{"id":91398,"date":"2022-12-11T14:00:30","date_gmt":"2022-12-11T13:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91398"},"modified":"2022-12-11T16:09:53","modified_gmt":"2022-12-11T15:09:53","slug":"praesident-von-kolumbien-zum-ukraine-krieg-ein-nato-spiel-das-den-aufbau-einer-russischen-reaktion-beguenstigt-hat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91398","title":{"rendered":"Pr\u00e4sident von Kolumbien zum Ukraine-Krieg: \u201eEin Nato-Spiel, das den Aufbau einer russischen Reaktion beg\u00fcnstigt hat\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Kolumbiens Pr&auml;sident <strong>Gustavo Petro<\/strong> hat Radio France Internationale und France 24 ein sehr aufschlussreiches Interview gegeben. Er spricht &uuml;ber den Krieg Russland-Ukraine aus lateinamerikanischer Perspektive, die schwierige Rolle Kolumbiens als einziges &bdquo;Partnerland&ldquo; der Nato in Lateinamerika, sein Verh&auml;ltnis zu Venezuela, neue drogenpolitische Ans&auml;tze f&uuml;r sein Land, die geplante Agrarreform sowie die Verhandlungen mit allen bewaffneten Gruppen in seinem Land unter dem Motto des &bdquo;Totalen Friedens&ldquo;. Das Interview f&uuml;hrten <strong>Angelica P&eacute;rez<\/strong> und <strong>Marc Perelman<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Herr Pr&auml;sident, ich m&ouml;chte &uuml;ber den Krieg zwischen der Ukraine und Russland sprechen. Lula (der designierte brasilianische Pr&auml;sident) hat k&uuml;rzlich gesagt, dass der derzeitige ukrainische Pr&auml;sident Zelenskyj genauso verantwortlich ist wie der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin. Ist das auch Ihre Meinung?<\/strong><\/p><p>Ich gehe noch ein wenig dar&uuml;ber hinaus. Lateinamerika wurde bereits mehrfach &uuml;berfallen. Erste Invasion: Spanien und Portugal. Aber von da an fielen die Franzosen, die Engl&auml;nder und die Nordamerikaner ein. In der j&uuml;ngeren Geschichte gab es eine ganze Reihe nordamerikanischer Invasionen. Wir haben im 21. Jahrhundert Invasionen im Nahen Osten erlebt: Irak, Libyen, Syrien.<\/p><p>Ich frage mich, warum es einige Invasionen gibt, die gut sind und begr&uuml;&szlig;t werden, w&auml;hrend dieselben Leute, die diese Invasionen begr&uuml;&szlig;en, andere ablehnen. Gibt es gute Invasionen und schlechte Invasionen, oder gibt es eine Machtachse, die das eine oder das andere bestimmt und qualifiziert, die einen f&ouml;rdert und die anderen angreift, je nach ihrem eigenen geopolitischen Interesse?<\/p><p><strong>Aber Wladimir Putin tr&auml;gt in diesem Fall eine gr&ouml;&szlig;ere Verantwortung als Wolodymyr Selenskyj ? Oder sind es die USA?<\/strong><\/p><p>Nein, das ist eine Diskussion, die ich Ihnen &uuml;berlasse. Was wir beobachten, ist ein Nato-Spiel, das den Aufbau einer russischen Reaktion gegen ein Volk beg&uuml;nstigt hat, das weder mit der Nato noch mit den Russen zu tun hatte, n&auml;mlich das ukrainische Volk.<\/p><p>Dieses Spiel wollten sie auch in der s&uuml;damerikanischen Ecke, in die ich geh&ouml;re, durchsetzen &ndash; das Nato-Russland-Spiel, Handelskrieg USA-China. Das hat nichts mit den Interessen Lateinamerikas zu tun. Und insofern ist das Beste, was wir tun k&ouml;nnen, Abstand nehmen und Frieden vorschlagen.<\/p><p>Wenn Lula mit uns, mit dem mexikanischen Pr&auml;sidenten und mit anderen Regierungen der Welt einen Aufruf zum sofortigen Dialog, zum sofortigen Waffenstillstand und zur sofortigen Beendigung des Krieges unterzeichnen will, sind wir dazu bereit.<\/p><p><strong>&bdquo;Die Nato steht f&uuml;r das Nordatlantische B&uuml;ndnis. Wir kommen aus der Karibik und dem Pazifik und wir sind sehr, sehr lateinamerikanisch&ldquo;, twitterten Sie im Jahr 2013. Kolumbien ist das einzige lateinamerikanische Land, das seit 2018 ein umfassendes Abkommen mit dem Nordatlantischen B&uuml;ndnis geschlossen hat. Dieser Status erm&ouml;glicht eine enge Zusammenarbeit mit der Nato in milit&auml;rischen und sicherheitspolitischen Fragen. Tats&auml;chlich bildet die kolumbianische Armee auf Ersuchen der Nato ukrainische Soldaten in Minenr&auml;umung aus. Halten Sie es f&uuml;r angebracht, dieses globale Abkommen mit der Nato fortzusetzen?<\/strong><\/p><p>Ich bevorzuge ein lateinamerikanisches B&uuml;ndnis. Dies ist ein Weg, der nat&uuml;rlich erst noch geschaffen werden muss, aber in der Perspektive der globalen Geopolitik und nicht jener Konflikte, die nicht unsere sind, die nichts mit unterschiedlichen sozialen Formeln zu tun haben, sondern mit Wirtschaftsm&auml;chten, die einander entgegenstehen. Und mit der Unf&auml;higkeit Westeuropas, auf saubere Energien umzusteigen, die dazu gef&uuml;hrt hat, dass es abh&auml;ngig vom Gas ist, und diese Abh&auml;ngigkeit hat zum Konflikt gef&uuml;hrt.<\/p><p>Wir sollten uns zusammenschlie&szlig;en, nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht oder im Hinblick darauf, was die Klimakrise f&uuml;r Lateinamerika bedeutet und wie wir planen und uns organisieren, um dies mit einer Dekarbonisierungsagenda zu bew&auml;ltigen, sondern auch in milit&auml;rischer Hinsicht.<\/p><p>Wir werden niemals offensiv vorgehen. Soweit ich mich erinnern kann, ist kein lateinamerikanisches Land jemals in die Offensive gegangen. Wir sind immer defensiv gewesen, und ich glaube, dass das wichtig ist, denn in der gro&szlig;en Verfassung unserer V&ouml;lker muss der Weltfrieden stets als Priorit&auml;t festgeschrieben sein.<\/p><p><strong>Ist das Ihre Idee oder wird dies bereits mit anderen L&auml;ndern diskutiert?<\/strong><\/p><p>Es gab Gespr&auml;che und gewisse Absichten, aber bisher wurde das nicht verwirklicht.<\/p><p><strong>Um vom Frieden zu sprechen: Am 4. November haben Sie das Gesetz gebilligt, das den Vorschlag f&uuml;r einen &bdquo;Totalen Frieden&ldquo; in Gang setzt. Das bedeutet unter anderem Verhandlungen mit der ELN-Guerilla, mit Farc-Dissidenten und auch mit anderen bewaffneten Gruppen. Ganz konkret gefragt: Gibt es schon Ergebnisse, gibt es Verhandlungen? Was geschieht gerade?<\/strong><\/p><p>Wir haben bei dem Stand des Friedensprozesses von [Juan Manuel] Santos angesetzt. Das Friedensabkommen mit den Farc wurde abgeschlossen und muss nun erf&uuml;llt werden. Diese Vereinbarung kostet eine Menge Geld. Allein der erste Punkt, den ich in den letzten Monaten angesprochen habe, n&auml;mlich die Agrarreform auf drei Millionen Hektar fruchtbarem Land, hat einen Wert zwischen 30 und 60 Billionen Pesos, zwischen sechs und acht Milliarden Dollar, die in kurzer Zeit beschafft werden m&uuml;ssen und die wir bereitstellen m&uuml;ssen.<\/p><p>Es ist eine Investition, denn es sind keine wirklichen Ausgaben. Auf diesen drei Millionen Hektar w&uuml;rden Lebensmittel produziert, wirtschaftliche Multiplikatoren geschaffen und eine l&auml;ndliche Mittelschicht entstehen.<\/p><p>Das ist der eine Punkt: die Friedensabkommen mit den Farc zu erf&uuml;llen und die Optionen f&uuml;r einen Frieden mit der ELN zu er&ouml;ffnen, die ebenfalls an einem Zwischenpunkt waren und abrupt unterbrochen wurden. Ich bin von diesem Zwischenstand ausgegangen, habe die vereinbarten Protokolle anerkannt etc.<\/p><p><strong>Wo stehen wir jetzt?<\/strong><\/p><p>Wir sind so weit, dass die ELN nach dem soeben verabschiedeten Gesetz bereits ihre Sprecher und Verhandlungsf&uuml;hrer gew&auml;hlt hat. Das haben auch wir getan. Dies wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben, wir k&ouml;nnen es im Moment aber noch nicht sagen. Auch der Ort ist noch nicht gew&auml;hlt, das steht erst noch bevor. <a href=\"#footnote1_j477192\">1<\/a>&nbsp;Es war Kuba, und weil Kuba sein Territorium zur Verf&uuml;gung gestellt hat, beschloss die Ultrarechte, die das Land nach der Santos-Regierung f&uuml;hrte, der Ultrarechten, die die USA nach dem Friedensabkommen regierte, zu sagen, dass sie Kuba auf die Liste der terroristischen L&auml;nder setzen solle, was sie auch getan hat.<\/p><p>Kubas Strafe daf&uuml;r, dass es sein Territorium angeboten hat, um in Kolumbien Frieden zu schaffen, war, es durch die Aufnahme in die Liste der L&auml;nder, die den Terrorismus beg&uuml;nstigen, international noch mehr zu isolieren.<\/p><p>Die geografische Frage ist heute aufgrund dieser Vorgeschichte also problematischer. Und daran arbeiten wir. Sobald dies feststeht, werden sich die Unterh&auml;ndler der einen und der anderen Seite an diesem geografischen Ort mit einigen L&auml;ndern zusammensetzen, die angeboten haben, als Garanten f&uuml;r den Prozess zu fungieren. Dazu geh&ouml;ren Kuba, Norwegen und Venezuela. Auch Brasilien war dabei, und jetzt m&uuml;ssen wir abwarten, was dort nach dem Dezember passiert. Es gibt L&auml;nder, die sich dem Prozess angen&auml;hert haben. Frankreich hat mir gerade gesagt, dass wir bei allem auf die franz&ouml;sische Regierung z&auml;hlen k&ouml;nnen. Spanien ist auf mich zugekommen und hat sich w&auml;hrend der Wahlkampfzeit sogar mit mir zusammengesetzt. Spanien hat die ELN auf die europ&auml;ische Terrorliste gesetzt, und das sorgt f&uuml;r gewisse Unruhe.<\/p><p>Die Welt hat ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den Beginn eines Friedensprozesses mit der ELN zum Ausdruck gebracht.<\/p><p>Doch dabei wollen wir es nicht belassen. Wir wollen die heute bewaffneten Farc-Dissidenten f&uuml;r den Frieden zur&uuml;ckgewinnen und wir wollen eine Perspektive er&ouml;ffnen, deren Grenze nur schwer zu bestimmen ist, weil die Konflikt- und Gewaltverh&auml;ltnisse in Kolumbien seit langem vom Drogenhandel durchdrungen sind.<\/p><p>Es gibt reine Drogenh&auml;ndlerorganisationen, die ein bestimmtes Gebiet kontrollieren und in den letzten Jahren an Macht gewonnen haben. Wir br&auml;uchten fast das ganze Alphabet, um sie zu benennen.<\/p><p>Und mit ihnen wollen wir keinen politischen Dialog f&uuml;hren &#8210; denn dabei geht es um Macht und nicht darum, dem Drogenhandel Macht zuzugestehen &#8210; sondern einen juristischen Dialog, bei dem die Justiz mit dieser Art von Organisation &uuml;ber rechtliche Verg&uuml;nstigungen verhandeln kann, im Gegenzug f&uuml;r eine friedliche Selbstaufl&ouml;sung nach den Grunds&auml;tzen von Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung. In gewisser Weise geht es darum, dem Drogenhandel das Proletariat zu entrei&szlig;en.<\/p><p>Der Drogenhandel geht dann vielleicht weiter, denn solange es das Kokainverbot gibt, wird es auch die Mafia geben, aber es ist ein Schritt nach vorn, zumindest aus der Perspektive der Befriedung Kolumbiens.<\/p><p><strong>Und gibt es mit Iv&aacute;n M&aacute;rquez, dem ehemaligen Farc-Anf&uuml;hrer, Gespr&auml;che, offene Kan&auml;le?<\/strong><\/p><p>Iv&aacute;n M&aacute;rquez ist einer der Dissidenten. Erst vor kurzem haben wir erfahren, dass er noch lebt, weil die [vorige] Regierung ihn offiziell wie viele andere, die lebend aufgetaucht sind, und von denen wir nichts wussten, f&uuml;r tot erkl&auml;rt hatte. Aber wir wollen, dass sich die gesamten Dissidentengruppen einem Friedensprozess anschlie&szlig;en.<\/p><p><strong>Sie erw&auml;hnten diese bewaffneten Gruppen aller Art, die mit dem Drogenhandel verbunden sind. Mehrere dieser kriminellen Banden haben ihre Bereitschaft erkl&auml;rt, den Vorschlag anzunehmen. Doch in diesem Jahr ist die Zahl der Morde in den Gebieten, in denen diese Gruppen operieren, in die H&ouml;he geschnellt und hat die des vergangenen Jahres &uuml;bertroffen. Warum sollten diese Gruppen, die die Macht vor Ort haben, die das Geld haben, die den Drogenhandel kontrollieren, wirklich bereit sein, &uuml;ber ihre Aufl&ouml;sung zu verhandeln, wenn nicht gar &uuml;ber Straffreiheit? Was k&ouml;nnte sie an Ihrem Vorschlag reizen?<\/strong><\/p><p>Wir sprechen hier vom Proletariat des Drogenhandels. Das hei&szlig;t, das sind Organisationen, die in ausgegrenzten Gebieten leben, die nicht wie die gro&szlig;en Drogenh&auml;ndler leben, die sich relativ gering bereichert haben, die eher territoriale Macht haben als alles andere und meist junge Leute sind.<\/p><p>Wenn wir von der Pazifikregion sprechen, sind es junge Schwarze, die andere junge Schwarze t&ouml;ten und eine immer schlimmere werdende Brutalit&auml;t entwickeln, weil die Hierarchie dieser Art von Banden darauf aufgebaut ist, wie brutal einer ist. Es gibt eine sehr hohe Gewaltbereitschaft gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung des Gebiets, Massaker werden begangen, und, wie Sie gesagt haben, Kriege untereinander gef&uuml;hrt.<\/p><p>Weil sie diese Kontrolle aus&uuml;ben, bieten sie den Besitzern des Drogenhandelkapitals ihre Dienste an: Sie bewachen die Lieferungen, transportieren sie, laden sie auf Schiffe und &uuml;berwachen die Routen f&uuml;r den Export von Kokain. Die Routen gehen au&szlig;erhalb Kolumbiens weiter. Diese Kapitaleigner sind heute bereits multinational aufgestellt und verf&uuml;gen &uuml;ber ein derartiges Wissen &uuml;ber die geopolitischen Konflikte der Welt, dass sie diese nutzen, um die Kokainrouten aufzubauen, die Amerika zu einer der gewaltt&auml;tigsten Regionen der Welt gemacht haben.<\/p><p>Was die Toten angeht, so verblassen der Krieg in der Ukraine oder die Kriege in Libyen, Syrien oder im Irak im Vergleich zu den Zahlen der Toten in Lateinamerika, ohne dass ein Krieg zwischen Nationen erkl&auml;rt worden w&auml;re. Aber es ist sehr ein Krieg, der dieses Gemetzel bewirkt hat, und der nach Nixons Slogan der Krieg gegen die Drogen ist.<\/p><p>Ich glaube, der Grund daf&uuml;r, dass sie verhandeln, ist, dass das Geld nicht mehr nach Kolumbien kommt. Diese Art von multinationaler Organisation, bei der es sich nicht mehr um die alten kolumbianischen Kartelle handelt, bewegt ihr Geld im globalen Finanzsystem. Vielleicht ist dies einer der Gr&uuml;nde f&uuml;r die drastische Abwertung des kolumbianischen Pesos in den letzten Jahren.<\/p><p>Was soll das Proletariat des Drogenhandels also tun? T&ouml;ten oder sterben? Ins Gef&auml;ngnis gehen? Keine M&ouml;glichkeiten haben? In st&auml;ndiger Angst und andauerndem Schrecken leben? In der Barbarei zugrunde gehen?<\/p><p>Ich denke, es gibt sehr wohl eine M&ouml;glichkeit: Wenn der Staat in Form von rechtlichen Verg&uuml;nstigungen, in Form der Er&ouml;ffnung von M&ouml;glichkeiten f&uuml;r ein normales Leben, von Wissen, einschlie&szlig;lich des Wohlstands dieser Regionen, ihnen eine Hand reichen w&uuml;rde, w&auml;ren viele Menschen bereit, von dieser Seite der dunklen Welt auf die Seite des Aufbaus eines intensiven Lebens zu wechseln.<\/p><p><strong>Kolumbien ist der gr&ouml;&szlig;te Kokainproduzent der Welt und zugleich ein Opfer dessen. Als kolumbianischer Pr&auml;sident prangern Sie das v&ouml;llige Scheitern der Drogenbek&auml;mpfungspolitik an, es sei prohibitionistisch und umweltzerst&ouml;rerisch. Und dieser Krieg gegen illegale Drogen wird seit 50 Jahren von den USA organisiert. Sie haben sich mit hochrangigen US-Regierungsvertretern getroffen: Mit Au&szlig;enminister Anthony Blinken, mit einer offiziellen Delegation, die von Ihrem Amtskollegen Joe Biden entsandt wurde, um ausdr&uuml;cklich mit Ihnen zu sprechen, und mit dem Chef der CIA. Zu welchen konkreten Ma&szlig;nahmen hat Washington sich verpflichtet, hinsichtlich Ihrer Vorstellung davon, wie der Kampf gegen den Drogenhandel und der Umgang mit illegalen Drogen eigentlich aussehen sollten?<\/strong><\/p><p>Ich glaube, der politische Sektor, der heute in den USA an der Regierung ist, ist sich bewusst, dass der Krieg gegen die Drogen gescheitert ist. Dort k&ouml;nnen sie es nicht sagen, sie m&uuml;ssen sich sehr vorsichtig, sehr dickh&auml;utig verhalten, aber ich denke, sie sind sich dessen bewusst. Dar&uuml;ber haben wir hier gesprochen.<\/p><p>Es gibt eine Million tote Lateinamerikaner. Millionen von Menschen, die meisten von ihnen Schwarze, haben wegen des Konsums oder des Mitf&uuml;hrens einer geringen Menge Drogen in US-Gef&auml;ngnissen gesessen. Die Mafias sind m&auml;chtiger als fr&uuml;her.<\/p><p>Der ber&uuml;hmte Pablo Escobar verblasst gegen&uuml;ber der Macht von Organisationen, die heutzutage eine ganze Armee im Stil der Marineinfanterie auf die Beine stellen k&ouml;nnen, Gebiete in jedem Teil Amerikas kontrollieren, Staaten wie Haiti in die Knie zwingen und die Demokratie derma&szlig;en destabilisieren, dass sie Amerika zu einem der gewaltt&auml;tigsten Orte gemacht haben. Auf der anderen Seite t&ouml;tet das Kokain in den USA j&auml;hrlich 3.000 bis 4.000 Menschen, mehr durch die Mischungen, die im Untergrund hergestellt werden. Und Fentanyl t&ouml;tet 100.000 Menschen.<\/p><p><strong>Herr Pr&auml;sident, wollen Sie die Legalisierung in Kolumbien? Und die Auslieferung von Drogenh&auml;ndlern an die USA stoppen?<\/strong><\/p><p>Zun&auml;chst einmal ist die Legalisierung von Kokain in Kolumbien nutzlos. Sie w&uuml;rde uns blockieren. Wir w&uuml;rden die Welt vergessen. Das Ph&auml;nomen w&auml;re sogar noch viel gewaltt&auml;tiger.<\/p><p>Was wir vorschlagen, ist kein Liberalismus in Bezug auf den Drogenkonsum, den einige Gesellschaften zulassen. Wir schlagen vor, dass das gesamte Geld, das f&uuml;r einen gescheiterten Krieg ausgegeben wird, das hei&szlig;t viele Milliarden Dollar, f&uuml;r die Pr&auml;vention des Drogenkonsums ausgegeben werden sollte, damit mit Kokain das Gleiche geschieht wie mit Nikotin.<\/p><p>Es gibt Gesellschaften, die immer noch rauchen, unsere tut das nicht mehr. In Kolumbien l&auml;sst sich belegen, dass sich der Konsum von Tabak oder Zigaretten, der Nikotinkonsum allgemein, durch die Pr&auml;ventionskampagne und die Ver&auml;nderungen, die die Gesellschaft im Laufe der Zeit erfahren hat, fast auf Null reduziert hat, ohne zu kriminalisieren. Es ist nicht leicht, in Kolumbien jemanden zu finden, der raucht. Warum ist das m&ouml;glich, wo der Zigarettenkonsum legal ist und der Kokainkonsum nicht?<\/p><p>Wenn sich die Gesellschaften mit der Zeit ver&auml;ndern, wenn sie solidarischer und wenn diese Milliarden Dollar in die Pr&auml;vention und in die Bildung investiert werden, dann seien Sie sicher, dass der Kokainkonsum im Laufe der Zeit gegen Null tendieren wird.<\/p><p>Darum geht es. Und es wird keine Toten geben. Diese Katastrophe, in die Lateinamerika in diesen 50 Jahren gest&uuml;rzt wurde, wird es nicht mehr geben. Die Perspektiven w&auml;ren anders.<\/p><p>Ich spreche nicht von Entkriminalisierung, damit Kokain sich in eine Art Coca-Cola f&uuml;r den weltweiten Konsum verwandelt. Ich spreche davon, den Kampf gegen die Drogen in der Weise neu auszurichten, dass er seine gewaltt&auml;tigen und repressiven milit&auml;rischen Aspekte aufgibt und sich auf die Aspekte der &ouml;ffentlichen Gesundheit und der Vorbeugung konzentriert, denn ich glaube, dass dies der effektivste Weg ist.<\/p><p><strong>In den vergangenen Jahren ist der Pr&auml;sident von Venezuela, Nicol&aacute;s Maduro auf der internationalen B&uuml;hne wie eine Persona non grata behandelt worden. Heute verlangt der Klimanotstand von uns, den Amazonas-Regenwald zu retten. Sie haben es vorgeschlagen und Venezuela muss ein wichtiger Teil dieses weltweiten Kreuzzuges zur Rettung des Amazonasgebietes sein. So haben Sie es beim COP 27 formuliert. Ich frage Sie, Herr Pr&auml;sident: Reichen Sie Ihrem venezolanischen Amtskollegen die Hand, damit er als ein rechtm&auml;&szlig;iger Pr&auml;sident auf die internationale B&uuml;hne zur&uuml;ckkehrt, nicht nur, um den Amazonas-Dschungel wiederzubeleben, sondern auch den Dschungel der internationalen diplomatischen Beziehungen?<\/strong><\/p><p>Ja, so ist es. Aber nicht nur bei Anl&auml;ssen wie den Klimakonferenzen, sondern auch bei den Treffen in Mexiko. Jetzt gehe ich zu einem Treffen, das organisiert wurde, um dar&uuml;ber mit der franz&ouml;sischen und der argentinischen Regierung, mit einem Delegierten der Opposition und der venezolanischen Regierung zu sprechen.<\/p><p>2024 wird es Wahlen geben. Aber diese Wahlen d&uuml;rfen nicht wie die vorangegangenen sein, nicht zu einer weiteren Polarisierung beitragen, die, auch wenn die Gewalt nicht das Ausma&szlig; wie in Kolumbien hat, sogar zu bewaffneten Zusammenst&ouml;&szlig;en f&uuml;hren k&ouml;nnte, sondern sie m&uuml;ssen ein Weg hin zu einem Pakt sein.<\/p><p>In Venezuela ist wenig dar&uuml;ber diskutiert worden, was es f&uuml;r ein Land, das seit einem Jahrhundert vom &Ouml;l lebt &#8210; und das abh&auml;ngig vom internationalen Preis reich geworden ist und arm wurde, als der internationale Preis einbrach &#8210; bedeuten k&ouml;nnte, ohne &Ouml;l zu leben.<\/p><p>Ich glaube, dass die Diskussion &uuml;ber die Klimakrise die Frage auf den Tisch bringt. Und ich w&auml;re sehr daran interessiert, dass die venezolanischen politischen Kr&auml;fte bei diesen Vereinbarungen &#8210; die mehr mit den repressiven Ma&szlig;nahmen zu tun haben, die ergriffen wurden und die ergriffen werden k&ouml;nnten, wenn die andere Seite gewinnt, oder mit den Garantien f&uuml;r beide Seiten bei den Wahlen 2024 &#8210; auch diskutieren, was aus Venezuela wird, wenn die Nachfrage nach &Ouml;l einbricht, um die Menschheit vor der Klimakrise zu retten. Wie man zu einer produktiven Wirtschaft &uuml;bergeht. Das w&auml;re eine Agenda einer echten politische Vereinbarung und eines echten Sozialpakts. Offensichtlich bin ich nicht dort. Ich kann dahingehend keinen Druck aus&uuml;ben.<\/p><p>Ich bin daran interessiert, dass in Venezuela Frieden ist und in Kolumbien Frieden herrschen kann.<\/p><p><strong>Aber Herr Pr&auml;sident, f&uuml;r Viele ist Nicol&aacute;s Maduro nicht der wahre Pr&auml;sident von Venezuela, denn es gab diese Wahl und er wird von den Vereinten Nationen der Verbrechen gegen die Menschheit verd&auml;chtigt. Und was Sie tun, das ist, jemanden zu legitimieren, der es nicht verdient hat. Was ist Ihre Antwort?<\/strong><\/p><p>Dies sind politische Positionen. Die Vereinten Nationen erkennen Maduro an, sonst h&auml;tte er nicht zur COP gehen k&ouml;nnen.<\/p><p>Die Menschenrechtsverletzungen, die es, wie ich glaube, tats&auml;chlich in Venezuela gegeben hat, sind in Kolumbien viel schlimmer gewesen und was ich gesehen habe, waren Umarmungen mit Pr&auml;sidenten Kolumbiens, w&auml;hrend Tausende von Jugendlichen von der kolumbianischen Armee erschossen wurden, w&auml;hrend gerade bei einer Demonstration von Jugendlichen 100 Menschen get&ouml;tet und 200 verhaftet wurden. Und was ist das?<\/p><p>Ich habe sowohl Venezuela als auch Kolumbien vorgeschlagen, wie ich es auch Lateinamerika vorschlage, dass wir die Amerikanische Konvention als den gro&szlig;en Menschenrechtsvertrag der Region von Alaska bis Patagonien wieder st&auml;rken.<\/p><p>Ich bin Pr&auml;sident geworden, nachdem ich vor dem Interamerikanischen Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte meine politischen Rechte retten musste. Ansonsten h&auml;tten sie sie mir in Kolumbien auf Lebenszeit weggenommen. Und ich kann sogar sagen, dass ich Gl&uuml;ck habe, noch zu leben, denn w&auml;re es ein paar Jahre fr&uuml;her gewesen, w&auml;re der Pr&auml;sidentschaftskandidat der Linken ermordet worden. Der Punkt ist, dass man in dieser Frage der Menschenrechte mit moralischer Autorit&auml;t sprechen muss. Und es stellt sich heraus, dass Viele, die andere kritisieren, in ihrem eigenen Land ein noch gr&ouml;&szlig;eres Problem haben.<\/p><p>Nun, ich wei&szlig;, dass die L&ouml;sung des Menschenrechtsproblems in Kolumbien mit komplexen Situationen zu tun hat, einschlie&szlig;lich der des Drogenhandels, der in vielen Teilen des Landes soziale F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeiten t&ouml;tet und Massaker ver&uuml;bt. Doch die Regierungen haben keine Wege geschaffen, das Problem zu l&ouml;sen. Hier wie dort muss also die Achtung der Menschenrechte vorherrschen, und die Amerikanische Konvention mit ihrem Rechtssystem ist ein gutes Instrument.<\/p><p>Ich habe Venezuela eingeladen, dem Interamerikanischen System wieder beizutreten, eine Charta der Rechte f&uuml;r alle seine Partner und seine B&uuml;rgerschaft zu akzeptieren. Wenn in der Vergangenheit bestimmte Personen Menschenrechte verletzt oder Verbrechen begangen haben, die als internationale Verbrechen eingestuft werden k&ouml;nnen, dann gibt es daf&uuml;r entsprechende Ermittlungen. Wir wollen, dass auch in Kolumbien ermittelt wird. Und wir wollen, dass in ganz Amerika ermittelt wird.<\/p><p>Niemand in der Regierung sollte die M&ouml;glichkeit oder die Straffreiheit haben, die Menschenrechte zu verletzen. Aber wir gehen von einem Grundsatz aus: Es geht nicht darum, die L&auml;nder zu verurteilen, so dass sie immer weiter gegen die Menschenrechte versto&szlig;en, sondern darum, dass sie auf der Grundlage eines politischen Abkommens, eines Paktes, aus solchen Geschehnissen herauskommen.<\/p><p>Schauen Sie sich an, was uns an der Grenze passiert ist. Niemand macht das &ouml;ffentlich. Aber die ganze kolumbianisch-venezolanische Grenze befindet sich seit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen in den H&auml;nden der Mafia.<\/p><p>Jede Frau, die diese klandestinen Pfade &uuml;berquerte, wenn ihr Cousin oder ihre Mutter auf der einen Seite und ihr Vater auf der anderen Seite waren und die &Uuml;berquerung notwendig war, oder um Lebensmittel oder Medikamente zu kaufen, lief Gefahr, mit hoher Wahrscheinlichkeit vergewaltigt zu werden. Tausende von Frauen jeden Tag.<\/p><p>Die Geschichte der Menschen ist noch nicht geschrieben worden, die bei der &Uuml;berquerung der Grenze starben oder get&ouml;tet wurden, die Geschichte der sexuellen Gewalt, die es in diesem Hunderte von Kilometern langen Gebiet gab, wo Millionen von Menschen von einer Seite auf die andere gehen m&uuml;ssen, weil sie ein und dasselbe Volk sind. Aber eine politische Entscheidung blockierte das und &uuml;berlie&szlig; den Raum den schlimmsten Verbrecherorganisationen, was die Brutalit&auml;t angeht.<\/p><p>Wir haben Hunderttausende oder Millionen von Venezolanern aufgenommen, die genaue Zahl werden wir eines Tages haben, die heute zusammen mit Kolumbianern den Tap&oacute;n del Dari&eacute;n &uuml;berqueren, wo jeden Monat genau das Gleiche passiert:<\/p><p>Zehntausende von Frauen, M&auml;nnern und Kindern sterben in einer der unwirtlichsten Regionen der Welt, weshalb sie auch Tap&oacute;n del Dari&eacute;n genannt wird, die Grenze zwischen Kolumbien und Panama. Und die Organisationen des Drogenhandels, die Kojoten, wie sie genannt werden, vergewaltigen Frauen, ermorden Menschen. Und es gibt Menschen, die einfach durch die Gef&auml;hrlichkeit des Gebiets umkommen oder ertrinken. Und wenn sie in den USA ankommen, werden die &Uuml;berlebenden mit Maschinengewehren erwartet.<\/p><p>Meiner Auffassung nach muss die Charta der Menschenrechte in Amerika wieder eingef&uuml;hrt werden, denn ich bin der Meinung, dass diese Charta f&uuml;r alle gilt.<\/p><p><strong>Ihre Regierung ist die erste linke Regierung in der Geschichte Kolumbiens, die mit einer ehrgeizigen sozialen Agenda antritt, die Sie &ldquo;Der totale Frieden&rdquo; nennen. Die gro&szlig;en Umw&auml;lzungen, Herr Pr&auml;sident, beinhalten, dass Interessen angetastet werden. Bef&uuml;rchten Sie, dass Sektoren, die sich wirtschaftlich oder ideologisch betroffen sehen, versuchen k&ouml;nnten, Ihre Regierung zu destabilisieren oder anzugreifen?<\/strong><\/p><p>Sie sind bereits dabei. Ich hatte mein Amt gerade angetreten und schon riefen sie zu Demonstrationen auf. Sie dachten, sie w&uuml;rden sehr gro&szlig; werden, aber bisher sind sie sehr, sehr klein. Sie haben dar&uuml;ber nachgedacht, wie sie die Mehrheitskoalition, die ich im Kongress bilden konnte, durchbrechen. Bislang konnten sie das nicht.<\/p><p>Die Aktivit&auml;t der kolumbianischen Presse besteht tagt&auml;glich in Desinformation. Gerade sind zwei oder drei Umfragen &#8210; ich habe sie mir nicht genau ansehen k&ouml;nnen &#8210; von denselben Medien erschienen, die der Regierung 61 oder 60 Prozent Zustimmung bescheinigen. Und sie sagen: Ja, das ist so, aber die Mehrheit der Kolumbianer ist gegen ihre Politik. Warum haben wir dann heute eine Zustimmungsrate von 61 Prozent?<\/p><p>Sagen wir, bis jetzt &#8210; aber es ist eine sehr kurze Zeit, erst drei Monate sind vergangen &#8210; haben wir die Absicht und die Handlung gesp&uuml;rt, aber die Regierung hat in der Gesellschaft und in der Politik eine gro&szlig;e St&auml;rke.<\/p><p>Die Front, die wir aufgebaut haben und die uns den Sieg erm&ouml;glichte, ist nach wie vor solide. Es ist uns gelungen, Sektoren der Gesellschaft anzuziehen, Millionen von Kolumbianern, die gegen uns gestimmt haben, sind jetzt mit uns. Ich sage nicht, dass dies auf Dauer so bleiben wird. Aber bisher hat uns das erm&ouml;glicht, im Land stark zu sein.<\/p><p>&Uuml;bersetzung: Vilma Guzm&aacute;n und Klaus E. Lehmann, <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/261441\/kolumbien-petro-drogenhandel-frieden\">Amerika21<\/a><\/p><p>Die komplette spanische Fassung ist hier einsehbar:<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/m3xz6FK0GbM\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p>Titelbild: Screenshot <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/@France24_es\">FRANCE 24 Espa&ntilde;ol<\/a><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<p><strong>Mehr zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88529\">Kolumbiens erste Linksregierung: Sich wie Erwachsene verhalten<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89499\">Kolumbianischer Pr&auml;sident Petro attackiert die USA: &bdquo;Die Vereinigten Staaten ruinieren praktisch alle Volkswirtschaften der Welt&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91271\">&bdquo;Zeitenwende&ldquo; auf lateinamerikanisch? &ndash; Lateinamerika und der Krieg in der Ukraine<\/a><\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/58226b6626cb4b219d7d6c2b514caffe\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kolumbiens Pr&auml;sident <strong>Gustavo Petro<\/strong> hat Radio France Internationale und France 24 ein sehr aufschlussreiches Interview gegeben. 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