{"id":93223,"date":"2023-01-31T10:00:12","date_gmt":"2023-01-31T09:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93223"},"modified":"2023-01-31T15:49:50","modified_gmt":"2023-01-31T14:49:50","slug":"manipulation-und-kriegspropaganda-und-taeglich-gruesst-das-politisch-mediale-murmeltier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93223","title":{"rendered":"Manipulation und Kriegspropaganda \u2013 und t\u00e4glich gr\u00fc\u00dft das politisch-mediale Murmeltier!"},"content":{"rendered":"<p><em>Manipulation <\/em>wird laut Lexikon der Psychologie wie folgt beschrieben: <strong>Manipulation, <\/strong>gezielte Einflussnahme (<a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/lexikon\/psychologie\/beeinflussung\/2012\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">Beeinflussung<\/a>) auf Menschen, ohne deren Wissen und h&auml;ufig gegen deren Willen, z.B. durch <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/lexikon\/psychologie\/werbung\/16754\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">Werbung<\/a> oder durch politische Beeinflussung (<a href=\"https:\/\/www.camelotproject.net\/de\/projekt-beschreibung\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">Camelot Project<\/a>) mit dem Ziel, ihn kontrolliert f&uuml;r eigene Zwecke zu benutzen. Dabei bleibt der Anschein von Entscheidungsfreiheit erhalten. Aber: Sobald Menschen miteinander kommunizieren, manipuliert jeder jeden. Von <strong>Susanne Bur<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9822\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-93223-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230131-Kriegspropaganda-Taeglich-gruesst-mediales-Murmeltier-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230131-Kriegspropaganda-Taeglich-gruesst-mediales-Murmeltier-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230131-Kriegspropaganda-Taeglich-gruesst-mediales-Murmeltier-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230131-Kriegspropaganda-Taeglich-gruesst-mediales-Murmeltier-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=93223-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230131-Kriegspropaganda-Taeglich-gruesst-mediales-Murmeltier-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230131-Kriegspropaganda-Taeglich-gruesst-mediales-Murmeltier-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Wie kann es sein, dass wir &uuml;ber so viele Informationen verf&uuml;gen, aber so wenig wissen?&ldquo;<\/em> (Noam Chomsky)\n<\/p><\/blockquote><p>Einer der bekanntesten Wissenschaftler und Denker, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Noam_Chomsky\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">Noam Chomsky<\/a>,<strong> verfasste einen Text, in dem er die Strategien der Massenmanipulation beschreibt.<\/strong>. Seine Gedanken zu diesem Thema sind tiefgr&uuml;ndig und komplex. Doch zu didaktischen Zwecken fasste er den gesamten Inhalt in einfachen Grunds&auml;tzen zusammen, die f&uuml;r alle zug&auml;nglich sind, eine vollst&auml;ndige Liste seiner Ver&ouml;ffentlichungen befinden sich auf seiner <a href=\"https:\/\/linguistics.mit.edu\/user\/chomsky\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">Website<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Kehre die Aufmerksamkeit um &ndash; richte sie auf banale Themen<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Laut Chomsky ist das die am h&auml;ufigsten angewandte Manipulation der Gesellschaft. Durch Ablenkungsthemen wie z. B. Sportveranstaltungen wird der Blick der Massen abgelenkt von den eigentlichen Problemen.<\/p><ol start=\"2\">\n<li><strong>Erzeuge Probleme und liefere die L&ouml;sung<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Eine Strategie der Manipulation, um von unpopul&auml;ren Entscheidungen abzulenken. Absichtlich oder weil man es einfach nicht besser kann, werden Probleme erzeugt und gleich eine L&ouml;sung angeboten.<\/p><ol start=\"3\">\n<li><strong>Stufe &Auml;nderungen ab<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Strategie der Massenmanipulation, um Ma&szlig;nahmen einzuf&uuml;hren, die die Menschen normalerweise nicht akzeptieren w&uuml;rden. <strong>Sie bestehe darin, nach und nach Ma&szlig;nahmen in die Tat umzusetzen, sodass sie praktisch unbemerkt bleiben, sagt Chomsky.<br>\n<\/strong><\/p><ol start=\"4\">\n<li><strong>Aufschub von &Auml;nderungen<\/strong><\/li>\n<\/ol><p><strong>Diese Strategie zielt darauf ab, die Gesellschaft glauben zu lassen, dass eine Ma&szlig;nahme ergriffen wird, die eine gewisse Zeit lang Schaden mit sich bringe, <\/strong>aber im Hinblick auf die Zukunft der gesamten Gesellschaft und selbstverst&auml;ndlich auch des Menschen im Einzelnen gro&szlig;e Vorteile bringen k&ouml;nne. <strong>Das Ziel dabei sei es, dass sich die Menschen an die Ma&szlig;nahme gew&ouml;hnen und sie nicht zur&uuml;ckweisen, weil sie an das zufriedenstellende Resultat von morgen denken. <\/strong>Wenn die Vorteile nicht eintreffen, sind die Versprechen in der Gesellschaft meist bereits vergessen.<\/p><ol start=\"5\">\n<li><strong>Sprich zur Masse wie zu kleinen Kindern<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Damit solle der Widerwille der Bev&ouml;lkerung ausgeschaltet werden, meint Chomsky. <strong>Mithilfe dieser Strategie der Manipulation der Gesellschaft m&ouml;chte man die kritische Denkweise der Menschen neutralisieren. <\/strong>Auch Politiker greifen auf diese Strategien zur&uuml;ck und inszenieren sich manchmal als elterliche Figuren. (You&rsquo;ll never walk alone, Doppel-Wumms!)<\/p><ol start=\"6\">\n<li><strong>Konzentriere dich auf Emotionen und nicht auf Reflexionen<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Durch Botschaften sollen vor allen Dingen Emotionen ausgel&ouml;st werden. Dank der Emotionen werde der eigentliche Inhalt der Botschaft verschleiert und es werde nicht gesagt, worum es im Grunde genommen gehe. Somit werde die F&auml;higkeit der kritischen Hinterfragung neutralisiert.<\/p><ol start=\"7\">\n<li><strong>Versuche, die Ignoranz der Gesellschaft aufrecht zu erhalten<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Der Gesellschaft nicht das ben&ouml;tigte Werkzeug zur Verf&uuml;gung zu stellen, damit sie die Realit&auml;t selbst analysieren k&ouml;nne. Anekdotische Daten vorlegen, damit die internen Strukturen und Tatsachen verschwiegen werden. Es werde auch kein besonderer Wert auf Bildung gelegt. Eine breite Kluft zwischen der Qualit&auml;t der privaten und der &ouml;ffentlichen Bildung zu schaffen, ist dabei das Hauptziel.<\/p><ol start=\"8\">\n<li><strong>Entfache in der Bev&ouml;lkerung den Gedanken, dass sie durchschnittlich sei<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Die Mehrheit der Trends wird nicht spontan erschaffen, sondern entsteht durch massive Beeinflussung. F&uuml;r gew&ouml;hnlich <strong>f&ouml;rdern die Kommunikationsmedien gewisse Trends<\/strong>, sowohl in der Mode als auch in anderen Bereichen. Man m&ouml;chte die Gesellschaft davon &uuml;berzeugen, dass sie sich so zu verhalten habe, wie das, was gerade in Mode sei. Auch wenn es sich dabei um menschenverachtende Verhaltensweisen handele.<\/p><ol start=\"9\">\n<li><strong>Wandle Widerstand in das Gef&uuml;hl schlechten Gewissens um<\/strong><\/li>\n<\/ol><p><strong>Verkaufe den Menschen, dass sie, und nur sie, schuld an ihren Problemen seien. <\/strong>Alles Negative, das ihnen widerfahre, h&auml;nge nur von ihnen selbst ab. Auf diese Weise lasse man sie glauben, dass das Umfeld perfekt sei und es in der Verantwortung des Individuums liege, wenn sich ein Problem auftue. Deshalb versuchen die Menschen irgendwann, in ihrem Umfeld nicht anzuecken, und f&uuml;hlen sich gleichzeitig schuldig, weil sie es nicht wirklich schaffen. <strong>Sie verlagern die Emp&ouml;rung, die das System bei ihnen ausl&ouml;sen k&ouml;nne, auf ein permanentes Schuldgef&uuml;hl sich selbst gegen&uuml;ber.<br>\n<\/strong><\/p><ol start=\"10\">\n<li><strong>Lerne Menschen besser kennen, als sie selbst es tun<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Der gro&szlig;e Berg an Wissen in der Biologie und der Psychologie stehe meist wenigen Menschen zur Verf&uuml;gung. Den Gro&szlig;en und M&auml;chtigen sehr wohl, und es werde von diesen eingesetzt, um die eigenen Ziele umzusetzen.<\/p><p>All diese Strategien zielen darauf ab, die kritische Denkweise und Autonomie der Menschen auszuschalten, so Chomsky.<\/p><p><strong>Kriegspropaganda<\/strong><\/p><p>Propaganda, <a href=\"https:\/\/www.duden.de\/rechtschreibung\/Propaganda\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">Bedeutung nach Duden<\/a>: systematische Verbreitung politischer, weltanschaulicher o. &auml;. Ideen und Meinungen mit dem Ziel, das allgemeine Bewusstsein in bestimmter Weise zu beeinflussen<\/p><p>Edward Bernays Buch von 1928 &bdquo;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Propaganda_(Bernays)\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">Propaganda<\/a>&ldquo; erweist sich wohl nicht nur als die Bibel unseres Ex-Propagandaministers aus unserer dunkelsten Zeit, sondern die Ratschl&auml;ge der Vorgehensweise sind und bleiben aktuell.<\/p><p>In den vergangenen hundert Jahren glich nicht nur ein Krieg dem n&auml;chsten, auch die Propaganda wurde austauschbar &ndash; und &uuml;berm&auml;chtig. So sieht es <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Anne_Morelli\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">Anne Morelli<\/a>, und die Br&uuml;sseler Geschichtsprofessorin beruft sich dabei auf den Baron <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arthur_Ponsonby,_1._Baron_Ponsonby_of_Shulbrede\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">Arthur Ponsonby<\/a>, einen englischen Diplomaten, der bereits nach dem Ersten Weltkrieg jene zehn &bdquo;Prinzipien der Kriegspropaganda&ldquo; analysierte, die ihre G&uuml;ltigkeit bis heute nicht verloren haben sollen:<\/p><ol>\n<li><strong>Wir wollen keinen Krieg<br>\n<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Die Staatsoberh&auml;upter aller L&auml;nder versichern immer wieder feierlich, dass sie keinen Krieg wollen, ja dagegen seien. In einer Demokratie, in der B&uuml;rger mitreden d&uuml;rfen und sollen, stellen sie sich als Pazifisten hin, um das Wohlwollen der B&uuml;rger zu erlangen, und das Aufr&uuml;sten geschehe ja nur, weil es das beste Mittel sei, in Frieden zu leben. (H&ouml;rt sich nach Orwell&rsquo;schem Neusprech an: Krieg ist Frieden.) Wenn allerdings alle Staatsoberh&auml;upter wirklich so friedlich w&auml;ren, dann g&auml;be es doch keinen Krieg!<\/p><ol start=\"2\">\n<li><strong>Der Gegner ist allein f&uuml;r den Krieg verantwortlich<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Jede Partei muss erkl&auml;ren, dass sie ja nur wegen des Verhaltens des Gegners zum Krieg gezwungen sei, weil der Gegner &bdquo;unsere Werte&ldquo; zerst&ouml;rt oder uns unsere Freiheit nimmt. Dabei wird die Entstehungsgeschichte eines Krieges au&szlig;en vor gelassen, denn schuld ist immer die andere Seite. So wollte als Beispiel der &bdquo;F&uuml;hrer&ldquo; den Krieg gegen Polen nicht, das w&uuml;rde allein von Polen abh&auml;ngen. Auch zum Golfkrieg und dem Krieg gegen den Irak wurden Alibis und Argumente ausgegeben.<\/p><ol start=\"3\">\n<li><strong>Der F&uuml;hrer des feindlichen Lagers wird d&auml;monisiert<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Da es schwierig ist, den Hass auf eine Gruppe oder ein ganzes Volk zu richten, ist dies nicht wirkungsvoll. Deshalb wird der Hass auf den Staatsf&uuml;hrer gelenkt, so bekommt der Feind ein Gesicht, er wird als wahnsinnig, als Monster bezeichnet. Dieses Monster muss beseitigt werden.<\/p><ol start=\"4\">\n<li><strong>Wir verteidigen ein edles Ziel und keine besonderen Interessen<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Die wirtschaftlichen und geopolitischen Ziele des Krieges m&uuml;ssen durch ein Ideal maskiert werden, durch moralische und legitime Werte, denn dadurch nur kann die Bev&ouml;lkerung &uuml;berzeugt werden, dass der Krieg sein muss. Die Zustimmung ist leicht zu gewinnen, wenn es angeblich um Freiheit, das Leben der Bev&ouml;lkerung und um Frieden geht. &bdquo;Wir&ldquo; f&uuml;hren den Krieg aus unendlich ehrenhaften Motiven.<\/p><ol start=\"5\">\n<li><strong>Der Feind begeht wissentlich Grausamkeiten, wenn wir Fehler machen, geschieht dies unbeabsichtigt<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Grausamkeiten geh&ouml;ren zu allen Kriegen. Aber es wird so dargestellt, nur der Feind beginge Grausamkeiten und die eigene Armee sei humanit&auml;r und werde von der Bev&ouml;lkerung geliebt. Dabei begn&uuml;gt sich die Kriegspropaganda nicht mit den tats&auml;chlichen Vorf&auml;llen, es ist notwendig, inhumane Grausamkeiten zu erfinden, um den Feind als Alter Ego Hitlers erscheinen zu lassen.<\/p><ol start=\"6\">\n<li><strong>Der Feind benutzt unerlaubte Waffen<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Wir f&uuml;hren ehrenhafte, humane und moralische Kriege, w&auml;hrend der Gegner sich Waffen bedient wie Streubomben oder Gas.<\/p><ol start=\"7\">\n<li><strong>Wir erleiden geringe Verluste, die Verluste des Gegners sind erheblich<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Da die &ouml;ffentliche Meinung zum Krieg immer positiv gehalten werden muss, werden im Falle der eigenen Verluste diese verschleiert und die des Feindes werden &uuml;bertrieben.<\/p><ol start=\"8\">\n<li><strong>Anerkannte Kulturtr&auml;ger und Wissenschaftler unterst&uuml;tzen unser Anliegen<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Seltsam, aber jede Kriegspartei konnte auf die Unterst&uuml;tzung von K&uuml;nstlern, Schriftstellern und Musikern z&auml;hlen, die das Anliegen ihrer L&auml;nder durch Initiativen in ihren T&auml;tigkeitsfeldern unterst&uuml;tzten, zumindest wenn sie in den L&auml;ndern bleiben und nicht auswandern. Fotografen und Journalisten werden ben&ouml;tigt, um die entsprechenden Bilder und Texte zusammenzustellen. Bildmanipulation ist heute ein Leichtes.<\/p><ol start=\"9\">\n<li><strong>Unser Anliegen hat etwas Heiliges<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Alle, die auf unserer Seite mitwirken, werden idealisiert und wollen nur das Gute, w&auml;hrend auf der anderen Seite die Achse des B&ouml;sen vernichtet werden muss. Krieg zu f&uuml;hren, ist damit die Verwirklichung des g&ouml;ttlichen Willens. Politische Entscheidungen nehmen einen biblischen Charakter an, der alle sozialen und wirtschaftlichen Sachverhalte ausschaltet. Der Bezug auf Gott wird auf vielf&auml;ltige Weise hergestellt (Gott mit uns, Segnung der Kriegswaffen&hellip;) und dient dazu, die Handlungen des Souver&auml;ns ohne die M&ouml;glichkeit eines Widerspruchs zu rechtfertigen.<\/p><ol start=\"10\">\n<li><strong>Wer unsere Propaganda in Zweifel zieht, arbeitet f&uuml;r den Feind und ist damit ein Verr&auml;ter<\/strong><\/li>\n<\/ol><p>Dieses letzte Prinzip erg&auml;nzt alle anderen. Wer auch immer nur ein einziges der Prinzipien infrage stellt, ist notwendigerweise ein Kollaborateur. Es gibt nur zwei Bereiche, Gut und B&ouml;se. Um beim letzten Punkt auf die aktuelle Situation zu kommen: Schon wer auch nur von Diplomatie und Frieden spricht, ist ein Kollaborateur, ein Putin-Fan oder wird mit &auml;hnlichem Bl&ouml;dsinn tituliert. Pazifismus m&ouml;gen Kriegsgewinnler nicht.<\/p><p>Quelle: Anne Morelli: <cite>Die Prinzipien der Kriegspropaganda<\/cite>. Zu Klampen, Springe 2004,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spezial:ISBN-Suche\/9783934920439\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">ISBN 978-3-934920-43-9<\/a> (franz&ouml;sisch:&nbsp;<cite>Principes &eacute;l&eacute;mentaires de propagande de guerre<\/cite>. Br&uuml;ssel 2001. &Uuml;bersetzt von Marianne Sch&ouml;nbach).<\/p><p>Quelle: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfram_Beyer_(Politikwissenschaftler)\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">Wolfram Beyer<\/a>: <em>Arthur Ponsonby (1871&ndash;1946). Kriegsverh&uuml;tung durch Verweigerung. <\/em>In: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Christiane_Rajewsky\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">Christiane Rajewsky<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dieter_Riesenberger\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">Dieter Riesenberger<\/a> (Hrsg.): <em>Wider den Krieg. Gro&szlig;e Pazifisten von Kant bis B&ouml;ll. <\/em>Beck, M&uuml;nchen 1987,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spezial:ISBN-Suche\/3406318851\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">ISBN 3-406-31885-1<\/a>, S. 89&ndash;95.<\/p><p>Titelbild: orhan akkurt\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><em>Manipulation <\/em>wird laut Lexikon der Psychologie wie folgt beschrieben: <strong>Manipulation, <\/strong>gezielte Einflussnahme (<a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/lexikon\/psychologie\/beeinflussung\/2012\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">Beeinflussung<\/a>) auf Menschen, ohne deren Wissen und h&auml;ufig gegen deren Willen, z.B. durch <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/lexikon\/psychologie\/werbung\/16754\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">Werbung<\/a> oder durch politische Beeinflussung (<a href=\"https:\/\/www.camelotproject.net\/de\/projekt-beschreibung\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">Camelot Project<\/a>) mit dem Ziel, ihn kontrolliert f&uuml;r eigene Zwecke zu benutzen. Dabei<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93223\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":93225,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,11],"tags":[1269,3253],"class_list":["post-93223","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-strategien-der-meinungsmache","tag-chomsky-noam","tag-ponsonby-arthur"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Shutterstock_1314128822.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/93223","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=93223"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/93223\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":93254,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/93223\/revisions\/93254"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/93225"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=93223"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=93223"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=93223"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}