{"id":91050,"date":"2022-12-01T08:30:50","date_gmt":"2022-12-01T07:30:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050"},"modified":"2022-12-01T08:21:34","modified_gmt":"2022-12-01T07:21:34","slug":"hinweise-des-tages-4248","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050#h01\">Armut in Deutschland: Dann sollen sie eben nicht mehr duschen, wenn das Geld knapp ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050#h02\">Wo Kinderkliniken an ihre Grenzen sto&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050#h03\">Ungeimpfte zu Unrecht beschuldigt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050#h04\">Zu den Reaktionen des Wertewestens auf Proteste gegen Corona-Ma&szlig;nahmen in China: V&ouml;llig absurd<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050#h05\">LNG als Notl&ouml;sung: Australien liefert Erdgas nach Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050#h06\">Nord Stream 1: Neue Bilder der Explosionsstelle ver&ouml;ffentlicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050#h07\">Reisner: &ldquo;Haben Russland untersch&auml;tzt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050#h08\">Neuer Fonds: EU-Kommission will Zugriff auf eingefrorenes russisches Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050#h09\">NATO r&uuml;ckt weiter vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050#h10\">Auf Kosten Frankreichs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050#h11\">Flexibler l&auml;nger arbeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050#h12\">&Uuml;ber Armut per Gesetz: Heil I oder Hartz V?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050#h13\">Geistige Mobilisierung: &raquo;Holodomor&laquo;-Resolution des Bundestags.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050#h14\">Verfassungsschutz: Wer delegitimiert hier wen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91050#h15\">Zu guter Letzt: Das Gute muss gegen das B&ouml;se: Nancy Faeser und die W&uuml;rgemanschette<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Armut in Deutschland: Dann sollen sie eben nicht mehr duschen, wenn das Geld knapp ist<\/strong><br>\nWas hei&szlig;t es, in einem reichen Land wie Deutschland in Armut aufzuwachsen? Unser Autor wei&szlig; es. Politiker sollten sich ihre wohlfeilen Ratschl&auml;ge an Betroffene besser sparen. [&hellip;]<br>\nWer Armut nur von Daten und Statistiken in Studien und Leitartikeln kennt, kann sich oft keine Vorstellung machen von der psychischen und subjektiven Dimension des Lebens im Mangel inmitten des &Uuml;berflusses. Dabei gibt es im Bildungsb&uuml;rgertum durchaus das Bed&uuml;rfnis, mehr dar&uuml;ber zu erfahren. Warum sonst werde ich in Interviews so oft gefragt, wie es sich denn anf&uuml;hle, in Armut aufzuwachsen? Die reichere H&auml;lfte in Deutschland h&auml;lt 99 Prozent des Verm&ouml;gens, die wohlhabendsten zehn Prozent vereinen 60 Prozent auf sich. Innerhalb der Eurozone ist die Verteilung nur in Litauen und Irland noch ungleicher als bei uns.<br>\nIn einer solchen Gesellschaft definiert sich Luxus immer in Relation zu dem, was als &bdquo;normal&ldquo; gilt. In den ersten Jahren meines Lebens gab es so etwas wie Luxus nicht. Zumindest war der Begriff nicht Teil unseres aktiven Wortschatzes. Wir waren in den Neunzigerjahren eine Familie, die sich ins Private zur&uuml;ckgezogen hatte. Die Kernfamilie war unser Bollwerk. Mein Vater pflegte bei der Arbeit und in der Kneipe bestenfalls lose Bekanntschaften. Freunde oder Verwandte waren selten zu Besuch, mit Ausnahme einer Tante und eines Gro&szlig;vaters.<br>\nNie hatte ich eine Kita von innen gesehen. Auch w&auml;re ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass es f&uuml;r viele Menschen in Deutschland ungew&ouml;hnlich ist, wenn am Ende des Geldes noch zu viel Monat &uuml;brig ist und man deshalb manchmal tagelang fast nichts essen oder einem immer wieder mal der Strom abgestellt werden kann. Das also war jahrelang meine Normalit&auml;t. Bis ich in die Schule kam.<br>\nErst da fiel mir auf: Was Menschen in Filmen tun &ndash; Urlaub, Kino, Zoo, Konzerte &ndash;, das ist eigentlich auch in diesem Land ein Teil des ganz normalen Lebens normaler Menschen. Erst da d&auml;mmerte mir, dass f&uuml;r meine Familie ein Luxus war, was anderen allt&auml;glich erschien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/armut-in-deutschland-dann-sollen-sie-eben-nicht-mehr-duschen-18491598.html?premium\">Christian Baron in der FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wo Kinderkliniken an ihre Grenzen sto&szlig;en<\/strong><br>\nIn der Erk&auml;ltungssaison steigt die Zahl kranker Kinder. Viele Krankenh&auml;user kommen an ihre Grenzen. Die Folge: Familien m&uuml;ssen in weiter entfernte Kliniken geschickt werden. &Auml;rzte sagen, die &Uuml;berlastung habe System.<br>\nEs ist jedes Jahr das gleiche Spiel: Wenn die Erk&auml;ltungssaison beginnt, wird es knapp auf den Kinderstationen. Besonders in Ballungszentren zeigt sich dann, wie knapp die Kapazit&auml;ten in Deutschland sind. Es gibt viele kranke Kinder und oft zu wenig Pl&auml;tze.<br>\nFrank Jochum, Chefarzt der Kinderklinik am Evangelischen Waldkrankenhaus Berlin-Spandau, sagt, dass es mehrfach pro Woche vorkommen kann, dass kranke Kinder mit ihren Eltern in der Notaufnahme sitzen und er sie nicht aufnehmen kann, weil schlicht keine belegbaren Betten frei sind. Dann beginnt die Suche nach einem Ersatzkrankenhaus: &ldquo;Das hei&szlig;t richtig Stress f&uuml;r das Team in der Notaufnahme. Der Patient ist noch da, das Team ruft dann eine Klinik nach der anderen an &ndash; das kann Stunden dauern, bis ein geeignetes Bett gefunden ist.&rdquo;<br>\nFindet sich ein Krankenhaus, das noch Kapazit&auml;ten hat, liegt das mitunter sehr weit entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/kliniken-kinder-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p>dazu: <strong>Jugendmediziner: Kinder-Atemwegsinfekte: Lage &ldquo;katastrophal&rdquo;<\/strong><br>\nGerade haben besonders viele Kinder Atemwegsinfektionen. Viele Krankenhausbetten sind belegt. &ldquo;Die Situation ist in ganz Deutschland katastrophal&rdquo;, sagt Mediziner Hoffmann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/panorama\/kinderkliniken-rsv-virus-infekt-welle-hoffmann-100.html%20\">ZDF<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>RSV, Rhinoviren, Influenza: Das R&auml;tsel um die Atemwegsinfekte bei Kindern<\/strong><br>\nKinder scheinen derzeit besonders h&auml;ufig schwere Atemwegsinfektionen zu entwickeln. Ein Grund daf&uuml;r ist die Corona-Pandemie. Doch die genauen Mechanismen sind noch unverstanden. [&hellip;]<br>\nDass die Kindergartenschlie&szlig;ungen ein wichtiger Faktor bei der aktuellen Welle waren, darauf deutet auch die Erfahrung aus dem Jahr 2021 hin. Da hatte es schon im August eine sehr fr&uuml;he Welle von RSV-Infektionen bei Kindern gegeben. &raquo;Und im Sommer 2021 hatten wir noch wenige Ma&szlig;nahmen in den Schulen, aber eben nicht mehr in den Kinderg&auml;rten&laquo;, sagt die Forscherin.<br>\nAuch H&uuml;bner sieht die nachgeholten Infektionen als wichtigen Faktor. Der Begriff &raquo;Immunschuld&laquo; in der aktuellen Diskussion sei ungl&uuml;cklich, sagt er, doch es stecke ein realer Effekt dahinter: Wegen der ausgefallenen Infektionen seien die Kinder jetzt weniger vor diesen Erregern gesch&uuml;tzt. Es erscheine ihm als die wahrscheinlichste Erkl&auml;rung daf&uuml;r, dass man nun geh&auml;uft Erstinfektionen sieht. &raquo;Andererseits gibt es auch Kollegen, die denken, dass Corona zu einem Immundefekt f&uuml;hrt. Daf&uuml;r sehe ich aber keine Hinweise&laquo;, sagt der Mediziner. &raquo;Und es w&auml;re auch untypisch, dass es nur die respiratorischen Viren betrifft.&laquo; Letztendlich sei die Ursache der aktuellen Welle jedoch noch unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/warum-grassieren-derzeit-schwere-atemwegsinfekte-bei-kindern\/2082834%20\">Spektrum<\/a><\/p>\n<p>dazu aber: <strong>Jetzt beginnt die Winterwelle. Wir sind gut vorbereitet.<\/strong><\/p>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Jetzt beginnt die Winterwelle. Wir sind gut vorbereitet. Der Einzelne und die L&auml;nder m&uuml;ssen nur mitmachen. <a href=\"https:\/\/t.co\/mxmaupEAoe\">https:\/\/t.co\/mxmaupEAoe<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Prof. Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Karl_Lauterbach\/status\/1597908819455406081?ref_src=twsrc%5Etfw\">November 30, 2022<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Egal, was passiert, der Gesundheitsminister kennt nur das eine Thema Corona.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ungeimpfte zu Unrecht beschuldigt?<\/strong><br>\nDie einrichtungsbezogene Impfpflicht soll auslaufen, denn Impfungen w&uuml;rden nicht mehr vor einer Ansteckung sch&uuml;tzen, so Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Doch einen Fremdschutz gibt es schon lange nicht mehr. Warum wurde dennoch politischer Druck auf Ungeimpfte ausge&uuml;bt? Das fragt sich MDR-Autorin Christiane Cichy.<br>\nBundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will die Impfpflicht in der Pflege abschaffen. L&auml;ngst h&auml;uft sich die Kritik an der Impfkampagne und am Umgang mit Ungeimpften. Zwar helfen die Corona-Impfstoffe, schwere Krankheitsverl&auml;ufe zu verhindern, doch sie sch&uuml;tzen nicht vor der Ansteckung anderer. Aber genau das war lange das Mantra vieler Politiker, Wissenschaftler und Medien.<br>\nKeine Teilnahme mehr am &ouml;ffentlichen Leben &ndash; So lautete vor einem Jahr die deutliche Ansage an die Gruppe der Ungeimpften. Denn wer sich impfe, sch&uuml;tzte nicht nur sich selbst, sondern auch die anderen. Die Impfung sei quasi ein solidarischer Akt mit den &Auml;lteren, Kranken und Schwachen der Gesellschaft.<br>\nDer sogenannte Fremdschutz der Corona-Impfung war Grundlage zahlreicher politischer Ma&szlig;nahmen, aber auch Diffamierungen der Ungeimpften. Doch auf welcher wissenschaftlichen Grundlage basierten diese?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/panorama\/corona-impfung-wirkung-kritik-ungeimpfte-100.html\">mdr<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zu den Reaktionen des Wertewestens auf Proteste gegen Corona-Ma&szlig;nahmen in China: V&ouml;llig absurd<\/strong><br>\nDie Situation ist wieder einmal v&ouml;llig absurd. Die westlichen Mainstreammedien springen im Dreieck. Die einen hier in der BRD voller Schadenfreude und Besserwisserei angesichts wachsender Probleme Chinas mit der saisonbedingt zunehmenden Zahl der Corona-Infektionen. Die anderen (Bloomberg in den USA) genau andersherum: n&auml;mlich in tiefer Sorge &uuml;ber die Folgen, die eintreten w&uuml;rden, sollte die chinesische No-Covid-Strategie scheitern. Zu den Fakten: In der BRD hatten wir in den letzten sieben Tagen in der Summe knapp 150.000 neue F&auml;lle von Corona &ndash; bei etwa 80 Millionen Einwohnern. In der VR China waren es im gleichen Zeitraum (bis 27. November) ein bisschen mehr, n&auml;mlich 200.000 neue F&auml;lle &ndash; bei einer gut 17mal so gro&szlig;en Einwohnerzahl von etwa 1.400 Millionen. Und dennoch sch&auml;men sich unsere Medien nicht Hurra zu schreien, &bdquo;Hurra, bei uns ist Corona so gut wie &uuml;berwunden, aber China hat Riesenprobleme.&ldquo; Ein derartiger Unfug, dass es einem die Sprache verschl&auml;gt. Man ist hierzulande wieder einmal Opfer der selbstgeschaffenen Mythen &uuml;ber die VR China geworden. Zu den Protestaktionen: Bei den im Rahmen der &bdquo;dynamischen Null-Covid-Strategie&ldquo; zur Anwendung kommenden NPI (nicht-pharmazeutische Interventionen) handelt es sich bekanntlich vor allem um Massentests (bisher &uuml;ber 10 Milliarden Tests) und Mobilit&auml;tseinschr&auml;nkungen unterschiedlichster Art. Sie bringen vor&uuml;bergehend zum Teil schwere H&auml;rten gegen&uuml;ber betroffenen Teilen der Bev&ouml;lkerung mit sich, zumal dort wo sie b&uuml;rokratisch unflexibel und wenig einf&uuml;hlsam zur Anwendung gebracht werden. Dort kann es dann naturgem&auml;&szlig; mehr oder weniger lautstarke Proteste geben. Das ist in China durchaus alles andere als ungew&ouml;hnlich. So ist China zum Beispiel das streikfreundlichste Land der Erde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/voellig-absurd-4774853\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>LNG als Notl&ouml;sung: Australien liefert Erdgas nach Europa<\/strong><br>\nDas Land ist weit entfernt, aber es ist verl&auml;sslich. Daher liefert Australien nun erstmals Fl&uuml;ssiggas, sp&auml;ter dann soll es auch Wasserstoff nach Europa versenden.<br>\nEin erstes Schiff mit Fl&uuml;ssiggas aus Westaustralien hat im gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Hafen Rotterdam festgemacht. Der Konzern Woodside Energy aus Perth hatte die Woodside Rees Withers auf die rund 11.000 Seemeilen lange Reise vom Nordwest Shelf vor der K&uuml;ste des Bodenschatzlandes nach Nordeuropa geschickt. Abnehmer ist die staatlich gest&uuml;tzte Uniper. Der Tanker hat rund 75.000 Tonnen Fl&uuml;ssiggas an Bord. [&hellip;]<br>\nDa noch l&auml;ngst keine Gas-Lieferkette zwischen Australien und Nordeuropa besteht, stammt auch die jetzige Lieferung aus dem Spot-Markt. Zwar hat Woodside seit Anfang September einen Liefervertrag f&uuml;r Fl&uuml;ssiggas mit Uniper. Doch bel&auml;uft der sich auf zw&ouml;lf Schiffsladungen aus dem Handelskontingent, die aus Singapur heraus nach Europa geschickt werden. Denn die gro&szlig;en Liefermengen Australiens sind &uuml;ber Jahre verkauft nach Nordasien, vor allem an L&auml;nder wie Japan, S&uuml;dkorea und China. Damit kommt der Schiffsladung aus Westaustralien nach Rotterdam vor allem hohe Symbolkraft zu. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r die Australier kann das trotz des weiten Weges ein interessantes Gesch&auml;ft werden. Zum einen wegen des Aufbaus einer extrem langen Lieferkette. Zum anderen, weil die Preise f&uuml;r LNG derzeit um den h&ouml;chsten Stand seit sieben Wochen pendeln, nachdem eine wichtige Lieferanlage in USA ausgefallen ist und die Temperaturen in Nordasien sinken. Australien hat allein im Oktober mehr als 7 Millionen Tonnen Fl&uuml;ssiggas exportiert. Analysten sch&auml;tzen den Umsatz f&uuml;r die gut hundert Schiffsladungen auf einen Rekordwert von fast 11 Milliarden Australischen Dollar (7,14 Milliarden Euro).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/lng-als-notloesung-australien-liefert-erdgas-nach-europa-18494326.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Die Gr&uuml;nen &ndash; und im Schlepptau SPD und FDP &ndash; sind mit ihrer Energiepolitik einfach nur bekloppt!<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>LNG-Experte: &bdquo;Gas-Deal mit Katar zeigt die ganze Absurdit&auml;t des deutschen Moralismus&ldquo;<\/strong><br>\nDie Politik wollte die WM in Katar boykottieren &ndash; nun l&auml;sst Wirtschaftsminister Habeck ab 2026 katarisches Fl&uuml;ssigerdgas nach Deutschland liefern. Passt das zusammen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/lng-experte-gas-deal-mit-katar-zeigt-die-ganze-absurditaet-des-deutschen-moralismus-li.292117%20\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>EU zahlt Rekordgeld f&uuml;r LNG aus Russland<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union hat den&nbsp;Import&nbsp;russischer Brennstoffe in diesem Jahr massiv verringert, indem sie die Kohleeinfuhr untersagt hat und ein &Ouml;lembargo vorbereitet. Ein Produkt indessen erlebt einen Boom. Die Einfuhr von russischem Fl&uuml;ssigerdgas (LNG) ist um etwa 40% gegen&uuml;ber dem Vorjahr gestiegen. Gezahlt hat die EU daf&uuml;r von Januar bis September den Rekordbetrag von 12,5 Milliarden Euro &ndash; f&uuml;nfmal mehr als im Vorjahr. Eine schmerzliche Lektion f&uuml;r die EU, die Russland wegen des Kriegs in der Ukraine eigentlich durch Sanktionen Einnahmen entziehen will. &ndash; Bloomberg &ndash; Die Sanktionen wirken &ndash; nur v&ouml;llig anders, als geplant&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/neues-vom-wirtschaftskrieg-eu-zahlt-rekordbetrag-fuer-lng-aus-russland\/\">Lost in Europe<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Skepsis und Unzufriedenheit des &bdquo;Schafs&ldquo;<\/strong><br>\nVor Kurzem wurde die EU von zwei Problemen bez&uuml;glich der europ&auml;isch-amerikanischen Beziehungen geplagt. Zum einen fragt sie sich, warum die USA angesichts der Energiekrise in der EU, Europa immer noch verfl&uuml;ssigtes Naturgas zu einem Preis, der viermal h&ouml;her als der inl&auml;ndische Preis ist, verkauft. Zweitens stellt sich die Frage, warum die USA das &bdquo;Inflation Reduction Act&ldquo;, welches die Interessen der EU schwer sch&auml;digt, angenommen haben. Daher haben EU-Vertreter ihre Skepsis ge&auml;u&szlig;ert, &bdquo;sind die USA immer noch unser Verb&uuml;ndeter?&ldquo;<br>\nAm Dienstag begann die Dienstreise vom franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron in den USA. Angesichts der zerrissenen transatlantischen Allianz k&ouml;nnten die USA wahrscheinlich kaum eine f&uuml;r die EU befriedigende Antwort geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2022\/11\/30\/ARTIRTnsay0B7cJcVHOLekMl221130.shtml\">CRI online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nord Stream 1: Neue Bilder der Explosionsstelle ver&ouml;ffentlicht<\/strong><br>\nUnterwasserbilder von der Explosionsstelle an der Nord-Stream-1-Pipeline, die Greenpeace aufgenommen hat, k&ouml;nnten neue Hinweise liefern. Die Aufnahmen, die dem SWR exklusiv vorliegen, werfen aber auch neue Fragen auf.<br>\nNeue Filmaufnahmen an einer der Anschlagstellen der Nord-Stream-1-Pipeline, die dem SWR exklusiv vorliegen, k&ouml;nnten nach Expertenaussagen eine erste Grundlage f&uuml;r weitere Untersuchungen zu den mutma&szlig;lichen Anschl&auml;gen sein. Es handelt sich bei den Bildern um Unterwasseraufnahmen, die vor wenigen Tagen von der Umweltschutzorganisation Greenpeace auf einer Expeditionsreise gemacht werden konnten und neue Details der Zerst&ouml;rung dokumentieren.<br>\nDie Bilder stammen von einem der Lecks, das sich in der schwedischen Wirtschaftszone vor der Insel Bornholm befindet. Die Koordinaten der Anschlagstelle konnten die Umweltsch&uuml;tzer durch Recherchen verschiedener Daten ermitteln. In 79 Meter Tiefe sind Videos von einem Tauchroboter aufgenommen worden. [&hellip;]<br>\nGreenpeace kritisiert seit L&auml;ngerem, dass es seit Wochen von der Bundesregierung kaum Informationen zu den Hintergr&uuml;nden und Umweltfolgen der Explosionen an den Pipelines gebe. Daher wollten sich die Umweltsch&uuml;tzer selbst ein Bild der Lage machen und sind mit einem Schiff und einem Tauchroboter in die schwedische Wirtschaftszone nahe der Insel Bornholm gefahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/swr\/nord-stream1-explosion-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Reisner: &ldquo;Haben Russland untersch&auml;tzt&rdquo;<\/strong><br>\nMit dem Stromnetz greift Russland &ldquo;das zentrale Nervensystem der Ukraine&rdquo; an, sagt Oberst Reisner bei ZDFheute live. Das drohe die Erfolge der Ukrainer zunichte zu machen. (&hellip;)<br>\nNach neun Monaten Krieg muss der Westen, feststellen, &ldquo;dass die Russen durchaus noch F&auml;higkeiten haben, die wir bisher untersch&auml;tzt haben&rdquo;, sagt Oberst Markus Reisner vom &ouml;sterreichischen Bundesheer bei ZDFheute live. Als Beispiel nannte er den j&uuml;ngsten Einsatz von Marschflugk&ouml;rpern, ballistischen Raketen und iranischen Drohnen.<br>\n&ldquo;Wir haben uns monatelang eingeredet, dass die russische Luftwaffe kaum Eins&auml;tze fliegt&rdquo; oder russische Raketen eine sehr geringe Trefferwahrscheinlichkeit h&auml;tten. &ldquo;Aber jetzt hat uns die Wirklichkeit eingeholt&rdquo;, so Reisner, n&auml;mlich in dem Moment, in dem Russland entschieden habe, das zentrale Nervensystem der Ukraine &ndash; die Stromversorgung &ndash; anzugreifen. (&hellip;)<br>\nDoch Europa k&ouml;nne nur eingeschr&auml;nkt helfen, so der &ouml;sterreichische Milit&auml;rexperte. W&auml;hrend Russland sich monatelang, m&ouml;glicherweise jahrelang, auf diesen Krieg vorbereitet habe, habe Europa 20 Jahre lang seine Streitkr&auml;fte abger&uuml;stet, alle Lager leer gemacht, &ldquo;und jetzt versucht man, mit dem Wenigen die Front zu versorgen&rdquo;. Eine Front, die 1.100 Kilometer lang sei. (&hellip;)<br>\nEuropa versuche zusammenzukratzen, &ldquo;was man hat und das zu liefern&rdquo;. &ldquo;Wir eilen hinterher, w&auml;hrend Russland, das wir Monat f&uuml;r Monat totgesagt haben&rdquo;, jetzt wieder in die Initiative gehe. Es sei eine paradoxe Situation, sagt Reisner und f&uuml;gt hinzu:<br>\n&ldquo;Wir haben auf der operativen Ebene Erfolge der Ukrainer, die aber durch die strategischen Angriffe der Russen zunichte gemacht werden. Die Ukrainer sitzen in Cherson, aber sie sitzen im Dunkeln dort, weil die Russen die Infrastruktur zerst&ouml;rt haben.&rdquo;<br>\nOberst Markus Reisner<br>\nZu den Nachschubproblemen der Russen, &uuml;ber die der britische Geheimdienst immer wieder berichtet hatte, sagt Reisner: &ldquo;Dass Russland Probleme hat, h&ouml;ren wir seit Beginn des Krieges.&rdquo; Hier gehe es auch um einen Krieg im Informationsraum, um Beeinflussung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/flugabwehr-infrastruktur-reisner-ukraine-krieg-russland-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant. Vermutlich habe &ndash; so d&uuml;rfte ein Teil der deutschen Bundesregierung mutma&szlig;en &ndash; <a href=\"https:\/\/twitter.com\/rtde_\/status\/1597616876569251842\">auch der Oberst aus &Ouml;sterreich zu viel RT geguckt<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neuer Fonds: EU-Kommission will Zugriff auf eingefrorenes russisches Geld<\/strong><br>\nDie Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen hat vor, die eingefrorenen Verm&ouml;genswerte der russischen Zentralbank und der Oligarchen in einen Fonds umzuleiten, um der Ukraine zu helfen.<br>\nRussland m&uuml;sse finanziell f&uuml;r die Verw&uuml;stungen und den Schaden aufkommen, die es der Ukraine angerichtet habe, sagte von der Leyen in einer Videoansprache am Mittwoch. Diesen Schaden sch&auml;tzt die EU bisher auf 600 Milliarden Euro. Daher m&uuml;ssten der russische Staat und seine Oligarchen diesen Schaden ersetzen und die Kosten f&uuml;r den Wiederaufbau des Landes &uuml;bernehmen, so die EU-Kommissionschefin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/neuer-fonds-eu-kommission-will-zugriff-auf-eingefrorenes-russisches-geld-li.292423\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>NATO r&uuml;ckt weiter vor<\/strong><br>\nKriegspakt will Aktivit&auml;ten in Osteuropa und im S&uuml;dkaukasus ausbauen. Fokus auf Gegnerschaft zu China.<br>\nMit der Ank&uuml;ndigung neuer Ma&szlig;nahmen gegen Russland und einer Bekr&auml;ftigung des Schulterschlusses gegen China ist am Mittwoch in Bukarest das zweit&auml;gige Treffen der NATO-Au&szlig;enminister zu Ende gegangen. Die Minister beschlossen unter anderem, die NATO-Aktivit&auml;ten in Osteuropa und im S&uuml;dkaukasus auszubauen. Insbesondere soll die milit&auml;rische Kooperation mit der Republik Moldau, Georgien und Bosnien-Herzegowina gest&auml;rkt werden. Die drei Staaten nahmen an dem Treffen teil, Republik Moldau zum ersten Mal. Mit Blick nicht zuletzt auf Bosnien, dessen serbischer Bev&ouml;lkerungsteil Moskau nahesteht und daher die Kooperation mit der NATO &uuml;berwiegend ablehnt, forderte Italiens Au&szlig;enminister Antonio Tajani am Mittwoch: &raquo;Wir m&uuml;ssen die Russen auf dem westlichen Balkan stoppen&laquo;. Ausf&uuml;hrlich befassten sich die Au&szlig;enminister auch mit dem sich versch&auml;rfenden Konflikt zwischen dem Westen und China. Deutlich erkennbar war das Bestreben vor allem der Vereinigten Staaten, die wirtschaftliche Abkopplung der Volksrepublik voranzutreiben. NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg erkl&auml;rte nach dem Bukarester Treffen, man sei bestrebt, &raquo;Abh&auml;ngigkeiten&laquo; von China und &raquo;Verwundbarkeiten&laquo; zu reduzieren. Gemeint war der Versuch, neue Rohstoffquellen aufzutun und Lieferketten aus China wegzuverlegen. Zudem m&uuml;sse der Westen seinen &raquo;technologischen Vorsprung wahren&laquo; &ndash; ein Versuch, um Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die US-Sanktionen gegen die Volksrepublik zu werben, die bisher in Europa noch mehrheitlich abgelehnt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439845.au%C3%9Fenministertreffen-nato-r%C3%BCckt-weiter-vor.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Auf Kosten Frankreichs<\/strong><br>\nFrankreichs faktischer Ausschluss aus der deutschen Initiative zum Aufbau eines europ&auml;ischen Luftverteidigungssystems soll dringend revidiert werden. Dies fordert die Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in einer neuen Stellungnahme. Demnach soll die European Sky Shield Initiative (ESSI), die Mitte Oktober von 15 Staaten Europas unter deutscher F&uuml;hrung lanciert wurde, um &bdquo;Offensivf&auml;higkeiten&ldquo; erg&auml;nzt werden, die Paris stellen k&ouml;nne &ndash; zum Nutzen der franz&ouml;sischen R&uuml;stungsindustrie. Die bisher vorgesehenen Luftverteidigungssysteme &ndash; IRIS-T SLM, Patriot, Arrow 3 &ndash; entstammen durchweg deutscher, israelischer oder US-amerikanischer Produktion. Franz&ouml;sische Kritiker weisen darauf hin, dass die von Frankreich und Italien entwickelten Luftverteidigungssysteme SAMP\/T und Aster Block 1 NT recht breite Entfernungsspektren abdeckten &ndash; und dass sie unter Umst&auml;nden alle vorgesehenen Systeme aus Deutschland, Israel und den USA ersetzen k&ouml;nnten. Mit seiner aktuellen Auswahl verhindere Berlin den Aufbau einer eigenst&auml;ndigen europ&auml;ischen Luftverteidigung &ndash; zugunsten des Profits der deutschen R&uuml;stungsindustrie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9098\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Flexibler l&auml;nger arbeiten<\/strong><br>\nBayerns Arbeitsministerin Ulrike Scharf m&ouml;chte in Ausnahmen auch mehr als die bisher zul&auml;ssigen zehn Stunden Arbeitszeit am St&uuml;ck zulassen. Wie das im Detail aussehen k&ouml;nnte? Das m&uuml;sse man nun mit allen Seiten diskutieren. [&hellip;]<br>\nAbsehbar ist, dass der bayerische Vorsto&szlig; nicht &uuml;berall auf so viel Begeisterung sto&szlig;en wird. Die Gewerkschaften etwa sehen Aufweichungen traditionell kritisch: als ein m&ouml;gliches Einfallstor f&uuml;r Arbeitgeber, um auf Kosten der Besch&auml;ftigten Mehrarbeit einzuf&uuml;hren. Auch Arbeitsmediziner warnen vor &Uuml;berforderung. Dabei ist die Arbeitsbelastung jetzt schon in vielen Branchen Thema, etwa in der Gastronomie. In einer Umfrage der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gastst&auml;tten (NGG), welche Aspekte des Arbeitsalltags Besch&auml;ftigte als belastend empfinden, wurden Zeitdruck und Stress am zweith&auml;ufigsten genannt. Kurzfristige Schicht&auml;nderungen sowie lange Arbeitstage und &Uuml;berstunden rangierten auf Platz drei und vier. Als schlimmer &ndash; beziehungsweise verschlimmernd &ndash; wurde allein der Personalmangel empfunden. Auch in anderen Bereichen ist Mehrarbeit durchaus &uuml;blich. Soloselbst&auml;ndige etwa schaffen mitunter weit &uuml;ber die t&auml;glichen acht Stunden hinaus, teils gerne, teils&nbsp;notgedrungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bayern-arbeitszeit-flexibilisierung-familie-beruf-1.5706237\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Uuml;ber Armut per Gesetz: Heil I oder Hartz V?<\/strong><br>\nDas B&uuml;rgergeld hat nun als &bdquo;Heil I&ldquo; Konturen bekommen, die SPD, CDU\/CSU, Gr&uuml;ne und FDP als ihre Wirtschafts- und Sozialpolitik wiedererkennen. Das schlechte alte System war gerettet &ndash; ein System-Change war nicht beabsichtigt. Die neue Konstruktion hie&szlig;e richtiger &bdquo;Hartz V&ldquo;. Das erk&auml;mpfte Schweigegeld von gerade einmal 53 Euro in der Grund&shy;sicherung reicht nicht einmal, die Inflation bei den Mitteln zum Leben auszugleichen. Einmal mehr wird die kolonialistische Haltung der &ouml;konomischen und politischen Eliten auch zuhause sichtbar. Die &bdquo;Anderen&ldquo;, die nicht gen&uuml;gend oder gar nicht profitablen Menschen, sollen weiterhin fremdbestimmt &bdquo;gebessert&ldquo; werden &ndash; zugerichtet auf einen wachsenden Markt der niederen &bdquo;Besch&auml;ftigungen&ldquo;. Hineinkommen wird erleichtert &ndash; Herauskommen erschwert bis unm&ouml;glich. &bdquo;Besitzst&auml;nde&ldquo; bleiben &uuml;ber Generationen hinweg. Die Klassenstruktur ist festgef&uuml;gt. Ganz so, wie man es immer schon mit dem globalen S&uuml;den macht: &Ouml;konomische und soziale Ungleichheit als individuelles Verschulden umdeuten &ndash; als k&ouml;nnte man gesellschaftliche Probleme individuell l&ouml;sen. Das Schweigen &uuml;ber Ausbeutung durch nicht existenzsichernde Niedrigl&ouml;hne und Armutsrenten als Kern der sozialen Krise erlaubt mit dem B&uuml;rgergeld, das Verdecken des Gegensatzes zwischen Arbeit und Kapital abzusichern und behauptet zugleich, mit dem allgemein unbestrittenen &bdquo;zu wenig von allem&ldquo; sozial gegen&uuml;ber den unfreiwillig Aussortierten zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/heil-i-oder-hartz-v-4774923\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Geistige Mobilisierung: &raquo;Holodomor&laquo;-Resolution des Bundestags.<\/strong><br>\nEine &uuml;bergro&szlig;e Koalition des Bundestages, bestehend aus Ampel und Union, will am Mittwoch beschlie&szlig;en, dass die Hungersnot der Jahre 1932\/33 in der Ukraine ein V&ouml;lkermord gewesen sei. Liest man den Antragsentwurf, wird schnell klar: Es geht nicht um das damalige Leid der Hungertoten. Es geht vielmehr um die geistige Mobilmachung gegen Russland heute. Die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der Historiker zweifelt nicht daran, dass die Hungersnot durch politische Entscheidungen der sowjetischen F&uuml;hrung planvoll versch&auml;rft worden ist. Aber sie zweifelt am Genozidcharakter. Genau aus diesem Grund hat der Bundestag im Jahr 2017 noch eine Petition abgelehnt, die den &raquo;Holodomor&laquo; als Genozid anerkannt wissen wollte. Es spreche doch &raquo;einiges dagegen&laquo;, und es liege &raquo;nicht im Ermessen des Petitionsausschusses&laquo;, &uuml;ber eine in der Geschichtswissenschaft strittige Frage zu entscheiden, befand das Parlament damals, mit den Stimmen auch derjenigen, die das heute anders entscheiden wollen. Noch im Fr&uuml;hjahr 2022 fasste der Petitionsausschuss in einer vorl&auml;ufigen Beschlussempfehlung zusammen, dass die Einsch&auml;tzung, ob der Holodomor die Merkmale eines V&ouml;lkermordes erf&uuml;lle, weiterhin umstritten sei. Die Erkenntnisse der Geschichtswissenschaft haben sich seit diesen Beratungen nicht ge&auml;ndert. Dennoch gehen die Antragsteller sogar so weit, den Holodomor &raquo;in die Liste menschenverachtender Verbrechen totalit&auml;rer Systeme&laquo; einzureihen. Damit machen sie en passant auch die Schoah und den faschistischen Vernichtungskrieg zum Teil einer &raquo;Liste&laquo; und relativieren so die Singularit&auml;t des Holocaust. In erschreckender Weise wird mit der Genozidfeststellung das Narrativ ukrainischer Nationalisten &uuml;bernommen, offenbar, wie es so treffend im Antrag hei&szlig;t, um einseitigen russischen Narrativen entschieden entgegenzuwirken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439808.geistige-mobilisierung.html\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Geschichtspolitik nach Bedarf: Warum der Holodomor V&ouml;lkermord gewesen sein soll<\/strong><br>\nDer Bundestag hat sich nach einer Blitzdebatte ukrainischem Druck gebeugt. Sieht so aus, als w&uuml;rde deutsche Politik in Kiew gemacht. Ein Kommentar. [&hellip;]<br>\nAm Mittwoch hat der Bundestag &uuml;ber eine von Regierungskoalition und Union unterst&uuml;tzte Petition nach 45 Minuten (!) Blitzdebatte den Holodomor als V&ouml;lkermord anerkannt. In der Petition hei&szlig;t es verd&auml;chtig, &bdquo;aus heutiger Perspektive liegt eine historisch-politische Einordnung als V&ouml;lkermord nahe&ldquo;. Das entspricht dem Wunsch der heutigen ukrainischen Regierung. Eine fr&uuml;here hatte den Holodomor eine &bdquo;gemeinsame Trag&ouml;die der V&ouml;lker der Sowjetunion&ldquo; genannt. Das EU-Parlament formulierte 2008 in einer Entschlie&szlig;ung: &bdquo;schreckliches Verbrechen am ukrainischen Volk und gegen die Menschlichkeit&ldquo;. Man nahm R&uuml;cksicht auf Moskau.<br>\nEtliche L&auml;nder wie Polen und einige US-Bundesstaaten haben die Anerkennung vollzogen, andere, wie Israel, nicht. Juristisch ist die Lage nicht eindeutig: War die Vernichtung der Ukrainer die Absicht? Es traf ja ebenso Millionen Russen.<br>\nDie Wissenschaftler der deutsch-ukrainischen Historikerkommission sind uneins, stimmten der umstandslosen Klassifizierung des Holodomor als Genozid nicht zu, sondern stie&szlig;en eine historische Debatte an. Das trieb 2020 Botschafter Andrij Melnyk zur Wei&szlig;glut. Kiew entzog der Kommission die Schirmherrschaft.<br>\nNun hat Putins &Uuml;berfall auf die Ukraine die &bdquo;heutige Perspektive&ldquo; geschaffen, in der historische Urteilsgerechtigkeit keine Rolle spielt. Bundestagsabgeordnete haben politisch entschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geschichtspolitik-nach-bedarf-warum-der-holodomor-voelkermord-gewesen-sein-soll-li.292057%20\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Zur exzessiven Russophobie und Verharmlosung des Faschismus im &bdquo;Wertewesten&ldquo;: V&ouml;lkerhass um jeden Preis<\/strong><br>\nAm 23. November stimmten 494 EU-Abgeordnete bei 58 Gegenstimmen und 44 Enthaltungen f&uuml;r eine Erkl&auml;rung, die &bdquo;Russland als dem Terrorismus Vorschub leistenden Staat und als terroristische Mittel einsetzenden Staat&ldquo; einstuft &ndash; einer wie Kuba, Venezuela oder Nicaragua. (&hellip;)<br>\nSo etwas unterbietet der Bundestag mit Leichtigkeit. Am 25. November k&uuml;ndigten die Fraktionen von Koalition und CDU\/CSU eine Resolution an, in der die Hungersnot in der Ukraine 1932 und 1933 als V&ouml;lkermord eingestuft wird. Was bei deutschen Kolonialverbrechen nicht geht, funktioniert bei ukrainischen Geschichtsf&auml;lschungen hervorragend. (&hellip;)<br>\nFehlte nur eins: Wer zu so etwas eine abweichende Meinung hat, muss vor den Kadi. Also winkte der Bundesrat ebenfalls am 25. November eine Erweiterung des Strafparagraphen 130 zur &bdquo;Volksverhetzung&ldquo; durch. Neu eingef&uuml;gt: Es gibt bis zu drei Jahre Knast f&uuml;rs &bdquo;&ouml;ffentliche Billigen, Leugnen oder gr&ouml;bliche Verharmlosen von V&ouml;lkermord&ldquo; usw. Keine Geschichtsf&auml;lschung ohne Gesinnungsjustiz. Es gilt aber auch: Wer mit V&ouml;lkerhass Wind s&auml;t, erntet Sturm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/voelkerhass-um-jeden-preis-4774925\/\">Arnold Sch&ouml;lzel in unsere zeit<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Bruchlinien: Baerbock und Waffen f&uuml;r die Ukraine<\/strong><br>\nWeil Annalena Baerbock erkannt hat, dass Wladimir Putin &raquo;K&auml;lte als Kriegswaffe&laquo; einsetzt, und das f&uuml;r einen &raquo;brutalen Bruch nicht nur mit dem V&ouml;lkerrecht, sondern mit unserer Zivilisation&laquo; h&auml;lt, herrscht Aufregung in der deutschen Sprachregelei. Die Vokabel &raquo;Zivilisationsbruch&laquo; sei f&uuml;r den Holocaust reserviert, hei&szlig;t es einhellig. Das stimmt zwar nicht, die Au&szlig;enministerin plappert lediglich den Bundeskanzler nach, aber was sollen bei den beiden Fakten? Olaf Scholz am 13. September auf dem &raquo;G7-Ministertreffen f&uuml;r nachhaltige Stadtentwicklung&laquo; in Potsdam: &raquo;Russlands furchtbarer Angriffskrieg gegen die Ukraine ist ein dramatischer Zivilisationsbruch.&laquo; Das hinderte Scholz sieben Tage sp&auml;ter in der UN-Generalversammlung in New York nicht zu erz&auml;hlen: &raquo;Deutschland, das durch den Mord an sechs Millionen Juden einen Zivilisationsbruch begangen hat, der keinerlei Vergleich duldet, wei&szlig; um die Br&uuml;chigkeit unserer Zivilisation.&laquo; Kein Vergleich? Wenn es um Aufstachelung zu V&ouml;lkerhass und speziell um den auf Russland geht, d&uuml;rfen Kleinigkeiten einen &raquo;Wumms&laquo;-Redner nicht st&ouml;ren. (&hellip;)<br>\nDamals soll &raquo;General Winter&laquo; die deutsche Blitzkriegstruppe besiegt haben, nicht etwa Gr&ouml;&szlig;enwahn und Unf&auml;higkeit zu Realismus. Da kommt Baerbocks Furcht vorm Winter als Waffe im &raquo;Zivilisationsbruch&laquo; vergleichsweise nur matt zum Ausdruck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439882.bruchlinien.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Verfassungsschutz: Wer delegitimiert hier wen?<\/strong><br>\nDer Verfassungsschutz beobachtet neuerdings den Bereich &ldquo;Delegitimierung des Staates&rdquo;. Dabei werden schnell Regierungskritiker zu Extremisten abgestempelt, meint Dietrich Murswiek. Die neue Kategorie leide an gef&auml;hrlich unscharfen Begriffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/hintergruende\/h\/verfassungsschutz-kritik-extremismus-delegitimierung-verfassung-bericht\/\">Dietrich Murswiek auf Legal Tribune Online (LTO)<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Das Gute muss gegen das B&ouml;se: Nancy Faeser und die W&uuml;rgemanschette<\/strong><br>\nDie &bdquo;One Love&ldquo;-Armbinde, die die Ministerin in Katar auf der Ehrentrib&uuml;ne trug, geh&ouml;rt ins Haus der Geschichte, findet unser Kolumnist. Wegen Unerschrockenheit.<br>\nNancy Faesers &bdquo;One Love&ldquo;-Armbinde kommt ins Haus der Geschichte nach Bonn, direkt vom Japan-Match aus Katar. Gute Wahl. Grinsen Sie nicht, das ist mein Ernst. Oder h&auml;tte man etwa Manuel Neuer um die Original-Hand bitten sollen, die er sich beim Mannschaftsfoto vor den Mund hielt? Das Museum dokumentiert die Wandlung der bundesdeutschen Gesellschaft. Das passt schon. [&hellip;]<br>\nIm Museum sollte neben der Bekenntnistextilie jedenfalls eines der Fotos h&auml;ngen, die die Unerschrockenheit der Innenministerin beglaubigen. Darauf ist zu sehen, dass die Binde ihren Oberarm w&uuml;rgte wie eine Blutdruckmessmanschette. Sie riskierte auf der Ehrentrib&uuml;ne zwar keine Verhaftung, aber eine Thrombose.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/das-gute-muss-gegen-das-boese-li.291980\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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