{"id":91791,"date":"2022-12-20T08:39:42","date_gmt":"2022-12-20T07:39:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791"},"modified":"2022-12-20T08:39:42","modified_gmt":"2022-12-20T07:39:42","slug":"hinweise-des-tages-4261","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791#h01\">Friedensverhandlungen: Widerspr&uuml;chliche Signale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791#h02\">&raquo;Die machen uns platt&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791#h03\">Die Hungermacher (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791#h04\">Zeitenwende der Unglaubw&uuml;rdigen: Deutschlands politischer F&uuml;hrung fehlt die Gradlinigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791#h05\">LNG-Jubel und die miese Klimabilanz der Scholz-Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791#h06\">Gaspreis: Ein Deckel ohne Wert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791#h07\">Rettung der Fossilen: Verstaatlichung von Uniper<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791#h08\">Wieder einmal Zoff mit den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791#h09\">Still ruht die Ostsee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791#h10\">&Ouml;l hat Priorit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791#h11\">Was w&auml;re, wenn die USA und China kooperieren &ndash; und die gr&ouml;&szlig;te Krise l&ouml;sen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791#h12\">Bundesregierung will nicht sagen, ob Irak-Krieg ein Angriffskrieg war<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791#h13\">Soziale Schere bei Inflation auf H&ouml;chststand: &Auml;rmere Familien haben 3,5 Prozentpunkte h&ouml;here Rate als wohlhabende Singles<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791#h14\">Steuerbetrug: Scholz am Bankhaken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791#h15\">Winter der Solidarit&auml;t: In Britannien gehen die Streiks weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91791#h16\">&raquo;Frieren f&uuml;r die Freiheit&laquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Friedensverhandlungen: Widerspr&uuml;chliche Signale<\/strong><br>\nKissinger verlangt Ende des Ukraine-Krieges, Baerbock anderer Meinung<br>\nDer fr&uuml;here US-Au&szlig;enminister Henry Kissinger hat ein rasches Ende der K&auml;mpfe in der Ukraine verlangt. Anderenfalls drohe ein neuer Weltkrieg. Kissinger schrieb in einem am Wochenende ver&ouml;ffentlichten Beitrag f&uuml;r den konservativen britischen Spectator, Russland solle die Territorien behalten k&ouml;nnen, die es zu Kriegsbeginn kontrolliert habe, also die Krim und Teile des Donbass. &Uuml;ber den Rest der russischen Eroberungen seit Februar m&uuml;sse verhandelt und der Wille der dortigen Bev&ouml;lkerung durch erneute Referenden erhoben werden. Es sei Zeit f&uuml;r den Westen, die bisherigen Erfolge der Ukraine &ndash; etwa ihre faktische Anbindung an die NATO &ndash; in politische Realit&auml;ten zu verwandeln. Ihre Neutralit&auml;t sei keine Option mehr, so Kissinger. &Uuml;berlegungen, Russland milit&auml;risch besiegen oder aufspalten zu k&ouml;nnen, nannte er leichtfertig und gef&auml;hrlich.<br>\nAnderer Auffassung war Bundesau&szlig;enministerin Annalena Baerbock. Sie sagte der BamS, eine Waffenruhe zu russischen Konditionen w&uuml;rde &raquo;das Leiden der ukrainischen Bev&ouml;lkerung nicht beenden&laquo;. Russland hat zuletzt mehrfach seine Bereitschaft zu Verhandlungen auf der Grundlage der &raquo;neuentstandenen Realit&auml;ten&laquo; erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/440644.friedensverhandlungen-widerspr%C3%BCchliche-signale.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Menschenleben egal: Zur&uuml;ckweisung von Waffenruhe.<\/strong><br>\nHenry Kissinger ist wei&szlig; Gott kein Pazifist. Er war als US-Sicherheitsberater f&uuml;r einen gro&szlig;en Teil der Brutalit&auml;ten des Vietnamkriegs und als Au&szlig;enminister f&uuml;r die Aufr&uuml;stung der afghanischen Islamisten gegen die sowjetisch gest&uuml;tzte linke Regierung mitverantwortlich. Aber als Praktiker imperialistischer Politik wei&szlig; er, wann man politisch &raquo;Gewinne mitnehmen&laquo; muss. Seine Bilanz, zehn Monate Krieg und westliche Aufr&uuml;stung der Ukraine h&auml;tten diese zu einer der st&auml;rksten Milit&auml;rm&auml;chte Europas gemacht, stimmt leider. Entsprechend hat Russland sein Kriegsziel, die Neutralit&auml;t der Ukraine, klar verfehlt, und Moskau wird an seiner S&uuml;dwestflanke auf Dauer einen verl&auml;sslichen Feind haben. Kissingers Aufruf zu Friedensverhandlungen ist also keine &raquo;Russlandversteherei&laquo;, sondern Folge der Clausewitzschen Lehre: wenn Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist, dann muss er sich im Lichte politischer Ziele bewerten lassen. Das ist Realpolitik alter Schule &ndash; brutal, aber berechenbar. Was soll man dagegen von der deutschen Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock halten? Ist das noch Dilettantismus, wenn sie eine Waffenruhe &raquo;zu den Bedingungen Russlands&laquo; zur&uuml;ckweist? Solange also Russland noch Bedingungen stellen kann? Oder ist es nicht vielmehr die zynische Umkehrung der Logik des Stellvertreterkriegs? Wer routinem&auml;&szlig;ig beteuert, &raquo;die Ukrainer&laquo; k&auml;mpften &raquo;auch f&uuml;r uns&laquo;, der hat mit der Tatsache des Krieges erkennbar kein Problem. Die ukrainische Bev&ouml;lkerung ist in diesen Kalkulationen dasselbe f&uuml;r die BRD, was die Hausangestellte f&uuml;r die Privatperson ist: Die eine &uuml;bernimmt das Putzen und B&uuml;geln, die andere das Kriegf&uuml;hren mit eigenem Personal. Beide werden f&uuml;r ihre Dienste bezahlt, im konkreten Fall mit monatlich drei Milliarden Euro von der EU und genauso viel von den USA. Wieviele Menschen im Zuge des Kampfes gegen die &raquo;russischen Konditionen&laquo; noch Leben, Gesundheit oder das Dach &uuml;ber dem Kopf verlieren, ist der Raserei &raquo;werteorientierter Au&szlig;enpolitik&laquo; keinen erkennbaren Moment des Zweifels wert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/440676.menschenleben-egal.html%20\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&raquo;Die machen uns platt&laquo;<\/strong><br>\nDonbass unter Dauerbeschuss. Ukraine bestreitet das nicht, beschuldigt aber Russland der Urheberschaft.<br>\nEine SMS aus Donezk von diesem Wochenende: &raquo;Die machen uns platt. Schon wieder Einschl&auml;ge im Zentrum, das f&uuml;nfte Mal heute. Gerade hat es das Kalinin-Krankenhaus getroffen.&laquo; Als Ergebnis erlitt ein Patient t&ouml;dliche Verletzungen an Kopf und Brustkorb, vier weitere wurden verletzt. Davor war eine belebte Stra&szlig;enkreuzung im Berufsverkehr das Ziel ukrainischer Artillerieangriffe, davor eine Markthalle und das Hauptgeb&auml;ude der Technischen Universit&auml;t. Im Herbst wurde am Rentenzahltag der Stra&szlig;enabschnitt vor der Donezker Hauptpost beschossen, wo die Leute Schlange standen, um ihr Geld abzuholen. Damals gab es an einem Morgen 25 Tote. Allein f&uuml;r den Sonntag verzeichnete das Lagezen&shy;trum der international nicht anerkannten Volksrepublik Donezk 37 Angriffe, die meisten davon aus Raketenwerfern der &raquo;Grad&laquo;-Klasse. Diese Nachfolgemodelle der im Zweiten Weltkrieg entwickelten &raquo;Katjuschas&laquo; haben f&uuml;r die Angreifenden den Vorteil, dass sie unter den Radars der Flugabwehrsysteme fliegen und deshalb kaum abzufangen sind. Es werden aber auch Raketen der aus den USA gelieferten &raquo;Himars&laquo;-Werfer gegen Ziele im Donbass eingesetzt, ebenso Gesch&uuml;tze aus NATO-L&auml;ndern, die am Kaliber ihrer Granaten zu ermitteln sind. Milit&auml;risch ist dieser Beschuss sinnlos. Die Zielgenauigkeit der einzelnen &raquo;Grad&laquo;-Raketen ist gering, die Werfer sind daf&uuml;r konzipiert, Fl&auml;chenwirkung im freien Gel&auml;nde gegen Truppen zu erzielen. In bebauter Umgebung, wo nicht unmittelbar gek&auml;mpft wird, treffen sie zwangsl&auml;ufig wahllos Zivilisten und Geb&auml;ude. Aber das passt sich ein in eine Strategie der Zerm&uuml;rbung der Donezker &raquo;Abtr&uuml;nnigen&laquo;, die schon 2014 der damalige Pr&auml;sident Petro Poroschenko in die Worte fasste: &raquo;Unsere Kinder werden in die Schule gehen, und ihre werden in den Kellern sitzen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/441228.ukraine-krieg-die-machen-uns-platt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Hungermacher (II)<\/strong><br>\nDie EU r&auml;umt nach achtmonatiger Blockade Hindernisse f&uuml;r die Belieferung afrikanischer Staaten mit lebensnotwendigen russischen D&uuml;ngemitteln aus dem Weg. Bereits in diesem Jahr ist die globale Getreideernte laut UN-Angaben um 2,4 Prozent zur&uuml;ckgegangen, weil nicht gen&uuml;gend D&uuml;nger zur Verf&uuml;gung stand; f&uuml;r das n&auml;chste Jahr werden erheblich gr&ouml;&szlig;ere Einbr&uuml;che von bis zu 20 Prozent erwartet. Hauptursache ist, dass wegen der EU-Sanktionen russische D&uuml;ngemittel &ndash; Russland ist einer der gr&ouml;&szlig;ten D&uuml;ngerproduzenten weltweit &ndash; nicht mehr an die L&auml;nder Afrikas geliefert werden konnten. Die EU hat das &ouml;ffentlich stets abgestritten, nun aber implizit ihre Schuld einger&auml;umt: Mit den bisherigen Sanktionen behindere man D&uuml;ngerlieferungen nach Afrika, hie&szlig; es vor dem am Donnerstag gef&auml;llten Beschluss, die Sanktionsregeln zu &auml;ndern. K&uuml;nftig steht es EU-Staaten frei, Strafma&szlig;nahmen gegen mehrere russische Milliard&auml;re abzuschw&auml;chen, wenn dies der Erm&ouml;glichung russischer D&uuml;ngemittelexporte in afrikanische L&auml;nder dient. Massiv dagegen gewehrt hatten sich Polen und die baltischen Staaten, die dem Kampf gegen Russland Vorrang vor dem Kampf gegen Hunger in Afrika einr&auml;umten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9117\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu auch: <strong>&laquo;Den Menschen stirbt das Vieh weg&raquo;<\/strong><br>\nIm Osten Afrikas herrscht die schlimmste D&uuml;rre seit Jahrzehnten. 36 Millionen Menschen sind von Hunger bedroht.<br>\nswissinfo.ch: Herr Hurni, Hilfsorganisation warnen vor einer Hungerkatastrophe in Ostafrika. Was ist da genau passiert?<br>\nHans Hurni: Klimatisch bedingte D&uuml;rren sind in der Region kein neues Ph&auml;nomen, vielmehr tauchten sie seit Jahrhunderten periodisch auf. Die Region ist der &ouml;stliche Ausl&auml;ufer der Sahelzone und hat im Tiefland typischerweise niedrige Niederschl&auml;ge. Wenn die Regenzeiten dort mehrmals nacheinander ausfallen, wie das in den letzten drei Jahren der Fall war, dann wird es schnell prek&auml;r. Betroffen sind momentan 36 Millionen Menschen, 20 Millionen sind alleine in &Auml;thiopien auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Das sind riesige Zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/umwelt\/luft-klima\/den-menschen-stirbt-das-vieh-weg\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zeitenwende der Unglaubw&uuml;rdigen: Deutschlands politischer F&uuml;hrung fehlt die Gradlinigkeit<\/strong><br>\nKatar, China, Identit&auml;tspolitik statt Umsetzung der Menschenrechte: Die Ampelregierung m&auml;andert zwischen moralischen Anspr&uuml;chen und moralfreien Entscheidungen.<br>\nIm Dezember 2021 unterzeichneten SPD, Gr&uuml;ne und FDP in Deutschland einen Koalitionsvertrag, der versprach, Politik zuk&uuml;nftig am Primat der Gerechtigkeit, der Freiheit und der Nachhaltigkeit auszurichten. Jetzt, ein knappes Jahr sp&auml;ter, ist der mahnend erhobene deutsche Zeigefinger international zum Gesp&ouml;tt geworden. Im Innern der Gesellschaft erodieren die Freiheitsrechte. Und von Nachhaltigkeit ist man weiter entfernt als je zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/zeitenwende-der-unglaubwuerdigen-deutschlands-politischer-fuehrung-fehlt-die-gradlinigkeit-ld.1717217\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>LNG-Jubel und die miese Klimabilanz der Scholz-Regierung<\/strong><br>\nNun ist es also so weit. An der Nordseek&uuml;ste, in Wilhelmshaven, ging, wie berichtet, das erste sogenannte LNG-Terminal in Betrieb. In Rekordtempo gebaut und mit recht wenig R&uuml;cksicht auf die Umwelt des angrenzenden Nationalparks Wattenmeers.<br>\nDer Unterschied im Ehrgeiz beim Ausbau dieser neuen fossilen Infrastruktur und dem Ausbau der Windenergie an Land und auf See springt ins Auge. Vor den deutschen K&uuml;sten, wo ideale Windbedingungen f&uuml;r deutlich bessere Auslastung der Anlagen als an Land sorgen k&ouml;nnten, ging seit 2019 nur noch eine Handvoll neuer Windr&auml;der ans Netz.<br>\nMagere 200 Megawatt Gesamtleistung kamen in den letzten drei Jahren hinzu. Der Ausbau ist fast zum Erliegen gekommen. Und auch an Land l&auml;uft es nur sehr schleppend. Aber das nur am Rande, um die unterschiedlichen Priorit&auml;ten der Berliner Regierung zu verdeutlichen.<br>\nNun kann also auch hierzulande Fl&uuml;ssiggas (LNG, Liquefied Natural Gas) angeliefert werden, das in den letzten Monaten schon vermehrt &uuml;ber das europ&auml;ische Pipeline-Netz aus den franz&ouml;sischen und belgischen H&auml;fen bezogen wurde. Darunter &uuml;brigens auch russisches LNG, wobei der Umfang dieser Lieferungen unklar ist. Durch die Nord-Stream-Pipelines wird nach den offensichtlichen Sabotageakten im September, f&uuml;r die sich auffallend wenig interessiert wird, jedenfalls kein Gas mehr gepumpt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/LNG-Jubel-und-die-miese-Klimabilanz-der-Scholz-Regierung-7432703.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gaspreis: Ein Deckel ohne Wert<\/strong><br>\nDie EU hat sich nach monatelangem Gezerre doch noch auf einen Gaspreisdeckel geeinigt. Die EU-Staaten haben aber so viele Konzessionen an Deutschland gemacht, dass das Preislimit letztlich nichts mehr bringt.<br>\nDer neue Preisdeckel soll ab Mitte Februar automatisch aktiviert werden, wenn der Preis an der europ&auml;ischen Gasb&ouml;rse TTF in den Niederlanden drei Arbeitstage lang bei &uuml;ber 180 Euro liegt.<br>\nDar&uuml;ber hinaus muss der Gaspreis &uuml;ber diese drei Tage mindestens 35 Euro &uuml;ber dem Preis f&uuml;r Fl&uuml;ssiggas auf dem Weltmarkt liegen. Zuletzt lag der TTF-Preis bei rund 110 Euro, also weit unter dem Limit.<br>\n&ldquo;Der Preis wird allerdings so hoch sein (&hellip;) dass ich hoffe, dass er niemals relevant wird&rdquo;, hatte Kanzler Scholz beim EU-Gipfel letzte Woche angek&uuml;ndigt. Er hat sein Ziel erreicht.<br>\nSelbst wenn das hochgesteckte Ziel doch einmal erreicht wird, greift der Preisdeckel nur unter strengen Auflagen. Bei drohenden Versorgungsengp&auml;ssen soll er zum Beispiel nicht gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/gaspreis-ein-deckel-ohne-wert\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rettung der Fossilen: Verstaatlichung von Uniper<\/strong><br>\nDer Energiekonzern Uniper l&auml;sst sich verstaatlichen, das haben die Anteilseigner am Montag beschlossen. Was blieb ihnen auch &uuml;brig? &ndash; Die Alternative zur Staatsknete w&auml;re die Pleite gewesen. Und ganz unschuldig ist der Staat ja tats&auml;chlich nicht an der wirtschaftlichen Misere des Unternehmens. Schlie&szlig;lich bezog Uniper bis zum Beginn des Ukraine-Kriegs einen Gro&szlig;teil des importierten Gases aus Russland. 2021 konnte auf dieser Basis noch ein satter Gewinn von 906 Millionen Euro verbucht werden. Erst seit die &raquo;wertegeleitete Au&szlig;enpolitik&laquo; der Bundesregierung Importeure dazu n&ouml;tigt, auf teure Energiequellen von lupenreinen Demokraten wie dem Emir von Katar, dem US-Pr&auml;sidenten oder dem saudi-arabischen K&ouml;nig zur&uuml;ckzugreifen, nimmt die Misere ihren Lauf.<br>\nDaf&uuml;r aber mit Schwung: Stolze 40 Milliarden Euro Verlust hat der mit Abstand gr&ouml;&szlig;te deutsche Gaskonzern in den ersten drei Quartalen 2022 angeh&auml;uft. Und der Schuldenberg w&auml;chst weiter, denn die &raquo;Ersatzbeschaffung&laquo; verursacht tagt&auml;glich Mehrkosten im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich, je nach Tageslage an den Energiem&auml;rkten. Was der Ukraine-Krieg f&uuml;r sie und ihre Konten bedeutet, hatten die Anteilseigner schnell kommen sehen: Der Aktienkurs hat sich gleich nach Kriegsausbruch auf rund 17 Euro mehr als halbiert &ndash; und ist dann immer weiter abgest&uuml;rzt, je weiter an der Sanktionsspirale gedreht wurde. Am vergangenen Freitag gingen die nahezu wertlosen Wertpapiere f&uuml;r 2,88 Euro &uuml;ber die Theke.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/441252.rettung-der-fossilen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wieder einmal Zoff mit den USA<\/strong><br>\nIm August gelang es dem Pr&auml;sidenten der USA, ein viertes Investitionsprogramm durch beide H&auml;user des Kongresses verabschieden zu lassen. Es war das kleinste dieser vier Programme mit einem Umfang von nur etwa 370 Milliarden US-Dollar und hei&szlig;t den aktuellen K&uuml;mmernissen der B&uuml;rger entsprechend &raquo;Inflation Reduction Act (IRA)&laquo;, also Inflationssenkungsgesetz. Vier Monate sp&auml;ter fiel der Industrielobby in Br&uuml;ssel, einigen Regierungschefs der EU und der gegen&uuml;ber Beschwerden der Business-Community stets hellh&ouml;rigen Kommissionschefin Ursula von der Leyen ein, da&szlig; einige Details des IRA Unternehmen in den EU-L&auml;ndern dazu veranlassen k&ouml;nnten, ihre Arbeitsst&auml;tten nach Nordamerika zu verlegen. In Joseph Bidens Industrief&ouml;rderprogramm finden sich augenscheinlich Regeln, die die steuerliche F&ouml;rderung der Produktion von Elektroautos an den Einbau einer in Nordamerika hergestellten Batterie zur Voraussetzung macht. In der Tat, ein b&ouml;ser protektionistischer Trick. Die wenigen in EU-Europa mit M&uuml;he steuerlich gef&ouml;rderten und hochgep&auml;ppelten Autobatteriehersteller werden deshalb vielleicht einen Standortwechsel nach Kanada oder in die USA vornehmen. Von der Leyen warnt: &raquo;Das IRA kann den Wettbewerb verzerren, Lieferketten gef&auml;hrden und zu einer Abschottung von M&auml;rkten f&uuml;hren.&laquo; Der deutsche Finanzminister Christian Lindner erg&auml;nzt, das IRA k&ouml;nne &raquo;ernsthafte Konsequenzen f&uuml;r die europ&auml;ische Wirtschaft&laquo; haben. Da aus Washington nur verlautete, das Inflationssenkungsgesetz werde nicht mehr ver&auml;ndert, &auml;nderte die Industrielobby in EU-Europa ihren Tonfall. Statt einer Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO) sei es besser und dringend notwendig, ganz wie die Amis den Klimaschutz und die Energieversorgung (und die in diesen Bereichen t&auml;tigen) EU-Unternehmen kr&auml;ftig zu f&ouml;rdern. (&hellip;)<br>\nWahrscheinlich sollte man das leichte Aufbegehren in Richtung Washington als eine Art Ersatzhandlung bewerten. Schlie&szlig;lich hat die von Kanzler Scholz verk&uuml;ndete &raquo;Zeitenwende&laquo; mehr als nur ernste Konsequenzen f&uuml;r die EU-Wirtschaft. Das Abknipsen der billigen Energiezufuhr aus Ru&szlig;land bedeutet, wie englischsprachige Bl&auml;tter konstatieren, auch das Ende des &raquo;deutschen Gesch&auml;ftsmodells&laquo;. Sich dagegen aufzulehnen, scheint Kapital und Politik in unseren Breiten als v&ouml;llig aussichtslos. Da bleibt eben nichts anderes &uuml;brig, als alberne Scheingefechte zu f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1452111015012\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Still ruht die Ostsee<\/strong><br>\nNord Stream: Informationen &uuml;ber Anschl&auml;ge auf Pipelines unterliegen Geheimhaltung.<br>\nEisernes Schweigen: Das ist gew&ouml;hnlich die Antwort der Bundesregierung, wenn sie nach den Anschl&auml;gen gefragt wird, die am 26. September die Erdgaspipelines Nord Stream 1 und 2 zerst&ouml;rten. J&uuml;ngstes Beispiel: die Frage der Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht (Die Linke), die sich k&uuml;rzlich nach zwei auff&auml;lligen &raquo;Dark ships&laquo; (bzw. &raquo;dunklen Schiffen&laquo;) erkundigt hatte. &Uuml;ber die beiden gro&szlig;en Schiffe hatte am 11. November der britische Ableger des US-Magazins Wired berichtet. Sie hatten sich in den Tagen unmittelbar vor den Anschl&auml;gen &ndash; kommerzielle Satellitenaufnahmen belegen es &ndash; in gro&szlig;er N&auml;he zu den Anschlagsorten befunden und dabei ihre Transponder ausgeschaltet. Letzteres tut man gew&ouml;hnlich, wenn man etwas zu verbergen hat. Waren das vielleicht russische Schiffe? War das jetzt endlich der rauchende Colt, der eine russische T&auml;terschaft wenn nicht bewies, so doch wenigstens nahelegte? Wohl kaum. Hinweise auf russische Schiffe zur fraglichen Zeit in der fraglichen Gegend hat bisher noch nicht einmal die NATO pr&auml;sentiert, zu deren Hauptaufgaben in der Ostsee doch gegenw&auml;rtig die Aufkl&auml;rung &uuml;ber russische Schiffsbewegungen geh&ouml;rt. Aber: Schwedische Medien hatten schon wenige Tage nach den Anschl&auml;gen berichtet, zwei Schiffe der schwedischen Marine h&auml;tten sich, vermutlich von der s&uuml;dschwedischen Marinebasis Karlskrona kommend, der gr&ouml;&szlig;ten des Landes, kurz vor dem Tatzeitpunkt nahe dem Tatort aufgehalten. Letzteres hat die schwedische Marine sogar best&auml;tigt; sie gab als Ursache f&uuml;r die Schiffsbewegungen Ma&szlig;nahmen der Seeraum&uuml;berwachung an. Nein, es gibt bislang keinerlei Beleg f&uuml;r die Spekulation, eines der schwedischen Schiffe oder gar beide h&auml;tten wom&ouml;glich andere, klandestine Aktivit&auml;ten unweit des Tatorts durchgef&uuml;hrt. Andererseits l&auml;sst sich auch nicht behaupten, die angebliche Seeraum&uuml;berwachung habe zur Aufdeckung der Tat oder doch zumindest im nachhinein zur Identifizierung des T&auml;ters gef&uuml;hrt. Und die Bundesregierung, von Wagenknecht nach ihren Erkenntnissen zu den merkw&uuml;rdigen &raquo;Dark ships&laquo; befragt? Wie immer herrscht Stillschweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/440789.dark-ships-still-ruht-die-ostsee.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Ouml;l hat Priorit&auml;t<\/strong><br>\nAbkommen zwischen venezolanischer Regierung und Opposition. Washington r&uuml;ckt weiter von Guaid&oacute; ab.<br>\nDer Versuch Washingtons, mit dem Rechtspolitiker Juan Guaid&oacute; einen eigenen &raquo;&Uuml;bergangspr&auml;sidenten&laquo; in Venezuela zu installieren, ist endg&uuml;ltig gescheitert. Anfang des Monats unterzeichneten Regierung und Opposition in Mexiko-Stadt ein umfassendes Teilabkommen &uuml;ber humanit&auml;re Zusammenarbeit und soziale Sicherheit. Das er&ouml;ffne &raquo;ein neues Kapitel f&uuml;r Venezuela&laquo; erkl&auml;rte der gew&auml;hlte Staats- und Regierungschef Nicol&aacute;s Maduro per Twitter. &raquo;In dieser neuen Phase&laquo; gehe die Regierung Maduro gest&auml;rkt in den Dialog, gab die rechtskonservative US-amerikanische Tageszeitung &raquo;Nuevo Herald&laquo; zu. Allerdings d&uuml;rfte die Einigung vor allem deswegen &raquo;gelungen&laquo; sein, weil das Ergebnis auch den Interessen der USA n&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1414472102138\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Was w&auml;re, wenn die USA und China kooperieren &ndash; und die gr&ouml;&szlig;te Krise l&ouml;sen?<\/strong><br>\nRegelm&auml;&szlig;ig gibt es Spannungen zwischen Washington und Peking. Das hat auch die Klima-Diplomatie der Gro&szlig;m&auml;chte immer wieder auf Eis gelegt. Mit fatalen Folgen. Ein Friedens-Fahrplan, der Kooperation &uuml;ber Katastrophe stellt.<br>\nAls Pr&auml;sident Joe Biden und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping am 14. November zum Gipfel auf der indonesischen Ferieninsel Bali eintrafen, befanden sich die Beziehungen zwischen den beiden L&auml;ndern in einer unfassbaren Abw&auml;rtsspirale, und die Spannungen in der Taiwan-Frage n&auml;herten sich dem Siedepunkt.<br>\nDie Diplomaten hofften bestenfalls auf einen bescheidenen Abbau der Spannungen, der zur Erleichterung vieler auch eintrat. Ein politischer Durchbruch war jedoch nicht zu erwarten, und er wurde auch nicht erzielt. In einem wichtigen Bereich gab es jedoch zumindest einen Hoffnungsschimmer: Die beiden gr&ouml;&szlig;ten Treibhausgasemittenten der Welt einigten sich darauf, ihre festgefahrenen Verhandlungen &uuml;ber gemeinsame Anstrengungen zur Bew&auml;ltigung der Klimakrise wieder aufzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Was-waere-wenn-die-USA-und-China-kooperieren-und-die-groesste-Krise-loesen-7397320.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundesregierung will nicht sagen, ob Irak-Krieg ein Angriffskrieg war<\/strong><br>\nEine parlamentarische Anfrage zeigt: Die L&uuml;ge von den Massenvernichtungswaffen lebt in den Akten weiter.<br>\nKnapp 20 Jahre nach dem Irak-Krieg will die Bundesregierung noch keine rechtliche Bewertung vornehmen, ob der Einsatz der &bdquo;Koalition der Willigen&ldquo; zum Sturz von Saddam Hussein einen &bdquo;Bruch des V&ouml;lkerrechts&ldquo; darstellt oder als ein &bdquo;v&ouml;lkerrechtswidriger Angriffskrieg&ldquo; anzusehen ist. Das geht aus einem Schreiben des Ausw&auml;rtigen Amts hervor, welches der Berliner Zeitung vorliegt. Die Bundesregierung wiederholt in der Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Abgeordneten Sevim Dagdelen lediglich die damalige Begr&uuml;ndung der US-Regierung, wonach der Angriff erst erfolgte, nachdem dem Irak zuvor &bdquo;eine letzte Gelegenheit&ldquo; gegebenen worden war, &bdquo;seinen Verpflichtungen bez&uuml;glich der Kontrolle und Vernichtung seiner Massenvernichtungswaffen nachzukommen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/bundesregierung-will-nicht-sagen-ob-irak-krieg-ein-angriffskrieg-war-li.299085\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Soziale Schere bei Inflation auf H&ouml;chststand: &Auml;rmere Familien haben 3,5 Prozentpunkte h&ouml;here Rate als wohlhabende Singles<\/strong><br>\nDie Inflation ist im November im Durchschnitt aller Haushalte leicht auf 10,0 Prozent gesunken. Die Hoffnung w&auml;chst, dass der H&ouml;hepunkt der Teuerungswelle &uuml;berschritten ist, die Entlastungsma&szlig;nahmen der Bundesregierung haben daran einen wesentlichen Anteil. Doch gleichzeitig hat sich die soziale Schere bei der Teuerung noch einmal etwas weiter ge&ouml;ffnet. Einkommensschwache Familien, die von der Teuerung am st&auml;rksten betroffene Gruppe, mussten im November mit einer Inflationsrate zurechtkommen, die um 3,5 Prozentpunkte h&ouml;her lag als bei Alleinlebenden mit hohen Einkommen &ndash; seit Jahresbeginn die Gruppe mit der niedrigsten Rate. Gemessen an den f&uuml;r diese Haushaltstypen repr&auml;sentativen Warenk&ouml;rben trugen Familien mit niedrigem Einkommen im November eine Inflationsbelastung von 11,5 Prozent gegen&uuml;ber 8,0 Prozent bei wohlhabenden Alleinlebenden. Die Differenz ist die gr&ouml;&szlig;te in diesem Jahr gemessene, nach bereits hohen 3,4 Prozent im Oktober. Sie erkl&auml;rt sich damit, dass die weiterhin st&auml;rksten Preistreiber &ndash; Haushaltsenergie und Lebensmittel &ndash; bei den Eink&auml;ufen von Haushalten mit niedrigen bis mittleren Einkommen einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil ausmachen als bei wohlhabenden. Die zweith&ouml;chste Inflationsbelastung trugen mit 11,3 Prozent Alleinlebende mit niedrigen Einkommen, deren Inflationsrate gegen&uuml;ber Oktober kaum gesunken ist. Auch Alleinerziehende und Familien mit jeweils mittleren Einkommen hatten mit 10,5 Prozent bzw. 10,2 Prozent etwas &uuml;berdurchschnittliche Teuerungsraten zu tragen, w&auml;hrend Alleinlebende und Paarhaushalte ohne Kinder mit jeweils mittleren Einkommen mit 10,0 bzw. 9,8 Prozent im oder nahe am allgemeinen Durchschnitt lagen. Alleinlebende und Familien mit jeweils h&ouml;heren Einkommen wiesen unterdurchschnittliche Raten von 9,6 bzw. 9,3 Prozent auf. Das ergibt der IMK Inflationsmonitor des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, der monatlich die spezifischen Teuerungsraten f&uuml;r neun repr&auml;sentative Haushaltstypen liefert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-soziale-schere-bei-inflation-auf-hoechststand-45684.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Steuerbetrug: Scholz am Bankhaken<\/strong><br>\n&raquo;Cum-Ex&laquo;-Gesch&auml;fte: Kanzler war offenbar zu Gast in Privatr&auml;umen des Warburg-Chefs. Der ist ihm dankbar.<br>\nDer heutige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) war laut einem Bericht von T-Online vom Sonntag abend in seiner Zeit als Hamburger B&uuml;rgermeister (2011&ndash;2018) auch zu Gast in den Privatr&auml;umen des Warburg-Bankiers Christian Olearius. Die langj&auml;hrigen Warburg-Mehrheitseigent&uuml;mer Max M. Warburg jr. und Olearius werden von der K&ouml;lner Staatsanwaltschaft des bandenm&auml;&szlig;igen Steuerbetrugs durch sogenannte Cum-Ex-Gesch&auml;fte verd&auml;chtigt &ndash; Erstattung von Steuern, die nie gezahlt wurden. Das Landgericht Bonn bezifferte 2020 den Betrug durch Warburg auf 170 Millionen Euro. Die Bank hat nach eigenen Angaben alle ausstehenden Steuerr&uuml;ckforderungen beglichen, versucht aber auf juristischem Weg weiter, das Geld zur&uuml;ckzubekommen.<br>\nDas Hamburger Finanzamt verzichtete nach einem ersten Treffen zwischen Scholz und Olearius Ende 2016 auf 47 Millionen Euro R&uuml;ckzahlung durch die &raquo;Edelbank&laquo; (Manager-Magazin). Ende 2017 wurde in letzter Minute durch das Bundesfinanzministerium per Weisung verhindert, dass weitere 43 Millionen Euro &raquo;verj&auml;hrten&laquo;. Der Verdacht, dass Scholz auf die Entscheidung der Hamburger Steuerbeh&ouml;rde Einfluss nahm, wird durch den neuen Bericht best&auml;rkt. Zur Aufkl&auml;rung tr&auml;gt er jedenfalls nichts bei, sondern folgt der Devise: Nur soviel einr&auml;umen, wie nachgewiesen wurde. (&hellip;)<br>\nOlearius empfindet jedenfalls Dankbarkeit gegen&uuml;ber Scholz. Im Oktober ver&ouml;ffentlichten die Autoren Oliver Schr&ouml;m (ARD-&raquo;Panorama&laquo;) und Oliver Hollenstein (Manager-Magazin) das Buch &raquo;Die Akte Scholz &ndash; Der Kanzler, das Geld und die Macht&laquo; und zitierten darin eine Liste von zehn Nachnamen, die Olearius Ende 2016 oder Anfang 2017 unter der Zwischen&uuml;berschrift &raquo;Dank&laquo; notiert hatte. Hinter vier Namen setzte er einen Haken: den seines Steuerberaters, den der einflussreichen Hamburger SPD-Politiker Johannes Kahrs und Alfons Pawelczyk sowie den von Olaf Scholz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/441217.steuerbetrug-scholz-am-bankhaken.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Winter der Solidarit&auml;t: In Britannien gehen die Streiks weiter<\/strong><br>\nDie Lehrkr&auml;fte der Universit&auml;ten haben das erste Mal seit Langem landesweit gestreikt. Mit dem Ausstand sind sie nicht alleine: Den ganzen Dezember &uuml;ber k&auml;mpfen die Besch&auml;ftigten verschiedener Branchen f&uuml;r ihre Rechte. In dieser Woche zum Beispiel erneut die Bahner, die Post und &ndash; zum ersten Mal in der Geschichte &ndash; die Mitarbeiter des NHS. Die Regierung will infolgedessen die Gesetze versch&auml;rfen. F&uuml;r die Wochenzeitung &raquo;Unsere Zeit&laquo; (ZU) sprach Lena Kreymann dar&uuml;ber mit Stuart Moir, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universit&auml;t von Edinburgh. Er ist dort in der Gewerkschaft UCU aktiv und Mitglied der Kommunistischen Partei Britanniens (CPB). (&hellip;)<br>\nDen Dezember hindurch gibt es bis Weihnachten praktisch jeden Tag einen Streik &ndash; in sehr unterschiedlichen Branchen. F&uuml;hlen sich die Streikenden als Teil einer Bewegung?<br>\nIn den letzten Jahren waren wir w&auml;hrend unserer Streiks die einzige Branche im Arbeitskampf, wir haben uns sehr isoliert gef&uuml;hlt. Dieses Mal ist das v&ouml;llig anders. Einige haben das den &raquo;Winter der Solidarit&auml;t&laquo; genannt. Vielleicht geht es zu weit zu sagen, da&szlig; die Streikenden sich als Teil einer Bewegung sehen, aber sicherlich haben sie das Gef&uuml;hl, da&szlig; es nicht nur um ihre eigenen Interessen geht und sie Teil von etwas sind.<br>\nDa&szlig; diesmal viele beteiligt sind, habe ich auch pers&ouml;nlich erfahren. Am ersten Tag streikten auch meine S&ouml;hne &ndash; einer ist Akademiker an einer anderen Universit&auml;t, der andere Grundschulleiter. Wir werden von verschiedenen Gewerkschaften vertreten, aber wir alle waren an diesem Tag im Streik.<br>\nDie Medien diskreditieren die Streikenden, indem sie etwa die Ausst&auml;nde als st&ouml;rend w&auml;hrend der Weihnachtszeit darstellen. Glauben die Menschen diese Vorw&uuml;rfe?<br>\nEinige leider ja, aber weniger als in der Vergangenheit. Angesichts der Krise merken die Leute, da&szlig; diese Diskreditierung Unsinn ist und der einzige Weg zum Erfolg &uuml;ber die Streiks f&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1430099343006\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&raquo;Frieren f&uuml;r die Freiheit&laquo;<\/strong><br>\nDas Karlspreisdirektorium und die Stadt Aachen erkl&auml;rten, da&szlig; &raquo;das ukrainische Volk unter Selenskis F&uuml;hrung nicht nur die Souver&auml;nit&auml;t seines Landes und das Leben seiner B&uuml;rger&laquo; verteidige, &raquo;sondern auch Europa und die europ&auml;ischen Werte&laquo;. Man wolle unterstreichen, da&szlig; die Ukraine Teil Europas sei. Bev&ouml;lkerung und Regierungsvertreter verdienten &raquo;die Ermutigung&laquo;, &raquo;rasch Beitrittsverhandlungen mit der Europ&auml;ischen Union zu f&uuml;hren&laquo;. Das ist zumindest einige &Uuml;berlegungen wert, denn an diesem Satz kommt nur eine einzige Aussage der Wahrheit einigerma&szlig;en nahe, n&auml;mlich da&szlig; die Ukraine Teil Europas ist. Aber selbst das mu&szlig; relativiert werden, denn die Autoren der Begr&uuml;ndung verstehen &raquo;Europa&laquo; nicht als Europa, also den Kontinent, zu dem bekanntlich sogar ein ziemlich gro&szlig;es St&uuml;ck Ru&szlig;land geh&ouml;rt, sondern als Europ&auml;ische Union. Alles andere in der Begr&uuml;ndung ist billige Propaganda. Man mu&szlig; nicht t&auml;glich die Nachrichten lesen, um zu wissen, da&szlig; nicht &raquo;das ukrainische Volk&laquo; Selenskis Krieg f&uuml;hrt. Wer in den vergangenen acht Jahren nicht blind und taub war, wei&szlig;, da&szlig; das ukrainische Regime seit dem Jahr 2014 einen Krieg gegen Teile des eigenen Volkes f&uuml;hrt, n&auml;mlich gegen die mehrheitlich russischsprachige Bev&ouml;lkerung der Ostukraine &ndash; einen Krieg, der nach UNO-Angaben mindestens 15.000 Todesopfer gefordert hat. Und nebenbei gesagt ein Krieg, der vom &raquo;Westen&laquo; nicht nur geduldet, sondern tatkr&auml;ftig gef&ouml;rdert wurde, um die Ukraine stark genug zu machen f&uuml;r eine Konfrontation mit Ru&szlig;land. Das hat die deutsche Ex-Kanzlerin Angela Merkel gegen&uuml;ber der Hamburger Wochenzeitung &raquo;Die Zeit&laquo; ausdr&uuml;cklich einger&auml;umt. Diese Konfrontation ist nun da, und es ist aus der Sicht der &raquo;westlichen&laquo; Politik v&ouml;llig logisch, da&szlig; der Krieg noch m&ouml;glichst lange dauern soll. Deshalb gehen Milliarden &uuml;ber Milliarden an die Ukraine, und niemand wei&szlig;, wo sie versickern, und deshalb schickt der Westen Waffen und Munition in bisher ungekanntem Ausma&szlig;, auf da&szlig; Ru&szlig;land &raquo;auf dem Schlachtfeld besiegt&laquo; werde. Und deshalb sollen kein Gas und kein &Ouml;l mehr aus Ru&szlig;land nach Westen flie&szlig;en, um Ru&szlig;land zu schaden, und deshalb wird uns im Westen gesagt, da&szlig; wir ruhig ein wenig frieren sollen in diesem Winter, und wohl auch im kommenden &ndash; &raquo;f&uuml;r unsere Freiheit&laquo;. Vielleicht sollte &raquo;Frieren f&uuml;r die Freiheit&laquo; ganz oben auf die Liste &raquo;unserer Werte&laquo; gesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1434864742490\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek <\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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