{"id":9293,"date":"2011-05-04T08:40:14","date_gmt":"2011-05-04T06:40:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9293"},"modified":"2011-05-04T09:57:18","modified_gmt":"2011-05-04T07:57:18","slug":"hinweise-des-tages-1376","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9293","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Osama Bin Laden; Bruttonationaleinkommen, verf&uuml;gbares Einkommen und Volkseinkommen Deutschland; Mit Vollgas in die n&auml;chste Katastrophe?; USA verklagen Deutsche Bank; Eine Chronik des Sozialabbaus 2011; Eilklage gegen neuen Hartz IV Regelsatz eingereicht; Schweiz: &laquo;Wir wollen die ausl&auml;ndischen Schein-Selbst&auml;ndigen nicht&raquo;; Bahnverband will R&uuml;ttgers nicht als Cheflobbyisten; Rechte Gewalt: Erweiterte Kampfzone; Illegale Migration im Mittelmeerraum; Sarrazin macht SPD zur Migrantenpartei; Klaus Klemm: Nach dem Bildungsgipfel: der Abstieg; Masterstudienpl&auml;tze: Kultusminister stellen sich blind; Michael Hartmann: Herkunft und Bildungschancen in Deutschland; Appell zur Friedenserziehung an den Schulen; Die Dummheit der Rechten: Jan Fleischhauer; Rebellencombo beim Eurovision Song Contest; TV-Tipp: Der Terrorf&uuml;rst aus Mannheim; zu guter Letzt: Volker Pispers: Osama Bin Laden ist tot! Erleichterung; das Allerletzte: Perus Pr&auml;sident schreibt bin Ladens Tod Johannes Paul II. zu (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Osama Bin Laden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Bruttonationaleinkommen, verf&uuml;gbares Einkommen und Volkseinkommen Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Mit Vollgas in die n&auml;chste Katastrophe?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">USA verklagen Deutsche Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Eine Chronik des Sozialabbaus 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Eilklage gegen neuen Hartz IV Regelsatz eingereicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Schweiz: &laquo;Wir wollen die ausl&auml;ndischen Schein-Selbst&auml;ndigen nicht&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Bahnverband will R&uuml;ttgers nicht als Cheflobbyisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Rechte Gewalt: Erweiterte Kampfzone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Illegale Migration im Mittelmeerraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Sarrazin macht SPD zur Migrantenpartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Klaus Klemm: Nach dem Bildungsgipfel: der Abstieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Masterstudienpl&auml;tze: Kultusminister stellen sich blind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Michael Hartmann: Herkunft und Bildungschancen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Appell zur Friedenserziehung an den Schulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Die Dummheit der Rechten: Jan Fleischhauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Rebellencombo beim Eurovision Song Contest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">TV-Tipp: Der Terrorf&uuml;rst aus Mannheim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">zu guter Letzt: Volker Pispers: Osama Bin Laden ist tot! Erleichterung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">das Allerletzte: Perus Pr&auml;sident schreibt bin Ladens Tod Johannes Paul II. zu<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=9293&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Osama Bin Laden<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Heribert Prantl &ndash; &Uuml;ber das T&ouml;ten eines Feindes<\/strong><br>\nWelches Gesetz deckte die Erschie&szlig;ung Bin Ladens? Die Rechtsprechung der USA verlangt vor der Todesstrafe einen Prozess. Rechtsstaatliches Recht verbietet jegliche Exekution. Das Kriegsv&ouml;lkerrecht deckt die US-Aktion auch nicht. Die Entscheidung, den Terrorpaten zu t&ouml;ten, war eine politische. [&hellip;]<br>\nWenn man die Exekution irgendwie rechtlich fassen will, dann geht das nur mit den Argumenten des sogenannten Feindstrafrechts. Das Feindstrafrecht &ndash; das es nicht offiziell gibt, das aber in konservativen politischen Kreisen diskutiert wird &ndash; ist etwas ganz anderes als das normale Strafrecht; es ist eigentlich gar kein Recht, sondern eine euphemistische Bezeichnung daf&uuml;r, dass es gegen &ldquo;Feinde&rdquo; keine dieser sch&uuml;tzenden Regeln mehr gibt. Rechtsgarantien, die f&uuml;r normale Beschuldigte gelten, sind hier au&szlig;er Kraft gesetzt. Wer Feind ist, ist in diesem Denksystem keine rechtliche, sondern eine politische Frage.<br>\nDas sogenannte Feindstrafrecht propagiert den Ausschluss eines Menschen, eines Feindes aus dem Recht. Die USA hatten politisch offenbar beschlossen, dass f&uuml;r Bin Laden, der sich von jeglichem Recht entfernt hatte, ein Ausschluss aus dem Recht gelten soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/us-kommandoaktion-gegen-osama-bin-laden-das-toeten-eines-feindes-1.1092300\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Robert Misik &ndash; Der Alte hinterm Berg<\/strong><br>\nWelch eine Meldung w&auml;re das noch vor sechs, sieben Jahren gewesen &ndash; &ldquo;Osama bin Laden von US-Spezialeinheiten get&ouml;tet&rdquo;. Heute ist das selbst f&uuml;r Nachrichtenjunkies eine Meldung, die allenfalls mit Interesse aufgenommen wird &ldquo;&hellip; ach, ja, bin Laden&rdquo;. Die Nachricht von seinem Tod kommt jedenfalls Jahre zu sp&auml;t, als dass sie noch gro&szlig;e Emotionen aufw&uuml;hlen oder gar weltpolitische Wellen schlagen k&ouml;nnte. Einerseits.<br>\nAndererseits war Osama bin Laden die erste ikonographische Figur des neuen Milleniums. Er war eine Ikone des B&ouml;sen: Der Mann mit Turban und dem langen Zauselbart, der der Weltmacht USA und dem Westen den Kampf ansagt &ndash; das Gesicht eines Massenm&ouml;rders. Immerhin hat die al-Qaida, deren Gesicht er ja war, die ikonographischen Bilder schlechthin des vergangenen Jahrzehnts produziert: Die Bilder der Flugzeuge, die in die World-Trade-Center-T&uuml;rme jagen; die Bilder der brennenden T&uuml;rme; der Menschen, die hunderte Stockwerke tief in den Tod springen; der einst&uuml;rzenden Hochbauten. Diese Bilder sind f&uuml;r immer mit dem Bild von dem hageren, zottelb&auml;rtigen Mann verbunden.<br>\nUnd so war er von Beginn an mindestens so sehr, wie er eine reale Person und der tats&auml;chliche F&uuml;hrer eines Terrornetzwerkes war, auch ein Mysterium, Produkt unserer Projektionen, eine Kunstfigur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/amerika\/artikel\/1\/der-alte-hinterm-berg\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/atimes\/Middle_East\/ME04Ak01.html\">Pepe Escobar &ndash; Obama\/Osama rock the casbah<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Womit wollen wir eigentlich werben in der Welt?<\/strong><br>\nDie bessere Weltanschauung hat gesiegt! Bin Ladin ist tot und die USA k&ouml;nnen nach zehn Jahren jenen Kopf pr&auml;sentieren, f&uuml;r den sie offiziell gegen den Terrorismus ins Gefecht zogen. Die Guten haben gewonnen! Die sanftm&uuml;tigere, die aufgekl&auml;rtere Weltsicht obsiegte! Und wie diese Guten vor dem Wei&szlig;en Haus jubelierten, Fahnen schwenkten und patriotische Liedchen tr&auml;llerten, das wirft schon ein ern&uuml;chterndes Bild auf diese aufgekl&auml;rte Gesellschaft, die nun diesen erw&uuml;nschten Leichnam vorzuweisen haben. Was unterscheidet die singende und feiernde Menge, die sich am Leichnam eines Menschen aufgeilt, von den tollw&uuml;tigen Massen, die im Mittleren Osten soldatische Leichen zerfleddern als Zeichen &ldquo;ihres Triumphes&rdquo;?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2011\/05\/womit-wollen-wir-eigentlich-werben-in.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bruttonationaleinkommen, verf&uuml;gbares Einkommen und Volkseinkommen Deutschland<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Content\/Statistiken\/Zeitreihen\/LangeReihen\/VolkswirtschaftlicheGesamtrechnungen\/Content100\/lrvgr04j,templateId=renderPrint.psml\">Destatis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Schaut man sich die Tabelle an, so wird man feststellen, dass bis auf die Jahre 2009 und 2008 (Finanz- und Wirtschaftskrise) die Unternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen in den letzten10 Jahren prozentual erheblich h&ouml;her angestiegen sind als das Arbeitnehmerentgelte. Man beachte auch die Wachstumsraten des Arbeitnehmerentgelts in den 70er und 80er Jahren im Vergleich zu den letzten 10 Jahren.<\/em><br>\n<em>Die Arbeitnehmerentgelte sind in den letzten 10 Jahren absolut nur gering angestiegen, die Unternehmen- und Verm&ouml;genseinkommen dagegen <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Content\/Statistiken\/Zeitreihen\/LangeReihen\/VolkswirtschaftlicheGesamtrechnungen\/Content100\/lrvgr04a,templateId=renderPrint.psml\">um stolze 51%<\/a>. <\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110505_unternehmens_und_vermoegenseinkommen.jpg\" alt=\"Unternehmens- u Verm&ouml;genseinkommen\"><br>\n<em>Quelle: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser H-D.S.:<\/strong> Der Vergleich von Unternehmens- u. Verm&ouml;genseinkommen zum nationalen Arbeitnehmerentgelt zeigt die wesentlichen Unterschiede der verschiedenen Regierungsperioden in Bezug auf Verteilungsgerechtigkeit. Vor allem wird auch der Einfluss von INSM auf die Regierung Schr&ouml;der deutlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mit Vollgas in die n&auml;chste Katastrophe?<\/strong><br>\nRen&eacute; Zeyer hat an der Generalversammlung der UBS der F&uuml;hrung dieser Grossbank die Leviten gelesen:<br>\nIch freue mich, dass wir diese GV in der Schweiz abhalten d&uuml;rfen. Und nicht etwa auf den Bahamas oder in Panama City. Denn Herr Gr&uuml;bel droht ja unverhohlen mit einem Wegzug der UBS, weil ihm die geplanten Schweizer Eigenkapitalvorschriften nicht passen. Das sagt ausgerechnet der Boss der Bank, die es nur dank den Schweizer Steuerzahlern &uuml;berhaupt noch gibt. &hellip; Und wo soll die Schweizer Traditionsbank UBS denn hingehen, wenn sie weggeht? Als UB, als Unbekannte Bank, nach Singapur, nach Kasachstan, in die USA? Nach Amerika, wo die UBS im Wealth Management auch letztes Jahr einen Verlust von 130 Millionen Dollar machte? Wo die UBS mit Multimillionenklagen &uuml;berzogen wird, von Madoff- und Lehman-Opfern und von Kontenbesitzern, deren Daten Sie ausgeliefert haben? In die USA, wo Ihr grossartiges Investment-Banking von 2006 bis Ende 2010 insgesamt einen Verlust von fast 45 Milliarden Dollar einfuhr? Davor verblassen doch die knapp 2,2 Milliarden Dollar Zwischengewinn des letzten Jahres. Diese gigantischen Verluste, die die Bank an den Rand des Ruins trieben, hinderten Sie nicht daran, Ihren US-Bankern in diesen 5 Jahren 34 Milliarden Dollar zu bezahlen. &hellip; Zocken im roten Bereich, Ablehnen jeglicher Regulierung, Ignorieren des Aktion&auml;rs als Risikonehmer, Milliardenboni f&uuml;r bescheidene Leistungen. Nichts gelernt, nichts begriffen, mit Vollgas in die n&auml;chste Katastrophe. Sie werden nicht ruhen, bis Sie die UBS ein weiteres Mal gegen die Wand gefahren haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.journal21.ch\/mit-vollgas-die-n%C3%A4chste-katastrophe\">Journal 21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>USA verklagen Deutsche Bank<\/strong><br>\nDie USA verklagen die Deutsche Bank wegen ihrer Gesch&auml;fte auf dem amerikanischen Immobilienmarkt. Das teilte das amerikanische Justizministerium am Dienstag mit. Es gehe dabei um m&ouml;glichen Hypothekenbetrug und &ldquo;Jahre von waghalsigen Praktiken bei der Kreditvergabe&rdquo;. Vor einem Bundesgericht in Manhattan wurde eine Zivilklage gegen Deutschlands gr&ouml;&szlig;tes Geldhaus eingereicht. Die Anklage fordert Schadensersatz, der sich auf mehr als 1 Mrd. Dollar belaufen k&ouml;nnte.<br>\nNeben der Deutschen Bank sind eine ganze Reihe anderer Institute wegen ihrer Aktivit&auml;ten auf dem US-Hypothekenmarkt in die Schusslinie geraten. Gegen etliche US-Institute wird im Zusammenhang mit mutma&szlig;lich widerrechtlichen Zwangsr&auml;umungen ermittelt. Das Wall-Street-Haus Goldman Sachs einigte sich im vergangenen Jahr g&uuml;tlich mit der US-B&ouml;rsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) auf eine Zahlung von 550 Mio. Dollar. Die SEC hatte Goldman zuvor wegen Betrugs angeklagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:hypothekenmarkt-usa-verklagen-deutsche-bank\/60047044.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eine Chronik des Sozialabbaus 2011<\/strong><br>\nDie Jobcenter in der Hauptstadt sind nach einem Urteil des Sozialgerichtes Berlin nicht verpflichtet, f&uuml;r &raquo;Hartz IV&laquo;-Leistungsbezieher die Renovierungskosten f&uuml;r eine neu angemietete Wohnung zu &uuml;bernehmen (Az.: S 157 AS 32385\/10). Eine Bezieherin von Arbeitslosengeld II hatte beim Jobcenter die Kosten&uuml;bernahme f&uuml;r eine Einzugsrenovierung in H&ouml;he von rund 114 Euro beantragt. Die Beh&ouml;rde lehnte ihren Antrag ab, die Frau klagte daraufhin. Aus Sicht des Gerichtes gibt es in der Hauptstadt genug Wohnraum, der auch ohne Einzugsrenovierung sofort bezogen werden k&ouml;nne. So h&auml;tte die Kl&auml;gerin &raquo;unangemessene Kosten&laquo; vermeiden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/7-2011&amp;textfile=1383\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Eilklage gegen neuen Hartz IV Regelsatz eingereicht<\/strong><br>\nWie die Hartz IV-Plattform aus Wiesbaden mitteilt, wurde aktuell eine Eilklage gegen den &bdquo;fehlerhaft ermittelten und zu geringen Regelsatz von 364 Euro beim Sozialgericht eingereicht.&ldquo; Mit der Klage soll eine baldige Klarstellung bei Bundesverfassungsgericht erreicht werden. Unterst&uuml;tzt wurde die Klagebegr&uuml;ndung durch den Lehrbeauftragten an der Universit&auml;t Freiburg und langj&auml;hrigen Dozenten der Deutschen Anwalts- Akademie, Dr. Ulrich Sartorius. Mit der Klage wolle die Initiative &bdquo; im Interesse aller Betroffenen den schnellst m&ouml;glichen Rechtsweg beschreiten, damit das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die Politik an ihre Hausaufgaben aus dem Hartz IV-Urteil vom 9. Februar 2010 erinnert und nach dessen Buchstaben ein tats&auml;chliches Grundrecht auf &bdquo;menschenw&uuml;rdiges Existenzminimum&ldquo; sicher stellt.&ldquo;, sagte Brigitte Vallenthin, Sprecherin der Hartz4-Plattform.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-hartz.de\/nachrichtenueberhartziv\/eilklage-gegen-hartz-iv-regelsatz-hoehe-323002.php\">gegen-hartz.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schweiz: &laquo;Wir wollen die ausl&auml;ndischen Schein-Selbst&auml;ndigen nicht&raquo;<\/strong><br>\n38 Prozent der von EU-Firmen entsandten Kurzaufenthalter haben 2010 f&uuml;r weniger als den Schweizer GAV- Mindestlohn arbeiten m&uuml;ssen. In Branchen ohne GAV waren es 12 Prozent. Von den kontrollierten Schweizer Arbeitgebern unterschritten 41 Prozent den Mindestansatz.<br>\nInsgesamt wurden 18&rsquo;000 Schweizer Unternehmen und etwa 16&rsquo;000 Entsendebetriebe aus der EU unter die Lupe genommen. Diese Unternehmen besch&auml;ftigen Arbeitnehmer f&uuml;r weniger als 90 Tage in der Schweiz. Die H&auml;lfte dieser Kurzaufenthalter war bei Schweizer Firmen, 40 Prozent bei ausl&auml;ndischen besch&auml;ftigt. 10 Prozent galten als Selbstst&auml;ndige.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bazonline.ch\/wirtschaft\/unternehmen\/wirtschaft\/unternehmen-und-konjunktur\/Wie-Schweizer-Firmen-mit-EUPersonal-die-Loehne-untergraben\/story\/16247072\">Baseler Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bahnverband will R&uuml;ttgers nicht als Cheflobbyisten<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen R&uuml;ttgers muss erneut eine Wahlniederlage hinnehmen: Der Ex-Ministerpr&auml;sident von Nordrhein-Westfalen erhielt vorerst nicht die n&ouml;tigen Stimmen f&uuml;r den Chefposten beim europ&auml;ischen Bahnverband CER &ndash; vor allem die Franzosen sperren sich gegen den deutschen Kandidaten.<br>\nKnapp ein Jahr nach dem Ende seiner politischen Karriere wollte J&uuml;rgen R&uuml;ttgers eigentlich in die Wirtschaft wechseln &ndash; als Cheflobbyist f&uuml;r Europas Bahnen. Doch daraus wird vorerst nichts: Er erhielt am Dienstag bei der Hauptversammlung der Gemeinschaft der Europ&auml;ischen Bahnen (CER) in Paris zwar die meisten Stimmen der f&uuml;nf Kandidaten, aber nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit. [&hellip;] Laut dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo; hatte die Bundesregierung in Paris vergeblich interveniert, die franz&ouml;sische Staatsbahn SNCF m&ouml;ge ihren Kandidaten zur&uuml;ckziehen. Das Verh&auml;ltnis zwischen der Deutschen Bahn und der SNCF &ndash; die beiden gr&ouml;&szlig;ten und einflussreichsten Bahngesellschaften Europas &ndash; gilt ohnehin seit Jahren als gespannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,760477,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rechte Gewalt: Erweiterte Kampfzone<\/strong><br>\nHamburger verbarrikadieren ihre Ladenlokale am 1. Mai, Kreuzberger Mittelstandsfamilien packen ihre Koffer, fliehen raus aufs Land: blo&szlig; weg von den Randalen in der gro&szlig;en Stadt. Selten war diese auch schon ritualisierte Flucht so irref&uuml;hrend wie an diesem Wochenende. Die Bilder der Kreuzberger N&auml;chte verdecken einen echten Stra&szlig;enkampf ums &Uuml;berleben. Denn dort auf dem Land, wo nicht die gro&szlig;en &Uuml;bertragungswagen der Fernsehsender auf die Feuerschwaden brennender Autos warten, hat sich ein neues Format entwickelt: Ganz k&uuml;hl f&uuml;hren Neonazis den Stra&szlig;enkampf in der Provinz mit Dachlatten und Schlagwerkzeugen.<br>\nMan m&ouml;ge sich das vor Augen f&uuml;hren: Weil ein Student eine Antifa-Fahne am Fenster h&auml;ngen hat, schlagen vermummte Neonazis ihm mit einem Hammer die Scheibe ein und bespr&uuml;hen den am Schreibtisch Sitzenden mit gelber Farbe. Am helllichten Tag st&uuml;rmen zehn vermummte Neonazis auf Gewerkschaftsjugendliche los, mit St&ouml;cken in der Hand. Wieder andere werden von Rechten krankenhausreif gepr&uuml;gelt, weil einer von ihnen ein Friedenssymbol auf dem Pullover tr&auml;gt. All dies allein in Greifswald, an diesem Wochenende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F05%2F02%2Fa0086&amp;cHash=0f9b2fddfb\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Illegale Migration im Mittelmeerraum<\/strong><br>\nDie Bilder von Fl&uuml;chtlingswellen im Mittelmeerraum sind nicht neu. Bereits 2008 verzeichnete die italienische Insel Lampedusa mit &uuml;ber 30&thinsp;000 Fl&uuml;chtlingen einen bis dahin nicht gekannten Zustrom an Asylbewerbern und Arbeitssuchenden aus Nordafrika. Dennoch lie&szlig; Italiens Premier Silvio Berlusconi 2009 das Lager schlie&szlig;en. Er setzte stattdessen auf ein R&uuml;ckf&uuml;hrungsabkommen mit Libyen und gemeinsame Kontrollen auf See. Die Kritik des UNHCR an der prek&auml;ren Menschenrechtslage unter dem Gaddafi-Regime, das seine zwei Millionen Fl&uuml;chtlinge wie Gefangene behandelt, k&uuml;mmerte Rom bislang nicht. Doch mit den politischen Umbr&uuml;chen in Nordafrika treten die Defizite in der Asylpolitik der EU-Mittelmeeranrainer Italien, Griechenland, Frankreich und Spanien deutlich zutage. Statt Fl&uuml;chtlinge umzuverteilen, sollte die EU ihre Mitglieder st&auml;rker zur Achtung der Menschenrechte anhalten und hierzu verbindliche Mindeststandards formulieren.<br>\nDoch selbst wenn sich Italiens Bef&uuml;rchtungen bewahrheiten und 300&thinsp;000 Fl&uuml;chtlinge aus Nordafrika in der EU um Asyl bitten oder Arbeit suchen, l&auml;ge diese Zahl noch immer unter den 350&thinsp;000 bis 500&thinsp;000 illegalen Einwanderern, die jedes Jahr in die Union kommen. Davon passieren zwei Drittel nicht etwa illegal die Landes- oder Seegrenzen, sondern reisen ganz legal ein. Ausgangspunkt hierf&uuml;r ist in allen EU-Mittelmeerstaaten die Anwerbung ausl&auml;ndischer Arbeitskr&auml;fte aus Nordafrika, aus S&uuml;dosteuropa und Lateinamerika. Die meisten kehren nach Ablauf ihrer Aufenthaltserlaubnis nicht in ihre Heimatl&auml;nder zur&uuml;ck, sondern gleiten in informelle Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse ab. Bevor die EU &uuml;ber Mobililit&auml;tspartnerschaften weitere Arbeitskr&auml;fte anwirbt, sollte sie Legalisierungsma&szlig;nahmen unterst&uuml;tzen, die in den Mittelmeeranrainern allen Beteiligten Vorteile gebracht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swp-berlin.org\/fileadmin\/contents\/products\/studien\/2011_S10_rds_ks.pdf\">SWP [PDF- 614 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sarrazin macht SPD zur Migrantenpartei<\/strong><br>\nNach dem verpatzten Parteiausschluss von Thilo Sarrazin und der anschlie&szlig;enden Kritik versucht die Parteispitze am Montag Geschlossenheit zu demonstrieren. Der Name Sarrazin f&auml;llt lange nicht. Daf&uuml;r verk&uuml;ndet Nahles, dass sich die Bundespartei eine Quote f&uuml;r Migranten verpassen will. &ldquo;Wir werden dem Parteivorstand vorschlagen, in allen Gremien der Bundespartei k&uuml;nftig eine Quote von mindestens 15 Prozent zu vereinbaren&rdquo;, sagt sie. Bereits beim Parteitag im Dezember kann eine entsprechende Selbstverpflichtung verabschiedet werden.  Obwohl etwa 14 Prozent der Parteimitglieder einen Migrationshintergrund haben, liegt ihr Anteil im 45-k&ouml;pfigen Bundesvorstand und dem Pr&auml;sidium derzeit bei null Prozent.<br>\nParteichef Sigmar Gabriel r&auml;umt am Montag ein, dass die Debatte um die Migrantenquote durch die Causa Sarrazin eine &ldquo;zus&auml;tzliche Dynamik bekommen&rdquo; habe. In der Telefonkonferenz des Pr&auml;sidiums am Montag habe es laut Parteichef Gabriel aber keine offene Kritik am Verfahren und der Entscheidung um Sarrazin gegeben. Dennoch gestand er Kommunikationsfehler ein. &ldquo;Es ist w&uuml;nschenswert, wenn es anders gelaufen w&auml;re.&rdquo; Aber es liege auf der Hand, dass so ein Verfahren zu &Auml;rger f&uuml;hre. &ldquo;Wir haben uns in die unerf&uuml;llbare Aufgabe gest&uuml;rzt, das Problem um Sarrazin in der Partei zu beheben.&rdquo; Ein bemerkenswerter Satz und das Beinahe-Eingest&auml;ndnis, sich v&ouml;llig verrannt zu haben. Gabriel wiederholte aber seine Kritik an Sarrazin. &ldquo;Ich glaube, die Zweifel an seinen Thesen sind keineswegs ausger&auml;umt&rdquo;, sagte er. Die Schiedskommission habe jedoch der Erkl&auml;rung Sarrazins, in der dieser von Fehlinterpretationen sprach, Glauben geschenkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2011%2F05%2F03%2Fa0053&amp;cHash=c8d45c800d\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &ldquo;Die Schiedskommission habe jedoch der Erkl&auml;rung Sarrazins, in der dieser von Fehlinterpretationen sprach, Glauben geschenkt.&rdquo; Was hei&szlig; das?  Nehmen wir die die vierte Grundlast in Deutschland: Diese &ldquo;besteht in der unterschiedlichen Fruchtbarkeit von bildungsnahen und bildungsfernen Schichten. Das hat in nur wenigen Generationen erhebliche Auswirkungen auf das intellektuelle Potential der Gesellschaft.&rdquo; Damit leugnet Sarrazin die M&ouml;glichkeit &uuml;ber mehrere Generationen aus bildungsfernen Schichten in bildungsnahe aufzusteigen &ndash; ein Essential der Sozialdemokratie. Da gibt es nichts fehlzuinterpretieren.<\/em><br>\n<em>Oder die f&uuml;nfte Grundlast: Diese &ldquo;besteht in der Zunahme des Anteils von Menschen mit muslimischem Migrationshintergrund an der Gesamtbev&ouml;lkerung&rdquo; und weiter: &ldquo;Die vierte und f&uuml;nfte Grundlast &ndash; Verschiebung der Bev&ouml;lkerungsstruktur zu weniger intelligenten beziehungsweise bildungsferneren Schichten &ndash; geht einher mit einer durchschnittlich geringeren Aufgeschlossenheit gegen&uuml;ber dem Erwerb von Wissen sowie mit einer geringeren F&auml;higkeit, dieses zu erwerben.&rdquo; Religion und Herkunft definieren Intelligenz, da kann sich die SPD ja gleich selbst abschaffen &ndash; ganz abgesehen davon, dass der Mann meine Gro&szlig;eltern beleidigt.<\/em><br>\n<em>Die Schiedskommission h&auml;tte Sarrazin auffordern m&uuml;ssen, sich von diesen Aussagen als nicht-sozialdemokratische zu distanzieren. Wenn Gabriel heute von nicht ausger&auml;umten Zweifeln an den Sarrazin-Thesen spricht, was gab es da auszur&auml;umen? In dem Buch steht, was da steht, n&auml;mlich Falsches und Menschenverachtendes &ndash; ganz zu schweigen von den unsinnigen und unseri&ouml;sen Prognosen der ersten drei Grundlasten, Hochrechnungen auf das Jahr 2050. &ndash; Das Vertrauen, das die SPD bei Menschen mit Migrationshintergrund durch den Umgang mit Sarrazin verloren hat, l&auml;sst sich nicht durch solch durchsichtige Man&ouml;ver wiedergewinnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Klaus Klemm: Nach dem Bildungsgipfel: der Abstieg<\/strong><br>\nWer sich auf die Suche nach der &sbquo;Bildungsrepublik Deutschland&rsquo; sowie nach den auf diese Perspektive bezogenen Zielsetzungen des Bildungsgipfels vom Herbst 2008 begibt, wird nicht recht f&uuml;ndig. Damals in Dresden hatten die Regierungschefs von Bund und L&auml;ndern in seltener Einm&uuml;tigkeit verk&uuml;ndet, bis 2015 in Deutschland 10% des Bruttoinlandsproduktes f&uuml;r Bildung und Forschung aufzuwenden (Bundesregierung\/Regierungschefs 2008). Diese Ausgabensteigerung, die bei Erreichen der 10%-Marke eine Erh&ouml;hung des Budgets f&uuml;r Bildung und Forschung um 41 Milliarden Euro gebracht h&auml;tte (Klemm 2009), sollte die finanzielle Basis f&uuml;r die Realisierung zentraler bildungspolitischer Vorhaben schaffen.\n<ul>\n<li>Verabredet  ist, bis 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz einzur&auml;umen und dazu das Platzangebot f&uuml;r unter Dreij&auml;hrige so auszuweiten, dass 35% aller Kinder dieser Altersgruppe in Kindertageseinrichtungen oder in der Kindertagespflege betreut werden k&ouml;nnen. Die aktuell verf&uuml;gbaren Daten zeigen: Im Jahr 2010, also drei Jahre vor dem Zieljahr 2013, werden deutschlandweit erst 23,1% der Kinder in Kindertageseinrichtungen oder in Tagespflege betreut &ndash; 17,4% in den alten L&auml;ndern, 48,1% in den neuen L&auml;ndern und 42,1% in Berlin.<\/li>\n<li>2009 verlie&szlig;en immer noch 7,0% der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler die allgemein bildenden Schulen ohne einen Hauptschulabschluss erreicht zu haben. Von dem proklamierten Ziel, die Quote von seinerzeit 8% zu halbieren, ist Deutschland danach noch weit entfernt&hellip;<\/li>\n<li>Beim Abbau der Quote der jungen Erwachsenen, die keinen Berufsabschluss erlangt haben, f&auml;llt die Bilanz besonders desastr&ouml;s aus. Beim Erreichen des Ziels, diese Quote von 17,0% zu halbieren, bewegt sich Deutschland derzeit in die entgegengesetzte Richtung: Die Quote der jungen Erwachsenen im Alter von 20 bis 29 Jahren, die &uuml;ber keine abgeschlossene Berufsausbildung verf&uuml;gen und die sich auch nicht mehr in einem auf einen Abschluss zielendem Ausbildungsgang befinden, ist 2008 &ndash; aktuellere Daten liegen noch nicht vor &ndash; mit 17,2% erschreckend hoch.<\/li>\n<li>Wie stark Deutschland im Bereich der Beteiligung an Hochschulbildung &ndash; trotz der un&uuml;bersehbaren Steigerung &ndash; noch hinter internationalen Zielmarken herhinkt, wird aus der deutschen Absolventenquote ersichtlich: Sie lag 2008 mit 26,2% (Autorengruppe Bildungsberichterstattung 2010) weit hinter dem Zielwert 40% zur&uuml;ck, auf den sich die Europ&auml;ische Union in ihrer die Lissabon-Strategie abl&ouml;senden &sbquo;EUROPA 2020-Strategie&rsquo; verst&auml;ndigt hat (vgl. EU 2020-Strategie 2010). Auch ein Vergleich der deutschen Absolventenquote, die von der OECD f&uuml;r 2008 mit 25,5% berichtet wird, mit dem OECD-Durchschnitt von 38,2% (gleichfalls 2008), verweist auf einen deutschen Nachholbedarf (OECD 2010).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Wort von der &sbquo;Bildungsrepublik Deutschland&rsquo;, dies darf abschlie&szlig;end festgestellt werden, erweist sich als leere Worth&uuml;lse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/09-2011\/++co++83641086-74d5-11e0-693e-001ec9b03e44\">Gegenblende<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Masterstudienpl&auml;tze: Kultusminister stellen sich blind<\/strong><br>\nIm Wintersemester 2010\/2011 waren nach den Recherchen der Kultusminister drei Viertel aller 4.713 gez&auml;hlten Masterstudienpl&auml;tze frei zug&auml;nglich. &ldquo;Und damit ist davon auszugehen, dass hier keine Knappheit des Angebots herrscht&rdquo;, folgern sie im Bericht. Zudem habe man festgestellt, dass der Andrang geringer war als erwartet &ndash; &uuml;ber 6.000 Studienpl&auml;tze und damit 20 Prozent wurden nicht besetzt. Ob das auch k&uuml;nftig gilt, wagen die Ministerialbeamten nicht vorauszusagen. Sie r&auml;umen ein, dass die Zahl der Master-Interessenten in den kommenden Jahren deutlich steigen wird. Ob die Zahl der Pl&auml;tze ausreicht, wollen die Kultusminister aber nicht wissen. &ldquo;Solche sehr aufw&auml;ndigen und weitere B&uuml;rokratie verursachenden Abfragen [&hellip;] sind derzeit nicht geplant&rdquo;, hei&szlig;t es im Bericht. Schlie&szlig;lich habe der Bachelor f&uuml;r die Mehrzahl der Studierenden ohnehin der Regelabschluss zu sein. Die Kultusminister verweisen zwar darauf, dass Master-Interessenten den Ort wechseln k&ouml;nnen. Bei ihrer Z&auml;hlung haben sie jedoch gro&szlig;z&uuml;gig dar&uuml;ber hinweggesehen, dass neben Zulassungsbeschr&auml;nkungen &ndash; gemeinhin der Numerus Clausus &ndash; auch Zugangsbeschr&auml;nkungen existieren. Studierendenvertreterin Moska Timar vom bundesweiten Zusammenschluss von Studentinnenschaften (fzs) beklagt hier Wildwuchs. &ldquo;Es herrscht v&ouml;llige Intransparenz, weil jede Hochschule andere H&uuml;rden aufbaut.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2011%2F05%2F02%2Fa0044&amp;cHash=14065811b6\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Michael Hartmann: Herkunft und Bildungschancen in Deutschland<\/strong><br>\nAls 2000 die Ergebnisse der ersten PISA-Studie ver&ouml;ffentlicht wurden, gab es zwei zentrale Befunde, die in Deutschland f&uuml;r eine heftige &ouml;ffentliche Diskussion sorgten: das &uuml;berraschend schlechte Abschneiden der deutschen Sch&uuml;ler insgesamt und die au&szlig;ergew&ouml;hnlich enge Verkn&uuml;pfung von schulischer Leistung und sozialer Herkunft hierzulande. In keinem anderen OECD-Land war dieser Zusammenhang so stark.<br>\nMan h&auml;tte nun erwarten k&ouml;nnen, dass sich die politischen Anstrengungen darauf richten, diese Verkn&uuml;pfung zumindest ein St&uuml;ck weit zu lockern. Wirft man einen Blick auf die zug&auml;nglichen Daten, wird man diesbez&uuml;glich aber entt&auml;uscht.<br>\nGrunds&auml;tzlich gilt: Je mehr Weichenstellungen ein Schulsystem beinhaltet und je fr&uuml;her diese Weichenstellungen erfolgen, umso gr&ouml;&szlig;er f&auml;llt seine soziale Selektivit&auml;t aus. Das hat vor allem zwei Gr&uuml;nde. Kinder aus den &bdquo;bildungsfernen&ldquo; Familien haben dann zum einen weniger Zeit, famili&auml;r bedingte Defizite auszugleichen. Je k&uuml;rzer die gemeinsame Schulzeit ist, desto st&auml;rker schl&auml;gt die im famili&auml;ren Zusammenhang erworbene oder eben auch nicht erworbene Bildung zu Buche. Zum anderen sinkt f&uuml;r die Sch&uuml;ler die Chance, bei einer Leistungssteigerung sp&auml;ter noch einen h&ouml;heren Schulabschluss anzusteuern. In Deutschland liegt die Wechselquote pro Jahr insgesamt schon nur bei drei Prozent aller Sch&uuml;ler. Was aber noch entscheidender ist. Es kommen auf einen, der den Aufstieg von der Realschule auf das Gymnasium schafft, zw&ouml;lf, die den umgekehrten Weg gehen m&uuml;ssen. Wechsel bedeutet also ganz &uuml;berwiegend Bildungsabstieg, nicht Bildungsaufstieg&hellip;<br>\nF&uuml;r die enge Verkn&uuml;pfung von Bildungserfolg und sozialer Herkunft spielen neben der Struktur des Schulsystems auch die fehlenden finanziellen Mittel (z.B. f&uuml;r eine umfassende vorschulische Betreuung) eine entscheidende Rolle. Deutschland gibt deutlich weniger Geld f&uuml;r Bildung als die meisten anderen L&auml;nder aus. Es liegt, was die gesamten Bildungsausgaben angeht, mit 4,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erheblich unterhalb des OECD-Durchschnitts von 5,7 Prozent &ndash; nur ganze drei von insgesamt 30 OECD-Staaten geben noch weniger aus &ndash; und weit hinter L&auml;ndern wie D&auml;nemark mit seinen 7,1 Prozent. Au&szlig;erdem hat es bezogen auf das BIP seit 2003 in dieser Beziehung auch noch einen deutlichen R&uuml;ckgang statt eines Zuwachses (wie bei fast allen anderen L&auml;ndern) zu verzeichnen. Bei den &ouml;ffentlichen Bildungsausgaben sieht es sogar noch schlechter aus. W&auml;hrend Deutschland 10,3 Prozent des &ouml;ffentlichen Haushalts f&uuml;r Bildung ausgibt, sind es im OECD-Durchschnitt 13,3 und in D&auml;nemark sogar 15,4 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/09-2011\/++co++c6196fda-74d4-11e0-693e-001ec9b03e44\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Appell zur Friedenserziehung an den Schulen<\/strong><br>\nZum Jahresbeginn 2011 ist aus der ehemaligen, vom Grundgesetz strikt auf die Verteidigung beschr&auml;nkten Wehrpflichtarmee eine reine Berufsarmee geworden &ndash; eine Armee im Einsatz.<br>\nDie Bundeswehr versucht zunehmend gr&ouml;&szlig;eren Einfluss auf das Bildungswesen zu nehmen, um die Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland in Zeiten des Afghanistankrieges zu legitimieren. Mittlerweile haben acht Bundesl&auml;nder Kooperationsvereinbarungen mit der Bundeswehr unterzeichnet, die der Bundeswehr bzw. den Jugendoffizieren Vorrang in den Bildungseinrichtungen einr&auml;umen. In Baden-W&uuml;rttemberg wurde diese Vereinbarung am 4.Dezember 2009 mit dem Kultusministerium getroffen.<br>\nVor der Landtagswahl am 27. M&auml;rz 2011 haben sich die ExpertInnen von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und SPD f&uuml;r die K&uuml;ndigung der Kooperationsvereinbarung ausgesprochen.<br>\nSch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler sollten das Recht auf umfassende und differenzierte Informationen &uuml;ber das Thema Friedenssicherung und Kriegseins&auml;tze haben, damit sie sich hierzu selbst eine Meinung bilden k&ouml;nnen. Das Auftreten der Bundeswehr in Schulen bedeutet eine institutionalisierte Bevorzugung milit&auml;rischer Sichtweisen und verst&ouml;&szlig;t gegen das Gebot zur Friedensliebe aus Art. 12 Abs.1. der Verfassung des Landes Baden-W&uuml;rttemberg.<br>\nDie Friedenserziehung ist sowohl in der Verfassung als auch im Schulgesetz des Landes Baden-W&uuml;rttemberg verankert. Der Bundeswehr darf daher im Bereich Schule und Bildungswesen kein Podium geboten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110504_appell_schulfrei_fuer_die_bundeswehr.pdf\">Inititatie Schulfrei f&uuml;r die Bundeswehr [PDF &ndash; 459 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Dummheit der Rechten: Jan Fleischhauer<\/strong><br>\nIch wei&szlig;, dass es nicht klug ist, seinen Namen zu nennen und die reaktion&auml;ren Hetzartikelchen zu beachten, die er schreibt. So etwas ignoriert man gemeinhin, schreit der Humbug doch eh nur nach Aufmerksamkeit. Einer Diskussion ist so etwas nicht w&uuml;rdig. Dennoch muss gelegentlich gezeigt werden, wie er funktioniert und auch muss gelegentlich darauf hingewiesen werden, wie der &ldquo;Spiegel&rdquo; zum Kampfblatt der antidemokratischen Rechten geworden ist.<br>\nDass dabei nicht nur eine demokratische Kultur unter die R&auml;der kommt, sondern gleicherma&szlig;en das Niveau journalistischer Argumentation, ist kein Zufall. Man muss kein Aufkl&auml;rer sein, um zu erkennen, dass Propaganda Dummheit bef&ouml;rdert. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass eine bauernschlaue Verdrehung von Fakten letztlich ins Chaos f&uuml;hrt. Wer sich stets die Wirklichkeit so zurecht l&uuml;gt, dass sie in die Gesinnung passt, muss irgendwann die Orientierung verlieren. Danach ist nur noch Parolen dreschen, die sich immer weiter von dem entfernen, was man noch sehen und h&ouml;ren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=8134\">Feynsinn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Rebellencombo beim Eurovision Song Contest<\/strong><br>\nAls die portugiesische TV-Comedy-Truppe &raquo;Homens da Luta&laquo; ihren Song &raquo;A luta &eacute; alegria&laquo; ver&ouml;ffentlichte, wollte sie eigentlich die Nelkenrevolution parodieren. Doch was als Spa&szlig;guerilla begann, wurde die Hymne der Protestbewegung gegen die Regierung. Jetzt vertritt die Rebellencombo Portugal beim Eurovision Song Contest in D&uuml;sseldorf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/marx21.de\/content\/view\/1406\/32\/\">Marx21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>TV-Tipp: Der Terrorf&uuml;rst aus Mannheim<\/strong><br>\nDie Nachbarn halten ihn f&uuml;r freundlich, er geht oft in die Kirche: Doch Ignace Murwanashyaka soll von Mannheim aus den V&ouml;lkermord an Menschen im Ostkongo befohlen haben. Seine Armee: die ber&uuml;chtigten K&auml;mpfer der FDLR.<br>\nKann dieser Befehl aus Deutschland kommen? In der Nacht zum 10. Mai 2009 st&uuml;rmen Rebellen die Stadt Busurungi im Ostkongo. Sie stecken H&auml;user in Brand. Sie ermorden Frauen und Kinder. UN-Ermittler werden die Opferzahl sp&auml;ter auf 60 bis 95 sch&auml;tzen &ndash; ohne die Toten, die in ihren H&auml;usern verbrannten und deren Leichen nie gefunden wurden. Der Angriff geht auf das Konto der FDLR. Die Miliz hat einen deutschen Chef: Ignace Murwanashyaka.<br>\nAm Mittwoch er&ouml;ffnet das Oberlandesgericht Stuttgart den Prozess gegen den Mann, der von Mannheim aus eine der brutalsten Milizen im Kongo-Konflikt befehligt haben soll. Die Anklage wirft ihm Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Mitgliedschaft in einer ausl&auml;ndischen terroristischen Vereinigung vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/der-terrorfuerst-aus-mannheim\/-\/1472596\/8404504\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Dokumentation &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/kriegstreiber-in-deutschland\/4129730.html\">Die Kriegstreiber von nebenan. Deutschland und der Terror im Kongo<\/a>&ldquo; wird heute Abend um 23.30 Uhr in der ARD ausgestrahlt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Volker Pispers: Osama Bin Laden ist tot! Erleichterung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/volker_pispers102.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>das Allerletzte: Perus Pr&auml;sident schreibt bin Ladens Tod Johannes Paul II. zu<\/strong><br>\nDie T&ouml;tung von Al-Qaida-Chef Osama bin Laden ist nach Ansicht des peruanischen Pr&auml;sidenten Alan Garc&iacute;a dem erst am Sonntag selig gesprochenen Papst Johannes Paul II. zu verdanken. Das 2005 verstorbene Oberhaupt der katholischen Kirche habe keine Zeit vergeudet und unmittelbar nach seiner Seligsprechung f&uuml;r ein &bdquo;Wunder&ldquo; gesorgt, sagte Garc&iacute;a am Montag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/perus-praesident-schreibt-bin-ladens-tod-johannes-paul-ii-zu\/4127486.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Osama Bin Laden; Bruttonationaleinkommen, verf&uuml;gbares Einkommen und Volkseinkommen Deutschland; Mit Vollgas in die n&auml;chste Katastrophe?; USA verklagen Deutsche Bank; Eine Chronik des Sozialabbaus 2011; Eilklage gegen neuen Hartz IV Regelsatz eingereicht; Schweiz: &laquo;Wir wollen die ausl&auml;ndischen Schein-Selbst&auml;ndigen nicht&raquo;; Bahnverband will R&uuml;ttgers nicht als Cheflobbyisten; Rechte Gewalt: Erweiterte Kampfzone; Illegale<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9293\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9293","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9293","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9293"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9293\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9300,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9293\/revisions\/9300"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9293"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9293"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9293"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}