{"id":91351,"date":"2022-12-09T08:39:45","date_gmt":"2022-12-09T07:39:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91351"},"modified":"2022-12-09T08:39:45","modified_gmt":"2022-12-09T07:39:45","slug":"hinweise-des-tages-4254","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91351","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91351#h01\">WikiLeaks-Chefredakteur warnt: Assange k&ouml;nnte &bdquo;innerhalb weniger Wochen&ldquo; ausgeliefert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91351#h02\">US-Investitionsprogramm: Europa sollte nachziehen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91351#h03\">Scholz spricht sich gegen unn&ouml;tige Abgrenzung von China aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91351#h04\">Afrika als Absatzmarkt und Rohstofflieferant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91351#h05\">Ein Schu&szlig; in das eigene Knie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91351#h06\">LNG-Boom: &Uuml;bertrieben und &uuml;berfl&uuml;ssig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91351#h07\">Patriots f&uuml;r Polen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91351#h08\">Selenskyj verst&auml;rkt Repression gegen orthodoxe Kirche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91351#h09\">Notstand die Regel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91351#h10\">Wie die WHO die sozialen Medien kontrolliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91351#h11\">Pfizer-Chef versus EU-Ausschuss: Zweite Vorladung, zweite schriftliche Absage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91351#h12\">Britische Armee soll Streikwelle abfedern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91351#h13\">Studis in Not<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91351#h14\">Wer wusste von der Razzia bei den &bdquo;Reichsb&uuml;rgern&ldquo;?: &bdquo;Es kann sein, dass die Polizei n&auml;chste Woche kommt&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>WikiLeaks-Chefredakteur warnt: Assange k&ouml;nnte &bdquo;innerhalb weniger Wochen&ldquo; ausgeliefert werden<\/strong><br>\nWikiLeaks-Chefredakteur Kristinn Hrafnsson hat in einem Interview mit dem Journalisten Glenn Greenwald gewarnt, Julian Assange k&ouml;nne innerhalb weniger Wochen an die USA ausgeliefert werden. Er erkl&auml;rte, Assange &bdquo;l&auml;uft die Zeit davon&ldquo;, und die rechtlichen M&ouml;glichkeiten, in London seine rechtswidrige Auslieferung anzufechten, seien ersch&ouml;pft. In den USA werde er jedoch &bdquo;nie einen fairen Prozess erhalten&ldquo;. [&hellip;]<br>\nHrafnsson wurde 2018 zum Chefredakteur von WikiLeaks ernannt, nachdem Assanges Kommunikation mit der Au&szlig;enwelt auf Druck der US-Regierung unterbunden wurde. Dabei handelte es sich um ein Vorspiel zu seiner Entf&uuml;hrung aus der ecuadorianischen Botschaft im April 2019. Hrafnsson, der selbst Preise f&uuml;r seine journalistische Arbeit gewonnen hat, arbeitete mit Assange zusammen, um die ber&uuml;hmteste Ver&ouml;ffentlichung von WikiLeaks zu verifizieren, das Video &bdquo;Collateral Murder&ldquo;. Anfang 2010 reiste er in den Irak, um Angeh&ouml;rige der Opfer zu interviewen, die durch gezielte Luftangriffe von US-amerikanischen AH-64-Apache-Kampfhubschraubern get&ouml;tet wurden. [&hellip;]<br>\nHrafnsson und WikiLeaks-Botschafter Joseph Farrell sind derzeit in Lateinamerika unterwegs. Zuerst trafen sie sich am 21. November eine Stunde lang privat mit dem kolumbianischen Pr&auml;sidenten Gustavo Petro und Au&szlig;enminister Alvaro Duran im Pr&auml;sidentenpalast von Bogot&aacute;. [&hellip;]<br>\nHrafnsson erkl&auml;rte gegen&uuml;ber Greenwald: &bdquo;Unser Ziel ist es, die politischen F&uuml;hrer dazu zu bringen, Druck auszu&uuml;ben, wenn man es so nennen will, oder einfach die Biden-Regierung aufzufordern, ihre eigenen Ideale zu &uuml;berdenken, hinter ihren eigenen Idealen zu stehen, die sie &uuml;berall auf der Welt in Bezug auf die Pressefreiheit predigen, und nicht diesen Druck auf den Ersten Verfassungszusatz und ihre vertraglichen Verpflichtungen auszu&uuml;ben, und im Grunde die Klage gegen Julian fallenzulassen. Das ist der einzige Ausweg.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2022\/12\/07\/gaos-d07.html%20\">WSWS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Kristinn Hrafnsson hat wohl recht, wenn er meint, dass der Ausweg aus Julian Assanges tragischer Situation in der Einsicht der US-Regierung liegt, dass die Verfolgung von ihm gegen die Grunds&auml;tze der dortigen Verfassung verst&ouml;&szlig;t. Vielleicht hilft die Tatsache, dass sich viele der s&uuml;damerikanischen Regierungen f&uuml;r Assange aussprechen. Wie viel Gewicht die Ansichten der Bundesregierung in Washington haben, scheinen Frau Baerbock, Herr Habeck etc. in ihrer Treue gegen&uuml;ber der USA gar nicht austesten zu wollen. Damit befasst sich dieser Artikel:<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Freiheit f&uuml;r Julian Assange<\/strong><br>\nKlaus Hecker fordert im Gastbeitrag die Freilassung des Whistleblowers Julian Assange &ndash; und kritisiert den Schwenk von Deutschlands Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock. [&hellip;]<br>\nLaut Nils Melzer, von 2016 bis M&auml;rz 2022 Sonderberichterstatter f&uuml;r Folter der Vereinten Nationen, handelt es sich bei dem Fall um einen der &bdquo;gr&ouml;&szlig;ten Justizskandale aller Zeiten&ldquo;. Seit dem 7. Dezember 2010 wird Julian Assange eingekastelt und seiner Freiheit beraubt. In Untersuchungshaft, anderthalb Jahre mit einer elektronischen Fu&szlig;fessel, fast 82 Monate in der ecuadorianischen Botschaft in London &ndash; und seit bald drei Jahren im britischen Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh.<br>\nVor allem das Asyl in der Botschaft sollte den heute 51 Jahre alten Australier vor einer Auslieferung in die USA sch&uuml;tzen. Doch dieser Schritt erscheint inzwischen als immer wahrscheinlicher. Denn anders als erwartet darf Assange nun doch nicht vor das h&ouml;chste britische Gericht ziehen. Der Oberste Gerichtshof Gro&szlig;britanniens wird sich nicht mit seinem Berufungsantrag im Verfahren um seine Auslieferung an die USA befassen, weil es keine ausreichenden Rechtsgr&uuml;nde daf&uuml;r gebe. [&hellip;]<br>\nUnd &ndash; jetzt das entscheidende Argument &ndash; das findet doch bei uns im freien Westen statt und wir sind doch diejenigen, die die Ma&szlig;st&auml;be setzen und damit sind wir aus dem &bdquo;Wettbewerb&ldquo;. Und das ist auch gut und richtig so. Wir sind schlie&szlig;lich &uuml;ber jeden Zweifel erhaben. Wer das bezweifelt, ist m&ouml;glicherweise schon mal genauer in Augenschein zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeitung.at\/2022\/12\/08\/freiheit-fuer-julian-assange-2\/%20\">Unsere Zeitung<\/a><\/p>\n<p><strong>Und hier, auf Englisch das Interview von Glenn Greenwald mit Kristinn Hrafnsson:<\/strong><br>\nAssange &ldquo;could be headed to the US in weeks&rdquo; &mdash; WikiLeaks Editor-in-Chief Speaks to Glenn Greenwald<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rumble.com\/v1z1n2s-assange-could-be-headed-to-the-us-in-weeks-wikileaks-editor-in-chief-speaks.html\">Rumble<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>US-Investitionsprogramm: Europa sollte nachziehen!<\/strong><br>\nDie USA hat mit ihrem &ldquo;Inflation Reduction Act&rdquo; (IRA) ein umfangreiches Ma&szlig;nahmenpaket geschn&uuml;rt. Die Ziele sind klar: Inflation reduzieren, Wirtschaft ankurbeln und die Energiewende vorantreiben. Durch das Festlegen klarer Regeln und Bedingungen, die an die F&ouml;rderung gekn&uuml;pft sind, betreiben sie aktive Industriepolitik. Der DGB findet: Europa sollte nachziehen und die sozial-&ouml;kologische Transformation aktiv gestalten.<br>\nIm August 2022 verabschiedete die US-Regierung mit dem &ldquo;Inflation Reduction Act&rdquo; (IRA) ein umfangreiches Ma&szlig;nahmenpaket, das die Inflation reduzieren, die Wirtschaft ankurbeln sowie die Energiewende massiv vorantreiben soll. So sollen die US-Treibhausgasemissionen bis 2030 im Vergleich zu 2005 um 42 % reduziert werden.<br>\nIm Zentrum des IRA steht eine aktive Industriepolitik, die &uuml;ber Steuergutschriften (tax credits) und weitere Anreize f&uuml;r klimaneutrales Wirtschaften und den (Wieder-)Aufbau gut bezahlter (Industrie-)Arbeitspl&auml;tze sorgen soll. Besonders gut: Die F&ouml;rdergelder werden nicht ohne Bedingungen gezahlt. Eine angemessene Entlohnung der Besch&auml;ftigten oder die Anzahl von Auszubildenden im Unternehmen sind als Voraussetzung vorgesehen. Auch erw&auml;hnt der IRA explizit das Ziel, gewerkschaftlich organisierte Arbeitspl&auml;tze (&ldquo;Union Jobs&rdquo;) zu schaffen.<br>\nIn Europa mehren sich jetzt kritische Stimmen, die im IRA eine Benachteiligung europ&auml;ischer Unternehmen sehen und bef&uuml;rchten, dass diese in die USA abwandern, um von den Steuervorteilen zu profitieren. Es gibt Forderungen, die EU solle die USA vor der WTO verklagen.<br>\nDoch anstatt vorschnell einen Handelskonflikt vom Zaun zu brechen, sollten die grunds&auml;tzlichen Lehren und Chancen des IRA f&uuml;r Deutschland und Europa betrachtet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/uber-uns\/dgb-heute\/wirtschafts-finanz-steuerpolitik\/++co++7d8feb74-7709-11ed-bfe8-001a4a160123\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Scholz spricht sich gegen unn&ouml;tige Abgrenzung von China aus<\/strong><br>\nObwohl Scholz sich in der Foreign Affairs besorgt &uuml;ber die wachsende Unsicherheit im S&uuml;dchinesischen Meer und in der Stra&szlig;e von Taiwan &auml;u&szlig;erte, werten chinesische Experten seine Aussage als allgemein objektiv und pragmatisch. Sie merkten an, dass die wichtigere Rolle von Scholz&rsquo; &Auml;u&szlig;erungen darin bestehe, Europa und sogar die ganze Welt anzuleiten, die Chancen, die der Aufstieg Chinas mit sich bringe, nicht zu verkennen.<br>\nScholz bekr&auml;ftigte in dem Artikel, dass die Welt vor einer &bdquo;Zeitenwende&ldquo; stehe, in der neue M&auml;chte aufgetaucht oder wieder aufgetaucht seien, darunter ein &bdquo;wirtschaftlich starkes und politisch selbstbewusstes China.&ldquo;<br>\nDer Aufstieg Chinas sei weder ein Grund, das Land zu isolieren, noch ein Vorwand, die Zusammenarbeit mit China einzuschr&auml;nken, schrieb Scholz und f&uuml;gte hinzu, er stimme nicht mit der Vorstellung &uuml;berein, dass die Welt in einen neuen Kalten Krieg zwischen China und den USA eintreten werde. (&hellip;)<br>\nScholz&rsquo; &Auml;u&szlig;erungen in dem amerikanischen Mainstream-Magazin bekr&auml;ftigten erneut die Position und Haltung Deutschlands als Regionalmacht, das bedeutet, dass die deutsche Regierung die Interessen ihrer B&uuml;rger und Unternehmen sch&uuml;tzt, anstatt der amerikanischen Politik gegen&uuml;ber China blindlings hinterherzulaufen. Seine &Auml;u&szlig;erungen h&auml;tten eine breite politische und soziale Basis in der deutschen Gesellschaft, sagte Sun Keqin, Forschungsstipendiat des China Institutes of Contemporary International Relations, am Dienstag der Global Times.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2022-12\/07\/content_78555620.htm\">German.China.org.cn<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das ist eine wohlwollende Position Chinas &uuml;ber den deutschen Bundeskanzler. Hierzulande ist jedoch zu bezweifeln, ob Herr Scholz und alle Mitglieder seiner Regierung tats&auml;chlich &ldquo;die Interessen ihrer B&uuml;rger und Unternehmen sch&uuml;tzt&rdquo;. Sein Wirtschaftsminister Habeck will <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article242431719\/Robert-Habeck-will-Deutschlands-Wirtschaft-von-China-loesen.html\">Deutschlands Wirtschaft von China l&ouml;sen<\/a>. Und seine Au&szlig;enministerin hatte <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/baerbock-den-transatlantischen-moment-nutzen\/2545656\">unwidersprochen verk&uuml;nden k&ouml;nnen<\/a>: &ldquo;Wir sehen uns das derzeit an und wir erarbeiten zum ersten Mal in meinem Ministerium eine eigene Chinastrategie, die n&auml;chstes Jahr ver&ouml;ffentlicht wird und die strategischen &Uuml;berlegungen hier in den Vereinigten Staaten umfassend ber&uuml;cksichtigt.&rdquo; Die Absichten und Worte der gr&uuml;nen Bundesminister klingen nicht so als ob die Interessen der hiesigen B&uuml;rger und Unternehmen gesch&uuml;tzt werden sollen. Sie wirken vielmehr zugunsten von Unternehmen und sehr Verm&ouml;genden in den USA.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Afrika als Absatzmarkt und Rohstofflieferant<\/strong><br>\nDeutsche Industrie plant Rohstoffausbeutung &raquo;auf Augenh&ouml;he&laquo; und macht Front gegen China.<br>\nDer Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ruft einmal mehr zum Wettlauf um Afrika auf. Der Kontinent gewinne &raquo;f&uuml;r Deutschland rasant an strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung&laquo;, hei&szlig;t es auf der Internetseite des Lobbyverbands zur Vorstellung eines 40-seitigen Positionspapiers mit dem Titel &raquo;Neustart der deutsch-afrikanischen Beziehungen&laquo;. Worum es eigentlich geht, schreibt BDI-Pr&auml;sident Siegfried Russwurm fairerweise gleich im Vorwort: &raquo;Der Kontinent ist entscheidend, um die ausgepr&auml;gte Abh&auml;ngigkeit einzelner Branchen von asiatischen Absatzm&auml;rkten zu reduzieren. Gleichzeitig ist er Schl&uuml;ssel f&uuml;r viele Rohstoffe und gr&uuml;nen Wasserstoff.&laquo; Die Ausbeutung der Rohstoffe biete &raquo;g&auml;nzlich neue M&ouml;glichkeiten der Zusammenarbeit auf Augenh&ouml;he&laquo;, frohlockt der Cheflobbyist. (&hellip;)<br>\nKlar wird statt dessen, da&szlig; Afrika auch weiterhin einerseits Absatzmarkt f&uuml;r deutsche Industrieg&uuml;ter und Dienstleistungen sowie andererseits Rohstofflieferant sein m&ouml;ge. Neun Kapitel umfa&szlig;t das Strategiepapier des BDI, gleich im ersten steht eine klare Handlungsanweisung zur Erschlie&szlig;ung neuer M&auml;rkte. (&hellip;)<br>\nAfrikanische Wirtschaftswissenschaftler kritisieren, da&szlig; die Freihandelszone vor allem Gro&szlig;unternehmen n&uuml;tzen d&uuml;rfte, zu Lasten kleinerer lokaler Produzenten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1429590137108\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ein Schu&szlig; in das eigene Knie<\/strong><br>\n&Ouml;lembargo und Preisdeckel auf russisches Erd&ouml;l als gesichtswahrenden Ausweg aus einer Fehlleistung der EU.<br>\nDer Versuch von EU und G7, einen Preisdeckel f&uuml;r russisches Erd&ouml;l zu oktroyieren, k&ouml;nnte der EU mehr schaden als Ru&szlig;land. Dies geht aus Einsch&auml;tzungen von Experten hervor. Die EU-Kommission will den Preisdeckel nicht unterhalb von 60 US-Dollar pro Barrel festsetzen; damit entspricht er ann&auml;hernd dem Preis, den Ru&szlig;land zur Zeit erzielt. Lediglich Polen und die baltischen Staaten wollen ihn auf 30 US-Dollar dr&uuml;cken; weil Ru&szlig;land in diesem Fall aber &uuml;berhaupt nicht liefern w&uuml;rde, fehlte sein Erd&ouml;l dann auf dem Weltmarkt; eine auch f&uuml;r den Westen verheerende Preisexplosion w&auml;re die Folge.<br>\nDies ist der Grund, weshalb mittlerweile selbst Washington auf einen Preisdeckel von mindestens 60 US-Dollar dringt. Ist ein solcher Preisdeckel nicht geeignet, Ru&szlig;land ernsthaft zu sch&auml;digen, so sind Reeder und Schiffsversicherer aus Europa dabei, Marktanteile zu verlieren: Die Drohung mit dem Preisdeckel hat Ru&szlig;land und mutma&szlig;lich auch Indien und China dazu gebracht, ihre eigenen Tanker- und Versicherungskapazit&auml;ten auszubauen. Ein US-amerikanischer Experte urteilt &uuml;ber EU und G7: &raquo;Sie haben sich selbst in das Knie geschossen.&laquo; Eine Preisexplosion ist wegen des EU-&Ouml;lembargos dennoch m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1490560593996\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>LNG-Boom: &Uuml;bertrieben und &uuml;berfl&uuml;ssig<\/strong><br>\nFachleute sch&auml;tzen, dass die geplanten LNG-Terminals viel zu gro&szlig;e Kapazit&auml;ten haben werden. Ihr Bau sei unn&ouml;tig, zu teuer und gef&auml;hrde die Einhaltung der Klimaziele.<br>\nMit Fl&uuml;ssiggas (LNG) will die Bundesregierung die Gasversorgung Deutschlands sichern &ndash; so schnell wie m&ouml;glich. Noch dieses Jahr sollen drei LNG-Terminals an deutschen K&uuml;sten ans Netz gehen, acht weitere sollen folgen. &Uuml;bertreibt es die Bundesregierung mit ihrer LNG-Begeisterung? Ein gro&szlig;er Teil des erwarteten Gases ist nicht nur fl&uuml;ssig, sondern auch &uuml;berfl&uuml;ssig, zeigt eine Studie des New Climate Institute. Die geplanten Kapazit&auml;ten &uuml;bersteigen Deutschlands Gasbedarf bei Weitem. &ldquo;Der Bau und Betrieb aller geplanten LNG-Terminals st&uuml;nde im Widerspruch zu den Klimaschutzzielen&rdquo;, schreiben die Autorinnen und Autoren um den Klimawissenschaftler Niklas H&ouml;hne von der Universit&auml;t Wagingen. Es drohe &ldquo;ein Bruch des Klimaschutzgesetzes und der internationalen Verpflichtungen unter dem Pariser Klimaschutzabkommen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2022-12\/lng-boom-terminals-infrastruktur-fluessiggas-ueberversorgung-klimaziele\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Patriots f&uuml;r Polen<\/strong><br>\nBerlin hat sich gegen Widerst&auml;nde in Warschau durchgesetzt und wird nun doch deutsche Patriot-Flugabwehrsysteme in Polen stationieren. Dies best&auml;tigen die Verteidigungsministerien beider L&auml;nder. Wie es hei&szlig;t, m&uuml;ssen nur noch die Einsatzdetails abgestimmt werden. Deutsche Flugabwehreinheiten w&auml;ren dann &ndash; neben der Slowakei &ndash; in einem zweiten EU-Staat im Einsatz. Dies passt zu den Bestrebungen Berlins, unter deutscher F&uuml;hrung eine europ&auml;ische Luftverteidigung aufzubauen (European Sky Shield Initiative, ESSI). Polen nimmt nicht an ihr teil: Es organisiert seine Flugabwehr bislang in enger Kooperation mit den Vereinigten Staaten, auf die es milit&auml;risch ohnehin orientiert. Dabei will es an der Seite der USA laut Auskunft seines Verteidigungsministers Mariusz B&#322;aszczak &bdquo;die m&auml;chtigsten Landstreitkr&auml;fte in Europa&ldquo; aufbauen. Ein hochrangiger US-Milit&auml;r best&auml;tigt: &bdquo;Polen ist unser wichtigster Partner in Kontinentaleuropa geworden&ldquo;. Mit der Stationierung der Patriot-Systeme bindet Berlin Polen nicht f&ouml;rmlich, aber doch faktisch in die ESSI ein. Zwei von deren drei Systemen werden in Deutschland produziert &ndash; in Zukunft auch das US-amerikanische Patriot-System.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9108\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Selenskyj verst&auml;rkt Repression gegen orthodoxe Kirche<\/strong><br>\nDie Ukrainisch-Orthodoxe Kirche ist einer zunehmenden Verfolgung durch die Staatsmacht ausgesetzt. Auch ein Verbot wird in Selenskyjs Sicherheitsrat bereits angedacht.<br>\nDas ukrainische Regime, das bereits die gr&ouml;&szlig;te oppositionelle Parlamentspartei sowie ein Dutzend weiterer politischer Parteien verboten hat, will nun offenbar auch die Glaubensgemeinschaften des Landes gleich- oder ausschalten. Dies bekommt gegenw&auml;rtig mit der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche die &auml;lteste institutionelle Konfessionsgruppe des Landes zu sp&uuml;ren, der &uuml;ber sechs Millionen Gl&auml;ubige angeh&ouml;ren. Zuletzt &uuml;berzog der ukrainische Geheimdienst SBU mit Hilfe der Polizei und der Armee in den von Kiew kontrollierten Gebieten Einrichtungen der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche einer Welle von Razzien und Hausdurchsuchen. Betroffen war davon auch das ber&uuml;hmte Kiewer H&ouml;hlenkloster, UNESCO-Kulturerbe und Sitz von Metropolit Onufrij. Die Vorw&uuml;rfe &ndash; oder eher: Vorw&auml;nde &ndash; f&uuml;r das repressive Vorgehen gegen die Ukrainisch-Orthodoxe Kirche sind recht abenteuerlich: Ihr wird offenbar unterstellt, dass unter ihrem Schutz russische Sabotage- und Spionaget&auml;tigkeiten stattfinden. Beweise hierf&uuml;r blieb der SBU freilich schuldig, aber das kennen wir ja: Beim Selenskyj-Regime wird jede Behauptung rasch zur &bdquo;Wahrheit&ldquo;, sei sie auch noch so abstrus &ndash; und die westlichen Medien spielen mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitungderarbeit.at\/international\/selenskyj-verstaerkt-repression-gegen-orthodoxe-kirche\/\">Zeitung der Arbeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Notstand die Regel<\/strong><br>\nKinderkliniken werden seit Jahren kaputtgespart. Bettenzahl sinkt weiter. Regierung h&auml;lt an neoliberalem Programm fest.<br>\nPlanbare H&uuml;ftgelenkoperationen bei Kleinkindern sind eher selten. Wenn ein Kind in die Klinik muss, ist es in aller Regel ein Notfall. Und wie Notaufnahmen lohnen sich Fachabteilungen f&uuml;r Kinder- und Jugendmedizin in einem Finanzierungssystem nicht, das auf Pauschalen f&uuml;r bestimmte Diagnosen beruht. Die Fixkosten f&uuml;r die Vorhaltung von medizinischen Ger&auml;ten und Personal sind &ndash; gemessen an den F&auml;llen, die am Ende behandelt werden &ndash; zu gro&szlig;. In der Folge werden Kapazit&auml;ten in der Kinder- und Jugendmedizin immer weiter abgebaut. Wie am Donnerstag aus Daten des Statistischen Bundesamts auf Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervorging, wurde die Zahl der Betten in Kinderkliniken von 2020 bis 2021 um 288 auf 25.920 reduziert. Von 2018 bis 2020 hatte sich die Zahl der Betten zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen laut der Wiesbadener Beh&ouml;rde bereits um 455 verringert. Kommt eine Welle von Infekten der oberen Luftwege, wie derzeit, ger&auml;t die Kinder- und Jugendmedizin an ihre Grenzen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/440391.gesundheitssystem-notstand-die-regel.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie die WHO die sozialen Medien kontrolliert<\/strong><br>\nDie Weltgesundheitsorganisation (WHO), die &uuml;berwiegend von gro&szlig;en Unternehmen und deren Stiftungen finanziert wird, beschreibt auf ihrer Netzseite, wie sie die sozialen Medien kontrolliert und manipuliert, um sicherzustellen, dass nur ihre Version von Wissenschaft und Wahrheit verbreitet wird. Es ist eine erschreckende und emp&ouml;rende Lekt&uuml;re.<br>\nAuf der Seite Combatting misinformation online wird beschrieben, wie die WHO direkt an der Formulierung der Richtlinien gro&szlig;er Social-Media-Plattformen beteiligt war, die regeln was dort gesagt werden darf und was nicht. Sie r&uuml;hmt sich dort auch der gro&szlig;en Zahl von Videos und anderen Inhalten, die durch ihre Mitwirkung zensiert wurden:<br>\n&bdquo;Die WHO arbeitet mit den Abteilungen f&uuml;r Social-Media-Politik zusammen, um sicherzustellen, dass die Unternehmenspolitik und die Richtlinien f&uuml;r Inhalteanbieter zweckm&auml;&szlig;ig sind. So hat die WHO beispielsweise mit YouTube zusammengearbeitet, um deren Politik bez&uuml;glich COVID-19-Falschinformationen zu verbessern und Richtlinien f&uuml;r Inhalteanbieter zu erstellen, die sicherstellen, dass keine medizinischen Desinformation im Zusammenhang mit dem Virus auf deren Plattform verbreitet werden. Aktualisierungen dieser Richtlinien haben dazu gef&uuml;hrt, dass von Februar 2020 bis Januar 2021 850.000 YouTube-Videos mit sch&auml;dlichen oder irref&uuml;hrenden Informationen zu COVID-19 entfernt wurden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/propaganda-zensur\/who-soziale-medien\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Pfizer-Chef versus EU-Ausschuss: Zweite Vorladung, zweite schriftliche Absage<\/strong><br>\nDer Vorstandsvorsitzende von Pfizer, Albert Bourla, hat es erneut abgelehnt, vor dem Sonderausschuss COVID des Europ&auml;ischen Parlaments auszusagen. Bei der ersten Anh&ouml;rung verriet seine Stellvertretung erkenntnisreiche Details zu den Pr&uuml;fungsphasen des Pfizer-BioNTech Impfstoffs.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/156701-pfizer-ceo-versus-eu-ausschuss\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Britische Armee soll Streikwelle abfedern<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien will angesichts einer schwerwiegenden Streikwelle in den kommenden Wochen das Milit&auml;r f&uuml;r Krankenfahrten und Grenzkontrollen einsetzen. Die Armee werde einspringen, um besonders wichtige Aufgaben zu &uuml;bernehmen, sagte ein Sprecher von Premierminister Rishi Sunak heute. Innenministerin Suella Braverman warnte vor Flugreisen &uuml;ber die Weihnachtsfeiertage.<br>\nDie Passkontrollbeamten hatten zuvor daf&uuml;r gestimmt, sich einer ganzen Reihe von Berufsgruppen anzuschlie&szlig;en, und angesichts der hohen Inflation in den Arbeitsausstand zu treten.<br>\n&bdquo;Wenn sie mit diesen Streiks fortfahren, wird es unbestreitbar zu ernsthaften St&ouml;rungen f&uuml;r viele tausend Menschen kommen, die Urlaubspl&auml;ne haben&ldquo;, sagte Braverman. Nach Beh&ouml;rdenangaben werden derzeit 2.000 Soldaten f&uuml;r den Grenzschutz trainiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3296991\/\">ORF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Studis in Not<\/strong><br>\nGeldmangel, Isolation und schon wieder nur Onlineseminare: Ein Lagebild des Deutschen Studentenwerks.<br>\nWenn die Krise einfach kein Ende nimmt: Seit bald drei Jahren verharren &uuml;ber 2,9 Millionen Studierende in Deutschland im Ausnahmezustand &ndash; Corona, explodierende Preise, Bibbern f&uuml;r Gasprom-Rekordgewinne. Ein bedr&uuml;ckendes Bild der Lage zeichnete am Donnerstag der scheidende Pr&auml;sident des Deutschen Studentenwerks (DSW), Rolf-Dieter Postlep, bei der Jahrespressekonferenz seines Verbandes in Berlin. In diesem Wintersemester st&uuml;nden viele Hochsch&uuml;ler vor &raquo;einer dramatischen sozialen Notlage&laquo;. Sie k&auml;men &raquo;finanziell und psychisch auf dem Zahnfleisch&laquo; aus der Pandemie und w&uuml;ssten &raquo;oftmals nicht, wie sie nun Gas, Strom und Lebensmittel bezahlen sollen&laquo;. Das studentische Budget sei &raquo;in aller Regel extrem auf Kante gen&auml;ht, nun droht diese Naht zu rei&szlig;en&laquo;. Sorgen bereitet Postlep auch die psychische Verfassung der jungen Menschen. Es gehe um soziale Isolation und Vereinsamung, die Infragestellung des Studiums, um depressive Verstimmungen, Hoffnungslosigkeit bis hin zu suizidalen Gedanken. &raquo;Die psychosozialen Beratungsstellen der Studierendenwerke werden f&ouml;rmlich &uuml;berrannt&laquo;, vielerorts habe sich die Wartezeit vervielfacht. (&hellip;) Not leiden auch die Hochschulen selbst, was wiederum Studierende und Besch&auml;ftigte ausbaden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/440480.hochschulen-studis-in-not.html%20\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wer wusste von der Razzia bei den &bdquo;Reichsb&uuml;rgern&ldquo;?: &bdquo;Es kann sein, dass die Polizei n&auml;chste Woche kommt&ldquo;<\/strong><br>\nEin ungew&ouml;hnlich gro&szlig;er Personenkreis war vorab &uuml;ber die Razzia am Mittwoch informiert. Auch die Beschuldigten? Eine Rekonstruktion. [&hellip;]<br>\nSelten jedoch ist ein derart gro&szlig;er Personenkreis vorher eingeweiht. Im Normalfall werden die Pl&auml;ne f&uuml;r Durchsuchungen lediglich an eine Handvoll Journalisten durchgestochen, die sich in ihrer Arbeit explizit mit Sicherheitsthemen auseinandersetzen. Dazu kommt, dass die Informationen &uuml;ber die &bdquo;Reichsb&uuml;rger&ldquo;-Razzia auch in politische Kreise durchgedrungen sind &ndash; und das ungew&ouml;hnlich fr&uuml;h.<br>\nWie der Tagesspiegel erfuhr, wurde sich im politischen Berlin bereits vergangene Woche hinter vorgehaltener Hand &uuml;ber den anstehenden Schlag gegen das rechte Extremisten-Netzwerk ausgetauscht. Am Dienstagabend, wenige Stunden vor dem deutschlandweiten Polizeieinsatz, meldeten sich sogar vereinzelt Journalisten &uuml;ber Twitter, die in kryptischen Posts die anstehende Durchsuchung andeuteten. So k&uuml;ndigte ein Redakteur des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks zahlreiche &bdquo;Exklusiv-Meldungen&ldquo; f&uuml;r den morgigen Tag &uuml;ber den Kurznachrichtendienst an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wer-wusste-von-der-reichsburger-razzia-es-kann-sein-dass-die-polizei-nachste-woche-kommt-8996353.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p>dazu: <strong>Warum der vereitelte Reichsb&uuml;rger-Putsch vor allem ein am&uuml;santer PR-Coup der Beh&ouml;rden war<\/strong><br>\nDie Razzia gegen den Prinzen und seine Rentner-Revolte soll der &bdquo;gr&ouml;&szlig;te Anti-Terror-Einsatz in der BRD-Geschichte&ldquo; gewesen sein. Dabei wurden nur 25 vergreiste Verwirrte festgenommen. [&hellip;]<br>\nDenn die ersten Artikel zur Razzia waren keine Meldungen, sondern bereits Hintergrundst&uuml;cke, die bei Bild von acht und beim Spiegel von sechs Autoren &ndash; darunter die wichtigsten Investigativ-Reporter des Magazins &ndash; geschrieben wurden. Zudem waren auch alle gro&szlig;en TV-Stationen des Landes quasi live dabei. [&hellip;] Die Beh&ouml;rden haben die wichtigsten Medien schon zwei Wochen vor der bevorstehenden Aktion informiert. Das best&auml;tigte auch die Linke-Bundestagsabgeordnete und Extremismus-Expertin Martina Renner gegen&uuml;ber n-tv: &bdquo;Ich selbst wusste seit Mitte letzter Woche bereits davon und wei&szlig; au&szlig;erdem von mehreren Medien, die schon seit zwei Wochen Kenntnis hatten. Es waren die Namen der Beschuldigten bekannt, ihre Adresse und der geplante Zeitpunkt des Zugriffs.&ldquo; [&hellip;]<br>\nUnd der ganze Plot hat alles. Einen abgehalfterten und schillernden Nachfahren eines Kleinst-F&uuml;rstentums in Tweedjacke und Cordhose als potenzielles Staatsoberhaupt, eine ehemalige AfD-Bundestagsabgeordnete und Richterin mit fettigen Haaren und irrem Blick, aktive und ehemalige Angeh&ouml;rige der Bundeswehr, ausgesp&auml;hte Kasernen, m&ouml;gliche Waffenlager, ein kitschiges Jagdschloss in Th&uuml;ringen und unheimliche Reichsb&uuml;rger. Wenn das nicht klickt, dann wei&szlig; ich auch nicht.<br>\nUm der ganzen Geschichte bei den von Inflationsangst und Gaspreisen etwas abgelenkten B&uuml;rgern noch ein bisschen Nachdruck zu verleihen, war die ganze Aktion f&uuml;r fast alle &bdquo;der gr&ouml;&szlig;te Anti-Terror-Einsatz in der Geschichte der BRD&ldquo;. 3000 Polizisten, Aktionen in Deutschland, &Ouml;sterreich und Italien und 25 verhaftete Verschw&ouml;rer. Donnerwetter, Demokratie gerettet. Das Problem ist nur, eine echte staatszersetzende Gefahr ist von den Verschw&ouml;rern um den Prinzen zu keinem Zeitpunkt ausgegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/warum-die-vereitelung-reichsbuerger-putsches-vor-allen-ein-amuesanter-pr-coup-der-behoerden-war-li.295380%20\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Renner im Interview: &ldquo;Die Razzia wirkt wie eine PR-Aktion&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Die-Razzia-wirkt-wie-eine-PR-Aktion-article23769156.html%20\">n-tv<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>25 arrested in Germany suspected of leading a &lsquo;right-wing&rsquo; coup<\/strong><br>\nGerman authorities recently arrested 25 people on suspicion of plotting to overthrow the government. The group is believed to be part of a far-right organization led by 71-year-old Prince Heinrich XIII.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/thethaiger.com\/news\/world\/25-arrested-in-germany-suspected-of-leading-a-right-wing-coup\">Thaiger<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Nachricht schafft es sogar bis in die thail&auml;ndische Presse<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-91351","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/91351","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=91351"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/91351\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":91354,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/91351\/revisions\/91354"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=91351"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=91351"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=91351"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}