{"id":92213,"date":"2023-01-06T15:19:58","date_gmt":"2023-01-06T14:19:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213"},"modified":"2023-01-06T15:19:58","modified_gmt":"2023-01-06T14:19:58","slug":"hinweise-des-tages-ii-566","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213#h01\">Die verklemmte Republik &ndash; Anmerkungen zum Jahreswechsel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213#h02\">Corona-Debatte: Deutschland ist nicht &bdquo;der&ldquo; Wissenschaft gefolgt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213#h03\">Hunderte Millionen Euros f&uuml;r nichts &ndash; &laquo;dank&raquo; Angela Merkel &amp; Co.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213#h04\">Die Ukraine hat sich zu einem Klondike f&uuml;r US-Investmentfonds entwickelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213#h05\">Wann, wenn nicht jetzt: Warum die Nato aufgel&ouml;st werden sollte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213#h06\">&laquo;Wir haben die Gefahren der NATO-Erweiterung immer gekannt&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213#h07\">Energiewende wegen des Ukraine-Kriegs? Daraus wird wohl nichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213#h08\">Serbien und Kosovo: Ewiges Tauziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213#h09\">Auf Nimmerwiedersehen, Juan Guaid&oacute;!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213#h10\">&raquo;Wir werden die Beziehungen zu allen L&auml;ndern der Welt wiederherstellen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213#h11\">Erhebliche Kaufkraftverluste f&uuml;r Menschen in der Grundsicherung und die Stromkosten bleiben auch im B&uuml;rgergeld ein Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213#h12\">Stadtsoziologin zur Silvesternacht: &bdquo;Keine &Uuml;berraschung, dass es jetzt knallt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213#h13\">Gekommen, um Feuer zu legen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213#h14\">Kein totes M&auml;dchen gefunden: R&uuml;ckruf einer Fl&uuml;chtlingsgeschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92213#h15\">Bieten: Praktikum. Suchen: eine Person, die sich das leisten kann.<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die verklemmte Republik &ndash; Anmerkungen zum Jahreswechsel<\/strong><br>\nW&uuml;rde man Anfang 2023 von einem mehrj&auml;hrigen Schlaf aufwachen und sich in Deutschland umsehen, man k&auml;me nicht umhin, ein Land im Zustand hochgradiger kollektiver Verklemmtheit zu konstatieren. Eine Republik voller Merkw&uuml;rdigkeiten, &uuml;ber die niemand offen sprechen will. Die politische Spitze versucht schon gar nicht mehr, den B&uuml;rgern eine gewisse Orientierung zu geben. Das Land trudelt vor sich hin, obwohl alle immerfort davon reden, nun endlich die unabweislichen Zukunftsaufgaben energisch anpacken zu wollen.<br>\nDie Liste der Merkw&uuml;rdigkeiten ist schier endlos: \n<p>&ndash; Es gab eine Pandemie, die in den meisten L&auml;ndern der Welt l&auml;ngst vorbei ist, deren Ende man in Deutschland aber schlicht verpasst hat. Wollte man den Kritikern der staatlichen Zwangsma&szlig;nahmen nicht Recht geben? Immer noch scheinen die Verantwortlichen nach einer &bdquo;Killervariante&ldquo; zu suchen, mit der sie das eigene Versagen im Umgang mit dem Virus kaschieren k&ouml;nnen. Niemand spricht mehr &uuml;ber die grandiosen Fehlleistungen der Politik, &uuml;ber die nahezu totale Schlie&szlig;ung der Grenzen in Europa (f&uuml;r die vor allem Horst Seehofer verantwortlich war) oder die bis zur absoluten Absurdit&auml;t getriebenen staatlichen Ma&szlig;nahmen (man denke beispielsweise nur an Ausgehverbote und Maskenzwang in &ouml;ffentlichen Parks), von denen der gr&ouml;&szlig;te Teil ohne jeden Sinn und ohne jede Rationalit&auml;t war. <\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2023\/01\/06\/die-verklemmte-republik-anmerkungen-zum-jahreswechsel\/\">Heiner Flassbeck auf Relevante &Ouml;konomik<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&Ouml;konomen &uuml;berrascht: Deutlicher Auftragseinbruch in der Industrie<\/strong><br>\nSo wenige Auftragseing&auml;nge f&uuml;r die deutsche Industrie wie im November gab es seit mehr als einem Jahr nicht. Um 5,3 Prozent gingen die Bestellungen zur&uuml;ck. &Ouml;konomen hatten mit einem viel geringeren R&uuml;ckgang gerechnet. Doch ein Detail macht Hoffnung f&uuml;r die n&auml;chsten Monate.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Deutlicher-Auftragseinbruch-in-der-Industrie-article23826445.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Corona-Debatte: Deutschland ist nicht &bdquo;der&ldquo; Wissenschaft gefolgt<\/strong><br>\nDer Corona-Bu&szlig;geldkatalog zeigt, wie absurd die Corona-Politik war. Bis zu 5000 Euro f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung eines Aufgusses in einer Trockensauna. Eine wissenschaftliche Rekonstruktion. [&hellip;]<br>\nPolitik propagierte, dass sie in der Pandemie der Wissenschaft folgen w&uuml;rde. Allerdings war das nur bedingt der Fall. Denn die Politik verfolgte ihre eigene Agenda: Es ging ihr um vorsorglichen Alarmismus. Der Trick, um dennoch behaupten zu k&ouml;nnen, man folge der Wissenschaft, war simpel: Politik reduzierte die Wissenschaft auf diejenigen Wissenschaftler, die ihr f&uuml;r die Mobilmachung gegen das Virus brauchbar erschienen. Pointiert ausgedr&uuml;ckt: Dem Slogan &bdquo;Following the Science&ldquo; ging zun&auml;chst immer die eigene Entscheidung voraus, welche Wissenschaftler die Leitw&ouml;lfe sein sollten &ndash; von einer Ergebnisoffenheit der Politik, die &bdquo;der&ldquo; Wissenschaft folgt, konnte also von Beginn an keine Rede sein.<br>\nDie Pandemiepolitik war auch von einem besonderen Stil des Entscheidens gepr&auml;gt. Entscheidungen wurden vorzugsweise defensiv getroffen. Das bedeutet, sich immer f&uuml;r diejenige Option der Pandemiebek&auml;mpfung zu entscheiden, die f&uuml;r den Entscheidungstr&auml;ger den Vorwurf unterlassener oder unzureichender Gefahrenabwehr ausschaltet. Eine Orientierung am Worst Case war unter diesem Aspekt immer von Vorteil.<br>\nDenn Politik hatte gelernt. Galt noch zu Zeiten der Chemieunf&auml;lle an Rhein (Ciba-Geigy, 1986) und Main (H&ouml;chst, 1993) sowie in der BSE-Krise zu Beginn der 2000er-Jahre als amtliche Standardaussage, dass zu keiner Zeit eine Gefahr f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung bestand, so war jetzt das Risiko immer pr&auml;sent. Nun war geboten, dem Team Vorsicht anzugeh&ouml;ren; und das hatte klare Vorteile. Nach Eintreten des Ernstfalls w&auml;re jeder Vorwurf, Politik h&auml;tte vers&auml;umt, strikt zu handeln, ins Leere gelaufen. Denn Politik hatte ja gewarnt, dass ein Desaster drohe. Blieb die Katastrophe aus, dann lag das an der vorausschauenden Vorsorgepolitik. Somit war es egal, wie sich die Lage entwickelt h&auml;tte, die defensive Entscheidungsfindung w&uuml;rde immer die gew&uuml;nschten Ergebnisse erbracht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/pandemie-politik-bussgeldkatalog-peter-wiedemann-corona-debatte-deutschland-ist-nicht-der-wissenschaft-gefolgt-li.303286\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hunderte Millionen Euros f&uuml;r nichts &ndash; &laquo;dank&raquo; Angela Merkel &amp; Co.<\/strong><br>\nNachdem die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der ehemalige franz&ouml;sische Staatspr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande und der ukrainische Pr&auml;sident Petro Poroschenko gestanden haben, dass sie nie daran gedacht haben, die Abmachungen von &laquo;Minsk II&raquo; einzuhalten, sind die aufgelaufenen Kosten f&uuml;r die &laquo;Special Monitoring Mission to Ukraine&raquo; der OSZE im und um den Donbass herum in H&ouml;he von mehreren hundert Millionen Euro zum rausgeschmissenen Geld geworden. 54 OSZE-Mitgliedstaaten sollten von der Ukraine, Deutschland und Frankreich die R&uuml;ckerstattung des an die &laquo;Special Monitoring Mission&raquo; der OSZE bezahlten Geldes verlangen.<br>\nNach dem von den USA massiv unterst&uuml;tzten Putsch auf dem Kiever Maidan im Winter 2014 kam eine demokratisch nicht mehr legitimierte ukrainische Regierung an die Macht, was die russischsprachigen Menschen auf der Krim und im S&uuml;dosten der Ukraine veranlasste, sich &ndash; v&ouml;lkerrechtlich korrekt (siehe auch hier!)&ndash; von der Ukraine zu trennen. Die Bev&ouml;lkerung der Krim organisierte ein Referendum und beschloss mit &uuml;ber 90 Prozent der Stimmen die Wiedervereinigung mit Russland, was ohne auch nur einen einzigen milit&auml;rischen Schuss gewaltfrei &uuml;ber die B&uuml;hne ging.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/hunderte-millionen-euros-fuer-nichts-dank-angela-merkel-co\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Ukraine hat sich zu einem Klondike f&uuml;r US-Investmentfonds entwickelt<\/strong><br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r den Weltfrieden geht nicht einmal von den Falken im Wei&szlig;en Haus oder im Pentagon aus, sondern von m&auml;chtigen Investmentfonds, die auf ein Weiterlodern des Konfliktes zwischen den Atomm&auml;chten gesetzt haben. Ihre Spuren in der Ukraine-Krise sind kaum zu &uuml;bersehen.<br>\nEnde letzten Jahres f&uuml;hrten der ukrainische Pr&auml;sident Wladimir Selenskij und Larry Fink &ndash; der CEO der Investmentgesellschaft BlackRock &ndash; ein Gespr&auml;ch per Videokonferenz. Das Gespr&auml;ch war eine Fortsetzung der seit einigen Monaten sehr aktiven Zusammenarbeit zwischen der F&uuml;hrung in Kiew und BlackRock im Bereich der sogenannten &ldquo;Koordinierung von Investitionen f&uuml;r den Wiederaufbau der Ukraine&rdquo;.<br>\nDie Nachricht sorgte vor allem in den ukrainischen Medien f&uuml;r Aufsehen und blieb dennoch au&szlig;erhalb des Landes nahezu unbemerkt. Die einzige Ausnahme bildeten allerdings rechtsgerichtete US-amerikanische Medien, die die Situation von ihrem Beobachtungsturm aus betrachteten. Und was sie dort sahen, gefiel ihnen nicht.<br>\nDie Quintessenz ist einfach: Die Ukraine ist ein finanzieller und wirtschaftlicher Leichnam, dessen Vort&auml;uschen von Lebendigkeit nur durch westliche (vor allem US-amerikanische) Dauerinfusion aufrechterhalten wird, wobei BlackRock dabei ein wirklich gro&szlig;er Akteur auf dem Investmentmarkt ist, der &uuml;ber Verm&ouml;genswerte im Wert von etwa acht Billionen Dollar verf&uuml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/wirtschaft\/158956-ukraine-hat-sich-zu-klondike-entwickelt\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wann, wenn nicht jetzt: Warum die Nato aufgel&ouml;st werden sollte<\/strong><br>\nDie Nato ist eine Milit&auml;rallianz mit Atomwaffen. Sie ist ein negativer Faktor, destabilisiert die Welt und nimmt nun auch China ins Visier. Das ist eine gef&auml;hrliche Sackgasse. Ein Kommentar.<br>\nWeit davon entfernt, eine Kraft f&uuml;r Frieden und die Verteidigung der Demokratie zu sein, bleibt die Nato eine Nuklearwaffen besitzende Milit&auml;rallianz, deren Agieren Krieg, globale Ungerechtigkeit, Ungleichheit und Brutalit&auml;t erzeugt.<br>\nSeit dem Ende des Kalten Krieges hat die Organisation sowohl ihre Einflusssph&auml;re als auch die Reichweite ihrer Aktivit&auml;ten ausgedehnt und damit die internationalen Beziehungen destabilisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wann-wenn-nicht-jetzt-Warum-die-Nato-aufgeloest-werden-sollte-7398312.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&laquo;Wir haben die Gefahren der NATO-Erweiterung immer gekannt&raquo;<\/strong><br>\nAm 15. April 2022 publizierte Globalbridge.ch eine eigene Recherche: &laquo;Die Mitverantwortung der USA und der NATO: Vor der NATO-Osterweiterung wurde mehrfach gewarnt&raquo;. Darin wurden ein Dutzend Politiker und Politologen genannt und zitiert &ndash; in ihrer Originalsprache, meist Englisch, aber auch ins Deutsche &uuml;bersetzt. Auch heute kann nicht genug wiederholt und betont werden, dass die USA wussten, dass die NATO-Osterweiterung von Moskau nur als Provokation verstanden werden konnte. Im Dezember 2021 hat Russland deshalb von den USA und der NATO verlangt, dass die Ukraine neutral bleiben m&uuml;sse, was aber von beiden, den USA und von der NATO, pauschal abgelehnt wurde. Auch wenn formell ein NATO-Beitritt der Ukraine noch nicht erfolgt war, die Zusammenarbeit Ukraine-NATO wurde immer enger: von der Angleichung der milit&auml;rischen Hierarchiestufen bis zum obligatorischen Englisch-Unterricht f&uuml;r die ukrainischen Offiziere. Ted Snider zeigt auf, dass die USA wussten, dass der absolut heikelste Punkt der NATO-Osterweiterung eben die Ukraine war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/wir-haben-die-gefahren-der-nato-erweiterung-immer-gekannt\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Energiewende wegen des Ukraine-Kriegs? Daraus wird wohl nichts<\/strong><br>\nDer Ukraine-Krieg treibt die Gaspreise in Europa in die H&ouml;he Auch deshalb werden hierzulande Projekte f&uuml;r mehr Erneuerbare Energie beschleunigt. Gut so, k&ouml;nnte man meinen. Aber hat das Klima auch wirklich etwas davon? [&hellip;]<br>\nEs f&uuml;hrt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass man einen Markt nicht mit Marktmitteln austrocknen kann. Man br&auml;uchte n&auml;mlich gleichzeitig steigende Preise zur Eind&auml;mmung der Nachfrage und sinkende Preise zur Eind&auml;mmung des Angebots. Will man das durch Besteuerung zum Beispiel mittels CO2-Zertifikaten erreichen, funktioniert es nur, wenn es weltweit gleich geregelt und durchgesetzt wird. Anderenfalls kommt es nur zu Verschiebungen wie den im Fall der Sanktionen beschriebenen.<br>\nIm Ergebnis stellt sich das europ&auml;ische Streben nach Unabh&auml;ngigkeit von russischen Energielieferungen daher nicht nur als Schub f&uuml;r gr&uuml;ne Technologien hierzulande heraus, sondern auch als mehr oder weniger unfreiwillige Entwicklungshilfe: entweder bei sinkenden Preisen fossiler Rohstoffe f&uuml;r &auml;rmere, auf Energieimporte angewiesene Staaten oder bei steigenden Preisen f&uuml;r &auml;rmere, an fossilen Exporten interessierte Staaten. Das kann man in Hinblick auf die weltweite Verteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen gut oder in Hinblick auf die Verteilungswirkungen innerhalb Europas bzw. Deutschlands schlecht finden &ndash; f&uuml;r den Klimaschutz ist so oder so nichts gewonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/energiewende-wegen-des-ukrainekriegs-daraus-wird-wohl-nichts\">Friederike Spiecker in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Serbien und Kosovo: Ewiges Tauziehen<\/strong><br>\nBerlin und Paris erwarten von Belgrad, den Kosovo zwar nicht de jure, aber de facto anzuerkennen. Warum das vorerst nicht funktionieren wird, wei&szlig; Norbert Mappes-Niediek<br>\nKriegsalarm auf dem Balkan wird im Schnitt ein- bis zweimal j&auml;hrlich ausgerufen, zuletzt &uuml;ber die Weihnachtstage im Kosovo. Wirklich passiert ist wieder nichts. Ernst ist die Lage trotzdem. Dass sich der Ukraine-Krieg auf eine Region auswirkt, in der kleine Nationen traditionell Verb&uuml;ndete unter den gro&szlig;en suchen, darf niemanden wundern. Vor allem Serbiens Rolle ist mit dem 24. Februar 2022 prek&auml;r geworden. Pr&auml;sident Aleksandar Vu&#269;i&#263; hat sein Land bisher mit gro&szlig;em Geschick m&ouml;glichst exakt zwischen Ost und West hindurchgelotst. Ganz wie es einst Pr&auml;sident Tito erfolgreich mit dem viel st&auml;rkeren Jugoslawien tat. Aber wenn Ost und West, wie jetzt, am Rande des Krieges stehen, ist der Kurs nicht zu halten.<br>\nDruck kommt vor allem aus dem Westen. Serbien soll sich den Russland-Sanktionen der EU anschlie&szlig;en und endlich der seit 2008 unabh&auml;ngige Kosovo anerkennen. Es gilt das Gesetz des Tauziehens: Druck auf Serbien ist Ermunterung f&uuml;r die Kosovo-Albaner. So unternahm der nicht minder geschickte Kosovo-Regierungschef Albin Kurti Schritte, den serbisch besiedelten Norden unter seine staatliche Kontrolle zu bringen. Vu&#269;i&#263; witterte die Gefahr und eskalierte den Streit. Mit Erfolg: Auf europ&auml;ischen Druck hin musste Kurti sich beugen. Er unterschrieb, dass er seine Spezialpolizei k&uuml;nftig nur dann in den Norden schickt, wenn die NATO-Truppe im Land ihr Okay gibt. Den Plan, den Serben im Norden kosovarische Auto-Nummernschilder vorzuschreiben, hatte Kurti schon vorher aufgeben m&uuml;ssen.<br>\nDamit ist klargestellt, dass die Kosovo-Albaner den Druck, den der Westen auf Serbien aus&uuml;bt, nicht auf eigene Faust verst&auml;rken d&uuml;rfen. Der Druck aber bleibt. Besonders Deutschland will in der Kosovo-Frage endlich klare Verh&auml;ltnisse schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/norbert-mappes-niediek\/serbien-und-kosovo-ewiges-tauziehen\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Auf Nimmerwiedersehen, Juan Guaid&oacute;!<\/strong><br>\nJuan Guaid&oacute; sollte dem US-gest&uuml;tzten Regimewechsel in Venezuela ein sympathisches Gesicht verleihen. Seine Absetzung als &raquo;Interimspr&auml;sident&laquo; ist ein weiteres Indiz daf&uuml;r, dass dieses Unterfangen gescheitert ist.<br>\nJetzt ist es amtlich: Juan Guaid&oacute; ist nicht mehr Pr&auml;sident von Venezuela. Er war es nat&uuml;rlich auch nie. Seit 2019, als Guaid&oacute; seine Position als Pr&auml;sident des von der Opposition gef&uuml;hrten venezolanischen Parlaments nutzte, um sich selbst zum Pr&auml;sidenten einer &raquo;Interimsregierung&laquo; zu erkl&auml;ren, die nie wirklich regiert hat, machten sich Beobachter einen Spa&szlig; daraus, Memes von Guaid&oacute; zu teilen, in denen er verk&uuml;ndete, alles M&ouml;gliche zu sein &ndash; vom neuen britischen Monarchen bis zum Gewinner der dysfunktionalen Pr&auml;sidentschaftsvorwahlen in Iowa 2020. Doch seit dieser Woche darf Guaid&oacute; nicht einmal mehr den Titel eines fiktiven Pr&auml;sidenten f&uuml;hren.<br>\nDie venezolanische Nationalversammlung stimmte am Montag mit 72 zu 29 Stimmen daf&uuml;r, Guaid&oacute; seine nicht existierende Pr&auml;sidentschaft zu entziehen und seine Interimsregierung nach fast vier Jahren aufzul&ouml;sen. Damit ist die Opposition zu dem Schluss gekommen, dass ihre Strategie gescheitert ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/auf-nimmerwiedersehen-juan-guaido-venezuela-putsch-maduro\/\">Jacobin<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Neujahrsvors&auml;tze? Ausw&auml;rtiges Amt will 2023 mal kein V&ouml;lkerrecht brechen: &bdquo;Wir erkennen keine Regierungen, sondern nur Staaten an&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92131\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&raquo;Wir werden die Beziehungen zu allen L&auml;ndern der Welt wiederherstellen&laquo;<\/strong><br>\nDie Rede von Brasiliens Pr&auml;sident Luiz In&aacute;cio Lula da Silva bei seiner Amtseinf&uuml;hrung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/lula-da-silva-brasilien-wir-werden-die-beziehungen-zu-allen-laendern-der-welt-wiederherstellen\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Erhebliche Kaufkraftverluste f&uuml;r Menschen in der Grundsicherung und die Stromkosten bleiben auch im B&uuml;rgergeld ein Problem<\/strong><br>\nBezieher von Grundsicherung sind derzeit von erheblichen Kaufkraftverlusten betroffen: So h&auml;tte ein Paar mit zwei Kindern im Jahr 2022 rund 1.600 Euro mehr bekommen m&uuml;ssen, um die Kaufkraft der Grundsicherung zu erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB): [&hellip;]<br>\nUnd auch die Empf&auml;nger von B&uuml;rgergeld, was zum Jahresbeginn das offizielle Licht der Welt erblickt hat, sind nicht vor hohen Teuerungsraten gesch&uuml;tzt. Das Statistische Bundesamt hat die Inflation f&uuml;r das gesamte Jahr 2022 auf 7,9 Prozent taxiert &ndash; das ist der h&ouml;chste Wert seit 1951. Aber die Bundesregierung hat doch eine Vielzahl an Entlastungsma&szlig;nahmen f&uuml;r die Menschen auf den Weg gebracht?<br>\nDas ist im Prinzip auch richtig: &raquo;Um die H&auml;rten auszugleichen, stellte die Bundesregierung Entlastungspakete in H&ouml;he von etwa 200 Milliarden Euro bereit. Manches davon, etwa Einmalzahlungen f&uuml;r Erwachsene und Kinder oder das von Juni bis Ende August g&uuml;ltige Neun-Euro-Ticket f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Nahverkehr, kam auch Hartz-IV-Empf&auml;ngern zugute&laquo;, berichtet Benedikt Peters unter der &Uuml;berschrift Trotz Hartz IV unter dem Existenzminimum. Insgesamt aber konnten die Entlastungen den Berechnungen von Irene Becker zufolge die Teuerung bei Weitem nicht ausgleichen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2023\/01\/05\/erhebliche-kaufkraftverluste-und-ungedeckte-stromkosten\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stadtsoziologin zur Silvesternacht: &bdquo;Keine &Uuml;berraschung, dass es jetzt knallt&ldquo;<\/strong><br>\nNach den Krawallen zu Silvester diskutiert Berlin &uuml;ber die Gr&uuml;nde. Die Soziologin Talja Blokland fragt sich, warum es nicht noch viel heftiger kam. Ein Interview. [&hellip;]<br>\nK&ouml;nnen Sie sich erkl&auml;ren, warum es zu dieser Gewalt gegen Feuerwehrleute gekommen ist?<br>\nDie Motive kennen nur die T&auml;ter selbst. Wenn man die Polizei-Auswertungen liest, sieht man, dass es Vorf&auml;lle von Moabit &uuml;ber Lichtenberg bis Neuk&ouml;lln gibt, da l&auml;sst sich schwer eine singul&auml;re Erkl&auml;rung finden. Es wird jetzt viel &uuml;ber die kulturellen Hintergr&uuml;nde der T&auml;ter diskutiert. Manche behaupten sogar schon, die T&auml;ter h&auml;tten ganz andere Werte als wir und seien w&uuml;tend auf den Staat. Aber abgesehen davon, dass wir das noch gar nicht wissen k&ouml;nnen, ist es auch eine folgewidrige Annahme.<br>\nWie kommen Sie darauf?<br>\nLassen Sie uns kurz die Hypothese annehmen, die T&auml;ter h&auml;tten Feuerwehrleute aus Wut auf den Staat angegriffen. Dann ist das gerade kein Motiv, das zeigt, dass die T&auml;ter andere Werte haben als alle Anderen in dieser Stadt. Denn Wut und Frust k&ouml;nnen entstehen, wenn ich die gleichen Ideale und Werte anstrebe wie andere Menschen, aber daran gehindert werde, sie zu realisieren. Einfaches Beispiel: gro&szlig;e, teure Autos. Die fahren die reichsten Berliner, aber auch manche Menschen zum Beispiel in Neuk&ouml;lln. Dann werden doch die gleichen Werte verfolgt. Die Wut und der Frust entstehen daraus, dass  Menschen keinen Zugriff auf die Ressourcen haben, die notwendig sind um ihre Idealen zu verwirklichen. Und dass sie keinen Zugriff auf die vollst&auml;ndige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben haben, wie die Mittel- und Oberschicht. Zum Beispiel weil das Schulsystem sie aussortiert, Ausbildungspl&auml;tze f&uuml;r sie unzug&auml;nglich bleiben, oder die Wege, beruflich erfolgreich zu werden, durch viele Hindernisse gesperrt sind, die oft nicht direkt sichtbar sind.<br>\nUnd was folgt daraus?<br>\nDaraus entsteht Frust und Wut. Vermutlich sp&uuml;ren das vor allem Jugendliche, die eine Migrationsgeschichte in ihrer Familie haben, selbst aber Berliner sind. Im Alltag werden sie immer nach dieser Migrationsgeschichte kategorisiert: Es steht ihnen wegen ihres Aussehens nicht zu, sich von ihrem Status als &sbquo;Migrantenkind&lsquo; zu trennen. F&uuml;r wei&szlig;e nicht-deutsche Kinder gibt es das nicht. Der Frust folgt also nicht daraus, dass manche Menschen andere Werte haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/berlin-interview-krawalle-gewalt-expertin-stadtsoziologin-talja-blokland-humboldt-universitaet-zur-silvesternacht-keine-ueberraschung-dass-es-jetzt-knallt-li.303845%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gekommen, um Feuer zu legen<\/strong><br>\nDie Rechtsau&szlig;en der US-Republikaner blockieren die Partei und treiben sie vor sich her. Wie konnte die Minderheit in der Partei so m&auml;chtig werden?<br>\nDie durch und durch peinliche Unf&auml;higkeit der Republikanischen Partei, nach mehreren Versuchen einen Sprecher des US-Repr&auml;sentantenhauses zu w&auml;hlen, ist eine Krise, die sie selbst verursacht hat. Sp&auml;testens seit der Pr&auml;sidentschaft von Barack Obama hat die Republikanische Partei eine St&auml;rkung ihrer rechten Flanke erlebt, deren Aufgabe nicht darin bestand, Politik zu machen, sondern Fortschritt zu verhindern, und deren Taktik eher Zerst&ouml;rung als Diplomatie hie&szlig;.<br>\nDie Anf&auml;nge der aktuellen Spielart dieses politischen Extremismus waren bereits zu erkennen, als John McCain 2008 die v&ouml;llig unqualifizierte Sarah Palin zu seiner Co-Kandidatin w&auml;hlte. Sie war nicht intellektuell, doch sie war willensstark. Sie war ein Anti-Obama. In ihrer Rede auf dem Parteitag der Republikaner im Jahr 2008 sagte sie, sie habe gelernt, dass es ausreiche, &bdquo;kein vollwertiges Mitglied der Washingtoner Elite&ldquo; zu sein, damit &bdquo;manche Medien einen Kandidaten f&uuml;r unqualifiziert halten&ldquo;. Aber, so fuhr sie fort, &bdquo;hier ist eine kleine Neuigkeit f&uuml;r all diese Reporter und Kommentatoren: Ich gehe nicht nach Washington, um Ihnen zu gefallen; ich gehe nach Washington, um den Menschen in diesem Land zu dienen.&ldquo;<br>\nPalin hat eine gef&auml;hrliche Realit&auml;t &uuml;ber die republikanische Basis aufgedeckt: dass sie nach Konflikten und Spektakel hungert, dass sie jedem zujubelt, der Liberale ver&auml;rgert, dass Darstellung weitaus wichtiger ist als Kompetenz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/nordamerika\/artikel\/gekommen-um-feuer-zu-legen-6423\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kein totes M&auml;dchen gefunden: R&uuml;ckruf einer Fl&uuml;chtlingsgeschichte<\/strong><br>\nAn den EU-Au&szlig;engrenzen sterben regelm&auml;&szlig;ig Menschen. Aber nicht jeder Bericht h&auml;lt einer genauen Recherche stand. Und in solchen F&auml;llen gibt es mitunter ein gr&ouml;&szlig;eres Nachspiel.<br>\nNachdem vor wenigen Wochen Spiegel Online vier Artikel &uuml;ber das Schicksal einer Fl&uuml;chtlingsgruppe auf einer Insel im Grenzfluss Evros zur &Uuml;berpr&uuml;fung vom Netz genommen hatte, sind diese nun endg&uuml;ltig zur&uuml;ckgerufen worden.<br>\nDie Behauptung, dass ein kleines Fl&uuml;chtlingsm&auml;dchen namens Maria auf der Insel von einem Skorpion gestochen worden und danach gestorben sei, kann somit nicht gehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kein-totes-Maedchen-gefunden-Rueckruf-einer-Fluechtlingsgeschichte-7450657.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bieten: Praktikum. Suchen: eine Person, die sich das leisten kann.<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist ein Teufelskreis. Der Journalismus schreit immer nach mehr Vielfalt. Aber es wird nichts daf&uuml;r gemacht. Das ist absurd.&ldquo;<br>\nDas sagt die 21-j&auml;hrige Paula, die eigentlich anders hei&szlig;t. Sie studiert Journalismus in Berlin und macht derzeit ein Praktikum &ndash; in der PR-Branche. 850 Euro bekommt sie da im Monat. Ein journalistisches Praktikum k&ouml;nne sie sich nicht leisten, weil in den Redaktionen, f&uuml;r die sie sich interessiert h&auml;tte, viel weniger bezahlt wird. Paulas Eltern verdienen so viel, dass sie kein Recht auf BAf&ouml;G hat, aber so wenig, dass sie sie nicht wirklich unterst&uuml;tzen k&ouml;nnen. F&uuml;r das Leben und die Miete in Berlin muss Paula also gr&ouml;&szlig;tenteils selber sorgen. Dabei braucht sie das Praktikum nicht nur, um Erfahrungen und Arbeitsproben zu sammeln, sondern auch f&uuml;r ihr Studium. F&uuml;nf Monate Praxis sind in der Studienordnung ihres Bachelors vorgeschrieben. Paula sagt, junge Menschen wie sie w&uuml;rden dadurch in eine &bdquo;unm&ouml;gliche finanzielle Lage&ldquo; gezwungen.<br>\nOb der Einstieg in den Journalismus gelingt, ist sehr davon abh&auml;ngig, ob man es sich leisten kann, schlecht oder gar unbezahlte Praktika zu machen. &bdquo;Wo keine Villa ist, ist auch kein Weg&ldquo; kommentierte Autor Olivier David bei &Uuml;bermedien im vergangenen Jahr.<br>\nPflichtpraktika sind an vielen Unis und Ausbildungsst&auml;tten im Fachbereich Journalismus &uuml;blich. An der Johannes-Gutenberg-Universit&auml;t Mainz etwa m&uuml;ssen Studierende im Master Journalismus Praktika in drei Redaktionen leisten. Mindestdauer gesamt: zw&ouml;lf Wochen im Zeitraum der Semesterferien.<br>\nRebecca Roth von den &bdquo;Neuen Deutschen Medienmacher*innen&ldquo; (NdM), die dort zust&auml;ndig ist f&uuml;r das Mentoring-Programm, schl&auml;gt Redaktionen vor, sich am Mindestlohn zu orientieren. F&uuml;r Roth steht fest: Wenn Redaktionen es mit diversit&auml;tsbewusstem Recruiting ernst meinen, m&uuml;ssen Sie Praktika angemessen verg&uuml;ten. Sonst w&uuml;rden bestimmte Nachwuchsjournalis*innen automatisch ausgeschlossen, insbesondere Journalist*innen aus Arbeiter*innenfamilien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/uebermedien.de\/79974\/bieten-praktikum-suchen-eine-person-die-sich-das-leisten-kann\/\">&Uuml;bermedien<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.M.:<\/strong> So bekommt man nat&uuml;rlich die Journalisten \/ -innen, die von Haus aus die &ldquo;richtige&rdquo; Einstallung mitbringen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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