{"id":91103,"date":"2022-12-03T11:45:33","date_gmt":"2022-12-03T10:45:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91103"},"modified":"2022-12-03T15:07:20","modified_gmt":"2022-12-03T14:07:20","slug":"china-und-russland-bedrohungen-fuer-lateinamerika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91103","title":{"rendered":"China und Russland: Bedrohungen f\u00fcr Lateinamerika?"},"content":{"rendered":"<p>Die Zeit des Kalten Krieges hat in Lateinamerika Lehren hinterlassen, um die Logik der Konfrontation zwischen M&auml;chten zu verstehen. Und China verdr&auml;ngt die USA als Hauptinvestor in der Region. Die Welt steuert auf eine neue und unvermeidliche Multipolarit&auml;t zu, in der sowohl Russland als auch China ihre eigenen Positionen haben. Unterdessen machen die USA und die Nato Druck, um Lateinamerika unter ihre Kontrolle zu bringen. Von <strong>Juan J. Paz, Mi&ntilde;o Cepeda<\/strong> und <strong>Braulio Carbajal<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6518\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-91103-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221202-China-Russland-Bedrohungen-fuer-Lateinamerika-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221202-China-Russland-Bedrohungen-fuer-Lateinamerika-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221202-China-Russland-Bedrohungen-fuer-Lateinamerika-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221202-China-Russland-Bedrohungen-fuer-Lateinamerika-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=91103-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221202-China-Russland-Bedrohungen-fuer-Lateinamerika-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"221202-China-Russland-Bedrohungen-fuer-Lateinamerika-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die 1821 gegr&uuml;ndete George-Washington-Universit&auml;t ist eine der renommiertesten Universit&auml;ten der Welt und anerkannt f&uuml;r ihre internationalen Studien. Am 26. Mai war US-Au&szlig;enminister Antony Blinken dort zu Gast, ein profilierter Funktion&auml;r mit viel Erfahrung in sicherheits- und au&szlig;enpolitischen Fragen, der eine wichtige&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.state.gov\/the-administrations-approach-to-the-peoples-republic-of-china\/\">Rede<\/a>&nbsp;mit dem Titel &ldquo;Die Haltung der Regierung gegen&uuml;ber der Volksrepublik China&rdquo; hielt, die offensichtlich mit genauen Ideen und Konzepten vorbereitet wurde.<\/p><p>Mehrere Analysten haben den Inhalt dieser Rede&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.alai.info\/eeuu-afina-estrategia-china\/\">untersucht<\/a>. Darin wird betont, dass die USA es ernst meinen mit der Verteidigung dessen, was sie jetzt &ldquo;eine auf Regeln basierende internationale Ordnung&rdquo; nennen. Diese Ordnung sei diejenige, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist und deren Grundlagen in der UN-Charta und der Allgemeinen Erkl&auml;rung der Menschenrechte zu finden sind, die wesentliche Konzepte wie Selbstbestimmung, Souver&auml;nit&auml;t und friedliche Beilegung von Streitigkeiten verankern.<\/p><p>Nach diesen Kriterien versuchen die USA, die internationale Ordnung nicht nur zu erhalten, sondern zu modernisieren. Und diese Ordnung sei &ldquo;ernsthaft und nachhaltig herausgefordert&rdquo;: Zum einen, weil der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin durch seinen Krieg in der Ukraine eine &ldquo;klare und aktuelle Bedrohung&rdquo; darstelle; und zum anderen, weil die &ldquo;langfristige Herausforderung&rdquo; tats&auml;chlich die Volksrepublik China sei. Selbstverst&auml;ndlich haben die USA ihre gewichtigen geostrategischen Gr&uuml;nde um zu versuchen, ihre Hegemonie aufrechtzuerhalten.<\/p><p>Blinkens Vision muss zusammen mit ihrer milit&auml;rischen Entsprechung verstanden werden, das hei&szlig;t mit der Vision, die Viersternegeneral Laura Richardson, Befehlshaberin des US Southern Command, am 24. M&auml;rz vor dem Senate Armed Services Committee&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.armed-services.senate.gov\/imo\/media\/doc\/SOUTHCOM%20SASC%20Posture%20Final%202022.pdf\">pr&auml;sentierte<\/a>. Dort erkl&auml;rte sie unverbl&uuml;mt, dass China die &ldquo;prim&auml;re Bedrohung&rdquo; und Russland eine &ldquo;sekund&auml;re&rdquo; Bedrohung sei; dass China in Lateinamerika &ldquo;expandiert&rdquo;, w&auml;hrend Russland durch seine Beziehungen zu Venezuela, Kuba und Nicaragua &ldquo;die Instabilit&auml;t verst&auml;rkt&rdquo;; und dass eine &ldquo;umfassende Abschreckungsstrategie&rdquo; (Ma&szlig;nahmen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens) durchgef&uuml;hrt werde, um diesen &ldquo;negativen&rdquo; Einfl&uuml;ssen, die den Einfluss der USA gef&auml;hrden, entgegenzuwirken.<\/p><p>Wie man feststellen kann, wird Lateinamerika in diesem verwickelten und komplexen Geflecht zum Bestandteil der von den USA formulierten Strategie, die ausdr&uuml;cklich &ldquo;unsere Verb&uuml;ndeten und Partner&rdquo; auf die F&ouml;rderung &ldquo;einer gemeinsamen Vision f&uuml;r die Zukunft&rdquo; ausrichten will, wie es in der Rede von Minister Blinken hei&szlig;t; und &ldquo;unsere gemeinsame Nachbarschaft&rdquo;, wie die Befehlshaberin des Southcom sagt, zu &ldquo;unserer besten Verteidigung&rdquo; machen will. Die Region wird also nunmehr allen Arten von Druck und Ma&szlig;nahmen f&uuml;r eine solche Ausrichtung ausgesetzt sein.<\/p><p>Es gibt keine gro&szlig;en Schwierigkeiten mit den rechten und neoliberalen lateinamerikanischen Regierungen, die sich, wie bereits in anderen historischen Momenten sichtbar, in Schl&uuml;sselbereichen der internationalen Beziehungen dem unterordnen, was die USA vorschreiben. Aber das Problem, das sich dem Koloss des Nordens stellt, ist die Haltung der fortschrittlichen, demokratischen und linken Regierungen, die nicht bereit sind, sich manipulieren zu lassen.<\/p><p>Die lateinamerikanischen Stellungnahmen rund um den 9. Amerikagipfel, der von den USA vom 6. bis 10. Juni in Los Angeles einberufen wurde, brachten dies zum Ausdruck: Mexiko war mit Pr&auml;sident Manuel L&oacute;pez Obrador der erste, der die Forderung nach einem Ausschluss Kubas, Nicaraguas und Venezuelas&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.vozdeamerica.com\/a\/que-pasa-con-la-cumbre-de-las-americas\/6570058.html\">in Frage stellte<\/a>. Die Staatsoberh&auml;upter Alberto Fern&aacute;ndez (Argentinien), Luis Arce (Bolivien), Xiomara Castro (Honduras) und zudem die L&auml;nder der Karibischen Gemeinschaft Caricom schlossen sich an. Ein Treffen der Gemeinschaft lateinamerikanischer karibischer Staaten (Celac)<a href=\"#footnote1_h3rl4nw\">1<\/a>unter Beteiligung aller seiner Mitglieder wird angestrebt, denn auch die OAS (Organisation Amerikanischer Staaten) ist nicht l&auml;nger der alte kontinentale Gespr&auml;chspartner. Letztlich&nbsp;geht es um einen historischen&nbsp;Bruch mit enormen Auswirkungen auf&nbsp;die Zukunft.<\/p><p>Auf der anderen Seite wird es in Lateinamerika immer schwieriger, Russland und China f&uuml;r &ldquo;Bedrohungen&rdquo; zu halten. Die Zeit des Kalten Krieges hat auch Lehren hinterlassen, um die Logik der Konfrontation zwischen M&auml;chten zu verstehen. In der Region sind die mit diesen L&auml;ndern aufgebauten Handels-, Finanz- und sonstigen Beziehungen eine besondere Errungenschaft lateinamerikanischer Staaten, Unternehmer und Unternehmen, die den durch die kapitalistische und transnationale Globalisierung selbst geschaffenen Raum f&uuml;r sich zu nutzen wussten.<\/p><p>Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, der den russischen Markt geschlossen hat, haben die besondere Aufmerksamkeit der UNO-Wirtschaftskommission f&uuml;r Lateinamerika und die Karibik (Cepal) erregt, die im April ihre&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.cepal.org\/es\/publicaciones\/47831-efectos-economicos-financieros-america-latina-caribe-conflicto-la-federacion\">Studie<\/a>&nbsp;&ldquo;Wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen des Konflikts zwischen der Russischen F&ouml;deration und der Ukraine in Lateinamerika und der Karibik&rdquo; vorgelegt hat.<\/p><p>Die ecuadorianischen Bananen- und Rosenexporteure haben in Russland seit Jahren einen eintr&auml;glichen Markt gefunden, und der Schlag durch die Schlie&szlig;ung dieses Marktes erwies sich als Problem, das &uuml;ber den wirtschaftlichen Bereich hinausgeht und Auswirkungen auf das politische Leben des Landes hat. Brasilien geh&ouml;rt zu den Brics und wahrscheinlich kommt Argentinien dazu, das an einem Beitritt interessiert ist.<\/p><p>Und es sind auch rechte Regierungen wie die von Jair Bolsonaro in Brasilien oder eine unternehmerisch-neoliberale und plutokratische wie die von Guillermo Lasso in Ecuador, die ihre Beziehungen zu China st&auml;rken wollen.<\/p><p><strong>China verdr&auml;ngt die USA als Hauptinvestor in Lateinamerika<\/strong><\/p><p>China ist fest in Lateinamerika verankert. Das asiatische Land, die zweitgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Welt, hat die USA als Hauptinvestor in praktisch dem gesamten S&uuml;den des amerikanischen Kontinents abgel&ouml;st. Diese Dynamik wird sich nach Meinung von Experten angesichts der Entscheidung Pekings, die Beziehungen zu Lateinamerika zu intensivieren, &#8210; die auf dem k&uuml;rzlich abgehaltenen Kongress der regierenden Kommunistischen Partei gef&auml;llt wurde &#8210; noch verst&auml;rken.<\/p><p>Chinas ausl&auml;ndische Direktinvestitionen (ADI) in Lateinamerika belaufen sich auf mehr als 171 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Zuwachs von 589 Prozent in den letzten zehn Jahren, d. h. fast einer Versiebenfachung.<\/p><p>Nach dem 20. Kongress der Kommunistischen Partei Chinas, der vom 16. bis 22. Oktober stattfand, waren sich Fachleute einig, dass Lateinamerika im Wachstumsplan des asiatischen Riesen f&uuml;r den Zeitraum 2020-2035 von gro&szlig;er Bedeutung sein wird. Denn auch wenn sich Chinas Investitionen in Lateinamerika nach der Pandemie verlangsamt haben m&ouml;gen, weil die internen Bed&uuml;rfnisse abgedeckt werden mussten, wird die chinesische Regierung ihre Politik der Ann&auml;herung an die Region fortsetzen.<\/p><p>Daten des Zentrums f&uuml;r China-Mexiko-Studien (Cechimex) der Nationalen Autonomen Universit&auml;t von Mexiko zeigen, dass sich Chinas Direktinvestitionen in Lateinamerika zwischen 2000 und 2021 auf 171,854 Milliarden Dollar belaufen, von denen 83 Prozent auf nur f&uuml;nf L&auml;nder entfallen: Brasilien (69,958 Milliarden) , Peru (29,846) , Chile (20,465), Mexiko (16,920) und Argentinien (14,864).<\/p><p>Ein aufschlussreicher Fakt: Im Jahr 2021 war Brasilien &ndash; die gr&ouml;&szlig;te lateinamerikanische Volkswirtschaft &ndash; mit 5,7 Milliarden Dollar das Hauptziel f&uuml;r chinesische Auslandsinvestitionen in der Welt, vor allem im Energie- und Technologiesektor. An zweiter Stelle standen die Niederlande mit 4,38 Milliarden und an dritter Stelle Kolumbien mit 3,8 Milliarden Dollar, so die&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.aei.org\/china-global-investment-tracker\/\">Website<\/a>&nbsp;China Global Investment Tracker.<\/p><p>Nach Angaben von Cechimex fand die Explosion der chinesischen Investitionen in Lateinamerika im letzten Jahrzehnt statt, denn bis 2012 beliefen sie sich in unserer Region nur auf 21,761 Milliarden Dollar. Dies bedeutet, dass in zehn Jahren Investitionen in H&ouml;he von rund 150 Milliarden Dollar hinzukamen.<\/p><p>Eugenio Anguiano Roch, Mitarbeiter von Cechimex und Mexikos erster Botschafter in China (1972-1976), sagte, dass es in Anbetracht der Rede von Pr&auml;sident Xi Jinping auf dem j&uuml;ngsten Parteitag keine &Auml;nderungen in Chinas Politik gegen&uuml;ber Lateinamerika geben werde. China werde sogar seine Politik der Ann&auml;herung fortsetzen und die sogenannte &ldquo;Neue Seidenstra&szlig;e&rdquo;&nbsp;als Instrument der &ldquo;Abwerbung&rdquo;&nbsp;nutzen. Ein Infrastrukturnetz, das durch die f&uuml;nf Kontinente f&uuml;hrt und, so verspricht China, der Entwicklung vergessener Regionen dienen wird. Einige kritisieren es jedoch als &ldquo;Instrument zur Beherrschung der Welt&rdquo;.<\/p><p>Ob durch dieses Megaprojekt oder andere, so Anguiano Roch, Chinas politische Absicht bleibt dieselbe: die Unterst&uuml;tzung der lateinamerikanischen L&auml;nder, da eines seiner Hauptinteressen darin besteht, einen Fu&szlig; in der Region zu behalten, um den USA direkt gegen&uuml;berzutreten und &ldquo;zumindest was die Sympathie angeht, gibt es bereits viele lateinamerikanische Regierungen, die mehr Vertrauen in China als in die USA haben&rdquo;.<\/p><p>Laut Daten von The Economist auf einer Weltkarte, die die Verteilung des Welthandels vor 20 Jahren und heute zeigt, hatten im Jahr 2000 alle L&auml;nder Amerikas (mit Ausnahme von Paraguay) die USA als Haupthandelspartner. Heute gilt dies nur noch f&uuml;r Mexiko und Kanada, w&auml;hrend f&uuml;r die gro&szlig;en Volkswirtschaften der Region wie Brasilien, Chile, Argentinien, Uruguay, Peru und Bolivien inzwischen das asiatische Land der wichtigste Handelspartner ist.<\/p><p>Fernando de Mateo, Koordinator des Diplomkurses f&uuml;r internationale Handelsverhandlungen am Colegio de M&eacute;xico (Colmex), erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass China nach der globalen Krise 2009 eine Chance in der Region sah, denn das beschleunigte Wachstum hat Lateinamerika geholfen, da es die Rohstoffpreise in die H&ouml;he getrieben hat, was wiederum der Wirtschaft zugutekam.<\/p><p>Infolgedessen, so der st&auml;ndige Vertreter Mexikos bei der Welthandelsorganisation, haben praktisch alle s&uuml;damerikanischen L&auml;nder die T&uuml;ren f&uuml;r China ge&ouml;ffnet und sie zu ihrem wichtigsten Handelspartner gemacht:<\/p><p>&ldquo;China hat S&uuml;damerika vorangebracht und so ist es kein Zufall, dass es jetzt der wichtigste Handelspartner der Region ist, mit Ausnahme von Kolumbien, das wie Mexiko, Kanada, Mittelamerika und die Karibik weiterhin die USA als wichtigsten Partner hat.&rdquo;<\/p><p>Laut der mexikanischen Zentralbank belaufen sich die Einfuhren Mexikos aus China auf durchschnittlich 110 Milliarden Dollar, w&auml;hrend seine Ausfuhren nach China nur 15 Milliarden Dollar betragen, was bedeutet, dass die Beziehung ein deutliches Ungleichgewicht aufweist.<\/p><p>In diesem Sinne waren sich beide Experten einig, dass Mexiko eine Politik entwickeln muss, die seine Beziehungen zu China st&auml;rkt, ohne die Tatsache aus den Augen zu verlieren, dass die USA sein wichtigster Handelspartner sind und bleiben werden.<\/p><p>De Mateo wies darauf hin, dass die chinesischen ausl&auml;ndischen Direktinvestitionen, die Mexiko in den letzten 20 Jahren angezogen hat, zwar die viertgr&ouml;&szlig;ten in der Region sind. Insgesamt belaufen sie sich jedoch auf 400 Millionen Dollar pro Jahr, eine unbedeutende Zahl im Vergleich zu den 30 Milliarden Dollar, die unser Land jedes Jahr insgesamt verzeichnet.<\/p><p>In diesem Zusammenhang betonte er, dass Mexiko ein Programm anstreben sollte, das Handel und Investitionen erleichtert. De Mateo erkl&auml;rt dazu: <\/p><p>&ldquo;In S&uuml;damerika haben Chile und Peru ein Freihandelsabkommen mit China, das es ihnen erm&ouml;glicht, mit anderen L&auml;ndern zu konkurrieren. Costa Rica hat ebenfalls eines, und Uruguay will sich um ein solches bem&uuml;hen. Nun wird Brasilien mit der neuen Regierung h&ouml;chstwahrscheinlich versuchen, seine Beziehungen zu China weiter zu st&auml;rken, da es wachsen muss.&ldquo;<\/p><p>Anguiano Roch wies seinerseits darauf hin, dass die Tatsache, dass Mexiko mehreren Handelsbl&ouml;cken angeh&ouml;rt, ein Abkommen mit China als unn&ouml;tig und sogar kontraproduktiv erscheinen lasse, da es mit den Interessen seines gr&ouml;&szlig;ten Partners kollidieren k&ouml;nne. Es sei jedoch notwendig, seinen Markt zu diversifizieren und einen besseren Zugang zu anderen M&auml;rkten wie Japan und S&uuml;dkorea zu haben.<\/p><p><strong>&Uuml;bersetzung:<\/strong> Vilma Guzm&aacute;n, Susanne Schartz-Laux, <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/261348\/china-russland-lateinamerika\">Amerika21<\/a><\/p><p>Titelbild: shutterstock \/ Oleg Elkov<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90571\">Stimmen aus Lateinamerika: Die neue Welt aus Sicht der USA<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89874\">Stimmen aus Kuba: Kapitalismus, Unterentwicklung und das Ziel, beides zu &uuml;berwinden<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/65aff118a7734fbb80368504fdefde2b\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zeit des Kalten Krieges hat in Lateinamerika Lehren hinterlassen, um die Logik der Konfrontation zwischen M&auml;chten zu verstehen. 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