{"id":9271,"date":"2011-05-02T08:16:14","date_gmt":"2011-05-02T06:16:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9271"},"modified":"2011-05-02T08:16:14","modified_gmt":"2011-05-02T06:16:14","slug":"hinweise-des-tages-1374","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9271","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: &bdquo;Banken wollen von Umschuldung Griechenlands profitieren&ldquo;; Europa muss den M&auml;rkten politisch etwas entgegensetzen; Mindestlohn: Wirtschaft schmarotzt; F&uuml;r Spezialisten kann Leiharbeit ihr Schmuddelimage verlieren; Die Lohnquote ist rapide gesunken; In der Leiharbeit steigt der Druck; Sieben Prozent der Erwerbst&auml;tigen sind arm, Tendenz steigend; Wenn nur noch die Rendite z&auml;hlt &ndash; Lohnt sich ehrliche Arbeit noch?; Der Arbeit ihren Wert zur&uuml;ckgeben; Schlecker f&uuml;hrt Listen &uuml;ber missliebige Mitarbeiter; Kommunale Stromversorger: Die Renaissance der Stadtwerke; Agrarsubventionen: Geld f&uuml;r Bauern flie&szlig;t an Konzerne; Werner R&uuml;gemer: Geheimdemokraten; Unbefristeter Streik an Charit&eacute;; Gesamtem Ex-Vorstand der BayernLB droht Anklage; Libyen; Anbiederung an die SPD macht uns &uuml;berfl&uuml;ssig; Die &bdquo;Angst-Partei&ldquo; &ndash; eine literarische Groteske (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">&bdquo;Banken wollen von Umschuldung Griechenlands profitieren&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Europa muss den M&auml;rkten politisch etwas entgegensetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Mindestlohn: Wirtschaft schmarotzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">F&uuml;r Spezialisten kann Leiharbeit ihr Schmuddelimage verlieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Die Lohnquote ist rapide gesunken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">In der Leiharbeit steigt der Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Sieben Prozent der Erwerbst&auml;tigen sind arm, Tendenz steigend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Wenn nur noch die Rendite z&auml;hlt &ndash; Lohnt sich ehrliche Arbeit noch?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Der Arbeit ihren Wert zur&uuml;ckgeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Schlecker f&uuml;hrt Listen &uuml;ber missliebige Mitarbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Kommunale Stromversorger: Die Renaissance der Stadtwerke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Agrarsubventionen: Geld f&uuml;r Bauern flie&szlig;t an Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Werner R&uuml;gemer: Geheimdemokraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Unbefristeter Streik an Charit&eacute;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Gesamtem Ex-Vorstand der BayernLB droht Anklage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Libyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Anbiederung an die SPD macht uns &uuml;berfl&uuml;ssig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Die &bdquo;Angst-Partei&ldquo; &ndash; eine literarische Groteske<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Banken wollen von Umschuldung Griechenlands profitieren&ldquo;<\/strong><br>\nDer Chef des Euro-Rettungsfonds EFSF, Klaus Regling, hat im Zusammenhang mit der griechischen Schuldenkrise schwere Vorw&uuml;rfe an die Adresse der Banken gerichtet. Die Geldbranche heize die Debatte &uuml;ber eine Umschuldung Griechenlands gezielt an, weil sie auf hohe Gewinne spekuliere, sagte Regling dem Handelsblatt (Montagsausgabe): &bdquo;In den 80er- und 90er-Jahren haben die Banken f&uuml;r die Restrukturierung von Staatsschulden in Lateinamerika und Asien sehr hohe Honorare kassiert. Das w&uuml;rden sie in Europa gerne wiederholen.&ldquo;<br>\nZwar w&uuml;rde eine Teilentschuldung des Landes einige Banken dazu zwingen, griechische Staatspapiere in ihrer Bilanz teilweise abzuschreiben, r&auml;umte Regling ein. Die dabei entstehenden Verluste w&uuml;rden sich aber &bdquo;in Grenzen halten&ldquo;. Dagegen w&auml;ren die mit einer Restruktierung verbundenen Provisionen &bdquo;viel versprechend&ldquo;. Der Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, glaubt ebenfalls, dass die Banken den Schuldenschnitt Griechenlands bewusst herbeireden wollen. Trichet habe die Finanzminister der Eurozone explizit davor gewarnt, sich bez&uuml;glich Griechenlands von den Banken beeinflussen zu lassen, erfuhr das Handelsblatt aus Teilnehmerkreisen der Eurogruppe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/banken-wollen-von-umschuldung-griechenlands-profitieren\/4120126.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dabei sollte man vor allem nicht vergessen, dass die gro&szlig;en Banken auch in nicht unerheblichem Ma&szlig;stab &uuml;ber Credit Default Swaps (Kreditausfallversicherungen) auf die Zahlungsunf&auml;higkeit der Euro-Peripherie wetten. Sollte Griechenland in die Umschuldung gehen, wird es in den Kassen einiger Banken reichlich klingeln &ndash; die Zeche zahlt dabei, wie immer, der Steuerzahler.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europa muss den M&auml;rkten politisch etwas entgegensetzen<\/strong><br>\n&Ouml;konom Gustav Horn &uuml;ber die drohende Pleite Griechenlands, den Sinn von Umschuldungen und die Macht der Spekulanten: &bdquo;&hellip;damit liegt die L&ouml;sung des Problems auf der Hand: Die Zinsen m&uuml;ssen runter. Unser Vorschlag: Die Europ&auml;ische Zentralbank h&auml;lt den Leitzins bei 1,25 Prozent. Und Europa sorgt daf&uuml;r, dass Griechenland zu denselben Konditionen Kredit bekommt wie die kreditw&uuml;rdigsten Euro-Staaten, also f&uuml;r etwa drei Prozent. Das w&auml;re f&uuml;r Griechenland bezahlbar und das Land bek&auml;me eine Schonperiode, um die Schulden zu dr&uuml;cken und Reformen durchzuf&uuml;hren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/-europa-muss-den-maerkten-politisch-etwas-entgegensetzen-\/-\/1472780\/8391794\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mindestlohn: Wirtschaft schmarotzt<\/strong><br>\nDrei von vier B&uuml;rgern in Deutschland wollen den gesetzlichen Mindestlohn. R&uuml;ckendeckung f&uuml;r die Forderung lieferte eine am Freitag ver&ouml;ffentlichte Studie des Schweizer Prognos-Instituts f&uuml;r die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung. Danach w&uuml;rde ein allgemeiner Mindestlohn nicht nur die Situation von Millionen prek&auml;r Besch&auml;ftigten nachhaltig verbessern, sondern dem Staat obendrein Mehreinnahmen von etlichen Milliarden Euro bescheren. Im Fall eines Entgelts pro Arbeitsstunde von mindestens von 8,50 Euro k&ouml;nnten nach Berechnungen des namhaften Forschungsunternehmens f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Haushalte j&auml;hrlich mehr als sieben Milliarden Euro zus&auml;tzlich herausspringen. Die Summe setzt sich zusammen aus einem Mehraufkommen aus direkten Steuern und Sozialbeitr&auml;gen von jeweils 2,7 Milliarden Euro sowie Einsparungen in H&ouml;he von 1,7 Milliarden Euro bei den Sozialleistungen &ndash; wie etwa Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld. Die Zahl derer, die mit 8,50 Euro dann einen h&ouml;heren Stundenlohn als bisher erhalten, beziffert das Institut mit f&uuml;nf Millionen Personen. &raquo;Dumpingl&ouml;hne belasten die &ouml;ffentlichen Haushalte, und der Staat subventioniert faktisch die Lohndr&uuml;ckerei der Unternehmen, indem er f&uuml;r die gesellschaftlichen Folgekosten aufkommt&laquo;, bemerkte dazu Rudolf Hickel, Professor f&uuml;r Finanzwirtschaft an der Universit&auml;t Bremen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/04-30\/043.php\">Junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.prognos.com\/Detailansicht.436+M5f4e59f7efd.0.html\">Prognos<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer nun meint dass Prognos, da die Friedrich-Ebert-Stiftung der Auftraggeber ist, eine gewerkschaftsnahe Institution sei, t&auml;uscht sich gewaltig. Die Prognos AG agiert seit Jahrzehnten als ein im kapitalistischen Deutschland &auml;u&szlig;erst renommiertes Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen. Kritiker des Mindestlohns werden der Studie entgegen halten, dass sich die Forscher aus der Diskussion um negative oder positive Besch&auml;ftigungseffekte durch den Mindestlohn herausgehalten haben. So argumentieren Kritiker zum Beispiel damit, dass bei einer Lohnuntergrenze viele derzeit schlechtbezahlte Jobs von Arbeitgebern gar nicht mehr angeboten w&uuml;rden, es also zu einem Stellenabbau k&auml;me. In der Studie hei&szlig;t es, dass es nach derzeitigem Erkenntnisstand &bdquo;offen&ldquo; sei, ob gesetzliche Mindestl&ouml;hne &bdquo;negative Effekte&ldquo; bei der Besch&auml;ftigung nach sich ziehen w&uuml;rden. Allerdings betont &sbquo;prognos&lsquo;, dass ein Mindestlohn die Binnennachfrage st&auml;rken w&uuml;rde und damit mehr Arbeitspl&auml;tze schaffe. Denkt man diesen Mechanismus weiter, w&uuml;rde die verst&auml;rkte Binnennachfrage einen eventuellen Jobabbau mehr als auffangen &ndash; selbst wenn 30- 40 Prozent der gestiegenen Kaufkraft &uuml;ber nachgefragte Importe in das Ausland flie&szlig;en w&uuml;rde. Bemerkenswert ist, dass laut Studie selbst bei einem Mindestlohn von f&uuml;nf Euro sich die Mehreinnahmen und die Einsparungen bei den Ausgaben des Staates auf gut 1,3 Milliarden Euro addieren w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>F&uuml;r Spezialisten kann Leiharbeit ihr Schmuddelimage verlieren<\/strong><br>\nArbeitsmarkt: Wenn die Nachfrage nach Fachkr&auml;ften steigt, k&ouml;nnten Leiharbeitsfirmen hoch qualifizierte Mitarbeiter an sich binden und teuer weiterverleihen. Diese Perspektive sieht der &Ouml;konom Gerhard Bosch von der Universit&auml;t Duisburg-Essen. Er verlangt die gleiche Bezahlung von Leih- und Stammkr&auml;ften sowie mehr Transparenz in der Verleihbranche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/artikel\/Fuer-Spezialisten-kann-Leiharbeit-ihr-Schmuddelimage-verlieren\/53011\/1\">VDI-Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Lohnquote ist rapide gesunken<\/strong><br>\nL&ouml;hne und Gewinne: Der Anteil der L&ouml;hne am Volkseinkommen ist seit dem Jahr 2000 deutlich gefallen. Arbeitgebernahe &Ouml;konomen halten die Lohnquote f&uuml;r nicht aussagekr&auml;ftig, gewerkschaftsnahe &Ouml;konomen halten an ihr fest. Sie gebe Auskunft &uuml;ber die Entwicklung der Masseneinkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/artikel\/Die-Lohnquote-ist-rapide-gesunken\/53010\/1\">VDI-Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>In der Leiharbeit steigt der Druck<\/strong><br>\nDie &Ouml;ffnung der Grenzen f&uuml;r Arbeitnehmer aus Osteuropa d&uuml;rfte den Wettbewerb in der Leiharbeitsbranche noch einmal versch&auml;rfen. Trotz Mindestlohn k&ouml;nnte sich die Lage vieler Leiharbeiter verschlechtern.<br>\nDeutsche Leiharbeitsfirmen besch&auml;ftigen derzeit rund eine Million Menschen. Wenn ab dem 1. Mai die volle Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit gilt, k&ouml;nnte sich der heute schon zu beobachtende Verdr&auml;ngungswettbewerb in der Branche noch versch&auml;rfen &ndash; zulasten der Besch&auml;ftigten. Auch wenn nicht alle von ihnen auf den j&uuml;ngst beschlossenen Mindestlohn zur&uuml;ckfallen werden:<br>\nWenn neue Konkurrenten schlechtere Arbeitsbedingungen akzeptieren, steigt der Druck auf die Besch&auml;ftigten. Zudem besteht die Gefahr, dass Unternehmen anstelle von Leiharbeitnehmern Arbeitskr&auml;fte per Werkvertrag einstellen, um den Mindestlohn zu umgehen. Zu diesem Schluss kommt Sandra Siebenh&uuml;ter von der Universit&auml;t Eichst&auml;tt-Ingolstadt, die ein Forschungsprojekt der Otto-Brenner-Stiftung zu Migranten in der Leiharbeit leitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltderarbeit.de\">Welt der Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sieben Prozent der Erwerbst&auml;tigen sind arm, Tendenz steigend<\/strong><br>\nRund sieben Prozent der Erwerbst&auml;tigen in Deutschland z&auml;hlen zu den Working Poor, etwa so viele wie im europ&auml;ischen Durchschnitt. Bislang d&auml;mpfte die Zusammensetzung der Haushalte die Entwicklung: Der Anteil der Besch&auml;ftigten mit Niedrigl&ouml;hnen stieg seit Mitte der 1990er Jahre weitaus st&auml;rker als die Armutsquote von Erwerbst&auml;tigen. In Zukunft d&uuml;rfte die Zahl der arbeitenden Armen jedoch zunehmen, weil Geringverdiener immer &ouml;fter Haupt- statt Nebenverdiener sind. Dies macht eine Untersuchung der Sozialforscher Prof. Dr. Henning Lohmann von der Universit&auml;t Bielefeld und Prof. Dr. Hans-J&uuml;rgen Andre&szlig; von der Universit&auml;t zu K&ouml;ln deutlich. Basis sind die neuesten vorliegenden Daten der europ&auml;ischen Statistik zu Einkommens- und Lebensbedingungen (EU-SILC).<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.weltderarbeit.de\/\">Welt der Arbeit<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2011_07_3.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wenn nur noch die Rendite z&auml;hlt &ndash; Lohnt sich ehrliche Arbeit noch?<\/strong><br>\nEinerseits ist die Zahl der Arbeitslosen r&uuml;ckl&auml;ufig, andererseits w&auml;chst das Heer der Billigjobber und Aufstocker, die trotz Vollzeit mit ihrem Lohn nicht &uuml;ber die Runden kommen und auf Hartz IV angewiesen sind. Am anderen Ende der Skala stehen die Manager, die das Hundertfache eines Durchschnittsgehalts verdienen und auch noch mit Boni belohnt werden, wenn sie die Ausgaben f&uuml;r die Angestellten senken. Haben wir den Blick f&uuml;r die &bdquo;ehrliche Arbeit&ldquo; verloren? Worin dr&uuml;ckt sich der Wert der Arbeit aus? Im Preis, den sie kostet? Im Gewinn, den sie schafft? Im Nutzen f&uuml;r die Gesellschaft? Oder im Sinn, den sie in unserem Leben stiftet? Wie k&ouml;nnen wir die W&uuml;rde der Arbeit auch in Zeiten des Turbokapitalismus bewahren? Dar&uuml;ber diskutiert Holger Noltze live im WDR Foyer mit Norbert Bl&uuml;m, R&uuml;diger Knaup,&nbsp;Dirk M&uuml;ller,&nbsp;Anna Salmen-Irmsch, G&uuml;nter Wallraff.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/mediathek\/html\/regional\/2011\/05\/01\/westart-talk.xml\">WDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Arbeit ihren Wert zur&uuml;ckgeben<\/strong><br>\nNichts hat den Wert der Arbeit so in Frage gestellt wie die Verhei&szlig;ung auf &ldquo;anstrengungslosen Wohlstand&rdquo; durch das Jonglieren mit Finanzprodukten. Die Krise hat die Ideologie als Irrweg entlarvt, schreiben Sigmar Gabriel und Michael Sommer in einem Gastbeitrag f&uuml;r die FAZ &ndash; und fordern zum Tag der Arbeit den grundlegenden Perpektivenwechsel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/News\/11726\/20110430_gastbeitrag_gabriel_sommer.html\">SPD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.H.:<\/strong> Muss das nicht auf wache W&auml;hlerinnen und W&auml;hler scheinheilig wirken, da kein Satz dazu f&auml;llt, dass die SPD die hier problematisierte Entwicklung ma&szlig;geblich durch ihre Gesetzgebung in Regierungsverantwortung verursacht hat? Und wenn Gabriel und Sommer schreiben: &ldquo;Die robuste Konjunktur und die g&uuml;nstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bieten die Chance, wieder klare Regeln aufzustellen, die die Menschen vor Ausbeutung und Lohndumping sch&uuml;tzen.&rdquo; Verh&auml;lt es sich nicht zum einen gerade umgekehrt? &ndash; Die Menschen vor Ausbeutung und Lohndumping zu sch&uuml;tzen bietet die Chance f&uuml;r eine robuste Konjunktur und eine g&uuml;nstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Und zum anderen: Leuchtet aus jenem Satz von Gabriel und Sommer nicht schon wieder hervor, dass bei einer nicht &ldquo;robusten Konjunktur&rdquo; &ldquo;klare Regeln&rdquo; f&uuml;r den Arbeitsmarkt wieder fallen gelassen werden? Und schlie&szlig;lich: Ist die Einsch&auml;tzung, wir h&auml;tten eine &ldquo;robuste Konjunktur&rdquo; und eine &ldquo;g&uuml;nstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt&rdquo; nicht grob falsch, angesichts der fortbestehenden Exportabh&auml;ngigkeit und aller Wahrscheinlichkeit auch in diesem Jahr sinkenden Reall&ouml;hnen, wie auch angesichts der voraussichtlich weiter anwachsenden prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse? Der ganze Text hat keine analytische Sch&auml;rfe und &Uuml;berzeugungskraft. So werden weder SPD noch Gewerkschaften neue Mitglieder gewinnen oder alte zur&uuml;ckgewinnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schlecker f&uuml;hrt Listen &uuml;ber missliebige Mitarbeiter<\/strong><br>\nSchlecker scheint nicht dazuzulernen &ndash; daf&uuml;r spricht nach SPIEGEL-Informationen eine Liste, auf der sich Dutzende Namen missliebiger Mitarbeiter befinden.<br>\nDie Drogerie-Kette Schlecker bem&uuml;ht sich um ein besseres Image. Trotzdem arbeitet das Unternehmen nach Ansicht der Gewerkschaft Ver.di weiter eine Art K&uuml;ndigungsliste von Besch&auml;ftigten ab, die Personaldirektor Michael Strisciulli bereits im Oktober 2009 verfassen lie&szlig;.<br>\nDas Papier unter dem Titel &ldquo;Ma&szlig;nahmenpaket Personal-Qualit&auml;t&rdquo; ist nach SPIEGEL-Informationen 20 Seiten lang und sammelt die Namen von Dutzenden ebenso langj&auml;hrigen wie missliebigen Angestellten im gesamten Bundesgebiet. Manche waren im Betriebsrat, fast alle hatten hohe Gehaltsstufen erreicht und waren entsprechend teuer geworden.<br>\nDiese Besch&auml;ftigten w&uuml;rden &ldquo;in der Optik stehen&rdquo;, hei&szlig;t es in der Mail einer Managerin. Gemeint ist wohl: Die Namen auf Strisciullis Liste stehen unter versch&auml;rfter Beobachtung. Neben vielen Namen finden sich auf der Liste zwei Zahlen: Das eine Datum markiert nach Meinung von Betriebsr&auml;ten den Zeitpunkt, als die Mitarbeiter auf der Liste ins Fadenkreuz der Schlecker-F&uuml;hrung gerieten. Das andere verrate den erhofften Austrittstermin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,759917,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kommunale Stromversorger: Die Renaissance der Stadtwerke<\/strong><br>\n&ldquo;Die Stadtwerke stehen bereit, ihren Teil f&uuml;r ein zukunftsf&auml;higes Energiekonzept zu leisten&rdquo;, unterstreicht indessen Hans-Joachim Reck, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU). Reck vertritt die Interessen von mehr als 1400 st&auml;dtischen Versorgungsunternehmen, die in die Energieoffensive gehen. In den letzten drei Jahren sind nach Angaben des VKU bundesweit rund 40 neue Stadtwerke gegr&uuml;ndet worden. Zudem laufen jedes Jahr rund 1000 sogenannte Konzessionsvertr&auml;ge aus, bei denen die Kommunen den Energieversorgern das Recht auf die Nutzung &ouml;ffentlicher Leitungen einr&auml;umen. &ldquo;Durch das Auslaufen dieser Vertr&auml;ge ergeben sich f&uuml;r viele kommunale Unternehmen interessante Handlungsoptionen&rdquo;, verweist VKU-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Reck auf die sich bietenden Chancen. Die Stadtwerke haben in letzter Zeit bundesweit rund 100 neue Konzessionen &uuml;bernommen. Doch ist der Erwerb der lokalen Netze allein kein Garant f&uuml;r Erfolg. Denn wenn die Stadtwerke keine eigenen Kraftwerke betreiben, bleiben sie allein vom Stromkauf an den B&ouml;rsen abh&auml;ngig. Deshalb besinnen sich inzwischen viele Kommunen auf den Aufbau eigener Erzeugungskapazit&auml;ten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/handel-dienstleister\/:kommunale-stromversorger-die-renaissance-der-stadtwerke\/60045429.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Agrarsubventionen: Geld f&uuml;r Bauern flie&szlig;t an Konzerne<\/strong><br>\nGro&szlig;konzerne haben im vergangenen EU-Haushaltsjahr in Deutschland millionenschwere Agrarsubventionen kassiert. Deutschlands gr&ouml;&szlig;tes Milchunternehmen Nordmilch bekam rund 9 Millionen Euro von der EU. Europas gr&ouml;&szlig;ter Zuckerhersteller, die S&uuml;dzucker AG, erhielt 2,7 Millionen Euro. S&uuml;dzucker hat nach eigenen Sch&auml;tzungen im vergangenen Gesch&auml;ftsjahr 6 Milliarden Euro verdient. Einer der gr&ouml;&szlig;ten Schlachthofbetreiber, die niederl&auml;ndische Vion, bekam 1,9 Millionen Euro von der EU, der Konkurrent Gausepohl 1,4 Millionen. Auch der Energiekonzern RWE zapfte die staatlichen Agrarfonds an: Das Unternehmen, das Braunkohletagebaue rekultiviert, kassierte 514.000 Euro. Der Chemiegigant Bayer, ein wichtiger Produzent von Pestiziden und Gentech-Pflanzen, bekam 183.000 Euro.<br>\n&ldquo;Die Zahlen belegen, dass die Mittel an die Falschen gehen&rdquo;, sagte Reinhild Benning vom Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland. &ldquo;Konzerne kassieren Millionen, der durchschnittliche Landwirt wird mit Kleckerbetr&auml;gen abgespeist.&rdquo; Auf der einen Seite verhinderten die j&auml;hrlich rund 60 Milliarden Euro EU-Agrarsubventionen nicht, dass viele kleine Bauernh&ouml;fe aufgeben m&uuml;ssen. Auf der anderen Seite f&ouml;rderten sie &ldquo;indirekt die Massentierhaltung&rdquo;. Schlie&szlig;lich bez&ouml;gen die subventionierten Schlachth&ouml;fe die Schlachttiere meist aus umweltsch&auml;dlicher und qu&auml;lerischer Haltung. Benning: &ldquo;Da ist &uuml;berhaupt keine Gegenleistung f&uuml;r die Gesellschaft zu erkennen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2011%2F04%2F28%2Fa0100&amp;cHash=a0d1e08d26\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Werner R&uuml;gemer: Geheimdemokraten<\/strong><br>\nWie und warum der reiche Hochtaunuskreis das erste Public-Private-Partnership-Projekt f&uuml;r Krankenh&auml;user beschlo&szlig;. Der hessische Hochtaunuskreis hat f&uuml;r seine beiden Krankenh&auml;user mit der Hannover Leasing GmbH &amp; Co. KG einen Public-Private-Partnership-Vertrag geschlossen. Die Mehrheit der Abgeordneten stimmte blind zu, Die Linke wollte f&uuml;r etwas Transparenz sorgen und wurde bedroht. Der Landkreis haftet 25 Jahre f&uuml;r die Risiken des Investors, der hessischen Landesbank und der BayernLB. Gef&auml;lligkeitsberater und der Niedrigstlohnausbeuter Dussmann helfen bei der Sicherung der Rendite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/04-30\/025.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Unbefristeter Streik an Charit&eacute;<\/strong><br>\nWegen eines Streiks m&uuml;ssen sich die Patienten der Charit&eacute;, der gr&ouml;&szlig;ten Uni-Klinik Europas, ab dem heutigen Montag auf erhebliche Einschr&auml;nkungen einstellen. Schwestern, Pfleger und medizinisch-technisches Personal sind aufgerufen, ab 6.00 Uhr unbefristet die Arbeit niederzulegen. Die Gewerkschaften ver.di und dbb Tarifunion wollen damit den Druck auf die Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen erh&ouml;hen. Zur Versorgung der Pa&shy;tienten ist ein Notdienst eingerichtet.<br>\nDie Gewerkschaften fordern eine Anhebung der Geh&auml;lter auf das Niveau des &ouml;ffentlichen Dienstes. Zur Zeit verdient eine Krankenschwester an der Charit&eacute; laut ver.di im Durchschnitt 2300 bis 2400 Euro brutto. Das seien etwa 300 Euro weniger als bei einer Kollegin, die nach dem Tarifvertrag des &ouml;ffentlichen Dienstes &ndash; zum Beispiel im Bundeswehrkrankenhaus &ndash; bezahlt wird. Auch das Pflegepersonal von Vivantes bekomme mehr. Das Angebot des Charit&eacute;-Vorstands, der die Anpassung bis 2017 vorsieht, reicht den Gewerkschaften nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/05-02\/054.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gesamtem Ex-Vorstand der BayernLB droht Anklage<\/strong><br>\nDie M&uuml;nchner Staatsanwaltschaft will den gesamten ehemaligen Vorstand der Bayerischen Landesbank (BayernLB) wegen des Kaufs der K&auml;rntner Hypo Group Alpe Adria (HGAA) vor Gericht bringen. Die Anklage wegen Veruntreuung von Bankverm&ouml;gen werde derzeit vorbereitet und solle in den n&auml;chsten Wochen vorliegen, berichtete die S&uuml;ddeutsche Zeitung unter Berufung auf Justizkreise. Mit dem Prozessbeginn beim M&uuml;nchner Landgericht sei fr&uuml;hestens im Herbst zu rechnen, das Verfahren k&ouml;nne bis zu einem Jahr dauern.<br>\nZentraler Vorwurf:Die Bayern h&auml;tten 2007 um 500 Mio. Euro zu viel f&uuml;r die Hypo gezahlt und das M&uuml;nchner Institut damit vors&auml;tzlich gesch&auml;digt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1303950658026\/Gesamtem-Ex-Vorstand-der-BayernLB-droht-Anklage\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Libyen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kriegsl&uuml;gen und die Erosion des V&ouml;lkerrechts<\/strong><br>\nDer Bundesregierung liegen &ldquo;keine detaillierten Informationen &uuml;ber Angriffe der libyschen Luftwaffe auf Zivilisten vor&rdquo;. Es gibt auch keine Belege, dass die libysche Luftwaffe sich nicht an die Zusagen eines Waffenstillstands gehalten hat oder &uuml;berhaupt fl&auml;chendeckend und systematisch zur Bombardierung von Zivilisten eingesetzt wurde.<br>\nDamit best&auml;tigt die Bundesregierung in ihrer j&uuml;ngsten Antwort auf die Kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen (Die Linke) die Zweifel gro&szlig;er Teile der Friedensbewegung, die in der medialen Inszenierung des libyschen Staatschefs als &ldquo;Psychopathen&rdquo; (Bundespr&auml;sident Christian Wulff, 2011) und &ldquo;tollw&uuml;tigen Hund des Nahen Ostens&rdquo; (Ronald Reagan, 1986) nur eine Rechtfertigungsstrategie zum anschlie&szlig;enden milit&auml;rischen Eingreifen in Libyen sieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/34\/34637\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Putin: Spitzenpolitiker der Welt nicht zur Hinrichtung von Gaddafi berechtigt<\/strong><br>\nNiemand hat laut Premier Wladimir Putin den f&uuml;hrenden Pers&ouml;nlichkeiten gewisser Staaten das Recht erteilt, den libyschen Staatschef Muammar Gaddafi hinzurichten.<br>\n&ldquo;Was ist das f&uuml;r eine Flugsperre, wenn jede Nacht Pal&auml;ste bombardiert werden&hellip; Zun&auml;chst wurde erkl&auml;rt: Wir wollen Gaddafi nicht t&ouml;ten. Jetzt sagen einige offizielle Pers&ouml;nlichkeiten: &lsquo;Ja, wir sind bestrebt, Gaddafi zu vernichten.&rsquo; Wer hat das aber erlaubt? Gab es denn ein Gericht? Wer hat sich das Recht angema&szlig;t, einen Menschen hinzurichten, wie er auch immer sein mag? Und alle schweigen&rdquo;, sagte Putin in einer Pressekonferenz nach Verhandlungen mit seinem d&auml;nischen Amtskollegen Lars L&oslash;kke Rasmussen.<br>\nPremier Putin schlug vor, einen Blick auf die Landkarte des Nahen Ostens sowie von Nordafrika zu werfen. &ldquo;Dort gibt es nichts au&szlig;er Monarchien. Oder gibt es dort etwa eine Demokratie nach d&auml;nischem Muster? Nein. Nur Monarchien rundherum. Das entspricht im Gro&szlig;en und Ganzen der Mentalit&auml;t der Bev&ouml;lkerung und der dort entstandenen Praxis.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.rian.ru\/politics\/20110426\/258955210.html\">RIA Novosti<\/a><\/li>\n<li><strong>NATO Says It Is Stepping Up Attacks on Libya Targets<\/strong><br>\nWhite House officials said President Obama had been briefed on the more energetic bombing campaign, which included a strike early on Monday on Colonel Qaddafi&rsquo;s residential compound in the heart of Tripoli, the capital.<br>\nUnited States officials said the effort was not intended to kill the Libyan leader, but to take the war to his doorstep, raising the price of his efforts to continue to hold on to power. &ldquo;We want to make sure he knows there is a war going on, and it&rsquo;s not just in Misurata,&rdquo; said a senior administration official, who requested anonymity in discussing military planning.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/04\/27\/world\/middleeast\/27strategy.html?_r=1\">New York Times<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Anbiederung an die SPD macht uns &uuml;berfl&uuml;ssig<\/strong><br>\nLinken-Vizechefin Sahra Wagenknecht &uuml;ber Grabenk&auml;mpfe in der Partei, Kritik am Kapitalismus &ndash; und ihr Verh&auml;ltnis zur DDR<br>\n&ldquo;Der heutige Kapitalismus schr&auml;nkt Freiheit in vieler Hinsicht ein. Wer von Hartz IV leben muss, ist nicht frei. Auch wer dauernd &Uuml;berstunden macht und kaum noch Zeit f&uuml;r Familie und Freunde hat, wer sich von einem befristeten Job zum n&auml;chsten hangelt, ist unfrei. Er kann sein Leben nicht mehr planen. Auch die meisten M&auml;rkte sind &uuml;brigens nicht frei, sondern von wenigen gro&szlig;en Unternehmen beherrscht. &hellip; Die SPD ist kl&auml;glich mit dem Versuch gescheitert, sich ein Oppositionsimage zu geben. Sie steht &ndash; von Frank-Walter Steinmeier bis Olaf Scholz &ndash; zur neoliberalen Agenda-Politik: also zu Leiharbeit, Billigjobs, Rentenprivatisierung und Hartz IV. Und die Gr&uuml;nen sind gerade dabei, auch noch die letzten Reste sozialer Forderungen aus ihrem Programm zu entsorgen. &hellip; und ich bin&rsquo;s auch leid, diese Steinzeit-Zitate immer wieder vorgehalten zu bekommen. Wenn man andere Politiker damit konfrontieren w&uuml;rde, was sie im Alter von 20 Jahren gesagt haben, d&uuml;rfte man auch illustre Dinge finden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/anbiederung-an-die-spd-macht-uns-ueberfluessig-linken-vizechefin-sahra-wagenknecht-ueber-grabenkaempfe-in-der-partei-kritik-am-kapitalismus-und-ihr-verhaeltnis-zur-ddr\/4118014.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Peter Schneider &ndash; ein schlechter Ratgeber f&uuml;r die SPD<\/strong><br>\nPeter Schneider fragt zu Beginn nach dem Zustand seiner &ldquo;Stamm-Partei&rdquo;, die von einer &bdquo;krachenden Niederlage&ldquo; der Regierungsparteien sprach, &ldquo;obwohl es doch die SPD war, die in Rheinland-Pfalz die meisten Stimmen verlor, 12 Prozent.&rdquo; Und er folgert v&ouml;llig zurecht: &ldquo;&Uuml;ber den Realit&auml;tssinn einer Partei, die am solch einem Abend in Heiterkeit verf&auml;llt, darf man sich Sorgen machen.&rdquo;<br>\nDann aber nimmt Schneiders Text eine erstaunliche Wende und er landet schnurstracks bei der Kanzlerin: Die &ldquo;skrupellose G&auml;rtnerin namens Angela Merkel&rdquo;, habe &ldquo;jedes lebensf&auml;hige Pfl&auml;nzchen im Garten der SPD umgetopft und mit dem Etikett CDU versehen&rdquo;.&nbsp;<br>\nUnd welches ist, wenn es nach Peter Schneider geht, jenes &ldquo;lebensf&auml;hige Pfl&auml;nzchen im Garten der SPD&rdquo;? Richtig: Die Agenda 2010. Nat&uuml;rlich. Peter Schneider: &ldquo;Den Aufschwung, mit dem sie sich schm&uuml;ckt, verdankt sie nicht etwa eigenen Reformen, sondern Gerhard Schr&ouml;ders tapferer, auch fehlerhafter Agenda 2010. Das konnte sie unwidersprochen tun, weil sich die ewige Mehrheit der Besserwisser in der SPD vor der Agenda inzwischen bekreuzigt. Dann kehrte der rachs&uuml;chtige verlorene Sohn Oskar Lafontaine in die Politik zur&uuml;ck, um der SPD einen guten Teil ihrer Klientel abzujagen.&rdquo;<br>\nEr irrt dabei gleich in zweifacher Weise: Weder ist irgendwo von irgendjemandem nachgewiesen worden&nbsp;&ndash; nachgewiesen, nicht behauptet! -, dass die Agenda 2010 zu irgendeinem Wirtschaftsaufschwung beigetragen hat, noch ist, selbst mit sozialdemokratisch wohlwollendstem, um nicht zu sagen sehns&uuml;chtigstem Blick, irgendwo eine &ldquo;Mehrheit der Besserwisser&rdquo; zu sichten, die sich vor der Agenda 2010 &ldquo;bekreuzigt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=124&amp;Itemid=2\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die &bdquo;Angst-Partei&ldquo; &ndash; eine literarische Groteske<\/strong><br>\n&ldquo;Die Zeit war reif. Das wusste niemand besser als E R. E R hatte es immer wieder getestet. Wie ein Koch, der mit seinem scharfen Messer in die im Wasser brodelnden Kartoffeln sticht, um zu pr&uuml;fen, ob sie gar sind, hatte E R mit seiner schneidenden Stimme und seinen<br>\nmesserscharfen Thesen immer wieder in die Gesellschaft hineingestochen. Und jedes Mal war der Widerstand geringer geworden. E R hatte lange schon erkannt, dass &bdquo;die Volksseele kochte&ldquo;, wie E R es nannte. Die anderen hatten bis zum Schluss den Deckel drauf gehalten; die Hitze herausgenommen hatten sie nicht&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.macondo-magazin.de\/magazin\/aktuellesheft\/macondo24thorsten_hild.pdf\">Literaturmagazin Macondo [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Anl&auml;sslich der Entscheidung der Schiedskommission der SPD, Sarrazin in der SPD als Mitglied weiter zu dulden und der von der Generalsekret&auml;rin Andrea Nahles unternommenen Verharmlosungen (<a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/nachrichten\/201104260900\/3\">hier<\/a>&nbsp;und <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1443128\/\">hier<\/a>), hat uns Thorsten Hild seine Erz&auml;hlung &ldquo;Reif&rdquo; zugesendet, die das Literaturmagazin <a href=\"http:\/\/www.die-lust-am-lesen.de\/\">Macondo<\/a>&nbsp;im M&auml;rz dieses Jahres ver&ouml;ffentlicht hat und den NachDenkSeiten als Link zur Verf&uuml;gung stellt. Das Thema der&nbsp;gleichnamigen Ausgabe des Magazins: Schurken.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: &bdquo;Banken wollen von Umschuldung Griechenlands profitieren&ldquo;; Europa muss den M&auml;rkten politisch etwas entgegensetzen; Mindestlohn: Wirtschaft schmarotzt; F&uuml;r Spezialisten kann Leiharbeit ihr Schmuddelimage verlieren; Die Lohnquote ist rapide gesunken; In der Leiharbeit steigt der Druck; Sieben Prozent der Erwerbst&auml;tigen sind arm, Tendenz steigend; Wenn nur noch die Rendite z&auml;hlt &ndash;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9271\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9271","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9271","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9271"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9271\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9273,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9271\/revisions\/9273"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}