{"id":91166,"date":"2022-12-05T08:45:33","date_gmt":"2022-12-05T07:45:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166"},"modified":"2022-12-05T08:45:33","modified_gmt":"2022-12-05T07:45:33","slug":"hinweise-des-tages-4250","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166#h01\">Rinks wie lechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166#h02\">&ldquo;Wir brauchen eine Nato ohne die USA&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166#h03\">Was in aller Welt tun die USA ihren EU-Verb&uuml;ndeten an?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166#h04\">Macron: Russland bei Friedensgespr&auml;chen Garantien geben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166#h05\">Asylantrag abgelehnt: Schweden liefert verurteiltes PKK-Mitglied an die T&uuml;rkei aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166#h06\">Kant, Fukuyama, Makei und der Krieg in der Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166#h07\">Verspielt Deutschland Vorsprung bei gr&uuml;nem Wasserstoff?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166#h08\">Hilfe vor allem f&uuml;r Nicht-Bed&uuml;rftige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166#h09\">K&uuml;hlschrank beim B&uuml;rgergeld? &bdquo;Lagern Sie Ihre Lebensmittel doch drau&szlig;en!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166#h10\">Seid gefasst: Der Wirtschaftskrieg geht in die n&auml;chste Runde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166#h11\">CETA-Ratifizierung: Opposition und gr&uuml;ne Basis sind w&uuml;tend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166#h12\">Corona: Der Staat sollte sich bei den Ungeimpften entschuldigen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166#h13\">Offener Brief: Wissenschaftler gegen Diffamierung, f&uuml;r zivilen Diskurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166#h14\">Nach Lizenz f&uuml;r Chevron: Pr&auml;sident von Venezuela fordert Aufhebung aller US-Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166#h15\">Dreimal getragen &ndash; Adidas verramscht deutsches Nationaltrikot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91166#h16\">Eine staatliche Zensur findet statt &ndash; der Nachweis ist da<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Rinks wie lechts<\/strong><br>\nF&uuml;r den Berliner Tagesspiegel ist die Sache klar. &raquo;Das einst linke Portal Nachdenkseiten (NDS) blinkt nach rechts&laquo;, befand Autor Matthias Meisner am 16. November &uuml;ber &raquo;eines der reichweitenst&auml;rksten Parallelmedien im deutschsprachigen Raum&laquo;. Belege? NDS-Chefredakteur Jens Berger habe der AfD als einziger Partei eine &raquo;progressive friedenspolitische Antwort&laquo; auf den Ukraine-Krieg bescheinigt. Tats&auml;chlich hatte dieser eine Rede des AfD-Abgeordneten Alexander Gauland im Bundestag von Ende April gelobt, die &raquo;man eigentlich aus den Reihen der SPD, ja im Idealfall sogar vom Bundeskanzler h&auml;tte erwarten m&uuml;ssen&laquo;. Zum Beispiel sagte Gauland, die Russen erlebten seit langem ein &raquo;unaufhaltsames Vorr&uuml;cken eines ihnen entgegengesetzten Milit&auml;rb&uuml;ndnisses gegen die russischen Grenzen&laquo;, und es sei &raquo;falsch, diesen Konflikt mit schweren Waffen anzuheizen&laquo;.<br>\nMuss man diese richtigen Einlassungen verschweigen, weil sie aus dem falschen Munde kommen? Seit den Anf&auml;ngen der Coronakrise hat hierzulande der Gagadiskurs Hochkonjunktur, und jeder mit &raquo;Haltung&laquo; sollte eigentlich l&auml;ngst sein Fahrrad verschrottet haben, weil es Nazis geben soll, die auch gerne radeln. Kein Zufall ist es, dass die NDS gerade in diesen Zeiten ein Schreiben des Finanzamtes Landau erreicht hat, in welchem dem Tr&auml;gerverein der Entzug der Gemeinn&uuml;tzigkeit zum Jahresende angek&uuml;ndigt wird. Die Betreiber verfolgten mit dem Betrieb des Politblogs &raquo;weder die Volksbildung noch einen anderen (&hellip;) gemeinn&uuml;tzigen Zweck&laquo;, lautet die Begr&uuml;ndung, nachdem die NDS in davor 19 Jahren nichts anderes getan hatten, als gesellschaftliche Aufkl&auml;rung zu betreiben.<br>\nInitiiert wurde das Projekt als Reaktion auf den Rechtsruck der SPD, die seinerzeit Gerhard Schr&ouml;ders &raquo;Agenda&laquo;-Politik samt Hartz-Reformen und Angriffskrieg gegen Jugoslawien m&ouml;glich gemacht hat. Gr&uuml;nder und Herausgeber ist der einst f&uuml;r Willy Brandt und Helmut Schmidt im Kanzleramt t&auml;tige Albrecht M&uuml;ller, der das Angebot als linke Alternative zu den herrschenden neoliberalen Dogmen aufbaute, das schwerpunktm&auml;&szlig;ig Themen wie Rentenklau, Privatisierungen, Militarisierung, Staatsterror und die Kriege des Westens behandelt. Das alles wurde von den Herrschenden lange geduldet, aber dann kam die Pandemie. Anfangs noch auf Regierungslinie, schwenkten die NDS sp&auml;ter auf die der Ma&szlig;nahmenkritiker um, warnten vor Kollateralsch&auml;den durch Lockdowns, Schul- und Kitaschlie&szlig;ungen und dem Versteckspiel mit Intensivbetten. Derlei Differenzierung l&auml;uft beim heutigen Zeitgeist unter &raquo;Verschw&ouml;rungsmythen&laquo; und &raquo;Querdenker&laquo;, und das Stigma wurde den NDS prompt angeheftet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439923.angriff-auf-pressefreiheit-rinks-wie-lechts.html\">Ralf Wurzbacher in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Wir brauchen eine Nato ohne die USA&rdquo;<\/strong><br>\nOskar Lafontaine &uuml;ber das nordatlantische B&uuml;ndnis, den Ukraine-Krieg, eine idiotische Logik in den Medien und eine &ldquo;faschistoide Stimmung&rdquo;.<br>\nDer ehemalige Kanzlerkandidat und Finanzminister der SPD, sp&auml;ter dann ber&uuml;hmter Aussteiger bei den Sozialdemokraten und f&uuml;hrender Vertreter der Linken, Oskar Lafontaine, d&uuml;rfte das umstrittenste Buch dieses Winters geschrieben haben.<br>\nSchon der Titel &ldquo;Ami, it&rsquo;s time to go!&rdquo; legt sich quer zum &uuml;blichen politischen Ton, wie er im politischen R&auml;sonnement, in Kommentaren und Berichten in einem Milieu angeschlagen wird, das sich als ma&szlig;gebend versteht. Dass Lafontaine sehr eigene Ansichten hat, gerade gegen&uuml;ber westlichen Leitideen, ist an sich nichts Neues, aber gegenw&auml;rtig ist die politische Situation durch den Ukraine-Krieg, die wirtschaftliche Situation und die K&auml;mpfe in den politischen Lagern besonders angespannt<br>\nDazu kommt, dass seit einiger Zeit die Idee kursiert, dass eine neue Partei gegr&uuml;ndet wird, mit Sahra Wagenknecht, der Ehefrau von Lafontaine, als m&ouml;gliche gro&szlig;e Figur. Da eine Zeitschrift der extremen Rechten Wagenknecht aufs Cover gebracht hat, setzt die Querfront-Debatte mit neuer Vehemenz ein.<br>\nFlorian R&ouml;tzer hat sich mit Oskar Lafontaine &uuml;ber sein provokantes Buch und politische Entwicklungen unterhalten.<br>\n&ldquo;Der Lafontaine ist antiamerikanisch&rdquo;?<br>\nSie haben gerade ein neues Buch mit dem sehr provokativen Titel Ami it&rsquo;s time to go! ver&ouml;ffentlicht. Das schlie&szlig;t nat&uuml;rlich an die Zeiten der 70er-Jahre an, wo das im Rahmen des Vietnamkrieges zum Slogan wurde. F&uuml;rchten Sie nicht, dass das jetzt gleich in die Schiene kommt: &ldquo;Der Lafontaine ist antiamerikanisch&rdquo;, womit man Ihre Gedanken beiseitelegen kann?<br>\nOskar Lafontaine: Ja, das ist der normale Reflex, dennoch muss man immer wieder versuchen, eine Debatte &uuml;ber vern&uuml;nftige Sicherheitspolitik in Deutschland zu f&uuml;hren. Ich vertrete die Kernthese, dass eine Weltmacht, die die einzige Weltmacht bleiben will und deshalb Handelskriege, verdeckte Kriege, Drohnen- und Bombenkriege f&uuml;hrt, niemals ein Verteidigungsb&uuml;ndnis anf&uuml;hren kann.<br>\nDeshalb sage ich, wir brauchen eine Nato ohne die USA, eine selbst&auml;ndige europ&auml;ische Verteidigung. Wohin die USA uns f&uuml;hren, sieht man am Ukrainekrieg, der in Wirklichkeit eine Auseinandersetzung zwischen den USA und Russland ist, was alle wissen, die noch nicht v&ouml;llig von falschen Erz&auml;hlungen vergiftet und in die Irre gef&uuml;hrt worden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wir-brauchen-eine-Nato-ohne-die-USA-7365330.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Was in aller Welt tun die USA ihren EU-Verb&uuml;ndeten an?<\/strong><br>\nPolitico, das vor anderthalb Jahren f&uuml;r eine Milliarde Dollar von Axel Springer, einem deutschen Verlagshaus, &uuml;bernommen wurde, sagt in einem Ton, der sehr alarmiert klingt, dass die Uhr f&uuml;r den Waffenstillstand mit der Biden-Regierung tickt. Politico hat sich immer f&uuml;r eine enge Verbindung zwischen der EU und den USA in Politik, Wirtschaft und Finanzen ausgesprochen, die in ihren wahrscheinlichen Zukunftsaussichten zu schwinden scheint. Es sind nur noch sechs Wochen Zeit, um den sprichw&ouml;rtlichen transatlantischen Schusswechsel abzuwenden. Die Deutschen wirken ziemlich frustriert, weil die Biden-Administration kein wie auch immer geartetes Friedensangebot vorgelegt hat. Angesichts des nahenden 1. Januar 2023, dem Datum, an dem die Gr&uuml;ne Agenda f&uuml;r Unternehmen in Kraft treten soll, ist das Schreckgespenst f&uuml;r die Europ&auml;er, das sie in Angst und Schrecken versetzt (und sicherlich auch ihre Kassen), dass all diese US-Investitionen und -Subventionen sie dazu bringen werden, weit weg von Europa (und den Tresoren seiner Banker) zu fliehen. Diese protektionistischen Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnen nicht schlimmer sein als jetzt, denn es scheint, als ob Deutschland bereits eine Panikst&ouml;rung entwickelt, da seine Spitzenunternehmen &ldquo;die Zelte abbrechen&rdquo;, um sich auf fruchtbarere Weiden zu begeben und ihre Investitionen anderswo zu t&auml;tigen. N&auml;mlich in den USA.<br>\nDas letzte, was das politische Berlin jetzt braucht, sind weitere finanzielle Anreize und Subventionen f&uuml;r Gesch&auml;ftsleute und Investoren, damit sie Europa aufgeben und &ldquo;in die USA fliehen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/antikrieg.com\/aktuell\/2022_12_02_wasinaller.htm\">Natasha Wright in Antikrieg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Macron: Russland bei Friedensgespr&auml;chen Garantien geben<\/strong><br>\nDer Westen muss nach Ansicht von Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron bei Friedensverhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs auch auf Sicherheitsbed&uuml;rfnisse Russlands eingehen. Europa m&uuml;sse eine neue Sicherheitsarchitektur vorbereiten, sagte Macron in einem Interview des franz&ouml;sischen Fernsehens.<br>\nEr bezog sich dabei auch auf wiederholte Klagen des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin &uuml;ber die NATO-Erweiterungen. Das gestern ausgestrahlte Interview wurde von dem Sender TF1 nach dessen Angaben w&auml;hrend Macrons US-Besuch in den vergangenen Tagen aufgezeichnet. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Einer der wesentlichen Punkte, auf die wir eingehen m&uuml;ssen, wie Pr&auml;sident Putin immer gesagt hat, ist die Furcht, dass die NATO an die T&uuml;ren Russlands heranr&uuml;ckt, und die Stationierung von Waffen, die Russland bedrohen k&ouml;nnten&ldquo;, sagte Macron.<br>\n&bdquo;Dieses Thema wird Teil der Themen f&uuml;r einen Frieden sein. Deswegen m&uuml;ssen wir ausarbeiten, wozu wir bereit sind, wie wir unsere Partner und Mitgliedsstaaten sch&uuml;tzen und wie wir Russland Garantien geben, sobald es an den Verhandlungstisch zur&uuml;ckkehrt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/\/stories\/3296332\/\">ORF.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Asylantrag abgelehnt: Schweden liefert verurteiltes PKK-Mitglied an die T&uuml;rkei aus<\/strong><br>\nDie T&uuml;rkei meldet die schwedische Auslieferung eines Mitglieds der kurdischen Arbeiterpartei. Die Person war 2015 vor einer Haftstrafe aus der T&uuml;rkei geflohen.<br>\nSchweden hat t&uuml;rkischen Berichten zufolge ein verurteiltes Mitglied der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) an die T&uuml;rkei ausgeliefert. Mahmut Tat kam Freitagnacht in Istanbul an, nachdem er von der schwedischen Polizei festgenommen worden war, wie die amtliche t&uuml;rkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.<br>\nDem privaten t&uuml;rkischen Fernsehsender NTV zufolge wurde Tat kurz nach seiner Ankunft am Istanbuler Flughafen von t&uuml;rkischen Polizisten festgenommen. [&hellip;]<br>\nSchweden und Finnland hatten sich infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine entschieden, einen Antrag auf Nato-Mitgliedschaft zu stellen. Die T&uuml;rkei blockiert die Aufnahme beider L&auml;nder in die Milit&auml;rallianz allerdings seit Mai.<br>\nDer t&uuml;rkische Au&szlig;enminister Mevl&uuml;t Cavusoglu hatte am Rande eines Nato-Treffens Anfang der Woche mit seinen Kollegen aus Schweden und Finnland gesprochen. &bdquo;Die Erkl&auml;rungen (aus Schweden) sind gut, die Entschlossenheit ist gut, aber wir m&uuml;ssen konkrete Schritte sehen&ldquo;, sagte Cavusoglu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/asylantrag-abgelehnt-schweden-liefert-verurteiltes-pkk-mitglied-an-die-turkei-aus-8967418.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Gemeinsame westliche Werte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kant, Fukuyama, Makei und der Krieg in der Ukraine<\/strong><br>\nAm vergangenen Samstag starb v&ouml;llig &uuml;berraschend der Au&szlig;enminister der Republik Belarus, der 64-j&auml;hrige Wladimir Makei, offiziellen Angaben zufolge an einem Herzinfarkt (1). Nat&uuml;rlich schossen sofort Spekulationen &uuml;ber einen unnat&uuml;rlichen Tod Makeis ins Kraut (2). In diesen Tagen h&auml;tte Makei am j&auml;hrlich stattfindenden Ministerrat der Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE teilnehmen sollen. &ndash; Nachdem Globalbridge.ch am vergangenen Montag Wladimir Makeis letzten eigenen Artikel in deutscher &Uuml;bersetzung publiziert hat, wirft Ralph Bossart nun einen genaueren Blick auf diese f&uuml;r Osteuropa &auml;usserst wichtige Pers&ouml;nlichkeit.<br>\nNachdem er von 2008 bis 2012 als Leiter der Pr&auml;sidialadministration der Republik Belarus gedient hatte, wurde Wladimir Makei im Jahr 2012 zum Au&szlig;enminister seines Landes ernannt. Unter der Devise der &bdquo;multivektoralen Au&szlig;enpolitik&ldquo; leitete Makei eine Tauwetterperiode in den Beziehungen zwischen Minsk und dem Westen ein, in deren Verlauf er die Aufhebung des Gros der westlichen Sanktionen gegen sein Land zu erwirken vermochte. Er selbst erkl&auml;rte in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden, dass diese Ann&auml;herung ohne Diktat und Druck erfolgen m&uuml;sse (3).<br>\nIm Jahr 2013 stellte Wladimir Makei gar eine 180-Grad-Wende in der Au&szlig;enpolitik seines Landes in Aussicht: Belarus k&ouml;nne die Integration in die Europ&auml;ische Union einleiten, ohne aber aus der Allianz mit Russland auszuscheren (4). Das geschah zu einem Zeitpunkt, als man auch in Kiew noch glaubte, die Rolle eines Br&uuml;ckenbauers zwischen Ost und West spielen und gleichzeitig gute Beziehungen zu Br&uuml;ssel und Moskau aufrechterhalten zu k&ouml;nnen. Der Umsturz in der Ukraine nach den Protesten auf dem Maidan Nezalezhnosti in Kiew im Jahr 2014 setzte auch diesen Tr&auml;umen ein Ende.<br>\nAngesichts der landesweiten Proteste nach der Pr&auml;sidentschaftswahl in Belarus im August 2020 erkl&auml;rte Makei, dass das Land Ver&auml;nderungen brauche, aber nicht durch Revolutionen. Im Nachgang der Unruhen leitete Makei eine S&auml;uberungsaktion im belarussischen Au&szlig;enministerium ein, als er die Mitarbeiter des Ministeriums aufforderte, entweder der Regierungspolitik zuzustimmen, oder aber ihre Pl&auml;tze zu r&auml;umen (5). Noch weiter ging er im November 2020 als er damit drohte, die Zusammenarbeit mit dem Europarat einzustellen und die diplomatischen Beziehungen zur Europ&auml;ischen Union abzubrechen, falls erneut Sanktionen verh&auml;ngt w&uuml;rden (6).<br>\nIn seiner Rede vor der allj&auml;hrlich stattfindenden Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York machte Makei im vergangenen September den kollektiven Westen mitverantwortlich f&uuml;r den Krieg in der Ukraine und lehnte dessen F&uuml;hrungsanspruch in der Weltpolitik ab (7).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/kant-fukuyama-makei-und-der-krieg-in-der-ukraine\/\">Ralph Bosshard in Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Verspielt Deutschland Vorsprung bei gr&uuml;nem Wasserstoff?<\/strong><br>\nDeutsche Ingenieure entwickeln eine neue Technologie, und dann kommen die Amerikaner und machen das gro&szlig;e Gesch&auml;ft mit der Innovation: Wie schon zuvor bei anderen Technologien droht Deutschland dieses Schicksal nun auch mit dem gr&uuml;nen Wasserstoff. Denn die amerikanische Regierung hat mit ihrem Inflation Reduction Act (IRA) beschlossen, die Wasserstoff-Industrie mit &uuml;ber 50 Milliarden Dollar zu f&ouml;rdern. Sie gew&auml;hrt den Unternehmen eine gesicherte Verg&uuml;tung f&uuml;r eine Laufzeit von zehn Jahren.<br>\nWasserstoff ist eine der wichtigsten Alternativen zu fossiler Energie und somit eine der L&ouml;sungen der aktuellen Energiekrise. &bdquo;Wasserstoff macht Wind und Sonne haltbar&ldquo;, sagt Werner Diwald, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbands (DWV), der Berliner Zeitung. Die Technik ist bereits Realit&auml;t &ndash; in Australien, China, Japan und auch in Prenzlau in der Uckermark, wo seit elf Jahren das erste Wasserstoff-Wind-Biogas-Hybridkraftwerk Deutschlands l&auml;uft. &bdquo;Wasserstoff ist keine Utopie mehr, die Technologie ist &uuml;ber Jahre erprobt. Wir haben sie in Deutschland zur Serienreife entwickelt&ldquo;, so Diwald.<br>\nDoch nun k&ouml;nnte es passieren, dass die deutschen Pioniere die Fr&uuml;chte ihrer Arbeit nicht ernten werden. &bdquo;Die Amerikaner haben erkannt, dass ein neuer Kraftwerkstyp die Energieversorgung dominieren wird&ldquo;, sagt Diwald. Man k&ouml;nne ihnen keinen Vorwurf machen: Sie h&auml;tten einfach schnell und unb&uuml;rokratisch gehandelt.<br>\nDer IRA gilt ab dem 1. Januar 2023. Pr&auml;sident Joe Biden hat Frankreichs Pr&auml;sident in dieser Woche klargemacht, dass sich die Amerikaner nicht von ihrem Plan abbringen lassen: &bdquo;Wenn Deutschland nicht rasch handelt, geht die gesamte Technologie in die USA, weil dort der Markt ist&ldquo;, sagt Diwald. &bdquo;Wir reden von einer Million Arbeitspl&auml;tzen in Deutschland, bei einem Jahresumsatz von 800 Milliarden Euro.&ldquo; Am Ende werde auch die gesamte Industrie dorthin gehen, wo die Energie produziert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/vergeigt-deutschland-seinen-vorsprung-bei-gruenem-wasserstoff-li.293441%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bisher hat die Ampelkoalition sehr viel unternommen, um die US-Industrie zu f&ouml;rdern &ndash; z.B. schmutziges Fracking-Gas und Waffen gekauft. Fraglich ist daher, ob sie etwas gegen die Abwanderung dieser Technologie in die USA unternehmen wird. Mindestens ebenso fraglich d&uuml;rfte jedoch auch sein, ob Wasserstoff wirklich &bdquo;eine der wichtigsten Alternativen zu fossiler Energie und somit eine der L&ouml;sungen der aktuellen Energiekrise&ldquo; werden wird. Denn diese Energieerzeugung ist teuer und nicht sehr effektiv. Zumindest bisher sind die Energieverluste enorm: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunknova.de\/beitrag\/energiewende-herstellung-von-gruenem-wasserstoff-kostet-viel-energie\">Herstellung von gr&uuml;nem Wasserstoff kostet viel Energie<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>USA sind Hauptprofiteur des Ukrainekriegs<\/strong><br>\nEin hochrangiger EU-Beamter, der anonym bleiben wollte, sagt in einem Gespr&auml;ch mit der Europa-Ausgabe des US-Magazins Politico: &bdquo;Tatsache ist, wenn man es n&uuml;chtern betrachtet, das Land, das am meisten von diesem Krieg profitiert, sind die USA, weil sie mehr Gas und zu h&ouml;heren Preisen verkaufen und weil sie mehr Waffen verkaufen&ldquo;. EU-Spitzenbeamte seien w&uuml;tend auf die Regierung von Joe Biden und beschuldigten nun die Amerikaner, ein Verm&ouml;gen aus dem Krieg zu machen, w&auml;hrend die EU-L&auml;nder leiden. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r das umweltsch&auml;dliche Fracking-Gas, das nun als LNG-Gas in erh&ouml;hten Mengen nach Europa verkauft wird, werden f&uuml;r europ&auml;ische Kunden von den US-Konzernen viermal so hohe Preise verrechnet wie f&uuml;r US-Kunden. Mit den Transportkosten allein kann das nicht erkl&auml;rt werden. Die amerikanischen &bdquo;Freunde&ldquo; nutzen die Misere Europas beinhart aus und schlagen Extraprofite daraus. Auch die amerikanische R&uuml;stungsindustrie l&auml;uft auf Hochtouren. Sie muss nicht nur US-Best&auml;nde ersetzen, die an die Ukraine geliefert wurden, sondern sie ist auch ein sehr wichtiger Lieferant f&uuml;r die Armeen der NATO-Staaten. Mit jeder Waffenlieferung mehr steigt der Auftragsbestand der US-Waffenschmieden.<br>\nBillige Energie, sowohl was die Strom- und Gaspreise als auch Treibstoffe betrifft, verschafft den USA einen entscheidenden Marktvorteil gegen&uuml;ber Europa. Bekannte Konzerne wandern mit ihren Investitionen aus Europa ab und stecken sie in neue oder erweiterte Standorte in den USA. Als letztes Beispiel wird der Chemiekonzern Solvay angef&uuml;hrt.<br>\nSo richtig in Panik gerieten die EU-Spitzen in Br&uuml;ssel aber erst, als die USA einen &bdquo;Inflation Reduction Act&ldquo; beschlossen, der &bdquo;gr&uuml;ne Industrien&ldquo; f&ouml;rdern soll und in Wahrheit ein Riesen-Subventionspaket f&uuml;r die US-amerikanische Industrie ist. Das ist ein direkter Wirtschaftskrieg mit Europa, der hier erkl&auml;rt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitungderarbeit.at\/international\/usa-sind-hauptprofiteur-des-ukrainekriegs\/\">Zeitung der Arbeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hilfe vor allem f&uuml;r Nicht-Bed&uuml;rftige<\/strong><br>\nIm Dezember &uuml;bernimmt der Bund den Abschlag f&uuml;r Gas- und Fernw&auml;rmekunden. Eine Untersuchung zeigt: Davon profitieren nur zu einem Drittel Privathaushalte mit niedrigem Einkommen, die besonders stark von den gestiegenen Energiekosten betroffen sind. (&hellip;)<br>\nHaushalte mit einem Nettoeinkommen von unter 2700 Euro im Monat, die mehr als zehn Prozent ihres Einkommens f&uuml;r Heizen, Warmwasser und Strom ausgeben, brauchen die Ausgleichszahlungen am dringendsten, zeigen die Berechnungen. F&uuml;r sie besteht das Risiko der Energiearmut ganz besonders. Das betrifft aber nur 34 Prozent der Soforthilfe-Empf&auml;nger aus Privathaushalten. Die H&ouml;he der Kompensation sei sozial nicht ausgewogen, schlie&szlig;t die Studie deshalb. (&hellip;)<br>\nGas- und Fernw&auml;rmekunden m&uuml;ssen im Dezember keinen Abschlag zahlen, weil die Kosten der Bund &uuml;bernimmt. Vor allem Privathaushalte sowie kleine und mittelst&auml;ndische Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von bis zu 1,5 Millionen Kilowattstunden sollen so entlastet werden. Auch Sozial-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen haben Anspruch auf die Kompensation.<br>\nDer Energie-Branchenverband BDEW gibt an, dass rund 20 Millionen Haushalte von der Soforthilfe profitieren. Hinzu kommen knapp sechs Millionen Fernw&auml;rmekunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gas-soforthilfe-101.html%20\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Die Ampel kann es einfach nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>K&uuml;hlschrank beim B&uuml;rgergeld? &bdquo;Lagern Sie Ihre Lebensmittel doch drau&szlig;en!&ldquo;<\/strong><br>\nEine Waschmaschine oder einen K&uuml;hlschrank kann man einfach beim Jobcenter beantragen? Von wegen! Helena Steinhaus von Sanktionsfrei erz&auml;hlt, mit welchen absurden Argumenten Darlehen f&uuml;r dringend ben&ouml;tigte Ger&auml;te abgelehnt werden<br>\n&Uuml;ber Hartz IV wei&szlig; man vor allem eins: Man will es nicht! Man will nicht davon leben m&uuml;ssen, und man will nicht dar&uuml;ber reden m&uuml;ssen, dar&uuml;ber nachdenken m&uuml;ssen, es soll einfach weg.<br>\nDa sind wir nun: Hartz IV ist weg. Aus dem Diskurs. Aber nicht aus den Leben von 5,3 Millionen Menschen. Weil die CDU unbedingt auch die kleinsten Verbesserungen durch das B&uuml;rgergeld verhindern musste, hat sie mit einer zynischen Schmutzkampagne Desinformation verbreitet und Hetze gesch&uuml;rt. Das setzt sich fest. Nee, das will man nicht, Hartz IV. (&hellip;)<br>\nAber noch krasser ist, wenn das Darlehen abgelehnt wird. Da gab es beispielsweise den Fall von Doreen. Ihr wurde letzten Winter in einem offiziellen Schreiben vom Jobcenter mitgeteilt, die Witterungsbedingungen lie&szlig;en es zu, die Lebensmittel drau&szlig;en zu lagern. Derweil solle sie f&uuml;r einen neuen K&uuml;hlschrank sparen, daf&uuml;r sei schlie&szlig;lich im Regelsatz etwas vorgesehen.<br>\nOder Klaus, der mit seinem 19-j&auml;hrigen Sohn zusammen lebt. Ihm schrieb das Jobcenter, es werde kein neuer K&uuml;hlschrank ben&ouml;tigt, da keine minderj&auml;hrigen Kinder im Haushalt lebten. Darlehen abgelehnt.<br>\nOder Karl, dessen Tochter gerade verstarb, weswegen er ein Darlehn f&uuml;r ihre Beerdigung brauchte &ndash; und danach dann das dringend ben&ouml;tigte Darlehen f&uuml;r die Stromschulden abgelehnt wurde.<br>\nKlar, das sind krasse Beispiele. Ich wei&szlig; auch, dass viele Mitarbeitenden im Jobcenter ein riesiges Herz haben und tolle Arbeit machen unter echt heftigen Bedingungen und es liegt mir fern, sie zu diskreditieren. Aber das Problem ist, dass das Machtgef&auml;lle enorm ist und vom System beg&uuml;nstigt wird. Es wird selten sichtbar, wenn Sachbearbeitende Fehlentscheidungen treffen, die gegen die Menschenw&uuml;rde versto&szlig;en. Welche Antwort hat das B&uuml;rgergeld darauf? Mir ist keine bekannt.<br>\nAber gut, dass wir dar&uuml;ber geredet haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/kuehlschrank-beim-buergergeld-lagern-sie-ihre-lebensmittel-doch-draussen\">Helena Steinhaus in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Seid gefasst: Der Wirtschaftskrieg geht in die n&auml;chste Runde<\/strong><br>\nBald greift das &Ouml;l-Embargo gegen Russland. Unser Kolumnist analysiert, warum das eine neue Teuerungswelle ausl&ouml;st.<br>\nDie guten Nachrichten sinkender B&ouml;rsenpreise f&uuml;r Strom- und Gas werden leider bald getr&uuml;bt. Der Grund: Die EU setzt im Wirtschaftskrieg zur Attacke gegen Wladimir Putins &Ouml;lkonzerne an.<br>\nGegen Russland, den bis vor kurzem noch gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;l- und Diesellieferanten der EU, werden gleich mehrere Sanktionen umgesetzt. Ab dem 5. Dezember verbietet die EU, russisches &Ouml;l &uuml;ber Tanker in die EU zu schiffen. Zeitgleich soll gemeinsam mit den G7-Staaten ein &Ouml;lpreis-Deckel in Kraft treten, um Russland teure Exporte an andere L&auml;nder zu vermiesen. Die deutsche Regierung geht noch weiter und will bis Jahresende auch auf russisches &Ouml;l aus Pipelines verzichten. Ab Februar gilt das Embargo dann auch f&uuml;r &Ouml;lprodukte wie Diesel, Benzin und Heiz&ouml;l. (&hellip;)<br>\nDie EU ist trotz ambitionierter Klimaziele immer noch ein &Ouml;l-Junkie. Ohne &Ouml;l geht hier nicht viel. &Ouml;l ist Energietr&auml;ger und Rohstoff zugleich. Ohne &Ouml;l st&uuml;nde der Verkehr lahm, die Chemieproduktion w&uuml;rde gedrosselt, die wummernde Wirtschaftsmaschine st&uuml;nde still. Die EU muss &Ouml;l also woanders einkaufen. Das Problem: &Ouml;l ist knapp. Die gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;lf&ouml;rderer der Welt haben sich zu einem gro&szlig;en Kartell zusammengeschlossen, dem OPEC-Kartell. Sie stimmen die F&ouml;rdermengen ab, damit der Preis auf dem Weltmarkt so hoch ist, dass es sich f&uuml;r alle &Ouml;l-F&ouml;rderer lohnt. Wenn die EU ihr &Ouml;l woanders einkauft, ist das kein neues, zus&auml;tzliches &Ouml;l, sondern sie konkurriert mit anderen Abnehmern &uuml;ber die bisherigen Mengen &ndash; und treibt so die Preise in die H&ouml;he. F&uuml;r alle wohlgemerkt. Auch f&uuml;r arme Entwicklungsl&auml;nder, die am Wirtschaftskrieg gar nicht beteiligt sind.<br>\nDie Abnehmer, denen Deutschland das &Ouml;l aus den USA, Saudi-Arabien oder Norwegen wegkauft, m&uuml;ssen am Ende doch bei Putin kaufen. Kein &Ouml;l ist schlie&szlig;lich auch keine L&ouml;sung. Und Russland immerhin der zweitgr&ouml;&szlig;te &Ouml;l-Exporteur der Welt. Nur weil die EU also auf russisches &Ouml;l verzichtet, bleibt es nicht im Boden. Verkauft wird trotzdem, dann sogar zu h&ouml;heren Weltmarktpreisen &ndash; sofern die Logistik klappt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/oel-embargo-russland-sanktionen-seid-gefasst-der-wirtschaftskrieg-geht-in-die-naechste-runde-li.290635\">Maurice H&ouml;fgen in Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Energiekrise und &Ouml;lembargo: Preisdeckel mit undichten Stellen<\/strong><br>\nAb Montag gilt in EU- und G7-Staaten das &Ouml;lembargo. Damit der &Ouml;lpreis nicht explodiert, gibt es einen Preisdeckel &ndash; dessen Umsetzung wird schwierig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Energiekrise-und-Oelembargo\/!5900012\/%20\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>CETA-Ratifizierung: Opposition und gr&uuml;ne Basis sind w&uuml;tend<\/strong><br>\nVor der Wahl hatten die Gr&uuml;nen noch gegen das Freihandelsabkommen CETA demonstriert &ndash; nun wird es ratifiziert, mit Zustimmung der Gr&uuml;nen. (&hellip;)<br>\nIn einer gemeinsamen Pressemitteilung hatten Attac Deutschland, Naturfreunde Deutschland und das Umweltinstitut M&uuml;nchen zuvor auf die Problematik des Abkommens hingewiesen. Zivilgesellschaftlichen Organisationen seien im Vorfeld der ersten Lesung nicht einmal 24 Stunden zur Anh&ouml;rung einger&auml;umt worden. Auch zur Expertenanh&ouml;rung seien sie im Gegensatz zu Industrievertretern nicht eingeladen gewesen. Die Organisationen kritisieren wie die Linkspartei das Fehlen des Wortlauts der Interpretationserkl&auml;rung zum Investitionsschutz: Obwohl diese &bdquo;als Voraussetzung f&uuml;r die zweite und dritte Lesung des Ratifizierungsgesetzes angek&uuml;ndigt worden war&ldquo;, sei die finalisierte Fassung eine Woche vor der entscheidenden Abstimmung weder der &Ouml;ffentlichkeit noch den Bundestagsabgeordneten bekannt gewesen.<br>\nProtest hatte es im Vorfeld von der gr&uuml;nen Basis gegeben: Eine Gruppe lokaler, freihandelskritischer B&uuml;ndnisse im Netzwerk Gerechter Welthandel warf den Gr&uuml;nen Wortbruch vor. Die Gruppe schrieb an die Parteif&uuml;hrung: &bdquo;Kaum an der Regierung, treibt die gr&uuml;ne Bundestagsfraktion mit SPD und FDP die deutsche Ratifizierung von CETA voran. Wohl wissend, dass bei CETA weder die Pariser Klimaziele noch die ILO-Kernarbeitsnormen noch sonstige Nachhaltigkeitsziele sanktionsbewehrt verankert sind. Sehenden Auges nimmt sie au&szlig;erdem das Inkrafttreten des Investitionsschutzkapitels hin.&ldquo; Die Gruppe fragt: &bdquo;Warum wirft die gr&uuml;ne Bundestagsfraktion ausgerechnet zur Zeit des fortschreitenden Klimawandels und Artensterbens gr&uuml;ne &Uuml;berzeugungen &uuml;ber Bord und schafft ohne Not eine neue m&auml;chtige Paralleljustiz f&uuml;r globale Konzerne?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/ceta-ratifizierung-opposition-und-gruene-basis-ist-wuetend-li.293041\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Corona: Der Staat sollte sich bei den Ungeimpften entschuldigen!<\/strong><br>\nEs wird Zeit, einen Dialog zu f&uuml;hren &uuml;ber das Unrecht, das Kritikern der Corona-Ma&szlig;nahmen angetan wurde. Der n&auml;chste Teil unserer Corona-Debattenserie. (&hellip;)<br>\nMichael Andrick spricht vielen Menschen aus der Seele. Er h&auml;lt nach dem Umgang der staatlichen Institutionen mit der Corona-Krise &bdquo;alles f&uuml;r m&ouml;glich&ldquo; und konstatiert in seinem wortgewaltigen, beklemmenden Beitrag: &bdquo;Die Verfassung wurde vom gesamten Staatspersonal verraten.&ldquo;<br>\nAuch Tomasz Kurianowicz spricht vielen Menschen aus der Seele. Er beschreibt seine &bdquo;Todesangst&ldquo;, hat Verst&auml;ndnis f&uuml;r eine &bdquo;schwierige Abw&auml;gungssache&ldquo; und dankt der Bundesregierung f&uuml;r den Schutz seiner Familie.<br>\nHaben die beiden Autoren tats&auml;chlich, wie Kurianowicz sich ausdr&uuml;ckt, ein &bdquo;ganz unterschiedliches Realit&auml;tsbewusstsein&ldquo; entwickelt? (&hellip;)<br>\nAndricks Ausf&uuml;hrungen stellen sich nicht als &bdquo;R&uuml;ckblick&ldquo; dar, sondern sie sind vielmehr eine dichte Zusammenfassung dessen, was sich von Beginn der Corona-Krise an nach und nach offenbarte. Am ersten Tag des &bdquo;Lockdowns&ldquo; &ndash; &uuml;brigens ein Begriff aus dem Strafvollzug &ndash; im M&auml;rz 2020 habe ich einen kritischen Diskurs angemahnt und davor gewarnt, dass wir andernfalls auf einen Zustand zusteuern, &bdquo;in dem Unsicherheit und Angst bald &uuml;ber Wochen, Monate und Jahre aufrechterhalten bleiben.&ldquo;<br>\nJene zwei &Auml;ngste, die Andrick und Kurianowicz eindr&uuml;cklich schildern, standen sich bereits Ende 2020 unvers&ouml;hnlich gegen&uuml;ber und veranlassten mich, &uuml;ber das besorgniserregende &bdquo;gesellschaftliche Gegeneinander&ldquo; zu schreiben. Der Rechtsstaat hat sich indes tats&auml;chlich als nicht krisenfest erwiesen, sodass Andrick in seiner Schlussfolgerung beizupflichten ist: &bdquo;Der Mut der Justiz, Grundrechte konsequent zu verteidigen, ist zu schwach.&ldquo; (&hellip;)<br>\nSeit langem ist die Verengung des Meinungskorridors zu beobachten und eine Verstetigung des Krisenzustands (Maskenpflicht) zu bef&uuml;rchten. Die &bdquo;politische Solidarit&auml;t&ldquo;, die Kurianowicz empfindet, empfand ich 2020 als &bdquo;falsch verstandene Solidarit&auml;t&ldquo; und beklagte zudem eine &bdquo;Doppelmoral&ldquo;, die sich beispielsweise am menschenunw&uuml;rdigen Umgang mit Gefl&uuml;chteten an den europ&auml;ischen Au&szlig;engrenzen zeigte, aber auch darin, dass sozial besonders vulnerable Gruppen die Ma&szlig;nahmen h&auml;rter trafen als beispielsweise die intellektuelle Oberschicht, die mit ihren Familien in ger&auml;umigerem Wohnraum lebte, von dort arbeiten und ihre Kinder beschulen konnte.<br>\nIch sch&auml;tze beider Autoren offenherzige Beitr&auml;ge sehr und hoffe auf einen echten, wertsch&auml;tzenden Dialog. Dabei gilt: Gef&uuml;hle &ndash; oder das Realit&auml;tsbewusstsein &ndash; sind nicht verhandelbar. Aber sie k&ouml;nnen t&auml;uschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/corona-der-staat-sollte-sich-bei-den-ungeimpften-entschuldigen-li.292799%20\">Jessica Hamed in Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> K&uuml;rzlich hat auch der &bdquo;Cicero&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91087#h11\">eine dreiteilige Folge mit Zehn Thesen zur Aufarbeitung der Corona-Krise<\/a> gestartet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Offener Brief: Wissenschaftler gegen Diffamierung, f&uuml;r zivilen Diskurs<\/strong><br>\nEine Gruppe von Wissenschaftlern mahnt: Die Wissenschaft d&uuml;rfe nicht politisiert werden. Anlass ist das Fahndungsplakat von Jan B&ouml;hmermann.<br>\nUnter der &Uuml;berschrift &bdquo;Zum Umgang mit Hendrik Streeck und zum Verh&auml;ltnis von Wissenschaft, Medien und Politik&ldquo; schreiben mehrere Wissenschaftler, es sei wichtig, auch in einer Krise nicht mit &bdquo;Diffamierung zur gesellschaftlichen Polarisierung beizutragen&ldquo;, sondern &bdquo;einen offenen, aber zivilisierten Diskurs im &ouml;ffentlichen Raum und insbesondere in der Sph&auml;re des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks zu erm&ouml;glichen&ldquo;. Wir dokumentieren den Brief im Wortlaut:<br>\nVor einem Jahr (am 6. Dezember 2021) ver&ouml;ffentlichte die Allianz der Wissenschaftsorganisationen einen Aufruf zu mehr Sachlichkeit in Krisensituationen (hier). Anl&auml;sslich wiederholter Angriffe auf den Virologen Hendrik Streeck, die j&uuml;ngst in einem persiflierten RAF-Fahndungsplakat des ZDF-Moderators Jan B&ouml;hmermann m&uuml;ndeten, sehen wir es f&uuml;r geboten an, diesen Aufruf zu erneuern. Auch wenn die Abbildung eines Wissenschaftlers auf einem Fahndungsplakat nur als Satire gemeint sein mag, k&ouml;nnen wir die wiederholten Angriffe gegen unseren Kollegen Hendrik Streeck nicht unwidersprochen lassen und unterst&uuml;tzen, was er selbst als Betroffener in der Zeit dazu geschrieben hat.<br>\nDer Urheber des Plakats hat Herrn Streeck zuvor unter anderem in einer Podiumsdiskussion in Zusammenhang mit &bdquo;Menschenfeindlichkeit&ldquo; gebracht und ihm jegliche wissenschaftliche Expertise in Bezug auf die SARS-CoV-2-Pandemie abgesprochen. Angesichts von Hendrik Streecks Verdiensten in der HIV-Forschung und seines Engagements gegen die AIDS-Pandemie auf einer breiteren Ebene sind diese Angriffe befremdlich. Sie richten sich ausgerechnet gegen jemanden, der in der spannungsgeladenen Zeit der Corona-Pandemie stets auf Konzilianz bedacht war und, wo er Kritik f&uuml;r n&ouml;tig erachtete, konstruktiv f&uuml;r behutsame, verantwortungsvolle Kurskorrekturen eingetreten ist.<br>\nWir sehen in den genannten Diffamierungen nicht nur einen Angriff auf die W&uuml;rde unseres Kollegen, sondern gleichzeitig den Ausdruck eines fehlgeleiteten Selbstverst&auml;ndnisses, wie es sich einige Journalistinnen und Journalisten sowie Medienschaffende im &ouml;ffentlichen Diskurs zu wissenschaftlichen Themen angew&ouml;hnt haben. Zu oft ma&szlig;en sich manche eine Schiedsrichterfunktion &uuml;ber im Diskurs zul&auml;ssige Auffassungen und Personen an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/offener-brief-wissenschaftler-gegen-diffamierung-fuer-zivilen-diskurs-li.293667\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nach Lizenz f&uuml;r Chevron: Pr&auml;sident von Venezuela fordert Aufhebung aller US-Sanktionen<\/strong><br>\nVenezuelas Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro hat die Chevron-Lizenz f&uuml;r die Wiederaufnahme des &Ouml;lgesch&auml;fts als &ldquo;Schritt in die richtige Richtung&rdquo; begr&uuml;&szlig;t. Zugleich forderte er Washington auf, die Sanktionen vollst&auml;ndig aufzuheben.<br>\n&ldquo;Die Lizenzen, die &ouml;ffentlichen und die nicht-&ouml;ffentlichen, die die US-Regierung Chevron erteilt hat, sind ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn sie nicht ausreichend sind f&uuml;r das, was Venezuela fordert, n&auml;mlich die vollst&auml;ndige Aufhebung aller kriminellen Sanktionen gegen die &Ouml;lindustrie&rdquo;, sagte Maduro am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.<br>\nEr verwies darauf, dass die gesamte venezolanische Wirtschaft, einschlie&szlig;lich des &Ouml;lsektors und des Bankensystems, weiterhin &ldquo;illegal&rdquo; Sanktionen unterworfen ist, die das Recht des Landes auf freien Handel und Produktion verletzen. &ldquo;Dies ist Kolonialismus des 21. Jahrhunderts&rdquo;, erkl&auml;rte er.<br>\nDie Aufhebung der Strafma&szlig;nahmen w&uuml;rde zu einer beschleunigten und vollst&auml;ndigen Erholung der Wirtschaft f&uuml;hren, und dies h&auml;tte direkte soziale Auswirkungen, etwa auf Geh&auml;lter, betonte das Staatsoberhaupt.<br>\nDennoch begr&uuml;&szlig;te Maduro, dass die staatliche &Ouml;lgesellschaft PDVSA neue Vertr&auml;ge mit dem US-Konzern Chevron unterzeichnet. Das sei sehr positiv &ldquo;f&uuml;r Venezuela, Chevron und sogar f&uuml;r die Welt&rdquo;, sagte er und erinnerte daran, dass das Karibikland &uuml;ber die gr&ouml;&szlig;ten nachgewiesenen &Ouml;lreserven der Welt verf&uuml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2022\/12\/261401\/venezuela-chevron-sanktionen\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Dreimal getragen &ndash; Adidas verramscht deutsches Nationaltrikot<\/strong><br>\nDas WM-Aus der deutschen Elf trifft auch den Einzelhandel, der weniger Ums&auml;tze mit Fan-Artikeln machen wird. DFB-Ausstatter Adidas reagiert bereits mit einer massiven Rabattaktion. Dabei hat das Unternehmen noch einige weitere Eisen im Feuer. (&hellip;)<br>\nTrikots der deutschen Nationalmannschaft, die am Donnerstag an Spanien und Japan gescheitert war, wurden am Freitag im Online-Shop von Adidas mit 50 Prozent Nachlass verkauft &ndash; das einfachere Fan-Trikot f&uuml;r 45 statt f&uuml;r 90 Euro, das echte Trikot, das auch die Spieler tragen, f&uuml;r 70 statt 140 Euro. &ldquo;Wir sind mit dem WM-Gesch&auml;ft absolut zufrieden&rdquo;, sagte ein Adidas-Sprecher in Doha. &ldquo;So sehr uns das Ausscheiden in Deutschland trifft, so sehr profitieren wir von der internationalen Begeisterung in Katar.&rdquo; Adidas ist einer der sieben globalen Partner des Fu&szlig;ball-Weltverbands Fifa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/fussball-weltmeisterschaft-dfb-aus-adidas-verramscht-deutsches-nationaltrikot-a-231e3d0f-9619-4e06-8df3-63bc32a6b619%20\">manager magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Eine staatliche Zensur findet statt &ndash; der Nachweis ist da<\/strong><br>\nStaatlich und halbstaatlich finanzierte Faktenchecker und andere behaupten, die sozialen Medien w&uuml;rden nicht zensiert, weil Zensur nur sei, was vom Staat ausgeht, nicht was private Medienplattformen unternehmen. Doch inzwischen ist bewiesen, dass Staaten direkt am Zensurprozess beteiligt sind. Das wirft ein besonderes Licht auf die Kampagne gegen den neuen Twitter-Eigner Elon Musk, der die Zensur auf gesetzwidrige Inhalte beschr&auml;nken will.<br>\nDie &bdquo;Faktenchecker&ldquo; des Bayerischen Rundfunks, die sich selbst mit dem albernen Namen &bdquo;Faktenfuchs&ldquo; belegt haben, schrieben 2021:<br>\n&bdquo;Immer wieder wird der Vorwurf laut, dass es Zensur in Deutschland g&auml;be, wenn man regierungskritische Inhalte &auml;u&szlig;ere &ndash; ob in sozialen Medien oder generell in Medien. (&hellip;)<br>\nDoch was ist Zensur eigentlich? Wie steht es um die freie Meinungs&auml;u&szlig;erung und die Pressefreiheit in Deutschland? Und wird in sozialen Medien &bdquo;zensiert&ldquo;? Zensur wird klassischerweise als die staatliche Kontrolle von &Auml;u&szlig;erungen definiert. (&hellip;)<br>\nIn Deutschland ist die Zensurfreiheit im Grundgesetz festgelegt. In Artikel 5, Absatz 1 steht: &bdquo;Eine Zensur findet nicht statt.&ldquo;<br>\nDas wird dann noch mit einigen Expertenstimmen unterf&uuml;ttert, bevor man sich der spannenden Frage zuwendet, ob es nicht auch Zensur ist, wenn der Staat die Plattformen stark dr&auml;ngt, vieles zu zensieren, auch gesetzeskonforme Meinungen und Informationen. Der Antwort auf diese Fragen weicht der Faktenfuchs sehr l&auml;nglich aus, bevor er dann auf einen Folgebeitrag verweist, in dem er nach langer Vorrede wortreich-verquast zugibt, dass man das schon auch als Zensur bezeichnen k&ouml;nne. (&hellip;)<br>\nDas vor Kurzem amtlich zu sozialen Diensten verk&uuml;ndete EU-Gesetz Digital Services Act (DSA), das zwischen November 2022 und Februar 2023 in Kraft tritt, erlegt den gro&szlig;en Plattformen unter anderem auf, gegen &bdquo;systemische Risiken&ldquo; vorzugehen. Es wurde von der B&uuml;rgerrechtsbewegung European Digital Rights als Gefahr f&uuml;r die Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit bezeichnet. Unter anderem erlaubt es der EU-Kommission einen Notstand zu erkl&auml;ren, der ihr sehr weitreichende Rechte gibt, Inhalte auf sozialen Medienplattformen zu zensieren. Die gro&szlig;en Plattformen m&uuml;ssen entsprechende Zensurkapazit&auml;ten vorhalten.<br>\nDass die EU-Kommission mit Aussperren von Twitter droht, weil Musk nicht genug gegen &bdquo;Desinformation&ldquo; tue, zeigt, wie berechtigt diese Kritik ist. Desinformation ist etwas ganz anderes als strafbare Inhalte. Es ist ein Konzept um die Medien in den Dienst staatlicher und &uuml;berstaatlicher Propagandainteressen zu stellen, sei es in Zusammenhang mit milit&auml;rischen Konflikten, oder zur Durchsetzung von Impfkampagnen und Pandemiema&szlig;nahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/propaganda-zensur\/twitter-facebook-zensur\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Meinungsfreiheit ist den Regierenden offenbar ein &bdquo;Dorn im Auge&ldquo;. Zensurma&szlig;nahmen wirken sich insbesondere negativ auf den gesellschaftlichen und politischen Meinungsprozess aus. Mit diesen Methoden k&ouml;nnen Gesellschaft und Politik gesteuert werden. Bitte lesen Sie dazu u.a. auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87422\">Noch reformierbar? NDR-Redakteure beklagen sich &uuml;ber Zensur, Klima der Angst, Einsch&uuml;chterungsversuche und Verhinderung kritischer Berichterstattung<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82773\">Hannes Hofbauer zur Zensur: &bdquo;YouTube, Facebook und Co erledigen nur die Drecksarbeit&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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