{"id":93170,"date":"2023-01-30T08:47:41","date_gmt":"2023-01-30T07:47:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93170"},"modified":"2023-01-30T08:41:09","modified_gmt":"2023-01-30T07:41:09","slug":"hinweise-des-tages-4285","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93170","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93170#h01\">Stolpern in den Weltkrieg: Immer mehr Waffen f&uuml;r Kiew<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93170#h02\">Ukraine: Verantwortungsbewusstes Handeln statt gef&auml;hrlicher moralischer &Uuml;berheblichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93170#h03\">Der Westen braucht einen Plan B<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93170#h04\">Wie w&auml;r&rsquo;s mit einem Atomkrieg wegen der Krim? Notizen vom Rand der narrativen Matrix<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93170#h05\">Dieses Mal ist es anders<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93170#h06\">Avoiding a Long War: U.S. Policy and the Trajectory of the Russia-Ukraine Conflict<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93170#h07\">&bdquo;Wir m&uuml;ssen in die Produktion von Kriegsmaterial gehen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93170#h08\">Heute vor 79 Jahren hat die Rote Armee die deutsche Blockade Leningrads mit einer Million Verhungerten &ouml;ffnen k&ouml;nnen. Das darf nicht in Vergessenheit geraten!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93170#h09\">Lehrerverb&auml;nde reagieren emp&ouml;rt auf Expertenempfehlung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93170#h10\">Ern&auml;hrungsarmut wegschweigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93170#h11\">&Uuml;ber die Klugheit im Nachhinein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93170#h12\">L&auml;sst Covid-19 unser Immunsystem vorzeitig altern?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93170#h13\">Pfizer-Direktor wurde erwischt und dann gewaltt&auml;tig<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Stolpern in den Weltkrieg: Immer mehr Waffen f&uuml;r Kiew<\/strong><br>\nDer Waffenhunger der ukrainischen F&uuml;hrung scheint grenzenlos. Kaum haben die USA und Deutschland verk&uuml;ndet, der Ukraine &raquo;Leopard&laquo;- und &raquo;Abrams&laquo;-Panzer zu liefern, fordert der ukrainische Pr&auml;sident Selenskij Kampfjets und Raketen. Zwar hat Kanzler Scholz die Lieferung von Kampfflugzeugen oder die Entsendung von Bodentruppen am Mittwoch im Bundestag ausgeschlossen. Doch wie glaubhaft ist das, nachdem er schon mehrfach rote Linien gezogen hat, nur um sie wenig sp&auml;ter zu &uuml;berschreiten? Erste Gespr&auml;che zwischen NATO-Chef Stoltenberg und Selenskij &uuml;ber die Lieferung von F-35-Atombombern laufen wohl schon, und sowohl die USA als auch Frankreich schlie&szlig;en nicht aus, der Ukraine Kampfjets zu liefern.<br>\n&raquo;Wir k&auml;mpfen einen Krieg gegen Russland&laquo;, entschl&uuml;pfte es der deutschen Au&szlig;enministerin auf einer Versammlung des Europarats. Wei&szlig; Frau Baerbock nicht, was sie da sagt? Oder will sie demn&auml;chst auch deutsche Soldaten zur Begleitung deutscher Panzer in die Schlacht gen Russland schicken, da f&uuml;r die Ausbildung ukrainischer Soldaten die Zeit fehlt? Oder wurden wir alle get&auml;uscht und diese Ausbildung hat l&auml;ngst stattgefunden, da man schon vor Monaten entschieden hat, &raquo;Leopard&laquo;-Panzer zu liefern?<br>\nSo oder so: Ohne ein direktes Eingreifen der NATO wird die Ukraine ihr Ziel, die russischen Truppen auch aus dem Donbass und von der Krim zu vertreiben, kaum erreichen. &raquo;Ein Sieg ohne Luftwaffe ist kaum vorstellbar&laquo;, bringt es der ukrainische Vizeau&szlig;enminister und Bandera-Verehrer Melnyk auf den Punkt.<br>\nDer Westen wird sich also entscheiden m&uuml;ssen: Wird er f&uuml;r einen Sieg der Ukraine russisches Roulette spielen und einen Atomkrieg riskieren? Oder werden die USA und die NATO noch zur Vernunft kommen und die Ukraine dazu bringen, einen Kompromissfrieden zu akzeptieren? Aber wie zynisch ist es dann, die ukrainische F&uuml;hrung jetzt durch immer neue Waffenlieferungen zu ermutigen, weitere Zigtausende, vielleicht Hunderttausende Menschen in den Tod zu schicken?<br>\nWir sind auf einer absch&uuml;ssigen Bahn, die in einem Weltkrieg und einer atomaren Apokalypse enden kann. Und klar ist auch: F&uuml;r einen Kriegseintritt m&uuml;sste der Westen jene &raquo;Werte&laquo; opfern, die bislang zur Rechtfertigung des Krieges herangezogen werden, allen voran Meinungsfreiheit und Demokratie. Denn ein solcher Schritt in den Abgrund lie&szlig;e sich der Bev&ouml;lkerung auch bei fortgesetzter Medienpropaganda wohl kaum schmackhaft machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/443731.stolpern-in-den-weltkrieg.html\">Sahra Wagenknecht in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine: Verantwortungsbewusstes Handeln statt gef&auml;hrlicher moralischer &Uuml;berheblichkeit<\/strong><br>\nDie Berichterstattung in Deutschland &uuml;ber den Krieg in der Ukraine ger&auml;t in eine immer st&auml;rkere Schieflage. Man bekommt den Eindruck, dass eine wachsende Zahl von Journalisten und Journalistinnen sich nicht mehr als Berichterstatterinnen und Kommentatoren verstehen sondern als Influencer.<br>\nEs geht nicht mehr um das pro und contra zu jedem einzelnen Vorschlag zur Unterst&uuml;tzung der Ukraine und zur Frage, wie das Sterben so schnell wie m&ouml;glich beendet werden kann. Es geht um Bekenntnisse. Die m&ouml;glichst laute Forderung nach Panzern &ndash; und absehbar auch nach den von der Ukraine geforderten Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen bis hin zu einer Flugverbotszone -, ersetzt die n&uuml;chterne Auseinandersetzung mit der Frage, was verantwortungsvolles Handeln ein Jahr nach dem russischen &Uuml;berfall auf die Ukraine bedeutet. Panzer-Politik und Panzer-Journalismus beherrschen die Schlagzeilen der Zeitungen, die Fernseh-Nachrichten und die talk-shows.<br>\nWer nach dem Sinn von Panzer-Lieferungen fragt, wer nach den Zielen fragt, die damit erreicht werden sollen, wer auf Risiken und Gefahren hinweist, die mit der Lieferung von Panzern verbunden sind, der wird in die Ecke gestellt und muss sich vom hohen moralischen Ross herab belehren lassen. Das geht nicht selten bis hin zu pers&ouml;nlichen Angriffen, die beleidigend, ja verleumderisch sind. Ein besonders &uuml;bles Beispiel daf&uuml;r ist, wie der fr&uuml;here ukrainische Botschafter in Deutschland Andrij Melnyk, heute Vize-Aussenminister der Ukraine, am vergangenen Wochenende Rolf M&uuml;tzenich, den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Bundestag angegriffen hat.<br>\nBegr&uuml;ndungspflichtig ist nicht mehr die Lieferung von immer mehr Waffen. Wer verantwortlich abw&auml;gt, dem werden mangelnde Solidarit&auml;t mit der Ukraine vorgeworfen. Motto scheint immer st&auml;rker zu sein, deutsche und europ&auml;ische Politik vorsorglich daf&uuml;r verantwortlich zu machen, dass die Ukraine ihre selbst erkl&auml;rten Ziele milit&auml;risch nicht erreichen kann. Da werden S&uuml;ndenb&ouml;cke erfunden, damit man sie sp&auml;ter jagen kann. Gegen die Einsch&auml;tzung vieler sachkundiger Beobachter soll die Illusion eines milit&auml;rischen Siegs der Ukraine gegen Russland aufrecht erhalten werden, koste es noch so viele Menschen in der Ukraine das Leben.<br>\nDie Risiken und Gefahren, die f&uuml;r Deutschland und Europa &ndash; nicht f&uuml;r die USA &ndash; aus einer solchen Politik entstehen, werden ausgeblendet, verdr&auml;ngt oder geleugnet. Wer &uuml;ber Risiken und Gefahren spricht, wird moralisch diskreditiert, als feige oder def&auml;tistisch gebrandmarkt, &uuml;bertroffen nur noch vom Vorwurf, ein Pazifist zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/ukraine-verantwortungsbewusstes-handeln-statt-gefaehrlicher-moralischer-ueberheblichkeit\/\">Christoph Habermann in Blog der Republik<\/a>\n<p>dazu: <strong>Krieg bis zum &raquo;Endsieg&laquo;?<\/strong><br>\nEs ist erschreckend, mit welcher Selbstverst&auml;ndlichkeit der Ruf nach immer neuen Waffen f&uuml;r die Ukraine eskaliert. Kaum war die Entscheidung gefallen, deutsche und US-amerikanische Kampfpanzer ins Kriegsgebiet zu entsenden, ert&ouml;nte schon die Forderung aus Kiew nach Kampfflugzeugen, Langstreckenraketen, Kriegsschiffen und U-Booten.<br>\nZun&auml;chst vom Bandera-Verehrer Melnyk ausgesprochen, der sich als Botschafter der Ukraine in Berlin in absolut undiplomatischer Weise mit seinen Forderungen an die Bundesregierung offen in die inneren Angelegenheiten des Gastgeberlandes eingemischt hatte &ndash; und daf&uuml;r schlie&szlig;lich von seinen Auftraggebern mit dem Posten eines Vize-Au&szlig;enministers belohnt wurde. Kurz darauf nutzte Pr&auml;sidentendarsteller Selenski seine allabendliche Video-Andacht, um die Forderung nach Flugzeugen und Raketen zu unterstreichen.<br>\nUnd die Bellizisten in Berlin und den meisten Hauptst&auml;dten der NATO-Staaten griffen die Forderungen begierig auf, um ihre Regierungen neuem Druck auszusetzen. Stimmen von Leuten, die etwas von internationalen Beziehungen, V&ouml;lkerrecht, Diplomatie und auch vom Milit&auml;rwesen verstehen, kommen in den Medien nicht zu Wort. Wer &ouml;ffentlich von einer friedlichen Friedensl&ouml;sung spricht, von Verhandlungen oder gar von Abr&uuml;stung statt Aufr&uuml;stung, wird unverz&uuml;glich verbal attackiert und in eine Ecke gestellt, in der &raquo;Putin-Freund&laquo; an die Wand gemalt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1481573932322\/0%20\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Politik der Bundesregierung ist nicht alternativlos. Auch S&uuml;damerika schlie&szlig;t sich den Forderungen des &bdquo;Westens&ldquo; nicht an.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Pr&auml;sident von Argentinien nach Treffen mit Scholz: Keine Waffen f&uuml;r die Ukraine<\/strong><br>\nArgentiniens Pr&auml;sident Alberto Fern&aacute;ndez hat bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz betont, sein Land werde keine Waffen an die Ukraine liefern. Auf Nachfrage von Journalisten sagte er: &ldquo;Argentinien und Lateinamerika denken nicht daran, Waffen an die Ukraine oder einen anderen Konfliktherd zu liefern&rdquo;.<br>\nDie Bundesregierung hatte am vergangenen Mittwoch bekanntgegeben, der Ukraine Panzer des Typs Leopard-2 A6 zu &uuml;bergeben.<br>\nFern&aacute;ndez erkl&auml;rte, er habe dem Kanzler seine Sorge und seinen Wunsch nach einer friedlichen L&ouml;sung des Konflikts in der Ukraine vorgetragen. Die Feindseligkeiten m&uuml;ssten durch Diplomatie einged&auml;mmt und dem Verlust von Menschenleben ein Ende gesetzt werden, &ldquo;das ist ein Thema, an dem wir gemeinsam arbeiten m&uuml;ssen.&rdquo;<br>\nIn einem Interview mit der brasilianischen Tageszeitung Folha de Sao Paulo, hatte Fern&aacute;ndez k&uuml;rzlich gesagt, dass er trotz seiner deutlichen Kritik am russischen Einmarsch in der Ukraine einen kontinuierlichen Dialog mit dem Pr&auml;sidenten der Russischen F&ouml;deration, Wladimir Putin, aufrechterhalte und sich dabei stets f&uuml;r Friedensverhandlungen einsetze.<br>\nAuch lehnt Argentiniens Regierung die Sanktionen gegen Russland ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2023\/01\/262511\/argentinien-keine-waffen-fuer-die-ukraine%20\">amerika21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Westen braucht einen Plan B<\/strong><br>\nBald rollen deutsche Leopard-2-Panzer &uuml;ber die Schlachtfelder. Weil der Krieg trotzdem noch lange dauern wird, braucht der Westen eine Strategie f&uuml;r m&ouml;gliche Verhandlungen. (&hellip;)<br>\nKl&uuml;ger, als nur mehr Waffen zu fordern und von einem &bdquo;regime change&ldquo; in Moskau zu tr&auml;umen, ist es, einen Plan B f&uuml;r einen langen Krieg zu entwickeln. Der hei&szlig;t Diplomatie. Wer da an gem&uuml;tliche Gespr&auml;che oder einen Friedensvertrag denkt, liegt falsch. Diplomatie ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.<br>\nDie von Scholz unterst&uuml;tzte Botschaft Xis an Putin, blo&szlig; keine Atomwaffen einzusetzen, hat Moskaus nukleare Drohung Glaubw&uuml;rdigkeit und damit Macht gekostet. Das ist vielleicht mehr wert als eine gewonnene Schlacht. Dass Waffen und Diplomatie ein Widerspruch sind, ist ein Kurzschluss deutscher Debatten, in denen Moral oft realpolitischen Verstand ersetzt.<br>\nDer Plan B w&auml;re das offensive Angebot der Nato, zu verhandeln. Das k&ouml;nnte Putin unter Druck setzen und der russischen Elite irgendwann als Notausgang erscheinen. Es w&auml;re einen Versuch wert.<br>\nDas Szenario f&uuml;r einen kalten Frieden lautet Land gegen Sicherheit. Die Krim und der Donbass bleiben russisch besetzt. Die Nato wird daf&uuml;r Kyjiw verl&auml;ssliche Sicherheitsgarantien geben m&uuml;ssen, die de facto einer Nato-Mitgliedschaft gleichkommen. Das w&auml;re kein Friede, nur ein Waffenstillstand, den beide Seiten f&uuml;r Aufr&uuml;stung nutzen. Ein eingefrorener Krieg, so wie in Abchasien, Transnistrien und S&uuml;dossetien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Lieferung-von-Kampfpanzern-an-Ukraine\/!5908991\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Oh, ein Wunder, in der bellizistischen Gr&uuml;nen-taz, in der alles neben den Forderungen nach Waffen, mehr Waffen und noch mehr Waffen und einem (nicht n&auml;her definierten) Sieg der Ukraine schon die Idee, mit Russland zu verhandeln, als Sakrileg gilt, m&uuml;sste Reinecke eigentlich gesteinigt werden. Und das wird er auch, weiter unten in den Leserkommentaren. Dabei nennt er Verhandlungen leider nur den &ldquo;Plan B&rdquo;, obwohl sie Plan A sein sollten; aber er schl&auml;gt einen realistischen Ausweg vor, der die Ukraine Land und Macht kosten wird, aber viele, viele Menschenleben bewahren k&ouml;nnte. Nebenbei r&auml;umt er noch mit der Gr&uuml;nen Lebensl&uuml;ge bzw. L&uuml;ge auf, dass die Ukraine bei den Verhandlungen das Heft in der Hand h&auml;tte: ein Land, dass auf Gedeih und Verderb von &ldquo;westlicher&rdquo; Unterst&uuml;tzung vor allem aus den USA abh&auml;ngig ist und ohne Hilfe keine zwei Wochen &uuml;berleben k&ouml;nnte, kann nat&uuml;rlich von den Geld- und Waffenlieferanten gezwungen werden zu verhandeln und bestimmte schwer akzeptable Ergebnisse zu schlucken. Eigentlich ist der ganze Artikel ein einziges Eingest&auml;ndnis, dass die Waffenlieferungen an die Ukraine lediglich zu einem jahrelangen Abnutzungskrieg f&uuml;hren und das Leiden verl&auml;ngern, dass also die Politik der Gr&uuml;nen v&ouml;llig auf dem Holzweg ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie w&auml;r&rsquo;s mit einem Atomkrieg wegen der Krim? Notizen vom Rand der narrativen Matrix<\/strong><br>\nDas US-Imperium sagt zu Russland &ldquo;Ich bin der verr&uuml;ckteste Irre weit und breit, ich werde das Spiel mit dem Feuer weiter anheizen, dir direkt in die Augen schauen und dich herausfordern, deine Atomwaffen einzusetzen&rdquo;, w&auml;hrend es zugleich dem Rest der Welt beteuert &ldquo;Ich bin die einzige Stimme der Vernunft, auf die als eure F&uuml;hrungskraft ihr euch alle verlassen solltet&rdquo;. Das eine Gesicht des Imperiums ist jenes des tugendhaften Verfechters von Freiheit und Demokratie, w&auml;hrend das andere Gesicht die einsch&uuml;chternde Fratze der B&ouml;sartigkeit zeigt &ndash; wie ein Gefangener, der jemand anderem  auf dem Gef&auml;ngnishof in den Hals bei&szlig;t. Mindestens eines dieser beiden Gesichter l&uuml;gt zwangsl&auml;ufig.<br>\nBuchst&auml;blich der einzige Grund, weshalb die meisten Durchschnittsb&uuml;rger im Westen das Spiel mit dem nuklearen Feuer des US-Imperiums gegen&uuml;ber Russland nicht schreckt, ist der, dass die meisten dieses Spiel gar nicht verstehen. Und diejenigen, die es verstehen, denken nicht sehr genau dar&uuml;ber nach. Sie verdr&auml;ngen es geradezu, dar&uuml;ber nachzudenken, was ein Atomkrieg ist und was er bedeuten w&uuml;rde. (&hellip;)<br>\nMenschen im Westen formulieren jetzt gerne den Vorwurf, dass Nationen wie Russland und China &ldquo;ihre Nachbarn angreifen&rdquo; w&uuml;rden, als ob das irgendwie unmoralischer w&auml;re gegen&uuml;ber der Tatsache, dass die USA Nationen auf der anderen Seite des Erdballs angreifen, auch wenn die unm&ouml;glich eine Bedrohung f&uuml;r deren nationale Sicherheit darstellen k&ouml;nnen. Russland kann zumindest argumentieren, dass seine Invasion in der Ukraine aufgrund der dortigen US\/NATO-Militarisierung in seinem unmittelbaren nationalen Sicherheitsinteresse lag. Und China k&ouml;nnte &auml;hnliche Argumente vorbringen, falls es jemals Taiwan angreifen sollte. Die Kriege der USA wurden und werden dagegen ausschlie&szlig;lich gef&uuml;hrt, um die Weltherrschaft der USA zu verteidigen, nicht die USA als Nation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/160723-lasst-uns-wegen-krim-in\/\">Caitlin Johnstone in RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Dieses Mal ist es anders<\/strong><br>\nWeder wir noch unsere Verb&uuml;ndeten sind darauf vorbereitet, einen totalen Krieg mit Russland zu f&uuml;hren, weder regional noch global.<br>\nBis zu der Entscheidung, Moskau in der Ukraine mit einer existenziellen milit&auml;rischen Bedrohung zu konfrontieren, beschr&auml;nkte Washington den Einsatz amerikanischer Milit&auml;rmacht auf Konflikte, bei denen sich die Amerikaner eine Niederlage leisten konnten, also auf Kriege mit schwachen Gegnern in den Entwicklungsl&auml;ndern von Saigon bis Bagdad, die keine existenzielle Bedrohung f&uuml;r die US-Streitkr&auml;fte oder das amerikanische Territorium darstellten. Diesmal &ndash; im Stellvertreterkrieg mit Russland &ndash; ist es anders.<br>\nIm Gegensatz zu den fr&uuml;hen Hoffnungen und Erwartungen des Regierungsbezirks ist Russland weder innerlich zusammengebrochen noch hat es vor den kollektiven Forderungen des Westens nach einem Regimewechsel in Moskau kapituliert. Washington untersch&auml;tzte den gesellschaftlichen Zusammenhalt Russlands, sein latentes milit&auml;risches Potenzial und seine relative Unempfindlichkeit gegen&uuml;ber westlichen Wirtschaftssanktionen.<br>\nInfolgedessen ist Washingtons Stellvertreterkrieg gegen Russland zum Scheitern verurteilt. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin &auml;u&szlig;erte sich ungew&ouml;hnlich offen &uuml;ber die Lage in der Ukraine, als er am 20. Januar auf dem Luftwaffenst&uuml;tzpunkt Ramstein zu den Verb&uuml;ndeten in Deutschland sagte: &ldquo;Wir haben hier ein Zeitfenster von jetzt bis zum Fr&uuml;hjahr&rdquo;, wobei er zugab: &ldquo;Das ist keine lange Zeit.&rdquo;<br>\nAlexej Arestowitsch, der k&uuml;rzlich entlassene Berater und inoffizielle &ldquo;Spinmeister&rdquo; von Pr&auml;sident Zelenski, war noch direkter. Er bezweifelt, dass die Ukraine ihren Krieg mit Russland gewinnen kann, und stellt in Frage, ob die Ukraine den Krieg &uuml;berhaupt &uuml;berleben wird. Die ukrainischen Verluste &ndash; mindestens 150.000 Tote, darunter 35.000 Vermisste und mutma&szlig;lich Tote &ndash; haben die ukrainischen Streitkr&auml;fte auf fatale Weise geschw&auml;cht, was zu einer fragilen ukrainischen Verteidigungsposition gef&uuml;hrt hat, die in den n&auml;chsten Wochen unter dem erdr&uuml;ckenden Gewicht der angreifenden russischen Streitkr&auml;fte wahrscheinlich zusammenbrechen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/antikrieg.com\/aktuell\/2023_01_28_diesesmal.htm%20\">Douglas Macgregor in Antikrieg<\/a>\n<p>dazu: <strong>Deutschland ist das schw&auml;chste Glied auf dem NATO-Kriegskurs<\/strong><br>\nWenn die Leopard-R&uuml;mpfe mit abgesprengten Gesch&uuml;tzt&uuml;rmen zur&uuml;ckgeschleppt werden, wird der politische Preis f&uuml;r Berlin unertr&auml;glich werden.<br>\nDeutschland wird wie eine Geige gespielt, und der Klang ist erb&auml;rmlich und klagend. Nur wenige Tage nach der Ank&uuml;ndigung von Bundeskanzler Olaf Scholz, Deutschland werde seine Leopard-2-Panzer nicht an die Ukraine zum Kampf gegen Russland liefern, hat Berlin eine peinliche Kehrtwende vollzogen. Die Leopard-Panzer werden kommen. (&hellip;)<br>\nDer entscheidende Schritt kam aus Washington. Die Regierung Biden erkl&auml;rte sich bereit, ihre Kampfpanzer vom Typ M1 Abrams zu schicken, nachdem sie zuvor erkl&auml;rt hatte, dass sie dies aufgrund logistischer Unzul&auml;nglichkeiten nicht tun w&uuml;rde. Mit diesem &uuml;berraschenden Schritt zog Berlin die Rei&szlig;leine, nachdem es &ouml;ffentlich erkl&auml;rt hatte, dass es die Leopards nur unter der Bedingung liefern w&uuml;rde, dass die USA auch ihre Panzer schicken w&uuml;rden.<br>\nDie Sache ist jedoch die: US-Pr&auml;sident Joe Biden hat die Lieferung von 30 Abrams angeordnet, aber es wird Monate oder sogar bis zu einem Jahr dauern, bis die amerikanischen Panzer im Krieg eingesetzt werden k&ouml;nnen. Das liegt daran, dass der Abrams ein gr&ouml;&szlig;eres Unget&uuml;m ist, das mehr Training f&uuml;r die Panzerbesatzungen erfordert. Die deutschen Leopard-Panzer hingegen sind einsatzbereit.<br>\nWashington spielt Berlin zweifellos einen Streich. Die Amerikaner fordern die Deutschen heraus, ihre besten Panzer an die Front zu schicken, weil sie wissen, dass ihre eigenen schwerf&auml;lligen, benzinschluckenden Unget&uuml;me von hinten kommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/antikrieg.com\/aktuell\/2023_01_29_deutschland.htm\">Finian Cunningham in Antikrieg<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Avoiding a Long War: U.S. Policy and the Trajectory of the Russia-Ukraine Conflict<\/strong><br>\nDiscussion of the Russia-Ukraine war in Washington is increasingly dominated by the question of how it might end. To inform this discussion, this Perspective identifies ways in which the war could evolve and how alternative trajectories would affect U.S. interests. The authors argue that, in addition to minimizing the risks of major escalation, U.S. interests would be best served by avoiding a protracted conflict. The costs and risks of a long war in Ukraine are significant and outweigh the possible benefits of such a trajectory for the United States. Although Washington cannot by itself determine the war&rsquo;s duration, it can take steps that make an eventual negotiated end to the conflict more likely. Drawing on the literature on war termination, the authors identify key impediments to Russia-Ukraine talks, such as mutual optimism about the future of the war and mutual pessimism about the implications of peace. The Perspective highlights four policy instruments the United States could use to mitigate these impediments: clarifying plans for future support to Ukraine, making commitments to Ukraine&rsquo;s security, issuing assurances regarding the country&rsquo;s neutrality, and setting conditions for sanctions relief for Russia.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rand.org\/pubs\/perspectives\/PEA2510-1.html%20\">RAND<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die 32-seitige Studie der RAND Corporation kann <a href=\"https:\/\/www.rand.org\/content\/dam\/rand\/pubs\/perspectives\/PEA2500\/PEA2510-1\/RAND_PEA2510-1.pdf\">hier<\/a> heruntergeladen und im englischen Original gelesen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Wir m&uuml;ssen in die Produktion von Kriegsmaterial gehen&ldquo;<\/strong><br>\nVerteidigungsexperte Fritz Felgentreu &uuml;ber die Lieferung von Leopard-2-Panzern, das Risiko einer milit&auml;rischen Eskalation und ein etwaiges Kriegsende. (&hellip;)<br>\nWie entscheidend ist der Einsatz der Leopard-Panzer auf ukrainischer Seite f&uuml;r den Kriegsverlauf der n&auml;chsten Monate?<br>\nDie Entscheidung gegen die Bereitstellung der Panzer h&auml;tte den Kriegsverlauf wahrscheinlich sehr negativ beeinflusst. Es gibt ein Problem mit der Entwicklung der letzten zehn Monate: Man hat zwar kontinuierlich aus den eigenen Best&auml;nden die Ukraine unterst&uuml;tzt, wir haben aber nicht gleichzeitig angefangen, nachzuproduzieren. Das hei&szlig;t, die Menge an Material, die geliefert werden kann, wird kontinuierlich aufgebraucht. Daher war es notwendig, von altem sowjetischem Material &uuml;berzugehen zur Lieferung auch westlicher Waffen. Das ist die eine logische Schlussfolgerung. Und die andere, die noch aussteht, ist: Wir m&uuml;ssen auch in die Produktion von Kriegsmaterial gehen, weil wir alle nicht wissen, wie lange dieser Krieg dauert. Und wenn es dabei bleibt, dass wir die Ukraine so lange unterst&uuml;tzen, wie es notwendig ist, dann wird das nicht gehen, ohne dass man auch anf&auml;ngt, zu produzieren, so dass man auch in Zukunft noch liefern kann.<br>\nDer Gordische Knoten wurde erst durch die Zusage der USA gel&ouml;st, ihrerseits Abrams-Panzer an die Ukraine zu liefern. Statt dass Berlin, Paris und London gemeinsam voranschreiten, hat es die R&uuml;ckversicherung aus Washington gebraucht. Wie eigenst&auml;ndig ist Europa in milit&auml;rischen Angelegenheiten?<br>\nEuropa ist in milit&auml;rischen Angelegenheiten nach wie vor kaum eigenst&auml;ndig, weil die europ&auml;ischen Armeen durch die Entwicklung der letzten 30 Jahre so schwach geworden sind, dass sie nicht mehr selbstst&auml;ndig in der Lage sind, die europ&auml;ische Sicherheit zu gew&auml;hrleisten. Das wirkt sich nat&uuml;rlich in so einer Situation aus. Es bedeutet, dass es offensichtlich ein starkes strategisches Interesse gibt, kein sicherheitspolitisches De-Coupling von den USA zu riskieren. Und es scheint ja auch der eigentliche Sinn des politischen Handelns von Olaf Scholz gewesen zu sein, dass man genau das ausschlie&szlig;en wollte.<br>\nWie stark erh&ouml;ht die Leopard-Lieferung das Risiko einer milit&auml;rischen Eskalation im Krieg mit Russland?<br>\nIch sehe da keine sehr gro&szlig;e Gefahr. Die Russen haben bereits milit&auml;risch eskaliert. Sie sind bereit, Kriegsverbrechen zu begehen, um ihre milit&auml;rischen Ziele zu erreichen. Durch die Lieferung der Leopard-Panzer ist keine qualitative Ver&auml;nderung eingetreten. Warum ein Staat in einem h&ouml;heren Ma&szlig;e Kriegspartei sein soll, wenn er Kampfpanzer liefert, als wenn er Flakpanzer liefert, hat sich mir nie erschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/interviews\/artikel\/wir-muessen-in-die-produktion-von-kriegsmaterial-gehen-6467\/%20\">IPG<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.B.:<\/strong> Die Hetze geht weiter.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dieser sog. Verteidigungsexperte mit SPD-Parteibuch &bdquo;sehe da keine sehr gro&szlig;e Gefahr&ldquo;. Diese scheinbare Naivit&auml;t ist gef&auml;hrlich. Es werden nicht lediglich Kampfpanzer geliefert, sondern die Ausbildung ukrainischer Soldaten findet hierzulande statt. Genau das &ndash; so der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages &ndash; kann Kriegsbeteiligung bedeuten. Es h&auml;ngt von Russland ab, wie es die Situation einsch&auml;tzt &ndash; und nicht von der deutschen Bundesregierung und deren &bdquo;Experten&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Frankreich schickt keine Panzer, Italien sagt &ldquo;Basta&rdquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend Deutschland weiter unter Druck gesetzt wird, noch mehr Waffen in die Ukraine zu liefern, stellen sich Frankreich und Italien quer &ndash; offenbar erfolgreich.<br>\nPr&auml;sident Macron hat immer noch keine franz&ouml;sischen Kampfpanzer zugesagt. Ob man &ldquo;Leclerc&rdquo;-Panzer schicken werde, h&auml;nge von mehreren Konditionen ab, hatte Macron erkl&auml;rt &ndash; offenbar sind sie immer noch nicht erf&uuml;llt.<br>\nDoch w&auml;hrend sich Kanzler Scholz f&uuml;r jedes Z&ouml;gern bei den Waffenlieferungen rechtfertigen mu&szlig;, hat Macron offenbar keine Probleme. Weder aus Kiew noch aus Washington wurde Kritik laut. Gelten in Paris andere Ma&szlig;st&auml;be?<br>\nDiese Frage stellt sich auch in Rom. Italien hat &ndash; genau wie Frankreich &ndash; vergleichsweise wenig Waffen in die Ukraine geliefert. Dennoch hagelt es auch dort keine internationale Kritik. Rom fliegt offenbar unter dem Radar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/frankreich-schickt-keine-panzer-italien-sagt-basta\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Heute vor 79 Jahren hat die Rote Armee die deutsche Blockade Leningrads mit einer Million Verhungerten &ouml;ffnen k&ouml;nnen. Das darf nicht in Vergessenheit geraten!<\/strong><br>\nEs wird immer klarer: Deutschland sieht, nach den zwei weltkriegsentscheidenden verlorenen Schlachten Stalingrad und Kursk, endlich eine Chance, den Russen zu zeigen, &bdquo;wo Gott hockt&ldquo;. Aber auch diesmal wird Deutschland nur verlieren: den wirtschaftlichen Vorteil, aus Russland g&uuml;nstiges Gas zu erhalten, was viel zu seinem wirtschaftlichen Aufschwung beigetragen hat, aber auch die nationale Ehre, nach einem verlorenen Krieg mit 27 Millionen Kriegsopfern allein in der Sowjetunion, zu einem anst&auml;ndigen, friedfertigen Land geworden zu sein. Die eigenen Kriegsverbrechen &ndash; notabene zu einer Zeit, als viele heute lebende Deutsche bereits geboren waren, also nicht etwa damals, vor Urzeiten! &ndash; d&uuml;rfen nicht in Vergessenheit geraten. Leningrad als Beispiel!<br>\nDie Stadt Leningrad, das heutige St. Petersburg, war Anfang der 1940er Jahre bereits eine Millionenstadt. Die am Baltischen Meer gelegene Stadt war schon damals die zweitgr&ouml;&szlig;te Stadt Russlands. Beide St&auml;dte, Leningrad und Moskau, sollten gem&auml;&szlig; Hitler nicht nur &bdquo;erobert&ldquo;, also unter eigene Kontrolle gebracht werden, beide St&auml;dte sollten, wie aus einem Schreiben des Nazi-Kaders Reinhard Heydrich hervorgeht, &bdquo;ausgel&ouml;scht&ldquo; werden! Ausgel&ouml;scht werden! Es ging also klar um die geplante und teilweise realisierte Ermordung von Millionen von russischen Zivilisten!<br>\nIm Vernichtungslager Treblinka in Polen wurden zwischen Juli 1942 und August 1943 von den Nazis &uuml;ber 700.000 Menschen ermordet, fast alles Juden. Die Sch&auml;tzungen gehen bis auf eine Million. Weil es gezielt gegen Juden ging und weil die Juden in aller Welt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges daf&uuml;r sorgten, dass dies als Genozid ohne Vergleich in die Geschichte einging, weiss heute zumindest in Deutschland fast jedes Kind, welches Kriegsverbrechen Deutschland damals begangen hat. Und wie ist es mit der gewollten Verhungerung von Millionen von Russen? Die totale milit&auml;rische Blockade der russischen Millionenstadt Leningrad begann am 8. September 1941. Erst 872 Tage sp&auml;ter, am 27. Januar 1944, konnte die Rote Armee diese Blockade mit Waffengewalt durchbrechen und wieder Lebensmittel in die Stadt einf&uuml;hren. Da die gewollte Hungersnot zur totalen Vernichtung der Leningrader Bev&ouml;lkerung ja nicht am ersten Tag der Blockade begann, aber bald einmal dramatisch anwuchs, muss davon ausgegangen werden, dass im Januar 1944, also nach mehr als zwei Jahren ohne jede Lebensmittel-Zufuhr, jeden Tag &ndash; jeden Tag! &ndash; bis zu 3000 Menschen oder gar mehr den Hungertod erlitten. Die Juden in Treblinka wurden vergast, die Russen in Leningrad wurden dem Hungertod &uuml;bergeben: Gibt es schrecklichere Methoden, Menschen en masse umzubringen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/heute-vor-79-jahren-hat-die-rote-armee-die-deutsche-blockade-leningrads-mit-einer-million-verhungerten-oeffnen-koennen-das-darf-nicht-in-vergessenheit-geraten\/%20\">Globalbridge<\/a>\n<p>dazu: <strong>&raquo;Wir vergessen nicht!&laquo;<\/strong><br>\nStimmen aus Russland: &Uuml;berfall auf UdSSR bleibt im Ged&auml;chtnis. Teil 1 (&hellip;)<br>\nAlte Wunden platzen in Russland jetzt wieder auf. Eine Bekannte schrieb mir: &raquo;Wir fahren als Touristen nach Deutschland, fast jeder hat gute Bekannte dort, wir sch&auml;tzen diese sehr und lieben sie sogar. Aber! Das russische Volk hat den Deutschen nichts vergessen und nichts vergeben. Die Auseinandersetzungen in der Ukraine sind furchtbar und zeugen von Unf&auml;higkeit. Die Deutschen sollten wissen, dass die Russen in der Ukraine-Frage gespalten sind. Wenn der Westen allerdings &ndash; und besonders Deutschland &ndash; an unser Land ran will, werden wir uns zusammenschlie&szlig;en, egal ob klein oder gro&szlig;. Und keinem wird die Hand zittern, weder am Abzug eines Gewehrs noch beim Dr&uuml;cken eines Start- oder eines sonstigen Knopfes.<br>\nDer Hass darauf, was die Deutschen damals getan haben, ist nicht verschwunden. Und der Hass darauf, dass eure alten Leute, die fr&uuml;heren Soldaten, im Ergebnis viel besser leben als unsere alten Leute, die die Welt vom Faschismus gerettet haben, f&uuml;hrt dazu, dass niemand fragen wird, wer schuld ist, der Westen oder unsere Verr&auml;ter. Deutschland muss jetzt still sein. Die ganze deutsche Nation muss jetzt beten, dass die Russen die Deutschen vergessen. Aber wir vergessen nicht!&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/443719.reportage-aus-russland-wir-vergessen-nicht.html%20\">Ulrich Heyden in junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93136\">Der doppelte Gedenktag &ndash; Der 27. Januar<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lehrerverb&auml;nde reagieren emp&ouml;rt auf Expertenempfehlung<\/strong><br>\nIn Deutschland fehlen Tausende Lehrkr&auml;fte. Im Auftrag der Kultusminister hat ein Gremium Vorschl&auml;ge ausgearbeitet, wie der Mangel zu kompensieren sei, bis hin zu &raquo;Achtsamkeitstraining&laquo; bei Belastung im Beruf. Die Reaktion: Wut.<br>\nDie Bildungs- und Lehrergewerkschaften haben die Empfehlung der St&auml;ndigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) zur Bek&auml;mpfung des Lehrkr&auml;ftemangels kritisiert. &raquo;Mit diesen Ma&szlig;nahmen wird das Versagen der Politik auf dem R&uuml;cken der Lehrkr&auml;fte ausgetragen&laquo;, sagte Gerhard Brand, Vorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE).<br>\nDie 16 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der SWK hatten im Auftrag der Kultusministerinnen und Kultusminister Vorschl&auml;ge ausgearbeitet<br>\n, die kurz- und mittelfristig helfen sollen, um die Tausenden fehlenden Lehrkr&auml;ftestellen zu kompensieren. Dazu geh&ouml;ren etwa, die Teilzeit zu begrenzen, Personal umzuverteilen und Unterrichtszeit an Gymnasien zu streichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/bildung\/lehrerverbaende-zur-swk-empfehlung-achtsamkeitstraining-als-ausgleich-fuer-lehrermangel-sei-blanker-hohn-a-d115db82-8fdc-4745-87f2-54041da7382e%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Politik hat jahrelang, eigentlich jahrzehntelang der immer gr&ouml;&szlig;er und offensichtlicher werdenden Not nicht nur passiv zugeschaut, sondern sie noch aktiv angeheizt, indem aus Kostengr&uuml;nden z. B. <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/sommerferien-befristet-angestellte-lehrer-bw-kosten-100.html\">Lehrer in den Sommerferien arbeitslos gemacht werden<\/a>. Die leicht gestiegene Geburtenrate und die hohe Zuwanderung sind weitere Gr&uuml;nde f&uuml;r den Fehlbedarf, und die Politik hat weiter auf Kante gen&auml;ht, statt zu versuchen, auch mal ein paar Lehrer zus&auml;tzlich und &uuml;ber Bedarf auszubilden. Dementsprechend schlecht sind die Arbeitsbedingungen und dementsprechend &uuml;berlastet die Lehrer. Wer soll es ausbaden, abgesehen nat&uuml;rlich von den Sch&uuml;lern und deren Eltern? Den Pflegekr&auml;ften, die jahrelang mit f&uuml;rchterlichen Arbeitsbedingungen verheizt wurden und inzwischen massenhaft aus dem Beruf ausscheiden, hat die Politik in der Corona-Zeit die Arbeitsbedingungen noch einmal versch&auml;rft; nach den analogen Vorschl&auml;gen des SWK sollen die &uuml;berlasteten Lehrer noch mehr belastet werden. Das ist sicher sehr zielf&uuml;hrend&hellip; Lehrer von stumpfen Verwaltungst&auml;tigkeiten zu entlasten, ist ja vern&uuml;nftig, aber wie will man z. B. die Idee realisieren, zur Entlastung der Lehrer IT-Kr&auml;fte einzusetzen, wenn sogar in der Industrie angeblich ein IT-Fachkr&auml;ftemangel herrscht, wenn es die Leute also gar nicht gibt??? Eine jahrelang politisch gewollte v&ouml;llige Fehlentwicklung, &ldquo;schlanker&rdquo; (magers&uuml;chtiger) Staat, angeblich &ldquo;sparen&rdquo;, und gleichzeitig das Geld mit vollen H&auml;nden zu den Gro&szlig;unternehmen hinauswerfen, statt in die Daseinsvorsorge zu investieren, f&auml;llt uns allen so richtig auf die F&uuml;&szlig;e.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ern&auml;hrungsarmut wegschweigen<\/strong><br>\nReicht das B&uuml;rgergeld f&uuml;r gesundes Essen? Sechs Ministerien ringen um die Antwort &ndash; das Problem darf blo&szlig; nicht zu gro&szlig; erscheinen.<br>\nDie Botschaft war eigentlich unmissverst&auml;ndlich. Mitten im reichen Deutschland gebe es &bdquo;armutsbedingte Mangelern&auml;hrung und teils auch Hunger&ldquo;, bilanzierte der Wissenschaftliche Beirat des Bundesern&auml;hrungsministeriums (BMEL) 2020 in einem Gutachten. Knapp drei Jahre vergingen, bis mit dem Gr&uuml;nen Cem &Ouml;zdemir ein erster Minister &auml;hnlich deutliche Worte fand &ndash; allerdings nur dann, wenn er sich mit dem Rest der Bundesregierung nicht abstimmen musste, wie zuletzt in einem Gastbeitrag f&uuml;r die Welt, in dem er &bdquo;Ern&auml;hrungsarmut&ldquo; als Problem benannte.<br>\nDie Ampelkoalition als Ganze tut sich damit n&auml;mlich schwer. Das belegen eindrucksvoll jene zwei Wochen im vergangenen Herbst, in denen insgesamt sechs Ministerien die Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion abstimmten. Darin ringen sie um politisch korrekte Formulierungen und wollen nicht anerkennen, was wissenschaftlich vom Beirat klar beschrieben ist.<br>\nNach einer Informationsfreiheitsanfrage liegen der taz jetzt die Unterlagen des Abstimmungsprozesses vor: Rund 50 E-Mails mit Textentw&uuml;rfen und Kommentaren, die zwischen den Ministerien hin- und hergingen. Sie erm&ouml;glichen seltene Einblicke in die Ministerialb&uuml;rokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Buergergeld-Regelsatz-zu-niedrig\/!5909759\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Hier klingt in der taz sogar Kritik an den Gr&uuml;nen durch, die aber nicht nur als Teil der Bundesregierung l&uuml;gen, sondern als urspr&uuml;ngliche Verursacher des Monstrums Hartz IV daran Schuld haben, dass Menschen nur 5,70 Euro am Tag zum Essen haben. Womit bekannterma&szlig;en nicht nur gesundes Essen unm&ouml;glich zu finanzieren ist, sondern viele Leute nicht einmal &uuml;berhaupt die notwendigen Lebensmittel kaufen k&ouml;nnen, gesund hin oder her.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Jedes f&uuml;nfte Kind arm? Jedes vierte? Egal, Panzer sind wichtiger<\/strong><br>\nDie Bertelsmann-Stiftung ist dieses Jahr etwas zu fr&uuml;h dran, um das Thema &ldquo;Kinderarmut&rdquo; in die Presse zu bringen. Das Gehege f&uuml;r Sozialthemen in der deutschen Medienlandschaft erstreckt sich n&auml;mlich zweimal im Jahr &uuml;ber jeweils vier Wochen &ndash; vor Ostern und vor Weihnachten. Den Rest des Jahres wird eigentlich konsequent so getan, als w&auml;re da nichts.<br>\nUnd, wenn man strikt nach Nachrichtenqualit&auml;t geht: Dass &uuml;ber 40 Prozent der Kinder von Alleinerziehenden (samt der M&uuml;tter) in Armut leben, ist nichts Neues. Die Einf&uuml;hrung von Hartz IV f&uuml;hrte zu einem Sprung nach oben; aber schon davor lag die als &ldquo;Armutsrisiko&rdquo; besch&ouml;nigte Armut Alleinerziehender bei 35,4 Prozent. Und auch das ist konstant: &Uuml;ber die H&auml;lfte aller in Armut lebender Kinder sind Kinder Alleinerziehender. Wir reden also von einem Zustand, der Gesellschaft und Politik seit langem bekannt ist, an dem sich aber nichts zum Besseren &auml;ndert.<br>\nGleiches gilt f&uuml;r die regionale Verteilung. Es sind die ehemaligen Industriestandorte, an denen die Armut besonders gro&szlig; ist; in Deutschland nicht anders als in Gro&szlig;britannien. Im Ruhrgebiet f&uuml;hrt Gelsenkirchen, die einstige Zechenhochburg, mit 41,7 Prozent, gefolgt von Essen, Dortmund, Hagen, Herne und Duisburg mit jeweils knapp &uuml;ber 30 Prozent Kindern und Jugendlichen, die von Hartz IV leben m&uuml;ssen. Auch Bremen und Bremerhaven liegen in dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung. Und so ist es ebenfalls seit Jahren, seit Jahrzehnten. (&hellip;)<br>\nMan kann den diesj&auml;hrigen Durchlauf des Themas &ldquo;Kinderarmut&rdquo; durchaus als Abschiedsvorstellung betrachten. Die aktuelle Bundesregierung tut ihr Bestes, das Thema Armut gleichzeitig aus seinem Nischendasein zu befreien, indem die Gruppe der Armen zielgerichtet ausgeweitet wird, und es gleichzeitig im schwarzen Loch der Berichterstattung zu versenken. Denn wer wird noch &uuml;ber Kinder berichten, denen die Geburtstage von Freunden entgehen, weil sie keine Geschenke kaufen k&ouml;nnen, wenn die Ampel es endlich geschafft hat, Europa in Brand zu setzen? Beim jetzigen Tempo jedenfalls findet die Weihnachtsrunde Sozialthemen bereits nicht mehr statt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/161184-jedes-fuenfte-kind-arm-jedes\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Arbeitslosengeld-II- und Sozialgeld-Ausgaben 2015 bis 2022<\/strong><br>\nIm Haushaltsjahr 2022 wurden vom Bund f&uuml;r Arbeitslosengeld II und Sozialgeld insgesamt 22,276 Milliarden Euro ausgegeben (1) &ndash; 1,191 Milliarden Euro (nominal 5,6 Prozent) mehr als das im Bundeshaushalt 2022 veranschlagte Soll in H&ouml;he von 21,085 Milliarden Euro. Anmerkung: Die Ausgaben stiegen damit nahezu auf den Betrag, den die alte Bundesregierung in ihrem ersten Haushaltsentwurf 2022 veranschlagt hatte, 22,400 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/1755-arbeitslosengeld-ii-und-sozialgeld-ausgaben-2015-bis-2022.html%20\">BIAJ<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Hartz IV: &bdquo;Verwaltungskosten&ldquo; stiegen 2022 auf &uuml;ber sieben Milliarden Euro &ndash; R&uuml;ckblick bis 2012 bzw. 2005<\/strong><br>\nF&uuml;r &bdquo;Verwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; (SGB II &ndash; Hartz IV) wurden vom Bund und den Kommunen im Haushaltsjahr 2022 insgesamt 7,053 Milliarden Euro ausgegeben, davon 6,007 Milliarden Euro vom Bund und (vom BIAJ rechnerische ermittelte) 1,046 Milliarden Euro von den Kommunen f&uuml;r deren Anteil an den &bdquo;Gesamtverwaltungskosten der Jobcenter&ldquo;. (vgl. Spalten 6, 1 und 4 in der Tabelle 1)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-materialien\/1756-hartz-iv-verwaltungskosten-stiegen-2022-auf-ueber-sieben-milliarden-euro-rueckblick-bis-2012-bzw-2005.html%20\">BIAJ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Uuml;ber die Klugheit im Nachhinein<\/strong><br>\nDie Zeit besch&auml;ftigt sich in dieser Woche mit dem Thema &bdquo;Unsere Corona-Fehler&ldquo;. Darin Bekenntnisse von Wissenschaftlern, Politikern und Journalisten. Ich habe mich geirrt ist eine Sammlung von Statements &uuml;berschrieben. H&auml;ufig liest man da heraus, dass man im Nachhinein kl&uuml;ger geworden sei, eine beliebte Floskel, um dem Eingest&auml;ndnis des Irrtums die Angriffsfl&auml;che zu nehmen, um das eigene schuldhafte Verhalten zu relativieren.<br>\nMan h&ouml;rt jetzt auch oft von den Verantwortlichen, dass sie dies und jenes nicht mehr so machen w&uuml;rden, also zum Beispiel die Schulen und Kitas zu schlie&szlig;en oder die Spielpl&auml;tze. Doch Zweifel an diesem Lerneffekt sind angebracht, da es doch immer darauf ankam, was &ouml;ffentlich durchsetzbar war. Der Stand der Erkenntnis spielte nie eine Rolle. Man verzichtete sogar aktiv darauf, das Wissen, das man hat, zu nutzen und dort, wo Wissen fehlt, es durch Forschung Schritt f&uuml;r Schritt zu verbessern. Stattdessen erfand man einfach Realit&auml;ten, indem man zum Beispiel Modellen vertraute, deren Aussagekraft aufgrund der vielen Annahmen schlichtweg unbrauchbar war. Dennoch nahm man stets das schlimmste Szenario als Begr&uuml;ndung f&uuml;r politische Entscheidungen.<br>\nKurzum: es war eben m&ouml;glich, das alles zu tun und deshalb hat man es getan. Daf&uuml;r gibt es auch einen sch&ouml;nen Beleg. Nach dem ersten Lockdown versprach der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn im September 2020 mit seiner bekannten Formulierung &bdquo;Mit dem Wissen von heute, w&uuml;rden wir anders handeln&ldquo;, dass es keine Schlie&szlig;ung des Einzelhandels mehr geben werde. Es kam bekanntlich anders und der Lockdown dauerte noch sehr viel l&auml;nger. Der Punkt ist einfach, dass man hinterher eben nicht kl&uuml;ger ist, sondern man immer bef&uuml;rchten muss, dass sich dieser schlimme Machtmissbrauch einfach wiederholt. Der Lerneffekt muss daher in der Erkenntnis bestehen, dass es viel zu einfach ist, Grundrechte &uuml;ber eine fragw&uuml;rdige Verordnungspraxis au&szlig;er Kraft zu setzen. Eine dringende Aufgabe von Politik und Gesellschaft w&auml;re es da sicherlich, diesen eklatanten Mangel zu beheben. (&hellip;)<br>\nEs gibt eine vern&uuml;nftige Ordnung, an die sich eine &bdquo;Wir sind aber die Wissenschaft&ldquo; nicht mehr unbedingt halten wollte. Das Ergebnis ist Chaos. Noch bis zum Februar wird den Menschen zum Beispiel das Tragen von Masken auferlegt, nicht aber, weil es sich aus der Ordnung heraus erg&auml;be, nein, denn das zust&auml;ndige Gesetz ist l&auml;ngst gegenstandslos geworden, aber man tut einfach so, als best&uuml;nde die Rechtsgrundlage einfach fort und ersetzt die konkret definierte Krankheit einfach durch eine oder mehrere andere, abgesichert von &bdquo;der speziellen Wissenschaft&ldquo;, die das irgendwie f&uuml;r richtig h&auml;lt. Das Gesetz wird derweil nicht ge&auml;ndert, vermutlich weil die demokratische Mehrheit daf&uuml;r fehlt, deshalb wird von den Lehrlingen der Machtmissbrauch mit Hilfe eines Ordnungsrechts ohne Rechtsgrundlage einfach fortgesetzt. Sonderlich klug oder kl&uuml;ger ist das immer noch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/230127uber-die-klugheit-im-nachhinein\">TauBlog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>L&auml;sst Covid-19 unser Immunsystem vorzeitig altern?<\/strong><br>\nK&ouml;nnen wiederholte Covid-19-Infektionen das Immunsystem vorzeitig altern lassen?<br>\nIch halte das f&uuml;r ein Ger&uuml;cht. Es gibt keine soliden Daten dazu. Nach einer SARS-CoV-2-Infektion sind wie nach Impfungen gegen Covid-19 zun&auml;chst weniger naive T-Zellen im Blut zu finden. Das ist bei allen Infektionen und Impfungen so: Schlie&szlig;lich haben sich vormals naive Abwehrzellen jetzt auf einen Erreger spezialisiert.<br>\nDiese Immunreaktion dauert mindestens ein halbes Jahr, oft l&auml;nger. Dann kommen in der Regel neue naive T-Zellen nach. Von einer vorzeitigen Alterung k&ouml;nnte erst die Rede sein, wenn die Zahl der naiven T-Zellen dann nicht wieder steigt. Das kann man aber erst zwei Jahre nach einer Infektion sagen. Dazu liegen die Daten noch nicht vor. (&hellip;)<br>\nBelastet Covid-19 den K&ouml;rper st&auml;rker als andere Infektionskrankheiten?<br>\nJeder Krankheitserreger hat eigene Tricks. SARS-CoV-2 veranlasst eine verfr&uuml;hte Produktion des Botenstoffes TGF&beta; und blockiert so das Immunsystem. Aber so originell ist das gar nicht. SARS-CoV-1 arbeitete genauso. Die allermeisten Menschen werden gut mit SARS-CoV-2 fertig, eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung f&uuml;r das Immunsystem sehe ich nicht.<br>\nWas sagen Sie den Menschen, die aktuell Angst haben, eine erneute Infektion mit SARS-CoV-2 k&ouml;nnte ihr Immunsystem nachhaltig schw&auml;chen?<br>\nDiese Sorge ist unbegr&uuml;ndet. Wer die erste Infektion gut &uuml;berstanden hat, hat ein minimales Risiko, einen Kollateralschaden davon zu tragen. Er ist nicht gr&ouml;&szlig;er als bei jeder anderen Infektion. Kein Grund f&uuml;r Alarmismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.apotheken-umschau.de\/krankheiten-symptome\/infektionskrankheiten\/coronavirus\/laesst-covid-19-unser-immunsystem-vorzeitig-altern-939379.html%20\">Apotheken Umschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr Lauterbach betreibt auch als amtierender Bundesgesundheitsminister den beklagten &bdquo;Alarmismus&ldquo;. Bitte lesen Sie dazu u.a. auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79951\">Von Irrglauben und Irrlichtern<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63728#h13\">T-Zellen gegen saisonale Coronaviren erkennen auch SARS-CoV-2<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Pfizer-Direktor wurde erwischt und dann gewaltt&auml;tig<\/strong><br>\nDas Video ist authentisch. Das streitet auch der Pfizer-Konzern nicht ab.<br>\nAls der Journalist Walker fragt, ob das nicht &laquo;Gain of Function&raquo;-Forschung sei, was Pfizer da betreibe, verneint Walker: &laquo;Es ist definitiv keine Gain of Function Forschung.&raquo; Das, was Pfizer mache, sei &laquo;gesteuerte Entwicklung&raquo;, und das unterscheide sich stark von Gain of Function-Forschung. &laquo;Wir d&uuml;rfen mit den Viren keine Gain of Function-Forschung machen. Aber wir machen diese ausgew&auml;hlten Strukturver&auml;nderungen, um zu schauen, ob wir sie potenter machen k&ouml;nnen&raquo;, erkl&auml;rte Walker. Dabei wirkt er verschmitzt.<br>\nIm Gespr&auml;ch z&ouml;gerte Walker an einer Stelle: &laquo;Ich weiss nicht, ob ich das sagen sollte.&raquo; Dabei schaut er sich nach beiden Seiten um, als wolle er sich vergewissern, dass niemand anderer zuh&ouml;rt.<br>\nDenke Pfizer dar&uuml;ber nach, das Coronavirus zu mutieren?, erkundigte sich der Journalist. &laquo;&Ouml;ffentlich sagen wir das nicht. Dieser Gedanke kam in einem Meeting auf&raquo;, antwortet Walker. Man habe dort &uuml;berlegt, &laquo;warum machen wir das nicht&raquo;. Man sei sich jedoch bewusst, das &laquo;die Leute&raquo; das nicht m&ouml;gen w&uuml;rden. Bei Pfizer w&uuml;rde dar&uuml;ber noch weiter diskutiert werden. Walker beschrieb zwei Methoden, um die Viren zu mutieren:<br>\nEine Methode sei, Affen mit Coronaviren zu infizieren und sie weitere Affen anstecken zu lassen. Von den dabei entstandenen Virusmutanten nehme man dann die infekti&ouml;seren und stecke damit weitere Affen an. Auf diese Weise mutiere man die Viren aktiv und konstant.<br>\nAuch wenn Walker das im Gespr&auml;ch anders bewertete: Diese Methode wird in der Gain of Function-Forschung angewendet.<br>\nDie andere, laut Walker nicht von Pfizer bevorzugte Methode sei, zu verfolgen, wie sich die Proteine an der Oberfl&auml;che des Virus ver&auml;ndern, und gezielt einzugreifen, so dass das Virus in die gew&uuml;nschte Richtung mutiert.<br>\nIm weiteren Gespr&auml;ch verriet Walker, dass Experimente stattfinden, dass man aber langsam und vorsichtig vorgehe, schliesslich wolle man es nicht bewerben, dass Pfizer k&uuml;nftige Virusmutationen herausfinden wolle. So liessen sich schon prophylaktisch Impfstoffe entwickeln, bevor diese Virusvarianten in der Natur auftauchen. Wenn diese Varianten dann da sein, habe Pfizer bereits den passenden Impfstoff.<br>\nDas w&auml;re dann die ultimative Cash-Cow, meinte der Journalist, und Walker stimmt zu: &laquo;Ja, das w&auml;re perfekt.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/konzerne\/pfizer-direktor-wurde-erwischt-und-dann-gewalttaetig\/%20\">Infosperber<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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