{"id":92982,"date":"2023-01-26T10:45:22","date_gmt":"2023-01-26T09:45:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92982"},"modified":"2023-01-26T15:30:33","modified_gmt":"2023-01-26T14:30:33","slug":"dieses-weltreich-spottet-jeder-ironie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92982","title":{"rendered":"Dieses Weltreich spottet jeder Ironie"},"content":{"rendered":"<p>Ein euphorisches Gespenst geht um in der westlichen Wertegemeinschaft, das Gespenst des neuen Weltreiches unserer christlich-abendl&auml;ndischen Zivilisation. Mit Jahrhunderte bew&auml;hrten Legitimationsmethoden unserer vergangenen Kaiserlich-K&ouml;niglichen Herrschaftsgebilde und der demokratischen Kolonialm&auml;chte ist es nun gelungen, die m&auml;chtigen Demokratien des Westens als westliche Wertegemeinschaft zu vereinen und unsere fast in Vergessenheit geratene Verpflichtung zu beleben, als ein au&szlig;erordentlich begabter Menschenschlag einer au&szlig;erordentlichen Zivilisation die Menschheit mit unseren freiheitlichen Werten in eine regelbasierte Weltordnung zu f&uuml;hren. Von <strong>Pentti Turpeinen<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1733\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-92982-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230126-Dieses-Weltreich-spottet-jeder-Ironie-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230126-Dieses-Weltreich-spottet-jeder-Ironie-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230126-Dieses-Weltreich-spottet-jeder-Ironie-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230126-Dieses-Weltreich-spottet-jeder-Ironie-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=92982-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230126-Dieses-Weltreich-spottet-jeder-Ironie-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230126-Dieses-Weltreich-spottet-jeder-Ironie-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>In der Schnelligkeit, wie diese sinnsuchende Zielsetzung der noch jungen westlichen Wertegemeinschaft bei ihren demokratischen Machtgestaltern und den Bev&ouml;lkerungen eine enthusiastische Akzeptanz fand, zeigt sich, wie tief wir unsere Au&szlig;erordentlichkeit verinnerlicht haben: Endlich wieder zu H&ouml;herem berufen, wertebasiert das B&ouml;se aus der Welt jagen, sich als w&uuml;rdiger Mitgestalter unseres glorreichen Zivilisationsprozesses bew&auml;hren! <\/p><p><strong>&bdquo;Werte Weste(r)n Gesinnung&ldquo;<\/strong><\/p><p>Bei der heutigen Weltreichbildung wird nicht nur ein unbek&uuml;mmerter R&uuml;ckfall in die vergangenen Zeiten der abendl&auml;ndischen Selbstverherrlichung offenbar, sondern auch die traditionelle Verleugnung der  selbsterzeugten Katastrophen; und das  sollte uns zutiefst beunruhigen. <\/p><p>Dass eine selbstkritisch schonungslose Analyse &uuml;ber die systemimmanenten Fehlentwicklungen und Schandtaten uns Jahrhunderte lang bis heute intellektuell und moralisch &uuml;berfordert und aufkl&auml;rende Dichter und Denker, Wissenschaftler und Philosophen unsere abendl&auml;ndisch gehobene Erhabenheit unter den Weltkulturen als eine quasi Weltkulturerbe zu best&auml;tigen wussten, beweist die Effektivit&auml;t der Legitimationsmethoden unseres Zivilisationsprozesses. In dieser Tradition wird die gegenw&auml;rtig tosende &bdquo;Werte Weste(r)n Gesinnung&ldquo; als eine lang ersehnte Selbstverst&auml;ndlichkeit begr&uuml;&szlig;t, begeistert verbreitet und mit Zuversicht in die Tat umgesetzt. <\/p><p>Obwohl nicht geb&uuml;hrend gew&uuml;rdigt, baut sich unser Zivilisationsprozess nach wie vor auf eine vielversprechende Idee unserer Vorfahren aus der Vorzeit der Stammeskulturen auf. Sie hatten entdeckt, dass es m&ouml;glich ist, einen r&auml;umlich und zeitlich ausgedehnten Machtbereich zu konstruieren und diesen dann als namenloser Machthaber, sp&auml;ter als Pharaonen, Kaiser, K&ouml;nige und als F&uuml;hrer der nationalistisch kolonialistischen Demokratien, mit wundervollen Erz&auml;hlungen, genialen Kunstwerken und Erfindungen und geistig-k&ouml;rperlicher Z&uuml;chtigung den Mitmenschen als ihr aller Werk zu vermitteln. Mit phantasievollen Legitimationsmethoden wurden die Bev&ouml;lkerungen zu freiwillig agierenden stolzen Untertanen des gemeinsamen Herrschaftsgebietes erzogen. Das nat&uuml;rliche Bed&uuml;rfnis, einer Gemeinschaft anzugeh&ouml;ren, fand eine kultivierte Form als das, was wir heute Nationalbewusstsein nennen. Dabei hat nat&uuml;rlich das Gebot, &bdquo;Du sollst keine andere Meinung neben der meinen haben!&ldquo;, sehr geholfen. <\/p><p>Die unendlich kreativen Potentiale, die sich aus einem weitr&auml;umig koordinierten Zusammenleben der Menschen h&auml;tten ergeben k&ouml;nnen, wussten die Machtgestalter von Vormals auf ihre unwiderstehlichen Freuden an Herrschaft und Reichtum zu reduzieren. Dass sich daraus eine weltumspannende und sehr erfolgreiche &bdquo;M&ouml;chte-auch-gerne-ein Herrscher sein&ldquo;-Bewegung entwickeln sollte, h&auml;tte sich unter den bescheidenen Anfangsbedingungen niemand vorstellen k&ouml;nnen.<\/p><p><strong>Das System als solches bleibe bitte unantastbar<\/strong><\/p><p>Die M&ouml;glichkeit, diese damals neuartige Lebensform als ein von den Beteiligten gemeinschaftlich &uuml;berschaubares und formbares Ganzes zu meistern und somit den einvernehmlichen &Uuml;berblick &uuml;ber die Folgen des eigenen Handelns zu behalten, blieb bis heute tabu. Einzelne Missst&auml;nde k&ouml;nnen beseitigt und das Leben der Betroffenen erleichtert werden, aber das System als solches bleibt unantastbar und die Entscheidungsgewalt in den m&auml;chtigen H&auml;nden der Einzelnen. Mit dieser geistigen Einschr&auml;nkung entwickelten unsere ehrs&uuml;chtigen Vorfahren aus ihrer Variante der gemeinschaftlichen Lebensgestaltung zielstrebig eine unseren Kontinent &uuml;bergreifende Macht-Profit-Dynamik, die wir stolz unsere westliche Zivilisation nennen. <\/p><p>Ja, all unsere Kaiser- und K&ouml;nigreiche, auch die sp&auml;teren demokratisch nationalistischen Kolonialm&auml;chte, wussten zu ihrem eigenen Ruhm herausragende Geistesgr&ouml;&szlig;en  einzuspannen und all die verheerenden selbsterzeugten Katastrophen, Eroberungskriege, Ausbeutung, Sklaverei, Rassismus, V&ouml;lkerhass, Zerst&ouml;rung der Natur usw.  als einen Kampf f&uuml;r die edlen Ziele zu vermitteln und als solche in den Geschichtsb&uuml;chern zu verewigen. <\/p><p>Von diesem &bdquo;highway to heaven&ldquo; zutiefst beeindruckt, f&uuml;hlt sich nun auch die demokratische westliche Wertegemeinschaft als ein aufgehendes Weltreich verpflichtet, mit Wort und Tat ihren Beitrag zur Ehre der abendl&auml;ndisch-christlichen Zivilisation zu erf&uuml;llen. In der erfolgreichen Profitmaschine der globalisierten Wirtschaft hatten die reichen westlichen Nationen als Mitprofiteure die Notwendigkeit erkannt, zu einer einheitlichen weltpolitischen Macht zu finden; zuerst als EU und nun als westliche Wertegemeinschaft. Waren die Motive bei der Geburt der EU bis vor kurzem von Frieden unter den europ&auml;ischen V&ouml;lkern gepr&auml;gt, ist die westliche Wertegemeinschaft mit USA und NATO von Anfang an auf aggressive Konfrontation los.<\/p><p><strong>Tief verinnerlichte Selbstverherrlichung<\/strong><\/p><p>Um unsere Bev&ouml;lkerungen f&uuml;r seine Mission zu gewinnen, braucht das neue Weltreich der westlichen Wertegemeinschaft kaum &Auml;ngste und Verunsicherungen zu sch&uuml;ren; die kreative Wiederbelebung unserer tief verinnerlichten Selbstverherrlichung reicht! Schon ein &uuml;berzeugendes &bdquo;we are the greatest&ldquo; vereint die aufgekl&auml;rten Demokraten zu erhabenen Taten. Nicht dass wir Menschen von Natur aus bl&ouml;d und einf&auml;ltig w&auml;ren; in unseren Genen schlummern die vielf&auml;ltigsten Anpassungsf&auml;higkeiten, die in einer jeweiligen Kultur in eine bestimmte Gestalt eingestampft werden. Auch unsere zivilisierte Neigung zum Rassismus und rassistischen V&ouml;lkerhass ist keine uns angeborene Eigenschaft, sondern das Resultat von einer jahrhundertelangen Erziehung zur abendl&auml;ndisch-christlichen Auserw&auml;hltheit.<\/p><p>Das Abgew&ouml;hnen des kritischen und selbstkritischen Denkens &uuml;ber ihre Herrschaft haben die Macht- und Meinungsmacher traditionell phantasievoll kultiviert. Dabei haben sie wohl &uuml;bersehen, dass die nat&uuml;rliche F&auml;higkeit, fundamentale Fragen zu stellen, nicht nur aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein der Bev&ouml;lkerungen erfolgreich getilgt wurde, sondern ebenso aus dem Welterkennen der  Herrscher-Eliten selber, samt ihrer medialen &Ouml;ffentlichkeit; und dies so gr&uuml;ndlich, dass ihnen seit Jahrhunderten nicht die Frage einf&auml;llt: Was tun wir eigentlich?  <\/p><p>Technisch hochentwickelt und wundervoll kreativ beim Entdecken von L&ouml;sungen f&uuml;r einzelne Aufgaben, aber m&ouml;glichst einf&auml;ltig und naiv beim Erkennen von sozialen und weltpolitischen Zusammenh&auml;ngen; das bleibt auch das Menschenideal der westlichen Wertegemeinschaft. Unsere christlich-abendl&auml;ndische Weltpolitik-Erkl&auml;rung ist schlicht und einleuchtend: Durch einen g&uuml;tigen Sch&ouml;pfer wurde der Frieden auf Erden m&ouml;glich und von einem Teufel zerst&ouml;rt. Ja, demnach hat auch Hitler alleine gehandelt.<\/p><p>Der vertrauten geistigen Engstirnigkeit aus tiefster &Uuml;berzeugung verpflichtet, hat die westliche Wertegemeinschaft die hohe Kunst der Legitimation unserer Vorfahren in eine zeitgem&auml;&szlig;e Gestalt kultiviert: In einen schlichten Tunnelblick. Traditionen sind eben allzu menschlich zu pflegen! Die Erfahrung lehrt: Mit einem Tunnelblick verwandeln die Schandtaten und die Arroganz des eigenen Kulturkreises in erhabene Ziele, die Unbelehrbarkeit in eine Tugend und die aufgekl&auml;rte Vernunft f&uuml;hlt sich befriedet, wenn sie den Feind als b&ouml;se definiert. <\/p><p><strong>Auf immer tieferem intellektuellen Niveau &hellip;<\/strong><\/p><p>Wie gut dies gelungen ist, zeigt sich auch in allt&auml;glichen Diskussionen als eine bittere Realit&auml;t. Die nat&uuml;rliche &Uuml;berlebensf&auml;higkeit, zusammenh&auml;ngend zu denken und die Lebenswirklichkeit in einem offenen Diskurs gemeinsam zu gestalten, ist uns auf sehr, sehr, sehr lange Sicht abhandengekommen, als eine Zukunftsperspektive auch aus dem demokratischen Bewusstsein verschwunden. <\/p><p>Es ist ein Schock zu erkennen, wie die geistige Oberfl&auml;chlichkeit als &bdquo;dirty old river&ldquo; den Mainstream des gesunden Menschenverstandes f&uuml;r sich beansprucht. Ja, es ist ein Schock, diesen undurchdachten R&uuml;ckfall in uralte Legitimationssysteme auf immer tieferem intellektuellen Niveau zu beobachten. Und dass sie Erfolg haben! Es wird lange dauern, bis wir wieder in der &Ouml;ffentlichkeit des Werte-Westens einander respektierendes, kritisches Diskutieren erleben werden. <\/p><p>Die Fehlentwicklungen unserer zivilisierten Lebensweise waren einer Minderheit seit Anbeginn bekannt. Auch die utopischen Texte seit dem Mittelalter haben unterhaltsam die Sehnsucht nach einer macht-profit-gier-freien Lebensweise lebendig gehalten. Die wissenschaftlich fundierten Strukturanalysen von Marx und von ihm angeregten Denkern hatten die alternativen &Uuml;berlebensmodelle konkretisiert. Die R&uuml;ckschl&auml;ge bei der Verwirklichung ihrer Vorstellungen haben die heutigen Geistesgr&ouml;&szlig;en nicht ermuntern k&ouml;nnen, in dem Ganzen unserer zivilisierten &Uuml;berlebensstrategie systemimmanente Tendenzen zu einer gemeinschaftlichen Lebensgestaltung zu entdecken. Stattdessen etabliert sich die Idee, mit Hilfe der neuesten Technik die w&uuml;rdevolle Weiterentwicklung des Menschen voranzutreiben.<\/p><p>Und da macht die westliche Wertegemeinschaft mit Begeisterung mit: Es ist noch nicht offiziell, aber die aufgekl&auml;rte Vernunft des Westens l&auml;sst sich schon von einer tiefen &Uuml;berzeugung tragen, dass unser Kulturkreis einen neuen, unerh&ouml;rt fortschrittlichen Menschentypus hervorgebracht hat: Homo KI-sapiens sapiens. Und in den Laudationes zu dessen Ehren wird nicht nur sein Einfallsreichtum beim Erledigen von begrenzten Aufgaben und die erbarmungslose Standhaftigkeit bei der &bdquo;Survival oft he fittest&ldquo; gew&uuml;rdigt, sondern auch der geistige Einfall, die Sch&auml;den an Mensch und Natur durch die private Macht-Profit-Maximierung in eine noch effektivere materielle Zukunftsgestaltung umzudeuten. <\/p><p><strong>Du sollst keine andere Meinung neben der meinen haben!<\/strong><\/p><p>Mit den vielversprechenden F&auml;higkeiten dieser neuen Spezies Mensch will die westliche Wertegemeinschaft die noch unterentwickelten Menschenarten auf der Erde, vor allem solche, die bei ihrer Lebensgestaltung an die Folgen ihres Tuns noch denken, f&uuml;rsorglich in unser fortschrittliches Weltreich f&uuml;hren. Und um die eigenen Bev&ouml;lkerungen weiterhin als eine eingeschworene Einheit zum aktiven Mitgestalten dieses erhabenen Vorhabens zu reizen, hat sich die altvertraute &Uuml;berzeugungskunst bestens bew&auml;hrt: Du sollst keine andere Meinung neben der meinen haben! Doppelmoral, Heuchelei, mit zweierlei Ma&szlig; messen, Scheinheiligkeit usw. sind keine Erfindung der westlichen Wertegemeinschaft, sondern allesamt Jahrhunderte alte Legitimationsmethoden unserer Zivilisation. Mit einer selbstkritischen Offenlegung der eigenen Schandtaten w&auml;re auch heute die geistig-kulturelle &Uuml;berlegenheit der westlichen Wertegemeinschaft, trotz bewundernswerten kulturellen Errungenschaften unserer Genies, nicht zu vermitteln.  Nicht, dass auch die anderen Fehlentwicklungen h&auml;tten.  <\/p><p>Das Herrschaftsmodell des Abendlandes pr&auml;gt das Zusammenleben weltweit. Aber wir, der abendl&auml;ndische Menschenschlag, sind das w&uuml;rdige Ebenbild unseres Gottes auf Erden. Und folgerichtig pr&auml;gen wir mit unseren westlichen Eigenschaften die Evolution des Menschen; zuerst als Homo sapiens sapiens und gegenw&auml;rtig als Homo KI-sapiens sapiens mit den fortentwickelten Wesensmerkmalen der Gattung westliche Wertegemeinschaft. Der vorzeitliche &Uuml;bergang von &uuml;berschaubaren Stammeskulturen in weitr&auml;umige Herrschaftssysteme hat uns vor Herausforderungen gestellt, mit denen unsere Machteliten seit Anbeginn geistig-moralisch &uuml;berfordert sind. Die Entscheidungsgewalt in aus-gew&auml;hlten H&auml;nden einer legitimierten Minderheit vermag auch gegenw&auml;rtig die Unf&auml;higkeit, die verh&auml;ngnisvollen Folgen des gesellschaftlichen Handelns zu &uuml;berschauen, nicht zu korrigieren.  <\/p><p>Die selbsterzeugten Katastrophen bleiben die Regel. Und auch in der n&auml;chsten Aufbauphase werden wir die vertrauten Huldigungen f&uuml;r die demokratischen F&uuml;hrer der EU, der USA, der NATO-Staaten, der vereinten westlichen Wertegemeinschaft insgesamt, in unserer medialen &Ouml;ffentlichkeit genie&szlig;en d&uuml;rfen. Frei nach Gebr&uuml;der Grimm: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute ehrenhaft, voller traditionsbewusster Weisheit und Tapferkeit; sie haben immer ihr Bestes gegeben. Ja, besser geht&lsquo;s wohl nicht, das kenne ich so gut auch von mir.<\/p><p>Titelbild: shutterstock \/ Angel Soler Gollonet<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<p><strong>Mehr zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91181\">Wahlspruch der Westlichen Wertegemeinschaft: &sbquo;Ich bin der Herr und habe das Sagen&lsquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88372\">Westliche &Uuml;berheblichkeit als Konfliktl&ouml;sungsstrategie hat sich noch nie bew&auml;hrt<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85081\">Einstiges Friedensprojekt EU versinkt im Rausch eines kriegerischen Nationalismus<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/b977a342a1d84aafa5e9e2906da36d3c\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein euphorisches Gespenst geht um in der westlichen Wertegemeinschaft, das Gespenst des neuen Weltreiches unserer christlich-abendl&auml;ndischen Zivilisation. 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