{"id":90919,"date":"2022-11-28T10:11:18","date_gmt":"2022-11-28T09:11:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90919"},"modified":"2022-11-28T10:52:54","modified_gmt":"2022-11-28T09:52:54","slug":"100-jahrestag-der-gruendung-der-sowjetunion-wie-in-russland-heute-ueber-den-marxismus-diskutiert-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90919","title":{"rendered":"100. Jahrestag der Gr\u00fcndung der Sowjetunion &#8211; Wie in Russland heute \u00fcber den Marxismus diskutiert wird"},"content":{"rendered":"<p>Immer wieder gibt es in Russland Anl&auml;ufe, die sowjetische Epoche historisch einzuordnen. Das ist nicht einfach, denn Russland ist st&auml;ndig fundamentalen Herausforderungen ausgesetzt, &Auml;nderung der Wirtschaftsweise, au&szlig;enpolitische Neuorientierungen, Wirtschaftskrisen. Das 100. Jubil&auml;um der Gr&uuml;ndung der Sowjetunion 1922 war wieder ein Anlass f&uuml;r russische Wissenschaftler und Politiker, Russlands Standort in der Geschichte der Menschheit zu bestimmen. Wladimir Medinski, ein Berater des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin, stellte auf einer Konferenz in der Moskauer &bdquo;Manege&ldquo; fest, die Gr&uuml;ndung der Sowjetunion sei trotz Fehlern eine &bdquo;zivilisatorische Leistung&ldquo; gewesen. Einen Tag sp&auml;ter, auf dem &bdquo;Zweiten Marxistischen Forum&ldquo; in der Moskauer Universit&auml;t (MGU), ging man in 150 Vortr&auml;gen der Frage nach, was am sowjetischen Marxismus positiv und was falsch war. Aus Moskau berichtet <strong>Ulrich Heyden<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nSchon l&auml;nger gibt es in Russland eine Debatte dar&uuml;ber, ob die Oktoberrevolution eine Verirrung und der Marxismus etwas &bdquo;von au&szlig;en Eingeschlepptes&ldquo; war. Immer wieder taucht in russischen Medien auch die Forderung auf, den Staatsgr&uuml;nder Lenin, der immer noch im Mausoleum liegt, &bdquo;endlich zu beerdigen&ldquo;. <\/p><p>Doch in letzter Zeit sind die Stimmen, die eine Beerdigung fordern, seltener zu h&ouml;ren. Eine Beerdigung von Lenin w&uuml;rde auch ein merkw&uuml;rdiges Bild abgeben. Denn es w&uuml;rde sich eine Parallele zur Ukraine aufdr&auml;ngen, wo in den letzten acht Jahren alle Lenin-Denkm&auml;ler gest&uuml;rzt wurden. <\/p><p>Was man im Kreml heute &uuml;ber die sowjetische Epoche denkt, konnte man am 23. November in der Moskauer Manege &ndash; in unmittelbarer N&auml;he zum Kreml &ndash; h&ouml;ren. Dort gab es eine Veranstaltung unter dem Motto &bdquo;Geschichte f&uuml;r die Zukunft &ndash; zum 100. Jahrestag der Sowjetunion&ldquo;.<\/p><p>Geleitet wurde die Konferenz von Wladimir Medinski, bis 2020 Kulturminister Russlands, jetzt Berater von Wladimir Putin und Vorsitzender der russischen milit&auml;risch-historischen Gesellschaft. Medinski erkl&auml;rte, &bdquo;wir haben immer gesagt, dass es zur sowjetischen Epoche eine starke Nostalgie gibt. Menschlich ist das verst&auml;ndlich. Dem Menschen ist es zu eigen, sich an das Gute zu erinnern. An das B&ouml;se, die Ungerechtigkeit, historische Altersschw&auml;che und alles m&ouml;gliche Unrecht dagegen erinnern wir uns nicht.&ldquo; <\/p><p>Wie man aber auch zum sowjetischen System stehe, <a href=\"https:\/\/www.vedomosti.ru\/society\/articles\/2022\/11\/24\/951852-forum-posvyaschennii-100-letiyu-sssr-zakonchilsya-diskussiei\">sei<\/a> &bdquo;jeder damit einverstanden, dass es der erste gro&szlig;e Versuch war, auf staatlich-zivilisatorischem &ndash; nicht auf innerem, geistigem &ndash; Niveau zu versuchen, eine Gesellschaft aufzubauen, auf der Basis der Prinzipien des Guten und der Gerechtigkeit&ldquo;.<\/p><p><strong>Was sagen die einfachen Russen?<\/strong><\/p><p>Nach einer im November 2021 ver&ouml;ffentlichten <a href=\"https:\/\/www.levada.ru\/2021\/12\/24\/nostalgiya-po-sssr-3\/\">Meinungsumfrage<\/a> des Levada-Meinungsforschungsinstituts bedauern 63 Prozent der Russen die Aufl&ouml;sung der Sowjetunion. <\/p><p>Wenn ich mit Russen &ndash; unpolitischen und politischen &ndash; &uuml;ber die Sowjetunion rede, dann h&ouml;re ich immer wieder das Bedauern, dass man nicht mehr &bdquo;in einem gro&szlig;en Land&ldquo; lebt. &bdquo;Das gro&szlig;e Land&ldquo; habe eine funktionierende Volkswirtschaft gehabt und sei von anderen M&auml;chten geachtet worden. <\/p><p>Insbesondere die &auml;lteren Menschen erinnern sich an die soziale Stabilit&auml;t, weil der Staat f&uuml;r die Befriedigung aller Grundbed&uuml;rfnisse sorgte. H&auml;ufig als positiv genannt wird auch die Qualit&auml;t der Ausbildung, die Leistungen auf wissenschaftlichem Gebiet und die volkswirtschaftlichen Erfolge seit dem Bestehen der Sowjetunion. <\/p><p><strong>Marxismus als etwas von au&szlig;en Eingeschlepptes<\/strong><\/p><p>Unter russischen Intellektuellen und Medien-Machern gibt es seit einigen Jahren die Tendenz, dass man den Marxismus als etwas von au&szlig;en Eingeschlepptes bezeichnet. Dass Lenin mit Hilfe des kaiserlichen Deutschland nach Russland geschleust wurde, gilt vielen als Beleg daf&uuml;r, dass der Marxismus etwas Fremdes ist, was nur mit ausl&auml;ndischem Geld in Russland Wurzeln fassen konnte. <\/p><p><strong>Marxismus-Konferenz mit 400 Teilnehmern und 150 Referenten<\/strong><\/p><p>Abschottung bringt nichts. Das war wohl auch die &Uuml;berlegung von Moskauer Professoren und Dozenten, die vom 24. bis 26. November an der Philosophischen Fakult&auml;t der Moskauer Universit&auml;t (MGU) das &bdquo;Zweite Marxistische Forum&ldquo; durchf&uuml;hrten. F&uuml;r das Forum hatten sich online 400 Teilnehmer registriert. Mit Vortr&auml;gen traten vor allem Wissenschaftler aus Russland, aber auch aus den USA, aus Kanada, Europa, China und Lateinamerika auf. Etwa 70 Personen waren am Er&ouml;ffnungstag in einem Saal im Schuwalow-Geb&auml;ude der Moskauer Universit&auml;t anwesend.<\/p><p>Wie der Organisator der Konferenz, Wirtschaftswissenschaftler Professor Aleksandr Busgalin, w&auml;hrend der Er&ouml;ffnung erkl&auml;rte, gab es w&auml;hrend des sowjetischen Marxismus &bdquo;Probleme, Verbrechen und L&uuml;gen, aber auch gro&szlig;e Errungenschaften, die nicht schlechter waren als in der &uuml;brigen Welt&ldquo;.<\/p><p>Busgalin wies darauf hin, dass das &bdquo;Marxistische Forum&ldquo; mit Unterst&uuml;tzung der Universit&auml;t stattfindet. Vor vier Jahren wurde zum 200. Geburtstag von Karl Marx das &bdquo;Erste Marxistische Forum&ldquo; an der Moskauer Uni durchgef&uuml;hrt. Damals wurde das Forum vom Rektor der Moskauer Universit&auml;t, Viktor Sadownitschi, er&ouml;ffnet. Der Rektor hatte damals erkl&auml;rt, der Marxismus habe kein Monopol auf die Wahrheit, aber der Marxismus sei als Wissenschaft in der Forschung und der Lehre unverzichtbar. <\/p><p><strong>Aufruf zum Kompromiss mit den Unternehmern<\/strong><\/p><p>Wie breit das politische Spektrum auf dem diesj&auml;hrigen &bdquo;Zweiten Marxistischen Forum&ldquo; war, zeigten die per Video &uuml;bermittelten Begr&uuml;&szlig;ungsworte von Ruslan Grinberg, dem Leiter des Instituts f&uuml;r &Ouml;konomie an der Russischen Akademie der Wissenschaften. Grinberg sagte, &bdquo;Marx war ein gro&szlig;er Mensch, der unabh&auml;ngig von seinen Fehlern das Schicksal der Menschheit bestimmt hat&ldquo;. Aber Marx sei ihm &bdquo;als Mensch nicht sympathisch, weil er &bdquo;die Unterdr&uuml;cker mehr hasste, als er die Arbeiterklasse liebte&ldquo;. <\/p><p>Die Zeit heute sei &ndash; so Grinberg &ndash; &bdquo;sehr &auml;hnlich wie zur Zeit der Bl&uuml;te des wilden Kapitalismus&ldquo;. Nach empirischen Forschungen sei die Ungleichheit heute so gro&szlig; wie vor 150 Jahren. &bdquo;Aber&ldquo; &ndash; so Grinberg &ndash; &bdquo;ich denke nicht, dass Revolution gut ist.&ldquo; Allerdings habe John F. Kennedy gesagt, &bdquo;dass wenn man keine friedliche Revolution zulasse, erhalte man eine gewaltt&auml;tige Revolution.&ldquo; Kennedy habe wohl recht gehabt. Heute gebe es aber einen &bdquo;moralisch-ethischen Fortschritt&ldquo;. Deshalb m&uuml;sse man heute &bdquo;einen Kompromiss finden&ldquo;.<\/p><p><strong>Erinnerung an Entlassung ostdeutscher Geisteswissenschaftler<\/strong><\/p><p>Konferenzleiter Busgalin forderte die Teilnehmer auf, zu applaudieren, konnte sich dann aber eine Replik auf den Vorredner nicht verkneifen. Busgalin erinnerte daran, dass das von dem Kollegen Grinberg so hochgelobte &bdquo;sozialdemokratische Deutschland&ldquo; Anfang der 1990er Jahre &bdquo;alle Geisteswissenschaftler aus Ostdeutschland in den Ruhestand geschickt hat&ldquo;. Das sei eine &bdquo;sehr demokratische Ma&szlig;nahme&ldquo; gewesen, bemerkte Busgalin in s&uuml;ffisantem Ton. <\/p><p>Die Konferenz in Moskau war der Versuch, in schwierigen Zeiten eine internationale, offene Debatte fortzuf&uuml;hren. Und es zeigte sich, dass es zwischen russischen und westlichen Marx-Forschern ein &auml;hnliches Herangehen gibt. Man versuchte, die heutige Situation in der Welt mit der marxistischen Lehre zu erkl&auml;ren, diese Lehre aber auch weiterzuentwickeln. <\/p><p>Der Krieg in der Ukraine kam am ersten Konferenztag nicht zur Sprache. Aber Aleksandr Busgalin machte eine Bemerkung zu dem in den russischen Medien erhobenen Vorwurf, der Marxismus sei etwas von au&szlig;en Eingeschlepptes. Russophobie &ndash; so Busgalin &ndash; k&ouml;nne man Marx nicht unterstellen. Immerhin habe der deutsche Philosoph Russisch gelernt, Kontakt zu Russen gehabt und die 1. Internationale gegr&uuml;ndet. <\/p><p><strong>Mit marxistischen Begriffen in den wilden Kapitalismus<\/strong><\/p><p>In einem der Einleitungsreferate setzte sich Michail Tschernisch, Direktor des soziologischen Zentrums der Russischen Akademie der Wissenschaften, mit den neoliberalen &bdquo;Reformern&ldquo; Anatoli Tschubais und Jegor Gajdar auseinander, die Russland in einer Schocktherapie in den Kapitalismus f&uuml;hrten. Durch diese &bdquo;Reformen&ldquo; sei &ndash; so Tschernisch &ndash; &bdquo;der soziale Staat, wie er damals existierte, zerst&ouml;rt&ldquo; worden. <\/p><p>Wirkliche Liberale im Westen h&auml;tten sich von den &bdquo;russischen Reformern&ldquo; distanziert. Die wirklichen Liberalen h&auml;tten gefordert, in Russland zun&auml;chst eine effektive staatliche Lenkung zu schaffen und erst dann mit Reformen zu beginnen. <\/p><p>Jeffrey Sachs, einer der sogenannten &bdquo;Chicago Boys&ldquo;, habe in einem Text &uuml;ber seine Beratert&auml;tigkeit Anfang der 1990er Jahre in Russland geschrieben, dass die &bdquo;russischen Reformer&ldquo; nicht das durchf&uuml;hrten, wozu er geraten hatte. Sachs schrieb, er habe in Russland einen starken Staat erhalten wollen. Der Staat sollte die Kontrolle &uuml;ber die wichtigsten Industriebetriebe behalten. Nur so k&ouml;nne die Finanzierung des sozialen Sektors in Russland sichergestellt werden. <\/p><p>Nach Meinung des Soziologen Tschernisch bedienten sich die &bdquo;russischen Reformer&ldquo;, die alle in der sowjetischen B&uuml;rokratie sozialisiert wurden, einer vulg&auml;ren Interpretation des Marxismus. Sie gebrauchten marxistischen Begriffe, h&auml;tten aber konterrevolution&auml;r agiert.<\/p><p>Wichtigstes Ziel des damaligen Premierministers Jegor Gajdar sei die Schaffung einer Klasse von Gro&szlig;unternehmern gewesen. Gajdar sprach damals von der notwendigen &bdquo;urspr&uuml;nglichen Akkumulation&ldquo;, ein Begriff von Marx. Dieser Begriff war aber &ndash; so Tschernisch &ndash; in einem entwickelten Industriestaat wie der Sowjetunion absurd. <\/p><p>Die &bdquo;russischen Reformer&ldquo; h&auml;tten auch vom &bdquo;Absterben des Staates&ldquo; gesprochen. Marx hatte dieses &bdquo;Absterben&ldquo; f&uuml;r eine kommunistische Gesellschaft vorausgesagt. F&uuml;r die &bdquo;russischen Reformer&ldquo; bedeutete &bdquo;Absterben des Staates&ldquo; aber nichts weiter als die Befreiung des Staates von allen sozialen Transferzahlungen an die Bev&ouml;lkerung. <\/p><p><strong>Debatte &uuml;ber Humanismus<\/strong><\/p><p>Die in Sowjetzeiten &uuml;bliche Verengung der Lehre von Marx auf Begriffe wie &bdquo;Macht&ldquo; und &bdquo;Produktionsmittel&ldquo; wurde auf dem &bdquo;Zweiten Marxistischen Forum&ldquo; allseits als unzul&auml;ssige Vereinfachung kritisiert. <\/p><p>Referenten wiesen auch darauf hin, dass der sowjetische Marxismus nicht monolithisch war. Seit den 1960er Jahren &ndash; einige meinten sogar seit den 1930er Jahren &ndash; habe es unter den Marx-Forschern in der Sowjetunion Debatten &uuml;ber unterschiedliche Positionen gegeben. <\/p><p>Die Philosophie-Professorin Ljudmilla Bulawka-Busgalina referierte zum Thema &bdquo;Humanismus im sowjetischen Marxismus&ldquo;. Sie zitierte einen sowjetischen Wissenschaftler, der von einer doppelten Natur des Humanismus sprach. Demnach k&ouml;nne ein Mensch eine subjektiv als ungeistig empfundene T&auml;tigkeit aus&uuml;ben, &bdquo;objektiv&ldquo; aber im Rahmen der Humanisierung t&auml;tig sein. <\/p><p>Hauptziel der Sowjetunion sei nicht &bdquo;Freiheit&ldquo; gewesen, sondern &bdquo;Befreiung von der Entfremdung&ldquo;. Die Menschen in der Sowjetunion h&auml;tten die Entfremdung im Arbeitsprozess &uuml;berwunden, &bdquo;indem sie an der Schaffung einer neuen Gesellschaft mitwirkten&ldquo;.<\/p><p>Subjektivit&auml;t &ndash; so Bulawka &ndash; sei immer eine wichtige Konstante in der sowjetischen Kultur gewesen. Die Pioniere dieser Denkrichtung seien aber nicht sowjetische Philosophen gewesen, sondern die K&uuml;nstler und Denker der Epoche in der Renaissance in Europa. Bulawka: &bdquo;Sie sprachen die Formel von Majakowski (dem sowjetischen Poeten): Ich selbst.&ldquo; Sie h&auml;tten nicht Gott als &bdquo;Sch&ouml;pfer&ldquo; negiert, aber auch f&uuml;r sich die Rolle eines Subjekts beansprucht. <\/p><p><strong>&bdquo;Theoretische Fehler kosten Blut und Niederlage&ldquo;<\/strong><\/p><p>Dass auf dem Marxismus-Forum fast keine Vertreter bekannter kommunistischer und linker Str&ouml;mungen und Organisationen vertreten waren, f&uuml;hrte Konferenzleiter Busgalin im pers&ouml;nlichen Gespr&auml;ch mit dem Autor dieser Zeilen darauf zur&uuml;ck, dass sie &bdquo;die Wichtigkeit der Besch&auml;ftigung mit Grundsatzfragen nicht verstanden haben&ldquo;. Die Oktoberrevolution w&auml;re nicht m&ouml;glich gewesen, wenn Lenin, Bucharin, Trotzki und Dserschinski sich nicht mit allen m&ouml;glichen Philosophen auseinandergesetzt h&auml;tten. Diese geistige Auseinandersetzung sei auch heute wichtig, denn &bdquo;theoretische Fehler kosten Blut und Niederlage&ldquo;.<\/p><p>Hier <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sfCI93hJvrU\">der live-stream vom ersten Tag der Moskauer Marxismus-Konferenz<\/a>.<\/p><p>Hier <a href=\"https:\/\/disk.yandex.ru\/i\/tBP6ucRR_-aW7g\">das Programm der Konferenz<\/a>.<\/p><p>Titelbild: alekseenko \/ Shutterstock<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/c2e5b6c5124e4b61a05ce957155f5b69\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer wieder gibt es in Russland Anl&auml;ufe, die sowjetische Epoche historisch einzuordnen. Das ist nicht einfach, denn Russland ist st&auml;ndig fundamentalen Herausforderungen ausgesetzt, &Auml;nderung der Wirtschaftsweise, au&szlig;enpolitische Neuorientierungen, Wirtschaftskrisen. Das 100. 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