{"id":9160,"date":"2011-04-21T08:45:38","date_gmt":"2011-04-21T06:45:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9160"},"modified":"2011-04-21T08:45:38","modified_gmt":"2011-04-21T06:45:38","slug":"hinweise-des-tages-1370","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9160","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute u. a. zu folgenden Themen: gute Arbeit, Whistleblower, Bonit&auml;t der Bundesrepublik, Milliarden von Staates Gnaden, Leipzig verklagt UBS, Gr&uuml;n-Rot und S21, &Ouml;lpest im Golf von Mexico ein Jahr danach, Automausstieg, Statistik, private Zuzahlungen im Gesundheitssystem, Finnland, Lidl-Filialleiter streikt gegen Arbeitstempo, Niedrigl&ouml;hne, die m&uuml;de Gesellschaft, Libyen, &Auml;gypten, Osteuropa, Regenwald, zu guter Letzt. (RS)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Von der &ldquo;Humanisierung der Arbeit&rdquo; zur &ldquo;Guten Arbeit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">SPD &ndash; Mehr Rechte f&uuml;r Whistleblower<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Bonit&auml;t der Bundesrepublik: Status eines sicheren Hafens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Milliarden von Staates Gnaden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Cross Border Leasing: &laquo;Bes&auml;sse die UBS einen Funken Anstand&thinsp;&hellip;&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Gr&uuml;n-Rot in Baden-W&uuml;rttemberg : B&uuml;rger entscheiden &uuml;ber Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Deepwater Horizon : Ein Jahr danach &ndash; Die verdr&auml;ngte Katastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Atomausstieg: Kampf um &Ouml;ffentlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Statistik: &ldquo;Yang ohne Ying&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Private Zuzahlungen schw&auml;chen das Vertrauen in das Gesundheitssystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Danke Finnland! &ndash; Europas br&ouml;ckelnde R&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Frankreich: Lidl-Filialleiter streikt gegen &ldquo;h&ouml;llisches&rdquo; Arbeitstempo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">H&auml;ufiger nur Niedriglohn f&uuml;r Hauptverdiener<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Die m&uuml;de Gesellschaft. Liebeserkl&auml;rung an Schlaf und M&uuml;&szlig;iggang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Libyen : Hilfskorridor noch eine leere Ank&uuml;ndigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">&Auml;gypten: Zwei Schritte vor, einen zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Im Keller der Geheimdienste: Was arabische Revolution&auml;re aus dem Backlash in Osteuropa lernen k&ouml;nnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Zerst&ouml;rung des Regenwaldes w&auml;chst mit dem Goldpreis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Zu guter Letzt: Volker Pispers und G&auml;ste<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=9160&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Von der &ldquo;Humanisierung der Arbeit&rdquo; zur &ldquo;Guten Arbeit&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Qualit&auml;t der Arbeit&rdquo; war in den beiden vergangenen Jahrzehnten kein Thema gr&ouml;&szlig;erer gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Wenn die Losung &ldquo;Hauptsache Arbeit&rdquo; hei&szlig;t, treten Fragen der &ldquo;Qualit&auml;t der Arbeit&rdquo; in den Hintergrund. Nicht wie wir arbeiten bewegt die Gem&uuml;ter, sondern ob noch gen&uuml;gend Arbeit f&uuml;r alle da ist. Nicht erst seit der vergangenen Krise hat sich das Problem einer wachsenden Unsicherheit und subjektiven Verunsicherung in den Vordergrund der gesellschaftlichen Diskussion geschoben: Es geht dabei jedoch nicht nur um die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, die zunehmend auch bislang privilegierte Besch&auml;ftigtengruppen erreicht. Es geht auch um die abnehmende Sicherheit, ein ausk&ouml;mmliches Einkommen zu erzielen, um die Bef&uuml;rchtung, den wachsenden Anforderungen gesundheitlich und qualifikatorisch nicht gewachsen zu sein, und um die schwindenden M&ouml;glichkeiten, Arbeit und Leben zu vereinbaren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/publikationen\/P19OAX,0,Von_der_Humanisierung_der_Arbeit_zur_Guten_Arbeit.html\">APuZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>SPD &ndash; Mehr Rechte f&uuml;r Whistleblower<\/strong><br>\nAls &ldquo;Geheimnisverr&auml;ter&rdquo; werden diejenigen, die interne Missst&auml;nde aufdecken, hierzulande oft beschuldigt und arbeitsrechtlich verfolgt. Die SPD will das &auml;ndern und schon bald den Entwurf f&uuml;r ein &ldquo;Whistleblowerschutzgesetz&rdquo; vorlegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/mehr-rechte-fuer-whistleblower\/-\/1472596\/8355958\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bonit&auml;t der Bundesrepublik: Status eines sicheren Hafens<\/strong><br>\nDeutschland profitiert von den Zweifeln an der Kreditw&uuml;rdigkeit der USA. Als Folge fielen die Zinsen f&uuml;r zehnj&auml;hrige deutsche Rentenpapiere. Die EU sieht die Rolle der Ratingagenturen derweil kritisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/status-eines-sicheren-hafens\/-\/1472780\/8359702\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Auch die Zinsen der US-Bundessanleihen (&bdquo;treasuries&ldquo;) sind nach der &bdquo;Warnung&ldquo; von S&amp;P gesunken, wie man <a href=\"http:\/\/www.bloomberg.com\/apps\/quote?ticker=USGG10YR:IND\">hier<\/a> sehen kann. Nein, anders als hier suggeriert, fliehen die Anleger seitdem nicht aus amerikanischen Staatsanleihen (mit der interaktiven Graphik kann man auch den Verlauf der Zinsrate &uuml;ber verschiedene Zeitr&auml;ume sehen). Vergleichen Sie mit der Zinsentwicklung f&uuml;r deutsche Staatsanleihen und siehe da, es gibt keinen allzu gro&szlig;en Unterschied. Aber wozu braucht man Fakten, wenn man als Journalist eine eigene Realit&auml;t inszenieren kann.<\/em><\/p>\n<p><em>Das dumme Geschw&auml;tz &uuml;ber die angeblich sinkende Bonit&auml;t von amerikanischen Bundesanleihen ebbt in den Medien nicht ab. Auch die Behauptung, die Investmentfirma Pimco ist deshalb aus US-Staatsanleihen ausgestiegen, weil sie an der Zahlungsf&auml;higkeit zweifelt, stimmt nicht. Tatsache ist, <a href=\"http:\/\/www.ft.com\/cms\/s\/0\/971a1210-4b45-11e0-b2c2-00144feab49a.html#axzz1K7oU1iBD\">Pimco ist deshalb ausgestiegen, weil sie eine Zinserh&ouml;hung auf etwas &uuml;ber vier Prozent erwartet<\/a>, wenn in Juni die Fed die letzten der $600 Milliarden in Staatsanleihen gekauft hat (wie wahrscheinlich diese Szenario ist, ist umstritten), was den Marktpreis f&uuml;r vorhandene Anleihen senkt.<\/em><\/p>\n<p><em>(Kurze Erkl&auml;rung dazu: Staatsanleihen werden gehandelt. Wenn die Zinsen f&uuml;r neue Anleihen steigen, sinkt der Marktpreis f&uuml;r vorhandene Anleihen, um die niedrigere Rendite im Vergleich zu neuen Anleihen durch einen niedrigeren Preis f&uuml;r die bisherigen auszugleichen. Ein einfaches Beispiel: Leiht man dem Staat 10.000 Euro zu zwei Prozent Zinsen, hat man am Ende eines Jahres einen Wert von 10.200 Euro. Steigt am n&auml;chsten Tag die Zinsrate auf vier Prozent, werden neue Anleihen nach einem Jahr 10.400 Euro wert. Will man sein Recht auf Zur&uuml;ckzahlung an einen anderen verkaufen, muss er es f&uuml;r weniger als 10.000 Euro verkaufen, denn der K&auml;ufer k&ouml;nnte sein Geld jetzt f&uuml;r vier Prozent leihen. Daher muss derjenige, der seine Anleihen verkaufen will, den Preis so setzen, dass der K&auml;ufer eine vierprozentige Rendite bekommt. In unserem Beispiel hei&szlig;t dass, dass der urspr&uuml;ngliche Kaufpreis von 10.000 Euro so weit gesenkt werden muss, dass der Wert von 10.200 Euro nach einem Jahr einer vierprozentigen Rendite entspricht.)<\/em><\/p>\n<p><em>Deshalb hat Pimco seine Staatsanleihen verkauft. So, wie ein Aktion&auml;r seine Aktien verkauft, wenn er eine Senkung des Marktpreises erwartet, hat Pimco seine Staatsanleihen verkauft. Es ist zu vermuten, dass sobald Pimco der Meinung ist, die Zinsen steigen demn&auml;chst nicht weiter, wieder amerikanische Staatsanleihen kauft. Es hat aber ganz und gar nichts mit einer Angst vor Insolvenz zu tun.<\/em><\/p>\n<p><em>Robert von Heusinger hat in seinem <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/laecherliches-rating\/-\/1472602\/8359416\/-\/index.html\">Kommentar<\/a>, worauf wir <a href=\"?p=9146#h02\">gestern hingewiesen<\/a> haben, erkl&auml;rt, warum Zweifel an der Bonit&auml;t des amerikanischen Staats l&auml;cherlich ist. Der NDS-Freund und renommierte Wirtschaftswissenschaftler James K. Galbraith hat auch <a href=\"http:\/\/www.thiscantbehappening.net\/node\/568\">buchst&auml;blich dar&uuml;ber gelacht<\/a>, als er vom Rating geh&ouml;rt hat. Brad DeLong von der Universit&auml;t Kaliforniens in Berkeley <a href=\"http:\/\/www.ft.com\/cms\/s\/0\/d31857ee-6a59-11e0-a464-00144feab49a,s01=1.html#axzz1JoxVQMs3\">schreibt in der Financial Times<\/a> dazu.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Milliarden von Staates Gnaden<\/strong><br>\nEvangelische und katholische Glaubensgemeinschaft erhalten Jahr f&uuml;r Jahr Geld vom Staat. Aufgrund einer Regelung, die noch das Heilige R&ouml;mische Reich erlassen hat. Die Humanistische Union, die sich selbst eine B&uuml;rgerrechtsorganisation nennt und seit 1961 f&uuml;r eine klare Trennung von Staat und Kirche eintritt, hat errechnet, wie viel Geld der Staat seit 1949 an die beiden gro&szlig;en Volkskirchen als sogenannte Staatsleistungen &uuml;berwiesen hat. Sie kommt auf eine Summe von rund 14 Milliarden Euro. [&hellip;]<br>\nAn eine Neuregelung machte sich aber weder die Politik der Weimarer Republik noch der F&uuml;hrer in der NS-Zeit noch die Bundesrepublik oder die DDR. Vielmehr wurde ins Grundgesetz blo&szlig; der entsprechende Passus der Weimarer Verfassung &uuml;bernommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2011%2F04%2F19%2Fa0037&amp;cHash=4c8b4fe6ee\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Cross Border Leasing: &laquo;Bes&auml;sse die UBS einen Funken Anstand&thinsp;&hellip;&raquo;<\/strong><br>\nAbseits der grossen Schaupl&auml;tze liefert die UBS der Stadt Leipzig einen erbitterten Kampf. Der Rechtsstreit um 370 Millionen Franken ist ein Paradebeispiel f&uuml;r das, was passieren kann, wenn &ouml;ffentliche Unternehmen ihr Geld im globalen Finanzkasino verzocken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/archiv\/20622.html\">Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gr&uuml;n-Rot in Baden-W&uuml;rttemberg : B&uuml;rger entscheiden &uuml;ber Stuttgart 21<\/strong><br>\nDurchbruch bei den Koalitionsverhandlungen: Gr&uuml;ne und SPD in Baden-W&uuml;rttemberg einigen sich auf eine Volksabstimmung zu Stuttgart 21. Bis sp&auml;testens Oktober sollen die B&uuml;rger &uuml;ber das umstrittene Gro&szlig;projekt abstimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/gruen-rot-in-baden-wuerttemberg-buerger-entscheiden-ueber-stuttgart-1.1087822\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deepwater Horizon : Ein Jahr danach &ndash; Die verdr&auml;ngte Katastrophe<\/strong><br>\nDie Explosion der Bohrinsel Deepwater Horizon am 20. April 2010 war das &ldquo;schlimmste Umweltdesaster&rdquo; aller Zeiten in den USA.. Auf den ersten Blick scheint es fast glimpflich verlaufen zu sein. Doch dieser Eindruck t&auml;uscht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deepwater-horizon-ein-jahr-danach-die-verdraengte-katastrophe-1.1087271\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Atomausstieg: Kampf um &Ouml;ffentlichkeit<\/strong><br>\nZahlen sind f&uuml;r viele gleich Fakten. Sie wirken seri&ouml;s, suggerieren Pr&auml;zision. Wer Zahlen hat, hat quasi den Beweis &ndash; vor allem wenn sie aus scheinbar unabh&auml;ngigen Quellen oder von vermeintlich neutralen Experten stammen. In der aktuellen Debatte um Atom-Ausstieg und Strompreise f&uuml;hrt diese Zahlenfixiertheit vieler Journalisten allerdings in die Irre. Zapp &uuml;ber die Energielobby in den Medien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/atomausstieg145.html\">NDR-Zapp<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Statistik: &ldquo;Yang ohne Ying&rdquo;<\/strong><br>\nInterview mit Jens J&uuml;rgen Korff &uuml;ber die Aussagef&auml;higkeit von Statistiken und ihre politische Funktion<br>\nDie Politik legitimiert regelm&auml;&szlig;ig weitreichende Entscheidungen, die gegen die Bev&ouml;lkerungsmehrheit gerichtet sind, mit Hilfe von statistischen Erhebungen, die objektive Sachzw&auml;nge suggerieren. Dabei sind gerade Statistiken mit einfachen Tricks dazu angetan, die Aussagen unterschiedlichsten Interessengruppen zu best&auml;tigen und ihre Interpretationsw&uuml;nsche zu erf&uuml;llen. Mit ihrem Buch L&uuml;gen mit Zahlen stellen der Statistiker Gerhard Bosbach (der jahrelang im Statistischen Bundesamt t&auml;tig war) und Jens J&uuml;rgen Korff diese Tricks vor und zeigen auf, welche Interessen dabei bedient werden. Telepolis sprach dar&uuml;ber mit dem Historiker, Politiker und Werbetexter Jens J&uuml;rgen Korff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/34\/34546\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft wird nicht von Meinhard Miegel gef&uuml;hrt, aber das ist in diesem Zusammenhang nicht so wichtig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Private Zuzahlungen schw&auml;chen das Vertrauen in das Gesundheitssystem<\/strong><br>\nIn einem an der Universit&auml;t Harvard durchgef&uuml;hrten Forschungsprojekt kommt Professor Claus Wendt von der Universit&auml;t Siegen zu dem Ergebnis, dass private Zuzahlungen zu Gesundheitsleistungen das Vertrauen der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in das Gesundheitssystem schw&auml;chen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news419071\">idw \/ Universit&auml;t Siegen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Danke Finnland! &ndash; Europas br&ouml;ckelnde R&auml;nder<\/strong><br>\nAm Sonntag haben es die f&uuml;nf Millionen Finnen dem Resteuropa gezeigt: So wie es derzeit ist, kann es nicht weitergehen mit der Europ&auml;ischen Union und dem Euro. Die nationalkonservativen &ldquo;Wahren Finnen&rdquo; wollen mit der n&auml;chsten finnischen Regierung den Euro-Rettungsschirm platzen lassen. Sie wollen den bankrotten EU-Staaten nicht finanziell aus der Klemme helfen. Und die Ungarn haben sich gleich eine ganz neue Verfassung gegeben, die auf nationale Eigenheit und Eigenst&auml;ndigkeit pocht und die anderen Europ&auml;er raushalten soll. W&auml;hrenddessen stellen die Italiener den bei ihnen gestrandeten Fl&uuml;chtlingen Touristenvisa f&uuml;r die EU aus und geben so ein weiteres Problem an die Nachbarn weiter. Wom&ouml;glich haben die Finnen Recht: so wie derzeit geht es nicht weiter. Wird Zeit, dass mal wieder Politik f&uuml;r Europa gemacht wird, falls es die europ&auml;ische Idee weiter geben soll.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/radio\/hr2\/flashplayer\/hr2tag_player_content.jsp?rpgid=28420761434\">HR2 Der Tag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/forcedownload.jsp?file=http%3A%2F%2Fmp3.podcast.hr-online.de%2Fmp3%2Fpodcast%2FderTag%2FderTag_20110419.mp3\">Die Sendung als Podcast (MP3)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Sendung ist sehr h&ouml;renswert &ndash; Heiner Flassbeck und Christoph Butterwegge runden als Experten die gut gemachte Sendung ab.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Frankreich: Lidl-Filialleiter streikt gegen &ldquo;h&ouml;llisches&rdquo; Arbeitstempo<\/strong><br>\nDer Leiter einer franz&ouml;sischen Lidl-Filiale hat es satt: Seine Mitarbeiter litten unter R&uuml;ckenschmerzen und Bandscheibenvorf&auml;llen, doch die Anforderungen der Firmenleitung w&uuml;rden immer h&auml;rter. Jetzt streikt der Chef pers&ouml;nlich f&uuml;r bessere Bedingungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,758078,00.html\">Spiegel-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>H&auml;ufiger nur Niedriglohn f&uuml;r Hauptverdiener<\/strong><br>\nSieben Prozent der Besch&auml;ftigten hierzulande z&auml;hlen zu den Working Poor, etwa so viele wie im europ&auml;ischen Durchschnitt. In Zukunft d&uuml;rfte die Zahl der arbeitenden Armen jedoch zunehmen, weil Geringverdiener immer &ouml;fter Haupt- statt Nebenverdiener sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_113591.html\">B&ouml;ckler Impuls<\/a>\n<p><em>Passend zu unserem gestrigen <a href=\"?p=9146#h06\">Hinweis Nr. 6<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die m&uuml;de Gesellschaft. Liebeserkl&auml;rung an Schlaf und M&uuml;&szlig;iggang<\/strong><br>\nDie Prominenten, deren Depressionen in den vergangenen Jahren bekannt wurden, sind nur die Spitzen eines Eisberges: Robert Encke, der Nationaltorwart, der im November 2009 Selbstmord beging. Miriam Meckel, die Kommunikationsexpertin, die trotz ihres Buchs &uuml;ber &ldquo;Das Gl&uuml;ck der Unerreichbarkeit&rdquo; kurze Zeit sp&auml;ter zusammenklappte und in ihrem n&auml;chsten Buch &ldquo;Brief an mein Leben&rdquo; von ihren &ndash; so der Untertitel &ndash; &ldquo;Erfahrungen mit einem Burnout&rdquo; berichtete. Frank Sch&auml;tzing, der Beststeller-Autor, Tim M&auml;lzer, der Fernseh-Koch, Sebastian Deisler, der Ex-Profi-Fu&szlig;baller, und Matthias Platzeck, der SPD-Politiker und zwischenzeitliche Parteivorsitzende &ndash; sie alle litten unter Depressionen und Burnout. Und sind damit keine Einzelf&auml;lle. Bis 2030 k&ouml;nnte die Depression nach Einsch&auml;tzungen der Weltgesundheitsorganisation zur h&auml;ufigsten Krankheit weltweit werden. Was ist dort drau&szlig;en blo&szlig; los? Und: Wie kommen wir durch diesen Irrsinn halbwegs heil hindurch? Der Z&uuml;ndfunk-Generator hat sich auf die Suche nach Antworten gemacht: Bei dem Soziologen Alain Ehrenberg (&ldquo;Das ersch&ouml;pfte Selbst&rdquo;), dem Philosophen Byung-Chul Han (&ldquo;M&uuml;digkeitsgesellschaft&rdquo;) und vor allem bei der Philosophin und Expertin f&uuml;r Genuss und Arbeit, bei Svenja Fla&szlig;p&ouml;hler (&ldquo;Wir Genussarbeiter&rdquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cdn-storage.br.de\/mir-live\/bw1XsLzS\/bLQH\/bLOliLioMXZhiKT1\/iLCpbHJG\/uwQtsKFCuwJC\/_2rc_K1S\/_-JS\/_-gg571S\/uLoXb69zbX06\/110220_2205_Zuendfunk_Die-muede-Gesellschaft-Liebeserklaerung-an-.mp3\">BR2-H&ouml;rfunk (Audio-Podcast, mp3, ca. 36 MB, ca. 39 Minuten)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Diese Sendung ist zwar schon zwei Monate alt, ist aber trotzdem einen Hinweis wert. Interessant ist hier Zusammenfassung von psychosomatischen Zivilisationskrankheiten des modernen Berufslebens. Kannten Sie etwa schon die <a href=\"http:\/\/www.suite101.de\/content\/nomophobie-wenn-die-angst-vor-dem-offline-ueberhand-nimmt-a99460\">Nomophobie<\/a> &ndash; die Angst, nicht mobil erreichbar zu sein &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Libyen : Hilfskorridor noch eine leere Ank&uuml;ndigung<\/strong><br>\nDie zwischen den Vereinten Nationen und dem Gaddafi-Regime vereinbarte &ldquo;humanit&auml;re Pr&auml;senz&rdquo; internationaler Organisationen in Libyen bleibt vorerst eine leere Ank&uuml;ndigung. Die K&auml;mpfe dauern an , was die Hilfe f&uuml;r die Zivilisten erschwert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/spezials\/aufruhr-in-arabien\/hilfskorridor-noch-eine-leere-ankuendigung\/-\/7151782\/8358854\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&Auml;gypten: Zwei Schritte vor, einen zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDer Expr&auml;sident verhaftet, seine Partei aufgel&ouml;st. Aber auch Repression gegen Demonstranten. Wo steht &Auml;gypten heute? Politik in &Auml;gypten ist derzeit eine Aushandlungssache zwischen Milit&auml;r und Demonstranten. Die Kr&auml;fte des Wandels haben noch nicht gesiegt. Die &Auml;gypter werden sich unterdessen ihrer Vorbildfunktion bewusst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F04%2F20%2Fa0078&amp;cHash=f6a14996ce\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Im Keller der Geheimdienste: Was arabische Revolution&auml;re aus dem Backlash in Osteuropa lernen k&ouml;nnen<\/strong><br>\nIn Bulgarien und in Ungarn regieren Parteien, die sich als &ldquo;konservativ&rdquo; bezeichnen. Sie putzen alte Nationalismen heraus und verteidigen ansonsten die Pfr&uuml;nden einer Elite, die im Gro&szlig;en und Ganzen seit einem halben Jahrhundert unver&auml;ndert geblieben ist. Ein nicht vollzogener Umbruch, eine nicht entmachtete Oligarchie, eine nicht vor Gericht gestellte Geheimpolizei und Allmachtspartei, mit anderen Worten: ein friedlicher, sich an den Gesetzen der faulen Kompromisse orientierender &Uuml;bergang f&uuml;hrt nicht zu wahrer Gerechtigkeit, sondern zu einer R&uuml;ckkehr der Gestrigen in neuem Gewand. Das hat die Erfahrung der letzten zwei Jahrzehnte in Osteuropa schmerzhaft gezeigt.<br>\nDas Beispiel Russlands zeigt, dass es nicht ausreicht, die regierende Partei zu verbieten, wie j&uuml;ngst in &Auml;gypten geschehen. Die KPdSU wurde am 21. August 1991 aufgel&ouml;st und verboten. Doch die autokratischen F&uuml;hrungsstrukturen und die oligarchischen Besitzt&uuml;mer sind unangetastet geblieben. Man kann nur hoffen, dass die &Auml;gypter und Tunesier ihren bisherigen Erfolg als ersten Schritt einer revolution&auml;ren Befreiung begreifen und sich nicht dem Irrtum hingeben, die Arbeit sei nun erledigt. Sonst werden von ihren glorreichen Aufst&auml;nden in zwanzig Jahren nur einige Fotos in einem Museum &uuml;brig bleiben &ndash; aufgeladen mit der Trauer, dass es anders, viel besser, h&auml;tte ausgehen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F04%2F20%2Fa0096&amp;cHash=d37e4938b6\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zerst&ouml;rung des Regenwaldes w&auml;chst mit dem Goldpreis<\/strong><br>\nUS-Forscher haben Satellitenbilder der Nasa ausgewertet: Goldgr&auml;ber hinterlassen im peruanischen Dschungel mit Quecksilber verseuchte Mondlandschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/umwelt\/article13215679\/Zerstoerung-des-Regenwaldes-waechst-mit-dem-Goldpreis.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Volker Pispers und G&auml;ste<\/strong><br>\nVolker Pispers geh&ouml;rt zu den erfolgreichsten deutschen Kabarettisten, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, junge Kollegen vorzustellen. Auf der B&uuml;hne begr&uuml;&szlig;t er Christoph Sieber, Tilman Birr, Tina Teubner und ihren Pianisten Ben S&uuml;verkr&uuml;p.<br>\nAufzeichnung vom 17. April 2011 aus dem Studio im ZDF-Sendezentrum<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/mediathek.php?obj=24509&amp;mode=play\">3sat<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute u. a. zu folgenden Themen: gute Arbeit, Whistleblower, Bonit&auml;t der Bundesrepublik, Milliarden von Staates Gnaden, Leipzig verklagt UBS, Gr&uuml;n-Rot und S21, &Ouml;lpest im Golf von Mexico ein Jahr danach, Automausstieg, Statistik, private Zuzahlungen im Gesundheitssystem, Finnland, Lidl-Filialleiter streikt gegen Arbeitstempo, Niedrigl&ouml;hne, die m&uuml;de Gesellschaft, Libyen, &Auml;gypten, Osteuropa, Regenwald, zu guter Letzt. (RS)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9160","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9160","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9160"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9160\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9164,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9160\/revisions\/9164"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9160"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9160"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9160"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}