{"id":92198,"date":"2023-01-08T09:30:50","date_gmt":"2023-01-08T08:30:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92198"},"modified":"2023-01-06T11:54:12","modified_gmt":"2023-01-06T10:54:12","slug":"hinweise-der-woche-289","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92198","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92198#h01\">Ich werde mein Land nicht mit der Waffe verteidigen, sondern fliehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92198#h02\">Welche Chancen gibt es f&uuml;r einen Frieden in der Ukraine?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92198#h03\">Pierre de Gaulle, Enkel von Charles de Gaulle, spricht Klartext &uuml;ber die USA, die NATO und die europ&auml;ischen Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92198#h04\">Von Dohnanyi: &laquo;Europas Interessen sind andere als die der USA&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92198#h05\">Russland und die T&uuml;rkei n&auml;hern sich in der Syrienfrage an &ndash; zum Leidwesen von Uncle Sam<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92198#h06\">LNG-Terminals: BMWK korrigiert seine Angaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92198#h07\">Erbschaftssteuer: Das sind Deutschlands wahre Verfassungsfeinde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92198#h08\">Versch&auml;rfte soziale Ungleichheit: Zwei Jahre Inflationskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92198#h09\">Corona-Debatte: Der Staat w&uuml;hlte w&auml;hrend der Pandemie im Abgrund des Autorit&auml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92198#h10\">Kinderhilfe Afghanistan &ndash; Jahresbericht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ich werde mein Land nicht mit der Waffe verteidigen, sondern fliehen<\/strong><br>\nMeinung Gerade in Zeiten eines Krieges mitten in Europa ist es wichtig, dem R&uuml;ckfall ins heroische Zeitalter zu widerstehen. Ein Lob der Schw&auml;che von Christian Baron<br>\nSollte jemals irgendwer einen Angriffskrieg gegen Deutschland starten, dann werde ich &bdquo;mein Land&ldquo; nicht verteidigen. Stattdessen werde ich alles tun, um an einen sicheren Ort zu gelangen. Falls es dann in meiner Macht stehen sollte, werde ich m&ouml;glichst vielen Menschen helfen, die dem ebenfalls entkommen wollen. Erst recht dann, wenn die Bundesregierung wehrf&auml;higen deutschen M&auml;nnern zwischen 18 und 60 Jahren die Flucht verbieten w&uuml;rde.<br>\nSo, wie die ukrainische Regierung im Februar 2022 den ukrainischen M&auml;nnern unter Androhung langj&auml;hriger Gef&auml;ngnisstrafen die Flucht verboten hat, nachdem die russische Armee im Land eingefallen war. Als Reaktion auf einen Akt brutaler Gewalt hat Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj einen gro&szlig;en Teil der Bev&ouml;lkerung gewaltsam f&uuml;r seine Zwecke instrumentalisiert. Bis heute gab es im Angesicht dieses Unrechts keinen kollektiven Aufschrei derer, die jahrelang f&uuml;r fl&uuml;chtende Menschen jeden Geschlechts und Alters aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan aus gutem Grund das Recht auf Asyl einforderten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/cbaron\/kriegsdienstverweigerung-ich-werde-mein-land-nicht-verteidigen-sondern-fliehen\/1380080a-5320-46cc-8f11-32f314e2ce48\">der Freitag<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Jahresr&uuml;ckblick 2022: Die neue Lust am Krieg<\/strong><br>\nDer Krieg in der Ukraine sorgt f&uuml;r eine Zeitenwende<br>\nEs war ein schon viele Jahre schwelender Konflikt, der am 24. Februar 2022 f&uuml;r eine Zeitenwende sorgte, als Russlands Pr&auml;sident Putin v&ouml;lkerrechtswidrig sein Nachbarland Ukraine &uuml;berfallen lie&szlig;. Seitdem herrscht Krieg auf europ&auml;ischem Boden und das sorgte f&uuml;r einen Schockmoment im noch jungen Jahr 2022.<br>\nUm den Krieg in der Ukraine zu verstehen, muss man vom Prinzip in der russischen Geschichte ganz weit zur&uuml;ck gehen, mindestens aber bis zum Maidan-Putsch in Kiew im Jahr 2014. Dass man damit ein Pulverfass er&ouml;ffnet hat und die NATO dabei eine eher unr&uuml;hmliche Rolle spielte, dar&uuml;ber referierte im Juli 2015 der langj&auml;hrige verteidigungspolitische Sprecher der Bundesregierung, Willy Wimmer, im Wormser Lincoln Theater. Das seinerzeit gef&uuml;hrte Interview mit unserem Magazin k&ouml;nnen Sie auf unserer Homepage nachlesen und ist aus heutiger Sicht aktueller denn je *. Wimmer &auml;u&szlig;erte schon damals seine Bedenken zur europ&auml;ischen Au&szlig;enpolitik, die vermehrt auf Konfrontation mit Russland setze. Auch dass sich der russische Pr&auml;sident die NATO-Osterweiterung auf Dauer nicht gefallen lassen w&uuml;rde, war f&uuml;r Wimmer schon damals absehbar. Von daher war der Milit&auml;rschlag Russlands, der dann im Februar 2022 tats&auml;chlich erfolgte, f&uuml;r Kenner der Materie keine gro&szlig;e &Uuml;berraschung mehr. Seitdem hat eine seltsame Kriegsbegeisterung unter Politikern eingesetzt, die immer schwerere Waffenlieferungen in die Ukraine fordern und damit eine k&uuml;nstliche Verl&auml;ngerung dieses Krieges in Kauf nehmen.<br>\nAusgerechnet von der einstigen Friedenspartei, den Gr&uuml;nen, befeuert, lesen sich manche linke Internetblogs, in denen offen zur milit&auml;rischen Aufr&uuml;stung aufgerufen wird, wie Promoartikel von Rheinmetall, Krauss-Maffei Wegmann oder Heckler &amp; Koch. Man muss sich in solchen Zeiten fragen, was eigentlich aus der Friedensbewegung geworden ist?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wo-magazin.de\/jahresrueckblick-2022-die-neue-lust-am-krieg\/%20\">WO! Das Wormser Stadtmagazin<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin U.P.:<\/strong> Sehr gut, dass sich das WO-Magazin traut, nicht den Tenor der sog. Leitmedien zu &uuml;bernehmen.<\/em><\/p>\n<p>und: <strong>Kommentar: Ende gut, aber&hellip;<\/strong><br>\nEnde gut &ndash; nicht alles gut, l&auml;sst sich dieses abklingende Jahr zusammenfassen. Ja, die Menschen in der Lausitz haben &uuml;berwiegend entspannt Weihnachten feiern k&ouml;nnen, und die realistischen Aussichten, die eine Landeskampagne gerade f&uuml;r die Lausitz malt, geben durchaus Hoffnung. Es flie&szlig;t viel Geld und Innovation in die Gegend, die jetzt und auch sp&auml;ter als Energieregion Bedeutendes f&uuml;r den deutschen Osten leistet.<br>\nEin gutes Ende mit positiver Aussicht. Aber die Bilanz, die f&uuml;r dieses Jahr zu ziehen bleibt, f&auml;llt &uuml;berwiegend schlecht aus. So schlecht wie keine zuvor, an die wir uns erinnern. Selbst in den Jahrzehnten des Mangels vor 1990 ging es f&uuml;r die meisten Menschen von Jahr zu Jahr in kleinen Schritten aufw&auml;rts, soziale Not war uns weitestgehend fremd, und trotz der weltweiten Konflikte waren uns der Krieg und das Schuldgef&uuml;hl, die Waffen daf&uuml;r hinzugeben, nie so nahe. Diese &bdquo;Zeitenwende&ldquo; entspricht, auch wenn das die gro&szlig;en Medien anders hinreden, weder dem Lebensgef&uuml;hl im Osten noch im Westen. Als es eine Woche kalt war im Dezember, konnte jeder riechen, wie falsch die Richtung unserer Politik ist. Es qualmte und stank aus allen Schornsteinen, weil wieder Holz und Kohle verbrannt wurde, um &uuml;berteuertes &Ouml;l und Gas zu sparen. Die Klimalasten sind vergessen, seit wieder Gr&uuml;ne das Wort f&uuml;hren. Sie gef&auml;hrden mit ihren Gaskuttern das &Ouml;kosystem der Meere und haben die alte verlogene Angst vor den Russen als neues Volkstheater inszeniert, anstatt dem Frieden der Welt zu dienen und der Ukraine Hilfe f&uuml;r ihren Wiederaufbau und nichts anderes zuzusagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/maerkischer-bote.de\/kommentare\/kommentar-ende-gut-aber-221305\">Der M&auml;rkische Bote<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Welche Chancen gibt es f&uuml;r einen Frieden in der Ukraine?<\/strong><br>\nOb es eine Chance f&uuml;r einen Frieden in der Ukraine geben wird, h&auml;ngt weitgehend von den Vereinigten Staaten ab. Den USA aber geht es um geostrategische Ziele &ndash; und nur geostrategische &Uuml;berlegungen werden sie dazu bewegen, einer Friedensl&ouml;sung mit Russland zuzustimmen.<br>\nDer Krieg in der Ukraine ist das Resultat des Versuchs der USA, nach dem Ende des Kalten Krieges in Europa eine Sicherheitsordnung &uuml;ber die von ihr dominierte NATO und unter Ausschluss Russlands aufzubauen. Dabei spielten f&uuml;r die USA Bedenken &uuml;ber die Sicherheit Europas kaum eine Rolle. Es ging und geht fast ausschlie&szlig;lich um das geostrategische Ziel der USA, ihre nach dem Ende des Kalten Krieges gewonnene Position der allein dominierenden globalen Gro&szlig;macht zu erhalten. Die Beitritte der Ukraine wie auch Georgiens zur NATO w&auml;ren die Kr&ouml;nung dieser seit 1994 betrieben NATO-Erweiterung nach Osten.<br>\n&Uuml;ber eine solche NATO-Erweiterung w&uuml;rden die USA Russlands gesamte S&uuml;d-Westgrenze milit&auml;risch kontrollieren und somit Russland aus dem strategisch so wichtigen Schwarzen Meer und aus seinen traditionellen Einflussbereichen in Zentralasien verdr&auml;ngen k&ouml;nnen. So w&auml;re die Atommacht Russland als unliebsamer strategischer Mitkonkurrent weitestgehend ausgeschaltet. Die USA, ein Land, das &uuml;ber 8000 Kilometer von der Ukraine entfernt auf einem anderen Kontinent liegt, k&ouml;nnte durch vorgeschobene Milit&auml;rbasen in der Ukraine Druck auf den gesamten asiatischen Raum inklusive China aus&uuml;ben und die stark an Bedeutung gewonnenen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen Asien und Europa beeinflussen. Die USA verfolgen somit eigene machtpolitische und keine selbstlosen humanit&auml;ren Ziele in der Ukraine. Die Ukraine ist nur durch ihre strategische Lage zwischen Europa und Asien zum Kriegsschauplatz geopolitischer Interessen geworden. Bei einer Friedensl&ouml;sung d&uuml;rften daher auch die eigentlichen ukrainische Interessen, trotz aller &ouml;ffentlicher Solidarit&auml;tsbezeugungen, nur eine untergeordnete Rolle spielen. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r Friedensverhandlungen k&auml;men nur die USA in Frage; die Europ&auml;ische Union ist zu uneinig und schwach, um einen Schritt hin zu einem Verhandlungsfrieden mit Russland zu machen. Wie sehr dieser Krieg ein Krieg der USA ist, hat k&uuml;rzliche erst der Besuch des Pr&auml;sidenten Zelensky in Washington gezeigt; &uuml;ber Europa ist Zelensky einfach hinweggeflogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/01-2023\/wie-geopolitisches-kalkul-zum-frieden-fuhren-konnte\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pierre de Gaulle, Enkel von Charles de Gaulle, spricht Klartext &uuml;ber die USA, die NATO und die europ&auml;ischen Medien<\/strong><br>\nIrina Dubois, die verantwortliche Leiterin der Vereinigung &laquo;L&rsquo;Association Dialogue Franco-Russe&raquo;, hat kurz vor Weihnachten mit Pierre de Gaulle, dem Enkel von General de Gaulle, ein Interview gemacht. Das Thema des Interviews waren die internationalen Beziehungen zwischen Frankreich und der EU auf der einen Seite und Russland auf der anderen Seite. Das Interview ist &auml;u&szlig;erst lesenswert, Pierre de Gaulle hat keine Hemmungen, die Verlogenheit der USA und der NATO und der gro&szlig;en europ&auml;ischen Medien &ouml;ffentlich an den Pranger zu stellen und auf die wirtschaftlichen Probleme in der EU hinzuweisen, zu denen die westlichen Sanktionen gegen Russland jetzt f&uuml;hren werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/pierre-de-gaulle-enkel-von-charles-de-gaulle-spricht-klartext-ueber-die-usa-die-nato-und-die-europaeischen-medien\/\">Globalbridge<\/a>\n<p>dazu: <strong>&laquo;Dieser Krieg ist nicht einfach vom Himmel gefallen&raquo; Die Neutralit&auml;t ist friedensf&ouml;rdernd<\/strong><br>\nZeitgeschehen im Fokus Gibt es inzwischen irgendwo in Deutschland oder in der EU Bem&uuml;hungen f&uuml;r Verhandlungsl&ouml;sungen mit den Kriegsparteien, um diesen Konflikt so schnell wie m&ouml;glich zu beenden?<br>\nBundestagsabgeordneter Andrej Hunko Ich war in der vorletzten Woche in Br&uuml;ssel und habe dort verschiedene Gespr&auml;che auch mit Kommissionsmitgliedern gef&uuml;hrt. Leider habe ich nicht im geringsten den Eindruck gewonnen, dass dort &uuml;ber die Option von Verhandlungen in der n&auml;heren Zukunft nachgedacht wird, nicht einmal in einer weiteren Zukunft. Das war f&uuml;r mich sehr, sehr ern&uuml;chternd. Vorherrschend war die Vorstellung, dass dieser Krieg gewonnen werden kann, dass Russland danach so weit geschw&auml;cht sein wird, dass es milit&auml;risch nicht mehr handlungsf&auml;hig ist. Das letzte Argument hatte ich bis dato noch nicht geh&ouml;rt, wurde aber in Br&uuml;ssel vertreten. Konkret heisst das, dass Sanktionen verl&auml;ngert werden sollten, selbst dann, wenn es zu einem Friedensabkommen k&auml;me, um somit eine dauerhafte Schw&auml;chung Russlands zu gew&auml;hrleisten, die milit&auml;rische Aktivit&auml;ten ausschliesst. Da sind tats&auml;chlich Vorstellungen, die hier vorherrschend sind.<br>\nDas heisst im Klartext, die Ukraine ist jetzt f&uuml;r den &laquo;Westen&raquo; das Mittel zum Zweck, und eigentlich geht es nur darum, Russland ein- f&uuml;r allemal in die Knie zu zwingen &hellip;<br>\nJa, so ist es. Es wurde dieser Tage das neunte Sanktionspaket gegen Russland beschlossen. Man spricht auch viel von milit&auml;rischer Unterst&uuml;tzung in Form von weiteren Waffenlieferungen. Auf der Ebene von Friedensverhandlungen ist vom Friedensnobelpreistr&auml;ger EU hier sehr wenig zu erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/nr-22-vom-2-dezember-2022.html#article_1454\">Zeitgeschehen im Fokus<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Von Dohnanyi: &laquo;Europas Interessen sind andere als die der USA&raquo;<\/strong><br>\nMan m&uuml;sse zwischen gemeinsamen Werten und den nationalen Interessen unterscheiden, schreibt der Elder Statesman. (&hellip;)<br>\nVon Dohnanyi legt &uuml;berzeugend dar, dass die US-amerikanische Politik sich auch unter Pr&auml;sident Joe Biden von den vor &uuml;ber 100 Jahren entwickelten geopolitischen Strategien des britischen Geographen Halford J. Mackinder leiten l&auml;sst, nach der, wer das sogenannte &laquo;Heartland&raquo; &ndash; den eurasischen Kontinent &ndash; beherrsche, auch die Welt beherrsche. Da sowohl die USA als auch Grossbritannien dies nicht aus eigenen Kr&auml;ften bewerkstelligen k&ouml;nnten, gelte es seit Mackinder, nach dem Motto &laquo;Teile und herrsche!&raquo; Konflikte innerhalb dieses &laquo;Herzlandes&raquo; zu nutzen oder zu sch&uuml;ren, um eine weltbeherrschende Macht auf dem eurasischen Kontinent in Gestalt eines deutsch-russischen, heute: EU-russischen, B&uuml;ndnisses zu verhindern. Aktualisiert wurde diese Strategie bekanntlich in den Neunziger Jahren, als der ehemalige Sicherheitsberater im Weissen Haus, Zbigniew Brzezi&#324;ski, in seinem Buch &laquo;The Grand Chessboard&raquo; Europa als den &laquo;geopolitischen Br&uuml;ckenkopf&raquo; der amerikanischen Weltmacht auf dem eurasischen Kontinent bezeichnete.<br>\nDie USA, so von Dohnanyi, wollten erkl&auml;rtermassen die &laquo;einzige Weltmacht&raquo; (Brzezi&#324;ski) bleiben und gerieten damit zwangsl&auml;ufig in eine Rivalit&auml;t zu China und Russland, die fr&uuml;her oder sp&auml;ter in eine Konfrontation f&uuml;hre. Von Dohnanyi untersucht nun die Konsequenzen dieser Strategie f&uuml;r Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/von-dohnanyi-europas-interessen-sind-andere-als-die-der-usa\/\">Leo Ensel in Infosperber<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>BlackRock plant den Kauf der Ukraine<\/strong><br>\nBlackRock wird einen Fahrplan f&uuml;r den Wiederaufbau der Ukraine erstellen.<br>\nDie Ukraine hat einen neuen westlichen Geldgeber. Dabei handelt es sich weder um einen Nationalstaat noch um einen milit&auml;rischen Auftragnehmer. Es ist das Finanzunternehmen BlackRock.<br>\nWie die Ukraine am Mittwoch mitteilte, f&uuml;hrte der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Zelensky eine Videokonferenz mit dem Vorstandsvorsitzenden von BlackRock, Larry Fink, durch. Die beiden haben sich offenbar darauf geeinigt, ihre Investitionen zum Wiederaufbau des vom Krieg zerst&ouml;rten Landes zu koordinieren.<br>\nEin Bericht &uuml;ber das Treffen auf der Website des ukrainischen Pr&auml;sidenten r&uuml;hmte die Beteiligung von BlackRock und bezeichnete das Unternehmen als &ldquo;einen der weltweit f&uuml;hrenden Investmentmanager&rdquo; und wies darauf hin, dass es &ldquo;Kundenverm&ouml;gen im Wert von etwa 8 Billionen Dollar verwaltet&rdquo;.<br>\n&ldquo;Zelenskyy und Larry Fink kamen &uuml;berein, sich in n&auml;chster Zeit auf die Koordinierung der Bem&uuml;hungen aller potenziellen Investoren und Teilnehmer am Wiederaufbau unseres Landes zu konzentrieren und die Investitionen in die wichtigsten und wirkungsvollsten Sektoren der ukrainischen Wirtschaft zu lenken&rdquo;, hie&szlig; es in der Mitteilung.<br>\nIn der Mitteilung hei&szlig;t es auch, dass einige BlackRock-F&uuml;hrungskr&auml;fte die Ukraine im Jahr 2023 besuchen werden, um ihre Beratungsaufgaben zu erf&uuml;llen. &ldquo;In &Uuml;bereinstimmung mit den vorl&auml;ufigen Vereinbarungen, die Anfang des Jahres zwischen dem Staatschef und Larry Fink getroffen wurden, arbeitet das BlackRock-Team seit mehreren Monaten an einem Projekt, das die ukrainische Regierung bei der Strukturierung der Wiederaufbaufonds des Landes beraten soll&rdquo;, so die ukrainische Regierung.<br>\nEine solche vorl&auml;ufige Vereinbarung zwischen BlackRock und der Ukraine war eine Absichtserkl&auml;rung, die am 10. November 2022 vom ukrainischen Wirtschaftsministerium und BlackRock Financial Markets Advisory in Washington, D.C., unterzeichnet wurde. Die Vereinbarung besagt, dass BlackRock FMA die ukrainische Regierung, insbesondere das Wirtschaftsministerium, bei einem Investitionsfahrplan f&uuml;r den Wiederaufbau der ukrainischen Wirtschaft beraten wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/antikrieg.com\/aktuell\/2023_01_03_blackrock.htm\">Bradley Devlin in Antikrieg<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ende Oktober 2022 haben Bundeskanzler Olaf Scholz und EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen f&uuml;r einen internationalen &ldquo;Marshallplan des 21. Jahrhunderts&rdquo; zum Wiederaufbau der Ukraine <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/wirtschaft\/wiederaufbau-ukraine-krieg-russland-scholz-eu-100.html\">pl&auml;diert<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Den Aufbau zerst&ouml;rter Wohngeb&auml;ude, Schulen, Stra&szlig;en, Br&uuml;cken, der Infrastruktur und der Energieversorgung, all das m&uuml;ssen wir jetzt angehen, damit das Land rasch wieder auf die Beine kommt.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Nun scheint sich jedoch herauszustellen, dass beide f&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gensverwalter BlackRock agieren und Entscheidungen treffen. Das wundert nicht wirklich, denn beide sind aktiv zugunsten von US-Interessen. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92030\">Kanzler Scholz ist noch weniger souver&auml;n als das Land, das er regiert<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79509#h04\">&bdquo;Als Europ&auml;er haben wir keinen st&auml;rkeren Partner als die USA&ldquo;<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89286#h10\">Europ&auml;ische Staatsanwaltschaft ermittelt zu Impfstoff-K&auml;ufen der EU<\/a> jeweils mit Anmerkungen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Russland und die T&uuml;rkei n&auml;hern sich in der Syrienfrage an &ndash; zum Leidwesen von Uncle Sam<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nRusslands erfolgreiche Vermittlung der t&uuml;rkisch-syrischen Vers&ouml;hnung wird in Washington nicht gut aufgenommen. [&hellip;]<br>\nAnkara wurde 2011 von der Obama-Regierung unter immensen Druck gesetzt, das Projekt des Regimewechsels in Syrien anzuf&uuml;hren. Obama ging ungeniert davon aus, dass die T&uuml;rkei fr&ouml;hlich als Wagenlenker des &ldquo;gem&auml;&szlig;igten&rdquo; Islamismus f&uuml;r die Transformation in Westasien dienen w&uuml;rde. [&hellip;]<br>\nRecep Tayyip Erdogan wurde von dem Aufstand in Syrien zu einem Zeitpunkt &uuml;berrascht, als Ankara eine &ldquo;Null-Problem-Politik&rdquo; mit den Nachbarl&auml;ndern der T&uuml;rkei verfolgte. Ankara war sich nicht sicher, wie sich der Arabische Fr&uuml;hling entwickeln w&uuml;rde, und schwieg, als der Aufstand in Tunesien seinen Anfang nahm. [&hellip;]<br>\nDoch schon 2013 begann Erdogan zu sp&uuml;ren, dass Obama selbst nur ein begrenztes US-Engagement in Syrien wollte und es vorzog, aus dem Hintergrund zu f&uuml;hren. Im Jahr 2014 gab Erdogan &ouml;ffentlich bekannt, dass sich seine Beziehungen zu Obama verschlechtert hatten, und sagte, er sei entt&auml;uscht, dass er im Syrienkonflikt keine direkten Ergebnisse erzielt habe. [&hellip;]<br>\nErdogans Vers&ouml;hnungsprozess mit Assad ist im Grunde genommen seine s&uuml;&szlig;e Rache f&uuml;r den amerikanischen Verrat. Erdogan suchte die Hilfe Russlands, des Erzfeindes in den Augen der USA und der Nordatlantikpakt-Organisation, um mit Assad zu kommunizieren, der in den Augen der USA ein Paria ist. Die Matrix liegt auf der Hand. [&hellip;]<br>\nDie Normalisierung der Beziehungen zwischen Ankara und Damaskus wird sich zweifellos auf die regionale Sicherheit und insbesondere auf den Krieg in Syrien auswirken, da die T&uuml;rkei bei der verbliebenen syrischen Opposition &uuml;ber einen gro&szlig;en Einfluss verf&uuml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2023\/01\/russia-turkey-come-together-in-syria-to-uncle-sams-chagrin\/\">Asia Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>LNG-Terminals: BMWK korrigiert seine Angaben<\/strong><br>\nNachdem Berlin.Table am Dienstag &uuml;ber eine falsche Angabe des Bundeswirtschaftsministeriums zu den Kapazit&auml;ten der LNG-Terminals in den Nachbarl&auml;ndern Deutschlands berichtet hatte, hat das Ministerium seine Angaben korrigiert. Die 40 Milliarden Kubikmeter Gas, die in einem Frage- und Antwort-Papier des Ministeriums als &bdquo;Regasifizierungskapazit&auml;t&ldquo;, also die Gesamtkapazit&auml;t der Terminals in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Polen genannt worden waren, stellen laut Ministerium vielmehr jene Kapazit&auml;t dar, die Deutschland aus diesen Terminals maximal beziehen kann.<br>\nDas wirft neue Fragen zur Menge der in Deutschland ben&ouml;tigten LNG-Terminals auf. Wenn Deutschland tats&auml;chlich 40 Milliarden Kubikmeter &uuml;ber die LNG-Terminals in Belgien, den Niederlanden und Frankreich beziehen kann, wie das BMWK schreibt, lie&szlig;e sich damit bereits ein Gro&szlig;teil der 55 Milliarden Kubikmeter ersetzen, die 2021 &uuml;ber die Nord-Stream-Pipeline aus Russland nach Deutschland geliefert wurden. Tats&auml;chlich d&uuml;rfte die zu ersetzenden Menge noch geringer sein. Denn w&auml;hrend Deutschland neuerdings Gas aus Frankreich importiert, wurde in der Vergangenheit dorthin exportiert; diese Menge entf&auml;llt auf der Bedarfsseite nun ebenfalls.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/table.media\/europe\/news\/lng-terminals-bmwk-korrigiert-seine-angaben\/\">Table.Media<\/a>\n<p>dazu: <strong>LNG-Ausbau: Habecks Ministerium plant offenbar mit falschen Zahlen<\/strong><br>\nBegeht Robert Habeck bei der Planung der LNG-Terminals einen Fehler? Ein Bericht legt dies nahe &ndash; vonseiten des Ministeriums gibt es noch keine Erkl&auml;rung.<br>\nBei der Planung der deutschen Fl&uuml;ssiggas-Terminals (LNG) verwendet das Bundeswirtschaftsministerium einem Bericht zufolge an einer wichtigen Stelle eine falsche Zahl. Wie das Nachrichtenportal &ldquo;Table.Media&rdquo; berichtete, f&uuml;hrt dies dazu, dass der Bedarf an in Deutschland ben&ouml;tigter Infrastruktur deutlich &uuml;bersch&auml;tzt werde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/unternehmen-verbraucher\/id_100106094\/lng-terminals-habecks-ministerium-plant-offenbar-mit-falschen-zahlen.html\">t-online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Erbschaftssteuer: Das sind Deutschlands wahre Verfassungsfeinde<\/strong><br>\nDie unzureichende Besteuerung von Multimillionen-Verm&ouml;gen und Erbschaften ist ein Versto&szlig; gegen das Grundgesetz. Das gef&auml;hrdet die Demokratie. (&hellip;)<br>\nSeit Jahrzehnten nimmt in Deutschland die Verm&ouml;genskonzentration zu. Die 45 reichsten Familien verf&uuml;gen &uuml;ber so viel Verm&ouml;gen wie die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung oder rund 40 Millionen Menschen. Man w&uuml;rde sich w&uuml;nschen, der Verfassungsschutz w&uuml;rde hier einmal aktiv und die Unterwanderung des deutschen Staates durch die Macht der Milliard&auml;re stoppen.<br>\nDer Artikel 14 (2) des Grundgesetzes lautet: &bdquo;Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.&ldquo; Damit ist etwa gemeint, dass wer &uuml;ber Fabriken verf&uuml;gt, die durch die Arbeit der Besch&auml;ftigten Gewinne abwirft, darauf auch Steuern entrichten muss. Auch im Ahlener Programm der CDU von 1947 hei&szlig;t es: &bdquo;Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. (&hellip;) Unternehmungen monopolartigen Charakters, Unternehmungen, die einen bestimmte Gr&ouml;&szlig;e &uuml;berschreiten m&uuml;ssen, verleihen eine wirtschaftliche und damit eine politische Macht, die die Freiheit im Staate gef&auml;hrden kann.&ldquo;<br>\nAuch Verm&ouml;genskonzentration schafft politische und wirtschaftliche Macht und gef&auml;hrdet die Demokratie. Es ist kein Zufall, dass die reichsten deutschen Oligarchen Parteien finanzieren, die sie seit Jahrzehnten vor dem Fiskus sch&uuml;tzen und ihren Reichtum mehren. Wer sich zu Recht um die Macht des Tech-Milliard&auml;rs Elon Musk sorgt, darf nicht zu den Quandts und Klattens in Deutschland schweigen. (&hellip;)<br>\nDie verfassungswidrige Situation in Deutschland ist aber nicht allein der Stiftung Familienunternehmen geschuldet, hinter deren Romantik sich in Wahrheit BMW, Bertelsmann und Co. verbergen. Es gab Komplizen in der Politik: und zwar nicht nur die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen in CDU und FDP. (&hellip;)<br>\nDer gr&uuml;ne Wirtschaftsminister Robert Habeck hingegen lie&szlig; es sich nicht nehmen, kurz vor der letzten Bundestagswahl gegen eine moderate Verm&ouml;gensabgabe f&uuml;r Multimillion&auml;re und Milliard&auml;re mit einem Gastbeitrag in der FAZ ins Feld zu ziehen, wie ich sie mit Freibetr&auml;gen von 5 Millionen Euro auf Betriebs- und 2 Millionen Euro auf Privatverm&ouml;gen vorgeschlagen hatte. Eine seltsame Priorit&auml;t f&uuml;r eine gr&uuml;ne Kanzler-Hoffnung.<br>\nDer legend&auml;re US-Pr&auml;sident Franklin Delano Roosevelt sagte am 31. Oktober 1931 im Madison Square Garden in New York: &bdquo;Vom organisierten Geld regiert zu werden ist genauso gef&auml;hrlich wie von der organisierten Kriminalit&auml;t regiert zu werden!&ldquo; Auf der deutschen Regierungsbank w&uuml;rde er wohl f&uuml;ndig werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/erbschaftssteuer-das-sind-deutschlands-wahre-verfassungsfeinde-li.301287%20\">Fabio De Masi in Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wirtschaftsweise Schnitzer r&auml;t zu grundlegender Erbschaftsteuerreform<\/strong><br>\nDie Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, dringt auf eine grundlegende Reform der Erbschaftssteuer. Eine umfassende Neuregelung sei &bdquo;angezeigt&ldquo;, sagte Schnitzer dem &bdquo;M&uuml;nchner Merkur&ldquo;. Wer kein Haus erbe, m&uuml;sse in Ballungsr&auml;umen wie M&uuml;nchen, Frankfurt oder Hamburg &bdquo;sehr, sehr gut verdienen, um &uuml;berhaupt die Chance auf ein Eigenheim zu haben&ldquo;. Hauserben h&auml;tten demgegen&uuml;ber &bdquo;sehr viel bessere Startchancen&ldquo;, auch, wenn sie Erbschaftsteuer zahlen m&uuml;ssten.<br>\nBei einer Neuregelung m&uuml;ssten k&uuml;nftig auch Firmenerben st&auml;rker zur Kasse gebeten werden, forderte die &Ouml;konomin. Aktuell sei die Steuerlast bei der Vererbung eines Unternehmens &bdquo;vergleichsweise gering&ldquo;. Dagegen werde bei der Vererbung von Finanzanlagen, einer Oldtimer-Sammlung oder Kunst &bdquo;ordentlich Erbschaftsteuer&ldquo; f&auml;llig. Diese Ungleichbehandlung sei &bdquo;nicht wirklich plausibel&ldquo;, bem&auml;ngelte Schnitzer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/erbschaftsteuer-monika-schnitzer-raet-zu-grundlegender-reform-18562941.html%20\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ganz erstaunliche Forderungen aus dem Kreis der Wirtschaftsweisen, anscheinend aber haupts&auml;chlich als Reaktion auf die aktuelle Krise der Staatsfinanzen. Es w&auml;re besser gewesen, die Wirtschaftsweisen h&auml;tten sich schon in den letzten 20, 30 Jahren entsprechend ge&auml;u&szlig;ert, um u. a. auf solche krassen Ungerechtigkeiten wie die faktische Abschaffung der Erbschaftsteuer f&uuml;r Firmenerben hinzuweisen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Versch&auml;rfte soziale Ungleichheit: Zwei Jahre Inflationskrise<\/strong><br>\nDie hohe Inflation versch&auml;rft die soziale Ungleichheit. Selbst wenn die Preissteigerungen zeitnah wieder zur&uuml;ckgehen sollten, bliebe das Verteilungsproblem bestehen. (&hellip;)<br>\nWie sich die Entlastungspakete auf die Verteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen in Deutschland auswirken werden, bleibt abzuwarten. Trotz der ergriffenen Ma&szlig;nahmen droht eine Zunahme von Armut. Au&szlig;erdem droht sich die Lage von Haushalten zu versch&auml;rfen, die sich bereits jetzt in Armut befinden. Indizien wie der Ansturm auf die Tafeln sind in jedem Fall als Alarmzeichen zu bewerten.<br>\nDabei muss diese drohende Entwicklung vor dem Hintergrund der vergangenen Jahre gesehen werden. So ist in den vergangenen drei Jahrzehnte ein Anstieg der Einkommensungleichheit festzustellen. Zudem weist Deutschland im internationalen Vergleich eine sehr hohe Ungleichverteilung der Verm&ouml;gen auf. Ein besonders beunruhigender Trend ist der seit 2006 auszumachende Anstieg der Armutsquote, wobei zuletzt die Corona-Krise f&uuml;r eine deutliche Versch&auml;rfung gesorgt hat.<br>\nZwar ist die Wohngeldreform zu begr&uuml;&szlig;en, da der Kreis der Anspruchsberechtigten durch das sogenannten Wohngeld-Plus-Gesetz von knapp 700.000 Haushalten auf zwei Millionen steigt, weil k&uuml;nftig auch Menschen mit h&ouml;heren Eink&uuml;nften Wohngeld erhalten. Zudem wird sich durchschnittliche Wohngeldbezug von aktuell 180 Euro auf 370 Euro fast verdoppeln. Als problematisch zu bewerten ist aber die B&uuml;rgergeldreform, und zwar mit Blick auf die Armutsgef&auml;hrdung die viel zu geringe Erh&ouml;hung des Eckregelsatzes. So verweist der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband in seiner Bewertung darauf, dass die Steigerung um elf Prozent auf 502 Euro gerade einmal ein Inflationsausgleich sei, der die Menschen l&auml;ngst nicht aus der Armut f&uuml;hre. Nach eigenen Berechnungen des Parit&auml;tischen w&uuml;rde ein bedarfsdeckender Regelsatz 725 Euro betragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/verschaerfte-soziale-ungleichheit-zwei-jahre-inflationskrise--2419.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<p>dazu: <strong>Das Wohngeld Plus: Eine deutliche Erh&ouml;hung und Ausweitung der Unterst&uuml;tzung bei steigenden Wohnkosten. Zugleich: Gut gemeint muss auch gemacht werden (k&ouml;nnen)<\/strong><br>\nIn Deutschland gibt es 77 Gro&szlig;st&auml;dte, in denen jeweils mehr als 100.000 Einwohner leben. &raquo;49,2 Prozent der rund 8,4 Millionen Haushalte, die in Deutschlands Gro&szlig;st&auml;dten zur Miete wohnen, m&uuml;ssen mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens ausgeben, um ihre Miete (bruttowarm) zu bezahlen. Das entspricht mehr als 4,1 Millionen Haushalten, in denen etwa 6,5 Millionen Menschen leben. Dabei sind eventuelle Sozialtransfers und Wohngeld bereits ber&uuml;cksichtigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/12\/29\/wohngeld-plus\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Corona-Debatte: Der Staat w&uuml;hlte w&auml;hrend der Pandemie im Abgrund des Autorit&auml;ren<\/strong><br>\nEs waren Menschen, nicht das Virus, die sich gegen das Grundgesetz richteten. Auch in der Corona-Krise galt: Jede und jeder hatte eine Wahl. Eine Rekonstruktion. (&hellip;)<br>\nDoch alle staatlichen Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung von SARS-CoV-2 beruhen auf der Entscheidung einzelner Menschen. Auch wenn immer wieder von der Politik, den Medien oder der Wissenschaft die Rede war, so muss man sich stets vor Augen halten, dass diese gesellschaftlichen Teilsysteme aus vielen einzelnen Individuen bestehen, die zwar innerhalb von Strukturen handeln, aber jeder einzelne Akteur f&uuml;r sich in einer demokratischen Gesellschaft auch &uuml;ber einen nicht unerheblichen Ermessens- und Entscheidungsspielraum verf&uuml;gt. Das betrifft sogar die selbstgesetzten Normen. So sind allt&auml;gliche Regelabweichungen f&uuml;r das Funktionieren von Verwaltungen unerl&auml;sslich, wie der Bielefelder Organisationssoziologe Stefan K&uuml;hl herausgearbeitet hat. (&hellip;)<br>\nJeder und jede hatte eine Wahl. Er oder sie konnte seine eigenen &Auml;ngste zum Ma&szlig;stab der Politik und zur Richtschnur f&uuml;r das Verhalten aller Mitmenschen machen, er oder sie konnte zugunsten des eigenen &Uuml;berlebens verlangen, dass das gesamte soziale, kulturelle, sportliche und gesellschaftliche Leben des Landes lahmgelegt wird, die Grundrechte aller anderen eingeschr&auml;nkt oder aufgehoben werden. Mit Solidarit&auml;t hatte das wenig, mit Egoismus dagegen sehr viel zu tun.<br>\nAuch wenn Verantwortungstr&auml;gerinnen und -tr&auml;ger dieses Landes aus Wissenschaft, Politik und Medien sich oft auf das &bdquo;Virus&ldquo; als handelndes Subjekt beriefen, dass weder Feiertage, noch Grundrechte kenne, konnte das &bdquo;Virus&ldquo; selbst nichts schlie&szlig;en, anordnen oder verbieten. Es waren stets Menschen, die &uuml;ber den Umgang mit ihm entschieden.<br>\nDabei wurden die Grenzen zwischen privat und &ouml;ffentlich aus den Angeln gehoben, wurde das ver&auml;ndert, was wir bislang unter &bdquo;Normalit&auml;t&ldquo; verstanden hatten, wurde das Verh&auml;ltnis von B&uuml;rger und Staat nachhaltig verschoben. Und zum ersten Mal in ihrem Leben haben viele Menschen ihre Mitmenschen oder den Staat als Bedrohung wahrgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/gesundheit-oekologie\/essay-rene-schlott-grundgesetz-krise-corona-debatte-der-staat-wuehlte-waehrend-der-pandemie-im-abgrund-des-autoritaeren-li.301292%20\">Ren&eacute; Schlott in Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Freiheit ist immer wert, verteidigt zu werden<\/strong><br>\nNach Corona gilt es vieles aufzuarbeiten. Darunter die tiefgreifenden und unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Grundrechtseingriffe eines &uuml;bergriffigen Staates &ndash; aber auch das gesamtgesellschaftliche Versagen. Doch nicht erst seit der Corona-Krise l&auml;sst sich eine Art Freiheitsangst beobachten.<br>\nMutma&szlig;lich hat keine andere Krise die deutsche Nachkriegsgesellschaft so sehr und so nachhaltig ersch&uuml;ttert wie die Corona-Krise. Zwar stellten auch die Fl&uuml;chtlingskrise oder 9\/11 den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf die Probe, aber all das reichte nicht an die Zerw&uuml;rfnisse heran, die weltweit w&auml;hrend dieser Ausnahmesituation entstanden sind. Wie konnte es zu dem gesamtgesellschaftlichen Versagen aller staatlichen Institutionen, aber auch der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, kommen?<br>\nDer Bek&auml;mpfung eines zwangsl&auml;ufig endemisch werdenden und zudem f&uuml;r die meisten Menschen gl&uuml;cklicherweise vergleichsweise harmlosen Virus wurde nichts Geringeres als die Errungenschaften der Aufkl&auml;rung geopfert. Das Hauptziel der Epoche der Vernunft war es, Menschen zu bef&auml;higen, sich ihres Verstandes zu bedienen, zu hinterfragen. Die Aufkl&auml;rung ist die Voraussetzung f&uuml;r ein freiheitliches und menschenw&uuml;rdiges Miteinander und ist als Gegenentwurf zur Willk&uuml;rherrschaft beziehungsweise Aberglauben und Vorurteilen zu verstehen.<br>\nWie fragil das Wertegef&uuml;ge unserer vermeintlich aufgekl&auml;rten westlichen Gesellschaft ist, hat sich noch nie so drastisch wie in dieser Krise offenbart. Existent war jene Br&uuml;chigkeit jedoch schon zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/corona-krise-freiheitsangst-und-das-verlorene-vertrauen\">Jessica Hamed in Cicero<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kinderhilfe Afghanistan &ndash; Jahresbericht<\/strong><br>\nVor anderthalb Jahren haben sich nicht nur die westlichen Truppen vom Hindukusch verabschiedet. Zusammen mit den zuletzt noch ca. 130.000 Soldaten haben auch alle westlichen Botschaften, darunter auch die der USA und der Bundesrepublik, ihr diplomatisches Personal vollst&auml;ndig abgezogen. Derzeit finden sich &ndash; neben einigen kleineren L&auml;ndern &ndash; nur noch die Vertretungen von Russland, China, Indien und Pakistan in Afghanistan. Der Westen hatte seit dem Sturz der Taliban im Herbst 2001 bis zu seinem Abzug im August 2021 etwa 1.300 Milliarden Dollar in Afghanistan &bdquo;investiert&ldquo;. Der Einsatz am Hindukusch wurde damit zum wohl teuersten Krieg aller Zeiten. Neben den Ausgaben f&uuml;r das eigene Milit&auml;r hat der Westen auch den kompletten afghanischen Staatsapparat finanziert: Die Regierung und die Parlamente in Kabul und in den Provinzhauptst&auml;dten, die gesamten Sicherheitskr&auml;fte mit 120.000 Polizisten der ANP sowie 300.000 Ange- h&ouml;rigen der afghanische Armee (ANA ). Erst nach dem Abzug unserer Truppen wurde bekannt, das von den 300.000 afghanischen Soldaten &uuml;ber die H&auml;lfte nur auf dem Papier existierte. Hunderte Generale steckten sich also &uuml;ber Jahre jeden Monat ca.15 Millionen Dollar in die eigene Tasche. Mit der Macht&uuml;bernahme der Taliban im vergangenen Jahr setzten sich diese korrupten Milit&auml;rs samt korrupter Spitzenpolitiker dann mit amerikanischer Unterst&uuml;tzung ab ins Ausland. Grund: Angst vor der eigenen Bev&ouml;lkerung und Bedrohung durch die Taliban.<br>\nSie residieren jetzt in Nobel-Villen und F&uuml;nfsterne-Hotels in den arabischen Emiraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kinderhilfe-afghanistan.de\/rueckblick-auf-2022\/\">Kinderhilfe Afghanistan<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92198\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-92198","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/92198","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=92198"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/92198\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":92202,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/92198\/revisions\/92202"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=92198"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=92198"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=92198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}