{"id":9086,"date":"2011-04-15T08:46:22","date_gmt":"2011-04-15T06:46:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9086"},"modified":"2011-04-15T08:47:15","modified_gmt":"2011-04-15T06:47:15","slug":"9086","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9086","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: US-Senat gibt Deutscher Bank Mitschuld an Krise; Hausdurchsuchung im Attac-Bundesb&uuml;ro; BRICS-Staaten f&uuml;r Reform des Weltfinanzsystems; Selbst schuld; Wof&uuml;r das alles?; Irland beteiligt Investoren an Bankenrettung; Gro&szlig;banken unter Verdacht; Gonzalo Boye: Portugal darf nicht fallen; Projekt B&uuml;rgerarbeit floppt in den Kommunen; Peinliche R&uuml;ge; Noch eine Ank&uuml;ndigung mit kurzer Halbwertszeit; Der Papst begreift nicht, was Demokratie ist; Libyen; Japans Strahlenproletariat; Berlusconi erw&auml;gt Abschied aus der Politik; Ungarn k&uuml;rzt Arbeitslosenhilfe von 270 auf 90 Tage; Stillstand 21; Linke: Hochschulzulassungsgesetz auf den Weg bringen; Erwerbsf&auml;hige Hilfebed&uuml;rftige im Bund, in den L&auml;ndern und in den Kreisen; F&uuml;r die Rettung einer eigenst&auml;ndigen, &uuml;berregionalen Frankfurter Rundschau (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">US-Senat gibt Deutscher Bank Mitschuld an Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Hausdurchsuchung im Attac-Bundesb&uuml;ro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">BRICS-Staaten f&uuml;r Reform des Weltfinanzsystems<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Selbst schuld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Wof&uuml;r das alles?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Irland beteiligt Investoren an Bankenrettung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Gro&szlig;banken unter Verdacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Gonzalo Boye: Portugal darf nicht fallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Projekt B&uuml;rgerarbeit floppt in den Kommunen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Peinliche R&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Noch eine Ank&uuml;ndigung mit kurzer Halbwertszeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Der Papst begreift nicht, was Demokratie ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Libyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Japans Strahlenproletariat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Berlusconi erw&auml;gt Abschied aus der Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Ungarn k&uuml;rzt Arbeitslosenhilfe von 270 auf 90 Tage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Stillstand 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Linke: Hochschulzulassungsgesetz auf den Weg bringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Erwerbsf&auml;hige Hilfebed&uuml;rftige im Bund, in den L&auml;ndern und in den Kreisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">F&uuml;r die Rettung einer eigenst&auml;ndigen, &uuml;berregionalen Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=9086&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>US-Senat gibt Deutscher Bank Mitschuld an Krise<\/strong><br>\n&Uuml;ber zwei Jahre haben Vertreter des US-Senats nach den Ursachen des Finanzsystems geforscht. Ihr Report greift die Deutsche Bank an. Gemeinsam mit Goldman Sachs sei sie &ldquo;besorgniserregend&rdquo; mit riskanten Finanzprodukten umgegangen.<br>\nDie Deutsche Bank z&auml;hlt zu den Finanzinstitutionen, deren &bdquo;sch&auml;bige, riskante und betr&uuml;gerischen Praktiken&ldquo; ein Untersuchungsbericht des US-Senats zum Zusammenbruch des Finanzmarktes anprangert.<br>\n&bdquo;Der Bericht zeigt, dass die Institutionen Kunden und &Ouml;ffentlichkeit bewusst get&auml;uscht haben und dabei von ehrerbietigen Regulierern und Ratingagenturen unterst&uuml;tzt wurden&ldquo;, sagte der Vorsitzende des Ausschusses, der demokratische Senator Carl Levin, am Mittwoch im Washington.<br>\n&Uuml;ber zwei Jahre haben Vertreter beider Parteien 6000 Dokumente und vertrauliche Mails aus der Finanzindustrie gesichtet. Laut dem 650 Seiten starken Report waren die Deutsche Bank und Goldman Sachs f&uuml;hrend im Erstellen, Vermarkten und Verkaufen von Finanzprodukten gewesen, die zum Zusammenbruch des Finanzsystems gef&uuml;hrt h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/us-senat-gibt-deutscher-bank-mitschuld-an-krise\/-\/1472780\/8345430\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Deutsche Bank auf einer Stufe mit Goldman Sachs? Das d&uuml;rfte Herrn Ackermann gefallen, auch wenn es diesmal nur die &bdquo;Betr&uuml;gerskala&ldquo; ist, auf der die Deutsche Bank ein echter Global Player ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hausdurchsuchung im Attac-Bundesb&uuml;ro<\/strong><br>\nDas Bundesb&uuml;ro von Attac in Frankfurt am Main ist am heutigen Donnerstagvormittag von der Staatsanwaltschaft M&uuml;nchen durchsucht worden. Laut Durchsuchungsbefehl des M&uuml;nchner Amtsgerichts wird dem Vorstand des Attac-Tr&auml;gervereins vorgeworfen, mit der Ver&ouml;ffentlichung eines Gutachtens zur BayernLB auf der Attac-Homepage das Urheberrecht verletzt zu haben.<br>\nEs liegt nahe, in dieser Razzia eine Drohgeb&auml;rde der Finanzindustrie und von Politikern, die sich ihrer Verantwortung nicht stellen wollen, zu sehen. Der Vorwurf der Urheberrechtsverletzung ist vorgeschoben, tats&auml;chlich soll verhindert werden, dass bestimmte Informationen an die &Ouml;ffentlichkeit gelangen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/datum\/2011\/04\/14\/hausdurchsuchung-im-attac-bundesbuero\/?no_cache=1&amp;L=2&amp;cHash=320047a269a6242be032a41de5ae4951\">Attac<\/a><br>\nQuelle 2: Das BayernLB-Gutachten <a href=\"http:\/\/gutachten.attac.de\/FGS_Gutachten_BayernLB_Band_1-web.pdf\">Band 1  [PDF &ndash; 21.9 MB]<\/a> \/ <a href=\"http:\/\/gutachten.attac.de\/FGS_Gutachten_Bayern_LB_Band_2-web.pdf\">Band 2 [PDF &ndash; 19.6 MB]<\/a> \/ <a href=\"http:\/\/gutachten.attac.de\/FGS_Gutachten_BayernLB_Band3-web.pdf\">Band 3 [PDF &ndash; 24.9 MB]<\/a><br>\nQuell 3: <a href=\"http:\/\/gutachten.attac.de\/Ergebnis_Gutachten_FGS.pdf\">Zusammenfassung durch die Kanzlei Flick\/Gocke\/Schaumburg [PDF &ndash; 208 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>BRICS-Staaten f&uuml;r Reform des Weltfinanzsystems<\/strong><br>\nUnmittelbar vor Beginn hochrangiger Treffen der internationalen Finanzpolitik in Washington haben die f&uuml;nf wichtigsten Schwellenl&auml;nder einen neuen Angriff auf die Dollar-Dominanz gestartet. Brasilien, Russland, Indien, China und S&uuml;dafrika (BRICS) vereinbarten am Donnerstag die gegenseitige Vergabe von Krediten in ihren eigenen W&auml;hrungen &ndash; unter Umgehung des &ldquo;Greenback&rdquo;. Mit der Forderung nach einer umfassenden Reform des internationalen Devisensystems unterstrich die Gruppe bei ihrem eigenen Treffen in China zudem die Kritik an der Vorherrschaft des Dollar: Die Staaten verlangten ein breiter aufgestelltes und damit stabileres System der Reservew&auml;hrungen. Der Vorsto&szlig; demonstriert den Anspruch der immer selbstbewusster werdenden BRICS auf ein gr&ouml;&szlig;eres Mitspracherecht in der internationalen Finanzpolitik. Die f&uuml;nf f&uuml;hrenden Schwellenl&auml;nder sehen zugleich neue Risiken f&uuml;r die Weltwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1302745183453\/Treffen-in-China-BRICS-Staaten-fuer-Reform-des-Weltfinanzsystems\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Selbst schuld<\/strong><br>\n&Uuml;bersteigt die Staatsverschuldung unsere Vorstellungskraft? Nicht, wenn man sie auf den B&uuml;rger umw&auml;lzt. Der Mannheimer Germanist Jochen H&ouml;risch ist mit gutem Beispiel vorangegangen.<br>\nZwei Billionen Euro Staatsverschuldung. [&hellip;] Oder: Jeder B&uuml;rger &ndash; allerdings auch der zahnlose und der Insasse &ndash; &uuml;berweist 25.000 Euro, und alles ist sofort getilgt. [&hellip;] Das durchschnittliche Verm&ouml;gen der Deutschen liegt bei 150.000 Euro, das gesamte Geldverm&ouml;gen soll sich auf etwa 4,9 Billionen Euro belaufen. Schon die Spar-, Sicht- und Termineinlagen machten zuletzt knapp zwei Billionen aus. [&hellip;]<br>\nDer Mannheimer Germanist Jochen H&ouml;risch sah das genau so und hat unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Hurra, wir tilgen&rdquo; k&uuml;rzlich ein F&uuml;nftel seiner &uuml;berschaubaren liquiden Mittel dem Staat als B&uuml;rgeropfer &uuml;berwiesen, um allen anderen durch das gute Beispiel voranzugehen (www.hurrawirtilgen.de). Hat daf&uuml;r auch ein freundliches Schreiben aus dem Finanzministerium bekommen, das allerdings Wert auf die Feststellung legte, eine Verm&ouml;gensteuer sei nicht geplant. Und musste sich auch sofort von Volkswirten seiner Universit&auml;t anh&ouml;ren, dass so ein Verhalten die Staatsschulden nicht senke, sondern erh&ouml;he, weil es den Staat nur dazu anreize, noch mehr Schulden zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub5A6DAB001EA2420BAC082C25414D2760\/Doc~ED18AB180CC97423EB6272FAEDC7B8605~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nun sind wir anscheinend schon so weit, dass Germanisten mehr von Volkswirtschaft verstehen als Volkswirte. Auf den ersten Blick ist es jedoch erstaunlich, dass die FAZ darauf hinweist, dass die Staatsschulden nur einen Bruchteil des inl&auml;ndischen Verm&ouml;gens ausmachen. Auf den zweiten Blick erkennt man jedoch, dass der Artikel unter der Rubrik &bdquo;Glosse Feuilleton&ldquo; l&auml;uft &hellip; nun ja.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wof&uuml;r das alles?<\/strong><br>\nDer Staat, die Banken und das Geld &ndash; ein Drama. Gut 31 Milliarden Euro Kapital hat der Bund f&uuml;r Banken in der Krise bereitgestellt, mit weiteren 18 Milliarden Euro haben einige Bundesl&auml;nder ihre Landesbanken gest&uuml;tzt. Zudem hat der Staat Garantien f&uuml;r die Refinanzierung oder k&uuml;nftige Verluste von Banken &uuml;bernommen &ndash; im Gegenzug f&uuml;r die Garantien zahlen die Banken hohe Geb&uuml;hren an den Staat. Die Gesamtrechnung ist komplex. Jede Zwischenbilanz bleibt vorl&auml;ufig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/16\/Kolumne-Bankenrettung\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Irland beteiligt Investoren an Bankenrettung<\/strong><br>\nGl&auml;ubiger der verstaatlichten Allied Irish Banks muss bluten. Eine Gerichtsentscheidung hat den Weg f&uuml;r die Gl&auml;ubiger-Beteiligung frei gemacht.<br>\nIrlands Regierung will die nachrangigen Gl&auml;ubiger der faktisch verstaatlichten Allied Irish Banks zur Kasse bitten und gebeutelten Steuerzahler eine kleine Verschnaufpause g&ouml;nnen.<br>\nDurch eine Entscheidung des h&ouml;chsten Gerichts des Landes sei der Weg freigemacht, weniger Steuergelder f&uuml;r die Rettung der Bank aufzuwenden, teilte das Finanzministerium mit. Die Regierung hielt sich vor, jeden notwendigen Schritt zu unternehmen, um eine &bdquo;angebrachte Lastenverteilung&ldquo; durch die nachrangigen Gl&auml;ubiger zu gew&auml;hrleisten.<br>\nDurch den Gerichtsentscheid k&ouml;nnten die 2,6 Milliarden Euro an nachrangigen Schulden bis zu 80 Prozent ihres Wertes verlieren, sagte Finanzminister Michael Noonan. Irische Banken haben der Zentralbank zufolge sieben Milliarden Euro an ausstehenden nachrangigen Schulden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article13177900\/Irland-beteiligt-Investoren-an-Bankenrettung.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gro&szlig;banken unter Verdacht<\/strong><br>\nHaben US-amerikanische und europ&auml;ische Gro&szlig;banken gemeinsame Sache gemacht, um Kreditzinsen zu manipulieren? Nach Informationen des &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; gehen US-Ermittler dem Verdacht nach, dass die Banken einen viel beachteten Zinssatz k&uuml;nstlich niedrig gehalten haben. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen demnach die Bank of America, die Citigroup und die Schweizer UBS.<br>\nEs geht um den Libor. Dieser wird in London ermittelt und dient als Referenzzins im sogenannten Interbankenhandel. An ihm orientieren sich etwa Zinss&auml;tze f&uuml;r Autokredite oder Firmenanleihen. Wird der Libor manipuliert, hat das weltweite Auswirkungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1302745232329\/Zinsmanipulation-Grossbanken-unter-Verdacht\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gonzalo Boye: Portugal darf nicht fallen<\/strong><br>\nJe st&auml;rker sich die Finanzkrise zuspitzt und L&auml;nder wie Spanien, Griechenland oder Portugal in Bedr&auml;ngnis kommen, umso deutlicher wird, dass die Verantwortlichen ebendieser Krise an ihr verdienen wie sonst niemand. Keiner traut sich, dem Einhalt zu gebieten. Es gibt keinerlei Kontrollen oder gar Sanktionen gegen die Urheber der Krise. Gleichzeitig leiden die einfachen Leute sowie kleine und mittelst&auml;ndische Unternehmen unter immer h&auml;rteren Sparprogrammen. Deshalb haben wir &ndash; verschiedene spanische Juristen, Verbraucherschutzorganisationen mit Unterst&uuml;tzung einiger Parteien &ndash; beschlossen, die Ratingagenturen vor Gericht zu bringen. Das Drama dieser Tage ist, dass die Regierungen, die den Angriffen der Spekulanten am meisten ausgesetzt sind, keinerlei Autorit&auml;t besitzen, um diese Attacken zu bek&auml;mpfen. Zu lange haben sie mit den Verantwortlichen dieser Politik harmonisch zusammengelebt. Aus diesem Grund haben wir uns als B&uuml;rgerinitiative zusammengetan, um die Ratingagenturen vor Gericht zu bringen. Wir wollen verhindern, dass eine Oligarchie, die bereit ist, f&uuml;r ihre eigenen politischen und wirtschaftlichen Vorteile die Rechte eines Gro&szlig;teils der Bev&ouml;lkerung zu opfern, straffrei ausgeht.<br>\n&ldquo;Das hier ist Klassenkampf, und meine Klasse, die der Reichen, gewinnt&rdquo;, gibt der Multimillion&auml;r Warren Buffet, ein Hauptanteilseigner von Moody&rsquo;s, ohne Umschweife zu. Vermutlich hat er recht. Doch wir werden alles tun, um es ihm so schwer wie m&ouml;glich zu machen, indem wir daf&uuml;r sorgen, dass er zumindest dieses Mal f&uuml;r seine kriminellen Machenschaften &ouml;ffentlich Rede und Antwort stehen muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F04%2F14%2Fa0119&amp;cHash=c69c863480\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Projekt B&uuml;rgerarbeit floppt in den Kommunen<\/strong><br>\nLangzeitarbeitslose sollten als G&auml;rtner, Vorleser oder Stra&szlig;enfeger den Weg in den Job finden &ndash; doch das Projekt B&uuml;rgerarbeit ist bisher gefloppt: Laut einem Zeitungsbericht verzichten Kommunen wegen finanzieller Bedenken auf die 900-Euro-Jobber. Nun soll es einen Ausweg &uuml;ber Leiharbeit geben.<br>\nSeit Anfang des Jahres l&auml;uft das auf drei Jahre ausgelegte Programm. 34.000 Hartz-IV-Empf&auml;nger sollten vermittelt werden. Bis Ende M&auml;rz waren aber erst 1386 B&uuml;rgerarbeiter im Einsatz, schreibt die Zeitung unter Berufung auf die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.<br>\nHauptgrund f&uuml;r das bislang flaue Interesse ist nach Zeitungsangaben ein Streit &uuml;ber die Bezahlung der B&uuml;rgerarbeiter. Im Herbst 2010 erkl&auml;rte die Bundesregierung auf Druck der kommunalen Arbeitgeberverb&auml;nde, dass B&uuml;rgerarbeiter nicht nach dem Tarif des &ouml;ffentlichen Dienstes zu bezahlen sind. Dies sieht die Gewerkschaft Ver.di aber ganz anders&hellip;<br>\nBei den kommunalen Spitzenverb&auml;nden hei&szlig;t es, die Kommunen m&uuml;ssten pro B&uuml;rgerarbeiter 200 bis 300 Euro monatlich aus den eigenen Kassen nehmen, wenn die Tarifbindung doch gelten sollte. Dieses finanzielle Risiko sei ihnen zu hoch.<br>\nInzwischen hat das Bundesarbeitsministerium einen Ausweg gefunden. Die Kommunen d&uuml;rfen B&uuml;rgerarbeiter nun von Besch&auml;ftigungsgesellschaften ausleihen. F&uuml;r Leiharbeiter gilt der Tarifvertrag des &ouml;ffentlichen Dienstes nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,756894,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Entgegen den Behauptungen von Ministerin von der Leyen f&ouml;rdert also die Bundesregierung die Leiharbeit und das bewusst, um Tarifvertr&auml;ge zu umgehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Lohnfindung nach Gutsherrenart<\/strong><br>\nWenn die Politik bei Arbeitslosen nicht mehr weiter wei&szlig;, gr&uuml;ndet sie in der Regel einen &ouml;ffentlichen Besch&auml;ftigungssektor. Das Motiv ist meist l&ouml;blich: Menschen, die, aus welchen Gr&uuml;nden auch immer, nicht mehr mitmachen k&ouml;nnen oder wollen im normalen Arbeitsmarkt, sollen eine Chance bekommen, &uuml;ber &ouml;ffentlich finanzierte Jobs an Besch&auml;ftigung, Anerkennung, Tagesstruktur teilzunehmen. Was allerdings aus solchen Ideen herauskommt, ist h&auml;ufig hochproblematisch. [&hellip;]<br>\nSolche Konzepte d&uuml;rfen nur eins nicht: die Kommune etwas kosten. Sp&auml;testens dann geht das Interesse der Gemeinden, die Jobs zu kreieren, gegen Null &ndash; bei der B&uuml;rgerarbeit sind deswegen statt 34.000 Jobs nur rund 1400 entstanden. Um die sch&ouml;ne Zusammenarbeit aber nicht zu st&ouml;ren, und eines der Lieblingsprogramme von Ursula von der Leyen (CDU) am Leben zu erhalten, hat der Bund deswegen beschlossen, bei der B&uuml;rgerarbeit einen Trick anzuwenden: Statt die B&uuml;rgerarbeiter nach einem Tariflohn des &ouml;ffentlichen Dienstes zu bezahlen, nehmen sie den Zeitarbeitslohn &ndash; dann m&uuml;ssen die Kommunen nichts dazu zahlen. Die Kommunen entschuldigen diesen Trick damit, dass ein subventionierter, nicht voll leistungsf&auml;higer Arbeitsloser nicht gleich viel verdienen darf, wie sein normal besch&auml;ftigter Kollege.<br>\nDas ist auf jeden Fall eine seltsame und gutsherrenartige Form der Lohnfindung &ndash; Arbeitslose einfach mal eben unter Umgehung der Arbeitnehmerorganisationen zu einer Art Zeitarbeiter zu erkl&auml;ren. Und ziemt sich einer Bundesregierung nicht, die seit der Krise Tarifsysteme und Tarifpartner &uuml;ber den gr&uuml;nen Klee lobt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:buergerarbeit-lohnfindung-nach-gutsherrenart\/60039531.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Peinliche R&uuml;ge<\/strong><br>\nVier l&auml;stige Staatsbeamte wurden mit nachweislich falschen psychiatrischen Gutachten aus dem Dienst gedr&auml;ngt. Sie geh&ouml;ren rehabilitiert und nicht ein zweites Mal zum Spielball politischer Interessen gemacht.<br>\nTricksen geh&ouml;rt zum politischen Handwerk. Warum also sollten CDU und FDP im Hessischen Landtag nicht versuchen, den Untersuchungsausschuss zur Steuerfahnder-Aff&auml;re durch einen Wust vermeintlich listiger Zusatzfragen lahmzulegen? Darauf gibt es eine moralische und eine demokratie-theoretische Antwort. Letztere hat der Wiesbadener Staatsgerichtshof erfreulich klar formuliert: Das Pensum des Ausschusses ins Absurde aufzubl&auml;hen, behindert die Kontrolle der Regierung durch das Parlament. Weil aber genau das Sinn der &Uuml;bung war, m&uuml;sste das Urteil der Landtagsmehrheit hochnotpeinlich sein. Dies umso mehr, als das Votum des &uuml;blicherweise regierungsgeneigten Gerichts einm&uuml;tig gegen sie gefallen ist.<br>\nDas Peinlichkeitsempfinden von CDU und FDP ist freilich seit langem bet&auml;ubt. Beim Finkerhakeln mit dem politischen Gegner und vor lauter Verachtung f&uuml;r unabh&auml;ngiges Bem&uuml;hen um Aufkl&auml;rung ist ihnen das zentrale &Auml;rgernis der Steuerfahnder-Aff&auml;re gleichg&uuml;ltig geworden: Vier l&auml;stige Staatsbeamte wurden mit nachweislich falschen psychiatrischen Gutachten aus dem Dienst gedr&auml;ngt.<br>\nSie geh&ouml;ren rehabilitiert und nicht ein zweites Mal zum Spielball politischer Interessen gemacht. Das allerdings f&auml;llt in den Bereich von Anstand und politischer Moral, &uuml;ber die das Gericht nicht zu befinden hat, wohl aber die B&uuml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/peinliche-ruege\/-\/1472602\/8341002\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Noch eine Ank&uuml;ndigung mit kurzer Halbwertszeit<\/strong><br>\nDie Frage irritierte Utz Claassen nur kurz. Bei der ZDF-Talkshow &ldquo;Markus Lanz&rdquo; ging es, noch vor der Wahl, schon eine Weile um den EnBW-Deal von Ministerpr&auml;sident Stefan Mappus. Da wollte der Moderator von dem fr&uuml;heren Konzernchef wissen, ob er sich Mappus als seinen Nachnachfolger in Karlsruhe vorstellen k&ouml;nne. Claassen antwortete diplomatisch-abstrakt: Wer ein Bundesland wie Baden-W&uuml;rttemberg regiere, der m&uuml;sse theoretisch auch in der Lage sein, ein gro&szlig;es Unternehmen zu f&uuml;hren. [&hellip;]<br>\nImmer deutlicher wird &ndash; was auch Claassen in der Runde durchblicken lie&szlig; -, dass der Regierungschef das Milliardengesch&auml;ft in seiner Komplexit&auml;t nicht voll durchdrungen hatte. Weder zog er die M&ouml;glichkeit der eigenen Abwahl in Betracht, noch hatte er die &ndash; schon vor Fukushima bestehenden &ndash; politischen Risiken f&uuml;r die Kernkraft auf der Rechnung. Wie unausgegoren Mappus&rsquo; Coup war, zeigt ein weiterer, bis jetzt wenig beachteter Aspekt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.enbw-deal-noch-eine-ankuendigung-mit-kurzer-halbwertszeit.59c963e3-c566-4c75-8cb7-6d66bfe6d3af.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Papst begreift nicht, was Demokratie ist<\/strong><br>\nPhilipp M&ouml;ller im Gespr&auml;ch mit Alan Posener: &ldquo;Der Papst begreift nicht, was Demokratie ist, weil er glaubt: so wie in der Kirche eine Meinung herrschen muss &ndash; offenbarte Wahrheit &ndash; sollte auch in der Gesellschaft &sbquo;die Wahrheit&lsquo; herrschen.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/hpd.de\/node\/11430\">Humanistischer Pressedienst<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/athcom.net:666\/podcast\/2011\/hpd-2011-04.mp3\">Podcast 34 Min [mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Libyen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;B&ouml;ser Fehler, der dem NATO-Generalsekret&auml;r unterlaufen ist&rdquo;<\/strong><br>\nMilit&auml;rfachmann Walther St&uuml;tzle zur Lage des Verteidigungsb&uuml;ndnisses<br>\nMilit&auml;risch eingreifen, ohne den politischen Ansatz wenigstens zu versuchen &ndash; und dann auch noch kein Konsens innerhalb des B&uuml;ndnisses: Walther St&uuml;tzle stellt dem Westen und Anders Fogh Rasmussen in der causa Libyen ein denkbar schlechtes Zeugnis aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1435991\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Aus Gaddafis Lager: Bruder F&uuml;hrer hat noch Freunde<\/strong><br>\nIm Lager der Regierungstreuen ist der Kampfeswille weiterhin gross. Gaddafi gibt sich siegessicher, w&auml;hrend die Delegation der Afrikanischen Union den libyschen Herrscher eher hofierte, denn Verhandlungen f&uuml;hrte. Ob Muhammad Ould Abdel Asis aus Mauretanien, Jacob Zuma aus S&uuml;dafrika, Denis Sassou Nguessou aus der Demokratischen Republik Kongo, General Yoweri Museveni aus Uganda oder Amadou Toumani Toure aus Mali &ndash; sie alle sind langj&auml;hrige Freunde und Unterst&uuml;tzer Gaddafis, der in ihren L&auml;ndern Milliarden investierte. &laquo;Halb Uganda geh&ouml;rt uns&raquo;, sagte ein libyscher Vertreter stolz und mit einem breiten Lachen. &laquo;Die AU ist auf unserer Seite, da m&uuml;ssen wir uns keine Sorgen machen.&raquo; Libyen ist der gr&ouml;sste finanzielle Sponsor der 53 Nationen umfassenden AU und Mitglied im Rat f&uuml;r Sicherheit und Frieden der Organisation. In Uganda besitzt Libyen eine ganze Reihe milliardenschwerer Firmen, darunter die National Housing Construction Company, Tropical Bank, Laico Lake Victoria Hotel, Tamoil East Africa and OiLibya. Von der ugandischen Telefongesellschaft Telecom, die ein dreizehn Milliarden Franken schweres Defizit hat, geh&ouml;ren dem libyschen Staat zwei Drittel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/2011\/nr15\/international\/20600.html\">WOZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie wichtig der Delegation der Afrikanischen Union die Position der Aufst&auml;ndischen war, zeigte sich darin, dass s&uuml;dafrikanische Pr&auml;sident Jacob Zuma nach dem Treffen mit Gaddafi in Tripolis abreiste, mit der Begr&uuml;ndung, er habe anderswo wichtige Dinge zu erledigen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Japans Strahlenproletariat<\/strong><br>\nDie &ldquo;Helden von Fukushima&rdquo; sind keineswegs alle gleich, sondern haben ihre festen Pl&auml;tze in einer Art Klassenpyramide der japanischen Atomindustrie. : an der Spitze hochbezahlte Manager, gut gesch&uuml;tzt vor jeder Radioaktivit&auml;t; in der Mitte die Angestellten von technischen Partnerfirmen der Strom- und Atomkonzerne, die dadurch ihre Arbeitskosten senken; an der breiten Basis ein Atomproletariat, das das Verstrahlungsrisiko fast alleine tr&auml;gt. Diese Arbeiter, darunter viele Tagel&ouml;hner, s&auml;ubern die W&auml;nde der Reaktorbeh&auml;lter, f&uuml;llen strahlenden Abfall um oder wischen radioaktive Pf&uuml;tzen auf. Meist bleiben sie unter sich: Wer in Japan einmal in einem AKW gearbeitet hat, erh&auml;lt nirgendwo sonst mehr einen Job. Genau wie die Hibakusha, die Strahlenopfer von Hiroshima und Nagasaki, sind Atomarbeiter stigmatisiert. Wie Nomaden ziehen manche von einem AKW zum anderen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F04%2F14%2Fa0107&amp;cHash=fd1b1ee2b4\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Berlusconi erw&auml;gt Abschied aus der Politik<\/strong><br>\nWird der 74-J&auml;hrige langsam amtsm&uuml;de? Er wolle bei den n&auml;chsten Wahlen in zwei Jahren nicht mehr antreten, auch das Amt des Staatspr&auml;sidenten interessiere ihn nicht, verriet Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi Journalisten in einem &ndash; eigentlich vertraulichen &ndash; Hintergrundgespr&auml;ch. Bereits vor einigen Wochen hatte Berlusconi im kleinen Kreis gegen&uuml;ber europ&auml;ischen Amtskollegen verlauten lassen, er werde bald aufh&ouml;ren. Er wolle noch die Justiz seines Landes reformieren, danach seien Neuwahlen vermutlich unausweichlich. Und bei denen, verk&uuml;ndete er, &ldquo;trete ich nicht mehr an&rdquo;.<br>\nJustizminister Alfano verteidigt derzeit vor dem italienischen Parlament einen Gesetzentwurf zu verk&uuml;rzten Verj&auml;hrungsfristen, der am Mittwoch in der Abgeordnetenkammer verabschiedet worden war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,757008,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein cleverer Schachzug von Berlusconi, der noch einmal alle Kr&auml;fte moblisiert, die vom Regime Berlusconi profitieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ungarn k&uuml;rzt Arbeitslosenhilfe von 270 auf 90 Tage<\/strong><br>\nDie ungarische Regierung will die Arbeitslosenhilfe drastisch k&uuml;rzen und nur noch 90 statt 270 Tage zahlen. Viktor Orban erhofft sich davon 300.000 neue Arbeitspl&auml;tze. [&hellip;]<br>\nSozialleistungen &bdquo;ermuntern die Leute nicht, auf den Arbeitsmarkt zur&uuml;ckzukehren&ldquo;, begr&uuml;ndete er die Ma&szlig;nahme, die am dem 1. Januar 2012 in Kraft treten soll. Danach werden im ersten Monat 90 Prozent des fr&uuml;heren Gehalts, im zweiten Monat 80 und im dritten Monat nur noch 70 Prozent gezahlt. Bis Ende 2014 will die konservative Regierung von Viktor Orban 300.000 neue Arbeitspl&auml;tze schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article13169936\/Ungarn-kuerzt-Arbeitslosenhilfe-von-270-auf-90-Tage.html\">WELT<\/a>\n<p>\t<em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> So entstehen also ganz einfach neue Arbeitspl&auml;tze: indem man die Arbeitslosen wegdefiniert. Wie die Agenda 2010 f&uuml;r Deutschland: asozial und wirtschaftlich verheerend.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Stillstand 21<\/strong><br>\nBei dem umstrittenen Projekt Stuttgart 21 kommen Gr&uuml;ne und SPD einander nicht n&auml;her. Die Ergebnisse passen auf eine Briefmarke, sagt selbst Winfried Kretschmann. [&hellip;]<br>\nDoch gerade dieser Stillstand zeigt, wie brisant das Thema hinter den Kulissen debattiert wird. Das Bild zweier ICE-Z&uuml;ge, die aufeinander zurasen, dient in diesen Tagen immer wieder als Metapher f&uuml;r den Machtkampf.<br>\nLetztlich bietet die Geschichte zwei Lesarten. Nach der Wahl sah mit dem von der Deutschen Bahn verh&auml;ngten Baustopp und neuen Gutachten &uuml;ber hohe Risiken alles danach aus, als bringe allein der Regierungswechsel das Milliardenprojekt ins Wanken. Viele Beobachter denken, dass alles weitere nur ein Mikadospielchen ist: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren. Denn derjenige, der den Ausstieg erkl&auml;rt, muss auch die damit verbundenen Kosten &uuml;bernehmen. [&hellip;]<br>\nNach der zweiten Lesart jedoch stehen die Gr&uuml;nen gewaltig unter Druck und drohen geradewegs auf eine bittere Niederlage zuzurasen. Denn noch sieht alles danach aus, dass eine Volksabstimmung im Koalitionsvertrag festgeschrieben wird. &ldquo;Der Begriff wird selbstverst&auml;ndlich auftauchen&rdquo;, sagte Kretschmann am Donnerstag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/stillstand-21\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Linke: Hochschulzulassungsgesetz auf den Weg bringen<\/strong><br>\nDie Fraktion Die Linke spricht sich daf&uuml;r aus, die Hochschulzulassung bundesgesetzlich zu regeln. In einem entsprechenden Antrag (17\/5475), der am Donnerstag Abend erstmals im Plenum behandelt wird, fordert sie ein Bundeshochschulzulassungsgesetz, in dem festlegt sein soll, dass der Abschluss einer beruflichen Ausbildung zur Aufnahme eines Hochschulstudiums berechtigt. Zudem soll nach Willen der Fraktion jeder, der eine Studienberechtigung hat, das Recht haben, ein Studium im Fach und an der Hochschule seiner Wahl aufzunehmen. Auch das Recht auf einen Masterstudienplatz soll so sichergestellt werden.<br>\nDes Weiteren fordern die Abgeordneten die Regierung auf, gemeinsam mit den L&auml;ndern den bestehenden Hochschulpakt aufzustocken, so dass er &bdquo;verl&auml;sslich ein bedarfsdeckendes Angebot an qualitativ hochwertigen Studienpl&auml;tzen sichert und dazu beitr&auml;gt, die strukturelle Unterfinanzierung des Hochschulsystems zu beenden&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_04\/2011_167\/09.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Erwerbsf&auml;hige Hilfebed&uuml;rftige im Bund, in den L&auml;ndern und in den Kreisen<\/strong><br>\nIm Dezember 2010 waren in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt 4,7 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner im Alter von 15 bis unter 65 Jahren auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angewiesen. (erwerbsf&auml;hige Hilfebed&uuml;rftige\/Leistungsberechtigte).  Dies waren 4,2 Prozent (207.000) weniger als ein Jahr zuvor (Dezember 2009) bzw. 11,5 Prozent (611.000) weniger als im Dezember 2006.<br>\n In der Bundesrepublik Deutschland waren im Dezember 2010 8,7 Prozent der Bev&ouml;lkerung im Alter von 15 bis unter 65 Jahren auf Arbeitslosengeld II angewiesen. (Dezember 2009: 9,1 Prozent; Dezember 2006: 9,7 Prozent) In den L&auml;ndern reichte diese Arbeitslosengeld II-Quote von 18,2 Prozent (182 von 1.000) in Berlin und 15,5 Prozent in den L&auml;ndern Bremen und Sachsen-Anhalt bis 4,7 Prozent in Baden-W&uuml;rttemberg und 4,0 Prozent (40 von 1.000) in Bayern, in den 412 Kreisen von 20,2 Prozent in der Stadt Bremerhaven (HB) und 19,2 Prozent in der Stadt Brandenburg an der Havel (BB) bis 1,4 Prozent im Landkreis Freising (BY) und 1,2 Prozent im Landkreis Eichst&auml;tt (BY).<br>\nIn den 15 Gro&szlig;st&auml;dten (mit mehr als 400.000 Einwohner\/innen; einschlie&szlig;lich Region Hannover) lebten im Dezember 2010 insgesamt 1,274 Millionen erwerbsf&auml;hige Hilfebed&uuml;rftige. Die Arbeitslosengeld II-Quote der Gro&szlig;stadtbev&ouml;lkerung betrug im Dezember 2010 13,2 Prozent. Sie lag damit 70 Prozent (nicht Prozentpunkte) &uuml;ber der Arbeitslosengeld II-Quote im Rest der Bundesrepublik Deutschland (Bund ohne Gro&szlig;st&auml;dte: 7,7 Prozent). In den 15 Gro&szlig;st&auml;dten reichte diese Arbeitslosengeld II-Quote von 18,2 Prozent in Berlin, 17,2 Prozent in Leipzig (SN) und 15,7 Prozent in Duisburg (NW) bis 7,1 Prozent in Stuttgart (BW) und 5,8 Prozent in M&uuml;nchen (BY).<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110415_hinweisteile_wl_erwerbsfaehige_hilfsbeduerftige.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 188 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>F&uuml;r die Rettung einer eigenst&auml;ndigen, &uuml;berregionalen Frankfurter Rundschau<\/strong><br>\n27 prominente Frankfurter aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Wissenschaft appellieren an die Verleger, die FR als zentrale Institution der Stadtgesellschaft zu erhalten.<br>\nUns allen liegt die gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklung der Rhein-Main-Region sehr am Herzen. Daher ist f&uuml;r uns die Nachricht von den bevorstehenden Ver&auml;nderungen in der Redaktion der Frankfurter Rundschau ein schwerer Schlag. Die Rundschau war und ist eine zentrale Institution der Stadtgesellschaft und ein markanter Teil der Repr&auml;sentation Frankfurts nach au&szlig;en. Im Gef&uuml;ge des Medienstandorts spielt sie eine herausragende Rolle. Eine weltoffene, diskussionsfreudige und dynamische Region wie Rhein-Main braucht die lebendige Debatte mehrerer &uuml;berregionaler Medien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/kultur\/1115-fuer-die-rettung-einer-eigenstaendigen-ueberregionalen-frankfurter-rundschau\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: US-Senat gibt Deutscher Bank Mitschuld an Krise; Hausdurchsuchung im Attac-Bundesb&uuml;ro; BRICS-Staaten f&uuml;r Reform des Weltfinanzsystems; Selbst schuld; Wof&uuml;r das alles?; Irland beteiligt Investoren an Bankenrettung; Gro&szlig;banken unter Verdacht; Gonzalo Boye: Portugal darf nicht fallen; Projekt B&uuml;rgerarbeit floppt in den Kommunen; Peinliche R&uuml;ge; Noch eine Ank&uuml;ndigung mit kurzer Halbwertszeit; Der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9086\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9086","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9086","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9086"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9086\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9092,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9086\/revisions\/9092"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9086"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9086"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9086"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}