{"id":93185,"date":"2023-01-30T11:49:52","date_gmt":"2023-01-30T10:49:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93185"},"modified":"2023-01-30T15:43:22","modified_gmt":"2023-01-30T14:43:22","slug":"die-us-demokraten-sind-jetzt-die-kriegspartei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93185","title":{"rendered":"Die US-Demokraten sind jetzt die Kriegspartei"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.mintpressnews.com\/chris-hedges-democrats-now-war-party\/283114\/\">Im folgenden Text<\/a> zeigt Pulitzerpreistr&auml;ger <strong>Chris Hedges<\/strong>, welche Mechanismen in den USA daf&uuml;r sorgen, dass R&uuml;stungsindustrie und Kriegswirtschaft seit Jahrzehnten boomen, w&auml;hrend die B&uuml;rger des Landes zunehmend verelenden. Dieser Entwicklung stellen sich keine nennenswerten Kr&auml;fte mehr in den Weg &ndash; in dieser besten Demokratie, die man kaufen kann. Auch die US-Demokraten, einst das soziale Gewissen der Nation, sind l&auml;ngst Teil des b&ouml;sen Spiels geworden. Mehr noch: Sie agieren inzwischen als die eigentliche Kriegspartei. Parallelen zu den Verh&auml;ltnissen in Deutschland sind nicht zu &uuml;bersehen. &Uuml;bersetzung: <strong>Susanne Hofmann<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5708\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-93185-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230130_Die_US_Demokraten_sind_jetzt_die_Kriegspartei_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230130_Die_US_Demokraten_sind_jetzt_die_Kriegspartei_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230130_Die_US_Demokraten_sind_jetzt_die_Kriegspartei_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230130_Die_US_Demokraten_sind_jetzt_die_Kriegspartei_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=93185-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230130_Die_US_Demokraten_sind_jetzt_die_Kriegspartei_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230130_Die_US_Demokraten_sind_jetzt_die_Kriegspartei_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Die US-Demokraten sind jetzt die Kriegspartei<\/strong><\/p><p>Die Demokraten stellen sich als Partei der Tugend dar und kleiden ihre Unterst&uuml;tzung der Kriegsindustrie in eine moralische Sprache. Diese Praxis reicht bis zur Zeit des Korea- und des Vietnamkriegs zur&uuml;ck, als Pr&auml;sident Ngo Dinh Diem &ndash; genauso wie heute der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj &ndash; zum Helden stilisiert wurde. Alle Kriege, die sie unterst&uuml;tzen und finanzieren, sind &bdquo;gute&ldquo; Kriege. Alle Feinde, die sie bek&auml;mpfen &ndash; zuletzt Russlands Wladimir Putin und Chinas Xi Jinping &ndash; sind die Verk&ouml;rperung des B&ouml;sen. Das Foto der strahlenden Sprecherin des Repr&auml;sentantenhauses, Nancy Pelosi, und Vize-Pr&auml;sidentin Kamela Harris mit ukrainischer Fahne samt Unterschriften in den H&auml;nden hinter Selenskyj, der eine Rede vor dem Kongress h&auml;lt, war ein weiteres Beispiel f&uuml;r die erb&auml;rmliche Servilit&auml;t der Demokratischen Partei gegen&uuml;ber der Kriegsmaschine.<\/p><p>Die Demokraten, insbesondere seit Bill Clintons Pr&auml;sidentschaft, sind Marktschreier nicht nur f&uuml;r die Konzernmacht Amerika, sondern f&uuml;r die Waffenindustrie und das Pentagon. Kein Waffensystem ist zu kostspielig. Kein Krieg, gleich wie katastrophal, bleibt unfinanziert. Kein Milit&auml;rbudget ist zu gro&szlig;, allein im Steuerjahr 2022 betrug es 858 Milliarden US-Dollar und ist damit noch um 45 Milliarden US-Dollar umfangreicher, als die Biden-Administration verlangt hatte.<\/p><p>Der Historiker Arnold Toynbee nennt den ungebremsten Militarismus die t&ouml;dliche Krankheit von Imperien und ist der Auffassung, dass diese letztlich Selbstmord begehen.<\/p><p>Einst hatte die Demokratische Partei einen Fl&uuml;gel, der die Kriegsmaschine hinterfragte und sich dagegen auflehnte: die Senatoren J. William Fulbright, George McGovern, Gene McCarthy, Mike Gravel, William Proxmire und der Abgeordnete Dennis Kucinich. Doch diese Opposition verfl&uuml;chtigte sich zusammen mit der Anti-Kriegsbewegung. Als 30 progressive Mitglieder der demokratischen Fraktion neulich Biden dazu aufriefen, mit Putin zu verhandeln, haben die Parteif&uuml;hrung und die kriegshetzerischen Medien sie dazu gezwungen, einen R&uuml;ckzieher zu machen und ihren Brief zu widerrufen. Ohnehin hatte keiner von ihnen, mit Ausnahme von Alexandria Ocasio-Cortez, gegen die Waffenlieferungen an die Ukraine im Wert von Milliarden von Dollar oder das aufgebl&auml;hte Milit&auml;rbudget gestimmt. Rashida Tlaib enthielt sich.<\/p><p>Widerstand gegen die unbefristete Finanzierung des Ukrainekrieges kommt bisher vor allem von den Republikanern: Elf Senatoren und 57 Kongressabgeordnete, einige von ihnen, wie Marjorie Taylor Greene, sind verwirrte Verschw&ouml;rungstheoretiker. Nur neun Republikanische Kongressabgeordnete unterst&uuml;tzten die Demokraten und ihren Gesetzentwurf, der 1,7 Billionen Euro lockermachte, um den Verwaltungsstillstand zu verhindern &ndash; darin enthalten: 847 Milliarden f&uuml;r das Milit&auml;r, eine Summe, die auf 858 Milliarden US-Dollar anschwillt, wenn man alles dazurechnet, was nicht unter den Zust&auml;ndigkeitsbereich des Streitkr&auml;fte-Komitees f&auml;llt. Im Senat sprachen sich 29 Republikaner gegen das Gesetz aus. Die Demokraten dagegen, darunter fast alle 100 Mitglieder der progressiven Fraktion im Kongress, stimmten brav f&uuml;r den Endloskrieg.<\/p><p>Diese Kriegslust ist gef&auml;hrlich und treibt uns m&ouml;glicherweise in einen Krieg mit Russland und, vielleicht sp&auml;ter, mit China &ndash; beides Atomm&auml;chte. Die Kriegslust richtet uns auch wirtschaftlich zugrunde. Die Kapitalkonzentration durch das Milit&auml;r hat die US-Schulden auf mehr als 30 Billionen US-Dollar hinaufgetrieben, sechs Billionen mehr als das US-Bruttoinlandsprodukt von 24 Billionen US-Dollar. Wir geben mehr f&uuml;r das Milit&auml;r aus als die n&auml;chsten neun L&auml;nder zusammen, darunter China und Russland. Der Kongress ist dabei, dem Pentagon f&uuml;r den Ukraine-Nachschub zus&auml;tzliche 21,7 Milliarden US-Dollar bereitzustellen &ndash; zus&auml;tzlich zum bereits erweiterten j&auml;hrlichen Budget.<\/p><p>&bdquo;Doch diese Vertr&auml;ge sind lediglich die Vorhut neuer Aufr&uuml;stung&ldquo;, berichtete die New York Times. &bdquo;Die Milit&auml;rausgaben im kommenden Jahr (2023, Anmerkung der &Uuml;bersetzerin) sind dabei, ihr inflationsbereinigtes h&ouml;chstes Niveau seit den Spitzenausgaben f&uuml;r die Irak- und Afghanistankriege zwischen 2008 und 2011 zu erreichen und das zweith&ouml;chste, ebenfalls inflationsbereinigt, seit dem Zweiten Weltkrieg. Das ist mehr, als die Budgets der n&auml;chsten zehn gr&ouml;&szlig;ten Ressorts zusammen.&ldquo;<\/p><p>Die Demokratische Partei, die unter der Clinton-Administration aggressiv um Unternehmensspenden warb, hat ihren &ndash; wenngleich zaghaften &ndash; Willen zum Widerstand gegen die Kriegsindustrie aufgegeben.<\/p><p>&bdquo;Sobald die Demokratische Partei vor rund 35 oder 40 Jahren beschlossen hatte, Zuwendungen von Unternehmen anzunehmen, machte das jeden Unterschied zwischen den beiden Parteien zunichte&ldquo;, sagte Dennis Kucinich, als ich ihn f&uuml;r The Real News Network interviewte. &bdquo;Wer in Washington die Kapelle bezahlt, bestimmt die Musik. Genau das ist geschehen. Wenn es um den Krieg geht, gibt es kaum Unterschiede zwischen den beiden Parteien.&ldquo;<\/p><p>In seinem 1970 erschienenen Buch &bdquo;Das Pentagon informiert oder: Der Propaganda-Apparat einer Weltmacht&ldquo; beschreibt Fulbright, wie das Pentagon und die Waffenindustrie Millionen von Dollar in die Beeinflussung der &ouml;ffentlichen Meinung stecken &ndash; durch PR-Kampagnen, Filme des Verteidigungsministeriums, die Kontrolle von Hollywood und die Dominanz der kommerziellen Medien. Milit&auml;rexperten der Nachrichtensender sind f&uuml;r gew&ouml;hnlich ehemalige Angeh&ouml;rige des Milit&auml;rs und der Geheimdienste, die sich in den Vorst&auml;nden oder als Berater der Waffenindustrie verdingen &ndash; was sie die &Ouml;ffentlichkeit aber selten wissen lassen. Barry R. McCaffrey, ein pensionierter Vier-Sterne-General und Milit&auml;rexperte bei NBC News, war auch Mitarbeiter von Defense Solutions, einer milit&auml;rischen Vertriebs- und Projektmanagementfirma. Er &ndash; wie die meisten dieser Marktschreier f&uuml;r den Krieg &ndash; profitierte pers&ouml;nlich vom Verkauf der Waffensysteme und der Ausweitung der Kriege im Irak und in Afghanistan.<\/p><p>Vor jeder Abstimmung im Kongress &uuml;ber das Pentagon-Budget treffen sich Unternehmenslobbyisten mit Verbindung zur Kriegsindustrie mit Kongressabgeordneten und ihren Mitarbeitern, um sie dazu zu bringen, f&uuml;r das Budget zu stimmen, um Arbeitspl&auml;tze in ihrem Bezirk oder Staat zu sichern. Dieser Druck, zusammen mit dem durch die Medien verst&auml;rkten Mantra, dass der Widerstand gegen verschwenderische Kriegsausgaben unpatriotisch sei, erlegt den gew&auml;hlten Beamten Fesseln auf. Diese Politiker sind au&szlig;erdem auf gro&szlig;z&uuml;gige Spenden der Waffenhersteller f&uuml;r die Finanzierung ihres Wahlkampfs angewiesen.<\/p><p>Seymour Melman hat in seinem Buch &bdquo;Pentagon Capitalism&ldquo; dokumentiert, wie militarisierte Gesellschaften ihre heimische Wirtschaft zerst&ouml;ren. Milliarden werden f&uuml;r die Erforschung und Entwicklung von Waffensystemen ausgegeben, w&auml;hrend Technologien f&uuml;r erneuerbare Energien darben. Universit&auml;ten werden mit milit&auml;rbezogenen Stipendien &uuml;berschwemmt, w&auml;hrend sie darum k&auml;mpfen, Geld f&uuml;r Umweltstudien und Geisteswissenschaften aufzutreiben. Br&uuml;cken, Stra&szlig;en, Deiche, Eisenbahnnetze, Stromnetze, Kl&auml;ranlagen und die Trinkwasserinfrastruktur haben strukturelle M&auml;ngel und sind veraltet. Schulen sind heruntergekommen und es fehlt Personal. Die profitorientierte Gesundheitsindustrie war mit der Covid-19-Pandemie &uuml;berfordert und treibt Familien, diejenigen mit Versicherungsschutz eingeschlossen, in den Bankrott. Die heimische Produktion bricht zusammen, was insbesondere an der Verlagerung von Arbeitspl&auml;tzen nach China, Vietnam, Mexiko und in andere L&auml;nder liegt. Familien sind bis zum Hals verschuldet, 63 Prozent der Amerikaner hangeln sich von Monatsgehalt zu Monatsgehalt. Die Armen, die psychisch und physisch Kranken und die Arbeitslosen l&auml;sst man im Stich.<\/p><p>Melman, der den Begriff &bdquo;permanente Kriegswirtschaft&ldquo; pr&auml;gte, legt dar, dass die US-Regierung seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges mehr als die H&auml;lfte ihres frei verf&uuml;gbaren Budgets f&uuml;r vergangene, laufende und k&uuml;nftige Milit&auml;reins&auml;tze ausgegeben hat. Es ist die gr&ouml;&szlig;te, einzelne unterst&uuml;tzende Aktivit&auml;t der Regierung. Das milit&auml;risch-industrielle Establishment ist nichts weiter als vergoldete Wohlfahrt f&uuml;r Unternehmen. Milit&auml;rsysteme werden verkauft, ehe sie produziert werden. Die R&uuml;stungsindustrie darf der Regierung enorme Kosten&uuml;berschreitungen in Rechnung stellen. Gigantische Profite sind garantiert. So verschaffte die Armee allein dem Raytheon Technologies Konzern im November 2022 Auftr&auml;ge im Wert von mehr als zwei Milliarden US-Dollar, zus&auml;tzlich zu den 190 Millionen US-Dollar, die ihm im August gew&auml;hrt wurden, um Raketensysteme zur Erweiterung oder zum Ersatz der Waffen zu liefern, die in die Ukraine geschickt wurden. Trotz der Flaute in den meisten anderen Gesch&auml;ftsfeldern sind die Aktienkurse von Lockheed und Northrop Grumman um mehr als 36 bzw. 50 Prozent im Jahr 2022 gestiegen.<\/p><p>Technologieriesen, darunter auch Amazon, das &Uuml;berwachungs- und Gesichtserkennungs-Software f&uuml;r Polizei und FBI liefert, wurden in die permanente Kriegswirtschaft absorbiert. Amazon, Google, Microsoft und Oracle bekamen Cloud-Computing-Vertr&auml;ge im Wert von mehreren Milliarden Dollar f&uuml;r die Joint Warfighting Cloud Capability und k&ouml;nnten bis Mitte 2028 Pentagon-Vertr&auml;ge im Wert von neun Milliarden US-Dollar erhalten, um dem Milit&auml;r &bdquo;global verf&uuml;gbare Cloud-Dienste &uuml;ber alle Sicherheitsdom&auml;nen und Klassifizierungsstufen hinweg bereitzustellen, von der strategischen Ebene bis zum taktischen Rand&ldquo;.<\/p><p>L&auml;nder wie Israel, das seit seiner Gr&uuml;ndung 1948 mehr als 150 Milliarden US-Dollar an bilateralen Hilfen erhalten hat, oder &Auml;gypten, das seit 1978 mehr als 80 Milliarden US-Dollar bezogen hat, bekommen Entwicklungshilfe &ndash; Hilfe, die von den Regierungen anderer L&auml;nder verlangt, US-Waffensysteme zu kaufen. Ein derartiges Kreislaufsystem stellt die Idee einer freien Marktwirtschaft auf den Kopf. Diese Waffen werden bald veraltet sein und werden dann durch modernere und f&uuml;r gew&ouml;hnlich kostspieligere Waffensysteme ersetzt. Es ist, wirtschaftlich betrachtet, eine Sackgasse. So wird ausschlie&szlig;lich eine permanente Kriegswirtschaft aufrechterhalten.<\/p><p>&bdquo;Wir leben in einer extrem militarisierten Gesellschaft, die von Gier und Profitstreben getrieben ist, und Kriege werden vom Zaun gebrochen, um das Ganze am Laufen zu halten&ldquo;, sagte mir Kucinich.<\/p><p>2014 brachte ein von den USA unterst&uuml;tzter Staatsstreich in der Ukraine eine Regierung ans Ruder, in der auch Neonazis sa&szlig;en und die russlandfeindlich war. Der Coup l&ouml;ste einen B&uuml;rgerkrieg aus und ethnische Russen in der Ost-Ukraine, dem Donbas, versuchten, sich vom Land abzuspalten. Das Ergebnis des B&uuml;rgerkrieges waren mehr als 14.000 Tote und fast 150.000 Vertriebene, bevor Russland im Februar einmarschierte. Die russische Invasion der Ukraine wurde laut Jacques Baud, einem fr&uuml;heren NATO-Sicherheitsberater, der auch f&uuml;r den Schweizer Geheimdienst arbeitete, durch die Eskalation des ukrainischen Krieges gegen den Donbas provoziert. Die Invasion folgte au&szlig;erdem der Zur&uuml;ckweisung von Vorschl&auml;gen durch die Biden-Administration, welche der Kreml Ende 2021 vorgebracht hatte und welche die russische Invasion h&auml;tten abwenden k&ouml;nnen.<\/p><p>Der Einmarsch f&uuml;hrte zu umfassenden US- und EU-Sanktionen gegen Russland, die sich als Boomerang gegen Europa richten. Inflation infolge der drastischen Drosselung russischer &Ouml;l- und Gasimporte sucht Europa heim. Die Industrie, insbesondere in Deutschland, wird lahmgelegt. In weiten Teilen Europas herrscht ein Winter der Knappheit, steigender Preise und Elend.<\/p><p>&bdquo;Das Ganze richtet sich gegen den Westen&ldquo;, warnte Kucinich. &bdquo;Wir haben Russland gezwungen, sich Asien sowie Brasilien, Indien, China, S&uuml;dafrika und Saudi-Arabien zuzuwenden. Es entsteht eine ganz neue Welt. Katalysator dieser Entwicklung ist das Fehlurteil &uuml;ber die Ukraine und der Versuch, 2014 die Kontrolle &uuml;ber die Ukraine zu &uuml;bernehmen, was den meisten Menschen nicht bewusst ist.&ldquo;<\/p><p>Liberale Kr&auml;fte werden zu den sterilen, unterlegenen Tr&auml;umern aus Fjodor Dostojewskis &bdquo;Aufzeichnungen aus dem Untergrund&ldquo;; indem sie sich einer Demokratischen Partei, deren Hauptgesch&auml;ft der Krieg ist, nicht entgegenstellen. Als ehemaliger H&auml;ftling f&uuml;rchtete Dostojewski das B&ouml;se nicht. Er f&uuml;rchtete eine Gesellschaft, der die moralische St&auml;rke abging, dem B&ouml;sen entgegenzutreten. Und Krieg, um eine Zeile aus meinem j&uuml;ngsten Buch zu klauen, ist das gr&ouml;&szlig;te &Uuml;bel.<\/p><p>Titelbild: danielfela\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.mintpressnews.com\/chris-hedges-democrats-now-war-party\/283114\/\">Im folgenden Text<\/a> zeigt Pulitzerpreistr&auml;ger <strong>Chris Hedges<\/strong>, welche Mechanismen in den USA daf&uuml;r sorgen, dass R&uuml;stungsindustrie und Kriegswirtschaft seit Jahrzehnten boomen, w&auml;hrend die B&uuml;rger des Landes zunehmend verelenden. Dieser Entwicklung stellen sich keine nennenswerten Kr&auml;fte mehr in den Weg &ndash; in dieser besten Demokratie, die man kaufen kann. Auch die US-Demokraten, einst das soziale<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93185\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":93186,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,172,123,127,171,189],"tags":[3293,1227,2058,1475,1367,906,259,325,260,1556,1122],"class_list":["post-93185","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-aufruestung","category-kampagnentarnworteneusprech","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-militaereinsaetzekriege","category-parteien-und-verbaende","tag-bellizismus","tag-demokraten","tag-militaerisch-industrieller-komplex","tag-parteispenden","tag-ruestungsausgaben","tag-ruestungsindustrie","tag-russland","tag-staatsschulden","tag-ukraine","tag-usa","tag-waffenexporte"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Shutterstock_305852246.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/93185","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=93185"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/93185\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":93208,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/93185\/revisions\/93208"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/93186"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=93185"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=93185"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=93185"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}