{"id":91143,"date":"2022-12-02T16:14:00","date_gmt":"2022-12-02T15:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91143"},"modified":"2022-12-02T16:14:00","modified_gmt":"2022-12-02T15:14:00","slug":"hinweise-des-tages-ii-563","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91143","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91143#h01\">Strafen und Enteignen &ndash; EU ersinnt neue Ma&szlig;nahmen gegen Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91143#h02\">Auftritt Baerbocks gegen die Kriegsf&uuml;hrung sollte Schule machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91143#h03\">Bundestag ratifiziert Ceta-Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91143#h04\">Die Umverteilung von unten nach oben geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91143#h05\">MMT: Zu einfach, um wahr zu sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91143#h06\">Auf der Suche nach den Arbeitskr&auml;ften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91143#h07\">Nancy Faeser blockiert Justizreform: Die Genossin will moderne Schuldt&uuml;rme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91143#h08\">Stark-Watzinger ersetzt zwei Spitzenbeamte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91143#h09\">Google unterst&uuml;tzt Faktencheck-Fonds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91143#h10\">Auch Deutschland unterdr&uuml;ckt die Kurd*innen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91143#h11\">Die EU will unsere Gesundheitsdaten zur Ware machen und uns die M&ouml;glichkeiten nehmen, dem zu widersprechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91143#h12\">Kritischer Journalismus f&uuml;hrt auch in der EU hinter Gitter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91143#h13\">Dokumentarfilm Ithaka nun auch in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91143#h14\">Fl&uuml;ge zur Weltklimakonferenz: Regierung verursacht 308 Millionen Tonnen CO2<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Strafen und Enteignen &ndash; EU ersinnt neue Ma&szlig;nahmen gegen Russland<\/strong><br>\nAktuell schl&auml;gt von der Leyen zur Bestrafung Russlands zwei Ebenen vor, die sich erg&auml;nzen sollen. Zum einen will sie juristisch gegen Russland und russische Kriegsverbrechen vorgehen. Der Weg &uuml;ber den Internationalen Strafgerichtshof ist versperrt, da Russland kein Mitglied ist.<br>\nVon der Leyen schl&auml;gt daher die Schaffung eines internationalen Tribunals vor. Alternativ sieht sie auch die M&ouml;glichkeit, ein um internationale Richter erweitertes nationales Gericht mit der Aufgabe zu betrauen, &uuml;ber russische Kriegsverbrechen zu richten. Die Kommissionspr&auml;sidentin will diesen juristischen Weg &uuml;ber die Vereinten Nationen absegnen lassen. Vermutlich schwebt ihr eine nicht bindende Resolution der UN-Generalversammlung vor, um dem ganzen Verfahren einen Anschein von Legitimit&auml;t zu verleihen. Das allerdings wird kaum gelingen, denn das Vorhaben strotzt vor Einseitigkeit und Widerspr&uuml;chlichkeit.<br>\nWas beispielsweise ist mit ukrainischen Kriegsverbrechen? Was ist mit den Kriegsverbrechen der EU und denen ihrer Mitgliedstaaten? Wie sieht es mit den V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;chen der EU-Mitgliedstaaten und der EU aus? Wird der &Uuml;berfall der NATO auf Jugoslawien dann ebenfalls vor dem Tribunal verhandelt? Soll es auch um die Verbrechen des Westens in Libyen und Syrien gehen? Im Irak? All das ist nat&uuml;rlich nicht angedacht. Die Schieflage des Vorhabens ist offensichtlich. Es handelt sich eben nicht darum, der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen, wie von der Leyen behauptet. Es handelt sich um einen Rachefeldzug, der sich ein bisschen juristisch tarnt. Es geht nicht um Gerechtigkeit, es geht um das Stillen und Befriedigen niedriger Gef&uuml;hle. Es geht um die Erniedrigung Russlands.<br>\nAuf einer zweiten Ebene will die EU-Kommission Russland dazu zwingen, sich an den Kosten des Wiederaufbaus der Ukraine zu beteiligen. Die juristische Verurteilung soll daf&uuml;r die rechtlichen Voraussetzungen schaffen. Auch das weitere Vorhaben wird sich nicht umsetzen lassen, ohne dass die EU dabei selbst massiven Schaden nimmt. Es stellt zudem eine Gefahr f&uuml;r den Fortbestand Europas dar.<br>\nDie Kommission will das eingefrorene Verm&ouml;gen der russischen Zentralbank und von russischen Oligarchen an die Finanzm&auml;rkte tragen. Die Spekulationsgewinne sollen der Ukraine zugutekommen &ndash; falls man sich nicht verspekuliert, muss einschr&auml;nkend hinzugef&uuml;gt werden. Wer dann haften soll, ist v&ouml;llig unklar. Der Wiederaufbau soll damit finanziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/156006-strafen-und-enteignen-eu-ersinnt\/\">Gert Ewen Ungar in RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die zuvor als <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46294\">Bundesministerin in Merkel-Kabinetten in Skandalen<\/a> verwickelte Frau von der Leyen erweist sich immer mehr <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52955\">als eine Katastrophe f&uuml;r Europa<\/a>. Beratungsresistent gegen&uuml;ber Milit&auml;rexperten setzt sie weiterhin <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53305\">auf die Politik der St&auml;rke und Abschreckung gegen&uuml;ber Russland<\/a>. Warum fordert eigentlich niemand <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42556\">Ursula von der Leyen zum R&uuml;cktritt auf<\/a>, die lediglich von Entscheidungstr&auml;gern der EU-Mitgliedstaaten zur Kommissionspr&auml;sidentin gew&auml;hlt worden ist? Bitte lesen Sie dazu z.B. auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62452\">Corona-Geberkonferenz &ndash; eine skurrile Veranstaltung, die mehr Fragen als Antworten liefert<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89286#h10\">Europ&auml;ische Staatsanwaltschaft ermittelt zu Impfstoff-K&auml;ufen der EU<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973#h10\">Heftige Kritik am Umgang mit von der Leyens SMS<\/a> mit Anmerkungen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Auftritt Baerbocks gegen die Kriegsf&uuml;hrung sollte Schule machen<\/strong><br>\nDie Bombardierung von Infrastuktur bedeute, dass Familien mit kleinen Kindern bei Minustemperaturen ohne Strom, Wasser und W&auml;rme leben m&uuml;ssten. Mutwillig lasse man Menschen verdursten und erfrieren.<br>\nEs geht um die grundlegenden Menschenrechte des &Uuml;berlebens, der sicheren Unterkunft und der gesundheitlichen Versorgung. Trotzdem benennen Regierungsvertreter die schrecklichen Folgen von Kriegshandlungen selten so eindringlich und verurteilen die Aggressoren selten mit so deutlichen Worten. Diese klaren Worte zugunsten von Kriegsopfern sollten Schule machen.<br>\nIn Jemen f&uuml;hrte eine von den USA stark unterst&uuml;tzte Koalition unter F&uuml;hrung von Saudi-Arabien einen jahrelangen Angriffskrieg. Seit 2015 wurden gezielt auch die bescheidene, aber lebensnotwendige zivile Infrastruktur und sogar Spit&auml;ler bombardiert.<br>\nKaum einer der 30 Millionen Einwohner, der nicht eine Angeh&ouml;rige, einen Freund verloren hat. Mindestens 150&rsquo;000 Menschen sind in diesem Krieg gestorben &ndash; nimmt man indirekte Kriegsfolgen wie Hunger oder mangelnden Zugang zu Gesundheitsversorgung hinzu, sind es laut UNO wohl eher 300&lsquo;000. Drei Viertel der 30 Millionen Einwohner sind laut UNO auf humanit&auml;re Hilfe angewiesen, rund 400&rsquo;000 Kinder sind unterern&auml;hrt. 3,5 Millionen Menschen mussten ihr Zuhause verlassen. Die in Jemen entstandene Lage bezeichnete die UNO als &laquo;gr&ouml;sste humanit&auml;re Krise der Welt&raquo;.<br>\nZur Brutalit&auml;t der Angriffe auf zivile Ziele und die Zerst&ouml;rung der Infrastruktur blieben deutliche Worte der deutschen Regierung aus. Die betroffene Bev&ouml;lkerung kam in den Medien kaum zu Wort.<br>\nDas gleiche Wegschauen gab es auch bei den anderen grossen Kriegen der letzten Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/auftritt-baerbocks-gegen-die-kriegsfuehrung-sollte-schule-machen\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bundestag ratifiziert Ceta-Freihandelsabkommen<\/strong><br>\nDer Bundestag hat das Freihandelsabkommen Ceta ratifiziert. Es soll den Handel zwischen der Europ&auml;ischen Union und Kanada erleichtern und regelt unter anderem den Wegfall fast aller Z&ouml;lle. In der namentlichen Abstimmung im Bundestag stimmten 559 Abgeordnete f&uuml;r die Ratifizierung, 110 dagegen, Enthaltungen gab es nicht.<br>\nCeta war bereits im September 2017 vorl&auml;ufig in Kraft getreten &ndash; allerdings nur in den Bereichen, f&uuml;r die allein die EU zust&auml;ndig ist und nicht deren Mitgliedstaaten. Mehrere EU-Mitglieder haben das Abkommen bislang nicht ratifiziert, Deutschland geh&ouml;rte bis jetzt dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ceta-bundestag-ratifiziert-freihandelsabkommen-mit-kanada-a-2a3a4f47-3efb-45d0-ac9c-be5192930634\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bereits 2016 war auf den NachDenkSeiten zu lesen: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35063\">Der doppelte Selbstmord der Sozialdemokratie: JA zu CETA und NEIN zu ihrer eigenen erfolgreichen Ostpolitik<\/a>. Daran hat sich leider bisher nichts ge&auml;ndert. Im Gegenteil: Die Situation ist nun sogar versch&auml;rft worden. Die EU &ndash; und auch Deutschland &ndash; soll mehr an die &ldquo;Wertepartner&rdquo; jenseits des Atlantiks gebunden werden. Dazu passt dann auch die zunehmende Konfrontation mit China. Sie wird &ndash; wie der Konflikt gegen Russland &ndash; ma&szlig;geblich von gr&uuml;nen Regierungsmitgliedern betrieben &hellip;<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Wirtschaft ver&auml;rgert &uuml;ber China-Papier aus Habecks Ministerium<\/strong><br>\nWirtschaftsminister Robert Habeck will die Abh&auml;ngigkeit deutscher Unternehmen von China verringern. Die Industrie- und Handelskammern finden seine Sicht allerdings allzu einseitig &ndash; zudem komme die Debatte zur Unzeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/wirtschaft-veraergert-ueber-china-papier-aus-habecks-ministerium-a-a5284bec-83e4-4224-b098-cbf9582061a7\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Ceta-Ratifizierung: Zeitenwende im Welthandel<\/strong><br>\nDie Post-Ukrainekrieg-Weltordnung erfordert eine Abkehr von diktatorischen Handelspartnern. Die inzwischen ver&auml;nderte Ceta k&ouml;nnte ein Vorbild sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ceta-Ratifizierung\/!5895615\/%20\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Millionen, die der Gesamtverband Metall j&auml;hrlich f&uuml;r die Propaganda-Organisation INSM ausgibt, sind zum Fenster hinausgeworfen. Den Job erledigt die taz g&uuml;nstiger und genauso gut. Nat&uuml;rlich kann Deutschland Probleme mit der Beschaffung von Rohstoffen bekommen oder eben, wie von der Ampel als der &ldquo;d&uuml;mmsten Regierung Europas&rdquo;, durch das Embargo gegen Russland willk&uuml;rlich abgeschnitten werden. Nur: die Handelsbeziehungen zu Kanada gab es schon seit Jahrzehnten, und schon vor Ceta waren Roh&ouml;l und Metalle aus Kanada in Deutschland verf&uuml;gbar, sogar zollfrei. Der Handel zwischen der EU und Kanada soll um 12 Milliarden Euro zugenommen haben, weniger als 0,1 Prozent des BSP der EU. F&uuml;r diesen fast nicht messbaren Betrag gibt man also demokratische Einflussnahme auf Umwelt- und Arbeitsrechtsstandards auf? &ldquo;Und ja, es gibt weiter den Haken der Extrarechte f&uuml;r Konzerne. Die Bundesregierung hofft, dass der Investitionsschutz f&uuml;r Unternehmen durch eine sogenannte Interpretationserkl&auml;rung von Ceta geb&auml;ndigt wird. Aber die Regierung in Ottawa hat diese Extraregel noch gar nicht abgenickt.&rdquo; &ndash; Mit anderen Worten, die deutsche Interpretationserkl&auml;rung ist juristisch v&ouml;llig belanglos, was der Ampelregierung auch klar ist. Trotzdem wurde Ceta zugunsten der Extrarechte f&uuml;r Konzerne durch den Bundestag gedr&uuml;ckt. Oder gerade deshalb? Die Behauptung, dass Ceta &ndash; Kanada steht f&uuml;r l&auml;cherliche 0,6 Prozent des deutschen Au&szlig;enhandels! &ndash; Deutschlands &ldquo;Abh&auml;ngigkeit von Autokraten und Kleptoregimen&rdquo; beenden w&uuml;rde, ist angesichts der &Ouml;l- und Gaslieferungen aus Saudi-Arabien, Katar, Aserbaidschan, Kasachstan usw. vermutlich sarkastisch gemeint.<\/em><\/p>\n<p>und: <strong>Entfesselung der Macht: CETA-Ratifizierung.<\/strong><br>\nDer Bundestag hat am Donnerstag das bereits 2016 unterschriebene Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada ratifiziert &ndash; ein Vorgang, der deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt h&auml;tte. Ein Appell zahlreicher Umweltorganisationen und Gewerkschaften, die Zustimmung zu verweigern, verhallte weitgehend ungeh&ouml;rt. Das war 2016 noch anders. Deutlich &uuml;ber 200.000 demonstrierten gegen das transatlantische Handels- und Wirtschaftsabkommen CETA und einen &auml;hnlichen, zwischenzeitlich am US-Protektionismus gescheiterten Vertrag mit den USA. Manche Gr&uuml;nen-Fahne war seinerzeit zu sehen, und mancher gr&uuml;ne Prominente suchte nach Kameras, in die er oder sie seinen Senf dazugeben konnte. Doch die Zeiten haben sich ge&auml;ndert, die Gr&uuml;nen sitzen nun mit in der Regierung und f&uuml;hlen sich offensichtlich ganz der deutschen Industrie verpflichtet. Und diese verspricht sich von dem Vertrag einiges. Die im Abkommen vorgesehenen Handelserleichterungen sind bereits vor einigen Jahren von der EU-Kommission in Kraft gesetzt worden. 98 Prozent der Z&ouml;lle wurden abgeschafft, sehr zur Freude der deutschen Exportwirtschaft, weniger erbaulich f&uuml;r EU-Unternehmen, die mit kanadischen Waren konkurrieren m&uuml;ssen. Die EU-Vertr&auml;ge geben der Kommission die alleinige Zust&auml;ndigkeit in diesem Bereich. Doch nun wird eine weitere Stufe der Entfesselung wirtschaftlicher Macht gez&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439943.entfesselung-der-macht.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Umverteilung von unten nach oben geht weiter<\/strong><br>\nNachdem Lindner erst behauptete, &Uuml;bergewinne seien nicht feststellbar, will die Ampel &ndash; auf Druck der EU &ndash; nun doch &Uuml;bergewinne absch&ouml;pfen. Die massiven Krisenprofite des Energiemarkts werden dabei allerdings nur zaghaft angetastet.<br>\n&Uuml;ber ein halbes Jahr ist es nun her, da brachte Italien eine der ersten &Uuml;bergewinnsteuern f&uuml;r Energiekonzerne auf den Weg. W&auml;hrenddessen konnte Lindner bei der Mineral&ouml;lindustrie keine &Uuml;bergewinne ausmachen, erkannte aber bei der Stromindustrie &raquo;Rendite-Autopiloten&laquo;, also durch das Marktdesign entstandene Zufallsgewinne. Getrieben von EU-Beschl&uuml;ssen, legt die Ampel nun eigene Konzepte f&uuml;r eine 90-prozentige Zufallsgewinnabsch&ouml;pfung auf dem Strommarkt und eine 33-prozentige &Uuml;bergewinnabsch&ouml;pfung bei Kohle, Gas und &Ouml;l vor. Doch die Vorschl&auml;ge sind unausgegoren.&nbsp;<br>\nDabei ist das Absch&ouml;pfen der &Uuml;bergewinne fundamental. Denn den zus&auml;tzlichen Einnahmen bei den Energiekonzernen stehen h&ouml;here Ausgaben der ganzen Gesellschaft gegen&uuml;ber. Das ist Umverteilung von unten nach oben par excellence. Wird diese Umverteilung nicht gestoppt oder r&uuml;ckabgewickelt, wird die Ungleichheit sowie die Marktmacht der Krisengewinner weiter zunehmen.&nbsp;<br>\nSchon der Vorsto&szlig; des vormaligen italienischen Regierungschefs Mario Draghi, dem ehemaligen EZB-Pr&auml;sidenten, verdeutlichte die entscheidenden Punkte einer &Uuml;bergewinnsteuer und pr&auml;gt heute auch die Debatte in Deutschland: Es geht n&auml;mlich nicht nur um den Steuersatz, auf den die &Uuml;bergewinnsteuer h&auml;ufig verk&uuml;rzt wird. Mindestens genauso wichtig ist das sogenannte Steuerobjekt, was also besteuert wird: der &Uuml;bergewinn. Und den kann man sehr unterschiedlich definieren.<br>\nWendet man eine weite Definition der &Uuml;bergewinne an, k&ouml;nnte man mit einem niedrigen Steuersatz ein h&ouml;heres Aufkommen erzielen als mit einem hohen Steuersatz auf eine enge Definition der &Uuml;bergewinne. Das betr&auml;fe etwa auch die Frage, ob Unternehmen ihre Gewinne sch&ouml;nrechnen oder ins Ausland verschieben k&ouml;nnen. Ein weiterer Knackpunkt ist, dass viele &Uuml;bergewinne in der Vergangenheit erzielt wurden, weshalb Italien auch r&uuml;ckwirkend versteuerte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/die-umverteilung-von-unten-nach-oben-geht-weiter-uebergewinnsteuer-lindner-habeck-fdp-gruene-ampel-lukas-scholle\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>MMT: Zu einfach, um wahr zu sein<\/strong><br>\nDie Modern Monetary Theory (MMT) setzt sich auch deswegen nur schwer durch, weil sie an fest verankerten Glaubenss&auml;tzen r&uuml;ttelt.<br>\nWer wirft schon gerne eigene Glaubenss&auml;tze &uuml;ber Bord? Insbesondere, wenn die eigene Identit&auml;t mit dem verwachsen ist, was pl&ouml;tzlich nicht mehr gelten soll. Und auch die Politik tut sich entsprechend schwer, so etwas nach vorn zu stellen &ndash; weil damit auch immer die Furcht einhergeht, dies k&ouml;nnte W&auml;hlerstimmen kosten.<br>\nSelbst wenn bei n&auml;herer Betrachtung alle Logik dagegenspricht, dass das, woran man in der Vergangenheit geglaubt hat, weiterhin g&uuml;ltig sein kann, so ist es die Mischung aus verletzter Eitelkeit und der Angst vor Ansehensverlust, die dazu f&uuml;hrt, dass man nicht bereit ist, bisher als sicher Angenommenes infrage zu stellen.<br>\nSo w&uuml;rde beispielsweise bei jeder Meinungsumfrage zur staatlichen Haushaltsf&uuml;hrung herauskommen, dass man nicht mehr ausgeben kann als man eingenommen hat. Mit anderen Worten, letztlich ist jede Art von Staatsverschuldung eine Verletzung dieser so scheinbar ehernen und doch auch logischen Regel. Es folgt das Bild von der schw&auml;bischen Hausfrau, die uns das &uuml;ber Generationen vorgelebt habe. Gekr&ouml;nt wird das Ganze von dem moralischen Verdikt, dass unsere Kinder und Enkel diese Schuld begleich m&uuml;ssten.<br>\nSo einfach wie der gesunde Menschenverstand diese logische Kette als Gesetz akzeptiert zu haben scheint, so simpel ist es eigentlich, diese zu sprengen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/42-2022\/mmt-zu-einfach-um-wahr-zu-sein\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Auf der Suche nach den Arbeitskr&auml;ften<\/strong><br>\nDer Fachkr&auml;ftemangel ist Dauerthema in Politik und Medien. Wo sind die Besch&auml;ftigten, die jetzt in vielen Branchen fehlen?<br>\nNicht nur in Kitas und Pflegeeinrichtungen fehlt Personal, auch andere Einrichtungen und Betriebe suchten h&auml;nderingend Besch&auml;ftigte, ist seit Monaten zu h&ouml;ren und zu lesen. Der Fachkr&auml;ftemangel sei in der aktuellen Krise f&uuml;r Unternehmen nach den Energiekosten das zweitgr&ouml;&szlig;te Gesch&auml;ftsrisiko, sagte etwa DIHK-Pr&auml;sident Peter Adrian Ende November:\n<blockquote><p>\n&bdquo;Als Folge m&uuml;ssen sie immer &ouml;fter Auftr&auml;ge ablehnen und Leistungen reduzieren, weil schlichtweg Arbeitskr&auml;fte fehlen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>&Ouml;konomen der Commerzbank und die &bdquo;FAZ&ldquo; hatten bereits zuvor unisono erkl&auml;rt:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Aus dem Fachkr&auml;ftemangel ist ein allgemeiner Arbeitskr&auml;ftemangel geworden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Ist Personal wirklich so knapp? Wo sind dann die Besch&auml;ftigten, die jetzt vielerorts fehlen? Sind so viele in Rente gegangen &ndash; oder in andere Branchen gewechselt? Wir haben nachgefragt und in Statistiken nachgeschaut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/42-2022\/auf-der-suche-nach-den-arbeitskraften\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nancy Faeser blockiert Justizreform: Die Genossin will moderne Schuldt&uuml;rme<\/strong><br>\n&bdquo;Carceral Feminism&ldquo; statt Justizreform: Nancy Faeser blockiert jene &Auml;nderungen der Ersatzfreiheitsstrafe, von denen Arme profitieren w&uuml;rden. Was die Genossin reitet? Ein etwas verqueres Verst&auml;ndnis vom Feminismus<br>\nOb ein Mensch ins Gef&auml;ngnis kommt, ist immer &ouml;fter eine Frage des Geldes. Beispiel Ersatzfreiheitsstrafe: Die war lange die Ausnahme und ist in den letzten zwei Jahrzehnten zur h&auml;ufigsten Form der Haftstrafe in Deutschland geworden. Mehr als die H&auml;lfte derjenigen, die in den Knast m&uuml;ssen, landen dort wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe.<br>\nOftmals stehen am Beginn kleine Diebst&auml;hle oder das Fahren ohne Fahrschein. Letzteres ist seit 1935 nach Paragraph 265a StGB (&bdquo;Erschleichen von Leistungen&ldquo;) ein Delikt, f&uuml;r das fast immer eine Geldstrafe verh&auml;ngt wird. Wenn diese nicht bezahlt werden kann? Dann bleibt der Knast. Dies trifft vor allem Menschen in prek&auml;ren Lebenslagen &ndash; gepr&auml;gt von Armut, Sucht, Obdachlosigkeit oder psychischen Erkrankungen. Der SZ-Journalist Ronen Steinke bezeichnet Gef&auml;ngnisse in seinem Buch Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich als &bdquo;moderne Schuldt&uuml;rme&ldquo;. Der Autor ist ein prominenter F&uuml;rsprecher einer Justizreform.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/nancy-faeser-blockiert-justizreform-die-genossin-will-moderne-schuldtuerme\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Stark-Watzinger ersetzt zwei Spitzenbeamte<\/strong><br>\nDie Abteilungen f&uuml;r Wissenschaft und Zukunftsvorsorge erhalten neue Leiter, besonders spannend ist eine der Personalien.<br>\nBUNDESFORSCHUNGSMINISTERIN Bettina Stark-Watzinger (FDP) besetzt zwei aus Sicht der Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen zentrale&nbsp;Leitungsposten in ihrem Ministerium neu, und das schon zum 1. Januar 2023. So muss Ulrich Sch&uuml;ller, seit 2009 Leiter der Abteilung &ldquo;Hochschulen- und Wissenschaftssystem; Bildungsfinanzierung&rdquo;, seinen Hut nehmen, ebenso Volker Rieke, der seit 2018 der Abteilung 7 &ldquo;Zukunftsvorsorge, Forschung f&uuml;r Grundlagen und nachhaltige Entwicklung&rdquo; vorstand.<br>\nWie BMBF-Amtschefin Judith Pirscher am Mittwochnachmittag in einer internen Hausmitteilung verk&uuml;ndete, wurde f&uuml;r Sch&uuml;ller&nbsp;ein hausinterner Nachfolger bestimmt: Jochen Zachgo, bislang unter anderem f&uuml;r Haushaltsfragen zust&auml;ndiger Unterabteilungsleiter in der Zentralabteilung. Als Referatsleiter tauchte er erstmals 2005 auf dem BMBF-Organigramm auf.&nbsp;<br>\nDas Ministerium best&auml;tigte beide Personalwechsel auf Anfrage.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jmwiarda.de\/2022\/12\/01\/stark-watzinger-ersetzt-zwei-spitzenbeamte-in-ihrem-ministerium\/\">Jan-Martin Wiarda<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Google unterst&uuml;tzt Faktencheck-Fonds<\/strong><br>\nGoogleverst&auml;rkt sein Engagement gegen Fehlinformationen im Internet und stellt Faktencheck-Organisationen zus&auml;tzliche Mittel zu Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boersen-zeitung.de\/unternehmen-branchen\/google-unterstuetzt-faktencheck-fonds-4994f8bc-6ff9-11ed-8cfa-6235c3898d79\">B&ouml;rsen Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Auch Deutschland unterdr&uuml;ckt die Kurd*innen<\/strong><br>\nDeutsche Politiker*innen schm&uuml;cken sich mit dem Slogan der iranischen Proteste &ndash; &bdquo;Frau, Leben, Freiheit&ldquo;. Dabei stammt der Spruch aus der Feder eines PKK-Gr&uuml;ndungsmitglieds. Und die kurdische Arbeiterpartei ist in Deutschland: Verboten<br>\nMehr als zwei Monate zur&uuml;ck liegt die Ermordung von Jina Mahsa Amini durch die &bdquo;Sittenpolizei&ldquo; im Iran. Seitdem pr&auml;gt der kurdische Slogan &bdquo;Jin Jiyan Azad&icirc;&ldquo; die Demos im Land. Denn die treibende Kraft der Proteste sind von Beginn an kurdische Menschen &ndash; auch Amini war Kurdin. Wenn deutsche Politiker*innen jetzt ihre Solidarit&auml;t mit der iranischen Protestbewegung bekunden, fragt sich: Haben die vergessen, wie repressiv auch Deutschland die Kurd*innen seit 29 Jahren behandelt?<br>\nAu&szlig;enministerin Annalena Baerbock hielt auf dem gr&uuml;nen Parteitag ein Plakat mit der Parole in die Luft. Auch CSU-Politikerin Dorothee B&auml;r wurde mit Flugbl&auml;ttern in Berlin gesichtet, auf denen die deutsche &Uuml;bersetzung prangte: &bdquo;Frau, Leben, Freiheit&ldquo;. Haben sich die zwei vorher nicht informiert, wo der Slogan herkommt? Der Ursprung liegt in der Arbeiterpartei Kurdistans &ndash; kurz PKK &ndash; und die ist in Deutschland: verboten.<br>\nSeit mehr als hundert Jahren wird das kurdische Volk verfolgt, unterdr&uuml;ckt und ermordet. Ebenso lange k&auml;mpfen Kurd*innen f&uuml;r ihre Anerkennung und ihre Rechte: Auch 2022 wieder &ndash; im Iran, in der T&uuml;rkei, in Syrien und dem Irak. &bdquo;Jin Jiyan Azad&icirc;&ldquo; ist eine der &auml;ltesten Parolen eben jener Freiheitsbewegung, die sich f&uuml;r Frieden, Demokratie und die Emanzipation der Frau einsetzt. Die Autorenschaft dieser nun weltweit bekannten Formel wird einem der Vordenker der kurdischen Befreiungsbewegung und Gr&uuml;ndungsmitglied der PKK, Abdullah &Ouml;calan, zugeschrieben. Seit mehr als 20 Jahren sitzt &Ouml;calan im Gef&auml;ngnis in der T&uuml;rkei und gilt als einer der bekanntesten politischen Gefangenen des Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/auch-deutschland-unterdrueckt-die-kurd-innen\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die EU will unsere Gesundheitsdaten zur Ware machen und uns die M&ouml;glichkeiten nehmen, dem zu widersprechen<\/strong><br>\nMit einem der &Ouml;ffentlichkeit viel zu wenig bekannten Verordnungsentwurf zum &bdquo;europ&auml;ischen Raum f&uuml;r Gesundheitsdaten&ldquo; will die EU-Kommission uns jede M&ouml;glichkeit nehmen, der Weitergabe unserer Gesundheits- und Krankheitsdaten f&uuml;r kommerzielle Zwecke zu widersprechen. Wenn diese Verordnung in Kraft tritt, werden s&auml;mtliche (Schein-)Debatten um Opt-In und Opt-Out zur elektronischen Patientenakte in Deutschland Makulatur.<br>\nIch muss bekennen, dass ich erst &uuml;ber eine Stellungnahme des Vereins Patientenrecht und Datenschutz zum Verordnungsentwurf der EU-Kommission &ldquo;&uuml;ber den europ&auml;ischen Raum f&uuml;r Gesundheitsdaten&rdquo;, darauf aufmerksam geworden bin, welche Ungeheuerlichkeiten die EU-Kommission f&uuml;r die Daten zu unserer k&ouml;rperlichen und geistigen Gesundheit und Krankheit plant.<br>\nNach dem englischen Namen f&uuml;r den Gesundheitsdatenraum European Health Data Space wird die Verordnung kurz EHDS-Verordnung genannt. (&hellip;)<br>\nDie Pflicht, Patientendaten zum Online-Zugriff bereitzuhalten und diese in elektronischen Patientenakten zu speichern, ist abzulehnen, denn hierdurch w&uuml;rden hochsensible Daten massiv gef&auml;hrdet. Schon jetzt gehen w&ouml;chentlich Meldungen durch die Medien, wonach gro&szlig;e Menge von Gesundheitsdaten aus Krankenh&auml;usern oder Privatversicherungen gestohlen oder versehentlich ver&ouml;ffentlicht wurden. Jede Massensammlung von Gesundheitsdaten stellt ein hohes Risiko dar, weil ihr Netto-Wert alle Arten von kriminellen Aktivit&auml;ten anzieht.<br>\nZudem enth&auml;lt der Verordnungsentwurf keine Aussagen dar&uuml;ber, dass die Zugangsstellen oder die Dateninhaber ihre Daten innerhalb der EU speichern m&uuml;ssen. Es ist daher denkbar, dass sie ihre Datenverarbeitung an US-Cloud-Anbieter auslagern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/macht-kontrolle\/raum-fuer-gesundheitsdaten\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der gl&auml;serne Patient wird auch hierzulande herbeiregiert &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63919\">als T&uuml;r&ouml;ffner fungierte Jens Spahn<\/a>. Sein Nachfolger hat offensichtlich keine Probleme mit diesem Anliegen &ndash; und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ursula_von_der_Leyen#Ausbildung_und_Beruf\">die approbierte &Auml;rztin Frau von der Leyen<\/a> erst recht nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kritischer Journalismus f&uuml;hrt auch in der EU hinter Gitter<\/strong><br>\nDem baskischen Journalisten Pablo Gonz&aacute;lez wird Spionage f&uuml;r Russland vorgeworfen. Polen will ihn, ohne Beweise vorzulegen oder Anklage zu erheben, weiter in Isolationshaft halten. Im Fall Assange bewegt sich etwas.<br>\nWir haben an dieser Stelle seit dem Fr&uuml;hjahr auf den Fall Pablo Gonz&aacute;lez aufmerksam gemacht und damit auf die Tatsache, dass der freischaffende baskische Journalist mit der dubiosen Anschuldigung, ein Spion Russlands zu sein, in Polen inhaftiert wurde.<br>\nDaf&uuml;r drohen ihm dort bis zu zehn Jahre Haft. Immer wieder wurde, ohne Beweise f&uuml;r die Anschuldigungen vorzulegen, die Untersuchungshaft um jeweils drei Monate verl&auml;ngert, wie auch jetzt erneut. Gr&uuml;nde werden von der polnischen Justiz nicht genannt. Gerne wird Fluchtgefahr wegen der zu erwarteten hohen Haftstrafe angef&uuml;hrt, ansonsten h&auml;lt man die Gr&uuml;nde geheim.<br>\nAuch Weihnachten wird der Journalist deshalb hinter Gittern im polnischen Knast Radom verbringen m&uuml;ssen und damit wird er dann ein Jahr in Isolationshaft sitzen, ohne dass Anklage erhoben wurde.<br>\nDie Anschuldigung, er sei ein Spion Putins, wurde auf abstruse Weise konstruiert. Daf&uuml;r musste unter anderem herhalten, dass er &uuml;ber eine spanische und russische Staatsb&uuml;rgerschaft und &uuml;ber zwei P&auml;sse verf&uuml;gt. Dass er sich nur angeblich als Journalist ausgegeben habe, wie ihm vorgeworfen wurde, um sich als Spion frei bewegen zu k&ouml;nnen, ist l&auml;ngst widerlegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kritischer-Journalismus-fuehrt-auch-in-der-EU-hinter-Gitter-7364698.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wie kritische Journalisten in Europa mundtot gemacht werden<\/strong><br>\nNeben dem Fall Julian Assange sticht nun seit fast einem Jahr der Fall des Basken Pablo Gonz&aacute;lez hervor. Den will Polen mindestens f&uuml;r ein Jahr in Isolationshaft halten, ohne Beweise f&uuml;r die Vorw&uuml;rfe der angeblichen Spionage f&uuml;r Russland vorzulegen. Sein Vergehen ist offensichtlich, in der Ostukraine recherchiert zu haben, was ihn ins Fadenkreuz der ukrainischen und polnischen Geheimdienste gebracht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/wie-kritische-journalisten-in-europa-mundtot-gemacht-werden\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Dokumentarfilm Ithaka nun auch in Deutschland<\/strong><br>\nWorum geht es?<br>\nEs geht um Verbrechen von Regierungen und einen Mann, der mit seiner Vision von Gerechtigkeit eine Organisation gr&uuml;ndete, um genau diese aufzudecken. Dies gelang ihm sehr gut und genau hier f&auml;ngt die Problematik an. Denn nicht die Verbrecher sitzen aktuell hinter Gittern, sondern der, der die Verbrechen ver&ouml;ffentlichte und Whistleblower sch&uuml;tzte.<br>\nDer ber&uuml;hmteste politische Gefangene der Welt, der WikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange, ist zu einem Symbol f&uuml;r ein internationales Armdr&uuml;cken um die Freiheit des Journalismus, Korruption der Regierung und unges&uuml;hnte Kriegsverbrechen geworden.<br>\n&bdquo;Ithaka zeigt, wie weit die reichsten und m&auml;chtigsten Nationen in der Geschichte der Welt gehen, um ihre Verbrechen zu verbergen. Ithaka trifft den Kern dessen, wie die Pressefreiheit und unser Recht zu kommunizieren langsam vor unseren Augen abgebaut werden.&ldquo; &ndash; Gabriel Shipton, Bruder von Julian Assange und Produzent des Dokumentarfilms.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/blog.freeassange.eu\/2022\/09\/20\/dokumentarfilm-ithaka-nun-auch-in-deutschland\/\">FREEASSANGE.EU <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Dieser Film versucht den Menschen Julian Assange und das was er erreicht hat und auch seine Familie in den Vordergrund zu r&uuml;cken. Auf der Seite von <a href=\"https:\/\/blog.freeassange.eu\/2022\/09\/20\/dokumentarfilm-ithaka-nun-auch-in-deutschland\/\">FREEASSANGE.EU<\/a> finden sich die weiteren Auff&uuml;hrungsorte, heute Abend und in den n&auml;chsten Tagen und Wochen. Teilweise sind an der Schaffung des Films Mitwirkende im Kino anwesend.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Fl&uuml;ge zur Weltklimakonferenz: Regierung verursacht 308 Millionen Tonnen CO2<\/strong><br>\nDurch Fl&uuml;ge der Bundesregierung zur Weltklimakonferenz wurden Millionen Tonnen CO2 ausgesto&szlig;en. Das Ausw&auml;rtige Amt erkl&auml;rt, es gebe einen Ausgleich. Kritik bleibt jedoch nicht aus.<br>\nBei Hin- und R&uuml;ckfl&uuml;gen im Zusammenhang mit der Weltklimakonferenz im &auml;gyptischen Sharm el Scheich haben Mitglieder der Bundesregierung sowie deren Mitarbeiter etwa 308 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid ausgesto&szlig;en.<br>\nDas geht aus einer aktuellen schriftlichen Antwort des Ausw&auml;rtigen Amtes auf eine Frage der ehemaligen AfD-Abgeordneten Joana Cotar hervor.<br>\nDie Klimakonferenz fand vom 6. bis zum 18. November in dem &auml;gyptischen Badeort statt. Wie das Ausw&auml;rtige Amt mitteilt, umfasst der genannte Aussto&szlig; alle Fl&uuml;ge, die im Kontext der Konferenzteilnahme der Bundesregierung angefallen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/regierung-co2-ausstoss-weltklimakonferenz-cop-100.html#xtor=CS5-62\">ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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