{"id":91072,"date":"2022-12-01T13:00:46","date_gmt":"2022-12-01T12:00:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91072"},"modified":"2022-12-01T14:39:10","modified_gmt":"2022-12-01T13:39:10","slug":"leserbriefe-zu-saubermaennerinnen-die-schmutzigen-seiten-der-politisch-korrekten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91072","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eSauberm\u00e4nner*innen: Die schmutzigen Seiten der Politisch Korrekten\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Udo Brandes thematisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90823\">hier<\/a> &bdquo;eines der beliebtesten ideologischen und politischen Machtinstrumente des liberalen Establishments&ldquo;: Das Moralisieren. Es beinhalte die Behauptung, &bdquo;Wir sind die Guten, ihr seid die B&ouml;sen&ldquo;. Die Anh&auml;nger der Politischen Korrektheit seien deshalb oft so fanatisch, weil sie auf diese Weise ihren eigenen Schmutz ebenso abwehren wie genie&szlig;en k&ouml;nnten. Hinter den Verhaltensweisen w&uuml;rden antidemokratische und antiplurale Affekte stecken, die die politisch korrekten Sauberm&auml;nner*innen nicht wahrhaben wollten. Statt bei politischen Fragen zu moralisieren, sollte besser gefragt werden, &bdquo;Was ist unser oder mein Interesse?&ldquo;. Sachlich-n&uuml;chterne Interessenanalyse statt emotional aufgeladenes Moralisieren sei &bdquo;das, was unsere Gesellschaft mehr voranbringen w&uuml;rde als selbstgerechtes Moralisieren&ldquo;. Danke f&uuml;r die interessanten E-Mails. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>der Artikel &ldquo;Sauberm&auml;nner*innen&rdquo; von Herrn Brandes ist einer der allerbesten, die ich zu dem Thema gelesen habe!<\/p><p>Obwohl ich selbst als Transidente Diversit&auml;t grunds&auml;tzlich bef&uuml;rworte, ekelt mich die st&auml;ndige Pr&auml;senz der Regenbogenfarben und LGBT selbst in unverd&auml;chtigen Vorabend- Krimiserien an.<br>\nKein Filmchen kommt mehr ohne ein schwules schwarz- weisses P&auml;rchen, einer Federboa-Transe und einer lesbischen Kommissarin aus!<\/p><p>Wenn aber &uuml;berhaupt eine dem offiziellen Narrativ widersprechende Meinung thematisiert wird, dann aber nur im Kontext der Verschw&ouml;rungstheoretiker und Aluhuttr&auml;ger, bevorzugt noch durch Ufo und Flacherde- Gl&auml;ubige der L&auml;cherlichkeit preisgegeben.<\/p><p>Manchmal reitet mich da ein kleines Teufelchen und ich bestelle mir im Restaurant ein &ldquo;Zigeunerschnitzel&rdquo; und beim B&auml;cker einen &rdquo; Negerkuss&rdquo;<\/p><p>Immer &ouml;fter verhalte ich mich wie Kommissar Brisgau als &rdquo; Der letzte Bulle&rdquo;. Authentisch eben und einen Depp nenne ich auch einen Depp!<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e<br>\nChristine Reichelt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Brandes:<\/p><p>Danke f&uuml;r diesen interessanten Artikel. Besonders das Feindbild &ldquo;alte weisse M&auml;nner&rdquo; st&ouml;rt mich vor allem, weil ich selber zu dieser Sorte Mensch geh&ouml;re. Und sicherlich wird etwa die H&auml;lfte der Europ&auml;er mit der Zeit zu dieser Sorte Mensch geh&ouml;ren. Also auch ein &ldquo;junger wei&szlig;er Mann&rdquo; wird mit der Zeit zu einem &ldquo;alten wei&szlig;en Mann&rdquo;. Sicher m&ouml;gen in der &ldquo;F&uuml;hrung&rdquo; dieser Gesellschaft eher diese Menschen vertreten sein, aber es gibt sicher auch Menschen, von dieser Sorte, denen es schlechter geht als etwa &ldquo;Jerome Boateng&rdquo;. Mein bevorzugtes Argument gegen dieses Feinbild ist die Satire &ldquo;Mein Kamm&rdquo; von Epharim Kishon, in der Menschen mit Glatze als &ldquo;Ursache allen &Uuml;bels&rdquo; angegeben sind. Wenn man von der Hautfarbe absieht, sind das eher &auml;ltere M&auml;nner, bei denen es vorkommt, da&szlig; die Haare ausfallen. Die Argumentation (Reichtum und Macht) wird auch in dieser Satire benutzt.<\/p><p>Gru&szlig;<br>\nR.K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Brandes, <\/p><p>Sie schreiben: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;&hellip; wie im Dritten Reich eine ganze Gesellschaft in einen inhumanen, verbrecherischen Faschismus umkippen konnte &hellip; Das kann heute genauso schnell wieder passieren&rdquo;,\n<\/p><\/blockquote><p>&ldquo;Kann&rdquo;? Ich denke, es passiert gerade, ist voll im Gange. Das Beispiel der Entlassung des Vorstandsvorsitzenden der Krankenkasse BBK Provita w&uuml;rde ausreichen um das zu belegen. Aber es gibt ja noch so viele &auml;hnlich gelagerte F&auml;lle. <\/p><p>Aber ich schreibe nicht, um Sie zu kritisieren. Hut ab vor Ihren Artikel! So klar formuliert und umfangreich an Beispielen, danke! <\/p><p>Sie sprechen die psychologischen Aspekte des gesellschaftlichen Wahns an, &ldquo;Reaktionsbildung&rdquo;. Die Basis daf&uuml;r ist &ldquo;Projektion&rdquo;. Was hat man den &ldquo;Juden&rdquo; vor 80 Jahren nicht alles Schreckliche und B&ouml;se angedichtet. Eben genau das, was die Nazis bei sich selbst nicht wahr haben wollten. Mit &ldquo;Juden&rdquo; hatte es nichts zu tun. Heute dasselbe Schema mit Querdenkern und &ldquo;Sauberm&auml;nnerInnen&rdquo;. Sie haben es ja beschrieben. <\/p><p>Was vielleicht noch zu erg&auml;nzen w&auml;re, das ist leider kein Ph&auml;nomen, das man mal ebenso abstreifen kann, wenn einem ein Licht aufgehen sollte. Die Basis liegt tief im Unterbewussten, mit fr&uuml;hkindlichen St&ouml;rungen und unterentwickeltem Selbstwertgef&uuml;hl. Das macht gest&ouml;rte Menschen, von gef&uuml;hlsarm bis hin zum richtigen Psychopathen. Und die erzeugen diese St&ouml;rungen wieder bei ihren Kindern. Es wird &uuml;ber Generationen weiter gereicht. <\/p><p>Arno Gr&uuml;n hat das am Beispiel der Psyche der deutschen Faschisten (1933-1945) beschrieben, mit einer sehr pessimistischen Entwicklungsprognose. Und wenn man das Buch &ldquo;Angst Gesellschaft&rdquo;, von&nbsp; Hans-Joachim Maaz, liest, tauchen dieselben Ph&auml;nomene wieder auf, im Zusammenhang mit der Corona-Diktatur. <\/p><p>Ich bin pessimistisch. Die Mehrheit wird konformistisch und opportunistisch bleiben. Aber ich bin auch optimistisch. Eine Minderheit von 2% aufgekl&auml;rten und aufrechten Menschen reicht, um die Sache umzukippen und ins Bessere zu wenden. &ldquo;Leben mit der Unsicherheit&rdquo;, so &auml;hnlich beschreibt Maaz die Einstellung dieser &ldquo;Aufrechten&rdquo;. Diese &ldquo;Unsicherheit&rdquo; hat was mit der Wirklichkeit zu tun. Die Ideologen, &ldquo;Sauberm&auml;nnerInnen&rdquo;, stehen dagegen auf t&ouml;nernen F&uuml;&szlig;en. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>moin, <\/p><p>liebe nachdenkseiten.. <\/p><p>es geht mir wie Udo Brandes. in meiner&rdquo;jugend&rdquo; war es mir<br>\nunverst&auml;ndlich, wie das &ldquo;mitl&auml;ufertum&rdquo; in der nazizeit organisiert wurde. <\/p><p>seit april 2020 april ist mir aber klar, wie gut propaganda und gruppendruck wirken k&ouml;nnen.<br>\nman darf halt auch nicht von sich selber auf andere schlie&szlig;en ! <\/p><p>eine recht ern&uuml;chternde erkenntnis. <\/p><p>offenbar waren auch 3 jahre oberstufe, und ausschlie&szlig;lich 3. reich in geschichte, nicht genug um &ldquo;wehret den anf&auml;ngen&rdquo; irgendwie mit bedeutung zu f&uuml;llen, f&uuml;r die meisten meiner jahrgangsgenossen. (1995) <\/p><p>die anfeindungen, die ich als &auml;rtzlich maskenbefreiter erlebt habe, bzw. die noch laufenden juristischen, sind dagegen betrachtet eher l&auml;cherlich, haben es mir aber deutlich gemacht, wie man als &ldquo;markierter&rdquo; behandelt wird, auch ganz ohne gelbe aufn&auml;her. <\/p><p>neben &auml;rzten, und meinen mitmeschen,&nbsp; kann ich jetzt aber auch unser<br>\njustizsystem nicht mehr wirklich ernst nehmen. ? <\/p><p>ein kriminalbeamter hat mir abgeraten anzeige zu erstatten, als ich mit einer liste von am gleichen tagen verstorbenen senioren bei denen aufgekreuzt bin. hat erst erschreckt geguckt, dann schwer geatmet und gesagt : <\/p><p>das sei bekannt, aber die vorgesetzten interessiert die sachlage nicht !!! <\/p><p>er wisse nicht, was passiert, wenn er die anzeige aufnehme. <\/p><p>ich habe den freundlichen hinweis angenommen, um nicht noch in eine nervenheilanstalt oder sonstige &ouml;rtlichkeit verfrachtet zu werden. <\/p><p>ich meine zu sehen, in welcher reihenfolge die &ldquo;impftrupps&rdquo; hier durch die pflegeheime in den umliegenden ortschaften gezogen sind. und wann die 2. runde war. &ldquo;rettet&rdquo; Weihnachten&rdquo; 2021 sehe ich auch, in meinen daten. <\/p><p>die bei der stadtverwaltung nuschelten sofort etwas von datenschutz, als ich wissen wollte, wann das letzte mal 3 tote in unserem st&auml;dchen an einem tag registriert wurden oder ob das ein neuartiges ph&auml;nomen sei. <\/p><p>ich verkaufe grabsteine, seit 20 jahren, und f&uuml;r mich war es bisher UNGESEHEN.<br>\nauch als noch kein rettender &ldquo;impfstoff&rdquo; gg. das virus zur verf&uuml;gung stand. <\/p><p>namen bitte nicht ver&ouml;ffentichen ! da laufen noch mind.&nbsp; 2 verfahren (&sect;279) gegen mich&hellip; nicht das ich zus&auml;tzlich noch als &ldquo;justizleugner &amp; delegitimierer&rdquo; registriert und abgurteilt werde. <\/p><p>chronisch krankheit und vorgesch&auml;digte lunge habe ich &uuml;brigens auch. mal gucken wann der staatsanwalt und richter das zur kenntnis nehmen wollen. <\/p><p>wahrscheinlich erst wenn sie mich in erzwingungshaft nehmen, ich dort maske tragen mu&szlig;, einen &ldquo;schub&rdquo; bekomme und sich die rechtsabteilung meines rentenversicherungstr&auml;gers anf&auml;ngt f&uuml;r die ganze geschichte zu interessieren&hellip; hoffe ich zumindest.<\/p><p>ein paar direkt verantwortliche g&auml;be es dann ja mal, zur abwechslung. <\/p><p>mit freundlichem Gru&szlig;,<br>\ng. f.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Udo Brandes,<\/p><p>den Ausf&uuml;hrungen in Ihrem Artikel kann ich in jeder Hinsicht nur beipflichten.<br>\nDie einzelnen Aspekte und Beispiele decken sich mit meinen Erfahrungen von 1968\/69 als damals 15-j&auml;hriger Sch&uuml;ler mit Kontakten zum SDS und einem Treffen mit Rudi Dutschke in G&ouml;ttingen, die sich bis heute wie ein roter Faden in Ereignissen und Erfahrungen durch mein ganzes politisches Leben ziehen gerade so, wie sie es in Ihrem Aufsatz beschrieben haben. Diese fanden auch ihren Niederschlag in meiner langj&auml;hrigen Beratert&auml;tigkeit als Beamter in einer gro&szlig;en deutschen Beh&ouml;rde.<\/p><p>Aktuell f&uuml;hle ich mich besonders vom Ukraine-Krieg ber&uuml;hrt, wird hier doch der vermeintliche Verteidiger &ldquo;unserer Werte'&rdquo;, die Ukraine und die meisten ihrer B&uuml;rger, f&uuml;r einen Krieg mi&szlig;braucht, der aus der schon jahrhundertealten Russophobie in der westlichen &ldquo;zivilisierten Welt&rdquo; gespeist und verst&auml;rkt wird.<\/p><p>Kritik am kriegsl&uuml;sternen Verhalten und Entscheiden der vereinten westlichen politischen &ldquo;Elite&rdquo; (NATO und Co.)mit Unterst&uuml;tzung der meinungsmachenden Mainstream-Medien ist unerw&uuml;nscht und diskriminiert die Kritiker als &ldquo;Putinversteher&rdquo; etc.<\/p><p>Hier merke ich an, dass ich seit fast 25 Jahren mit einer sibirienst&auml;mmigen Russin verheiratet bin.<\/p><p>Meine Frau und unsere hier sehr gut integrierten Kinder sp&uuml;ren zunehmend Verunsicherung, ja Angst!<\/p><p>Gerade weil wir zumindest Putins antifaschistische Argumentationslinie nachvollziehen k&ouml;nnen, seinen Krieg aber ablehnen, werden wir zu &ldquo;zweifelhaften Menschen&rdquo; und den &ldquo;ber&uuml;chtigten Putinverstehern&rdquo;. Unterstrichen wird das Ganze noch durch eine Sendung im ukrainischen Fernsehen, in der zur Ermordung aller Russen und ihrer Kinder unwidersprochen aufgerufen wurde.<\/p><p>Jedenfalls m&ouml;chte ich Ihnen hier f&uuml;r ihre Gedanken und Ausf&uuml;hrungen herzlich danken und sie in Ihrer Arbeit best&auml;rken!<\/p><p>Alles Gute und herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nBurkhard Malotke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Brandes,<br>\nsehr geehrtes NDS-Team,<br>\n&nbsp;<br>\ndanke f&uuml;r Ihren bedenkenswerten Artikel.<\/p><p>Ja, Sie, sehr geehrter Herr Brandes, sind nicht allein mit Ihrer Emp&ouml;rung &uuml;ber die &ldquo;politische Korrekten&rdquo;. Auch ich kann Ihnen durchaus gedanklich folgen.<br>\n&nbsp;<br>\nAllerdings frage ich mich ebenfalls &ldquo;emotional beunruhigt&rdquo;, wenn Sie genau wie alle Anderen, m&ouml;gen sie sich zu den &ldquo;politisch Korrekten&rdquo; z&auml;hlen oder zu deren Gegnern, d.h. zu welchem selbstgerecht-ideologischen &ldquo;Ismus&rdquo; auch immer, Ihrer emotionalen Emp&ouml;rung ihren ebenso selbstgerechten freien Lauf lassen, ob Sie damit zur Verst&auml;ndigung unter den Kampfh&auml;hnen innerhalb unserer gespaltenen Gesellschaft oder zum besseren Verst&auml;ndnis der doch bspw. nicht zu leugnenden Gefahr, die von der Corona-Pandemie ausging, siehe &ldquo;Bergamo&rdquo;, oder noch, wenn auch vermindert, auszugehen scheint, beitragen.<\/p><p>Einer der mir noch verbliebenen allerbesten Freunden ist bspw. noch bevor die Impfkampagne Fahrt aufnehmen konnte, in einem Berliner Krankenhaus intubiert ins Koma versetzt an Covid-19 verstorben. Danach geh&ouml;rte ich zu denen, die die Impfung als das kleinere &Uuml;bel ansahen.<br>\n&nbsp;<br>\nHatte da nicht unser bei Ausbruch der Pandemie noch im Amt befindliche Gesundheitsminister Jens Spahn &ndash; zu dessen Fans ich nie geh&ouml;rt habe &ndash; zumindest in einem Punkt Recht, als er sagte: &ldquo;Wir werden einander danach viel zu verzeihen haben.&rdquo; &ndash; Denn auch seinerseits anscheinend unbestritten haben unsere &ldquo;Systemtr&auml;ger&rdquo; sich in ihrer Unerfahrenheit von den g&auml;ngigen Vorurteilen und Klischees leiten lassen wie auch die davon so unangenehm Betroffenen als in ihrer Freiheit Eingeschr&auml;nkten. Ja, auch die von der Pharmaindustrie in aller Eile geschaffenen Impfstoffe waren nicht gen&uuml;gend auf ihre sch&auml;dlichen Nebenwirkungen &uuml;berpr&uuml;ft worden, wenn sie auch die gr&ouml;&szlig;te akute Not gehindert zu haben schien. Und unbestritten f&uuml;gte sie ihren Herstellern den geringsten Schaden zu, sondern sorgten f&uuml;r deren satte Gewinne und zwar auf Kosten der ohnehin Benachteiligten unserer Gesellschaft. Sollten wir uns danach nicht trotzdem eher grunds&auml;tzlich fragen: &ldquo;Wie ticken die Systemgewinner und wie reagieren Menschen, deren &lsquo;Schmerzgrenze&rsquo; erreicht ist?&rdquo; Immerhin zitieren Sie, Herr Brandes, Sigmund Freud und dessen seinerzeit bahnbrechenden psychoanalytischen Erkenntnisse.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Neurologen sagen uns heute bspw., dass die Spezies Mensch in ihrem Denken und Handeln vor allem von ihrem evolution&auml;r &auml;lteren Teil des Gehirns geleitet werde (zu 90% ?) und danach erst vom Neokortex, den &ldquo;Frontallappen&rdquo;&nbsp; im Stirnbereich. Diese physische Voraussetzung f&uuml;r die F&auml;higkeit &uuml;ber sich selbst hinaus zu denken, Zusammenh&auml;nge einzuordnen und die Zukunft zu planen, trete erst mit und nach der Pubert&auml;t in Funktion und k&ouml;nne uns lebenslanges Lernen erm&ouml;glichen, wenn wir es denn wollten oder unsere Umgebung uns daran nicht ausdr&uuml;cklich hindere.<\/p><p>So, wie wir uns mit unserer sinnlichen Wahrnehmung im st&auml;ndigen Austausch mit unserer Umgebung bef&auml;nden, so st&uuml;nden auch die verschiedenen Hirnbereiche mit ihren zahllosen Neuronen in st&auml;ndigem Austausch mit einander. Wenn wir uns die in der Kindheit vorhandene F&auml;higkeit als Voraussetzung zu lernen zum Staunen bewahrten, seien wir auch in der Lage, alte Erfahrungen auf ihren Wahrheitsgehalt zu &uuml;berpr&uuml;fen und eventuelle Vorurteile zu korrigieren bzw. jeweilige Befangenheit &uuml;berwinden. Mit bildgebenden Verfahren k&ouml;nnten die entsprechenden Hirnaktivit&auml;ten sogar nachweisen.<\/p><p>Also, ich glaube ihnen, so, wie ich den Naturwissenschaftlern, den Experten f&uuml;r die &Ouml;kologie der Natur glaube, deren Warnungen vor einem &ouml;kologischen Kollaps seit vier Jahrzehnten doch von den &ldquo;M&auml;chtigen&rdquo; geflissentlich ungeh&ouml;rt blieben und so, wie ich f&uuml;r &ldquo;Fridays for Future&rdquo; &uuml;berwiegende Dankbarkeitsgef&uuml;hle hege, auch wenn sie in ihrer jugendlichen Unerfahrenheit &uuml;ber das eigentliche Ziel ihres berechtigten Anliegens hinausschie&szlig;en. Aber in Kenntnis meines eigenen begrenzten Wissens halte mich mit meiner Beurteilung doch nicht f&uuml;r unbefangen und zwar auch, was die Pandemie betrifft nicht, so, wie ich auch den Nutzen und Schaden der jeweiligen Impfstoffe nicht &ldquo;objektiv&rdquo; beurteilen kann.<br>\n&nbsp;<br>\nWas mir jedoch Hoffnung macht, ist, dass Dank der im Laufe der Jahrtausenden erworbenen evolution&auml;ren Errungenschaft unseres Gehirns, wir u.a. auch die F&auml;higkeit erlangt zu haben scheinen, nicht nur das oder die uns Angenehme\/n zu lieben und uns daran zu freuen, sondern auch gelernt haben, begangene, ja, auch die nicht wieder gut zu machenden, Fehler zu verzeihen. Und manche von uns schafften es und schaffen es noch (?), im Laufe der jeweils auf einander folgenden Generationen immer wieder, sogar ihren ausgesprochenen Feinden zu verzeihen.<br>\n&nbsp;<br>\nMit Dank im Voraus f&uuml;r Ihre Aufmerksamkeit<br>\nund einstweiligen herzlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJohanna Michel-Br&uuml;ning<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Danke f&uuml;r den Artikel von Udo Brandes. <\/p><p>Er beschreibt genau was so &auml;rgerlich ist. <\/p><p>Statt Volk von Dichter und Denker, jetzt Dummen und Doppelmoralisten.<br>\nDazu sind &ldquo;Eliten&rdquo; keine Eliten, aber Parasiten was man an den steigenden Zahlen der Obdachlosen und Menschen auf sozialen Minimum in D sehen kann. <\/p><p>Ich habe viele deutsche Freunde, die sich genau so &auml;rgern und hoffe dass irgendwann die Deutschen selber die Richtung &auml;ndern, so geht es nicht weiter. <\/p><p>MfG<br>\nJan van Leeuwen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Udo Brandes, <\/p><p>wow, wow, wow &ndash; was f&uuml;r ein f&uuml;r mich erhellender Artikel! <\/p><p>Endlich habe ich neben der &ldquo;kognitiven Dissonanz&rdquo; (vereinfacht: Innerer Spannungszustand) eine weitere sehr einleuchtende Erkl&auml;rung f&uuml;r das in meinen Augen pathologische\/selbstzerst&ouml;rerische\/irrationale (m.E. manipulierte\/indoktrinierte) Verhalten gro&szlig;er Teile in der deutschen Bev&ouml;lkerung (welches die anderen Teile der Bev&ouml;lkerung mit in den Abgrund rei&szlig;t) &ndash; Stichworte &bdquo;Reaktionsbildung&ldquo; bzw. &bdquo;Genie&szlig;en des Schmutzigen&ldquo; im Rahmen des herrschenden, (m.E. nur vermeintlich) &ldquo;politisch korrekten&rdquo; (Political Correctness)! <\/p><p>Diese &ldquo;schmutzige Seite des (m.E. nur vermeintlich) politisch korrekten B&uuml;rgertums&rdquo; ist meines Erachtens (m.E.) insbesondere am Beispiel des Ukraine-Konflikts sehr deutlich zu sehen. Hier stelle ich n&auml;mlich seit Beginn des milit&auml;rischen Konflikts die Behauptung auf, dass sich (fast) alle Menschen der deutschen Bev&ouml;lkerung &ndash; wenn man sie denn pers&ouml;nlich zu &ldquo;Krieg oder Frieden&rdquo; fragen w&uuml;rde &ndash; sich f&uuml;r den Frieden entscheiden w&uuml;rden. Dies steht nat&uuml;rlich in krassem Gegensatz zu dem tats&auml;chlichen (dr&ouml;hnenden\/vielsagenden) schweigen (= Zustimmung) der Bev&ouml;lkerungsmehrheit zu den aktuellen, von deutschen PolitikerInnen umgesetzten deutschen Handlungen zur Verl&auml;ngerung des Kriegs in der Ukraine!<br>\nVerwiesen sei in diesem Zusammenhang auf den Artikel der NDS &ldquo;Verfassungsbeschwerde gegen Ausbildung ukrainischer Soldaten in Deutschland&rdquo; &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90757\">Link<\/a> <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;sse<br>\nAndreas Rommel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NachDenkSeiten, Lieber Udo Brandes,<\/p><p>&hellip; okay, gut, es ist Ihr Artikel, nicht meiner. Ich k&ouml;nnte ja selbst etwas zu diesem Thema ablassen, aber das h&auml;tte wohl kaum Chance auf Verbreitung, und einen eigenen Blog f&uuml;hre ich nicht. Ich bescheide mich also mit ein paar Anmerkungen zu Ihrem im gro&szlig;en und ganzen ja sicherlich nicht ganz verfehlten Beitrag.<\/p><p>Das mit der &ldquo;Hetze&rdquo; gegen bzw. &ldquo;Hatz&rdquo; auf Impfgegner hat ein Vorspiel, das scheint &lsquo;s weitreichender Amnesie verfallen ist. Praktisch mit Beginn allererster, noch weitgehend ungeordneter und provisorischer Ma&szlig;nahmen (Masken, H&auml;ndewaschen, dann auch &ldquo;Lockdown&rdquo; (&hellip; nat&uuml;rlich nicht die &ldquo;wirtschaftlich wichtigen&rdquo; Bereiche)) setzte das von einer Mischung aus profunder Alternativwissenschaftlichkeit, Merkel-Rochus und Verschw&ouml;rungsopferseligkeit getriebene Gen&ouml;le gegen alle ein, die sich &ndash; so die romantische Wortwahl der selbsternannten Megachecker -, einer Schafherde gleich, die fiesesten Freiheitsbeschneidungen protestlos gefallen, kurzum sich von Sauron (aka Merkel, aka Drosten, aka <wer-auch-immer>) ins Dunkel treiben und ewig binden lie&szlig;en. SO fing die St&auml;nkerei an, halten zu Gnaden! Von Impfstoff und Impf&rdquo;pflicht&rdquo; war da weit und breit noch keine Rede! Dort, in dieser Fr&uuml;hphase der Pandemie, verspielten die Coronama&szlig;nahmen-Kritiker bzw. -protestler bereits jeglichen Kredit bei N&uuml;chternen, deren B&uuml;rgerqualifikation nicht einzig aus Argwohn gegen absolut alles, was &ldquo;vom Staat&rdquo; kommt, besteht.<br>\nIm Zusammenhang mit &ldquo;Politischer Korrektheit&rdquo; und der Kritik an bigotten Politisch-Korrekten ist die Pandemie-Geschichte indes g&auml;nzlich irrelevant; letztere hat mit ersterer rein gar nichts zu tun.<\/wer-auch-immer><\/p><p>Da bietet das &ldquo;Gendern&rdquo; schon eher ein Schlachtfeld! Es (das Gendern, insbesondere in deutscher Sprache) muss mit der LGTBQ-Wokeness zusammen geschaut werden. Und in der Tat tut sich hier ein Abgrund auf! Aber Rassismus ist etwas anderes, als jemanden wegen nicht genehmer Haartracht auszuladen. Das ist einfach nur affig.<\/p><p>Rassismus &ndash; allgemein: Segregationismus &ndash; spielt sich einzig auf dem Feld der unwillk&uuml;rlichen Merkmale ab. Haartracht, Tattoo, sog. Meinungen usw. sind willk&uuml;rliche &ldquo;Merkmale&rdquo;, d.h. der Tr&auml;ger will es so, es ist ihm nicht ohne sein Zutun geworden wie etwa sein Geburtsort, seine Haut- oder Augenfarbe oder andere biologische K&ouml;rperformen, wie zB das biologische Geschlecht oder irgendwelche K&ouml;rperst&ouml;rungen. Dies nur als kl&auml;rende Zwischenbemerkung.<\/p><p>Zur&uuml;ck zum Sexismus der Gender-Idee wie auch der LGTBQ-Wokeness. Ich w&uuml;rde das eher &lsquo;Sexualismus&rsquo; nennen: Die nachgerade fanatisch betriebene Sexualisierung der Gesellschaftsverfassung. Ob &ldquo;Normalo-Hetero&rdquo; oder LGTBQ, gleichviel tobt der Exhibitionismus in Tateinheit mit aggressiv bis religi&ouml;s betriebener Regression! Das beginnt nicht bei &ldquo;geschlechter&rdquo;getrennten Toiletten bereits im Kindergarten, endet nicht bei Loveparaden und LGTBQ-Jamborees: Die &uuml;berragende, alles entscheidende Frage, wodurch man am wirksamsten untenrum gekitzelt werde (aka &ldquo;Sexuelle Orientierung&rdquo;), verweist Probleme wie etwa die dem Kapitalismus inh&auml;rente m&ouml;rderische Virulenz oder auch die zusehends ungem&uuml;tlicheren Lebensbedingungen infolge sich weiter beschleunigenden Klimawandels mit Leichtigkeit in die Minderrangigkeit! Von tats&auml;chlich geschlechtsbezogenen Problemen wie etwa den verbreitet &ldquo;&uuml;blichen&rdquo; Femiziden, Verst&uuml;mmelung, Erniedrigung gleich g&auml;nzlich zu schweigen. Ich sage: Wenn -beispielsweise &ndash; das Vorgehen, auch durch west-m&auml;nnliche Aktivisten, gegen Genitalverst&uuml;mmelung in irgend einer Perspektive rassistisch sein sollte, &ndash; bin ich Rassist!<\/p><p>Rassismus ist nicht nur,&nbsp; wenn beleidigt, ausgegrenzt, benachteiligt wird. Rassismus ist, wenn ein Mensch zum Exemplar gemacht wird, sei es im Denken, im Reden, in Aktionen. Der t&auml;glich niedrig dosierte Rassismus, der durchaus auch witzig, knuffig, jedenfalls &ldquo;ganz unschuldig&rdquo; daherkommen kann; der kleinen Kindern &ldquo;in aller Unschuld&rdquo; angetragene Rassismus, wie er zB in Karnevalskost&uuml;mierungen als Neger oder Indianer oder Chinese sich exprimiert: Alles das tr&auml;gt bei zur Abstumpfung, die den gro&szlig;en, m&ouml;rderischen Rassismus erm&ouml;glicht und am Laufen h&auml;lt!<\/p><p>Zum eigentlichen Thema des Beitrags, also der charakterlichen Fragw&uuml;rdigkeit woker und genderifizierter Personen, die sich in inquisitorischem Verbalgestus gleichwie in Selbstgerechtigkeitsbesoffenheit zeigt: Das ist ja, einfach als widerliches Benehmen, an sich nichts Neues. Es gibt und gab sie immer, die Hundertf&uuml;nfzigprozentigen bez&uuml;glich wessen auch immer. Gef&auml;hrlich wird es stets, wenn solchen Zwergen Macht zuf&auml;llt! Die Fanatiker des Richtigen, Wichtigen und Gerechten (&hellip; die stets auch die die Streiter f&uuml;rs Reine, Starke und Wahre im Gefolge haben) kennen bez&uuml;glich ihrer heiligen Mission nicht Ma&szlig; noch Halt! Zu allen Zeiten, zu allen L&auml;ngen und Breiten sind es die Wahrheitbesitzer, die stets noch die entsetzlichsten Menschheitreinigungs- und Weltversch&ouml;nerungskampagnen antreiben! CAVE! PRINCIPIIS OBSTATE!<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nStephan K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Brandes und Redaktion der NDS,<\/p><p>Ihren Artikel, Herr Brandes, vom 25.11.22 auf den NFS fand ich sehr gut.<\/p><p>Neben den wirtschaftlichen und politischen Interessen der eigentlichen Nutznie&szlig;er solcher Ma&szlig;nahmen wie Impfung Feindschaft mit Russland oder Gendern, stellt sich auch f&uuml;r mich immer die Frage, warum so viele Menschen mitmachen. Eigentlich m&uuml;ssten die Massen diese ganze Clique der wenigen Nutznie&szlig;er machtpolitisch absetzen und ihren Interessen folgend entsprechende politische Kr&auml;fte an die Macht bringen. Dabei m&uuml;sste eigentlich eine Wechselstimmung wie ein Tsunami &uuml;bers Land fegen. Warum dies ausbleibt, haben Sie in Ihrem Beitrag sehr sch&ouml;n beleuchtet. Der Aspekt der &bdquo;Reaktionsbildung&ldquo; scheint mir in diesem Zusammenhang wichtig zu sein.<\/p><p>Gerade die Impfzwang Debatte zeigte jedoch, dass viele Menschen innerlich verroht sind. So habe ich die Reaktion und Statements 2020\/2021 empfunden. Was mich an diesem Thema und in dieser Zeit am meisten erschreckte, war das eine &uuml;berw&auml;ltigte Mehrheit der politischen Kr&auml;fte das menschliche Leben erstmals seit dem Faschismus zur Disposition stellten, indem sie faktisch einen Impfzwang &uuml;ber Berufsverbot einf&uuml;hrten und beabsichtigten, ihn gesetzlich abzusichern. Tote sind ja bei der mangelhaften Studienlage programmiert (gewesen). Unter Hurra Rufen machten Prominente, Wissenschaftler und etliche aus der Mitte der Gesellschaft mit. Mich erinnert dies an das Bild von George Grosz, &bdquo;St&uuml;tzen der Gesellschaft&ldquo;. Am meisten ersch&uuml;ttert haben mich die Beitr&auml;ge sog. Linker. Das Ph&auml;nomen der Reaktionsbildung gibt hierf&uuml;r eine Erkl&auml;rung. Nochmals Danke hierf&uuml;r.<\/p><p>Mir kann niemand erz&auml;hlen, dass aufgrund der bekannten Tatsachen, Politiker wie Mainstreammedien als auch Mainstreamwissenschaftlicher daran ernsthaft geglaubt haben, dass die vorl&auml;ufig zugelassenen und sich im damit im Versuchsstadium befindliche sog. Impfung ungef&auml;hrlich sei. Jeder, der sich nur ansatzweise mit Medikamenten besch&auml;ftigt, wei&szlig;, dass sie Leib und Leben gef&auml;hrden k&ouml;nnen. Diese Ignoranz und der Opportunismus zeigt eine Verrohung vieler Menschen in unserem Land, die auch f&uuml;r die Zukunft nichts Gutes ahnen l&auml;sst.<\/p><p>Die Genderdebatte verfolgt ebenso den Zweck zur Ablenkung der Wahrnehmung der eigenen Interessen, wie Sie, Herr Brandes, richtig herausgearbeitet haben. Hier wird das totalit&auml;re Denken einge&uuml;bt, was dann beim n&auml;chsten Thema mit viel profitablen Hintergrund Wie Impfung, Krieg etc. auf fruchtbaren Boden f&auml;llt. Leider geht diese Saat in einer weitverbreiteten narzisstisch strukturierte Gesellschaft auf, in der viele &ldquo;Leistungstr&auml;ger&rdquo; oder &ldquo;Eliten&rdquo; (was auch immer darunter zu verstehen ist) entsprechende Pers&ouml;nlichkeitsmerkmale ausgebildet haben.<\/p><p>Ich finde es wichtig, an dem Thema dran zu bleiben. Alleine &uuml;ber politischer Aufkl&auml;rung wie etwa &ldquo;daran verdienen einige wenige viel Geld&rdquo; und \/ oder &ldquo;great reset&rdquo; bekommen wir keinen Zugang zu den Menschen, deren Interesse grunds&auml;tzlich auf Frieden, soziales Miteinander und Solidarit&auml;t gerichtet ist.<br>\nVielen Dank an die Nachdenkseiten f&uuml;r die Publizierung solcher Beitr&auml;ge.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nG.R.<\/p><p>P.S: das mit den (&bdquo;Zwei Radfahrende kamen bei dem Unfall ums Leben&ldquo;. Sch&ouml;n, dass heutzutage auch Tote noch radfahren k&ouml;nnen.) habe ich inhaltlich nicht verstanden. Radfahrende steht doch f&uuml;r Menschen, die radfahren, oder?<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, Herr Brandes,<br>\n&nbsp;<br>\nvollst&auml;ndig einverstanden, aber:<br>\n&nbsp;<br>\nDies ist m.E. ein ganz schlechtes Beispiel:<br>\n&nbsp;<br>\nAuch wenn es dabei zu sprachlichem Bl&ouml;dsinn kommt. (&bdquo;Zwei Radfahrende kamen bei dem Unfall ums Leben&ldquo;. Sch&ouml;n, dass heutzutage auch Tote noch Radfahren k&ouml;nnen.)<br>\n&nbsp;<br>\nDas ist je gerade der &bdquo;Witz&ldquo; von Todesf&auml;llen bei Radfahrern: SIE KOMMEN W&Auml;HREND DES FAHRENS (RADFAHRENDE!) UMS LEBEN. Ode sind sie vorher abgestiegen?<br>\n&nbsp;<br>\nAlso hier ist das Partizip nicht falsch.<br>\n&nbsp;<br>\nGru&szlig;<br>\nC.S. (Unterst&uuml;tzer)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Herr Brandes,<\/p><p>Ihr Artikel stellt nun wirklich sehr steile Thesen auf, angefangen von Ihren kuriosen psychologischen Klimmz&uuml;gen. Aber lassen wir die mal beiseite. Sie ignorieren dabei allerdings komplett geschichtliche und aktuelle Herrschaftsverh&auml;ltnisse und deren Folgen.<\/p><p>Aus Platzgr&uuml;nden gehe ich hier nur auf eines ein: Ihre abenteuerliche Argumentationskette zum Bild des &bdquo;alten, wei&szlig;en Mannes&ldquo;, das sie als rassistische, sexistische und Altersdiskriminierung bezeichnen. Letzteres lasse ich mal weg, denn es w&uuml;rde den Umfang sprengen. Aber:<\/p><ol>\n<li>Diskriminierung ist nicht dasselbe wie Rassismus oder Sexismus. Diskriminierung ist erst mal individuell und jeder kann in bestimmten Konstellationen diskriminiert werden. Bei rassistischer oder sexistischer Diskriminierung werden jedoch Gruppen von Menschen kollektiv aufgrund &auml;u&szlig;erer oder kultureller Merkmale oder dem Geschlecht strukturell und systematisch diskriminiert. Und das ist etwas v&ouml;llig Anderes. Letzteres beruht immer auf politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herrschafts- und Machtverh&auml;ltnissen, strukturiert und durchdrungen von Rassismus und Sexismus als Ideologie der Rechtfertigung. Deshalb gibt es keinen Rassismus gegen Wei&szlig;e und keinen Sexismus gegen M&auml;nner, h&ouml;chstens vereinzelt individuelle Diskriminierungen, was &ndash; wie gesagt &ndash; etwas v&ouml;llig Anderes ist.<br>\nEs w&auml;re mir unbekannt, dass z.B. Afrikaner Millionen von Europ&auml;ern in Ketten gelegt h&auml;tten, um sie als Sklaven nach Amerika zu verkaufen. Auch habe ich noch nicht geh&ouml;rt, dass Menschen allein aufgrund ihrer wei&szlig;en Hautfarbe gro&szlig;e Probleme auf dem Wohnungs- oder Arbeitsmarkt h&auml;tten. Es sind auch keine Afrikaner, die osteurop&auml;ische Wei&szlig;e in deutschen Schlachth&ouml;fen ausbeuten. Im rassistischen Weltbild gibt es &uuml;brigens auch Wei&szlig;e erster und zweiter Klasse. Aber lassen wir das jetzt mal beiseite.<\/li>\n<li>Wir alle sind mehr oder weniger rassistisch, denn wir alle leben in einer Gesellschaft, deren &ndash; wenn auch sehr ungleich verteilter &ndash; Reichtum direkt auf rassistischer, sexistischer Ausbeutung und Zerst&ouml;rung und Auspl&uuml;nderung des Planeten beruht. Wir nehmen es als selbstverst&auml;ndlich, ohne zu fragen, wer den Preis bezahlt. Das ist nicht b&ouml;ser Wille, sondern einfach erlebte Normalit&auml;t, der wir uns nur begrenzt entziehen k&ouml;nnen. Der Unterschied ist nur, ob wir uns damit kritisch und selbstkritisch auseinandersetzen oder nicht.<\/li>\n<li>Die Kritik an Rassismus und Sexismus &ndash; verk&ouml;rpert im Bild des &bdquo;alten wei&szlig;en Mannes&ldquo;- nun ihrerseits als rassistisch und sexistisch zu bezeichnen: Diese Pirouette muss man erst mal hin kriegen. Es geht um ein Welt- und Menschenbild, das nun mal von alten wei&szlig;en (mitteleurop&auml;ischen) M&auml;nnern (bzw. sp&auml;ter von deren Nachfahren in Amerika) etabliert und bis zum heutigen neoliberalen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell weiter entwickelt wurde. Es geht nicht um alte, wei&szlig;e M&auml;nner als Individuen (die Bezeichnung &bdquo;b&ouml;se&ldquo; ist von Ihnen dazu erfunden worden), sondern um die Ideologie. Die Gesellschaft und die K&ouml;pfe sind inzwischen meist so von dieser Ideologie durchdrungen, dass heute &bdquo;alte, wei&szlig;e M&auml;nner&ldquo; auch junge wei&szlig;e oder nicht-wei&szlig;e M&auml;nner oder Frauen sein k&ouml;nnen. Denn inzwischen wird der biologistisch begr&uuml;ndete Rassismus und Sexismus mehr und mehr durch kulturellen Rassismus und Sexismus ersetzt: POCs (People of Colour) und Frauen k&ouml;nnen heute auch Machtpositionen besetzen, vorausgesetzt, sie haben die Ideologie des &bdquo;alten, wei&szlig;en Mannes&ldquo; verinnerlicht und handeln danach. Deshalb &auml;ndern z.B.Quoten nichts. F&uuml;r die schlecht bezahlte, schlecht behandelte oder gek&uuml;ndigte Putzfrau ist es einerlei, ob eine solche Behandlung von einem Mann oder einer Frau in F&uuml;hrungsposition zu verantworten ist. Das Bild des &bdquo;alten, wei&szlig;en Mannes&ldquo; ist eine Aufforderung, sich mit dieser Ideologie und mit den damit verbundenen Privilegien auf Kosten der Mehrheit der Menschen kritisch und selbstkritisch auseinander zu setzen.<\/li>\n<li>Sie, Herr Brandes, kritisieren auch als rassistisch, wenn kulturelle Aneignung abgelehnt wird. Da mag es &Uuml;berreaktionen geben, aber: Es waren wei&szlig;e Mitteleurop&auml;er, die z.B. V&ouml;lkerschauen (wie bei Hagenbeck in Hamburg) als menschliche Zoos organisierten, um ein Bild vom &bdquo;Wilden&ldquo; zu vermitteln, der den Europ&auml;ern sogar dankbar sein m&uuml;sste, wenn diese ihnen Kultur und Zivilisation br&auml;chten. Es wurde ein Menschenbild und ein Narrativ von &bdquo;Minderwertigkeit&ldquo; und vom &uuml;berlegenen europ&auml;ischen Herrenmenschen etabliert, mit dem rassistisch-koloniale Ausbeutung und Zerst&ouml;rung gerechtfertigt wurde. Dieses Bild wirkt bis heute fort. Es mag viel aufbrechende Wut oder auch Unsicherheit im Umgang mit dieser Geschichte dabei sein, die dazu f&uuml;hrt, dass Tabus f&uuml;r Verhaltensweisen und Traditionen errichtet werden, die von der inhaltlichen Debatte &uuml;ber dieses Erbe ablenken. Und die leider eine Steilvorlage f&uuml;r Sie und Andere sind, auch gleich das berechtigte Anliegen dahinter in die Tonne zu treten. In der ganz &auml;hnlich gelagerten Frage der R&uuml;ckgabe geraubter Kulturg&uuml;ter aus deutschen Museen l&auml;uft die Diskussion zumindest teilweise anders. Ist es auch Rassismus, wenn diese Kulturg&uuml;ter wieder in den Regionen stehen, wo sie hin geh&ouml;ren und dann nur als Leihgabe auch anderswo zu besichtigen sind?<\/li>\n<\/ol><p>&Uuml;brigens: Inhaltliche Kritik an so manchen Debatten, die von Linken, Linksliberalen oder Liberalen (wer immer das sein soll, das ist bei Ihnen ja sehr flexibel) gef&uuml;hrt werden, muss sicherlich Teil einer konstruktiven Auseinandersetzung sein? Auch ist es offensichtlich, dass solche Debatten von den Herrschenden in Politik und Wirtschaft f&uuml;r ihre Zwecke verbogen und benutzt werden. Aber darum geht es Ihnen nicht. Sie beklagen, man d&uuml;rfe nicht von deren Meinung abweichen, dann sei schnell Schluss mit Diversit&auml;t. Andersherum machen Sie dasselbe: Wer Ihr Welt- und Menschenbild nicht teilt, ist rassistisch, sexistisch, totalit&auml;r, ja hat sogar eine N&auml;he zur Hitlerideologie. Sie machen damit die Auseinandersetzung um unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen zu einem Schlachtfeld gegenseitiger Angriffe und Diffamierungen. Bringt uns das inhaltlich weiter?<\/p><p>In einem gebe ich Ihnen recht: Politische Fragen zu moralisieren, f&uuml;hrt in die Irre. Das sehen wir u.a. auch im Umgang mit dem Ukraine-Krieg. Auch geschichtliche, gesellschaftliche, wirtschaftliche Fragen zu moralisieren, bringt uns nicht weiter. Aber darum geht es hier gar nicht. Es f&uuml;hrt auch zu nichts, wenn es immer nur um sich widerstreitende Interessen geht, zumal sich dann in der Regel der durchsetzt, der die meiste Macht hat, dies zu tun. Es geht um die Frage, wie wir k&uuml;nftig auf diesem Planeten zusammen leben wollen (wenn wir es schaffen, der Menschheit &uuml;berhaupt eine Zukunft zu erhalten). Dazu geh&ouml;ren auch Fragen von Gerechtigkeit, andere Blickwinkel auf Geschichte und deren Folgen in der Gegenwart und das Infragestellen bisheriger Herrschaftsstrukturen und Selbstverst&auml;ndlichkeiten. Und dazu geh&ouml;rt auch, es auszuhalten, wenn manchmal auch hart unsere meist unbewusste Herrenmenschenideologie angegriffen wird. Und das geschieht nicht, um sich selbst als die &bdquo;Guten&ldquo; und Andere als die &bdquo;B&ouml;sen&ldquo; zu brandmarken (auch wenn es individuell eine Rolle spielen kann). Es geht um uns alle, um unsere F&auml;higkeit zur Kritik und Selbstkritik, um ein gerechtes und friedliches Zusammenleben auf unserem gemeinsamen Planeten. Die Alternative dazu mag sich jeder selbst ausmalen (oder auch nicht).<\/p><p>Alte, wei&szlig;e M&auml;nner haben also die Wahl: Sich an der kritischen Auseinandersetzung mit der ererbten Ideologie zu beteiligen, oder sich bequem zum Opfer zu stilisieren, in der irrigen Hoffnung, dass dann alles so bleibt, wie es ist und wie es f&uuml;r sie gut war.<\/p><p>C.B.<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Interessant<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Udo Brandes thematisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90823\">hier<\/a> &bdquo;eines der beliebtesten ideologischen und politischen Machtinstrumente des liberalen Establishments&ldquo;: Das Moralisieren. Es beinhalte die Behauptung, &bdquo;Wir sind die Guten, ihr seid die B&ouml;sen&ldquo;. Die Anh&auml;nger der Politischen Korrektheit seien deshalb oft so fanatisch, weil sie auf diese Weise ihren eigenen Schmutz ebenso abwehren wie genie&szlig;en k&ouml;nnten. Hinter den Verhaltensweisen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91072\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-91072","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/91072","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=91072"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/91072\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":91083,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/91072\/revisions\/91083"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=91072"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=91072"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=91072"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}