{"id":92588,"date":"2023-01-17T08:45:53","date_gmt":"2023-01-17T07:45:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92588"},"modified":"2023-01-17T08:45:53","modified_gmt":"2023-01-17T07:45:53","slug":"hinweise-des-tages-4276","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92588","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92588#h01\">&bdquo;Wie die USA im Zweiten Weltkrieg&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92588#h02\">Energiekrise: Auf Kosten der Schw&auml;chsten <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92588#h03\">Wieso viel Windstrom im Norden in Baden-W&uuml;rttemberg zu Stromsparaufrufen f&uuml;hrt <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92588#h04\">In W&uuml;rde w&uuml;hlen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92588#h05\">&bdquo;Nachbarn im Herzen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92588#h06\">Das Trauma von 1948<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92588#h07\">Der Mord an General Soleimani &ndash; Z&uuml;ndung f&uuml;r die multipolare Weltordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92588#h08\">Linke Mythen &uuml;ber Lindners Aktienrente: Warum Linke die Aktienrente aus den falschen Gr&uuml;nden verteufeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92588#h09\">Ausbeutung am Limit: Superreiche als Krisengewinner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92588#h10\">Die bittere Bilanz der EU-Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92588#h11\">Emmanuel Todd: Der Dritte Weltkrieg hat bereits begonnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92588#h12\">Neue Spionageschiffe: Teurer Auftrag trotz &ldquo;erheblicher Bedenken&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92588#h13\">Diskussion um Gewaltvorw&uuml;rfe in L&uuml;tzerath<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92588#h14\">Talkshows dienten einst der Show und der Meinungsbildung. Sp&auml;testens seit der Fl&uuml;chtlingskrise geht es meist um die richtige Haltung, wie bei Anne Will<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Wie die USA im Zweiten Weltkrieg&ldquo;<\/strong><br>\nDie deutsche R&uuml;stungsindustrie, Berliner Milit&auml;rpolitiker und implizit auch die NATO &auml;u&szlig;ern klare Erwartungen an den Nachfolger der gestern zur&uuml;ckgetretenen Verteidigungsministerin Christine Lambrecht. Im Zentrum steht dabei die Forderung nach massiver Aufr&uuml;stung und dem Bau neuer Waffenfabriken, um die Ukraine langfristig mit Kriegsger&auml;t aller Art ausstatten und zugleich die geschrumpften eigenen Waffenlager auff&uuml;llen zu k&ouml;nnen. Besondere Bedeutung wird zur Zeit der Herstellung von Munition beigemessen: Nach NATO-Angaben verschie&szlig;en die ukrainischen Streitkr&auml;fte bis zu 10.000 Artilleriegeschosse pro Tag, gut zwei Drittel der US-Monatsproduktion (14.000). &bdquo;Politik und Industrie&ldquo; m&uuml;ssten nun &bdquo;gemeinsam einen Plan entwickeln, welche neuen Produktionslinien wir brauchen&ldquo;, verlangt die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva H&ouml;gl. In der NATO hei&szlig;t es, man ben&ouml;tige &bdquo;Ver&auml;nderungen&ldquo; wie in den USA im Zweiten Weltkrieg: Seien diese damals mit kaum 2.000 Milit&auml;rflugzeugen in den Krieg gezogen, so h&auml;tten sie bis 1945 300.000 neue gebaut. H&ouml;gl fordert zur Bew&auml;ltigung der R&uuml;stungspl&auml;ne eine Aufstockung der Milit&auml;rkredite (&bdquo;Sonderverm&ouml;gen&ldquo;) von 100 auf 300 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9133\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Energiekrise: Auf Kosten der Schw&auml;chsten<\/strong><br>\nSo unterschiedlich k&ouml;nnen Energiesparma&szlig;nahmen sein: In Deutschland sind die Haushalte jetzt aufgerufen, die Heizung nicht den ganzen Tag &uuml;ber laufen zu lassen und die Raumtemperatur in den B&uuml;ros &ouml;ffentlicher Geb&auml;ude auf 19 Grad zu beschr&auml;nken. Dagegen helfen dicke Socken und ein warmer Pulli. In Bangladesch wiederum mussten Anfang Oktober 130 Millionen Menschen einen halben Tag lang ohne Elektrizit&auml;t auskommen. Mit Ausnahme einiger Teile im Nordwesten lag das gesamte Land im Blackout, nachdem als &bdquo;Sparma&szlig;nahme&ldquo; die meisten Kraftwerke des Landes abgeschaltet worden waren.<br>\nEs war nicht der erste Blackout oder Brownout in diesem Jahr. Bereits mehrfach standen Fabriken still, das Internet fiel aus, Einkaufszentren und M&auml;rkte mussten auf Anordnung der Beh&ouml;rden schlie&szlig;en, und die Moscheen wurden angewiesen, die Klima&shy;anlagen nur w&auml;hrend der f&uuml;nf t&auml;glichen Gebete laufen zu lassen.<br>\nAuf der Suche nach den Ursachen landet man ziemlich schnell bei den gro&szlig;en Fl&uuml;ssiggastankern, die Bangladeschs Kraftwerke mit Brennstoff versorgen. Das Land bestreitet fast drei Viertel seiner Stromerzeugung mit gasbefeuerten Kraftwerken. Doch seit dem Ausbruch des Ukraine-kriegs k&ouml;nnen die Energieversorger sich das Gas nicht mehr leisten. Die Europ&auml;er, allen voran Deutschland, decken sich in den USA, in Katar und Australien mit Fl&uuml;ssiggas ein, um die Ausf&auml;lle bei den Erdgaslieferungen aus Russland halbwegs zu kompensieren &ndash; zu nahezu jedem Preis.<br>\nDie meisten L&auml;nder des S&uuml;dens k&ouml;nnen da nicht mehr mithalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/magazin-mitbestimmung-2744-auf-kosten-der-schwachsten-45643.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wieso viel Windstrom im Norden in Baden-W&uuml;rttemberg zu Stromsparaufrufen f&uuml;hrt<\/strong><br>\nAm Sonntag bat Netzbetreiber TransnetBW darum, von 17 bis 19 Uhr m&ouml;glichst wenig Strom in Baden-W&uuml;rttemberg zu verbrauchen &ndash; weil im Norden viel Wind blies.<br>\nAm Sonntag musste der Netzbetreiber TransnetBW die Bev&ouml;lkerung in Baden-W&uuml;rttemberg dazu aufrufen, am fr&uuml;hen Abend m&ouml;glichst wenig Strom zu verbrauchen. Haushaltsger&auml;te sollten ruhen, Elektrofahrzeuge m&ouml;glichst nicht geladen werden, andere Ger&auml;te &ndash; wie etwa Notebooks &ndash; ihren Akku nutzen.<br>\nAufgrund von viel g&uuml;nstigem Windstrom in Norddeutschland fuhren Energieversorger weiter s&uuml;dlich teilweise andere Kraftwerke wegen einer zu schlechten Profitabilit&auml;t herunter. Zugleich konnte aufgrund des noch nicht ausreichenden Netzausbaus der g&uuml;nstige Windstrom aus dem Norden nicht in n&ouml;tiger Menge bis in den S&uuml;den durchgeleitet werden.<br>\nN&ouml;tig werden in solchen Situationen dann Redispatch-Ma&szlig;nahmen, um die Versorgung und die Netzstabilit&auml;t zu gew&auml;hrleisten. TransnetBW bew&auml;ltigte das Verfahren, das keineswegs ungew&ouml;hnlich ist, mit einem Mix aus Markt- und Reservekraftwerken sowie Stromimporten aus dem Ausland &ndash; wie viel Strom genau aus dem Ausland bezogen wurde, will das Unternehmen am heutigen Montag mitteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Viel-Windstrom-im-Norden-fuehrt-in-Baden-Wuerttemberg-zu-Stromsparaufrufen-7459659.html%20\">Heise Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Drohende Stromausf&auml;lle: Bundesnetzagentur will Laden von E-Autos beschr&auml;nken<\/strong><br>\nEigentlich sollten E-Autos und W&auml;rmepumpen einen ganz erheblichen Teil zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen. Doch jetzt werden die gefeierten Heilsbringer zur Bedrohung der Infrastruktur und k&ouml;nnten das Stromnetz &uuml;berlasten. Davor warnt Klaus M&uuml;ller, Chef der Bundesnetzagentur in Bonn, die Verbraucher, wie kreiszeitung.de berichtet. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Wenn weiter so viele neue W&auml;rmepumpen und Ladestationen installiert werden, dann sind lokale Strom-Ausf&auml;lle im Verteilnetz zu bef&uuml;rchten, falls wir nicht handeln&ldquo;, sagte M&uuml;ller der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Er soll bereits durch Wirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) damit beauftragt worden sein, sich diesem Problem anzunehmen, hei&szlig;t es in dem Bericht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/verbraucher\/drohende-stromausfaelle-bundesnetzagentur-laden-e-autos-beschraenken-nds-92028455.html\">Merkur.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ach was, wer konnte denn so etwas ahnen? Elektroger&auml;te &ndash; ebenso Prozesse der Digitalisierung &ndash; verbrauchen tats&auml;chlich Energie, was bereits in der Schule gelernt werden kann. Gr&uuml;ne Ideologie sowie die Absichten und Pl&auml;ne insbesondere aus dem Hause des Bundesministeriums f&uuml;r Wirtschaft und Klimaschutz treffen &ndash; mal wieder &ndash; auf die Realit&auml;t. M&ouml;gliche Folge: <a href=\"https:\/\/www.adac.de\/rund-ums-fahrzeug\/elektromobilitaet\/kaufen\/foerderung-elektroautos\/\">Erst werden die E-Autos vom Staat gef&ouml;rdert<\/a>, demn&auml;chst m&uuml;ssen die K&auml;ufer wohl laufen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>In W&uuml;rde w&uuml;hlen<\/strong><br>\nNa, wer sagts denn: Die Gr&uuml;nen und die Liberalen haben ja doch ein Herz! Auch sie haben nun soziale Themen im Fokus: Containern, also im Abfall von Superm&auml;rkten zu w&uuml;hlen, soll n&auml;mlich laut beiden Parteien endlich straffrei werden. Mehr Weggeschmissenes f&uuml;r alle, die sich nicht mehr leisten k&ouml;nnen!<br>\nEndlich mal eine richtig gute Nachricht: Die kleinen Ampelm&auml;nnchen sind sich einig &ndash; FDP und Gr&uuml;ne wollen das Containern straffrei stellen. Wer k&uuml;nftig im M&uuml;ll anderer Leute oder Superm&auml;rkte buddelt, soll keine Strafe mehr f&uuml;rchten m&uuml;ssen. Es sei denn, es liegt ein Hausfriedensbruch vor. Bislang wurden Menschen, die sich weggeschmissene Lebensmittel aneigneten, strafrechtlich verfolgt. Aber die gute Menschen der Ampelkoalition m&ouml;chten in keinem Staat mehr leben, in dem nicht jeder straffrei an Weggeschmissenes kommt. So viel soziales Gewissen haben sie dann doch.<br>\nNat&uuml;rlich verweist man auf die Lebensmittelverschwendung, der man so entgegentreten w&uuml;rde. Warum gute Lebensmittel nicht denen ohne Strafe zukommen lassen, die sie brauchen k&ouml;nnen? Das ist Sozialstaat 3.0: Nach der Armenspeisung, die wir heute Tafel nennen, jetzt der M&uuml;llcontainer. Ganz pragmatisch und liberal. Was sich hier zeigt ist der sattgefressene Pragmatismus von Leuten, die es als soziale Errungenschaft sehen, einem Obdachlosen eine Pfanddose zu &uuml;berlassen &ndash; und die sich daf&uuml;r feiern lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2023\/01\/in-wuerde-wuehlen\/%20\">neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Nachbarn im Herzen&ldquo;<\/strong><br>\nDie Bundesregierung unternimmt zum wiederholten Mal einen Anlauf, um ihren schrumpfenden Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent zu konsolidieren. Ende vergangener Woche hielt sich Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock gemeinsam mit ihrer franz&ouml;sischen Amtskollegin Catherine Colonna in &Auml;thiopien auf, um die Wiederann&auml;herung an das Land voranzutreiben. Berlin hatte sich &ndash; im Verbund mit den anderen westlichen Staaten &ndash; w&auml;hrend des Krieges im Norden &Auml;thiopiens offen gegen Addis Abeba gestellt und sucht nach Abschluss der Friedensvereinbarungen, die von der Afrikanischen Union erzielt worden waren, seine Position in der &auml;thiopischen Hauptstadt wieder zu verbessern. Baerbock erkl&auml;rt &Auml;thiopien nun zum &bdquo;Nachbarn im Herzen&ldquo;, das Deutschland heute &bdquo;als Freund, nicht als Absatzmarkt&ldquo; betrachte. Die grotesken &Auml;u&szlig;erungen gehen mit dem Versuch einher, mit Hilfe einer ukrainischen Getreidespende einen Keil zwischen &Auml;thiopien und Russland zu treiben. Addis Abeba kooperiert nicht nur seit Jahren eng mit Beijing; es hat w&auml;hrend des Kriegs auch seine Beziehungen zu Moskau sp&uuml;rbar intensiviert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9132\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das Trauma von 1948<\/strong><br>\nWie sich pal&auml;stinensische und j&uuml;dische Israelis an die Nakba erinnern<br>\nEs gab eine Zeit frischer, klarer Erinnerung, so klar wie der Himmel des Wintertags in der Novelle &bdquo;Ein arabisches Dorf&ldquo;. Sie erschien in Israel 1949, kaum ein Jahr nach der Staatsgr&uuml;ndung.<br>\nAusz&uuml;ge: &bdquo;Wir sind gekommen und haben geschossen, niedergebrannt, gesprengt, verdr&auml;ngt, vertrieben und verbannt. Wagen, Transporte. Woran erinnert dich das&nbsp;&hellip; Juden werden umgebracht. Europa. Jetzt sind wir die Herren. &ndash; Mit Hurra werden wir Wohnraum schaffen und Einwanderer eingliedern. Man wird die Felder pfl&uuml;gen und s&auml;en und abernten, ja wird Gro&szlig;es leisten. Es lebe das hebr&auml;ische Chisa! Wer w&uuml;rde noch auf den Gedanken kommen, dass es einmal ein Chirbet Chisa gegeben hat, dass wir vertrieben und auch geerbt haben. &ndash; Meine Eingeweide schrien. L&uuml;ge schrie es in mir. Noch nie hat ein Maschinengewehr, Marke Spandau, irgendein Recht geschaffen. &ndash; In meinem Inneren st&uuml;rzte etwas mit bet&auml;ubender Wucht zusammen.&ldquo;1<br>\nEin schmales B&uuml;chlein, geschrieben aus Sicht eines jungen Beteiligten an den Ereignissen des Jahres 1948. Der Verfasser S. Yishar, eigentlich Yiz&shy;har Smilanski, war kein Au&szlig;enseiter; als preisgekr&ouml;nter Schriftsteller geh&ouml;rte er sp&auml;ter lange der Knesset an. Anspielungen auf den Holocaust, auf die Verflochtenheit von Genozid, Staatsgr&uuml;ndung und der Entwurzelung eines anderen Volks fanden sich damals bei einer Reihe von Dichtern und Poeten, der Prominenteste war Abba Kovner, polnischer Partisan, Schoah-&Uuml;berlebender, sp&auml;ter Zeuge im Eichmann-Prozess.2 Und vereinzelt weigerten sich j&uuml;dische Ank&ouml;mmlinge aus Europa, &Uuml;berlebende auch sie, in H&auml;user zu ziehen, wo die Teller jener anderen Geflohenen noch auf dem Tisch standen.<br>\nZu wissen, dass es in Israel eine Zeit gab, in der klar und humanistisch die eigene Beteiligung am Inhumanen benannt wurde, war mir eine Hilfe, als ich mich auf die Suche nach verscharrter Erinnerung und verscharrter Humanit&auml;t machte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5906053\">LMd<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.:<\/strong> Fundiert und sensibel beschreibt Charlotte Wiedemann. Man erf&auml;hrt anhand plastischer Beispiele, wie der j&uuml;disch-israelische Mainstream daran arbeitet, &uuml;ber Details der pal&auml;stinensischen Trag&ouml;die unwissend zu bleiben &ndash; &ldquo;erworbene Blindheit&rdquo; nennen dies einige Wissenschaftler. Und wie die Nachfahren Vertriebener pal&auml;stinensischer D&ouml;rfer ihre Erinnerung hochhalten. Ein wirklich bewegender, hochaktueller Artikel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Mord an General Soleimani &ndash; Z&uuml;ndung f&uuml;r die multipolare Weltordnung<\/strong><br>\nFlughafen Bagdad, 3. Januar 2020, 00:52 Uhr Ortszeit. Die Ermordung von General Qassem Soleimani, Kommandeur der Quds-Truppen des Korps der&nbsp;Iranischen Revolutionsgarde (IRGC), zusammen mit Abu Mahdi al-Muhandis, dem stellvertretenden Kommandeur der irakischen Haschd al-Schaabi, durch lasergelenkte AGM-114-Hellfire-Raketen, die von zwei MQ-9-Reaper-Drohnen abgefeuert wurden, war tats&auml;chlich weniger eine Kriegshandlung als ein Mord.<br>\nDer Drohnenangriff auf den Flughafen von Bagdad, der direkt vom Entertainer\/Unternehmer Donald Trump genehmigt wurde, der damals den Hegemon regierte, stellte einen imperialen Akt dar &ndash; konzipiert als krasse Provokation, um eine iranische Reaktion hervorzurufen, der man dann mit dem Vorwand der &ldquo;Selbstverteidigung&rdquo; begegnen konnte, verpackt als &ldquo;Abschreckung&rdquo;.<br>\nDas Sperrfeuer des westlichen Narrativs bezeichnete die Tat als &ldquo;gezielte T&ouml;tung&rdquo;: eine pr&auml;ventive Operation, mit der angebliche Pl&auml;ne von General Soleimani f&uuml;r &ldquo;bevorstehende Angriffe auf US-Diplomaten und -Truppen&rdquo; durchkreuzt wurden. Es wurden keinerlei Beweise vorgelegt, um diese Behauptung zu untermauern.<br>\nJeder, nicht nur entlang der Achse des Widerstands in Teheran, Bagdad, Damaskus und bei der Hisbollah, sondern im gesamten globalen S&uuml;den, war sich bewusst, dass General Soleimani von 2014 bis 2015 den Kampf gegen ISIS im Irak anf&uuml;hrte und dass er ma&szlig;geblich an der R&uuml;ckeroberung von Tikrit im Jahr 2015 beteiligt war. Das war seine wahre Rolle &ndash; er war ein wahrer Krieger des Krieges gegen den Terror, nicht des Krieges f&uuml;r den Terror. F&uuml;r das Imperium war es ein Gr&auml;uel, dass seine Aura sogar weit in die L&auml;nder des sunnitischen Islams hineinstrahlte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/159949-mord-am-iranischen-general-soleimani\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Linke Mythen &uuml;ber Lindners Aktienrente: Warum Linke die Aktienrente aus den falschen Gr&uuml;nden verteufeln<\/strong><br>\nChristian Lindner bekommt seinen Wunsch erf&uuml;llt. Der Staat geht dieses Jahr mit zehn Milliarden Euro an die B&ouml;rse. Wie das geht? Der Finanzminister verkauft Staatsanleihen im gleichen Wert und l&auml;sst das Geld von der &ouml;ffentlich-rechtlichen Stiftung KenFo anlegen. Nicht Lindner bestimmt also, wie angelegt wird, sondern die Stiftung. Lindner gibt aber die Regeln vor: Aktien sollen erlaubt sein und Nachhaltigkeitskriterien eine Rolle spielen. Das Risiko f&uuml;r eventuelle Verluste tr&auml;gt der Bund, versichert Lindner, als er sein Konzept vorstellt. [&hellip;]<br>\nWeder Liberale noch Linke sind mit der Aktienrente gl&uuml;cklich. Liberalen geht sie nicht weit genug, Linken hingegen geht sie schon l&auml;ngst zu weit.<br>\nMit der Aktienrente aus dem FDP-Wahlprogramm hat das, was Lindner angek&uuml;ndigt hat, auch nicht mehr viel zu tun. Die FDP wollte, dass sich die B&uuml;rger direkt mit einem Teil ihrer eigenen Rentenbeitr&auml;ge am Kapitalmarkt beteiligen und so von den Renditen profitieren k&ouml;nnen. &raquo;Echtes Eigentum f&uuml;r die Altersvorsorge&laquo; lautete der Plan, Schweden war das gro&szlig;e Vorbild. Davon ist nichts &uuml;brig. Vorerst zumindest. Arbeitsminister Hubertus Heil, der formal f&uuml;r die Rente verantwortlich ist, stellt klar: &raquo;Mir ist wichtig zu sagen: Wir legen keine Sozialversicherungsbeitr&auml;ge an.&laquo; Die Aktienrente ist eigentlich keine mehr. Deshalb versucht sich Lindner auch im Namenswechsel &ndash; &raquo;Generationenkapital&laquo; nennt er es jetzt.<br>\nWas die FDPler vermissen, sehen einige Linke schon als Problem. Allerdings h&auml;ufig aus den falschen Gr&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mauricehoefgen.substack.com\/p\/aktienrente-lindner-linke-fdp-rente\">Maurice H&ouml;fgen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ausbeutung am Limit: Superreiche als Krisengewinner<\/strong><br>\nEs ist mal wieder Weltwirtschaftsforum &ndash; und damit auch Zeit f&uuml;r die routinegem&auml;&szlig;e Vorlage eines Oxfam-Berichts zur sozialen Ungleichheit auf der Welt, der wieder einmal anhand drastischer Zahlen zeigt, dass die Wohlstandsverteilung noch polarisierter ist als im Jahr zuvor. &raquo;Die Reichen werden immer reicher; die Armen immer &auml;rmer&laquo;, &ndash; eine Aussage, die seit Jahrzehnten g&uuml;ltig ist. Und im Zeitalter des multiplen Dauerkrisenkapitalismus nimmt die Ungleichheit immer rasanter zu. Die Krisen werden nicht nur h&auml;ufiger, sondern auch heftiger, und immer sind es die Schwachen, die die Zeche zahlen, w&auml;hrend sich die Starken schamlos weiter bereichern. Diesmal liest sich der Oxfam-Report so: Seit 2020 hat das reichste Prozent der Weltbev&ouml;lkerung rund zwei Drittel des globalen Verm&ouml;genszuwachses kassiert (63 Prozent). Derweil leben 1,7 Milliarden Besch&auml;ftigte in L&auml;ndern, in denen die Lohnentwicklung die Inflation nicht ausgleicht, die L&ouml;hne also schrumpfen. Der Schuldendienst der &auml;rmsten L&auml;nder &uuml;bersteigt deren Gesundheitsausgaben um das Vierfache. Und 828 Millionen Menschen &ndash; zehn Prozent der Weltbev&ouml;lkerung &ndash; leiden an Hunger. Besonders fette Profite haben derweil die internationalen Energie- und Lebensmittelkonzerne gemacht, woran sich sehr sch&ouml;n zeigen l&auml;sst, wie im Rahmen der kapitalistischen Weltordnung das Leid des einen der Profit des anderen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/442777.ausbeutung-am-limit.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die bittere Bilanz der EU-Sanktionen<\/strong><br>\nDie Sanktionen wirken, Russland verliert den Krieg &ndash; oder mindestens den Energiekrieg! Wie oft haben wir das im vergangenen Jahr geh&ouml;rt? Nun liegen erste Zahlen aus 2022 vor &ndash; die Bilanz f&auml;llt bitter aus.<br>\nErst sollten sie den Krieg verhindern. Dann sollten &ldquo;Russland ruinieren&rdquo;. Kurz darauf hie&szlig; es, die Sanktionen w&uuml;rden &ldquo;Putins Kriegskasse&rdquo; leeren und den Krieg schnell beenden. Neunmal wurde dies im vergangenen Jahr von EU-Verantwortlichen verk&uuml;ndet &ndash; bei jedem der neun Sanktionspakete.<br>\nKein einziges Ziel wurde erreicht. Putin wurde nicht von der Invasion abgeschreckt, Russland wurde nicht ruiniert, die &ldquo;Kriegskasse&rdquo; wurde nicht geleert &ndash; und der Krieg wurde nicht beendet. Im Gegenteil: Auf dem H&ouml;hepunkt der Sanktionswelle im Herbst ist er immer mehr eskaliert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/die-verheerende-bilanz-der-eu-sanktionen\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Emmanuel Todd: Der Dritte Weltkrieg hat bereits begonnen<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Historiker Emmanuel Todd, der dem Niedergang der USA bereits 2002 ein Buch gewidmet hatte, sieht diese unter Zeitdruck. In einem Interview mit der Zeitung Le Figaro sagte Todd: &ldquo;Biden muss sich jetzt beeilen. Amerika ist zerbrechlich, und der Widerstand der russischen Wirtschaft schiebt das imperiale System der USA auf den Abgrund zu.&rdquo; Den schwindenden Einfluss auf der Welt versuchten sie auszugleichen, indem sie ihre &ldquo;urspr&uuml;nglichen Protektorate&rdquo; st&auml;rker unter Druck setzten:<br>\n&ldquo;Wenn die russische Wirtschaft langfristig den Sanktionen widersteht und es ihr gelingt, die europ&auml;ische Wirtschaft auszubluten und mit chinesischer Unterst&uuml;tzung zu &uuml;berleben, dann wird die monet&auml;re Kontrolle der USA &uuml;ber die Welt zusammenbrechen und mit ihr die M&ouml;glichkeit der USA, ihr ungeheures Handelsdefizit f&uuml;r beinahe nichts zu finanzieren. Dieser Krieg ist f&uuml;r die USA existenziell.&rdquo;<br>\nTodd ist &uuml;berzeugt, dass der Dritte Weltkrieg bereits begonnen hat:<br>\n&ldquo;Es ist offenkundig, dass der Konflikt, urspr&uuml;nglich ein begrenzter Territorialkrieg, sich zu einer globalen wirtschaftlichen Konfrontation zwischen dem ganzen Westen auf der einen und Russland, unterst&uuml;tzt von China, auf der anderen [Seite] entwickelt hat, ein Weltkrieg geworden ist.&rdquo;<br>\nEr wagt sogar eine Zeitprognose und spricht von f&uuml;nf Jahren. Nachdem Todd schon in seinem Buch von 2002 den Europ&auml;ern geraten hatte, auf Abstand zu den Vereinigten Staaten zu gehen, aber genau das Gegenteil erfolgt ist, sieht er die Lage f&uuml;r Europa pessimistisch. &ldquo;Wir z&auml;hlen die Quadratkilometer, die die Ukrainer eingenommen haben, w&auml;hrend die Russen auf den Absturz der europ&auml;ischen Wirtschaften warten. Wir sind ihre Hauptfrontlinie.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/europa\/159875-emmanuel-todd-dritte-weltkrieg-hat\/%20\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Die Eliten haben entschieden: Europa zieht in den Krieg gegen Russland<\/strong><br>\nHat der Dritte Weltkrieg schon begonnen? Steht er unmittelbar bevor? Zwischen diesen zwei Standpunkten verl&auml;uft die aktuelle Debatte, an einen friedlichen Ausgang der Krise glaubt dagegen kaum noch jemand. Ein Beitrag aus russischer Sicht. (&hellip;)<br>\nEines Tages werden Geschichtsb&uuml;cher berichten, wie oft in den letzten Jahren die Pr&auml;sidenten und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten das Wort &ldquo;Krieg&rdquo; wiederholt haben. Nicht zuf&auml;llig nahm es Emmanuel Macron schon im Zusammenhang mit steigenden Coronavirus-Infektionen vor drei Jahren in den Mund. &ldquo;Wir befinden uns im Krieg&rdquo;, sagte er damals. Diese Worte verliehen ihm &ndash; selbst vor dem Hintergrund eines rein medizinischen Problems &ndash; eine noch nie dagewesene Autorit&auml;t und Macht, die Macron in vollem Umfang ausgenutzt hat.<br>\nNicht anders verhielt es sich im auf Demokratie und allerlei &ldquo;fortschrittliches Zeugs&rdquo; stolzen Deutschland. Wie auch in Rom, Madrid oder &uuml;berall sonst in der gesamten EU.<br>\nJeder Widerspruch gegen die Narrative der Beh&ouml;rden und des Mainstreams wurde unterdr&uuml;ckt, unter Einsatz einer Vielzahl von Mitteln. Diejenigen, die am hartn&auml;ckigsten ihre Ansichten vertraten und nicht mit den Machthabern &uuml;bereinstimmten, verloren Arbeitspl&auml;tze und Dienstgrade. Die Aufm&uuml;pfigen wurden unter vielf&auml;ltigen Vorw&auml;nden mit Repressionen &uuml;berzogen. Dabei waren es nicht einmal Revoluzzer und Systemfeinde: Es waren Professoren, medizinische Koryph&auml;en und bedeutende Virenspezialisten, darunter sogar ein Nobelpreistr&auml;ger, die pl&ouml;tzlich zu Auss&auml;tzigen erkl&auml;rt wurden.<br>\nDie &ldquo;COVID-19-Pandemie&rdquo; war ein gelungenes Experiment: Nachdem das europ&auml;ische Establishment Mittel der Unterdr&uuml;ckung erfolgreich getestet und alle Medienkan&auml;le off- und online &ldquo;auf Linie&rdquo; gebracht sind und gehorsam den von der Spitze geforderten Standpunkt verbreiten, braucht es &ouml;ffentlichen Widerspruch nicht mehr zu f&uuml;rchten. Entsprechend gleichg&uuml;ltig ist das Establishment gegen&uuml;ber Meinungsumfragen heute, wo Russland gegen die Globalisten einen Kampf um Leben und Tod f&uuml;hrt, weil es wei&szlig;, wie schnell und leicht der in der Europ&auml;ischen Union lebende einfache Mensch in beliebige Richtung &ldquo;propagierbar&rdquo; ist.<br>\nAuf jede kritische Frage reicht heute diese eine Antwort: &ldquo;Putin ist schuld.&rdquo; Mit Entscheidungen und Handlungen Russlands wird heute jedes rein innenpolitische Problem erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/international\/159877-eliten-haben-entschieden-europa-zieht\/\">Elena Karajewa in RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Neue Spionageschiffe: Teurer Auftrag trotz &ldquo;erheblicher Bedenken&rdquo;<\/strong><br>\nTrotz Warnungen des Bundesrechnungshofes hat der Bund nach Recherchen von WDR, NDR und SZ einen Zwei-Milliarden-Auftrag ohne detaillierte Leistungsbeschreibung vergeben. Nun droht eine Kostenexplosion. Nutznie&szlig;er ist einmal mehr eine Bremer Werft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/spionageschiffe-ruestung-bundesrechnungshof-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Diskussion um Gewaltvorw&uuml;rfe in L&uuml;tzerath<\/strong><br>\nDie Veranstalter der Demo und Sprecher der L&uuml;tzerather Aktivisten warfen hingegen der Polizei Gewaltexzesse vor. Bei der Gro&szlig;demonstration am Samstag seien Menschen &ldquo;mit purer Gewalt&rdquo; aufgehalten worden, sagte Indigo Drau von der Initiative &ldquo;L&uuml;tzerath lebt&rdquo;. Eine Sprecherin des Sanit&auml;tsdienstes der Demonstranten sagte, Beamte h&auml;tten &ldquo;hemmungslos&rdquo; auf Demonstrierende eingepr&uuml;gelt. Die Polizei habe &ldquo;systematisch auf den Kopf von Aktivistinnen und Aktivisten geschlagen&rdquo;.<br>\nVon den Aktivisten wurde die Zahl der Verletzten seit Beginn der Polizeiaktionen auf rund 300 gesch&auml;tzt. Es habe zahlreiche lebensbedrohliche Situationen gegeben. Einen genauen &Uuml;berblick habe man sich noch nicht verschaffen k&ouml;nnen. Allein am Samstag seien aber &ldquo;mindestens 90 Personen&rdquo; verletzt worden, sagt Bente Opitz, Sprecherin von &ldquo;L&uuml;tzerath lebt&rdquo;.<br>\nDie Polizei nannte keine Zahl verletzter Demonstranten und Aktivisten, best&auml;tigte aber, dass am Samstag neun Demonstranten mit Rettungswagen in Krankenh&auml;user gebracht worden seien. Lebensgefahr habe nicht bestanden. Zur Verifizierung hat der WDR vier angrenzende Krankenh&auml;user kontaktiert. Eine Best&auml;tigung, dass dort lebensgef&auml;hrlich verletzte Demonstrierende eingeliefert wurden, gab es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/gewalt-raeumung-luetzerath-100.html\">WDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Talkshows dienten einst der Show und der Meinungsbildung. Sp&auml;testens seit der Fl&uuml;chtlingskrise geht es meist um die richtige Haltung, wie bei Anne Will<\/strong><br>\nNach Frank Plasberg h&ouml;rt auch Anne Will als Talkmasterin auf. Wenn die deutschen Talkshows im &ouml;ffentlichrechtlichen Fernsehen relevant bleiben wollen, braucht es wieder mehr geistige Offenheit. [&hellip;]<br>\nTalkshows in den quotenstarken Fernsehsendern funktionieren wie die Musikauswahl popul&auml;rer Radiosender: Die Zuschauer wollen die immer gleichen G&auml;ste sehen und h&ouml;ren, weil sie sich mehrheitlich nicht f&uuml;r neue K&ouml;pfe interessieren. Das j&uuml;ngste Beispiel bot in der Pandemie der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Viele schalteten ein, weil sie ihn f&uuml;r einen Experten hielten. Andere betrachteten ihn wie einen Unfall, wo man einfach nicht wegsehen konnte. So wurde Lauterbach zum Gl&uuml;cksfall f&uuml;r die Talkshow-Redaktionen, keineswegs nur f&uuml;r Markus Lanz im ZDF. [&hellip;]<br>\nAm vergangenen Freitag k&uuml;ndigte Anne Will die Einstellung ihrer Talkshow zum Ende dieses Jahres an. In den vergangenen Jahren hat sie bei ihrer G&auml;steauswahl mehr &laquo;Haltung&raquo; demonstriert als journalistischen Ehrgeiz bewiesen. So lud sie in ihrer letzten Sendung vor Weihnachten zu dem Thema &laquo;Razzia bei &lsaquo;Reichsb&uuml;rgern&rsaquo; &ndash; Wie gross ist die Terrorgefahr durch Staatsfeinde?&raquo; f&uuml;nf G&auml;ste ein, deren Positionen sich bei der Bewertung dieses Risikopotenzials nur in Nuancen unterschieden. Daf&uuml;r hatte sie jeweils den besten Sendeplatz im deutschen Fernsehen nach dem sonnt&auml;glichen &laquo;Tatort&raquo;, der vor allem in der Baby-Boomer-Generation zuverl&auml;ssige Einschaltquoten garantiert.<br>\nNach dem R&uuml;ckzug von Frank Plasberg bei &laquo;Hart aber fair&raquo; ist es der zweite Wechsel im Talkshow-Angebot der ARD. Man wird sehen, ob die Nachfolger dieser Journalisten-Generation mehr zu bieten haben, als ihren Kampf um Deutungshoheit einem immer kleiner und &auml;lter werdenden Publikum zu vermitteln. Daf&uuml;r braucht niemand die einmal als &laquo;Demokratieabgabe&raquo; titulierten Rundfunkgeb&uuml;hren. F&uuml;r eine &laquo;Meinungsbildungsabgabe&raquo; k&ouml;nnte es dagegen selbst in unserem fragmentierten Mediensystem weiterhin einen Bedarf geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/deutsche-talkshows-seit-der-fluechtlingskrise-geht-es-mehr-um-haltung-als-meinungsbildung-ld.1721120\">Frank L&uuml;bberding in der NZZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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