{"id":9233,"date":"2011-04-28T14:33:00","date_gmt":"2011-04-28T12:33:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9233"},"modified":"2014-08-26T12:20:41","modified_gmt":"2014-08-26T10:20:41","slug":"vorsichtiger-wechsel-in-baden-wurttemberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9233","title":{"rendered":"Vorsichtiger Wechsel in Baden-W\u00fcrttemberg"},"content":{"rendered":"<p>Zugegeben, der <a href=\"http:\/\/spdnet.sozi.info\/bawue\/dl\/Koalitionsvertrag-web.pdf\">Koalitionsvertrag zwischen B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN und der SPD Baden-W&uuml;rttemberg [PDF &ndash; 900 KB]<\/a> hebt sich mit seinen inhaltlichen Ank&uuml;ndigungen, in der Wortwahl oder in seinem Verst&auml;ndnis einer demokratischen Kultur, wohltuend von Koalitionsvereinbarungen schwarz-gelber Regierungsb&uuml;ndnisse ab. Die guten Botschaften h&ouml;rt man wohl, doch viele Zweifel bleiben, ob ihnen auch entsprechende Taten folgen werden. Allzu oft hei&szlig;t es in dem Papier &bdquo;wir streben an&ldquo;, &bdquo;mittelfristig soll&ldquo;, wir wollen &bdquo;im Dialog regieren&ldquo;, &bdquo;in Zusammenarbeit mit den Akteuren&ldquo; oder &bdquo;wir werden das Gespr&auml;ch suchen&ldquo; und &bdquo;Br&uuml;cken bauen&ldquo;. Das h&ouml;rt sich sympathisch und demokratisch an, l&auml;sst aber f&uuml;r viele mit gro&szlig;em Pathos vorgetragene Ank&uuml;ndigungen alle Auswege offen. &bdquo;Wir werden ver&auml;ndern, wo es notwendig ist, Manches anders und Vieles besser machen.&ldquo; Man wolle mit &bdquo;Ma&szlig; und Mitte&ldquo; vorgehen. Da sp&uuml;rt man die Vorsicht, mit der dieses B&uuml;ndnis den &bdquo;Wechsel beginnen&ldquo; will.<br>\nBei vielen Entscheidungen, die eine klare politische Festlegung verlangen w&uuml;rden, beinhaltet der Vertrag nur Formelkompromisse. Die Hoffnung der Gr&uuml;nen, dass Stuttgart 21 nicht kommt, h&auml;ngt an einem d&uuml;nnen Faden und beim Atomausstieg schiebt man die Verantwortung auf den Bund ab. Wolfgang Lieb<br>\n<!--more--><br>\nIm Koalitionsvertrag steht die Bildung an erster Stelle. Es werden daf&uuml;r sogar mehr Investitionen versprochen. Wie viel und wo genau, das wird allerdings von einem &bdquo;Kassensturz&ldquo; abh&auml;ngig gemacht.<\/p><p>Der Ausbau der Kleinkindbetreuung, Sprachf&ouml;rderungsprogramme schon im Kindergarten, einen Rechtsanspruch auf fr&uuml;hkindliche Betreuung, mehr Schulsozialarbeit, mehr Ganztagsangebote in Kinderg&auml;rten und Schulen, eine Sonderprogramm gegen den Unterrichtsausfall, die Verankerung von Ganztagsschulen als Regelform im Schulgesetz und Vieles mehr,  das h&ouml;rt sich alles sehr positiv an, ob daf&uuml;r aber die Mittel ausreichen werden, die aufgrund sinkender Sch&uuml;lerzahlen frei werden und mit einer Erh&ouml;hung der Grunderwerbssteuer um eineinhalb Prozent zus&auml;tzlich eingenommen werden k&ouml;nnen, ist &auml;u&szlig;erst zweifelhaft. Allzu gro&szlig;e Spr&uuml;nge werden damit wohl kaum m&ouml;glich sein.<\/p><p>Die Koalitionspartner halten die Geb&uuml;hrenfreiheit im Kindergarten f&uuml;r &bdquo;wichtig&ldquo;, doch &bdquo;angestrebt&ldquo; wird eine Vereinbarung mit den kommunalen Spitzenverb&auml;nden, dass diese Geb&uuml;hren &bdquo;sozial gestaffelt werden&ldquo;. Was sie ja in aller Regel schon sind.  <\/p><p>Nat&uuml;rlich kann man verstehen, dass nach den Erfahrungen mit dem Volksbegehren in Hamburg den Kommunen unter Mitwirkung ihrer Schule nur angeboten wird, freiwillig Gemeinschaftsschulen f&uuml;r alle Kinder bis Klasse 10 einzurichten. So werden aber Gemeinschaftsschulen eher aus der Not geboren, weil etwa die &ouml;rtliche Hauptschule zur Schlie&szlig;ung ansteht oder weil sich in Ballungszentren gen&uuml;gend Eltern daf&uuml;r engagieren. Aber man h&auml;tte ja auch wie in Nordrhein-Westfalen Gesamtschulen als Schulform einrichten und es den Eltern &uuml;berlassen k&ouml;nnen, ob sie ihre Kinder dort anmelden. <\/p><p>&bdquo;Wir streben an, dass mittelfristig mindestens 50 Prozent eines Altersjahrgangs im Lauf ihres Lebens ein Hochschulstudium abschlie&szlig;en&ldquo;. Das ist &ndash; gemessen an der bisherigen <a href=\"http:\/\/www.studium-informationen.de\/nachrichten\/studium-allgemeines\/nrw-bei-absolventenquote-erfolgreich.html\">Absolventenquote von rund 25 Prozent<\/a> &ndash; ein wahrlich hohes Ziel. Der Weg, wie das erreicht werden soll, bleibt aber ziemlich vage. <\/p><p>Gerade in Baden-W&uuml;rttemberg, wo die Hochschulpr&auml;sidenten per Gesetz ja &bdquo;Vorstandsvorsitzende&ldquo; genannt werden, ist es ein mutiger Satz, wenn es im Vertrag hei&szlig;t: &bdquo;Das Leitbild der &bdquo;Unternehmerischen Hochschule&ldquo;, das dem aktuellen Landeshochschulgesetz zugrunde liegt, hat noch nie zu den Hochschulen gepasst.&ldquo; Auch dass anstelle der bestehenden Aufsichtsr&auml;te externe Hochschulbeir&auml;te etabliert werden sollen, die die Hochschulen, statt mit Entscheidungskompetenzen in zentralen Fragen nur noch mit Blick von au&szlig;en <strong>beratend<\/strong> begleiten sollen, ist begr&uuml;&szlig;enswert. Doch wie man das &bdquo;gemeinsam mit den Hochschulen&ldquo; und das hei&szlig;t gegen die Landesrektorenkonferenz durchsetzen will, bleibt eine offene Frage. <\/p><p>Erfreulich ist auch die Wiedereinf&uuml;hrung einer &bdquo;Verfassten Studierendenschaft&ldquo;, die &uuml;ber die Belange der Hochschule hinaus auch mit einem entsprechenden Mandat an der gesellschaftlichen Willensbildung teilnehmen soll. Genauso positiv sehe ich auch die Forderung, dass &uuml;berall, wo es um Studium und Lehre geht, Studierende mitgestalten k&ouml;nnen sollen, dass Studiengeb&uuml;hren &ndash; wenn auch erst zum Sommersemester 2012 &ndash; wegfallen sollen, dass f&uuml;r die Hochschulen die Teilnahme an einem bundesweiten Serviceverfahren zur Vergabe von Numerus-Clausus-Studienpl&auml;tze obligatorisch werden soll, dass der &Uuml;bergang von einem Bachelor- zu einem Masterstudiengang nicht an den notwendigen Studienpl&auml;tzen scheitern soll oder dass Fachhochschulabsolventen einen geregelten Zugang zur Promotion haben sollen. <\/p><p>Der Koalitionsvertrag fordert weiter, dass die Kriterien &bdquo;guter Arbeit&ldquo; endlich auch an den Hochschulen gelten m&uuml;ssen und dass innerhalb der n&auml;chsten f&uuml;nf Jahre die Zahl unbefristeter Mittelbaustellen zu erh&ouml;hen ist. Doch all dies wird auf den Widerstand der Hochschulleitungen sto&szlig;en. Wenn es die neue Landesregierung nicht schafft, alternative Kommunikationsstrukturen mit den Hochschulen aufzubauen, so wird &ndash; jedenfalls im Konsens &ndash;  mit den &bdquo;Vorstandsvorsitzenden&ldquo; an den baden-w&uuml;rttembergischen Hochschulen nur wenig zu erreichen sein. Dass &bdquo;mittelfristig&hellip;ein Frauenanteil von 40 Prozent in allen Hochschulgremien erreicht&ldquo; werden soll, wird allein schon wegen des geringen Frauenanteils unter der Professorenschaft nur mildes L&auml;cheln hervorrufen. <\/p><p>Gr&uuml;n-Rot will &bdquo;mutige Schritte&ldquo; in Richtung auf eine &bdquo;erneuerte soziale und &ouml;kologische Marktwirtschaft&ldquo; gehen und das &bdquo;im engen Miteinander aller Unternehmen, Wirtschaftsverb&auml;nde und Kammern, Gewerkschaften und sonstigen Akteuren&ldquo;. Man darf gespannt sein, wie viel Mut nach dem von der neuen Landesregierung gesuchten &bdquo;Dialog&ldquo; und nach der &bdquo;Einladung zur Mitarbeit&ldquo; noch &uuml;brig bleiben wird. Interessant d&uuml;rfte auch sein, wie sich Daimler und Porsche dazu stellen werden, dass die &bdquo;Heimat des Automobils&ldquo; sich zum Leitmarkt f&uuml;r Elektromobilit&auml;t und zugleich zum Leitanbieter f&uuml;r alternative Antriebe und f&uuml;r ressourcenschonende Mobilit&auml;t entwickeln soll. Allein der Aufbau einer neuen Fahrzeugflotte der Landesregierung mit elektrisch betriebenen bzw. alternativen Antriebsarten, d&uuml;rfte daf&uuml;r wohl kaum ein ausreichender Impuls sein. <\/p><p>Auch die Zur&uuml;cknahme der Praxis von Public-Private-Partnership (PPP) und Generalunternehmer-Vertr&auml;gen ist ein positives Signal. Baden-W&uuml;rttemberg zu einem &bdquo;Musterland Guter Arbeit&ldquo; zu machen ist jedenfalls ein neuer Ton in der deutschen Politik.<br>\nWie man allerdings ein Tariftreuegesetz mit einem Mindeststundenlohn von zun&auml;chst 8,50 Euro vom &bdquo;L&auml;ndle&ldquo; gegen&uuml;ber dem <a href=\"?p=3148\">Europ&auml;ischen Gerichtshof<\/a> durchsetzen will, ist eine offene Frage. Immerhin k&ouml;nnte mit Baden-W&uuml;rttemberg die <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/547_108707.html\">Gegenbewegung<\/a> gegen die derzeitig Auslegung der europ&auml;ischen Dienstleistungsfreiheit gest&auml;rkt werden.<\/p><p>Auch der Vorsatz, die Leiharbeit  zu bek&auml;mpfen und f&uuml;r gleiches Geld f&uuml;r gleiche Arbeit und gleiche Arbeitsbedingungen einzutreten, ist f&uuml;r eine Landesregierung ein neuer Akzent und kann die Debattenlage in Deutschland positiv beeinflussen.  <\/p><p>&Uuml;ber den Kompromiss zu Stuttgart 21 wurde schon viel geschrieben, deshalb erspare ich mir weitere Spekulationen. Im Koalitionsvertrag selbst wurde nur best&auml;tigt, dass die Koalitionsparteien zu diesem Projekt unterschiedlicher Meinung sind und ihre jeweiligen Positionen respektieren. Die Koalitionspartner werden also bei der f&uuml;r Oktober angestrebten Volksabstimmung als Instrument zur &bdquo;Friedensstiftung&ldquo; zwischen den &bdquo;gespaltenen Lagern&ldquo; <strong>gegeneinander<\/strong> antreten. <\/p><p>Wenn also nicht die Bewertung der Ergebnisse des in der Gei&szlig;lerschen Schlichtung erreichten weiteren &bdquo;Stresstests&ldquo; zu einem negativen Ergebnis f&uuml;hrt und wenn der vereinbarte &bdquo;Kostendeckel&ldquo; f&uuml;r das Land in H&ouml;he von 4,5 Milliarden Euro f&uuml;r S 21 nicht gesprengt wird, dann wird dieses gigantomanische Projekt verwirklicht werden. Denn im Koalitionsvertrag hei&szlig;t es: &bdquo;Die Volksabstimmung wird nach Art. 60 der Landesverfassung durchgef&uuml;hrt&ldquo;. Und dort steht in Absatz 5: &bdquo;Bei der Volksabstimmung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen g&uuml;ltigen Stimmen. Das Gesetz ist beschlossen, wenn mindestens ein Drittel der Stimmberechtigten zustimmt.&ldquo; Dass ein Drittel der Stimmberechtigten (!) &ndash; das ist mehr als die ablehnenden Gr&uuml;nen und die zustimmenden Sozialdemokraten bei dieser Wahl an Stimmen erhalten haben &ndash; f&uuml;r ein &bdquo;Gesetz &uuml;ber die einseitige K&uuml;ndigung der bestehenden vertraglichen Verpflichtungen des Landes Baden-W&uuml;rttemberg (Ausstiegsgesetz)&ldquo; stimmen werden, ist so unwahrscheinlich wie, dass der Neckar <a href=\"?p=8941#h01\">flussaufw&auml;rts flie&szlig;t<\/a>. Das gilt umso mehr, als Bestandteil des zur Abstimmung gestellten Gesetzentwurfs auch die Kosten sein sollen, die auf das Land im Falle eines solchen Ausstiegs zukommen k&ouml;nnten. Wie die bekannt sparsamen Schwaben reagieren werden, wenn ihnen nach den bisherigen Darstellungen vorgerechnet wird, dass sie bei einem Ausstieg 1,5 Milliarden &bdquo;f&uuml;r nix&ldquo; bezahlen sollen, kann man sich leicht ausdenken. (Etwas Kritisches dar&uuml;ber, ob diese <a href=\"http:\/\/www.bei-abriss-aufstand.de\/wp-content\/uploads\/Wer_finanziert_eigentlich_S21_-_Die_Kostenluege.pdf\">Kosten [PDF &ndash; 80 KB]<\/a> wirklich anfallen w&uuml;rden, liest man in der Vereinbarung nicht. Siehe auch <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/user\/WerZahltS21\">&bdquo;Wer finanziert Stuttgart 21&ldquo;<\/a>) <\/p><p>Die Hoffnung der S 21 ablehnenden Gr&uuml;nen, der vereinbarte Kostendeckel von 4,5 Milliarden w&uuml;rde gesprengt, h&auml;ngt an einem d&uuml;nnen Faden. Denn es w&auml;re ein ziemlich einmaliger Vorgang, dass die Kalkulationen f&uuml;r solche &ouml;ffentlichen Milliarden-Projekte nicht so dargestellt werden k&ouml;nnten, dass der erw&uuml;nschte Betrag herauskommt. Was dann nach Baubeginn an zus&auml;tzlichen (unerwarteten und nicht vermeidbaren) Kosten anf&auml;llt, steht in einem anderen Kapitel.   <\/p><p>Die Einbringung eines Gesetzentwurfes zur &Auml;nderung der Landesverfassung mit dem Ziel einer deutlichen Senkung der Quoren bei Volksabstimmung, darf man getrost, als ein billiges Alibi abtun, denn eine zwei Drittel Mehrheit ist im Stuttgarter Landtag daf&uuml;r nicht zu haben. Die CDU hat l&auml;ngst abgewinkt. <\/p><p>&bdquo;Atomkraft &ndash; nein danke&ldquo; lautet die Gr&uuml;ne &Uuml;berschrift und &bdquo;Wir werden endlich die Energiewende in Baden-W&uuml;rttemberg voranbringen und die Nutzung der Atomkraft endg&uuml;ltig<br>\nbeenden&ldquo;, hei&szlig;t es im Vertrag. Die derzeit schon still gelegten Atomkraftwerke Neckarwestheim I und Philippsburg I sollen dauerhaft stillgelegt werden. Aber selbst wenn das erreicht werden k&ouml;nnte, was ist mit den anderen Atomkraftwerken des <a href=\"?p=8707\">&bdquo;Atomkonzerns&ldquo; EnBW<\/a> in Baden-W&uuml;rttemberg? Dazu fordert das Land nur den Bund auf, nicht nur die Laufzeitverl&auml;ngerung zur&uuml;ck zu nehmen, sondern ein Gesetz f&uuml;r einen beschleunigten Atomausstieg zu verabschieden. Gr&uuml;n-Rot &uuml;berl&auml;sst also die Atompolitik Schwarz-Gelb.<\/p><p>Was will aber das Land, das ja mit der &Uuml;bernahme der 45-Prozent-Beteiligung des franz&ouml;sischen Stromriesens EDF einen bestimmenden Einfluss auf EnBW hat, selbst tun?<br>\nDar&uuml;ber schweigt sich der Koalitionsvertrag aus. Selbst Mappus hat ja den 4,67-Millarden-Deal damit begr&uuml;ndet, dass das Land den Energiekonzern auf erneuerbare Energien umsteuern wolle und dies mit der weltweit am st&auml;rksten auf die Atomkraft setzende franz&ouml;sische EDF als Mehrheitseigner nicht m&ouml;glich gewesen w&auml;re. Dort wo also eine gr&uuml;n-rote Landesregierung selbst seinen Einfluss aus&uuml;ben k&ouml;nnte, um der Atomkraft &bdquo;nein danke&ldquo; zu sagen, will sie mit ihrer &bdquo;gewichtigen Beteiligung&ldquo; an EnBW nicht mehr tun, als darauf zu achten, sich in ihrem &bdquo;ordnungspolitischen und hoheitlichen Handeln wettbewerblich neutral zu verhalten&ldquo;.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zugegeben, der <a href=\"http:\/\/spdnet.sozi.info\/bawue\/dl\/Koalitionsvertrag-web.pdf\">Koalitionsvertrag zwischen B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN und der SPD Baden-W&uuml;rttemberg [PDF &ndash; 900 KB]<\/a> hebt sich mit seinen inhaltlichen Ank&uuml;ndigungen, in der Wortwahl oder in seinem Verst&auml;ndnis einer demokratischen Kultur, wohltuend von Koalitionsvereinbarungen schwarz-gelber Regierungsb&uuml;ndnisse ab. 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