{"id":91829,"date":"2022-12-21T08:32:08","date_gmt":"2022-12-21T07:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829"},"modified":"2022-12-21T08:32:08","modified_gmt":"2022-12-21T07:32:08","slug":"hinweise-des-tages-4262","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829#h01\">Die Erdgasl&uuml;cke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829#h02\">Neue Aktienrente: Kapitalgedeckte Pleite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829#h03\">Rendite auf Kosten der Patienten &ndash; Deutsche Kliniken im Fokus von Investoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829#h04\">Markt soll Fieber senken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829#h05\">Der Bankrott der britischen Neoliberalen: 17.000 Betten weniger und Mangel an Beatmungsger&auml;ten im Nationalen Gesundheitsdienst (NHS)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829#h06\">Erlebe Friedensbewegung zersplittert und zerstritten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829#h07\">Unruhen in der Mongolei &auml;hneln auf unheimliche Weise einer farbigen Revolution<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829#h08\">Taiwans versteckte Raketen k&ouml;nnen Peking und Shanghai treffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829#h09\">Putsch in Peru<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829#h10\">Deflation bei den Erzeugerpreisen: Minus 25 Prozent Jahresrate im Oktober und November<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829#h11\">Die herrschende &Ouml;konomie unterliegt keinen physikalischen Gesetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829#h12\">In Westafrika gegen Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829#h13\">Der Weg zur Entdollarisierung f&uuml;hrt &uuml;ber Saud-Arabien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829#h14\">Berichte &uuml;ber Kaili-Teilgest&auml;ndnis <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91829#h15\">&bdquo;Leipziger Erkl&auml;rung&ldquo; h&auml;lt eigenes Programm f&uuml;r veraltet: Zeitenwende bei der Linkspartei<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Erdgasl&uuml;cke<\/strong><br>\nDeutschland und die EU stehen unabh&auml;ngig vom neuen EU-Gaspreisdeckel in diesem Jahr vor einer massiven Versorgungsl&uuml;cke beim Erdgas. Dies geht aus Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) hervor. Demnach ist unklar, woher gut 30 bis 60 Milliarden Kubikmeter Gas kommen sollen, die ben&ouml;tigt werden, um das Jahr 2023 und den folgenden Winter zu &uuml;berstehen. Der Preisdeckel soll verhindern, dass die Kosten f&uuml;r Erdgas im Sommer so exzessiv in die H&ouml;he schnellen wie in diesem Jahr. Allerdings drohen von Berlin durchgesetzte Ausnahmeregeln daf&uuml;r zu sorgen, dass er, wenn es auf ihn ankommt, au&szlig;er Kraft gesetzt wird. Den Ausstieg aus russischem Pipelinegas, dem die Versorgungsl&uuml;cke geschuldet ist, hat die EU mutwillig beschlossen. W&auml;hrend sie selbstverschuldet von Mangel bedroht ist, gilt dies nicht f&uuml;r L&auml;nder des globalen S&uuml;dens, die schon in diesem Sommer zeitweise &uuml;berhaupt kein Fl&uuml;ssiggas mehr erhielten, weil die EU-Staaten es ihnen dank ihrer Finanzkraft vor der Nase wegkauften. Ihnen droht, weil weltweit viel weniger Fl&uuml;ssiggas zur Verf&uuml;gung steht, als ben&ouml;tigt wird, noch krasserer Mangel als dieses Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9120\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu: <strong>Ein Schiff wird kommen<\/strong><br>\nDas k&ouml;nnen Ampelkoalition&auml;re gut: Selbstinszenierung. Daf&uuml;r streifen sie sich auch schon mal knallgelbe Signalwesten mit silberfarbenen Reflektoren &uuml;ber. Anlass f&uuml;r den Garderobenwechsel: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) er&ouml;ffnete am Samstag Mittag das erste deutsche LNG-Terminal f&uuml;r Fl&uuml;ssigerdgas in Wilhelmshaven. Samt Entourage &ndash; Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne), Kabinettskollege Christian Lindner (FDP) und Niedersachsens Ministerpr&auml;sident Stephan Weil (SPD) etwa &ndash; posierte er an der Reling des Ausflugsschiffes &raquo;Helgoland&laquo; vor der Pressemeute. Der Kanzler fabulierte beim &raquo;feierlichen Festakt&laquo; vom &raquo;neuen Deutschland-Tempo, mit dem wir Infrastruktur voranbringen&laquo;. Mehr noch: Das schwimmende Terminal f&uuml;r importiertes Fl&uuml;ssigerdgas sei Vorbild f&uuml;r weitere Gro&szlig;projekte dieser Art. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren bundesweit elf LNG-Terminals entstehen. F&uuml;r Natursch&uuml;tzer ein Schreckensszenario. Zumal das gelieferte Fl&uuml;ssigerdgas vermehrt aus den USA stammt, dort mittels Fracking gef&ouml;rdert wird. Entsprechend drastisch reagierten Umweltverb&auml;nde auf das Scholzsche Medienspektakel. Es rolle eine staatlich ausgel&ouml;ste und mitfinanzierte Investitionswelle auf uns zu, &raquo;die eine neue langfristige Abh&auml;ngigkeit von einem fossilen Energietr&auml;ger schafft&laquo;, sagte Constantin Zerger am Sonntag gegen&uuml;ber jW. Hier m&uuml;sse dringend &ndash; entgegen der Tempomacherei &ndash; die Notbremse gezogen werden, so der Leiter &raquo;Energie und Klimaschutz&laquo; bei der Deutschen Umwelthilfe. Ferner bedeute der LNG-Ausbau eine &raquo;krasse fossile &Uuml;berkapazit&auml;t&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/440638.energiepolitik-ein-schiff-wird-kommen.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&raquo;Wir halten den L&uuml;gen Fakten entgegen&laquo;<\/strong><br>\nEin &raquo;verdeckter&laquo; Kriegsakt. Der Anschlag auf Nord Stream und die hiesigen Reaktionen. [&hellip;]<br>\nWozu Biden sich in seinem Interesse und mit der F&auml;higkeit seines Milit&auml;rapparats bekannt hat und was Blinken als gro&szlig;artigen strategischen Fortschritt feiert, das ist jedenfalls das Ergebnis dieser Aktion: die Unterbindung des russischen Gasgesch&auml;fts &uuml;ber die Ostseeleitungen und vice versa der M&ouml;glichkeit, dass Deutschland angesichts seiner nationalen Notlage in der Gasversorgung auf diese Quelle zur&uuml;ckkommen kann. Dieses Ergebnis ist an Eindeutigkeit nicht zu &uuml;berbieten, ebensowenig die aus den USA und Polen ge&auml;u&szlig;erte gro&szlig;e Freude &uuml;ber das Ende von Nord Stream. Aber so unseri&ouml;s geht die westliche &Ouml;ffentlichkeit selbstredend nicht vor, dass sie das einfach ungepr&uuml;ft als Indizien verstehen und damit auf den Verursacher deuten w&uuml;rde. Das geht gar nicht, damit geriete man ja in die N&auml;he einer Verschw&ouml;rungstheorie.<br>\nAlle Medien und Kan&auml;le er&ouml;ffnen statt dessen ein gro&szlig;es geheucheltes R&auml;tselraten unter dem Titel &raquo;T&auml;ter unbekannt, wer mag das wohl gewesen sein?&laquo;, mit dem Ergebnis, dass in beeindruckender Einm&uuml;tigkeit und Geschwindigkeit Schuldzuweisungen an Russland ergehen. Bild, wie immer vorneweg &ndash; &raquo;Wer steckt hinter der Sabotage? Wohl Putin. Auch wenn es noch nicht bewiesen ist. NOCH NICHT. Wahrheit wird bald ans Licht kommen.&laquo; (28.9.2022) &ndash;, beginnt gleich mit dem Prinzip und folglich auch mit dem Resultat des Ermittlungsverfahrens: wer, wenn nicht unser aktueller Hauptfeind, der Inbegriff des B&ouml;sen? An anderer Stelle gibt es dann allerdings schon einen gewissen Bedarf nach einem Beweis f&uuml;r eine russische T&auml;terschaft, aber die in solchen F&auml;llen &uuml;bliche Ermittlungsmethode der Meinungsmacher entlang der Frage &raquo;Wem n&uuml;tzt das?&laquo; f&uuml;hrt erst einmal zu dem misslichen Umstand, dass weit und breit kein Nutzen f&uuml;r Russland abzusehen, sondern nur ein gigantischer Schaden festzustellen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/441211.terroristische-geopolitik-wir-halten-den-l%C3%BCgen-fakten-entgegen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Neue Aktienrente: Kapitalgedeckte Pleite<\/strong><br>\nDie Aktienrente soll es nun richten &ndash; ein gef&auml;hrlicher Irrweg: An der B&ouml;rse geht es nicht um Werte, sondern um Zukunftserwartungen und Spekulation.<br>\nJetzt ist es so weit: 10 Milliarden Euro f&uuml;r die Aktienrente werden im Haushalt des kommenden Jahres bereitgestellt &ndash; und Finanzminister Christian Lindner sieht es nur als einen Anfang an und fordert bereits eine weitere Aufstockung der Summe.<br>\nDie 10 Milliarden werden tats&auml;chlich auch im Koalitionsvertrag als ein erster Schritt angesehen. Die Aufweichung des bisherigen Umlageverfahrens scheint kaum noch abzuwenden. Umlageverfahren bedeutet, dass die Rentenbeitr&auml;ge der Arbeitnehmer f&uuml;r die aktuellen Renten verwendet werden. Die Aktienrente dagegen ist auf erfolgreiche Investitionen an der B&ouml;rse angewiesen.<br>\nDie Bef&uuml;rworter einer kapitalgedeckten Rente scheinen volkswirtschaftlich schlecht geschult zu sein. So formulierte schon 1952 der Soziologe Gerhard Mackenroth: &bdquo;Nun gilt der einfache und klare Satz, dass aller Sozialaufwand immer aus dem Volkseinkommen der laufenden Periode gedeckt werden muss. Es gibt gar keine andere Quelle (&hellip;), es gibt keine Ansammlung von Periode zu Periode, kein &sbquo;Sparen&lsquo; im privatwirtschaftlichen Sinne, es gibt einfach gar nichts anderes als das laufende Volkseinkommen als Quelle f&uuml;r den Sozialaufwand (&hellip;). Volkswirtschaftlich gibt es immer nur ein Umlageverfahren. [&hellip;]<br>\nDie gesetzliche Rentenversicherung hat in der Vergangenheit vielf&auml;ltige Probleme &uuml;berwunden, an denen kapitalgedeckte Systeme j&auml;mmerlich gescheitert w&auml;ren: Erw&auml;hnt seien nur Wiedervereinigung und Finanzkrisen. Wir sollten das System nicht in Rente schicken, sondern ausbauen und gesund pflegen, statt die n&auml;chste kapitalgedeckte Pleite zu organisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Neue-Aktienrente\/!5900638\/\">Gerd Bosbach in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Rendite auf Kosten der Patienten &ndash; Deutsche Kliniken im Fokus von Investoren<\/strong><br>\nFast unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit ist im deutschen Gesundheitssystem ein millionenschweres Monopoly-Spiel um Krankenh&auml;user entbrannt. Get&auml;tigt werden die Spielz&uuml;ge neben privaten Klinikketten ma&szlig;geblich von Private-Equity-Finanzinvestoren, despektierlich auch Heuschrecken genannt.<br>\nWas diese Branche eint: Sie agiert bei ihren Gesch&auml;ften im Gesundheitsbereich gerne unbemerkt. Nicht wenige der Investoren haben ihren Sitz in Offshore-Zentren wie den Cayman Islands.<br>\nDie Einkaufstour des Gro&szlig;kapitals wurde auch durch die Pandemie und die Belastung der Krankenh&auml;user nicht unterbrochen.<br>\nSo waren laut einer Studie der Unternehmensberatung PwC &bdquo;Finanzinvestoren oder Strategen aus dem Ausland auch in 2021 die treibenden Marktteilnehmer und haben weiterhin Plankrankenh&auml;user oder Krankenh&auml;user mit Versorgungsvertrag&ldquo; erworben.<br>\nDie Klinik Sankt Elisabeth in Heidelberg wurde durch Patient 21 aufgekauft, die Elbe-Jeetzel-Klinik im nieders&auml;chsischen Dannenberg ging an die Capiton AG, die Sana Klinik N&uuml;rnberg an Ergon Capital. &bdquo;Daneben hat es vermutlich noch weitere Krankenhaus&uuml;bernahmen durch Finanzinvestoren gegeben, die nicht &ouml;ffentlich gemacht wurden&ldquo;, hei&szlig;t es bei PwC.<br>\nVerlierer bei dem Millionenpoker ist nicht selten der Patient. Politiker, Verb&auml;nde und B&uuml;rgerinitiativen warnen vor einer Ausd&uuml;nnung der medizinischen Versorgung und den Sparpl&auml;nen der Investoren.<br>\nDenn die Kliniken selbst sind f&uuml;r die Finanzakrobaten meist nur Mittel zum Zweck. &bdquo;Das Krankenhaus ist aus regulatorischen Gr&uuml;nden der Tr&auml;ger f&uuml;r Finanzinvestoren, um am Gesundheitsmarkt zu investieren und medizinische Versorgungszentren betreiben zu k&ouml;nnen&ldquo;, hei&szlig;t es von PwC.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article242735747\/Krankenhaus-Schliessungen-So-schlachten-Investoren-deutsche-Kliniken-aus.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Hier tritt der wahre Grund f&uuml;r die katastrophale Situation des Gesundheitssystems ans Licht. Die Folgen von inzwischen 30 Jahren neoliberaler Politik, die behauptet, &bdquo;der Markt&ldquo; w&uuml;rde alles besser regeln. Dabei sollte sich sofort erschlie&szlig;en, dass in einem auf Profit getrimmten System die Interessen der Investoren weit &uuml;ber den der Patienten stehen, die darin letztendlich nur Mittel zum Zweck sind. An dieser Politik hat sich bisher nichts ge&auml;ndert, weder unter schwarz-gelb, rot-schwarz noch der Ampel-Regierung. Warum auch? Die politischen Entscheider sind selbst bestens versorgt.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91119\">Notstand in Kinderkliniken &ndash; mit hustenden Kindern l&auml;sst sich kein Geld verdienen<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Markt soll Fieber senken<\/strong><br>\nSPD-Gesundheitsminister will wegen Engp&auml;ssen bei Medikamenten an Preisschraube drehen, CSU-Kollege die Bundeswehr mobilisieren<br>\nIn Zeiten des Mangels sind Denkverbote tabu. Als in den ersten Monaten der Pandemie keine medizinischen Masken zur Hand waren, &raquo;schulten&laquo; etliche Politiker auf Importeur um und beschafften zum H&ouml;chstpreis und mit Spitzenrendite Schrottware, die sp&auml;ter teuer vernichtet werden musste. Heute fehlen in Deutschland massenhaft Arzneimittel, um einer riesigen Welle an Atemwegserkrankungen zu begegnen. Was f&auml;llt Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) dazu ein? Der Einsatz der Bundeswehr. &raquo;Wir d&uuml;rfen nichts unversucht lassen, um die Versorgung mit wichtigen Medikamenten wie Fiebers&auml;ften f&uuml;r Kinder kurzfristig und unb&uuml;rokratisch &uuml;ber die Weihnachtstage zu stabilisieren&laquo;, teilte er am Dienstag mit. Wie genau die deutsche Armee dabei ins Spiel kommt, behielt er f&uuml;r sich.<br>\nBundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wei&szlig; immerhin, wo die knappe Ware aufzutreiben ist. Weil Deutschland kein attraktiver Markt f&uuml;r Pr&auml;parate ohne Patentschutz sei, w&uuml;rden stark gefragte Artikel eher in anderen L&auml;ndern wie den Niederlanden verkauft, befand er am Montag im ARD-&raquo;Morgenmagazin&laquo;. Tats&auml;chlich steuern B&uuml;rger bereits Apotheken jenseits der Grenze an, um sich mit besagten Generika einzudecken. Gibt es daf&uuml;r demn&auml;chst Geleitschutz durch den &raquo;Puma&laquo;-Sch&uuml;tzenpanzer? Nicht doch. Damit es sich wieder lohne, Kinderarzneimittel f&uuml;r die BRD zu produzieren, will Lauterbach diese aus den sogenannten Festbetr&auml;gen herausnehmen, die als Preisobergrenze definiert sind. &raquo;Da werde ich heute auch schon reagieren, dass die Krankenkassen angewiesen werden, 50 Prozent mehr zu zahlen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/441285.gesundheitspolitik-markt-soll-fieber-senken.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Bankrott der britischen Neoliberalen: 17.000 Betten weniger und Mangel an Beatmungsger&auml;ten im Nationalen Gesundheitsdienst (NHS)<\/strong><br>\nEin Tag ohne uns am Krankenhaus im Londoner East End 20.2.2017In den letzten 10 Jahren sind in Gro&szlig;britannien jedes Jahr mehr als 1.500 Betten in NHS-Krankenh&auml;usern abgebaut worden. Obwohl die Bertelsmann-Stiftung ihr wenig segensreiches Wirken in Gro&szlig;britannien nicht betreibt, gibt es auch hier neoliberale Ideologen und Schreibtischt&auml;ter zuhauf, die ein Gesundheitswesen nach betriebswirtschaftlichen Grunds&auml;tzen haben wollen &ndash; und Regierungen, die diese Orientierung massiv umsetzen. Im Angesicht der Corona-Epidemie m&uuml;ssen diese Verteidiger von Profit und Privileg jetzt kapitulieren: Die fehlenden Betten m&uuml;ssen angemietet werden (die Alternative &bdquo;Beschlagnahmung&ldquo; kann eine Rechtsregierung heute nicht wagen). F&uuml;r sage und schreibe 300 Pfund &ndash; pro Nacht. Und die nicht besonders profitable Produktion von Beatmungsger&auml;ten per Appell an Produktkonversion ankurbeln: Autokonzerne sollen das machen. Siehe zur Entwicklung der Situation in Gro&szlig;britannien und dabei insbesondere zur jahrelangen Demontage des NHS:<br>\n20.Dezember: 100.000 Krankenpfleger:innen in England, Wales und Nordirland streiken den zweiten Tag &ndash; weitere Streiks f&uuml;r Januar 2023 geplant, sollte Regierung nicht verhandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/grossbritannien\/gewerkschaften-grossbritannien\/der-bankrott-der-britischen-neoliberalen-17-000-betten-weniger-und-mangel-an-beatmungsgeraeten-im-nationalen-gesundheitsdienst-nhs\/\">Labournet<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Erlebe Friedensbewegung zersplittert und zerstritten<\/strong><br>\nDie Journalistin Karin Leukefeld spricht &uuml;ber ihre Einsch&auml;tzung der deutschen Friedensbewegung. Sie bewertet die Vorgeschichte des Ukrainekriegs, die westliche Propaganda und auch die Zerstrittenheit der Friedensbewegung. Nach zwei Kriegen gegen Russland und die Sowjetunion habe die deutsche Friedensbewegung eine besondere Verantwortung. [&hellip;]<br>\nSehr viele Menschen waren zu dem &ldquo;Friedensratschlag&rdquo; gekommen, das ist sicherlich ein Erfolg. Auf den Podien wurde der Krieg nat&uuml;rlich verurteilt. Auch wenn es gute und ausf&uuml;hrliche Analysen &uuml;ber den Hintergrund und die Vorgeschichte dieses Krieges gab, wurde doch immer wieder betont, dass Russland oder auch der russische Pr&auml;sident Putin verantwortlich seien und dass es sich um einen &ldquo;Aggressionskrieg&rdquo; handele.<br>\nMich irritiert das, weil sich diesbez&uuml;glich die offiziellen Stellungnahmen der deutschen Friedensbewegung nicht wesentlich von dem unterscheiden, was vom ersten Tag an einstimmig &uuml;ber die gro&szlig;en Medien und von der Scholz-Regierung verlautbart wurde. Geradezu reflexartig werden die staatlichen und medialen Anschuldigungen wiederholt, selbst in Gespr&auml;chen unter Freunden. Damit wird jede Kritik an der Haltung von Bundesregierung, EU und NATO &ndash; vor und nach dem milit&auml;rischen Eingreifens Russland &ndash; abgeschw&auml;cht und relativiert. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Die Eigenen&rdquo; &ndash; die Bundesregierungen unter Merkel und Scholz, Medien, ehemalige Linke, Gr&uuml;ne, Sozialdemokraten und Friedensaktivisten, die in Parteien, in Nichtregierungsorganisationen oder Stiftungen, im Bundestag oder &uuml;ber das EU-Parlament gro&szlig;geworden sind &ndash; haben die &Ouml;ffentlichkeit get&auml;uscht. Die NATO und die EU-Kommission sind seit 2014 im Gleichschritt auf US-Kurs und haben sich politisch, milit&auml;risch und medial gegen Russland aufger&uuml;stet. [&hellip;]<br>\nDie Friedensbewegung hat diese Entwicklung in ihrer Tragweite nicht erkannt, die Gefahr nicht verstanden oder nicht ernst genommen, obwohl die Vorgeschichte von NATO- und EU-Osterweiterung bekannt war. [&hellip;]<br>\nEs gibt auch keine Diskussion &uuml;ber den Artikel 51 der UN-Charta, das &ldquo;naturgegebene Recht zur individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung&rdquo;, auf das sich Russland mit der Milit&auml;roperation ja beruft. Es gibt keine Debatte &uuml;ber die Bedeutung von staatlicher Neutralit&auml;t und deren Bedeutung f&uuml;r Frieden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/157601-politikwissenschaftlerin-leukefeld-erlebe-friedensbewegung-zersplittert\/\">RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>UN-Chef erwartet keine sofortigen Friedensgespr&auml;che &uuml;ber die Ukraine<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nDer Generalsekret&auml;r der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, sagte am Montag, er erwarte &ldquo;in n&auml;chster Zukunft&rdquo; keine effektiven Friedensgespr&auml;che &uuml;ber den Konflikt in der Ukraine.<br>\n&ldquo;Ich bin nicht optimistisch, was die M&ouml;glichkeit effektiver Friedensgespr&auml;che in der unmittelbaren Zukunft angeht. Ich glaube, dass die milit&auml;rische Konfrontation weitergehen wird, und ich denke, dass wir noch auf einen Moment warten m&uuml;ssen, in dem ernsthafte Friedensverhandlungen m&ouml;glich sein werden. Ich sehe sie nicht am unmittelbaren Horizont&rdquo;, sagte er.<br>\nAus diesem Grund konzentrieren die Vereinten Nationen ihre Bem&uuml;hungen auf andere Aspekte, wie die Steigerung der Effizienz und die Ausweitung der Schwarzmeer-Getreide-Initiative, die den Export ukrainischen Getreides und anderer landwirtschaftlicher Produkte von den Schwarzmeerh&auml;fen aus erm&ouml;glicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telesurenglish.net\/news\/UN-Chief-Says-Not-Expecting-Immediate-Peace-Talks-Over-Ukraine-20221220-0004.html\">Telesur<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Nicht Putin, &laquo;die Russen&raquo; sind schuld! Wirklich?<\/strong><br>\nAuch das Schweizer Radio findet immer &laquo;Experten&raquo;, die die Thesen vertreten, &laquo;Russland&raquo;, &laquo;die Russen&raquo; oder &laquo;die russische Gesellschaft&raquo; seien schuld am Krieg in der Ukraine. Die Vorgeschichte des Krieges wird verschwiegen. Die Rollen der USA und der NATO, etwa das Verlangen Russlands nach einer Sicherheitsgarantie heute vor einem Jahr, werden verschwiegen. Die Rolle &laquo;der Ukraine&raquo; und &laquo;der Ukrainer&raquo; aber wird verherrlicht. Und nicht zuletzt die &ndash; vermeintliche &ndash; Differenz zwischen den obrigkeitsgl&auml;ubigen Russen und den klugen und selbst&auml;ndig denkenden Ukrainern wird hochgespielt. &ndash; Hier ein Beispiel.<br>\nAuch ein &laquo;Philosoph&raquo; kann die Geschichte manipulieren. Das Schweizer Radio, konkret der ehemalige Russland-Korrespondent David Nauer, macht ein Interview mit dem Kiever &laquo;Philosophen&raquo; Wolodymyr Ermolenko, einem der &laquo;wichtigsten Intellektuellen&raquo; der Ukraine. Und was ist die Essenz dieses Interviews? Die &laquo;russische Gesellschaft&raquo; ist schuld am Krieg, weil sie an die Regierung glaubt. Die Ukrainer aber sind keine Russen, sie haben ihre &laquo;eigene Identit&auml;t&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/nicht-putin-die-russen-sind-schuld-wirklich\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Unruhen in der Mongolei &auml;hneln auf unheimliche Weise einer farbigen Revolution<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nIn einem solchen apokalyptischen Szenario verwandelt sich Russlands unmittelbare Nachbarschaft in hart umk&auml;mpfte Zonen der Konfrontation zwischen Superm&auml;chten, da die USA und die Europ&auml;ische Union versuchen, Russland mit einem Ring unfreundlicher Staaten einzukreisen. [&hellip;]<br>\nRussland ist nach wie vor die dominante Pr&auml;senz in Zentralasien, und auf der F&uuml;hrungsebene &uuml;bt Moskau in Bischkek und Duschanbe einen gro&szlig;en Einfluss aus. Die innerregionalen Unruhen und die Instabilit&auml;t bieten jedoch einen fruchtbaren Boden f&uuml;r westliche Manipulationen der herrschenden Eliten.<br>\nDie j&uuml;ngste Welle von Unruhen in der Mongolei enth&auml;lt jedoch unheilvolle Anzeichen f&uuml;r eine farbige Revolution. Wie in Kasachstan und Kirgisistan werden die Proteste &uuml;ber die sozialen Medien angeheizt.<br>\nDie Proteste begannen letzte Woche gegen die &ldquo;Kohlemafia&rdquo;, die angeblich von Gesch&auml;ften mit chinesischen Unternehmen profitiert. [&hellip;]<br>\nMehrere hundert Demonstranten versammelten sich am vergangenen Wochenende bei klirrender K&auml;lte auf dem Sukhbaatar-Platz in Ulaanbaatar und marschierten zur Pr&auml;sidentenresidenz. Einige versuchten, mit Gewalt in das Geb&auml;ude einzudringen, wobei sie skandierten und sangen, w&auml;hrend sie mit den F&uuml;&szlig;en stampften, um sich warm zu halten &ndash; eine unheimliche &Auml;hnlichkeit mit dem Putsch in Kiew im Jahr 2014. [&hellip;]<br>\nDer Versuch, die Proteste in eine echte Farbrevolution umzuwandeln, ist noch nicht abgeschlossen. Der Associated Press zufolge haben sich die wirtschaftlichen Bedingungen in dem Land mit seinen rund 3,3 Millionen Einwohnern verschlechtert, da die Inflation auf 15,2 % angestiegen ist, was zum Teil durch den Einmarsch Russlands in der Ukraine noch versch&auml;rft wurde.<br>\nOb Zufall oder nicht, die Proteste in Ulaanbaatar folgten auf den Staatsbesuch des mongolischen Pr&auml;sidenten Ukhnaagiin Khurelsukh in Peking im vergangenen Monat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2022\/12\/mongolia-unrest-looking-eerily-like-a-color-revolution\/\">Asia Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Taiwans versteckte Raketen k&ouml;nnen Peking und Shanghai treffen<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nEx-Milit&auml;rforschungschef enth&uuml;llt, dass Taiwan &uuml;ber &Uuml;berschallwaffen verf&uuml;gt, die in der Lage sind, chinesische St&auml;dte im Rahmen einer m&ouml;glichen neuen &ldquo;Grubenotter&rdquo;-Verteidigungsstrategie zu treffen<br>\nTaiwan hat enth&uuml;llt, dass es &uuml;ber Langstreckenraketen verf&uuml;gt, die in der Lage sind, chinesische Gro&szlig;st&auml;dte zu treffen, Waffen, die das milit&auml;rische Gleichgewicht in der Stra&szlig;e von Taiwan ver&auml;ndern und m&ouml;glicherweise eine zuk&uuml;nftige chinesische Invasion verhindern k&ouml;nnten.<br>\nDie South China Morning Post (SCMP) berichtete diese Woche, dass Kung Chia-cheng, ein pensionierter Konteradmiral und ehemaliger Pr&auml;sident des taiwanesischen National Chung-Shan Institute of Science and Technology (NCSIST) von 2004 bis 2007, w&auml;hrend seiner Amtszeit Details &uuml;ber mehrere Raketenentwicklungsprojekte hinter den Kulissen enth&uuml;llte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2022\/12\/taiwans-hidden-missiles-can-hit-beijing-shanghai\/\">Asia Times<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>S&auml;belrasseln in Ostasien: &bdquo;Zeitenwende&ldquo; in Japan<\/strong><br>\nAuch Japan r&uuml;stet sein Milit&auml;r auf, insbesondere gegen die Konkurrenten Russland und China. &Auml;hnlich wie in Deutschland wird mit grundlegenden au&szlig;enpolitischen Auffassungen gebrochen.<br>\nSollten die Spannungen zwischen den USA und China um die Insel Taiwan zu einem Krieg f&uuml;hren, w&uuml;rde Japan wohl nicht daran vorbeikommen, sich an diesem zu beteiligen. Durch die dortigen Konflikte der letzten Monate und den russischen &Uuml;berfall auf die Ukraine sowie die amerikanische Reaktion darauf, bereitet man sich auch in Tokio auf eine Zeit der aggressiveren Au&szlig;enpolitik vor.<br>\nSo, wie in Deutschland nach der chauvinistischen Rede von Olaf Scholz zur &bdquo;Zeitenwende&ldquo; etwa mit der &ndash; ohnehin nur auf dem Papier stehenden &ndash; Richtlinie, keine Waffen in Kriegsgebiete zu liefern, gebrochen wurde, wird nun wohl auch in Japan kein Stein auf dem anderen gelassen.<br>\nDas geschieht, um zum einen den Konkurrenten China und Russland sowie nordkoreanischen Raketentests etwas entgegen zu setzen und zum anderen, um unabh&auml;ngiger von den Interessen der USA zu werden. Dazu soll Ende der Woche eine &lsquo;nationale Sicherheitsstrategie&rsquo; vorgestellt werden.<br>\nEin zentraler Baustein sind dabei die Milit&auml;rausgaben, die erh&ouml;ht werden sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/perspektive-online.net\/2022\/12\/saebelrasseln-in-ostasien-zeitenwende-in-japan\/\">Perspektive<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Putsch in Peru<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nCIA-Agentin, die als US-Botschafterin arbeitet, traf sich einen Tag vor dem Sturz des Pr&auml;sidenten mit dem Verteidigungsminister<br>\nDie US-Botschafterin in Peru Lisa Kenna arbeitete 9 Jahre lang f&uuml;r die CIA. Einen Tag vor dem Putsch gegen den gew&auml;hlten linken Pr&auml;sidenten Pedro Castillo traf sich Kenna mit dem peruanischen Verteidigungsminister.<br>\nDie US-Botschafterin in Peru, eine erfahrene CIA-Agentin namens Lisa Kenna, traf sich mit dem Verteidigungsminister des Landes nur einen Tag, bevor der demokratisch gew&auml;hlte linke Pr&auml;sident Pedro Castillo durch einen Staatsstreich gest&uuml;rzt und ohne Gerichtsverfahren inhaftiert wurde.<br>\nDer peruanische Verteidigungsminister, ein pensionierter Brigadegeneral, wies das Milit&auml;r an, sich gegen Castillo zu wenden. [&hellip;]<br>\nInzwischen hat die US-Regierung das nicht gew&auml;hlte Putschregime in Peru nachdr&uuml;cklich unterst&uuml;tzt, das den landesweiten &ldquo;Ausnahmezustand&rdquo; ausgerufen und das Milit&auml;r auf die Stra&szlig;e geschickt hat, um die Proteste zu unterdr&uuml;cken.<br>\nDie meisten Regierungen in Lateinamerika haben das nicht gew&auml;hlte Putschregime in Peru kritisiert oder sich sogar geweigert, es anzuerkennen, darunter Mexiko, Argentinien, Bolivien, Kolumbien, Honduras, Venezuela, Kuba und verschiedene karibische Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolarista.substack.com\/p\/peru-coup-cia-ambassador-castillo\">Multipolarista<\/a>\n<p>dazu: <strong>Der peruanische Pr&auml;sident Pedro Castillo stand Raubvertr&auml;gen mit &Ouml;l- und Gaskonzernen im Wege<\/strong><br>\nWas steckt hinter dem Putsch in Peru? Gleich nach Amtsantritt von Pr&auml;sident Castillo begannen die Man&ouml;ver, um ihn zu entmachten. Ein wichtiges Motiv daf&uuml;r d&uuml;rften Rohstoffvertr&auml;ge gespielt haben, um die sonst h&auml;tte neu verhandelt werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/amerika\/157604-peruanische-praesident-pedro-castillo-stand\/%20\">RT DE<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Reaktion erobert Pr&auml;sidentenamt<\/strong><br>\nBoluarte galt bis vor Kurzem noch als enge Vertraute Castillos, die bei vergangenen Amtsenthebungsversuchen stets betont hatte, in einem solchen Falle auch selbst abzutreten. In einer ersten Rede rief sie zur &bdquo;politischen Waffenruhe&ldquo; auf, um die politische Ordnung wiederherzustellen.<br>\nZustimmung zu einer solchen Waffenruhe bekam sie vor allem aus den Kreisen der peruanischen Rechten. So sicherten ihr unter anderem die Diktatorentochter Keiko Fujimori und die washingtontreue Organisation Amerikanischer Staaten Unterst&uuml;tzung zu. Weniger Anklang fanden ihre Worte hingegen beim peruanischen Volk, das mit Protesten im ganzen Land reagierte. Vor allem in den s&uuml;dlichen Teilen des Andenstaates gingen tausende Menschen gegen den rechtsdominierten Kongress auf die Stra&szlig;e. W&auml;hrend dabei auch Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Castillo gezeigt wurde, forderte die breite Mehrheit die Absetzung des Kongresses, sofortige Neuwahlen sowie die Einberufung einer Verfassunggebenden Versammlung, um die 1993 vom Diktator Alberto Fujimori eingesetzte Konstitution endlich zu beerdigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/reaktion-erobert-praesidentenamt-4775286\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deflation bei den Erzeugerpreisen: Minus 25 Prozent Jahresrate im Oktober und November<\/strong><br>\nIm Oktober und November sind in Deutschland die Preise auf der Erzeugerstufe massiv gefallen! Im Oktober waren es gegen&uuml;ber dem Vormonat September 4,2 Prozent und im gerade ver&ouml;ffentlichten November 3,9 Prozent gegen&uuml;ber Oktober. Errechnet man, wie das im angels&auml;chsischen Sprachraum &uuml;blich ist, daraus eine Jahresrate, rechnet also den Verlauf dieser beiden Monate auf das ganze Jahr hoch, kommt man auf eine Gr&ouml;&szlig;enordnung von weit &uuml;ber 20 Prozent&nbsp;R&uuml;ckgang.&nbsp;Platt gerechnet&nbsp;sind es vier Prozent (Durchschnitt der beiden Monate) mal 6, also 24. Richtig gerechnet ist es ein wenig komplizierter, aber das Ergebnis ist nicht weit entfernt, n&auml;mlich 26,4.<br>\nDie in Deutschland &uuml;bliche Rate ist ein Vorjahresvergleich und hat den gro&szlig;en Nachteil, dass sie die kurzfristige Dynamik bei den Preisen praktisch nicht erkennen l&auml;sst (die Vorjahresrate liegt immer noch bei 28 Prozent&nbsp;Zuwachs). Im Schaubild des Bundesamtes kann man dennoch auch bei den Vorjahresraten die j&uuml;ngste Entwicklung sehr gut nachvollziehen; die Zuwachsraten sinken deutlich.&nbsp;<br>\nOhne jeden Zweifel gibt es eine gewaltige Dynamik nach unten, die, wie sollte es anders sein, vor allem von den Preisen f&uuml;r Energie kommt. Wer jetzt,&nbsp;wie der Pr&auml;sident der Deutschen Bundesbank&nbsp;behauptet,&nbsp;2023 werde die Inflation noch sieben Prozent betragen, unterstellt, es gebe neue Schocks im n&auml;chsten Jahr. Das Dumme dabei ist, dass heute niemand so etwas seri&ouml;s vorhersagen kann. Zwar kann man es auch nicht ausschlie&szlig;en, doch auf der Basis von Ereignissen, f&uuml;r deren Eintreten es keine erkennbare Wahrscheinlichkeit gibt, kann man keine Politik machen.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/12\/20\/deflation-bei-den-erzeugerpreisen-minus-25-prozent-jahresrate-im-oktober-und-november\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die herrschende &Ouml;konomie unterliegt keinen physikalischen Gesetzen<\/strong><br>\nErleben wir Preissteigerungen oder ist das schon Inflation? Friederike Spiecker, Diplom-Volkswirtin und ehemalige Besch&auml;ftigte der Konjunkturabteilung des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung in Berlin, hat dem Overton Magazin diese und noch andere Fragen beantwortet. Erst k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichte sie zusammen mit Heiner Flassbeck und Constantin Heidegger den &raquo;Atlas der Weltwirtschaft 2022\/23&laquo;. [&hellip;]<br>\nRedaktion: Einen Schwerpunkt des Atlasses legen Sie auf Mittel- und Osteuropa. Sie sprechen davon, dass die Transformation, gemeint ist damit die seit 30 Jahren w&auml;hrende Einf&uuml;hrung der Marktwirtschaft, gescheitert sei. Woran genau machen Sie das fest?<br>\nSpiecker: Die Ergebnisse der Einf&uuml;hrung der Marktwirtschaft sind anders, als sie von den meisten Bewohnern der Transformationsl&auml;nder erwartet und ihnen von westlichen Beratern und politischen Akteuren wie dem IWF in Aussicht gestellt wurden. Anstelle einer wettbewerbsf&auml;higen industriellen Basis inl&auml;ndischer Unternehmer mit vielen vern&uuml;nftig bezahlten Arbeitspl&auml;tzen finden sich Stellen mit guten Verdiensten oft nur bei westlich dominierten Firmen und nicht in ausreichender Zahl. Das Ph&auml;nomen der verl&auml;ngerten Werkbank des Westens und der Billiglieferanten von Rohstoffen ist auch nach 30 Jahren nicht verschwunden. Und so wundert es nicht, dass diese Region seit Jahren einen Bev&ouml;lkerungsverlust zu verkraften hat, der sie auf Dauer weiter schw&auml;cht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/dialog\/die-herrschende-oekonomie-unterliegt-keinen-physikalischen-gesetzen\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>In Westafrika gegen Russland<\/strong><br>\nDie Bundeswehr wird sich an dem neu geplanten EU-Milit&auml;reinsatz in Niger beteiligen. Dies hat Verteidigungsministerin Christine Lambrecht Ende vergangener Woche bei einer Reise in die nigrische Hauptstadt Niamey best&auml;tigt. Der EU-Einsatz (European Union Military Partnership Mission, EUMPM) dient der Ausbildung der nigrischen Streitkr&auml;fte und ist auf mindestens drei Jahre angelegt. Er wird nach dem umfassenden Scheitern der europ&auml;ischen Milit&auml;rintervention in Mali eingeleitet und zielt vor allem auch darauf ab, im Sahel weitere Positionsverluste des Westens gegen&uuml;ber Russland zu verhindern. Hintergrund ist, dass Moskau mittlerweile in zwei Staaten Afrikas milit&auml;risch fest Fu&szlig; gefasst hat (Zentralafrikanische Republik, Mali) und laut Berichten davor steht, sich auch noch in einem dritten Staat (Burkina Faso) mit Streitkr&auml;ften sowie privaten Milit&auml;rfirmen festzusetzen. Die westlichen Staaten machen mit aller Macht dagegen mobil. Umk&auml;mpft ist auch Algerien, das r&uuml;stungsindustriell und milit&auml;risch eng mit Moskau kooperiert. Die Vereinigten Staaten und die EU suchen die Zusammenarbeit mit allen Mitteln zu torpedieren &ndash; wom&ouml;glich mit einem gewissen Erfolg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9119\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Weg zur Entdollarisierung f&uuml;hrt &uuml;ber Saudi-Arabien<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nAm 9. Dezember traf Chinas Pr&auml;sident Xi Jinping in Riad, Saudi-Arabien, mit den F&uuml;hrern des Golf-Kooperationsrates (GCC) zusammen, um die Vertiefung der Beziehungen zwischen den Golfstaaten und China zu er&ouml;rtern. Ganz oben auf der Tagesordnung stand die Intensivierung des Handels zwischen China und dem Golf-Kooperationsrat, wobei der Golf-Kooperationsrat zusagte, &ldquo;konsequent und in gro&szlig;en Mengen Roh&ouml;l aus dem Golf-Kooperationsrat zu importieren&rdquo; und die Einfuhren von Erdgas zu erh&ouml;hen. 1993 wurde China zum Nettoimporteur von Erd&ouml;l und &uuml;berholte bis 2017 die Vereinigten Staaten als gr&ouml;&szlig;ten Roh&ouml;limporteur. Die H&auml;lfte dieses &Ouml;ls stammt von der arabischen Halbinsel, und mehr als ein Viertel der &Ouml;lexporte Saudi-Arabiens gehen nach China. Obwohl China ein gro&szlig;er &Ouml;limporteur ist, hat es seine Kohlenstoffemissionen reduziert. [&hellip;]<br>\nAuf diesem ersten Gipfeltreffen zwischen China und dem Golf-Kooperationsrat forderte Xi die Golfmonarchen auf, &ldquo;die Shanghaier Erd&ouml;l- und Erdgasb&ouml;rse als Plattform f&uuml;r &Ouml;l- und Gasverk&auml;ufe in chinesischer W&auml;hrung umfassend zu nutzen&rdquo;. Zu Beginn dieses Jahres hatte Saudi-Arabien angedeutet, dass es f&uuml;r seine &Ouml;lverk&auml;ufe nach China chinesische Yuan statt US-Dollar akzeptieren k&ouml;nnte. Zwar wurde weder auf dem GCC-Gipfel noch in der gemeinsamen Erkl&auml;rung Chinas und Saudi-Arabiens eine f&ouml;rmliche Ank&uuml;ndigung gemacht, doch gibt es zahlreiche Anzeichen daf&uuml;r, dass sich die beiden L&auml;nder der Verwendung des chinesischen Yuan als Handelsw&auml;hrung ann&auml;hern werden. [&hellip;]<br>\nDas Vorhaben, den Handel zwischen China und Saudi-Arabien in Yuan abzuwickeln, hat in den Vereinigten Staaten, die sich seit f&uuml;nfzig Jahren auf die Saudis verlassen, um den Dollar zu stabilisieren, f&uuml;r Aufsehen gesorgt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/popularresistance.org\/the-road-to-de-dollarisation-will-run-through-saudi-arabia\/\">Popular Resistance<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Berichte &uuml;ber Kaili-Teilgest&auml;ndnis<\/strong><br>\nDie wegen schwerer Korruptionsvorw&uuml;rfe als Vizepr&auml;sidentin des EU-Parlaments abgesetzte griechische Politikerin Eva Kaili hat Medienberichten zufolge ein Teilgest&auml;ndnis abgelegt. Sie habe von den Aktivit&auml;ten des in der Causa immer wieder als Drahtzieher verd&auml;chtigten Ex-EU-Abgordneten Antonio Panzeri und auch von den Geldkoffern in ihrer Wohnung gewusst, habe Kaili nach Angaben der italienischen &bdquo;La Repubblica&ldquo; und Belgiens &bdquo;Le Soir&ldquo; bei einer Anh&ouml;rung gesagt.<br>\nDie beiden Zeitungen berichteten zuletzt unter Verweis auf Ermittlungsakten immer wieder exklusiv &uuml;ber den Ermittlungsstand &ndash; darunter vor rund einer Woche auch &uuml;ber das Gest&auml;ndnis von Kailis Lebensgef&auml;hrten Francesco Giorgi. Mit Kaili sei die bisher prominenteste Verd&auml;chtige in der Causa erstmals angeh&ouml;rt worden. Sie sagte laut &bdquo;Le Soir&ldquo;, dass sie von Giorgis Aktivit&auml;ten &bdquo;mit Herrn Panzeri wusste und dass Koffer mit Geld durch ihre Wohnung geschleust wurden&ldquo;.<br>\nGiorgi gab gegen&uuml;ber den Ermittlern und dem Untersuchungsrichter Michel Claise zu, Teil einer Organisation gewesen zu sein, die sowohl von Marokko als auch von Katar genutzt wurde, um sich in europ&auml;ische Angelegenheiten einzumischen. Laut &bdquo;La Repubblica&ldquo; und &bdquo;Le Soir&ldquo; machte Kaili in ihre Anh&ouml;rung auch schwere Anschuldigungen: Neben ihrem Lebensgef&auml;hrten und Panzeri habe sie etwa auch den belgischen EU-Abgeordneten Marc Tarabella als Empf&auml;nger von &bdquo;Geschenken&ldquo; aus Katar angeprangert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3298405\/\">ORF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;Leipziger Erkl&auml;rung&ldquo; h&auml;lt eigenes Programm f&uuml;r veraltet: Zeitenwende bei der Linkspartei<\/strong><br>\n64 Funktion&auml;re der Partei &bdquo;Die Linke&ldquo; versammelten sich am Samstag (10. Dez., MW) auf Einladung von Partei- und Bundestagsfraktionsf&uuml;hrung in Leipzig und verabschiedeten eine &bdquo;Leipziger Erkl&auml;rung&ldquo;, die faktisch mit den 2007 bei Gr&uuml;ndung der Partei formulierten Zielen und dem 2011 in Erfurt beschlossenem Programm bricht. Die entscheidende Formulierung lautet: &bdquo;Der Kampf gegen Hartz IV und die Prekarisierung der Arbeit, gegen Privatisierung, den Neoliberalismus und die milit&auml;rische Durchsetzung westlicher Vormacht durch Kriegseins&auml;tze war zum Zeitpunkt unserer Gr&uuml;ndung das einigende und identit&auml;tsstiftende Band, das die Partei zusammenhielt. Seitdem hat sich die Welt weitergedreht.&ldquo; Die ver&auml;nderte Lage sieht demnach so aus: &bdquo;Mit der immer sichtbareren Klimakatastrophe, dem notwendigen Ende des fossilen Kapitalismus, zunehmenden imperialen Rivalit&auml;ten zwischen USA-Russland-China, dem Erstarken einer extremen Rechten in Europa und schlie&szlig;lich dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine stehen Fragen auf der Agenda, auf die wir nur ungen&uuml;gend vorbereitet waren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/zeitenwende-bei-der-linkspartei-4775247\/\">unsere zeit<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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