{"id":91934,"date":"2022-12-25T09:30:44","date_gmt":"2022-12-25T08:30:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91934"},"modified":"2022-12-23T09:52:16","modified_gmt":"2022-12-23T08:52:16","slug":"hinweise-der-woche-288","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91934","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91934#h01\">Zeitenwende der Unglaubw&uuml;rdigen: Deutschlands politischer F&uuml;hrung fehlt die Gradlinigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91934#h02\">Die ignorierte letzte Chance: Das Schweigen von USA und NATO auf Russlands Briefe vom 17. Dezember 2021<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91934#h03\">Ukrainisches Parlament verabschiedet umstrittenes Mediengesetz <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91934#h04\">Gaspreis: Ein Deckel ohne Wert <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91934#h05\">Neue Aktienrente: Kapitalgedeckte Pleite <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91934#h06\">&bdquo;Viele Privilegien f&uuml;r Milliard&auml;re&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91934#h07\">Deflation bei den Erzeugerpreisen: Minus 25 Prozent Jahresrate im Oktober und November<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91934#h08\">Wenn der Brieftr&auml;ger nicht mehr klingelt: Tagelanges Warten auf die Post &ndash; wie kann das sein?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91934#h09\">Die bittere Bilanz von Corona: Der Staat kann den Deutschen die Freiheit nehmen, solange er sie mit Geld ruhigstellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91934#h10\">Der aktivistische Journalismus und der Preis der Wahrheit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zeitenwende der Unglaubw&uuml;rdigen: Deutschlands politischer F&uuml;hrung fehlt die Gradlinigkeit<\/strong><br>\nKatar, China, Identit&auml;tspolitik statt Umsetzung der Menschenrechte: Die Ampelregierung m&auml;andert zwischen moralischen Anspr&uuml;chen und moralfreien Entscheidungen.<br>\nIm Dezember 2021 unterzeichneten SPD, Gr&uuml;ne und FDP in Deutschland einen Koalitionsvertrag, der versprach, Politik zuk&uuml;nftig am Primat der Gerechtigkeit, der Freiheit und der Nachhaltigkeit auszurichten. Jetzt, ein knappes Jahr sp&auml;ter, ist der mahnend erhobene deutsche Zeigefinger international zum Gesp&ouml;tt geworden. Im Innern der Gesellschaft erodieren die Freiheitsrechte. Und von Nachhaltigkeit ist man weiter entfernt als je zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/zeitenwende-der-unglaubwuerdigen-deutschlands-politischer-fuehrung-fehlt-die-gradlinigkeit-ld.1717217\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die ignorierte letzte Chance: Das Schweigen von USA und NATO auf Russlands Briefe vom 17. Dezember 2021<\/strong><br>\nVor genau einem Jahr formulierte Russland unmissverst&auml;ndlich seine Sicherheitsinteressen. Die Reaktion des Westens: Fehlanzeige! Es spricht sehr viel daf&uuml;r, dass Russlands &Uuml;berfall auf die Ukraine h&auml;tte verhindert werden k&ouml;nnen, h&auml;tte der Westen zumindest eine NATO-Mitgliedschaft des Landes definitiv ausgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/die-ignorierte-letzte-chance-das-schweigen-von-usa-und-nato-auf-russlands-briefe-vom-17-dezember-2021\/\">Leo Ensel auf Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukrainisches Parlament verabschiedet umstrittenes Mediengesetz<\/strong><br>\nJournalisten kritisierten die erweiterten Befugnisse des achtk&ouml;pfigen Rundfunkrates. Dieser kann nun nicht nur Geldstrafen verh&auml;ngen, sondern bei wiederholten Regelverst&ouml;&szlig;en ohne Gerichtsurteil Onlinemedien f&uuml;r 30 Tage blockieren lassen. Dauerhafte Verbote und Lizenzentzug sind demnach weiter nur auf dem Gerichtsweg m&ouml;glich. Allerdings gelten die Gerichte in der Ukraine nicht als unabh&auml;ngig. Der Rat wird je zur H&auml;lfte vom Pr&auml;sidenten und vom Parlament bestimmt.<br>\n&ldquo;Mit der Verabschiedung des Mediengesetzes wird die Klausel &uuml;ber die Angleichung der nationalen Gesetzgebung im audiovisuellen Bereich an die europ&auml;ische Gesetzgebung umgesetzt&rdquo;, teilte der Rundfunkrat am Dienstag laut dpa mit. Das sei eine von sieben Forderungen an die Ukraine nach dem Erhalt des EU-Kandidatenstatus gewesen. F&uuml;r die Novelle stimmte eine knappe Zweidrittelmehrheit des Parlaments. Das neue Gesetz wurde unter anderem auch mit der Anpassung an neue technische M&ouml;glichkeiten des Internetzeitalters begr&uuml;ndet. Es regelt sowohl den Bereich von TV und Rundfunk als auch Print- und Internetmedien.<br>\nPr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj hatte nach dpa-Angaben bereits vor dem russischen Einmarsch vom Februar unter Umgehung des Rechtswegs als prorussisch bezeichnete Fernsehsender schlie&szlig;en und Nachrichtenseiten blockieren lassen. Nach Kriegsbeginn sei die Verbreitung der Nachrichtensender von Selenskyjs Gegner, Ex-Pr&auml;sident Petro Poroschenko, eingeschr&auml;nkt worden. Auf der Pressefreiheitsliste der Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen hat die Ukraine Platz 106 von 180 inne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kress.de\/news\/detail\/beitrag\/150564-ukrainisches-parlament-verabschiedet-umstrittenes-mediengesetz.html%20\">kress<\/a>\n<p>dazu: <strong>Pressefreiheit in der Ukraine: Akkreditierung entzogen<\/strong><br>\nDie Ukraine verbietet einer d&auml;nischen Korrespondentin die Arbeit vor Ort. Der Geheimdienst werfe ihr Russland-Propaganda vor.<br>\nDie Ukraine hat Matilde Kimer, der langj&auml;hrigen Russland- und Ukraine-Korrespondentin der d&auml;nischen &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt DR, die Akkreditierung entzogen und macht ihr damit ihre weitere Arbeit unm&ouml;glich. In einer schriftlichen Mitteilung des ukrainischen Geheimdiensts SBU erhielt sie daf&uuml;r keinerlei Begr&uuml;ndung. &bdquo;Ich war mir sicher, es m&uuml;sse ein Fehler oder ein Missverst&auml;ndnis sein&ldquo;, berichtet Kimer gegen&uuml;ber Journalisten, der Publikation der d&auml;nischen Journalistengewerkschaft. Doch in einem Gespr&auml;ch habe man ihr dann als Begr&uuml;ndung mitgeteilt, sie &bdquo;betreibe Propaganda f&uuml;r den Feind&ldquo;.<br>\nKonkrete Beispiele habe ihr der SBU-Repr&auml;sentant nicht nennen k&ouml;nnen: &bdquo;Ich bin &uuml;berzeugt, dass er keinen einzigen meiner Berichte kannte.&ldquo; Nachdem der Entzug der Akkreditierung in D&auml;nemark gro&szlig;e Aufmerksamkeit erregte, schob Mykhailo Vydoinyk, Botschafter der Ukraine in D&auml;nemark, am Mittwoch gegen&uuml;ber der Tageszeitung Politiken als Begr&uuml;ndung nach, Kimer habe mehrfach &bdquo;gegen die Reisevorschriften versto&szlig;en&ldquo;. Die Journalistin weist das zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Pressefreiheit-in-der-Ukraine\/!5900921\/\">taz<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Ukrainischer Geheimdienst entzieht d&auml;nischer Star-Reporterin die Akkreditierung und bietet Deal an: R&uuml;ckgabe bei ausschlie&szlig;lich positiver Berichterstattung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91856%20\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gaspreis: Ein Deckel ohne Wert<\/strong><br>\nDie EU hat sich nach monatelangem Gezerre doch noch auf einen Gaspreisdeckel geeinigt. Die EU-Staaten haben aber so viele Konzessionen an Deutschland gemacht, dass das Preislimit letztlich nichts mehr bringt.<br>\nDer neue Preisdeckel soll ab Mitte Februar automatisch aktiviert werden, wenn der Preis an der europ&auml;ischen Gasb&ouml;rse TTF in den Niederlanden drei Arbeitstage lang bei &uuml;ber 180 Euro liegt.<br>\nDar&uuml;ber hinaus muss der Gaspreis &uuml;ber diese drei Tage mindestens 35 Euro &uuml;ber dem Preis f&uuml;r Fl&uuml;ssiggas auf dem Weltmarkt liegen. Zuletzt lag der TTF-Preis bei rund 110 Euro, also weit unter dem Limit.<br>\n&ldquo;Der Preis wird allerdings so hoch sein (&hellip;) dass ich hoffe, dass er niemals relevant wird&rdquo;, hatte Kanzler Scholz beim EU-Gipfel letzte Woche angek&uuml;ndigt. Er hat sein Ziel erreicht.<br>\nSelbst wenn das hochgesteckte Ziel doch einmal erreicht wird, greift der Preisdeckel nur unter strengen Auflagen. Bei drohenden Versorgungsengp&auml;ssen soll er zum Beispiel nicht gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/gaspreis-ein-deckel-ohne-wert\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die Erdgasl&uuml;cke<\/strong><br>\nDeutschland und die EU stehen unabh&auml;ngig vom neuen EU-Gaspreisdeckel in diesem Jahr vor einer massiven Versorgungsl&uuml;cke beim Erdgas. Dies geht aus Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) hervor. Demnach ist unklar, woher gut 30 bis 60 Milliarden Kubikmeter Gas kommen sollen, die ben&ouml;tigt werden, um das Jahr 2023 und den folgenden Winter zu &uuml;berstehen. Der Preisdeckel soll verhindern, dass die Kosten f&uuml;r Erdgas im Sommer so exzessiv in die H&ouml;he schnellen wie in diesem Jahr. Allerdings drohen von Berlin durchgesetzte Ausnahmeregeln daf&uuml;r zu sorgen, dass er, wenn es auf ihn ankommt, au&szlig;er Kraft gesetzt wird. Den Ausstieg aus russischem Pipelinegas, dem die Versorgungsl&uuml;cke geschuldet ist, hat die EU mutwillig beschlossen. W&auml;hrend sie selbstverschuldet von Mangel bedroht ist, gilt dies nicht f&uuml;r L&auml;nder des globalen S&uuml;dens, die schon in diesem Sommer zeitweise &uuml;berhaupt kein Fl&uuml;ssiggas mehr erhielten, weil die EU-Staaten es ihnen dank ihrer Finanzkraft vor der Nase wegkauften. Ihnen droht, weil weltweit viel weniger Fl&uuml;ssiggas zur Verf&uuml;gung steht, als ben&ouml;tigt wird, noch krasserer Mangel als dieses Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9120\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Neue Aktienrente: Kapitalgedeckte Pleite<\/strong><br>\nDie Aktienrente soll es nun richten &ndash; ein gef&auml;hrlicher Irrweg: An der B&ouml;rse geht es nicht um Werte, sondern um Zukunftserwartungen und Spekulation.<br>\nJetzt ist es so weit: 10 Milliarden Euro f&uuml;r die Aktienrente werden im Haushalt des kommenden Jahres bereitgestellt &ndash; und Finanzminister Christian Lindner sieht es nur als einen Anfang an und fordert bereits eine weitere Aufstockung der Summe.<br>\nDie 10 Milliarden werden tats&auml;chlich auch im Koalitionsvertrag als ein erster Schritt angesehen. Die Aufweichung des bisherigen Umlageverfahrens scheint kaum noch abzuwenden. Umlageverfahren bedeutet, dass die Rentenbeitr&auml;ge der Arbeitnehmer f&uuml;r die aktuellen Renten verwendet werden. Die Aktienrente dagegen ist auf erfolgreiche Investitionen an der B&ouml;rse angewiesen.<br>\nDie Bef&uuml;rworter einer kapitalgedeckten Rente scheinen volkswirtschaftlich schlecht geschult zu sein. So formulierte schon 1952 der Soziologe Gerhard Mackenroth: &bdquo;Nun gilt der einfache und klare Satz, dass aller Sozialaufwand immer aus dem Volkseinkommen der laufenden Periode gedeckt werden muss. Es gibt gar keine andere Quelle (&hellip;), es gibt keine Ansammlung von Periode zu Periode, kein &sbquo;Sparen&lsquo; im privatwirtschaftlichen Sinne, es gibt einfach gar nichts anderes als das laufende Volkseinkommen als Quelle f&uuml;r den Sozialaufwand (&hellip;). Volkswirtschaftlich gibt es immer nur ein Umlageverfahren. [&hellip;]<br>\nDie gesetzliche Rentenversicherung hat in der Vergangenheit vielf&auml;ltige Probleme &uuml;berwunden, an denen kapitalgedeckte Systeme j&auml;mmerlich gescheitert w&auml;ren: Erw&auml;hnt seien nur Wiedervereinigung und Finanzkrisen. Wir sollten das System nicht in Rente schicken, sondern ausbauen und gesund pflegen, statt die n&auml;chste kapitalgedeckte Pleite zu organisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Neue-Aktienrente\/!5900638\/\">Gerd Bosbach in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Viele Privilegien f&uuml;r Milliard&auml;re&ldquo;<\/strong><br>\nFDP und Union wollen h&ouml;here Freibetr&auml;ge bei der Erbschaftsteuer. Sie mogeln sich um die eigentliche Debatte herum, sagt Finanzexperte Gerhard Schick. (&hellip;)<br>\nDie allermeisten Menschen erben &uuml;berhaupt nichts. Auf der anderen Seite haben wir Menschen mit Milliardenverm&ouml;gen, die nichts zahlen, obwohl sie Milliarden erben. Wenn wir diese beiden gro&szlig;en Felder in dieser Erbschaftsdiskussion ausklammern, dann haben wir eine v&ouml;llig schiefe Debatte.<br>\nWas m&uuml;sste sich denn &auml;ndern, damit das Erbschaftsteuerrecht wieder verfassungskonform wird?<br>\nEs gibt zu viele Ausnahmen bei den ganz gro&szlig;en Verm&ouml;gen. Sie betreffen die gro&szlig;en Betriebsverm&ouml;gen in unserem Land und die gro&szlig;en Immobilienbest&auml;nde. Diese Privilegien m&uuml;ssen abgeschafft werden, damit unser Erbschaftsteuerrecht wieder verfassungskonform wird. Wie soll ich jemandem erkl&auml;ren, dass auf kleinere Erbschaften und Schenkungen im Schnitt ein h&ouml;herer Steuersatz erhoben wird als auf gr&ouml;&szlig;ere? Das Prinzip der Leistungsf&auml;higkeit sagt uns doch: &bdquo;Starke Schultern tragen mehr als schwache Schultern.&ldquo; Im Erbschaftsteuerrecht ist dieses Prinzip aber umgekehrt worden. Das m&uuml;ssen wir korrigieren.<br>\nUnion und FDP argumentieren gegen eine h&ouml;here Besteuerung von Betriebsverm&ouml;gen, weil daran ja auch Arbeitspl&auml;tze h&auml;ngen.<br>\nDieses Argument ist aber in den Bereich der Fake News einzuordnen. Es gibt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesfinanzministerium, das zu einem anderen Ergebnis kommt. Bei einer Erbschaftsteuer f&uuml;r Betriebsverm&ouml;gen gibt es auch Stundungsregelungen. In Deutschland ist noch kein einziger Betrieb durch die Erbschaftsteuer ins Schlingern gekommen. Das ist ein Scheinargument, um den Leuten Angst zu machen. Die Stiftung Familienunternehmen, wo viele der gr&ouml;&szlig;ten Milliard&auml;rsfamilien dieses Landes organisiert sind, hat systematisch versucht, Angst zu sch&uuml;ren, dass bei einer sinnvollen Erbschaftsbesteuerung Arbeitspl&auml;tze verloren gehen. Und dieses Argument ist weitverbreitet in unserem Land, ist aber trotzdem falsch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Volkswirt-ueber-Erbschaftsteuer\/!5902927\/%20\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Vom Mythos der wirtschaftlich sch&auml;dlichen Erbschaftsteuer<\/strong><br>\nDie derzeitige Erbschaft- und Schenkungsbesteuerung in Deutschland nutzt das Potenzial einer Reduktion der Verm&ouml;genskonzentration nicht, obschon dadurch der Gro&szlig;teil der Gesellschaft bessergestellt werden k&ouml;nnte. Das derzeitige System privilegiert vor allem Empf&auml;nger hoher Erbschaften, ohne dass dies &ouml;konomisch zu rechtfertigen ist. Insbesondere k&ouml;nnte die weitestgehende Gleichstellung von Betriebsverm&ouml;gen und anderem Verm&ouml;gen mit flankierenden Ma&szlig;nahmen implementiert werden, die produktive Familienbetriebe in ihrer Substanz sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/vom-mythos-der-wirtschaftlich-schaedlichen-erbschaftssteuer\/\">Volker Grossmann in Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deflation bei den Erzeugerpreisen: Minus 25 Prozent Jahresrate im Oktober und November<\/strong><br>\nIm Oktober und November sind in Deutschland die Preise auf der Erzeugerstufe massiv gefallen! Im Oktober waren es gegen&uuml;ber dem Vormonat September 4,2 Prozent und im gerade ver&ouml;ffentlichten November 3,9 Prozent gegen&uuml;ber Oktober. Errechnet man, wie das im angels&auml;chsischen Sprachraum &uuml;blich ist, daraus eine Jahresrate, rechnet also den Verlauf dieser beiden Monate auf das ganze Jahr hoch, kommt man auf eine Gr&ouml;&szlig;enordnung von weit &uuml;ber 20 Prozent R&uuml;ckgang. Platt gerechnet sind es vier Prozent (Durchschnitt der beiden Monate) mal 6, also 24. Richtig gerechnet ist es ein wenig komplizierter, aber das Ergebnis ist nicht weit entfernt, n&auml;mlich 26,4.<br>\nDie in Deutschland &uuml;bliche Rate ist ein Vorjahresvergleich und hat den gro&szlig;en Nachteil, dass sie die kurzfristige Dynamik bei den Preisen praktisch nicht erkennen l&auml;sst (die Vorjahresrate liegt immer noch bei 28 Prozent Zuwachs). Im Schaubild des Bundesamtes kann man dennoch auch bei den Vorjahresraten die j&uuml;ngste Entwicklung sehr gut nachvollziehen; die Zuwachsraten sinken deutlich.<br>\nOhne jeden Zweifel gibt es eine gewaltige Dynamik nach unten, die, wie sollte es anders sein, vor allem von den Preisen f&uuml;r Energie kommt. Wer jetzt, wie der Pr&auml;sident der Deutschen Bundesbank behauptet, 2023 werde die Inflation noch sieben Prozent betragen, unterstellt, es gebe neue Schocks im n&auml;chsten Jahr. Das Dumme dabei ist, dass heute niemand so etwas seri&ouml;s vorhersagen kann. Zwar kann man es auch nicht ausschlie&szlig;en, doch auf der Basis von Ereignissen, f&uuml;r deren Eintreten es keine erkennbare Wahrscheinlichkeit gibt, kann man keine Politik machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/12\/20\/deflation-bei-den-erzeugerpreisen-minus-25-prozent-jahresrate-im-oktober-und-november\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wenn der Brieftr&auml;ger nicht mehr klingelt: Tagelanges Warten auf die Post &ndash; wie kann das sein?<\/strong><br>\nRechnungen, Urkunden, Mahnungen: Dass die Post kommt, erwarten die Menschen &ndash; und ist auch gesetzlich vorgeschrieben. Doch immer h&auml;ufiger kommt sie nicht an. Warum? (&hellip;)<br>\nUrsache Nummer eins: Die Post verschlei&szlig;t ihre Mitarbeiter. &bdquo;Die Sendungen werden immer mehr und wir werden immer weniger&ldquo;, beklagt ein Zusteller. Mit ihm und weiteren Post-Mitarbeitern aus verschiedenen Regionen Deutschlands hat der Tagesspiegel &uuml;ber ihre Arbeitsbedingungen gesprochen. Anonym &ndash; denn andernfalls droht ihnen wom&ouml;glich, ihren Job zu verlieren. Auch den Ort, an dem sie arbeiten, m&ouml;chten sie nicht ver&ouml;ffentlicht sehen. Die Post versuche mit allen Mitteln, solche Mitarbeiter ausfindig zu machen, sagt ein Gewerkschafter.<br>\nDie Sendungsmengen haben vor allem in einem Bereich massiv zugenommen, dem Paketmarkt. Laut Gesch&auml;ftsbericht der Post ging die Menge transportierter Briefe von 7,8 Milliarden im Jahr 2011 auf 6,3 Milliarden im Jahr 2021 zur&uuml;ck. In derselben Zeit verdoppelte sich die Anzahl der Pakete, von 900 Millionen auf 1,8 Milliarden.<br>\nSeit mehreren Jahren stellt die Post deshalb auf die sogenannte &bdquo;Verbundzustellung&ldquo; um. Das hei&szlig;t: Die Zusteller m&uuml;ssen nun alles bringen. Briefe und Pakete. Werbepost, Infopost, Kataloge, Einschreiben, Nachnahmen, B&uuml;chersendungen. 55 Prozent der Pakete w&uuml;rden aktuell im Verbund zugestellt, erkl&auml;rt die Post auf Anfrage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/wenn-der-postmann-gar-nicht-klingelt-die-mangel-der-deutschen-post-ihre-opfer-und-ihre-grunde-9044542.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die bittere Bilanz von Corona: Der Staat kann den Deutschen die Freiheit nehmen, solange er sie mit Geld ruhigstellt<\/strong><br>\nPolitik und Medien haben in der Pandemie viele Fehler gemacht. Den B&uuml;rgern wurden mehr Freiheiten genommen als zwingend erforderlich. Ungeimpfte wurden stigmatisiert. Heute weigern sich Politik und Medien, die Irrt&uuml;mer aufzuarbeiten. [&hellip;]<br>\nDass Bund und L&auml;nder nicht in der Lage waren, in der zwei Jahre dauernden heissen Phase der Seuchenbek&auml;mpfung ein rationales Entscheidungsverfahren zu etablieren, ist ein Armutszeugnis der deutschen Politik. Selbstdarstellung triumphierte &uuml;ber Sachkenntnis.<br>\nDen Preis daf&uuml;r zahlten die Menschen &ndash; vor allem Kinder und Jugendliche. Bis Mitte 2021 waren die Schulen an 126 Tagen geschlossen. Ber&uuml;cksichtigt man auch den Wechselunterricht, waren es &uuml;ber 320 Tage. Das ist, man kann es nicht anders sagen, eine Schande. Die Bed&uuml;rfnisse junger Menschen waren unwichtig; eine plausible Risikoabsch&auml;tzung fand nicht statt.<br>\nDie H&auml;rte war zudem nutzlos. Obwohl die Schweiz nach der Anfangsphase von Corona auf Lockdowns oder Schulschliessungen verzichtete und zu Merkels Verdruss Skigebiete und Gastronomie offenhielt, verzeichnet sie keine h&ouml;here Sterblichkeit als Deutschland.<br>\nImmerhin raffte sich Lauterbach zu dem verdrucksten Eingest&auml;ndnis auf, r&uuml;ckblickend seien die Kita-Schliessungen nicht n&ouml;tig gewesen. Doch mit dem W&ouml;rtchen &laquo;r&uuml;ckblickend&raquo; erteilt er sich und allen Verfechtern der harten Linie Absolution. Der Minister suggeriert, der damalige Kenntnisstand habe keine andere Entscheidung zugelassen. Das ist nachweislich falsch. [&hellip;]<br>\nDer Extremismus der Mitte ist gef&auml;hrlicher als der Extremismus der R&auml;nder, weil nur die Mitte die Macht hat, ihre Stimmungen in Gesetze zu giessen. Das sollten die Deutschen nicht vergessen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-andere-blick\/bittere-corona-bilanz-die-deutschen-tauschten-freiheit-fuer-geld-ld.1718240\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der aktivistische Journalismus und der Preis der Wahrheit<\/strong><br>\nHat die &raquo;Berliner Zeitung&laquo; die von sogenannten Reichsb&uuml;rgern ausgehende Gefahr relativiert, wie es k&uuml;rzlich in einer SPIEGEL-Kolumne hie&szlig;? Eine Gegenrede. [&hellip;]<br>\nDie &raquo;Berliner Zeitung&laquo; als kremlnahes Medium zu verunglimpfen, ist absurd und ein Schlag unter die G&uuml;rtellinie, der unsere Berichterstattung zu Russlands Ukrainekrieg und meine Arbeit als Chefredakteur insbesondere diskreditiert. Seit Monaten f&auml;llt mir auf, dass sich in der Diskussion &uuml;ber Russlands Ukrainekrieg eine Art moralisierende Debattenkultur etabliert, die zwischen &raquo;gutem&laquo; und &raquo;b&ouml;sem&laquo; Journalismus unterscheidet und jegliche kritische Diskussionskultur als Abweichlertum desavouiert. &Auml;hnliche Tendenzen habe ich bereits in der Diskussion &uuml;ber die Richtigkeit von Coronaschutzma&szlig;nahmen festgestellt. [&hellip;]<br>\nJournalismus muss so wehtun wie ein Stein im Schuh. Denn die Welt ist vielschichtig, Deutschland ist nicht der Nabel der Welt. Und manchmal, so zeigt es sich auch in den Beispielen, versperrt die eigene Moral den schmerzvollen Blick auf die ganze Wirklichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/berliner-zeitung-chefredakteur-haelt-gegenrede-der-aktivistische-journalismus-und-der-preis-der-wahrheit-gastbeitrag-a-2761e59d-5185-4a8b-aefd-f94c86fab0f6\">DER SPIEGEL <\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91934\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-91934","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/91934","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=91934"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/91934\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":91936,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/91934\/revisions\/91936"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=91934"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=91934"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=91934"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}