{"id":92496,"date":"2023-01-13T15:00:55","date_gmt":"2023-01-13T14:00:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92496"},"modified":"2023-01-13T15:14:22","modified_gmt":"2023-01-13T14:14:22","slug":"leserbriefe-zu-systemkrise-mit-ansage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92496","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eSystemkrise mit Ansage\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92390\">Hier<\/a> wird der Vertrauensverlust in die politischen Institutionen Deutschlands kommentiert. Sie seien auf einem historischen Tiefpunkt. Jens Berger meint: &bdquo;In einer besseren Welt w&auml;ren solche Zahlen ein Alarmsignal. Es w&uuml;rde ergebnisoffen diskutiert und das politische System w&uuml;rde seine Dynamik entfalten, um die wieder besser zur repr&auml;sentieren, die mit ihm unzufrieden sind.&ldquo; In der realen Welt sei das genaue Gegenteil der Fall: &bdquo;Je gr&ouml;&szlig;er die Kritik an der &acute;herrschenden Meinung&acute;, desto totalit&auml;rer deren Verteidigung durch die Herrschenden.&ldquo; Es sei nicht unm&ouml;glich, verlorenes Vertrauen wiederzugewinnen. Das sei alternativlos, weil ein politisches System, dem die gro&szlig;e Mehrheit der Menschen nicht vertraue, n&auml;mlich keine Zukunft habe. F&uuml;r die interessanten Zuschriften bedanken wir uns. Eine Auswahl der Leserbriefe folgt nun. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, liebes NDS Team,<\/p><p>Zun&auml;chst mein Dank daf&uuml;r das sie es geschafft haben die NDS am laufen zu halten. Ohne NDS w&auml;re die Nachrichtenlage noch weniger zu ertragen.<\/p><p>Zum Thema: Wie wahr, ich wundere mich hingegen, dass immer noch ein Drittel der Deutschen den politischen Institutionen Vertrauen schenkt. Diese Regierung hat wirklich nichts ausgelassen um das Vertrauen zu ersch&uuml;ttern und viele Menschen f&uuml;hlen sich mittlerweile als ob sie in einer orwellschen Dystopie gelandet sind. Der Rechtsstaat scheint auf den Kopf gestellt, die Regierung hingegen bek&auml;mpft die B&uuml;rger mit immer irrsinniger werdenden Massnahmen indem sie z. B. Den Verfassungsschutz umbaut zum Regierungsschutz, der B&uuml;rger ausschn&uuml;ffelt und verfolgt, die sich gerade um diese Verfassung Sorgen machen. Dazu nur soviel: Eine Regierung die das Grundgesetz missachtet, hat sich l&auml;ngst selbst delegitimiert.<\/p><p>Wir werden sehen wo das Ganze endet, ohne ein wiedererstarktes demokratisches Bewusstsein in der Gesellschaft wird es nicht gehen. Insofern ist ein schwindendes Vertrauen in die politischen Institutionen sogar ein positives Zeichen, wenn es gel&auml;nge daraus eine konstruktive Debatte in der Gesellschaft auszul&ouml;sen. Nur leider br&auml;uchte es dazu eine unabh&auml;ngige Medienlandschaft.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e und vielen Dank f&uuml;r die gute Arbeit,<br>\nPeter Fenske<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten, sehr geehrte Leserinnen und Leser,  <\/p><p>&bdquo;Geht es Ihnen auch so?&ldquo; Diese Frage stellen Sie, lieber Jens Berger, in Ihrem Kommentar. Meine Antwort: &bdquo;Ja, ganz genauso!&ldquo; Dar&uuml;ber hinaus stellen sich mir viele weitere Fragen, die den &bdquo;Debattenraum zwischen Wahnsinn und Irrsinn&ldquo; betreffen, wie Sie schreiben. In diesem Debattenraum bewegen sich Regierende und Regierte, und ich frage mich unentwegt: Wie ist es m&ouml;glich, dass sie sich alle so ganz selbstverst&auml;ndlich in diesem Wahn- bzw. Irrsinn bewegen?<\/p><p>Zu den Regierenden: Sie haben Heerscharen von Zuarbeitern, die ihnen alle nur erdenklichen Informationen liefern k&ouml;nnen, und dennoch blenden sie Entscheidendes immer wieder aus. Wenn Annalena Baerbock auf der R&uuml;ckreise von der Ukraine in ihrem Zuginterview mal wieder blubbert, die internationale Staatengemeinschaft halte gegen die Aggression Russlands zusammen, so muss ihr doch klar sein, dass das nicht stimmt. Der Gro&szlig;teil der Weltgemeinschaft tut es nicht. Wei&szlig; sie das wirklich nicht? Oder t&auml;uscht sie bewusst das Publikum? Wenn Anton Hofreiter auf den sehr freundlichen und sachkundigen Brief von Michael Fitz plump antwortet, Putin habe den Krieg begonnen und trage die Alleinschuld, frage ich mich ebenso: Kennt er die Vorgeschichte und die Gesamtzusammenh&auml;nge wirklich nicht oder t&auml;uscht er das Publikum? Dienen Robert Habecks vielfach inkompetente Einlassungen etwa auch nur zur T&auml;uschung des Publikums? Oder ist er wirklich derma&szlig;en sach- und fachfremd? Man k&ouml;nnte diese Liste unendlich weiterf&uuml;hren &hellip;.<\/p><p>Die grunds&auml;tzliche Frage dahinter: Sind unsere sogenannten politischen Eliten schlicht komplett verblendet und unf&auml;hig oder in hohem Ma&szlig; doppelb&ouml;dig, sprich perfide? Wie auch immer die Antwort ausf&auml;llt &ndash; wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem &ndash;, genau das bef&ouml;rdert den Vertrauensverlust in die politische Klasse. Einerseits.<\/p><p>Andererseits folgen immer noch viele der Regierten dem Wahn- bzw. Irrsinn. Hier kann ich es mir noch eher erkl&auml;ren, denn sie werden von den Politikerinnen und Politikern und den Medien nachgerade &bdquo;zugeballert&ldquo; mit Wahn- und Irrsinn, der als objektiv richtige Informationen verkauft wird, denn schlie&szlig;lich leben wir in einer freien demokratischen Grundordnung mit freien Medien!!! Und wie viele B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger machen sich die M&uuml;he oder haben &uuml;berhaupt die Zeit, sich m&uuml;hsam zus&auml;tzliche Informationen zu beschaffen?<\/p><p>Doch offensichtlich schreitet, wie aus Ihrem, Jens Berger, Kommentar samt Datenmaterial hervorgeht, der Vertrauensverlust in die politischen Institutionen voran. Das ist angesichts der desastr&ouml;sen, gegen die Interessen der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern gerichtete Politik, die gemacht wird, zu begr&uuml;&szlig;en und gleichzeitig extrem gef&auml;hrlich. Wo soll das alles hinf&uuml;hren?       <\/p><p>Dr. Petra Braitling<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte NDS Redaktion.<\/p><p>Der Artikel lenkt sehr sch&ouml;n unsere Aufmerksamkeit in die richtige Richtung.<\/p><p>Eine Krise wie Corona oder der Krieg in der Ukraine bringt an die Oberfl&auml;che wie tief und breit der Graben ist zwischen Politik und B&uuml;rger.<\/p><p>Entpolitisierung des B&uuml;rgers ist der erste Schritt in die politische Apathie der B&uuml;rger: egal was ich mache ich kann doch nichts &auml;ndern, dies in Kombination mit keine Wahlpflicht.<\/p><p>Und Entscheidungsmacht au&szlig;erhalb von Deutschland: Beispiel die Macht von: Von der Leyen, Stoltenberg.<\/p><p>Der Irrsinn und Wahnsinn wovon im Artikel gesprochen wird findet seine Ursache und Erkl&auml;rung in der Massenpsychologie, im Herdeneffekt. Ich habe das schon zigmal erkl&auml;rt, niemand geht darauf ein, niemand reagiert. Diese massenpsychologische Omerta hat die gleiche St&auml;rke wie der Geschichtsged&auml;chtnisverlust.<\/p><p>Die Politik, die Regierung von Deutschland und die Regierungen der NATO L&auml;nder und die Medien befinden sich im Herdenmodus.<\/p><p>Diese menschliche Herde ist gefangen in Tunnelsicht, sie kennt nur 1 Ziel: de Vernichtung, die Zerst&ouml;rung von Russland, am liebsten auch den Tot von Putin nach Analogie mit Saddam Hussein, Bin Laden und Gaddafi.<\/p><p>Jeder der sich diesem Ziel mit kritischen Argumenten entgegensetzt wird mit dem Feind gleichgestellt, muss neutralisiert werden.<\/p><p>Auch die Eskalation der Sanktionen, der Waffenlieferungen findet hier seine Ursache. Das Ziel nicht erreicht, es muss nachgelegt werden.<\/p><p>Dieser Herdeneffekt kennzeichnet sich durch kompletten Verlust des rationalen Denken. Risiko und Gefahr werden nicht mehr wahrgenommen.<\/p><p>Warum&nbsp; Menschen (die Politiker, Parlamentsabgeordnete, Journalisten) den vermeintlichen Profeten wie Selenski, Habeck, Baerbock, Von der Leyen oder Jens Stoltenberg ohne nachzudenken hinterherlaufen ist an Komplexit&auml;t kaum zu &uuml;berbieten. Da kommt eine Vielzahl von Wissenschaften ins Spiel: Psychologie, Soziologie, Antropologie, historische Fakten.<\/p><p>Die wenigen ( Beispiel Sahra Wagenknecht, Oskar Lafontaine), die nicht umnebelt sind, sind mit zu wenig, nicht organisiert genug, auch hin zu gleichgesinnten B&uuml;rgern, national und international um dem Zustand wirkungsvoll entgegentreten zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nPatrick Janssens<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebe Nachdenkseiten!<\/p><p>Wie soll ich einer Regierung vertrauen die f&uuml;r mich nicht nachvollziehbare Entscheidungen trifft.<\/p><p>Ich erwarte ja nicht, dass alle Entscheidungen f&uuml;r mich hilfreich sind, aber sie sollten mehrheitlich der Allgemeinheit nutzen.&nbsp;<\/p><p>Was die letzten Jahre passiert ist finde ich zutiefst verst&ouml;rend. Es ist essentiell diese Probleme anzusprechen und ich danke euch f&uuml;r euren Beitrag dazu.<\/p><p>Es bleibt zu hoffen, das es irgendwann mal wieder Licht am Ende des Tunnels gibt und Probleme wieder im Sinne der Bev&ouml;lkerung gel&ouml;st werden.<\/p><p>Bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.<\/p><p>Mfg<br>\nAndreas<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Bravo! Herr Berger, ich kann Ihre Einsch&auml;tzung nur best&auml;tigen und&nbsp; f&uuml;r mich sehr gut nachvollziehen. Egal ob SCHWARZ, ROT, GR&Uuml;N, GELB oder auch BLAU, allein oder in Koalitionen, am Ende bleibt doch alles so wie es vorher war. Als Vasallen der USA setzen die jeweiligen Regierungen ohne nachzudenken nur noch deren Forderungen um, akzeptieren dabei sogar dass die eigene Infrastruktur dadurch zum alleinigen Vorteil der USA zerst&ouml;rt wird, was letztendlich bei uns zu einem Debakel f&uuml;hrt. Die Deutschen tragen es mit, da auch die sog. Leit-Medien keine Kritik daran &auml;u&szlig;ern &ndash; im Gegenteil.<\/p><p>Das war so. Das ist so. Und es wird wohl noch einige Zeit so bleiben. Das Vertrauen der wenigen Aufgekl&auml;rten in das, was man Demokratie nannte sinkt dadurch immer weiter. Man gibt es auf, sich zu engagieren. Deutschland wird entpolitisiert. An den Wahlbeteiligungen kann man es ablesen. Wenn der gro&szlig;e Knall kommt und die Folgen nicht mehr verschwiegen werden k&ouml;nnen, will es keiner gewesen sein oder es wird behauptet: &ldquo;Ja davon haben wir ja gar nichts gewusst!&rdquo;<\/p><p>Umso wichtiger ist es, dass uns die Nachdenkseiten erhalten bleiben. Danke den unerm&uuml;dlichen Streitern f&uuml;r faktenbasierte und objektive Information.<\/p><p>Udo Hellmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>Sie schreiben: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wenn es dem politischen System nicht gelingt, diesen Trend zu revidieren und wieder die lebhafte Demokratie zu werden, als die man sich gerne selbst beweihr&auml;uchert, sehe ich schwarz f&uuml;r Zukunft!&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Diese Hoffnung halte ich f&uuml;r vergebens. Das System rennt in die falsche Richtung. Sie schreiben doch selbst, je st&auml;rker die Kritik umso heftiger wird sie bek&auml;mpft. Das imperialistisch-kapitalistische System ist tot, nur noch ein Zombie. Dass die Ideologie des Westens eine L&uuml;ge ist und dass es um etwas ganz anderes geht, h&auml;tte man seit dem Koreakrieg immer wieder bemerken k&ouml;nnen. Henry Miller hat es, f&uuml;r sein Land USA, schon 1938 festgestellt: &ldquo;The Airconditioned Nightmare&rdquo;. Aber man hat es verdr&auml;ngt. Im Westen. Der &ldquo;Rest&rdquo; der Welt hat gelitten. <\/p><p>Offensichtlich und nicht mehr zu ignorieren ist es erst geworden, seit einige Staaten der Welt die Kraft haben sich nicht mehr zu f&uuml;gen. Die Wende hat der Krieg in der Ukraine gebracht, ausgel&ouml;st durch das jahrzehntelange Ignorieren der Russischen Sicherheitsinteressen durch den Westen. Das alte System in Deutschland ist nicht mehr zu retten. Es marschiert stur in den Untergang, wirtschaftlich und intellektuell. <\/p><p>Was nun? Gibt es eine Alternative? <\/p><p>Der Sozialismus ist gescheitert. Er hatte einige gute Aspekte, hat aber die individuellen Bed&uuml;rfnisse der Menschen zu wenig ber&uuml;cksichtigt. Russland versucht jetzt einen Ansatz, der wirtschaftliche und geistig-kulturelle Aspekte gleichsam ber&uuml;cksichtigt. China mit seinem kommunistisch-konfuzianischem System ist weit weg, sowohl geographisch als auch kulturell. Europa? Basisdemokratie? Anarchismus? Das sind bisher nur Ideologien. Nein danke, habe genug von so was. Das einzig etwas demokratischere System in Europa, das mir einf&auml;llt, ist das der Schweiz. Die Basisdemokratie funktioniert am besten in kleinen Gruppen, Stammesgesellschaften. Je komplexer eine Gesellschaft wird, umso mehr sind Hierarchien notwendig (funktionale, nicht Machthierarchien!). <\/p><p>Das westliche System ist ausgequetscht, da geht nichts mehr. Es muss sich etwas Grunds&auml;tzliches &auml;ndern. Revolution, im Sinne von Gewalt, bringt nichts, &auml;ndert nichts grunds&auml;tzliches. Die Gesellschaft ist krank, die Menschen stecken den Kopf in den Sand. Heilung kann beginnen mit der Bereitschaft, die Wirklichkeit wahrzunehmen wie sie. Dieser Prozess ist umso schmerzhafter, je weiter man von der Wirklichkeit entfernt ist. &ldquo;Leben in der Unsicherheit&rdquo; nennt es Hans-Joachim Maaz. Packen wir&rsquo;s an! <\/p><p>Herzlichen Gru&szlig;,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<br>\n&nbsp;<br>\npassend zu Ihrem Artikel ein weiterer, der evt. etwas Licht ins Dunkle bringt:<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/159367-autoritaere-liberalismus-bedroht-demokratie-in\/\">test.rtde.tech\/meinung\/159367-autoritaere-liberalismus-bedroht-demokratie-in\/<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nWeiterhin viel Kraft und Durchhalteverm&ouml;gen<br>\nM. Farrherr<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, sehr geehrtes Nachdenseitenteam,<br>\n&nbsp;<br>\nSie schildern sehr treffend die Situation. Ihr Schluss jedoch l&auml;sst mich vermuten, da&szlig; Sie das System als solches belassen w&uuml;rden, mit besseren Entscheidern, mit wieder mehr Vetrauen der B&uuml;rger in die Politik.<br>\n&nbsp;<br>\nDas aber ist meiner Meinung nach nicht m&ouml;glich, weil das System der repr&auml;sentativen Demokratie<br>\nin der amerikanischen Verfassung schon so entworfen wurde, da&szlig; eine wirkliche, egalit&auml;re Demokratie nicht m&ouml;glich ist, sondern vielmehr der Elititismus erhalten bleibt.<\/p><p>Das Scheitern einer offenen Gesellschaft ist somit systemimmanent.<br>\n&nbsp;<br>\nDie repr&auml;sentative, -lediglich formale-, Demokratie m&uuml;sste komplett durch eine egalit&auml;re<br>\nBasisdemokratie, die von unten nach oben funktioniert, ersetzt werden.<br>\n&nbsp;<br>\nmit freundlichem Gru&szlig;,<br>\nM. H&auml;usler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren, Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\n&bdquo;Geht es Ihnen auch so? Mehr und mehr f&uuml;hle ich mich &bdquo;entpolitisiert&ldquo;. Schaute ich fr&uuml;her regelm&auml;&szlig;ig Tagesschau und Tagesthemen, mag ich heute am liebsten gar nicht mehr zur Fernbedienung greifen&hellip;&ldquo; So Ihre Frage in o.g. Artikel.<\/p><p>Ja, mir geht&rsquo;s ganz genauso!! Auch die folgenden Ausf&uuml;hrungen kann ich nur voll und ganz unterschreiben!<\/p><p>Nach all den L&uuml;gen und Verdrehungen frage ich mich zunehmend, was ich von den Medienberichten der letzten 50 Jahre meines Erwachsenenlebens &uuml;berhaupt noch glauben soll. Es f&auml;llt schwer, hier noch irgendeinen Hoffnungsschimmer zu entdecken.<\/p><p>Trotzdem m&ouml;chte ich Sie ermutigen, Ihre wichtige Arbeit weiterzuf&uuml;hren!<br>\n&nbsp;<br>\nfreundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHerbert Gutzer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>die im Text gestellte Frage, ob es dem Leser genauso ergeht, muss ich (leider) mit &ldquo;ja&rdquo; beantworten. Ich war Zeit meines Lebens ein politisch interessierter und auch politischer Mensch und bemerke nun zum ersten Mal in meinem bald 56 Jahre dauernden Leben, dass mich &ldquo;politische Debatten&rdquo; und weite Teile der Medien nicht mehr zum Widerspruch reizen, sondern nur noch achselzuckend und sprachlos zur&uuml;cklassen. Laut Rainer Mausfeld ist das Wesenszeichen einer Demokratie der angstfreie Debattenraum. Die politischen und journalistischen Akteure tun mittlerweile alles, genau dies zu verhindern &ndash; welch j&auml;mmerliches Trugbild einer Demokratie.&nbsp;<\/p><p>Wenn ich mir Debatten im Bundestag anschaue: Niemand h&ouml;rt zu, politische Gegner werden ignoriert oder verunglimpft &ndash; und zwar eben NICHT inhaltlich, was zu begr&uuml;&szlig;en w&auml;re, sondern pers&ouml;nlich. In TV Debatten treten immer die selben Protagonisten auf, Debattenkultur gleich Null, anstatt f&uuml;r anst&auml;ndige Diskussionen zu sorgen, ergreifen &ldquo;Moderatoren&rdquo; Partei, Ignoranz gegen&uuml;ber Andersdenkenden, keine Neugier warum und wie das Gegen&uuml;ber so denkt, unbegr&uuml;ndete Meinungen statt Argumente usw. usw.&nbsp;<\/p><p>Wir haben nicht nur keinen angstfreien Debattenraum, sondern uns fehlt die vollst&auml;ndige Debatte, mit oder ohne Angst, sie findet &uuml;berhaupt nicht mehr statt! Und dann wundern wir uns &uuml;ber so ein vernichtende Urteil der Mitmenschen &uuml;ber die Politik?&nbsp;<\/p><p>H&auml;tte ich mich als junger Mensch gegen&uuml;ber meinem Mitmenschen so benommen, wie es die Protagonisten aus Politik und Medien heute tun, meine zwar unpolitische aber hochanst&auml;ndige Oma, die mit 5 Kindern unter abenteuerlichen Umst&auml;nden aus Schlesien fl&uuml;chtete und Dank der &ldquo;lieben&rdquo; Mitmenschen als Fl&uuml;chtling neuerliche Ungeheuerlichkeiten erdulden musste, diese meine so liebenswerte Gro&szlig;mutter, h&auml;tte mir wohl &ldquo;die Leviten gelesen&rdquo;!&nbsp;<\/p><p>Haben so viele Menschen in Politik und Medien keine Gro&szlig;m&uuml;tter gehabt?&nbsp;<br>\nStellvertretend f&uuml;r meine und so viele andere Gro&szlig;m&uuml;tter bin ich dankbar, dass ich &uuml;ber die Nachdenkseiten sagen darf: Sch&auml;mt euch, ihr sogenannten Eliten. Sch&auml;mt euch einfach!&nbsp;<\/p><p>Mit vielen lieben Gr&uuml;&szlig;en an das Nachdenkseiten Team. Sch&ouml;n, dass ihr widersteht &ndash; das macht Mut, nicht zu resignieren.&nbsp;<\/p><p>Ihr Guido Schulz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>in Ihrem heutigen Beitrag &ldquo;Systemkrise mit Ansage&rdquo; schreiben Sie v&ouml;llig richtig:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Fragen, auf die man unbequeme Antworten bekommen k&ouml;nnte, werden gar nicht erst gestellt.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Man m&uuml;sste aber erg&auml;nzen:<\/p><p>Und wenn sie dann doch einer stellt, wird er von einer Meute losgelassener Kettenhunde niedergebr&uuml;llt und wahlweise als Rechter, Demokratiefeind, Putinversteher, Kriegsbef&uuml;rworter oder was sonst noch alles diffamiert.<br>\nEinschliesslich der Bem&uuml;hungen der Innenministerin, der Regierungskoalition und des Verfassungsschutzes, solche Fragesteller als &ldquo;Gegner der Demokratie&rdquo; unter Beobachtung zu stellen, wenn nicht unter Umkehr der Beweislast so doch immerhin erheblich leichter als bislang um ihren Broterwerb\/Job zu bringen und ggf. nach der bereits erfolgten Neufassung des Volksverhetzungsparagraphen auch strafrechtlich zu belangen.<\/p><p>Der Bundestag ist nur noch ein Abnickverein, da die gr&ouml;sste Oppositionspartei und weite Teile der beiden kleinen diesen Irrsinn mitmachen. Als W&auml;hler hat man nur noch die Alternative, diese Abnicker zu w&auml;hlen oder eben der Wahl fernzubleiben bzw. seinen Stimmzettel mit einem entsprechenden Kommentar ung&uuml;ltig zu machen.<br>\nJedenfalls solange es keine gesammelte wirkliche Oppositionsliste gibt (ja, notfalls muss m.E. ein gemeinsames B&uuml;ndnis aus mehreren Kleinstparteien des mehr oder weniger linken Spektrums her), die eine realistische Chance hat, &uuml;ber die 5%-H&uuml;rde zu springen und das auch ausnahmsweise mal f&uuml;r Umverteilung von oben nach unten und gegen den immer weiter fortschreitenden Neoliberalismus und Sozialdarwinismus einsteht&hellip;<\/p><p>Und bis zur n&auml;chsten Wahl bleibt dann nur zu hoffen, dass bis dahin nicht der dritte Weltkrieg ausbricht, denn in dem Fall wird es lange keine Wahlen mehr geben. Vielleicht auch nie mehr. Mangels lebender W&auml;hler &ndash; oder wegen endg&uuml;ltiger und dann auch unverhohlener Herrschaft des Kapitals &uuml;ber das, was ein Atomkrieg auf dem Schlachtfeld Europa halt so &uuml;brig lassen wird.<\/p><p>Nachdenkliche Gr&uuml;sse,<br>\nKK<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nmit gro&szlig;em Interesse las ich den Artikel &ldquo;Systemkrise mit Ansage&rdquo;. Die Umfrageergebnisse zur aktuellen politischen Landschaft, die man tats&auml;chlich als &ldquo;Gro&szlig;-Alarm&rdquo; zum Niedergang der Parteien-Demokratie in unserem Land verstehen muss, fordern unmissverst&auml;ndlich eine Ursachenforschung. Wenn man sich die Medienlandschaft in den letzten Jahren vor Augen f&uuml;hrt, wird m. E. deutlich, dass die journalistischen Leistungen im Bereich Politik, und zwar sowohl in den etablierten, als auch in sog. Sozialen Medien, mehrheitlich als eklatantes Versagen hinsichtlich eines kritisch hinterfragenden Journalismus&nbsp; zu werten sind. Ohne diese mehrheitlich immer mehr politisch unkritische mediale Berichterstattung w&auml;re die Gefahr einer Parteien-Demokratie-Verdrossenheit nach meiner pers&ouml;nlichen Einsch&auml;tzung weniger ausgepr&auml;gt. Da aber eine Einzelmeinung als Ma&szlig;stab f&uuml;r die Beurteilung einer sicherlich eher negativ zu betrachten gesellschaftlichen Entwicklung unzul&auml;ssig ist, braucht es eine umfassendere Erhebung von Daten. Deshalb ist es m. E. zur Ursachenforschung der Politikverdrossenheit unabdingbar, eine wissenschaftlich fundierte Umfrage bei den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern zur Entwicklung des politischen Journalismus in den etablierten Medien (bekannte gro&szlig;e Printmedien und Nachrichtensendungen des &Ouml;R) durchzuf&uuml;hren.<\/p><p>Sollte sich dabei zeigen, dass sich&nbsp; f&uuml;r die Medien hinsichtlich der Glaubw&uuml;rdigkeit und der Qualit&auml;tseinstufung im Bereich Politik-Journalismus&nbsp; ein gleicher Niedergang wie beim Vertrauen in die politischen Institutionen (&ldquo;Deutschland ist auf einem historischen Tiefpunkt&rdquo;) ergibt, dann ist dies ein klares und deutliches Signal, ja ein Auftrag zur &ldquo;Zeitenwende&rdquo; (nicht im Sinne der Politik)&nbsp; f&uuml;r die Journalistinnen und Journalisten.<\/p><p>Ob das NDS-Team einen entsprechenden Einfluss auf die Umfrage-Institute hat, die die im Artikel genannten politischen Zahlen erarbeiteten, kann ich mir kaum vorstellen. Aber vielleicht gibt es unter der bewundernswerten gro&szlig;en Zahl&nbsp; der NDS-Leserinnen und -Lesern&nbsp; Mitmenschen, die hier entsprechend Einfluss haben. Eine solche Umfrage k&ouml;nnte letztlich der Ansto&szlig; f&uuml;r eine Richtungs&auml;nderung der aktuellen politischen Gegebenheiten&nbsp; und damit auch der Ansto&szlig; zur Verwirklichung einer gelingenden Zukunft der Gesellschaft sein.<br>\n&nbsp;<br>\nHerzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nG&uuml;nter Grzega<\/p><p>PS: Die Nachdenkseiten praktizieren den kritisch-hinterfragende Qualit&auml;ts-Journalismus, den unsere Gesellschaft braucht. Danke! Dies bedeutet keineswegs, dass man mit allen Artikeln auf den NDS einverstanden oder gleicher Meinung sein muss.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>unerw&auml;hnt lie&szlig;en SIe die st&auml;ndigen sich wiederholenden Unaufrichtigkeiten. Beispiele hierzu: Keiner der damaligen Politakteure wollte eine Impfpflicht. Und dann wurde sie doch versucht durchzudr&uuml;cken von eben jenen, die das zuvor noch mit emp&ouml;rter Miene bestritten hatten. Keiner wollte einschneidende Einschr&auml;nkungen der b&uuml;rgerlichen Freiheiten. Dies sei unwahr. Und dann kamen sie doch. Denken wir weiter an die angeblichen Wirkungen der Impfung, die  sich mittlerweile &uuml;berwiegend als unrichtig erwiesen haben.<\/p><p>Weiter sind da noch die in einer nach meinen Begriffen normalen Welt als ungeheuerlich zu bezeichneten Wahrheiten, die da so mancher von sich gibt. Etwa Lauterbachs &bdquo;Wahrheit sei der politische Tod.&ldquo; Oder Merkels Zitat aus 2005, das man &bdquo;wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit&ldquo; habe.<\/p><p>Wem bitte soll man da noch vertrauen? Menschen, die heute dies erkl&auml;ren und morgen das Gegenteil?<\/p><p>Ich pers&ouml;nlich halte ein Misstrauen gegen&uuml;ber der Politik in einer Demokratie f&uuml;r normal und dieser zutr&auml;glich. Vielleicht erleben wir ja gerade eher so etwas wie einen gesellschaftlichen Reifungsprozess bei vielen B&uuml;rgern. Dieser k&ouml;nnte  von der Staatsgl&auml;ubigkeit, die in Deutschland trotz &uuml;bler Erfahrungen damit immer noch herrscht und die ich eher als Obrigkeitsh&ouml;rigkeit bezeichne, weg f&uuml;hren. So k&ouml;nnte der derzeitige Zustand am Ende vielleicht noch etwas gutes bewirken.<\/p><p>Danke f&uuml;r Ihren Kommentar und freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nR. Domke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Geehrter Herr Berger<\/p><p>Wenn, Ihrer Ansicht nach, immer weniger Menschen dem Bundeskanzler, der Bundesregierung und dem Bundestag trauen, warum wehren sie sich dann nicht gegen all das, was man ihnen antut, sondern stattdessen, auf jene einpr&uuml;geln, die au&szlig;erhalb des mainstreams ihre Stimme erheben?<\/p><p>&bdquo;Geht es Ihnen auch so?&ldquo;, fragen Sie angesichts der Propagandaflut, die uns Tag f&uuml;r Tag aus den Medien entgegen str&ouml;mt. Ja, mir geht&rsquo;s auch so, denn kaum stelle ich den Fernseher an, schon werde ich mit einer Woge von Falschdarstellungen, Hasskampagnen und der &nbsp;Diskriminierung Andersdenkender &uuml;berrollt, so dass mir jedes kritische Wort im Halse stecken bleibt. Ja selbst die Gedanken beginnen zu kollabieren, &nbsp;denn nirgendwo ist da ein sicherer Halt in diesen Strom der Millionen, der droht, mich mit in den Abgrund zu rei&szlig;en.<\/p><p>Mit dem Aufstieg des B&uuml;rgertums, also der st&auml;ndigen Zunahme und &bdquo;Verselbst&auml;ndigung&ldquo; der Macht des Kapitals &uuml;ber die Menschen, ging eine Vereinheitlichung des Bewusstseins einher, die im 20. Und 21. Jahrhundert ihre Vollendung findet, und gegen die sich zu wehren, auch &nbsp;mir schwer f&auml;llt. Wie auch soll man sich dagegen wehren, wenn auf die Stimme der Vernunft, die in jeden Menschen vorhanden, aber in einem Kerker der Angst eingesperrt ist, immer weniger Menschen h&ouml;ren?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en H. Roehe<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe nachdenkseiten-Macher, lieber Herr Berger,<\/p><p>der obige Artikel trifft sicherlich die Stimmung im Lande recht gut. Es steht wirklich sehr schlecht um die Menschheit. Zum Artikel meine Fragen: wer bzw. welches Institut hat die Umfrage durchgef&uuml;hrt und ist die Stichprobe von 4003 Befragten (von ca. 80 Millionen Menschen in Deutschland) eigentlich repr&auml;sentativ?<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nLutz M&uuml;ller<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lieber Herr M&uuml;ller,<\/em><\/p><p><em>die Umfrage ist von Forsa. Forsa ist nicht unproblematisch, aber diese Umfrage ist von der Methodik eigentlich nicht sonderlich anf&auml;llig f&uuml;r &bdquo;Kosmetik&ldquo;. 4000 Befragte ist eine sehr gro&szlig;e Stichprobe. Ich habe vor langer Zeit selbst mal beim Emnid-Institut gearbeitet, da umfassten die Stichproben meist nur 1000 Befragte, um eine Repr&auml;sentativit&auml;t zu erzielen. Es kommt da &uuml;brigens sehr auf die Methodik an. Es ist nicht so, dass man wahllos 1000 Menschen befragt, sondern diese 1000 Menschen m&uuml;ssen die Bev&ouml;lkerung repr&auml;sentativ widerspiegeln &ndash; also z.B. anteilig genau so viele &Uuml;ber-80-J&auml;hrige, Gutverdiener, Sachsen, Frauen, Gr&uuml;nen-W&auml;hler wie in der Gesamtbev&ouml;lkerung. Das Problem: Es w&auml;re sehr teuer, diese echte Repr&auml;sentativit&auml;t zu erzielen. Ich kann mich noch erinnern, wie wir damals &Uuml;berstunden machen mussten, um Frauen unter 30 im Mecklenburg-Vorpommern zu einem Telefoninterview zu &uuml;berreden. Diese Gruppe fehlte aus verst&auml;ndlichen Gr&uuml;nden in jeder Umfrage ;-) Die meisten Auftraggeber zahlen diese Qualit&auml;t aber nicht, daher wird dann das Rohergebnis mit bestimmten Parametern umgerechnet. Diese Parameter sind Firmengeheimnis und hier sind der Manipulation T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet. Das nur zur Erkl&auml;rung. Bei der konkreten Umfrage sehe ich da kein gro&szlig;es Risiko.<\/em><\/p><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werter Herr Berger,<\/p><p>ist &bdquo;Einem&ldquo; oder &bdquo;Einer&ldquo; &uuml;berhaupt zu trauen, der &ndash; ob nur einmal oder immer wieder &ndash; seine Schwurhand erhoben hat vor dem gew&auml;hlten Souver&auml;n und dabei versprochen hat, als seine nobelste Aufgabe dessen Nutzen zu mehren und Schaden von ihm zu wenden? Wo er oder sie doch offensichtlich und ausschlie&szlig;lich in der Pflicht oder gar in irgendeiner Schuld eines selbsts&uuml;chtigen Dritten steht und einzig und allein dieser nachkommen zu m&uuml;ssen glaubt, zu dienen pflegt?<\/p><p>So, so! Das Vertrauen in &bdquo;das System, in die obersten Institutionen unserer Demokratie&ldquo; schwindet also, teilweise gar wie Schnee in der Sonne. Das Gegenteil von Vertrauen soll ja Mi&szlig;trauen sein, egal ob gesund oder nicht. Zwei Drittel in diesem unserem Lande also hegen ein solches und geben es auch noch zu? Nun gut, nach den letzten drei Jahren ist das schlie&szlig;lich kein Wunder. Und die aktuelle (Beschluss-)Lage k&uuml;ndet ja davon, dass es keinesfalls besser werden d&uuml;rfte, im Gegenteil.<\/p><p>Die Frage mu&szlig; gestellt werden: Warum &ndash; um Gottes oder Javes weniger um Allah&rsquo;s Willen &ndash; sieht sich Bertelsmanns Hocht&ouml;ner bem&uuml;&szlig;igt, solch eine &bdquo;Umfrage&ldquo; in Umlauf zu schicken? Ausgerechnet von NTV (f&uuml;r Nichteingeweihte: zur RTL Group geh&ouml;rend) also &ndash; wo uns u.a. seit einem Jahr uns Tag f&uuml;r Tag die Hucke voll gelogen wird? Unz&auml;hlige Experten ohne Unterlass den Endsieg verk&uuml;ndend, die mit direktem Kanal zur offenbar die Putinischen Kriege steuernden NATO-Wolfsschanze zu London. Ist bei Bertelsmann vielleicht ein schlechtes Gewissen aufgekommen? Da empfiehlt es sich, Wiki zu zitieren: &bdquo;Die RTL Group ist ein internationales Medienunternehmen mit Hauptsitz in Luxemburg und einem weiteren Verwaltungssitz in K&ouml;ln. Sie betreibt 68 Fernseh- und 31 Radiosender in Deutschland, Frankreich und anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern.&ldquo; Hat dieses machtvolle Medien- bzw. Meinungs-Imperium nicht allen Grund, Schlechtleistung einzugestehen? Oder &uuml;bt es sich doch eher in &bdquo;Haltet-den-Dieb&ldquo;-Schuldzuweisungen? Mehr Propaganda als eingesetzt war schlie&szlig;lich kaum m&ouml;glich. Was f&uuml;r ein Narrativ soll denn jetzt wieder gepflanzt werden?<\/p><p>Die immer r&uuml;hrigen, &uuml;blichen (verd&auml;chtigen) Eierk&ouml;pfe in den Denk-Leoparden sind dazu bestimmt wieder ihrer Lieblingsbesch&auml;ftigung nachgegangen: zu Googeln! Wahrscheinlich ist man dabei auch dar&uuml;ber gestolpert: &bdquo;Wenn die Menschen belogen und betrogen werden, so verlieren sie den Glauben an diejenigen, von denen ihnen das geschehen ist und nur die Allerschw&auml;chsten brauchen dazu lange Zeit.&ldquo; Da ist wohl nicht zu knapp gleich Panik aufgekommen. Da hei&szlig;t es gegenzusteuern, wie geht das besser als mit dem Legen kleiner &bdquo;Gegenfeuer&ldquo;, so wie bei echten Waldbr&auml;nden an der Westcoast allzu gerne angestrengt. Oder aber man ist Martin Luther auf den Leim gegangen: &bdquo;Die gr&ouml;&szlig;te Ehre, die man einem Menschen antun kann,ist die, da&szlig; man Vertrauen zu ihm habe.&ldquo; Da mu&szlig; doch gleich der Umkehrschluss bem&uuml;ht werden um jemandem geh&ouml;rig ans Bein pinkeln zu k&ouml;nnen mit der Umfrage. Der Bundespr&auml;sident &ndash; derzeit m.u.M.n. der Blindesten einer und auch fr&uuml;her nur selten heller &ndash; mit dem h&ouml;chsten Wert &uuml;berhaupt. Donnerwetter, doppelt so viel Vertrauen beim Volk wie der Bundeskanzler, das soll was hei&szlig;en.<\/p><p>Nur die Parteien &ndash; die laut deutscher Pseudo-Verfassung bei der politischen Willensbildung des Volkes mitzuwirken haben &ndash; kommen noch &uuml;bler weg beim Vertrauen: gerade halb so viel wie der Kanzler auch noch. Auweia! Um Himmels Willen, wie nur kommen dann bei solch einer Wetterlage die ganzen anderen Umfragen &ndash; zur Sonntagsfrage bspw. &ndash; zustande? Die Mutma&szlig;ung bietet sich an: bei den letzteren Umfragen d&uuml;rfen nur die ran, die ihr Vertrauen in die Parteien belegen k&ouml;nnen. Sonst w&auml;ren schlie&szlig;lich auch solche Ergebnisse wie neulich kaum zu erzielen. Auf der pole die Schwarzen, die doch derzeit gr&ouml;&szlig;tenteils nur durch Abwesenheit gl&auml;nzen, auf Platz 2 angekommen: die Lieblinge der Nation. Und die Freien Demokraten? Denen reicht es vermutlich v&ouml;llig, sich an den st&uuml;ndlich einlaufenden, explodierenden Gesch&auml;ftszahlen von Rheinmetall zu erg&ouml;tzen.<\/p><p>Was nun, Herr Berger? Sie verlautbaren gen Ende &bdquo;&hellip;sehe ich schwarz f&uuml;r die Zukunft. Es wird nicht leicht, das verlorene Vertrauen wiederzugewinnen, aber es ist nicht unm&ouml;glich.&ldquo; Da w&auml;re ich lieber mal etwas vorsichtiger. Sollte n&auml;mlich &ndash; so wie erl&auml;utert &ndash; die Vertrauens-(Um)frage einen anderen Hintergrund haben als &uuml;ber die Lage unverbl&uuml;mt aufzukl&auml;ren, und der &bdquo;Auftraggeber&ldquo; b&uuml;rgt da bestimmt nicht daf&uuml;r, k&ouml;nnte es durchaus sein, dass sich bei der n&auml;chsten Umfrage zum gleichen oder &auml;hnlichen Thema ein landslide-Effekt eingestellt haben k&ouml;nnte &ndash; pl&ouml;tzlich und unerwartet. So was soll ja vorkommen oder vorgekommen sein. Man denke z.B. nur an die letzte Bundestagswahl, auf den &Uuml;berraschungssieger hatte doch niemand kurz vorher nur einen Pfifferling gesetzt.<\/p><p>Und zum Schluss mu&szlig; ich Ihnen auch noch von meinen Google-Erlebnissen berichten, da gab es n&auml;mlich f&uuml;r mich manchen Findling zum Nachdenken. Unter Ber&uuml;cksichtigung der vorgestellten Umfragezahlen geradezu deprimierend das Zitat von Sprenger von 2002: &bdquo;Vertrauen z&auml;hlt zu den Hauptursachen f&uuml;r den wirtschaftlichen Erfolg einer Nation&ldquo;, das kann ja heiter werden. Nicht weniger einsch&uuml;chternd die Erkenntnis aus dem Wahlspruch der Deutschen Bank von anno 1995. &bdquo;Vertrauen ist der Anfang von allem&ldquo; hie&szlig; es da und wurde doch nur zu einer Steilvorlage f&uuml;r die Knef und ihr &bdquo;Von nun an ging&rsquo;s bergab&ldquo;. Also, da g&auml;be es noch jenes besser bekannte&bdquo;Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser&ldquo;, das ausgerechnet ein Lenin unters Volk gebracht hat bzw. f&uuml;rs Volk zur Anwendung gebracht wurde. Da halte ich mit meiner Kommentierung mal besser zur&uuml;ck, stimmt&rsquo;s Frau Faeser?<\/p><p>Mit freundlichem Gruss ins neue Jahr<br>\nMichael Kohle<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger<\/p><p>ich teile Ihre Bef&uuml;rchtungen und auch die Einsch&auml;tzung der aktuellen Entwicklung.<br>\nDanke f&uuml;r diesen wertvollen Aufsatz.<\/p><p>Um es kurz zu machen, darf ich Ihnen auf Ihr Zitat:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;&hellip;dass ich ein intellektueller Geisterfahrer bin&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>erwidern:<\/p><p>Leute, fre&szlig;t Schei&szlig;e, Millionen Fliegen k&ouml;nnen sich nicht irren!<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nKurt-L. Schornsheim<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92390\">Hier<\/a> wird der Vertrauensverlust in die politischen Institutionen Deutschlands kommentiert. 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Es w&uuml;rde ergebnisoffen diskutiert und das politische System w&uuml;rde seine Dynamik entfalten, um die wieder besser zur repr&auml;sentieren, die mit ihm unzufrieden sind.&ldquo; In der realen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92496\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-92496","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/92496","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=92496"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/92496\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":92505,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/92496\/revisions\/92505"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=92496"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=92496"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=92496"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}