{"id":90744,"date":"2022-11-23T10:13:40","date_gmt":"2022-11-23T09:13:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90744"},"modified":"2022-11-23T16:01:24","modified_gmt":"2022-11-23T15:01:24","slug":"bomben-statt-bildung-200-euro-fuer-notleidende-studierende-100-milliarden-fuer-die-bundeswehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90744","title":{"rendered":"Bomben statt Bildung: 200 Euro f\u00fcr notleidende Studierende \u2013 100 Milliarden f\u00fcr die Bundeswehr"},"content":{"rendered":"<p>Die Kostenexplosion bei Energie und Lebensmittel trifft Studierende besonders hart. Die Ampelregierung will ihnen mit einer Einmalzahlung von 200 Euro beistehen und dies erst fr&uuml;hestens zum Jahreswechsel. Dabei lebten schon im Vorjahr vier von zehn Hochsch&uuml;lern in Armut, unter den alleine oder in WGs Wohnenden sogar &uuml;ber 75 Prozent. F&uuml;r viele von ihnen k&ouml;nnte ein Studium demn&auml;chst unerschwinglich und der Absturz ins Ungewisse unvermeidbar sein. Das h&auml;tte eine enorme sozialpolitische Sprengkraft, zumal der Ausbildungsmarkt l&auml;ngst nicht alle auffangen w&uuml;rde. Rot-Gr&uuml;n-Gelb verschlie&szlig;t davor die Augen und verpulvert lieber Milliarden f&uuml;r die Aufr&uuml;stung Deutschlands. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8998\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-90744-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221123-Bomben-statt-Bildung-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221123-Bomben-statt-Bildung-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221123-Bomben-statt-Bildung-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221123-Bomben-statt-Bildung-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=90744-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221123-Bomben-statt-Bildung-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"221123-Bomben-statt-Bildung-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Lustig ist das Studentenleben &ndash; einmal gewesen. Aber die Zeiten sind l&auml;ngst vorbei. Seit vor &uuml;ber 20 Jahren mit der europ&auml;ischen Studienstrukturreform namens Bologna das &bdquo;Studium&ldquo; auf &bdquo;Berufsvorbereitung&ldquo; verk&uuml;rzt wurde, bestimmen Testeritis, Bulimielernen und Credit Points den Alltag der zuletzt noch knapp 2,9 Millionen Hochsch&uuml;ler in Deutschland. Selbstbestimmtes Lernen, Lernen f&uuml;rs Leben, sich ausleben nach 13 Jahren Schule und 20 Jahren Elternhausmief &ndash; Fehlanzeige. Stattdessen sechs Semester ackern f&uuml;r den Abschluss und dann ab in den Job oder zum Arbeitsamt. Schlimmer noch wurde es mit Corona: Zwei Jahre lang verbrachten hunderttausende energiegeladene junge Menschen in der Trostlosigkeit, ausgesperrt aus der Uni, auf 15 Quadratmetern zwischen Laptop, TV und Dosenravioli. Unz&auml;hlige trugen davon psychische und physische Sch&auml;den davon, Zukunfts&auml;ngste, Depressionen, Suizidgedanken.<\/p><p>Und wof&uuml;r das alles? Daf&uuml;r, dass jetzt vieles noch schlimmer ist und wird. Wie die n&auml;chste Gas- und Stromrechnung begleichen? Von welchem Geld Lebensmittel einkaufen, die binnen eines Jahres um &uuml;ber 20 Prozent teurer geworden sind? Dazu h&ouml;here Mensapreise, h&ouml;here Semesterbeitr&auml;ge, h&ouml;here Mieten. Die Vorstellung vom faulen, feierfesten Studenten, der es auf Mamas und Papas Kosten f&uuml;nf Jahre krachen l&auml;sst, ist ein lange &uuml;berholtes Klischee. Aber nie war es so abwegig wie in diesen Tagen. Wie rasch und umgreifend sich die soziale Lage von Studierenden in der K&uuml;rze von nur zwei Jahren zugespitzt hat, zeigen zwei neuere Erhebungen.<\/p><p>Die eine, im Mai vom Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverband ver&ouml;ffentlicht, bezog sich aufs Jahr 2019, als es Covid-19 noch nicht gab. Demnach lebten seinerzeit <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/fileadmin\/user_upload\/Publikationen\/doc\/PaFo-2022-Armut_von_Studierenden.pdf\">knapp &uuml;ber 30 Prozent aller Hochsch&uuml;ler in Armut<\/a>, bei einem Medianeinkommen von k&uuml;mmerlichen 802 Euro. Fast 40 Prozent der Studierenden in Einpersonenhaushalten fristeten ein Dasein unterhalb des soziokulturellen Existenzminimums, das damals bei 771 Euro lag. Ein Viertel brachte es nicht einmal &uuml;ber 600 Euro. In der Vorwoche legte das Statistische Bundesamt anl&auml;sslich des Weltstudententags am 17. November mit neueren Zahlen nach: Diese weisen bei vergleichbarer Methodik eine Quote von <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2022\/11\/PD22_N066_63.html\">37,9 Prozent &bdquo;armutsgef&auml;hrdeten&ldquo; Studierenden<\/a> aus. Fast 40 Prozent verf&uuml;gen damit &uuml;ber weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbev&ouml;lkerung, was 2021 monatlich 1.251 Euro entsprach.<\/p><p><strong>Armutsrisiko bedeutet Armut<\/strong><\/p><p>Womit klar wird, dass auch diese Daten der Wirklichkeit hinterherhinken. Zwar deuteten sich im Vorjahr bereits Turbulenzen an den Energiem&auml;rkten an, aber erst mit der Ausweitung des Ukraine-Kriegs drehten die Preise f&uuml;r Gas, Strom und Benzin richtig auf und kennen seither kein Halten mehr. Im Oktober lagen die Kosten f&uuml;r Energieprodukte um 43 Prozent &uuml;ber dem Niveau von vor zw&ouml;lf Monaten und dies <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2022\/11\/PD22_472_611.html\">&bdquo;trotz der Entlastungsma&szlig;nahmen&ldquo;<\/a> der Bundesregierung. Erdgas kostet mehr als doppelt so viel (plus 109,8 Prozent) wie im Oktober 2021, beim Heiz&ouml;l betr&auml;gt die Steigerung fast 83 Prozent, bei Fernw&auml;rme 35,6 Prozent, beim Strom 26 Prozent. Das mitgedacht, muss sich die Situation f&uuml;r viele Studierende noch einmal massiv versch&auml;rft haben.<\/p><p>Dabei war die Not bisher schon gro&szlig; genug, insbesondere bei denjenigen, die in einer eigenen Wohnung oder zusammen mit Kommilitonen in einer WG leben. Das Amt aus Wiesbaden beziffert ihr &bdquo;Armutsrisiko&ldquo; mit 76,1 Prozent. Gut drei von vier Hochsch&uuml;lern haben demnach erhebliche Probleme, sich materiell &uuml;ber Wasser zu halten. Zum Vergleich: In der Gesamtbev&ouml;lkerung waren im Vorjahr &bdquo;nur&ldquo; 15,8 Prozent von Armut &bdquo;bedroht&ldquo;. Wobei die Begrifflichkeiten &bdquo;armutsgef&auml;hrdet&ldquo; oder &bdquo;Armutsrisiko&ldquo; die Misere eher besch&ouml;nigen. F&uuml;r die Leidtragenden ist das Augenwischerei, f&uuml;r den Moment sind sie einfach: arm. Die Zuschreibung mag herabw&uuml;rdigend wirken und dies ist auch das scheinbar wohlmeinende Argument, von der harten Wortwahl abzusehen. Besch&auml;mend sind die Zust&auml;nde allerdings zuallererst f&uuml;r einen Staat, der zu den reichsten der Erde geh&ouml;rt und dessen politische F&uuml;hrer gerne die Rede von der &bdquo;sozialen Marktwirtschaft&ldquo; schwingen. Um die kann es aber nicht gut bestellt sein, wenn &uuml;ber eine Million Studierende finanziell auf dem Zahnfleisch gehen und im Vorjahr zwei von f&uuml;nf (38,5 Prozent) in Haushalten lebten, die nicht in der Lage waren, unerwartete gr&ouml;&szlig;ere Ausgaben aus eigenen Mitteln zu bestreiten. Unter denen, die allein oder in Studenten-WGs wohnten, traf dies gar auf 55,5 Prozent zu.<\/p><p><strong>Jobben trotz BAf&ouml;G <\/strong><\/p><p>Keine Frage: Studierende haben in der Regel beste Aussichten, der Armut zu entrinnen, sobald sie nach erfolgreichem Abschluss ins Berufsleben &uuml;berwechseln. Und genau so wird auch h&auml;ufig argumentiert: Ein paar Jahre k&ouml;nne man schon mal darben, wenn einem danach alle T&uuml;ren offenst&uuml;nden. Das ist nicht ganz falsch, f&uuml;hrt aber auch in die Irre, schon weil nahezu ein Drittel eines Studienjahrgangs die Brocken vorzeitig hinwirft und darunter auch solche sind, die sp&auml;ter im Jobcenter oder beim Sozialamt vorstellig werden. Mehr noch lenkt die Rede vom &bdquo;weich landenden Studi&ldquo; von massiven sozialpolitischen Vers&auml;umnissen ab. Gegenw&auml;rtig beziehen gerade noch elf Prozent aller Studierenden Leistungen nach dem Bundesausbildungsf&ouml;rderungsgesetz (BAf&ouml;G). Es k&ouml;nnten viel mehr sein, w&auml;re die staatliche Unterst&uuml;tzung ausk&ouml;mmlich und man nicht trotz F&ouml;rderung gezwungen, zus&auml;tzlich jobben zu gehen.<\/p><p>Dabei war das Instrument urspr&uuml;nglich dazu gedacht, den Anspruchsberechtigten ein Studium in finanzieller Unabh&auml;ngigkeit zu erm&ouml;glichen. Mit den etlichen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51014\">&bdquo;Kleckerreformen&ldquo;<\/a> der vergangenen Jahrzehnte hat die Politik diesen Anspruch faktisch &ndash; nicht offiziell &ndash; entsorgt und ist Jobben mit BAf&ouml;G heute total normal. Und dennoch galten schon 2019 nach besagter Studie des Parit&auml;tischen nahezu 45 Prozent der Studierenden mit BAf&ouml;G als arm, w&auml;hrend sich der Vergleichswert bei jenen ohne &ouml;ffentliche Zuwendungen auf knapp 29 Prozent belief.<\/p><p>Nicht minder normal sind heute obsz&ouml;n hohe Mieten, die Otto Normalverbraucher bis hoch in die Mittelschicht an die Substanz gehen. Unter Studierenden lag der durchschnittliche Anteil der Wohnkosten am verf&uuml;gbaren Haushaltseinkommen im Vorjahr bei 31,6 Prozent und damit deutlich &uuml;ber der Wohnkostenbelastung der Gesamtbev&ouml;lkerung (23,3&nbsp; Prozent). Im Fall von Studierenden mit eigener Bleibe oder in WGs ging sogar im Mittel &uuml;ber die H&auml;lfte (51,1 Prozent) des vorhandenen Geldes f&uuml;rs Wohnen drauf. Als &bdquo;&uuml;berbelastet&ldquo; gilt man, sobald die Ausgaben nach Abzug m&ouml;glicher wohnungsbezogener Transferleistungen 40 Prozent &uuml;bersteigen. Das traf auf knapp ein Viertel aller Hochsch&uuml;ler zu, w&auml;hrend es im Durchschnitt aller Haushalte lediglich 10,7&nbsp;Prozent waren. WG-Mieten in Gro&szlig;st&auml;dten und Ballungsgebieten von <a href=\"https:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-2693-wg-zimmer-kosten-2022-explodieren.php\">600 Euro und mehr<\/a> sind heutzutage g&auml;ngig. Mit der im August in Kraft getretenen 27. BAf&ouml;G-Novelle wurde die Wohnpauschale von 325 auf 360 Euro aufgestockt. F&uuml;r blo&szlig; einen Bruchteil der Universit&auml;tsst&auml;dte reicht das aus, wogegen Studierende vielerorts die Differenz zum tats&auml;chlichen Preis aus dem BAf&ouml;G-Grundbedarf beziehungsweise sonstigen Einnahmen decken m&uuml;ssen.<\/p><p><strong>Es geht um die nackte Existenz<\/strong><\/p><p>Angesichts der Preisrallye an den Energiem&auml;rkten werden die Belastungen sp&auml;testens nach der kommenden Nebenkostenabrechnung noch einmal gewaltig gr&ouml;&szlig;er und damit noch weniger Mittel zum Essen und Trinken parat sein, wof&uuml;r ja ebenfalls deutlich tiefer in die Tasche gegriffen werden muss. Wer weiter behauptet, Studierende werden das schon irgendwie gewuppt kriegen, ist schief gewickelt. Es geht nicht l&auml;nger darum, dass der heute vielleicht bedr&auml;ngte Student morgen schon Karriere macht. Es geht um die nackte Existenz von zehn-, wom&ouml;glich hunderttausenden jungen Menschen, die gezwungen sein k&ouml;nnten, ihr Studium in der Not hinzuschmei&szlig;en, oder gar nicht erst ein Studium aufnehmen k&ouml;nnen, weil sie es nicht finanzieren k&ouml;nnen.<\/p><p>Nat&uuml;rlich l&auml;sst sich diskutieren, ob es &uuml;berhaupt so viele Akademiker braucht. Der Anfang der 2000er-Jahre losgetretene Run auf die Hochschulen war ein politisches Projekt mit gewaltiger Fallh&ouml;he, zumal niemals durchfinanziert und deswegen eine b&ouml;se Falle f&uuml;r viele, die die desolaten Studienbedingungen und miserablen Betreuungsverh&auml;ltnisse von Lernenden versus Lehrenden mit dem Studienabbruch bezahlen. Gleichzeitig wurde jedoch auch das System der dualen Berufsausbildung so sehr gerupft und entwertet, dass es schon dem Bedarf der Schulabg&auml;nger nicht gerecht wird, geschweige denn ein Auffangbecken f&uuml;r alle an den Hochschulen Gescheiterten sein kann. Demn&auml;chst wird das Statistische Bundesamt die aktuellen Studierendenzahlen ver&ouml;ffentlichen und vieles deutet darauf hin, dass der Bestand infolge von Corona und Rekordinflation erstmals seit etlichen Jahren wieder r&uuml;ckl&auml;ufig ist. Was also soll aus all denen werden, die nach drei Jahren der Extreme auf der Strecke geblieben sind oder noch bleiben? Und sind sich die politisch Verantwortlichen der aktuellen und kommenden Herausforderungen bewusst?<\/p><p><strong>Aufr&uuml;stung und ein &bdquo;Gnadenbrot&ldquo; <\/strong><\/p><p>Daran muss man zweifeln. Wie schon in der Pandemie haben die Regierenden f&uuml;r die Sorgen und N&ouml;te der Studierenden n&auml;mlich nicht viel &uuml;brig. Den mit Abstand besten Schnitt machen mit einem doppelten Heizkostenzuschuss und der angek&uuml;ndigten Einmalzahlung von 200 Euro noch die BAf&ouml;G-Empf&auml;nger, wovon es aber, wie erw&auml;hnt, nicht mehr allzu viele gibt. Alle anderen weit &uuml;ber zwei Millionen Betroffenen vertr&ouml;stet die Ampelkoalition mit einer Einmalzahlung von 200 Euro, die, Anfang September als &bdquo;Soforthilfe&ldquo; angek&uuml;ndigt, fr&uuml;hestens zum Jahresbeginn ausgezahlt wird. Geschlagene drei Monate lie&szlig; die zust&auml;ndige Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) verstreichen, um schlie&szlig;lich festzustellen, dass sie wegen einer fehlenden studentischen Zentraldatenbank keine Umsetzungsl&ouml;sung sieht. Nun soll es eine Internetplattform richten, die erst noch aufzubauen ist. Die leidigen Erfahrungen mit den Corona-&bdquo;&Uuml;berbr&uuml;ckungshilfen&ldquo; lassen eine H&auml;ngepartie bef&uuml;rchten, die weit ins n&auml;chste Jahr hineinreichen wird. Schlechten Anschauungsunterricht liefert auch die aktuelle Krise: Auf die im Fr&uuml;hjahr beschlossene Energiezulage von 230 Euro mussten BAf&ouml;G-Bezieher mithin bis Anfang November warten.<\/p><p>Ohnehin stellt sich die Frage, wem bei all den horrenden Lasten und Zumutungen mit 200 Euro geholfen ist. Die <em>World Socialist Web Site<\/em> nennt die Zuwendung in einem neueren Beitrag nicht unzutreffend <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2022\/11\/21\/armu-n21.html\">&bdquo;Gnadenbrot&ldquo;<\/a> und weiter: Die Politik lasse die jungen Menschen &bdquo;am ausgestreckten Arm verhungern&ldquo;. Erinnert sei an das sogenannte Sonderverm&ouml;gen von 100 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr, das wohl noch in dieser Woche vom Bundestag mit Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen wird. Bei so viel Geld f&uuml;r Kanonen, Panzer und Kriegsschiffe bleibt f&uuml;r Bildung freilich wenig bis nichts mehr h&auml;ngen. Wie zum Beweis hat Stark-Watzingers Ministerium gerade das im Koalitionsvertrag versprochene Bundesprogramm &bdquo;Digitale Hochschule&ldquo; auf unabsehbare Zeit verschoben. Begr&uuml;ndung: <a href=\"https:\/\/www.jmwiarda.de\/2022\/11\/20\/bmbf-sagt-digitalpakt-f%C3%BCr-die-hochschulen-ab-auf-absehbare-zeit\/\">&bdquo;angespannte Haushaltslage&ldquo;<\/a>. Ihre Lektion sollten sp&auml;testens jetzt auch die Studierenden lernen. Was dagegen hilft? Protest!<\/p><p>Titelbild: Tetiana Yurchenko \/ Shutterstock<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/64e7087ea046498285955a356e127db0\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kostenexplosion bei Energie und Lebensmittel trifft Studierende besonders hart. Die Ampelregierung will ihnen mit einer Einmalzahlung von 200 Euro beistehen und dies erst fr&uuml;hestens zum Jahreswechsel. 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