{"id":92536,"date":"2023-01-16T08:42:31","date_gmt":"2023-01-16T07:42:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536"},"modified":"2023-01-16T08:42:31","modified_gmt":"2023-01-16T07:42:31","slug":"hinweise-des-tages-4275","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536#h01\">Verteidigungsministerin Christine Lambrecht will laut Medienberichten zur&uuml;cktreten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536#h02\">Erich Vad: Was sind die Kriegsziele?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536#h03\">Vom Charakter dieses Krieges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536#h04\">Warum Realpolitik im Ukraine-Krieg mich ins Abseits man&ouml;vriert hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536#h05\">R&uuml;ckblick: Schach, Poker und &raquo;Snape explodiert&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536#h06\">Im Anflug auf Davos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536#h07\">Zahlen zeigen: Konzerne und Milliard&auml;re bereichern sich an den Krisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536#h08\">Umstrittene Immobilienfinanzierung von Christian Lindner: Compliance ist was f&uuml;r Profis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536#h09\">Mehr als jeder dritten Frau mit Vollzeitjob droht Rente unter 1000 Euro netto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536#h10\">Altenheim meldet wegen hoher Energiekosten Insolvenz an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536#h11\">&ldquo;Neue Stufe&rdquo; der Kooperation zwischen NATO und EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536#h12\">General der US-Marines zur Ukraine: &ldquo;Wir haben den Schauplatz vorbereitet&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536#h13\">Verband sieht jede dritte Klinik wegen Lauterbachs Reform vor dem Aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536#h14\">Debatte um Corona-Ma&szlig;nahmen: Das vergessene Leiden der Alten in der Pandemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536#h15\">Snowden benennt den &ldquo;wahren Skandal&rdquo; im Zusammenhang mit Biden-Dokumenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92536#h16\">Zu guter Letzt: Anne Will h&ouml;rt zum Jahresende auf<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Verteidigungsministerin Christine Lambrecht will laut Medienberichten zur&uuml;cktreten<\/strong><br>\nSeit Wochen steht Verteidigungsministerin Christine Lambrecht in der Kritik, R&uuml;cktrittsforderungen wurden zuletzt immer lauter. Jetzt will die SPD-Politikerin ihr Amt offenbar tats&auml;chlich aufgeben. Das Verteidigungsministerium und die SPD-Spitze wollten das aber nicht offiziell best&auml;tigen. (&hellip;)<br>\nSollten sich die Berichte tats&auml;chlich erh&auml;rten, g&auml;be es wohl zwei Favoriten f&uuml;r die Nachfolge. Da ist zun&auml;chst die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva H&ouml;gl (SPD). Sie hat das Amt seit 2020 inne, kennt sich in der Truppe sehr gut aus und ist dort beliebt. Auch hat H&ouml;gl als vorher langj&auml;hrige Bundestagsabgeordnete viel politische Erfahrung. Und Scholz m&uuml;sste nicht das Kabinett umbauen, um die Geschlechterparit&auml;t zu wahren. Als unklar gilt, ob H&ouml;gl tats&auml;chlich Ministerin werden will.<br>\nAu&szlig;erdem wird der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil gehandelt. Er kennt sich in verteidigungspolitischen Fragen ebenfalls aus, w&uuml;rde aber zur Beibehaltung der Parit&auml;t eine Kabinettsumbildung unausweichlich machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/christine-lambrecht-verteidigungsministerin-will-offenbar-zuruecktreten-O2XYN7FUP5AZ5PKUPIKW7HTQWI.html%20\">RND<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wehrbeauftragte H&ouml;gl bringt 200 Milliarden Euro zus&auml;tzlich f&uuml;r Bundeswehr ins Spiel<\/strong><br>\nEva H&ouml;gl, m&ouml;gliche k&uuml;nftige Verteidigungsministerin, stellt eine massive Aufstockung des Bundeswehr-Sonderverm&ouml;gens zur Diskussion. Von der Regierung fordert die Wehrbeauftragte zudem verbindliche Zusagen f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/eva-hoegl-wehrbeauftragte-bringt-200-milliarden-euro-mehr-fuer-bundeswehr-ins-spiel-a-1a8e3c64-d61c-45ab-9288-d8d24d285ddc\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kaum wird &uuml;ber den &uuml;berf&auml;lligen R&uuml;cktritt der Bundesverteidigungsministerin spekuliert, scheint das Wichtigste zu sein, dass die Geschlechterparit&auml;t im Bundeskabinett bestehen bleibt. Aber diese Diskussion spiegelt &ndash; neben der N&auml;he beider Kandidaten zur R&uuml;stungsindustrie &ndash; das Niveau der Politik in Deutschland recht gut wider. Wichtig sollte die Qualifikation f&uuml;r das Amt sein. Ob die beiden genannten Favoriten dar&uuml;ber verf&uuml;gen, kann bezweifelt werden. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89377\">Klingbeil wird zum Totengr&auml;ber der SPD<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90603\">&bdquo;Schluss mit der Willy-Brandt-Folklore&ldquo;<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68183#h06\">Die Wehrbeauftragte setzt weiter auf bewaffnete Drohnen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80073#h08\">Soldaten an der Gesundheitsfront: Bundeswehreinsatz spart privatem Klinikkonzern Personalkosten<\/a> jeweils mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Erich Vad: Was sind die Kriegsziele?<\/strong><br>\nErich Vad ist Ex-Brigade-General. Von 2006 bis 2013 war er der milit&auml;rpolitische Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er geh&ouml;rt zu den raren Stimmen, die sich fr&uuml;h &ouml;ffentlich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen haben, ohne politische Strategie und diplomatische Bem&uuml;hungen. Auch jetzt spricht er eine unbequeme Wahrheit aus. (&hellip;)<br>\nGeneral Milley l&ouml;ste mit seiner Aussage in Washington viel &Auml;rger aus und wurde auch &ouml;ffentlich stark kritisiert.<br>\nEr hat eine unbequeme Wahrheit ausgesprochen. Eine Wahrheit, die in den deutschen Medien &uuml;brigens so gut wie gar nicht publiziert wurde. Das Interview mit Milley von CNN tauchte nirgendwo gr&ouml;&szlig;er auf, dabei ist er der Generalstabschef unserer westlichen F&uuml;hrungsmacht. Was in der Ukraine betrieben wird, ist ein Abnutzungskrieg. Und zwar einer mit mittlerweile ann&auml;hernd 200.000 gefallenen und verwundeten Soldaten auf beiden Seiten, mit 50.000 zivilen Toten und mit Millionen von Fl&uuml;chtlingen. Milley hat damit eine Parallele zum Ersten Weltkrieg gezogen, die treffender nicht sein k&ouml;nnte. Im Ersten Weltkrieg hat allein die sogenannte &sbquo;Blutm&uuml;hle von Verdun&lsquo;, die als Abnutzungsschlacht konzipiert war, zum Tod von fast einer Million junger Franzosen und Deutscher gef&uuml;hrt. Sie sind damals f&uuml;r nichts gefallen. Das Verweigern der Kriegsparteien von Verhandlungen hat also zu Millionen zus&auml;tzlicher Toter gef&uuml;hrt. Diese Strategie hat damals milit&auml;risch nicht funktioniert &ndash; und wird das auch heute nicht tun.<br>\nAuch Sie sind f&uuml;r die Forderung nach Verhandlungen angegriffen worden.<br>\nJa, ebenso der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, der wie ich davor gewarnt hat, die regionalbegrenzten Offensiven der Ukrainer in den Sommermonaten zu &uuml;bersch&auml;tzen. Milit&auml;rische Fachleute &ndash; die wissen, was unter den Geheimdiensten l&auml;uft, wie es vor Ort aussieht und was Krieg wirklich bedeutet &ndash; werden weitestgehend aus dem Diskurs ausgeschlossen. Sie passen nicht zur medialen Meinungsbildung. Wir erleben weitgehend eine Gleichschaltung der Medien, wie ich sie so in der Bundesrepublik noch nie erlebt habe. Das ist pure Meinungsmache. Und zwar nicht im staatlichen Auftrag, wie es aus totalit&auml;ren Regimen bekannt ist, sondern aus reiner Selbsterm&auml;chtigung. (&hellip;)<br>\nWie beurteilen Sie die Politik der Au&szlig;enministerin?<br>\nMilit&auml;rische Operationen m&uuml;ssen immer an den Versuch gekoppelt werden, politische L&ouml;sungen herbeizuf&uuml;hren. Die Eindimensionalit&auml;t der aktuellen Au&szlig;enpolitik ist nur schwer zu ertragen. Sie ist sehr stark fokussiert auf Waffen. Die Hauptaufgabe der Au&szlig;enpolitik aber ist und bleibt Diplomatie, Interessenausgleich, Verst&auml;ndigung und Konfliktbew&auml;ltigung. Das fehlt mir hier. Ich bin ja froh, dass wir endlich mal eine Au&szlig;enministerin in Deutschland haben, aber es reicht nicht, nur Kriegsrhetorik zu betreiben und mit Helm und Splitterschutzweste in Kiew oder im Donbass herumzulaufen. Das ist zu wenig.<br>\nDabei ist Baerbock doch Mitglied der Gr&uuml;nen, der ehemaligen Friedenspartei.<br>\nDie Mutation der Gr&uuml;nen von einer pazifistischen zu einer Kriegspartei verstehe ich nicht. Ich selbst kenne keinen Gr&uuml;nen, der &uuml;berhaupt auch nur den Milit&auml;rdienst geleistet h&auml;tte. Anton Hofreiter ist f&uuml;r mich das beste Beispiel dieser Doppelmoral. Antje Vollmer hingegen, die ich zu den &sbquo;urspr&uuml;nglichen&lsquo; Gr&uuml;nen z&auml;hlen w&uuml;rde, nennt die Dinge beim Namen. Und dass eine einzige Partei so viel politischen Einfluss hat, dass sie uns in einen Krieg man&ouml;vrieren kann, das ist schon sehr bedenklich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.emma.de\/artikel\/erich-vad-was-sind-die-kriegsziele-340045%20\">EMMA<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin C.B.:<\/strong> Hier ein &ndash; meiner Meinung nach &ndash; sehr interessantes Interview, das die Dinge nicht nur in Schwarzwei&szlig; betrachtet.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Sehr lesenswert. Was ist das Ziel unserer &bdquo;Leitmedien&ldquo; und warum wird die Meinung eines wirklichen Milit&auml;rexperten unterdr&uuml;ckt? Es sind einfach zu viele Fragen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.-H. R.:<\/strong> Obwohl viele der Positionen von Exgeneral Vad fragw&uuml;rdig bzw. abzulehnen sind, so ist seine Warnung vor einer weiteren aussichtslosen Kriegseskalation sowie der damit verbundenen extremen Welt-und Atomkriegsgefahr als auch sein Hinweis auf die unbedingte Notwendigkeit einer diplomatischen L&ouml;sung f&uuml;r jemanden in seiner Stellung als mutig und f&uuml;r die Friedensbewegung als absolut hilfreich zu beschreiben . Sie stehen in einem extremen Kontrast zu dem offiziellen Klima von Kriegspropaganda und -hetze sowie Kriegstreiberei.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Vom Charakter dieses Krieges<\/strong><br>\nUnter den vielen Kritiken an der j&uuml;ngsten Bundestagsrede von Sahra Wagenknecht sticht die der beiden Vorsitzenden der Partei DIE LINKE hervor, die v&ouml;llig deplatziert war. In Diktaturen benennen die F&uuml;hrer die Parlamentsabgeordneten. In Demokratien werden sie vom Volk gew&auml;hlt. Ich habe Sahra Wagenknecht gew&auml;hlt, sie stand auf meinem Wahlzettel. Sie h&auml;lt derzeit Reden, die ich sehr billige. Was ich nicht billige, ist die Art und Weise, wie die beiden Vorsitzenden damit umgehen. Sie wollen Sahra Wagenknecht das Wort verbieten, die Parlamentsfraktion schurigeln. Abgeordnete sind jedoch nicht der F&uuml;hrung, sondern den W&auml;hlern verpflichtet &ndash; und ihrem Gewissen. Zum Inhalt von Sahra Wagenknechts Reden vom Krieg gegen Russland, den u. a. Deutschland f&uuml;hrt, ist zu sagen:<br>\nEs gibt ihn, diesen Krieg, auch wenn Russland die Ukraine angegriffen hat. Es sei darauf verwiesen, dass es mehrere Arten von Krieg gibt, in diesem Fall meinte Sahra Wagenknecht den deutschen Wirtschaftskrieg, der laut Au&szlig;enministerin Baerbock Russland &raquo;ruinieren&laquo; soll. Derzeit ruiniert er mehr die deutsche Wirtschaft als den russischen Staat. (&hellip;)<br>\nIch hoffe, so appellierte ich an die Vorsitzenden der LINKEN, die Partei wird sich endlich in die Bewegung gegen den Krieg einreihen, gegen den Schie&szlig;krieg und gegen den Wirtschaftskrieg. Gegen die Leiden auch unserer Bev&ouml;lkerung, die im Kriegswinter frieren soll und nicht genug zu essen haben wird. Bitte gehen Sie gegen die Regierung des Krieges und nicht gegen jene Menschen vor, die den Krieg bek&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/vom-charakter-dieses-krieges\/%20\">Ulrich Sander in Ossietzky<\/a>\n<p>dazu: <strong>Aufgabe der Linken: Nicht aufgeben!<\/strong><br>\nEine Marginalisierung der Linkspartei durch parlamentarische Anbiederungsversuche gegen&uuml;ber den transatlantischen Parteien SPD und Gr&uuml;ne oder durch ihre Spaltung w&uuml;rde vielen alternativen Kr&auml;ften M&ouml;glichkeiten f&uuml;r B&uuml;ndnisarbeit erschweren oder gar nehmen, angefangen bei einem R&uuml;ckgang der M&ouml;glichkeiten der Rosa Luxemburg Stiftung, Projekte zu unterst&uuml;tzen.<br>\nDie aktuelle Kampagne gegen Sahra Wagenknecht wird nicht allein von Angeh&ouml;rigen des rechteren Spektrums in der Linkspartei gef&uuml;hrt, so der &raquo;Initiative solidarische Linke&laquo;, sondern von einem breiten Medienspektrum von der taz, die ihr AfD-Rhetorik vorwirft, bis ins konservativ-b&uuml;rgerliche Lager. Auch das ARD-Politik-Magazin Monitor stimmt in diesen Kanon ein.<br>\nDie Kampagne erinnert an die &raquo;Strategische Kommunikation&laquo;, die laut einem Nato-Dokument von 2010 ein &raquo;entscheidender Faktor f&uuml;r den Kampf gegen konkurrierende Darstellungen (&hellip;) ist&laquo;. Auch die Strategie, Kritiker zu de-legitimieren (&raquo;concentrate on degrading the credibility of opponents&laquo;) rechnet die Nato zu den Instrumenten ihrer &raquo;Psychologischen Operationen&laquo;, mit denen sie die Glaubw&uuml;rdigkeit ihrer Gegner, auch derer im eigenen Land, mit Nachrichtenmanagement zu untergraben versucht. &Uuml;ber den weithin unbekannten Einfluss von Transatlantikern informierte die Satire-Sendung Die Anstalt Anfang 2015.<br>\nDie Strategische Kommunikation verzeichnet gro&szlig;e Erfolge, wie man daran ablesen kann, wie weit sich die Gr&uuml;nen von der urspr&uuml;nglichen Nato-Kritik ihrer Gr&uuml;nderjahre entfernt haben und wie stark die Nato-Propaganda f&uuml;r Waffenlieferungen und gegen Diplomatie einhergeht mit einer Diffamierung der Friedensbewegung, etwa unter dem Begriff &raquo;Lumpen-Pazifismus&laquo;.<br>\nDie Wirkungen in die Richtung einer Aufweichung friedenspolitischer Positionen in der LINKEN zeichnen sich ab. So haben eher rechts angesiedelte F&uuml;hrungskr&auml;fte der Linkspartei einen Antragstext eingebracht, in dem sie die konsequente Einhaltung des V&ouml;lkerrechts aufzuweichen versuchten: Bei der Abwendung von Menschenrechtsverst&ouml;&szlig;en stehe das V&ouml;lkerrecht im Wege. Diese Argumentation kommt der Position der Nato entgegen, die Interventionen wiederholt als humanit&auml;r darstellt und verteidigt. Mit diesem Deckmantel hat die Nato auch den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien gerechtfertigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/aufgabe-der-linken-nicht-aufgeben\/\">Bernhard Trautvetter in Ossietzky<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum Realpolitik im Ukraine-Krieg mich ins Abseits man&ouml;vriert hat<\/strong><br>\nAls &bdquo;Sicherheitspolitiker&ldquo; habe ich Politikwissenschaft in den vergangenen 25 Jahren als politiknahe Wissenschaft verstanden, die sich systematische Gedanken zum Thema Krieg und Frieden macht. Zentrale Erkenntnisabsicht ist dabei die F&ouml;rderung des Friedens. Die Frage, wie Kriege und gro&szlig;fl&auml;chige bewaffnete Auseinandersetzungen zu vermeiden sind, geh&ouml;rt zu den zentralen politischen Fragestellungen. Jenseits der konsensf&auml;higen Feststellung, dass Krieg &ndash; so die Terminologie der Charta der Vereinten Nationen &ndash; eine &bdquo;Gei&szlig;el der Menschheit&ldquo; ist, an deren Einhegung und Abschaffung mit Priorit&auml;t gearbeitet werden muss, herrscht &uuml;ber den Erfolg versprechenden Weg dahin allerdings weniger Einvernehmen.<br>\n&bdquo;Pax optima rerum&ldquo; &ndash; der Friede ist der G&uuml;ter h&ouml;chstes. Niemand wird wohl der Auffassung sein, Frieden sei kein hohes Gut. Allerdings l&auml;sst sich durchaus diskutieren, ob, wenn er zum h&ouml;chsten aller G&uuml;ter erkl&auml;rt wird, der Frieden nicht sogleich gef&auml;hrdet wird, weil die Natur der Herausforderungen nicht richtig erkannt wird. Aus diesem Grunde hatte ich in den vergangenen Jahrzehnten und lange vor dem Krieg gegen die Ukraine daf&uuml;r pl&auml;diert, Deutschland solle mehr Verantwortung in der Sicherheitspolitik &uuml;bernehmen, seine Streitkr&auml;fte besser ausstatten und es sich nicht ausschlie&szlig;lich bei den angenehmen politischen Themen bequem machen und die Greuel der Welt nur von der Seitenlinie kommentieren. Das war in weiten Teilen der &Ouml;ffentlichkeit nicht immer popul&auml;r, im ministeriellen Berlin fand ich damit aber durchaus Geh&ouml;r. Beiratsmitgliedschaften im Ausw&auml;rtigen Amt, Beratung des Verteidigungsministeriums, zahllose Vortr&auml;ge in der Generalstabsausbildung, reger Austausch mit den Sicherheitspolitikern im Bundestag und den Parteien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/gastbeitrag-politikwissenschaftler-johannes-varwick-warum-realpolitik-im-ukraine-krieg-mich-ins-abseits-manoevriert-hat-li.303282\">Johannes Varwick in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>R&uuml;ckblick: Schach, Poker und &raquo;Snape explodiert&laquo;<\/strong><br>\n&raquo;Russland spielt Schach, die Amerikaner spielen Poker, wir spielen Mensch-&auml;rgere-Dich-nicht&laquo; (Dr. Frank Umbach, Politikwissenschaftler und Energieexperte, zitiert nach Telepolis, 20. Januar 2022); eher aber wohl &raquo;Snape explodiert&laquo; (Insider-Gag f&uuml;r Harry Potter-Fans).<br>\nVier Explosionen an Nord-Stream I und II &ndash; und die d&auml;nische, die deutsche, die schwedische Marine-Aufkl&auml;rer haben keine Ahnung, wer das war. Wie glaubhaft ist das denn? Der Bundeswehr-Kommandeur Kapit&auml;n zur See Giss betont in der Tagesschau vom 28.09.22 zwar die deutsche F&uuml;hrungsrolle bei der &Uuml;berwachung der Ostsee, hat aber nur eines aufgekl&auml;rt: dass die Russen &uuml;ber Kleinst-U-Boote und Unterwasser-Drohnen verf&uuml;gen. Klar, die Russen bauen solche Pipelines nur, um sie dann selbst zu zerst&ouml;ren. Wer &ndash; wie die Schweden &ndash; jedes Jahr russische U-Boote zwischen den Sch&auml;ren entdeckt, glaubt auch an die These, Russland zerst&ouml;re seine eigenen Pipelines.<br>\nCui bono? Wem n&uuml;tzt es? fragen Kriminalisten angesichts eines Verbrechens. Tja, wem wohl? Denen, die verhindern wollen, dass Deutschland billiges Erdgas aus Russland bekommt. Und wer will das verhindern? Wer hat bereits &ouml;ffentlich angek&uuml;ndigt, dass er es verhindern wird? Wer hat Kleinst-U-Boote, Drohnen und Kampftaucher? Ich will ja nicht mit dem Finger auf jemanden zeigen, ich wundere mich nur, dass diesmal kein unbesch&auml;digter Ausweis am Tatort lag, wie sie ihn vor 21 Jahren am 11. September 2001 &raquo;gefunden&laquo; haben. Nur m&uuml;sste es diesmal ein russischer, kein islamistischer sein &ndash; als schlagender Beweis, wer es nur gewesen sein kann. Sprengstoffspezialisten sind sie jedenfalls, unsere Freunde. Die ja nur Kanzler abh&ouml;ren, nicht die Ostsee. &raquo;Pipeline sprengen unter Freunden geht gar nicht!&laquo;, titelten die Nachdenkseiten vom 28.09.22.<br>\nDem kann ich mich nur anschlie&szlig;en.<br>\nUnd die Perversit&auml;t dieses Anschlags ist unbeschreibbar. Selbst wenn man es nur auf Deutschland bezieht. Wie Bauernverbandspr&auml;sident Rukwied es ausdr&uuml;ckte: &raquo;Ohne Gas keine Milch, keine Butter, kein Joghurt&laquo; (dpa\/jW, 16.09.22)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/rueckblick-schach-poker-und-snape-explodiert\/%20\">Jane Zahn in Ossietzky<\/a>\n<p>dazu: <strong>Bleiernes Schweigen<\/strong><br>\nDie Ermittlungen zu den Anschl&auml;gen auf die Nord-Stream-Pipelines kommen nicht voran. Offenbar, weil niemand im Westen an Aufkl&auml;rung interessiert ist<br>\nWar&rsquo;s das bereits? Kaum war zu Jahresbeginn die Diskussion dar&uuml;ber aufgeflackert, wer denn nun eigentlich am 26. September 2022 die Anschl&auml;ge auf die Nord-Stream-Pipelines ver&uuml;bt habe, da war sie auch schon wieder zu Ende. Einige Bundestagsabgeordnete hatten sich veranlasst gesehen, sich zu den Anschl&auml;gen zu &auml;u&szlig;ern; immerhin war mehr als drei Monate nach der Explosion der Sprengs&auml;tze auf dem Ostseegrund &uuml;ber den Stand der Ermittlungen, geschweige denn &uuml;ber die T&auml;ter immer noch nichts bekannt. Konstantin von Notz (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) war einer von denjenigen, die sich der Sache annahmen. &raquo;In einem Rechtsstaat hat die &Ouml;ffentlichkeit Anspruch darauf, zu erfahren, was wirklich passiert ist&laquo;, dozierte von Notz am 4. Januar gegen&uuml;ber dem Tagesspiegel: &raquo;Die Bundesregierung muss sehr bald ihr Schweigen brechen.&laquo; Dabei blieb es dann aber. Die Bundesregierung setzt ihr Schweigen beharrlich fort. Von Notz inzwischen auch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/442824.zerst%C3%B6rte-pipelines-bleiernes-schweigen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Im Anflug auf Davos<\/strong><br>\nWeder US-Pr&auml;sident Joe Biden reist an noch Chinas Staatspr&auml;sident Xi Jinping. Narendra Modi aus Indien, der Brasilianer In&aacute;cio Lula da Silva und Emmanuel Macron aus Frankreich kommen ebenfalls nicht. Auch Gro&szlig;britanniens Premierminister Rishi Sunak hat anscheinend etwas Besseres zu tun. (&hellip;)<br>\nTrotzdem bekam WEF-Chef Klaus Schwab die &uuml;blichen gut 50 Regierungs- und Staatschefs zusammen &ndash; eine Zahl, die als Aush&auml;ngeschild des Kongresses dient. Bundeskanzler Olaf Scholz h&auml;lt seine Rede im Kongresszentrum unter den verschneiten Gipfeln am kommenden Mittwoch. Auch EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, UN-Generalsekret&auml;r Antonio Guterres, EZB-Pr&auml;sidentin Christine Lagarde und Nato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg reisen in die Graub&uuml;ndener Alpen. Ob der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj virtuell oder real teilnimmt, wird nicht verraten. (&hellip;)<br>\nDaher l&auml;sst sich das Motto des diesj&auml;hrigen Treffens &ndash; &bdquo;Zusammenarbeit in einer fragmentierten Welt&ldquo; &ndash; nur teilweise erf&uuml;llen. Thematisch bilden die ver&auml;nderte geopolitische Lage und die neuen Spannungen zwischen den Machtbl&ouml;cken das Zentrum der Veranstaltung. Ein weiterer Fokus liegt auf der globalen Energie- und Klimapolitik, weshalb auch Luisa Neubauer (&bdquo;Fridays for Future&ldquo;) in die Schweiz reist. Zus&auml;tzliche Themen: das Problem der Inflation, die weltweite soziale Ungleichheit sowie die internationale Geld- und Handelspolitik. Au&szlig;erdem l&auml;sst Schwab einen Probelauf des sogenannten Metaverse veranstalten, das auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg propagiert. Ausgew&auml;hlte Teilnehmende k&ouml;nnen als k&uuml;nstliche Personen in eine virtuelle Kongresswelt eintauchen.<br>\nDas Forum ist in der Schweiz anerkannt als internationale Organisation f&uuml;r Public Private Partnership, also f&uuml;r die Kooperation zwischen privaten und &ouml;ffentlichen Akteuren. Getragen wird die Organisation mit Sitz in Genf von Hunderten der finanzkr&auml;ftigsten Konzerne der Welt. F&uuml;r diese bietet Davos eine Mischung aus Bildungsurlaub und Gesch&auml;ftsreise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/kanzler-scholz-im-anflug-auf-das-weltwirtschaftsforum-in-davos-92026818.html\">FR Online<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Davos bekommt endlich einen richtig schlechten Ruf, aber noch pilgern die Spitzenpolitiker hin<\/strong><br>\nAm 16. Januar beginnt das Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums. Dutzende der wichtigsten Politiker und Chefs von internationalen Organisationen pilgern nach Davos, um den Herren des Geldes ihre Aufwartung zu machen. Doch die Zurschaustellung der wahren Machthierarchie kommt zunehmend in Verruf, wie das Bilderberg-Treffen zuvor. Zu Recht, denn in Davos findet regelm&auml;&szlig;ig so etwas wie ein heimlicher Bilderberg-Ersatz statt.<br>\nWenn es nach der Selbstdarstellung des Weltwirtschaftsforums geht, dann handelt es sich bei dieser Lobby der 1.000 weltgr&ouml;&szlig;ten Konzerne um eine selbstlose Organisation zur Verbesserung der Welt durch &ouml;ffentlich-private Zusammenarbeit.<br>\nDoch in seiner Ank&uuml;ndigung der Jahrestagung sieht sich das Forum dieses Jahr gen&ouml;tigt, darauf einzugehen, dass es trotz seines selbstlosen Einsatzes f&uuml;r die Weltverbesserung &bdquo;Vorw&uuml;rfe des Elitarismus abwehren&ldquo; musste und sich einer Desinformationskampagne ausgesetzt s&auml;he. 5.000 Soldaten m&uuml;ssen das Treffen in den Schweizer Bergen sichern. Die neue Regierungschefin von Alberta, Kanada, Danielle Smith, hat Amtstr&auml;ger im Gesundheitsministerium gefeuert, weil sie eine Kooperation mit dem Weltwirtschaftsforum eingegangen waren. Der kanadische Oppositionsf&uuml;hrer, Pierre Poilievre, hat die enge Verbindung des kanadischen Regierungschefs Justin Trudeau und der Vize-Regierungschefin Chrystia Freeland mit dem Forum zu einem prominenten Wahlkampfthema gemacht. Auch der Regierungschef von Florida, Ron DeSantis hat bereits &ouml;ffentlich die Einflussnahme des Forums auf die Politik angeprangert.<br>\nWaren es fr&uuml;her die Linken, die gegen die Zurschaustellung der Vormacht der Konzerne demonstrierten, kommt die Kritik heute vor allem von rechts, nachdem das Forum die Linke durch floskelhafte &Uuml;bernahme ihrer Programmatik pazifiziert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/macht-kontrolle\/davos-own-nothing\/%20\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zahlen zeigen: Konzerne und Milliard&auml;re bereichern sich an den Krisen<\/strong><br>\nErstmals seit 25 Jahren nahmen extremer Reichtum und extreme Armut gleichzeitig zu. Kurz vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos sorgt ein Oxfam-Bericht f&uuml;r Diskussionsstoff. (&hellip;)<br>\nDurch den deutlichen Anstieg der Lebensmittel- und Energiepreise im vergangenen Jahr seien Milliard&auml;re noch reicher geworden. &bdquo;W&auml;hrend Millionen Menschen nicht wissen, wie sie Lebensmittel und Energie bezahlen sollen, bringen die Krisen unserer Zeit gigantische Verm&ouml;genszuw&auml;chse f&uuml;r Milliard&auml;r:innen&ldquo;, sagte Oxfam-Referent Manuel Schmitt.<br>\nWie aus dem Bericht der kapitalismuskritischen Organisation zur WEF-Jahrestagung in Davos hervorgeht, haben 95 Lebensmittel- und Energiekonzerne weltweit ihre Gewinne im Jahr 2022 mehr als verdoppelt. Sie erzielten demnach 306 Milliarden US-Dollar an Zufallsgewinnen und sch&uuml;tteten 257 Milliarden US-Dollar (84 Prozent) davon an Aktion&auml;rinnen und Aktion&auml;re aus. Oxfam definiert hier Gewinne als Zufallsgewinne, wenn sie den Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2021 um 10 Prozent oder mehr &uuml;bersteigen. (&hellip;)<br>\nUnter dem Strich seien Konzerne und Superreiche die Gewinner von Corona-Pandemie und Energiekrise, hielt Oxfam fest. So habe das reichste Prozent der Weltbev&ouml;lkerung seit Beginn der Corona-Pandemie rund zwei Drittel des weltweiten Verm&ouml;genszuwachses kassiert. In Deutschland sei der Trend noch deutlicher: Vom Verm&ouml;genszuwachs, der 2020 und 2021 in Deutschland erwirtschaftet wurde, entfielen demnach 81 Prozent auf das reichste eine Prozent der Bev&ouml;lkerung.<br>\nDas Gesamtverm&ouml;gen aller Milliard&auml;rinnen und Milliard&auml;re sei seit 2020 im Durchschnitt t&auml;glich um 2,7 Milliarden US-Dollar gestiegen. F&uuml;r jeden pro Kopf erzielten US-Dollar Verm&ouml;genszuwachs in den &auml;rmeren 90 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung habe ein Milliard&auml;r im Schnitt 1,7 Millionen US-Dollar hinzugewonnen. (&hellip;)<br>\nOxfam fordert als Weg aus der Krise dagegen vor allem h&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche. Jahrzehntelange Steuersenkungen f&uuml;r die Reichsten und f&uuml;r Unternehmen h&auml;tten die Ungleichheit zuletzt versch&auml;rft. In manchen L&auml;ndern h&auml;tten die &Auml;rmsten h&ouml;here Steuers&auml;tze als Milliard&auml;re. Weltweit stammen laut Oxfam nur noch vier Prozent der Steuereinnahmen aus Steuern auf Verm&ouml;gen. &bdquo;Konzerne und ihre superreichen Haupteigent&uuml;mer:innen m&uuml;ssen endlich ihren fairen Beitrag zum Gemeinwohl leisten&ldquo;, forderte Schmitt.<br>\nVon der Bundesregierung erwartet Oxfam konkret die Einf&uuml;hrung einer Steuer auf ungew&ouml;hnlich hohe Gewinne w&auml;hrend der Energiekrise. Solche sogenannten &Uuml;bergewinne m&uuml;ssten mit mindestens 50 Prozent besteuert werden. Au&szlig;erdem m&uuml;sse wieder eine Verm&ouml;genssteuer eingef&uuml;hrt werden. N&ouml;tig sei zudem eine einmalige Abgabe auf hohe Verm&ouml;gen. Das Geld solle in Bildung, Gesundheit und die sozialen Sicherungssysteme investiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/zahlen-veroeffentlicht-konzerne-und-milliardaere-bereichern-sich-an-den-krisen-li.307327%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Multimillion&auml;re k&ouml;nnen Steuerlast weit unter den Durchschnitt dr&uuml;cken<\/strong><br>\nReiche kommen im deutschen Steuersystem oft besser weg als Normalverdiener, wie eine aktuelle Modellrechnung verdeutlicht. Der Unterschied ergibt sich vor allem daraus, dass viele Verm&ouml;gende &uuml;berwiegend von Kapitaleink&uuml;nften leben.<br>\nDie Steuerbelastung deutscher Multimillion&auml;re liegt bei geschickter Gestaltung weit unter der von Durchschnittsverdienern. Zu diesem Ergebnis kommt das Netzwerk Steuergerechtigkeit in seinem neuen Jahrbuch. Darin vergleichen die Autoren die Belastung eines &raquo;Muster-Million&auml;rs&laquo; mit einem Verm&ouml;gen von 23 Millionen Euro und einem Einkommen von 1,6 Millionen Euro mit einem Ehepaar, das gemeinsam 110.000 Euro verdient. Ergebnis: Die Normalb&uuml;rger zahlen 43 Prozent an Steuern und Sozialabgaben, der Million&auml;r hingegen nur knapp 24 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/steuern-multimillionaere-koennen-steuerlast-weit-unter-den-durchschnitt-druecken-a-e47450f9-d2af-49db-bdf7-e051d071273e\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Diese Ungerechtigkeit wird leider von vielen Mitgliedern der Mittelschicht oft &uuml;bersehen mit der Folge, dass pauschal Steuersenkungen gefordert werden, auch f&uuml;r hohe Eink&uuml;nfte. Der Blickwinkel ist sehr eingeschr&auml;nkt. Richtig w&auml;re vielmehr, die Steuern f&uuml;r hohe Eink&uuml;nfte anzuheben und f&uuml;r niedrigere Einkommen zu senken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Umstrittene Immobilienfinanzierung von Christian Lindner: Compliance ist was f&uuml;r Profis<\/strong><br>\nChristian Lindner sagte einst: &bdquo;Klimaschutz ist was f&uuml;r Profis!&ldquo; Compliance in Deutschland offenbar auch, wie sein Umgang mit einem privaten Immobilienkredit zeigt. Der Finanzminister scheint sich dabei auf dem Niveau eines Dorfb&uuml;rgermeisters zu bewegen, kommentiert Wirecard-Aufkl&auml;rer und Finanz-Experte Fabio De Masi. [&hellip;]<br>\nMan kann die Debatte &uuml;berspannt finden. Halten Minister nicht st&auml;ndig irgendwelche Gru&szlig;worte? Gilt nicht die Unschuldsvermutung? Bisher gibt es keinen Hinweis auf ein strafbares Verhalten des Finanzministers. Und hat Christian Lindner die zweite Finanzierung, die in seine Ministerzeit fiel, nicht daher ebenso bei der BBBank get&auml;tigt, weil andere Banken ungern nur die zweite Wahl sind. Bei einem Nachrangdarlehen einer anderen Bank w&auml;ren also vermutlich h&ouml;here Zinsen angefallen. Dies alles ist richtig. Aber es offenbart ein tiefes Missverst&auml;ndnis &uuml;ber Compliance in Deutschland.<br>\nBei Compliance dreht es sich nicht um die Frage, ob strafbares Verhalten vorliegt. Es geht vielmehr darum, die sogenannte &bdquo;appearance of impropriety&ldquo; also bereits den Anschein der Unangemessenheit zu vermeiden. Christian Lindner h&auml;tte also auf das Gru&szlig;wort verzichten m&uuml;ssen, da er bei der Bank erheblich verschuldet ist.<br>\nDieses Prinzip soll gerade vermeiden, dass sich f&uuml;r Laien, die &uuml;ber keine genaueren Kenntnisse der Umst&auml;nde (zum Beispiel der Kreditkonditionen und des Zustandekommens des Gru&szlig;wortes) verf&uuml;gen, &uuml;berhaupt solche Fragen wie in der aktuellen Debatte um den Kredit stellen. Die Alternative w&auml;re n&auml;mlich die Aufgabe des Bankgeheimnisses f&uuml;r Minister. Ist das gew&uuml;nscht?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/financefwd.com\/de\/lindner-de-masi\/\">Finance FWD<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mehr als jeder dritten Frau mit Vollzeitjob droht Rente unter 1000 Euro netto<\/strong><br>\nMillionen hart arbeitende Frauen steuern auf kl&auml;gliche Altersbez&uuml;ge zu &ndash; das hat das Bundesarbeitsministerium errechnet. Die Linke spricht von &raquo;katastrophalen Zahlen&laquo;. (&hellip;)<br>\nFrauen werden demnach zudem &uuml;berproportional von geringen Renten betroffen sein. So ist zwar mit insgesamt 32,6 Prozent nur ein knappes Drittel aller Vollzeitarbeitnehmer weiblich. Doch der Frauenanteil unter den Vollzeitbesch&auml;ftigten mit niedrigen Renten liegt deutlich h&ouml;her: 48,5 Prozent der Vollbesch&auml;ftigten, die auch nach 45 Arbeitsjahren auf eine Rente von weniger als tausend Euro zusteuern, sind weiblich.<br>\nDas seien mit Blick auf die Inflation und schon jetzt hohe Altersarmut unter Frauen &raquo;katastrophale Zahlen&laquo;, sagte Linksfraktionsvorsitzender Dietmar Bartsch, der die Anfrage ans Arbeitsministerium gestellt hatte. &raquo;Mehr als die H&auml;lfte aller Vollzeitarbeitnehmerinnen wird nach 40 Jahren Plackerei weniger als 1200 Euro erhalten&laquo;, sagte Bartsch dem Redaktionsnetzwerk. &raquo;Millionen Frauen droht eine Rutschbahn in die Altersarmut&laquo;, warnte er.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/renten-jeder-dritten-frau-in-vollzeitbeschaeftigung-drohen-altersbezuege-unter-1000-euro-a-d822b334-fe71-48fa-b80d-3817895ca726\">DER SPIEGEL <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Altenheim meldet wegen hoher Energiekosten Insolvenz an<\/strong><br>\nNachdem im vergangenen Jahr zwei Reha-Kliniken in Bad Soden-Salm&uuml;nster (Main-Kinzig) schlie&szlig;en mussten, hat jetzt auch das einzige Seniorenwohnzentrum der Stadt Insolvenz angemeldet. Alle 107 Bewohner des Pflegeheims Am Kurpark des Betreibers Curata m&uuml;ssen bis zum 31. M&auml;rz umziehen. Dann soll die Einrichtung des Berliner Unternehmens geschlossen werden.<br>\nDie Schlie&szlig;ung begr&uuml;ndet Curata dem hr gegen&uuml;ber mit stark gestiegenen Energiekosten und den allgemeinen Preissteigerungen: &ldquo;Versch&auml;rft wurde die Situation au&szlig;erdem durch den Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal&rdquo;, so Sprecher J&uuml;rgen Herres. Seit einem Jahr sei deshalb nur knapp die H&auml;lfte der 204 Wohn- und Pflegepl&auml;tze belegt. &ldquo;Die wirtschaftlich notwendige Belegungsquote konnte teilweise nicht erreicht werden&rdquo;, sagt Herres.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hessenschau.de\/gesellschaft\/altenheim-schliesst-wegen-hoher-energiekosten---107-bewohner-brauchen-neues-zuhause-v1,altenheim-schliessung-100.html%20\">hessenschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.S.:<\/strong> So sieht es aus, das &ldquo;beste Deutschland&rdquo;, in dem wir uns alle &ldquo;unterhaken&rdquo; &ndash; nun, wer das n&ouml;tige Kleingeld hat, sich eine h&uuml;bsche Villa in Berlin leisten zu k&ouml;nnen, f&uuml;r den spielen die Energiepreise nach wie vor eine marginale Rolle, zur Not spricht man dann einmal mehr ein Gru&szlig;wort f&uuml;r irgendeine Bank- oder Unternehmensveranstaltung. &Uuml;ber 100 Seniorinnen und Senioren werden derweil aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen und k&ouml;nnen schauen, wo sie bleiben. Und man selbst? Ist schon erstaunt, dass der genannte Artikel ganz ohne Hinweis auf &ldquo;Putin&rdquo; auskommt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Neue Stufe&rdquo; der Kooperation zwischen NATO und EU<\/strong><br>\nZiel der angestrebten noch engeren strategischen Partnerschaft zwischen NATO und EU ist es, koordinierter gegen gemeinsame Sicherheitsbedrohungen vorzugehen. EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspr&auml;sident Charles Michel und NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg unterschrieben im Hauptquartier der Milit&auml;rallianz in Br&uuml;ssel eine entsprechende Erkl&auml;rung. Damit wollen beide Seiten die Partnerschaft &ldquo;auf eine neue Stufe&rdquo; heben.<br>\nInsbesondere im &ldquo;wachsenden geostrategischen Wettbewerb&rdquo; mit M&auml;chten wie Russland und China und beim &ldquo;Schutz kritischer Infrastrukturen&rdquo; wie der Energie- und Wasserversorgung wollen sich beide Seiten enger abstimmen, wie es in dem vierseitigen Text hei&szlig;t. Eine engere Kooperation sei aber auch im Weltraum, im Kampf gegen &ldquo;Manipulation von Informationen und Einmischung aus dem Ausland&rdquo; sowie beim Klimawandel erforderlich. Die Erderw&auml;rmung gilt als Risiko f&uuml;r Frieden und Sicherheit, weil sie die Lebensgrundlage von Millionen Menschen bedroht. Noch mehr D&uuml;rren und &Uuml;berschwemmungen, Flucht und Migration sowie zunehmende Konflikte um Ressourcen wie Wasser und Land k&ouml;nnten die Folge sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/neue-stufe-der-kooperation-zwischen-nato-und-eu\/a-64336347%20\">DW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.N.:<\/strong> Was ich gerade, leider nicht mehr verwundert feststellen musste, ist, dass eine neue Stufe der Eskalation einmal wieder quasi unbemerkt von den deutschen Leitmedien stattfindet. Eine neue Stufe der Kooperation, oder besser Eskalation, von EU und NATO, wird vom &Ouml;RR nur in den Randspalten versteckt. Hier in der Deutschen Welle oder gut versteckt im Live-Ticker der Tagesschau.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Diese Kooperation wird auf mehr Konfrontation mit China (noch ein gro&szlig;er Handelspartner Deutschlands und der EU) und Russland (bis vor kurzer Zeit gro&szlig;er und g&uuml;nstigster Energielieferant Deutschlands) hinauslaufen. Einen &bdquo;wachsenden geostrategischen Wettbewerb&ldquo; mit den USA sehen die demokratisch nicht gew&auml;hlten EU-Vertreter offensichtlich nicht. Gr&ouml;&szlig;ere Abh&auml;ngigkeit von den US-Konzernen d&uuml;rfte die gew&uuml;nschte Folge sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>General der US-Marines zur Ukraine: &ldquo;Wir haben den Schauplatz vorbereitet&rdquo;<\/strong><br>\nDie Financial Times selbst nennt es einen &ldquo;ungew&ouml;hnlich offenen Vergleich zwischen dem Krieg in der Ukraine und einem m&ouml;glichen Konflikt mit China&rdquo;, was der Generalleutnant James Bierman, Kommandeur der III Marine Expeditionary Force sowie der US-Marines in Japan, in seinem Interview sagte. Gleichzeitig ist ein Teil seiner &Auml;u&szlig;erungen jenes Puzzleteil, das noch fehlte, um die Vorbereitungen des Westens f&uuml;r einen Krieg in der Ukraine zu belegen.<br>\n&ldquo;Wie haben wir den Grad des Erfolgs erreicht, den wir in der Ukraine erreicht haben? Einen gro&szlig;en Teil davon, weil wir nach der russischen Aggression 2014 und 2015 ernsthaft daran gingen, den k&uuml;nftigen Konflikt vorzubereiten: Ausbildung f&uuml;r die Ukrainer, Vorbereitung von Nachschublagern, die Identifizierung der Orte, von denen aus wir Nachschub sichern und Operationen aufrechterhalten k&ouml;nnten. Wir nennen das &lsquo;den Schauplatz vorbereiten&rsquo;. Und wir bereiten den Schauplatz in Japan vor, auf den Philippinen, an anderen Orten.&rdquo;<br>\n&ldquo;Schauplatz&rdquo;, auf Englisch &ldquo;Theater&rdquo;, ist ein Euphemismus; in Deutsch m&uuml;sste man ehrlicherweise &ldquo;Kriegsschauplatz&rdquo; sagen, das ist gewisserma&szlig;en die Gro&szlig;ausgabe von Schlachtfeld. Was Bierman beschreibt, ist die unverbl&uuml;mte Kriegsvorbereitung, der nur noch der letzte Schritt fehlt &ndash; der Transport der Truppen an den Ort der Handlung.<br>\nBezogen auf den m&ouml;glichen k&uuml;nftigen &ldquo;Schauplatz Taiwan&rdquo; schreibt die Financial Times von der Lagerung von Waffen und anderem Nachschub an f&uuml;nf weiteren Standorten auf den Philippinen; zus&auml;tzlich zu den f&uuml;nf, die die USA dort bereits haben. &Auml;hnliche Schritte werden rund um China unternommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/159695-general-us-marines-zur-ukraine\/\">Dagmar Henn RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Verband sieht jede dritte Klinik wegen Lauterbachs Reform vor dem Aus<\/strong><br>\nDie Reform der Krankenhausfinanzierung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sowie die hohe Inflation werden zur Gefahr f&uuml;r viele deutsche Krankenh&auml;user. Eine &bdquo;unver&auml;nderte Umsetzung der Empfehlung der Regierungskommission&ldquo; werde dazu f&uuml;hren, dass &bdquo;bis zu ein Drittel der Krankenh&auml;user, vor allem kleinere Krankenh&auml;user, geschlossen&ldquo; oder f&uuml;r ihr &Uuml;berleben auf ein h&ouml;heres Krankenniveau gehoben werden m&uuml;ssten &ndash; wobei die Schlie&szlig;ung die &bdquo;wahrscheinlichste Option&ldquo; sei, sagt Thomas Bublitz, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken (BDPK), zu WELT AM SONNTAG. Insgesamt gibt es deutschlandweit knapp 1900 Krankenh&auml;user.<br>\nIm Dezember hatte der Bundesgesundheitsminister seinen Reformvorschlag pr&auml;sentiert und ihn dann vor wenigen Tagen aktualisiert. Die Ideen seiner Expertenkommission sollen innerhalb von f&uuml;nf Jahren umgesetzt werden. Doch selbst wenn die Reform die Finanzierung der Krankenh&auml;user verbessern w&uuml;rde, k&auml;me sie laut Kritikern deutlich zu sp&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article243200165\/Insolvenz-Verband-sieht-jedes-dritte-Krankenhaus-wegen-Reform-bedroht.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Lauterbachs Pl&auml;ne sind v&ouml;llig irre. Anscheinend genie&szlig;t die Daseinsvorsorge in Deutschland, in diesem Fall f&uuml;r Gesundheit, keinerlei politischen Wert. Wenn nicht nur die zust&auml;ndigen Verb&auml;ndevertreter, sondern sogar der bayerische Gesundheitsminister, dessen Chef S&ouml;der immer wieder gerne die Steuern f&uuml;r Unternehmen und f&uuml;r Reiche senken m&ouml;chte, die &ldquo;systematische[&hellip;] Unterfinanzierung&rdquo; anprangert und mehr Geld f&uuml;r das Krankenhaussystem fordert, dann muss die Situation wirklich bedrohlich sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Debatte um Corona-Ma&szlig;nahmen: Das vergessene Leiden der Alten in der Pandemie<\/strong><br>\nVor allem Menschen &uuml;ber 80 erkranken schwer an Corona. Trotzdem wurden Experten f&uuml;r Altersmedizin kaum in Diskussionen eingebunden. Mit dramatischen Folgen. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r die Versorgungssituation kritisch zeigte sich auch die Ausstattung und medizinische Versorgung der Langzeitpflegeeinrichtungen. Fehlende Ausfallskonzepte in der Pflege, eine unzureichende &auml;rztliche und therapeutische Versorgung oder eine fehlende Sauerstoffversorgung der Bewohner f&uuml;hrten zu erheblichen Qualit&auml;tsproblemen in der Versorgung. Etwa 80 Prozent der Corona-Toten in Deutschland starben in Langzeitpflegeeinrichtungen.<br>\nAls besonders belastend wurden von den &auml;lteren Menschen die Besuchsregelungen in Langzeitpflegeheimeinrichtungen und Krankenh&auml;usern erlebt. Der Fokus der Interventionen lag allein auf der Verhinderung von Infektion. Kollateralsch&auml;den wurden von der Politik in Kauf genommen f&uuml;r das vorrangige Ziel, die Sterbe- und Infektionszahlen so niedrig wie m&ouml;glich zu halten. Dies f&uuml;hrte zu einer zum Teil unmenschlichen Isolierung von ohnehin oft einsamen Pflegeheimbewohnern.<br>\nMa&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung der Pandemie wurden fast ausschlie&szlig;lich &uuml;ber gesetzliche Regelung getroffen. Diese Gesetze wiederum wurden vor allem auf politischer Ebene und beinahe ausschlie&szlig;lich unter Hinzuziehung virologischer Expertise getroffen<br>\nGleichzeitig f&uuml;hrte dies dazu, dass eine Evaluierung einzelner Ma&szlig;nahmen (etwa Maskenpflicht, Besuchsverbote, Teststrategien) nicht mehr m&ouml;glich war und ist, da bei einem Abweichen von den gesetzlichen Regelungen mit rechtlichen Konsequenzen gerechnet werden muss. Diese Umst&auml;nde erkl&auml;ren, warum nach mehr als zwei Jahren Pandemie weiterhin keine ausreichende Evidenz f&uuml;r einzelne Ma&szlig;nahmen generiert werden kann. (&hellip;)<br>\nMillionen an Steuergeldern wurden und werden in Corona-Tests gesteckt. Kontrollierte Studien fehlen. Vergleiche &uuml;ber die L&auml;ndergrenzen lassen zumindest den Schluss zu, dass man erhebliche Zweifel an dieser intensiven Teststrategie haben kann. L&auml;nder mit hoher Testquote hatten vergleichbare Zahlen wie solche mit einem geringeren Einsatz von Tests. Wie effektiv verpflichtende Tests vor Besuchen in Krankenh&auml;usern und Langzeitpflegeeinrichtungen sind, ist ebenfalls weiterhin unklar.<br>\nAuch die Vorstellung, dass man eine Langzeitpflegeheimeinrichtung durch strikte Zugangsregelungen oder gar Besuchsverbote zu einem &bdquo;geschlossenen&ldquo; System umwandeln k&ouml;nnte, war ein Irrtum. Die Wahrscheinlichkeit, ob und wann Covid-19 in einer Langzeiteinrichtung auftritt, h&auml;ngt entscheidend von den Infektionszahlen in der jeweiligen Region ab. Etwas besser ist die Datenlage bei den Masken. Zumindest wissen wir heute, dass sie einen gewissen Schutz bieten. Welcher Art und wie gro&szlig; der Schutz ist und welche weiteren Umst&auml;nde (Kontaktzeit, N&auml;he) eine Rolle spielen k&ouml;nnten, ist aber ebenfalls noch in Diskussion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/corona-debatte-wie-die-pandemie-zu-einem-kahlschlag-in-der-altersmedizin-fuehrte-li.305610%20\">Markus Gosch in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Snowden benennt den &ldquo;wahren Skandal&rdquo; im Zusammenhang mit Biden-Dokumenten<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Joe Biden habe sich wahrscheinlich mit mehr geheimen Dokumenten davongemacht als viele Whistleblower, aber im Gegensatz zu ihnen werde er damit durchkommen, meinte der Whistleblower und ehemalige Mitarbeiter der US-Geheimdienste CIA und NSA Edward Snowden.<br>\nIn einer Reihe von Tweets kommentierte der Whistleblower die j&uuml;ngste Kontroverse um sensible Unterlagen aus der &Auml;ra des ehemaligen US-Pr&auml;sidenten Barack Obama, die von Bidens Anw&auml;lten in seinem B&uuml;ro als damaliger Vizepr&auml;sident entdeckt wurden. Das Wei&szlig;e Haus hat den Vorfall einger&auml;umt, und das US-Justizministerium untersucht derzeit die Angelegenheit. Snowden &auml;u&szlig;erte sich zum Thema am Mittwoch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit den Worten:<br>\n&ldquo;Es ist bemerkenswert, dass sich der Pr&auml;sident mit mehr geheimen Dokumenten davongemacht zu haben scheint als viele Whistleblower.&rdquo;<br>\nSnowden verglich die Situation mit dem Fall von Reality Winner, die &ldquo;f&uuml;r nur ein Dokument zu f&uuml;nf Jahren verurteilt wurde&rdquo;. Die ehemalige &Uuml;bersetzerin beim US-Auslandsgeheimdienst NSA war 2018 verurteilt worden, da sie einen Bericht &uuml;ber eine angebliche russische Einmischung in die US-Wahlen 2016 geleakt hatte. Snowden f&uuml;gte hinzu: &ldquo;W&auml;hrenddessen haben Biden, Trump, Clinton, Petraeus &hellip; diese Leute Dutzende, Hunderte [von Unterlagen]. Kein Gef&auml;ngnis.&rdquo; Der Whistleblower fuhr fort:<br>\n&ldquo;Der eigentliche Skandal ist nicht, dass Biden geheime Dokumente aus seinen Socken hervorgeholt hat, denn das haben sie leider alle getan. Der Skandal ist, dass das Justizministerium eine Woche vor den Zwischenwahlen davon erfuhr und sich entschloss, die Geschichte zu unterdr&uuml;cken, um sich einen parteipolitischen Vorteil zu verschaffen.&rdquo;<br>\nSnowden ist weltweit bekannt geworden, weil er geheime Unterlagen ver&ouml;ffentlicht hatte, die die &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen Washingtons gegen die US-amerikanische Zivilbev&ouml;lkerung offenlegten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/international\/159692-snowden-benennt-wahren-skandal-im\/%20\">RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>Snowden &uuml;ber Biden: &ldquo;Mann, selbst ich ging mit Geheimdokumenten sicherer um!&rdquo;<\/strong><br>\nDer Skandal um US-Pr&auml;sident Joe Biden, der geheime Regierungsdokumente illegal aufbewahrt haben soll, gewinnt an Brisanz. Wie die US-Zeitung New York Times berichtet, wurde in Bidens Haus in Wilmington eine neue Ladung von geheimem Material entdeckt. Es wurde auch festgestellt, dass sie in einer Garage gelagert wurden, so die Zeitung.<br>\nDer in Russland lebende ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, dem nach US-Recht eine lange Haftstrafe droht, weil er geheime Dokumente &uuml;ber die Internet&uuml;berwachung durch US-Geheimdienste an die US-Presse weitergegeben hat, reagierte in seinem Tweet auf die neuen skandal&ouml;sen Daten so:<br>\n&ldquo;Mann, selbst ich ging mit Geheimdokumenten sicherer um! Zumindest habe ich sie verschl&uuml;sselt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/international\/159790-snowden-ueber-biden-mann-selbst\/%20\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Anne Will h&ouml;rt zum Jahresende auf<\/strong><br>\nEnde 2023 ist Schluss f&uuml;r Anne Wills Politik-Talkshow im Ersten. Nach 16 Jahren sei es &ldquo;Zeit f&uuml;r Ver&auml;nderung, andere Projekte, neue Perspektiven&rdquo;, teilte die Moderatorin mit. Eine Nachfolge f&uuml;r das Format am Sonntagabend ist noch nicht bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/kultur\/annewill-111.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Endlich mal eine gute Nachricht aus der ARD.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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