{"id":9240,"date":"2011-04-29T08:42:54","date_gmt":"2011-04-29T06:42:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9240"},"modified":"2011-04-29T08:42:54","modified_gmt":"2011-04-29T06:42:54","slug":"hinweise-des-tages-1355","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9240","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Arbeitsmarkt im April 2011; Schr&ouml;der in verbotene Parteispende verwickelt; Frankreich will Lohnpr&auml;mien erzwingen; Tabuthema Mindestlohn; Gefahr Insolvenz: Arbeiter m&uuml;ssen Lohn zur&uuml;ckzahlen; Teurer Flop; Erg&auml;nzung zum Artikel &bdquo;Lolek und Bolek ante portas&ldquo;; Lettlands Wirtschaftsminister &ndash; &bdquo;Kurzfristig bleibt das riesige Gehaltsgef&auml;lle&ldquo;; Studie von Stiftung Warentest: Die Bahn kommt &ndash; zu sp&auml;t; Tom Tom als &bdquo;Big Brother&ldquo; auf niederl&auml;ndischen Stra&szlig;en; Griechenland &ndash; Parlament pr&uuml;ft U-Boot-Kauf; Die Arroganz der Macht; Libyen &ndash; US-Botschafter spricht von 10.000 bis 30.000 Toten; Dramatischer Waldverlust bis 2050; &Uuml;berf&auml;lle in Berlin; Gregor Gysi: &laquo;Das B&uuml;rgertum l&auml;uft aus dem Ruder&raquo;; Der Abschluss Bachelor st&ouml;&szlig;t bei der deutschen Wirtschaft auf wenig Interesse; Dreiste Hochzeitsplanung von ARD und ZDF; zu guter Letzt: Herr Mountbatten und Fr&auml;ulein Middelton heiraten! (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Arbeitsmarkt im April 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Schr&ouml;der in verbotene Parteispende verwickelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Frankreich will Lohnpr&auml;mien erzwingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Tabuthema Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Gefahr Insolvenz: Arbeiter m&uuml;ssen Lohn zur&uuml;ckzahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Ursula Engelen-Kefer: Teurer Flop<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Erg&auml;nzung zum Artikel &bdquo;Lolek und Bolek ante portas&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Studie von Stiftung Warentest: Die Bahn kommt &ndash; zu sp&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Tom Tom als &bdquo;Big Brother&ldquo; auf niederl&auml;ndischen Stra&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Griechenland &ndash; Parlament pr&uuml;ft U-Boot-Kauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Die Arroganz der Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Libyen &ndash; US-Botschafter spricht von 10.000 bis 30.000 Toten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Dramatischer Waldverlust bis 2050<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">&Uuml;berf&auml;lle in Berlin &ndash; Sparkurs bei Polizei beg&uuml;nstigte U-Bahn-Gewalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Gregor Gysi: &laquo;Das B&uuml;rgertum l&auml;uft aus dem Ruder&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Der Abschluss Bachelor st&ouml;&szlig;t bei der deutschen Wirtschaft auf wenig Interesse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Dreiste Hochzeitsplanung von ARD und ZDF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">zu guter Letzt: Herr Mountbatten und Fr&auml;ulein Middelton heiraten!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=9240&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im April 2011<\/strong><br>\n5,501 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II).<br>\n4,751 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 276.000 (5,5%) weniger als im April 2010<br>\n3,078 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 321.000 (9,5%) weniger als im April 2010.\n<p>Ver&auml;nderungsraten (registrierte Arbeitslose) in den L&auml;ndern (April 2010 &ndash; April 2011):<br>\nM&auml;nner und Frauen: &ndash;18,6% in Baden-W&uuml;rttemberg bis &ndash;0,6% in Berlin<br>\nFrauen &ndash;13,7% in Baden-W&uuml;rttemberg bis +0,3% in Bremen und Berlin<br>\nM&auml;nner: -22,7% in Bayern bis &ndash;1,2% in Berlin<br>\nunter 25 Jahre: -33,1% in Baden-W&uuml;rttemberg bis &ndash;2,2% in Bremen<br>\n70,5% der Arbeitslosen sind im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert (April 2010: 66,5%)<br>\nIm April 2011 wurden von der Statistik der BA insgesamt 3,078 Millionen Arbeitslose registriert,<br>\n321.000 bzw. 9,5% weniger als im April 2010. Von diesen 3,078 Millionen Arbeitslosen waren 0,907 Millionen (29,5%) im Rechtskreis SGB III und 2,171 Millionen (70,5%) im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert. <\/p>\n<p>Als Arbeitsuchende waren im April 2011 insgesamt 5,276 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 636.000 (10,8%) weniger als im April 2010. Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im April 2011 4,042 Millionen, 529.000 (11,6%) weniger als im April 2010.<br>\nNach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten 0,831 Millionen (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,751 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 82.000 sog. Aufstocker (gleichzeitiger Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im April 2011 etwa 5,501 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, 502.000 (8,4%) weniger als vor einem Jahr (BA-Monatsbericht, S. 19). <\/p>\n<p>Quelle 1: <a href=\"\/upload\/pdf\/110429_arbeitsmarkt_april_2011.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 446 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201104.pdf\">Monatsbericht April 2011 der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Gemeldete offene Stellen<\/em><br>\n<em>Die gemeldeten Arbeitsstellen haben im April saisonbereinigt um 13.000 zugenommen, nach +9.000 im M&auml;rz und +12.000 im Februar (siehe Abbildung 4: Gemeldete Arbeitsstellen). Nicht saisonbereinigt belief sich der Bestand im April auf 461.000 Arbeitsstellen. Gegen&uuml;ber dem Vorjahr war das ein Anstieg von 126.000 oder 38 Prozent, nach +122.000 oder ebenfalls +38 Prozent im M&auml;rz. Von den gemeldeten Arbeitsstellen waren 88 Prozent sofort zu besetzen. (S. 10 des Monatsberichts der BA)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Schr&ouml;der in verbotene Parteispende verwickelt<\/strong><br>\nDer ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der wurde finanziell st&auml;rker vom umstrittenen AWD-Gr&uuml;nder Carsten Maschmeyer unterst&uuml;tzt als bislang bekannt. Neben einer zun&auml;chst anonymen Spende f&uuml;r Schr&ouml;ders Landtagswahlkampf 1998 &uuml;ber 650.000 DM, &uuml;ber die es bereits Berichte gegeben hat, gab es nach Panorama-Recherchen offenbar eine weitere, bisher unbekannte Zuwendung Maschmeyers von rund 150.000 DM.<br>\nDar&uuml;ber hinaus wurde Schr&ouml;ders Kanzler-Wahlkampf 1998 auch aus der nieders&auml;chsischen Staatskanzlei heraus geplant und organisiert, was nach Einsch&auml;tzung des renommierten D&uuml;sseldorfer Verfassungsrechtlers Prof. Martin Morlok &ldquo;eindeutig verfassungswidrig&rdquo; war. Der damalige Chef der Staatskanzlei und heutige Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, wusste offensichtlich von diesen verfassungswidrigen Aktionen und billigte sie. Das belegen seine Zeichnungsk&uuml;rzel auf diversen Schriftst&uuml;cken aus der Staatskanzlei Hannover, die Panorama vorliegen. Auf Anfrage teilte Steinmeier schriftlich mit, dass etwaige politische Aktivit&auml;ten &ldquo;au&szlig;erhalb der dienstlichen Verantwortung dieser Mitarbeiter erfolgten&rdquo;.<br>\nInterview-Anfragen des Magazins lehnten Maschmeyer, Schr&ouml;der und Steinmeier ab. Eine leitende Beamtin der Staatskanzlei, Bettina Raddatz, die dort auch schon 1998 in f&uuml;hrender Position t&auml;tig war, best&auml;tigt jedoch auf Vorhalt die Vorg&auml;nge und die Echtheit der Dokumente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2011\/schroeder237.html\">Panorama<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe auch die entsprechenden <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2011\/schroeder245.html\">Dokumente<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.K.:<\/strong> Nun muss sich keiner mehr &uuml;ber die Einf&uuml;hrung der Riester- und Privatrente durch Rot-Gr&uuml;n wundern. Eigentlich ein unglaublicher Vorgang. Ich w&uuml;rde Schr&ouml;der ganz &ouml;ffentlich als korrupt bezeichnen. Mal sehen welche Reaktion von Schr&ouml;der dann k&auml;me.<\/em><br>\n<em>So lange sich die SPD nicht endlich klar von der &Auml;ra Schr&ouml;der distanziert wird die SPD ihren Marsch in den Untergang weiter fortsetzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Frankreich will Lohnpr&auml;mien erzwingen<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Pr&auml;sident Sarkozy will Unternehmen, die eine Dividendenerh&ouml;hung vornehmen, zwingen, den Besch&auml;ftigten einen Lohnzuschlag zu zahlen. Sein Vorhaben wird nun konkret. Die Gewerkschaften sind dagegen.<br>\nFrankreichs Pr&auml;sident will Unternehmen k&uuml;nftig zwingen, bei jeder Dividendenerh&ouml;hung auch den Besch&auml;ftigten einen Zuschlag auf die Verg&uuml;tung zukommen zu lassen. Diese von Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy vor zwei Wochen in allgemeiner Form angek&uuml;ndigte Initiative konkretisiert sich nun zunehmend. Wie es in Regierungskreisen hei&szlig;t, werden voraussichtlich alle Unternehmen mit mehr als 50 Besch&auml;ftigten betroffen sein. Wenn ein Unternehmen mehr Gewinne macht und mehr Dividende an die Eigent&uuml;mer aussch&uuml;ttet, muss es mit den Gewerkschaften &uuml;ber einen Gehaltszuschlag f&uuml;r die Arbeitnehmer verhandeln. Diese Verhandlungen sollen getrennt von den j&auml;hrlichen Lohnverhandlungen ablaufen, die &uuml;blicherweise am Jahresanfang gef&uuml;hrt werden. Unternehmen, die einen Zuschlag verweigern, drohen finanzielle Sanktionen. Bis zu einer Obergrenze von voraussichtlich j&auml;hrlich 1500 Euro je Besch&auml;ftigten sollen die Lohnzuschl&auml;ge von den Sozialabgaben befreit sein. Ein Minimalbetrag werde wohl nicht festgelegt, hei&szlig;t es in der franz&ouml;sischen Presse.<br>\n[&hellip;] Die vier Gewerkschaften CFDT, CGC, CFTC und FO haben gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband Medef daf&uuml;r pl&auml;diert, in der Angelegenheit weiter eigenst&auml;ndig verhandeln zu k&ouml;nnen. Die Gewerkschaften bef&uuml;rchten unter anderem Interessenkonflikte mit den Lohnverhandlungen, die in Frankreich in der Regel auf Betriebsebene gef&uuml;hrt werden. Die Unternehmen k&ouml;nnten den Besch&auml;ftigten infolge der teilweisen Sozialbeitragsbefreiung k&uuml;nftig h&ouml;here &bdquo;Dividenden-Pr&auml;mien&ldquo; g&ouml;nnen, die klassischen Lohnsteigerungen aber k&uuml;rzen, bef&uuml;rchtete ein Gewerkschaftssprecher. Dies f&uuml;hre zu mehr Unsicherheit und Ungerechtigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0B44038177824280BB9F799BC91030B0\/Doc~ED4F669CEDB30423BB4CF12BDCFAC71E3~ATpl~Ecommon~Scontent.html?nwl_themendestages\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mindestlohn hilft gegen Schulden<\/strong><br>\nEine Untersuchung des Schweizer Forschungsunternehmen Prognos zeigt: Eine Lohnuntergrenze von 8,50 Euro k&ouml;nnte Mehreinnahmen und Einsparungen von zusammen mehr als sieben Milliarden Euro bringen.<br>\nMit einem gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland kann die Politik nicht nur schlecht bezahlte Jobs zur&uuml;ckdr&auml;ngen, sondern auch die Defizite in den staatlichen Etats bek&auml;mpfen. Dies zeigt eine Studie, die das Schweizer Forschungsunternehmen Prognos f&uuml;r die Friedrich-Ebert-Stiftung erstellt hat und die der Frankfurter Rundschau vorliegt.<br>\nDemnach br&auml;chte eine Lohnuntergrenze von 8,50 Euro Bund, L&auml;ndern und Kommunen sowie den Sozialversicherungen Mehreinnahmen und Einsparungen von zusammen mehr als sieben Milliarden Euro. Nach dem Prognos-Kalk&uuml;l w&uuml;rden f&uuml;r f&uuml;nf Millionen Besch&auml;ftigte die Arbeitseinkommen um insgesamt 14,5 Milliarden Euro steigen. Entsprechend zahlen sie laut Untersuchung sowohl knapp 2,7 Milliarden mehr an Steuern als auch an Sozialbeitr&auml;gen. Ihr Bedarf an Unterst&uuml;tzung etwa durch Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld s&auml;nke um 1,7 Milliarden Euro. Aber auch bei einem niedrigen Wert von f&uuml;nf Euro die Stunde profitiert der Staat laut Studie noch mit knapp 1,3 Milliarden Euro. Bei 7,50 Euro kamen die Wissenschaftler auf einen fiskalischen Vorteil von 4,6 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/arbeit---soziales\/mindestlohn-hilft-gegen-schulden\/-\/1473632\/8387860\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Tabuthema Mindestlohn<\/strong><br>\nSogar Leute vom Wirtschaftsfl&uuml;gel der Union halten die Einf&uuml;hrung des Mindestlohns mittlerweile f&uuml;r notwendig. Ihre Strategie werden CDU und FDP dennoch nicht &auml;ndern. Das Nein zum Mindestlohn ist zum Prinzip erhoben.<br>\nEs ist eine Schatztruhe aufgetaucht in Berlin, und sie ist gar nicht mal besonders klein. Mehrere Milliarden Euro befinden sich darin. Der Finanzminister k&ouml;nnte sie sich schnappen, unter einer Voraussetzung: Die Bundesregierung m&uuml;sste einen gesetzlichen Mindestlohn einf&uuml;hren.<br>\nF&uuml;r notwendig halten den inzwischen sogar Leute vom Wirtschaftsfl&uuml;gel der Union. Denn dass in manchen Branchen tats&auml;chlich Hungerl&ouml;hne gezahlt werden, hat sich inzwischen herumgesprochen. F&uuml;r das schwarz-gelbe Lager g&auml;be es sogar noch einen taktischen Grund: Man k&ouml;nnte SPD und Linkspartei ein Wahlkampfthema wegnehmen. Und was spricht eigentlich gegen mehr Geld in den Kassen, erst recht nicht, wenn die Bundesregierung doch gar nicht wei&szlig;, wo sie anfangen soll zu sparen?<br>\nDas Problem ist ein psychologisches. Das Nein zum Mindestlohn ist bei Union und FDP zum Prinzip erhoben, die Vehemenz der Ablehnung grenzt manchmal ans Absurde<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/tabuthema-mindestlohn\/-\/1472602\/8387784\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gefahr Insolvenz: Arbeiter m&uuml;ssen Lohn zur&uuml;ckzahlen<\/strong><br>\nIn Franken m&uuml;ssen Arbeiter einer insolventen Firma jetzt Teile ihrer L&ouml;hne zur&uuml;ckbezahlen, um die anderen Gl&auml;ubiger zu bedienen. Das bestimmt ein j&uuml;ngst ergangenes Urteil des N&uuml;rnberger Arbeitsgerichts. Doch selbst der Richter hatte bei seinem Urteilsspruch &ldquo;Magengrummeln&rdquo;. Denn Mitarbeiter haben seit einer Gesetzes&auml;nderung, der Streichung des sogenannten Mitarbeiterprivilegs, keinen Vorrang mehr vor beliebigen anderen Gl&auml;ubigern. Und deshalb fordern Insolvenzverwalter immer h&auml;ufiger Geld von Arbeitnehmern zur&uuml;ck &ndash; mit katastrophalen Folgen f&uuml;r die individuellen Schicksale der betroffenen Familien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.br-online.de\/quer\/gefahr-insolvenz-arbeiter-muessen-lohn-zurueckzahlen-27042011.html\">Bayerischer Rundfunk quer-Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ursula Engelen-Kefer: Teurer Flop<\/strong><br>\nArbeitslose m&uuml;ssen das &bdquo;Herzst&uuml;ck&ldquo; einer Hartz-Reform bezahlen, die vor allem der Image-Pflege der Arbeitsministerin diente. Doch es gibt Alternativen.<br>\nIm Politdrama um Hartz IV ist ein neuer Akt eingel&auml;utet. Es geht um das &bdquo;Herzst&uuml;ck&ldquo; der Hartz IV Reform von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen. Das Bildungspaket f&uuml;r die 2,5 Millionen bed&uuml;rftigen Kinder mit Sport, Musik und Nachhilfeunterricht in H&ouml;he von 1,6 Milliarden Euro im Jahr droht zu einem Flop zu werden. Hohe B&uuml;rokratie, Verwaltungskosten sowie ungekl&auml;rte Zust&auml;ndigkeiten sind nur einige der am meisten genannten H&uuml;rden. Dies ficht die Bundesarbeitsministerin nicht an. Sie ist vielmehr kr&auml;ftig dabei, die Schuldigen auszumachen. Die &bdquo;Holschuld&ldquo; der Eltern will sie in eigenh&auml;ndigen Informationsbriefen einfordern. L&auml;nder und Kommunen wurden eiligst zu einem &bdquo;Runden Tisch&ldquo; zusammengerufen. Das Ergebnis ist genauso mager, wie die bisherige Umsetzung der Reform. Das Zeitfenster f&uuml;r die r&uuml;ckwirkende Beantragung der Kinderleistungen wird bis Ende Juni verl&auml;ngert. Eine mehrsprachige Kampagne in H&ouml;he von drei Millionen Euro soll die Kommunikationsm&auml;ngel beheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1117-teurer-flop\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Erg&auml;nzung zum Artikel &bdquo;<a href=\"\/?p=9229\">Lolek und Bolek ante portas<\/a>&ldquo;<\/strong><br>\nUnser Leser M.S. schrieb:\n<blockquote><p>Lieber Jens Berger,<\/p>\n<p>die Aussage in Ihrem Artikel &ldquo;Durch die Verabschiedung der fl&auml;chendeckenden Mindestl&ouml;hne im Leiharbeitsgewerbe ist in letzter Minute eine Katastrophe abgewendet worden. Die Gefahr, dass polnische Leiharbeitsfirmen den deutschen Markt mit Hungerl&ouml;hnern &uuml;berschwemmen, ist dank des Mindestlohns nicht mehr m&ouml;glich.&rdquo; greift weit voraus und ist von einem unbegr&uuml;ndeten Optimismus getragen. Bislang ist lediglich von Gewerkschaften und Verb&auml;nden der Zeitarbeitsbranche die Aufnahme der Branche ins Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) beantragt worden.<br>\nDas Ministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales kann die Branche per Verordnung dort aufnehmen.<\/p>\n<p>Auf der Internetseite des Ministeriums <a href=\"http:\/\/www.bmas.de\/portal\/51572\/2011__04__29__arbeitnehmerfreiz_C3_BCgigkeit.html\">hei&szlig;t es dazu<\/a>:<br>\n<em>&ldquo;Branchenmindestl&ouml;hne geplant\/Inkrafttreten in K&uuml;rze:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Zeitarbeit:870.000 Besch&auml;ftigte<\/em><\/li>\n<li><em>Wach- und Sicherheitsgewerbe:170.000 Besch&auml;ftigte&rdquo;<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>In der aktuellen Brosch&uuml;re des Ministeriums zur <a href=\"http:\/\/www.bmas.de\/portal\/51144\/property=pdf\/a805__beschaeftigung__entsendung__unionsbuerger.pdf\">hei&szlig;t es dagegen [PDF -507 KB]<\/a>:<br>\n<em>&ldquo;Als zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahme zur sozialen Flankierung ist beabsichtigt, eine absolute Lohnuntergrenze f&uuml;r die Zeitarbeit im Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetz einzuf&uuml;hren.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Allerdings ist es fraglich, ob die Definition einer Lohnuntergrenze im Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetz einen ausreichenden Schutz darstellt, bzw. Leiharbeitsunternehmen aus dem europ&auml;ischen Ausland daran gebunden sind.<\/p>\n<p>Die Aufnahme der Branche ins AEntG ist der sicherer und einfachere Weg. In der Anh&ouml;rung zur Novellierung des Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetzes im Ausschuss f&uuml;r Arbeit und Soziales hat sich die iGZ laut Protokoll auch entsprechend ge&auml;u&szlig;ert. Dort hei&szlig;t es: &ldquo;Man pr&auml;feriere aber nach wie vor die Aufnahme der Zeitarbeit als weitere Branche in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz.&rdquo;<\/p>\n<p>Es sollte mi&szlig;trauisch machen, dass dieser Schritt bislang noch nicht erfolgt ist. Von einem Entwurf der entsprechenden Rechtsverordnung aus dem Ministerium ist mir nichts bekannt. Es handelt sich also um eine Hoffnung, aber keine Gewissheit. Die deutsche Leiharbeitsbranche hat sicher ein Interesse an einem allgemeinverbindlichen Mindestlohn, ob dies von der deutschen Industrie geteilt wird, muss entschieden bezweifelt werden.<\/p>\n<p>Interessant ist in diesem Zusammenhang noch, dass der Ausschuss f&uuml;r Arbeit und Soziales des Bundestags mit den Stimmen von CDU\/CSU und FDP abgelehnt hat, <a href=\"\/upload\/pdf\/110429_schaefer_-_migrations-_und_arbeitsmarktwirkung_der_arbeitnehmerfreizuegigkeit.pdf\">folgender &Auml;nderung [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a> des AEntG zuzustimmen:<\/p>\n<p>In &sect; 8 Absatz 3 wird nach Satz 1 folgender Satz 2 angef&uuml;gt:<br>\n<em>&bdquo;Dies gilt auch dann, wenn der Betrieb des Entleihers nicht in den betrieblichen Geltungsbereich dieses Tarifvertrages oder dieser Rechtsverordnung f&auml;llt.&ldquo;<\/em><br>\nBegr&uuml;ndung: Diese &Auml;nderung wurde im &bdquo;Diskussionsentwurf eines Gesetzes zur &Auml;nderung des Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetzes (A&Uuml;G) und des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes (AEntG)&ldquo; vom 4. Juni 2010 von der Bundesregierung eingebracht. Sie wird vom Unternehmensverband des Deutschen Handwerks<br>\nund dem DGB vehement gefordert. Die &Auml;nderung stellt klar, dass es f&uuml;r die Verpflichtung des Verleihers zur Gew&auml;hrung der vorgeschriebenen Arbeitsbedingungen<br>\nallein auf die von Leiharbeitskr&auml;ften ausge&uuml;bte T&auml;tigkeit ankommt. Der Betrieb des Entleihers selbst muss nicht dem betrieblichen Geltungsbereich eines f&uuml;r<br>\nallgemeinverbindlich erkl&auml;rten Tarifvertrages oder einer Rechtsverordnung unterfallen. Die Regelung verhindert eine Umgehung der &uuml;ber das Arbeitnehmer-Entsendegesetz<br>\nfestgesetzten Arbeitsbedingungen durch den Einsatz von Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern. Die Gesetzes&auml;nderung entspricht der Praxis der Kontrollbeh&ouml;rden bis<br>\nzur Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 21. Oktober 2009 (5 AZR 951\/08).<\/p>\n<p>Damit bleiben dem Lohndumping durch Leiharbeitsunternehmen aus dem Ausland T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Studie von Stiftung Warentest: Die Bahn kommt &ndash; zu sp&auml;t<\/strong><br>\nEin Drittel aller Fernz&uuml;ge ist versp&auml;tet. Das ist das niederschmetternde Ergebnis einer Studie von Stiftung Warentest. Die Bahn sucht wie immer nach Ausreden.<br>\n[&hellip;] In den letzten Jahren hat sich die Informationspolitik der Bahn bei Zugversp&auml;tungen verbessert. Neben den Durchsagen des Personals wissen Bahnfahrer auch &uuml;ber die Website &ldquo;Ist mein Zug p&uuml;nktlich?&rdquo; und durch Apps wie dem DB Navigator auf ihrem Smartphone, ob die Z&uuml;ge wie im Fahrplan angegeben verkehren. Doch wie unp&uuml;nktlich ist die Bahn wirklich?<br>\nBei diesem Thema h&uuml;llt sich die Bahn in Schweigen. Ihre Statistiken sind nicht f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit bestimmt. Die Stiftung Warentest wollte es genau wissen und hat die frei verf&uuml;gbare Information im Internet analysiert. Das Ergebnis ist niederschmetternd: Jeder dritte Fernzug der Bahn verkehrt demnach unp&uuml;nktlich. Am unzuverl&auml;ssigsten sind Nachtz&uuml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/reise\/service\/studie-von-stiftung-warentest-die-bahn-kommt-zu-spaet-1679079.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Tom Tom als &bdquo;Big Brother&ldquo; auf niederl&auml;ndischen Stra&szlig;en<\/strong><br>\nDer Navi-Hersteller Tom Tom verkauft die Standortdaten seiner Nutzer an die niederl&auml;ndische Polizei. Tom Tom bietet diesen Dienst seit 2006 Beh&ouml;rden und Unternehmen an. Die Autofahrer werden nicht informiert.<br>\nDenn der weltweit f&uuml;hrende Hersteller von Navigationsger&auml;ten, Tom Tom, verkauft die Daten, die seine Navigationsger&auml;te in den Autos &uuml;ber die Fahrten und das Fahrverhalten der Autofahrer speichern, an die niederl&auml;ndische Polizei &ndash; ohne dass die Autofahrer das wissen oder dar&uuml;ber informiert werden. Auf diese Weise bekommt die Beh&ouml;rde ein anonymisiertes Bewegungsprofil der Autofahrer. Aufgrund dieser von Tom Tom gegen Bezahlung gelieferten Bewegungsprofile entscheidet die Polizei etwa dar&uuml;ber, an welchen Stellen automatische Blitzlichtsysteme aufgestellt werden, die Autofahrer fotografieren, wenn sie zu schnell fahren. Das l&auml;sst mehr Bu&szlig;gelder in die Kasse des Staates flie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/techscience\/hightech\/653612\/Tom-Tom-als-Big-Brother-auf-niederlaendischen-Strassen?_vl_backlink=\/home\/techscience\/index.do\">Die Presse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dieser Fall ist gleich in doppelter Hinsicht ein Skandal. Zum Einen ist es unentschuldbar, dass die Firma Nutzerdaten an den Staat verkauft, um Andern ist jedoch auch unentschuldbar, dass der Staat diese Daten kauft, sind Geschwindigkeitskontrollen laut Gesetz doch zur Unfallverh&uuml;tung und nicht zur Aufbesserung der &ouml;ffentlichen Kassen gedacht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Griechenland &ndash; Parlament pr&uuml;ft U-Boot-Kauf<\/strong><br>\nDas Parlament in Athen will untersuchen, ob der ehemalige griechische sozialistische Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos bestochen wurde, damit Griechenland U-Boote aus Deutschland kauft. Die Untersuchung ist Folge des Skandals um Schmiergeldzahlungen des deutschen Industriedienstleisters Ferrostaal.<br>\nDas griechische Parlament beschloss am Donnerstagabend mehrheitlich, einen entsprechenden Ermittlungsausschuss einzurichten, berichtete das staatliche Fernsehen (NET), weiter. Ermittelt wird auf Basis der Informationen, die der Staatsanwaltschaft von Athen von der Staatsanwaltschaft M&uuml;nchen erhalten hat. Die Staatsanwaltschaft M&uuml;nchen I hat bereits Anklage gegen zwei ehemalige Manager von Ferrostaal erhoben. Athen hatte im Jahre 2000 vier U-Boote des Typs 214 im Wert von 2,85 Milliarden Euro bestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1303950469482\/Parlament-prueft-U-Boot-Kauf\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Arroganz der Macht<\/strong><br>\nEs ist die pure Arroganz der Macht. Da kassieren einige CDU-Fraktion&auml;re in verfassungswidriger Art und Weise Zulagen. Der Rechnungshof merkt das und moniert das bei der damaligen Landtagspr&auml;sidentin Dagmar Schipanski . Es geht um keine Peanuts, fast eine Million Euro sind zuviel gezahlt worden. Die klare Aufforderung des Rechnungshofs: zur&uuml;ckfordern. Wir schreiben das Jahr 2006. Schipanski l&auml;sst die Angelegenheit liegen, die CDU-Fraktion erh&auml;lt keine Rechnung, also zahlt sie auch nicht. Bis heute nicht. Aus ihrer Sicht verst&auml;ndlich.<br>\nAber was f&uuml;r ein Politikverst&auml;ndnis steckt dahinter? Schipanski, die ja selbst nicht gerade zimperlich war, wenn es um Zubrote zu ihren Di&auml;ten ging, ignoriert die Empfehlung der obersten Kassenpr&uuml;fer des Landes und gew&auml;hrt ihren Parteifreunden Absolution, zu der sie nicht berechtigt ist. Verfassungswidrige Extra-Di&auml;ten bleiben so in der Fraktionskasse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tlz.de\/startseite\/detail\/-\/specific\/Die-Arroganz-der-Macht-289600854\">TLZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Libyen &ndash; US-Botschafter spricht von 10.000 bis 30.000 Toten<\/strong><br>\nDie Zahl der Todesopfer beim andauernden Libyen-Konflikt k&ouml;nnte nach Angaben des US-Botschafters in dem Land bei bis zu 30.000 liegen. Die Sch&auml;tzungen reichten von 10.000 bis 30.000 Toten, sagte der Diplomat Gene Cretz am Mittwoch in Washington. Es werde schwierig sein, vor Ende der K&auml;mpfe einen konkreteren &Uuml;berblick zu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1303950366628\/NATO-Angriff-toetet-zwoelf-Rebellen\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Dramatischer Waldverlust bis 2050<\/strong><br>\nDer Erde droht bis 2050 ein Waldverlust von 230 Millionen Hektar, prognostiziert eine jetzt vorgelegte WWF-Studie. Dies entspr&auml;che einer Fl&auml;che von der siebenfachen Gr&ouml;&szlig;e Deutschlands. Das Verschwinden der W&auml;lder h&auml;tte erhebliche negative Folgen f&uuml;r Klima, Artenvielfalt und die weltweite wirtschaftliche Entwicklung. &bdquo;Die Verantwortlichen des globalen Waldschwunds sind Politik und Wirtschaft. Sie s&auml;gen an dem Ast, auf dem wir alle sitzen&ldquo;, sagt Philipp G&ouml;ltenboth, Leiter des Fachbereichs Wald beim WWF Deutschland. Wichtig sei es jetzt, die Verursacher in die Pflicht zu nehmen.<br>\nDer WWF fordert ein gemeinsames Handeln von Wirtschaft und Politik, um bis 2020 die so genannte Netto-Entwaldung sowie die so genannte Walddegradation zu stoppen. Dies bedeutet, monotone, artenarme W&auml;lder ebenso zu verhindern wie den Verlust kompletter Waldgebiete. Im Gegenzug m&uuml;sse die nachhaltige Nutzung von W&auml;ldern gef&ouml;rdert werden.  Um die Abholzung zur&uuml;ckzufahren, sei es n&ouml;tig, den weltweiten Konsum einzud&auml;mmen und die Verschwendung von Energie und Lebensmitteln zu stoppen.<br>\n&bdquo;Wald geh&ouml;rt zu den wichtigsten Natursch&auml;tzen der Erde: B&auml;ume bieten die Lebensraum f&uuml;r unz&auml;hlige Arten. W&auml;lder sorgen f&uuml;r saubere Luft, verhindern Erosionen, verbessern die Bodenqualit&auml;t und filtern und speichern Trinkwasser. Sie liefern nicht nur die Lebensgrundlage f&uuml;r Mensch und Natur, sondern auch f&uuml;r viele Unternehmen. Deshalb bedroht der rasante Waldschwund auch die Wirtschaft, und deshalb ist das Ziel der Null Netto-Entwaldung nicht allein Aufgabe der Politik&rdquo;, so G&ouml;ltenboth. Derzeit verliert die Erde pro Minute Wald in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von 35 Fu&szlig;ballfeldern.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wwf.de\/presse\/details\/news\/dramatischer_waldverlust_bis_2050\/\">WWF<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wwf.de\/fileadmin\/fm-wwf\/pdf_neu\/living_forests_chapter_1_26_4_11.pdf\">1. Kapitel der Studie &bdquo;Living Forests&ldquo; (englisch) [PDF &ndash; 5.9 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&Uuml;berf&auml;lle in Berlin &ndash; Sparkurs bei Polizei beg&uuml;nstigte U-Bahn-Gewalt<\/strong><br>\nSchon wieder ein &Uuml;berfall in Berlin: Ein Mann wurde mit dem Messer angegriffen. Jetzt kommt heraus: Bei der Attacke an der Friedrichstra&szlig;e war das Sicherheitspersonal woanders. [&hellip;]<br>\nAbsolute Sicherheit gibt es nirgendwo, aber die vom Regierenden B&uuml;rgermeister Klaus Wowereit (SPD) gef&uuml;hrte Landesregierung spart seit Jahren an der Sicherheit auf den Bahnh&ouml;fen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Im Juli 2003 hatte der Senat gemeinsame Streifen von Polizei und Verkehrsbetrieben abgeschafft. Damals war der SPD-Politiker Thilo Sarrazin noch Finanzsenator.<br>\nZuvor zeigten rund 70 Polizisten Pr&auml;senz. Die 600 BVG-Sicherheitskr&auml;fte sind allein offensichtlich nicht in der Lage, die 2,5 Millionen Fahrg&auml;ste pro Tag zu sch&uuml;tzen, zumal sie eine Vielzahl von Aufgaben haben und auch Anlagen bewachen m&uuml;ssen. Das Unternehmen kann nicht einmal den Schutz der eigenen Mitarbeiter gew&auml;hrleisten: 561 &Uuml;bergriffe gab es im vorigen Jahr, fast die H&auml;lfte davon auf Busfahrer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article13291713\/Sparkurs-bei-Polizei-beguenstigte-U-Bahn-Gewalt.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Interessantes Statement von einer Zeitung, die sonst Thilo Sarrazin hochlobt, niedrigere Steuern und &ldquo;weniger Staat&rdquo; fordert und denen die SPD zu viel Geld f&uuml;r &Ouml;ffentliches ausgibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gregor Gysi: &laquo;Das B&uuml;rgertum l&auml;uft aus dem Ruder&raquo;<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen und andere sprachen bisher von einem New Green Deal. Wir brauchen aber einen New Social Green Deal, also einen sozial-&ouml;kologischen Umbau unserer Gesellschaft. Denn eine Gesellschaft ist nur dann bereit, einen solchen anspruchsvollen Weg mitzugehen, wenn der New Green Deal untrennbar mit der sozialen Gerechtigkeit verkn&uuml;pft wird. Wenn dies nicht der Fall ist, dann k&ouml;nnen Sie bestenfalls einen Teil der Mittelschichten daf&uuml;r mobilisieren&hellip;<br>\nDie Gr&uuml;nen sagen zu den vier gro&szlig;en Energiekonzernen: Ihr d&uuml;rft bleiben, aber euren Profit bezieht ihr k&uuml;nftig nicht aus Atomenergie, sondern aus erneuerbaren Energien. Dann sagen sie: Frau und Mann sollen gleichberechtigt sein. Die Botschaft an die Unternehmen ist: Ihr d&uuml;rft k&uuml;nftig die Frauen nicht mehr als die M&auml;nner ausbeuten. Und Menschen mit Migrationshintergrund sollen so intensiv wie die Deutschen ausgebeutet werden, aber auf keinen Fall mehr, denn das w&auml;re ja ungerecht&hellip;<br>\nIch hingegen gehe davon aus, dass der Kapitalismus die &ouml;kologische Frage im Grundsatz nicht beantworten kann. Weil seine entscheidenden Triebkr&auml;fte sich immer gegen das &Ouml;kologische wenden. Warum kommen wir denn in der Klimafrage seit Jahrzehnten nicht voran? Weil immer noch die herrschenden wirtschaftlichen Interessen dagegen stehen&hellip;<br>\nIch muss mir die &ouml;kologische Wende leisten k&ouml;nnen. Ohne soziale Gerechtigkeit und die Befriedigung der sozialen Bed&uuml;rfnisse wird eine &ouml;kologische Wende nie ein gesellschaftliches Fundament haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/2011\/nr17\/international\/20656.html\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Abschluss Bachelor st&ouml;&szlig;t bei der deutschen Wirtschaft auf wenig Interesse<\/strong><br>\nDer Arbeitskreis Industrie und Wirtschaft (AIW) der DPG hat eine Umfrage in typischen, Physikerinnen und Physiker besch&auml;ftigenden Unternehmen durchgef&uuml;hrt, um herauszufinden, wie Bachelorabsolventen nachgefragt und eingesetzt werden. Im Folgenden sind die wesentlichen Ergebnisse der Befragung zusammengefasst. \n<ul>\n<li>&Uuml;ber die H&auml;lfte der Befragten gibt an, gut &uuml;ber den Bachelorabschluss informiert zu sein.<\/li>\n<li>Die Qualifikation Physik-Bachelor wird von den Teilnehmern an der Befragung als &bdquo;unvollst&auml;ndige&ldquo; Ausbildung betrachtet.<\/li>\n<li>Der Physik-Bachelor (Universit&auml;tsabschluss) wird aus Sicht der Industrieunternehmen kritischer als der FH-Bachelor des Studiengangs Physikalische Technik bewertet. Hierbei wird dem FH-Bachelor ein st&auml;rkerer Praxisbezug in der Ausbildung zugesprochen.<\/li>\n<li>Aus einzelnen Gespr&auml;chen wurde deutlich, dass im internationalen Vergleich in Deutschland wenig Bedarf f&uuml;r Physik-Bachelors in der Wirtschaft gesehen wird. Diese Einsch&auml;tzung wird mit dem ausgezeichneten System der beruflichen Ausbildung in Deutschland begr&uuml;ndet, das dem Arbeitsmarkt hervorragend ausgebildete Techniker und Laboranten bereitstellt.<\/li>\n<li>Der Bachelor als einziger berufsqualifizierender Abschluss wird von den Befragten nahezu einstimmig nicht empfohlen. Vielmehr wird der Physik-Bachelorabschluss als Vorstufe f&uuml;r einen Masterabschluss eingesch&auml;tzt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dpg-physik.de\/veroeffentlichung\/broschueren\/studien\/bachelorstudie_2011.pdf\">Der Bachelorabschluss in Physik in der Wirtschaft, Ergebnisse einer Umfrage im Auftrag der Deutschen Physikalischen Gesellschaft [PDF &ndash; 4 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Dreiste Hochzeitsplanung von ARD und ZDF<\/strong><br>\nDas &ldquo;Bunte&rdquo;- und &ldquo;Bild&rdquo;-Prekariat wei&szlig; schon gar nicht mehr, wo die &Ouml;ffentlich-Rechtlichen auf der Fernbedienung zu finden sind. Trotzdem &uuml;bertragen beide &ndash; und das auch noch parallel. Zu w&uuml;nschen ist ihnen ein Quotendesaster.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/lifestyle\/:royale-hochzeit-in-england-dreiste-hochzeitsplanung-von-ard-und-zdf\/60044818.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Herr Mountbatten und Fr&auml;ulein Middelton heiraten!<\/strong><br>\nWie ist doch die Zeitung interessant<br>\nF&uuml;r unser liebes Vaterland!<br>\nWas haben wir heute nicht alles vernommen!<br>\nDie F&uuml;rstin ist gestern niedergekommen,<br>\nUnd morgen wir der Herzog kommen,<br>\nHier ist der K&ouml;nig heimgekommen,<br>\nDort ist der Kaiser durchgekommen,<br>\nBald werden sie alle zusammenkommen<br>\nWie interessant! wie interessant!<br>\nGott segne das liebe Vaterland!\n<p>Wie ist die Zeitung doch interessant<br>\nF&uuml;r unser liebes Vaterland!<br>\nWas ist uns nicht alles berichtet worden!<br>\nEin Portepeef&auml;hnrich ist Leutnant geworden,<br>\nEin Oberhofprediger erhielt einen Orden,<br>\nDie Lakaien erhielten silberne Borden,<br>\nDie h&ouml;chsten Herrschaften gehen nach Norden,<br>\nUnd zeitig ist es Fr&uuml;hling geworden<br>\nWie interessant! wie interessant!<br>\nGott segne das liebe Vaterland!<\/p>\n<p>Heinrich Hoffmann von Fallersleben: Unpolitische Lieder, II. Teil (1841)<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Arbeitsmarkt im April 2011; Schr&ouml;der in verbotene Parteispende verwickelt; Frankreich will Lohnpr&auml;mien erzwingen; Tabuthema Mindestlohn; Gefahr Insolvenz: Arbeiter m&uuml;ssen Lohn zur&uuml;ckzahlen; Teurer Flop; Erg&auml;nzung zum Artikel &bdquo;Lolek und Bolek ante portas&ldquo;; Lettlands Wirtschaftsminister &ndash; &bdquo;Kurzfristig bleibt das riesige Gehaltsgef&auml;lle&ldquo;; Studie von Stiftung Warentest: Die Bahn kommt &ndash; zu sp&auml;t;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9240\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9240","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9240","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9240"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9240\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9244,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9240\/revisions\/9244"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9240"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9240"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9240"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}