{"id":9130,"date":"2011-04-19T08:31:53","date_gmt":"2011-04-19T06:31:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9130"},"modified":"2011-04-19T08:31:53","modified_gmt":"2011-04-19T06:31:53","slug":"hinweise-des-tages-1368","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9130","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die Quittung der Skeptiker; S&amp;P schockiert Amerika; In 2012 sind Gewinne von 1.000 Milliarden m&ouml;glich; Merkel riskiert Verfassungskrise in Deutschland; Griechen misstrauen Regierung und Opposition; J&uuml;rgen Habermas: Europapolitik &ndash; Merkels von Demoskopie geleiteter Opportunismus; Sparen bei den Schw&auml;chsten; Schuldenhochburg Berlin; Manager als Totschl&auml;ger; Die Schrecken der Meere Frachter verpesten die Umwelt; Teure Privatisierung; Vorratsdatenspeicherung; Libyen; Saudi-Arabien; Ungarn; Zahl der gewaltbereiten Neonazis nimmt zu; Jahrestag der US-&Ouml;lpest; Umweltschutz predigen, Dreckschleudern fahren; Wie viel Porsche vertr&auml;gt Gr&uuml;n?; Nachtrag zu Hinweis 16 vom 18.4.2011 (KR\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Die Quittung der Skeptiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">S&amp;P schockiert Amerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">In 2012 sind Gewinne von 1.000 Milliarden m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Merkel riskiert Verfassungskrise in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Griechen misstrauen Regierung und Opposition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">J&uuml;rgen Habermas: Europapolitik &ndash; Merkels von Demoskopie geleiteter Opportunismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Sparen bei den Schw&auml;chsten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Schuldenhochburg Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Manager als Totschl&auml;ger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Die Schrecken der Meere Frachter verpesten die Umwelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Teure Privatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Vorratsdatenspeicherung: Schwarz-gelber Osterkrimi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Libyen &ndash;  Am Anfang war der Rote Scheich &ndash; Eine kleine Geschichte des libyschen &Ouml;ls<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Saudi-Arabien &ndash; Ein Regime wird belagert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Ungarn &ndash; Verfassungsputsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Zahl der gewaltbereiten Neonazis nimmt zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Jahrestag der US-&Ouml;lpest: Wir finden heraus, wie gro&szlig; dieses Ding ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Umweltschutz predigen, Dreckschleudern fahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Wie viel Porsche vertr&auml;gt Gr&uuml;n?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Nachtrag zu Hinweis 16 vom 18.4.2011<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=9130&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Quittung der Skeptiker<\/strong><br>\nDer Populist Soini hat bei den finnischen Wahlen auch mit seiner Euro-Schelte gepunktet. Tats&auml;chlich w&auml;chst vielerorts die Distanz zur EU. Sie muss sich wieder mehr den B&uuml;rgern zuwenden. [&hellip;]<br>\nDie Regierenden der EU-Staaten haben es vers&auml;umt, den Menschen klarzumachen, was die Einheit Europas bedeutet. Die Finnen sind daf&uuml;r ein gutes Beispiel. 1994 meldeten sie sich unter die Europafahne, als sie in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Krieg steckten und nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ein B&uuml;ndnis mit Westeuropa m&ouml;glich war. Der Eigennutz war leicht verst&auml;ndlich. Doch dass anschlie&szlig;end finnische Regierungen ihr Land zum &bdquo;Kernland&ldquo; der EU machen wollten, geschah ohne Einbeziehung der W&auml;hler, und je st&auml;rker die Integration voranschritt, desto skeptischer wurde die Bev&ouml;lkerung. Daf&uuml;r gibt es jetzt die Quittung. Die Zeiten, in denen Finnland zu den willigen Hilfstruppen der F&ouml;deralisten z&auml;hlte, sind wohl vorbei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/die-quittung-der-skeptiker\/-\/1472602\/8355706\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>S&amp;P schockiert Amerika<\/strong><br>\nDie Ratingagentur Standard &amp; Poor&rsquo;s (S&amp;P) erw&auml;gt eine Herabstufung der USA. Die Bonit&auml;tsw&auml;chter best&auml;tigten am Montag zwar die Top-Note &ldquo;AAA&rdquo; f&uuml;r die Vereinigten Staaten, &auml;nderten den Ausblick aber von &ldquo;stabil&rdquo; auf &ldquo;negativ&rdquo;. Dies bedeute, &ldquo;dass die Wahrscheinlichkeit einer Herabstufung der USA innerhalb der n&auml;chsten zwei Jahre mindestens bei 1 von 3 liegt&rdquo;, sagte die S&amp;P-Analystin Nikola Swann. Der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) hatte in der vergangenen Woche gewarnt, das Haushaltsdefizit der USA werde in diesem Jahr voraussichtlich auf 10,8 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen und damit die Neuverschuldung aller anderen Industriel&auml;nder &uuml;bertreffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/anleihen-devisen\/:riesiges-haushaltsloch-s-p-schockiert-amerika\/60041040.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was ist hier eigentlich schockierend? Die Zahlen zur Staatsverschuldung und zum Haushaltsdefizit der USA sind l&auml;ngst bekannt. Schockierend ist eher, dass eine einzelne Ratingagentur eine solche Reaktion an den M&auml;rkten ausl&ouml;sen kann. Auch die Prognose des IWF wie auch das Hickhack um die Konsolidierung der Staatsfinanzen in Washington ist den Marktteilnehmern bekannt. Man fragt sich, warum die diversen Akteure an den Finanzm&auml;rkten eine Heerschar von Analysten besch&auml;ftigen, wenn diese erst auf eine Nachricht einer Ratingagentur reagieren und nicht selbstst&auml;ndig eine Einstufung von Staatsanleihen oder Firmen vornehmen k&ouml;nnen. Man fragt sich, was schlimmer ist: die Macht der Ratingagenturen oder Inkompetenz der Analysten?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>In 2012 sind Gewinne von 1.000 Milliarden m&ouml;glich<\/strong><br>\nDie Unternehmen, deren Aktien im S&amp;P-500-Index enthalten sind, werden ihre Gewinne weiter steigern k&ouml;nnen. Allerdings werden die Zuw&auml;chse im Jahresvergleich abnehmen, erkl&auml;rt Dirk von Dijk, Direktor bei Zacks Investment Research.<br>\nDer Markt rechnet auf Sicht trotz der hohen Energie- und Rohstoffpreise mit steigenden Margen. Im kommenden Jahr sollten die betrachteten Unternehmen gemeinsam erstmals in der Geschichte mehr als eine Billion Dollar verdienen, so der Konsens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubF3F7C1F630AE4F8D8326AC2A80BDBBDE\/Doc~E8C9A9456461F4393807216ADAE278E2E~ATpl~Ecommon~Sspezial.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sollten sich die Regierungen noch fragen, woher sie das Geld f&uuml;r die steigenden Staatsausgaben nehmen sollen &hellip;<br>\nDas Geld liegt auf der Strasse, nur b&uuml;cken m&uuml;ssen sich unsere Volksvertreter schon selbst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Merkel riskiert Verfassungskrise in Deutschland<\/strong><br>\nDeutschland begibt sich mit seiner Hilfe f&uuml;r strauchelnde Euro-L&auml;nder auf juristisches Glatteis. Experten sehen einen Verfassungsbruch, sollte die Kanzlerin nicht das Okay des Bundestags f&uuml;r die Finanzspritzen einholen.<br>\nIn der Debatte &uuml;ber k&uuml;nftige Milliardenhilfen f&uuml;r strauchelnde Euro-L&auml;nder mehren sich die Forderungen nach einer strengen Kontrolle durch das Parlament. Nicht nur der Bundestag rebelliert dagegen, dass die Bundesregierung quasi im Alleingang Steuergelder f&uuml;r die Rettung von Pleitestaaten in der Euro-Zone bereitstellt. Auch profilierte Wissenschaftler begehren auf. &ldquo;Wenn jetzt sogar das Budgetrecht des Parlaments ausgeh&ouml;hlt wird, droht Deutschland eine Verfassungskrise&rdquo;, meint etwa Joachim Wieland, Staatsrechtler an der Universit&auml;t Speyer, in einem Gastbeitrag f&uuml;r das Handelsblatt. Der Bundestag m&uuml;sse seine Rechte verteidigen, damit er nicht zum &ldquo;Akklamationsorgan f&uuml;r die Regierung&rdquo; verkomme. &ldquo;Das Volk erwartet von seinen Repr&auml;sentanten mit Recht mehr Standhaftigkeit.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/merkel-riskiert-verfassungskrise-in-deutschland\/4072738.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Das ist alles so daher gesagt, ohne zu bedenken, dass es manchmal Handlungszw&auml;nge gibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Griechen misstrauen Regierung und Opposition<\/strong><br>\nDie Finanzmisere in Griechenland w&auml;chst sich immer mehr zu einer Krise des politischen Systems aus. 81 Prozent sehen ihr Land &bdquo;auf dem falschen Weg&ldquo;. Rund 90 Prozent vertrauen weder der Regierung noch der konservativen Opposition.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/griechen-misstrauen-regierung-und-opposition\/-\/1472596\/8354972\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Korrekter w&auml;re es, wenn zu Anfang formuliert w&auml;re: &bdquo;Die Finanzkrise, die mit Lust in gang gesetzten Spekulationen gegen Griechenland und die Auflagen von IWF und EU &hellip;&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>J&uuml;rgen Habermas: Europapolitik &ndash; Merkels von Demoskopie geleiteter Opportunismus<\/strong><br>\nAn Gr&uuml;nden f&uuml;r eine europ&auml;ische Gemeinschaft fehlt es nicht, doch die politischen Eliten setzen unverfroren die Entm&uuml;ndigung der B&uuml;rger fort. Auch die deutsche Politik folgt schamlos dem opportunistischen Drehbuch der Machtpragmatik. Merkels Atommoratorium ist das auff&auml;lligste Beispiel. Im Fall Guttenberg hat sie sogar das rechtsstaatliche Amtsverst&auml;ndnis kassiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/europapolitik-merkels-von-demoskopie-geleiteter-opportunismus-1.1082536\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>Dagegen, speziell was die EU-B&uuml;rokratie betrifft:<\/strong><br>\nBr&uuml;ssel ist die Maschine, die unsere Realit&auml;t produziert. Hans Magnus Enzensberger und J&uuml;rgen Habermas kritisieren die EU. Doch stimmt das Bild vom b&uuml;rokratischen Monster? Der Schriftsteller Robert Menasse widerspricht:<br>\n&ldquo;Und die Kritik von Hans Magnus Enzensberger an der EU w&auml;re sogar ganz besonders berechtigt &ndash; wenn die Pr&auml;missen seiner Kritik stimmten: dass die Bundesrepublik das Glanzst&uuml;ck einer lebendigen Demokratie darstellt, w&auml;hrend die EU institutionell ein undemokratisches Monster ist. Nun hat aber die Bundesrepublik, wie jeder Nationalstaat in der Union, erhebliche Demokratiedefizite, die ja auch der Grund f&uuml;r das Ph&auml;nomen der &ldquo;Wutb&uuml;rger&rdquo; sind.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/kultur\/article13121633\/Bruessel-ist-die-Maschine-die-unsere-Realitaet-produziert.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein Auszug aus dem Essay von Hans Magnus Enzensberger, auf den sich Robert Menasse bezieht, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-77222640.html\">bietet der Spiegel<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe auch seine <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68\/Doc~ECC789B864DC04CDAAD5D4010430CC316~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">Rede zum Sonning-Preis<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Menasse recherchiert zurzeit im Milieu der Br&uuml;sseler EU-Beh&ouml;rden f&uuml;r seinen neuen Roman. Siehe hierzu: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.europesebeweging.nl\/9353228\/d\/robert_menasse.pdf\">Robert Menasse over de Europese Unie en de Europese Commissie [PDF &ndash; 97 KB]<\/a>&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Zu allen Beitr&auml;gen lie&szlig;e sich Manches &ndash; auch Kritisches &ndash; anmerken, zum Nachdenken regen sie allemal an. In allen Beitr&auml;gen kommt allerdings ein ganz wesentlicher Erfolg kaum zur Sprache, der Erfolg der gro&szlig;en Industrie. Die Europ&auml;ische Union in ihrer heutigen Form dient vor allem den Interessen des Kapitals. Man schaue sich nur einmal die Liste der Mitglieder des European Round Table of Industrialists an, <a href=\"http:\/\/www.ert.be\/members_by_country.aspx\">der Mutter aller Lobbies<\/a>, und vergegenw&auml;rtige sich, dass das von der Kommission pr&auml;sentierte Wei&szlig;buch zum Europ&auml;ischen Binnenmarkt (1985) ein Grundlagenpapier des  ERT  eins zu eins umsetzte. Bis heute bildet die Kommission eine quasi symbiotische Beziehung mit dem ERT, das von der Lissabon-Strategie bis zu einzelnen Infrastrukturprojekten wie dem Tunnel zwischen Frankreich und Gro&szlig;britannien einem Einfluss geltend machte. Das Ziel der Lissabon-Strategie, die EU  &ldquo;zum wettbewerbsf&auml;higsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen&rdquo;, l&auml;uft, wie an der Dienstleistungsrichtlinie zu sehen ist, auf die Aufhebung nationalen Vorschriften und Standards hinaus, die das europ&auml;ische Kapital als Hindernisse f&uuml;r seine wirtschaftliche Expansion betrachtet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sparen bei den Schw&auml;chsten<\/strong><br>\nUrsula von der Leyen vergisst bei den K&uuml;rzungen von Ein-Euro-Jobs den entscheidenden Punkt: Eine schlechte F&ouml;rderung f&uuml;r Langzeitarbeitslose ist immer noch besser als gar keine. Dass sie nur bei den Schw&auml;chsten k&uuml;rzt, ist ein Armutszeugnis. [&hellip;]<br>\nDoch von der Leyen vergisst bei ihrem Vorgehen einen, den entscheidenden Punkt: Eine schlechte F&ouml;rderung f&uuml;r Langzeitarbeitslose ist immer noch besser als gar keine. Allein der geschenkte Aufschwung wird nicht reichen, um den Menschen mit den gr&ouml;&szlig;ten Problemen eine echte Chance zu geben. Doch in der Arbeitsmarktpolitik freut sich die Koalition &uuml;ber die gute Konjunktur und beschr&auml;nkt sich ansonsten darauf zu k&uuml;rzen und zu streichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/sparen-bei-den-schwaechsten\/-\/1472602\/8355694\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schuldenhochburg Berlin<\/strong><br>\nIn keinem Bundesland sind so viele Menschen &uuml;berschuldet wie in Berlin. Ein neues Gesetz soll ihnen helfen.<br>\nVon Aufschwung keine Spur: W&auml;hrend sich die Wirtschaft erholt, w&auml;chst in vielen Haushalten die Schuldenlast. &bdquo;Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise erreichen die Schuldnerberatungsstellen erst jetzt&ldquo;, sagt Claus Richter, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Schuldner- und Insolvenzberatung. 6,5 Millionen Menschen sind nach Berechnungen der Auskunftei Creditreform &uuml;berschuldet, und die Zahl w&auml;chst weiter.<br>\nBesonders dramatisch ist die Situation in Berlin. Beim Ende M&auml;rz vorgestellten Schufa-Kreditkompass landete die Hauptstadt im Vergleich der Bundesl&auml;nder 2010 nicht nur erneut auf dem letzten Platz, die Lage hat sich noch einmal verschlechtert: Der sogenannte &bdquo;Privatverschuldungsindex&ldquo;, der den Anteil ver- und &uuml;berschuldeter Menschen an der Gesamtbev&ouml;lkerung z&auml;hlt, stieg von 12,1 auf 12,4 Prozent und ist damit h&ouml;her als in jedem anderen Bundesland.<br>\n&bdquo;Die Berliner kommen immer h&auml;ufiger in existenzbedrohende Situationen&ldquo;, sagt Claus Richter. &bdquo;Bei Alleinerziehenden und Familien ist das Armutsrisiko besonders hoch.&ldquo; Doch auch im &uuml;brigen Bundesgebiet nehmen die Probleme zu. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen erreichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2010 mit 108 798 Verfahren einen neuen H&ouml;chststand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/verbraucher\/schuldenhochburg-berlin\/4073496.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Manager als Totschl&auml;ger<\/strong><br>\nSechzehn Jahre und sechs Monate Haft f&uuml;r den ThyssenKrupp-Manager Harald Espenhahn, au&szlig;erdem Haftstrafen zwischen zehn und 13 Jahren f&uuml;r f&uuml;nf weitere Manager der italienischen Tochter des deutschen Stahlkonzerns: Noch nie in der j&uuml;ngeren Geschichte wurde ein Arbeitsunfall in Italien so schwer geahndet wie jetzt die Brandkatastrophe vom Dezember 2007 im ThyssenKrupp-Werk Turin, bei der sieben Arbeiter starben. &ndash; Rechtsgeschichte aber schrieb das am Freitag in Turin verk&uuml;ndete Urteil vor allem deshalb, weil es Espenhahn vors&auml;tzlichen Totschlag zur Last legt: Wenn ein Manager um die Risiken am Arbeitsplatz wisse, wenn er die n&ouml;tigen Investitionen in Sicherheit und Brandschutz unterlasse, dann nehme er Tote bewusst in Kauf. Das Urteil steht so f&uuml;r eine Wende in der Haltung nicht blo&szlig; der Justiz, sondern der ganzen Gesellschaft gegen&uuml;ber Unf&auml;llen am Arbeitsplatz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F04%2F18%2Fa0078&amp;cHash=3875e41d39\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Schrecken der Meere Frachter verpesten die Umwelt<\/strong><br>\nFr&uuml;her nannte man Piraten die &ldquo;Schrecken der Meere&rdquo;. Heute sind das die Schiffe, die die Weltmeere befahren: Alleine die 15 gr&ouml;&szlig;ten Frachter produzieren so viel Schwefel- und Stickoxide wie alle Pkw &ndash; weltweit. M&ouml;glichkeiten, die Schifffahrt sauberer zu machen, gibt es schon, aber sie werden kaum genutzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/bayerisches-fernsehen\/faszination-wissen\/faszination-wissen-schiffe-abgase-ID1302624128093.xml\">BR Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Teure Privatisierung<\/strong><br>\nHamburg hat seine Krankenh&auml;user privatisiert &ndash; und zahlt daf&uuml;r immer noch drauf. Allein 2010 mu&szlig;te die Freie und Hansestadt &uuml;ber 36 Millionen Euro f&uuml;r die R&uuml;ckkehr von Klinikbesch&auml;ftigten in den &ouml;ffentlichen Dienst ausgeben. Im Vorjahr waren es sogar fast 47 Millionen Euro. Das berichtet das Hamburger Abendblatt (Montagausgabe) unter Berufung auf ein Beh&ouml;rdenpapier. Seit dem Verkauf von sieben kommunalen Krankenh&auml;usern an die private Asklepios-Gruppe seien f&uuml;r die Stadt Personalkosten in &raquo;dreistelliger Millionenh&ouml;he&laquo; angefallen. Rund 750 ehemalige Klinikmitarbeiter sind in Bezirks&auml;mtern und Beh&ouml;rden zwischengeparkt, ohne eine sinnvolle Besch&auml;ftigung auszu&uuml;ben. Die Kosten daf&uuml;r tragen die Steuerzahler, nicht etwa der Asklepios-Konzern.<br>\nAnfang 2005 hatte die damalige CDU-Alleinregierung den Landesbetrieb Krankenh&auml;user (LBK) privatisiert. Zuerst gingen 49,9 Prozent der Anteile und die unternehmerische Leitung f&uuml;r knapp 320 Millionen Euro an das Unternehmen Asklepios. 2007 erhielt der Gesundheitskonzern weitere 25 Prozent der Aktien. Hamburg h&auml;lt heute nur noch eine Sperrminorit&auml;t von 25,1 Prozent. Die Besch&auml;ftigten erhielten damals eine Garantie des Senats, da&szlig; sie in den &ouml;ffentlichen Dienst zur&uuml;ckkehren d&uuml;rften. Nach dem gleichen Modell wurde 2007 der st&auml;dtische Dienst pflegen &amp; wohnen verkauft. Die CDU hatte mit maximal 500 r&uuml;ckkehrwilligen LBK-Besch&auml;ftigten gerechnet. Tats&auml;chlich gingen beinahe 1500 Angestellte wieder in den Staatsdienst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/04-19\/044.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vorratsdatenspeicherung: Schwarz-gelber Osterkrimi<\/strong><br>\nWer hat mit wem wie lange telefoniert? Wer an wen eine E-Mail verschickt? Wer wann und wie oft welche Internetseiten aufgerufen? Die Vorratsdatenspeicherung ist das Horten von Daten in riesigem Umfang. Die EU will Deutschland jetzt zur Umsetzung einer Richtlinie zwingen. Drei Gr&uuml;nde, wieso beim Thema Vorratsdatenspeicherung nicht weggeh&ouml;rt werden darf.<br>\nEin Kommentar von Heribert Prantl<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/vorratsdatenspeicherung-schwarz-gelber-osterkrimi-1.1086423\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu auch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>AK Vorrat fordert europaweites Vorratsdatenspeicherungs-Verbot<\/strong><br>\nDie von der EU-Kommission angef&uuml;hrten Statistiken und Einzelf&auml;lle belegen die Notwendigkeit einer Erfassung aller Verbindungsdaten nicht. Die EU muss zur Kenntnis nehmen, dass eine Vorratsdatenspeicherung weder die Quote der aufgekl&auml;rten Straftaten erh&ouml;ht noch die Zahl der begangenen Straftaten vermindert hat. Die EU muss ihr Vorratsdaten-Experiment daher sofort abbrechen und den v&ouml;llig unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Zwang zur Totalspeicherung aller Verbindungsdaten von 500 Mio. Europ&auml;ern durch ein Verfahren zur gezielten Aufbewahrung der Daten Verd&auml;chtiger ersetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=445&amp;Itemid=55\">AK Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Libyen &ndash; Am Anfang war der Rote Scheich &ndash; Eine kleine Geschichte des libyschen &Ouml;ls<\/strong><br>\nAuf den ersten Blick ist es unerkl&auml;rlich. Selbst die wenigen Partner, die mit ihm Gesch&auml;fte machten, hielten ihn f&uuml;r unberechenbar, sprunghaft und bizarr. US-Pr&auml;sident Ronald Reagan nannte ihn 1986 &ldquo;the mad dog of the Middle East&rdquo;1 &ndash; den Irren von Nahost. Und schickte die 6. US-Flotte nach Libyen, lie&szlig; Tripolis bombardieren und setzte ein strenges Erd&ouml;lembargo durch. Jetzt war der Mann offiziell zum Schurken geworden. Zwanzig Jahre sp&auml;ter hatte Oberst Muammar al-Gaddafi das Kunstst&uuml;ck fertiggebracht, dass sein Land zur f&uuml;hrenden Gruppe der erd&ouml;lexportierenden L&auml;nder geh&ouml;rte und das nicht zuletzt mit Hilfe der gro&szlig;en US-&Ouml;lkonzerne. Wie hat er das geschafft?<br>\nSicher ist, dass &ldquo;der &Ouml;lmagnat Gaddafi&rdquo; auf wirtschaftlichem Gebiet mehr Vernunft gezeigt und vorsichtiger agiert hat als bei seinen diversen innen- oder au&szlig;enpolitischen Initiativen. Sicher ist auch, dass die &Ouml;lkonzerne aus aller Welt gelernt haben, sich in dem besonders instabilen, wenn nicht sogar feindlichen libyschen Umfeld zurechtzufinden &ndash; und Geld zu verdienen, viel Geld. Dennoch ist das Ganze ein Paradox.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2011\/04\/08.mondeText1.artikel,a0036.idx,8\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Saudi-Arabien &ndash; Ein Regime wird belagert<\/strong><br>\nDie Monarchie will sich mit gewaltigen finanziellen Zuwendungen und Sozialtransfers von Aufruhr und Revolution freikaufen, um so den Status quo einfrieren zu k&ouml;nnen. W&auml;hrend die saudische Elite nerv&ouml;s auf das Ausland schaut, klafft im Inneren die L&uuml;cke zwischen der konservativen Ideologie des Regimes und der modernen urbanen Realit&auml;t immer weiter auseinander. Das sch&uuml;rt Unzufriedenheit, und zwar quer durch die ganze Gesellschaft. So wei&szlig; sich das saudische Regime derzeit in einer wenig komfortablen Lage. Im Westen ist ihm mit &Auml;gyptens Diktator Mubarak ein wichtiger Alliierter abhanden gekommen. Im Norden befinden sich Syrien und Jordanien fest im Griff einer Protestwelle, die keine Anzeichen von Erm&uuml;dung zu erkennen gibt. An seiner S&uuml;dgrenze toben die Aufst&auml;nde in Jemen und Oman. Nach Bahrain hat das Regime sogar Soldaten entsandt, um den Einfluss auf das winzige vom Khalifa-Clan beherrschte K&ouml;nigreich nicht zu verlieren und zu verhindern, dass noch mehr revolution&auml;re Funken auf die &ouml;stlichen Provinzen Saudi-Arabiens &uuml;berspringen. Denn dort lagern die gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;lreserven des Landes, und dort leben auch die meisten Schiiten.<br>\nDie Bef&uuml;rchtungen, die Unruhen k&ouml;nnten auf Saudi-Arabien &uuml;bergreifen, sind mittlerweile nicht mehr weit hergeholt. Kurz nach dem Sturz des tunesischen Diktators starb ein sp&auml;ter nicht mehr zu identifizierender 65-j&auml;hriger Mann in der Provinz Jizan, gleich an der Grenze zum Jemen, nachdem er sich selbst angez&uuml;ndet hatte. Forderungen nach politischen Reformen, der Wahl eines k&ouml;niglichen Beirats, die Freilassung politischer Gefangener und mehr Rechten f&uuml;r Frauen erhalten regen Zuspruch. Als am 11. M&auml;rz zum &ldquo;Tag des Zornes&rdquo; aufgerufen war, f&uuml;hlten sich 26.000 angesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1115-ein-regime-wird-belagert\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ungarn &ndash; Verfassungsputsch<\/strong><br>\nDas ungarische Parlament verabschiedete am Montag eine neue Verfassung. Die Abgeordneten nahmen die Vorlage mit der Zweidrittel-Mehrheit der rechtskonservativen Fidesz-Partei von Regierungschef Viktor Orb&aacute;n an; 262 Abgeordnete stimmten f&uuml;r, 44 gegen sie, einer enthielt sich. Ein EU-Mitgliedsland gibt sich damit einen rechtlichen Rahmen, in dem nationalistische, ethnische und religi&ouml;se Gesichtspunkte bestimmend sind. Nach eigenem Bekunden kn&uuml;pfen die Urheber des Textes an die Zeit der faschistischen Diktatur (1920&ndash;1945) des &raquo;Reichsverwesers&laquo; Mikl&oacute;s Horthy (1868&ndash;1957) an. Er f&uuml;hrte in Ungarn bereits 1920 ein erstes antisemitisches Gesetz ein. [&hellip;]<br>\nNach Ansicht von Kritikern beschneidet die neue Verfassung die B&uuml;rgerrechte und baut die Macht Orb&aacute;ns unzul&auml;ssig aus. Er beherrscht nach Umbildung des ungarischen Verfassungsgerichts, der Einf&uuml;hrung eines restriktiven Mediengesetzes und der Installierung Schmitts als Staatspr&auml;sidenten de facto alle Machtstr&auml;nge des Landes. Nichtregierungsorganisationen kritisierten, da&szlig; die Verfassung von einer starken &raquo;christlich-rechten Ideologie&laquo; gepr&auml;gt sei, die Atheisten, Homosexuelle und Alleinerziehende benachteilige. [&hellip;] Ein neu eingerichteter Haushaltsrat der Zentralbank erh&auml;lt das Recht, das Parlament aufzul&ouml;sen, wenn der Haushalt nicht entsprechend den Normen der neuen Verfassung verabschiedet wurde, d.h. Orb&aacute;n kann &uuml;ber diese Institution Neuwahlen herbeif&uuml;hren, auch wenn er bei den Wahlen 2014 verlieren sollte. Die Opposition wertete das als &raquo;Verfassungsputsch&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/04-19\/058.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zahl der gewaltbereiten Neonazis nimmt zu<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz, Heinz Fromm, sagte der &laquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&raquo; (Montag): &laquo;Die gewaltbereite Neonazi-Szene ist st&auml;rker geworden. Sie ist 2010 erneut um 600 auf 5600 Personen gewachsen.&raquo; Im Jahr 2000 waren es nach Angaben Fromms noch 2200 Neonazis. &laquo;Auch die Autonomen Nationalisten, die bei Aufm&auml;rschen immer wieder durch Gewalt in Erscheinung treten, haben unver&auml;ndert Zulauf&raquo;, sagte der Chef des Verfassungsschutzes. &laquo;Bei dieser Gruppe war im vergangenen Jahr ein Anstieg von zuvor 800 auf 1000 Personen zu verzeichnen.&raquo;<br>\nDie Gesamtzahl der Rechtsextremisten in Deutschland ist nach den aktuellen Erkenntnissen des Geheimdienstes aber r&uuml;ckl&auml;ufig.<br>\nFromm warnte zugleich davor, die Aktionsf&auml;higkeit der NPD zu untersch&auml;tzen. Insbesondere der Misserfolg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 20. M&auml;rz habe die Partei getroffen. &laquo;Aber trotzdem ist die NPD, wie der bevorstehende Landtagswahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern zeigen wird, handlungsf&auml;hig.&raquo; Sie verf&uuml;ge &uuml;ber Strukturen im kommunalen Bereich und werde wieder auf Unterst&uuml;tzung von Neonazis rechnen k&ouml;nnen. &laquo;Ein Wiedereinzug in den Landtag erscheint aus heutiger Sicht nicht unrealistisch&raquo;, sagte Fromm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/deutschland-und-welt\/politik\/53532994\/zahl-der-gewaltbereiten-neonazis-nimmt-zu\">Neue OZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Jahrestag der US-&Ouml;lpest: Wir finden heraus, wie gro&szlig; dieses Ding ist<\/strong><br>\nBarack Obama nannte es die gr&ouml;&szlig;te Umweltkatastrophe in der US-Geschichte: Vor rund einem Jahr explodierte die &ldquo;Deepwater Horizon&rdquo;, gigantische &Ouml;lmengen str&ouml;mten in den Golf von Mexiko. Aber wie verheerend sind die Folgen wirklich?<br>\nForscher wie Robert Haddad von der US-Wetter- und Ozeanografiebeh&ouml;rde NOAA kartieren noch immer die Sch&auml;den durch die &Ouml;lpest. Auf Basis dieser Ergebnisse sollen die Pl&auml;ne f&uuml;r die Wiederherstellung der Natur vorangetrieben werden. Gemeinsam mit anderen Bundesbeh&ouml;rden und den betroffen Staaten sei man gerade mittendrin, sagt Haddad: &ldquo;Es ist ein langfristiger Prozess.&rdquo; &ldquo;Der Stand ist: Wir finden heraus, wie gro&szlig; dieses Ding ist&rdquo;, so der Wissenschaftler. &ldquo;Wir hoffen, dass wir in den kommenden zwei Jahren ein gutes Verst&auml;ndnis vom Ausma&szlig; der Sch&auml;den haben.&rdquo; Zu kl&auml;ren ist auch die Frage, ob das mysteri&ouml;se Sterben von jungen Delfinen im Golf mit der &Ouml;lkatastrophe zu tun hat. Noch immer arbeiten nach Angaben von BP 2200 Menschen und 220 Schiffe an der Beseitigung der Umweltsch&auml;den. Rund 380 Kilometer Strand werden aktuell noch ges&auml;ubert, weitere 480 Kilometer sind nach dem Ende von Vogelbrut- und Tourismussaison dran. Dass der Kampf gegen die Folgen der &ldquo;Deepwater Horizon&rdquo;-Katastrophe ein langwieriges Unterfangen ist, wei&szlig; auch NOAA-Forscher Haddad. Auf die Frage, wann man mit einem Plan zur Beseitigung der Umweltsch&auml;den starte, antwortet er: &ldquo;Ich glaube, es werden weniger als zehn Jahre ins Land gehen, bis die Wiederherstellung der Natur anf&auml;ngt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/0,1518,756819,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auch wenn kritische Wissenschaftler zu Wort kommen, ist der Tenor dieses Artikels eher optimistisch. Der <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/weltspiegel\/beitrag_dyn~uid,cca53oyfpr0izpaq~cm.asp\">Bericht des Auslandsjournals (ARD)<\/a> schildert eindrucksvoll, wie wenig Grund f&uuml;r Optimismus besteht. Erhellend der Hinweis Exxon-Valdez-Katastrophe. Ein Jahr nach dem Ungl&uuml;ck war fast alles normal auf. Erst vier Jahre danach verschwanden die Heringe &ndash; und kamen nie wieder zur&uuml;ck. vor allem gewinnt man den Eindruck, dass die offiziellen Stellen an neuen Erkenntnissen gar nicht interessiert sind. Eine au&szlig;ergew&ouml;hnlich hohe Anzahl an toten, jungen Delfinen stapelt sich in  Sammellagern, ohne dass diese laborttechnisch untersucht werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Umweltschutz predigen, Dreckschleudern fahren<\/strong><br>\nDie Deutsche Umwelthilfe hat wieder einmal die Dienstwagen deutscher Politiker untersucht. Das Ergebnis: blamabel &ndash; f&uuml;r die Politik.<br>\nDie Bundesminister der schwarz-gelben Koalition fordern gerne mehr Bewusstsein f&uuml;r Umweltschutz ein, sind jedoch nicht bereit, ihre eigenen Worte zu beherzigen: Sie fahren weiterhin &ldquo;Schmutzschleudern&rdquo; als Dienstwagen. Das ist das eindeutige Ergebnis der 5. Dienstwagenerhebung der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Kein einziger Minister-Dienstwagen bleibt unter der von der EU erw&uuml;nschten Norm von 140 Gramm CO2 pro Kilometer.<br>\nAuf Ebene der Bundesl&auml;nder sieht es nicht besser aus. Spitzenreiter im &ldquo;Schaufahren gegen den Klimaschutz&rdquo;, so die DUH, ist Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU), der sich in einem Audi A8 6.0 Quattro chauffieren l&auml;sst. Mit 353 Gramm CO2 pro Kilometer ist der Wagen trauriger Gesamtsieger im Klimakiller-Ranking. [&hellip;] Dass es &ldquo;aktive T&auml;uschungsversuche&rdquo; der Politiker bei den Anfragen der DUH gibt, ist besonders erstaunlich: So wollte Hessens Ministerpr&auml;sident Bouffier den Umweltsch&uuml;tzern erz&auml;hlen, sein Wagen &ndash; ein 12 Zylinder VW Phaeton mit 450 PS &ndash; schlucke nur 6 Liter Super auf 100 Kilometer. Die Wahrheit ist: Der Wagen braucht mehr als doppelt so viel, im Stadtverkehr sogar 21,4 Liter. Der DUH-Vorsitzende J&uuml;rgen Resch kommentierte dies als &ldquo;besonders dreisten Versuch, uns falsche Daten unterzujubeln&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/dienstwagen-von-deutschen-politikern-umweltschutz-predigen-dreckschleudern-fahren-1675973.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Wie viel Porsche vertr&auml;gt Gr&uuml;n?<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen plagen Identit&auml;tsfragen: Wie b&uuml;rgerlich soll die Partei werden? Wer wird Kanzlerkandidat? Eine interne Studie sorgt zus&auml;tzlich f&uuml;r Unruhe.<br>\nDie neuen Hochglanz-W&ouml;rter der Gr&uuml;nen-Elite lauten &ldquo;b&uuml;rgerlich&rdquo; und &ldquo;wertkonservativ&rdquo;. Kaum ein Interview vergeht, in denen J&uuml;rgen Trittin, Renate K&uuml;nast oder Cem &Ouml;zdemir sie nicht fallen lassen.<br>\n&ldquo;Ich kenne nur noch b&uuml;rgerliche Parteien&rdquo;, sagt beispielsweise Fraktionschef Trittin, einst ber&uuml;chtigt f&uuml;r seine stramm-linken Ansichten. Parteichef &Ouml;zdemir ist stolz auf die schw&auml;bischen &ldquo;Firmenbosse&rdquo;, die diesmal in Baden-W&uuml;rttemberg gr&uuml;n gew&auml;hlt haben. Und K&uuml;nast k&uuml;ndigt an, dass sie den &ldquo;Porschefahrern ihren Spa&szlig; lassen&rdquo; werde, wenn sie erst einmal Berlin regiert.<br>\nDie gr&uuml;ne Botschaft dieser Tage ist klar zu vernehmen: Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Und: Wir sind nicht wirtschafts- oder spa&szlig;feindlich. Die Phase, in der sich die Gr&uuml;nen-F&uuml;hrung vornehmlich einem linken Lager verpflichtet f&uuml;hlte, geh&ouml;rt offensichtlich der Vergangenheit an. [&hellip;]<br>\nDrei linke Gr&uuml;nen-Politiker, die seit L&auml;ngerem als Hoffnungstr&auml;ger der Partei gelten, haben nun ein 21-seitiges Strategiepapier verfasst, das ZEIT ONLINE vorliegt. Das Papier von Stephan Schilling, Agniezka Malczak und Arvid Bell ist eine Analyse der Baden-W&uuml;rttemberg-Wahl. Aber sie birgt Streitpotential, weil sie den neuen Grundsatzkonflikt der Gr&uuml;nen explizit verbalisiert. Die Autoren warnen davor, zur &ldquo;Wischi-Waschi-Partei&rdquo; zu werden, die es allen recht machen wolle.<br>\nDer Erfolg in Stuttgart, so argumentieren sie, beruhe auf &ldquo;Themenzuspitzung&rdquo; und einer &ldquo;Mobilisierung&rdquo; der W&auml;hler &ldquo;links der Mitte&rdquo;. Das habe sich auch daran gezeigt, dass die Linkspartei &ldquo;schlicht und einfach nicht gebraucht&rdquo; wurde, und am Landtagseinzug scheiterte. Man habe sich eindeutig &ldquo;als Gegenspieler zur CDU&rdquo; positioniert und habe damit re&uuml;ssiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2011-04\/gruene-wachstum-studie-kanzlerkandidat\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Nachtrag zu Hinweis 16 vom 18.4.2011 (<a href=\"\/?p=9111#h16\">R&uuml;stungsfirmen, Rekrutierung &ndash; Protest an der TU-Dresden<\/a>)<\/strong><br>\nDie gestrigen Hinweise stammten von 2010. Einen aktuellen offenen Brief der <a href=\"http:\/\/www.caz-lesen.de\/index.php\/anreisser-1_2.html\">Kritischen Studentinnen und Studenten der TU Dresden<\/a> finden Sie <a href=\"http:\/\/www.caz-lesen.de\/index.php\/anreisser-1_2.html\">hier<\/a>.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die Quittung der Skeptiker; S&amp;P schockiert Amerika; In 2012 sind Gewinne von 1.000 Milliarden m&ouml;glich; Merkel riskiert Verfassungskrise in Deutschland; Griechen misstrauen Regierung und Opposition; J&uuml;rgen Habermas: Europapolitik &ndash; Merkels von Demoskopie geleiteter Opportunismus; Sparen bei den Schw&auml;chsten; Schuldenhochburg Berlin; Manager als Totschl&auml;ger; Die Schrecken der Meere Frachter verpesten<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9130\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9130","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9130","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9130"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9130\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9135,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9130\/revisions\/9135"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9130"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9130"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9130"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}