeltung, Einsch&uuml;chterung und Gewerkschaftszerschlagung zu setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/popularresistance.org\/come-to-the-table-cowards-starbucks-workers-first-national-strike\/%20\">Popular Resistance<\/a>\n<p>dazu: <strong>Lehrbeauftragte der New School streiken f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne inmitten anhaltender Arbeitsk&auml;mpfe<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nAm Mittwochmorgen streikten mehr als 1.300 Lehrbeauftragte an der New School in New York City. Hunderte von Studenten, hauptamtlichen Lehrkr&auml;ften und Unterst&uuml;tzern aus der Bev&ouml;lkerung schlossen sich ihnen an. Der Streik erfolgte nach f&uuml;nfmonatigen Verhandlungen zwischen der Verwaltung und den von der UAW vertretenen Teilzeitlehrkr&auml;ften, die u.a. eine deutliche Lohnerh&ouml;hung, keine K&uuml;rzungen bei der Gesundheitsversorgung und eine Schlichtung durch Dritte bei Bel&auml;stigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz forderten&hellip;<br>\nLehrbeauftragte machen 87 Prozent des Lehrk&ouml;rpers an der New School aus, doch die Verwaltung stellt nur etwa 8 Prozent des Budgets f&uuml;r ihre Verg&uuml;tung bereit. Teilzeitlehrkr&auml;fte haben seit fast vier Jahren keine Gehaltserh&ouml;hung mehr erhalten, und ihr k&uuml;rzlich ausgelaufener Vertrag wurde seit acht Jahren nicht neu verhandelt. In Verbindung mit der rasant steigenden Inflation hat diese eingefrorene Gehaltsrate zu einem R&uuml;ckgang der Realeinkommen um 18 Prozent gef&uuml;hrt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/popularresistance.org\/new-school-adjuncts-strike-for-higher-wages-amid-ongoing-labor-struggles-across-the-us\/\">Popular Resistance<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Avrum Burg: &bdquo;Israels Botschafter sollte sich nicht zur Stimme der Rechten machen&ldquo;<\/strong><br>\nJ&uuml;ngst regte sich Israels Botschafter Ron Prosor auf Twitter &uuml;ber den Leiter der Bildungsst&auml;tte Anne Frank auf. Avrum Burg sagt: Hier ist seine Zust&auml;ndigkeit verfehlt.<br>\nManchmal, wenn ich von Israel aus durch meine Twitter-Timeline scrolle, habe ich den Eindruck, feindliche Internet-Trolle hielten die israelische Botschaft in Berlin besetzt und verbreiteten von dort aus eine Reihe peinlicher Nachrichten im Namen unseres israelischen Botschafters, Ron Prosor. Etwa sein Tweet zur urspr&uuml;nglich am 9. November angesetzten Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des Goethe-Instituts in Tel Aviv namens &bdquo;Den Schmerz der Anderen begreifen&ldquo;.<br>\nAuf der Veranstaltung sollte es um das Buch der an Geschichte interessierten Journalistin Charlotte Wiedemann und die in diesem Buch verhandelten Bedingungen eines neuen Erinnerns gehen, das auch koloniale Verbrechen mit einbezieht. Prosor insinuierte, den Veranstaltern gehe es darum, den Holocaust zu relativieren. Sie seien &bdquo;blind f&uuml;r den Schmerz der &Uuml;berlebenden&ldquo;. Er forderte selbst nach der Verschiebung des symbolischen Ursprungsdatums die Absage des Events &ndash; und tats&auml;chlich, kurze Zeit sp&auml;ter wurde es komplett abgesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/avrum-burg-israels-botschafter-sollte-sich-nicht-zur-stimme-der-rechten-machen-li.285259\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ob Tagesspiegel oder Welt: Wie sich die Nachkriegspresse am NS-Personal bediente<\/strong><br>\nDie Nazi-Verstrickungen vieler Gr&uuml;nder westdeutscher Zeitungen werden auch heute noch versch&auml;mt verschwiegen. Das ist ein kleiner Skandal. Eine Analyse. [&hellip;]<br>\nKeine &bdquo;Stunde null&ldquo; in den Redaktionen.<br>\nL&uuml;gen, L&uuml;cken, Listigkeiten zeichnen die Biografien vieler ehemaliger Nazijournalisten aus. Von 1933 bis 1945 wollte hinterher keiner geschrieben haben, oder bestenfalls als Teil des sogenannten publizistischen Widerstands. Die Vergangenheit vieler Gr&uuml;nder der westdeutschen Nachkriegspresse haben die deutschen, genauer: die westdeutschen Medienmacher lange verschwiegen. Die Journalisten der Bonner Zeiten, ansonsten (zu Recht) nicht gerade zimperlich bei der Aufdeckung der Nazivergangenheit von Angeh&ouml;rigen anderer Z&uuml;nfte, verleugnen die Verstrickungen der Gr&uuml;nder der heutigen Presse: vom Berliner &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; &hellip; bis zur &bdquo;Rheinischen Post&ldquo;, vom &bdquo;Hamburger Abendblatt&ldquo; bis zur &bdquo;Badischen Zeitung&ldquo; in Freiburg. Sogar in den Vorzeigezeitungen der Besatzungsm&auml;chte, &bdquo;Neue Zeitung&ldquo; in M&uuml;nchen und &bdquo;Die Welt&ldquo; in Hamburg, tummelten sich Goebbels-Propagandisten. Unter den Augen der Besatzungsm&auml;chte traten Goebbels&rsquo; ehemalige Schriftleiter nun an, die Westdeutschen das Einmaleins der Demokratie zu lehren, die sie wenig zuvor noch wortstark verabscheut hatten. Vor 27 Jahren ver&ouml;ffentlichte ich die Ergebnisse einer umfassenden Recherche &uuml;ber &bdquo;Goebbels-Propagandisten in der westdeutschen Nachkriegspresse&ldquo; (&bdquo;Schreiben nach jeder Richtung&ldquo;, Verlag Ch. Links). Der Deutsche Journalistenverband (DJV) feierte etwa gleichzeitig die &bdquo;Stunde null&ldquo; und den 50. Geburtstag der neuen, westdeutschen, demokratischen Presse. Im DJV-Fachblatt &bdquo;Der Journalist&ldquo; war zu lesen: &bdquo;Ex-Nazis hatten keine Chance.&ldquo; Hatten sie doch. Aber h&ouml;ren wollte das noch immer niemand. Und so offenbar bis heute. Meine Ergebnisse damals: In den ersten vier Jahren bis September 1949 entstanden unter Aufsicht der Alliierten in den drei Westzonen und West-Berlin 149 Lizenzzeitungen. Nur in 25 dieser Redaktionen waren keine im Sinne der Direktive belasteten Mitarbeiter zu finden; elf davon wurden der KPD zugerechnet und bald zwangsweise eingestellt. Mindestens 500 &bdquo;Ehemalige&ldquo; fanden in den neuen Redaktionen Besch&auml;ftigung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/ob-tagesspiegel-oder-welt-wie-sich-die-nachkriegspresse-am-ns-personal-bediente-li.285972\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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