{"id":9301,"date":"2011-05-04T17:18:53","date_gmt":"2011-05-04T15:18:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9301"},"modified":"2014-08-26T14:57:31","modified_gmt":"2014-08-26T12:57:31","slug":"es-gibt-pr-journalisten-pr-wissenschaftler-pr-schriftsteller-abrufbare-pr-personlichkeiten-und-medien-die-die-pr-geschichten-transportieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9301","title":{"rendered":"Es gibt PR-Journalisten, PR-Wissenschaftler, PR-Schriftsteller, abrufbare PR-\u201ePers\u00f6nlichkeiten\u201c und Medien, die die PR-Geschichten transportieren"},"content":{"rendered":"<p>Immer wieder bekommen wir Anschauungsmaterial f&uuml;r diese Beobachtungen frei Haus geliefert: Gestern Abend im heute journal zum Beispiel den so genannten Wissenschaftler Herfried M&uuml;nkler mit dem Versuch, Angela Merkel herauszuschlagen, gestern am Tage den deutschlandweit bekannten Bernd Raffelh&uuml;schen, immer zur Stelle, wenn es um die Privatisierung sozialer Sicherungssysteme geht, vor ein paar Tagen den Schriftsteller Peter Schneider und t&auml;glich ein Sortiment von PR-Journalisten bei Spiegel Online und anderen Medien. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><\/p><p>Wir machen darauf aufmerksam, damit Sie auf die PR Geschichten nicht herein fallen und damit Sie Ihre Freunde und Bekannten auf dieses Unwesen aufmerksam machen. Manch einer hat ja schon gemerkt, dass Journalisten sich f&uuml;r PR-Geschichten einspannen lassen. Dass sich auch Wissenschaftler und Schriftsteller und andere so genannte Pers&ouml;nlichkeiten des &ouml;ffentlichen Lebens in Kampagnen der Meinungsbildung einbringen oder eingebracht werden, ist vielen unter uns nicht bewusst. Deshalb die folgenden aktuellen Beispiele und vorweg noch ein paar Hinweise zum Hintergrund:<\/p><p><strong>PR ist nicht neu aber wohl enorm gewachsen<\/strong><\/p><p>Zum ersten Mal wurde ich damit konfrontiert, als mir 1969 die Mitarbeiterin eines befreundeten Bonner Journalisten andeutete, dass das Gehalt ihres Chefs als Korrespondent seiner Zeitung nur das Zubrot sei. Die Hauptsache verdiene er durch das Schreiben von Gesch&auml;ftsberichten, Brosch&uuml;ren anderer Art und durch Moderation von Veranstaltungen bei Unternehmen und Verb&auml;nden. Die Honorare f&uuml;r das Schreiben der Texte waren dabei so &uuml;ppig, dass man sie nicht als Honorare f&uuml;r die Texte betrachten konnte, sondern als Entgelt f&uuml;r eine freundliche Berichterstattung und Kommentierung in den Medien, f&uuml;r die er arbeitete.<\/p><p>Ich wurde dann ein zweites Mal am Jahresende 1969 damit konfrontiert, als ich die Leitung der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit der SPD &uuml;bernahm und mein Vorg&auml;nger mir ans Herz legte, mit den gewaltigen Zahlungen an einen Agenturjournalisten fortzufahren, mit denen er zu Beginn des Wahlkampfes 1969 begonnen hatte. (Ich bin diesem Ratschlag &uuml;brigens nicht gefolgt.)<\/p><p>Inzwischen hat die Bedeutung von Public Relations gewaltig zugenommen. Darauf wurde im Laufe der j&uuml;ngeren Geschichte immer wieder hingewiesen. Aus meiner Sicht am eindrucksvollsten von dem Sozialwissenschaftler McChesney in seinem Werk &bdquo;Rich Media Poor Democracy&ldquo;. Er beschreibt dort das Zusammenspiel von Wallstreet und Madison Avenue &ndash; ein Zusammenspiel, dessen Opfer die amerikanische und deutsche Politik bis heute ist, eben unf&auml;hig zu einer Z&auml;hmung der spekulierenden Finanzwirtschaft.<\/p><p>Heute muss man sich die Abl&auml;ufe leider so vorstellen, dass die Presse- und Informationsarbeit zum Beispiel von gro&szlig;en Verb&auml;nden, von Unternehmen der Energiewirtschaft und der Finanzwirtschaft und beispielsweise der Bundesregierung eng mit Public Relations Agenturen und PR-Journalisten in den Medien und PR-Wissenschaftlern verbunden ist. Wenn im konkreten Fall die Bundesregierung eine Botschaft von Gewicht unter die Leute bringen will oder wenn sie etwas schief laufendes korrigieren will, dann werden die gef&auml;lligen Institutionen und Personen eingeschaltet. Damit sind wir beim ersten Beispiel, dem Fall M&uuml;nkler:<\/p><ol>\n<li><strong>PR Wissenschaftler<\/strong>\n<p><strong>Fall A: Herfried M&uuml;nkler zu Bin Ladens Ende<\/strong><br>\nDie Bundeskanzlerin hat f&uuml;r ihren Beifall zur T&ouml;tung von Osama bin Laden nicht &uuml;berall Beifall geerntet (siehe dazu <a href=\"\/?p=9278\">den Beitrag von Wolfgang<\/a>) . In jedem Fall schien es aus Sicht ihrer Presse- und &Ouml;ffentlichkeitsarbeiter sinnvoll, ihre Bemerkung &bdquo;Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu t&ouml;ten.&ldquo; ins rechte Licht zu setzen, also nichts zur&uuml;ck zu nehmen oder zu korrigieren, sondern zu interpretieren. Wenn das ihr Pressesprecher Seibert tut, dann ist dies nur begrenzt wirksam. Da ist es gut, wenn man einen Wissenschaftler wie Herfried M&uuml;nkler und einige Medien zum Transport seiner Interpretationsk&uuml;nste zur Verf&uuml;gung hat. Also erschien bei Spiegel Online, diesem gehobenen Strichjungen der Journalistik, schon am 3. Mai ein Interview mit dem Politologen M&uuml;nkler unter der &Uuml;berschrift &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,760334,00.html\">Nat&uuml;rlich darf eine Demokratie t&ouml;ten<\/a>&ldquo;. W&ouml;rtlich zur Hauptsache:<\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;<strong>M&uuml;nkler:<\/strong> F&uuml;r Frau Merkel hat meiner Einsch&auml;tzung nach die Frage der Rache keine gro&szlig;e Rolle gespielt, ihre Aussage ist einfach eine verungl&uuml;ckte &Auml;u&szlig;erung. Sie zeigt die semantische Unsensibilit&auml;t einer gelernten Naturwissenschaftlerin. Merkel h&auml;tte stattdessen etwa sagen k&ouml;nnen: &lsquo;Ich freue mich, dass es gelungen ist, das Problem eines freiherumlaufenden Osama Bin Ladens zu l&ouml;sen&rsquo; oder &lsquo;Ich freue mich, dass mein Kollege Obama einen solchen Erfolg erzielt hat.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>In anderen Bl&auml;ttern, wie zum Beispiel den Stuttgarter Nachrichten, <a href=\"http:\/\/forum.stuttgarter-nachrichten.de\/forum\/viewtopic.php?f=4&amp;t=16802&amp;start=240\">wird der Ball aufgenommen<\/a>.<br>\nIm Heutejournal vom 3. Mai wird M&uuml;nkler interviewt.(<a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1325106\/ZDF-heute-journal-vom-3.-Mai-2011?bc=svp;sv1\">Hier<\/a> unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Darf eine Demokratie gezielt t&ouml;ten?&ldquo;) <\/p>\n<p>Ich gehe davon aus, dass der Einsatz dieses so genannten Wissenschaftlers im konkreten Fall arrangiert ist oder dass er sich gerne zur Verf&uuml;gung h&auml;lt. <\/p>\n<p><strong>Fall B Raffelh&uuml;schen zur Pflegeversicherung im Tagesspiegel:<\/strong><br>\nDort hei&szlig;t <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/raffelhueschen-befuerchtet-pflegekollaps-mit-ansage\/v_print,4125288.html?p=\">es am 3.5.2011<\/a>: <\/p>\n<blockquote><p>Raffelh&uuml;schen bef&uuml;rchtet Pflegekollaps mit Ansage.<br>\nDer Finanzwissenschaftler Bernd Raffelh&uuml;schen h&auml;lt Reformen in der Pflegeversicherung f&uuml;r dringend notwendig. Die von der Politik diskutierten Verbesserungsideen reichen seiner Ansicht nach nicht aus.<\/p><\/blockquote>\n<p>Es ist allseits bekannt, dass der Professor aus Freiburg sich rund um die Uhr f&uuml;r die private Vorsorge in der Altersvorsorge, in der Gesundheitsvorsorge und bei der Pflegeversicherung engagiert und engagieren l&auml;sst. Es ist bekannt, dass er f&uuml;r Versicherungsunternehmen t&auml;tig ist. Auch die herausgehobene Markierung dieses Professors als PR-Wissenschaftler h&auml;lt Medien jedoch offensichtlich nicht davon ab, ihm immer wieder eine Plattform zu bieten. Das alleine schon ist ein beachtlicher Vorgang.<\/p>\n<p><strong>Fall C: Prof. Sinn.<\/strong><br>\nGenauso beachtlich ist der Umgang mit Professor Hans-Werner Sinn. Seine Fehlleistungen sind bekannt. Ein markantes Beispiel daf&uuml;r ist seine groteske Fehlbewertung der Wettbewerbsf&auml;higkeit der USA, die er noch im Jahre 2003 f&uuml;r &uuml;berragend hielt. Seine Daueragitation zur Senkung des Lohnniveaus ist bekannt. Seine Vortragst&auml;tigkeit f&uuml;r Finanzdienstleister wie MLP ist bekannt. Die PR, die die Bild-Zeitung f&uuml;r ihn seit Jahren betreibt, ist ebenfalls bekannt. Umso erstaunlicher ist es, dass er in den Medien immer wieder zitiert und interviewt wird. Es ist erstaunlich, dass er in Volkshochschulen wie zum Beispiel in M&uuml;nchen auftreten durfte.<br>\nMit der Bild-Zeitung ist er so eng verbunden, dass diese Zeitung auch f&uuml;r seine Popularit&auml;t sorgt. Sie nannte ihn den besten &Ouml;konomen Deutschlands, sie setzte ihn in der Kampagne gegen die Griechenland-Hilfe ein (siehe <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/wirtschaft\/griechenland\/wir-sehen-unser-geld-nicht-wieder-12316246.bild.html\">hier<\/a>) und macht wie jetzt <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/geld\/wirtschaft\/wirtschaft\/hans-werner-sinn-wer-ist-der-mann-der-grossen-zahlen-17550452.bild.html\">mit einer PR-Story<\/a> Reklame f&uuml;r Hans-Werner Sinn. Solche Storys sind die Basis f&uuml;r die Verwendbarkeit dieser PR-Wissenschaftler im weiteren Verlauf der Geschichte. Ihre Glaubw&uuml;rdigkeit und Popularit&auml;t muss gepflegt werden.<\/p><\/li>\n<li><strong>PR-Schriftsteller<\/strong><br>\nSchriftsteller, Theaterleute, K&uuml;nstler eignen sich sehr gut als Testimonials f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit von Parteien und Personen. Jetzt wurde uns wieder einmal ein treffendes Beispiel auf den Tisch gelegt: Der Schriftsteller Peter Schneider wirbt f&uuml;r Schr&ouml;ders Reformpolitik und f&uuml;r den aufkommenden Kanzlerkandidaten der SPD Peer Steinbr&uuml;ck. <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/bekenntnisse-eines-verwirrten\/v_print,4116254.html?p=\">Hier im Tagesspiegel wird das St&uuml;ck<\/a> unter der Glaubw&uuml;rdigkeit heischenden &Uuml;berschrift &bdquo;Bekenntnisse eines Verwirrten&ldquo; und mit dem Einstiegstext: &bdquo;Schriftsteller Peter Schneider &uuml;ber seine masochistische Treue zur SPD und einen echten sozialdemokratischen Bei&szlig;er&ldquo; pr&auml;sentiert. Den Tagesspiegel st&ouml;rt dabei nicht, dass der zitierte Schriftsteller nicht belegte Behauptungen wiederholt wie zum Beispiel jene, wir h&auml;tten einen Aufschwung und dieser sei Schr&ouml;ders &bdquo;tapferer Agenda 2010 zu verdanken&ldquo;. Es st&ouml;rt auch nicht, dass der Schriftsteller die Behauptung, Steinbr&uuml;ck sei ein &bdquo;echter sozialdemokratischer Bei&szlig;er&ldquo; an der Behauptung festmacht, Steinbr&uuml;ck sei der Richtige, um &bdquo;das Treiben der Boni-Banker und ihres falschen Helden Josef Ackermann blo&szlig; zustellen&ldquo;.<br>\nPeter Schneider hat offensichtlich keine Ahnung von den wirklichen Abl&auml;ufen. Er hat nicht einmal Steinbr&uuml;cks Rolle bei der &Uuml;bernahme der Milliarden Wettschulden von IKB und HRE wahrgenommen. Er h&auml;tte nur das gleiche Blatt, den Tagesspiegel, fr&uuml;her aufmerksam lesen sollen, um Steinbr&uuml;ck als F&ouml;rderer der Spekulanten, der Hedgefonds und der Milliardenverluste deutscher Landesbanken kennen zu lernen. Dazu ein Beitrag im Tagesspiegel vom 26.11.2008, ein <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/ackermann-und-steinbrueck-sind-schuld\/1380624.html\">Artikel von Hans-Joachim D&uuml;bel<\/a>. Dort hei&szlig;t es: \n<blockquote><p>&bdquo;Ackermann und Steinbr&uuml;ck sind schuld.<br>\nWer hat Deutschland in den Sog der Finanzkrise getrieben, die Politik mit ihren Landesbanken oder die Deutsche Bank? Die Antwort: Beide.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Das alles muss ein Schriftsteller nicht wahrnehmen, um als PR-Figur geeignet zu sein.<br>\nPeter Schneider ist nur ein Beispiel. Er f&auml;llt nur dadurch auf, dass er des &Ouml;fteren eingespannt wird oder sich einspannen l&auml;sst.<\/p><\/li>\n<li><strong>Jederzeit abrufbare PR Pers&ouml;nlichkeiten<\/strong><br>\nEs ist erstaunlich, mit welcher Regelm&auml;&szlig;igkeit Personen, die eigentlich in der Sache nichts zu sagen haben aber als Blackboxes in bestimmte Kampagnen passen, f&uuml;r Interviews gefragt werden und in Talkshows auftreten d&uuml;rfen: Baring, von Dohnanyi, Henkel usw. Ich glaube dabei nicht an Zuf&auml;lle. Diese Personen sind mit ihren Rollen gesetzt. Sie haben wie zum Beispiel von Dohnanyi das Image eines Sozialdemokraten und sind deshalb immer geeignet, gegen andere Sozialdemokraten und Linke in Stellung gebracht zu werden. Baring hat das Image eines Kenners fr&uuml;herer Jahre und vor allem der sozialliberalen Koalition und eines objektiven Historikers. Dass er schon bei der Arbeit an seinem Werk &uuml;ber die sozialliberale Koalition im &bdquo;K&auml;mmerchen&ldquo; von Walter Scheel, dem damaligen von der FDP gestellten Bundespr&auml;sidenten sa&szlig; und davon beeinflusst war, wird nicht mehr in Rechnung gestellt. Er wird als objektiver Beobachter des Zeitgeschehens pr&auml;sentiert.<\/li>\n<li><strong>PR Journalisten und Medien<\/strong><br>\nDaf&uuml;r gibt es nun t&auml;glich neue Belege. Ich beschr&auml;nke mich auf die Fortsetzung meines Berichtes vom 29. April &uuml;ber <a href=\"\/?p=9252\">professionelle PR-Journalisten<\/a>. Ich hatte auf Artikel des Spiegel Online-Journalisten Sven B&ouml;ll aufmerksam gemacht. Dabei ging es um die F&ouml;rderung der Inflationsangst und der daraus folgenden Bereitschaft, in Edelmetalle einzusteigen. Sven B&ouml;ll ist ein vielseitig begabter Journalist. Er schreibt auch &uuml;ber Bahnh&ouml;fe, zum Beispiel &uuml;ber Stuttgart 21 im Sinne der <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,druck-759527,00.html\">Bef&uuml;rworter von Stuttgart 21.<\/a> Schon der Einf&uuml;hrungstext l&auml;sst erkennen, f&uuml;r wen hier PR-Arbeit betrieben wird. Pr&uuml;fen Sie den Text selbst. Sie werden schon unschwer erkennen, wie hier die Kosten eines Scheiterns hochgerechnet werden und im Sinne des Bahnchefs Grube und der Bef&uuml;rworter analysiert wird:\n<p><strong>01. Mai 2011, 07:07&nbsp;Uhr<\/strong><br>\nGr&uuml;n-Rot und Stuttgart 21<\/p>\n<p><strong>Viel Geld, wenig Bahnhof<\/strong><\/p>\n<p>Von <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/extra\/0,1518,650959,00.html\">Sven B&ouml;ll<\/a> <\/p>\n<p><strong>Gr&uuml;n-Rot hat&nbsp;bei Stuttgart 21 einen Formelkompromiss gefunden. Doch wenn das Projekt scheitert,&nbsp;bleibt&nbsp;der&nbsp;Bahn&nbsp;keine Wahl: Sie muss auf Schadensersatz in Milliardenh&ouml;he klagen. Dann&nbsp;wird es f&uuml;r&nbsp;Baden-W&uuml;rttemberg&nbsp;richtig teuer &ndash; und&nbsp;das Land hat noch immer keinen&nbsp;vern&uuml;nftigen Bahnhof.<\/strong>&nbsp;<\/p>\n<p>Hamburg &ndash; Bei der L&ouml;sung von Problemen &auml;hnelt R&uuml;diger Grube Kanzlerin Angela Merkel: Der Bahn-Chef denkt Konflikte vom Ende her. Er &uuml;berlegt, wie eine L&ouml;sung angesichts der gegens&auml;tzlichen Standpunkte wohl aussehen wird, spielt seine Optionen durch &ndash; und entscheidet sich meistens f&uuml;r die Alternative, die ihm am vern&uuml;nftigsten erscheint.<\/p>\n<p>Diesem Muster folgte Grube auch nach der Landtagswahl in Baden-W&uuml;rttemberg. Mit den Gr&uuml;nen hat die profilierteste Anti-Stuttgart-21-Partei die Wahl gewonnen, f&uuml;r eine Mehrheit reicht es aber nur mit der Wir-sind-im-Prinzip-f&uuml;r-den-unterirdischen-Bahnhof-SPD. <\/p>\n<p>Dem Bahn-Chef war klar, dass beide Parteien angesichts ihrer Differenzen einen Formelkompromiss finden w&uuml;rden, der die endg&uuml;ltige Entscheidung &uuml;ber das riesige Infrastrukturprojekt vertagt. Entsprechend hielt er nichts davon, einfach weiterzubauen, also mit einem dicken Kopf gegen eine im Zweifel noch dickere Wand anzurennen. Auch ein Durchwurschteln war f&uuml;r ihn keine sinnvolle Alternative. Die Bahn h&auml;tte dann erstmal unter- statt oberirdisch weiterwerkeln m&uuml;ssen, damit es nicht auff&auml;llt.<br>\n&hellip;<\/p>\n<p><strong>Das war ein gemessen am Umfang des Materials kurzer &Uuml;berblick &uuml;ber einige PR-Erscheinungen. Ich will nichts weiter erreichen, als bei Ihnen und Ihren Bekannten und Freunden anzuregen, dass Sie mit Hilfe des Suchrasters PR bei Medien, bei Wissenschaft, bei K&uuml;nstlern und bei Schriftstellern vorsichtig mit ihrem Glauben umgehen. &bdquo;Mit dem Wissen w&auml;chst der Zweifel&ldquo; &ndash; so Johann Wolfgang von Goethe.<\/strong><br>\n&hellip;<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer wieder bekommen wir Anschauungsmaterial f&uuml;r diese Beobachtungen frei Haus geliefert: Gestern Abend im heute journal zum Beispiel den so genannten Wissenschaftler Herfried M&uuml;nkler mit dem Versuch, Angela Merkel herauszuschlagen, gestern am Tage den deutschlandweit bekannten Bernd Raffelh&uuml;schen, immer zur Stelle, wenn es um die Privatisierung sozialer Sicherungssysteme geht, vor ein paar Tagen den Schriftsteller<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9301\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[127,183,85],"tags":[1106,1109,315,363,420],"class_list":["post-9301","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-medienkritik","category-pr","tag-bin-laden-osama","tag-heute","tag-merkel-angela","tag-raffelhueschen-bernd","tag-spiegel"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9301","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9301"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9301\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9306,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9301\/revisions\/9306"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9301"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9301"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9301"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}