{"id":91405,"date":"2022-12-11T09:00:08","date_gmt":"2022-12-11T08:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91405"},"modified":"2022-12-09T13:38:08","modified_gmt":"2022-12-09T12:38:08","slug":"hinweise-der-woche-286","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91405","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91405#h01\">&ldquo;Wir brauchen eine Nato ohne die USA&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91405#h02\">Deutsche Ablehnung f&uuml;r Macrons Vorsto&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91405#h03\">Merkel entlarvt die Doppelz&uuml;ngigkeit des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91405#h04\">Baerbock wirbt vergeblich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91405#h05\">Seid gefasst: Der Wirtschaftskrieg geht in die n&auml;chste Runde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91405#h06\">CETA-Ratifizierung: Opposition und gr&uuml;ne Basis sind w&uuml;tend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91405#h07\">&Uuml;berf&uuml;llte Kinderkliniken: Berufsverband der Kinder- und Jugend&auml;rzte spricht von Inkompetenz im Bundesgesundheitsministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91405#h08\">Corona: Der Staat sollte sich bei den Ungeimpften entschuldigen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91405#h09\">Lindners Aktienrente: &bdquo;Mit Staatsknete zu spekulieren, ist nicht die L&ouml;sung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91405#h10\">Rinks wie lechts<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Wir brauchen eine Nato ohne die USA&rdquo;<\/strong><br>\nOskar Lafontaine &uuml;ber das nordatlantische B&uuml;ndnis, den Ukraine-Krieg, eine idiotische Logik in den Medien und eine &ldquo;faschistoide Stimmung&rdquo;.<br>\nDer ehemalige Kanzlerkandidat und Finanzminister der SPD, sp&auml;ter dann ber&uuml;hmter Aussteiger bei den Sozialdemokraten und f&uuml;hrender Vertreter der Linken, Oskar Lafontaine, d&uuml;rfte das umstrittenste Buch dieses Winters geschrieben haben.<br>\nSchon der Titel &ldquo;Ami, it&rsquo;s time to go!&rdquo; legt sich quer zum &uuml;blichen politischen Ton, wie er im politischen R&auml;sonnement, in Kommentaren und Berichten in einem Milieu angeschlagen wird, das sich als ma&szlig;gebend versteht. Dass Lafontaine sehr eigene Ansichten hat, gerade gegen&uuml;ber westlichen Leitideen, ist an sich nichts Neues, aber gegenw&auml;rtig ist die politische Situation durch den Ukraine-Krieg, die wirtschaftliche Situation und die K&auml;mpfe in den politischen Lagern besonders angespannt<br>\nDazu kommt, dass seit einiger Zeit die Idee kursiert, dass eine neue Partei gegr&uuml;ndet wird, mit Sahra Wagenknecht, der Ehefrau von Lafontaine, als m&ouml;gliche gro&szlig;e Figur. Da eine Zeitschrift der extremen Rechten Wagenknecht aufs Cover gebracht hat, setzt die Querfront-Debatte mit neuer Vehemenz ein.<br>\nFlorian R&ouml;tzer hat sich mit Oskar Lafontaine &uuml;ber sein provokantes Buch und politische Entwicklungen unterhalten.<br>\n&ldquo;Der Lafontaine ist antiamerikanisch&rdquo;?<br>\nSie haben gerade ein neues Buch mit dem sehr provokativen Titel Ami it&rsquo;s time to go! ver&ouml;ffentlicht. Das schlie&szlig;t nat&uuml;rlich an die Zeiten der 70er-Jahre an, wo das im Rahmen des Vietnamkrieges zum Slogan wurde. F&uuml;rchten Sie nicht, dass das jetzt gleich in die Schiene kommt: &ldquo;Der Lafontaine ist antiamerikanisch&rdquo;, womit man Ihre Gedanken beiseitelegen kann?<br>\nOskar Lafontaine: Ja, das ist der normale Reflex, dennoch muss man immer wieder versuchen, eine Debatte &uuml;ber vern&uuml;nftige Sicherheitspolitik in Deutschland zu f&uuml;hren. Ich vertrete die Kernthese, dass eine Weltmacht, die die einzige Weltmacht bleiben will und deshalb Handelskriege, verdeckte Kriege, Drohnen- und Bombenkriege f&uuml;hrt, niemals ein Verteidigungsb&uuml;ndnis anf&uuml;hren kann.<br>\nDeshalb sage ich, wir brauchen eine Nato ohne die USA, eine selbst&auml;ndige europ&auml;ische Verteidigung. Wohin die USA uns f&uuml;hren, sieht man am Ukrainekrieg, der in Wirklichkeit eine Auseinandersetzung zwischen den USA und Russland ist, was alle wissen, die noch nicht v&ouml;llig von falschen Erz&auml;hlungen vergiftet und in die Irre gef&uuml;hrt worden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wir-brauchen-eine-Nato-ohne-die-USA-7365330.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutsche Ablehnung f&uuml;r Macrons Vorsto&szlig;<\/strong><br>\n&Auml;u&szlig;erungen des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron zu m&ouml;glichen Sicherheitsgarantien f&uuml;r Russland haben bei deutschen Politikern f&uuml;r Kritik gesorgt. &raquo;Solange Russland eine imperialistische Au&szlig;enpolitik verfolgt, ist eine gesamteurop&auml;ische Friedensordnung unter Einschluss Russlands nicht m&ouml;glich&laquo;, sagte beispielhaft Nils Schmid, der au&szlig;enpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, der Welt (Montagsausgabe). Der Gr&uuml;nen-Au&szlig;enpolitiker J&uuml;rgen Trittin sprach sich im Springer-Blatt gegen &raquo;einseitige&laquo; Sicherheitsgarantien aus. &raquo;Wer sie fordert, muss zuerst einmal die zugesagten Sicherheitsgarantien f&uuml;r die Ukraine ausbuchstabieren.&laquo;<br>\nMacron hatte am Samstag zum Ukraine-Krieg gesagt, es werde &shy;darum gehen, &raquo;wie wir unsere Verb&uuml;ndeten sch&uuml;tzen, indem wir Russland Sicherheitsgarantien geben, wenn es eines Tages wieder an den Verhandlungstisch kommt&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/440178.deutsche-ablehnung-f%C3%BCr-macrons-vorsto%C3%9F.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wie bei Corona: Wer aus dem &ldquo;wertewestlichen&rdquo; Narrativ ausschert, wird niedergemacht &ndash; selbst wenn er der Pr&auml;sident des Nachbar- und Partnerlandes Frankreich ist.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Sicherheitsgarantien f&uuml;r Russland! Kurzstreckendenker gef&auml;hrden den Weltfrieden<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91195\">Oskar Lafontaine auf den NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Michael Brie: &bdquo;Wir w&auml;hnten uns im Frieden und lebten umgeben von Kriegen&ldquo;<\/strong><br>\nDer Krieg in der Ukraine ist nicht der erste in Europa. Durch Umbr&uuml;che entstehen Konflikte und jetzt m&uuml;ssen wir einen Weg finden, im Krieg den Frieden vorzubereiten. Ein Gastbeitrag.<br>\nDr. Michael Brie ist Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Rosa-Luxemburg-Stiftung.<br>\nDer Krieg in der Ukraine geht bald ins zweite Jahr. Es ist nicht der erste Krieg in Europa seit 1990 und schon gar nicht der erste Krieg an den Grenzen Europas. In alphabetischer Reihenfolge k&ouml;nnte man unter anderem nennen: Afghanistan, Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Irak, Jugoslawien, Kuwait, Libyen, Serbien und Kosovo, Syrien, Tschetschenien. Wir w&auml;hnten uns im Frieden und lebten umgeben von Kriegen. Die Welt ist im Umbruch und aus diesen Umbr&uuml;chen entstehen Konflikte, die zu Kriegen werden. Noch hat die Europ&auml;ische Union, noch hat die Bundesrepublik darauf keine Antwort gefunden. Der Krieg in der Ukraine wird zum Testfall, ob es gelingt, einen Ausweg aus dieser Spirale immer neuer Kriege zu finden. Die R&ouml;mer hatten den Leitfaden: Si vis pacem para bellum (Wenn Du Frieden willst, bereite den Krieg vor). Wir aber m&uuml;ssen jetzt im Krieg endlich dauerhaften Frieden vorbereiten. Frieden kann man nur vorbereiten, wenn man sich den Ursachen des Krieges stellt. Solange man von der Vorstellung ausgeht, dass Russlands Politik die alleinige Ursache des Krieges in der Ukraine ist, ist Frieden unm&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/michael-brie-wir-waehnten-uns-im-frieden-und-lebten-umgeben-von-kriegen-li.290617%20\">Michael Brie in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Merkel entlarvt die Doppelz&uuml;ngigkeit des Westens<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nKrieg, so scheint es, war die einzige Option, die Russlands Gegner je in Betracht gezogen hatten.<br>\nDie j&uuml;ngsten &Auml;u&szlig;erungen der ehemaligen deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel werfen ein Licht auf das doppelz&uuml;ngige Spiel, das Deutschland, Frankreich, die Ukraine und die Vereinigten Staaten im Vorfeld des russischen Einmarsches in die Ukraine im Februar gespielt haben.<br>\nW&auml;hrend der so genannte &ldquo;kollektive Westen&rdquo; (die USA, die NATO, die EU und die G7) weiterhin behauptet, Russlands Einmarsch in die Ukraine sei ein Akt &ldquo;unprovozierter Aggression&rdquo; gewesen, ist die Realit&auml;t eine ganz andere: Russland wurde vorgegaukelt, es gebe eine diplomatische L&ouml;sung f&uuml;r die Gewalt, die nach dem von den USA unterst&uuml;tzten Maidan-Putsch in Kiew 2014 in der ostukrainischen Region Donbass ausgebrochen war.<br>\nStattdessen wollten die Ukraine und ihre westlichen Partner lediglich Zeit gewinnen, bis die NATO ein ukrainisches Milit&auml;r aufbauen konnte, das in der Lage ist, den Donbass in seiner Gesamtheit zu erobern und Russland von der Krim zu vertreiben.<br>\nIn einem Interview mit dem Spiegel spielte Merkel letzte Woche auf den M&uuml;nchner Kompromiss von 1938 an. Sie verglich die Entscheidungen, die der ehemalige britische Premierminister Neville Chamberlain gegen&uuml;ber Nazi-Deutschland treffen musste, mit ihrer Entscheidung, die ukrainische Mitgliedschaft in der NATO abzulehnen, als das Thema auf dem NATO-Gipfel 2008 in Bukarest zur Sprache kam.<br>\nIndem sie die NATO-Mitgliedschaft hinausz&ouml;gerte und sp&auml;ter auf das Minsker Abkommen dr&auml;ngte, glaubte Merkel, der Ukraine Zeit zu verschaffen, um einem russischen Angriff besser widerstehen zu k&ouml;nnen, so wie Chamberlain glaubte, dem Vereinigten K&ouml;nigreich und Frankreich Zeit zu verschaffen, um ihre Kr&auml;fte gegen Hitlerdeutschland zu sammeln.<br>\nDie Schlussfolgerung aus diesem R&uuml;ckblick ist verbl&uuml;ffend. Vergessen Sie f&uuml;r einen Moment die Tatsache, dass Merkel die Bedrohung durch Hitlers Nazi-Regime mit der durch Wladimir Putins Russland verglich, und konzentrieren Sie sich stattdessen auf die Tatsache, dass Merkel wusste, dass die Aufnahme der Ukraine in die NATO eine russische milit&auml;rische Reaktion ausl&ouml;sen w&uuml;rde.<br>\nAnstatt diese M&ouml;glichkeit g&auml;nzlich auszuschlie&szlig;en, verfolgte Merkel stattdessen eine Politik, die die Ukraine in die Lage versetzen sollte, einem solchen Angriff standzuhalten.<br>\nEin Krieg, so scheint es, war die einzige Option, die Russlands Gegner jemals in Betracht gezogen hatten. [&hellip;]<br>\nMerkels &Auml;u&szlig;erungen decken sich mit denen, die der ehemalige ukrainische Pr&auml;sident Petro Poroschenko im Juni gegen&uuml;ber mehreren westlichen Medien gemacht hatte. &ldquo;Unser Ziel&rdquo;, erkl&auml;rte Poroschenko, &ldquo;war es, erstens die Bedrohung zu stoppen oder zumindest den Krieg zu verz&ouml;gern &ndash; um acht Jahre f&uuml;r die Wiederherstellung des Wirtschaftswachstums und den Aufbau schlagkr&auml;ftiger Streitkr&auml;fte zu sichern.&rdquo; Poroschenko machte deutlich, dass die Ukraine nicht in gutem Glauben an den Verhandlungstisch &uuml;ber die Minsker Vereinbarungen gekommen war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2022\/12\/05\/scott-ritter-merkel-reveals-wests-duplicity\/\">Scott Ritter auf Consortium News<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Baerbock wirbt vergeblich<\/strong><br>\nAu&szlig;enministerin in Indien: Neu-Delhi lehnt Konfrontation mit Russland ab.<br>\nViel warme Worte gab es von Bundesau&szlig;enministerion Annalena Baerbock in Neu-Delhi, aber mit Blick auf die Haltung zu Russland bei&szlig;t sich die BRD weiter die Z&auml;hne an Indien aus. Das Land habe nicht nur den Vorsitz der G20-Runde der f&uuml;hrenden Industrie- und Schwellenl&auml;nder &uuml;bernommen, sondern auch globale Verantwortung, sagte Baerbock (Gr&uuml;ne) in der indischen Hauptstadt am Montag bei einem Treffen mit ihrem Amtskollegen Subrahmanyam Jaishankar. Unterzeichnet wurde ein Migrations- und Mobilit&auml;tsabkommen. Es soll unter anderem den Aufenthalt indischer Fachkr&auml;fte in Deutschland erleichtern. Baerbock schmeichelte den Gastgebern beim ersten offiziellen Besuch mit den Worten, sie f&uuml;hle sich, &raquo;als w&uuml;rde man einen guten Freund besuchen&laquo;. Der Besuch hatte unter anderem zum Ziel, Indien st&auml;rker in die Konfrontation des Westens mit China einzubinden. Baerbock betonte demnach, im Unterschied zur Volksrepublik verbinde Deutschland mit Indien bereits eine lange &raquo;Wertepartnerschaft&laquo;. Zur&uuml;ckhaltend reagierte der indische Au&szlig;enminister Jaishankar auf den EU-Preisdeckel f&uuml;r russisches &Ouml;l. Er verwies darauf, dass die Europ&auml;er seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine mehr fossile Energietr&auml;ger aus Russland importiert h&auml;tten als die n&auml;chsten zehn Staaten weltweit zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/440181.indien-und-brd-baerbock-wirbt-vergeblich.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Berlin und das &bdquo;asiatische Jahrhundert&ldquo;<\/strong><br>\nIn Gespr&auml;chen in New Delhi hat Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock gestern um eine enge deutsch-indische Kooperation geworben und damit Indiens Zusammenarbeit mit Russland zu untergraben versucht. Ihr Besuch in der indischen Hauptstadt erfolgte wenige Tage, nachdem Indien zum 1. Dezember den G20-Vorsitz angetreten hatte. Diesen will es nutzen, um den globalen S&uuml;den zu st&auml;rken und gegen einige Elemente und Folgen der westlichen Sanktionspolitik vorzugehen, etwa die Hindernisse beim Export russischer D&uuml;ngemittel, die die Versorgung beispielsweise afrikanischer Staaten mit Nahrung im kommenden Jahr gef&auml;hrden. Wie Au&szlig;enminister Subrahmanyam Jaishankar bei einer Pressekonferenz mit Baerbock bekr&auml;ftigte, baut Indien au&szlig;erdem seinen Handel mit Russland aus. Baerbock vereinbarte mit Jaishankar eine &bdquo;Mobilit&auml;tspartnerschaft&ldquo;, die &bdquo;hochqualifizierte Fachkr&auml;fte und junge Leute aus Indien nach Deutschland&ldquo; holen soll, um das Angebot an Arbeitskr&auml;ften auszuweiten. Zudem thematisierte sie Indiens Beziehungen zu China. New Delhi und Beijing haben sich zuletzt im Streben nach einem &bdquo;asiatischen Jahrhundert&ldquo; angen&auml;hert. Dem Westen passt das nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9103\">German Foreign Policy <\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Barfu&szlig; in Delhi &ndash; Baerbocks regelbasierte Ordnung floppt in Indien<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91241\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Seid gefasst: Der Wirtschaftskrieg geht in die n&auml;chste Runde<\/strong><br>\nBald greift das &Ouml;l-Embargo gegen Russland. Unser Kolumnist analysiert, warum das eine neue Teuerungswelle ausl&ouml;st.<br>\nDie guten Nachrichten sinkender B&ouml;rsenpreise f&uuml;r Strom- und Gas werden leider bald getr&uuml;bt. Der Grund: Die EU setzt im Wirtschaftskrieg zur Attacke gegen Wladimir Putins &Ouml;lkonzerne an.<br>\nGegen Russland, den bis vor kurzem noch gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;l- und Diesellieferanten der EU, werden gleich mehrere Sanktionen umgesetzt. Ab dem 5. Dezember verbietet die EU, russisches &Ouml;l &uuml;ber Tanker in die EU zu schiffen. Zeitgleich soll gemeinsam mit den G7-Staaten ein &Ouml;lpreis-Deckel in Kraft treten, um Russland teure Exporte an andere L&auml;nder zu vermiesen. Die deutsche Regierung geht noch weiter und will bis Jahresende auch auf russisches &Ouml;l aus Pipelines verzichten. Ab Februar gilt das Embargo dann auch f&uuml;r &Ouml;lprodukte wie Diesel, Benzin und Heiz&ouml;l. (&hellip;)<br>\nDie EU ist trotz ambitionierter Klimaziele immer noch ein &Ouml;l-Junkie. Ohne &Ouml;l geht hier nicht viel. &Ouml;l ist Energietr&auml;ger und Rohstoff zugleich. Ohne &Ouml;l st&uuml;nde der Verkehr lahm, die Chemieproduktion w&uuml;rde gedrosselt, die wummernde Wirtschaftsmaschine st&uuml;nde still. Die EU muss &Ouml;l also woanders einkaufen. Das Problem: &Ouml;l ist knapp. Die gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;lf&ouml;rderer der Welt haben sich zu einem gro&szlig;en Kartell zusammengeschlossen, dem OPEC-Kartell. Sie stimmen die F&ouml;rdermengen ab, damit der Preis auf dem Weltmarkt so hoch ist, dass es sich f&uuml;r alle &Ouml;l-F&ouml;rderer lohnt. Wenn die EU ihr &Ouml;l woanders einkauft, ist das kein neues, zus&auml;tzliches &Ouml;l, sondern sie konkurriert mit anderen Abnehmern &uuml;ber die bisherigen Mengen &ndash; und treibt so die Preise in die H&ouml;he. F&uuml;r alle wohlgemerkt. Auch f&uuml;r arme Entwicklungsl&auml;nder, die am Wirtschaftskrieg gar nicht beteiligt sind.<br>\nDie Abnehmer, denen Deutschland das &Ouml;l aus den USA, Saudi-Arabien oder Norwegen wegkauft, m&uuml;ssen am Ende doch bei Putin kaufen. Kein &Ouml;l ist schlie&szlig;lich auch keine L&ouml;sung. Und Russland immerhin der zweitgr&ouml;&szlig;te &Ouml;l-Exporteur der Welt. Nur weil die EU also auf russisches &Ouml;l verzichtet, bleibt es nicht im Boden. Verkauft wird trotzdem, dann sogar zu h&ouml;heren Weltmarktpreisen &ndash; sofern die Logistik klappt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/oel-embargo-russland-sanktionen-seid-gefasst-der-wirtschaftskrieg-geht-in-die-naechste-runde-li.290635\">Maurice H&ouml;fgen in Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Energiekrise und &Ouml;lembargo: Preisdeckel mit undichten Stellen<\/strong><br>\nAb Montag gilt in EU- und G7-Staaten das &Ouml;lembargo. Damit der &Ouml;lpreis nicht explodiert, gibt es einen Preisdeckel &ndash; dessen Umsetzung wird schwierig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Energiekrise-und-Oelembargo\/!5900012\/%20\">Eric Bonse in der taz<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Streit um Bidens Subventionsprogramm: Handelskrieg von EU und USA droht<\/strong><br>\nDie EU wirft den USA vor, mit Wirtschaftshilfen den Wettbewerb zu verzerren. Als Reaktion denkt die Kommission &uuml;ber ein eigenes Programm nach.<br>\nBisher war es nur eine vage Drohung. Doch nun r&uuml;ckt die Gefahr eines &bdquo;gr&uuml;nen&ldquo; Handelskriegs zwischen den USA und der EU n&auml;her. Als Reaktion auf den 430 Milliarden Dollar schweren &bdquo;Inflation Reduction Act&ldquo; denkt die EU-Kommission in Br&uuml;ssel &uuml;ber ein eigenes Subven&shy;tionsprogramm f&uuml;r Elektroautos und erneuerbare Energien nach.<br>\n&bdquo;Die neue selbstbewusste Industriepolitik unserer Konkurrenten erfordert eine strukturelle Antwort&ldquo;, erkl&auml;rte Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen. F&uuml;r eine &bdquo;gemeinsame europ&auml;ische Industriepolitik&ldquo; brauche es &bdquo;gemeinsame europ&auml;ische Ausgaben&ldquo;. Sie pr&uuml;ft die Lockerung der Beihilferegeln, um den EU-Staaten mehr Subventionen zu erlauben. Auch ein neues Schuldenprogramm f&uuml;r &bdquo;gr&uuml;ne&ldquo; Industrien wird diskutiert. Denkbar sei ein schuldenfinanzierter &bdquo;Souver&auml;nit&auml;tsfonds&ldquo;, der auch kleineren L&auml;ndern zugutekommen w&uuml;rde.<br>\nBefeuert wird die Debatte durch die harte Haltung der USA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Streit-um-Bidens-Subventionsprogramm\/!5896843\/%20\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>CETA-Ratifizierung: Opposition und gr&uuml;ne Basis sind w&uuml;tend<\/strong><br>\nVor der Wahl hatten die Gr&uuml;nen noch gegen das Freihandelsabkommen CETA demonstriert &ndash; nun wird es ratifiziert, mit Zustimmung der Gr&uuml;nen. (&hellip;)<br>\nIn einer gemeinsamen Pressemitteilung hatten Attac Deutschland, Naturfreunde Deutschland und das Umweltinstitut M&uuml;nchen zuvor auf die Problematik des Abkommens hingewiesen. Zivilgesellschaftlichen Organisationen seien im Vorfeld der ersten Lesung nicht einmal 24 Stunden zur Anh&ouml;rung einger&auml;umt worden. Auch zur Expertenanh&ouml;rung seien sie im Gegensatz zu Industrievertretern nicht eingeladen gewesen. Die Organisationen kritisieren wie die Linkspartei das Fehlen des Wortlauts der Interpretationserkl&auml;rung zum Investitionsschutz: Obwohl diese &bdquo;als Voraussetzung f&uuml;r die zweite und dritte Lesung des Ratifizierungsgesetzes angek&uuml;ndigt worden war&ldquo;, sei die finalisierte Fassung eine Woche vor der entscheidenden Abstimmung weder der &Ouml;ffentlichkeit noch den Bundestagsabgeordneten bekannt gewesen.<br>\nProtest hatte es im Vorfeld von der gr&uuml;nen Basis gegeben: Eine Gruppe lokaler, freihandelskritischer B&uuml;ndnisse im Netzwerk Gerechter Welthandel warf den Gr&uuml;nen Wortbruch vor. Die Gruppe schrieb an die Parteif&uuml;hrung: &bdquo;Kaum an der Regierung, treibt die gr&uuml;ne Bundestagsfraktion mit SPD und FDP die deutsche Ratifizierung von CETA voran. Wohl wissend, dass bei CETA weder die Pariser Klimaziele noch die ILO-Kernarbeitsnormen noch sonstige Nachhaltigkeitsziele sanktionsbewehrt verankert sind. Sehenden Auges nimmt sie au&szlig;erdem das Inkrafttreten des Investitionsschutzkapitels hin.&ldquo; Die Gruppe fragt: &bdquo;Warum wirft die gr&uuml;ne Bundestagsfraktion ausgerechnet zur Zeit des fortschreitenden Klimawandels und Artensterbens gr&uuml;ne &Uuml;berzeugungen &uuml;ber Bord und schafft ohne Not eine neue m&auml;chtige Paralleljustiz f&uuml;r globale Konzerne?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/ceta-ratifizierung-opposition-und-gruene-basis-ist-wuetend-li.293041\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&Uuml;berf&uuml;llte Kinderkliniken: Berufsverband der Kinder- und Jugend&auml;rzte spricht von Inkompetenz im Bundesgesundheitsministerium<\/strong><br>\nVor dem Hintergrund &uuml;berf&uuml;llter Kinderstationen hat der Berufsverband der Kinder- und Jugend&auml;rzte Bundesgesundheitsminister Lauterbach Inkompetenz vorgeworfen.<br>\nDessen Vorschlag, zur Bek&auml;mpfung der Personalnot &Auml;rzte und Pflegekr&auml;fte aus anderen Abteilungen abzuziehen, sei realit&auml;tsfremd, sagte Bundessprecher Maske im Deutschlandfunk. Zum einen seien Kinder keine kleinen Erwachsenen, zum anderen rei&szlig;e man dadurch nur L&uuml;cken an anderer Stelle auf. Lauterbach fahre mit seiner Politik die klinische Medizin in Deutschland weiter an die Wand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/berufsverband-der-kinder-und-jugendaerzte-spricht-von-inkompetenz-im-bundesgesundheitsministerium-106.html\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p>dazu: <strong>Nicht nur die Infektwelle bringt Kinderkliniken an den Rand des Zusammenbruchs: T&ouml;dliche Zust&auml;nde<\/strong><br>\nUngew&ouml;hnlich viele Kleinkinder leiden derzeit unter Atemwegserkrankungen. Die Eltern der erkrankten Kinder sind verzweifelt. Sie treffen auf ein Gesundheitssystem, das nicht mehr in der Lage ist, den Kleinsten zu helfen. Nach zwei Jahren Pandemie, st&auml;ndigen Sparma&szlig;nahmen und 20 Jahren Fallpauschalen steht es kurz vor dem Zusammenbruch. Fiebersaft, ein Medikament, das Kinder&auml;rzte bei Atemwegserkrankung immer verschreiben, ist nur schwer zu bekommen, ein Termin beim Kinderarzt noch schwerer. Eine Behandlung im Krankenhaus wird zur Gl&uuml;ckssache, da bis zu 40 Prozent der Betten wegen Personalmangels nicht genutzt werden k&ouml;nnen. In ganz Deutschland gibt es kaum noch freie Intensivkapazit&auml;ten f&uuml;r Kinder. (&hellip;)<br>\nDer Bundestag reagierte am vergangenen Freitag mit einer &bdquo;kleinen&ldquo; Krankenhausreform. 300 Millionen Euro sollen die etwa 350 Kinderkliniken in Deutschland im kommenden Jahr extra bekommen. Das wird nicht reichen. (&hellip;)<br>\nEine fl&auml;chendeckende Versorgung, mehr Geld oder mehr Personal f&uuml;r das Gesundheitswesen soll die mit viel Tamtam angek&uuml;ndigte Krankenhausreform jedoch nicht bringen. (&hellip;) Monet&auml;r ist die Reform ein Nullsummenspiel, die vorhandenen Mittel w&uuml;rden lediglich umverteilt. (&hellip;) Es ist &auml;hnlich wie bei Hartz IV. Ein paar Almosen, ein neuer Name, das System bleibt. Profitorientierung, Sparzw&auml;nge und Fallpauschalen haben ein lebensbedrohliches Gesundheitssystem geschaffen. Das sp&uuml;ren derzeit nicht nur die Kleinsten. Immer deutlicher wird, dass die &Uuml;berforderung der Krankenh&auml;user keine Ausnahmeerscheinung ist, die durch Pandemien oder h&ouml;here M&auml;chte herbeigef&uuml;hrt wird, sondern das logische Resultat einer m&ouml;rderischen Politik im Sinne der Hedgefonds und Krankenhauskonzerne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/toedliche-zustaende-4775149\/\">unsere zeit<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Notstand die Regel<\/strong><br>\nKinderkliniken werden seit Jahren kaputtgespart. Bettenzahl sinkt weiter. Regierung h&auml;lt an neoliberalem Programm fest.<br>\nPlanbare H&uuml;ftgelenkoperationen bei Kleinkindern sind eher selten. Wenn ein Kind in die Klinik muss, ist es in aller Regel ein Notfall. Und wie Notaufnahmen lohnen sich Fachabteilungen f&uuml;r Kinder- und Jugendmedizin in einem Finanzierungssystem nicht, das auf Pauschalen f&uuml;r bestimmte Diagnosen beruht. Die Fixkosten f&uuml;r die Vorhaltung von medizinischen Ger&auml;ten und Personal sind &ndash; gemessen an den F&auml;llen, die am Ende behandelt werden &ndash; zu gro&szlig;. In der Folge werden Kapazit&auml;ten in der Kinder- und Jugendmedizin immer weiter abgebaut. Wie am Donnerstag aus Daten des Statistischen Bundesamts auf Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervorging, wurde die Zahl der Betten in Kinderkliniken von 2020 bis 2021 um 288 auf 25.920 reduziert. Von 2018 bis 2020 hatte sich die Zahl der Betten zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen laut der Wiesbadener Beh&ouml;rde bereits um 455 verringert. Kommt eine Welle von Infekten der oberen Luftwege, wie derzeit, ger&auml;t die Kinder- und Jugendmedizin an ihre Grenzen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/440391.gesundheitssystem-notstand-die-regel.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Corona: Der Staat sollte sich bei den Ungeimpften entschuldigen!<\/strong><br>\nEs wird Zeit, einen Dialog zu f&uuml;hren &uuml;ber das Unrecht, das Kritikern der Corona-Ma&szlig;nahmen angetan wurde. Der n&auml;chste Teil unserer Corona-Debattenserie. (&hellip;)<br>\nMichael Andrick spricht vielen Menschen aus der Seele. Er h&auml;lt nach dem Umgang der staatlichen Institutionen mit der Corona-Krise &bdquo;alles f&uuml;r m&ouml;glich&ldquo; und konstatiert in seinem wortgewaltigen, beklemmenden Beitrag: &bdquo;Die Verfassung wurde vom gesamten Staatspersonal verraten.&ldquo;<br>\nAuch Tomasz Kurianowicz spricht vielen Menschen aus der Seele. Er beschreibt seine &bdquo;Todesangst&ldquo;, hat Verst&auml;ndnis f&uuml;r eine &bdquo;schwierige Abw&auml;gungssache&ldquo; und dankt der Bundesregierung f&uuml;r den Schutz seiner Familie.<br>\nHaben die beiden Autoren tats&auml;chlich, wie Kurianowicz sich ausdr&uuml;ckt, ein &bdquo;ganz unterschiedliches Realit&auml;tsbewusstsein&ldquo; entwickelt? (&hellip;)<br>\nAndricks Ausf&uuml;hrungen stellen sich nicht als &bdquo;R&uuml;ckblick&ldquo; dar, sondern sie sind vielmehr eine dichte Zusammenfassung dessen, was sich von Beginn der Corona-Krise an nach und nach offenbarte. Am ersten Tag des &bdquo;Lockdowns&ldquo; &ndash; &uuml;brigens ein Begriff aus dem Strafvollzug &ndash; im M&auml;rz 2020 habe ich einen kritischen Diskurs angemahnt und davor gewarnt, dass wir andernfalls auf einen Zustand zusteuern, &bdquo;in dem Unsicherheit und Angst bald &uuml;ber Wochen, Monate und Jahre aufrechterhalten bleiben.&ldquo;<br>\nJene zwei &Auml;ngste, die Andrick und Kurianowicz eindr&uuml;cklich schildern, standen sich bereits Ende 2020 unvers&ouml;hnlich gegen&uuml;ber und veranlassten mich, &uuml;ber das besorgniserregende &bdquo;gesellschaftliche Gegeneinander&ldquo; zu schreiben. Der Rechtsstaat hat sich indes tats&auml;chlich als nicht krisenfest erwiesen, sodass Andrick in seiner Schlussfolgerung beizupflichten ist: &bdquo;Der Mut der Justiz, Grundrechte konsequent zu verteidigen, ist zu schwach.&ldquo; (&hellip;)<br>\nSeit langem ist die Verengung des Meinungskorridors zu beobachten und eine Verstetigung des Krisenzustands (Maskenpflicht) zu bef&uuml;rchten. Die &bdquo;politische Solidarit&auml;t&ldquo;, die Kurianowicz empfindet, empfand ich 2020 als &bdquo;falsch verstandene Solidarit&auml;t&ldquo; und beklagte zudem eine &bdquo;Doppelmoral&ldquo;, die sich beispielsweise am menschenunw&uuml;rdigen Umgang mit Gefl&uuml;chteten an den europ&auml;ischen Au&szlig;engrenzen zeigte, aber auch darin, dass sozial besonders vulnerable Gruppen die Ma&szlig;nahmen h&auml;rter trafen als beispielsweise die intellektuelle Oberschicht, die mit ihren Familien in ger&auml;umigerem Wohnraum lebte, von dort arbeiten und ihre Kinder beschulen konnte.<br>\nIch sch&auml;tze beider Autoren offenherzige Beitr&auml;ge sehr und hoffe auf einen echten, wertsch&auml;tzenden Dialog. Dabei gilt: Gef&uuml;hle &ndash; oder das Realit&auml;tsbewusstsein &ndash; sind nicht verhandelbar. Aber sie k&ouml;nnen t&auml;uschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/corona-der-staat-sollte-sich-bei-den-ungeimpften-entschuldigen-li.292799%20\">Jessica Hamed in Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> K&uuml;rzlich hat auch der &bdquo;Cicero&ldquo; eine dreiteilige Folge mit <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91087#h11\">Zehn Thesen zur Aufarbeitung der Corona-Krise<\/a> gestartet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lindners Aktienrente: &bdquo;Mit Staatsknete zu spekulieren, ist nicht die L&ouml;sung&ldquo;<\/strong><br>\nHerr H&ouml;fgen, der Finanzminister will die Rente durch Aktien st&auml;rken. Was halten Sie von dieser Idee?<br>\nMit Staatsknete an der B&ouml;rse zu spekulieren, ist nicht die L&ouml;sung des Rentenproblems. Damit zwackt der Finanzminister zwar Gewinne aus ausl&auml;ndischen Unternehmen ab, aber sorgt nicht daf&uuml;r, dass in Deutschland mit weniger Erwerbst&auml;tigen und mehr Rentnern noch genug produziert wird. Das ist aber das eigentliche Rentenproblem. Eine alternde Gesellschaft muss produktiver werden und alle Arbeitskr&auml;fte, die es gibt, nutzen. Daf&uuml;r braucht es Investitionen und Vollbesch&auml;ftigungspolitik, aber keine Spekulationsgewinne an der B&ouml;rse. Im Gegenteil: Jeder Euro, der in Aktienfonds flie&szlig;t statt in die Wirtschaft, fehlt dort an Nachfrage.<br>\nEine Finanzierung des Pakets soll notfalls &uuml;ber neue Schulden erfolgen.<br>\nDer Finanzminister verstrickt sich in Widerspr&uuml;chen. Immerhin ist er strenger Verfechter der Schuldenbremse, will die sogar am liebsten in den Kommunen einf&uuml;hren. Schulden f&uuml;r Schulen, Stra&szlig;en und energetische Sanierungen seien schlecht, aber Schulden f&uuml;r B&ouml;rsenspekulation gut? Das passt nicht zusammen. Ein Totalverlust der Anlagen ist nat&uuml;rlich unwahrscheinlich, daf&uuml;r m&uuml;sste die Welt untergehen. Aber die B&ouml;rse unterliegt gewissen, &uuml;blichen Schwankungen.<br>\nUnabh&auml;ngig von der Aktienrente: Welche M&ouml;glichkeiten g&auml;be es, um die Rentenbeitr&auml;ge zu stabilisieren und das Niveau zu erh&ouml;hen? Was m&uuml;sste sich am System &auml;ndern?<br>\nRund 100 Milliarden Euro schie&szlig;t der Bund mittlerweile Jahr f&uuml;r Jahr aus dem Staatshaushalt in die Rentenkasse. An sich erstmal nicht schlimm, aber unter der Schuldenbremse werden andere Ausgaben verdr&auml;ngt. Zuschie&szlig;en muss der Staat, weil die Beitr&auml;ge nicht reichen. Viele Menschen zahlen etwa kaum ein, weil sie Niedrigl&ouml;hne verdienen. Die Agenda 2010 hat Deutschland zu einem der gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnl&auml;nder Europas gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/lindners-aktienrente-mit-staatsknete-zu-spekulieren-ist-nicht-die-loesung-91960191.html\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rinks wie lechts<\/strong><br>\nF&uuml;r den Berliner Tagesspiegel ist die Sache klar. &raquo;Das einst linke Portal Nachdenkseiten (NDS) blinkt nach rechts&laquo;, befand Autor Matthias Meisner am 16. November &uuml;ber &raquo;eines der reichweitenst&auml;rksten Parallelmedien im deutschsprachigen Raum&laquo;. Belege? NDS-Chefredakteur Jens Berger habe der AfD als einziger Partei eine &raquo;progressive friedenspolitische Antwort&laquo; auf den Ukraine-Krieg bescheinigt. Tats&auml;chlich hatte dieser eine Rede des AfD-Abgeordneten Alexander Gauland im Bundestag von Ende April gelobt, die &raquo;man eigentlich aus den Reihen der SPD, ja im Idealfall sogar vom Bundeskanzler h&auml;tte erwarten m&uuml;ssen&laquo;. Zum Beispiel sagte Gauland, die Russen erlebten seit langem ein &raquo;unaufhaltsames Vorr&uuml;cken eines ihnen entgegengesetzten Milit&auml;rb&uuml;ndnisses gegen die russischen Grenzen&laquo;, und es sei &raquo;falsch, diesen Konflikt mit schweren Waffen anzuheizen&laquo;.<br>\nMuss man diese richtigen Einlassungen verschweigen, weil sie aus dem falschen Munde kommen? Seit den Anf&auml;ngen der Coronakrise hat hierzulande der Gagadiskurs Hochkonjunktur, und jeder mit &raquo;Haltung&laquo; sollte eigentlich l&auml;ngst sein Fahrrad verschrottet haben, weil es Nazis geben soll, die auch gerne radeln. Kein Zufall ist es, dass die NDS gerade in diesen Zeiten ein Schreiben des Finanzamtes Landau erreicht hat, in welchem dem Tr&auml;gerverein der Entzug der Gemeinn&uuml;tzigkeit zum Jahresende angek&uuml;ndigt wird. Die Betreiber verfolgten mit dem Betrieb des Politblogs &raquo;weder die Volksbildung noch einen anderen (&hellip;) gemeinn&uuml;tzigen Zweck&laquo;, lautet die Begr&uuml;ndung, nachdem die NDS in davor 19 Jahren nichts anderes getan hatten, als gesellschaftliche Aufkl&auml;rung zu betreiben.<br>\nInitiiert wurde das Projekt als Reaktion auf den Rechtsruck der SPD, die seinerzeit Gerhard Schr&ouml;ders &raquo;Agenda&laquo;-Politik samt Hartz-Reformen und Angriffskrieg gegen Jugoslawien m&ouml;glich gemacht hat. Gr&uuml;nder und Herausgeber ist der einst f&uuml;r Willy Brandt und Helmut Schmidt im Kanzleramt t&auml;tige Albrecht M&uuml;ller, der das Angebot als linke Alternative zu den herrschenden neoliberalen Dogmen aufbaute, das schwerpunktm&auml;&szlig;ig Themen wie Rentenklau, Privatisierungen, Militarisierung, Staatsterror und die Kriege des Westens behandelt. Das alles wurde von den Herrschenden lange geduldet, aber dann kam die Pandemie. Anfangs noch auf Regierungslinie, schwenkten die NDS sp&auml;ter auf die der Ma&szlig;nahmenkritiker um, warnten vor Kollateralsch&auml;den durch Lockdowns, Schul- und Kitaschlie&szlig;ungen und dem Versteckspiel mit Intensivbetten. Derlei Differenzierung l&auml;uft beim heutigen Zeitgeist unter &raquo;Verschw&ouml;rungsmythen&laquo; und &raquo;Querdenker&laquo;, und das Stigma wurde den NDS prompt angeheftet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/439923.angriff-auf-pressefreiheit-rinks-wie-lechts.html\">Ralf Wurzbacher in junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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