{"id":92629,"date":"2023-01-18T08:43:05","date_gmt":"2023-01-18T07:43:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92629"},"modified":"2023-01-18T08:43:05","modified_gmt":"2023-01-18T07:43:05","slug":"hinweise-des-tages-4277","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92629","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92629#h01\">Mehr M&auml;nner im Kabinett &ndash; SPD-Chef Klingbeil verteidigt Pistorius-Wahl: Debatte &uuml;ber Geschlechterparit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92629#h02\">Deutsche Panzer gegen Russland? Die USA wollen Deutschland ins Feuer schicken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92629#h03\">Das Sondertribunal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92629#h04\">Ausblick f&uuml;r die Ukraine 2023<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92629#h05\">&ldquo;Der kriegerische Neoliberalismus er&ouml;ffnet keine Perspektive&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92629#h06\">Das WEF-Treffen in Davos zeigt die Frontlinie im Krieg der Systeme auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92629#h07\">Abschaffung Solidarit&auml;tszuschlag: Muster-Million&auml;r spart j&auml;hrlich rund 10.000 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92629#h08\">Bieterwettbewerb bei Ford: IG Metall bot 18 Prozent Lohnsenkung in allen deutschen Werken an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92629#h09\">&raquo;Frankreich wird stillstehen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92629#h10\">&raquo;Wir wollten Geisel Nachhilfe geben&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92629#h11\">Bolsonaro-Anh&auml;nger greife die brasilianische Regierung an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92629#h12\">Beschwerde gegen Boluartes Kabinett wegen Repression eingereicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92629#h13\">Nur wenn Japan den Frieden anstrebt, kann es aus dem Schatten des Zweiten Weltkriegs heraustreten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mehr M&auml;nner im Kabinett &ndash; SPD-Chef Klingbeil verteidigt Pistorius-Wahl: Debatte &uuml;ber Geschlechterparit&auml;t<\/strong><br>\nEin parit&auml;tisch besetztes Kabinett &ndash; das war ein Versprechen von Kanzler Scholz. Nun verschiebt sich das Verh&auml;ltnis mit dem neuen Verteidigungsminister Boris Pistorius zugunsten der M&auml;nner. Die SPD wiegelt ab.<br>\nBoris Pistorius wird neuer Verteidigungsminister &ndash; und mit ihm vergr&ouml;&szlig;ert sich der Anteil von M&auml;nnern im Kabinett von Bundeskanzler Olaf Scholz: K&uuml;nftig werden die 16 Ministerien von neun M&auml;nnern und sieben Frauen geleitet. SPD-Chef Lars Klingbeil hat nun die Abkehr von der einst versprochenen Parit&auml;t mit der Wichtigkeit der Personalie Pistorius erkl&auml;rt<br>\n&raquo;Wir hatten jetzt in den vergangenen Tagen in einer konkreten Personalfrage zu entscheiden&laquo;, sagte Klingbeil vor einer Klausur der bayerischen SPD-Landtagsfraktion. &raquo;Und Boris Pistorius ist der Richtige f&uuml;r diesen Job &ndash; und danach haben wir entschieden.&laquo; Gleichsam beteuerte Klingbeil, die Frage der Parit&auml;t sei dem Bundeskanzler und der SPD-Parteispitze wichtig.<br>\nPistorius werde zeigen, &raquo;dass er die Bundeswehr und die deutsche Sicherheitspolitik durch diese herausfordernde Phase der Zeitenwende gut f&uuml;hren kann&laquo;. Es gehe um die Frage, wie die Ukraine weiter unterst&uuml;tzt werden k&ouml;nne, wie die Bundeswehr reformiert und wie die Beschaffung bei der Truppe verbessert werde &ndash; damit die 100 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr schnell bei den Soldatinnen und Soldaten ankommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/lars-klingbeil-spd-chef-verteidigt-pistorius-wahl-streit-ueber-paritaet-a-60988834-ddb9-4259-80fa-b7706277d3da%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> W&auml;re es nicht sinnvoller dar&uuml;ber zu diskutieren, ob diese wahnsinnige Aufr&uuml;stung und die Lieferung von schwerem Kriegsger&auml;t an die Ukraine f&uuml;r insgesamt hunderte von Milliarden von Euro notwendig sind und was das bezwecken soll? Aber nein: Es gehe um die Frage, wie die Ukraine weiter unterst&uuml;tzt werden k&ouml;nne, wie die Bundeswehr reformiert und wie die Beschaffung bei der Truppe verbessert werde &ndash; damit die 100 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr schnell bei den Soldatinnen und Soldaten ankommen&hellip; Der neue Kriegsminister muss nur sicherstellen, dass das Geld weiter verbraten und die Kriegstreiberei weitergef&uuml;hrt wird. Das qualifiziert ihn f&uuml;r den Posten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutsche Panzer gegen Russland? Die USA wollen Deutschland ins Feuer schicken<\/strong><br>\nDie Diskussion um die Lieferung von &bdquo;Leopard&ldquo;-Kampfpanzern an die Ukraine nimmt in Deutschland gef&auml;hrlich an Fahrt auf. Die Bef&uuml;rworter solcher Lieferungen hoffen allen Ernstes auf einen Sieg der Ukraine im Krieg gegen Russland. Sie bedenken wenig, welche Wirkung die Entsendung deutscher Panzer in Russland haben wird. Denn die deutsche Geschichte spielt in dieser Debatte kaum eine Rolle. Dabei muss man kein Prophet sein, um die Reaktionen auf einen Einsatz deutscher Panzer gegen Russland in der dortigen &Ouml;ffentlichkeit abzusch&auml;tzen. Auch wenn die Ukraine das eiserne Kreuz an den deutschen Kampfpanzern &uuml;bermalen wird, stehen diese Waffen gerade f&uuml;r die vielen Russen, die Angeh&ouml;rige im Vernichtungs- und Kolonialkrieg der Wehrmacht verloren haben, f&uuml;r einen erneuten Feldzug Deutschlands gegen ihr Land. Kurz: Wer sich daf&uuml;r einsetzt, dass deutsche Panzer geliefert werden, der wird eine enorme Mobilisierung der russischen Gesellschaft f&uuml;r den Krieg gegen die Ukraine ernten. Berlin soll ins Feuer geschickt werden. Von derlei &Uuml;berlegungen unber&uuml;hrt gibt es mittlerweile eine ganze Phalanx von FDP &uuml;ber die Gr&uuml;nen bis zur Union, die sich ohne Wenn und Aber f&uuml;r die z&uuml;gige Lieferung von &bdquo;Leopard&ldquo;-Panzern einsetzt. Die deutsche Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock bem&uuml;hte sich sogar zu einem Frontbesuch nach Charkiw, um der Forderung danach Nachdruck zu leihen. Nur der Kanzler selbst und die SPD scheinen noch zu z&ouml;gern. Allerdings betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf M&uuml;tzenich bereits, dass die Entscheidung f&uuml;r die Lieferung offen sei, und erkl&auml;rte am 12. Januar: &bdquo;Es gibt keine roten Linien.&ldquo; FDP-Frontfrau Marie-Agnes Strack-Zimmermann schlug sogar vor, bereits vor der Lieferung der &bdquo;Leopard&ldquo; mit der Ausbildung ukrainischer Soldaten zu beginnen, wohl wissend, dass der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages einen m&ouml;glichen Kriegseintritt Deutschlands in der Kombination von Waffenlieferungen und Ausbildung gesehen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/ukraine-krieg-waffen-lieferung-leopard-gastbeitrag-bundestagsabgeordnete-sevim-dagdelen-die-linke-deutsche-panzer-gegen-russland-die-folge-waere-eine-eskalation-li.307422\">Sevim Dagdelen in Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>&raquo;Wir stehen vor dem dritten Weltkrieg&laquo;<\/strong><br>\nAm Sonnabend diskutierte junge Welt-Chefredakteur Stefan Huth mit Melina Deymann (DKP, UZ), Thilo Nicklas (IG BAU), Christin Bernhold (B&uuml;ndnis &raquo;Bildung ohne Bundeswehr&laquo;) und Sevim Dagdelen (MdB, Die Linke) zum Thema &raquo;K&auml;mpfen in der Krise. [&hellip;]<br>\nHuth: Einer Umfrage zufolge sollen sich 21 Prozent der Mitglieder der Linkspartei der Position anschlie&szlig;en k&ouml;nnen: Waffenlieferungen in die Ukraine, das geht klar. Welche Beobachtung machst du in der Partei, Sevim?<br>\nSevim Dagdelen: Ich distanziere mich ausdr&uuml;cklich von all jenen, die entgegen dem Programm der Linkspartei f&uuml;r Waffenlieferungen oder auch f&uuml;r Wirtschaftssanktionen sind&hellip; Wir stehen vor einem dritten Weltkrieg, wenn er nicht schon angefangen hat. Wir haben es mit einem Stellvertreterkrieg in der Ukraine zu tun: zwischen den NATO-Staaten, angef&uuml;hrt von den USA, auf der einen und Russland auf der anderen Seite. Und dieser Stellvertreterkrieg wird verkn&uuml;pft mit einem sozialen Krieg nach innen. Die Bundesregierung zeigt uns jeden Tag, dass Sozialabbau und Krieg zwei Seiten ein und derselben Medaille sind&hellip; Wir haben seit der Gr&uuml;ndung der Bundesrepublik 1949 die gr&ouml;&szlig;ten Reallohnverluste, die es jemals gab: knapp f&uuml;nf Prozent. Was hei&szlig;t das konkret? Das hei&szlig;t, dass jemand, der auf dem Niveau des Mindestlohns arbeitet, netto ungef&auml;hr einen ganzen Monatslohn weniger hat als im Jahr zuvor. Auf der anderen Seite fahren die Strom- und Energieunternehmen, die Mineral&ouml;lkonzerne Gewinne von sage und schreibe 113 Milliarden Euro ein&hellip; Das ist eine brutale Umverteilungspolitik, die hier vonstatten geht. Wenn dann aber die Gewerkschaftsspitzen oder Spitzenvertreter von Parteien sich zu den zentralen Fragen dieser Zeit &ndash; Waffenlieferungen und Sanktionen &ndash; nicht &auml;u&szlig;ern und meinen, ein bisschen Entlastung hier und da reiche aus, ohne die Frage der Waffenlieferungen zu thematisieren, muss man sich nicht wundern, wenn die Menschen nicht auf die Stra&szlig;e gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/442964.rlk-podiumsdiskussion-wir-stehen-vor-dem-dritten-weltkrieg.html\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Der Traum vom &raquo;Endsieg&laquo;<\/strong><br>\nZun&auml;chst geht es allerdings um Waffen, immer mehr Waffen, mit immer gr&ouml;&szlig;erer Schlagkraft, mit immer gr&ouml;&szlig;erer Reichweite. Und um mehr Munition, denn die verballert das ukrainische Milit&auml;r in einem Umfang, da&szlig; die Best&auml;nde der NATO bereits ziemlich leer sind. Die Anf&uuml;hrer der ukrainischen Kriegsmaschinerie predigen unisono, man wolle den Krieg bis zu einem Sieg &uuml;ber Ru&szlig;land f&uuml;hren, koste es, was es wolle. Und auch aus den Regierungsb&uuml;ros des &raquo;werteorientierten Westen&laquo; h&ouml;rt man genau diese T&ouml;ne. Zwar wird zuweilen auch das Unwort &raquo;Verhandlungen&laquo; erw&auml;hnt, aber dann hei&szlig;t es sofort, Gespr&auml;che k&ouml;nnten &raquo;nur zu den Bedingungen der Ukraine&laquo; gef&uuml;hrt werden. Die Tr&auml;ume vom &raquo;Endsieg&laquo; k&ouml;nnen uns alle teuer zu stehen kommen &ndash; und damit ist nicht nur gemeint, da&szlig; wir alle mit unseren Steuergeldern die Waffenlieferungen bezahlen. Und auch nicht, da&szlig; wir f&uuml;r den Wirtschaftskrieg gegen Ru&szlig;land immer h&ouml;here Preise f&uuml;r Energie, Rohstoffe, Lebensmittel und Dinge des t&auml;glichen Gebrauchs schultern sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1446585017511\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das Sondertribunal<\/strong><br>\nMit einem neu zu schaffenden Sondertribunal will Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock Russlands Krieg gegen die Ukraine aburteilen lassen. Das Sondertribunal soll nach ukrainischem Recht vorgehen, das das F&uuml;hren von Angriffskriegen mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft. Es soll allerdings au&szlig;erhalb der Ukraine angesiedelt werden und mit international ausgew&auml;hltem Personal besetzt werden; als ein m&ouml;glicher Standort ist Den Haag im Gespr&auml;ch. Dort f&uuml;hrte Baerbock Anfang dieser Woche Gespr&auml;che &uuml;ber das Vorhaben. Eine Klage vor dem Internationalen Strafgerichtshof gilt als wenig aussichtsreich: Dort haben die westlichen M&auml;chte, um nicht selbst verurteilt zu werden, die formalen Voraussetzungen f&uuml;r die Aburteilung eines Angriffskrieges, wie es in Berichten hei&szlig;t, allzu &bdquo;eng formuliert&ldquo;. Tats&auml;chlich ist eine Verurteilung von Russlands &Uuml;berfall auf die Ukraine unter den Bedingungen des &ndash; f&uuml;r s&auml;mtliche Staaten gleicherma&szlig;en geltenden &ndash; internationalen Rechts im Prinzip undenkbar, solange westliche Angriffskriege straflos bleiben. Letzteres gilt insbesondere f&uuml;r die Kriege gegen Jugoslawien (1999), den Irak (2003) und Libyen (2011). [&hellip;]<br>\nF&uuml;r keinen der drei gro&szlig;en v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriege, die die M&auml;chte Europas und die Vereinigten Staaten im vergangenen Vierteljahrhundert angezettelt haben, ist jemals auch nur irgendjemand zur Rechenschaft gezogen worden. Sogar nachgewiesene Kriegsverbrechen bleiben in aller Regel straflos &ndash; im Gegensatz zu Journalisten bzw. Whistleblowern, die Kriegsverbrechen aufdecken; bekanntestes Beispiel ist Julian Assange. Die USA haben zeitweise sogar Sanktionen gegen die Chefankl&auml;gerin am Internationalen Strafgerichtshof, Fatou Bensouda, verh&auml;ngt: Sie wollte mutma&szlig;liche US-Kriegsverbrechen in Afghanistan untersuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9135%20\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu: <strong>Rache statt V&ouml;lkerrecht<\/strong><br>\nDie deutsche Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock wirbt f&uuml;r ein &raquo;Sondertribunal&laquo;, das die gesamte politische und milit&auml;rische F&uuml;hrung Russlands einschlie&szlig;lich des Pr&auml;sidenten Wladimir Putin aburteilen soll. Zu diesem Zweck war Baerbock am Montag im niederl&auml;ndischen Den Haag, wo der Internationale Strafgerichtshof &ndash; englisch abgek&uuml;rzt: ICC &ndash; seinen Sitz hat, hatte separate Treffen mit dessen Pr&auml;sidenten Piotr Hofmanski und dem Chefankl&auml;ger Karim Khan. Au&szlig;erdem hielt sie einen langen Vortrag vor der Haager Akademie f&uuml;r V&ouml;lkerrecht. Ganz neu ist die Idee des &raquo;Sondertribunals&laquo;, das unabh&auml;ngig vom ICC agieren, aber sich dessen Autorit&auml;t zunutze machen soll, nicht. Die deutsche Pr&auml;sidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, hatte schon am 30. November vergangenen Jahres die Einsetzung eines &raquo;von den Vereinten Nationen unterst&uuml;tzten Sondergerichts&laquo; gefordert, &raquo;um Russlands Aggressionsverbrechen zu untersuchen und strafrechtlich zu verfolgen&laquo;. Baerbock kommt lediglich das fragw&uuml;rdige Verdienst zu, diese Idee in ihrem Vortrag ein wenig pr&auml;zisiert und ausf&uuml;hrlich begr&uuml;ndet zu haben. Chefankl&auml;ger Khan hat dieser Forderung schon am 5. Dezember ausdr&uuml;cklich widersprochen und vor einer &raquo;Fragmentierung&laquo; der internationalen Rechtsprechung gewarnt. In ihrer Ansprache in der Akademie f&uuml;r V&ouml;lkerrecht am Montag begr&uuml;ndete Baerbock die Notwendigkeit eines &raquo;Sondertribunals&laquo; damit, dass der ICC zum Anklagepunkt &raquo;Aggression&laquo; nur gegen Staaten verhandeln k&ouml;nne, die das Statut des Gerichts unterschrieben und ratifiziert h&auml;tten. Das haben bisher nur 123 der 193 Mitglieder der UNO getan. Russland und die Ukraine geh&ouml;ren dazu ebenso wenig wie beispielsweise die USA oder China. Da es aber nicht angehe, &raquo;Putins Angriffskrieg&laquo; ungestraft zu lassen, brauche es ein &raquo;neues Format&laquo;, ein neu zu schaffendes Gericht mit eigenen Regeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/443008.konflikt-um-ukraine-rache-statt-v%C3%B6lkerrecht.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ausblick f&uuml;r die Ukraine 2023<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nW&auml;hrend sich der Staub auf dem Schlachtfeld legt, zeichnet sich ein Muster in Bezug auf die strategische Vision hinter Russlands Entscheidung, in die Ukraine einzumarschieren, ab. W&auml;hrend der westliche Mainstream die russische Aktion weiterhin als einen &uuml;berst&uuml;rzten Akt unprovozierter Aggression darstellt, hat sich ein Muster von Fakten herauskristallisiert, das darauf hindeutet, dass das russische Argument der pr&auml;ventiven kollektiven Selbstverteidigung gem&auml;&szlig; Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen durchaus seine Berechtigung haben k&ouml;nnte.<br>\nJ&uuml;ngste Eingest&auml;ndnisse der f&uuml;r die Verabschiedung der Minsker Vereinbarungen von 2014 und 2015 verantwortlichen Personen (der ehemalige ukrainische Pr&auml;sident Petro Poroschenko, der ehemalige franz&ouml;sische Pr&auml;sident Francois Hollande und die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel) zeigen, dass das Ziel der Minsker Vereinbarungen zur F&ouml;rderung einer friedlichen L&ouml;sung des Konflikts im Donbass zwischen der ukrainischen Regierung und den prorussischen Separatisten nach 2014 eine L&uuml;ge war. [&hellip;]<br>\nEinfach ausgedr&uuml;ckt: Die russische Diplomatie war auf Konfliktvermeidung ausgerichtet. Das Gleiche kann man weder von der Ukraine noch von ihren westlichen Partnern sagen, die eine Politik der NATO-Erweiterung in Verbindung mit der L&ouml;sung der Donbass-\/Krim-Krise mit milit&auml;rischen Mitteln verfolgten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2023\/01\/11\/scott-ritter-2023-outlook-for-ukraine\/\">Scott Ritter auf Consortium News<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>&ldquo;Nicht am Blut der anderen verdienen&rdquo;: Wiktor Medwedtschuk analysiert den Ukraine-Konflikt<\/strong><br>\nDer ukrainische Oppositionspolitiker Wiktor Medwedtschuk kam durch einen Gefangenenaustausch im September 2022 frei und lebt jetzt im russischen Exil&hellip;<br>\nH&ouml;rt man vielen westlichen Politikern zu, so scheint es ganz unm&ouml;glich zu sein, den Sinn und die Mechanismen des Konflikts in der Ukraine zu begreifen. US-Pr&auml;sident Biden dementiert eine direkte Beteiligung amerikanischer Truppen an dem Konflikt, berichtet aber zugleich bei jeder Gelegenheit, dass die Vereinigten Staaten dorthin die Waffen f&uuml;r Milliarden von Dollar liefern. Wenn Milliarden f&uuml;r milit&auml;rische Zwecke in der Ukraine ausgegeben werden, so hei&szlig;t das, dass die ukrainischen Interessen f&uuml;r die USA eine &auml;u&szlig;erst wichtige Rolle spielen. Wenn aber die amerikanische Armee dort nicht k&auml;mpfen will, so sind sie vielleicht doch nicht so wichtig. Und was sind diese milliardenschweren Lieferungen? Unentgeltliche Hilfe? Gewinnbringende Gesch&auml;fte? Investitionen? Oder eine politische Kombination? Keine Antworten, lauter Nebel.<br>\nOder das j&uuml;ngste Gest&auml;ndnis der Ex-Bundeskanzlerin Merkel dar&uuml;ber, dass das Minsker Abkommen nur ein Versuch war, der Ukraine Zeit zu geben. Daraus folgt, dass niemand je Frieden schaffen wollte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meinungsfreiheit.rtde.life\/meinung\/160016-wiktor-medwedtschuk-analysiert-ukraine-konflikt\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Der kriegerische Neoliberalismus er&ouml;ffnet keine Perspektive&rdquo;<\/strong><br>\nGibt es noch linke Politiker und Gewerkschafter in der Ukraine &ndash; und wenn ja, was denken sie? Das linke Portal &ldquo;Analyse &amp; Kritik&rdquo; hat welche getroffen. Ihr Urteil f&auml;llt harsch aus.<br>\nZun&auml;chst konstatieren die Befragten &ndash; ein Eisenbahn-Gewerkschafter und ein Mitglied der linken Bewegung Socialnij Ruch &ndash; dass in der Ukraine keine normale politische Bet&auml;tigung mehr m&ouml;glich ist. Unter Kriegsrecht wurde die Opposition ausgeschaltet, Streiks sind verboten.<br>\nUm ihre Rechte zu verteidigen, setzen die Eisenbahn-Gewerkschafter die Direktion unter Druck: &ldquo;Wir drohen dem Management, wir haben unsere Methoden&rdquo;. Das klingt nach franz&ouml;sischen Verh&auml;ltnissen, ist unter Kriegsbedingungen aber nat&uuml;rlich viel schwieriger und gef&auml;hrlicher.<br>\nDabei ist die Eisenbahn eines der wenigen Unternehmen, das noch funktioniert. Doch die Arbeiter werden schlecht bezahlt. Das Arbeitslosengeld wurde auf 180 Euro im Monat gek&uuml;rzt. Kultureinrichtungen in Kiew werden geschlossen, Krankenschwestern werden nicht bezahlt.<br>\nDas meiste Geld geht in den Krieg. Doch &ldquo;der kriegerische Neoliberalismus er&ouml;ffnet keine Perspektive&rdquo;, so der linke Aktivist. &ldquo;Statt das Geld bei den Oligarchen zu holen, macht er unsere Gesellschaft schw&auml;cher und abh&auml;ngiger von den Nato-L&auml;ndern.&rdquo;<br>\nDeshalb w&uuml;rden es sich viele Ukrainer, die nach EUropa gefl&uuml;chtet sind, dreimal &uuml;berlegen, ob sie nach dem Krieg zur&uuml;ckkommen, um zu Dumpingl&ouml;hnen zu arbeiten. &ldquo;Viele werden versuchen, im Ausland zu bleiben&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/der-kriegerische-neoliberalismus-eroeffnet-keine-perspektive\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das WEF-Treffen in Davos zeigt die Frontlinie im Krieg der Systeme auf<\/strong><br>\nDie Teilnehmerliste des Treffens des Weltwirtschaftsforums in Davos zeigt, wo die Trennlinie im Kampf der Systeme um die neue Weltordnung verl&auml;uft. [&hellip;]<br>\nMan kann an der Liste deutlich erkennen, welche L&auml;nder faktisch unter der Kontrolle des WEF stehen und ihre Regierungsmitglieder dorthin schicken, von denen viele (bis hin zu Regierungschefs) die Programme des WEF durchlaufen, sich den Zielen des WEF von Klaus Schwab verschrieben haben und diesen Netzwerken des WEF ihre Karrieren verdanken.<br>\nUnd man kann anhand der Liste auch deutlich sehen, welche L&auml;nder dem Einfluss und den Zielen des WEF entgegenstehen, indem man nachschaut, aus welchen L&auml;ndern kein einziger Vertreter anreist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/wef-treffen-in-davos-zeigt-die-trennlinie-im-konflikt-der-systeme\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ursula von der Leyen in Davos: War da ein Elefant im Raum?<\/strong><br>\nEU-Pr&auml;sidentin Ursula von der Leyen hat beim Weltwirtschaftsforum auf Kritik an den USA verzichtet. Chinas Vizepr&auml;sident agierte dagegen mit Selbstbewusstsein.<br>\nDas Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos spiegelte am Dienstag die geopolitische Lage zwischen Europa und China. In ihren Reden pr&auml;sentierten die EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen und der chinesische Vizepremier Liu He die jeweilige Position im sich aktuell versch&auml;rfenden internationalen Kontext. W&auml;hrend von der Leyen immer wieder auf die Ukraine verwies und mehrfach die anwesende Ehefrau des Pr&auml;sidenten, Olena Selenska, direkt ansprach, erw&auml;hnte Liu He den Krieg in Europa mit keinem Wort.<br>\nIn beiden Reden wurde jedoch deutlich, dass die Beziehungen zu den USA pr&auml;gend sind f&uuml;r das jeweilige Selbstverst&auml;ndnis: Von der Leyen vermied jede Kritik an Washington. [&hellip;]<br>\nDer chinesische Vizepremier Liu He dagegen stellte sein Programm weniger im Hinblick auf politische Zusammenh&auml;nge vor, sondern suchte Davos als Forum zu nutzen, um vor allem gegen&uuml;ber den internationalen Investoren etwas Beruhigung hinsichtlich der Stabilit&auml;t Chinas zu vermitteln. [&hellip;]<br>\nEr sagte, dass eine &bdquo;Planwirtschaft unter keinen Umst&auml;nden&ldquo; geplant sei, vielmehr wolle man an der Errichtung einer &bdquo;sozialistischen Marktwirtschaft&ldquo; weiterarbeiten. Dies bedeute nicht &bdquo;Gleichmacherei&ldquo;. Es bedeute, dass zwar alle Chinesen gleiche Chancen haben sollen. Eine &bdquo;Garantie f&uuml;r ein gleiches Ergebnis f&uuml;r alle&ldquo; werde es jedoch nicht geben. Liu He warnte vor einem neuen &bdquo;Kalten Krieg&ldquo; und sagte, dass sich die Welt nur verbessern k&ouml;nne, wenn alle Staaten der Weltgemeinschaft am Ziel des &bdquo;gemeinsamen Wohlstands&ldquo; mitwirken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/ursula-von-der-leyen-in-davos-war-da-ein-elefant-im-raum-li.307970%20\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Gipfel schmilzt ab<\/strong><br>\nWeltwirtschaftsforum in Davos ohne Staats- und Regierungschefs der G7, au&szlig;er Olaf Scholz. &Auml;chtung Russlands bestimmt Debatten.<br>\nMit weiterhin hoher Beteiligung von Regierungsmitgliedern und Wirtschaftsbossen aus vielen L&auml;ndern, aber mit geringerer Pr&auml;senz au&szlig;ereurop&auml;ischer Spitzenprominenz, ist am Dienstag in Davos das diesj&auml;hrige Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum, WEF) offiziell er&ouml;ffnet worden. Zu den knapp 2.700 G&auml;sten, die WEF-Gr&uuml;nder Klaus Schwab seit Dienstag fr&uuml;h in den Schweizer Alpen begr&uuml;&szlig;en kann, z&auml;hlen 50 Staats- oder Regierungschefs, 56 Finanz- und 30 Handelsminister, 19 Notenbankchefs sowie mehr als 110 Milliard&auml;re. Die Regierungen der USA und Chinas aber, die noch vor wenigen Jahren zuweilen mit ihren Pr&auml;sidenten vertreten waren, haben dieses Jahr nur weniger einflussreiche Minister entsandt; von den Staats- und Regierungschefs der G7 hat nur Bundeskanzler Olaf Scholz sein Kommen zugesagt. Die russische Regierung nimmt ohnehin nicht teil. Eine klare Mehrheit der Regierungsmitglieder in Davos komme aus Europa, dies in einer Zeit, in der &raquo;die globale Macht von dem Kontinent wegsickert&laquo;, kommentierte die US-Nachrichtenplattform Axios. Politisch wurde der WEF-Auftakt von lautstarken westlichen Pl&auml;doyers zugunsten der Ukraine dominiert. EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen erkl&auml;rte, &raquo;Europa&laquo; werde &raquo;der Ukraine immer zur Seite stehen, so lange wie n&ouml;tig&laquo;. Zudem w&uuml;rden &raquo;russische Verbrechen nicht ungestraft bleiben&laquo;. Polens Pr&auml;sident Andrzej Duda forderte einmal mehr die Lieferung westlicher Kampfpanzer an die ukrainischen Streitkr&auml;fte; Litauens Pr&auml;sident Gitanas Nauseda &auml;u&szlig;erte sich &auml;hnlich. Olena Selenska, die Ehefrau des ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodimir Selenskij, die pers&ouml;nlich angereist war, warf den nichtwestlichen Anwesenden vor, nicht f&uuml;r Kiew Partei zu ergreifen: &raquo;Nicht alle von Ihnen nutzen den Einfluss, den Sie haben.&laquo; Ihr Ehemann wird morgen eine Ansprache halten &ndash; wohl virtuell. Er hat angek&uuml;ndigt, wie &uuml;blich umfassende Waffenlieferungen zu fordern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/442979.superreiche-unter-sich-gipfel-schmilzt-ab.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Abschaffung Solidarit&auml;tszuschlag: Muster-Million&auml;r spart j&auml;hrlich rund 10.000 Euro<\/strong><br>\nDurch den Wegfall des Zuschlags w&uuml;rden vor allem Menschen mit sehr hohen Einkommen entlastet. Unsere Beispielrechnung zeigt, dass die Abschaffung ein gro&szlig;er R&uuml;ckschritt bei der Steuergerechtigkeit w&auml;re.<br>\nSeit Anfang 2021 ist der Solidarit&auml;tszuschlag f&uuml;r rund 90 Prozent der Steuerzahler*innen entfallen. Rund 3,5 Prozent zahlen ihn noch teilweise. Aktuell wird die Erg&auml;nzungsabgabe nur auf hohe Einkommen erhoben. Zudem f&auml;llt sie bei Kapitalertr&auml;gen oberhalb des Sparerpauschbetrags von 1.000 Euro an sowie auf die K&ouml;rperschaftsteuer, die von Kapitalgesellschaften zu entrichten ist.<br>\nDie Komplettabschaffung konnte die FDP in den Koalitionsverhandlungen nicht durchsetzen. Ob der Zuschlag dennoch entfallen muss, weil er nicht verfassungsgem&auml;&szlig; ist, &uuml;berpr&uuml;ft aktuell der Bundesfinanzhof (BFH). [&hellip;]<br>\nIm Jahr 2023 soll der Rest-Soli laut Steuersch&auml;tzung noch Steuereinnahmen von 12,5 Milliarden Euro einbringen. Eine Abschaffung ohne Integration in den Einkommensteuertarif w&auml;re somit nicht nur ein R&uuml;ckschritt bei der Steuergerechtigkeit, sondern auch ein nicht unerheblicher Einnahmeausfall.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/abschaffung-solidaritaetszuschlag-muster-millionaer-spart-jaehrlich-rund-10-000-euro\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<p>dazu: <strong>Niedrigsteuerland f&uuml;r Superreiche!<\/strong><br>\nEinmal im Jahr erscheint eine Statistik der OECD, die gern genutzt wird, um Deutschland zum Hochsteuerland zu erkl&auml;ren. Ebenfalls einmal im Jahr treffen sich in Davos die Reichen und M&auml;chtigen und Oxfam stellt fest, dass sie noch reicher geworden sind.<br>\n&bdquo;Es wird dringend notwendig, dass unser Steuersystem fair gestaltet wird und breite Schultern die gr&ouml;&szlig;te Last tragen. Insbesondere brauchen wir wieder eine angemessene Verm&ouml;gensbesteuerung, damit die Schere zwischen arm und reich nicht immer weiter aufgeht.&rdquo;, sagt Karl-Martin Hentschel, Vertreter von Attac im Koordinierungskreis des Netzwerk Steuergererchtigkeit.<br>\nHeute erscheint zum zweiten Mal das Jahrbuch Steuergerechtigkeit. Anhand von acht Indikatoren illustriert es die gr&ouml;&szlig;ten Ungerechtigkeiten im deutschen Steuersystem. Es zeigt, wie Deutschland als Niedrigsteuerland f&uuml;r Million&auml;re dazu beitr&auml;gt, dass die Reichen trotz aller Krisen immer reicher werden:<br>\n21 Prozent Steuern: So hoch ist der Steuersatz unsers Muster-Million&auml;rs auf ein Jahreseinkommen von 1,6 Millionen Euro. W&auml;hrend die Durchschnitts-Verdiener Familie 43 Prozent ihres Gehalts f&uuml;r Steuern und Sozialabgaben aufwendet, sind es bei der Familie des Muster-Million&auml;rs mit Sozialabgaben nur 24 Prozent &ndash; und das sogar dann, wenn die von seinem Unternehmen gezahlten Unternehmenssteuern einberechnet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/teaser-detailansicht\/news\/niedrigsteuerland-fuer-superreiche\">attac<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bieterwettbewerb bei Ford: IG Metall bot 18 Prozent Lohnsenkung in allen deutschen Werken an<\/strong><br>\nDie spanische Zeitung Economia Digital hat am Sonntag berichtet, was der Ford-Gesamtbetriebsrat unter Benjamin Gruschka angeboten hat, um das spanische Werk Almussafes (Valencia) zu unterbieten. Danach hat er Lohnk&uuml;rzungen in H&ouml;he von 18 Prozent und zus&auml;tzlich unentgeltliche Mehrarbeit im Umfang von 20 Tagen pro Jahr zugesichert.<br>\nDas Angebot betraf nicht nur die 4600 Besch&auml;ftigten in Saarlouis, deren Werk zur Disposition stand, sondern alle deutschen Standorte mit rund 22.000 Besch&auml;ftigten. Auch die Arbeiterinnen und Arbeiter im Stammwerk in K&ouml;ln und dem Entwicklungsstandort in Aachen sollten zur Kasse gebeten werden. Der Gesamtbetriebsrat hatte bereits im Dezember 2021 angek&uuml;ndigt, das alle &bdquo;Opfer&ldquo; bringen m&uuml;ssten, und das als &bdquo;Solidarit&auml;t f&uuml;r Saarlouis &ndash; Zukunft f&uuml;r alle!&ldquo; bezeichnet. &Uuml;ber die H&ouml;he des Angebots, das er dem Konzern machte, schwieg er sich allerdings aus.<br>\nAls der Ford-Konzern einige Monate zuvor angek&uuml;ndigt hatte, die beiden Werke im Saarland und im spanischen Valencia m&uuml;ssten um den Zuschlag f&uuml;r die Produktion der n&auml;chsten Elektro-Fahrzeuge konkurrieren, waren die Belegschaften schockiert und sprachen sich gegen diese Spaltung aus. Trotzdem &uuml;bernahmen die Betriebsr&auml;te und Gewerkschaften in Deutschland und Spanien die Aufgabe, den Bieterwettbewerb zu organisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2023\/01\/16\/ford-j16.html\">wsws<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Frankreich wird stillstehen&laquo;<\/strong><br>\nGewerkschaften und Opposition k&uuml;ndigen Protest gegen Macrons &raquo;Rentenreform&laquo; an<br>\nRente erst mit 64 Lebensjahren, mindestens 43 Jahre Beitragspflicht, ab September Beginn einer &raquo;progressiven Erh&ouml;hung&laquo; des Eintrittsalters um j&auml;hrlich drei Monate bis 2030: Die &raquo;Reform&laquo; der Altersversorgung, die &Eacute;lisabeth Borne, Premierministerin des rechten Staatschefs Emmanuel Macron, am Dienstag abend in Paris ank&uuml;ndigte, st&ouml;&szlig;t auf harschen Protest der franz&ouml;sischen Lohnabh&auml;ngigen und ihrer Organisationen. Bereits ab dem n&auml;chsten Donnerstag, dem 19. Januar, wollen die vereinigten Gewerkschaften des Landes und die linke parlamentarische Opposition den Widerstand gegen Macrons Gesetzentwurf auf die Stra&szlig;en des Landes tragen. &raquo;Frankreich wird stillstehen&laquo;, erkl&auml;rte CGT-Gewerkschaftsf&uuml;hrer Philippe Martinez am selben Abend vor Journalisten.<br>\nNach endlosen Gespr&auml;chen mit dem Pr&auml;sidenten und seiner Regierung, die sich &uuml;ber Monate hingezogen h&auml;tten, sahen Martinez und Laurent Berger, Chef der christlich orientierten Gewerkschaft CFDT, keine M&ouml;glichkeit mehr, den Konflikt zwischen den Lohnabh&auml;ngigen und den Verfechtern von Macrons rechtsliberaler Agenda am Verhandlungstisch beizulegen. &raquo;Sie haben einfach nicht zugeh&ouml;rt&laquo;, bedauerte Martinez. Bei einem gemeinsamen Auftritt am Dienstag abend in Paris bezeichneten Vertreter der acht gro&szlig;en franz&ouml;sischen Gewerkschaften Macrons Rentenpl&auml;ne in einem Kommuniqu&eacute; als &raquo;Peitschenschlag&laquo;, der &raquo;die gesamte arbeitende Bev&ouml;lkerung&laquo; treffe. Insbesondere richte sich der Gesetzentwurf der Regierung &raquo;gegen jene, die von jungem Lebensalter an arbeiten mussten, gegen die &Auml;rmsten und gegen jene, deren beschwerlicher Beruf keine Anerkennung findet&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/442635.l%C3%A4nger-arbeiten-frankreich-wird-stillstehen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&raquo;Wir wollten Geisel Nachhilfe geben&laquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber die Vergesellschaftung von Wohnraum in Berlin, ignorante Sozialdemokraten und einen Senat, der die Umsetzung eines Volksbegehrens verschleppt. Ein Gespr&auml;ch mit Andrej Holm.<br>\nAndrej Holm ist Sozialwissenschaftler an der Humboldt-Universit&auml;t zu Berlin. Er forscht zu Wohnungspolitik und ist seit vielen Jahren in stadtpolitischen Bewegungen aktiv.<br>\nDie Vergesellschaftung von Wohnungen senkt die Miete: Unter dieser &Uuml;berschrift wurde in der vergangenen Woche eine Studie ver&ouml;ffentlicht, die Sie gemeinsam mit Matthias Bernt im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung erarbeitet haben. Demnach w&uuml;rden die Mieten in den Berliner Wohnungen, die vergesellschaftet werden sollen, um durchschnittlich 16 Prozent sinken. Wie kommt diese Zahl zustande?<br>\nWir haben die Daten von &uuml;ber 220.000 Wohnungen der sechs gr&ouml;&szlig;ten Immobilienkonzerne untersucht. Dabei haben wir unterstellt, dass diese Best&auml;nde nach der Vergesellschaftung gem&auml;&szlig; den Kriterien bewirtschaftet werden, wie sie schon jetzt f&uuml;r die landeseigenen Wohnungsunternehmen gelten. In der Studie haben wir dann die H&ouml;he der durchschnittlichen Bestandsmieten der Konzerne mit denen der landeseigenen Wohnungsunternehmen verglichen. Die Differenzen fallen dabei sehr unterschiedlich aus. Bei Akelius\/Heimstaden liegt die durchschnittliche Miete mit 9,36 Euro pro Quadratmeter fast drei Euro &uuml;ber den Mieten der &ouml;ffentlichen Wohnungsbest&auml;nde. Bei Vonovia mit einer durchschnittlichen Miete von 7,10 Euro pro Quadratmeter w&uuml;rde die Absenkung nur knapp &uuml;ber 70 Cent betragen. Im Durchschnitt dieser Unternehmen w&uuml;rde die Miete um 1,24 Euro pro Quadratmeter abgesenkt werden.<br>\nSeitens der Immobilienlobby hei&szlig;t es stets, bei sinkenden Mieten drohe ein Qualit&auml;tsverlust, weil weniger investiert werden k&ouml;nne. Ist da etwas dran?<br>\nWir haben uns in der Studie auch die Investitionen in den Bestand angeschaut. Die landeseigenen, also &ouml;ffentlichen Unternehmen investieren drei Viertel von den Ausgaben, die sie in die Wohnungen stecken, in Instandhaltung. Das hei&szlig;t, sie pflegen ihre Best&auml;nde in einer Weise, die keine Mieterh&ouml;hung zur Folge hat. Nur ein Viertel flie&szlig;t in Modernisierungsma&szlig;nahmen, bei denen die Kosten teilweise auf den Mieter umgelegt werden k&ouml;nnen. Bei den sechs von uns untersuchten Konzernen ist das Verh&auml;ltnis genau umgekehrt: Die investieren drei Viertel ihrer Ausgaben in Modernisierungsma&szlig;nahmen, um danach eine h&ouml;here Miete verlangen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/442990.mietenwahnsinn-wir-wollten-geisel-nachhilfe-geben.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bolsonaro-Anh&auml;nger greife die brasilianische Regierung an<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nMargaret Kimberley: Der ehemalige brasilianische Pr&auml;sident Jair Bolsonaro flog am 30. Dezember nach Florida, zwei Tage vor der Amtseinf&uuml;hrung von Lula da Silva. Was sagt uns das dar&uuml;ber, wie er in die Vereinigten Staaten einreisen konnte?<br>\nBrian Mier: Bolsonaro verlie&szlig; Brasilien mit dem Pr&auml;sidentenjet, ohne die Macht offiziell an seinen Vizepr&auml;sidenten zu &uuml;bergeben, so dass Brasilien technisch gesehen 36 Stunden lang keinen amtierenden Pr&auml;sidenten hatte. Da er bei seiner Ankunft immer noch offiziell Pr&auml;sident war, garantierte sein diplomatischer Status seine reibungslose Einreise in die USA. Ich gehe davon aus, dass er noch keinen Papierkram f&uuml;r eine Status&auml;nderung erledigt hat, aber es scheint relativ einfach f&uuml;r ihn zu sein, in Orlando, Florida, ein Touristenvisum zu erhalten.<br>\nMK: Bolsonaro hat die Krawallmacher verurteilt. Aber ist es plausibel, dass sie ohne seine Beteiligung gehandelt haben?<br>\nBM: Bolsonaro hat die Faschisten, die gestern versucht haben, einen Milit&auml;rputsch zu provozieren, erst verurteilt, nachdem es so aussah, als ob sie gescheitert w&auml;ren. Er mag nicht direkt in die Planung involviert gewesen sein, aber es ist schwer vorstellbar, dass sein Sohn Eduardo, der am 5. Januar 2021 am sogenannten &ldquo;Kriegsrat&rdquo; in Washington DC teilnahm, nicht in direkter Kommunikation mit den Putschisten stand. Bolsonaro wird beschuldigt, die Aktion angestiftet zu haben, und es gibt einen Berg von Beweisen, dass er daran beteiligt war, was in Brasilien ebenfalls ein Verbrechen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/popularresistance.org\/bolsonaro-supporters-attack-the-brazilian-government\/\">Popular Resistance<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Beschwerde gegen Boluartes Kabinett wegen Repression eingereicht<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nBoluarte r&auml;umte teilweise eine m&ouml;gliche Verantwortung bei der Repression ein, versicherte jedoch, dass sie im Amt bleiben wird.<br>\nDie Proteste wurden von den Sicherheitskr&auml;ften unterdr&uuml;ckt, was zu fast 50 Toten und Hunderten von Verletzten und Verhaftungen f&uuml;hrte.<br>\nDie peruanische Abgeordnete Kelly Portalatino reichte eine Klage gegen die 19 Minister des Kabinetts der designierten Pr&auml;sidentin Dina Boluarte ein, die am Freitag bekr&auml;ftigte, dass sie trotz der Demonstrationen, die ihren R&uuml;cktritt forderten, im Amt bleiben werde.<br>\nPortalatino von der Partei Peru Libre wies darauf hin, dass die Verfassungsbeschwerde gegen das gesamte Kabinett Boluarte wegen der angeblichen Begehung von T&ouml;tungsdelikten und schwerer K&ouml;rperverletzung von B&uuml;rgern eingereicht wurde.<br>\nNach der Absetzung von Pr&auml;sident Pedro Castillo durch den Kongress, der Boluarte am 7. Dezember als designierten Pr&auml;sidenten vereidigte, haben Tausende von B&uuml;rgern demonstriert und den R&uuml;cktritt des Pr&auml;sidenten, die Schlie&szlig;ung des Parlaments und die Einsetzung einer verfassungsgebenden Versammlung gefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telesurenglish.net\/news\/Complaint-Filed-Against-Boluartes-Cabinet-for-Repression-20230114-0001.html\">Telesur<\/a>\n<p>dazu: <strong>Boluartes Regierung setzt verfassungsm&auml;&szlig;ige Rechte in Peru aus<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nDie Regierung des designierten Pr&auml;sidenten erlie&szlig; dieses Dekret am Vorabend mehrerer Demonstrationen, die von sozialen Bewegungen f&uuml;r diesen Montag in Lima geplant sind.<br>\nDie Regierung der designierten Pr&auml;sidentin Dina Boluarte hat am Samstag den Ausnahmezustand &uuml;ber die St&auml;dte Lima, Callao, Puno und Cusco verh&auml;ngt, da soziale Organisationen in Peru immer wieder zu Demonstrationen gegen die Polizeirepression aufrufen.<br>\nDas Dekret, das am Samstag kurz vor Mitternacht im Amtsblatt ver&ouml;ffentlicht wurde, erm&auml;chtigt die Streitkr&auml;fte, zusammen mit der Polizei einzugreifen, um die &ouml;ffentliche Ordnung zu &ldquo;sch&uuml;tzen&rdquo;.<br>\nSeit dem 7. Dezember letzten Jahres, als der Kongress den wegen Rebellion inhaftierten Pr&auml;sidenten Pedro Castillo absetzte und an seiner Stelle den bisherigen Vizepr&auml;sidenten Boluarte ernannte, kommt es in Peru zu einer Reihe von sozialen Protesten. [&hellip;]<br>\nDas Dekret, das am Sonntag in Kraft getreten ist, legt fest, dass &ldquo;die peruanische Nationalpolizei mit Unterst&uuml;tzung der Streitkr&auml;fte die Kontrolle &uuml;ber die innere Ordnung aufrechterh&auml;lt&rdquo;.<br>\nF&uuml;r 30 Tage werden die in der Verfassung verankerten Rechte auf Unverletzlichkeit des Wohnsitzes, auf freie Durchreise durch das Staatsgebiet, auf Versammlungsfreiheit sowie auf pers&ouml;nliche Freiheit und Sicherheit ausgesetzt. [&hellip;]<br>\nDie Regierung von Boluarte verh&auml;ngte den Ausnahmezustand am Vorabend mehrerer Demonstrationen, die von sozialen Bewegungen f&uuml;r diesen Montag in Lima geplant sind, um die Freilassung mehrerer von den Beh&ouml;rden inhaftierter F&uuml;hrer zu fordern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telesurenglish.net\/news\/Bolivia-Camacho-Accused-of-Bribery-and-Seduction-of-Troops-20230113-0015.html\">Telesur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nur wenn Japan den Frieden anstrebt, kann es aus dem Schatten des Zweiten Weltkriegs heraustreten<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nDer japanische Premierminister Fumio Kishida beginnt seinen Besuch in den USA und wird am Freitag (Ortszeit) mit US-Pr&auml;sident Joe Biden zusammentreffen. Im Gegensatz zur Routine fr&uuml;herer neuer japanischer Ministerpr&auml;sidenten, die den USA ihren Respekt zollten, hat Kishida diesmal eine besondere Mission: Er will die Unterst&uuml;tzung der USA f&uuml;r Japans k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichte nationale Sicherheitsstrategie gewinnen.<br>\nMedienberichten zufolge werden sich die Gespr&auml;che zwischen den beiden auf Themen wie die Vertiefung der Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich, Japans Plan zur Anschaffung von Mittel- und Langstreckenraketen und die Aufstockung der US-Streitkr&auml;fte auf Okinawa konzentrieren. Ein ehemaliger US-Regierungsbeamter sagte sogar unverhohlen, dass der Gipfel weitgehend auf die Eind&auml;mmung Chinas abzielen werde. Der negative Schritt der USA und Japans weicht vom Wunsch der internationalen Gemeinschaft nach Frieden und Entwicklung ab und stellt die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene internationale Ordnung in Frage.<br>\nDer entscheidende Hintergrund f&uuml;r Kishidas Besuch ist die Verabschiedung von drei wichtigen Verteidigungsdokumenten durch das japanische Kabinett im vergangenen Monat, zu denen eine erhebliche Erh&ouml;hung der Verteidigungsausgaben und die Entschlossenheit geh&ouml;ren, &uuml;ber die F&auml;higkeit zum &ldquo;Gegenschlag&rdquo; zu verf&uuml;gen. Dies stellt die gr&ouml;&szlig;te Milit&auml;rreform Japans seit dem Zweiten Weltkrieg dar. [&hellip;]<br>\nDies wird eine wesentliche Anpassung des amerikanisch-japanischen B&uuml;ndnisses in den letzten 70 Jahren seit dem Zweiten Weltkrieg bedeuten. Japan ist nicht mehr bereit, nur als &ldquo;solider Schutzschild&rdquo; zu fungieren, sondern will nun die Rolle eines &ldquo;scharfen Speers&rdquo; spielen, und die USA haben dies nachdr&uuml;cklich unterst&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202301\/1283788.shtml%20\">Global Times<\/a>\n<p>dazu: <strong>Japan und USA unterzeichnen neuen Kooperationspakt f&uuml;r die Raumfahrt, der &ldquo;eindeutig gegen China gerichtet&rdquo; ist<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nVertreter der USA und Japans versammelten sich am Freitag (Ortszeit) im NASA-Hauptquartier in Washington und unterzeichneten ein Abkommen, das &ldquo;auf einer langen Geschichte der Zusammenarbeit in der Weltraumforschung zwischen zwei Nationen aufbaut&rdquo;.<br>\nDie antichinesische F&auml;rbung des Abkommens ist jedoch besorgniserregend offensichtlich, da es kurz nach den &Auml;u&szlig;erungen des US-Au&szlig;enministers Antony Blinken in der vergangenen Woche zustande kam, wonach die USA und Japan darin &uuml;bereinstimmen, dass China ihre &ldquo;gr&ouml;&szlig;te gemeinsame strategische Herausforderung&rdquo; ist, und sie best&auml;tigten, dass ein Angriff im Weltraum eine gegenseitige Verteidigungsklausel im amerikanisch-japanischen Sicherheitsvertrag ausl&ouml;sen w&uuml;rde, warnten chinesische Beobachter. [&hellip;]<br>\nDer entscheidende Hintergrund f&uuml;r Kishidas Besuch ist die Verabschiedung von drei wichtigen Verteidigungsdokumenten durch das japanische Kabinett im Dezember 2022, die eine erhebliche Erh&ouml;hung der Verteidigungsausgaben und die Entschlossenheit, eine &ldquo;Gegenschlag&rdquo;-F&auml;higkeit zu besitzen, beinhalten. Beobachtern zufolge handelt es sich dabei um die gr&ouml;&szlig;te Milit&auml;rreform Japans seit dem Zweiten Weltkrieg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202301\/1283823.shtml\">Global Times<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Lunte ist gelegt: Hochr&uuml;stung in Japan<\/strong><br>\nEinen &raquo;historischen B&uuml;ndnisbeschluss zur Optimierung unserer Milit&auml;rpr&auml;senz in Japan&laquo;: So hat US-Verteidigungsminister Lloyd Austin die gemeinsame Erkl&auml;rung genannt, die er, sein japanischer Amtskollege und die Au&szlig;enminister beider L&auml;nder soeben in Washington unterzeichnet haben. Die ganze Welt hat zuletzt, was die Hochr&uuml;stung in Ostasien anbelangt, vor allem auf Japan selbst geblickt: Tokio verdoppelt seine Milit&auml;rausgaben, wird schon in wenigen Jahren den drittgr&ouml;&szlig;ten Milit&auml;retat weltweit aufweisen, beschafft mit dem Geld US-Kampfjets vom Typ &raquo;F-35&laquo; und &raquo;Tomahawk&laquo;-Raketen, pumpt die eigene R&uuml;stungsindustrie auf und k&uuml;ndigt den Aufbau einer Raketenstreitmacht an, die unter anderem China mit einem Raketenhagel &uuml;berziehen kann. Selbstverst&auml;ndlich nur zur Abwehr, hei&szlig;t es. Offiziell nennt Tokio das japanische Milit&auml;r immer noch &raquo;Selbstverteidigungsstreitkr&auml;fte&laquo; &ndash; ein d&uuml;nner Witz.<br>\nFast schon im Windschatten der beispiellosen Militarisierung Japans bauen nun aber, Lloyd Austin hat es betont, auch die Vereinigten Staaten die Pr&auml;senz ihrer Truppen in dem Land aus. Es lohnt, in die Details zu schauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/442711.lunte-ist-gelegt.html\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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