{"id":93115,"date":"2023-01-27T14:05:29","date_gmt":"2023-01-27T13:05:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93115"},"modified":"2023-01-28T13:05:14","modified_gmt":"2023-01-28T12:05:14","slug":"doomsday-atomkriegsgefahr-wie-langweilig-warum-die-weltuntergangsuhr-fast-keinen-interessiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93115","title":{"rendered":"Doomsday? Atomkriegsgefahr? \u2013 Wie langweilig! Warum die Weltuntergangsuhr (fast) keinen interessiert"},"content":{"rendered":"<p>Am 24. Januar wurde die bekannte &bdquo;Weltuntergangsuhr&ldquo; um 10 Sekunden nach vorne ger&uuml;ckt. Demnach sind es nun 90 Sekunden, also genau anderthalb Minuten vor zw&ouml;lf! F&uuml;r mindestens 99 Prozent der Zeitgenossen kein Grund zur Beunruhigung. Von <strong>Leo Ensel<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2607\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-93115-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230127_Doomsday_Atomkriegsgefahr_Wie_langweilig_Warum_die_Weltuntergangsuhr_fast_keinen_interessiert_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230127_Doomsday_Atomkriegsgefahr_Wie_langweilig_Warum_die_Weltuntergangsuhr_fast_keinen_interessiert_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230127_Doomsday_Atomkriegsgefahr_Wie_langweilig_Warum_die_Weltuntergangsuhr_fast_keinen_interessiert_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230127_Doomsday_Atomkriegsgefahr_Wie_langweilig_Warum_die_Weltuntergangsuhr_fast_keinen_interessiert_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=93115-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230127_Doomsday_Atomkriegsgefahr_Wie_langweilig_Warum_die_Weltuntergangsuhr_fast_keinen_interessiert_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230127_Doomsday_Atomkriegsgefahr_Wie_langweilig_Warum_die_Weltuntergangsuhr_fast_keinen_interessiert_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Lesen Sie dazu bitte auch: Jens Berger &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93039\">Es ist 90 Sekunden vor Mitternacht &ndash; wer noch bei Verstand ist, sollte jetzt aufwachen<\/a><\/p><p>Das amerikanische Wissenschaftsmagazin &bdquo;Bulletin of the Atomic Scientists&ldquo; hat am 24. Januar &ndash; wie es der Zufall wollte, genau elf Monate seit Beginn der russischen &bdquo;Spezialoperation&ldquo; gegen die Ukraine und am selben Tag, an dem abends die Zustimmung des deutschen Kanzlers zur Lieferung von &bdquo;Leopard 2&ldquo;-Kampfpanzern an die Ukraine duchsickerte &ndash; die Zeiger der symbolischen &sbquo;Weltuntergangsuhr&lsquo;, die die Gef&auml;hrdung der Menschheit, ja: des Planeten signalisiert, <a href=\"https:\/\/thebulletin.org\/doomsday-clock\/\">von 100 Sekunden auf 90 Sekunden vor Mitternacht vorger&uuml;ckt<\/a>. Dies ist der dramatischste Wert seit Einf&uuml;hrung der sogenannten &sbquo;Doomsday Clock&lsquo; im Jahre 1947 &uuml;berhaupt. Zur Erinnerung: Selbst im Jahr der Kubakrise, 1962, lag der Wert bei &sbquo;nur&lsquo; sieben Minuten vor zw&ouml;lf und sogar Mitte der Achtziger Jahre, als Europa sich bei k&uuml;rzesten Vorwarnzeiten vollgestopft mit atomaren Mittel- und Kurzstreckenraketen sah, war die Frist mit drei Minuten noch doppelt so lang wie jetzt!<\/p><p>Gl&uuml;ckliche Zeiten, als es, wie im Jahre 2012, &sbquo;nur&lsquo; f&uuml;nf vor zw&ouml;lf war! Idyllische Zeiten, als 1991 nach dem &ndash; vor allem der Politik der damaligen Sowjetadministration um Michail Gorbatschow zu verdankenden &ndash; Ende des ersten Kalten Krieges die Uhr auf ganze siebzehn Minuten vor zw&ouml;lf zur&uuml;ckgestellt werden konnte! Der &sbquo;entspannteste&lsquo; Wert seit Einf&uuml;hrung der Doomsday Clock &uuml;berhaupt.<\/p><p>&bdquo;<strong>Die Menschheit lebt in einer noch nie dagewesenen Gefahr!&ldquo;<\/strong><\/p><p>Nach Rachel Bronson, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des&nbsp;&bdquo;Bulletin of the Atomic Scientists&ldquo;, seien die Experten der festen &Uuml;berzeugung, dass die Menschheit derzeit in einer &bdquo;noch nie dagewesenen Gefahr&ldquo; lebe. &bdquo;Russlands&nbsp;kaum verh&uuml;llte Drohungen, Atomwaffen einzusetzen, erinnern die Welt daran, dass eine Eskalation des Konflikts &ndash; durch einen Unfall, durch Absicht oder Fehlkalkulation &ndash; ein f&uuml;rchterliches Risiko darstellt.&ldquo; Es gebe ein hohes Risiko, dass der Konflikt au&szlig;er Kontrolle gerate, und es sei nicht auszuschlie&szlig;en, dass Pr&auml;sident Putin im Falle einer sich abzeichnenden Niederlage in der Ukraine als &bdquo;verzweifelten letzten Versuch&ldquo; Atomwaffen einsetze, auch wenn diese keinen milit&auml;rischen Zweck mehr erf&uuml;llen w&uuml;rden. Bei den K&auml;mpfen um die Atomanlagen von Tschernobyl und Saporischschja werde zudem die Freisetzung von radioaktivem Material&nbsp;riskiert. Infolge einer &bdquo;frenetischen Suche&ldquo; nach neuen Erdgasquellen seien auch die Treibhausgas-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Rohstoffe im vergangenen Jahr auf einen neuen Rekordwert geklettert, was die CO&#8322;-Konzentration in der Atmosph&auml;re weiter steigen&nbsp;lasse. &ndash; Soweit die Kernargumentation des Wissenschafts- und Sicherheitsgremiums, die sich &ndash; zumindest, was die Schuldzuweisung f&uuml;r den Ukrainekrieg angeht &ndash; zuf&auml;lligerweise zu hundert Prozent mit der Position von USA und NATO deckt.<\/p><p>Die dramatische Einsch&auml;tzung der Lage hielt zudem mehrere Kommissionsmitglieder nicht von atemberaubenden Harakiri-Konsequenzen ab: Gerade bezogen auf die langfristigen Risiken eines Atomkrieges und nuklearer Proliferation, so Professor Steve Fetter von der University of Maryland &ndash; und man traut seinen Augen nicht &ndash; seien US-Waffenlieferungen an die Ukraine essenziell, damit diese einer russischen Invasion widerstehen und die Streitkr&auml;fte zur&uuml;ckdr&auml;ngen k&ouml;nne. &bdquo;Daher sollten wir alles, was in unseren M&ouml;glichkeiten steht, tun, um die Ukraine darin zu unterst&uuml;tzen!&ldquo; Und der ehemalige Pr&auml;sident und Premierminister der Mongolei, Elbegdorj Tsakhia, legte noch einen drauf: Da die Ukraine nichts weniger als das &bdquo;globale Streben nach Freiheit&ldquo; verteidige, m&uuml;sse der Westen &ndash; der Zeitpunkt war gut gew&auml;hlt &ndash; der Ukraine auch mehr Panzer zur Verf&uuml;gung stellen.<\/p><p>&bdquo;<strong>Nur Mut&ldquo;<\/strong><\/p><p>Man muss die bemerkenswert einseitige Schuldzuweisung der Wissenschaftler und ihre zum Teil hasardeurm&auml;&szlig;igen Empfehlungen, noch mehr Benzin ins Feuer zu sch&uuml;tten, allerdings nicht teilen, um zu konstatieren, dass mit dem Ukrainekrieg, von dem gegenw&auml;rtig weder ein Ende noch die h&ouml;chste Eskalationsstufe abzusehen ist, im Kontext anderer Krisen ein neues Niveau der Bedrohung f&uuml;r den gesamten Planeten erreicht ist. Immerhin hat, das spricht sich langsam herum, dieser milit&auml;rische Konflikt im Zentrum Europas das Potenzial zu einem Dritten Weltkrieg!<\/p><p>Waren vor drei Jahren, als die Zeiger von zwei Minuten auf 100 Sekunden vor Mitternacht vorger&uuml;ckt wurden, die Abwiegler in den Leitmedien noch Legion &ndash; multiple Wahnvorstellungen wurden bem&uuml;ht, den Autoren die wissenschaftliche Qualifikation abgesprochen &ndash; so blieb dieses Mal die Reaktion merkw&uuml;rdig verhalten. Die meisten Medien berichteten kurz &uuml;ber das &sbquo;Event&lsquo; &ndash; das hei&szlig;t, sie &uuml;bernahmen den betreffenden Bericht der Nachrichtenagenturen &ndash; und verzichteten auf einen eigenen Kommentar. (Eine bemerkenswerte Ausnahme bildete die <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/em>, die unter der trotzigen &Uuml;berschrift <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/doomsday-clock-atombombe-ukraine-russland-resilienz-1.5739043?reduced=true\">&bdquo;Nur Mut&ldquo;<\/a> mehr &sbquo;Resilienz&lsquo; einforderte &ndash; ganz so, als handele es sich hier um die neueste Mutation eines Grippevirus.)<\/p><p>Wie aber sieht die Reaktion von uns B&uuml;rgern, den prospektiven Opfern dieser rasanten Fahrt in den Abgrund, aus?<\/p><p>Halten wir es uns nochmal illusionslos vor Augen: Nach Einsch&auml;tzung des &bdquo;Bulletin of the Atomic Scientists&ldquo; ist es nicht etwa f&uuml;nf vor zw&ouml;lf &ndash; <em>ganze anderthalb Minuten trennen uns noch von der Totalkatastrophe!<\/em><\/p><p>So lesen wir es in den Zeitungen, so h&ouml;ren wir es im Radio, so lesen wir es im Internet.<\/p><p>Und wie reagieren wir darauf?<\/p><p>Wie wir eben auf Zeitungsmeldungen reagieren: Gar nicht.<\/p><p>Die dramatische Situation l&ouml;st nicht nur keine Angst, keinen Schrecken &ndash; sie l&ouml;st nur noch g&auml;hnende Langeweile aus!<\/p><p>Gefahren, die man nicht h&ouml;rt und sieht, die &uuml;berdies seit Jahrzehnten anhalten und scheinbar immer noch nicht eingetreten sind, existieren eben &ndash; f&uuml;r die Psyche &ndash; de facto nicht.<\/p><p><strong>Die &sbquo;Wurschtigkeit&lsquo;<\/strong><\/p><p>Der unvergessene, 1986 verstorbene Wiener Kabarettist Helmut Qualtinger hat diese Haltung der &sbquo;Wurschtigkeit&lsquo; bereits vor Jahrzehnten auf klassische Formulierungen gebracht, indem er seinen <em>Herrn Karl<\/em> in reinstem &sbquo;Weanerisch&lsquo; Folgendes sagen lie&szlig;:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>&hellip; man interessiert si&lsquo; nimmer so &hellip; Es lasst halt alles nach &hellip; zum Beispiel das Atomzeitalter &hellip; hab kan Kontakt mit der Atombomben. Es ist au&szlig;erhalb meines Interessengebietes &hellip; Ich &uuml;berlass des anderen Menschen &hellip; mi fragt ja niemand &hellip; bitte sollen sich die andern den Kopf zerbrechen. Wenn i mi zerstreuen will, brauch i ka Wasserstoffbomben &hellip; i geh spazieren in &Uuml;berschwemmungsgebiet &hellip;&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>In diesem genialen Text hat Qualtinger den Nagel auf den Kopf der Schwachk&ouml;pfigen getroffen: Die Atomkriegsgefahr ist dadurch entsch&auml;rft, nein: = Null, dass Herr Karl sich bescheidenerweise f&uuml;r sie &bdquo;nicht interessiert&ldquo;. Dadurch dass er au&szlig;erdem &uuml;ber andere Mittel verf&uuml;gt, um sich zu &bdquo;zerstreuen&ldquo;, &bdquo;Wasserstoffbomben&ldquo; zu diesem Zweck also nicht &bdquo;braucht&ldquo;. Da er sich f&uuml;r sie nicht interessiert, kann er wohl von ihnen erwarten, dass sie sich fairerweise auch nicht f&uuml;r ihn interessieren werden. Durch diese magische Verwandlung der Wasserstoffbomben zu Mitb&uuml;rgerinnen, mit denen er in keinerlei Beziehung steht, entsch&auml;rft er sie ein f&uuml;r alle Male.<\/p><p>Herrn Karls &ndash; aber nicht etwa nur dessen &ndash; Prinzip lautet:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>F&uuml;r wen ich mich nicht interessiere, der wird sich<\/em> &ndash; soviel gegenseitige R&uuml;cksicht darf man von der Welt wohl noch erwarten &ndash; <em>auch f&uuml;r mich nicht interessieren!&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Und da dies ja seit Jahrzehnten immer gut gegangen ist, haben wir auch weiterhin allen Grund, uns beruhigt zur&uuml;ckzulehnen.<\/p><p>Titelbild: HE68\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 24. Januar wurde die bekannte &bdquo;Weltuntergangsuhr&ldquo; um 10 Sekunden nach vorne ger&uuml;ckt. Demnach sind es nun 90 Sekunden, also genau anderthalb Minuten vor zw&ouml;lf! F&uuml;r mindestens 99 Prozent der Zeitgenossen kein Grund zur Beunruhigung. 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