{"id":91135,"date":"2022-12-04T09:00:55","date_gmt":"2022-12-04T08:00:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91135"},"modified":"2022-12-02T13:58:59","modified_gmt":"2022-12-02T12:58:59","slug":"hinweise-der-woche-285","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91135","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91135#h01\">Doppelmoral des Westens im Ukraine-Krieg?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91135#h02\">Westsahara: &ldquo;Neokoloniale Wende in der deutschen Au&szlig;enpolitik&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91135#h03\">Alles in Butter: Robert Habeck und die Rettung aus Katar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91135#h04\">Baerbocks absurde Pl&auml;ne f&uuml;r gr&uuml;nen Wasserstoff aus Kasachstan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91135#h05\">Bewegung in Venezuela-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91135#h06\">Geistige Mobilisierung: &raquo;Holodomor&laquo;-Resolution des Bundestags.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91135#h07\">Der Ethikrat vergisst die Kinder &ndash; und &uuml;bt ein bisschen Selbstkritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91135#h08\">Ungeimpfte zu Unrecht beschuldigt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91135#h09\">Armut in Deutschland: Dann sollen sie eben nicht mehr duschen, wenn das Geld knapp ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91135#h10\">Unliebsame Berichterstattung: &raquo;Totale Manipulation ist m&ouml;glich&laquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Doppelmoral des Westens im Ukraine-Krieg?<\/strong><br>\nEin prominenter V&ouml;lkerrechts-Experte stellt die provokante Frage: Kann der Westen angesichts eigener v&ouml;lkerrechtswidriger Kriege den Anspruch erheben, mittels seiner Ukraine-Politik die V&ouml;lkerrechtsordnung zu verteidigen? [&hellip;]<br>\nSie werfen dem &ldquo;hiesigen Mainstream&rdquo; vor, &ldquo;unreflektiert und fast postkolonial&rdquo; von einer &ldquo;Internationalen Gemeinschaft&rdquo; zu reden, die Russlands Aggression entgegentritt. Was spricht gegen diese Sichtweise?<br>\nKai Ambos: Unsere derzeitige Welt besteht aus &uuml;ber 190 Staaten, wenn die hiesigen Medien von &ldquo;internationaler Gemeinschaft&rdquo; sprechen, meinen sie in der Regel den Westen, also die Nato und einige weitere Verb&uuml;ndete (z.B. Australien, Japan, S&uuml;dkorea, Neuseeland), im Kern sind das ca. 40 Staaten. Diese Staaten unterst&uuml;tzen auch tats&auml;chlich die westliche Ukraine-Politik, das hei&szlig;t, sie beteiligen sich an Sanktionen gegen Russland und unterst&uuml;tzen die Ukraine milit&auml;risch.<br>\nPraktisch der gesamte &ldquo;Globale S&uuml;den&rdquo; geh&ouml;rt dieser Allianz nicht an, darunter so wichtige Staaten wie Brasilien, Indien, S&uuml;dafrika und nat&uuml;rlich auch nicht China (wenn man die noch zum Globalen S&uuml;den rechnen will). Wir sollten uns endlich klar machen, dass wir nicht die Welt sind und damit auch nicht beanspruchen k&ouml;nnen, die internationale Gemeinschaft alleine zu repr&auml;sentieren.<br>\nWelche historischen v&ouml;lkerrechtlichen Verfehlungen des Westens sind besonders hervorzuheben?<br>\nKai Ambos: Neben dem schon genannten Irak-Krieg sind auch die extralegalen Hinrichtungen im Rahmen des globalen US-Kriegs gegen den Terror h&ouml;chst problematisch. Sie richten sich direkt gegen die v&ouml;lkerrechtliche Ordnung.<br>\nDenn wenn sich ein Staat das Recht herausnimmt, bestimmte als &ldquo;Terroristen&rdquo; qualifzierte Personen einfach hinzurichten, so ist niemand mehr sicher und so werden auch andere Staaten, die dazu milit&auml;risch in der Lage sind, dies auch tun. Denken wir nur an die Russland zugeschriebene T&ouml;tung im Berliner Tiergarten und die zahlreichen Vergiftungen von Regimegegnern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Doppelmoral-des-Westens-im-Ukraine-Krieg-7350071.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Russland-Ukraine-Konflikt ger&auml;t in eine Pattsituation und die Sorgen nehmen zu<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nGenau neun Monate nach dem Ausbruch des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine am 24. Februar sind nicht nur Russland und die Ukraine von der Krise schwer betroffen, auch Europa und die USA, die hinter dem Konflikt stehen, sind tief betroffen. Da sich der Konflikt immer weiter in die L&auml;nge zieht, ist die internationale Gemeinschaft zunehmend beunruhigt, vor allem nach den j&uuml;ngsten Luftangriffen auf ukrainische St&auml;dte, die die Strom- und Wasserversorgung lahmlegten. Medienberichten zufolge ist dies der gr&ouml;&szlig;te Angriff, den Russland seit dem 15. November auf die ukrainische Infrastruktur gef&uuml;hrt hat. [&hellip;]<br>\nDie UN-Sitzung am Mittwoch wurde auch zu einem weiteren Schlachtfeld, als der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Zelenskij per Videoschaltung an die UN appellierte, Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, um die russischen Luftangriffe zu stoppen. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Linda Thomas-Greenfield, warf Russland vor, &ldquo;den Winter zu einer Waffe zu machen&rdquo;, w&auml;hrend der russische Diplomat Vasily Nebenzya auf der UN-Sitzung erkl&auml;rte, die &Auml;u&szlig;erungen von Zelensky und seinen Verb&uuml;ndeten k&ouml;nnten nicht als &ldquo;Bereitschaft zum Frieden interpretiert werden, sondern seien vielmehr eine Sprache der r&uuml;cksichtslosen Drohungen und Ultimaten&rdquo;.<br>\nDer russisch-ukrainische Konflikt sei noch weit davon entfernt, seinen Kipppunkt zu erreichen, weil weder die USA noch die EU oder der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Zelenskij nennenswerte politische Ver&auml;nderungen vorgenommen h&auml;tten, so der anonyme Experte. Er merkte an, dass es auch nicht einfach sei, Gespr&auml;che zwischen Russland und der Ukraine zu f&ouml;rdern, da die Biden-Administration die derzeitige Situation als einen Erfolg betrachte und versuche, die Situation zu verl&auml;ngern, um mehr politisches Kapital zu gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202211\/1280401.shtml\">Global Times<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Reisner: &ldquo;Haben Russland untersch&auml;tzt&rdquo;<\/strong><br>\nMit dem Stromnetz greift Russland &ldquo;das zentrale Nervensystem der Ukraine&rdquo; an, sagt Oberst Reisner bei ZDFheute live. Das drohe die Erfolge der Ukrainer zunichte zu machen. (&hellip;)<br>\nNach neun Monaten Krieg muss der Westen, feststellen, &ldquo;dass die Russen durchaus noch F&auml;higkeiten haben, die wir bisher untersch&auml;tzt haben&rdquo;, sagt Oberst Markus Reisner vom &ouml;sterreichischen Bundesheer bei ZDFheute live. Als Beispiel nannte er den j&uuml;ngsten Einsatz von Marschflugk&ouml;rpern, ballistischen Raketen und iranischen Drohnen.<br>\n&ldquo;Wir haben uns monatelang eingeredet, dass die russische Luftwaffe kaum Eins&auml;tze fliegt&rdquo; oder russische Raketen eine sehr geringe Trefferwahrscheinlichkeit h&auml;tten. &ldquo;Aber jetzt hat uns die Wirklichkeit eingeholt&rdquo;, so Reisner, n&auml;mlich in dem Moment, in dem Russland entschieden habe, das zentrale Nervensystem der Ukraine &ndash; die Stromversorgung &ndash; anzugreifen. (&hellip;)<br>\nDoch Europa k&ouml;nne nur eingeschr&auml;nkt helfen, so der &ouml;sterreichische Milit&auml;rexperte. W&auml;hrend Russland sich monatelang, m&ouml;glicherweise jahrelang, auf diesen Krieg vorbereitet habe, habe Europa 20 Jahre lang seine Streitkr&auml;fte abger&uuml;stet, alle Lager leer gemacht, &ldquo;und jetzt versucht man, mit dem Wenigen die Front zu versorgen&rdquo;. Eine Front, die 1.100 Kilometer lang sei. (&hellip;)<br>\nEuropa versuche zusammenzukratzen, &ldquo;was man hat und das zu liefern&rdquo;. &ldquo;Wir eilen hinterher, w&auml;hrend Russland, das wir Monat f&uuml;r Monat totgesagt haben&rdquo;, jetzt wieder in die Initiative gehe. Es sei eine paradoxe Situation, sagt Reisner und f&uuml;gt hinzu:<br>\n&ldquo;Wir haben auf der operativen Ebene Erfolge der Ukrainer, die aber durch die strategischen Angriffe der Russen zunichte gemacht werden. Die Ukrainer sitzen in Cherson, aber sie sitzen im Dunkeln dort, weil die Russen die Infrastruktur zerst&ouml;rt haben.&rdquo;<br>\nOberst Markus Reisner<br>\nZu den Nachschubproblemen der Russen, &uuml;ber die der britische Geheimdienst immer wieder berichtet hatte, sagt Reisner: &ldquo;Dass Russland Probleme hat, h&ouml;ren wir seit Beginn des Krieges.&rdquo; Hier gehe es auch um einen Krieg im Informationsraum, um Beeinflussung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/flugabwehr-infrastruktur-reisner-ukraine-krieg-russland-100.html\">ZDF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant. Vermutlich habe &ndash; so d&uuml;rfte ein Teil der deutschen Bundesregierung mutma&szlig;en &ndash; <a href=\"https:\/\/twitter.com\/rtde_\/status\/1597616876569251842\">auch der Oberst aus &Ouml;sterreich zu viel RT geguckt<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Westsahara: &ldquo;Neokoloniale Wende in der deutschen Au&szlig;enpolitik&rdquo;<\/strong><br>\nWelche Werte leiten die deutsche Au&szlig;enpolitik? Ministerin Baerbock n&auml;hert sich weiter der Position Marokkos zum v&ouml;lkerrechtswidrig besetzten Gebiet an. Deutschland setzt auf den &ldquo;enorm wichtigen Partner&rdquo; f&uuml;r eine dubiose Wasserstoffstrategie.<br>\nDer von Bundesau&szlig;enministerin Annalena Baerbock eingeleitete Politik-Schwenk gegen&uuml;ber dem autokratischen K&ouml;nigreich Marokko geht weiter. Das zeigen die Antworten der Bundesregierung, &uuml;bermittelt vom Ausw&auml;rtigen Amt (AA), auf eine Anfrage der Linken-Abgeordnete Sevim Dagdelen, die Telepolis vorliegen. Sie tr&auml;gt den Titel: &ldquo;Die Bundesregierung und die v&ouml;lkerrechtswidrige Besetzung der Westsahara durch Marokko.&rdquo;<br>\nEs war schon auff&auml;llig, dass das Ausw&auml;rtige Amt kurz nach dem Baerbocks Amtsantritt im Januar pl&ouml;tzlich die Basisinformationen auf ihren Webseiten zu Marokko ver&auml;ndert hatte. Insbesondere wurde die Position zu Marokkos Konflikt mit der Westsahara &ldquo;aktualisiert&rdquo;.<br>\nDas von der gr&uuml;nen Baerbock neu gef&uuml;hrte Ministerium schwenkte nun ausgerechnet auf die Linie des ehemaligen US-Pr&auml;sidenten Trump in Richtung Anerkennung der Souver&auml;nit&auml;t Marokkos &uuml;ber die Westsahara ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Westsahara-Neokoloniale-Wende-in-der-deutschen-Aussenpolitik-7357844.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Alles in Butter: Robert Habeck und die Rettung aus Katar<\/strong><br>\nNa, jetzt ist alles in Butter, die Republik ist gerettet und alle Sorgen &uuml;ber Probleme bei der Erdgas- und Stromversorgung erweisen sich doch als b&ouml;se Russenpropaganda; schlie&szlig;lich gibt es jetzt den neuen Gasliefervertrag mit Katar &ndash; ein &ldquo;Super-Deal&rdquo;, wie Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gesagt haben soll. Beeindruckende 2 Milliarden Tonnen oder 2,7 Milliarden Kubikmeter, f&uuml;nfzehn Jahre lang.<br>\nImmerhin, bei den Fans von Au&szlig;enministerin Baerbock, f&uuml;r die dieser Planet einen Umfang von mehreren hunderttausend Kilometern hat und die Batterien mit Kobolden betreibt, wird diese Nachricht f&uuml;r dauerhafte Beruhigung sorgen. Aber die haben auch zuvor schon geglaubt, dass die deutsche Energieversorgung problemlos mit Wind- und Sonnenenergie gesichert werden k&ouml;nnte. Und dass es sowieso kein Problem gibt mit dem kommenden Winter.<br>\nGanze zwei Milliarden, f&uuml;r ein Land, dessen Bedarf im vergangenen Jahr bei &uuml;ber 90 Milliarden Kubikmetern lag. Gut, wesentlich mehr beziehen auch die Chinesen mit ihrem langfristigen Vertrag &uuml;ber 27 Jahre nicht; die 108 Millionen Tonnen entsprechen dem Doppelten des jetzt bekanntgegebenen Liefervertrags.<br>\nDer allerdings nicht mit Deutschland oder einer deutschen Firma, sondern mit dem US- Unternehmen ConocoPhillips geschlossen wurde. Der drittgr&ouml;&szlig;te US-Erd&ouml;lkonzern war bisher in Deutschland durch die JET-Tankstellen und eine Beteiligung an der Raffinerie in Karlsruhe vertreten; er geh&ouml;rt mit zu dem Konsortium, das das schwimmende LNG-Terminal in Brunsb&uuml;ttel erstellen will, an dem das katarische Fl&uuml;ssiggas angeliefert werden soll. Was zumindest eine gewisse Sicherheit gibt, dass dieses Fl&uuml;ssiggas nicht anderweitig verkauft wird.<br>\nDie Berichterstattung &uuml;ber diesen vermeintlichen Super-Deal ist &uuml;brigens unterhaltsam zu lesen. Weil kein Artikel umhin kommt, zu erw&auml;hnen, dass diese zwei Millionen Tonnen aus Katar nur drei Prozent des deutschen Bedarfs decken, und das erst 2026 &ndash; nach Entladung an einem Terminal, das nicht einmal gebaut ist, aber 2026 fertig sein soll. Habeck hat in seiner Kommunikation anscheinend &ndash; das legen diese Artikel nahe &ndash; besonders viel Wert auf eine Sache gelegt: Eigentlich wolle Deutschland kein Erdgas, weshalb das mit dem Vertrag &uuml;ber 15 Jahre gut sei, weil man dann ohnehin ganz ohne auskommen wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/155807-alles-in-butter-robert-habeck\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>LNG-Experte: &bdquo;Gas-Deal mit Katar zeigt die ganze Absurdit&auml;t des deutschen Moralismus&ldquo;<\/strong><br>\nDie Politik wollte die WM in Katar boykottieren &ndash; nun l&auml;sst Wirtschaftsminister Habeck ab 2026 katarisches Fl&uuml;ssigerdgas nach Deutschland liefern. Passt das zusammen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/lng-experte-gas-deal-mit-katar-zeigt-die-ganze-absurditaet-des-deutschen-moralismus-li.292117%20\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>LNG als Notl&ouml;sung: Australien liefert Erdgas nach Europa<\/strong><br>\nDas Land ist weit entfernt, aber es ist verl&auml;sslich. Daher liefert Australien nun erstmals Fl&uuml;ssiggas, sp&auml;ter dann soll es auch Wasserstoff nach Europa versenden.<br>\nEin erstes Schiff mit Fl&uuml;ssiggas aus Westaustralien hat im gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Hafen Rotterdam festgemacht. Der Konzern Woodside Energy aus Perth hatte die Woodside Rees Withers auf die rund 11.000 Seemeilen lange Reise vom Nordwest Shelf vor der K&uuml;ste des Bodenschatzlandes nach Nordeuropa geschickt. Abnehmer ist die staatlich gest&uuml;tzte Uniper. Der Tanker hat rund 75.000 Tonnen Fl&uuml;ssiggas an Bord. [&hellip;]<br>\nDa noch l&auml;ngst keine Gas-Lieferkette zwischen Australien und Nordeuropa besteht, stammt auch die jetzige Lieferung aus dem Spot-Markt. Zwar hat Woodside seit Anfang September einen Liefervertrag f&uuml;r Fl&uuml;ssiggas mit Uniper. Doch bel&auml;uft der sich auf zw&ouml;lf Schiffsladungen aus dem Handelskontingent, die aus Singapur heraus nach Europa geschickt werden. Denn die gro&szlig;en Liefermengen Australiens sind &uuml;ber Jahre verkauft nach Nordasien, vor allem an L&auml;nder wie Japan, S&uuml;dkorea und China. Damit kommt der Schiffsladung aus Westaustralien nach Rotterdam vor allem hohe Symbolkraft zu. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r die Australier kann das trotz des weiten Weges ein interessantes Gesch&auml;ft werden. Zum einen wegen des Aufbaus einer extrem langen Lieferkette. Zum anderen, weil die Preise f&uuml;r LNG derzeit um den h&ouml;chsten Stand seit sieben Wochen pendeln, nachdem eine wichtige Lieferanlage in USA ausgefallen ist und die Temperaturen in Nordasien sinken. Australien hat allein im Oktober mehr als 7 Millionen Tonnen Fl&uuml;ssiggas exportiert. Analysten sch&auml;tzen den Umsatz f&uuml;r die gut hundert Schiffsladungen auf einen Rekordwert von fast 11 Milliarden Australischen Dollar (7,14 Milliarden Euro).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/lng-als-notloesung-australien-liefert-erdgas-nach-europa-18494326.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>EU zahlt Rekordgeld f&uuml;r LNG aus Russland<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union hat den&nbsp;Import&nbsp;russischer Brennstoffe in diesem Jahr massiv verringert, indem sie die Kohleeinfuhr untersagt hat und ein &Ouml;lembargo vorbereitet. Ein Produkt indessen erlebt einen Boom. Die Einfuhr von russischem Fl&uuml;ssigerdgas (LNG) ist um etwa 40% gegen&uuml;ber dem Vorjahr gestiegen. Gezahlt hat die EU daf&uuml;r von Januar bis September den Rekordbetrag von 12,5 Milliarden Euro &ndash; f&uuml;nfmal mehr als im Vorjahr. Eine schmerzliche Lektion f&uuml;r die EU, die Russland wegen des Kriegs in der Ukraine eigentlich durch Sanktionen Einnahmen entziehen will. &ndash; Bloomberg &ndash; Die Sanktionen wirken &ndash; nur v&ouml;llig anders, als geplant&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/neues-vom-wirtschaftskrieg-eu-zahlt-rekordbetrag-fuer-lng-aus-russland\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Baerbocks absurde Pl&auml;ne f&uuml;r gr&uuml;nen Wasserstoff aus Kasachstan<\/strong><br>\nTeuer, umweltsch&auml;dlich und unn&uuml;tz &ndash; so lie&szlig;en sich Deutschlands Pl&auml;ne zusammenfassen. Nach dem Willen von Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock soll Deutschland k&uuml;nftig gr&uuml;nen Wasserstoff aus Kasachstan beziehen. Die daf&uuml;r ben&ouml;tigten Anlagen will Baerbock gro&szlig;z&uuml;gig aus EU-Mitteln finanzieren. Und sie hat deutsches Know-how versprochen. Aus kasachischer Perspektive sind die deutschen Ambitionen allerdings v&ouml;llig absurd. (&hellip;)<br>\nWasserstoff als Energietr&auml;ger habe viele Vorteile, r&auml;umte der Energie-Experte Smirnow eingangs ein. Einer der gr&ouml;&szlig;ten Vorteile sei, dass er viel Energie liefere. Die Herstellung von gr&uuml;nem Wasserstoff verbrauche jedoch zu viel Wasser und Energie, weshalb weltweit nur zwei Prozent des Wasserstoffs auf diese Weise gewonnen w&uuml;rden. Vor diesem Hintergrund entspreche das europ&auml;ische Vorhaben, die Produktionsmenge des gr&uuml;nen Wasserstoffs allein in Kasachstan um zwanzig Prozent zu erh&ouml;hen, nicht den kasachischen Produktions- und Umweltbedingungen. Eine Tonne gr&uuml;nen Wasserstoffs brauche zudem 18 Tonnen S&uuml;&szlig;wasser. Weil das Werk aber in Mangghystau, im Westen des Landes stehen solle, m&uuml;sse daf&uuml;r das Wasser des Kaspischen Meeres verwendet und erst aufwendig entsalzen werden. F&uuml;r den Entsalzungsprozess m&uuml;sse ein Teil der Energie, die in dem benachbarten Windpark entstehen soll, aufgewendet werden. Der andere Teil w&uuml;rde unmittelbar f&uuml;r die Elektrolyse gebraucht. Vor diesem Hintergrund werde schnell klar, dass das Projekt nicht nur aufwendig und teuer sein w&uuml;rde, sondern auch umweltsch&auml;dlich. Der Meeresspiegel des Kaspischen Meeres sinke ohnehin, und riesige Windkraftanlagen w&uuml;rden nicht nur die Landschaft verschandeln, sondern auch den Lebensraum zahlreicher Tiere und V&ouml;gel bedrohen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/kurzmeldung\/baerbocks-absurde-plaene-fuer-gruenen-wasserstoff-aus-kasachstan\/%20\">Hintergrund<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Energiewende: Ohne Worte<\/strong><br>\nMan muss eigentlich nichts mehr dazu schreiben. Die Fakten sprechen f&uuml;r sich und das Schweigekartell schweigt. Ich habe schon&nbsp;vor einem Jahr&nbsp;die Zusammenh&auml;nge erkl&auml;rt und will das nicht wiederholen. Immer wieder im Herbst zeigt sich in allergr&ouml;&szlig;ter Klarheit, dass die deutsche Energiewende eine Luftnummer ist.&nbsp;<br>\nWie die Abbildung 1 zeigt, brauchte man heute, am 1. Dezember mittags, bei einem Stromverbrauch von &uuml;ber 75 Gigawatt 63 Gigawatt aus konventionellen Kraftwerken. Alle Erneuerbaren zusammen kamen auf geradezu l&auml;cherliche zehn Gigawatt, weil die Sonne nicht schien und der Wind nicht wehte. Zur Erinnerung: Die gr&ouml;&szlig;ten Kohlekraftwerke in Deutschland liefern etwa 4 Gigawatt, gro&szlig;e Kernkraftwerke weltweit etwa 2 Gigawatt; die gr&ouml;&szlig;te Kernkraftanlage der Welt in Japan &uuml;ber 8 Gigawatt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/12\/01\/energiewende-ohne-worte\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bewegung in Venezuela-Krise<\/strong><br>\nRegierung und Opposition in Venezuela haben sich in dem jahrelangen Machtkampf angen&auml;hert und ein umfassendes Teilabkommen unterzeichnet. Bewegung in die Dauerkrise, die das Land noch tiefer in die Wirtschaftskrise st&uuml;rzte und Hunderttausende zur Flucht bewog, ist nun ausgerechnet wegen des Ukraine-Krieges gekommen. (&hellip;)<br>\nDas Teilabkommen sei &bdquo;ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung&ldquo;. Das US-Finanzministerium erlaubte dem US-&Ouml;lkonzern Chevron in begrenztem Ma&szlig;e die Wiederaufnahme der &Ouml;lgewinnung in Venezuela.<br>\nNach Angaben des US-Finanzministeriums handelt es sich bei dem Teilabkommen um &bdquo;eine humanit&auml;re Vereinbarung mit den Schwerpunkten Bildung, Gesundheit, Lebensmittelsicherheit, Hochwasserschutz und Strom&ldquo;. (&hellip;)<br>\nSeit Beginn des russischen Krieges in der Ukraine und der daraus folgenden Energiekrise wurden die internationalen Bem&uuml;hungen um eine L&ouml;sung der Krise im &ouml;lreichen Venezuela verst&auml;rkt. Die US-Regierung hatte im Mai angek&uuml;ndigt, einige Sanktionen gegen die Staatsf&uuml;hrung in Caracas zu lockern. Washington hatte Caracas zudem die Lockerung weiterer Sanktionen in Aussicht gestellt, sollte es bei Gespr&auml;chen mit der Opposition zu einem Kompromiss kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3295449\/%20\">ORF.at<\/a>\n<p>dazu: <strong>Das zu Tode boykottierte Venezuela darf &Ouml;l in die USA liefern<\/strong><br>\nEinigung in Mexiko: Auch kann die UNO drei Milliarden von den USA blockierte Dollar f&uuml;r Soziales verwenden.<\/p>\n<ul>\n<li>Noch halten die USA am Phantom-Pr&auml;sidenten Juan Guaid&oacute; in Venezuela fest, obwohl dieser nicht mehr Parlamentspr&auml;sident ist und im Land kaum mehr eine Basis hat.<\/li>\n<li>Noch haben die USA 15 Millionen Dollar f&uuml;r die Verhaftung von Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro ausgesetzt.<\/li>\n<li>Noch sind extreme Sanktionen der USA gegen Venezuela in Kraft. Jeglicher Handel mit Dollars &ndash; auch von ausl&auml;ndischen Unternehmen &ndash;&nbsp;mit Venezuela wird sanktioniert. Seit die USA auch Abwicklungen &uuml;ber russische Banken sanktionieren, ist der Geldfluss nach Venezuela praktisch versiegt.&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Folgen f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung von Venezuela sind verheerend: Sieben Millionen Menschen &ndash; ein Viertel der Bev&ouml;lkerung &ndash; flohen zum &Uuml;berleben ins Ausland. Ein Drittel der verbleibenden Bev&ouml;lkerung leidet nach Angaben der UNO und von Hilfswerken unter Hunger und Krankheit. Die Inflation betr&auml;gt gegenw&auml;rtig etwa 170 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/das-zu-tode-boykottierte-venezuela-darf-oel-in-die-usa-liefern\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Geistige Mobilisierung: &raquo;Holodomor&laquo;-Resolution des Bundestags.<\/strong><br>\nEine &uuml;bergro&szlig;e Koalition des Bundestages, bestehend aus Ampel und Union, will am Mittwoch beschlie&szlig;en, dass die Hungersnot der Jahre 1932\/33 in der Ukraine ein V&ouml;lkermord gewesen sei. Liest man den Antragsentwurf, wird schnell klar: Es geht nicht um das damalige Leid der Hungertoten. Es geht vielmehr um die geistige Mobilmachung gegen Russland heute. Die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der Historiker zweifelt nicht daran, dass die Hungersnot durch politische Entscheidungen der sowjetischen F&uuml;hrung planvoll versch&auml;rft worden ist. Aber sie zweifelt am Genozidcharakter. Genau aus diesem Grund hat der Bundestag im Jahr 2017 noch eine Petition abgelehnt, die den &raquo;Holodomor&laquo; als Genozid anerkannt wissen wollte. Es spreche doch &raquo;einiges dagegen&laquo;, und es liege &raquo;nicht im Ermessen des Petitionsausschusses&laquo;, &uuml;ber eine in der Geschichtswissenschaft strittige Frage zu entscheiden, befand das Parlament damals, mit den Stimmen auch derjenigen, die das heute anders entscheiden wollen. Noch im Fr&uuml;hjahr 2022 fasste der Petitionsausschuss in einer vorl&auml;ufigen Beschlussempfehlung zusammen, dass die Einsch&auml;tzung, ob der Holodomor die Merkmale eines V&ouml;lkermordes erf&uuml;lle, weiterhin umstritten sei. Die Erkenntnisse der Geschichtswissenschaft haben sich seit diesen Beratungen nicht ge&auml;ndert. Dennoch gehen die Antragsteller sogar so weit, den Holodomor &raquo;in die Liste menschenverachtender Verbrechen totalit&auml;rer Systeme&laquo; einzureihen. Damit machen sie en passant auch die Schoah und den faschistischen Vernichtungskrieg zum Teil einer &raquo;Liste&laquo; und relativieren so die Singularit&auml;t des Holocaust. In erschreckender Weise wird mit der Genozidfeststellung das Narrativ ukrainischer Nationalisten &uuml;bernommen, offenbar, wie es so treffend im Antrag hei&szlig;t, um einseitigen russischen Narrativen entschieden entgegenzuwirken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439808.geistige-mobilisierung.html\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Geschichtspolitik nach Bedarf: Warum der Holodomor V&ouml;lkermord gewesen sein soll<\/strong><br>\nDer Bundestag hat sich nach einer Blitzdebatte ukrainischem Druck gebeugt. Sieht so aus, als w&uuml;rde deutsche Politik in Kiew gemacht. Ein Kommentar. [&hellip;]<br>\nAm Mittwoch hat der Bundestag &uuml;ber eine von Regierungskoalition und Union unterst&uuml;tzte Petition nach 45 Minuten (!) Blitzdebatte den Holodomor als V&ouml;lkermord anerkannt. In der Petition hei&szlig;t es verd&auml;chtig, &bdquo;aus heutiger Perspektive liegt eine historisch-politische Einordnung als V&ouml;lkermord nahe&ldquo;. Das entspricht dem Wunsch der heutigen ukrainischen Regierung. Eine fr&uuml;here hatte den Holodomor eine &bdquo;gemeinsame Trag&ouml;die der V&ouml;lker der Sowjetunion&ldquo; genannt. Das EU-Parlament formulierte 2008 in einer Entschlie&szlig;ung: &bdquo;schreckliches Verbrechen am ukrainischen Volk und gegen die Menschlichkeit&ldquo;. Man nahm R&uuml;cksicht auf Moskau.<br>\nEtliche L&auml;nder wie Polen und einige US-Bundesstaaten haben die Anerkennung vollzogen, andere, wie Israel, nicht. Juristisch ist die Lage nicht eindeutig: War die Vernichtung der Ukrainer die Absicht? Es traf ja ebenso Millionen Russen.<br>\nDie Wissenschaftler der deutsch-ukrainischen Historikerkommission sind uneins, stimmten der umstandslosen Klassifizierung des Holodomor als Genozid nicht zu, sondern stie&szlig;en eine historische Debatte an. Das trieb 2020 Botschafter Andrij Melnyk zur Wei&szlig;glut. Kiew entzog der Kommission die Schirmherrschaft.<br>\nNun hat Putins &Uuml;berfall auf die Ukraine die &bdquo;heutige Perspektive&ldquo; geschaffen, in der historische Urteilsgerechtigkeit keine Rolle spielt. Bundestagsabgeordnete haben politisch entschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geschichtspolitik-nach-bedarf-warum-der-holodomor-voelkermord-gewesen-sein-soll-li.292057%20\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>und: Die Holodomor-Resolution ist un&uuml;berlegt und kurzsichtig<br>\nAus falsch verstandener Solidarit&auml;t mit der Ukraine will der Bundestag heute eine Resolution verabschieden, die die sowjetische Hungersnot als Genozid einstuft. Dieser Vorsto&szlig; ist missbrauchsanf&auml;llig und wissenschaftsfeindlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/die-holodomor-resolution-ist-unueberlegt-und-kurzsichtig-ukraine-krieg-bundestag-ingar-solty\/\">Jacobin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Ethikrat vergisst die Kinder &ndash; und &uuml;bt ein bisschen Selbstkritik<\/strong><br>\nDer Ethikrat hatte im April schon mal eine umfangreiche Bewertung der Corona-Ma&szlig;nahmen pr&auml;sentiert und dabei auf Hunderten Seiten &bdquo;Ethische Kriterien f&uuml;r Entscheidungen in einer Pandemie&ldquo; vorgestellt. Den Jugendlichen wird mit einigen wenigen Zeilen immerhin bescheinigt, dass ihre sozialen Beziehungen massiv beeintr&auml;chtigt worden seien und dass sie in wichtigen Phasen ihrer Entwicklungsf&auml;higkeit ausgebremst wurden. Das war&rsquo;s dann aber auch schon. [&hellip;]<br>\nZu sp&auml;t und auch zu wenig zu den speziellen N&ouml;ten der Jugendlichen kam in all der Zeit auch vom Ethikrat. Das r&auml;umte dessen Vorsitzende Alena Buyx selbstkritisch ein. Eine Entschuldigung wies sie jedoch kategorisch zur&uuml;ck. Die sei nur f&auml;llig, wenn man auch schuldig geworden sei. Da hat er Gl&uuml;ck, der Ethikrat, dass er keine Verantwortung f&uuml;r politisches Handeln hat. Man will jetzt aber dar&uuml;ber nachdenken, wie man besser werden kann, so Buyx am Montag. Das kann man ja nur begr&uuml;&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/jugendliche-in-der-pandemie-der-ethikrat-uebt-ein-bisschen-selbstkritik-li.291653%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Corona: Ethikrat w&auml;scht die H&auml;nde in Unschuld<\/strong><br>\nEin Kommentar von Tobias Riegel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90972\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ungeimpfte zu Unrecht beschuldigt?<\/strong><br>\nDie einrichtungsbezogene Impfpflicht soll auslaufen, denn Impfungen w&uuml;rden nicht mehr vor einer Ansteckung sch&uuml;tzen, so Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Doch einen Fremdschutz gibt es schon lange nicht mehr. Warum wurde dennoch politischer Druck auf Ungeimpfte ausge&uuml;bt? Das fragt sich MDR-Autorin Christiane Cichy.<br>\nBundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will die Impfpflicht in der Pflege abschaffen. L&auml;ngst h&auml;uft sich die Kritik an der Impfkampagne und am Umgang mit Ungeimpften. Zwar helfen die Corona-Impfstoffe, schwere Krankheitsverl&auml;ufe zu verhindern, doch sie sch&uuml;tzen nicht vor der Ansteckung anderer. Aber genau das war lange das Mantra vieler Politiker, Wissenschaftler und Medien.<br>\nKeine Teilnahme mehr am &ouml;ffentlichen Leben &ndash; So lautete vor einem Jahr die deutliche Ansage an die Gruppe der Ungeimpften. Denn wer sich impfe, sch&uuml;tzte nicht nur sich selbst, sondern auch die anderen. Die Impfung sei quasi ein solidarischer Akt mit den &Auml;lteren, Kranken und Schwachen der Gesellschaft.<br>\nDer sogenannte Fremdschutz der Corona-Impfung war Grundlage zahlreicher politischer Ma&szlig;nahmen, aber auch Diffamierungen der Ungeimpften. Doch auf welcher wissenschaftlichen Grundlage basierten diese?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/panorama\/corona-impfung-wirkung-kritik-ungeimpfte-100.html\">mdr<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Armut in Deutschland: Dann sollen sie eben nicht mehr duschen, wenn das Geld knapp ist<\/strong><br>\nWas hei&szlig;t es, in einem reichen Land wie Deutschland in Armut aufzuwachsen? Unser Autor wei&szlig; es. Politiker sollten sich ihre wohlfeilen Ratschl&auml;ge an Betroffene besser sparen. [&hellip;]<br>\nWer Armut nur von Daten und Statistiken in Studien und Leitartikeln kennt, kann sich oft keine Vorstellung machen von der psychischen und subjektiven Dimension des Lebens im Mangel inmitten des &Uuml;berflusses. Dabei gibt es im Bildungsb&uuml;rgertum durchaus das Bed&uuml;rfnis, mehr dar&uuml;ber zu erfahren. Warum sonst werde ich in Interviews so oft gefragt, wie es sich denn anf&uuml;hle, in Armut aufzuwachsen? Die reichere H&auml;lfte in Deutschland h&auml;lt 99 Prozent des Verm&ouml;gens, die wohlhabendsten zehn Prozent vereinen 60 Prozent auf sich. Innerhalb der Eurozone ist die Verteilung nur in Litauen und Irland noch ungleicher als bei uns.<br>\nIn einer solchen Gesellschaft definiert sich Luxus immer in Relation zu dem, was als &bdquo;normal&ldquo; gilt. In den ersten Jahren meines Lebens gab es so etwas wie Luxus nicht. Zumindest war der Begriff nicht Teil unseres aktiven Wortschatzes. Wir waren in den Neunzigerjahren eine Familie, die sich ins Private zur&uuml;ckgezogen hatte. Die Kernfamilie war unser Bollwerk. Mein Vater pflegte bei der Arbeit und in der Kneipe bestenfalls lose Bekanntschaften. Freunde oder Verwandte waren selten zu Besuch, mit Ausnahme einer Tante und eines Gro&szlig;vaters.<br>\nNie hatte ich eine Kita von innen gesehen. Auch w&auml;re ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass es f&uuml;r viele Menschen in Deutschland ungew&ouml;hnlich ist, wenn am Ende des Geldes noch zu viel Monat &uuml;brig ist und man deshalb manchmal tagelang fast nichts essen oder einem immer wieder mal der Strom abgestellt werden kann. Das also war jahrelang meine Normalit&auml;t. Bis ich in die Schule kam.<br>\nErst da fiel mir auf: Was Menschen in Filmen tun &ndash; Urlaub, Kino, Zoo, Konzerte &ndash;, das ist eigentlich auch in diesem Land ein Teil des ganz normalen Lebens normaler Menschen. Erst da d&auml;mmerte mir, dass f&uuml;r meine Familie ein Luxus war, was anderen allt&auml;glich erschien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/armut-in-deutschland-dann-sollen-sie-eben-nicht-mehr-duschen-18491598.html?premium\">Christian Baron in der FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Unliebsame Berichterstattung: &raquo;Totale Manipulation ist m&ouml;glich&laquo;<\/strong><br>\nAngriff gegen Nachdenkseiten kommt von oben. Entzug der Gemeinn&uuml;tzigkeit in Zeiten forcierter Meinungsunterdr&uuml;ckung. Ein Gespr&auml;ch mit Albrecht M&uuml;ller<br>\nZum Jahresende soll den Nachdenkseiten die Gemeinn&uuml;tzigkeit aberkannt werden. Wie sehr tr&auml;fe das den Blog?<br>\nDer Angriff gegen uns verfolgt zwei Ziele: Man will den Nachdenkseiten die finanzielle Basis entziehen, und man will uns die Leser vergraulen. Letzteres wird nicht funktionieren. Die gro&szlig;e Mehrheit liest die Nachdenkseiten und unterst&uuml;tzt sie finanziell, weil die Lekt&uuml;re hilft, sich eine Meinung zu bilden und Orientierung zu finden. Unsere Leserinnen und Leser wissen, dass wir in diesem Sinne gemeinn&uuml;tzig sind. Deshalb werden sie uns treu bleiben.<br>\nUnd was ist mit dem finanziellen Aspekt?<br>\nAuch da bin ich zuversichtlich. Die &uuml;berwiegende Mehrheit, vermutlich mindestens 90 Prozent, wird uns auch bei Wegfall der steuerlichen Verg&uuml;nstigungen unterst&uuml;tzen. Viele haben uns in diesen Tagen geschrieben, dass sie sogar mehr spenden wollen. Insofern sehe ich die Existenz der Nachdenkseiten nicht bedroht. Aber nat&uuml;rlich wehren wir uns gegen diesen Vorsto&szlig; der Finanzbeh&ouml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439922.unliebsame-berichterstattung-totale-manipulation-ist-m%C3%B6glich.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>NachDenkSeiten: Zu kritisch f&uuml;r die Gemeinn&uuml;tzigkeit?<\/strong><br>\nBesonders bedenklich wird es, wenn vermeintlich Linke und Linksliberale sogar den Einsatz der Staatsorgane gegen scheinbar missliebige Medien verteidigen. So erkl&auml;rte der Journalist Matthias Meisner in einen Tweet, die NachDenkSeiten w&uuml;rden Propaganda f&uuml;r den Kreml, f&uuml;r &ldquo;Coronaleugner&rdquo; und Rechtsradikale verbreiten. Meisner fragte schon im August 2022, warum die NachDenkSeiten &uuml;berhaupt noch gemeinn&uuml;tzig seien.<br>\nDas war mehr als zwei Monate vor dem Schreiben des Finanzamts, der den Entzug der Gemeinn&uuml;tzigkeit ank&uuml;ndigte. Hier wird auch der Unterschied zwischen einer notwendigen Kritik auch an Inhalten der NachDenkSeiten, wie sie Gremliza &auml;u&szlig;erte und einer Diskreditierung deutlich, wie sie nicht nur Meisner hier praktiziert.<br>\nBeispielsweise ohne n&auml;here Erl&auml;uterung von &ldquo;Propaganda f&uuml;r den Kreml&rdquo; zu sprechen, kann heutzutage viel hei&szlig;en &ndash; von irgendwem muss sich das jeder anh&ouml;ren, der einigerma&szlig;en bekannt ist und angesichts der Atomkriegsgefahr f&uuml;r Deeskalation eintritt. Wer nicht zu einem Debattenklima beitragen will, in dem friedenspolitische Positionen generell als indiskutabel gelten und als Feindbeg&uuml;nstigung gebrandmarkt werden, muss f&uuml;r diesen Vorwurf schon eine pr&auml;zise Begr&uuml;ndung liefern und klarstellen, wo f&uuml;r ihn die Grenze verl&auml;uft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/NachDenkSeiten-Zu-kritisch-fuer-die-Gemeinnuetzigkeit-7362299.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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