{"id":92506,"date":"2023-01-13T16:30:36","date_gmt":"2023-01-13T15:30:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92506"},"modified":"2023-01-13T15:43:10","modified_gmt":"2023-01-13T14:43:10","slug":"hinweise-des-tages-ii-567","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92506","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92506#h01\">Der Angebotsschock, der ein Nachfrageschock ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92506#h02\">Nach der Riester- kommt die Aktienrente &ndash; Profitieren werden Finanzkonzerne, nicht Rentner: Staat will an der B&ouml;rse zocken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92506#h03\">Situation auf dem Wohnungsmarkt &bdquo;immer dramatischer&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92506#h04\">Mission Creep in Br&uuml;ssel?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92506#h05\">USA: Wie die Au&szlig;enpolitik-Eliten jeden Kontakt zu ihren B&uuml;rgern verlieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92506#h06\">Milliarden &uuml;ber Milliarden: NATO-L&auml;nder sollen Milit&auml;rbudgets erh&ouml;hen.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92506#h07\">Warum wehren sich die Menschen nicht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92506#h08\">Nix Neues aus Mali? Zu den j&uuml;ngsten Entwicklungen in dem westafrikanischen Land  <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92506#h09\">&raquo;Normalisierung&laquo; im Zwielicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92506#h10\">Lehramtsstudium in Berlin: &bdquo;Erster Abschluss in der Tasche und von nix &rsquo;ne Ahnung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92506#h11\">&Ouml;ffentlicher Dienst: Besch&auml;ftigte verdienen sattes Lohnplus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92506#h12\">Streikrecht in Gefahr: die brisanten Pl&auml;ne der Europ&auml;ischen Kommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92506#h13\">Der importierte Fachkr&auml;ftemangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92506#h14\">Smarte Stromz&auml;hler sollen Pflicht werden<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Angebotsschock, der ein Nachfrageschock ist<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Christian Lindner bringt etwas durcheinander: Aufkl&auml;rung eines Missverst&auml;ndnisses &uuml;ber Steuern, Staat und Nachfrage. Was das f&uuml;r die Schuldenbremse 2023 bedeutet.<br>\nEnde September gab Bundesfinanzminister Christian Lindner in einem Namensartikel im Spiegel eine bemerkenswerte Diagnose &uuml;ber den Zustand der deutschen Wirtschaft ab. Er schrieb:\n<blockquote><p>\nIn der Coronakrise erlebten wir einen Nachfrageschock. Hier ersetzte der Staat mit Steuermitteln mangelnde Nachfrage. Heute haben wir einen Schock auf der Seite des Angebots. In Zeiten knapper Angebote m&uuml;ssen wir diese mit ambitionierten Ma&szlig;nahmen erh&ouml;hen.<br>\n&ndash; Christian Lindner\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Aussage ist zun&auml;chst deswegen bemerkenswert, weil der Minister offensichtlich glaubt, der Staat k&ouml;nne mit &ldquo;Steuermitteln&rdquo; mangelnde Nachfrage ausgleichen. Das aber kann er nicht.<br>\nWenn er erst die Steuern erh&ouml;hen muss, um die Mittel zu generieren, die er braucht, um die Nachfrage zu beleben, dann senkt er durch die Steuererh&ouml;hung die Nachfrage, die er erh&ouml;hen will. Nein, nein, lieber Herr Lindner, schauen Sie in Ihre B&uuml;cher, dann werden Sie sehen, dass es neue Schulden waren, mit denen die Nachfrage gest&uuml;tzt wurde.<br>\nNoch gravierender ist jedoch das Missverst&auml;ndnis des Ministers hinsichtlich der Frage, was nach dem Nachfrageschock kam, der durch die Corona-Ma&szlig;nahmen ausgel&ouml;st worden war. Hier glaubt der Minister, er habe es mit einem Angebotsschock zu tun. Das ist falsch.<br>\nEs gibt zwar einen Angebotsschock, aber der hat einen massiven Nachfrageschock mit sich gebracht. Wenn der Bundesfinanzminister das nicht erkennt und die dahinterstehenden Zusammenh&auml;nge nicht versteht, dann macht er unweigerlich gro&szlig;e Fehler, die ihm sp&auml;ter auf die F&uuml;&szlig;e fallen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Der-Angebotsschock-der-ein-Nachfrageschock-ist-7457788.html\">Heiner Flassbeck auf Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nach der Riester- kommt die Aktienrente &ndash; Profitieren werden Finanzkonzerne, nicht Rentner: Staat will an der B&ouml;rse zocken<\/strong><br>\nAm 4. November 2022 legte Finanzminister Lindner ein &bdquo;Grundkonzept zur Aktienrente&ldquo; vor. Es soll das Versprechen im Ampel-Koalitionsvertrag einl&ouml;sen, mit der Aktienrente eine langfristige Stabilisierung von Rentenniveau und Rentenbeitragssatz zu gew&auml;hrleisten. Nach dem Konzeptpapier, das weitgehend mit dem Sozialministerium abgestimmt ist, zeichnet sich ab, dass die Aktienrente nicht aus Versichertenbeitr&auml;gen finanziert wird, sondern aus Bundesmitteln. Dazu werden Schulden aufgenommen, im Jahr 2023 erstmalig zehn Milliarden Euro. Ob der Fonds danach in dieser H&ouml;he oder h&ouml;her j&auml;hrlich weiter aufgestockt wird, ist unklar. Das Ziel ist dabei nicht, individuelle Rentenanwartschaften aufzubauen, sondern die Rentenversicherung &bdquo;ab Mitte der 2030er Jahre&ldquo; aus den Fondsertr&auml;gen zu entlasten. Die Entlastungen sollen dann einen halben Beitragsprozentpunkt ausmachen. Das geliehene Geld wird an Finanzm&auml;rkten angelegt. Damit wird der Sozialstaat zum Hedgefonds-Manager. Er muss n&auml;mlich zweierlei schaffen: Erstens die Refinanzierungskosten (Zinsen und Tilgung) stemmen und zweitens dar&uuml;ber hinaus noch satte Ertr&auml;ge f&uuml;r die Aktienrente einfahren. Nach vorsichtiger Rechnung m&uuml;sste die Rendite mindestens 8 bis 10 Prozent betragen. Das geht nur &uuml;ber riskante Investments. Der Staat wird zum Zocker.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/staat-will-an-der-boerse-zocken-4775948\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Situation auf dem Wohnungsmarkt &bdquo;immer dramatischer&ldquo;<\/strong><br>\nDer Deutsche Mieterbund hat vor massiven Verwerfungen auf dem deutschen Wohnungsmarkt gewarnt. &bdquo;So laut wie jetzt haben die Alarmglocken des Wohnungsmangels lange nicht mehr geschrillt&ldquo;, sagte Mieterbund-Pr&auml;sident Lukas Siebenkotten den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Situation auf dem Wohnungsmarkt werde &bdquo;immer dramatischer&ldquo;. [&hellip;]<br>\nLaut einer aktuellen Studie, aus der die Funke-Bl&auml;tter zitieren, ist der Wohnungsmangel in Deutschland so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr. Bundesweit habe das Wohnungsdefizit zum Jahresende 2022 die Gr&ouml;&szlig;e von rund 700.000 Wohnungen erreicht, hei&szlig;t es demnach in der Studie des Hannoveraner Pestel-Instituts sowie des schleswig-holsteinischen Instituts Arbeitsgemeinschaft f&uuml;r zeitgem&auml;&szlig;es Bauen Kiel (Arge). Dies sei &bdquo;mehr als die doppelte Jahresproduktion an Wohnungen&ldquo;.<br>\nVor allem der durch den Ukraine-Krieg verursachte hohe Zuzug von Menschen belastete der Studie zufolge im vergangenen Jahr den bereits zuvor schon angespannten Wohnungsmarkt. Aber auch die gestiegenen Investitionskosten und der damit zusammenh&auml;ngende Einbruch von Baut&auml;tigkeiten h&auml;tten sich negativ ausgewirkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article243163181\/Mieterbund-Situation-auf-dem-Wohnungsmarkt-immer-dramatischer.html\">Welt Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>H&auml;tte, h&auml;tte, Panzerkette: Gr&ouml;&szlig;tes Defizit seit 20 Jahren: 700.000 Wohnungen fehlen. B&uuml;ndnis fordert &raquo;Sonderverm&ouml;gen&laquo; f&uuml;r sozialen Wohnungsbau.<\/strong><br>\nF&uuml;r Aufr&uuml;stung gibt es ein milliardenschweres &raquo;Sonderverm&ouml;gen&laquo;, nicht jedoch f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau. Das zu &auml;ndern forderte das B&uuml;ndnis &raquo;Soziales Wohnen&laquo; auf seiner Jahrespressekonferenz am Donnerstag in Berlin. Die Summe, die das B&uuml;ndnis, an dem sich neben dem Mieterbund und der Gewerkschaft IG BAU auch Sozialverb&auml;nde und Branchenvertretungen der Bauwirtschaft beteiligen, verlangt, ist allerdings deutlich geringer. 50 Milliarden Euro solle der Staat f&uuml;r den Neubau von 380.000 Sozialwohnungen bis zum Ende der Legislaturperiode bereitstellen. Damit k&ouml;nnte die Bundesregierung dem selbstgesteckten und bisher weit verfehlten Ziel von 100.000 Sozialwohnungen pro Jahr gerecht werden. Wie gro&szlig; der Bedarf an Wohnungen insgesamt ist, legte das Verb&auml;ndeb&uuml;ndnis anhand zweier Studien dar. Im Jahr 2022 baute sich mit &uuml;ber 700.000 fehlenden Wohnungen das gr&ouml;&szlig;te Defizit seit mehr als zwanzig Jahren auf. Kamen im Jahr 1987 in Westdeutschland auf 100 Mieterhaushalte 25 Sozialwohnungen, ist die Zahl aktuell auf f&uuml;nf zur&uuml;ckgegangen, wie Matthias G&uuml;nther, Leiter des Pestel-Instituts in Hannover, erl&auml;uterte. Dabei h&auml;tten derzeit offiziell elf Millionen Mieterhaushalte einen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein und somit auf eine Sozialwohnung. Aber nur f&uuml;r jeden Zehnten davon gibt es aktuell eine. Und der Bedarf werde noch einmal deutlich ansteigen. Infolge des Kriegs in der Ukraine habe 2022 die Zahl der Gefl&uuml;chteten hierzulande einen Rekord erreicht. 2022 lebten rund 1,5 Millionen Menschen zus&auml;tzlich in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/442677.armut-in-der-brd-h%C3%A4tte-h%C3%A4tte-panzerkette.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mission Creep in Br&uuml;ssel?<\/strong><br>\n2023 wird f&uuml;r die EU zum Jahr der Wahrheit. Krieg, Rezession, Klima- und Fl&uuml;chtlings-krise bilden einen toxischen Mix. Doch der neue schwedische Ratsvorsitz macht Business as usual und verspricht das Blaue vom Himmel.<br>\nDie Vorstellung einer neuen EU-Ratspr&auml;sidentschaft ist f&uuml;r gew&ouml;hnlich so spannend wie das Fernsehprogramm zu Jahresbeginn: Gute Vors&auml;tze, viele Wiederholungen und alte Evergreens. Mit einem Wort: g&auml;hnend langweilig.<br>\nSchweden macht da keine Ausnahme. Die EU soll &bdquo;safer, greener, freer&rdquo; werden, hei&szlig;t es zum Beginn des sechsmonatigen schwedischen EU-Vorsitzes. Das hat eigentlich noch jede Ratspr&auml;sidentschaft versprochen. Dennoch war der Saal brechend voll, als der schwedische EU-Botschafter Lars Danielsson sein Programm Anfang Januar in Br&uuml;ssel vorstellte. Selten kamen so viele Journalisten zur ersten Pressekonferenz im neuen Jahr.<br>\nSie wollten wissen, wie sich Schweden schlagen w&uuml;rde &ndash; angesichts von Krieg, Rezession, Klima- und Fl&uuml;chtlingskrise. Noch nie war die EU einem solch toxischen Mix von Problemen ausgesetzt, 2023 wird das Jahr der Wahrheit. Doch von Schweden ist nicht viel zu erwarten. Das Land wird von einer schwachen, unerfahrenen Regierung gef&uuml;hrt, die noch dazu von den rechten Schwedendemokraten abh&auml;ngig ist.<br>\nDie wollen den EU-Vorsitz zwar nicht torpedieren. Doch bei Themen wie Migration und Rechtsstaat stehen sie auf der Bremse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/02-2023\/mission-creep-in-brussel\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>USA: Wie die Au&szlig;enpolitik-Eliten jeden Kontakt zu ihren B&uuml;rgern verlieren<\/strong><br>\nSeit Jahren versucht das Establishment des Politikbetriebs, die sogenannten Beltway-Insider in Washington, verzweifelt, die Vorstellung zu widerlegen, dass es sich bei ihren Vertretern tats&auml;chlich um Eliten handelt: ohne Bezug zu dem, was normale Amerikaner wollen und ben&ouml;tigen, w&auml;hrend sie als Sklaven der konventionellen au&szlig;enpolitischen Lehre und Dogmen agieren.<br>\nAber es sind wieder Kriegszeiten, und da fallen die Masken. Es begann mit einem Strom von Artikeln der politischen Analysten Eliot Cohens und Anne Applebaums im Zuge der russischen Invasion, in denen sie fordern, dass die Amerikaner den Krieg in der Ukraine als unseren Kampf ansehen, als Kampf f&uuml;r die Demokratie und die liberale Weltordnung. Wenn die Amerikaner daf&uuml;r nicht bereit seien, dann stimme etwas nicht mit ihnen, dann h&auml;tten sie moralisch versagt.<br>\nDieses ungeschickte Agieren passt zu den Taktiken der Neokonservativen, denn sie haben dasselbe im globalen &ldquo;Krieg gegen den Terror&rdquo; versucht und in hohem Ma&szlig;e dazu beigetragen, dass der Irak-Krieg fast ein Jahrzehnt und der in Afghanistan volle 20 Jahre lang andauerte.<br>\nNeben der Zerst&ouml;rung zweier L&auml;nder, Billionen von verschleuderten Dollar, einer massiven Fl&uuml;chtlingskrise, einer neuen Generation von US-Kriegsveteranen, die lebenslang auf Hilfe angewiesen ist, und unz&auml;hligen Toten sowie Verwundeten sind diese &ldquo;Eliten&rdquo; zu einem gro&szlig;en Teil f&uuml;r das Misstrauen gegen&uuml;ber Washington verantwortlich, das die Kultur und Politik hierzulande bis ins Mark zerfressen hat.<br>\nEine Umfrage nach der anderen zeigt, dass das Vertrauen in die amerikanischen Institutionen, einschlie&szlig;lich des einst gepriesenen Milit&auml;rs, immer mehr schwindet. Das ist es, was ein Krieg, der auf L&uuml;gen, Verzerrungen und rhetorischem Mobbing basiert, in einer bereits angespannten und gespaltenen Gesellschaft anrichten wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/USA-Wie-die-Aussenpolitik-Eliten-jeden-Kontakt-zu-ihren-Buergern-verlieren-7458428.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Milliarden &uuml;ber Milliarden: NATO-L&auml;nder sollen Milit&auml;rbudgets erh&ouml;hen.<\/strong><br>\nKrieg hat seinen Preis. Das gilt auch dann, wenn man ihn nicht selbst f&uuml;hrt, sondern ihn von Dritten f&uuml;hren l&auml;&szlig;t. Rund 2,2 Milliarden Euro kosteten allein die Waffen, die Deutschland im vergangenen Jahr der Ukraine f&uuml;r deren Schlachten gegen Ru&szlig;land zur Verf&uuml;gung stellte. Andere Staaten lieferten noch mehr; Britannien etwa machte allein bis Mitte November gut 4,1 Milliarden Euro f&uuml;r Waffenexporte nach Kiew locker, die USA gar 22,9 Milliarden Euro &ndash; und das Ende der Fahnenstange ist damit noch l&auml;ngst nicht erreicht. Das Kriegsger&auml;t mu&szlig; nun in den westlichen Best&auml;nden ersetzt werden. Das kostet. Und weil oft altes, billigeres Material in die Ukraine verschoben wurde, liegt die Summe, die f&uuml;r die n&ouml;tigen Neuanschaffungen f&auml;llig wird, nicht selten erheblich &uuml;ber den erw&auml;hnten Milliardenbetr&auml;gen. Der Ukraine-Krieg ist teuer; und dabei ist die Aufr&uuml;stung der NATO-Staaten selbst, die ja auch forciert wird, noch gar nicht eingepreist. Was tun? Einige NATO-Mitglieder, darunter wohl vor allem Polen, die baltischen Staaten, Britannien und die USA, machen Druck: Das bisherige &raquo;B&uuml;ndnisziel&laquo;, die Milit&auml;rbudgets der Mitgliedstaaten auf zwei Prozent der jeweiligen Wirtschaftsleistung zu steigern, gen&uuml;gt ihnen nicht mehr. Sie seien &raquo;entschieden&laquo; daf&uuml;r, die zwei Prozent als &raquo;Mindestwert&laquo; zu etablieren, erkl&auml;rte NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg. Allein der Bedarf an Munition, den die Ukraine melde, sei enorm. Es stimmt: Laut Berichten verfeuern ukrainische Soldaten pro Woche bis zu dreimal so viele Artilleriegeschosse aus westlichem Bestand, wie die USA zuletzt monatlich produzierten. Man m&uuml;sse &raquo;mehr investieren&laquo;, lie&szlig; sich Stoltenberg zitieren. Er wird nun Staaten, die sich noch weigern &ndash; genannt werden Deutschland, Belgien und Kanada &ndash;, zur Neudeklarierung des Zwei-Prozent-Ziels dr&auml;ngen. Auf dem NATO-Gipfel im Juli im litauischen Vilnius soll dar&uuml;ber entschieden werden. (&hellip;) Das Ende der Fahnenstange ist dabei noch l&auml;ngst nicht erreicht. Die Folgen f&uuml;r andere Etatposten &ndash; Soziales, Gesundheit, Bildung &ndash; kann man sich ausmalen. Krieg hat eben seinen Preis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1400067637901\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum wehren sich die Menschen nicht?<\/strong><br>\nDie allgemeine Lage ist angesichts von Krieg und Krise wenig erbaulich. Doch die Proteste bleiben verhalten.<br>\nDen Abschluss der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz bildet traditionell die Podiumsdiskussion. Sie steht dieses Mal unter dem Motto &raquo;K&auml;mpfen in der Krise. Der Krieg und die soziale Frage&laquo;. Wie in den Jahren zuvor haben wir die Diskutantinnen und Diskutanten auch in diesem Jahr gebeten, ihren Standpunkt zum n&auml;mlichen Thema vorab vorzustellen. In der Ausgabe von Mittwoch sind die Positionen von Melina Deymann und Christin Bernhold erschienen. (jW)<br>\nRusslands Krieg gegen die Ukraine ist zu verurteilen. Zur Wahrheit geh&ouml;rt aber, dass f&uuml;r diesen Krieg auch die europ&auml;ische Politik und die NATO in der Verantwortung stehen. Die Staaten der Europ&auml;ischen Union, besonders Frankreich und Deutschland, haben es von 2014 bis zum Februar 2022 nicht geschafft, gemeinsam mit Russland und der Ukraine eine friedliche L&ouml;sung f&uuml;r die Gebiete Lugansk und Donezk zu finden. War der letzte KPdSU-Generalsekret&auml;r Michail Gorbatschow naiv, als er annahm, f&uuml;r das Versprechen, die NATO nicht nach Osten zu erweitern, reiche eine m&uuml;ndliche Zusage? Wahrscheinlich h&auml;tte er auf einer schriftlichen Fixierung bestehen sollen. Seit 1999 traten immer mehr Staaten des fr&uuml;heren Warschauer Vertrags der NATO bei. F&uuml;r Russland am schwersten zu verdauen: der Beitritt der drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen 2004. Hinzu kommt die Einflussnahme auf die politische Ausrichtung der Ukraine seit 2014. Das Land strebte immer weiter nach rechts. Der faschistische &Uuml;berfall auf das Gewerkschaftshaus in Odessa, bei dem 40 Menschen ums Leben kamen, wurde bis heute nicht aufgekl&auml;rt. Das inzwischen in die ukrainische Nationalgarde eingegliederte Asow-Regiment tr&auml;gt faschistische Symbole und unterh&auml;lt Trainingscamps f&uuml;r Neonazis aus ganz Europa. Gegenw&auml;rtig ersch&uuml;ttern rund 25 Kriege und Konflikte die Welt, hierzulande aber ist einzig vom Krieg in der Ukraine die Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/442662.rlk-podiumsdiskussion-warum-wehren-sich-die-menschen-nicht.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Aufstehen gegen Krieg und Krise<\/strong><br>\nDie Ampel versucht die &raquo;Heimatfront&laquo; ruhig zu halten &ndash; im Interesse des Kapitals<br>\nTraditionell bildet die Podiumsdiskussion den Abschluss der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz. Sie steht dieses Mal unter dem Motto &raquo;K&auml;mpfen in der Krise. Der Krieg und die soziale Frage&laquo;. Wie in den Jahren zuvor, haben wir die Diskutantinnen und Diskutanten auch in diesem Jahr gebeten, ihren Standpunkt zum n&auml;mlichen Thema vorab vorzustellen. (jW)<br>\n&raquo;Jetzt ist nicht die Zeit f&uuml;r kapitalismuskritische Grundsatzdebatten, sondern f&uuml;r effektives Handeln in der Realit&auml;t&laquo; &ndash; mit diesen Worten begr&uuml;ndet Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), ihre Kritik an den Regularien der Energiepreisbremse. Sie zielt damit nicht auf die unfassbare Profitmacherei auf dem R&uuml;cken der arbeitenden Bev&ouml;lkerung, die mit dieser Ma&szlig;nahme zementiert wird, nein, sie bem&auml;ngelt, dass Unternehmen bei Zuwendungen von mehr als 50 Millionen Euro gem&auml;&szlig; dieser Bestimmungen keinerlei Boni und Dividenden mehr zahlen d&uuml;rfen. Vereinfacht gesagt: Die Vorsitzende des DGBs ist daf&uuml;r, dass diejenigen, die in diesem Land so tatsachenverdrehend &raquo;Arbeitnehmer&laquo; genannt werden, Boni und Dividenden f&uuml;r ihre Bosse und Aktion&auml;re bezahlen. Sonst drohe Deindustrialisierung und Arbeitsplatzverlust. Fahimi hatte bereits das dritte verpuffte &raquo;Entlastungspaket&laquo; als &raquo;insgesamt beeindruckendes Paket&laquo; bezeichnet, das die Ampel in &raquo;einer Zeit historisch beispielloser Herausforderungen&laquo; beschlossen habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/rlk\/de\/article\/442592.aufstehen-gegen-krieg-und-krise.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Nix Neues aus Mali? Zu den j&uuml;ngsten Entwicklungen in dem westafrikanischen Land  <\/strong><br>\nAfrika bewegt seit &uuml;ber zehn Jahren eine &bdquo;zweite Welle der Unabh&auml;ngigkeit&ldquo; nach der politischen Befreiung in den 60er Jahren, um die Souver&auml;nit&auml;t &uuml;ber ihre wirtschaftlichen Ressourcen zu erlangen. Berufen sich einige aufs panafrikanische Erbe antiimperialistischer F&uuml;hrer, wie den Pr&auml;sidenten von Mali Mobido Keita oder Ghanas Kwame Nkrumah, ersetzt eine nationale Bourgeoisie in vielen L&auml;ndern die &bdquo;Kompradoren-Bourgeoisie&ldquo;. Ideologische Unterschiede, auch das Verh&auml;ltnis zur VR China, &uuml;berdecken oftmals die Klassenspaltung im eigenen Land. Charakteristisch f&uuml;r diese zweite Welle ist das Bem&uuml;hen um eine Rekonstruktion der Nationalstaatlichkeit wie sie in Mali verl&auml;uft: in der ersten Etappe die Sicherheit ihrer B&uuml;rger zu garantieren und im weiteren eine starke &Ouml;konomie zu entwickeln, um Armut und Massenarbeitslosigkeit zu bek&auml;mpfen. Die malische &Uuml;bergangsregierung legte ihre &bdquo;roadmap&ldquo; vor, mit der die Voraussetzung der nationalen Einheit geschaffen und die gro&szlig;e ethnisch-politisch-&ouml;konomische Spaltung zwischen den Nordprovinzen und dem Zentrum &uuml;berwunden werden soll.<br>\nDie Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft COMESA hatte im Juli vergangenen Jahres die Verl&auml;ngerung der Transition bis M&auml;rz 2024 akzeptiert und die wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen aufgehoben. Mali konnte die aufgelaufenen Kredite &ndash; nach der Ratingagentur Moodys &uuml;ber eine halbe Milliarde Dollar &ndash; wieder bedienen, und der Internationale W&auml;hrungsfonds entsperrte seine Kreditrate.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rotfuchs.net\/files\/rotfuchs-ausgaben-pdf\/2023\/RF-300-01-23.pdf\">RotFuchs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Normalisierung&laquo; im Zwielicht<\/strong><br>\nNichts als Propagandafeuerwerk: Tagung von Vertretern Israels mit regionalen Verb&uuml;ndeten in Vereinigten Arabischen Emiraten.<br>\nEs klingt fast schon sensationell: In Dubai hat am Montag und Dienstag &raquo;das gr&ouml;&szlig;te Treffen zwischen Israel und seinen regionalen Partnern seit der Friedenskonferenz von Madrid 1991&laquo; stattgefunden. So verk&uuml;nden es jedenfalls die Regierungen der USA und Israels, und so h&ouml;rt und liest man es in den Medien beider L&auml;nder. Der Superlativ bezieht sich aber ausschlie&szlig;lich auf die Zahl der Teilnehmer des Events in der gesch&auml;ftlich wichtigsten Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate, die mit 150 angegeben wird. (&hellip;) Nicht einmal ganze zwei Wochen nach dem Amtsantritt der rechtesten und pal&auml;stinenserfeindlichsten Regierung Israels seit der Staatsgr&uuml;ndung im Mai 1948 hatte Washington auf das Showereignis in den Emiraten gedr&auml;ngt und sein Stattfinden zu diesem auffallend fr&uuml;hen Zeitpunkt fast im Alleingang durchgesetzt. Es sollte vorgef&uuml;hrt werden, dass die 2020 begonnene &raquo;Normalisierung&laquo; zwischen Israel und einigen arabischen Staaten trotz aller schon begonnenen und f&uuml;r die Zukunft angek&uuml;ndigten Provokationen und &Uuml;bergriffe der neuen Regierung gegen die Pal&auml;stinenser v&ouml;llig ungest&ouml;rt weiterl&auml;uft, als h&auml;tte beides nicht das Geringste miteinander zu tun. Damit sind die arabischen Regierungen, die sich an diesem ansonsten nutzlosen Event beteiligten, nicht nur den Pal&auml;stinensern, sondern auch der israelischen Opposition in den R&uuml;cken gefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/442688.nahostkonflikt-normalisierung-im-zwielicht.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lehramtsstudium in Berlin: &bdquo;Erster Abschluss in der Tasche und von nix &rsquo;ne Ahnung&ldquo;<\/strong><br>\nDas Lehramtsstudium ist realit&auml;tsfern, dazu kommt die zus&auml;tzliche Belastung von Praktika und Jobs. Unsere Autorin ist Lehramtsstudentin und fordert L&ouml;sungen.<br>\nVormittags recht haben und am Nachmittag frei. St&auml;ndig Ferien, viel Geld und ein paar Mandalas ausmalen. Bis es so weit ist, Studentenpartys und Unmengen an Freunden. Dies sind nur einige Kommentare, die ich mir anh&ouml;ren musste, nachdem ich verk&uuml;ndete, dass ich an der FU Berlin auf Lehramt studiere. Was f&uuml;r eine sch&ouml;ne Vorstellung. Leider hat dies nur gar nichts mit der Realit&auml;t zu tun.<br>\nIch habe an der Uni genau eine Freundin, und die hat mindestens genauso oft dar&uuml;ber nachgedacht, sich zu exmatrikulieren wie ich selbst. Ich habe in den vier Jahren meines Lehramtsstudiums noch nie von einer Party geh&ouml;rt, geschweige denn eine besucht. Meine Zeit au&szlig;erhalb der Universit&auml;t verbringe ich damit zu arbeiten, damit ich mir mein Studium finanzieren kann. &bdquo;Aber es gibt doch Baf&ouml;g!&ldquo; Das mag schon stimmen, aber auch nur, wenn deine Eltern nicht 32 Cent zu viel im Monat verdienen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/ausbildung-universitaet-hochschule-realitaetsfern-studentin-berichtet-kritik-lehramtsstudium-in-berlin-erster-abschluss-in-der-tasche-und-von-nix-ne-ahnung-li.302409\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Ouml;ffentlicher Dienst: Besch&auml;ftigte verdienen sattes Lohnplus<\/strong><br>\nDie Tarifrunde im &ouml;ffentlichen Dienst steht bevor. Die Besch&auml;ftigten hielten in der Corona-Pandemie den Laden am Laufen, nun erleiden sie starke Einkommensverluste. Ein sattes Lohnplus ist deshalb mehr als angebracht. Dieses w&uuml;rde auch helfen, Fachkr&auml;fte zu binden und zu gewinnen, meint das #schlaglicht 01\/2023 aus Niedersachsen.<br>\nDer Startschuss f&uuml;r das tarifpolitische Jahr 2023 ist gefallen. Nachdem im vergangenen Herbst im Chemiesektor und in der Metall- und Elektroindustrie Lohnabschl&uuml;sse erzielt wurden, die zusammen mit den politischen Entlastungspaketen einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Einkommen in der gegenw&auml;rtigen Krise leisten, kam es bei der Deutschen Post AG zu einer ersten Tuchf&uuml;hlung. Und demn&auml;chst wird auch die Verhandlungsphase der Tarifrunde im &ouml;ffentlichen Dienst f&uuml;r Bund und Gemeinden beginnen. Es geht um die Entgelte von rund 2,5 Mio. Besch&auml;ftigten.<br>\nHinter dem Personal im &Ouml;PNV, der Abfallwirtschaft, im Erziehungs- und Pflegebereich, in den Verwaltungen und in vielen anderen Berufsfeldern liegen anstrengende Zeiten. Als die Corona-Pandemie tobte, hielten sie mit ihrer engagierten Arbeit das &ouml;ffentliche Gemeinwesen trotz aller (auch personellen) Widrigkeiten am Laufen. Nun sehen sie sich seit Monaten durch rasant steigende Lebenshaltungskosten mit herben finanziellen Einbu&szlig;en ausgesetzt. Die Forderung nach einem satten Lohnplus ist daher mehr als berechtigt!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++8e326ebc-9251-11ed-a147-001a4a160123\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Streikrecht in Gefahr: die brisanten Pl&auml;ne der Europ&auml;ischen Kommission<\/strong><br>\nDer EU-Binnenmarkt ist in der Krise: Jahrelang wurde das Binnenmarktparadigma mit den Marktfreiheiten als heiliger Gral behandelt, der Wohlstand und fairen Wettbewerb bringen sollte. Multiple Krisen wie die COVID-19-Pandemie, die Energie- und die Klimakrise zeigen, dass die bisherige Binnenmarktphilosophie ein fragiles Konstrukt mit tiefgreifenden Schw&auml;chen ist. Die EU-Kommission will mit einem neuen Paket an Rechtsvorschl&auml;gen gegen Notf&auml;lle im Binnenmarkt anzusteuern. Die soziale Dimension bleibt dabei wieder auf der Strecke. Schlimmer: Die Initiative gef&auml;hrdet Grund- und Arbeitsrechte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/eu-brisante-plaene-bringen-streikrecht-in-gefahr\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der importierte Fachkr&auml;ftemangel<\/strong><br>\nDie Grenzen innerhalb Europas sind offen. Trotzdem soll jetzt mehr au&szlig;ereurop&auml;ische Zuwanderung einen Fachkr&auml;ftemangel beheben, der sich in Jahren hoher Migration sogar versch&auml;rft hat. Was l&auml;uft falsch?<br>\nF&uuml;r Gr&uuml;nen-Chefin Ricarda Lang ist die Sachlage eindeutig: Weil wir in Deutschland einen riesigen Fachkr&auml;ftemangel haben, sei es &bdquo;offensichtlich, dass wir Zuwanderung brauchen.&ldquo; Zuwanderung l&ouml;st Fachkr&auml;ftemangel &ndash; eine simple Gleichung, die logisch und einleuchtend klingt. Oder nach &bdquo;&ouml;konomischer Realit&auml;t&ldquo;, wie Lang im November vergangenen Jahres twitterte. [&hellip;]<br>\nVerlautbarungen, die insofern bemerkenswert sind, als die Nettozuwanderung seit 2010 im sechsstelligen Bereich liegt und 2015, zum H&ouml;hepunkt der Fl&uuml;chtlingswelle, die Schallmauer von einer Million durchbrochen hat. Auch jetzt, bereits zum Halbjahr 2022, befinden sich &uuml;ber eine Million Kriegsfl&uuml;chtlinge allein aus der Ukraine in Deutschland &ndash; zehnmal mehr als in Frankreich. Nicht mitgez&auml;hlt die 214.000 Asylantr&auml;ge bis Ende November, die das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge, kurz: BAMF, meldet.<br>\nDamit ist die Netto-Zuwanderung &ndash; also nach Abzug der im gleichen Zeitraum Ausgewanderten &ndash; auf dem h&ouml;chsten Stand seit der Wiedervereinigung. Und selbst im Jahr 2020 wurde trotz der Corona-Pandemie und lange geschlossener Grenzen noch immer eine Nettozuwanderung von 220.000 Personen registriert. Durch die Migration ist die Republik laut Statistischen Bundesamt zwischen Jahresende 2014 und Juni 2022 um 2,9 Millionen Menschen gewachsen, das entspricht j&auml;hrlich der Gr&ouml;&szlig;enordnung einer deutschen Gro&szlig;stadt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/02-2023\/der-importierte-fachkraftemangel\/%20\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Smarte Stromz&auml;hler sollen Pflicht werden<\/strong><br>\nModerne Stromz&auml;hler &ndash; sogenannte Smart Meter &ndash; sollen Pflicht werden. Das Kabinett hat dazu Pl&auml;ne des Wirtschaftministeriums gebilligt. Was bedeutet das f&uuml;r Verbraucher? (&hellip;)<br>\nSmart Meter sind die Voraussetzung f&uuml;r dynamische Stromtarife, die etwa g&uuml;nstigeren Strom zu Tageszeiten von allgemein niedrigerem Verbrauch bieten.<br>\n&ldquo;Der Ausbau der erneuerbaren Energien und der st&auml;rkere Einsatz von Elektroautos im Verkehrsbereich und W&auml;rmepumpen in Geb&auml;uden erfordern eine intelligente Verkn&uuml;pfung von Stromerzeugung und -verbrauch&rdquo;, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne). (&hellip;)<br>\nSmart Meter sind digitale, vernetzte Messger&auml;te f&uuml;r W&auml;rme oder Strom, die den Verbrauch automatisch an die Anbieter &uuml;bertragen. Diese Daten k&ouml;nnen auch von den Verbrauchern st&auml;ndig eingesehen werden, etwa auf einer Smartphone-App.<br>\nSmart Meter sorgen f&uuml;r Transparenz beim Energieverbrauch, wodurch sie Energieeinsparungen erleichtern und f&uuml;r mehr Energieeffizienz sorgen sollen. An der Smart-Meter-Technik gibt es bisher Kritik etwa von Datensch&uuml;tzern. Es wird bef&uuml;rchtet, dass die Daten missbraucht werden k&ouml;nnen, um die Lebensgewohnheiten der Menschen auszuspionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/wirtschaft\/digitale-stromzaehler-habeck-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Noch ein Bereich, der digitalisiert werden und beim Energiesparen helfen soll. Dabei scheint auch dieses Vorhaben mit einem zus&auml;tzlichen Energieverbrauch verbunden zu sein, der sogar dazu dienen bzw. missbraucht werden k&ouml;nnte, um die Lebensgewohnheiten der hiesigen Bev&ouml;lkerung auszuspionieren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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