{"id":93708,"date":"2023-02-13T08:50:03","date_gmt":"2023-02-13T07:50:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708"},"modified":"2023-02-13T08:50:03","modified_gmt":"2023-02-13T07:50:03","slug":"hinweise-des-tages-4295","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708#h01\">G&uuml;nter Verheugen: &bdquo;Willentlich und wissentlich eine Linie &uuml;berschritten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708#h02\">Baerbock schmettert Ukraine-Vorsto&szlig; von Wagenknecht und Schwarzer ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708#h03\">&laquo;Nato-L&auml;nder haben Waffenstillstand in der Ukraine vereitelt&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708#h04\">Deutsche Journalisten sollen nicht vom Donbas aus berichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708#h05\">Craig Murray: Sy Hersh &amp; The Way We Live Now<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708#h06\">Den Kollaps verhindern: Durch Kriegswirtschaft oder eine &Ouml;ko-Diktatur?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708#h07\">Reeder im Gewinnrausch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708#h08\">Zehntausende Busfahrer fehlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708#h09\">Bundesrat blockiert Hinweisgeberschutzgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708#h10\">Jobcenter ver&ouml;ffentlicht sensible Daten von B&uuml;rgergeld-Beziehern im Internet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708#h11\">Virologe Streeck zieht Corona-Bilanz: &bdquo;Das nahm fast intolerante Z&uuml;ge an&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708#h12\">Corona-Prozesse gegen Pflegekr&auml;fte: Erst beklatscht, dann bestraft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708#h13\">Eliten in der Politik: Volksvertreter &ndash; oder eine Gruppe, die unter sich bleibt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708#h14\">Das ZDF will eine soziale Medienplattform entwickeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93708#h15\">Zum Tod von Hans Modrow: Der Letzte, der die Ostler vor dem &uuml;bergriffigen Westen sch&uuml;tzte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>G&uuml;nter Verheugen: &bdquo;Willentlich und wissentlich eine Linie &uuml;berschritten&ldquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here EU-Kommissar erz&auml;hlt von einer Zeit, in der es Dialog und Kooperation mit Russland gab. Fast w&auml;re ein eigenst&auml;ndiges Europa gelungen.<br>\nBerliner Zeitung: Herr Verheugen, Sie haben Ihre Karriere als FDP-Au&szlig;enpolitiker begonnen. Der legend&auml;re Hans-Dietrich Genscher war ein Mann des Dialogs und der Auss&ouml;hnung. Wie haben Sie ihn erlebt?<br>\nG&uuml;nter Verheugen:  Ich folgte Genscher 1974 in das Ausw&auml;rtige Amt. Sp&auml;ter sa&szlig;en wir uns zehn Jahre lang im Ausw&auml;rtigen Ausschuss gegen&uuml;ber. Ich habe von ihm gelernt, dass man, egal was auch geschieht, immer miteinander reden muss. Man darf niemals die Gespr&auml;chskan&auml;le abrei&szlig;en lassen. Man muss bei allen Gegens&auml;tzen und bei allen Konflikten immer versuchen, das Gemeinsame zu suchen. Genschers Prinzip, das ich teile, war Kooperation, nicht Konfrontation.<br>\nNach dem Fall der Mauer und dem Untergang der Sowjetunion waren Sie einer der Vordenker der Europ&auml;ischen Union. Welche EU stand den Politikern damals vor Augen?<br>\nEs war f&uuml;r uns alle v&ouml;llig klar, das ein vereintes Deutschland nur im Rahmen eines vereinten Europas f&uuml;r die &uuml;brigen Europ&auml;er dauerhaft ertr&auml;glich sein w&uuml;rde. Ein v&ouml;llig ungebundenes Deutschland kam nicht in Frage. Uns war zugleich v&ouml;llig klar, dass ein integriertes Europa nur funktionieren w&uuml;rde, wenn es einen engen Schulterschluss zwischen Deutschland und Frankreich gibt. Der traurige Zustand der EU auf der internationalen B&uuml;hne r&uuml;hrt daher, dass es den Gleichklang zwischen Deutschland und Frankreich nicht mehr gibt.<br>\nKam der Bruch nur von der deutschen Seite?<br>\nDie Franzosen haben immer versucht, den Deutschen klarzumachen, dass es ein autonomes, in eigener Verantwortung handelndes Europa braucht. Unmittelbar nach der Wende, nach dem Zerfall der Sowjetunion, gab es eine kurze Phase, in der ein eigenst&auml;ndiges Europa m&ouml;glich gewesen w&auml;re. Das dr&uuml;ckte sich in der Charta von Paris aus, Gorbatschow sprach vom gemeinsamen europ&auml;ischen Haus. Da hat man den Schritt nicht getan, sich von den USA zu emanzipieren, weil das die Nato in ihren Grundlagen ver&auml;ndert h&auml;tte. Ich war nie der Meinung, dass man die Nato aufgeben m&uuml;sse. Aber ich habe mir damals vorgestellt, die Nato k&ouml;nnte ein gesamteurop&auml;isches Sicherheitssystem in einem politischen B&uuml;ndnis mit den USA und Kanada werden, eine Art OSZE plus. Das wurde auch ernsthaft erwogen, auch in den USA, Russland die Mitgliedschaft in der Nato anzubieten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/guenter-verheugen-willentlich-und-wissentlich-eine-linie-ueberschritten-li.316010\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Baerbock schmettert Ukraine-Vorsto&szlig; von Wagenknecht und Schwarzer ab<\/strong><br>\nBundesau&szlig;enministerin Annalena Baerbock (Gr&uuml;ne) hat am Freitagabend auf einen Vorsto&szlig; der Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht und der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer zum Ende des Ukraine-Kriegs reagiert. Baerbock sprach im Kino International in Berlin-Mitte bei der Abschlussveranstaltung des Wahlkampfs der Berliner Gr&uuml;nen ihr gemeinsames &bdquo;Manifest f&uuml;r Frieden&ldquo; nur indirekt an.<br>\nSchwarzer und Wagenknecht hatten zuvor gemeinsam vor einer Eskalation des Ukraine-Kriegs gewarnt sowie das Ende der Waffenlieferungen und Friedensverhandlungen mit Russland gefordert. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Da gerade an diesem Tag wieder ein Aufruf die Runde macht, man sollte sich einfach nur mal an den Tisch setzen, ob jetzt die ganze Ukraine oder die halbe Ukraine, m&ouml;chte ich daran erinnern, was das bedeutet&ldquo;, so Baerbock daraufhin am Freitag. &bdquo;Menschen sitzen zum Teil seit elf Monaten im Keller und trauen sich nicht raus. Kinder gehen teils seit einem Jahr nicht zur Schule.&ldquo; Damit meine sie die Menschen, die in der Ostukraine unter russischer Besatzung leben w&uuml;rden. Man k&ouml;nne kaum sagen, wie es ihnen gehe, weil das Rote Kreuz nicht bis dorthin kommen k&ouml;nne.<br>\nIm Hinblick auf die Forderung nach einem Ende der Waffenlieferungen sagte Baerbock: &bdquo;Und all diejenigen, die sagen, Waffen m&uuml;ssen nur schweigen, weil dann haben wir Frieden, m&ouml;chte ich sagen: Was ist das f&uuml;r ein Frieden, wenn man unter russischer Besatzung leben muss, jeden Tag die Sorge hat, dass man kaltbl&uuml;tig ermordet, vergewaltigt oder als Kind sogar verschleppt wird?&ldquo;<br>\nBaerbock res&uuml;miert: &bdquo;Ein Diktatfrieden, wie ihn manche jetzt fordern, das ist kein Frieden. Sondern das w&auml;re die Unterwerfung der Ukraine unter Russland.&ldquo; Gerechter Frieden bedeute, dass auch die Menschen in der Ukraine wieder in Freiheit leben k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nIn einem Gegenappell hatten sich Intellektuelle damals f&uuml;r eine kontinuierliche Lieferung von Waffen an die Ukraine ausgesprochen. Wer einen Verhandlungsfrieden wolle, der nicht auf die Unterwerfung der Ukraine hinauslaufe, m&uuml;sse ihre Verteidigungsf&auml;higkeit st&auml;rken, schrieben unter anderem der ehemalige Gr&uuml;nen-Politiker Ralf F&uuml;cks und der Schriftsteller Daniel Kehlmann. Einen Erfolg des russischen Angriffs zu verhindern, sei im Interesse Deutschlands.<br>\nAuch Annalena Baerbock betonte am Freitag in Berlin erneut: &bdquo;Was wir in der Ukraine tun, damit verteidigen wir auch unsere Freiheit. Es ist ein Angriff auf unsere europ&auml;ische Friedensordnung. Russland versucht, internationale Regeln in Schutt und Asche zu legen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/annalena-baerbock-schmettert-ukraine-vorstoss-von-wagenknecht-und-schwarzer-ab-manifest-fuer-frieden-li.316625%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die politische Situation in Deutschland ist besorgniserregend. Frau Baerbock l&auml;sst als Deutschlands Chefdiplomatin alle F&auml;higkeiten der Diplomatie vermissen und lehnt weiterhin Gespr&auml;che mit Russland ab. Daf&uuml;r beherrscht sie offensichtlich den Neusprech aus George Orwells &bdquo;1984&ldquo; flie&szlig;end. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89910\">Wird die Freiheit Deutschlands in der Ukraine verteidigt, wie von Au&szlig;enministerin Baerbock behauptet?  <\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89023\">Deutschlands Absturz: Scholz, Baerbock, Habeck und das neue deutsche Elend<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87511\">Baerbock pfeift auf die B&uuml;rger: &bdquo;Egal, was meine deutschen W&auml;hler denken&rdquo;: Wir stehen zur Ukraine.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p>dazu: <strong>Ende der Waffenlieferungen an die Ukraine in Deutschland gefordert<\/strong><br>\nIn einem neuen offenen Brief warnen die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht und die bekannte Autorin Alice Schwarzer vor den Folgen deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine. In ihrer Petition mit dem Titel &bdquo;Manifest f&uuml;r den Frieden&ldquo; fordern sie das Ende der deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine.<br>\nF&uuml;r ihre Forderungen haben die beiden sich prominente Unterst&uuml;tzung gesucht. 69 Personen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft sind als Erstunterzeichner der Petition aufgelistet. Darunter sind Ex-Staatssekret&auml;r Rudolf Dressler (SPD) und Petra Erler (SPD), der fr&uuml;here Linken-Politiker Oskar Lafontaine sowie der CSU-Politiker Peter Gauweiler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2023\/02\/10\/ARTIXwyttpw27SDmM5Y6R4t3230210.shtml%20\">CRI online<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Russischer Vizeau&szlig;enminister: Russland zu bedingungslosen Verhandlungen mit der Ukraine bereit<\/strong><br>\nRussland ist zu bedingungslosen Verhandlungen mit der Ukraine bereit. Dies sagte der stellvertretende russische Au&szlig;enminister Sergej Werschinin am Samstag in einem Interview mit russischen Medien.<br>\nEr sagte, alle milit&auml;rischen Operationen endeten mit Verhandlungen und Russland sei auch dazu bereit, aber die Verhandlungen m&uuml;ssten auf realistischen Situationen beruhen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2023\/02\/11\/ARTI8IYPSDlR7J0YpS0c3gCn230211.shtml\">CRI online<\/a><\/p>\n<p><em>Hinweis: Hier geht es zum <a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/manifestfuerfrieden-aufstandfuerfrieden\">Manifest f&uuml;r den Frieden<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&laquo;Nato-L&auml;nder haben Waffenstillstand in der Ukraine vereitelt&raquo;<\/strong><br>\nLaut Bennett, der im M&auml;rz 2022 Pr&auml;sident Putin in Moskau besuchte, habe er das Abkommen sogar bis ins Detail mit der deutschen und franz&ouml;sischen Regierung abgesprochen. Dann sei es aber vor allem von Boris Johnson und Pr&auml;sident Biden abgeblockt worden. &laquo;Ich glaube, das war ein Fehler&raquo;, sagte Bennett.<br>\nDas Interview f&uuml;hrte Bennet am 4. Februar 2023 mit einem israelischen Journalisten auf Bennetts YouTube-Kanal. Hier das Original-Interview auf hebr&auml;isch. Untertitel auf Englisch einstellbar. Ab Minute 2h19m:<br>\nGrosse Medien haben &uuml;ber diese Aussagen Bennetts bisher nicht informiert. Einzig seine Aussage, Putin habe zugesichert, Selensky nicht t&ouml;ten zu wollen, wurde vereinzelt erw&auml;hnt.<br>\nSelensky habe ihn, Bennett, nach Ausbruch des Krieges gebeten, Wladimir Putin zu kontaktieren. So stehe es in den Protokollen. Als die russische Armee damals vor Kiew stand, habe Selensky um sein &Uuml;berleben gef&uuml;rchtet. Darauf habe Bennett mit US-Pr&auml;sident Joe Biden gesprochen und erkl&auml;rt, er k&ouml;nne eine &laquo;Pipeline&raquo; f&uuml;r den Kontakt zum Kreml sein.<br>\nAuch die Zukunft des Donbass und der Krim sowie Sicherheitsgarantien f&uuml;r die Ukraine seien Gegenstand von intensiven Gespr&auml;chen gewesen. Bennett w&ouml;rtlich: &laquo;Ich hatte damals den Eindruck, dass beide Seiten grosses Interesse an einem Waffenstillstand hatten.&raquo;<br>\nBennett flog darauf nach Deutschland, um mit Bundeskanzler Scholz zu sprechen, anschliessend informierte er den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron, den britischen Premier Boris Johnson sowie die US-Regierung. Boris Johnson habe die &laquo;aggressive&raquo; Position vertreten, dass &laquo;man Putin weiter bek&auml;mpfen m&uuml;sse&raquo;, wogegen Scholz und Macron eher pragmatisch eingestellt waren. In der US-Administration seien beide Positionen vertreten gewesen.<br>\nDamals, im M&auml;rz 2022, waren einige Tausend Menschen im Krieg gestorben. Seither sind weit &uuml;ber 200&rsquo;000 Milit&auml;rpersonen und Zivilisten umgekommen. Millionen mussten wegen Zerst&ouml;rungen von H&auml;usern und Infrastruktur fliehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/nato-laender-haben-waffenstillstand-in-der-ukraine-vereitelt\/%20\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Tobias Riegel hatte zum Vermittlungsversuch des damaligen israelischen Ministerpr&auml;sidenten diesen Kommentar verfasst: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93498\">Israelischer Ex-Premier: Westen hat Waffenstillstand in der Ukraine verhindert<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutsche Journalisten sollen nicht vom Donbas aus berichten<\/strong><br>\nEin Reporter recherchierte in dem von Russland besetzten Donbas. Das wurde ihm zum Verh&auml;ngnis. Er verlor Lehrauftr&auml;ge. (&hellip;)<br>\nDer Journalist Patrik Baab hielt sich im September 2022 in den ostukrainischen und von russischen Streitkr&auml;ften besetzten Regionen auf. Er arbeitete jahrelang beim Norddeutschen Rundfunk NDR und war jetzt f&uuml;r ein eigenes Buch-Projekt unterwegs. Darauf entzogen ihm zwei Hochschulen Lehrauftr&auml;ge, weil er mit seiner blossen Anwesenheit im russisch kontrollierten Donbas den Angriffskrieg Putins legitimiert habe.<br>\nDerzeit befindet sich der 63-J&auml;hrige im Teilzeit-Vorruhestand. Er hatte immer wieder auch aus Russland berichtet, so wie viele andere ARD-KorrespondentInnen vor und nach ihm. Gegenw&auml;rtig schreibt er ein Buch &uuml;ber den Ukraine-Krieg, das im Sommer erscheinen soll.<br>\nDie Donbas-Gebiete im Osten der Ukraine sind Hauptkampfzone im Krieg Russlands gegen die Ukraine. Die Front verl&auml;uft durch die Oblaste Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson. (&hellip;)<br>\nPatrik Baab reiste f&uuml;r Recherchen zu seinem Buch von Mitte September bis Anfang Oktober 2022 nach Russland und in die Ostukraine. Dass in dem umstrittenen und umk&auml;mpften Gebiet in diesem Zeitraum sogenannte Referenden &uuml;ber den Anschluss an Russland stattfinden sollten, hat er erst unterwegs in Moskau erfahren. Vor Ort beobachtete er dann auch die Abstimmungen und sprach mit Einwohnerinnen und Einwohnern. Er tat, was ein Reporter zu tun hat. Seine Position zum Krieg ist im &Uuml;brigen eindeutig: er spricht von einem &laquo;v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine&raquo;.<br>\nDie Anwesenheit Baabs nutzten russische Medien aus und berichteten im September 2022 von einem deutschen &laquo;Wahlbeobachter&raquo;. Das Webportal von t-online (&laquo;Nachrichten f&uuml;r Deutschland&raquo;) &uuml;bernahm diese Nachricht ungepr&uuml;ft und verbreitete, der Journalist Baab befinde sich in der Ostukraine als &laquo;Wahlbeobachter&raquo; der Referenden.<br>\nDas war er aber nicht. Dies w&auml;re nach seinen Angaben leicht zu &uuml;berpr&uuml;fen gewesen: &laquo;Man ruft bei der zust&auml;ndigen Zivilkammer der Russischen F&ouml;deration in Moskau an und l&auml;sst sich eine Liste der Wahlbeobachter schicken &ndash; oder man checkt schlicht die entsprechende Mitteilung auf der Website.&raquo;<br>\nDurch t-online erfuhr man an der Hochschule f&uuml;r Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Berlin davon. Dort war Baab seit sechs Jahren als Lehrbeauftragter im Einsatz. Die Hochschulleitung rief ihn umgehend in der Ostukraine an. Baab erkl&auml;rte, er sei privat als Journalist unterwegs, weil er ein Buch zum Krieg schreibe, und dementierte, ein &laquo;Wahlbeobachter&raquo; zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/medienkritik\/deutsche-journalisten-sollen-nicht-vom-donbas-aus-berichten\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Craig Murray: Sy Hersh &amp; The Way We Live Now<\/strong><br>\nCoverage of the sabotage of the Nordstream pipelines helped Murray realize something important about how the Big Lie works.<br>\nIt is a clear indicator of the disappearance of freedom from our so-called Western democracies that Sy Hersh, arguably the greatest living journalist, cannot get this monumental revelation on the front of The Washington Post or The New York Times, but has to self-publish on the net.<br>\nHersh tells the story of the U.S. destruction of the Nordstream pipelines in forensic detail, giving dates, times, method and military units involved. He also outlines the importance of the Norwegian armed forces working alongside the U.S. Navy in the operation.<br>\nOne point Sy does not much stress, but it is worth saying more about, is that Norway and the U.S. are of course the two countries that have benefitted financially, to an enormous degree, from blowing up the pipeline.<br>\nNot only have both gained huge export surpluses from the jump in gas prices, Norway has directly replaced Russian gas to the tune of some $40 billion per year. From 2023 the United States will appear in that list in second place behind Norway, following the opening in the last two months of two new liquefied natural gas terminals in Germany, built to replace Russian gas with U.S. and Qatari supplies.<br>\nSo Russia lost out massively financially from the destruction of Nordstream and who benefited? The U.S. and Norway, the two countries who blew up the pipeline.<br>\nBut of course, this war is nothing to do with money or hydrocarbons and is all about freedom and democracy&hellip;.<br>\nTo return to Hersh&rsquo;s account, particularly interesting are the series of decisions taken to avoid classification of the operation in various ways which would require it to be reported to Congress. In terms of United States history, this ought to be a big deal.<br>\nFor the executive branch to commit what is an act of war without the approval of the legislature is fundamentally unconstitutional. But that is one of those quaint remnants of democracy that the neoliberal elite consensus can quietly sidestep nowadays.<br>\nHersh sets out the well-known background in compelling detail, including that, from U.S. President Joe Biden down, the Americans effectively announced what they were going to do, openly.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2023\/02\/10\/craig-murray-sy-hersh-the-way-we-live-now\/\">Craig Murray in Consortium News<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Deutschland kauft US-Fl&uuml;ssiggas zum 3-fachen Preis und schweigt gehorsam&ldquo;<\/strong><br>\nSeit der Hersh-Artikel &uuml;ber die Sprengung der Nord Streams durch die USA ver&ouml;ffentlicht wurde und ich auch noch meinen Artikel &uuml;ber die Informationen ver&ouml;ffentlicht habe, die ich im Oktober erhalten, &uuml;ber die ich aber damals nicht berichtet hatte, ver&ouml;ffentlicht habe, steht mein Telefon nicht mehr still. Alleine am Freitag war ich in zwei russischen Studios zum Interview und habe zwei weitere per Video gegeben, eines musste ich sogar aus Zeitgr&uuml;nden ablehnen.<br>\nDie russischen Gespr&auml;chspartner haben alle die gleichen Fragen: Wann und wie reagiert Deutschland darauf? Wann stellt die Bundesregierung zumindest mal Fragen? Warum gibt es keine Proteste in Deutschland? Wie kann es sein, dass die Bundesregierung dazu schweigt, dass die USA offensichtlich eines der teuersten &ndash; und vor allem f&uuml;r die deutsche Wirtschaft wichtigsten &ndash; Infrastrukturobjekte gesprengt haben, an dem deutsche Firmen mit Milliarden beteiligt waren und an dem sie jedes Jahr noch viel mehr Milliarden verdient haben?<br>\nRussische Journalisten verstehen das deutsche Schweigen nicht. Wenn ich ihnen dann erkl&auml;re, dass alle deutschen Medien die Hersh-Geschichte verschweigen oder l&auml;cherlich machen, dass die meisten Deutschen also gar nicht wissen, was da ver&ouml;ffentlicht wurde, ernte ich ungl&auml;ubige Blicke. Und wenn ich dann noch hinzuf&uuml;ge, dass von dieser (und auch von jeder anderen) transatlantisch gepr&auml;gten Bundesregierung keine kritischen Fragen an die USA zu erwarten sind, werden die Blicke meiner russischen Gespr&auml;chspartner noch ungl&auml;ubiger.<br>\nDer Punkt ist dabei nicht, dass die russischen Experten &uuml;berrascht sind, dass Deutschland kein souver&auml;ner Staat und von den USA besetzt ist, das ist in Russland bekannt. Es &uuml;berrascht die Russen, wie allumfassend die Macht der USA in Deutschland ist, dass Deutschland selbst bei einem offenen Kriegsakt der USA gegen Deutschland, denn das war der Angriff auf Nord Stream gem&auml;&szlig; V&ouml;lkerrecht, weiterhin gehorsam schweigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2023\/deutschland-kauft-us-fluessiggas-zum-3-fachen-preis-und-schweigt-gehorsam\/\">Anti-Spiegel<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Drei Zweifelpunkte am &bdquo;Nord-Stream-Vorfall&ldquo;<\/strong><br>\nSeymour Hersh, ein bekannter amerikanischer investigativer Journalist, hatte unter Berufung auf Insider einen Bericht ver&ouml;ffentlicht, wonach die Biden-Regierung die Explosion der Erdgaspipeline &bdquo;Nord Stream&ldquo; inszeniert habe. Mehrere Abteilungen der US-Regierung wiesen dies zur&uuml;ck und bezeichneten die Enth&uuml;llungen von Hersh als &bdquo;v&ouml;llig falsch&ldquo;.<br>\nHershs Bericht enth&auml;lt eine ganze Menge Detailinformationen. Die westlichen Mainstream-Medien, die sonst immer sensibel auf sensationelle Nachrichten reagieren, sind diesmal alle ausnahmsweise verstummt. Diese ausweichende Haltung gibt Grund f&uuml;r folgende drei Zweifel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2023\/02\/11\/ARTIpwnMQ7j8qXyTgDjg0b6v230211.shtml\">CRI online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Den Kollaps verhindern: Durch Kriegswirtschaft oder eine &Ouml;ko-Diktatur?<\/strong><br>\nDer Staat wird st&auml;rker in die Wirtschaft eingreifen m&uuml;ssen, um den &ouml;kologischen Kollaps der Wirtschaft und soziale Verwerfungen zu verhindern. Dies muss aber keinen Verlust an Wohlstand bedeuten.<br>\nDie taz-Autorin Ulrike Hermann l&ouml;ste k&uuml;rzlich eine Kontroverse aus, weil sie mit Blick auf den Klimawandel eine &Uuml;berlebens- oder Kriegswirtschaft forderte. Gemeint ist die st&auml;rkere Lenkung von Investitionsentscheidungen durch den Staat. So habe etwa die britische Regierung 1939 im Rekordtempo die zivile Wirtschaft auf die Erfordernisse der Milit&auml;rproduktion umstellen m&uuml;ssen, ohne die Versorgung mit Lebensmitteln zu gef&auml;hrden. Mit anderen Worten: Statt Panzer und Munition in Automobilwerken geht es dieses Mal um Z&uuml;ge oder Solar- und Wasserkraft.<br>\nHermann forderte jedoch auch eine Schrumpfung der Wirtschaft, um die Menschheit vor dem Klimakollaps zu bewahren. Die Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) w&uuml;rde &uuml;berdies auch den Kapitalismus und das aktuelle Finanzsystem erledigen, wo immer mehr Kapital nach Anlage sucht. Den Kapitalismus findet Hermann zwar besser als seinen Ruf. Dieser vertrage sich aber nicht mit den Lebensinteressen der Menschheit und dem &Ouml;kosystem, da es einen Zwang zu Wachstum und somit auch Ressourcenverbrauch g&auml;be. (&hellip;)<br>\nDer Kapitalismus war immer dann am &bdquo;erfolgreichsten&ldquo; bei der Schaffung von Wohlstand f&uuml;r weite Teile der Bev&ouml;lkerung, wenn er wie nach dem Zweiten Weltkrieg mit heftigen staatlichen Eingriffen kombiniert wurde. Eine Kriegswirtschaft, die jedoch unter Zwang die Wirtschaft schrumpft (und laut Hermann nebenbei auch gleich den Kapitalismus abschafft), d&uuml;rfte Kapitalismus-Kritik eher unpopul&auml;r machen und ist wenig hilfreich. Zumal eine Schrumpfung der Wirtschaft unsere Industrie noch nicht umweltfreundlicher macht und daher sogar kontraproduktiv sein kann. (&hellip;)<br>\nUnsere Debatten sind so verengt auf die Verteuerung des &ouml;kologisch sch&auml;dlichen Konsums und Instrumente wie den Emmissionshandel, weil dahinter die Ideologie des Marktes steht, wonach man alles &uuml;ber den Preis regelt. Und den Reichsten tut es nat&uuml;rlich nicht besonders weh, wenn mal hier oder da der Sprit teurer wird. Jene, die sich aber die Miete in den Innenst&auml;dten nicht mehr leisten k&ouml;nnen und bei schlechter &ouml;ffentlicher Verkehrsanbindung und Nachtschichten zur Arbeit pendeln m&uuml;ssen, sp&uuml;ren eine Verteuerung.<br>\nSie werden aber deswegen ohne Alternativen nicht einfach ihr Verhalten &auml;ndern und auf das Auto verzichten (k&ouml;nnen). &Uuml;ber den individuellen Konsum wird im Kapitalismus zunehmend auch die richtige politische Haltung signalisiert, weil wir den Geldbeutel mit Demokratie verwechseln. Das f&uuml;hrt dann zu Widerspr&uuml;chen. Im Prenzlauer Berg rollt der SUV vor den Bioladen, obwohl der Malocher, dem die M&uuml;lltrennung l&auml;stig ist, einen geringeren &ouml;kologischen Fu&szlig;abdruck verursacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/klimawandel-den-kollaps-verhindern-durch-kriegswirtschaft-oder-eine-oeko-diktatur-kolumne-fabio-de-masi-li.314573%20\">Fabio De Masi in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Reeder im Gewinnrausch<\/strong><br>\nDas Institut f&uuml;r Weltwirtschaft der Universit&auml;t Kiel (IfW) sieht den globalen Handel vor einem l&auml;nger anhaltenden Aufschwung. Der Seehandel, so der monatliche &raquo;Kiel Trade Indicator&laquo; des IfW, profitiere davon aber nur bedingt: &raquo;Auf den Weltmeeren sind sp&uuml;rbar weniger Container unterwegs (&hellip;) als vor gut einem Jahr.&laquo; Was das f&uuml;r die f&uuml;hrenden Reedereien bedeutet, bleibt abzuwarten &ndash; momentan feiern einige von ihnen noch triumphale Bilanzen f&uuml;rs vergangene Jahr, so die Nummer f&uuml;nf der Weltrangliste, Hamburgs Hapag-Lloyd, oder die Nummer zwei, der d&auml;nische Konzern A. P. M&oslash;ller-M&aelig;rsk.<br>\nHapag-Lloyd meldete am 31. Januar, man werde das Jubil&auml;umsjahr 2022 mit dem bislang besten Ergebnis der 175j&auml;hrigen Firmengeschichte abschlie&szlig;en k&ouml;nnen: Ein Umsatz von rund 34,5 Milliarden Euro bringe einen Gewinn von 17,5 Milliarden Euro. Offiziell sind das zwar vorl&auml;ufige Zahlen, die Bilanz wird erst Anfang M&auml;rz vorgelegt. Dennoch dr&auml;ngen sich Vergleiche auf: 2021 war mit einem Gewinn (EBIT &ndash; vor Steuern und Zinsen) von etwas mehr als 9,4 Milliarden Euro abgeschlossen worden, im Vorjahr waren es, vor allem coronabedingt, 1,3 Milliarden gewesen.<br>\nMitte dieser Woche hie&szlig; es dann, der Vorstand werde den Aktion&auml;ren unter anderem vorschlagen, mit 11,1 Milliarden Euro auch eine Rekorddividende auszusch&uuml;tten &ndash; 63 Euro je Aktie. Dem Milliard&auml;r Klaus-Michael K&uuml;hne, der 30 Prozent der Aktien h&auml;lt, br&auml;chte das rund 3,3 Milliarden Euro, ebenso dem chilenischen Konzern CSAV, dessen Containersparte Hapag-Lloyd 2014 gegen eine Beteiligung von 30 Prozent &uuml;bernommen hatte. Die Freie und Hansestadt Hamburg kann f&uuml;r ihren 13,9-Prozent-Anteil an Hapag-Lloyd etwas mehr als 1,5 Milliarden erwarten. Nach Agenturangaben hat die Dividendenank&uuml;ndigung die Konzernaktie um fast zw&ouml;lf Prozent auf 245,60 Euro getrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/444686.seehandel-reeder-im-gewinnrausch.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zehntausende Busfahrer fehlen<\/strong><br>\nDie Busbranche hat ihre Prognose zum Fahrermangel bis 2030 auf Basis aktueller Unternehmensbefragungen deutlich nach oben angepasst. Inzwischen geht der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (BDO) davon aus, dass in den n&auml;chsten sieben Jahren rund 87.000 Fahrerinnen und Fahrer fehlen werden, wie der Verband mitteilte. Bislang bezifferte die Branche den voraussichtlichen Mangel stets auf rund 76.000 Besch&auml;ftigte bis 2030. Aktuell fehlten den Busunternehmen der Umfrage zufolge insgesamt fast 7800 Leute. (&hellip;)<br>\nDer Verband fordert deshalb vor allem eine Vereinfachung und eine Entb&uuml;rokratisierung der Ausbildung f&uuml;r Busfahrer. In Deutschland ist die Ausbildung demnach zweigeteilt: Zum einen m&uuml;ssen angehende Fahrerinnen und Fahrer den Busf&uuml;hrerschein erwerben. Zum anderen m&uuml;ssen sie die sogenannte Berufskraftfahrerqualifikation abschlie&szlig;en, die es ihnen erm&ouml;glicht, Fahrg&auml;ste zu bef&ouml;rdern. Das f&uuml;hrt aus Sicht des BDO dazu, dass die Ausbildung in Deutschland deutlich teurer und langwieriger ist als im Vergleich mit anderen EU-L&auml;ndern wie etwa &Ouml;sterreich.<br>\nDer Verband fordert deshalb, dass diese beiden Ausbildungswege zusammengelegt werden. &ldquo;Mit einer &ldquo;2 in 1&Prime;-Ausbildung w&auml;ren Busfahrerinnen und Busfahrer nach einer Unterrichtseinheit, einer Theorie- und einer Praxispr&uuml;fung einsatzbereit&rdquo;, hei&szlig;t es in einem Positionspapier des Verbands.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Zehntausende-Busfahrer-fehlen-article23910961.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bundesrat blockiert Hinweisgeberschutzgesetz<\/strong><br>\nIm Dezember hatte das Hinweisgeberschutzgesetz die letzte H&uuml;rde im Bundestag genommen. Es sollte Whistleblower:innen Rechtssicherheit geben, wenn sie Missst&auml;nde aufdecken wollen. Doch trotz kritisierter L&uuml;cken ging das Gesetz offenbar einigen unionsgef&uuml;hrten L&auml;ndern im Bundesrat zu weit: Sie blockierten das Gesetz in einer Abstimmung am heutigen Freitag.<br>\nSo warnte etwa Hessens Justizminister Roman Poseck, dass nicht alle Hinweisgebenden &bdquo;Gutes im Schilde&ldquo; f&uuml;hren w&uuml;rden. Hessen w&uuml;rde sich bei der Abstimmung enthalten. Andere bem&auml;ngelten, dass das Gesetz &uuml;ber die EU-Vorgaben hinaus gehe. Die Mindeststandards in einer EU-Richtlinie besagen beispielsweise, Hinweisgebende m&uuml;ssten Verst&ouml;&szlig;e gegen EU-Recht abgesichert melden k&ouml;nnen. In der deutschen Umsetzung war diese Absicherung auch f&uuml;r bestimmte Verst&ouml;&szlig;e gegen deutsche Gesetze geplant. Au&szlig;erdem waren kurz vor der finalen Abstimmung auch etwa verfassungsfeindliche &Auml;u&szlig;erungen von Beamt:innen unterhalb der Strafbarkeitsschwelle aufgenommen worden. Ebenso wie eine Pflicht f&uuml;r anonyme Meldewege. (&hellip;)<br>\nTransparency Deutschland kritisierte die Blockade. Gegen&uuml;ber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Sebastian Oelrich, Co-Leiter der Arbeitsgruppe Hinweisgeberschutz: &bdquo;Einige Union-gef&uuml;hrte L&auml;nder haben heute mit fachlich fragw&uuml;rdigen und zum Teil schlicht unrichtigen Argumenten das Gesetz zum Schutz von Hinweisgebenden blockiert.&ldquo; Dass nun weiter gro&szlig;e rechtliche Unsicherheit f&uuml;r Hinweisgebende bestehe sei &bdquo;im internationalen Vergleich ein Armutszeugnis&ldquo;.<br>\nTats&auml;chlich ist Deutschland bei der Umsetzung der EU-Vorgaben zu sp&auml;t dran: Eigentlich h&auml;tten die Vorgaben der Richtlinie bis Ende 2021 umgesetzt werden m&uuml;ssen, das scheiterte jedoch an Uneinigkeit der damaligen Gro&szlig;en Koalition. Die neue Ampelregierung hat daraufhin einen neuen Anlauf gestartet.<br>\nDa es nun zum Konflikt zwischen Bundestag und Bundesrat gekommen ist, k&ouml;nnte das Gesetz in den sogenannten Vermittlungsausschuss gehen, um einen Kompromiss zu finden. Das kann mehrere Monate dauern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2023\/whistleblower-bundesrat-blockiert-hinweisgeberschutzgesetz\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Jobcenter ver&ouml;ffentlicht sensible Daten von B&uuml;rgergeld-Beziehern im Internet<\/strong><br>\nManchmal k&ouml;nnen Beh&ouml;rdenschreiben an den Empf&auml;nger aus verschiedenen Gr&uuml;nden nicht zugestellt werden. Um den Betreffenden dennoch zu erreichen, werden &ouml;ffentliche Aush&auml;nge gemacht. W&auml;hrend der Pandemie-Zeit ging die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit jedoch zu weit: Statt einem Aushang wurden hoch sensible Daten ins Internet massenweise ver&ouml;ffentlicht. (&hellip;)<br>\nEine sogenannte &ouml;ffentliche Zustellung per Aushang erfolgen. Wegen des Corona-Lockdowns hatte die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit die Jobcenter angewiesen, &ldquo;die &ouml;ffentliche Zustellung &uuml;ber das Internet&rdquo; vorzunehmen. Auf diesem Wege wurden tausende sensible Daten ver&ouml;ffentlicht. (&hellip;)<br>\nProblematisch ist dies, weil diese Schreiben &ouml;ffentlich einsehbar oftmals Vor- und Nachnamen, letzte bekannte Anschrift, manchmal sogar Geburtsort und -datum und nat&uuml;rlich inh&auml;rent eine Bescheinigung eines fr&uuml;heren Leistungsbezugs nach SGB II enthalten. (&hellip;)<br>\nDie ver&ouml;ffentlichen Daten unterliegen dem Sozialdatenschutz nach &sect;&sect; 67a-78 SGB X, welche eine solche Ver&ouml;ffentlichung im Internet nicht vorgesehen. Au&szlig;erdem liegt die Ver&ouml;ffentlichung au&szlig;erhalb des geltungsbereichs der DSGVO.<br>\nNach Recherchen von Datensch&uuml;tzern haben mindestens 25 Jobcenter und Dienststellen der Bundesagentur auf diese Weise sensible Daten &ouml;ffentlich ins Netz gestellt.<br>\nDatensch&uuml;tzer hatten bespielsweise beim Jobcenter Gro&szlig;-Gerau entdeckt, dass sogar s&auml;mtliche Postausg&auml;nge unter dem Verzeichnis \/fileadmin\/ auf der Homepage des Jobcenters &ouml;ffentlich einsehbar waren.<br>\nDieses wurde zwar inzwischen gel&ouml;scht, aber wie Jeder wei&szlig;, ist alles, was ein Mal im Internet gelandet ist, im Grund nicht mehr einzufangen. Der Umgang der Bundesagentur und Jobcenter mit ihren &bdquo;Kundendaten&ldquo; ist mehr als mangelhaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gegen-hartz.de\/news\/jobcenter-veroeffentlicht-sensible-daten-von-buergergeld-beziehern-im-internet\">gegen-hartz.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Virologe Streeck zieht Corona-Bilanz: &bdquo;Das nahm fast intolerante Z&uuml;ge an&ldquo;<\/strong><br>\n&Uuml;bersch&auml;tzte Impfstoffe, schlechte Datenlage, unn&ouml;tige H&auml;rte und Hysterie: Der Virologe Hendrik Streeck zieht Corona-Bilanz und w&uuml;nscht sich eine breite Aufarbeitung der Fehler. [&hellip;]<br>\nEs gibt Hinweise, dass Deutschland in der Nachbetrachtung schlechter dasteht, als unsere Politiker gern behaupten; nicht nur was die psychosozialen Kollateralsch&auml;den der Ma&szlig;nahmen angeht. Wie sehen Sie das?<br>\nStreeck: Wer nur das Pandemiemanagement unkritisch lobt, macht es sich zu einfach. Auch mit dem Pr&auml;ventionsparadoxon zu argumentieren und zu behaupten, dass eine aus der Luft gegriffene Anzahl an Todesf&auml;llen verhindert wurde, ist in der R&uuml;ckschau irref&uuml;hrend und statistisch nicht valide. In manchen Bereichen finde ich sogar, dass wir die Krise eher schlechter bew&auml;ltigt haben als andere Staaten.<br>\nWo etwa?<br>\nStreeck: Obwohl Schweden insbesondere anf&auml;nglich schwere Fehler gemacht hat, zum Beispiel wenn es um den Schutz der &auml;lteren Bev&ouml;lkerung geht, muss man am Ende feststellen: Schweden hat es geschafft, dass sich die Gesellschaft untergehakt und die Krise gemeinsam bew&auml;ltigt hat. Es geht hier bei der Frage nach den Lehren aus der Pandemie um eine ganzheitliche Betrachtung.<br>\nMit weniger Streit?<br>\nStreeck: Ja, und gr&ouml;&szlig;erer Offenheit; wir hier haben uns zu lange zu sehr auf eine einzige wissenschaftliche Perspektive gest&uuml;tzt. Eine Pandemie ist nicht nur die Summe ihrer Infektionen, sondern eine medizinische, politische und gesellschaftliche Herausforderung, in der wir Wirkungen und Nebenwirkungen unseres Handelns besser diskutieren m&uuml;ssen. Wir haben viel l&auml;nger als andere L&auml;nder geglaubt, das Virus unbedingt kontrollieren zu m&uuml;ssen &ndash; und auch zu k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nEs ging schnell mehr um Gut und B&ouml;se als um die Suche nach dem richtigen Weg. Das nahm teils fast intolerante Z&uuml;ge an, es herrschte die Totalit&auml;t eines einzigen Arguments statt Diskurs. Und dabei merkte man viel zu sp&auml;t: Richtiger Umgang mit Corona ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, der l&auml;ngst nicht nur virologische Aspekte hat. Da fehlten die facettenreichen Stimmen vieler Fachleute, die am Ende doch alle das gleiche Ziel hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/coronavirus\/virologe-streeck-zieht-corona-bilanz-das-nahm-fast-intolerante-zuege-an_id_185435522.html\">Focus<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Lauterbach: &bdquo;Das Verdrehen von Tatsachen hat in der Pandemie erheblichen Schaden ausgel&ouml;st.&ldquo;<\/strong><br>\nBundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach spricht im SPIEGEL mit dem Virologen Christian Drosten &uuml;ber die Rolle von Politik, Wissenschaft und Medien in der Corona-Pandemie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/presse\/interviews\/interview\/lauterbach-drosten-spiegel-11-02-23.html\">Bundesgesundheitsministerium<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Dem Bundesgesundheitsminister scheint an der Verbreitung seines Interviews im Spiegel viel gelegen zu sein. Darin kommt er mit Christian Drosten zu dem Schluss, dass es nun eine handfeste Umdeutung gebe. &bdquo;Wenn jetzt eine Gruppe von Journalisten im Nachhinein ankommt, die vollkommen ober&#64258;&auml;chlich mit der Thematik und aktuell aufkommenden &Auml;u&szlig;erungen dazu umgeht und irgendwas hinschreibt, was einfach nicht stimmt, die alles pl&ouml;tzlich infrage stellt, dann regt mich das auf.&ldquo; Und Lauterbach sekundiert: &bdquo;Dieses Verdrehen von Tatsachen hat in der Pandemie erheblichen Schaden ausgel&ouml;st. Ohne Desinformationskampagne einiger Medien, Parteien, &raquo;Querdenker&laquo; und Wissenschaftler h&auml;tten wir eine deutlich h&ouml;here Impfquote bei den &Auml;lteren gehabt. Weniger Tote waren m&ouml;glich.&ldquo; Hier machen Lauterbach und Drosten genau das, was Streeck kritisiert. Und zwar Behauptungen mit einer aus der Luft gegriffenen Anzahl an Todesf&auml;llen aufzustellen. Ein Trick. Die Umdeutung nehmen damit gar nicht Gruppen von Journalisten, Parteien, Querdenkern oder Wissenschaftler vor, sondern Drosten und Lauterbach. Mit Hilfe des Spiegel-Interviews, das prominent auf der Seite des BMG nachzulesen ist, betreiben sie selbst eine Umdeutung der Realit&auml;t. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Corona-Prozesse gegen Pflegekr&auml;fte: Erst beklatscht, dann bestraft<\/strong><br>\nNahezu unbemerkt rollt eine Prozesswelle durchs Land gegen jenes Klinikpersonal, das die Impfpflicht verweigerte &ndash; Protokoll eines Gerichtstages<br>\nErst wurden sie beklatscht, dann sollten sie bestraft werden. Von M&auml;rz bis Dezember 2022 galt f&uuml;r das Personal in Krankenh&auml;usern und Pflegeheimen eine allgemeine Impfpflicht. Zugleich war die Kritik an der Impfkampagne, wie an den neuartigen, aber ungen&uuml;gend getesteten Stoffen, gerade unter Pflegekr&auml;ften &uuml;berdurchschnittlich verbreitet. Bei den massenhaften Corona-Demonstrationen gegen die Impfpflicht im letzten Winter marschierten Pflegekr&auml;fte und Klinikpersonal in vorderster Reihe mit. Vielleicht, weil Pfleger, Schwestern und &Auml;rzte beim Einsatz von Medikamenten besonders sensibel sind, vielleicht, weil sie nach den ersten &bdquo;Corona&ldquo;-Patienten nun neue vor sich hatten, die nach einer Impfung Symptome bekamen.<br>\nDass ausgerechnet diejenigen, die sich um Erkrankte k&uuml;mmerten und obendrein auch f&uuml;r ihre geimpften KollegInnen einsprangen, wenn diese krank wurden, gezwungen werden sollten, sich ebenfalls impfen zu lassen &ndash; daf&uuml;r w&auml;re zumindest eine Erkl&auml;rung angebracht. Durfte die Kampagne gegen die Ungeimpften nicht vor ihnen Halt machen?, weil jeder Ungeimpfte, dadurch dass er gesundblieben ist, den Wert und vor allem die angebliche Alternativlosigkeit der Impfung widerlegte.<br>\nJetzt wird dieses Kapitel der Epidemiegeschichte vor den Gerichten abgehandelt. Die Prozesse dokumentieren, wie sehr das Corona-Regime in die bisherigen rechtsstaatlichen Verh&auml;ltnisse der BRD eingeschnitten und demokratische Standards geschliffen hat. Beh&ouml;rden, die sich nicht mehr an den Rechtsweg halten, oder ein Bundesverfassungsgericht, das ein verfassungswidriges Gesetz wie das Infektionsschutzgesetz abnickt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/corona-prozesse-gegen-pflegekraefte-erst-beklatscht-dann-bestraft\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Eliten in der Politik: Volksvertreter &ndash; oder eine Gruppe, die unter sich bleibt?<\/strong><br>\nViele Politiker kommen aus der gleichen Bev&ouml;lkerungsschicht. Diese Schieflage ist eine Gefahr f&uuml;r unsere Demokratie &ndash; die doch eigentlich repr&auml;sentativ sein soll.<br>\nWissenschaftler schlagen Alarm. Die repr&auml;sentative Demokratie, eigentlich Garant f&uuml;r den demokratischen Ausgleich von Einzelinteressen zugunsten einer Politik f&uuml;r alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, ger&auml;t zunehmend in Schieflage. Was ist geschehen? Unser Staatswesen funktioniert als parlamentarische Parteiendemokratie. Vom Volk werden in freier Wahl Vertreter gew&auml;hlt, die das Volk im Bundestag repr&auml;sentieren, auch die Minderheiten.<br>\nDurch Repr&auml;sentation wird nicht nur der politische Prozess professionalisiert und effizient und strukturiert erm&ouml;glicht, auch die Qualit&auml;t der politischen Entscheidungen &ndash; so die politikwissenschaftlichen Argumente &ndash; sei h&ouml;her als bei Entscheidungen, die beispielsweise durch Volksabstimmungen herbeigef&uuml;hrt werden. Doch dieses sch&ouml;ne System wird zunehmend dysfunktional. Und das liegt daran, dass die &bdquo;Auserw&auml;hlten&ldquo;, unsere Volksvertreter, inzwischen eher eine elit&auml;re Gruppe bilden, dies sich zudem noch in Teilen aus sich selbst und ihresgleichen heraus reproduziert.<br>\nDer Soziologe Harald Welzer l&auml;sst sich im aktuellen Spiegel damit zitieren, dass die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung (er meint die &bdquo;kleinen Leute&ldquo;) weder in der medialen &Ouml;ffentlichkeit noch im Bundestag vertreten sei, sondern man sie nur noch als Paketboten wahrnimmt. &bdquo;Das ist eine Gesellschaft, die nicht funktionieren kann&ldquo;, so Welzer.<br>\nDer Elitenforscher Michael Hartmann hat k&uuml;rzlich im Interview mit der Berliner Zeitung berichtet, dass das Spitzenpersonal in Deutschland weit &uuml;berdurchschnittlich aus den &bdquo;oberen Schichten&ldquo; kommt. &bdquo;F&uuml;nfzig Prozent der Spitzenpolitiker stammen aus den oberen vier Prozent der Bev&ouml;lkerung.&ldquo; Damit stellt sich schon die Frage, ob uns da eine abgehobene Clique regiert.<br>\nAuch Hartmann sieht die gro&szlig;e Gefahr, dass der diagnostizierte &uuml;berproportionale Einfluss von Eliten die Demokratie bereits aush&ouml;hlt &ndash; denn die Eliten haben andere Wahrnehmungen von der Welt, andere Priorit&auml;ten und k&ouml;nnen sich oft schwer in den normalen Alltag und die N&ouml;te der einfachen Menschen hineinversetzen. Eine L&uuml;cke, die Populisten gern &ndash; verbal &ndash; f&uuml;llen. Von Eliten gemachte Politik ist schon deshalb nicht im Interesse der gesamten Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/essay-analyse-gefahr-fuer-unsere-demokratie-eliten-in-der-politik-volksvertreter-oder-eine-gruppe-die-unter-sich-bleibt-li.315107\">Denis Huschka in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das ZDF will eine soziale Medienplattform entwickeln<\/strong><br>\nDas ZDF will in fragw&uuml;rdiger Ausdehnung seines Rundfunk-Auftrags zusammen mit &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendeanstalten anderer L&auml;nder &bdquo;unabh&auml;ngige und faktenbasierte Kommunikationsr&auml;ume&ldquo; in der digitalen Welt aufbauen, also soziale Medienplattformen in Konkurrenz zu Twitter und Facebook.<br>\nAus einer Pressemitteilung (engl.) der Public Media Alliance (PMA) vom 8. Februar geht hervor, dass sich das ZDF mit drei &ouml;ffentlich-rechtlichen Anstalten aus Kanada, der Schweiz und Belgien zusammengetan hat, f&uuml;r ein Forschungsprojekt zur F&ouml;rderung des offenen Dialogs im Netz. PMA ist eine Interessenvertretung von &uuml;ber 50 &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendeanstalten mit Sitz in Gro&szlig;britannien. Frank-Dieter Freiling, Hauptabteilungsleiter Internationale Angelegenheiten des ZDF, ist Vizepr&auml;sident des Vorstands der PMA.<br>\nZDF-Intendant Norbert Himmler wird in der Pressemitteilung der PMA mit der Begr&uuml;ndung zitiert (&uuml;bersetzt):<br>\n&bdquo;Die Demokratie lebt von einem offenen und fairen Dialog in der Gesellschaft. Diesen d&uuml;rfen wir nicht den gro&szlig;en amerikanischen Plattformen &uuml;berlassen. Das Projekt &sbquo;Public Spaces Incubator&lsquo; soll Wege aufzeigen, wie der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk unabh&auml;ngige und faktenbasierte Kommunikationsr&auml;ume in der digitalen Welt aufbauen kann. Unser gemeinsames Ziel ist es, der Zunahme von Hass, Gewalt, Propaganda und Diffamierung in den sozialen Medien eine &ouml;ffentlich-rechtliche Alternative entgegenzusetzen.&ldquo;<br>\nTwitter und Facebook soll also eine &ouml;ffentlich-rechtliche Alternative entgegengegesetzt werden. Finanziert erst einmal mit unseren Rundfunk(zwangs)beitr&auml;gen, die entgegen anderen Beitr&auml;gen mit keinerlei Mitbestimmung durch die Beitragenden einhergehen. Im einschl&auml;gigen Rundfunkstaatsvertrag, der den Auftrag des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks festlegt, kann ich nichts finden, was als Rechtfertigung f&uuml;r eine solche T&auml;tigkeit dienen k&ouml;nnte. Eine soziale Medien-Plattform ist nun mal kein Rundfunk, auch nicht ann&auml;hernd.<br>\nWenn man sich vor Augen f&uuml;hrt, was f&uuml;r ein Zensurregime unter dem Vorwand der Bek&auml;mpfung von Hass, Desinformation und ausl&auml;ndischer Propaganda errichtet wurde, und wie die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender hyperventiliert haben, als Elon Musk ank&uuml;ndigte, die Zensur auf Twitter zur&uuml;ckzufahren, macht der letzte Satz von Himmler sehr misstrauisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/propaganda-zensur\/zdf-medienplattform\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zum Tod von Hans Modrow: Der Letzte, der die Ostler vor dem &uuml;bergriffigen Westen sch&uuml;tzte<\/strong><br>\nDer letzte SED-Politiker an der Spitze der DDR ist gestorben. Er bereitete das Ende der DDR vor. Der Zustand des Landes und seiner Partei trieb ihn um. (&hellip;)<br>\nEs dr&auml;ngte Hans Modrow, seine Sicht der Dinge zu erkl&auml;ren, seine Lebenserfahrungen einzubringen. Im Januar 2022 schickte er noch als Vorsitzender des &Auml;ltestenrats einen offenen Brief an die damaligen Vorsitzenden seiner Partei, Janine Wissler und Susanne Henning-Wellsow, voller Sorge &uuml;ber den Zustand der Linken. Geradezu verzweifelt diagnostizierte er &bdquo;am Ende meiner Tage&ldquo;: Die Partei wisse nicht, wof&uuml;r sie stehe und was ihr Zweck sei. Mit Bismarck (!) mahnte er: &bdquo;Wir m&uuml;ssen mit den Realit&auml;ten wirtschaften und nicht mit Fictionen.&ldquo; (&hellip;)<br>\nWas wird von Hans Modrow in Erinnerung bleiben? Er selber berichtete, er sei w&auml;hrend seiner U-Bahn-Fahrten zwischen der Drei-Zimmer-Plattenbauwohnung in der Palisadenstra&szlig;e zu seinem Minib&uuml;ro im Karl-Liebknecht-Haus am Luxemburgplatz immer wieder von Menschen angesprochen worden, die ihm dankten: &bdquo;Wegen Ihnen konnten wir unser Zuhause behalten.&ldquo; Mit dem sogenannten Modrow-Gesetz vom M&auml;rz 1990 wurden DDR-H&auml;uschen vor dem harten Westzugriff gesch&uuml;tzt: Es erlaubte den verm&ouml;gensarmen Ostlern, die Grundst&uuml;cke, auf denen ihre H&auml;user standen, f&uuml;r Betr&auml;ge weit unter dem Marktpreis zu erwerben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/zum-tod-von-hans-modrow-der-letzte-der-die-ostler-vor-dem-uebergriffigen-westen-schuetzte-li.254793\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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