{"id":90950,"date":"2022-11-29T08:47:25","date_gmt":"2022-11-29T07:47:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950"},"modified":"2022-11-29T08:47:25","modified_gmt":"2022-11-29T07:47:25","slug":"hinweise-des-tages-4246","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950#h01\">Doppelmoral des Westens im Ukraine-Krieg?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950#h02\">Zeitenwende in Zeitlupe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950#h03\">Lieferengp&auml;sse kosteten deutsche Industrie bis Mitte 2022 knapp 64 Milliarden Euro an Wertsch&ouml;pfung &ndash; mehr Resilienz bei Lieferketten n&ouml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950#h04\">Technikkrieger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950#h05\">PCK-Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r ein Jahr gesichert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950#h06\">Insolvenzwelle in der Autoindustrie ist nicht mehr zu stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950#h07\">Westsahara: &ldquo;Neokoloniale Wende in der deutschen Au&szlig;enpolitik&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950#h08\">Gates-Stiftung: Geld f&uuml;r Afrika fliesst vor allem in die USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950#h09\">Klatsche f&uuml;r Washington: Delegationsreise kubanischer Regierung.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950#h10\">Die allermeisten Laborunf&auml;lle werden verschwiegen und vertuscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950#h11\">Armbinden-Debatte: Als Deutschland noch ein fanatischer Gottesstaat war<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950#h12\">LGBT in Russland: Warum wird das Anti-Gay-Propaganda-Gesetz versch&auml;rft?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950#h13\">&raquo;Berlin hat seine Machtposition ausgenutzt&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950#h14\">Verz&uuml;ckte Aufregung: Reaktionen auf Proteste in China.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90950#h15\">Menschenfeindlicher Impf-Fundamentalismus bei Asklepios auch noch Ende 2022<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Doppelmoral des Westens im Ukraine-Krieg?<\/strong><br>\nEin prominenter V&ouml;lkerrechts-Experte stellt die provokante Frage: Kann der Westen angesichts eigener v&ouml;lkerrechtswidriger Kriege den Anspruch erheben, mittels seiner Ukraine-Politik die V&ouml;lkerrechtsordnung zu verteidigen? [&hellip;]<br>\nSie werfen dem &ldquo;hiesigen Mainstream&rdquo; vor, &ldquo;unreflektiert und fast postkolonial&rdquo; von einer &ldquo;Internationalen Gemeinschaft&rdquo; zu reden, die Russlands Aggression entgegentritt. Was spricht gegen diese Sichtweise?<br>\nKai Ambos: Unsere derzeitige Welt besteht aus &uuml;ber 190 Staaten, wenn die hiesigen Medien von &ldquo;internationaler Gemeinschaft&rdquo; sprechen, meinen sie in der Regel den Westen, also die Nato und einige weitere Verb&uuml;ndete (z.B. Australien, Japan, S&uuml;dkorea, Neuseeland), im Kern sind das ca. 40 Staaten. Diese Staaten unterst&uuml;tzen auch tats&auml;chlich die westliche Ukraine-Politik, das hei&szlig;t, sie beteiligen sich an Sanktionen gegen Russland und unterst&uuml;tzen die Ukraine milit&auml;risch.<br>\nPraktisch der gesamte &ldquo;Globale S&uuml;den&rdquo; geh&ouml;rt dieser Allianz nicht an, darunter so wichtige Staaten wie Brasilien, Indien, S&uuml;dafrika und nat&uuml;rlich auch nicht China (wenn man die noch zum Globalen S&uuml;den rechnen will). Wir sollten uns endlich klar machen, dass wir nicht die Welt sind und damit auch nicht beanspruchen k&ouml;nnen, die internationale Gemeinschaft alleine zu repr&auml;sentieren.<br>\nWelche historischen v&ouml;lkerrechtlichen Verfehlungen des Westens sind besonders hervorzuheben?<br>\nKai Ambos: Neben dem schon genannten Irak-Krieg sind auch die extralegalen Hinrichtungen im Rahmen des globalen US-Kriegs gegen den Terror h&ouml;chst problematisch. Sie richten sich direkt gegen die v&ouml;lkerrechtliche Ordnung.<br>\nDenn wenn sich ein Staat das Recht herausnimmt, bestimmte als &ldquo;Terroristen&rdquo; qualifzierte Personen einfach hinzurichten, so ist niemand mehr sicher und so werden auch andere Staaten, die dazu milit&auml;risch in der Lage sind, dies auch tun. Denken wir nur an die Russland zugeschriebene T&ouml;tung im Berliner Tiergarten und die zahlreichen Vergiftungen von Regimegegnern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Doppelmoral-des-Westens-im-Ukraine-Krieg-7350071.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Julian Nida-R&uuml;melin: &bdquo;Europa muss eine Friedensmacht werden&ldquo;<\/strong><br>\nEuropa kann nur verlieren, wenn wir am Ende wieder in eine bipolare Blocksituation geraten. Dann n&auml;mlich h&auml;ngt Europa am Tropf der USA und wir haben die Grenze zwischen den Bl&ouml;cken vor der Haust&uuml;r. Aus europ&auml;ischer Sicht gibt es demnach ein starkes Interesse an einer multipolaren Entwicklung, wie sie Macron forciert, wenn er von &bdquo;europ&auml;ischer Souver&auml;nit&auml;t&ldquo; spricht. China hingegen changiert nach meinem Eindruck stetig. Mal sendet es Botschaften in Richtung Multipolarit&auml;t, mal in Richtung Bipolarit&auml;t, indem es sich selbst als zweite Supermacht neben den USA positioniert. Neben diesen beiden Szenarien w&uuml;rde ich gerne noch die vielleicht idealistisch erscheinende Vision einer Globalen Zivilgesellschaft einbringen, in der wir den kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Austausch bef&ouml;rdern und nicht behindern.<br>\nWas w&uuml;rde das konkret bedeuten?<br>\nIch habe es als einen gro&szlig;en Fehler empfunden, russische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Forschungsprojekten auszuschlie&szlig;en. Das n&auml;mlich sind genau die Botschafter, die dann in ihrem Land auftreten und sagen, dass es so nicht weitergeht, weil sie ein Interesse daran haben, dass es weiterhin wissenschaftlichen Austausch gibt. Das zerst&ouml;rt im Grunde dieses zarte Pfl&auml;nzchen einer globalen Zivilgesellschaft der kulturellen Befruchtung, der geteilten Interessen und der internationalen Kooperation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.philomag.de\/artikel\/julian-nida-ruemelin-europa-muss-eine-friedensmacht-werden\">philosophie Magazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zeitenwende in Zeitlupe<\/strong><br>\n100 Milliarden Euro stehen Verteidigungsministerin Lambrecht f&uuml;r die Modernisierung der Bundeswehr zur Verf&uuml;gung. Doch die Beschaffung neuer Ausr&uuml;stung kommt nur langsam voran. Vor allem Munition wird dringend ben&ouml;tigt. [&hellip;]<br>\nDie bisherige Bilanz des Verteidigungsministeriums ist gemischt: Manche Gro&szlig;projekte sind auf den Weg gebracht, wie der Kauf von US-amerikanischen F-35-Kampfflugzeugen. Doch zugleich hapert es an Grunds&auml;tzlichem wie der Beschaffung von Munition. Im Ernstfall h&auml;tte man gerade mal genug f&uuml;r ein paar Tage, warnen Angeh&ouml;rige der Bundeswehr.<br>\n&ldquo;Wir haben uns in Deutschland innerlich darauf eingestellt, keine gro&szlig;en Munitionsvorr&auml;te zu brauchen&rdquo;, beschreibt Sara Nanni, Verteidigungspolitikerin der Gr&uuml;nen, die Situation vor dem Krieg in der Ukraine. Das sei eine Fehleinsch&auml;tzung aller Parteien gewesen. Nanni denkt an die Annexion der Krim. &ldquo;Seit 2014 h&auml;tte bei uns in Deutschland Alarmstufe Rot gelten m&uuml;ssen. Wir haben die Sorgen und &Auml;ngste der Osteurop&auml;er nicht ernst genommen. Die Bedrohungswahrnehmungen unserer Partner m&uuml;ssen eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen.&rdquo;<br>\nBereits vor einem halben Jahr warnte Generalinspekteur Eberhard Zorn, der Bundeswehr fehle Munition im Wert von 20 Milliarden Euro. Viele fragen sich, warum das Ministerium da nicht ganz schnell neue Munition bestellt habe. &ldquo;Die wohlwollende Erkl&auml;rung ist, dass das Ministerium nat&uuml;rlich seit der Zeitenwende enorm gefordert ist&rdquo;, r&auml;umt Nanni ein. &ldquo;Ich sehe auch, dass dort sehr, sehr viel gearbeitet wird. Und vielleicht ist es mit der Priorisierung an der einen oder anderen Stelle nicht ideal gelaufen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/bundeswehr-sondervermoegen-111.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Den Gr&uuml;nen kann es gar nicht schnell genug gehen mit der Aufr&uuml;stung.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Klingbeil fordert von R&uuml;stungsindustrie mehr Tempo<\/strong><br>\nSPD-Chef Klingbeil setzt die R&uuml;stungsindustrie in Deutschland unter Druck. Angesichts des massiven Munitionsmangels m&uuml;ssten Kapazit&auml;ten mit hoher Geschwindigkeit ausgebaut werden, sagte Klingbeil im Bericht aus Berlin. Zur Not m&uuml;sse man bei anderen NATO-L&auml;ndern Munition einkaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/klingbeil-bab-103.html\">tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Besch&auml;mend und geschichtsvergessen! Was ist nur aus der SPD geworden?!!<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Konzertiertes R&uuml;sten<\/strong><br>\nNach Kritik von CDU\/CSU und Medien fordert SPD mehr und schnellere Waffenproduktion. &raquo;Krisengipfel&laquo; im Kanzleramt.<br>\nDer Russe gibt nicht klein bei, die Ukraine ruft nach Panzern und Munition. Von der hat laut Bundesregierung aber die eigene Armee zuwenig, sie will f&uuml;r mehr als 20 Milliarden Euro einkaufen. SPD-Kochef Lars Klingbeil stellte sich am Wochenende an die Spitze aller Waffenlobbyisten und forderte in ARD und Bild am Sonntag die Industrie auf, die R&uuml;stungsproduktion rascher hochzufahren. Im Springer-Blatt warnte er die deutschen Konzerne: &raquo;Wenn sie das nicht tun, dann kaufen wir bei den Amerikanern, Israelis oder bei anderen Partnern, bei denen Material verf&uuml;gbar ist. Es muss jetzt schnell gehen.&laquo; Klingbeil reagierte auf wochenlanges Gejammer von CDU\/CSU und Medien &uuml;ber angebliche Knappheit in der Armee. Am vergangenen Mittwoch hatte zum Beispiel Unionsfraktionschef Friedrich Merz im Bundestag der Regierung &raquo;groben Wortbruch&laquo; bei Kriegsausgaben vorgeworfen. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt behauptete, &raquo;keine einzige Patrone&laquo; sei bisher aus dem 100-Milliarden-Euro-&raquo;Sonderverm&ouml;gen&laquo; f&uuml;r die Bundeswehr bestellt worden. Am Montag fand nun in Berlin ein &raquo;Krisengipfel&laquo; (Zeit online) statt, auf dem, so das Nachrichtenportal, &raquo;hochrangige Berater von Kanzler Olaf Scholz und Staatssekret&auml;re verschiedener Bundesministerien&laquo; gemeinsam mit Industrievertretern &raquo;nach Munition suchen&laquo; sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439703.deutsche-kriegswirtschaft-konzertiertes-r%C3%BCsten.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lieferengp&auml;sse kosteten deutsche Industrie bis Mitte 2022 knapp 64 Milliarden Euro an Wertsch&ouml;pfung &ndash; mehr Resilienz bei Lieferketten n&ouml;tig<\/strong><br>\nRelativ kleine Ursache, gro&szlig;er Schaden in der Lieferkette: Weil Vorprodukte aus dem Ausland fehlten, konnte die deutsche Industrie von Anfang 2021 bis Mitte 2022 G&uuml;ter im Wert von knapp 64 Milliarden Euro nicht herstellen, ergibt eine neue Studie des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Besonders stark betroffen ist die Automobilindustrie, deren Wertsch&ouml;pfung in Deutschland wegen des Mangels an Vorprodukten um knapp 31 Milliarden Euro geringer ausfiel, obwohl zahlreiche Bestellungen vorliegen. In der Autobranche d&uuml;rfte der Wertsch&ouml;pfungsverlust den Wert der fehlenden Komponenten, h&auml;ufig Halbleiter, um rund das Zehnfache &uuml;bersteigen, so die Berechnungen der IMK-Experten Dr. Thomas Theobald und Peter Hohlfeld. Trotz der Engp&auml;sse haben insbesondere Autokonzerne hohe Gewinne gemacht, weil sie sich auf die Produktion teurerer Fahrzeuge mit h&ouml;herer Gewinnmarge konzentrierten und h&ouml;here Preise durchsetzen konnten. Gleichwohl h&auml;tte das deutsche Bruttoinlandsprodukt Ende 2021 um 1,2 Prozent und Mitte 2022 um 1,5 Prozent h&ouml;her gelegen, wenn s&auml;mtliche Neuauftr&auml;ge, die die Industrie in Deutschland ab Jahresbeginn 2021 erhalten hat, h&auml;tten abgearbeitet werden k&ouml;nnen. Die wirtschaftliche Erholung nach dem Ende der Corona-Restriktionen fiel somit weitaus schw&auml;cher aus, als es ohne Lieferengp&auml;sse m&ouml;glich gewesen w&auml;re. &bdquo;Diese Zahlen untermauern den Bedarf, der Resilienz der Lieferketten k&uuml;nftig zulasten der Kosteneffizienz ein h&ouml;heres Gewicht beizumessen&ldquo;, schreiben die Forscher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-lieferengpasse-kosteten-deutsche-industrie-bis-mitte-2022-knapp-64-milliarden-euro-44984.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Technikkrieger<\/strong><br>\nIm Oktober ordnete Washington weltweit Exportverbote f&uuml;r die Lieferung von Mikrochips und Werkzeugmaschinen zur Chip&shy;fertigung nach China an. Am Freitag untersagte die US-Regierung den Verkauf und Import von Kommunikationsger&auml;ten der Smartphonehersteller und Netzwerkausr&uuml;ster Huawei und ZTE und weiterer acht chinesischer Firmen. Sie stellten &raquo;ein inakzeptables Risiko f&uuml;r die nationale Sicherheit&laquo; dar, behauptete die US-Telekommunikationsaufsicht FCC. Huawei war bereits 2019 unter US-Pr&auml;sident Donald Trump auf eine schwarze Liste gesetzt worden. Mit dem Oktoberembargo sollte die Volksrepublik an einer Schwachstelle getroffen werden, der Produktion modernster Chips. Stolz berichtete die FAZ damals, die betreffende Maschine einer niederl&auml;ndischen Firma sei auf Zulieferung deutscher Firmen wie Zeiss (Spiegel) und Trumpf (Laser) angewiesen: &raquo;Die fertigen mit einem riesigen Aufwand die Maschine, welche die besten Chips der Welt baut und welche die Chinesen gern h&auml;tten, aber nicht bekommen. Es sind die Z&auml;higkeit, das &uuml;ber Jahrzehnte angeh&auml;ufte technologische Wissen und die Stabilit&auml;t der Unternehmen, die solche Meisterleistungen m&ouml;glich machen.&laquo; Das klingt nicht nur &auml;hnlich wie 1935 des &raquo;F&uuml;hrers&laquo; Aufruf an die HJ, &raquo;z&auml;h wie Leder und hart wie Kruppstahl&laquo; zu sein, es ist auch Hintergrund neuer deutscher Herrenvolkpolitik: Der k&uuml;rzlich durchgestochene Entwurf einer China-Strategie aus dem Baerbock-Ministerium basiert auf Techniknationalismus. Der ist f&uuml;r den gemeinsamen Zweifrontenkrieg mit den USA gegen China und Russland n&ouml;tig: &raquo;Wir&laquo; sind nicht nur die Guten, sondern auch die technisch Besseren. Deutsche und US-Waffen, berichten also die Frontberichterstatter, zerst&ouml;ren effektiver die Infrastruktur im Donbass als die Waffen sowjetischer Bauart der ukrainischen Faschistenbataillone seit 2014. Im Fernen Osten gilt es, Chinas Entwicklung zu bremsen. Der Nationale US-Sicherheitsberater Jacob Sullivan proklamierte am 12. Oktober im Wei&szlig;en Haus das Chipembargo mit den Worten, die &raquo;technologische F&uuml;hrerschaft&laquo; sei &raquo;die tiefste Quelle unserer Macht in der Welt&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439623.technikkrieger.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>PCK-Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r ein Jahr gesichert<\/strong><br>\nScholz h&auml;lt an Embargo f&uuml;r Pipeline&ouml;l ab Januar fest. 2023 keine Entlassungen in Schwedt.<br>\nAlle 1.200 Arbeitspl&auml;tze in der PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt sollen f&uuml;r das kommende Jahr gesichert sein. Die Gesellschafter Rosneft, Shell und ENI h&auml;tten sich auf ein Budget f&uuml;r die Betriebskosten geeinigt, sagte der parlamentarische Staatssekret&auml;r im Bundeswirtschaftsministerium, Michael Kellner, laut dpa-Meldung von Sonnabend. Betriebsbedingte K&uuml;ndigungen k&ouml;nnten 2023 demnach ausgeschlossen werden. &raquo;Alle stehen daf&uuml;r ein, dass niemand entlassen wird. Das ist das, was wir versprochen haben.&laquo; Fast. Denn Mitte September hatte die Bundesregierung eine zweij&auml;hrige Besch&auml;ftigungsgarantie abgegeben. Ab dem 1. Januar 2023 soll wegen des Ukraine-Kriegs kein russisches &Ouml;l mehr flie&szlig;en, die Raffinerie also ohne russisches &Ouml;l auskommen, das sie seit Jahrzehnten &uuml;ber die Druschba-Pipeline bezieht. Deutschland und Polen verzichteten im Mai in einer Protokollerkl&auml;rung freiwillig auf &Ouml;l aus den Pipelines. Bis heute ist unklar, wieviel &Ouml;l bei PCK k&uuml;nftig verarbeitet wird. An dem Zeitplan f&uuml;r das Einfuhrverbot f&uuml;r russisches Pipeline&ouml;l zum Jahreswechsel will die Bundesregierung trotzdem festhalten. &raquo;Wir bereiten uns die ganze Zeit darauf vor, dass es eine Zukunft gibt, auch wenn es keine &Ouml;lversorgung aus den russischen Pipelines f&uuml;r Schwedt mehr gibt und auch f&uuml;r Leuna&laquo;, sagte Scholz am Sonnabend beim Landesparteitag der SPD Brandenburg in Cottbus. &raquo;Wir sind intensiv da dran, die technischen Voraussetzungen daf&uuml;r zu schaffen, dass es mehr M&ouml;glichkeiten der &Ouml;llieferungen &uuml;ber Rostock gibt, aber gleichzeitig auch aus Polen&laquo;, sagte Scholz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439586.deindustrialisierung-pck-arbeitspl%C3%A4tze-f%C3%BCr-ein-jahr-gesichert.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Scholz h&auml;lt an &Ouml;l-Embargo gegen Russland ab Januar fest<\/strong><br>\nAb Januar soll kein Tropfen &Ouml;l mehr &uuml;ber russische Pipelines nach Deutschland flie&szlig;en. Vor allem in Ostdeutschland k&ouml;nnte das Folgen f&uuml;r die Versorgung mit Benzin und Diesel haben. Auf dem Landesparteitag der SPD in Brandenburg versuchte Bundeskanzler Olaf Scholz, diese Sorge zu zerstreuen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article242352699\/Olaf-Scholz-haelt-an-Oel-Embargo-gegen-Russland-ab-Januar-fest.html\">Welt Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Insolvenzwelle in der Autoindustrie ist nicht mehr zu stoppen<\/strong><br>\nHalbleitermangel, Lieferkettenprobleme, steigende L&ouml;hne und explodierende Energiekosten: Das Marktumfeld f&uuml;r die deutsche Automobilindustrie ist alles andere als rosig. Am schlimmsten trifft es kleine Zulieferer. Die Politik ist gefragt.<br>\nSymboltr&auml;chtiger k&ouml;nnte es kaum sein: Jetzt ist auch noch der Mercedes-Stern pleite. Es geht wohlgemerkt nicht um die Stuttgarter Nobelschmiede mit dem Stern als Markenzeichen. Nein, es geht um den Mercedes-Stern selbst und dessen Hersteller, den Zulieferer BIA aus Forst bei Bruchsal in Baden. Stetig fallende Ums&auml;tze und die Explosion der Energiekosten h&auml;tten zu rasant ansteigenden Verlusten gef&uuml;hrt, die eine &ldquo;nachhaltige Fortf&uuml;hrung der Gesellschaft&rdquo; unm&ouml;glich gemacht h&auml;tten, erkl&auml;rte BIA-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer J&ouml;rg P&uuml;ttbach k&uuml;rzlich.<br>\nDie Firma BIA steht exemplarisch f&uuml;r die Krise in der gesamten deutschen Zulieferindustrie: Auch das nordrhein-westf&auml;lische Traditionsunternehmen Borgers, Spezialist f&uuml;r textile Bauteile in Fahrzeugen, musste nach 156 Jahren Familientradition Insolvenz anmelden. Ebenso der oberfr&auml;nkische Bel&uuml;ftungsspezialist Dr. Schneider, der Bauteile f&uuml;r den Fahrzeuginnenraum wie Verkleidungen oder Bel&uuml;ftungssysteme fertigt und zu dessen Kunden Audi, BMW, Mercedes, Ferrari, Jaguar Toyota und Volvo z&auml;hlen.<br>\nKein Wunder, dass prominente Branchenvertreter vor dem Hintergrund des j&uuml;ngsten Tarifabschlusses in der Metallindustrie &ndash; 8,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwei Jahren &ndash; eindringlich vor einer Pleitewelle in ihren Reihen warnen. Er habe in den vergangenen 25 Jahren noch nie solche massiven Kostensteigerungen erlebt, sagt Elringklinger-Chef und Gesamtmetall-Pr&auml;sident Stefan Wolf. Er rechnet f&uuml;r das erste Halbjahr 2023 mit vielen Insolvenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Insolvenzwelle-in-der-Autoindustrie-ist-nicht-mehr-zu-stoppen-article23740165.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Westsahara: &ldquo;Neokoloniale Wende in der deutschen Au&szlig;enpolitik&rdquo;<\/strong><br>\nWelche Werte leiten die deutsche Au&szlig;enpolitik? Ministerin Baerbock n&auml;hert sich weiter der Position Marokkos zum v&ouml;lkerrechtswidrig besetzten Gebiet an. Deutschland setzt auf den &ldquo;enorm wichtigen Partner&rdquo; f&uuml;r eine dubiose Wasserstoffstrategie.<br>\nDer von Bundesau&szlig;enministerin Annalena Baerbock eingeleitete Politik-Schwenk gegen&uuml;ber dem autokratischen K&ouml;nigreich Marokko geht weiter. Das zeigen die Antworten der Bundesregierung, &uuml;bermittelt vom Ausw&auml;rtigen Amt (AA), auf eine Anfrage der Linken-Abgeordnete Sevim Dagdelen, die Telepolis vorliegen. Sie tr&auml;gt den Titel: &ldquo;Die Bundesregierung und die v&ouml;lkerrechtswidrige Besetzung der Westsahara durch Marokko.&rdquo;<br>\nEs war schon auff&auml;llig, dass das Ausw&auml;rtige Amt kurz nach dem Baerbocks Amtsantritt im Januar pl&ouml;tzlich die Basisinformationen auf ihren Webseiten zu Marokko ver&auml;ndert hatte. Insbesondere wurde die Position zu Marokkos Konflikt mit der Westsahara &ldquo;aktualisiert&rdquo;.<br>\nDas von der gr&uuml;nen Baerbock neu gef&uuml;hrte Ministerium schwenkte nun ausgerechnet auf die Linie des ehemaligen US-Pr&auml;sidenten Trump in Richtung Anerkennung der Souver&auml;nit&auml;t Marokkos &uuml;ber die Westsahara ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Westsahara-Neokoloniale-Wende-in-der-deutschen-Aussenpolitik-7357844.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gates-Stiftung: Geld f&uuml;r Afrika fliesst vor allem in die USA<\/strong><br>\nUnternehmen in Europa und Nordamerika profitieren von Geldern, die eigentlich f&uuml;r gemeinn&uuml;tzige Zwecke in Afrika gedacht w&auml;ren.<br>\nF&ouml;rdermittel, die laut der Bill &amp; Melinda Gates Stiftung f&uuml;r gemeinn&uuml;tzige Zwecke in Afrika bestimmt sind, dienen in Wahrheit vor allem Unternehmen und Institutionen des Globalen Nordens.<br>\nIn den letzten 15 Jahren gab die Gates Stiftung &uuml;ber sechs Milliarden US-Dollar f&uuml;r Entwicklungen im Ackerbau aus, gem&auml;ss eigenen Angaben haupts&auml;chlich in Afrika. Doch nur 38,5 Prozent der f&uuml;r Afrika deklarierten F&ouml;rdermittel gingen tats&auml;chlich nach Afrika. 36,4 Prozent hingegen flossen nach Nordamerika, der Rest vor allem nach Europa.<br>\nDas zeigt der &laquo;Agra Watch Report&raquo;, den Ashley Fent und Na Haby Stella Faye im Oktober 2022 f&uuml;r die &laquo;Community Alliance for Global Justice&raquo; in Seattle erstellten. Sie gingen der Frage nach, wie die Bill &amp; Melinda Gates Stiftung ihre F&ouml;rdermittel verteilt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/gates-stiftung-geld-fuer-afrika-fliesst-vor-allem-in-die-usa\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Klatsche f&uuml;r Washington: Delegationsreise kubanischer Regierung.<\/strong><br>\nDie Reise einer kubanischen Regierungsdelegation nach Algerien, Russland, China und in die T&uuml;rkei war nicht nur aus Sicht Havannas ein Riesenerfolg. China unterst&uuml;tzt die seit mehr als 60 Jahren unter der US-Blockade leidende Inselbev&ouml;lkerung mit einer 100-Millionen-Dollar-Spende, schickt Medikamente und Lebensmittel. Algerien erl&auml;sst Schulden, liefert Treibstoff und schenkt Kuba ein Solarkraftwerk. Russland hilft bei der Modernisierung der Industrie und von Anlagen zur eigenen &Ouml;lf&ouml;rderung. Und die T&uuml;rkei erkl&auml;rt Kuba zum wichtigsten Partner in Lateinamerika. Washingtons anachronistische Kuba-Politik, die auch unter Pr&auml;sident Joseph Biden auf einen Regime-Change setzt, erhielt damit nun von vier wichtigen globalen Akteuren eine weitere schallende Ohrfeige. &raquo;Die Ergebnisse haben unsere Erwartungen &uuml;bertroffen&laquo;, zog Kubas Pr&auml;sident Miguel D&iacute;az-Canel zufrieden Bilanz. Doch auch die Regierungen der Gastgeberl&auml;nder k&ouml;nnen den Besuch als Erfolg verbuchen. Mit dem Ausbau der Beziehungen zu Kuba punkten sie in Lateinamerika. Wenn mit dem Amtsantritt von Luis In&aacute;cio Lula da Silva Anfang 2023 in Brasilien zum ersten Mal die gr&ouml;&szlig;ten sechs Volkswirtschaften der Region von linken Pr&auml;sidenten gelenkt werden, nimmt Havannas Einfluss zu. Auch Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexiko und Peru wehren sich wie Kuba dagegen, als Hinterhof betrachtet zu werden. W&auml;hrend der Westen versuche, die Welt durch Blockkonfrontation und Ideologie zu spalten, sei ein st&auml;rkerer Einfluss dieser L&auml;nder f&uuml;r den Aufbau einer faireren und gerechteren Weltordnung f&ouml;rderlich, hob die chinesische Global Times aus Anlass des Besuchs der Kubaner hervor. China m&uuml;sse sich gegen das Ansinnen der USA wehren, in der Region, die Washington als seine Einflusssph&auml;re betrachtet, aus geopolitischen Gr&uuml;nden verdr&auml;ngt zu werden, warnte die Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439624.klatsche-f%C3%BCr-washington.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die allermeisten Laborunf&auml;lle werden verschwiegen und vertuscht<\/strong><br>\nWeltweit finden Experimente statt, die verheerende Folgen haben k&ouml;nnen. Die Dunkelziffer bei Laborunf&auml;llen ist hoch.<br>\nW&auml;hrend Sie diesen Artikel lesen, versucht irgendwo auf der Welt eine Forscherin oder ein Wissenschaftler, Viren &laquo;sch&auml;rfer&raquo; zu machen. Sie sollen ansteckender werden oder gef&auml;hrlicher, sich den g&auml;ngigen Behandlungsmethoden entziehen, oder mehrere dieser Eigenschaften in sich vereinen.&nbsp;<br>\nIn den USA beispielsweise werden derzeit Viren des Affenpockenviren-Stamms, der momentan weltweit f&uuml;r Infektionen sorgt, mit Dutzenden von Genen eines anderen Affenpockenviren-Stamms ausgestattet. Dieser andere Stamm ist mindestens zehnmal t&ouml;dlicher. Das Vorhaben wurde 2018 genehmigt, die US-Steuerzahler finanzieren es &ndash; erfuhren aber erst jetzt in den Medien davon. &laquo;The Daily Mail&raquo; berichtete dar&uuml;ber.&nbsp;<br>\nOft weichen Virologen bei ihrer Forschung auf harmlose Ersatzviren aus oder sie studieren nur einzelne Bestandteile von Viren, die f&uuml;r sich genommen ungef&auml;hrlich sind. Immer wieder aber werden auch Experimente unternommen, bei denen Laien die Haare zu Berge stehen.<br>\nSo zum Beispiel 2012, als Wissenschaftler Vogelgrippe-Viren derart ver&auml;nderten, dass sie hochgef&auml;hrlich f&uuml;r Frettchen (und mutmasslich auch f&uuml;r Menschen) wurden. Oder als sie den Erreger der Spanischen Grippe synthetisch nachbauten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/public-health\/die-allermeisten-laborunfaelle-werden-verschwiegen-und-vertuscht\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Armbinden-Debatte: Als Deutschland noch ein fanatischer Gottesstaat war<\/strong><br>\nH&ouml;rt man die Debatte &uuml;ber Homosexuellenrechte in Katar, &uuml;ber Armbinden und Regenbogenflaggen, k&ouml;nnte man zu einem v&ouml;llig falschen Schluss kommen: Bei uns ist alles super, schon ewig. Das Gegenteil stimmt.<br>\nGesellschaftlicher Fortschritt hat eine eigent&uuml;mliche Eigenschaft: Wenn er erst einmal stattgefunden hat, haben alle pl&ouml;tzlich das Gef&uuml;hl, als sei doch alles doch schon ewig so, und sie selbst seien immer daf&uuml;r gewesen.<br>\nNun ist gesellschaftlicher Fortschritt nicht f&uuml;r alle Menschen jederzeit gleicherma&szlig;en erfahrbar. F&uuml;r diejenigen aber, die er aktuell pers&ouml;nlich betrifft, ist er alles andere als abstrakt. F&uuml;r diejenigen, die es schon besser haben, wirkt er wom&ouml;glich sogar l&auml;stig, ja bedrohlich.<br>\nWenn man zum Beispiel als schwuler Mann in Deutschland im Jahr 1968 lebte, konnte es einem passieren, dass man aufgrund des eins zu eins aus der Nazizeit &uuml;bernommenen Paragrafen 175 des Strafgesetzbuches zu einer mehrj&auml;hrigen Gef&auml;ngnisstrafe verurteilt wurde. Wegen &raquo;Unzucht&laquo;.<br>\nIn der sch&ouml;nen, demokratischen Wirtschaftswunderbundesrepublik wurden bis 1969 noch 50.000 M&auml;nner auf Basis des Nazi-Paragrafen verurteilt. Erst seit 2016 gibt es Entsch&auml;digungen f&uuml;r Betroffene. In der DDR fiel Paragraf 175 schon 1968. Diskriminiert und ausgegrenzt wurden Schwule und Lesben trotzdem.<br>\nAls ab Ende der F&uuml;nfzigerjahre dar&uuml;ber verhandelt wurde, das Strafgesetzbuch zu reformieren, landete in der Begr&uuml;ndung zu einem Entwurf aus dem damals CSU-gef&uuml;hrten Justizministerium unter anderem die Einsch&auml;tzung, dass durch die &raquo;gleichgeschlechtliche Unzucht&laquo; weiterhin &raquo;die Entartung des Volkes und der Verfall seiner sittlichen Kr&auml;fte&laquo; drohten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/armbinden-debatte-als-deutschland-noch-ein-fanatischer-gottesstaat-war-a-51d29dc2-9711-48b1-82d1-6752510c09e4\">DER SPIEGEL <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>LGBT in Russland: Warum wird das Anti-Gay-Propaganda-Gesetz versch&auml;rft?<\/strong><br>\nMit einer Gesetzesversch&auml;rfung wird die positive Werbung f&uuml;r einen queeren Lebensstil in Russland untersagt. Die Fragen, die sich stellen, sind: Wer warb bisher daf&uuml;r, und wen trifft das versch&auml;rfte Gesetz? Eine Einsch&auml;tzung.<br>\nDie russische Staatsduma hat einen Aufreger produziert, indem sie das Werbeverbot f&uuml;r LGBT-Inhalte versch&auml;rft hat. Es gilt jetzt nicht mehr nur f&uuml;r Minderj&auml;hrige, sondern ist altersunabh&auml;ngig. Gleichgeschlechtliche Lebensweise und Transsexualit&auml;t d&uuml;rfen k&uuml;nftig nicht als attraktive und erstrebenswerte Lebensweisen dargestellt werden. Damit es klar benannt wird: Weder Homosexualit&auml;t noch Transsexualit&auml;t sind damit verboten worden. Geschlechtsangleichungen werden weiterhin auch in Russland durchgef&uuml;hrt, Bars und Clubs f&uuml;r LGBT werden nicht geschlossen. Die in Deutschlands koordinierten Medien durchgereichte Headline, &ldquo;Russland schr&auml;nkt die Rechte von LGBTIQ-Personen weiter ein&rdquo;, trifft es daher nicht. Es ist eine gezielt neben den Fakten platzierte Desinformation. Der Inhalt stimmt nicht, der antirussische Spin dagegen schon.<br>\nZugegeben, das Gesetz ist eine Gratwanderung, und ob sie gl&uuml;ckt, wird die Zukunft zeigen. Die Gratwanderung besteht darin, die politische Instrumentalisierung von sexueller Identit&auml;t verhindern zu wollen, ohne spezifische Formen von Sexualit&auml;t zu verbieten und damit Freiheitsrechte tats&auml;chlich umfassend einzuschr&auml;nken. Das ist ein wichtiger Unterschied. Es ist kein Gesetz gegen Schwule und Lesben, sondern ein Gesetz gegen die Instrumentalisierung von Homo- und Transsexualit&auml;t zu politischen Zwecken.<br>\nZentraler Inhalt des Gesetzes ist, dass Homo- und Transsexualit&auml;t in Russland nicht mehr positiv beworben werden d&uuml;rfen. Die Frage, die sich daran anschlie&szlig;en m&uuml;sste, die aber nat&uuml;rlich nicht gestellt wird, ist: &ldquo;Wer macht denn in Russland Werbung f&uuml;r LGBT und Identit&auml;tspolitik?&rdquo; Das l&auml;sst sich relativ einfach sagen. Werbung daf&uuml;r machen eigentlich ausschlie&szlig;lich LGBT-Organisationen, die aus dem Ausland unterst&uuml;tzt und finanziert werden. Gegen sie richtet sich das Gesetz, nicht gegen Schwule oder Lesben. Ich f&uuml;hle mich als Schwuler, der in Russland lebt, vom Gesetz nicht angesprochen. Ich glaube nicht, dass es sich gegen mich als Person richtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/155458-lgbt-in-russland-warum-wird\/\">Gert Ewen Ungar in RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&raquo;Berlin hat seine Machtposition ausgenutzt&laquo;<\/strong><br>\nV&ouml;lkermord an Herero und Nama: Bundesregierung verweigert ernsthafte Neuverhandlung mit namibischer Seite. Ein Gespr&auml;ch mit Sevim Dagdelen. [&hellip;]<br>\nDas 2021 zwischen Delegationen beider L&auml;nder ausgehandelte &raquo;Vers&ouml;hnungsabkommen&laquo;, in dem sich Berlin zur Zahlung von 1,1 Milliarden Euro &uuml;ber einen Zeitraum von 30 Jahren verpflichten wollte, wurde noch immer nicht unterzeichnet. In Namibia gab es zudem heftige Proteste gegen den Plan. Was sind die Gr&uuml;nde?<br>\nBerlin hat in den Verhandlungen mit der namibischen Seite seine Machtposition schamlos ausgenutzt. Weder erkennt man dort den V&ouml;lkermord an den Herero und Nama rechtlich an, noch ist man bereit, f&uuml;r die Kolonialverbrechen Reparationen zu leisten. Der Bundesregierung ging es im Rahmen der V&ouml;lkermorddebatte um ihre historisch-moralische Entlastung. Daf&uuml;r wollte sie als Gegenleistung mit der von Ihnen angesprochenen &raquo;Entwicklungshilfe&laquo; weitermachen wie bisher. In meinen Gespr&auml;chen sowohl mit der namibischen Regierung als auch der Zivilgesellschaft bestand Einigkeit, dass diese Erkl&auml;rung in dieser Form nicht das Ende der Verhandlungen sein kann.<br>\nDie Bundesregierung erkl&auml;rt, sie k&ouml;nne nur auf Regierungsebene verhandeln &ndash; es sei an der namibischen Seite, Vertreter der Herero und Nama einzubeziehen.<br>\nDas ist ein mieser Taschenspielertrick. Anstatt ergebnisoffene Verhandlungen zu f&uuml;hren, hat die Bundesregierung de facto alle ausgeschlossen, deren Verhandlungsziel eine rechtliche Anerkennung des V&ouml;lkermordes und Reparationen waren. Im &uuml;brigen haben die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags in einer von mir beauftragten Ausarbeitung festgestellt, dass Berlin in Abstimmung mit der namibischen Regierung sehr wohl auch mit den Vertretern der Herero und Nama verhandeln und &uuml;ber ein Entsch&auml;digungsgesetz Reparationen an die Nachfahren der Opfer festlegen kann. Die Bundesregierung k&ouml;nnte also durchaus gegen&uuml;ber der namibischen Seite Wiedergutmachung f&uuml;r die strukturellen Folgen der deutschen Kolonialherrschaft leisten als auch dem Wunsch der vom Genozid betroffenen Gruppen nach Anerkennung und Reparation nachkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439707.deutsche-geschichtspolitik-berlin-hat-seine-machtposition-ausgenutzt.html%20\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Verz&uuml;ckte Aufregung: Reaktionen auf Proteste in China.<\/strong><br>\nDie deutsche Politik und ihre Leitmedien haben ihre Liebe zu Gegnern der Coronama&szlig;nahmen entdeckt. Nicht zu denen in der Bundesrepublik, die Stars des Monats, das sind seit dem Wochenende diejenigen Chinesen, die gegen die Lockdowns in ihrem Land auf die Stra&szlig;e gehen. Na endlich: Protest in China! Hat man denn nicht schon immer gewusst, dass die Volksrepublik die Verk&ouml;rperung des &Uuml;bels schlechthin ist? Dass man Proteste gegen ihre Staatsf&uuml;hrung deshalb lauthals anfeuert? Nun, die verz&uuml;ckte Aufregung &uuml;ber die Proteste gegen die Lockdowns in China zeugt vor allem von zweierlei. Das eine ist Unkenntnis. Die Volksrepublik ist nicht die Karikatur, die von den westlichen Leitmedien gew&ouml;hnlich zusammengepinselt wird: ein Obrigkeitsstaat, in dem sich die Menschen unter der Knute der Beh&ouml;rden wegducken. Proteste sind in China, wenn Missst&auml;nde auftreten, durchaus verbreitet. Allein f&uuml;r die vergangenen zw&ouml;lf Monate sind mehr als 800 wilde Streiks dokumentiert, und die Gesamtzahl der Proteste &ndash; gegen missliebige Bauvorhaben, gegen Luftverschmutzung, gegen Korruption und vieles mehr &ndash; wird auf eine j&auml;hrlich sechsstellige Gr&ouml;&szlig;enordnung gesch&auml;tzt. Jetzt bricht sich &ndash; an sich gar nichts Ungew&ouml;hnliches &ndash; der zunehmende &Auml;rger &uuml;ber die l&auml;stigen, fortdauernden Coronama&szlig;nahmen Bahn. Zwar diskutiert die Regierung seit einiger Zeit &uuml;ber Lockerungen, doch hat sie offenbar noch kein Rezept gefunden. Nun kocht der Unmut hoch. So weit, so normal. Was der deutsche Beifall f&uuml;r die Proteste in China zweitens offenlegt, ist das Brennen darauf, dass die Volksrepublik, der gro&szlig;e Rivale, endlich in Schwierigkeiten ger&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439737.verz%C3%BCckte-aufregung.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Menschenfeindlicher Impf-Fundamentalismus bei Asklepios auch noch Ende 2022<\/strong><br>\nEine 83-J&auml;hrige wird mit Beckenbruch ins Krankenhaus eingeliefert und entgegen dem, was zun&auml;chst als medizinisch n&ouml;tig beurteilt wird, nach wenigen Tagen wieder nach Hause geschickt &ndash; weil sie nicht geimpft ist. Das geschieht im Oktober 2022, zu einer Zeit als unstreitig ist, dass die Impfung nicht vor Ansteckung sch&uuml;tzt, die Sterblichkeit durch Corona sehr gering geworden und fast die ganze &auml;ltere Bev&ouml;lkerung geimpft und meist auch geboostert ist.<br>\nAm Abend des 10. Oktober wurde die alte Damen mit Beckenbruch in die Asklepios-Klinik in Seligenstadt (Motto: We care) eingeliefert. Ihr Sohn berichtet, dass die aufnehmende &Auml;rztin gesagt habe, der Beckenbruch w&uuml;rde konservativ behandelt. Sie werde eine Woche in der Chirurgie bleiben und dann auf die Geriatrie-Station zur Reha verlegt werden. Am n&auml;chsten Tag sagte ihm jedoch der Stationsarzt, dass seine Mutter wegen fehlender Impfung nicht in die Geriatrie aufgenommen werde und dass sie bereits am 14. Oktober nach Hause entlassen werde. Gehen konnte sie wegen des Beckenbruchs nicht.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.asklepios.com\/seligenstadt\/\">Auf der Internetseite des Krankenhauses<\/a>, war nach Angaben des Sohnes zu diesem Zeitpunkt nichts &uuml;ber ein Erfordernis einer Impfung zu lesen.<br>\nSoweit die Kurzfassung des Protestbriefes des Sohnes an die Leitung der Asklepios-Geriatrie in Seligenstadt und den Vorstand der Asklepios Kliniken GmbH &amp; Co KGaA in Hamburg.<br>\nDie Behauptung, dass die Klinik nicht auf die Impfung als Voraussetzung zur Aufnahme hinweist, l&auml;sst sich direkt &uuml;berpr&uuml;fen.<br>\nAm 26.11. steht auf der Hauptseite des Webauftritts tats&auml;chlich kein Hinweis auf Corona-Ma&szlig;nahmen. Dieser fehlt auch, wenn man sich von dort auf Unterseiten durchklickt, wo man einen entsprechenden Hinweis vermuten w&uuml;rde, insbesondere &uuml;ber den Link: &bdquo;Das tun wir f&uuml;r Ihre Sicherheit&ldquo;.Auch auf der Netzseite der Geriatrie steht nichts von Corona oder Impf-Voraussetzung, nicht einmal im &bdquo;Leitfaden f&uuml;r Patienten und Angeh&ouml;rige&ldquo; .<br>\nDaf&uuml;r findet man dort ein Zitat von Simone de Beauvoir, wonach die Art, wie sich eine Gesellschaft gegen&uuml;ber ihren Alten verh&auml;lt, die Wahrheit &uuml;ber deren Grunds&auml;tze und Ziele enth&uuml;llt. Wie unfreiwillig erhellend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/asklepios-kliniken\/\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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