{"id":9186,"date":"2011-04-26T08:30:15","date_gmt":"2011-04-26T06:30:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9186"},"modified":"2011-04-26T08:30:15","modified_gmt":"2011-04-26T06:30:15","slug":"hinweise-des-tages-1371","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9186","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Fall Sarrazin; Hartz IV &ndash; Falsche Fragen, falsche Antworten; Mehrwertsteuer-Reform benachteiligt Geringverdiener; Die meisten Lehrlinge f&uuml;hlen sich ausgenutzt; Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit &ndash; Arbeitsagentur sieht Zustrom aus Osteuropa positiv; R&ouml;sler hilft Privatkassen; Bildungspaket: Von der Leyen in Not &ndash; Ministerin planlos; Die Restrisiko-L&uuml;ge; Uniklinik Marburg: &Auml;rzte schlagen Alarm; Der griechische Teufelskreis; Wikileaks enth&uuml;llt Geheimpapiere zu Guantanamo; Libyen; Stuttgart 21; Das Spiel mit dem Feuer; Michael Sommer: &ldquo;Die SPD hat ihre Seele verloren&rdquo;; Franz M&uuml;ntefering verl&auml;sst Gremium zur Zuwanderung; Der Frust der Hauptstadtpolitiker; Walter van Rossum: Sender im Dienst der NATO; Deutsche Wehrmacht: Dokumente des Grauens; Keine Ermittlungen gegen Koch-Mehrin; Sarkozy &ndash; Pr&auml;sident der Reichen; Bangladesch: Eine Milliarde T-Shirts im Jahr; zu guter Letzt: Volker Pispers und G&auml;ste (MB\/WL\/JB\/KR)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Hartz IV &ndash; Falsche Fragen, falsche Antworten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Mehrwertsteuer-Reform benachteiligt Geringverdiener<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Die meisten Lehrlinge f&uuml;hlen sich ausgenutzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit &ndash; Arbeitsagentur sieht Zustrom aus Osteuropa positiv<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">R&ouml;sler hilft Privatkassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Bildungspaket: Von der Leyen in Not &ndash; Ministerin planlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Die Restrisiko-L&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Uniklinik Marburg: &Auml;rzte schlagen Alarm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Der griechische Teufelskreis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Wikileaks enth&uuml;llt Geheimpapiere zu Guantanamo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Libyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Michael Sommer: &ldquo;Die SPD hat ihre Seele verloren&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Franz M&uuml;ntefering verl&auml;sst Gremium zur Zuwanderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Der Frust der Hauptstadtpolitiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Walter van Rossum: Sender im Dienst der NATO<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Deutsche Wehrmacht: Dokumente des Grauens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Keine Ermittlungen gegen Koch-Mehrin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Sarkozy &ndash; Pr&auml;sident der Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Bangladesch: Eine Milliarde T-Shirts im Jahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Zu guter Letzt: Volker Pispers und G&auml;ste (18.04.2011)<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=9186&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hartz IV &ndash; Falsche Fragen, falsche Antworten<\/strong><br>\nDie Politik streitet viel &uuml;ber Hartz IV &ndash; zuletzt &uuml;ber das Bildungspaket f&uuml;r Kinder aus armen Familien. Das Milliardensystem hat l&auml;ngst versagt. Es ist zum Synonym einer Gesellschaftsordnung geworden, die Millionen Menschen signalisiert: Wir brauchen euch nicht! Wenn wir &uuml;ber Arbeitslosigkeit und Armut reden, geht es oft um Zahlen, gro&szlig;e  Zahlen. 50 Milliarden Euro kostet uns die Hilfe f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger pro Jahr. Knapp sieben Millionen Menschen erhalten Gelder aus dem Hartz-IV- Paket, damit sie sich das leisten k&ouml;nnen, was die Statistiker des Arbeitsministeriums f&uuml;r ein menschenw&uuml;rdiges Leben halten. Tats&auml;chlich landet von den 50 Milliarden nicht einmal die H&auml;lfte bei Arbeitslosen, Arbeitsunf&auml;higen und Kindern aus armen Familien. Schlie&szlig;lich muss der riesige Hartz-IV-Verwaltungsapparat finanziert werden oder das halbmafi&ouml;se System der privaten Arbeitsvermittlung. Auch erhalten knapp ein Drittel der erwachsenen Hartz-IV-Bezieher ihr Geld als Gehaltsaufstockung, weil ihre Chefs Stundenl&ouml;hne zahlen d&uuml;rfen, f&uuml;r die man bei McDonald&rsquo;s nicht mal einen Cappuccino bekommt. Das System Hartz IV, zu dem solche Zumutungsl&ouml;hne ebenso geh&ouml;ren wie die Mehr-als-ein-Euro-seid-ihr-sowieso-nicht-wert-Jobs und das in Bastel-, Sinnsuchekursen oder Schreibtherapien als &ldquo;Wiedereingliederungshilfen&rdquo; seinen wirkungslosen Ausdruck findet, ist zum Synonym einer Gesellschaftsordnung geworden, die Millionen Menschen signalisiert: Wir brauchen euch nicht! Die Frage, ob wir uns das eigentlich leisten k&ouml;nnen, ist dabei v&ouml;llig falsch<br>\ngestellt. Denn wenn wir es uns leisten k&ouml;nnen, auf die 100 Milliarden Euro zu verzichten, die j&auml;hrlich in Deutschland an Steuern hinterzogen werden, sollten uns die 24 Milliarden, die an Hartz-IV-Empf&auml;nger und ihre Kinder gehen, nicht st&ouml;ren. Die Frage ist eher, ob wir es uns erlauben k&ouml;nnen, das Potential dieser vielen Menschen weiter zu verschenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,757054,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.A.:<\/strong> Dieser Artikel zeigt deutlich auf, dass es der Elite dieses Landes nicht an irgendeiner Ressource (etwa Geld) mangelt, sondern am politischen Willen gesellschaftliche Mi&szlig;st&auml;nde auf Kosten von Profiten zu beheben. Die Energie, die zur Verschleierung dieser Tatsache eingesetzt wird, best&auml;tigt dies eindrucksvoll!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> W&uuml;rde die Spiegel-Redaktion ihren Gastautour Fred Grimm doch ernst nehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mehrwertsteuer-Reform benachteiligt Geringverdiener<\/strong><br>\nGeringverdiener w&uuml;rde die Abschaffung erm&auml;&szlig;igter Steuers&auml;tze besonders hart treffen. Ihr Einkommen schrumpfe einer Studie zufolge um fast drei Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13235989\/Mehrwertsteuer-Reform-benachteiligt-Geringverdiener.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die meisten Lehrlinge f&uuml;hlen sich ausgenutzt<\/strong><br>\nGeringe Bezahlung, wenig Freizeit, unsichere Perspektive: Viele Lehrlinge sind unzufrieden mit der Arbeitswelt. Dennoch ist die Leistungsbereitschaft bei ihnen gro&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13244196\/Die-meisten-Lehrlinge-fuehlen-sich-ausgenutzt.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit &ndash; Arbeitsagentur sieht Zustrom aus Osteuropa positiv<\/strong><br>\nDurch die &Ouml;ffnung des deutschen Arbeitsmarktes erwartet die Bundesagentur 140.000 osteurop&auml;ische Zuwanderer pro Jahr &ndash; weniger als Deutschland angesichts des Fachkr&auml;ftemangels ben&ouml;tige. Die Bundesrepublik sei nicht so attraktiv, wie viele glauben.<br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) rechnet mit der &Ouml;ffnung des deutschen Arbeitsmarkts zum 1. Mai mit einem Zustrom von 140.000 Zuwanderern aus Osteuropa pro Jahr. &ldquo;In Grenzregionen zu Polen, Tschechien und Slowenien werden deutsche Arbeitnehmer sich auf sch&auml;rferen Wettbewerb einstellen m&uuml;ssen&rdquo;, sagte Frank-J&uuml;rgen Weise, Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo;. Vor allem in der Zeitarbeit werde der Druck auf die L&ouml;hne steigen. &ldquo;Zeitarbeitsfirmen aus dem Baltikum stehen bereits in den Startl&ouml;chern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/:arbeitnehmerfreizuegigkeit-arbeitsagentur-sieht-zustrom-aus-osteuropa-positiv\/60043093.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>R&ouml;sler hilft Privatkassen<\/strong><br>\nDurch die Hintert&uuml;r will die Koalition die Wahltarife in der gesetzlichen Krankenversicherung kassieren. Damit w&uuml;rden Gutverdiener, die Ersatzkassen &uuml;ber die Zusatztarife an sich binden konnten, in die privaten Kassen getrieben.<br>\nWahltarife sind f&uuml;r die gesetzlichen Kassen wichtig, weil sie so Versicherte an sich binden k&ouml;nnen &hellip;<br>\nUm die Kalkulation dieser Tarife durch die Aufsichtsbeh&ouml;rden geht es nun in einem Briefwechsel zwischen dem von Philipp R&ouml;sler (FDP) gef&uuml;hrten Gesundheitsministerium und dem Bundesversicherungsamt, der der Frankfurter Rundschau vorliegt. Darin wird festgehalten, dass die Wahltarife k&uuml;nftig nur noch genehmigt werden k&ouml;nnen, wenn sie sich selbst finanzieren. Der sogenannte Halteeffekt, also die Mitgliederbeitr&auml;ge der Versicherten, die vom Wechsel in eine Privatkasse abgehalten wurden, darf nicht mehr eingerechnet werden. Die Folge: &bdquo;Der Gro&szlig;teil der Wahltarife m&uuml;sste eingestellt werden&ldquo;, hei&szlig;t es in Kassenkreisen. Offenbar werde versucht, zum Wohle der Privatversicherung gesetzliche Regelungen auf dem Verwaltungswege zu unterlaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/roesler-hilft-privatkassen\/-\/1472596\/8364028\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bildungspaket: Von der Leyen in Not &ndash; Ministerin planlos<\/strong><br>\nArbeitsministerin von der Leyen schafft es nicht, dass ihr geliebtes Bildungspaket den Hartz-IV-Kindern zugutekommt. Nun verl&auml;ngert sie die Antragsfrist &ndash; und bringt v&ouml;llig unabgesprochen eine &ldquo;F&ouml;rdervereinbarung&rdquo; mit unwilligen Eltern ins Spiel.<br>\nUnd wieder setzte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen so einen Begriff, der eher f&uuml;r Verwirrung sorgte als f&uuml;r Aufkl&auml;rung. &ldquo;F&ouml;rdervereinbarung&rdquo;, sagte sie nach dem Treffen mit L&auml;ndern und Kommunen im ihrem Haus an diesem Donnerstag. Das klingt nach Vertrag und Sanktionen. Nach Drohung. Und ein bisschen hat von der Leyen das vielleicht auch so gemeint. Nur abgesprochen war das nicht.<br>\n[&hellip;] Und schuld sind dann die Eltern<br>\nNur: Verpflichtet werden k&ouml;nnen die Eltern nicht, ihre Kinder zum Sport oder in den Musikunterricht zu schicken. Das aber h&auml;tte von der Leyen wohl gerne gemacht, wie Teilnehmer der Sitzung im Anschluss berichteten. Die Ministerin habe den Eindruck erweckt, als wollte sie zum Schluss ein Argument haben, es den Eltern in die Schuhe schieben zu k&ouml;nnen, wenn das Bildungspaket nicht bei den Kindern ankommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bildungspaket-von-der-leyen-in-not-ministerin-planlos-1.1088224\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Restrisiko-L&uuml;ge<\/strong><br>\nGanz pl&ouml;tzlich. Acht AKW stehen still. Eine Ethik-Kommission pr&uuml;ft den Risiko-&Uuml;berbau. Reaktorexperten, Ingenieure und IT-Spezialisten checken die bisher &bdquo;weltweit sichersten&ldquo; deutschen AKW durch. Denn: Unseren Politikern ist es wie Schuppen von den Augen gefallen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagt: &bdquo;Wir k&ouml;nnen nicht einfach zur Tagesordnung &uuml;bergehen und die bisherige unbestrittene Sicherheit unserer kerntechnischen Anlagen zum Ma&szlig;stab auch des k&uuml;nftigen Handelns machen&hellip;&ldquo; Bayerns Umweltminister Markus S&ouml;der (CSU) meint: &bdquo;Japan hat uns gezeigt, dass das Unm&ouml;gliche Realit&auml;t werden kann.&ldquo; Und sogar der Chef des AKW-Betreibers Eon, Johannes Teyssen, r&auml;umte ein, man m&uuml;sse nach Fukushima erw&auml;gen, in zus&auml;tzliche Sicherheit zu investieren und eventuell &bdquo;bestimmte Anlagen nicht mehr zu betreiben&ldquo;. Aber: War die Sicherheit wirklich unbestritten? Wird wirklich das Unm&ouml;gliche jetzt wahr? Und wie geht Folgendes: Wir brauchen zus&auml;tzliche Sicherheit &ndash; f&uuml;r angeblich bereits sichere Anlagen? Man traut seinen Augen und Ohren nicht. Wusste keiner, wie riskant die Atomkraft ist?<br>\nGAU, Super-GAU und Restrisiko: &Uuml;ber die Gefahren der &bdquo;friedlichen Nutzung der Atomkraft&ldquo; wird in Deutschland seit vier Jahrzehnten diskutiert und gestritten. Schon das zeigt: Niemand kann ernsthaft behaupten, Nuklearkatastrophen vom Fukushima-Ausma&szlig; seien hierzulande als &bdquo;unm&ouml;glich&ldquo; bezeichnet worden. Sie waren immer Teil der Technologie. Herausreden gilt nicht. Eine R&uuml;ckblende:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/panorama\/die-restrisiko-luege\/-\/1472782\/8363320\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Uniklinik Marburg: &Auml;rzte schlagen Alarm<\/strong><br>\nAn der Universit&auml;tsklinik Marburg werden Personal- und Raummangel beklagt. In einem Brief an die Gesch&auml;ftsleitung warnen &Auml;rzte vor einer &ldquo;Gef&auml;hrdung der Patientensicherheit&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/rhein-main\/spezials\/rhoen-klinikum\/aerzte-schlagen-alarm\/-\/2641638\/8369154\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der griechische Teufelskreis<\/strong><br>\nDie Lage f&uuml;r Griechenland ist schier ausweglos: Durch die harte Konsolidierung kommt die Wirtschaft nicht aus der Rezession &ndash; ohne Wachstum sinkt jedoch das Haushaltsdefizit nicht schnell genug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:finanzkrise-der-griechische-teufelskreis\/60041942.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wikileaks enth&uuml;llt Geheimpapiere zu Guantanamo<\/strong><br>\nEs war das Hochsicherheitsgef&auml;ngnis der Regierung Bush &ndash; jetzt erf&auml;hrt die Welt Geheimnisse aus Guantanamo. Wikileaks hat Tausende Seiten &uuml;ber die Inhaftierten des Milit&auml;rknasts ver&ouml;ffentlicht. Sie machen klar, aus welch obskuren Gr&uuml;nden viele Menschen festgehalten wurden und welche Bedeutung das Verh&ouml;rsystem dort wirklich hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/neue-dokumente-wikileaks-enthuellt-geheimpapiere-zu-guanatamo-1.1088795\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Libyen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Streit &uuml;ber Kontensperren &ndash; Alte Freunde schonen Gaddafis Gelder<\/strong><br>\nMilit&auml;risch und finanziell will der Westen dem libyschen Despoten beikommen &ndash; doch Muammar al-Gaddafis Gelder sind keineswegs eingefroren. Nach US-Informationen konnte er Milliarden an Dollar retten, alte Verb&uuml;ndete wie die T&uuml;rkei dr&uuml;cken sich vor Strafaktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/kontensperren-umgangen-alte-freunde-schonen-gaddafis-gelder-1.1088674\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Zu Libyen und den sich entwickelnden Krisen<\/strong><br>\nNoam Chomsky im Interview mit Stephen Shalom und Michael Albert<br>\nWelche Motive verfolgen die USA im Wesentlichen bei ihren internationalen Beziehungen? Also, was sind ihre &uuml;bergreifenden Beweggr&uuml;nde, welche Muster hinsichtlich der weltpolitischen Entscheidungen der USA zeichnen sich ab, insbesondere im Mittleren Osten und der arabischen Welt? Und schlie&szlig;lich, was halten Sie f&uuml;r die plausibleren Ziele der aktuellen US-Politik in Libyen?<br>\nChomsky: Eine hilfreiche Herangehensweise an dieses Thema ist die umgekehrte Fragestellung: Welche Ziele verfolgen die USA nicht? Es gibt mehrere gute Methoden, die Antwort zu finden. Eine dieser Methoden besteht darin, Fachliteratur &uuml;ber internationale Beziehungen zu studieren. &Uuml;blicherweise wird darin genau das Gegenteil von dem beschrieben, was tats&auml;chlich politisch beabsichtigt ist. Das ist ein hochinteressantes Thema, das ich hier jetzt aber nicht weiter verfolgen m&ouml;chte. Eine andere Methode, die gerade sehr relevant ist, besteht darin, den f&uuml;hrenden Politikern und Kommentatoren zuzuh&ouml;ren. Nehmen wir an, sie sagen, eine Milit&auml;raktion verfolge humanit&auml;re Absichten. Das an sich hat zun&auml;chst keinen Informationsgehalt. Denn nahezu jede Gewaltanwendung wird mit diesem Anliegen gerechtfertigt, selbst von den schlimmsten Monstern &ndash; und sie glauben wom&ouml;glich sogar selbst, was sie da behaupten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201104211509\/politik\/welt\/zu-libyen-und-den-sich-entwickelnden-krisen.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>S21-Volksentscheid: Zur&uuml;ck auf Los<\/strong><br>\nWas f&uuml;r eine Situation: Die Koalitionsverhandlungen in Stuttgart stockten, weil die SPD ihr Wahlversprechen nicht brechen und die Gr&uuml;nen es nicht einhalten wollten. Die Genossen sind f&uuml;r Stuttgart 21 und mochten nicht davon abr&uuml;cken. Die Gr&uuml;nen sind dagegen, merkten aber zu sp&auml;t, dass sie bei dem versprochenen Volksentscheid sicherlich den K&uuml;rzeren ziehen werden.<br>\nNun hat man sich geeinigt. Es ist das herausgekommen, was die SPD gewollt hat. Die Gr&uuml;nen haben einsehen m&uuml;ssen, dass sie sich keine Tricksereien an der Verfassung vorbei erlauben k&ouml;nnen. Es ist wie im Monopoly: Sie m&uuml;ssen zur&uuml;ck auf Los.<br>\nVielleicht haben sie ja Gl&uuml;ck und das ganze verhasste Projekt wird teurer als vereinbart. Es w&auml;re die einzige M&ouml;glichkeit der neuen Koalition, da halbwegs heil rauszukommen. Wahrscheinlich werden sich Gr&uuml;ne und SPD das w&uuml;nschen.<br>\nWas auf die Regierung neuen Typs zukommt, falls gebaut wird, d&uuml;rfte allen Beteiligten die Haare zu Berg stehen lassen: Die Anh&auml;nger der Gr&uuml;nen protestieren gegen den Bau, der Innenminister der SPD schickt die Wasserwerfer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/zurueck--auf-los\/-\/1472602\/8365238\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es w&auml;re ein einmaliger Fall, dass die voraussichtlichen Kosten f&uuml;r ein &ouml;ffentliches Projekt nicht auf einen gew&uuml;nschten Wert herunter gerechnet werden k&ouml;nnten.<br>\nWenn erst einmal begonnen wurde und schon viel Geld investiert worden ist, kann man dann ja nicht mehr aus dem Projekt aussteigen, wenn es teurer wird als vorhergesagt. Au&szlig;erdem gibt es immer gen&uuml;gend unvorhersehbare Gr&uuml;nde, warum ein Vorhaben teurer wird als geplant.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Spiel mit dem Feuer<\/strong><br>\nWer sich als Funktionstr&auml;ger in der Landes-SPD gegen Stuttgart 21 stellt, wird kaltgestellt. Die Gr&uuml;nen klagen &uuml;ber die &ldquo;beinharte Ignoranz&rdquo; der SPD-Verhandler in der Koalitionsrunde. An der Basis der Sozialdemokraten formiert sich derweil Widerstand gegen die Oberen in Stuttgart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2011\/04\/das-spiel-mit-dem-feuer\/\">Kontext-Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Michael Sommer: &ldquo;Die SPD hat ihre Seele verloren&rdquo;<\/strong><br>\nDGB-Chef Michael Sommer beklagt den Zustand der Sozialdemokraten und warnt vor Schaden f&uuml;r den Industriestandort durch die Energiewende.<br>\n[&hellip;] Warum profitieren die Sozialdemokraten nicht von der Schw&auml;che der Bundesregierung?<br>\nSommer: Der SPD fehlt ein klares Profil &ndash; sie hat die Schr&ouml;der-Zeit und die Agenda 2010 immer noch nicht hinter sich gelassen. Eine Partei, die ihre Seele verloren hat, verliert auch ihre W&auml;hler. Und die SPD wird ihre W&auml;hler erst wiedergewinnen, wenn sie ihre Seele als linke, arbeitnehmerorientierte Volkspartei wiedergewonnen hat. Sigmar Gabriel und andere haben sich auf den Weg gemacht, die SPD zu ihren Wurzeln zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Aber die Glaubw&uuml;rdigkeit, die Schr&ouml;der und M&uuml;ntefering verspielt haben, l&auml;sst sich nicht von heute auf morgen wiederherstellen. Die SPD hat die Treuesten der Treuen, unter ihnen viele aktive Gewerkschafter, verprellt.<br>\nSie w&uuml;nschen sich die SPD als verl&auml;ngerten Arm der Gewerkschaften.<br>\nSommer: Nein, da missverstehen Sie mich. Wir brauchen keine Gewerkschaftspartei. Wir brauchen aber sehr wohl eine linke Volkspartei. Die SPD hat mit der Agenda 2010 den Wert von Arbeit infrage gestellt. Das ist genauso, als w&uuml;rden die Gr&uuml;nen die Atomkraft verteidigen. Wahlen gewinnt man so nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/politik\/deutschland\/article1864207\/Michael-Sommer-Die-SPD-hat-ihre-Seele-verloren.html\">Hamburger Abendblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Offener Streit in der Konsensgruppe &ndash; Franz M&uuml;ntefering verl&auml;sst Gremium zur Zuwanderung<\/strong><br>\nEigentlich will die &ldquo;Hochrangige Konsensgruppe&rdquo; der Politik gemeinsame Vorschl&auml;ge zur L&ouml;sung des Facharbeitermangels machen. Doch noch ehe das Gremium das erste Mal getagt hat, bricht in den eigenen Reihen offener Streit aus. Ein erster Experte geht von Bord. Er habe &ldquo;keine Hoffnung, da noch einen n&uuml;tzlichen Beitrag leisten zu k&ouml;nnen&rdquo;, schreibt der ehemalige SPD-Vorsitzende und Ex-Vizekanzler Franz M&uuml;ntefering in einem Brief, der der Berliner Zeitung vorliegt: &ldquo;Verstehen Sie bitte, dass ich unter diesen Bedingungen nicht mitmachen will.&rdquo;<br>\nEin Eklat. Erst am Dienstag hatten Ex-Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) und der fr&uuml;here NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU) in Berlin das ambitionierte Projekt vorgestellt. Zw&ouml;lf anerkannte Pers&ouml;nlichkeiten aus fast allen Parteien (die Linken bleiben au&szlig;en vor) sollen fern der Tagespolitik einen Vorschlag erarbeiten, wie die Zuwanderung ausl&auml;ndischer Fachkr&auml;fte erleichtert werden kann. Initiiert worden war das von mehreren Stiftungen. &ldquo;Wir m&uuml;ssen das Thema aus dem Parteienstreit heraushalten&rdquo;, sagte Laschet. Im Herbst wolle man Bundestag und Bundesrat einen Vorschlag machen.<br>\nDas traf M&uuml;ntefering, der zu den Mitgliedern der Gruppe geh&ouml;ren sollte, einigerma&szlig;en &uuml;berraschend. In allgemeiner Form sei er vor mehreren Wochen von einem Mitarbeiter der Mercator-Stiftung auf eine m&ouml;gliche Mitarbeit in einer Gruppe &ldquo;Zuwanderung&rdquo; angesprochen worden. Er sagte zu. Das erste Treffen, so M&uuml;ntefering, sei f&uuml;r den 13. Mai avisiert worden. Dass er am 19. April einen Brief erhielt, in dem seine Teilnahme best&auml;tigt wurde und am selben Tag bereits eine Pressekonferenz stattfand, h&auml;lt der Ex-SPD-Chef f&uuml;r ungeh&ouml;rig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2011\/0423\/politik\/0060\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Frust der Hauptstadtpolitiker<\/strong><br>\nDie Politikverdrossenheit ist bei den Volksvertretern angekommen. Der Berliner Politikbetrieb f&uuml;hlt sich bei den gro&szlig;en Entscheidungen &uuml;berfordert und alleingelassen &ndash; auch von den W&auml;hlern. [&hellip;]<br>\nDie Berliner Republik steckt in einer Krise &ndash; und mit ihr die politischen Institutionen. Die Parlamentarier f&uuml;hlen sich &uuml;berfordert, mit der Finanzkrise, mit Europa und mit der Wucht der Entscheidungen, die sie zu treffen haben. Immer h&auml;ufiger r&auml;umen sie ein, sie seien orientierungslos, sie h&auml;tten die Papiere nicht gelesen, die Paragrafen nicht verstanden, Informationen nicht bekommen. Nicht viel besser ergeht es Beamten, Regierung, Medien und W&auml;hlern.<br>\nDie wirtschaftlichen Verwerfungen der vergangenen Jahre und die schnellen Rettungsaktionen haben die Schattenseiten des politischen Systems gezeigt: Das Volk und seine Vertreter kommen nicht mehr mit, nicht einmal die, die eigentlich wollen. Zu schnell die Verfahren, zu komplex die Materie. W&auml;hrend ein kleiner Kreis von Ministern und Top-Beamten Rettungspakete f&uuml;r Banken, W&auml;hrungen und ganze Staaten auskungelt und diese in wilden Nachtsitzungen beschlie&szlig;t, hat der Gro&szlig;teil der Parlamentarier keinen blassen Schimmer, wovon eigentlich die Rede ist. Und trotzdem sind sie es, die am Ende Milliardenpakete im Eilverfahren durchwinken. Und die sie ihren W&auml;hlern erkl&auml;ren m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:agenda-der-frust-der-hauptstadtpolitiker\/60042230.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Walter van Rossum: Sender im Dienst der NATO<\/strong><br>\nAuf die Unterst&uuml;tzung der Medien k&ouml;nnen sich die Interventionsstrategen mittlerweile fast blind verlassen. Allen voran auf die des ZDF.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/kultur\/1116-medientagebuch\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Deutsche Wehrmacht: Dokumente des Grauens<\/strong><br>\nVom Bed&uuml;rfnis, Bomben zu werfen: Im Zweiten Weltkrieg wurden deutsche Kriegsgefangene abgeh&ouml;rt. Die schockierenden Protokolle, die jetzt als Sachbuch erscheinen, geben einen Einblick in die Seele der Wehrmachtsoldaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913\/Doc~E8920F6545D00439B942E4A3C65BF9579~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Erstaunlich, dass dieses Buch seit seinem Erscheinen noch keine gr&ouml;&szlig;ere Debatte hervorgerufen hat. &Uuml;bertreffen doch die Abh&ouml;rprotokolle bei weitem den Eindruck, den bereits die Wehrmachtsausstellung vermittelte: Die saubere Wehrmacht ist ein Mythos. Denn &uuml;ber die Tatsache hinaus, dass Wehrmachtssoldaten zu jedes Ma&szlig; &uuml;berschreitenden Untaten f&auml;hig waren, erfahren wir hier, was die Soldaten dabei empfunden haben &ndash; ob sie sich zu diesen Taten &uuml;berwinden mussten, ob sie sie insgeheim ablehnten oder vielleicht sogar genossen. Anscheinend brauchten sie nur wenig Zeit, um sich an Gewaltexzesse zu gew&ouml;hnen: &bdquo;Am ersten Tag ist es mir furchtbar vorgekommen. Da habe ich gesagt: Schei&szlig;e, Befehl ist Befehl. Am zweiten und dritten Tag habe ich gesagt: das ist ja schei&szlig;egal, am vierten Tag, da habe ich meine Freude daran gehabt&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Gespr&auml;chsprotokoll vom 30. April 1940. &ndash; Vielleicht ist das Material aber auch so erdr&uuml;ckend niederdr&uuml;ckend, dass jede Kritik verstummt. Das gilt sicherlich f&uuml;r die Protokolle an sich, sofern man deren Echtheit nicht in Frage stellt &ndash; was mir als Reaktion im engsten Bekanntenkreis begegnet ist.<br>\nDankenswerterweise haben die Autoren die ausgew&auml;hlten und kommentierten Protokolle nicht einfach aneinander gereiht, sondern sich um eine Analyse der Grundeinstellung von Soldaten in der Wehrmacht bem&uuml;ht. Hier k&ouml;nnte eine Diskussion ansetzen. Guido Knopp schreibt in der Bildzeitung: &bdquo;Aber ich bin dennoch &uuml;berzeugt: Allenfalls 10 Prozent der knapp 18 Millionen Wehrmachtsoldaten haben sich so verhalten. Die &uuml;berwiegende Mehrheit hat versucht, sich soweit wie m&ouml;glich anst&auml;ndig zu verhalten und zu &uuml;berleben. Das mindert allerdings in keiner Weise die Morde an Zivilisten, vor allem Juden, die im R&uuml;cken des Vormarsches der Wehrmacht millionenfach geschahen.&ldquo; Und der Historiker <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/politik\/Soldaten-Privatgespraeche-der-Wehrmacht-id4508506.html\">Hans Mommsen verweist darauf<\/a>, dass die Alliierten nur das aufgezeichnet haben, woran sie ein besonderes Interesse hatten. Daher m&uuml;sse man sich fragen, wie repr&auml;sentativ das gesammelte Material ist f&uuml;r das, was wirklich in den K&ouml;pfen der Soldaten vorging. &bdquo;Ich habe Vorbehalte, ob man ein zutreffendes Bild von diesen Kriegsgefangenen bekommt, wenn man nur nach den Todesszenen sucht.&ldquo;<br>\nNur, selbst wenn man nur die &bdquo;Extreme des Soldatenlebens heraussucht, das T&ouml;ten und Sterben&ldquo;, so bleibt doch, wie S&ouml;nke Neitzel und Harald Welzer schreiben: &ldquo;Nichts von der berichteten Gewalt gegen andere verst&ouml;&szlig;t gegen Erwartungen der Zuh&ouml;rer. Geschichten vom Erschie&szlig;en, Vergewaltigen, Rauben geh&ouml;ren in den Alltagsbereich der Kriegserz&auml;hlungen; fast nie kommt es bei solchen Themen zu Auseinandersetzungen, moralischen Einw&auml;nden, gar Streitigkeiten. Die Gespr&auml;che, so gewaltvoll ihre Inhalte oft sind, verlaufen stets harmonisch; die Soldaten verstehen sich.&rdquo;<br>\nProblematisch ist meines Erachtens die Herausarbeitung des geringeren Einflusses der NS-Ideologie gegen&uuml;ber der pr&auml;genden Logik des Krieges: &ldquo;Die Gewalt, die Wehrmachtssoldaten aus&uuml;ben, ist auch nicht &sbquo;nationalsozialistischer&lsquo; als die Gewalt, die etwa britische oder amerikanische Soldaten anwenden.&ldquo; Nat&uuml;rlich sind alle Greueltaten systematisch im Wesen eines Krieges angelegt, dennoch ist&nbsp;zu fragen, welche Rahmenbedingungen gegeben sein m&uuml;ssen, dass auf deutscher Seite das Grauen solch ein kaum vorstellbares Ausma&szlig; erreichte. So verdienstvoll es ist, auf das Wesen des Krieges an sich zu zielen, der Vergleich mit dem Vietnamkrieg, mit dem Krieg im Irak und in Afghanistan schie&szlig;t &uuml;ber das Ziel hinaus. Eine &bdquo;Waffe oder ein Flugzeug, Adrenalin und das Gef&uuml;hl von Macht &uuml;ber Dinge, &uuml;ber die man sonst keine Macht hat&ldquo; reichen eben nicht aus, um jeden Menschen alle Hemmungen verlieren lassen, da ein &bdquo;sozialer Rahmen, in dem das T&ouml;ten erlaubt, ja sogar erw&uuml;nscht ist, gegeben ist&ldquo;. Vielleicht ist ja nur Wunschdenken, aber man m&uuml;sste dar&uuml;ber diskutieren, ob soziale Rahmen von heute auch f&uuml;r Soldaten ein anderer ist, der z.B.&nbsp;das gezielte T&ouml;ten von Zivilisten in viel st&auml;rkerem Ma&szlig;e sanktioniert als im Zweiten Weltkrieg. &ndash; Dieser Einwand &auml;ndert nichts daran, dass auch heute die Zustimmung zu einem Krieg nicht nur Leib und Leben von Soldaten und Zivilisten gef&auml;hrden, sondern in Kauf nimmt, dass T&auml;ter und Opfer seelisch deformiert werden. Nur kann man die Soldaten im Afghanistankrieg und die Wehrmacht nicht mit den Schlusss&auml;tzen gleichsetzen: &bdquo;Menschen t&ouml;ten aus den verschiedensten Gr&uuml;nden. Soldaten t&ouml;ten, weil das ihre Aufgabe ist.&ldquo;<br>\nWer an weiteren Rezensionen des Buches interessiert sei auf die Website des <a href=\"http:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/home\/presseecho.html\">&bdquo;Kulturwissenschaftliches Instituts Essen&ldquo;<\/a> verwiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Keine Ermittlungen gegen Koch-Mehrin<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft wird in der Plagiatsaff&auml;re nicht gegen die FDP-Frau Koch-Mehrin ermitteln. Eine m&ouml;gliche Verletzung des Urheberrechts w&auml;re bereits verj&auml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2011-04\/plagiat-koch-mehrin-ermittlungsverfahren?page=all&amp;print=true\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Inzwischen scheint auch klar zu werden, warum niemand aus der FDP und erst recht nicht die Hauptbeiteiligte Stellung dazu nehmen m&ouml;chte. S. dazu <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/druck\/mb\/artikel\/34\/34596\/1.html\">Telepolis vom 21.04.2011<\/a>. Pikant ist der Fall aber auch deshalb, weil die FDP-Politikerin kurz nach ihrer Promotion eine Unternehmensberatung gr&uuml;ndete, die 2003 Partner einer anderen Firma wurde, welche nach eigenen Angaben in Br&uuml;ssel erfolgreich Lobbyarbeit f&uuml;r die Immaterialg&uuml;terrechteinhaberindustrie machte. Und in ihren Wahlk&auml;mpfen nutzte das FDP-Bundesvorstandsmitglied den (nun mit einem Fragezeichen versehenen) Doktortitel ausgiebig als Werbezusatz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Sarkozy &ndash; Pr&auml;sident der Reichen<\/strong><br>\nZwei Soziologen portr&auml;tieren Frankreichs Staatschef als Oberhaupt einer Oligarchen-Bande. Reich zu sein, ist kein moralisches Makel, so wie Armut auch keinen Persilschein f&uuml;r anst&auml;ndiges Verhalten bildet. Problematisch wird es da, wo der Pr&auml;sident Reiche beg&uuml;nstigt oder von diesen Beg&uuml;nstigungen entgegennimmt, wo also die Trennlinie zwischen Privat und &Ouml;ffentlich, zwischen der Person und dem Amtstr&auml;ger verwischt wird. Sarkozy schlug von vornherein s&auml;mtliche Skrupel in den Wind, indem er sich, frisch gew&auml;hlt, von befreundeten Gesch&auml;ftsleuten zu Ferienaufenthalten und -reisen in Privatjets, Luxusvillen und auf Jachten einladen liess, mithin Geschenke in f&uuml;nf- und sechsstelliger Euro-H&ouml;he annahm. In vielen anderen (westlichen) L&auml;ndern w&auml;re das ein R&uuml;cktrittsgrund gewesen. So wie Sarkozy von den Reichen Beg&uuml;nstigungen annimmt &ndash; in der Aff&auml;re um die Milliard&auml;rin Liliane Bettancourt deuten Zeugenaussagen und andere Indizien auf illegale Wahlkampfspenden an seine Adresse hin, allerdings noch ohne festen Beweis &ndash;, so l&auml;sst er sie in den Genuss von Retourkutschen kommen. Eine Hand w&auml;scht die andere &ndash; ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Die Autoren f&uuml;hren hier eine ganze Liste von Beispielen an. Doch nicht nur einzelne Gefolgsleute beg&uuml;nstigt der Pr&auml;sident, sondern auch die Klasse der Reichen als Ganzes. So k&uuml;ndigte Sarkozy im Sommer 2007 vor dem Arbeitgeberverband Medef seine Absicht an, anonyme Hinweise auf mutmassliche Wirtschafts- und Finanzdelikte insk&uuml;nftig verbieten zu lassen. Seitdem ist die Straffreiheit f&uuml;r Wirtschaftskriminelle stark gestiegen, spezialisierte Richter klagen &uuml;ber Arbeitsmangel, dem 1999 geschaffenen &laquo;p&ocirc;le financier&raquo; des Pariser Landgerichts, einst eine effiziente Antikorruptions-Waffe, wird langsam, aber sicher die Luft abgedreht. &Uuml;ber Sarkozys markige Tiraden w&auml;hrend der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise quieken und bl&ouml;ken noch heute die goldeierfressenden Wollmilchs&auml;ue auf den Chefetagen der Banken und Konzerne. Auch f&uuml;r die Reichen als Privatleute hat Sarkozy eine ganze Palette an Pr&auml;senten aus dem &Auml;rmel gezaubert. So wurde seit 2007 die Besteuerung von Erbschaften und von Schenkungen innerhalb des Familienkreises bedeutend erleichtert. Dem Staat entgehen so j&auml;hrlich 2,5 Milliarden Euro. Gleichsam als (Teil-)Kompensation wurden die Entsch&auml;digungszahlungen an die Opfer von Arbeitsunf&auml;llen &ndash; naturgem&auml;ss eher arme Arbeiter als betuchte Bankiers &ndash; 2009 zu Einkommen erkl&auml;rt, die entsprechend versteuert werden m&uuml;ssen. Vor allem jedoch verst&auml;rkte Sarkozy gleich nach seinem Amtsantritt den 2006 eingef&uuml;hrten &laquo;bouclier fiscal&raquo;, den fiskalischen Schild, der Reiche vor einer Steuerabgabe von mehr als 60 Prozent ihrer Eink&uuml;nfte sch&uuml;tzte. Der Satz wurde auf 50 Prozent herabgesenkt und begreift neu auch Sozialabgaben mit ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/blogs\/nzz_blogs\/paris_blog\/sarkozy__praesident_der_reichen_1.10345294.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Bangladesch: Eine Milliarde T-Shirts im Jahr<\/strong><br>\nW&auml;hrend die j&uuml;ngste Wirtschaftskrise viele Textilexportl&auml;nder hart getroffen hat, erging es Bangladesch relativ gut. &ldquo;So billig wie hier ist Arbeitskraft fast nirgendwo auf der Welt&rdquo;, erkl&auml;rt Zillul Hye Razi, Handelsberater f&uuml;r die Europ&auml;ischen Union in Bangladesch, das nach China und Vietnam der drittwichtigste Lieferant f&uuml;r die EU-L&auml;nder ist und sogar Indien eingeholt hat. Der Textilsektor macht inzwischen 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und 80 Prozent der hiesigen Exporte aus. Laut Angaben von &ldquo;Campagne V&ecirc;tements Propres&rdquo; (Kampagne f&uuml;r saubere Kleidung), dem belgischen Ableger der internationalen Organisation, die sich f&uuml;r die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie einsetzt, hat Bangladesch zwischen Juni 2005 und Juni 2006 Kleidung im Wert von 6,5 Milliarden Euro exportiert. In den Textilfabriken, wo etwa 40 Prozent aller Industriearbeiter des Landes besch&auml;ftigt sind, begehren inzwischen die Arbeiter in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden auf gegen das eklatante Missverh&auml;ltnis zwischen ihren L&ouml;hnen und den Gewinnen, die die Kleiderproduzenten und -exporteure einstreichen. An den Protesten, die im Mai 2010 begannen, beteiligten sich bisher mehr als 50 000 Arbeiter. Sie riskieren ihr Leben, denn die Regierung setzt zur Niederschlagung der Demonstrationen bewaffnete Einheiten ein. Es gab schon dutzende Tote und hunderte Verletzte. Dabei fordern die Arbeiter nur eine Anpassung der L&ouml;hne an die durch die Inflation gestiegenen Lebensmittelpreise. Statt der &uuml;blichen 1 662 Takas (17 Euro) br&auml;uchten sie eigentlich 5 000 Takas (51 Euro) monatlich zum Leben. Zum Vergleich: In Vietnam verdienen Arbeiter mindestens 75 Euro, in Indien 112 Euro im Monat.<br>\nReena gibt uns heimlich nachts ein Interview. Sie ist sichtlich beunruhigt. Unabl&auml;ssig streicht sie &uuml;ber ihre bunte khamiz, eine lange Tunika, die zur Pluderhose, dem salwar, getragen wird. &ldquo;Ich arbeite seit zw&ouml;lf Jahren von acht Uhr morgens bis Mitternacht und verdiene 2 600 Takas monatlich (knapp 27 Euro). Davon leben wir alle: meine drei T&ouml;chter, meine Schwiegereltern und mein Mann, der keine feste Arbeit hat. Au&szlig;erdem muss ich 50 Takas an den Abteilungsleiter zahlen, damit er mich in Ruhe l&auml;sst. Die Stellen hier sind n&auml;mlich sehr begehrt.&rdquo; Umgerechnet auf eine 5-Tage-Woche arbeiten die Frauen also 80 Stunden. Laut Gesetz gilt in Bangladesch eine 6-Tage-Woche mit 48 Stunden. Da die Bestellungen der ausl&auml;ndischen Auftraggeber um jeden Preis erf&uuml;llt werden m&uuml;ssen, arbeiten die Frauen gezwungenerma&szlig;en oft bis zu 17 oder 19 Stunden &ndash; ohne Pause. Popul&auml;re Unternehmen wie die schwedische Kette Hennes &amp; Mauritz (H &amp; M), die in 38 L&auml;ndern 2 200 Gesch&auml;fte besitzt, haben einen Verhaltenskodex aufgestellt, um den kritischen Kunden im Westen zu zeigen, dass sie sich sehr wohl darum k&uuml;mmern, dass &ldquo;unsere Produkte unter guten Arbeitsverh&auml;ltnissen hergestellt werden&rdquo;. F&uuml;r die Arbeiterin Reena ist das nichts als Augenwischerei: &ldquo;Wenn ein ausl&auml;ndischer Eink&auml;ufer eine Fabrik besichtigt, wird von vorn bis hinten nur gelogen. Die Arbeitszeiten stimmen nicht. Offiziell arbeiten hier nat&uuml;rlich auch keine Minderj&auml;hrigen. Und ich muss eine get&uuml;rkte Lohnabrechnung unterschreiben. Das Gehalt steht nur auf dem Papier. In Wirklichkeit bekomme ich viel weniger. Und sobald die Eink&auml;ufer wieder weg sind, rei&szlig;en sie uns die teuren Wasserflaschen wieder aus der Hand.&rdquo; Der Textileink&auml;ufer von der franz&ouml;sischen SB-Kette Auchan will nicht mit uns reden. Und Hye Razi sagt: &ldquo;Die Eink&auml;ufer k&ouml;nnten schon daf&uuml;r sorgen, dass es den Herstellerfirmen und Arbeitern besser geht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2011\/04\/08.mondeText1.artikel,a0057.idx,17\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Neben H&amp;M lassen der Jeans-Hersteller Levi Strauss, C&amp;A, P&amp;C, TCM (Tchibo), Triumph, Otto und KiK in Bangladesh arbeiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Volker Pispers und G&auml;ste (18.04.2011)<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=J84AEP9nomM\">YouTube, Teil 1<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=g96x4uePtC4&amp;feature=related\">YouTube, Teil 2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Fall Sarrazin; Hartz IV &ndash; Falsche Fragen, falsche Antworten; Mehrwertsteuer-Reform benachteiligt Geringverdiener; Die meisten Lehrlinge f&uuml;hlen sich ausgenutzt; Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit &ndash; Arbeitsagentur sieht Zustrom aus Osteuropa positiv; R&ouml;sler hilft Privatkassen; Bildungspaket: Von der Leyen in Not &ndash; Ministerin planlos; Die Restrisiko-L&uuml;ge; Uniklinik Marburg: &Auml;rzte schlagen Alarm; Der griechische Teufelskreis; Wikileaks<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9186\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9186","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9186"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9186\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9189,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9186\/revisions\/9189"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}