{"id":93284,"date":"2023-02-01T12:10:53","date_gmt":"2023-02-01T11:10:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93284"},"modified":"2023-02-01T13:05:28","modified_gmt":"2023-02-01T12:05:28","slug":"leserbriefe-zu-jetzt-verstehe-ich-meine-eltern-ein-kommentar-von-albrecht-mueller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93284","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eJetzt verstehe ich meine Eltern. Ein Kommentar von Albrecht M\u00fcller\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92996\">In diesem Beitrag<\/a> werden die Feindseligkeit gegen&uuml;ber anderen V&ouml;lkern sowie die mediale Gleichschaltung und Agitation thematisiert. Albrecht M&uuml;ller meint, sie seien heute so schlimm wie die Agitation der Nazis. Es komme &bdquo;auf feinere Weise daher, verk&uuml;ndet von harmlos aussehenden Akteuren wie Annalena Baerbock und eben nicht in SS-Uniform. Aber es ist das Gleiche. Die gleiche Verf&uuml;hrung der Menschen mit dem Trick, ihnen einen Feind zu bieten. Und alle zusammen gegen diesen Feind aufzustehen&ldquo;. Wir danken f&uuml;r die interessanten Zuschriften. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe. <strong>Christian Reimann<\/strong> hat sie zusammengestellt.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nja, dank der Corona- und aktuell dank der Kriegspolitik hat eine j&uuml;ngere Generation zum ersten Mal die M&ouml;glichkeit zu verstehen, wie ein ganzes Volk wie aus dem Lehrbuch eingelullt werden kann.<br>\n&nbsp;<br>\nW&auml;hrend meines Studiums waren zumindest die allermeisten in meiner Umgebung noch der Meinung, dass Frieden ohne Waffen gehen muss. Ein ehemaliger Kommilitone allerdings meinte dieser Tage zu mir, dass ich mit dieser Meinung inzwischen allein dastehe, w&auml;hrend er die Waffenlieferungen gut findet&hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nMit den besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nGerd Bauer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>S.g. Herr M&uuml;ller!<\/p><p>Sehr guter Artikel heute.<\/p><p>Mir hat nur mehr ein Verweis auf die Berliner Kroll Oper gefehlt.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en&nbsp;<br>\nMag. Rainer Brunhofer&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nda bleibt mir nur zu sagen: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/LiskeAphorismen\/status\/1197754295069925376?s=20&amp;t=Y-UYSMIdhwgdntgqK79ihA\">Sie haben recht<\/a> (<a href=\"https:\/\/twitter.com\/LiskeAphorismen\/status\/1215111111323897856?s=20&amp;t=Y-UYSMIdhwgdntgqK79ihA\">1<\/a>, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/LiskeAphorismen\/status\/1221360128219328512?s=20&amp;t=Y-UYSMIdhwgdntgqK79ihA\">2<\/a>, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/LiskeAphorismen\/status\/1240927062963224577?s=20&amp;t=Y-UYSMIdhwgdntgqK79ihA\">3<\/a>, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/LiskeAphorismen\/status\/1212185296235909121?s=20&amp;t=Y-UYSMIdhwgdntgqK79ih\">4<\/a>).<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBernd Liske<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nIch geh&ouml;re wohl noch zu dieser deutschen Jugend von der sie in diesem Artikel reden und ich w&uuml;rde nicht unterschreiben, dass wir wegschauen. Vielleicht ein Teil, aber die Menschen mit denen ich zu tun habe finden das verhalten unserer Politiker an vielen Stellen auch sehr bedenklich. Das Problem ist aber, dass das gesellschaftliche Klima mittlerweile so verengt ist, dass man so gut wie keine zivilen Diskussionen &uuml;ber das Thema Ukraine f&uuml;hren kann ohne beschimpft, diffamiert oder wie man in ihrem anderen heutigen Artikel sieht, gerichtlich belangt zu werden.<br>\n&nbsp;<br>\nAllerdings beobachte ich eine andere gef&auml;hrliche Tendenz (in meiner Generation) besonders bei den Bef&uuml;rwortern dieses Konfliktes und den Waffenlieferungen: Sie verlassen sich vollkommen darauf, dass es a) keinen Atomkrieg geben wird und b) die NATO im Falle einer Eskalation, das Ganze schnell beenden w&uuml;rde. Beides Annahmen die ich nicht nur f&uuml;r sehr naiv sondern extrem gef&auml;hrlich halte. Zus&auml;tzlich scheinen trotz der immer mehr verf&uuml;gbaren und schrecklichen Bildern aus der Ukraine und allen anderen Konflikten dieser Erde keiner dieser Leute sich wirklich vorstellen zu k&ouml;nnen was Krieg und auch Kriegswirtschaft wirklich bedeutet. Zus&auml;tzlich (und da stimme ich ihnen zu) wird vollkommen unhinterfragt die ukrainische Propaganda hingenommen, dass Russland diesen Konflikt verlieren w&uuml;rde, keine Raketen mehr habe oder nicht mehr produzieren k&ouml;nne. Das dies Behauptungen ganz offensichtlich unwahr sind, da Russland weiterhin ungehindert Luftschl&auml;ge gegen kritische ukrainische Infrastruktur durchf&uuml;hren kann wird einfach ignoriert oder weggewischt. Kritisches Denken scheint in diesem Punkt v&ouml;llig zu fehlen auch bei Menschen die sonst extrem intelligent und gebildet sind.<br>\n&nbsp;<br>\nUnd selbst wenn sich ein nicht insignifikanter Teil der jungen Leute und der Bev&ouml;lkerung gegen diesen Krieg stellen w&uuml;rde, hat man w&auml;hrend Corona gesehen, dass die Repression einfach durch Polizeigewalt erfolgen w&uuml;rde (was mich nicht daran hindern w&uuml;rde dieses Jahr wieder an dem Ostermarsch in meiner Heimatstadt teilzunehmen). Mir schwant es schon, dass diese Trag&ouml;die erst aufh&ouml;ren wird, wenn die Ukraine entweder nicht mehr existiert oder die ersten taktischen Atomwaffen durch Russland oder auch der USA eingesetzt werden. Und dann werden alle die vorher ganz Laut f&uuml;r die Eskalation waren auf einmal behaupten sie seien ja immer dagegen gewesen.<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJonathan Heinz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nes ist unfa&szlig;bar, aber in dieser &ldquo;Regierung&rdquo; sitzen keine Verr&uuml;ckten, wie ich in meinem letzten Mail schrieb. Es mu&szlig; sich um gemeingef&auml;hrliche Wahnsinnige handeln.<br>\n&nbsp;<br>\nDass dieses obrigkeitsh&ouml;rige Ducker-Volk sich so schnell gleichschalten l&auml;&szlig;t wie Elementarmagnete im Eisen beim &Uuml;berstreichen mit einem Magneten,<br>\n&nbsp;<br>\nist ja zur Gen&uuml;ge aus 1914 und 1933 bekannt, und genauso tragisch aus 2020, als es im Gleichschritt in die Corona-Zwangsma&szlig;nahmen marschierte.<br>\n&nbsp;<br>\nDie gr&ouml;&szlig;ten Versager und zugleich die Haupt-Verantwortlichen sind dabei die &ldquo;Medien&rdquo;.<br>\nDie mit Inkasso und Haft drohen, wenn man ihnen ihre zwangsabgepre&szlig;ten mafi&ouml;sen &ldquo;Geb&uuml;hren&rdquo; nicht bezahlen will.<br>\n&nbsp;<br>\nUnd doch&hellip;.dass es mit einer erneuten Konfrontation mit Russland SO schnell gehen w&uuml;rde&hellip;? h&auml;tte man sich bis vor kurzer Zeit nicht vorstellen k&ouml;nnen.<br>\n&nbsp;<br>\nSehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\ngibt es denn niemanden, der wenigstens noch einen offenen Brandbrief an diese Geisteskranken schreibt, und den man mit unterzeichnen k&ouml;nnte?<br>\nUm wenigstens noch das Zeichen setzen zu k&ouml;nnen:<\/p><p>&ldquo;Nicht in meinem Namen&rdquo;.<\/p><p>bevor alles zu sp&auml;t ist.<br>\n&nbsp;<br>\nF&uuml;r eine Antwort w&auml;r ich Ihnen sehr dankbar.<br>\n&nbsp;<br>\nIn gro&szlig;er Sorge<br>\nFranz Brandl<\/p><p><em>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller: Brandbrief ja, wir k&ouml;nnten das initiieren. Aber wir fragen uns nat&uuml;rlich auch, was das bringt. Dennoch danke f&uuml;r die Anregung.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren Artikel. Ich bin Jahrgang 1957. Die Politik Willy Brandts hat meine Jugend begleitet. M&auml;nner, die einen neuen Faschismus heraufbeschworen, mussten nach meinem Verst&auml;ndnis anders daherkommen als er, eher br&uuml;llend, befehlend, martialisch. Ich hatte ein klares Bild, von woher die Gefahr droht. Ich habe nicht verstanden, dass Gesinnung &ndash; auch meine &ndash; eher etwas mit Zeitgeist, mit Mode, mit Trends zu tun hat und weniger mit Vernunft. Ich erinnere mich an einen Besuch im Dokumentationszentrum auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgel&auml;nde in N&uuml;rnberg. Wir sahen &ldquo;Triumpf des Willens&rdquo; in einer kommentierten Veranstaltung. Als jemand fragte, wie diese ewige Marschmusik allen Ernstes bei den Zeitgenossen ihre Wirkung entfalten konnte, antwortete der Mitarbeiter des Dokuzentrums, das sei eben im Trend gewesen, heute w&uuml;rden wir sagen in den Charts. Propaganda kommt nicht ohne Moden aus und umgekehrt. Da hat man seit Riefenstahl viel dazugelernt. Und wenn Propaganda professionell gemacht wird, erreicht sie uns unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. So wie vielleicht ein Virus &ndash; aus dem Labor oder nicht &ndash; uns erreicht, bevor wir dagegen gewappnet sind, ganz subtil. Eine bemerkenswerte Abart oder Mutation von Feminismus ist aktuell im Trend, die uns jetzt mit Erfolg Krieg verkauft. Dieser mutierte Feminismus scheint wenig mit dem zu tun zu haben, wie wir ihn fr&uuml;her verstanden haben. Das w&auml;re an anderer Stelle dzu diskutieren. Er scheint eher eine Mode zu sein als ein politisches Statement. Im Hintergrund wirken schon noch die M&auml;nner (Experten) mit den Uniformen, aber die allein w&uuml;rden es nicht wuppen. Es m&uuml;ssen coole Gesichter her. Vielleicht kann man sogar sagen &ldquo;Sex sells&rdquo;, verheerend nur wenn es um Krieg geht. Und die coolen &ldquo;Politiker:innen&rdquo; verbreiten durchaus Angst. Auch das geh&ouml;rt dazu. Gestern gab es auf Arte eine Doku &uuml;ber den Anfang der Nazis in Form eines Tagebuchs. Ich habe nur kurz reingeschaut: man war gl&uuml;cklich, der Familie seine neue Nazi-Uniform pr&auml;sentieren zu k&ouml;nnen, die man zusammen mit anderem Nazi-Klimbim f&uuml;r 90 Mark erstanden hatte. Black Friday, sozusagen. Wenn sich dieses Shopping-Erlebnis noch einbettet in das herrschende &ldquo;Narrativ&rdquo;, umso besser. Zumal jede dieser Erz&auml;hlungen immer auch Au&szlig;enseiter kennt, und die wiederum Ausgrenzung, Verachtung, Gefahr f&uuml;r Leib und Leben. Wer m&ouml;chte da schon dazugeh&ouml;ren? Nie in meinem Leben war mir das so deutlich wie in den letzten drei Jahren. Dennoch frage ich mich, ist das wirklich so einfach, und gibt es kein Entrinnen? <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMichael Besser<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,&nbsp;<\/p><p>mir geht es wie Ihnen.<br>\nEigentlich bin ich, gelinde gesagt, fassungslos.<br>\nAber es ist mehr. Ich bin w&uuml;tend. Ich bin richtig w&uuml;tend, auf die dt. Journaille, auf diese uns&auml;glichen Politiker,&nbsp; auf diese Mitl&auml;ufer und Blockwarte dieser dt. Bev&ouml;lkerung.<\/p><p>Es gab um 1942 ein Chanson in Frankreich,&nbsp; das die Wut der Bev&ouml;lkerung auf die deutschen Besatzer verst&auml;ndlich widergibt.<br>\nIch will es Ihnen nicht vorenthalten.<\/p><p>Moi, j&rsquo;en ai marre<\/p><p>Du soir au matin<br>\nVoir les fridolins&nbsp;<br>\nMoi j&rsquo;en ai marre !&nbsp;<\/p><p>Les voir tout bouffer<br>\n&Ccedil;a m&rsquo;rend enrag&eacute;e<br>\nMoi j&rsquo;en ai marre !<\/p><p>Penser que des porcs<br>\nCollaborent<br>\nC&rsquo;est beau<br>\nIls veul&rsquo;ent qu&rsquo;la France cr&egrave;ve<br>\nOui, qu&rsquo;lle cr&egrave;ve<br>\nCes salauds<br>\nFair&rsquo; la queue trois heures<br>\nPour deux gramm&rsquo;s de beurre<br>\nMoi j&rsquo;en ai marre !<\/p><p>Si c&rsquo;est l&rsquo;ordr&rsquo; nouveau<br>\nEh bien, je vous l&rsquo;d&eacute;clare<br>\nC&rsquo;est pas rigolo<br>\nFaut qu&rsquo;&ccedil;a cess&rsquo; bient&ocirc;t<br>\nCar moi j&rsquo;en ai marre !<\/p><p>Ich will Ihnen dazu noch eine einfache &Uuml;bersetzung liefern.<\/p><p>Vom Abend bis zum Morgen<br>\nFridolins ansehen&nbsp;<br>\nIch habe die Nase voll!<\/p><p>Sie alles fressen zu sehen<br>\nDas macht mich w&uuml;tend<br>\nIch habe die Nase voll!<\/p><p>Zu denken, dass Schweine<br>\nZusammenarbeiten<br>\nDas ist sch&ouml;n<br>\nSie wollen, dass Frankreich stirbt.<br>\nJa, es soll sterben<br>\nDiese Schweine<br>\nDrei Stunden Schlange stehen<br>\nF&uuml;r zwei Gramm Butter<br>\nIch habe die Nase voll!<\/p><p>Ihr Radio h&ouml;ren<br>\nIhre schmutzigen Zeitungen lesen<br>\nIch hab&rsquo;s satt<\/p><p>Wenn das die neue Ordnung ist<br>\nNun, ich erkl&auml;re es euch.<br>\nDas ist nicht lustig<br>\nEs muss bald aufh&ouml;ren<br>\nDenn ich habe die Nase voll!<\/p><p>Mein Eindruck ist : es ist wieder so weit.<br>\nOb es Nazis in braunen oder schwarzen Uniformes waren oder gr&uuml;n-gelb-rot angemalte&nbsp;<br>\nHasardeure sind, sie f&uuml;hren&nbsp; ihr Volk&nbsp; und andere V&ouml;lker, ins Verderben, in den Krieg.&nbsp;<\/p><p>Manchmal dr&auml;ngt es mich,&nbsp; diese Kriegstreiber und Einpeitscher an das Schicksal von<br>\nJean H&eacute;rold-Paquis zu erinnern, der in Frankreich nach dem Ende des 2. Weltkrieges<br>\nzum Tod verurteilt wurde.<br>\nEr war Radiosprecher von Radio Paris, also Journalist,&nbsp; der sehr eng mit den Deutschen kollaborierte und sich geistiger Brandstiftung schuldig machte.<\/p><p>Aber ich glaube nicht daran,&nbsp; dass sich in Deutschland ein solches Tribunal jemals umsetzen lie&szlig;e&nbsp;mit einer so konsequenten Entscheidung.<\/p><p>Nein, ich habe es satt und ich habe Euch satt.<\/p><p>&ldquo;Entendr&rsquo; leur radio<br>\nLir&rsquo; leur sales journaux<br>\nMoi j&rsquo;en ai marre&rdquo;<\/p><p>Achtungsvoll<br>\nR.S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>seit einiger Zeit geht in der Friedensbewegung die Angst um, ich habe einige Situationen selbst miterlebt, z. B.&nbsp; hat ein sogenanntes Friedensinstitut an der K&ouml;lner Uni die Kripo auf mich angesetzt. Seit dem Urteil gegen Heinrich B&uuml;cker ist wohl dem Letzten klar geworden, wo die Reise hingeht!<\/p><p>Deswegen sind Sie durch Ihre mutigen Auftritte z. B. vor der Airbase Ramstein aber auch bei uns in Augsburg f&uuml;r mich pers&ouml;nlich ein leuchtendes Vorbild. Ganz besonders dankbar bin ich Ihnen f&uuml;r die Deutlichkeit, die aus Ihrem Artikel spricht: &ldquo;Jetzt verstehe ich meine Eltern.&rdquo;&nbsp;<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e&nbsp;<br>\nPeter Reschka&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>aktuell lese ich von Victor Klemperer &bdquo;Die Sprache des Dritten Reiches&ldquo;. Ich bin erst auf Seite 10 angekommen, man braucht etwas Pause zwischen den Seiten, um &uuml;ber das bereits Gelesene nachzudenken. Folgende Textstelle hat mich umgehauen. Ich zitiere zusammenfassend:<\/p><p>Die Ausbildung des Charakters nimmt in der NS-P&auml;dagogik nur die zweite Stelle ein, das Geistige wird zur&uuml;ckgedr&auml;ngt, das K&ouml;rperliche beherrscht die Erziehung. In immer neuen Wendungen gibt sich die Angst vor dem denkenden Menschen, der Ha&szlig; auf das Denken zu erkennen. Zitatende. Es passt f&uuml;r mich haarscharf zu dem, was uns in der Kommunikation geboten wird und was erwartet wird, n&auml;mlich m&ouml;glichst nicht selbst zu denken oder gar zu hinterfragen.<\/p><p>Michaela Waldenmaier<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sie haben ja so recht.<\/p><p>Wie die meisten nach dem Zweiten Weltkrieg geborenen habe ich nie verstanden, wie es m&ouml;glich war, dass der gr&ouml;&szlig;te Teil der zwei Generationen Deutschen vor mir &ndash; die doch keine v&ouml;llig anders gearteteten Zombies gewesen sein k&ouml;nnen &ndash; offenbar hinter Hitler gestanden hat.<\/p><p>Heute kann ich es erkl&auml;ren: es ist der nette Durchschnittsnachbar, gesetzestreu und m&uuml;lltrennend, der schon mit seinem Alltag in Beruf und Familie, Planung von Urlaubsreisen und der n&auml;chsten Anschaffung ausgelastet ist, der &ndash; wenn er &uuml;berhaupt liest &ndash; die lokale Tageszeitung &uuml;berfliegt und abends die Tagesschau guckt, wo jede Woche &bdquo;eine andere Sau durchs Dorf getrieben&ldquo; wird. Auch wenn er sich gerne des Gender-Denglischen bedient, kommt er nicht auf den Gedanken und hat auch keine Zeit, einmal &uuml;ber den Tellerrand zu schauen und englischsprachige Online-Medien in anderen Erdteilen zu lesen, Quellen zu recherchieren oder sich z.B. die Minsker Abkommen herunter zu laden &hellip; Der heutige Durchschnittsb&uuml;rger hat nie in nicht-westlichen Kulturen oder in anderen politischen Systemen gelebt, hatte nie Veranlassung, sich und seine durch die heimischen Medien vermittelte Weltsicht in Frage zu stellen. Er oder sie hat also einen sehr engen geographischen und zeitlichen Horizont und im allgemeinen keine historische Bildung.<\/p><p>Die Schlagzeilen und &bdquo;Brennpunkte&ldquo; in den MSM wechseln sich so schnell ab, dass keine Zusammenh&auml;nge erkannt werden oder Widerspr&uuml;che auffallen k&ouml;nnen. Was vor einer Woche berichtet wurde, ist heute schon wieder vergessen und Politiker und Medien k&ouml;nnen das genaue Gegenteil behaupten. So ist nichts zu dumm und absurd, als dass es nicht geglaubt wird.<\/p><p>Auch Gerhard Schr&ouml;der hatte recht in seinem Zynismus der Macht: &bdquo;Zum Regieren brauche ich BILD, BamS und Glotze&ldquo;; er wu&szlig;te: das Volk ist eine Schafherde, die man hierhin und dorthin scheuchen kann, sogar in den eigenen Untergang.<\/p><p>Umso wichtiger sind die &bdquo;Seiten der Nachdenkenden&ldquo; &ndash; Danke f&uuml;r Ihr tapferes Durchhalten!<br>\nJoanne Nykrin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>mir geht es &auml;hnlich wie Ihnen. Ich bin Jahrgang 1974 und habe in meiner Kindheit h&auml;ufig bei meiner Gro&szlig;mutter &uuml;bernachtet, die den 2. Weltkrieg miterlebt hat. Ich erinnere mich stets wie ich voller Entsetzen zugeh&ouml;rt habe, wie sie von Ihren Kriegserfahrungen erz&auml;hlt hat. Das hat mir dieses Kapitel der deutschen Geschichte n&auml;her gebracht als irgendeine Schulstunde es je h&auml;tte tun k&ouml;nnen. Ich erinnere mich auch, wie ich sie fragte, ob sie nicht gemerkt hat, was sich wirklich im Aufbau befand und kaum glauben konnte, dass man die Vorzeichen nicht sieht. Ihre Antwort war stets: Als wir es begriffen, war alles zu sp&auml;t.<\/p><p>Diese Gespr&auml;che mit meiner Gro&szlig;mutter schwirren mir viel im Kopf und ich schaue auf dieses Land in den letzten 3-4 Jahren, wo mehr denn je erst in Bezug auf die Corona-Politik und nun zum Ukraine-Krieg eine Zeit w&auml;re, wo ich mir ein kritischeres Volk w&uuml;nschte, das Fragen stellt und mehr zeigt, dass wir aus der Geschichte gelernt haben und nicht in dieselben Fallen tappen. Aber das Volk ist gen&uuml;gsam, uninteressiert und voll auf Spur. Es entsetzt mich zutiefst, dies zu beobachten und auch wenn man immer mal wieder versucht, Denkanst&ouml;&szlig;e zu geben, zu merken, dass diese Zeit am Ende wie ein Spiegel dessen ist, wovon meine Gro&szlig;mutter sprach. Und wir haben scheinbar nichts gelernt und m&uuml;ssen erneut eine bittere Lektion lernen. Die n&auml;mlich, dass Fragen stellen und kritisch sein nicht bedeuten, dass man Unruhe stiften will und eine Gefahr f&uuml;r die Gesellschaft sind. Die Gefahr ist es, schweigend zu schlummern und zu denken, dass alles, was von der Politik entschieden und von der Presse berichtet wird, richtig ist. Dann muss man am Ende auch nicht erkennen, dass es zu sp&auml;t ist.<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihre tolle Arbeit, die in diesen Zeiten wichtiger denn je ist!<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nNicole Klein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ihre Gedankeng&auml;nge zum Verhalten Ihrer Eltern waren auch schon des &ouml;fteren bei uns ein Thema und wir kamen zu denselben Schlussfolgerungen.<\/p><p>Ich bin zwar &bdquo;erst&ldquo; Jahrgang 1961, aber die Schrecken des Krieges wurden uns in der damaligen DDR immer und immer wieder vor Augen gehalten. Der eine oder andere mag wohl gedacht haben: Nun ist aber auch mal genug &ndash; wir haben doch gelernt!<\/p><p>Es bleibt ein Ph&auml;nomen bei den meisten Menschen, dass sie nur in sehr kurzen Zeitabst&auml;nden denken. Und wenn die Kriegspropaganda u.a. von adrett gekleideten jungen Frauen daherkommt, hat der Teufel mal wieder ein wunderbares Mittel erkannt, wie er den &bdquo;modernen und aufgekl&auml;rten&ldquo; Menschen doch noch rumkriegen kann. Auch die Sache mit Corona hatte er perfekt eingef&auml;delt.<\/p><p>Denn wovor hat wohl der in Wohlstand und Frieden lebende, sattgefressene und auf st&auml;ndig neue Abenteuer und Konsum ausgerichtete Mensch am meisten Angst? Selbstverst&auml;ndlich vor dem Tod.<\/p><p>Denn der Tod ist f&uuml;r ihn ein gro&szlig;er Spielverderber und sollte, wenn schon &uuml;berhaupt, den Greisen in unserer Gesellschaft vorbehalten bleiben.<\/p><p>Mir wurde als junges M&auml;dchen beigebracht, dass wir mit einer sozialistischen Gesellschaft auf einem guten Weg sind, dem Kapitalismus einen Gegenentwurf pr&auml;sentieren zu k&ouml;nnen, der die Welt gerechter und friedlicher macht. Das Jahr 1989 jedoch nahm mir dazu jede weitere Illusion.<\/p><p>Ich bete jeden Tag, dass der Krug, nach dem so viele verantwortungslose Politiker voller Freude greifen, an uns vorbei gehen m&ouml;ge und ein Wunder geschieht. Das Wunder Frieden!<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMartina R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nIhrem Kommentar \/ Artikel ist nichts mehr hinzuzuf&uuml;gen.<br>\n&nbsp;<br>\nHier eine Stellungnahme von RT DE zur augenblicklichen Situation und zu diesem uns&auml;glichen Geplapper dieser Kriegsverbrecherin. Unmissverst&auml;ndlich, aber leider richtig:<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/160942-wir-sind-kriegspartei\/\">de.rt.com\/meinung\/160942-wir-sind-kriegspartei\/<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nEs ist wenige Sekunden vor 12.<br>\n&nbsp;<br>\nMit besorgten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nM. Meye<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller,<\/p><p>wie recht Sie haben.<\/p><p>Damals wie heute werden die Nazis nicht durchschaut und die Gefahren des Krieges nicht erkannt.<\/p><p>Die mit absoluter Blindheit und Dummheit geschlagene Regierung, wie auch die Medien, betreiben eine Pandemie der Kriegstreiberei und entpuppen sich als Faschisten und Naziversteher. Diese kommen nicht im schneidigen Einheitsdress daher, sondern individuell in bunt, mit Turnschuhen, Jeans oder im Kleidchen und verk&uuml;nden den Krieg gegen Russland, oder offenbaren frech, dass das Minsk Abkommen schlicht ein Ablenkungsman&ouml;ver war und man Russland jetzt in die Knie zwingen und ruinieren will&hellip;<\/p><p>Wir haben eine neue narzisstisch, egomanisch, psychopathische Herrenmenschen Kaste, die sich in typisch faschistischer Arroganz &uuml;ber andere stellt&hellip;und wieder da sitzt, wo die anderen Herrenmenschen auch einmal sa&szlig;en : Im Reichstag.<br>\nEs gibt wieder Volksaufkl&auml;rung und Propaganda, jetzt in Farbe, aber wer Gefolgschaft verweigert, &ouml;ffentlich am Inhalt zweifelt, wird unterdr&uuml;ckt, gedem&uuml;tigt, sozial ge&auml;chtet, oder es wird versucht die Arbeitsm&ouml;glichkeiten zu zerst&ouml;ren oder zu erschweren, siehe zB. Nachdenkseiten..<\/p><p>Die gro&szlig;e Lehre des Krieges, unser Grundgesetz, wird t&auml;glich mit F&uuml;&szlig;en getreten, ignoriert, abgeschliffen, schlicht vernichtet und die gekaufte Justiz, macht willf&auml;hrig mit.<\/p><p>Und mittendrin, ein Restvolk, das vor sich hin d&auml;mmert, nix mehr merkt, alles abnickt und sabbernd am Abend, sp&auml;testens um 20Uhr5  einschl&auml;ft, dann von Saskia Eskens verordnetem Endsieg tr&auml;umt und jeden Tag dem Untergang, wieder einmal, Schritt f&uuml;r Schritt entgegengeht&hellip;&hellip;.<\/p><p>Ignazio Silone hatte recht als er sagte: Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e<br>\nT. Rath<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ich hatte auch bereits dieses Deja vu, wie Sie. Ganz Deutschland befindet sich in einer Psychose, die immer schneller konvergiert. Die Dominanz eines gesetzten Narrativs wirkt wie die Schwerkraft eines schwarzen Lochs. Einmal hinein geraten gibt es kein Entrinnen mehr. Ich dachte immer, dass die j&uuml;ngere Generation in Deutschland den Irrsinn des Nazi-Regimes durch gute schulische Bildung und Aufkl&auml;rung &uuml;berwunden hatte. Aber das ist eine T&auml;uschung. <\/p><p>Diese im gut situierten Bildungsb&uuml;rgertum verh&auml;tschelten Baerbocks und Habecks und wie sie alle hei&szlig;en, die jetzt noch mit ihrem russophoben Rassismus ihre sp&auml;tpupertierenden Gewaltphantasien ausleben &ndash; mit Smartphone statt SS-Abzeichen &ndash; sind genau, wie diese faschistoiden Schergen von damals! Sie w&uuml;rden wieder KZs bauen, um &ldquo;Covidioten&rdquo;, Corona-Leugner, Putin-Versteher usw. einzubuchten. Mit Michael Ballweg und Julian Assange haben sie schon angefangen. Mit Ulrike Gu&eacute;rot, Gabriele Krone-Scmalz, Daniele Ganser u.v.a. fangen sie bereits mit der &ldquo;Entmenschlichung&rdquo; an. Dem kann man nicht beikommen mit Bildung und Aufkl&auml;rung. Man muss die Psychologie verstehen und davor den Rechtsstaat sch&uuml;tzen. Aber daf&uuml;r ist es bereits wieder zu sp&auml;t. Wir m&uuml;ssen nochmal eine &ldquo;grauenvolle blutige Runde&rdquo; drehen, wie mir scheint. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nvon unserem Leser R.O.<\/p><p><em>Anmerkung A. M.: Nicht resignieren, bitte.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, sehr gesch&auml;tztes NDS-Team,<\/p><p>Ich bin fassungslos. Haben alle den Geschichtsunterricht geschw&auml;nzt und im Caf&eacute; gehockt? Deutsche Panzer rollen wieder an die Ostfront! Es ist zum Schreien! 27 Millionen tote Sowjetb&uuml;rger, eine Million Opfer der Blockade von Leningrad &ndash; einfach Schwamm dr&uuml;ber!? Jubel auf allen Kan&auml;len &ndash; endlich werden Kampfpanzer geliefert! Nie wieder Krieg? Von wegen: La&szlig;t die &ldquo;Leoparden&rdquo; frei! Hei&szlig;t: Deutsche Panzer sollen wieder auf Russen schie&szlig;en. Es ist unfa&szlig;bar! Ru&szlig;land hat Deutschland nichts getan! Das Gegenteil ist der Fall! Hat Ru&szlig;land je Rache geschworen? Wie wurde mit Ru&szlig;land jahrzehntelang umgegangen? Bis zum schmutzigen Trick des Minsker Abkommens? (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91458\">nachdenkseiten.de\/?p=91458<\/a>) Wir haben eine historische Verpflichtung, da&szlig; deutsche Panzer nie wieder auf russische Menschen schie&szlig;en. Und das w&uuml;&szlig;te der ignorante Haufen, wenn er w&auml;hrend des Geschichtsunterrichts nicht im &ldquo;Starbucks&rdquo; gehockt h&auml;tte.<\/p><p>Ich habe mich immer gefragt, wie eine solches Szenario, wie am 18. Februar 1943 im Berliner Sportpalast geschehen, auch nur m&ouml;glich ist. Ein entfesseltes Publikum br&uuml;llt &bdquo;JAAA!&ldquo; auf die Frage, ob es &bdquo;den totalen Krieg&ldquo; will. Ich habe mein Leben lang dar&uuml;ber den Kopf gesch&uuml;ttelt. Und jetzt l&auml;&szlig;t sich Deutschland von seinem feinen transatlantischen &ldquo;Freund&rdquo; mit Hilfe einer gehirnamputierten Au&szlig;enministerin und einem Parlament voller grausiger Wiederg&auml;nger aus faschistischen Zeiten in einen Krieg gegen ein Land ziehen, das keineswegs sein Feind ist. F&uuml;r wen, bitte? Ein korruptes &ldquo;Hybrid Regime&rdquo;, angef&uuml;hrt von einem mehr als fragw&uuml;rdigen &ldquo;Messias&rdquo;, unterst&uuml;tzt von einem abartig unversch&auml;mten, fordernden Vize-Au&szlig;enminister, der zum Grab eines faschistischen Massenm&ouml;rders pilgert. Die bestimmen, fordern und fordern und fordern, und kriegen es auch noch! Man fa&szlig;t es nicht! Erst Kampfpanzer, dann Kampfflugzeuge, Kriegsschiffe, Langstreckenraketen, und deutsche Truppen? Was kommt noch &ndash; Nuklearwaffen?&nbsp;<br>\nNoch perverser &ldquo;zum Frieden&rdquo; geht es nicht!<br>\n&nbsp;<br>\nWas in den sogenannten &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; und im Fernsehen l&auml;uft ist sowieso keine Berichterstattung mehr, sondern &uuml;belste antirussische Hetze und Kriegspropaganda. Mag man sich nicht mehr antun, weil man gar nicht so viel fr&hellip;. kann wie man ko&hellip; m&ouml;chte. Merkt das denn keiner? Es m&uuml;&szlig;ten Zehntausende t&auml;glich vor dem Kanzleramt stehen und den Stop der Waffenlieferungen sowie Friedensverhandlungen fordern. Wo stecken die alle? Im Stau, beim Yoga oder auf Facebook und Tinder? Es ist unfa&szlig;bar traurig.<\/p><p>Ich habe mich mein Leben lang gefragt, wie ein solches Szenario wie am 18. Februar 1943 im Berliner Sportpalast m&ouml;glich sein kann. Heute wei&szlig; ich es. Leider. Ich w&uuml;nschte, ich w&uuml;rde mich immer noch fragen. <\/p><p>Danke f&uuml;r Ihre Arbeit!<\/p><p>Solidarische Gr&uuml;&szlig;e, Ann Ripley Hess<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>ich bin zu 100 % auf Ihrer Seite. Es ist einfach erb&auml;rmlich, unverantwortlich und nicht nachvollziehbar, was sich zurzeit in diesem deutschen Parlament ereignet. Dieses Parlament und auch die &uuml;berwiegende Masse der Parteienlandschaft, auch deren W&auml;hler, sind mit verantwortlich f&uuml;r den zu erwartenden Schaden am deutschen Volke.<\/p><p>Ich muss es immer wieder betonen, beim Zustandekommen der beiden Weltkriege geh&ouml;rten stets das Bildungsb&uuml;rgertum und die Medien zu den Hauptschuldigen. Sie waren damals eine Minderheit und sind es heute auch. Das deutsche Volk wurde damals wie heute von naiven Traumwandlern vorgef&uuml;hrt. Und einen Gro&szlig;teil der deutschen Jugend ber&uuml;hrt die Gefahr eines Weltkrieges nicht.<\/p><p>Herr M&uuml;ller, Sie haben es richtig formuliert: Eingeschlafene Zeitgenossen, Ignoranten und damit Kriegsbef&uuml;rworter. &bdquo;Wer schweigt, stimmt zu.&ldquo;: so formulierte es Ulrike Guerot auch treffend. Was muss das f&uuml;r ein Bildungssystem sein, was solche Marionetten heranzieht. Es grausen einem die Haare, dass trotz nachweisbarer geschichtlicher Beweisf&uuml;hrung die Mehrheit des Volkes immer wieder der Propaganda dieser Traumwandler verf&auml;llt. Das ist strafw&uuml;rdig herbeigef&uuml;hrter Schaden am eigenen Volk.<\/p><p>Herr M&uuml;ller und die NDS, bleiben Sie standhaft und machen Sie weiter so. Auch das ist geschichtlich erwiesen, die warnende Minderheit hat stets Recht bekommen. Leider wurde sie aber meisten von den dumpfen Massen platt gedr&uuml;ckt, was f&uuml;r eine Ironie.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nEuer Peter Raue<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nwenn Sie &ndash; vielleicht mit mehr Berechtigung als uns lieb ist &ndash; die derzeitige Situation mit der von 1938 vergleichen, sollten Sie auch Ihren Manipulationskatalog aktualisieren.<br>\n&nbsp;<br>\nSchon l&auml;ngst habe ich mich gefragt, ob die Distanzierung vom historischen Nationalsozialismus und der meinungsfreiheitsbeschr&auml;nkende Anti-Antisemitismus als deutsche Staatsr&auml;son inzwischen nicht in erster Linie dazu dienen, die politische &Ouml;ffentlichkeit gegen den Gedanken zu immunisieren, deutsche Politik k&ouml;nne &ndash; vom Antisemitismus abgesehen &ndash; in eben dieser innenpolitisch autorit&auml;ren und au&szlig;enpolitisch antirussischen Traditionslinie stehen.<br>\n&nbsp;<br>\nWenn Deutschland sich rhetorisch so eindeutig gegen die eigene Vergangenheit auf die richtige Seite der Geschichte stellt, wie k&ouml;nnen dann innenpolitische autorit&auml;re Tendenzen und au&szlig;enpolitische Aggression gegen&uuml;ber Russland etwas anderes sein als das Werk lupenreiner Demokraten und Menschenfreunde?<br>\n&nbsp;<br>\nDer manipulative Clou besteht darin, dass mit der &ndash; rhetorisch und argumentativ einwandfreien &ndash; Kritik der AfD am Kriegskurs der &uuml;brigen Parteien inzwischen gilt, dass Gegner der Kriegseskalation durch Waffenlieferungen und Nazis ein und dasselbe sind.<br>\n&nbsp;<br>\nKrieg ist Frieden und wer Demokratie und V&ouml;lkerverst&auml;ndigung fordert ist ein Nazi.<br>\n&nbsp;<br>\nIm &Uuml;brigen werden wir Zeugen der Folgen der deutschen Wiedervereinigung: Es ist unglaublich, wie sehr die geographische Position Deutschlands die deutsche Politik bestimmt. Ich hatte schon post 2008 Schwierigkeiten zu verstehen, woher Deutschland seine absolut dominierende Rolle in der EU zugewachsen war &ndash; sie war die Folge der ge&auml;nderten Gewichtsverh&auml;ltnisse in der EU nach der deutschen Wiedervereinigung (u.a. Osteuropa als deutsche Werkbank). Aktuell beseitigt Deutschland die letzten aus der Kriegsniederlage &uuml;brigen Einschr&auml;nkungen, also insbesondere die Doktrin milit&auml;rischer Zur&uuml;ckhaltung.<br>\n&nbsp;<br>\nDer Vorbehalt der Erfahrung des 3. Reichs und des Weltkriegs ist gestrichen.<br>\n&nbsp;<br>\nDie alte BRD wird &ndash; wie schon in Corona, vgl. den ehemaligen Pr&auml;sidenten des Bundesverfassungsgerichts Papier und seine Klage &uuml;ber den Verlust des liberalen Rechtsstaats &ndash; abgewickelt.<br>\n&nbsp;<br>\nMit Deutschland &nbsp;als wirtschaftlicher und milit&auml;rischer F&uuml;hrungsmacht in Europa werden alte Antagonismen wieder aufbrechen &ndash; mittelfristig auch die zu den USA.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\n&nbsp;<br>\nEJ<br>\n&nbsp;<br>\nP.S.: Emmanuel Todd vertritt &uuml;brigens die These, dass die Leopard-Lieferungen von den USA forciert wurden, um das deutsch-russische Verh&auml;ltnis &ndash; mit Blick auf die Geschichte deutscher Panzer in der Ukraine &ndash; endg&uuml;ltig zu ruinieren.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS -Team und Herr M&uuml;ller,<\/p><p>zuerstmal Danke f&uuml;r Euer Engagement und Bereitstellen einer hochwertig informativen Webseite! <\/p><p>Als Warnung gleich vorneweg, Ich bin seit &uuml;ber 20 Jahren leider Ex-Pat wohnhaft in Nord-Skandinavien und mein Deutsch ist nicht mehr das Beste, entschuldigt bitte meine wahrscheinlichen Schreibfehler!<\/p><p>Wenn Ich darf, w&uuml;rde Ich gerne ein paar Fragen stellen angehend des letzten Artikels &ldquo;Jetzt versteh Ich meine Eltern&rdquo; von Albrecht M&uuml;ller.<\/p><p>Der Satz &ldquo;Was wir uns heute an Feindseligkeit gegen&uuml;ber anderen V&ouml;lkern, an Gleichschaltung und an Agitation gefallen lassen und dem folgen, ist so schlimm wie die Agitation der Nazis.&rdquo; ist meiner Erfahrung nach sehr wahr, ich frage mich aber auch, ob dies vielleicht ein Schwert mit 2 Seiten ist:<\/p><p>1. Allgemein:<\/p><p>Ich lese &ouml;fter in Artikeln auf den NDS, dass Ihr Eure Position\/ Ideologie als &ldquo;linke&rdquo; klassifiziert.<br>\nWas nat&uuml;rlich vollkommen fair ist, jeder ist frei sich zu beschreiben wie er\/sie will, aber kann mir nicht helfen gleichzeitig auch zu wundern, warum eine solche Klassifizierung &uuml;berhaupt und w&uuml;rdet Ihr zustimmen, dass selbstst&auml;ndiges Denken\/ Wahrheitssuche auch immer gr&ouml;sser sein muss als Ideologie und &ldquo;links-rechts&rdquo; Rollen -Identifizierung?<br>\nWissenschaft und geistige (Natur) Gesetze unter irgendeine beschr&auml;nkte Ideologie zu zwingen, ist das nicht sowohl illusion&auml;r als auch absurd, in der Tat eher das Zeichen, dass die bereits verloren wurden?<\/p><p>2. Konkret:<\/p><p>Das &ldquo;NAZI&rdquo; Thema aufzugreifen ist scheinbar ein sehr beliebter Sport weltweit (im Durchschnitt nach meiner Nachforschung in den globalen englischsprachigen Medien rein numerisch ca 1 mal pro Woche, gilt auch f&uuml;r skandinavische Medien im &uuml;brigen) und auch in Deutschland selber (hier zwar aus unterschiedlichen, doch direkt verwandten Gr&uuml;nden?).<br>\nErstaunlich -in meiner Erfahrung zumindest- ist doch, dass es dabei ironischerweise:<br>\n&nbsp;<br>\na) zumeist nicht wirklich um das Objekt der Aussagen zu gehen scheint (was auch immer der jewaige Sprecher pers&ouml;nlich mit Titulierung &ldquo;Nazi&rdquo; meint, exakte Personen, Gruppe, Zeitepoche..), dies ist mehr ein Vehikel, das benutzt wird, um eine bestimmte aktuelle Meinung\/Absicht zu vermitteln, ob nun un-, semi- oder vollbewusst und<\/p><p>b) verbl&uuml;ffend oft einhergeht mit v&ouml;lligem Verlassen von Selbst-beobachtung und -kritik. Jemand der &uuml;ber &ldquo;Nazis&rdquo; redet\/schreibt, will gew&ouml;hnlicherweise NICHT auch &uuml;ber sich selbst reden.<\/p><p>Die Reaktion ist normalerweise sogar erstaunlich allergisch, wenn versucht wird, den Fokus neben-und im Gleichgewicht mit- dem kritisierten Objekt AUCH auf Ihn\/Sie, den subjektiven Sprecher, auszuweiten. So zumindest in meinen bisherigen Erfahrungen.<\/p><p>Faszinierend bei deutschen Sprechern\/Autoren (obwohl auf der Oberfl&auml;che Kritiseren der NS-Zeit als patriotische Selbstkritik erscheint) meistens genau die Gleiche allergische Reaktion, sowie folgendes emotionales Verteidigen seiner\/ihrer &ldquo;Position&rdquo; und gew&ouml;hnlicherweise Abbrechen allen Dialogs.<br>\nWas leider nat&uuml;rlich alle Kennzeichen sind, dass es &uuml;berhaupt nicht um das Thema an sich geht, sondern um eine bestimmte Position\/Interpretation, mit der sich geistig identifiziert -und die emotional verteidigt- wird und dass objektive Wahrheitssuche schon l&auml;nger verlassen wurde.<br>\nOb nun (falls jemand ?) pro-&ldquo;Nazi&rdquo; oder anti-&ldquo;Nazi&rdquo; Position bei diesem Verhalten ist ironischerweise exakt gleich werdelos.<\/p><p>Ich habe bewusst deswegen bislang auch gar nichts erw&auml;hnt angehend selbiges Objekt per se, weil dies eben genau mein Punkt ist:<br>\nSolange das Subjekt nicht klar\/ zuverl&auml;ssig ist, sagt nicht das, was &uuml;ber das Objekt gesagt\/gelesen wird ironischerweise nur mehr &uuml;ber das Subjekt selber und ist die wirkliche erste Frage nicht &ldquo;bin Ich objektiv oder emotional verwickelt?&rdquo;?<\/p><p>Und ehrlich gesagt, Ich pers&ouml;nlich bin mir nicht ganz sicher, ob Ich erstes oder zweites bin. Was Ich also dar&uuml;ber sage\/meine, w&uuml;rde wohl mehr &uuml;ber mich aussagen als &ldquo;Nazis&rdquo;. Und vor Allem-zur&uuml;ck zu meiner urspr&uuml;nglichen 1.- Frage:<br>\n&nbsp;<br>\nW&uuml;rdet Ihr einstimmen, dass es in jeder ehrlichen Suche nach Wahrheit und freiem kritischen Denken nie eine Rolle spielen darf, sowohl welche Meinung man selber, als auch andere Forscher hat\/haben, eben die Meinungen\/Positionen\/Ideologien zur&uuml;ckgestellt werden m&uuml;ssen um die ersteren erst m&ouml;glich zu machen?<\/p><p>Das sehr gute Motto &ldquo;Glaube wenig, Hinterfrage alles. Denke selbst.&rdquo; gilt f&uuml;r absolut ALLE Themen, korrekt oder w&uuml;rdet Ihr dieses (&ldquo;Nazi&rdquo;-) Thema (und\/oder andere?) herausnehmen und in dem Fall, warum, wenn man fragen darf?<\/p><p>Ich, genau wie im obigen Artikel gut beschrieben, verfolge seit einiger Zeit mit sowohl Schreck, als auch Faszination wie die deutsche (und ander europ&auml;ische) an sich &ldquo;linke&rdquo; Regierung(en) mehr und mehr exakt die gleichen unterdr&uuml;ckenden, illegal zensierenden und blind agitierten Massnahmen einsetzen, sowohl gegen die eigene als auch andere Bev&ouml;lkerung(en), die sie doch in ihren historischen faschistischen Erzfeinden so verurteilten.<br>\nDie Analogie zu Orwell`s &ldquo;Animal Farm&rdquo; fasst schon zu passend als wahr erscheinend.<br>\nDass obendrein Orwell`s &ldquo;New-speak&rdquo; verbl&uuml;ffend eingezogen scheint in der &Ouml;ffentlichkeit wird nat&uuml;rlich nur mehr und mehr deutlich, wenn Individuelle Freiheits-Bef&uuml;rworter und sogar Eure NDS pl&ouml;tzlich (wegen Covid19-Massnahmen Kritik u.&auml;.) als &ldquo;rechts-extrem&rdquo;-, Zwangs-Impfungs-Skeptiker als &ldquo;Terroristen&rdquo;- und Frieden-und Diplomatie-Bef&uuml;rworter als &ldquo;Staatsfeinde&rdquo; diffamiert werden. &ldquo;War is peace&rdquo; indeed&hellip;<\/p><p>Allerdings wundere Ich mich auch, wenn Ich oft folgend in NDS Artikeln lese, dass Eurerseits diese Massnahmen\/Politiker mit &ldquo;Nazi&rdquo; Nomenklatur und Vergleichen gekontert werden und frage mich, ist dies dann nicht eigentlich genau das Gleiche in retour? (Anmerkung A.M.: so ist es)<br>\nWenn links-gr&uuml;ne Regierung wie &ldquo;Nazis&rdquo; agieren, w&auml;re dies nicht die perfekte Angelegenheit, sein eigenes (politisches) Weltbild mal kritisch anzusehen und\/oder wird am Ende hier vielleicht das popul&auml;re &ldquo;Nazi&rdquo; Thema heraufgeholt um einen Favorit S&uuml;ndenbock f&uuml;r Alles Schlechte zu presentieren und um sich nicht selber mal genauso kritisch anzusehen?<\/p><p>Was man selber macht kann man nat&uuml;rlich nicht Andere anklagen f&uuml;r und wenn sowohl Nazis als auch Linke genau gleiches Verhalten zeigen, ist dass dann nicht eher ein Beweis, dass dies nichts zu tun hat wirklich mit &ldquo;rechts&rdquo; oder &ldquo;links&rdquo;, sondern mit den moralischen Schw&auml;chen der individuellen Menschen in Frage, die eine der beiden Richtungen benutzen um die andere und alle Gegen&uuml;ber fanatisch zu verdammen?<br>\nWelche der Beiden ist ironischerweise egal am Ende. &ldquo;I have found the enemy and it is us.&rdquo;- sollte nicht vielleicht die ehrlichste Antwort in die Richtung gehen?<\/p><p>Jede politische Richtung ist -soweit Ich sehen kann-nur solange legitim, solange sie Wahrheit, Freiheit und Menschenrechte als h&ouml;here G&uuml;ter\/Gesetze bewahrt.<br>\nDas Schwarzmalen und Zensieren aller Oppositionsparteien und Meinungen unter dem Nationalsozialismus war verwerflich, aber verlieren nicht alle &ldquo;linke&rdquo; Ideologien genauso ihre Legitimit&auml;t wenn sie &ldquo;rechte&rdquo; oder andere Dissidenten mit &ldquo;Nazi&rdquo; Nomenklatur schwarzmalen und zensieren?<br>\nSollte der Massstab, ob eine Partei w&uuml;rdig ist zu regieren, nicht paradoxerweise sein, wieweit sie ihre Gegner vor jeder Zensierung besch&uuml;tzt?<\/p><p>Kommunismus verfehlte genau dies nat&uuml;rlich fatal, genau wie sein negatives Spiegelbild Nationalsozialismus.<br>\nAber sind wir im Grunde heute wirklich besser?<br>\n&nbsp;<br>\nWie wurden\/werden in unseren Jahrzehnten der linken Regierungen die &ldquo;rechten&rdquo; Ansichten\/Parteien behandelt, oder wenn Ich direkt fragen darf:<br>\nWie seht Ihr Eure Verantwortung gegen&uuml;ber anders (mehr &ldquo;rechts&rdquo;) Denkenden, findet Ihr Ihr gebt Ihnen ein faires Behandeln in Euren Beitr&auml;gen oder anders herum gefragt, das, was Ihr -rechtm&auml;ssig- verlangen w&uuml;rdet von denen (falls diese an der Regierungsmacht w&auml;ren) an Meinungsfreiheit und Fairness, was w&auml;re das genau und findet Ihr Ihr Eurerseits garantiert Ihnen dies?<\/p><p>Keine rhetorischen Fragen, Antworten w&uuml;rden mich sehr interessieren.<\/p><p>Habe mit Freude gelesen, dass in einem letzten NDS Artikel auch ein Ansuchen eines AfD Politikers (Thema illegitim&auml;re Kriege laut Bundesregierung) unparteiisch ber&uuml;cksichtigt wurde.<br>\nNicht weil Ich notwendigerweise Bef&uuml;rworter dieser (oder anderer) Partei bin, sondern weil Ich mich immer freue, wenn bin&auml;re Ideologien transzendiert werden.<\/p><p>Wie gesagt, Danke f&uuml;r Eure informative Webseite, keep up the great work!<br>\nRik Theodsen.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>20. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,<br>\n&nbsp;<br>\nAlbrecht M&uuml;ller fragt zu Recht in seinem Kommentar, was denn mit der jungen Generation los sei, dass sie nicht gegen die Eskalationsspirale aufbegehrt. Ich m&ouml;chte dazu einige meiner Gedanken beisteuern &ndash; also sehr subjektiv betrachtet.<br>\n&nbsp;<br>\nAls Jahrgang 1965 bin ich in einer recht friedlichen Phase unserer Republik aufgewachsen. Mein Vater war Sozialdemokrat und hat den 2. Weltkrieg nur als Kleinkind erlebt. Sein Vater war aber im Russland-Feldzug gefallen und er hatte nur sehr wenige Erinnerungen an ihn.<br>\n&nbsp;<br>\nIch habe mich schon als Teenager sehr f&uuml;r Geschichte interessiert und mich damals viel mit meiner Gro&szlig;mutter und meiner Gro&szlig;tante unterhalten, die beide den 1. wie auch den 2.Weltkrieg bewusst miterlebt hatten.<br>\n&nbsp;<br>\nDadurch bekam das ganze schon eine gewisse Pr&auml;senz und nach der Wahl von Ronald Reagan und der Verk&uuml;ndung seines &ldquo;Star-Wars&rdquo;-Programms sowie dem NATO-Doppelbeschluss wurde die Gefahr eines 3. Weltkrieges rund 23 Jahre nach der Kuba-Krise wieder real.<br>\n&nbsp;<br>\nIch habe da an den Osterm&auml;rschen teilgenommen und gegen die Aufr&uuml;stung protestiert &ndash; genutzt hat es leider nicht viel &ndash; ausser dass die GR&Uuml;NEN in die Parlamente gelangten &ndash; aber heute die gr&ouml;ssten Kriegstreiber sind, die man sich nur vorstellen kann.<br>\n&nbsp;<br>\nDie j&uuml;ngeren Generationen kennen den 2. Weltkrieg nur noch aus Fernsehdokumentationen &ndash; die Kriegsgenerationen sind entweder hochbetagt oder bereits verstorben, so dass man kaum noch einen pers&ouml;nlichen Bezug zu einem Krieg entwickeln kann.<br>\nDie PolitikerInnen reden unentwegt &uuml;ber einen Krieg in Europa &ndash; aber mal ganz ehrlich: irgendwie scheint die Ukraine doch weit entfernt zu sein. Zudem kenne ich pers&ouml;nlich niemanden, der seinen Urlaub dort verbracht hat. Ein Krieg um Mallorca w&auml;re der Mehrheit wohl n&auml;her, da man vielleicht schon mal dort gewesen ist.<br>\n&nbsp;<br>\nMainstream und Politik haben zudem die B&uuml;rgerInnen in den vergangenen drei Jahren dermassen mit Negativ-Nachrichten bombardiert &ndash; von den uns&auml;glichen Corona-Berichterstattungen und Ma&szlig;nahmen sowie Lockdowns, gefolgt von der Energiekrise, drohenden Blackouts, Wohlstandsverlusten, Klimakrise und dem Ukraine-Krieg.<br>\nMan hat&nbsp;keine Zeit, sich mal von all dem negativem zu erholen, ja, man ist regelrecht ausgelaugt. Man hat einfach keine Kraft mehr, um sich noch zu wehren &ndash; vielleicht ist das das Ziel der Machteliten?<br>\n&nbsp;<br>\nUnd was f&uuml;r Alternativen gibt es denn noch? Frau Wagenknecht wird in ihrer eigenen Partei zunehmend isoliert und in den Medien auch immer sch&auml;rfer angegangen &ndash; sie m&uuml;sste jetzt eine eigene Partei gr&uuml;nden &ndash; in der Linken sehe ich nicht mehr ihre Zukunft.<br>\n&nbsp;<br>\nDer Einheitsbrei der etablierten Parteien ist f&uuml;r mich auch nicht mehr w&auml;hlbar &ndash; egal wer am Ruder ist, die Richtung bleibt immer gleich: Umverteilung des Verm&ouml;gens von unten nach oben, Verrottung der Infrastruktur, des Bildungswesens und des Gesundheitssektors, Zunahme von staatlicher Repression und &Uuml;berwachung sowie eine Verbotskultur (hier insbesondere die religi&ouml;se Sekte der Gr&uuml;nen), eine unkontrollierte Zuwanderung &ndash; leider meistens in unsere Sozialsysteme &ndash; und eine gnadenlose Anbiederung bzw. Unterwerfung unter die globalen Interessen der USA.<br>\n&nbsp;<br>\nDie AfD? Leider muss man zumindest sagen, dass diese Partei noch Opposition betreibt &ndash; aber in Sachen Wirtschaftspolitik sind die genauso neoliberal wie der Einheitsbrei. Der rechte Fl&uuml;gel sorgt f&uuml;r das Schmuddel-Image &ndash; der &ldquo;anst&auml;ndige&rdquo; B&uuml;rger w&auml;hlt sowas doch nicht.<br>\n&nbsp;<br>\nEs gab neue Parteien wie z.B. die Piraten oder die BASIS. Aber alle Hoffnungen auf einen m&ouml;glichen Wandel sind zerschlagen. Jede Neugr&uuml;ndung, die sich vom Mainstream entfernt, wird in den Medien zerrissen und teilweise auch von zerst&ouml;rerischen Kr&auml;ften unterwandert, die daf&uuml;r Sorge tragen, dass man sich selbst zerfleischt und nicht mehr arbeitsf&auml;hig ist und somit irgendwann in der Bedeutungslosigkeit versinkt.<br>\n&nbsp;<br>\nAls selbst&auml;ndiger Unternehmer musste ich mit der Corona-Krise fertig werden &ndash; nun haben die Leute wegen der stark gestiegenen Energiekosten und Lebenshaltungskosten immer weniger Geld f&uuml;r Investitionen &uuml;brig, so dass es immer schwerer wird, seine Br&ouml;tchen zu verdienen. Bei manchen Angstellten besteht die Angst vor Jobverlusten in der Krise.<br>\n&nbsp;<br>\nWir wissen doch: erst kommt das Fressen und dann die Moral &ndash; d.h. der t&auml;gliche &Uuml;berlebenskampf kostet schon so viel Energie, dass man f&uuml;r andere Entwicklungen kaum noch Kraft &uuml;brig hat. Die junge Generation erlebt doch aktuell, dass f&uuml;r sie der Spruch &ldquo;meinen Kindern soll es mal besser gehen&rdquo; nicht mehr gilt &ndash; ihr Lebensstandard wird den der Eltern nicht mehr erreichen.<br>\n&nbsp;<br>\nEs ist traurig, dass durch die vielen &Auml;ngste und Sorgen des Alltags den Menschen nicht mehr richtig bewusst wird, dass die Gefahr eines atomaren Krieges sehr real ist. Es werden w&ouml;chentlich neue, rote Linien &uuml;berschritten und die Grenzen der Diskussionen immer weiter verschoben.<br>\n&nbsp;<br>\nNach den Kampfpanzern fordert die Ukraine ja auch Flugzeuge, U-Boote und Kriegsschiffe &ndash; und ich bin sicher, dass hier der n&auml;chste Tabubruch bald kommen wird. Ich frage mich allen ernstes nur noch, wann die ukrainische Regierung um Aush&auml;ndigung der Schl&uuml;ssel f&uuml;r die Atomwaffen in B&uuml;chel bittet. Und wie wird ein Russland reagieren, dass immer weiter in eine Ecke getrieben wird? Bei Tieren wei&szlig; man, dass diese dann wild zubeissen. Die Russen sind nat&uuml;rlich keine Tiere und grunds&auml;tzlich auch kein b&ouml;sartiges Volk &ndash; aber wenn eine Konfliktl&ouml;sung nicht daf&uuml;r Sorge tr&auml;gt, dass beide Seiten noch gesichtswahrend herauskommen?<br>\n&nbsp;<br>\nNoch eine pers&ouml;nliche Anmerkung zum Schluss: ich lebe nicht in permanenter Angst &ndash; f&uuml;r die uns regierende Laienspielgruppe von der Sonderschule habe ich nur noch Verachtung &uuml;brig &ndash; keinen einzigen Funken Respekt.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMichael Maa&szlig;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>21. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Albrecht M&uuml;ller!<\/p><p>Mich, Jahrgang 1942, Treiben die von Ihnen geschilderten Probleme schon jahrelang um. Besonders bin ich um die Zukunft meiner Enkel besorgt. Wer bringt ihnen denn ein selbst&auml;ndiges Denken bei?? Die Eltern haben keine Zeit und &uuml;berlassen das Google&amp; Co.; Oma und Opa mit ihrer reichen Lebenserfahrung wohnen weitab. Die Kinder erhalten ihre ideologische Erziehung eigentlich zum &uuml;bergro&szlig;en Teil aus der systemrelevanten Schule und aus den meist zensierten Medien des Internet.<\/p><p>Aus diesem Grunde habe ich damals, vor fast 2 Jahren, ihnen meine Gedanken und Erkenntnisse zukommen lassen, in der Hoffnung, dass sie zumindest nachdenklicher an die Probleme herangehen.<\/p><p>Nachstehend meine eindringliche Mahnung an sie.<\/p><p>NDS,macht weiter so! Auf meine Unterst&uuml;tzung k&ouml;nnt ihr rechnen.<\/p><p>H-P Hoffmann<br>\n&nbsp;<br>\nMahnung an meine Enkel<\/p><p>oder<\/p><p>Sp&auml;te Erkenntnisse<\/p><p>oder<\/p><p>Aus der Geschichte f&uuml;r die Zukunft lernen<br>\n&nbsp;<br>\n&bdquo;Denkt daran:&nbsp; 90% der Deutschen sind Faschisten!&ldquo; sagte ein sowjetischer General zu seinen Soldaten, bevor sie im April 1945 zum Sturm auf Berlin ansetzten.<\/p><p>Lange hielt ich diesen Appell f&uuml;r &uuml;bertrieben. Durch meine Recherchen zu unseren Ahnen hat sich meine Ansicht jedoch ge&auml;ndert. Heute sage ich: ja, er hat Recht gehabt! Es war wohl tats&auml;chlich so!<\/p><p>Ich will versuchen, meinen ge&auml;nderten Standpunkt mit Fakten und Vermutungen zu belegen, die in den letzten Monaten w&auml;hrend meiner Gespr&auml;che mit V. und W. wieder aus meinem Ged&auml;chtnis in Erinnerung gerufen wurden, und andere, die ich erst durch diese Gespr&auml;che&nbsp; erfahren habe.<\/p><p>Bis vor kurzem war ich der Meinung, in einer ziemlich unpolitischen Familie aufgewachsen zu sein. Es kam mir nicht in den Sinn, dass meine Eltern und die &uuml;brige Verwandtschaft Nazis gewesen sein k&ouml;nnten. Eigentlich deutete nichts darauf hin. Meine Erziehung nach dem Krieg war unpolitisch. Ich wurde nicht im Hass gegen die Russen erzogen, etwa wie unser ehemaliger Bundespr&auml;sident Gauck. Nein, wenn ich mich an manche Gespr&auml;che mit meinem Vater erinnere, sprach er &ouml;fters positiv &uuml;ber die Politik in der DDR, &uuml;ber die Enteignung der Gro&szlig;grundbesitzer, &uuml;ber die LPG. Ja, mein Vater war in der NSDAP und in der SA gewesen. Das hat er mir selbst gesagt und mir sogar sein Partei-Buch gezeigt. Mama, Oma, Opa und Tante H. &nbsp;gaben mir keinen Anlass, zu vermuten, dass sie Nazis gewesen w&auml;ren. Ja, alte Illustrierte aus dem 3. Reich hatte die Tante aufgehoben, &bdquo;Mein Kampf&ldquo; das Hochzeitsgeschenk des F&uuml;hrers, ebenfalls. Mein Vater hatte auch noch Fotob&auml;nde (in 3-D!) von den martialischen Aufm&auml;rschen zu den Reichsparteitagen in N&uuml;rnberg. Aber &uuml;berzeugte Nazis waren sie doch beileibe nicht!<\/p><p>Bis in einem Gespr&auml;ch &uuml;ber meine Gro&szlig;eltern W.&nbsp; beil&auml;ufig sagte: &bdquo;Ja, die Beiden hatten es ja nach dem Krieg besonders schwer. Sie waren besonders arm dran&ldquo;.&nbsp; Ja, ich wusste, dass wir keine Ersparnisse hatten und jede Mark zweimal herumgedreht werden musste, bevor Mama sie ausgeben konnte. Opa und Oma wurden von meinen Eltern versorgt, sie lebten mit uns zusammen. Mama rackerte Tag und Nacht, um unsere hungrigen M&auml;uler zu stopfen. Da ich den Sinn von W.&acute;s Andeutungen nicht verstanden hatte, fragte ich nach. Und er erz&auml;hlte mir, dass die beiden Alten keine Rente bekamen, weil sie sich ihre Rente vor dem Krieg hatten auszahlen lassen. Ihrer beiden S&ouml;hne P. und K. hatten sie dazu &uuml;berredet. Sie wollten das Geld in Opas Fabrik stecken und diese erweitern. &bdquo;Ihr braucht keine Rente. Wir sorgen f&uuml;r euch!&ldquo; sollen die beiden gesagt haben.<\/p><p>Aber es kam ganz ganz&nbsp; anders, ausgel&ouml;st durch den Krieg: P. starb 1941 als Soldat -35-j&auml;hrig- nicht an der Front, nein, in seiner Garnison in Deutschland. Angeblich an &bdquo;Lungenentz&uuml;ndung&ldquo;. Wer&acute;s glaubt, wird selig. K. fiel 1944 an der Ostfront, trotz seines ruhigen Postens als Regimentsschreiber. Die Firma ging Pleite und die Alten sa&szlig;en mittellos da, mussten durch meine Eltern durchgef&uuml;ttert werden, denn es gab au&szlig;er ihnen niemand mehr, der sich um sie k&uuml;mmern konnte.<\/p><p>Nachdem ich (erst jetzt) die f&uuml;r mich schockierende Information &uuml;ber die beiden mittellosen Alten und die Gr&uuml;nde f&uuml;r diesen Zustand erfahren hatte, fragte ich mich, wieso meine beiden Onkel so &uuml;berzeugt waren, dass sie aus dem kleinen Familienbetrieb eine florierende Fabrik machen konnten, mit der die gesamte Familie versorgt werden konnte?<\/p><p>Sie mussten an den F&uuml;hrer und seine Versprechen geglaubt haben, und zwar in fester &Uuml;berzeugung! Sie mussten davon ausgegangen sein, dass das vor dem Krieg florierende Gesch&auml;ft noch weiter angekurbelt werden konnte. Das Gesch&auml;ft waren zu Hitlers Zeiten nicht mehr die Masken und diverse Scherzartikel. Fahnen wurden gebraucht! Kleine und gro&szlig;e in Unmassen. Ein amerikanischer Dokumentarfilm (keine kommunistische Propaganda!) &uuml;ber Deutschland in jenen Jahren zeigte es &uuml;berdeutlich: Ein Fahnenmeer &uuml;berall in Deutschland. Aus allen Fenstern wehten die Hakenkreuzfahnen:<\/p><p><a href=\"http:\/\/alles-schallundrauch3.blogspot.com\/2013\/04\/deutschland-1938-in-farbe.html\">ASR &ndash; Film &ndash; Kanal: Deutschland 1938 in Farbe<\/a><\/p><p>Ein bedr&uuml;ckendes Zeitdokument. Fahnen wurden gebraucht. Und wer seine Lebensgrundlage auf diesen ausufernden Fahnenrausch aufbauen wollte, der musste auch dieser Ideologie verfallen sein. Anders ist ihre Verhaltensweise nicht erkl&auml;rbar! Offensichtlich waren das bei P. und K. der Fall. Und keiner aus der Familie hatte ihnen offensichtlich widersprochen! Alle waren wohl ebenfalls berauscht, bet&ouml;rt und durchseucht von dieser Ideologie!<\/p><p>Langsam kamen bei mir Eindr&uuml;cke und Geschehnisse, die ich vergessen, verdr&auml;ngt oder denen ich keine Bedeutung zugemessen hatte, wieder aus dem Unterbewusstsein zu Tage.<\/p><p>Da war die Beileidskarte, die Oma und Opa vom Nachbarn anl&auml;sslich des Todes von P. erhalten hatten, und die ich &ndash; neugierig wie ich war &ndash; irgendwo in alten Unterlagen aufgest&ouml;bert hatte. Der Nachbar, der mir noch als biederer Mitarbeiter einer &nbsp;Schreibwarenhandlung in unserer Kreisstadt&nbsp; in guter Erinnerung ist, schrieb damals 1941 sinngem&auml;&szlig;: &bdquo;Niemand hat den Nationalsozialismus so gut verstanden und danach gehandelt wie Euer Sohn P.&ldquo;. So schreibt nur ein &Uuml;berzeugter &uuml;ber einen anderen &Uuml;berzeugten!<\/p><p>Da erinnerte ich mich an ein Foto, auf dem unsere Mutter, umringt von einer Schar SA-M&auml;nnern in Bernau zu sehen war. Sie war dort &ndash;wohl Ende der 1930-er Jahre&nbsp; &bdquo;in Stellung&ldquo;. Sie war jeden Sommer &bdquo;in Stellung&ldquo;, aber sonst immer in Hotels im Rheinland. Wie kam sie in eine SA-F&uuml;hrungsschule in Bernau? Wahrscheinlich war auch sie von der Hitler-Ideologie umgarnt gewesen.<\/p><p>Da war auch noch meine Cousine A., K.s Tochter, die mir in den 1950\/60-er Jahren in einem Gespr&auml;ch gesagt hatte, dass sie sofort mit 18 Jahren (also im Fr&uuml;hjahr 1944!) in die NSDAP eingetreten sei, weil sie voll &uuml;berzeugt gewesen sei.<\/p><p>Mein Vater, der bereits vor Hitlers Machtergreifung als SA-ler zusammen mit den Kommunisten (seinem Bruder V.) im Rheinland die franz&ouml;sischen Besatzer in in den Fluss geschmissen hatte, und der daraufhin &ndash; steckbrieflich durch die Franzosen gesucht &ndash; aus dem Besatzungsgebiet fliehen musste.<\/p><p>Da erinnerte ich mich an eine Feldpostkarte, die mein Onkel W. (Vatis Bruder) aus der Slowakei &ndash; wohl kurz vor Kriegsende- an seine kranke Mutter geschrieben hatte, in der er stolz erz&auml;hlte, wie sie die slowakischen Partisanen gejagt hatten, offensichtlich als Mitglied einer ber&uuml;chtigten Einsatzgruppe.<\/p><p>Alle waren sie mehr oder wenig vom Virus des Nationalsozialismus befallen! Nicht nur Mitl&auml;ufer, nein gl&auml;ubige Anh&auml;nger und Erf&uuml;llungsgehilfen!<\/p><p>Der sowjetische General hatte doch Recht: die meisten Deutsche waren damals Nazis!<\/p><p>Sechs, sieben Jahre hatten den Nazis gereicht, die Gesinnung der Deutschen umzukrempeln. Noch 1932 waren die Kommunisten die st&auml;rkste Partei.&nbsp; Wem nimmt es Wunder, was heute in der Ukraine geschieht! Ich will hier niemanden verdammen. Meine Stellung zu meinen Eltern hat sich durch diese neuen Erkenntnisse nicht ge&auml;ndert. Ich wei&szlig; nat&uuml;rlich auch nicht, wie ich mich unter den damaligen Umst&auml;nden verhalten h&auml;tte. Mir ist nur aus meiner pers&ouml;nlichen Familiengeschichte klar geworden, wie schnell man Menschen verf&uuml;hren kann! Und ich m&ouml;chte, dass meine Nachfahren, meine Enkel, daraus pers&ouml;nliche Schl&uuml;sse ziehen:<\/p><p>Seid nicht leichtgl&auml;ubig, naiv und blau&auml;ugig! Hinterfragt alles, was man versucht, euch&nbsp; unterzuschieben. Betrachtet alle Geschehnisse auch aus anderen Richtungen. Seid Querdenker! Denkt selbst! Denkt nicht nach, was Rattenf&auml;nger euch vorgedacht haben! Lernt aus der Geschichte, auch aus der eurer eignen Sippe! Nur so k&ouml;nnt ihr den ideologische Fallen entgehen, die&nbsp; heute st&auml;rker denn je auf euren Wegen auf euch lauern!<\/p><p>Auch in Deutschland wird intensiv daran gearbeitet, die Geschichte umzuschreiben, wird versucht aus schwarz wei&szlig; zu machen. Fallt auf die Fl&ouml;tent&ouml;ne der neuen Rattenf&auml;nger nicht herein! Stellt euch immer die Frage: &bdquo;Wem n&uuml;tzt es?&ldquo; Nicht &bdquo;Menschlichkeit&ldquo; und &bdquo;Gerechtigkeit&ldquo; sind das eigentliche Ziel: Macht und Geldgier sind es in Wirklichkeit. Und ihr sollt zu willenlosen Marionetten in diesem makabren Spiel gemacht werden!<\/p><p>Sommer 2021<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>22. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Hr. M&uuml;ller, <\/p><p>erst einmal vielen Dank f&uuml;r ihre Lebenswerke. Als Ossi habe ich meine Kindheit in einem friedlichen geeigneten Deutschland vielfach genossen. Die Nachdenkseiten sind heute ein unentbehrlicher Teil meines Lebens. Danke daf&uuml;r. <\/p><p>Nun zu ihrem Kommentar: Ich denke, dass Sie ihn ihrem Beitrag die Kinder als letzte Chance sehen, dass die Welt gerettet werden k&ouml;nnte. Dabei vertauschen Sie jedoch die Verantwortung. Ich m&ouml;chte Sie nicht daf&uuml;r verurteilen, denn ich erkenne darin eine Verzweiflung, die ich zu teilen glaube. Ich muss Ihrer Beobachtung zustimmen, dass ich inzwischen glaube, die Entwicklungen der 1930er Jahre sehr gut nachf&uuml;hlen zu k&ouml;nnen. Ich hatte aber bereits in der Corona-Krise diesen Eindruck, da damals eine Unterbrechung des Alltags erzwungen wurde, die man eben nur aus den extremsten Krisen kennt, wie dem Krieg. Dass die Rhetorik der vergangen Jahre immer mehr auf Kriegsmethaphern aufbaute, tat zudem ihr &uuml;briges. <\/p><p>Ich bin Lehrer an einer Berliner Schule und habe in meinem Arbeitsleben mit vielen jungen Leuten zu tun, die ich vor ihrer Aussage in Schutz nehmen muss: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;So adrett, dass die deutsche Jugend nahezu komplett wegschaut. Was sind das f&uuml;r eingeschlafene Zeitgenossen, diese jungen Leute. Ignoranten und damit Kriegsbef&uuml;rworter. Wegseher und schon damit voll beteiligt. <\/p>\n<p>Sie wachen auf, wenn sie gerade am Vergl&uuml;hen sind.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Zusammengefasst ist ihr Vorwurf an die Jugend ungerecht und ungerechtfertigt. Meine Argumente zuerst in K&uuml;rze, im Anhang (P.P.S.) unten f&uuml;hre ich sie aus: <\/p><ol>\n<li>Er ist zu pauschal. Dies trifft zu viele verschiedene Gruppen und Altersstufen, die unterschiedlich motiviert sind und sich auch abweichend verhalten. <\/li>\n<li>Die Verrohung der Gesellschaftseliten und des &ouml;ffentlichen Umgangs (durch Medien aber &ouml;ffentliche Organe) erzwingt eine Anpassung des Verhaltens von Kindern, da Kinder in besonderer Weise abh&auml;ngig und ohnm&auml;chtig sind, damit sie nicht Opfer der Gewalt werden. <\/li>\n<li>Kinder k&ouml;nnen auf Grund mangelnder Vorbilder oder starker Abschreckung den Eindruck der v&ouml;lligen Ausweglosigkeit viel schneller erlangen als Erwachsene, die in vielen Bereichen viel gr&ouml;&szlig;ere Autonomie besitzen (sollten). <\/li>\n<li>Die Soziologie legt nahe, dass die Entwicklung der ethischen Selbstst&auml;ndigkeit f&uuml;r eine freie und eigenst&auml;ndige Meinungsbildung weder bei allen Menschen schon mit 16Jahren vorliegt, noch &uuml;berhaupt bei allen Menschen je entwickelt wird. <\/li>\n<\/ol><p>Was also k&ouml;nnen wir von den Kindern eigentlich verlangen? Sie k&ouml;nnen f&uuml;r den Krieg genauso wenig wie dagegen. Was also k&ouml;nnen wir von Ihnen verlangen? Eigentlich nichts. Wir k&ouml;nnen sie im Gegenzug nur bitten, dass sie den Urhebern des ganzen B&ouml;sen, das ihr Leben schwer, schwerer, katastrophal macht, machen k&ouml;nnte oder machen wird, je verzeihen. <\/p><p>Daher m&ouml;chte ich Sie ermuntern zu &uuml;berlegen, was Sie und ich aus ihrer heutigen Perspektive auf ihre Eltern &uuml;ber die Kinder von Morgen ableiten k&ouml;nnen: Sie werden uns und die Welt heute nicht verstehen, aber mit der Lebenszeit zumindest nachvollziehen k&ouml;nnen, wie Ihnen heute geschieht. Ich hoffe Sie k&ouml;nnen verzeihen. <\/p><p>Mein Urteil gegen&uuml;ber meinen Zeitgenossen wird momentan durch keinerlei Milde bestimmt <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nR. G. <\/p><p><em><strong>Zwischenbemerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die Kritik, der Vorwurf an die Jugend sei ungerecht und ungerechtfertigt, muss ich gelegentlich gelten lassen. Ich habe meine Kritik an die junge Generation adressiert. Das war einseitig und nicht berechtigt. Danke f&uuml;r die Kritik daran.<\/em><\/p><p>Fortsetzung des Leserbriefs:<br>\n<strong>P.P.S. Im Folgenden meine inhaltlich ausf&uuml;hrliche Darlegung:<\/strong><\/p><p>Dies ist gemein. Ich habe in meiner Kindheit und Jugend in Ostberlin und Brandenburg in den 1990er und 2000er Jahren eine Welt kennengelernt, in der ausnahmslos die Mehrheit der Erwachsenen, die f&uuml;r mein Leben pr&auml;gend waren, keinerlei Vertrauen in die Amtstr&auml;ger und Volksvertreter hatten. Mir wurde vorgelebt, dass sich die wesentlichen Lebensbedingungen nicht durch Wahlen &auml;ndern lie&szlig;en. Au&szlig;erdem lernte ich, dass in den Nachrichten immer ein Krieg sein musste: Jugoslawien, Israel-Pal&auml;stina, Irak, Afghanistan. Es gab ihn immer. Egal wer an der Macht war. Wir machten immer mit. <\/p><p>Heute haben die Kinder noch die diversen Finanzkrisen und ihre Nachbeben erlebt, die Entmachtung der Staaten durch CETA, TTIP und deren schreckliche Nachgeburten sowie nun die totale Heuchelei erlebt, dass mit Corona ein Notstand geschaffen wird, ohne ihn zu benennen und entsprechend die in der Rechtstradition daf&uuml;r vorgesehenen Mechanismen ernst zu nehmen: Klare Benennung des Zustandes als Notstand, Begrenzung der Notstandszeit, genau Abtrennung zwischen Norm(al) und Ausnahme. <\/p><p>Erfahrung formt die Seele: Die Kinder sind schlicht desillusioniert. Wie sollen denn Kinder gegen in die allseitigen L&uuml;gen ankommen, wenn ihnen die Erfahrung fehlt. Bei dieser Disziplin scheitern doch schon zu viele Erwachsenen, die altes Wissen und Erfahrungen verwerfen, nur weil eine Autorit&auml;t jemand ein neues Wissen proklamiert. Das ist unfair. <\/p><p>F&uuml;r eine kritische Meinungsbildung und letztlich auch die Positionierung gegen die ver&ouml;ffentlichte Meinung erforderte doch, dass die Kinder ein klares und &uuml;berpr&uuml;fbares (und sich dadurch best&auml;tigendes) Weltbild in der Schule vermittelt bek&auml;men. Aber genau das wurde in den letzten Jahrzehten in Berlin zerst&ouml;rt. Man hat einen Lehrplan eingef&uuml;hrt, bei dem mit Absicht dem Bereich &ldquo;Fertigkeiten\/F&auml;higkeiten&rdquo; (neudeutsch Kompetenz) ein Primat vor dem Wissen (Inhalt) einger&auml;umt wurde. DIe genannten BEgriffe sin dzwar nicht deckungsgleich, aber doch in so gro&szlig;em Ma&szlig;e, dass allein die Begriffsersetzung zeigt wohin die Reise gehen soll: Die Kinder sollen Handlungsautomaten sein. <\/p><p>Die F&auml;cher Geographie und Geschichte wurden in der Grundschule zum nichtssagenden GEWI kombiniert, das jeder beliebige Lehrer aus dem Bereich &ldquo;Gesellschaftswissenschaften&rdquo; unterrichten d&uuml;rfte, wenn er sich dazu bereit erkl&auml;rt. In der Sekundarstufe I (7-10.Klasse) werden die F&auml;cher stellenweise mit einer Wochenstunde unterrichtet(!). Der Lehrplan sieht in Geschichte KEINEN chronologischen Unterricht mehr vor. Stattdessen werden einzelne Schwerpunkte a la &ldquo;Menschenrechte&rdquo; oder &ldquo;Demokratie&rdquo; an den einzelnen Geschichtsausschnitten behandelt. Der Chronologische &Uuml;berblick geht verloren und das ganze beg&uuml;nstigt dadurch, dass der Inhalt dekontextualisiert wird. <\/p><p>Zuletzt haben viele Kinder erschreckt aufgeblickt, als ich Ihnen von den Abstimmungsergebnissen der BRD zu den UN-Resolutionen gegen den Nazismus berichtete. SIe sch&auml;mten sich f&uuml;r unser Land. Ich konnte einigen Ansehen, dass sie sofort ein ger&uuml;ttelt Ma&szlig; Glauben an und in unseren Staat verloren hatten. Dies traf sie um so mehr, als dass in Berlin ein tolles Sch&uuml;lerprogramm namens &ldquo;Model United Nations&rdquo; (kurz MUN) durchgef&uuml;hrt wird, das auch vom Land Anerkennung erh&auml;lt. Dort setzen sich die&nbsp; Teilnehmenden Kinder jedes Jahr mit den gro&szlig;en Fragen und Interessen der Weltpolitik auseinander. Einige hatten Erfahrungen gesammelt und mussten sicher die Widerspr&uuml;che zwischen Anspr&uuml;chen unserer Volksvertreter und der Wirklichkeit feststellen. <\/p><p>Zuletzt sprechen wir von Kindern. Wir k&ouml;nnen nicht verlangen, dass sie die Arbeit machen, die die Erwachsenen nicht im Stande sind zu verrichten. Die Fridays For Future war eine gutes Beispiel, dass die Stimme der Kinder sehr m&auml;chtig werden kann, aber sie ersetzt nicht die Pflichten der eigentlichen Verantwortlichen. Zumal besonders die Kinder heute fast &uuml;berhaupt keinen Schutz mehr genie&szlig;en in unserer Gesellschaft: Polizeigewalt gegen Kinder, auch bei Abschiebungen, Corona-Ma&szlig;nahmen, Hartz-IV, Bildungsungerechtigkeit, Familienfeindlichkeit, Kinderfeindlichkeit, und so weiter.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>23. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Sie schreiben:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Was wir uns heute an Feindseligkeit gegen&uuml;ber anderen V&ouml;lkern, an Gleichschaltung und an Agitation gefallen lassen und dem folgen, ist so schlimm wie die Agitation der Nazis. Es kommt auf feinere Weise daher, verk&uuml;ndet von harmlos aussehenden Akteuren &hellip; und eben nicht in SS-Uniform. Aber es ist das Gleiche&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>So bitter es ist, diese Realit&auml;t anzuerkennen: da stimme ich Ihnen voll und ganz zu.<\/p><p>Zum Zeitpunkt der Geburt meiner Mutter wurde ihr Vater, mein Gro&szlig;vater, seines Zeichens Grafiker, von der Gestapo verhaftet &ndash; wegen einer Zeichnung, die als Karikatur, mithin als Verspottung des &bdquo;F&uuml;hrers&ldquo; gedeutet wurde. Das war 1936. Nach 8 Tage dauerndem Verh&ouml;r wurde er wieder freigelassen. Man k&ouml;nnte meinen: Noch einmal glimpflich davon gekommen. Tats&auml;chlich wurde er deswegen entlassen, war dann arbeitslos (w&auml;hrend viele andere in der Zeit wieder in Lohn und Brot kamen), wurde von Bekannten, die ihn dann nicht mehr (er)kannten, auch von &bdquo;Freunden&ldquo; gemieden und stand vor der Frage, wie er seine junge Familie durchbringen sollte. Mit Klavierspielen in diversen Lokalen konnte er etwas Geld verdienen, mit seinen Zeichnungen etwas hinzuverdienen (aus dieser Zeit stammen viele &bdquo;Charakterstudien&ldquo; von lokal bekannten Menschen, die er zeichnete), es reichte dennoch &bdquo;hinten und vorne&ldquo; nicht. Eine harte Zeit, f&uuml;r ihn, f&uuml;r seine Frau, meine liebe Oma, und seine erstgeborene Tochter, meine liebe Mutter.<\/p><p>Er war kein Pazifist, aber gegen Krieg. Sein Vater, mein Urgro&szlig;vater, hatte den Traum, ein Kino in Barcelona zu er&ouml;ffnen. W&auml;hrend er noch aust&uuml;ftelte, wie er das mit Frau und zwei Kindern bewerkstelligen k&ouml;nnte, wurde er 1914 zum Wehrdienst eingezogen und landete in den Gr&auml;ben von Verdun. Dort erhielt er einen Bauchschuss und wurde zum Kriegsinvaliden. S&auml;mtliche Tr&auml;ume waren geplatzt, er konnte nur eingeschr&auml;nkt arbeiten, die Invalidenrente war knapp bemessen. Fortan hielt er sich h&auml;ufig in Kneipen auf, im Gespr&auml;ch mit anderen Kriegsveteranen. Dadurch war sein Sohn, mein Gro&szlig;vater, obwohl selbst noch Kind, vor die Aufgabe gestellt, zum Familienunterhalt beizutragen. Ihm oblag es zudem, seinen Vater aus der Kneipe zu holen. Das hat er gehasst. Er hat gehasst, was der Krieg aus seinem Vater gemacht hatte. Und diese Erfahrung vor allem war der Hintergrund seiner Ablehnung von jeglichem Krieg.<\/p><p>Wie ich aus den Schriften meines Gro&szlig;vaters entnommen habe (er gab mir mal ein Kapitel aus seinen Aufzeichnungen &uuml;ber diese Zeit, weil er meine Meinung dazu wissen wollte), gab es in dieser Zeit (zweite H&auml;lfte der 30-er Jahre) Gastarbeiter, die in einer Siedlung im Norden Frankfurts (a. M.) wohnten. Aufgrund seiner Sprachkenntnisse, des Franz&ouml;sischen und des Russischen, fand er eine Anstellung in der Betreuung dieser Gastarbeiter. Als jedoch Z&auml;une um diese Siedlung errichtet wurden und eine &bdquo;Umstellung&ldquo; vom Gastarbeiterstatus auf einen Zwangsarbeiterstatus (so interpretiere ich jedenfalls die Ereignisse) stattfand, wollte er dabei nicht mitmachen. Dennoch musste er seine Familie ern&auml;hren. Er entschied sich dann, sich zum Wehrdienst zu melden (lie&szlig; seine UK-Stellung aufheben).<\/p><p>Er kam an die Ostfront. Nicht zur 6. Armee, sondern der dahinter. In Russland suchte er immer wieder Kontakt zur Zivilbev&ouml;lkerung. Er sprach, wie gesagt, russisch, und war ein Patriot im Sinne des Gegenteils eines Nazideutschen. Er empfand es stets als besondere Kr&auml;nkung, dass die Nazis &bdquo;das Deutsche&ldquo; gekapert hatten, ihm &bdquo;sein Deutschland&ldquo; weggenommen hatten. Er wollte deutlich machen, dass es Deutsche in der Tradition des Landes der &bdquo;Dichter und Denker&ldquo; und auch der Frankfurter Nationalversammlung gibt, und nicht nur Nazis.<\/p><p>In Gefechten hat er um sein &Uuml;berleben gek&auml;mpft, auch um das seiner &bdquo;Kameraden&ldquo;. Wie er f&uuml;r sich den Spagat hinbekommen hat, zwischen Schie&szlig;en im Gefecht und Reden mit der Zivilbev&ouml;lkerung nach dem Gefecht, wei&szlig; ich nicht. Er war ein &bdquo;harter Knochen&ldquo;, ein K&auml;mpfer mit Ehrgef&uuml;hl und hat sich allen Widrigkeiten zum Trotz 91 Jahre auf dieser Erde behauptet.<\/p><p>In dieser Zeit an der Ostfront kursierten Fotos unter den Soldaten, Fotos von Massenerschie&szlig;ungen, Fotos von KZs. Unter der Hand weitergereicht. Meiner Einsch&auml;tzung nach ein weiterer Beleg daf&uuml;r, dass alle gewusst haben, was vor sich ging.<\/p><p>Seine Armee bog dann von Russland (&uuml;ber die Ukraine und Bulgarien) nach Griechenland ab. Aus Griechenland kam er wieder zur&uuml;ck nach Deutschland. In seine zerst&ouml;rte Heimatstadt.<\/p><p>Seine Frau und seine Kinder hatten &uuml;berlebt, dank verwandtschaftlicher Beziehungen in die Rh&ouml;n, dennoch einigen Bombenhagel in Frankfurt aushalten m&uuml;ssen. Die Erz&auml;hlungen meiner Mutter zu Aufenthalten in Bunkern (als sie 8 bzw. 9 Jahre alt war) sind mir eindringlich im Ged&auml;chtnis.<\/p><p>Kriegssch&auml;den konnte ich noch selbst in den 70er Jahren in der Stadt sehen. (In Berlin bis Anfang der 90er Jahre.)<\/p><p>Meinen Opa habe ich niemals herzhaft lachend erlebt. Allenfalls einmal ein bitteres Lachen. Bei seinen Enkel\/innen konnte er zumindest l&auml;cheln. Gegen&uuml;ber s&auml;mtlichen Vorg&auml;ngen in der Gesellschaft und in der Politik war er stets skeptisch. Ich mochte meinen Opa, doch als junger Mensch habe ich nicht so recht verstanden, weshalb er so war, wie er war. Erst als ich seine Aufzeichnungen las, wurde mir vieles klar.<\/p><p>Er hat mir pers&ouml;nlich &ndash; wohl&uuml;berlegt &ndash; etwas hinterlassen. Einen literarischen Schatz. Die gesammelten Werke Dostojewskis. Er wusste, dass die f&uuml;r mich (auch beruflich) bedeutsam sind, das ich sie gr&uuml;ndlich lese; er wusste, dass ich realisiere, wie sehr er die russische Kultur sch&auml;tzte; und da er sie mir selbst aush&auml;ndigte, einige Jahre, bevor er starb, wusste er, dass ich sie habe, egal, was seine k&uuml;nftigen Erben treiben.<\/p><p>Diesen Ausschnitt aus meiner Familiengeschichte schreibe ich, um den Gehalt Ihrer Aussage zu unterstreichen: Die Parallelen in der Geschichte sind offensichtlich. Sie schreiben: &bdquo;Es kommt auf feinere Weise daher&ldquo; &ndash; ja, dem &auml;u&szlig;eren Anschein nach, Anz&uuml;ge, Kost&uuml;me, statt Uniformen. Aber, m&ouml;chte ich hinzuf&uuml;gen, mit noch gr&ouml;&szlig;erer, weil heimt&uuml;ckischer Brutalit&auml;t (gibt es &bdquo;feinere&ldquo; Brutalit&auml;t? Wenn ja, die kriegen das hin). Ulrike Guerot, Patrick Baab, Rommy Arndt u. v. a. &ndash; best&auml;ndig wird nicht nur gegen sie gehetzt, sondern zugleich noch der Entzug ihrer wirtschaftlichen Existenzgrundlage gefordert. Und dabei machen Unis, Verb&auml;nde und Beh&ouml;rden noch mit.<\/p><p>Wer eine regierungskritische Meinung &auml;u&szlig;ert, soll exekutiert werden. Das ist die Aussage. Das ist der Tenor in von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern zwangsfinanzierten Medien, in von privaten Konzernen finanzierten Medien, in Presseerkl&auml;rungen von angeblichen &bdquo;NGO&ldquo;s, die tats&auml;chlich zur Klasse der PPP geh&ouml;ren (ob das nun Public-Private-Partnership oder Nachttopf-Partnerschaft hei&szlig;t, wei&szlig; ich nicht).<\/p><p>&Uuml;ber Russinnen und Russen, die ich kennengelernt habe, kann ich nur Gutes berichten. Weshalb diese m. E. komplett irre gewordenen &bdquo;Repr&auml;sentanten&ldquo; Deutschlands eine solch unglaubliche Russlandfeindlichkeit propagieren, erschlie&szlig;t sich mir nicht. Da reichen mir auch &bdquo;Entschuldigungen&ldquo; wie &bdquo;Geschichtsvergessenheit&ldquo; (ach, in der Schule nicht aufgepasst?) und &bdquo;Debilit&auml;t&ldquo; (Inklusion erfordert anscheinend auch, eine solche Au&szlig;enprinzessin zuzulassen &ndash; eine Au&szlig;enprinzessin, die eigenh&auml;ndig Russland den Krieg erkl&auml;rt: &bdquo;We fight a war against Russia&ldquo;) nicht aus. Es ist die Wiederkehr der Nazis, das erneute Aufbl&uuml;hen des tausendj&auml;hrigen Reiches (nun nur noch 910 Jahre), das da zum Vorschein kommt.<\/p><p>In der ganzen politischen Landschaft der Bundesrepublik scheint es nun mehr nur noch zwei Aufrechte zu geben: Oscar Lafontaine (den ich gerne 1990 als Kanzler gesehen h&auml;tte) und Sahra Wagenknecht (aber was soll sie alleine machen?).<\/p><p>In der medialen Landschaft gibt es ein paar mehr Aufrechte: die Nachdenkseiten nat&uuml;rlich, mit, m&ouml;chte ich anmerken, der unvergleichlichen Lisa Fitz an ihrer Seite und Artikeln von z. B. Klinkhammer und Br&auml;utigam, die Sachverhalte in einer Weise auf den Punkt bringen, dass ich gerne sagen m&ouml;chte: &bdquo;k&ouml;stlich zu lesen&ldquo;, jedoch sind die Themen von bitterem Ernst.<\/p><p>Es gibt &bdquo;apolut.net&ldquo;, die Nachfolgeseite von KenFM, dem geschassten, &uuml;bel verleumdeten Ken Jebsen, auf der viele interessante Interviews zu finden sind, meinethalben auch den &bdquo;Rubikon&ldquo;, da findet sich auch was, multipolar &ndash; stets aufrecht, Norbert H&auml;ring &ndash; sollte Wirtschaftsminister in einer hoffentlich kommenden vern&uuml;nftigen Regierung werden, das &bdquo;3. Jahrtausend&ldquo;, unterhaltsam, und noch einige andere. Dirk Pohlmann, Gaby Weber, Karin Leukefeld, Wolf Wetzel &hellip;<\/p><p>Wenn es gel&auml;nge, eine mediale Struktur aufzubauen, die von solchen Menschen getragen wird, dann h&auml;tten wir eine &auml;u&szlig;erst wirksame Presse, eine wirkliche &bdquo;4. Gewalt&ldquo;.<\/p><p>Dass nun wieder deutsche Panzer auf Russland zurollen sollen, ist ersch&uuml;tternd und besch&auml;mend. Und das wir eine Regierung haben, die gewollt und gezielt der eigenen Bev&ouml;lkerung den gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen Schaden zuf&uuml;gt, ist ein erb&auml;rmliches Zeugnis f&uuml;r die Verfasstheit unserer Gesellschaft. Es w&auml;re an der Zeit, dass das Volk mal sagte: &bdquo;Schluss damit&ldquo;. In Deutschland, dem Land der Kriecher und Henker ist das nicht zu erwarten.<\/p><p>Ein Zitat noch von Olaf Scholz: &bdquo;Vertrauen Sie mir. Vertrauen Sie der Bundesregierung.&ldquo;<\/p><p>Ganz gewiss nicht.<\/p><p>Dieser Staat und s&auml;mtliche &bdquo;&ouml;ffentlich-rechtliche K&ouml;rperschaften&ldquo;, fast alle Gewerkschaften, Kirchen, Verb&auml;nde, NGOs, Vereine und sonstigen organisierten Hanseln haben jedes Vertrauen verspielt. Dieser Staat und die in diesem positionierten geldgierigen Duckm&auml;user sind korrupt, verlogen, durch und durch kriminell, in allen ihren &Auml;u&szlig;erungen und Handlungen menschenverachtend. Was sich zusammengebraut hat und hier und heute zum Vorschein gekommen ist, das ist der blanke Faschismus, die tiefste Menschen- und Lebensverachtung, ein Vernichtungs- und Zerst&ouml;rungswille, quantitativ geht es heute um mehr als 1 Milliarde Menschen, deren Tod &bdquo;billigend in Kauf genommen&ldquo; wird.. Es ist das erb&auml;rmlichste Zeugnis des &bdquo;Menschentums&ldquo;.<\/p><p>Wer auch immer noch einen Funken Anstand in sich versp&uuml;rt, wehrt sich mit jeder Faser seines Leibes und seiner Seele gegen diese moralisch verrotteten, gewissenlosen, skrupellosen Soziopathen.<\/p><p>Das m&ouml;gen zum Schluss hin harsche Worte sein. Aber ich vertrete meine Meinung und weiche keinen Schritt zur&uuml;ck.<\/p><p>Solidarische Gr&uuml;&szlig;e f&uuml;r die NDS und einen herzlichen Gru&szlig; an Sie, Albrecht M&uuml;ller, da Sie in einer Weise schockiert zu sein scheinen, die ich vollumf&auml;nglich nachvollziehen kann.<\/p><p>Heinrich Peter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92996\">In diesem Beitrag<\/a> werden die Feindseligkeit gegen&uuml;ber anderen V&ouml;lkern sowie die mediale Gleichschaltung und Agitation thematisiert. Albrecht M&uuml;ller meint, sie seien heute so schlimm wie die Agitation der Nazis. Es komme &bdquo;auf feinere Weise daher, verk&uuml;ndet von harmlos aussehenden Akteuren wie Annalena Baerbock und eben nicht in SS-Uniform. Aber es ist das Gleiche. Die<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93284\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-93284","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/93284","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=93284"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/93284\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":93294,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/93284\/revisions\/93294"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=93284"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=93284"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=93284"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}