{"id":9179,"date":"2011-04-21T17:05:14","date_gmt":"2011-04-21T15:05:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9179"},"modified":"2011-04-21T17:05:14","modified_gmt":"2011-04-21T15:05:14","slug":"hinweise-des-tages-ii-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9179","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Stuttgart 21; Gustav Horn: Der Euroraum im Teufelskreis; DIW: Mehrwertsteuer-Reform k&ouml;nnte die &Auml;rmsten dreimal st&auml;rker belasten als die Reichsten; Rudolf Hickel h&auml;lt die Prognose von Standard &amp; Poor&rsquo;s zur Kreditw&uuml;rdigkeit der USA f&uuml;r eine &ldquo;Wichtigtuerei&rdquo;; Ergebnisse der steuerlichen Betriebspr&uuml;fung 2009; &ldquo;Working Poor&rdquo; in Deutschland; Vorsorgende Qualit&auml;ten des franz&ouml;sischen Sozialstaats; Lidl-Filialleiter streikt gegen &ldquo;h&ouml;llisches&rdquo; Arbeitstempo; Nur jeder F&uuml;nfte wei&szlig;, was Lobbyisten tun; Oxfam kritisiert deutsche Biosprit-Politik; Zeigt her eure Provisionen; Solarverband plant Lobby-Gro&szlig;kampagne; Abschaffung der Wehrpflicht &ndash; ein Betrugsman&ouml;ver; Libyen; Keine Gnade f&uuml;r Sarrazin; Schavans Empirie; Wie die Medien ticken (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Gustav Horn: Der Euroraum im Teufelskreis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">DIW: Mehrwertsteuer-Reform k&ouml;nnte die &Auml;rmsten dreimal st&auml;rker belasten als die Reichsten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Rudolf Hickel h&auml;lt die Prognose von Standard &amp; Poor&rsquo;s zur Kreditw&uuml;rdigkeit der USA f&uuml;r eine &ldquo;Wichtigtuerei&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Ergebnisse der steuerlichen Betriebspr&uuml;fung 2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">&ldquo;Working Poor&rdquo; in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Vorsorgende Qualit&auml;ten des franz&ouml;sischen Sozialstaats<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Lidl-Filialleiter streikt gegen &ldquo;h&ouml;llisches&rdquo; Arbeitstempo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Nur jeder F&uuml;nfte wei&szlig;, was Lobbyisten tun<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Oxfam kritisiert deutsche Biosprit-Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Zeigt her eure Provisionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Solarverband plant Lobby-Gro&szlig;kampagne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Abschaffung der Wehrpflicht &ndash; ein Betrugsman&ouml;ver<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Libyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Keine Gnade f&uuml;r Sarrazin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Schavans Empirie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Wie die Medien ticken<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=9179&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Heribert Prantl &ndash; Der Ausweg, der keiner ist<\/strong><br>\nVor der Wahl pries der Gr&uuml;ne Winfried Kretschmann in der Causa Stuttgart 21 die Volksabstimmung als gro&szlig;en Ausweg &ndash; und sieht nun, dass er den Ausweg erst noch bohren muss. Die Bedingungen f&uuml;r ein solches Referendum sind immens schwierig. Darum wird ein Volksentscheid zu alten Bedingungen keine befriedende Kraft haben k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nKretschmann hat, einen siegreichen Wahlkampf lang, eine Volksabstimmung versprochen, die den Gegnern des Bahnhofsprojekts eine reelle Chance gibt. Aber er hat bei diesem Versprechen nicht mit der Verfassung des Landes gerechnet. Diese Verfassung erlaubt die versprochene neue Politik noch nicht so einfach &ndash; sie schraubt die Anforderungen an Volksabstimmungen in unerreichbare H&ouml;hen. [&hellip;]<br>\nEine Volksabstimmung zu den alten Bedingungen wird die befriedende Kraft, die Kretschmann ihr zuspricht, nicht haben k&ouml;nnen. Die Gr&uuml;nen haben im Wahlkampf die Volksabstimmung als den gro&szlig;en Ausweg gepriesen &ndash; und sehen nun, dass sie den Ausweg erst noch bohren m&uuml;ssen. Sie haben Schweinchen Schlau gespielt, waren aber nicht schlau genug. Das wird nun mit dem Formelkompromiss getarnt. [&hellip;]<br>\nHoffnungen wecken ist aber noch keine Partizipation. Mit Hoffnungen kann man Gedichte und Romane f&uuml;llen, Politik eher nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/stuttgart-dilemma-der-gruenen-der-ausweg-der-keiner-ist-1.1087868\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu auch:<\/strong> <a href=\"upload\/pdf\/110421_Aufruf_SPD.pdf\">Aufruf der S 21-Kritiker in der SPD [PDF &ndash; 50 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lieber Heribert Prantl, bei allem Respekt, der Satz &bdquo;Aber er hat bei diesem Versprechen nicht mit der Verfassung des Landes gerechnet&ldquo; ist doch eigentlich unter Ihrer W&uuml;rde. Nat&uuml;rlich wurde &ndash; nicht nur &ndash; im Wahlkampf die verfassungsrechtliche Rolle eines Volksentscheides von allen Seiten sehr genau beleuchtet. Der Volksentscheid war jedoch auch damals schon der kleinste gemeinsame Nenner zwischen den Wunschkoalition&auml;ren Gr&uuml;ne und SPD. Eine Verfassungs&auml;nderung, ein &bdquo;Lex S-21&ldquo;, stand nie ernsthaft zur Diskussion. So standen die Zeichen schon lange vor der Wahl auf &bdquo;Formelkompromiss&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Boris Palmer zweifelt Kompromiss an<\/strong><br>\n[&hellip;] Nachdem die Verhandlungsf&uuml;hrer Winfried Kretschmann (Gr&uuml;ne) und Nils Schmid (SPD) am Mittwoch noch den Durchbruch verk&uuml;ndeten, zog T&uuml;bingens Oberb&uuml;rgermeister Boris Palmer (Gr&uuml;ne) den Kompromiss teilweise in Zweifel. Die Gr&uuml;nen w&uuml;rden das Ergebnis eines Volksentscheids &uuml;ber Stuttgart 21 nicht in jedem Fall akzeptieren, sagte er. An diesem Donnerstag werden die Koalitionsverhandlungen in gro&szlig;er Runde fortgesetzt.<br>\nPalmer sagte: &bdquo;Ich habe verstanden, dass das Ergebnis des Volksentscheids f&uuml;r uns verbindlich ist, wenn eine Mehrheit sich f&uuml;r Stuttgart 21 ausspricht &ndash; unabh&auml;ngig vom Quorum.&ldquo; F&uuml;r den Gr&uuml;nen-Politiker ist damit nicht gekl&auml;rt, was passiert, wenn sich eine Mehrheit der B&uuml;rger gegen das Projekt ausspricht, aber das Quorum f&uuml;r einen Erfolg des Referendums nicht erreicht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.s21-volksentscheid-boris-palmer-zweifelt-kompromiss-an.63b2d609-fa9e-4b8d-ad81-a96ecb121fa8.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gustav Horn: Der Euroraum im Teufelskreis<\/strong><br>\nEs ist schon ein Drama mit dem Euroraum. Es werden Ma&szlig;nahmen um Ma&szlig;nahmen beschlossen, Hilfen um Hilfen gew&auml;hrt &ndash; und nichts &auml;ndert sich wirklich. Auf den Finanzm&auml;rkten verlangen verunsicherte Anleger nach wie vor Zinsen, die den Schuldnerl&auml;ndern jeden Raum zum Atmen nehmen. Es ist dann relativ einfach, die Rechnung aufzumachen, dass &uuml;ber kurz oder lang kein Weg an einem Staatsbankrott vorbeif&uuml;hrt. Diese wenig &uuml;berraschenden &Uuml;berlegungen, die von &Ouml;konomen aller Provenienz oder sogar aus Kreisen internationaler Organisationen vorgebracht werden, l&ouml;sen dann eine weitere Runde von Zinsaufschl&auml;gen aus, was die Wahrscheinlichkeit von Staatsbankrotten weiter erh&ouml;ht. Und es beginnt eine neue Runde von entsprechenden d&uuml;steren Prognosen seitens der Experten. Ein Teufelskreis mit eingebauter Abw&auml;rtsspirale &hellip;<br>\nDie Regierungen des Euroraums m&uuml;ssen schleunigst eine Grundsatzentscheidung treffen, und die lautet: Die Regierungen des Euroraums werden gemeinsam in Kooperation mit der EZB jeden Staatsbankrott verhindern, der auf der Verschuldung eines Mitgliedslandes in Euro, also der eigenen W&auml;hrung der Mitgliedsl&auml;nder, beruht. Nicht von dieser Garantie erfasst sind Verschuldungen in anderen W&auml;hrungen, denn deren R&uuml;ckzahlung kann aufgrund m&ouml;glicher Wechselkurseinfl&uuml;sse und mangelnder Devisenreserven weder von Regierungen des Euroraums noch von der EZB letztlich gesichert werden.<br>\nAnders aber sieht es mit den Schulden in Euro aus. Wenn sich die Regierungen dazu durchringen, den Schuldnerstaaten Hilfen zu m&ouml;glichst niedrigen Zinsen zur Verf&uuml;gung zu stellen anstatt sie durch hohe zu bestrafen, ist eine Umkehr m&ouml;glich. Denn nur dann k&ouml;nnen diese L&auml;nder ihre Schuldenlast aus eigener Kraft mit realistischen Sparprogrammen reduzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/94074_113585.html\">IMK<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>DIW: Mehrwertsteuer-Reform k&ouml;nnte die &Auml;rmsten dreimal st&auml;rker belasten als die Reichsten<\/strong><br>\n&bdquo;Sollte der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz ersatzlos abgeschafft werden, droht den &auml;rmsten Haushalten in Deutschland ein Realeinkommensverlust von bis zu 2,8 Prozent, den reichsten hingegen nur ein R&uuml;ckgang von 0,9 Prozent&ldquo;, erkl&auml;rt DIW-Steuerexperte Stefan Bach. &bdquo;Selbst wenn die Regierung die entstehenden Mehreinnahmen von rund 23 Milliarden Euro im Jahr komplett nutzen w&uuml;rde, um den Mehrwertsteuer-Regelsatz von bisher 19 auf 16 Prozent zu senken, w&uuml;rden die Geringverdiener unterm Strich immer noch deutlich st&auml;rker belastet als die Wohlhabenden&ldquo;.<br>\nBei der geplanten Mehrwertsteuerreform steht die Regierung vor einer Grundsatzentscheidung: Weniger B&uuml;rokratie oder weniger soziale Gerechtigkeit.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.371811.de\">DIW<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php\/371848\">Stefan Bach, DIW, Volle Mehrwertsteuer auf Nahrungsmittel belastet vor allem Geringverdiener<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Rudolf Hickel h&auml;lt die Prognose von Standard &amp; Poor&rsquo;s zur Kreditw&uuml;rdigkeit der USA f&uuml;r eine &ldquo;Wichtigtuerei&rdquo;<\/strong><br>\nIch finde es ganz gut, dass darauf hingewiesen wird, dass die Rating-Agenturen vor allem in der Finanzmarktkrise absolut versagt haben. Sie haben uns im Grunde genommen heute toxische Finanzprodukte, die nichts mehr wert sind, mit Triple-A ausgezeichnet. Insoweit ist zum Einstieg die Skepsis gegen&uuml;ber Rating-Agenturen richtig. Das zweite ist auch, was sehr scharf zu kritisieren ist, diese Unabh&auml;ngigkeit. Wir haben ja in der Zwischenzeit wenigstens in der Europ&auml;ischen Union ein versch&auml;rftes Verfahren. Nicht mehr jeder darf Rating machen.<br>\nAber zum Inhalt selber, es ist ja hoch interessant. Es geht doch darum, dass Standard &amp; Poor&rsquo;s einen Ausblick gibt, einen Ausblick &ndash; das ist ganz wichtig &ndash; auf die US-amerikanische Entwicklung, und der Ausblick wird abgewertet von stabil auf negativ. Damit droht nat&uuml;rlich die Wahrscheinlichkeit, Standard &amp; Poor&rsquo;s sagt eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 30 Prozent, dass es irgendwann zum Downgrading kommt, dass das Triple-A-Rating, also diese Bewertungsnote, abgesenkt wird.<br>\nInteressanterweise gibt es gleichzeitig eine Stellungnahme vom Konkurrenten von Standard &amp; Poor&rsquo;s, n&auml;mlich von Moody&rsquo;s, und Moody&rsquo;s sagt genau das Gegenteil. Die sagen, der Wechsel in der Haushaltsdebatte, der jetzt im Rahmen der Kompromissbildung deutlich geworden ist, auch die Absicht, neue Schulden einzusparen, gibt eher eine ganz andere Bewertung, n&auml;mlich dass eher das ganze positiv zu bewerten ist. Also hier gibt es auch in gewisser Weise einen Konkurrenzkampf zwischen den jeweiligen Rating-Agenturen, und wenn wir auf die Finanzm&auml;rkte sehen, dann f&auml;llt ja auf, die Finanzm&auml;rkte haben sich kaum irritieren lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1439406\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ergebnisse der steuerlichen Betriebspr&uuml;fung 2009<\/strong><br>\nIn den Betriebspr&uuml;fungen der L&auml;nder waren im Jahr 2009 bundesweit 13 332 Pr&uuml;fer im Einsatz. Sie erzielten ein Mehrergebnis von 20,9 Mrd. &euro; (2008: 17,8 Mrd. &euro;; 2007: 16,6 Mrd. &euro;), dies sind durchschnittlich 1,6 Mio. &euro; je Pr&uuml;fer. Auf die Pr&uuml;fung der Gro&szlig;betriebe entfiel ein Mehrergebnis von 15,3 Mrd. &euro;, dies sind im Durchschnitt circa 392 200 &euro; je gepr&uuml;ftem Betrieb. Die Pr&uuml;fung der Kleinstbetriebe erbrachte ein Mehrergebnis von 1,1 Mrd. &euro; beziehungsweise circa 15 400 &euro; je gepr&uuml;ftem Betrieb.\n<p><a href=\"upload\/bilder\/110421_hdt2_abb1.gif\"><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/110421_hdt2_abb1_th.gif\" alt=\"Grafik: Ergebnisse der steuerlichen Betriebspr&uuml;fung 2009\" title=\"Ergebnisse der steuerlichen Betriebspr&uuml;fung 2009\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/nn_95928\/DE\/BMF__Startseite\/Aktuelles\/Monatsbericht__des__BMF\/2010\/04\/analysen-und-berichte\/b04-ergebnisse-der-steuerlichen-betriebspruefung-2009\/node.html?__nnn=true\">Bundesfinanzministerium<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Working Poor&rdquo; in Deutschland: Sieben Prozent der Erwerbst&auml;tigen sind arm, Tendenz steigend<\/strong><br>\nOb Arbeitnehmer in Armut leben m&uuml;ssen oder nicht, h&auml;ngt von ihrem Verdienst ab &ndash; aber nicht nur. Entscheidend ist au&szlig;erdem, wie viele Personen sie mitern&auml;hren m&uuml;ssen beziehungsweise wie viel finanzielle Unterst&uuml;tzung sie selbst von anderen Haushaltsmitgliedern bekommen. Zudem kommt es auf die staatlichen Umverteilungssysteme an. In allen drei Punkten &ndash; L&ouml;hne, Haushaltsstrukturen, Steuer- und Sozialsystem &ndash; unterscheiden sich die L&auml;nder Europas erheblich&hellip;<br>\nLohmann und Andre&szlig; betrachten die Armutsquoten von Personen im erwerbsf&auml;higen Alter, die im zur&uuml;ckliegenden Jahr wenigstens sechs Monate gearbeitet haben. Als arm gilt, wer ein nach Haushaltsbedarf gewichtetes Nettoeinkommen hat, das unter 60 Prozent des mittleren Werts im jeweiligen Land liegt. So ergeben sich in den betrachteten Staaten &ndash; EU-27 plus Norwegen und Island &ndash; f&uuml;r 2008 Working-Poor-Quoten zwischen 3,9 und 16,9 Prozent. Die niedrigste Erwerbst&auml;tigen-Armutsquote verzeichnete Tschechien, die h&ouml;chste Rum&auml;nien. Mit 6,9 Prozent liegt Deutschland 2008 im Mittelfeld.<br>\nDie Berechnungen der Wissenschaftler zeigen dar&uuml;ber hinaus, in welchem Ma&szlig;e unterschiedliche Faktoren f&uuml;r die Armut von Besch&auml;ftigten verantwortlich sind. Lohmann und Andre&szlig; zerlegen den Prozess der Einkommensverteilung dazu in mehrere Schritte. Beispiel Deutschland: Schaut man nur auf die Erwerbseinkommen, waren 2006 knapp 18 Prozent der Arbeitnehmer arm. Ber&uuml;cksichtigt man Bedarf und Einkommen anderer Haushaltsmitglieder, sinkt die Armutsquote jedoch auf weniger als 11 Prozent. Nach Abzug von Steuern und Hinzurechnung von Sozialleistungen halbiert sich die Quote fast noch einmal.<br>\nIn Deutschland d&auml;mpft die Zusammensetzung der Haushalte die Armutsquote. Weil viele &ndash; oft weibliche &ndash; Geringverdiener mit besser verdienenden Partnern zusammenleben, f&uuml;hren niedrige Verdienste nicht zwangsl&auml;ufig zu Armut. In den meisten L&auml;ndern ist dieser Effekt schw&auml;cher, in einigen sogar das genaue Gegenteil zu beobachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_113591.html\">B&ouml;ckler Impuls 07\/2011<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Vorsorgende Qualit&auml;ten des franz&ouml;sischen Sozialstaats<\/strong><br>\nIn der Familien- und Arbeitsmarktpolitik liefert uns Frankreich wegweisende Beispiele f&uuml;r den vorsorgenden Sozialstaat. Die konkreten Instrumente und Ma&szlig;nahmen erg&auml;nzen sich und f&uuml;gen sich in einen koh&auml;renten Gesamtplan ein; die diversen sozialstaatlichen Leistungen werden nicht segmentiert voneinander, sondern multisektoral betrachtet. Sie sind h&auml;ufig pr&auml;ventiv angelegt und bieten den B&uuml;rgern verschiedene Optionen zur Wahl an.<br>\nSo ist in Frankreich eine hohe Geburtenrate mit einer ungew&ouml;hnlich guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf und einer hohen Erwerbst&auml;tigkeit von Frauen verbunden. Zugleich bieten die Schulen als Ganztagsschulen einen wichtigen Sozialisierungs- und Betreuungsraum f&uuml;r junge Menschen.<br>\nDie missions locales offerieren jungen Menschen ein umfassendes Betreuungsangebot, das auf jedes Individuum zugeschnitten ist und ihre gesamte pers&ouml;nliche<br>\nLebenssituation ber&uuml;cksichtigt. Sie haben in 25 Jahren sieben Millionen Jugendlichen zu einer unbefristeten Stelle verholfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/08022.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung, Internationale Politikanlayse [PDF &ndash; 475 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lidl-Filialleiter streikt gegen &ldquo;h&ouml;llisches&rdquo; Arbeitstempo<\/strong><br>\nDer Leiter einer franz&ouml;sischen Lidl-Filiale hat es satt: Seine Mitarbeiter litten unter R&uuml;ckenschmerzen und Bandscheibenvorf&auml;llen, doch die Anforderungen der Firmenleitung w&uuml;rden immer h&auml;rter. Jetzt streikt der Chef pers&ouml;nlich f&uuml;r bessere Bedingungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,758078,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Chapeau Monsieur Hubert! Solche Chefs w&uuml;nscht man sich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nur jeder F&uuml;nfte wei&szlig;, was Lobbyisten tun<\/strong><br>\nEine aktuelle Forsa-Umfrage der Deutschen Universit&auml;t f&uuml;r Weiterbildung (DUW) zeigt: Nur 20 Prozent der deutschen Erwerbst&auml;tigen wissen, welche Aufgaben ein Lobbyist oder Public-Affairs-Manager wahrnimmt. 51 Prozent der Befragten kennen die beiden Berufsbezeichnungen nicht. 28 Prozent haben die Berufsbezeichnung zwar schon einmal geh&ouml;rt, k&ouml;nnten aber keine Aufgaben benennen, die dazu geh&ouml;ren. Forsa befragte 1.002 Erwerbst&auml;tige im Februar und M&auml;rz 2011.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news419654\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Oxfam kritisiert deutsche Biosprit-Politik<\/strong><br>\nOxfam hat der deutschen Bundesregierung vorgeworfen, sie habe beim Biosprit auf ganzer Linie versagt. &ldquo;Wider besseren Wissens h&auml;lt Bundeskanzlerin Merkel an der unsinnigen Biosprit-Politik fest&rdquo;, sagte Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale am Mittwoch in Berlin. Da immer mehr Getreide f&uuml;r Biodiesel und Bioethanol angebaut werde, verknappe sich das Angebot an Grundnahrungsmitteln. Die Lage auf den Weltgetreidem&auml;rkten sei deshalb sehr angespannt und die Preise seien stark gestiegen.<br>\nGrundnahrungsmittel w&uuml;rden f&uuml;r immer mehr Menschen in armen L&auml;ndern unbezahlbar, sagte  Wiggerthale. &ldquo;Biosprit ist offensichtlich ein Preistreiber bei Grundnahrungsmitteln.&rdquo;<br>\nIm Jahr 2010 sei, trotz hoher EU-Einfuhrz&ouml;lle, der Import von Bioethanol aus den USA sprunghaft auf 151 Mio. Liter angestiegen, berichtete Oxfam. Ein Schlupfloch bei den Einfuhrz&ouml;llen mache dies m&ouml;glich. Verschwenderische 40 Prozent der US-amerikanischen Maisproduktion w&uuml;rden f&uuml;r die Produktion von Bioethanol eingesetzt. Die Lagerbest&auml;nde bei Mais seien dadurch drastisch zur&uuml;ckgegangen. Der Weltmarktpreis f&uuml;r Mais habe ein neues Rekordhoch erreicht und liege &uuml;ber dem bisherigen H&ouml;chstwert im Juni 2008. &ldquo;Finanzspekulation und die Biokraftstoffpolitik sind f&uuml;r die hohen Maispreise verantwortlich&rdquo;, so Wiggerthale. H&ouml;here Maispreise in Zentral- und S&uuml;damerika seien die Folge. In Mexiko schlage sich dies in h&ouml;heren Tortilla-Preisen nieder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.epo.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=7195:oxfam-kritisiert-deutsche-biosprit-politik&amp;catid=46&amp;Itemid=115\">entwicklungspolitik online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zeigt her eure Provisionen<\/strong><br>\nMan kauft ein Finanzprodukt, sei es Versicherung, Wertpapier oder &auml;hnliches, nur selten weiss man aber, was tats&auml;chlich an Provisionen geflossen sind, die man am Ende des Tages ja als Kunde zahlt. Die vzbv hat nun eine Initiative gestartet: Die Finanzmarktw&auml;chter.<br>\nMit einer Initiative Finanzmarktw&auml;chter wollen die Verbraucherzentralen in den kommenden Monaten auf weiterhin bestehende Missst&auml;nde im Finanzmarkt aufmerksam machen. Im Fokus stehen unfaire Vertriebsmethoden, ineffiziente Produkte oder St&ouml;rungen im Wettbewerb.<br>\nDie Initiative soll zeigen, dass eine systematische verbraucherorientierte Marktbeobachtung notwendig ist. &ldquo;Die Probleme im Finanzmarkt sind massiv. Wir wollen unsere Kr&auml;fte b&uuml;ndeln, um schlagkr&auml;ftiger zu sein&rdquo;, erkl&auml;rt Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv). Als erste Aktion nehmen die Verbraucherzentralen die Provisionen ins Visier. Mit einem Musterbrief k&ouml;nnen Kunden von ihrer Bank verlangen, der gesetzlichen Pflicht zur Offenlegung nachzukommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.glocalist.com\/news\/kategorie\/soziales\/titel\/zeigt-her-eure-provisionen\/\">Glocalist<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Solarverband plant Lobby-Gro&szlig;kampagne<\/strong><br>\nDie Solarindustrie hat einen Schlachtplan entworfen, um bei der Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) m&ouml;glichst viel herausschlagen. Ab dem 6. Mai will der Branchenverband BSW-Solar mit einer acht Monate lang laufenden Kampagne Stimmung f&uuml;r Sonnenstrom machen. Das geht aus einem Kampagnenkonzept hervor, das der Verband gemeinsam mit der Agentur Hill &amp; Knowlton erstellt hat und das SPIEGEL ONLINE vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,758419,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Abschaffung der Wehrpflicht &ndash; ein Betrugsman&ouml;ver<\/strong><br>\nAm 24.M&auml;rz wurde vom Deutschen Bundestag auf Antrag der Bundesregierung die Aussetzung der Wehrpflicht verf&uuml;gt. Es wurde dabei der Eindruck erweckt, die Wehrpflicht gelte k&uuml;nftig nicht mehr. Tats&auml;chlich wird jedoch allenfalls vor&uuml;bergehend darauf verzichtet, Wehrpflichtige einzuberufen. Die Wehrpflicht der Jahrg&auml;nge 1951 bis 1990 bleibt bestehen. Und es sollen mit gro&szlig;em Aufwand freiwillige Dienstleistende geworben werden, sodass die Einsparungen aus der Wehrreform, von denen oft geredet wurde, in den Sternen stehen. Die Bundeswehr wird zun&auml;chst einmal teurer&hellip;<br>\nDenn die letzte &Auml;nderung des Wehrpflichtgesetzes, jene vom 17. Februar 2005, wird im &ouml;ffentlichen Diskurs nicht mitbedacht. Damals wurde des Nachts und ohne Aussprache das &ldquo;Gesetz &uuml;ber die Neuordnung der Reserve der Streitkr&auml;fte und zur Rechtsbereinigung des Wehrpflichtgesetzes&rdquo; beschlossen. Kern dieses Gesetzes sind die Anhebung des Alters von bisher 45 auf nunmehr 60 Jahre, bis zu dem Reservisten einberufen werden k&ouml;nnen, und der Einsatz von Reservisten im Krieg und im Inneren des Landes. Fast ohne Berichterstattung der Medien ging diese Beschlussfassung im Bundestag &uuml;ber die B&uuml;hne. Ihre heutige Auswirkung: Die Bundeswehr wird mit der Aussetzung der Wehrpflicht nicht kleiner, sondern gr&ouml;&szlig;er. Und die Wehrpflicht ist jederzeit r&uuml;ckholbar, und f&uuml;r die Reservisten bleibt sie ohnehin g&uuml;ltig. Obwohl es f&uuml;r Frauen keine Wehrpflicht gab, werden die weiblichen Reservisten nun gleich r&uuml;ckwirkend mit vereinnahmt. Auch sie sollen Wehr&uuml;bungen ableisten, wenn sie bis 2010 ausgeschieden sind. Und &ldquo;Wehr&uuml;bung&rdquo;, das hei&szlig;t nicht etwa &Uuml;ben, sondern K&auml;mpfen. Die Bundesregierung schrieb in die Begr&uuml;ndung f&uuml;r die &Auml;nderung des Wehrpflichtgesetzes vom 24. M&auml;rz hinein: Reservistinnen und Reservisten machen dasselbe wie Aktive, und dies im In- und Ausland und zwar in einer Armee des Einsatzes. Also im Krieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=16409\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Libyen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der n&auml;chste Schritt w&auml;re der Einsatz von Bodentruppen<\/strong><br>\nIn der libyschen Stadt Misrata ist die Lage dramatisch. Grund f&uuml;r den Einsatz von Bodentruppen? Milit&auml;rexperte Roland Popp h&auml;lt dies f&uuml;r m&ouml;glich und hat auch schon entsprechende Man&ouml;ver festgestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bazonline.ch\/ausland\/die-arabische-revolution\/Der-naechste-Schritt-waere-der-Einsatz-von-Bodentruppen\/story\/23416208?dossier_id=852?dossier_id=852\">Basler Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Bodentruppen-Dilemma des Westens<\/strong><br>\nAus der Luft ist der Krieg gegen Gaddafi nicht zu gewinnen. Diese Erkenntnis setzt sich immer mehr durch. Milit&auml;risch w&auml;ren die &ldquo;Boots on the Ground&rdquo; also geboten. Politisch w&auml;ren sie jedoch Selbstmord, denn es fehlt ein Gesamtkonzept der Nato.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:krieg-in-libyen-das-bodentruppen-dilemma-des-westens\/60042525.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Keine Gnade f&uuml;r Sarrazin<\/strong><br>\n&hellip; Allerdings m&uuml;ssen Parteien in ihrer politischen und ideologischen Linie erkennbar bleiben. Was Sarrazin der Welt meint sagen zu m&uuml;ssen, hat nichts mit dem zu tun, was die Sozialdemokraten politisch erreichen wollen. Sein Gerede wird aber dauerhaft mit der SPD verbunden. Die Partei sieht sich mit einem unkalkulierbaren Risiko konfrontiert, einer loose cannon, wie es im Englischen hei&szlig;t, also einer Kanone, die unkontrolliert &uuml;bers Schiffsdeck rollt und alles um sich herum umrei&szlig;t. Das kann sich auf Dauer auch eine Volkspartei nicht leisten.<br>\nWichtiger noch: Es gibt Grenzen, die eine Partei nicht &uuml;berschreiten darf. Als der Christdemokrat Martin Hohmann 2003 &ouml;ffentlich antisemitische Spr&uuml;che klopfte, zog die CDU-Vorsitzende Angela Merkel die einzig richtige Konsequenz: Sie dr&auml;ngte ihn aus der Partei hinaus. Auch Sarrazin hat sich mehr geleistet als ein wenig Stammtisch-Geplapper. Er hat die unterschiedliche Intelligenz der Menschen mit ihrem genetischen Erbe begr&uuml;ndet. Damit hat er sich in die gedankliche N&auml;he der gr&ouml;&szlig;ten Irrlehre des 20. Jahrhunderts begeben. Deshalb ist es richtig, wenn die SPD Thilo Sarrazin nun ausschlie&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2011-04\/sarrazin-partei-ausschluss\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schavans Empirie<\/strong><br>\nDas Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung hat eine Studie ver&ouml;ffentlicht, die die Lage der deutschen Hochschullehrer in ein goldenes Licht taucht. Leider stimmt so gut wie nichts an dieser Darstellung. [&hellip;]<br>\nAlles super also, man kennt das. Allerdings stimmt so gut wie nichts in dieser Darstellung. Schaut man in der Studie nach, die ein Institut f&uuml;r Hochschulforschung an der Universit&auml;t Kassel erstellt hat, dann empfindet etwa die H&auml;lfte der Professoren an deutschen Universit&auml;ten ihren Beruf als eine &bdquo;starke pers&ouml;nliche Belastung&ldquo;, mehr als zwei F&uuml;nftel halten die heutige Zeit f&uuml;r schlecht f&uuml;r eine Entscheidung zugunsten einer wissenschaftlichen Karriere, und jeder Sechste w&uuml;rde nicht wieder in die Wissenschaft gehen, wenn er noch einmal die Wahl h&auml;tte. [&hellip;]<br>\nSo k&ouml;nnte man noch lange weitermachen: beim Befund, es gebe gar nicht viel B&uuml;rokratie an deutschen Hochschulen und die Professoren litten auch nicht darunter, bei der geringen Lehrbelastung, die nicht h&ouml;her sein soll als in den Vereinigten Staaten, und anderem mehr. Aber man kann es auch kurz machen: Das Ministerium missbraucht Auftragsforschung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub5C2BFD49230B472BA96E0B2CF9FAB88C\/Doc~EFBD7FD71C2CE45DEA55CDD55A9C67BA9~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wie die Medien ticken<\/strong><br>\nDas Misstrauen in die Arbeit von Journalisten w&auml;chst. Mehr noch: in Deutschland zeigt sich eine zunehmende Entfremdung der B&uuml;rger von den Medien. Dieses Problem, ein alarmierendes Zeichen f&uuml;r die Demokratie, teilt sich die &ldquo;vierte Gewalt&rdquo; mit der Politik.<br>\nMitunter ist diese Entfremdung sogar physikalisch messbar: an der Phonzahl des Protests. Im Stuttgarter Schlossgarten oder vor dem Bahnhof, bei Demonstrationen gegen Stuttgart 21, lag sie in den vergangenen Monaten sehr hoch &ndash; die Unmutsbekundungen gegen die &ouml;rtliche Presse hallten h&auml;ufig genau so massiv wie die &ldquo;Mappus weg&rdquo;-Rufe. Hier der Vorwurf, &uuml;ber die K&ouml;pfe der B&uuml;rger hinwegzuregieren, mit der &ldquo;Arroganz der Macht&rdquo;, dort die Kritik, an den &ldquo;wahren&rdquo; Bed&uuml;rfnissen und Interessen der Menschen vorbeizuschreiben, mit der fragw&uuml;rdigen &ldquo;Macht der Medien&rdquo;. Oder noch eine Spur sch&auml;rfer: hier das fast schon g&auml;ngige Bild von der &ldquo;korrupten&rdquo; Politik, dort das zunehmend verbreitete Diktum von der &ldquo;k&auml;uflichen&rdquo; Presse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2011\/04\/wie-die-medien-ticken\/#c114\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Stuttgart 21; Gustav Horn: Der Euroraum im Teufelskreis; DIW: Mehrwertsteuer-Reform k&ouml;nnte die &Auml;rmsten dreimal st&auml;rker belasten als die Reichsten; Rudolf Hickel h&auml;lt die Prognose von Standard &amp; Poor&rsquo;s zur Kreditw&uuml;rdigkeit der USA f&uuml;r eine &ldquo;Wichtigtuerei&rdquo;; Ergebnisse der steuerlichen Betriebspr&uuml;fung 2009; &ldquo;Working Poor&rdquo; in Deutschland; Vorsorgende Qualit&auml;ten des franz&ouml;sischen Sozialstaats;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9179\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9179","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9179","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9179"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9179\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9183,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9179\/revisions\/9183"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9179"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9179"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9179"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}