{"id":9102,"date":"2011-04-15T16:16:14","date_gmt":"2011-04-15T14:16:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9102"},"modified":"2011-04-15T16:16:14","modified_gmt":"2011-04-15T14:16:14","slug":"hinweise-des-tages-ii-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9102","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Eine Systemtherapie f&uuml;r den Euro; Mindestlohn-Debatte; Libyen; Ratingagenturen wieder im Aufwind; Scheckbuch-L&ouml;sung; Im Sog der Schulden; Weltentwicklungsbericht: Gewalt hemmt Entwicklung; Schuldenabbau: Amerikas Rotstift-Streit um 4000 oder 6000 Mrd. Dollar; Thomas Fricke &ndash; Chinesischer Retter statt gelbe Gefahr; Private Krankenversicherer &ndash; Berlin deckelt Vermittlerprovisionen; Deutsche verlieren das Vertrauen in Riester-Rente; Goldgrube Altersmedizin &ndash; Wie Krankenh&auml;user mit Geriatrie Kasse machen; Was bitte soll &bdquo;Jungenpolitik&ldquo; sein?; Europas Jugend: Abstieg und Wut; Linksliberale haben mehr Gef&uuml;hl; Reaktorsicherheitskommission &ndash; Wie die Atomlobby die Politik beeinflusst; Guttenberg ff.: Aus Farce wird Ernst; Master-Frage ungel&ouml;st; Von Tripolis nach Teheran. (MB\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Eine Systemtherapie f&uuml;r den Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Mindestlohn-Debatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Libyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Ratingagenturen wieder im Aufwind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Scheckbuch-L&ouml;sung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Im Sog der Schulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Weltentwicklungsbericht: Gewalt hemmt Entwicklung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Schuldenabbau: Amerikas Rotstift-Streit um 4000 oder 6000 Mrd. Dollar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Thomas Fricke &ndash; Chinesischer Retter statt gelbe Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Private Krankenversicherer &ndash; Berlin deckelt Vermittlerprovisionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Deutsche verlieren das Vertrauen in Riester-Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Goldgrube Altersmedizin &ndash; Wie Krankenh&auml;user mit Geriatrie Kasse machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Was bitte soll &bdquo;Jungenpolitik&ldquo; sein?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Europas Jugend: Abstieg und Wut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Linksliberale haben mehr Gef&uuml;hl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Reaktorsicherheitskommission &ndash; Wie die Atomlobby die Politik beeinflusst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Guttenberg ff.: Aus Farce wird Ernst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Master-Frage ungel&ouml;st<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Von Tripolis nach Teheran<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=9102&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eine Systemtherapie f&uuml;r den Euro<\/strong><br>\nSpekulanten machen mit der Angst vor Staatspleiten ein gutes Gesch&auml;ft. Um die Euro-Krise zu beenden, bedarf es deshalb eines ganz neuen Ansatzes. [&hellip;]<br>\nEin konkreter L&ouml;sungsansatz f&uuml;r die Euro-Krise s&auml;he so aus: Der Rettungsfonds wird mit Mitteln der Zentralbanken und der Euro-L&auml;nder zum Europ&auml;ischen W&auml;hrungsfonds (EWF) ausgebaut. Der Fonds stellt den Euro-L&auml;ndern Finanzmittel durch Ausgabe von Euro-Bonds zur Verf&uuml;gung. Gleichzeitig geben die EZB und der EWF eine Garantie f&uuml;r die Staatsschuld s&auml;mtlicher Euro-L&auml;nder ab. Damit gibt es keinen Grund f&uuml;r hohe Risikopr&auml;mien und Wucherzinsen.<br>\nEZB und EWF legen gemeinsam das Zinsniveau der Eurobonds fest,  und zwar &ndash; wegen des hohen Schuldenstands &ndash; etwas unter der erwarteten Wachstumsrate in der Euro-Zone (derzeit zwei bis drei Prozent). Dadurch wird der langfristige Zins nach einem gleichen Verfahren festgelegt wie der kurzfristige EZB-Leitzins. Finden Neu-Emissionen von Schuldentiteln keine Abnehmer auf dem Kapitalmarkt, werden sie vom EWF &uuml;bernommen. Dieser Fall ist jedoch eher unwahrscheinlich, denn es existiert ja ein enormes Volumen an Finanzkapital, das einen relativ sicheren Hafen sucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-04\/euro-krise-schulden?page=all\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mindestlohn-Debatte<\/strong><br>\nDer Brief unseres Lesers K.M. an die Zuschauerredaktion verschiedener &ouml;ffentlich-rechtlicher Anstallten:\n<blockquote><p>Guten Tag,<\/p>\n<p>es liegt mir fern, an der insgesamt respektablen Arbeit der &ouml;ffentlich-rechtlichen Anstalten &ldquo;herummeckern&rdquo; zu wollen, die ich voll unterst&uuml;tze (einschlie&szlig;lich GEZ-Geb&uuml;hr).<\/p>\n<p>Aber ich mu&szlig; schon zutiefst bedauern, da&szlig; &ndash; sofern ich nichts &uuml;bersah &ndash; in den gestrigen und den heutigen Nachrichten etc. eine qualifizierte Zusammenfassung zur Donnerstag-Debatte des Bundestages &uuml;ber das Thema Mindestlohn nicht enthalten war bzw. ist.<\/p>\n<p>Vielmehr ist es geradezu skandal&ouml;s, da&szlig; sich gestern abend weder in den ARD-Programmen (TV und Radio!) noch in den ZDF-Programmen irgend etwas Informatives zu dem o. a. Thema aufsp&uuml;ren lie&szlig;.<\/p>\n<p>Die einzige, wenigstens einigerma&szlig;en informative Zusammenfassung entdeckte ich heute im <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2011\/34132100_kw15_angenommen_abgelehnt\/\">Nachrichtendienst des Bundestages<\/a>.<br>\nDer Wortlaut:<\/p>\n<p>Kein gesetzlicher Mindestlohn: Einen Antrag der Linksfraktion (17\/4038), in dem sie die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns von zehn Euro brutto pro Stunde bis zum 1. Mai 2013 fordert, haben alle anderen Bundestagsfraktionen am 14. April abgelehnt. Auch ein Gesetzentwurf von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (17\/4435) fand keine Mehrheit. Dieser sah vor, bis zum 1. Mai dieses Jahres in Deutschland einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 7,50 Euro pro Stunde fl&auml;chendeckend mit Beginn der erweiterten Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit in der EU einzuf&uuml;hren. Die Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit innerhalb der EU gestattet es vom 1. Mai 2011 an allen Arbeitnehmern aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn, ohne Einschr&auml;nkungen eine Besch&auml;ftigung in Deutschland aufzunehmen. Der Ablehnung des Antrags und des Gesetzentwurfs lag eine Empfehlung des Ausschusses f&uuml;r Arbeit und Soziales (17\/5499) zugrunde. Der Bundestag lehnte dar&uuml;ber hinaus auf Empfehlung dieses Ausschusses (17\/5101) einen Antrag der SPD (17\/1408) ab, in dem gefordert wurde, einen gesetzlichen Mindestlohn einzuf&uuml;hren und &ldquo;Armutsl&ouml;hne&ldquo; zu verhindern. Die Opposition votierte geschlossen f&uuml;r den Antrag, die Koalition dagegen. Die SPD hatte argumentiert, die Aufnahme einzelner Branchen in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz reiche nicht mehr aus, sodass ein gesetzlicher Mindestlohn eingef&uuml;hrt werden m&uuml;sse. Vollzeitarbeitende Erwerbst&auml;tige sollten von ihren L&ouml;hnen leben k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Um so mehr bitte ich, noch heute ausf&uuml;hrliche Zusammenfassungen zur Mindestlohn-Bundestagsdebatte (samt Hinweisen auf Videos und Audios ) zu publizieren sowie im &ldquo;Anhang&rdquo; nachvollziehbare Erkl&auml;rungen, warum am Donnerstag in den diversen Sendungen zu dem o. a. Thema nichts enthalten war, nicht zu &ldquo;vergessen&rdquo;.<\/p>\n<p>Oder wird jetzt auch schon bei ARD und ZDF an der tagesaktuellen Nachrichtenlage &ldquo;herummanipuliert&rdquo;?<\/p>\n<p>Mit Dank und Gru&szlig;<\/p>\n<p>K.M.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>dazu: Forderung nach Mindestlohn abgelehnt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2011\/34102674_kw15_de_mindestlohn\/index.html\">Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Obama, Sarkozy und Cameron schw&ouml;ren Kampf bis zu Gaddafis Abgang<\/strong><br>\nDramatischer Appell dreier Regierungschefs: Barack Obama, Nicolas Sarkozy und David Cameron haben in einem gemeinsamen Zeitungsartikel den Kampf gegen Machthaber Gaddafi verteidigt. Die Nato m&uuml;sse in Libyen weiter angreifen, bis der Diktator verjagt sei &ndash; sonst mache sich die Welt schuldig.<br>\nDie USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich wollen im Libyen-Konflikt nicht lockerlassen. Das Ziel sei, Machthaber Muammar al-Gaddafi zur Aufgabe zu zwingen. Das machten die Pr&auml;sidenten Barack Obama und Nicolas Sarkozy sowie der britische Premierminister David Cameron in einem gemeinsam verfassten Zeitungsbeitrag deutlich, den die britische &ldquo;Times&rdquo;, der franz&ouml;sische &ldquo;Le Figaro&rdquo; und die &ldquo;Washington Post&rdquo; in ihrer Freitagsausgabe drucken. &ldquo;Gaddafi muss gehen&rdquo;, lautet die &Uuml;berschrift des Artikels im &ldquo;Figaro&rdquo;.<br>\n&ldquo;Laut der Uno-Resolution 1973 ist es unsere Pflicht und unsere Aufgabe die Zivilisten zu besch&uuml;tzen. Das ist es, was wir tun&rdquo;, schreiben die drei Politiker.<br>\nW&uuml;rde Libyen seinem Schicksal &uuml;berlassen, bestehe das Risiko, dass das Land zu einem &ldquo;gescheiterten Staat&rdquo; werde. &ldquo;So lange Gaddafi an der Macht ist, m&uuml;ssen die Nato und ihre Koalitionspartner ihre Operationen weiterf&uuml;hren, so dass Zivilisten gesch&uuml;tzt bleiben und Druck auf das Regime aufgebaut wird&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Artikel weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,757237,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Mit dieser Erkl&auml;rung zeigen die drei Kriegsherren, was sie von internationalem Recht halten &ndash; gar nichts. Die UN-Resolution 1973 als Auftrag umzuinterpretieren, Gaddafi zu st&uuml;rzen, ist schon ziemlich dreist. Nach wie vor gilt auf der internationalen Ebene das Recht des St&auml;rkeren. Ob sich der Friedensnobelpreistr&auml;ger und seine zwei europ&auml;ischen Kettenhunde damit einen Gefallen tun, darf jedoch getrost bezweifelt werden. Der Westen hatte mit Beginn der Revolutionen in der arabischen Welt die historische Chance, eine neue &Auml;ra der Au&szlig;enpolitik einzuleiten. Diese Chance scheint nun vertan.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ratingagenturen wieder im Aufwind<\/strong><br>\nDie kolossalen Fehlurteile der Ratingagenturen waren f&uuml;r die Finanz- und Wirtschaftskrise mit verantwortlich. Mit Bestnoten f&uuml;r hochkomplexe Finanzprodukte wiegten sie leichtgl&auml;ubige Investoren in tr&uuml;gerische Sicherheit. Die Folgen sind bekannt. Doch wer meint, die Einsch&auml;tzungen der Ratingagenturen seien nun nicht mehr gefragt, irrt. Noch immer setzen die meisten Finanzmarktakteure vollstes Vertrauen in die Beurteilungen der &bdquo;Sachverst&auml;ndigen&rdquo;. Der Einfluss der Bonit&auml;tsw&auml;chter ist somit ungebrochen. Das hat fatale Folgen f&uuml;r die gesamte europ&auml;ische Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion. [&hellip;]<br>\nIn der Eurokrise stuften die Ratingagenturen die Kreditw&uuml;rdigkeit der Krisenl&auml;nder, wie Griechenland und Portugal, mehrmals ab. Dabei lieferten sich die Bonit&auml;tsw&auml;chter einen regelrechten Unterbietungswettlauf. Die Schuldtitel dieser L&auml;nder stehen aktuell kurz vor einer Ramschanleihe, also einer spekulativen Anleihe mit hoher Ausfallwahrscheinlichkeit. Erh&ouml;hte Refinanzierungskosten und Kapitalflucht aus diesen L&auml;ndern sind die Folgen. Zudem verkaufen institutionelle Investoren unterhalb einer Benotung ihre Schuldtitel automatisch. Die Agenturen befeuern somit die Krise und verschlimmern die brenzlige Lage dieser L&auml;nder &ndash; zum Leidwesen der gesamten Eurozone. Denn die Bonit&auml;ts-Herabstufungen einzelner L&auml;nder bringen die Finanzm&auml;rkte der Eurozone grenz&uuml;berschreitend ins Schwanken. So verteuern sich parallel zu den herunter gestuften L&auml;ndern auch die Schuldtitel anderer Eurol&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110415_klartext_ratingagenturen_wieder_im_aufwind.pdf\">DBG Klartext [PDF &ndash; 131 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Kritik an den Ratingagenturen ist wichtig und richtig. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass der &bdquo;Herabstufungskreislauf&ldquo; f&uuml;r Griechenland nicht durch die Ratingagenturen selbst, sondern durch die wahlk&auml;mpfende (NRW-Landtagswahlen) Angela Merkel <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/32\/32540\/1.html\">ausgel&ouml;st wurde<\/a>, die offen die Zahlungsbereitschaft Deutschlands in Frage stellte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Scheckbuch-L&ouml;sung<\/strong><br>\nWer hat&acute;s erfunden? Nein, diesmal waren es nicht die Schweizer. Die Chefs der Privatbank Julius B&auml;r haben sich ein Beispiel an ihren Kollegen aus dem Nachbarland Liechtenstein genommen. Die waren bereits im vergangenen Jahr auf die Idee gekommen, sich deutsche Ermittler mit der Scheckbuch-L&ouml;sung vom Hals zu halten.<br>\nDer Deal, den die m&uuml;nsterischen Staatsanw&auml;lte nun geschlossen haben, ist keinesfalls anr&uuml;chig. Im Gegenteil. Verfahrenseinstellungen gegen Geldbu&szlig;en sind in F&auml;llen von Wirtschaftskriminalit&auml;t &uuml;blich &ndash; und in diesem Fall f&uuml;r beide Seiten &ouml;konomisch sinnvoll. Deutsche Staatsanw&auml;lte k&ouml;nnen in der Schweiz nur ermitteln, indem sie komplizierte Amtshilfeverfahren anstreben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.westfaelische-nachrichten.de\/aktuelles\/politik\/inland\/1531337_Scheckbuch_Loesung.html\">Westf&auml;lische Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die NachDenkSeiten <a href=\"\/?p=9097\">berichten heute ebenfalls<\/a> &uuml;ber den Deal mit Julius B&auml;r und kommen &ndash; wenig &uuml;berraschend &ndash; zu einem ganz anderen Schluss. Dabei lohnt es sich durchaus, die Argumentation der WN einmal auf Herz und Nieren zu pr&uuml;fen. Auf Steuerhinterziehung steht in besonders schweren F&auml;llen (&sect; 370 Abs. 3 AO) eine Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren. Damit handelt es sich hier um eine &ldquo;schwere Straftat&rdquo; und nicht um Falschparken. Gemessen am Strafma&szlig; steht die schwere Steuerhinterziehung auf einer Stufe mit dem gewerbsm&auml;&szlig;igen Handel von Drogen und dem Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung. Ist eigentlich ein Fall bekannt, bei dem die deutschen Beh&ouml;rden sich mit Drogenbaronen oder Menschenschleppern an den gr&uuml;nen Tisch setzen, um ein Bu&szlig;geld im Ausgleich zur Einstellung der Ermittlungen zu verhandeln? Und was w&uuml;rden die WN sagen, wenn man das Verfahren gegen einen Drogenbaron gegen Zahlung eines Bu&szlig;geldes einstellt? Wir wissen ja alle, dass die Ermittlungen gegen die organisierte Kriminalit&auml;t ebenfalls mit &bdquo;komplizierten Amtshilfeverfahren&ldquo; verbunden sind. F&uuml;hrt man diese Argumentation zu Ende, k&auml;me man wohl zu dem Schluss, dass der Staat grunds&auml;tzlich Verfahren einstellen sollte, wenn die Summe des Bu&szlig;geldes die zu erwartenden Kosten der Strafverfolgung &uuml;bersteigt. Bei dieser Vorstellung gruselt es sicher nicht nur die Juristen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Im Sog der Schulden<\/strong><br>\nPortugal ist n&auml;chstes Opfer der Finanzm&auml;rkte und muss unter den Rettungsschirm. &shy;Weitere werden folgen, solange der Teufelskreis der Spekulation nicht durchbrochen wird<br>\nWenn man den Marktmechanismus, so der Historiker Karl Polanyi 1944, &bdquo;als ausschlie&szlig;lichen Lenker des Schicksals der Menschen und ihrer nat&uuml;rlichen Umwelt zulie&szlig;e, dann w&uuml;rde dies zur Zerst&ouml;rung der Gesellschaft f&uuml;hren&ldquo;. Denn entfesselte Arbeits-, Grundst&uuml;cks- und Finanzm&auml;rkte w&uuml;rden wie &bdquo;Teufelsm&uuml;hlen&ldquo; funktionieren. Sehr wahr, d&uuml;rften viele Portugiesen seufzen, nachdem sich die kommissarische Regierung S&oacute;crates unter den EU-Rettungsschirm begeben musste. Nach Isl&auml;ndern, Griechen und Iren sind elf Millionen Portugiesen die n&auml;chsten, die ins gnadenlose Mahlwerk der Finanzm&auml;rkte geraten. Ihnen k&ouml;nnten schon bald die spanischen Nachbarn folgen. F&uuml;r Ansteckung werden die Rating-Agenturen schon sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1115-im-sog-der-schulden\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Weltentwicklungsbericht: Gewalt hemmt Entwicklung<\/strong><br>\nEin neuer Weltbank-Bericht fordert handlungsf&auml;hige Institutionen, Gerechtigkeit und Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r arme Staaten. Die Hauptursache f&uuml;r Armut und Unterentwicklung sieht das Papier dabei in einem erh&ouml;ht vorhandenen Gewaltpotential. Insgesamt sind rund 1,5 Milliarden Menschen gegenw&auml;rtig von politischer, milit&auml;rischer und krimineller Gewalt betroffen, bilanzieren die Washingtoner Experten.  &bdquo;Damit wir die Zyklen der Gewalt aufbrechen und die ihnen zugrundeliegenden Spannungen abbauen k&ouml;nnen, m&uuml;ssen wir gesetzm&auml;&szlig;igere und handlungsf&auml;higere Institutionen aufbauen, die den B&uuml;rgern Sicherheit, Gerechtigkeit und Arbeit bieten&ldquo;, betont Weltbank-Pr&auml;sident Robert B. Zoellick.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/gewalt-hemmt-entwicklung\/-\/1472780\/8336244\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/wdr2011.worldbank.org\/fulltext\">wdr2011.worldbank.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mag sein, dass aus pragmatischen Gr&uuml;nden heute die Frage Vorrang hat, wie sich Staaten bzw. zerfallene Staaten angesichts von Gewaltregimen entwickeln k&ouml;nnen. Deswegen sollte man aber nicht aus den Augen verlieren, dass der urs&auml;chliche Zusammenhang darin besteht, dass Unterentwicklung Gewalt hervorbringt, ob das nun in den B&uuml;rgerkriegen des  Ostkongo mit Millionen von Toten oder im brasilianischen Bundestaat Rio de Janeiro mit 57 000 Morden (2008) der Fall ist. Die Empfehlungen der Weltbank l&auml;uft auf &lsquo;good governance&rsquo; hinaus, ein alter Hut. Was macht man aber mit L&auml;ndern, die weder den politischen Willen noch die notwendige Kapazit&auml;t haben, um die notwendigen institutionellen Reformen umzusetzen? Viel wichtiger erscheint mir die Frage, wie kann man das Gewaltpotential in L&auml;ndern neutralisieren, die noch nicht aus den Fugen sind? Und hier sollte sich die Weltbank schon einmal fragen, ob nicht die neoliberalen Rezepte der Strukturanpassung mit der Schw&auml;chung staatlicher Regulierung letzten Endes Gewaltm&auml;rkte beg&uuml;nstigen. Heute schreibt die Weltbank das Wachstum in einigen Entwicklungsl&auml;ndern ihren Rezepten zu, dabei ist dieses Wachstum oft nur der Preisentwicklung auf den Rohstoffm&auml;rkten geschuldet. Dabei wird eine nachhaltige Strategie wie die Diversifizierung der Produktion meist vernachl&auml;ssigt. Eine solche Entwicklung kann allerdings nur zentral geplant werden und nicht den M&auml;rkten &uuml;berlassen werden, wie erfolgreiche Volkswirtschaften wie Japan oder S&uuml;dkorea in der Vergangenheit gezeigt haben und heute China demonstriert.<\/em><br>\n<em>Entwicklungspolitische Gegenpositionen zur Weltbank und dem IWF haben fr&uuml;her vor allem die UN-Wirtschaftskommission f&uuml;r Lateinamerika und heute die UN-Wirtschaftskommission f&uuml;r Afrika eingenommen, wie zuletzt J&ouml;rg Goldberg herausgearbeitet hat: &ldquo;Afrika: Good Governance oder Entwicklungsstaat? UN-ECA versus Weltbank&rdquo;, in: Informationsbrief Weltwirtschaft &amp; Entwicklung (W&amp;E), April 2011 (leider kostenpflichtig). Er untersucht hierzu: <a href=\"http:\/\/www.uneca.org\/cfm\/2011\/documents\/English\/IssuesPaper-GoverningdevelopmentinAfrica.pdf\">Economic Report on Africa 2011: Governing Development in Africa &ndash; The Role of the State in Economic Transformation [PDF &ndash; 108 KB]<\/a><br>\nund: <a href=\"http:\/\/siteresources.worldbank.org\/INTAFRICA\/Resources\/AFR_Regional_Strategy_3-2-11.pdf\">Africa Region: Africa&rsquo;s Future and the World Bank&rsquo;s Support to It [PDF &ndash; 3.5 MB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schuldenabbau: Amerikas Rotstift-Streit um 4000 oder 6000 Mrd. Dollar<\/strong><br>\nDie Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die staatliche festgelegte Schuldengrenze von 14.300 Mrd. Dollar ist bald erreicht. Sie muss wohl erh&ouml;ht werden, damit der amerikanische Staat seine Verbindlichkeiten weiter bezahlen kann. In diesem Jahr kommen bis zu 1650 Mrd. Dollar neue Kredite hinzu. Das Defizit erreicht damit fast elf Prozent der Wirtschaftsleistung. Der Internationale W&auml;hrungsfonds fordert Washington zum Sparen auf, weil die gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Erde sonst zum gr&ouml;&szlig;ten Risiko f&uuml;r die Weltwirtschaft werde. Pr&auml;sident Barack Obama will die Neuverschuldung bis zum Ende des Jahrzehnts auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes dr&uuml;cken. In den kommenden zw&ouml;lf Jahren soll das gigantische Defizit um 4000 Mrd. Dollar verringert werden. Den oppositionellen Republikaner gehen die Pl&auml;ne nicht weit genug: Sie wollen innerhalb von zehn Jahren bis zu 6000 Mrd. Dollar im Haushalt k&uuml;rzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:schuldenabbau-amerikas-rotstift-streit-um-4000-oder-6000-mrd-dollar\/60039452.html\">FTD<\/a>\n<p><strong>dazu: Ulrike Herrmann: US-Schulden bedrohen Reiche<\/strong><br>\nObama bekannte sich klar zum Schuldenabbau &ndash; indem er auch bei den Reichen kassieren will. Er will Steuerschlupfl&ouml;cher schlie&szlig;en und Steuers&auml;tze anheben. K&uuml;rzungen von Sozialleistungen soll es mit ihm aber nicht geben. Die Republikaner wollen dagegen die Wohlhabenden weiter entlasten. Doch ein Veto k&ouml;nnte ihnen schaden: Die meisten Amerikaner finden wie Obama, die Reichen sollten h&ouml;here Steuern zahlen. Die Republikaner stecken, wie die FDP in Deutschland, in einem Dilemma: Bei anschwellenden Defiziten macht es sich nicht gut, Privilegien zu verteidigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F04%2F15%2Fa0090&amp;cHash=51ca68a2e2\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Chinesischer Retter statt gelbe Gefahr<\/strong><br>\n&Uuml;ber Jahrzehnte galt Chinas Konkurrenz f&uuml;r Europ&auml;er wie Amerikaner als Schrecken und Reformdruckmittel. Doch nun naht eine spektakul&auml;re Zeitenwende. Und gewinnen k&ouml;nnte Europa.<br>\nKaum ein Ph&auml;nomen hat die Wirtschaftspolitik der westlichen Welt in den vergangenen 30 Jahren so gepr&auml;gt wie Chinas gef&uuml;hlter und tats&auml;chlicher Siegeszug. Asiens Billigkonkurrenz ist f&uuml;r den Niedergang alter europ&auml;ischer Stahlhersteller verantwortlich wie f&uuml;r das Verschwinden etlicher Textilbetriebe. Jahrelang musste die &ldquo;gelbe Gefahr&rdquo; als Schreckgespenst herhalten, um Belegschaften zu Lohnverzicht zu bringen, Sozialausgaben zu k&uuml;rzen und eine Agenda 2010 zu preisen. Sie reichte sogar, um ganze B&uuml;cher aufgeregter Autoren mit mehr oder weniger wirren Thesen &uuml;ber unseren generellen Niedergang zu f&uuml;llen.<br>\nDas ist nun vorbei. Was sich seit einiger Zeit andeutet, hat nach Ausbruch der Finanzkrise eine spektakul&auml;r neue Dimension erreicht. Der China-Absatz westlicher Firmen hat sich in kurzer Zeit derart beschleunigt, dass sich die Vorzeichen, bei gleichzeitig schwindenden asiatischen Kostenvorteilen, umkehren. Pl&ouml;tzlich ist das riesige China ein ganz neuer Wachstumsfaktor &ndash; aber f&uuml;r das Ausland. Und das leitet nach 30 Jahren Angst eine ganz neue Phase der Globalisierung ein &ndash; in der die am meisten profitieren, die unter der Billigkonkurrenz am meisten litten: etwa Europas aktuelle Krisenl&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-thomas-fricke-chinesischer-retter-statt-gelbe-gefahr\/60039693.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Private Krankenversicherer &ndash; Berlin deckelt Vermittlerprovisionen<\/strong><br>\nVersicherungsvertreter m&uuml;ssen sich auf scharfe Einschnitte einstellen: Provisionszahlungen bei Vertragsabschluss sollen nach dem Willen der Regierenden in Berlin k&uuml;nftig eine gewissen H&ouml;he nicht &uuml;berschreiten d&uuml;rfen.<br>\nVermittler privater Krankenversicherungen m&uuml;ssen sich auf empfindliche Einschnitte in ihr Gesch&auml;ftsmodell einstellen. Auf Druck der Abgeordneten von Union und FDP pr&uuml;fen Finanz- und Justizministerium in Berlin nach FTD-Informationen einen gesetzlichen Deckel f&uuml;r die &uuml;blichen Vermittlungsprovisionen beim Vertragsabschluss. Au&szlig;erdem sollen Vermittler k&uuml;nftig l&auml;nger als bisher ihre erhaltenen Provisionen zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen, falls ein Kunde seinen Vertrag k&uuml;ndigt. Im Gespr&auml;ch ist eine Haftungsfrist von f&uuml;nf statt bisher zwei Jahren. &ldquo;Die Initiative der Fraktionen ist sinnvoll&rdquo;, hie&szlig; es in Regierungskreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:private-krankenversicherer-berlin-deckelt-vermittlerprovisionen\/60039736.html?v=2.0\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Und wieder einmal muss die Politik Unternehmen, die ihrerseits stets auf den freien Wettbewerb pochen, vor eben diesem freien Wettbewerb und letztlich sogar sich selbst retten. Dennoch w&uuml;rde ich jede Wette eingehen, dass die Apologeten eines freien Marktes im Gesundheitssystem in der n&auml;chstbesten Talkshow wieder &uuml;ber die Effizienz und Unfehlbarkeit des freien Marktes bl&ouml;ken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutsche verlieren das Vertrauen in Riester-Rente<\/strong><br>\nDas radikale Vorgehen des Finanzministeriums gegen Riester-Sparer ersch&uuml;ttert das Vertrauen in die gef&ouml;rdert Vorsorge. Nicht einmal jeder zehnte Deutsche denkt noch &uuml;ber den Abschluss eines Riester-Vertrages nach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/vorsorge-versicherung\/nachrichten\/deutsche-verliereren-das-vertrauen-in-riester-rente\/v_detail_tab_print,4059864.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wobei man mal dahingestellt lassen sollte, ob die Menschen nun wegen des &bdquo;radikalen Vorgehens des Finanzministeriums&ldquo; oder durch die konsequente Aufkl&auml;rungsarbeit (u.a. <a href=\"\/?cat=40\">von den NachDenkSeiten<\/a>) eines Besseren belehrt wurden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Goldgrube Altersmedizin &ndash; Wie Krankenh&auml;user mit Geriatrie Kasse machen<\/strong><br>\nWenn alte Menschen ins Krankenhaus kommen, ben&ouml;tigen sie mehr Pflege, Hilfe und Zuwendung als j&uuml;ngere. F&uuml;r diese Leistungen zahlen die Krankenkassen je nach Zustand des Patienten h&ouml;here Tagess&auml;tze. Doch wie KONTRASTE-Recherchen ergaben, rechnen viele Kliniken Leistungen ab, ohne sie zu erbringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste_vom_14_04\/goldgrube_altersmedizin.html\">ARD Kontraste<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Was bitte soll &bdquo;Jungenpolitik&ldquo; sein?<\/strong><br>\nDer erste bundesweite &bdquo;Boys&rsquo; Day&ldquo; &ndash; ein Praktikumstag f&uuml;r Jungen in typischen &bdquo;Frauenberufen&ldquo;. W&uuml;rde man diese Berufe besser entlohnen, stiege der M&auml;nneranteil ganz von selbst. Dann k&ouml;nnte man auch M&auml;dchen wieder zu ihnen raten. [&hellip;]<br>\nFamilienministerin Schr&ouml;der, deren Haus die Kampagne unterst&uuml;tzt, setzt sich f&uuml;r &bdquo;Jungenpolitik&ldquo; ein. Das sei eine &bdquo;Politik&ldquo;, die speziell auf die &bdquo;Bed&uuml;rfnisse m&auml;nnlicher Kinder und Jugendlicher&ldquo; zugeschnitten sei, schrieb sie k&uuml;rzlich. Also mehr Bolzpl&auml;tze in Innenst&auml;dten, Rittergeschichten in Leseb&uuml;chern und die Abschaffung des Schulfachs Textiles Gestalten? In einem Altenheim oder Kindergarten zu hospitieren, ist f&uuml;r Sch&uuml;ler &ndash; unabh&auml;ngig vom Geschlecht &ndash; eine wertvolle Erfahrung. Ein &bdquo;Bed&uuml;rfnis&ldquo; von Jungen ist es sicher nicht.<br>\nWer ihnen gegen&uuml;ber ehrlich und verantwortungsbewusst ist, sollte nicht verschweigen, dass man von dem Gehalt, das in Pflege- und Erziehungsberufen verdient wird, kaum als Single leben, geschweige denn eine Familie ern&auml;hren kann. Selbst ein M&uuml;llmann verdient mehr als eine Erzieherin. Statt Jungen Berufe schmackhaft zu machen, von denen man M&auml;dchen aus gleichstellungspolitischen Gr&uuml;nden abbringen will, w&auml;re es sinnvoller, diese Berufe besser zu entlohnen &ndash; der M&auml;nneranteil w&uuml;rde ganz von selbst steigen. Bei angemessener Bezahlung k&ouml;nnte man auch M&auml;dchen wieder zu diesen Arbeitspl&auml;tzen raten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~E75793E4387824CA5862655EED63F51FF~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Europas Jugend: Abstieg und Wut<\/strong><br>\nNicht nur in Arabien, auch in Griechenland gehen tausende Jugendliche auf die Stra&szlig;en. Aus gutem Grund: Ein schweres Erbe der globalen Wirtschaftskrise k&ouml;nnte eine &bdquo;verlorene Generation&ldquo; ohne Anbindung an den Arbeitsmarkt sein, warnte die Internationale Arbeitsorganisation bereits im vergangenen Jahr.[1] W&auml;hrend junge Menschen unter 25 Jahren weltweit schon vor der Krise drei Mal so h&auml;ufig von Arbeitslosigkeit betroffen waren wie der Durchschnitt der Bev&ouml;lkerung, sind die Zahlen seitdem geradezu explodiert. Allein zwischen 2007 und 2009 nahm die Anzahl der erwerbslosen Jugendlichen global um fast acht Millionen Menschen zu.<br>\nEuropa macht da keine Ausnahme: Nach aktuellen Daten der europ&auml;ischen Statistikbeh&ouml;rde Eurostat ist jeder f&uuml;nfte Jugendliche in der EU arbeitslos.[2] In der Gesamtbev&ouml;lkerung gilt dies immerhin noch f&uuml;r jeden Zehnten. Hinzu kommt, dass junge Menschen erheblich h&auml;ufiger zu den working poor, den arbeitenden Armen, geh&ouml;ren als Erwachsene.<br>\nNeben den jungen Menschen in Osteuropa sind ihre Altersgenossen in den sogenannten PIIGS-Staaten besonders hart betroffen: Spanien h&auml;lt derzeit den unr&uuml;hmlichen europ&auml;ischen Rekord mit einer offiziellen Jugendarbeitslosigkeit von gut 43 Prozent; Griechenland verzeichnet &uuml;ber 33 Prozent, Irland und Italien jeweils um die 29 und Portugal &uuml;ber 21 Prozent. In all diesen L&auml;ndern waren prek&auml;re Lebensverh&auml;ltnisse schon vor der Krise f&uuml;r viele junge Menschen zum tristen Normalzustand geworden. Doch der Kollaps ganzer Branchen und die massiven Bankenrettungs- und Sparpakete der jeweiligen Regierungen haben diese Tendenz noch einmal versch&auml;rft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2011\/april\/europas-jugend-abstieg-und-wut\">Bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Linksliberale haben mehr Gef&uuml;hl<\/strong><br>\nWertvorstellungen von Menschen sind offenbar tief in ihrer Biologie verankert: Bei Konservativen ist das Angstzentrum gr&ouml;&szlig;er &ndash; das zeigen Messungen der University of London.<br>\nLinksliberale haben ein anderes Gehirn als Konservative. Die Neurowissenschaftler Ryota Kanai und seine Kollegen von der University of London haben 118 Freiwillige zu ihrer politischen Einstellung befragt und ihnen anschlie&szlig;end per Magnetresonanztomografie (MRT) ins Gehirn geschaut. Bei denjenigen, die aufgrund der Befragung am konservativen Ende einer f&uuml;nfteiligen Skala verortet wurden, hatte der rechte Mandelkern, die sogenannte Amygdala, ein auff&auml;llig gro&szlig;es Volumen. Das Hirnareal geh&ouml;rt zum sogenannten limbischen System und wird besonders bei Angst und in Gefahrensituationen aktiv. Versuchsteilnehmer, die am anderen Ende der Skala mit linksliberalen Auffassungen auffielen (englisch: &bdquo;liberal&ldquo;), hatten daf&uuml;r einen auffallend volumin&ouml;sen vorderen Gyrus cinguli.<br>\nDiese Region des Gehirns spielt f&uuml;r Gef&uuml;hle eine Rolle, wie Mitleid und die F&auml;higkeit zur Einf&uuml;hlung in andere Personen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/linksliberale-haben-mehr-gefuehl\/4063244.html?ajaxelementid=%23commentLoginArea\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Reaktorsicherheitskommission &ndash; Wie die Atomlobby die Politik beeinflusst<\/strong><br>\nNach der Reaktorhavarie von Fukushima und dem Ausstiegsmoratorium in Deutschland geht es hierzulande um nicht mehr und nicht weniger als um die Zukunft der Kernkraft. 16 Personen sollen die technischen Sicherheitsstandards der deutschen Atomkraftwerke vorgeben: die Mitglieder der Reaktorsicherheitskommission. Sie werden vom Bundesumweltminister berufen und geh&ouml;ren mehrheitlich direkt oder indirekt der Atomlobby an. Transparenz? Fehlanzeige! Das Gremium tagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste_vom_14_04\/reaktorsicherheitskommission.html\">ARD Kontraste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Zu den <a href=\"http:\/\/www.rskonline.de\/die-rsk\/zusammensetzung-der-rsk\/index.htm%20%20\">Mitgliedern der Reaktorsicherheitskommission<\/a> geh&ouml;ren Vertreter von E.on, Areva (Hersteller von Reaktortechnologie) und verschiedenen T&Uuml;Vs (Auftragnehmer von Kernkraftwerksbetreibern).<\/em><\/p>\n<p><strong>direkt dazu: Kritik am T&Uuml;V<\/strong><br>\nPapier der Fachabteilung des Bundesumweltministeriums (BMU) zu strukturellen Problemen bei AKW-Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fungen, 2008<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/sendestrecke_beitraege\/0.html\">ARD Kontraste (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/sendestrecke_beitraege\/dpf_fuer_donnerstag.file.pdf\">ARD Kontraste (komplettes Dokument) [PDF &ndash; 4.5 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Guttenberg ff.: Aus Farce wird Ernst<\/strong><br>\nGrunds&auml;tzlich gilt: Ist eine Wahl gelaufen, ist der Wahlkampf Schnee von gestern. Im Falle der j&uuml;ngsten Landtagswahlen verh&auml;lt es sich v&ouml;llig anders. Hier waren die Ereignisse im Vorfeld das eigentliche Politikum. Erst versetzte eine im Nachhinein nur als Farce zu bezeichnende One-Man-Show das ganze Land in einen Zustand hysterischer Erregung. Anschlie&szlig;end sorgte die Katastrophe von Fukushima schlagartig daf&uuml;r, dass sich die Regierung Merkel wieder wichtigen Ereignissen widmen musste, was sie in erstaunlicher Weise tat. Die Ergebnisse in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-W&uuml;rttemberg werden auf diese Weise fast zur Makulatur angesichts dessen, was eine hochgradig angeschlagene &bdquo;b&uuml;rgerliche Koalition&ldquo; vorab vollf&uuml;hrte, um wenigstens diese d&uuml;rftigen Wahlresultate zu erzielen. [&hellip;]<br>\nDabei steckte hinter dem Ph&auml;nomen Guttenberg von Anfang an eine gewaltige, von ihm selbst und seinen Anh&auml;ngern befeuerte Legende. Alles, was den Freiherrn angeblich ausmachte &ndash; Unbestechlichkeit, Unabh&auml;ngigkeit, Aufrichtigkeit &ndash; entpuppte sich nicht erst in der Plagiatsaff&auml;re als blo&szlig;e Chim&auml;re, sondern bereits lange zuvor. Guttenbergs politische Unbestechlichkeit war bereits in dem Augenblick dahin, da er das Massaker von Kundus erst als &bdquo;angemessen&ldquo; und kurz darauf als &bdquo;nicht angemessen&ldquo; bezeichnete und daf&uuml;r prompt zwei seiner Untergebenen &uuml;ber die Klinge springen lie&szlig;. Seine Unabh&auml;ngigkeit wurde zur Makulatur, als er auf blo&szlig;en Zuruf eines &bdquo;Bild&ldquo;-Reporters den Kapit&auml;n der Gorch Fock vom Dienst suspendierte. Und seine angebliche Aufrichtigkeit wurde sp&auml;testens durch den Umgang mit seiner falschen Doktorarbeit entlarvt. Hier zeigte sich: Der vermeintlich unabh&auml;ngige Edelmann war viel st&auml;rker von b&uuml;rgerlichem Ehrgeiz und Aufstiegswillen durchtr&auml;nkt, als er es sich und Anderen jemals eingestanden h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2011\/april\/guttenberg-ff.-aus-farce-wird-ernst\">Bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Master-Frage ungel&ouml;st<\/strong><br>\nStudierende sollten &raquo;selbst entscheiden k&ouml;nnen, ob sie einen Master machen wollen oder nicht.&laquo; Die Worte stammen von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) und datieren vom Juli 2009. Im Vormonat waren Hunderttausende Sch&uuml;ler und Studierende beim ersten gro&szlig;en bundesweiten Bildungsstreik in Aktion getreten. Um die Aufst&auml;ndischen ruhigzustellen, mu&szlig;te die Politik etwas bieten &ndash; und seien es nur leere Versprechungen. Schnee von gestern ist so auch Schavans Bekenntnis von einst: Wer heute &uuml;ber den Bachelor hinaus will, steht vielerorts vor massiven Zulassungsh&uuml;rden, die vielen den Weg zu h&ouml;herer akademischer Bildung versperren. Die Mi&szlig;st&auml;nde sorgen f&uuml;r wachsenden Unmut bei Betroffenen, Studierendenverb&auml;nden und Gewerkschaften. Die Verantwortlichen wollen indes von Problemen nichts wissen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/04-15\/041.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Von Tripolis nach Teheran<\/strong><br>\nDass der Milit&auml;reinsatz in Libyen unvermeidlich war und trotzdem viel zu sp&auml;t kam, bedeutet f&uuml;r die Lage im Iran: Es ist h&ouml;chste Zeit, den friedlichen Wandel dort zu unterst&uuml;tzen. Zum Gl&uuml;ck lautet die entscheidende Frage im Iran nicht mehr, ob oder wann das Regime zusammenbricht, sondern nur noch wie. Und dieses Wie gibt bereits die iranische Freiheitsbewegung vor: friedlich. Die Menschen haben ihren Widerstand friedlich begonnen, und sie wollen ihn friedlich vollenden. Wenn eine Gruppe von 130 000 Paramilit&auml;rs ein Volk von &uuml;ber 70 Millionen als Geiseln h&auml;lt, liegt es auf der Hand, dass man die Paramilit&auml;rs noch sehr viel st&auml;rker sanktionieren muss als bisher, um der Freiheitsbewegung zu helfen. Zumal dies auch von den freiheitsliebenden Iranern gewollt und gefordert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/von-tripolis-nach-teheran\/4063256.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Saba Farzan schreibt, dass die Revolutionsgarden also 130 000 Tausend Mann ein Volk von &uuml;ber 70 Millionen als Geiseln halten. Dabei vernachl&auml;ssigt sie, dass die eigentlichen Leute f&uuml;r das Grobe die Bassidsch-Milizion&auml;re sind, welche der Revolutionsgarde unterstellt sind. Bei diversen offiziellen Veranstaltungen erscheint Pr&auml;sident Ahmadinedschad  in Basidsch-Uniform. Den paramilit&auml;rischen Bassidsch sollen nach offiziellen Angaben mehr als zehn Millionen Freiwillige angeh&ouml;ren. An die 100 000 Freiwillige sind st&auml;ndig pr&auml;sent, es k&ouml;nnen aber in k&uuml;rzester Zeit ca. eine Million mobilisiert werden. Etwa eine halbe Million sind milit&auml;risch geschult, sie treten aber meist in ziviler Kleidung auf. Sie bespitzeln B&uuml;rger, machen als Sittenw&auml;chter Jagd auf unzureichend verh&uuml;llte Frauen, werden gegen religi&ouml;se Minderheiten eingesetzt und stellen bei Bedarf Schl&auml;gertrupps. Bei den Demonstrationen gegen das Ergebnis der letzten Wahlen verbreiteten sie mit Kn&uuml;ppeln und Messern bewaffnet, oft in kleinen Einheiten auf Motorr&auml;dern Angst und Schrecken.  Sie rekrutieren sich  vor allem aus der iranischen Unterschicht und gruppieren sich um die Moscheen im Lande. Ihre ideologische Zuverl&auml;ssigkeit wird nicht zuletzt durch kleine Pfr&uuml;nde gefestigt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was bei dem Kommentar im Tagesspiegel vollkommen unter den Tisch f&auml;llt, ist der Umstand, dass die &bdquo;iranische Freiheitsbewegung&ldquo; &uuml;berhaupt keine Interventionen des Westens will, da unter diesen Interventionen, die sich vor allem auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Sanktionen bewegen w&uuml;rden, nicht nur die &bdquo;Mullahs&ldquo;, sondern vor allem das einfache Volk leiden w&uuml;rde. Wenn Iraner nach Sanktionen verlangen, so sind dies meist die &bdquo;Expats&ldquo; im Westen. Dass man sich allerdings nicht unbedingt auf die Forderungen von Exilanten, die oft im Dienste neokonservativer Think-Tanks stehen, verlassen sollte, hat wiederum das Beispiel Irak gezeigt. Es ist ohnehin mehr als bedenklich, Libyen mit Iran zu vergleichen &ndash; wer nun bereits den Regime-Change in Teheran propagiert, spielt &ndash; bewusst oder unbewusst &ndash; mit dem Feuer.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Eine Systemtherapie f&uuml;r den Euro; Mindestlohn-Debatte; Libyen; Ratingagenturen wieder im Aufwind; Scheckbuch-L&ouml;sung; Im Sog der Schulden; Weltentwicklungsbericht: Gewalt hemmt Entwicklung; Schuldenabbau: Amerikas Rotstift-Streit um 4000 oder 6000 Mrd. Dollar; Thomas Fricke &ndash; Chinesischer Retter statt gelbe Gefahr; Private Krankenversicherer &ndash; Berlin deckelt Vermittlerprovisionen; Deutsche verlieren das Vertrauen in Riester-Rente;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9102\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9102","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9102","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9102"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9102\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9110,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9102\/revisions\/9110"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9102"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9102"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9102"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}