{"id":92475,"date":"2023-01-15T09:00:38","date_gmt":"2023-01-15T08:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92475"},"modified":"2023-01-13T12:25:40","modified_gmt":"2023-01-13T11:25:40","slug":"hinweise-der-woche-290","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92475","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92475#h01\">Die wahre Humanit&auml;t hei&szlig;t: Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92475#h02\">Auf Kriegskurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92475#h03\">Verhandlungsl&ouml;sung &ndash; Alternativlos!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92475#h04\">Krieg oder Frieden in Europa &ndash; Wahrheit oder L&uuml;ge oder: Wie Merkel als ex-Kanzlerin deutsche Au&szlig;enpolitik in die Tonne tritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92475#h05\">NATO: vom Verteidigungsb&uuml;ndnis zum Angriffspakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92475#h06\">Hohe Energiekosten: Stimmung der deutschen Wirtschaft tr&uuml;bt sich ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92475#h07\">Schlechtes Zeugnis f&uuml;r Gewerkschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92475#h08\">Helnwein: &ldquo;Political Correctness nimmt uns die Luft zum Atmen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92475#h09\">Die ewige Wiederkehr der Halbstarken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92475#h10\">Scholz w&auml;hlt sich ein neues Volk<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die wahre Humanit&auml;t hei&szlig;t: Krieg<\/strong><br>\nGestern gab es noch sehr viele Friedensfreunde. Heute setzen viele dieser Freunde mit gro&szlig;er moralischer Inbrunst auf Panzer und Granaten. Ein Albtraum.<br>\nPl&ouml;tzlich bin ich aufgewacht, nein, ich bin nicht so richtig aufgewacht, ich bin eher gesch&uuml;ttelt und ger&uuml;ttelt worden von einem Nachtmahr, was f&uuml;r ein altes Wort, aber mit was er mich qu&auml;lte: so modern, so aktuell.<br>\nIm Kopf ging es holterdipolter zu, drunter und dr&uuml;ber, aber die Gedanken waren sehr klar, es ging um diesen Krieg in der Ukraine, auch um Annalena Baerbock, die Au&szlig;enministerin und ihre Worte: &bdquo;Russland ruinieren&ldquo;, also langer Krieg, Eskalation, Unheilvolles.<br>\nKann aus solchen S&auml;tzen Gutes folgen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kommentar\/gesellschaft-kommentar\/die-wahre-humanitaet-heisst-krieg\/\">Arno Luik im Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Auf Kriegskurs<\/strong><br>\nImmer mehr, immer schwerere Waffen. Die Bundesrepublik ist in der Ukraine de facto Kriegspartei und f&uuml;hrt hierzulande soziale Attacken gegen die eigene Bev&ouml;lkerung.<br>\nVon Sevim Dagdelen<br>\nHundert Jahre sind nur ein Tag. Was im Ersten Weltkrieg die Zustimmung zu den Kriegskrediten war, sind im Jahr 2023 die Rufe nach deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine. Die tragische Geschichte wiederholt sich als Farce. Wie im Schicksalsjahr 1914 scheint eine gelangweilte Bourgeoisie den Weltkrieg f&ouml;rmlich herbeizusehnen, da sich ihr kapitalistisches Projekt im Niedergang befindet. Die Hofreiters, Strack-Zimmermanns, Baerbocks und Habecks geben dieser gelangweilten Bourgeoisie ihre Stimmen; schrill von den Obert&ouml;nen der Doppelmoral eingef&auml;rbt ert&ouml;nt der Ruf nach Lieferungen von immer mehr und immer schwereren Waffen. Und ganz nebenbei pr&auml;sentiert man sich als Vollstrecker der Profitinteressen von deutschen R&uuml;stungsschmieden und US-Frackinggaskonzernen. Jetzt sollen wieder deutsche Panzer gen Osten rollen, um den Sieg gegen Russland zu erk&auml;mpfen. Die deutsche &Ouml;ffentlichkeit soll in tr&uuml;gerischer Sicherheit gewiegt werden, da gebetsm&uuml;hlenartig erkl&auml;rt wird, dass ja keine deutschen Panzerfahrer dabei seien &ndash; und dass es keinen deutschen &raquo;Sonderweg&laquo; gebe, weil Waffen nur &raquo;in Abstimmung mit den Partnern&laquo; geliefert w&uuml;rden. Dabei f&auml;llt auf, dass diese &raquo;St&uuml;tzen der Gesellschaft&laquo; wie Alkoholkranke auf immer mehr Alkohol, auf immer schwerere Waffen setzen m&uuml;ssen, da der versprochene Erfolg ausbleibt. Erst kommt der &raquo;Marder&laquo;, dann der &raquo;Leopard&laquo;, dann werden Kampfjets geliefert. Und wenn auch das nicht wirkt, dann doch noch die Bundeswehr? Was derzeit noch ausgeschlossen wird, kann schnell die milit&auml;rische Erfordernis von morgen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/442812.rlk-podiumsdiskussion-auf-kriegskurs.html\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Jede Portion Panzer gew&ouml;hnt die Leute im Westen ein bisschen mehr an den Krieg<\/strong><br>\nDeutschland ist de facto Kriegspartei. Der Lieferung von Marder-Panzern d&uuml;rfte bald noch mehr Nachschub folgen &ndash; das n&auml;chste Treffen im Ramstein-Format steht an [&hellip;]<br>\nAuf seiner Internetseite listet das Bundesverteidigungsministerium penibel auf, mit welchen Waffen und welchem Material die Regierung die Ukraine bereits milit&auml;risch unterst&uuml;tzt. Die Liste ist lang und wird st&auml;ndig aktualisiert. Sie reicht von Flugabwehrpanzern, Pionierpanzern, Br&uuml;ckenlegepanzern und Panzerhaubitzen &uuml;ber gepanzerte Transportfahrzeuge, Schwerlastsattelz&uuml;ge, Pick-ups, Raketenwerfer, Aufkl&auml;rungsdrohnen, MGs, Fliegerf&auml;uste, Handgranaten und Munition bis zu Feldlazaretten, Krankenwagen, ABC-Schutz, Winterkleidung, Gefechtshelmen, Zelten und Stromaggregaten. Den Gesamtwert (ohne Schutzg&uuml;ter) beziffert die Regierung auf bislang 2,24 Milliarden Euro. Und zwar geschenkt, nicht geliehen.<br>\nDie zwei Milliarden machen freilich nur einen Bruchteil der tats&auml;chlichen Unterst&uuml;tzung aus. Laut &bdquo;Ukraine Support Tracker&ldquo; des Kieler Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft liegt Deutschland, inklusive seines EU-Anteils, auf Platz 2 hinter den USA. Mit 12,6 Milliarden f&uuml;r milit&auml;rische, humanit&auml;re und finanzielle Hilfe erbringt Deutschland fast so viele Unterst&uuml;tzungsleistungen wie Gro&szlig;britannien und Frankreich zusammen. Frankreich, das mit seinen Sp&auml;hpanzern in deutschen Medien zum gro&szlig;en Vorbild hochgeschrieben wurde, liegt bei den Milit&auml;rhilfen auf dem Level von Norwegen, die deutsche Unterst&uuml;tzung ist zehnmal h&ouml;her. Das hei&szlig;t, die Bundesrepublik steckt viel tiefer im Ukrainekrieg, als sie nach au&szlig;en kommuniziert, de facto ist sie l&auml;ngst Kriegspartei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgang-michal\/jede-portion-panzer-gewoehnt-die-leute-im-westen-ein-bisschen-mehr-an-den-krieg\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Verhandlungsl&ouml;sung &ndash; Alternativlos!<\/strong><br>\nAls Nachkomme j&uuml;disch-deutscher &Uuml;berlebender und langj&auml;hriger politischer Autor, dessen Familienmitglieder durch den V&ouml;lkermord der Naziherrschaft ums Leben kamen oder in alle Welt zerstreut wurden, dessen Eltern aber auch &ndash; nach dem 2. Weltkrieg, aus tief empfundener politischer Verantwortung, nach Berlin zur&uuml;ckkehrten, um mitzuhelfen, ein antifaschistisches und friedliches Deutschland aufzubauen, stellen sich mir, vor dem Hintergrund dieser existenziellen Familienerfahrungen, folgende Grundsatzfragen zum Krieg um die Ukraine, die ich zugleich auch an die &Ouml;ffentlichkeit und alle politisch Verantwortlichen richten m&ouml;chte:<br>\nK&ouml;nnen die gewaltigen milit&auml;rischen, &ouml;konomischen und finanziellen Mittel, die bisher zur Beendigung des Russlandfeldzuges in der Ukraine durch die Nato zur Anwendung gebracht wurden, eine &raquo;wertebasierte Au&szlig;enpolitik&laquo; (Baerbock) und damit eine Beendigung dieses gef&auml;hrlichsten Krieges auf europ&auml;ischem Boden seit 1945 tats&auml;chlich bewirken? Oder wird dadurch genau das Gegenteil davon erreicht? Wird dadurch wirklich &raquo;unsere europ&auml;ische Friedensordnung&laquo;, &raquo;das internationale Recht&laquo;, die &raquo;freiheitliche demokratische Werteordnung&laquo; verteidigt, oder werden diese hehren Ziele durch eine falsche Wahl der Mittel nicht vielmehr zerst&ouml;rt und ad absurdum gef&uuml;hrt?<br>\nDenn was wir st&uuml;ndlich an au&szlig;erordentlich beunruhigenden Nachrichten aus den Medien und von f&uuml;hrenden Politikern aller Seiten erfahren, spricht eine stetig sich steigernde, gef&auml;hrliche Kriegssprache und f&uuml;hrt zur immer weiteren Eskalation dieses furchtbaren Konfliktes. K&ouml;nnte es sein, frage nicht nur ich mich, dass diese Kriegslogik auch auf der Fortsetzung einer falschen, weil eben nicht &raquo;wertebasierten Politik&laquo; des Westens basiert, sondern das Scheitern dieser Politik auf ganzer Linie bedeutet? Glaubt jemand wirklich, dass immer mehr modernste Waffen, noch so harte Sanktionen und gewaltige Finanzspritzen Frieden erzeugen k&ouml;nnten? Die gegenw&auml;rtigen Entwicklungen, zuletzt die russische Teilmobilmachung, der Beitritt der Ostukraine zu Russland, der Anschlag auf die Pipelines, zeigen doch &uuml;berdeutlich, dass genau das nicht der Fall ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/verhandlungsloesung-alternativlos\/\">Wolfgang Herzberg in Ossietzky<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Ja zur Hilfe f&uuml;r die Menschen in der Ukraine! Nein zur Lieferung von Panzer!<\/strong><br>\nDie &bdquo;Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen&ldquo; (DFG-VK) kritisiert die geplante Lieferung von Panzer an die Ukraine: &bdquo;Statt endlich die zivile Hilfe auszuweiten, werden immer mehr und immer gr&ouml;&szlig;ere Waffensysteme in den Krieg geliefert. Damit wird die Eskalationsspirale angeheizt und der Krieg ausgeweitet&ldquo;, kritisiert der DFG-VK-Bundessprecher J&uuml;rgen Gr&auml;sslin, Experte f&uuml;r Waffenexporte, und erkl&auml;rt weiter: &bdquo;Deutschland muss mit aller Kraft zivil helfen!&ldquo; [&hellip;]<br>\nSeit Beginn des v&ouml;lkerrechtswidrigen russischen Angriffs hat Deutschland bereits MARS-Raketenwerfer, Panzerhaubitzen 2000 und Gepard-Luftabwehrgesch&uuml;tze an die Ukraine exportiert. Dazu kommen noch 900 Panzerfaust 3 mit insgesamt 3.000 Patronen, 500 Flugabwehrraketen Stinger, 100.000 Handgranaten, 30.000 Schuss Munition f&uuml;r 40mm Granatwerfer, 13.500 Schuss 155 mm Artilleriemunition, 100 Maschinengewehre und vieles Kriegsger&auml;t mehr. Alsbald sollen nun auch noch Marder- und Patriot-Waffensysteme folgen. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Diese Waffenlieferungen folgen der immens gef&auml;hrlichen Milit&auml;rlogik beider Seiten, dass dieser Krieg milit&auml;risch zu gewinnen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/dfg-vk.de\/ja-zur-hilfe-fur-die-menschen-in-der-ukraine\/\">DFG-VK<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Krieg oder Frieden in Europa &ndash; Wahrheit oder L&uuml;ge oder: Wie Merkel als ex-Kanzlerin deutsche Au&szlig;enpolitik in die Tonne tritt<\/strong><br>\nNun aber hat sich die nunmehr ehemalige Kanzlerin in drei Interviews zu ihren Motiven zur Zustimmung zur NATO-Erweiterung und zur Aushandlung der Minsker Abkommen 2014\/2015 ge&auml;u&szlig;ert und so neue politische Fakten geschaffen.<br>\nFrau Merkel betonte im Dezember 22, dass die Minsk-Abkommen nie dazu gedacht waren, der Ukraine (und Europa) Frieden zu bringen, sondern der Ukraine Zeit zu kaufen, zur Vorbereitung auf den unvermeidlichen Krieg mit Russland. Der ehemalige franz&ouml;sische Pr&auml;sident, damals der zweite westliche Partner, best&auml;tigte diese Auslegung Merkels. Putin erkl&auml;rte daraufhin, er sei hintergangen worden.<br>\nMerkw&uuml;rdigerweise folgte in Deutschland keine Diskussion, keine Nachfrage. Es wurde kurz berichtet. Damit hatte es sich. Seither scheint allgemein zu gelten: Die Minsker Abkommen waren eine gro&szlig;e diplomatische T&auml;uschung, die Deutschland und Frankreich allein zum Wohle der Ukraine unternahmen, unternehmen mussten, so wie auch der ehemalige ukrainische Pr&auml;sident Poroschenko heute seine Zustimmung zu Minsk verstanden haben will.<br>\nDie erkl&auml;rte Logik von Frau Merkel, dass alles aus dem geschichtlichen Kontext zu beurteilen sei und sie sich insofern nichts vorzuwerfen h&auml;tte, f&uuml;hrt zum Schluss: Sie w&uuml;rde es wieder tun. Aber was genau w&uuml;rde sie wieder tun: &Uuml;ber Jahre t&auml;uschen oder jetzt t&auml;uschen?<br>\nEntweder war Frau Merkel Mitt&auml;terin in einem gro&szlig;en politischen T&auml;uschungsman&ouml;ver, das selbst vor dem UN-Sicherheitsrat nicht Halt machte.<br>\n<a href=\"https:\/\/press.un.org\/en\/2015\/sc11785.doc.htm\">press.un.org\/en\/2015\/sc11785.doc.htm<\/a><br>\nOder sie wurde jetzt zur Desinformantin.<br>\nWenn alledem so w&auml;re, wie es Frau Merkel im Dezember 2022 darstellte, dann w&auml;re erkl&auml;rungsbed&uuml;rftig, warum Putin (der aggressive), sich 2014\/2015 darauf einlie&szlig;, die Ukraine nicht milit&auml;risch zu &uuml;berrollen (was ihm nach den Worten von Merkel damals leichter gefallen w&auml;re als heute) und sich stattdessen auf den Friedensplan (Minsk) einlie&szlig;?<br>\nDann w&auml;re erkl&auml;rungsbed&uuml;rftig, warum sich Steinmeier entschuldigte und die SPD mit ihrer verk&uuml;ndeten &bdquo;Zeitenwende&ldquo; eine komplette Rolle r&uuml;ckw&auml;rts machte. Sie waren doch Teil der Zeitkaufpolitik f&uuml;r die Ukraine, Teil der T&auml;uschung.<br>\nDann w&auml;re erkl&auml;rungsbed&uuml;rftig, wie sich das zur Begr&uuml;ndung der aktuellen Regierung f&uuml;r das Ende von Nord Stream 2 verh&auml;lt. Das Projekt wurde erkl&auml;rterma&szlig;en wegen des russischen Bruchs des Minsker Abkommens auf Eis gelegt.<br>\nMan kann dem B&auml;ren nicht die Schelle umh&auml;ngen, die nie l&auml;uten sollte. Die neue Merkel-Position impliziert, dass die deutsche Koalition log, warum sie Nord Stream 2 stoppte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/krieg-oder-frieden-in-europa-wahrheit\">Petra Erler<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu u.a. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92164\">Warum schweigt Merkel?<\/a><\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&laquo;Ohne Hilfe der USA h&auml;tte es keinen Staatsstreich gegeben&raquo;<\/strong><br>\nKein westliches Land h&auml;tte einen solchen Gewalt-Aufstand wie auf dem Maidan toleriert, sagte der damalige Ministerpr&auml;sident Asarow.<br>\nAls Grund f&uuml;r die wochenlangen Unruhen im Jahr 2013\/14 auf dem Maidan in Kiew wird immer wieder folgendes Narrativ erz&auml;hlt: Der damalige Pr&auml;sident Janukowitsch habe sich unerwartet geweigert, das mit der EU ausgehandelte Assoziierungsabkommen zu unterzeichnen. Das habe eine spontane Protestbewegung ausgel&ouml;st. Als sich die Lage zuspitzte, h&auml;tte sich dann das westliche Ausland eingemischt, um die demokratischen Kr&auml;fte zu unterst&uuml;tzen.<br>\nPremierminister war damals Nikolai Asarow. Er war vier Jahre lang bis zu seinem R&uuml;cktritt Ende Januar 2014 Regierungschef &ndash; und damit der am l&auml;ngsten regierende Premierminister der unabh&auml;ngigen Ukraine. Asarow widerspricht dem westlichen Narrativ. Er lebt heute in Moskau und erarbeitet in einem &laquo;Komitee zur Rettung der Ukraine&raquo;, das in Opposition zur derzeitigen Regierung in Kiew steht, politische Vorschl&auml;ge f&uuml;r die Zukunft der Ukraine. Wir dokumentieren im Folgenden ein Interview, das der Journalist Stefan Korinth im November 2016 mit Asarow &uuml;ber den genauen Hergang aus dessen Sicht f&uuml;hrte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/ohne-hilfe-der-usa-haette-es-keinen-staatsstreich-gegeben\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>NATO: vom Verteidigungsb&uuml;ndnis zum Angriffspakt<\/strong><br>\nUnter diesem Titel hat Christian M&uuml;ller am 2. April 2021 transparent gemacht, was NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg in einer Zoom-Konferenz mit der Florida-University in den USA verraten hat: Die NATO hat vor, den Paragraphen 5 ihrer Statuten so abzu&auml;ndern, dass sie auch Pr&auml;ventiv-Schl&auml;ge durchf&uuml;hren kann. [&hellip;]<br>\nUm es in den Worten von NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg zu sagen: Die NATO hat bis am 24. Februar 2022 Russland zwar noch nicht mit traditionellen milit&auml;rischen Mitteln angegriffen, aber mit x schwerwiegenden Massnahmen massiv provoziert und bedroht: Sie hat genau die Situation geschaffen, bei der die NATO gem&auml;&szlig; den k&uuml;nftigen NATO-Statuten berechtigt sein will, schon pr&auml;ventiv anzugreifen. Sie will das Recht haben, so Stoltenberg, selber zu entscheiden, wann sie selber angreifen darf. (Minute 27: &laquo;Wir werden unseren Feinden nie bekanntgeben, wann wir Artikel 5 &lsaquo;aktivieren&rsaquo;.&raquo;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/nato-vom-verteidigungsbuendnis-zum-angriffspakt\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hohe Energiekosten: Stimmung der deutschen Wirtschaft tr&uuml;bt sich ein<\/strong><br>\nJedes vierte Unternehmen in Deutschland blickt pessimistisch auf das neue Jahr, besonders im Baugewerbe und in der Industrie. Viele haben auch mit einer steigenden Zinslast zu k&auml;mpfen.<br>\nDie Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist ausgesprochen schlecht. Vier von zehn Unternehmen erwarten in diesem Jahr einen R&uuml;ckgang ihrer Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit. Das ergab eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), deren Ergebnisse am Montag vorgestellt wurden.<br>\nEs sind vorwiegend die hohen Energiekosten, Probleme in den Lieferketten und die Folgen des Krieges in der Ukraine, die f&uuml;r die tr&uuml;ben Gesch&auml;ftsaussichten verantwortlich gemacht werden.<br>\nIm Winterhalbjahr sei zwar die Gefahr einer Gasmangellage nicht mehr so bedrohlich wie im Sommer 2022, aber die Energiepreise blieben auf einem hohen Niveau. Produktionsst&ouml;rungen seien deshalb nicht ausgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Hohe-Energiekosten-Stimmung-der-deutschen-Wirtschaft-truebt-sich-ein-7452802.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schlechtes Zeugnis f&uuml;r Gewerkschaften<\/strong><br>\nAlarmstimmung in Leiharbeitsfirmen. Der Europ&auml;ische Gerichtshof hat entschieden, dass Leiharbeiter per Tarif zwar schlechter bezahlt werden d&uuml;rfen, aber einen Ausgleich bekommen m&uuml;ssen. Damit w&auml;ren die aktuellen Tarifvertr&auml;ge rechtswidrig. Das ist eine Ohrfeige auch f&uuml;r die Gewerkschaften.<br>\n&ldquo;Ich bin gespannt, was die Gewerkschaften jetzt machen.&rdquo; Wolfgang D&auml;ubler, einer der renommiertesten Arbeitsrechtler der Republik, ist stolz. Denn das Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofes (EuGH) geht ma&szlig;geblich auf ihn zur&uuml;ck. Der 83-j&auml;hrige Jurist kann es nicht lassen, sich f&uuml;r Arbeitnehmerrechte einzusetzen. Vor mehr als f&uuml;nf Jahren hat er sich in die Kampagne f&uuml;r Leiharbeiter:innen reingeh&auml;ngt, die auch von der Satiresendung &ldquo;Die Anstalt&rdquo; gepuscht wurde. Anlass war die Klage einer Leiharbeiterin in Bayern, die im Handel eingesetzt war und dort 4,40 Euro weniger in der Stunde verdiente als vergleichbare Stammkolleg:innen. Weil sie nach Leiharbeitstarif bezahlt wurde. Sie ging mit Rechtsschutz von Verdi vors Arbeitsgericht, wollte knapp 1.300 Euro einklagen. Vor den deutschen Arbeitsgerichten verlor sie, das Bundesarbeitsgericht schlie&szlig;lich fragte den Europ&auml;ischen Gerichtshof.<br>\nDer urteilte nun im Dezember: Es ist zwar prinzipiell okay, Leiharbeiter:innen per Tarifvertrag schlechter zu bezahlen. Aber die europ&auml;ischen Zeitarbeitsrichtlinie sieht einen &ldquo;Gesamtschutz&rdquo; der Arbeitnehmer:innen vor und das bedeutet, die schlechtere Bezahlung muss angemessen ausgeglichen werden. Zum Beispiel durch mehr Freizeit. Und damit sei nicht gemeint, f&uuml;r 20 Prozent weniger Gehalt einen Tag mehr Urlaub zu gew&auml;hren. Eben dieser Ausgleich ist in den Tarifvertr&auml;gen zwischen DGB und dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) nicht vorgesehen.<br>\nNun geht das Verfahren wieder zur&uuml;ck ans Bundesarbeitsgericht (BAG), dessen Entscheidung wird Mitte dieses Jahres erwartet. Die Tarifpartner sollten sich schnell &uuml;berlegen, was sie nun tun. Zumal aktuell ein neuer Tarifvertrag f&uuml;r Leiharbeiter verhandelt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/615\/schlechtes-zeugnis-fuer-gewerkschaften-8629.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Helnwein: &ldquo;Political Correctness nimmt uns die Luft zum Atmen&rdquo;<\/strong><br>\nMit seiner Kunst provoziert Gottfried Helnwein genauso wie mit seinen Aussagen &ndash; ein Gespr&auml;ch &uuml;ber Kunst und Verwerfungen des Krieges [&hellip;]<br>\nSTANDARD: Ob Ukraine-Krieg, Energiekrise oder Teuerung: Die Unsicherheiten sind gro&szlig;. Mit welchen Gedanken blicken Sie ins neue Jahr?<br>\nHelnwein: Die Unsicherheit der Menschen kann ich gut nachvollziehen, der Ukraine-Konflikt hat uns an den Rand eines Atomkrieges gebracht. Es scheint, dass sich die Menschheit schwer damit tut, aus der Geschichte zu lernen. Schon vor dem Ersten Weltkrieg hat Bertha von Suttner vor der kommenden Katastrophe gewarnt. Ihre Warnung war nat&uuml;rlich vergeblich. Die Macht der Propaganda ist immer st&auml;rker und &uuml;berzeugender f&uuml;r die Menschen. Wie viele K&uuml;nstler habe ich ein notorisches Misstrauen gegen offizielle Narrative und die Gl&auml;ubigkeit der Massen. Ich frage mich immer: Was passiert wirklich?<br>\nSTANDARD: Macht der Propaganda? Was meinen Sie damit?<br>\nHelnwein: Ich bin davon &uuml;berzeugt, dass die offiziellen Narrative nie der Wirklichkeit entsprechen. Egon Bahr hat gesagt, egal was man Ihnen erz&auml;hlt, in der internationalen Politik geht es nie um Demokratie und Menschenrechte, sondern nur um die Interessen von Staaten. Oder um Henry Kissinger zu zitieren: Amerika hat weder Freunde noch Feinde, nur Interessen. Damit sind wir n&auml;her an der Wahrheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000142350948\/helnwein-political-correctness-nimmt-uns-die-luft-zum-atmen%20\">der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.K.:<\/strong> &ldquo;Gutes&rdquo; Interview mit Gottfried Helnwein im Standard. Sobald die Antworten in die &ldquo;falsche&rdquo; Richtung gehen, diskreditiert der Interviewer diese lapidar um dann gleich &ndash; ohne inhaltlich darauf einzugehen &ndash; auf die n&auml;chste Frage &uuml;berzugehen. So erwartbar wie bezeichnend.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Delegitimierung des Staates&ldquo; &ndash; Mit Demokratieprinzip und Meinungsfreiheit unvereinbar<\/strong><br>\nAls die Proteste gegen die Corona-Politik zunehmend unangenehm f&uuml;r die Bundesregierung wurden, erfand der neue Verfassungsschutzpr&auml;sident Thomas Haldenwang eine neue Extremismus-Kategorie: die &bdquo;verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates&ldquo;. So konnte er den harten Kern der nicht richtig ins Links-Rechts-Schema passenden Querdenker-Szene mit geheimdienstlichen Mitteln ins Visier nehmen.<br>\nDer Rechtswissenschaftler Dietrich Murswiek, emeritierter Professor f&uuml;r Staats- und Verwaltungsrecht an der Albert-Ludwigs-Universit&auml;t Freiburg, nimmt in einem Gastbeitrag f&uuml;r die Legal Tribune Online (LTO) dieses Konzept nach Strich und Faden auseinander. Murswiek schreibt: &bdquo;Extremisten im Sinne des Verfassungsschutzes sind seither nicht nur Rechts- und Linksextremisten, sondern auch ,Delegitimierer&lsquo;.&ldquo; So stehe etwa laut Verfassungsschutzbericht 2021 jemand bereits unter Extremismusverdacht, wer nach der Flutkatastrophe im Ahrtal &bdquo;aktiv den Eindruck&ldquo; erweckte, dass staatliche Stellen mit der Bew&auml;ltigung der Lage &bdquo;komplett &uuml;berfordert gewesen seien&ldquo;.<br>\nF&uuml;r Murswiek verwechselt der Verfassungsschutz damit Kritik an der Regierung mit Kritik am Demokratie- und Rechtsstaatsprinzip. &bdquo;Er sieht ,eine st&auml;ndige Agitation gegen und Ver&auml;chtlichmachung von demokratisch legitimierten Repr&auml;sentantinnen und Repr&auml;sentanten&lsquo; als Delegitimierung des Staates und deshalb als verfassungsfeindlich an. Mit diesem Vokabular weicht er die Grenzen juristisch fassbarer Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung auf und erm&auml;chtigt sich selbst dazu, oppositionelle Bestrebungen als extremistische Bestrebungen zu bewerten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/delegitimierung-des-staates-dietrich-murswiek-legal-tribune-online\">Cicero<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> So erweist sich auch die best&auml;ndige Beschw&ouml;rung der &bdquo;Gefahr von Rechts&ldquo; durch die Bundesregierung, explizit durch Innenministerin Faeser, als Ablenkungsman&ouml;ver.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die ewige Wiederkehr der Halbstarken<\/strong><br>\nDie Diskussion um die Berliner Silvesternacht ist eine Moralpanik, die den n&uuml;chternen Blick auf die Ereignisse verstellt. Randale von Jugendlichen sind kein ethnisches und auch kein neues Ph&auml;nomen. Es gibt sie schon so lange wie die politische Panik, die um sie gesch&uuml;rt wird.<br>\nIn der Silvesternacht wurden in mehreren deutschen St&auml;dten Polizeikr&auml;fte und Feuerwehrleute im Einsatz angegriffen, unter anderem mit B&ouml;llern und Raketen. Besonders heftige Attacken fanden in Berlin, unter anderem im Stadtteil Neuk&ouml;lln, statt, wo stellenweise Barrikaden errichtet und M&uuml;lltonnen in Brand gesetzt wurden. W&auml;hrend zun&auml;chst von 159, dann von 145 Festgenommenen die Rede war, revidierte die Polizei diese Zahlen mittlerweile und sprach von nur noch 38 Verd&auml;chtigen, fast ausschlie&szlig;lich M&auml;nner, mehrheitlich Deutsche, viele von ihnen minderj&auml;hrig.<br>\nNicht zuletzt weil Berlin im Wahlkampf ist, nutzen Konservative wie Friedrich Merz und Markus S&ouml;der, wie auch Innenministerin und mutma&szlig;liche Spitzenkandidatin der Hessen-SPD Nancy Faeser, die Gunst der Stunde f&uuml;r eine bew&auml;hrte Doppelstrategie: Soziale Probleme werden ethnisiert und symbolpolitisch an Law-and-Order-Appelle gekoppelt. &raquo;Wir haben in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten ein Problem mit bestimmten jungen M&auml;nnern mit Migrationshintergrund, die unseren Staat verachten&laquo;, gab Faeser zu Protokoll; fast wortgleich kommentierte Merz: &raquo;Chaoten, viele davon mit Migrationshintergrund, fordern mit ihrer Randale den Staat heraus, den sie verachten&laquo;.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/die-ewige-wiederkehr-der-halbstarken-silvester-berlin-krawalle-boeller-attacken-linus-westheuser\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Scholz w&auml;hlt sich ein neues Volk<\/strong><br>\nDer eklatante Vertrauensverlust &ouml;ffentlicher Institutionen trifft im Kanzleramt auf eine Mentalit&auml;t, die Brecht 1953 in seinem Gedicht &bdquo;Die L&ouml;sung&ldquo; durchschaute. Ein Kommentar.<br>\nMit der Praxis der deutschen Demokratie waren im Sommer 59 Prozent im Westen und 39 Prozent im Osten zufrieden (Deutschland-Monitor), im Oktober laut ARD noch 54 Prozent und 34 Prozent (51 Prozent BRD-gesamt). Olaf Scholz vertrauen 33 Prozent, seiner Bundesregierung 34 Prozent, dem Bundestag 37 Prozent und den Parteien 17 Prozent (Forsa, Dezember 2022). Scholzens L&ouml;sung daf&uuml;r k&ouml;nnten vertrauensstiftende Ma&szlig;nahmen sein. [&hellip;]<br>\nScholz geht lieber von dem Grundsatz aus, den Brecht 1953 der DDR-Regierung ironisch andichtete: dass &bdquo;das Volk \/\/ Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe \/\/ Und es nur durch verdoppelte Arbeit \/\/ zur&uuml;ckerobern k&ouml;nne&ldquo; (Die L&ouml;sung). Diese Haltung ist exemplarisch am Entwurf zum &bdquo;Demokratief&ouml;rdergesetz&ldquo; abzulesen: Nicht die politischen Institutionen und Akteure, denen die gro&szlig;e Mehrheit nicht mehr vertraut, sind das Problem der Republik; das Problem ist die Bev&ouml;lkerung.<br>\nDenn Sie, werter Leser, und ich haben &bdquo;eine Vielzahl demokratie- und menschenfeindlicher Ph&auml;nomene&ldquo; zu verantworten, als da w&auml;ren: &bdquo;die gegen das Grundgesetz gerichtete Delegitimierung des Staates&ldquo;, &bdquo;die Verbreitung von Verschw&ouml;rungsideologien, Desinformation und Wissenschaftsleugnung [&hellip;], Hass und Hetze im Internet&ldquo;, kurz: unseretwegen nehmen &bdquo;multiple Diskriminierungen und Bedrohungen immer weiter zu.&ldquo;<br>\nAlle gerade kursiv gesetzten Begriffe sind ideologietragend: Um sie anzuwenden muss jemand Kriterien definieren, was z.B. als Ausdruck &bdquo;menschenfeindlicher&ldquo; Gesinnung zu werten ist. Das sollen k&uuml;nftig Beamte jedes Ministeriums &bdquo;bedarfsgerecht&ldquo; in &bdquo;F&ouml;rderrichtlinien&ldquo; f&uuml;r b&uuml;rgerschaftliche Projekte tun, die sie mit Parteipolitikern (u.a. den Ministern) festlegen. Der Bund soll gesetzlich verpflichtet werden, ideologisch selektiv B&uuml;rgeraktivit&auml;ten direkt und &bdquo;nachhaltig&ldquo; zu finanzieren.<br>\nDie Kosten dieser Alimentierung Regierungskonformer betragen 2,2 Millionen Euro p.a., der Aufwand f&uuml;r Durchf&uuml;hrungs- und Erfolgspr&uuml;fung nur circa 300.000 Euro. Die Mittelaussch&uuml;ttung an handverlesene Status Quo-Ja-Sager ist scheinbar viel wichtiger als die Pr&uuml;fung, was diese mit dem Geld tun.<br>\nMisstraut die gro&szlig;e Mehrheit den Institutionen, so kann die Regierung mit neuer Politik um neues Vertrauen werben oder die B&uuml;rger zu mehr Zustimmung erziehen. Dies letztere ist Scholzens L&ouml;sung; er w&auml;hlt sich ein neues Volk, wie Brecht es vor 70 Jahren spottend vorschlug.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/olaf-scholz-waehlt-sich-ein-neues-volk-li.305208\">Michael Andrick in der Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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