{"id":93781,"date":"2023-02-14T16:00:50","date_gmt":"2023-02-14T15:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93781"},"modified":"2023-02-14T16:24:07","modified_gmt":"2023-02-14T15:24:07","slug":"leserbriefe-zu-der-extremismus-der-mitte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93781","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eDer Extremismus der Mitte\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93451\">In diesem Beitrag<\/a> thematisiert Udo Brandes die extremistischen Tendenzen der gesellschaftlichen Mitte. Sie seien m&ouml;glicherweise gef&auml;hrlicher als Rechts- und Linksextremisten und h&auml;tten das Potential, die Demokratie in Deutschland zu zerst&ouml;ren. Demokratie sei offenbar keine Selbstverst&auml;ndlichkeit mehr. Erinnert wird z.B. daran, &bdquo;dass Bundeskanzler Olaf Scholz gleich zu Beginn seiner Amtszeit mit Bezug auf seine Corona-Politik verk&uuml;ndete, &acute;F&uuml;r meine Regierung gibt es keine Rote Linien mehr&acute; (<a href=\"https:\/\/www.meine-zeitschrift.de\/die-zeit-49-2021.html\">siehe &acute;Die Zeit&acute;<\/a>)&ldquo;. Abschlie&szlig;end wird betont, dass f&uuml;r Demokraten das Grundgesetz die Rote Linie sei, die nicht &uuml;berschritten werden d&uuml;rfe: &bdquo;Und schon gar nicht von einer Regierung&ldquo;. Wir haben hierzu interessante E-Mails erhalten. Danke. <strong>Christian Reimann<\/strong> hat hier f&uuml;r Sie die Leserbriefe zusammengestellt.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team!<\/p><p>Themen &uuml;ber das Klima, Corona, Krieg und Privatisierung werden gern von der sogenannten Mitte besetzt. Das System legt Ma&szlig;nahmen fest und Kritiker werden dann als Populisten und Demokratiefeinde bezeichnet. Demonstrationen gegen Staatsma&szlig;nahmen und gegen Waffenlieferungen werden nicht gern gesehen, obwohl ja der Protest grunds&auml;tzlich zu einem funktionierenden Rechtsstaat geh&ouml;ren sollte. Wer mit Geheimdiensten und der Polizei Staatskritiker bek&auml;mpft, ist kein Demokrat mehr. Leute wie Michael Ballweg hat man weggesperrt, weil er mit seiner Kritik die Coronama&szlig;nahmen bek&auml;mpte und damals sogar die Pr&auml;sidenten Putin und Trump zu einer gro&szlig;en Demonstration im August 2020 einlud. Dieses Recht sollte man einem Staatskritiker zugestehen, sonst braucht man sich nicht &uuml;ber die Zust&auml;nde in anderen L&auml;ndern beschweren. Wer Kritik &uuml;bt, geh&ouml;rt nicht nach rechts oder links, sondern er geh&ouml;rt zur Mitte. Der Staat, der so etwas nicht zulassen will, zeigt hingegen rechte Tendenzen, weil er grundlos die berechtigten Ma&szlig;nahmen eines unbescholtenen B&uuml;rgers einschr&auml;nkt. Die AfD tr&auml;gt viel zur Demokratiebewegung gerade auch im Zusammenhang mit den Coronaprotesten bei. Sie ist aber leicht aus der Mitte auszugrenzen, weil es dort Ausl&auml;nderfeinde gibt. Die gibt es aber auch bei der CDU und aufgrund meiner pers&ouml;nlichen Erfahrung sogar bei den Gr&uuml;nen. Diese beiden Parteien darf man nicht zu den Extremisten z&auml;hlen, denn sie setzen sich f&uuml;r Kriege, Privatisierung und eine uneingeschr&auml;nkte Digitalisierung ein, ohne dabei auch die Verlierer im Blick zu haben. Wer bei den Klimama&szlig;nahmen Kritik &uuml;bt, weil sie nicht sozial genug sind oder unliebsame Ursachen f&uuml;r Klimaprobleme nennt, darf ebenfalls nicht zur Mitte geh&ouml;ren. W&auml;ren am Sonntag in Th&uuml;ringen Wahlen, so k&auml;me laut Umfragen die AfD zusammen mit der Linken auf &uuml;ber 50%. Die Mitte h&auml;tte man damit zwar dort verloren, aber ein entspannteres Verh&auml;ltnis zu anderen L&auml;ndern, vor allem Russland und China gewonnen, wenn sich eine solche Situation f&uuml;r den Bund ergeben w&uuml;rde.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichem Gru&szlig;<br>\nHarald Pfleger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NDS Team,<\/p><p>Ich greife mir aus dem Artikel einen Punkt heraus um ihn unter die Lupe zu nehmen:<\/p><p>Die Deligitimierung des Staates. Dazu gibt es etwas zu sagen.<\/p><p>Ich verweise auf:<\/p><p>Bundesverfassungsgericht, Beschluss des ersten Senats vom 4 November 2009 &ndash; 1BvR 2150\/08 &ndash; Rn. (1-110)<br>\nOnline: <a href=\"http:\/\/bverfg.de\/e\/rs20091104_1bvr215008.htm\">bverfg.de\/e\/rs20091104_1bvr215008.htm<\/a><\/p><p>Diese besagt:<\/p><p>Gesch&uuml;tzt sind damit von Art 5 Abs. 1GG auch Meinungen, die auf eine grundlegende &Auml;nderung der politischen Ordnung zielen, unabh&auml;ngig davon, ob und wieweit sie im Rahmen der grundgesetzlichen Ordnung durchsetzbar sind.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nPatrick Janssens<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Nachdenkseitenteam,<\/p><p>ich w&uuml;rde nicht sagen das es ein &ldquo;Extremismus der Mitte&rdquo; gibt, vielmehr w&uuml;rde ich sagen es handelt sich um die &ldquo;Naivit&auml;t der Mitte&rdquo;.<\/p><p>Sehen wir uns doch mal die Realit&auml;t der angeblichen Mitte an. Man geht t&auml;glich 8h+ malochen und nach Feierabend erledigt man noch private Dinge, da bleibt nicht viel Zeit sich umfassend zu informieren. So wird das Gro der &ldquo;Mittelm&auml;&szlig;igen&rdquo; vielleicht ein paar Mal am Tag kurz in seine Lieblingsnachrichten App auf dem Telefon reinschauen und vielleicht ein paar Artikel lesen.<\/p><p>Ein Informieren aus mehreren Quellen, die vielleicht sogar unterschiedliche Sichtweisen anbieten, findet nicht statt genauso wenig wie das Reflektieren des Gelesenen. Man vertraut auf die Richtigkeit des Geschriebenen und merkt dabei auch gar nicht, dass es objektive Informationen kaum gibt.<\/p><p>Ein sch&ouml;nes Beispiel ist die aktuelle Posse um den angeblichen &ldquo;Spionageballon&rdquo; &uuml;ber den USA<br>\nund wie sehr man probiert, Stimmung zu machen. Dazu ein Zitat aus dem Morgenbriefing des Spiegels:<\/p><blockquote><p>\nNa, haben Sie heute Morgen auch in den Himmel geblinzelt, auf der Suche nach einem chinesischen Ballon? Sind Sie mit dem ersten Kaffee in der Hand, hoffentlich warm eingemummelt, auf den Balkon oder in den Garten getreten und haben den Himmel &uuml;ber Stuttgart, Chemnitz oder Rotenburg (W&uuml;mme) nach einem winzigen wei&szlig;en Punkt abgesucht?\n<\/p><\/blockquote><p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/news-spionage-ballons-china-robert-habeck-olaf-scholz-afd-jubilaeum-letzte-generation-abtreibung-hans-georg-maassen-a-a2d4ba31-c835-4645-baa7-a9ee5345fae7\">spiegel.de<\/a><\/p><p>Das ist doch schon gezielte Panikmache. Und wenn diese Panikmache auf Menschen trifft, die nicht viel Zeit haben, sich umfassend zu informieren ist klar, dass dies Spuren hinterl&auml;sst.<\/p><p>Zumal es ja auch den Effekt gibt, dass Menschen sich mit wenigen Informationen eine Meinung bilden und diese Meinung dann auch verteidigen, selbst wenn es gegenteilige Informationen gibt.<\/p><p>So werden die Menschen gezielt gelenkt besonders die Mitte der Gesellschaft.<\/p><p>Hier auch noch der Hinweis zu einer Studie aus England: &ldquo;Starke Meinung f&uuml;hrt zu Selbst&uuml;bersch&auml;tzung beim Wissen&rdquo;<\/p><blockquote><p>\nWir haben festgestellt, dass starke Einstellungen, sowohl f&uuml;r als auch gegen die Wissenschaft, durch ein starkes Selbstvertrauen in das Wissen &uuml;ber die Wissenschaft untermauert werden\n<\/p><\/blockquote><p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/grossbritannien-starke-meinung-fuehrt-laut-studie-zu-selbstueberschaetzung-beim-wissen-a-8051128b-69e9-418d-a5bc-9bb9ee342efc\">spiegel.de<\/a><\/p><p>Das Blome Zitat ist ja ein sch&ouml;nes Beispiel daf&uuml;r. Keine wirkliche Ahnung, aber eine starke Meinung.<\/p><p>Die Ergebnisse der Studie lassen sich dabei nat&uuml;rlich, auf ziemlich alle Themen anwenden, je gr&ouml;&szlig;er das Selbstvertrauen in das eigene Wissen, desto st&auml;rker auch die Meinung. So haben wir nun Journalisten, die sehr gro&szlig;es Vertrauen in Ihr Wissen haben und dies als starke Meinung an die Leser weiter geben die dies dann auch &uuml;bernehmen.<\/p><p>Wenn man diese Leute dann mit, Ihnen unbekannten Fakten konfrontiert kommt es zu Abwehrhaltungen, um die eigene Meinung und das Ego zu sch&uuml;tzen, denn wer gibt schon gerne zu falsch gelegen zu haben bzw. wie &ldquo;dumm&rdquo; man war, das zu glauben, was man glauben wollte.<\/p><p>Was aber am schlimmsten ist, ist es diese Mechanismen zu verstehen und hilflos mit anzusehen wie diese immer wieder und wieder angewendet werden und man keine Chance hat die &ldquo;Mitte&rdquo; in einer sachlichen Diskussion zu &uuml;berzeugen.<\/p><p>Es ist einfach zum M&auml;usemelken.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nRonny Dietzsch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Brandes,<br>\n&nbsp;<br>\nwenn ich mich hinsichtlich Ihres Beitrages zu Wort melde, so, um vielleicht einen Beitrag daf&uuml;r zu leisten, dass ihn noch mehr lesen. Wenn ich dabei auf eigene Quellen zur&uuml;ckgreife, so m&ouml;ge man mir das mit dem Hinweis nachsehen, dass ich damit die Bedeutung Ihrer Arbeit hervorheben m&ouml;chte. Generell halte ich es f&uuml;r wichtig, zu der Natur von Dingen vorzudringen<a href=\"https:\/\/twitter.com\/LiskeAphorismen\/status\/1231831984260964352?s=20&amp;t=EhryJFtl_5u7WhSQtuvTJg\">, weil man nur so<\/a> zu sinnvollen und insbesondere nachhaltigen Auseinandersetzungen damit kommen kann.<br>\n&nbsp;<br>\nSie greifen mit der Diskussion um die Mitte ein &uuml;beraus <a href=\"https:\/\/twitter.com\/LiskeAphorismen\/status\/1197754295069925376?s=20&amp;t=JegFwiSNV8mW5vWjG82hYg\">wichtiges Thema unserer Zeit<\/a> auf und lenken die Aufmerksamkeit auf eine Gruppe, die per se f&uuml;r sich in Anspruch nimmt, fehlerfrei und unadelig zu sein: Wof&uuml;r insbesondere die linken und rechten R&auml;nder herhalten sollen, das zu beweisen und es ist bezeichnend, dass das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz &ndash; das Amt, dass allein dem Grundgesetz verpflichtet sein sollte &ndash; sich mit diesen R&auml;ndern besch&auml;ftigt, der Mitte aber keine Aufmerksamkeit schenkt. Ein fataler Fehler.<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.liske.de\/_files\/ugd\/f02e2a_4a21b136b67541e48a462a1518ddc644.pdf?index=true\">Dabei<\/a> hat die Mitte ohne Zweifel eine besondere Bedeutung. Der Substanzwert der Mitte und ihre Stabilit&auml;t beeinflussen, was man an den R&auml;ndern aushalten kann.<br>\n&nbsp;<br>\nDenn die Verfasstheit der Mitte ist entscheidend f&uuml;r die Resilienz und die Zukunftsf&auml;higkeit Deutschlands. Ihrem Zustand wird aber keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei erwachsen die gr&ouml;&szlig;ten Probleme f&uuml;r unsere Gesellschaft aus ihrer Mitte &ndash; wobei die in ihr herrschende Kultur die Grundlagen daf&uuml;r schafft.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.liske.de\/produktseite\/aphorismen-f%C3%BCr-die-menschwerdung-des-affen\">Im permanenten Widerspruch<\/a> zwischen dem Schein und dem Sein zu wirken, schw&auml;cht die Demokratien von innen heraus, so dass ihnen Substanz wie auch Orientierung verlorengehen und sie der Dynamik Chinas nur Aggression entgegensetzen k&ouml;nnen. Aus Mangel an werteorientierter F&uuml;hrung, f&uuml;r die Sonntagsreden ohne nachhaltig wirkende Substanz einfach zu wenig sind, erwachsen Kulturen, mit denen die Gesellschaften von innen heraus vergiftet werden. So ist das Schweigen als des Kleingeists Gift &ndash; sich nicht einzubringen, das diskreditierende Reden &uuml;ber die, die nicht dabei sind &ndash;, tief in allen Ebenen der Gesellschaft verwurzelt. Gleiches gilt daf&uuml;r, von Anderen zu fordern, Heilige zu sein und sie beim kleinsten Fehltritt zu kreuzigen, aber eigenes Handeln unreflektiert zu lassen.<br>\n&nbsp;<br>\nEin solches Volk nun [&hellip;] das an keine Gesetze gebunden ist, ist zu einem despotischen Gebrauche seiner Gewalt geneigt,<br>\nund wird endlich daran gew&ouml;hnt. Die Schmeichler sind also bei ihm in Ehren.<br>\n&Uuml;berhaupt was unter den K&ouml;nigen der Despot, das ist unter den Demokratien ein solches Volk.<br>\nBeide haben &auml;hnliche Sitten, beide sind geneigt diejenigen zu unterdr&uuml;cken, welche gewisse Vorz&uuml;ge haben.<br>\n&nbsp;<br>\nAristoteles (384 &ndash; 322 v. Chr.), griechischer Philosoph, Sch&uuml;ler Platons, Lehrer Alexanders des Gro&szlig;en von Makedonien<br>\n&nbsp;<br>\nMan geht in die Kirche, glaubt aber nicht an Gott. Man ver&ouml;ffentlicht Compliance-Richtlinien, aber betr&uuml;gt, wo immer es einen Nutzen verspricht. Man pr&auml;sentiert sich als technologischer Vorreiter, aber betr&uuml;gt beim Schadstoffaussto&szlig;. Man fordert von der Bev&ouml;lkerung Demut vor den sozialen und &ouml;konomischen Folgen der Pandemie, nutzt diese aber eigenn&uuml;tzig und versichert, dass w&uuml;rde nicht wieder vorkommen &ndash; wohlwissend, dass der Lobbyismus noch immer seinen Weg gefunden hat, aus der auf Eigennutz orientierten Kultur Nutzen zu ziehen. Man findet immer wieder sch&ouml;ne Worte, aber benennt das Elend nicht wie Papst Franziskus beim Namen. Doch das alles ist nur Ausdruck einer gesellschaftlichen Verfasstheit, die auf allen gesellschaftlichen Ebenen nicht anders ist. Aber keiner k&uuml;mmert sich darum &ndash; auch, weil es die herrschende Normalit&auml;t ist. Und so wird das Elend immer gr&ouml;&szlig;er.<br>\n&nbsp;<br>\nNormal sein ohne Normal, macht normal sein zum Normal.<br>\n&hellip;<br>\nIndem die Demokratien ihr Humankapital schw&auml;chen, leisten sie ihrer Destabilisierung Vorschub. Wenn die Politik immer mehr zum Erf&uuml;llungsgehilfen der Lobbyisten wird, wenn die Amerikaner die Deutschen aussp&auml;hen, um sich ihrer Innovationen zu bem&auml;chtigen und sie im Hintergrund in vielf&auml;ltiger Weise zu f&uuml;hren, wenn die Massen&uuml;berwachung an sich um sich greift und ihr immer mehr die Einflussnahme folgt, wenn die Medien nur Sprachrohre f&uuml;r immer schwerer zu durchschauende politische Agenden und nicht bereit sind, entlang der freiheitlichen demokratischen Grundordnung Diversit&auml;t in der gesellschaftspolitischen Analyse und bei der Diskussion alternativer Ideen und Konzepte zuzulassen, wenn die Judikative zunehmend wieder politische Interessen exekutiert, so begrenzt das die kognitive Diversit&auml;t wie auch die wirtschaftliche Entwicklung und wirkt so destabilisierend auf die gesellschaftliche Ordnung, da die f&uuml;r Prosperit&auml;t und gedeihliche Zukunft notwendigen Analysen, Ideen und Konzepte aus dem Blickwinkel des Kleingeistes isoliert, diskreditiert und vernichtet werden, statt das der Freigeist Beitr&auml;ge f&uuml;r die gesellschaftliche Entwicklung leistet. Die erodierende Mitte wird zum gr&ouml;&szlig;ten Sicherheitsrisiko f&uuml;r die freiheitliche demokratische Grundordnung, die nicht zuletzt der Diffusion in die politischen R&auml;nder Vorschub leistet.<br>\n&nbsp;<br>\nDie von Ihnen angesprochene Linken erwachsen aus der Mitte und man sieht, was herauskommt, wenn man der generellen Verfasstheit ein bisschen &bdquo;links&ldquo; hinzuf&uuml;gt.<br>\n&nbsp;<br>\nDie <a href=\"https:\/\/www.liske.de\/post\/gedanken_zum_09_november\">aus meiner Sicht infiltrierten Linken<\/a> &ndash; man erkennt das nicht zuletzt daran, dass sie sich der Natur dieses Krieges in keiner Weise stellen &ndash; verabschieden sich mit Parolen aus der politischen Bedeutung, die in einer von &Uuml;berreizen gepr&auml;gten Gesellschaft nicht mehr wahrgenommen werden und ihr selbstverliebtes Personal ist weder in der Lage, die systemischen Herausforderungen unserer Zeit zu erkennen &ndash; geschweige denn, daf&uuml;r nachhaltige L&ouml;sungsans&auml;tze anzubieten &ndash;, noch zu nutzen, dass es in den auf Eigen-, Individual- und Fremdnutzen ausgerichteten relevanten politischen Parteien an der wirklichen Vertretung von zweien mangelt und das insofern ihr Markt sein k&ouml;nnte: Von Deutschland als Nation und seiner Bev&ouml;lkerung.<br>\n&nbsp;<br>\nF&uuml;r mein Denken und das Bem&uuml;hen, Analysen, Ideen und Konzepte auf gesellschaftlichen Nutzen auszurichten, hat es sich als sinnvoller erwiesen, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/search?q=%40LiskeAphorismen%20Kleingeist%20Freigeist&amp;src=typed_query&amp;f=top\">den Zeitgeist<\/a> in Kleingeist und Freigeist einzuteilen &ndash; wobei ein normatives Fundament an Werten unerl&auml;sslich ist. Ein ganz wichtiger Baustein ist dabei unser Grundgesetz und es ist bezeichnend f&uuml;r den Zustand unserer Gesellschaft, dass gerade auch aus der Mitte der Gesellschaft Handeln erw&auml;chst, das seine Bedeutung schwinden l&auml;sst &ndash; wobei ich auf eigene Erfahrungen zur&uuml;ckgreifen kann und auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90835\">j&uuml;ngste Erfahrungen der NachDenkSeiten<\/a> diesen Schluss zulassen.<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.liske.de\/produktseite\/willk%C3%BCr-einblicke-in-die-deutsche-un-rechtsprechung\">Ma&szlig;st&auml;be<\/a> &ndash; Normen &ndash; sind in unserer zunehmend komplexeren Welt unverzichtbar. Ohne die f&uuml;r elementare Einheiten wie L&auml;nge, Masse, Zeit, Stromst&auml;rke und Temperatur geltenden Normen k&auml;me unsere Welt nicht zurecht und ohne die Normen des DIN w&auml;re Deutschland nicht so erfolgreich. So verh&auml;lt es sich auch mit den moralisch-ethische Normen und f&uuml;r die Durchsetzung der verfassungsm&auml;&szlig;igen Ordnung unerl&auml;sslich sind das Grundgesetz, das Recht und die Rechtsprechung. Deren Wirksamkeit wird nicht durch wohlfeile Worte an Feier- und Gedenktagen gew&auml;hrleistet, sondern durch ihre tagt&auml;gliche Nutzung. Sie ist nicht dadurch gegeben, dass man sich darauf beruft, sondern dadurch, dass alles, was entsteht, aus den Normen heraus erw&auml;chst &ndash; denn wie sollen zwei 100 m-L&auml;ufer in ihrer Leistung verglichen werden, wenn ihre 100 m nicht aus derselben Norm heraus gemessen werden und wie sollen zwei gerichtliche Urteile zu denselben Sachverhalten bewertet werden, wenn es keinen Ma&szlig;stab daf&uuml;r gibt, was gut und richtig ist.<br>\n&nbsp;<br>\nMan mu&szlig; sowohl den B&uuml;rger sch&uuml;tzen als auch seine Rechte.<br>\nDas tut man im Vorfeld am besten dadurch, da&szlig; man das Grundgesetz sch&uuml;tzt.<br>\n&nbsp;<br>\nWolfgang J. Reus (1959 &ndash; 2006), deutscher Journalist, Aphoristiker<br>\n&nbsp;<br>\nWorte beschreiben Werte. Ihr Gewicht entbl&ouml;&szlig;t sich durch Handlung.<br>\n&nbsp;<br>\nHinzu kommt, dass Richter zwar qua Amt unabh&auml;ngig sind, doch sie wirken nicht als Menschen aus irgendeinem Wolkenkuckucksheim, sondern sind Menschen, die durch ihre Einbindung in Strukturen, durch ihr pers&ouml;nliches Interesse an beruflicher Entwicklung und eine gesellschaftliche &ndash; und auch unter ihnen wirkende &ndash; Kultur, die abweichende Haltungen nicht goutiert, de facto nicht unabh&auml;ngig sind. Die Annahme ihrer Unabh&auml;ngigkeit ist eine nicht aufrechtzuerhaltende M&auml;r und die vorliegende Geschichte legt den vollkommenden Unsinn dessen offen, denn sie zeigt, dass Richter &uuml;berfordert sind, Wahrheiten in ihre Erw&auml;gungen einzubeziehen und entlang ihnen Recht zu sprechen. Ganz im Gegenteil setzen sie ihre Kompetenz daf&uuml;r ein, die Wahrheit zu verdr&auml;ngen und Unrecht walten zu lassen.<br>\nInzwischen bin ich davon &uuml;berzeugt, dass die Judikative unf&auml;hig zu einer Selbstreinigung ist, die es ihr erm&ouml;glicht, ihrer Verantwortung tugendhaft gerecht zu werden. Daher glaube ich, dass es einer externen Einrichtung &auml;hnlich der des T&Uuml;V bedarf, um die Qualit&auml;t richterlichen Wirkens zu sichern. Man &uuml;berl&auml;sst es heutzutage nicht Unternehmen, sich selbst zu pr&uuml;fen und es gibt keinerlei Begr&uuml;ndung, aus der sich ableiten l&auml;sst, dass es mit der Judikative eine Gruppe von Menschen gibt, die dem &uuml;brigen Teil der Gesellschaft moralisch-ethisch &uuml;berlegen sind. Wenn sie dann aber wie die Gesellschaft genauso moralisch-ethisch verwerflich sein kann, so verbietet es sich, ihr einen besonderen Status zu geben und sie hat sich der freiheitlichen demokratischen Grundordnung in genau der gleichen Weise zu unterwerfen wie der Rest der Gesellschaft.<br>\n&nbsp;<br>\nInsofern ist es <a href=\"https:\/\/twitter.com\/LiskeAphorismen\/status\/1410290304125648897?s=20&amp;t=EhryJFtl_5u7WhSQtuvTJg\">unerl&auml;sslich<\/a>, der <a href=\"https:\/\/www.liske.de\/_files\/ugd\/f02e2a_8eb2c6b0537f4bf58e192811f72c2a81.pdf\">Natur unserer Demokratie<\/a> auf die Spur zu kommen. Aus dieser Natur erwachsen die monokulturelle, russophob gepr&auml;gte, Verbl&ouml;dung einer durch Tittytainment ruhiggestellten Bev&ouml;lkerung, die zunehmende Diskriminierung Andersdenkender und ebenso die wieder einsetzende Militarisierung Deutschlands &ndash; mit vielf&auml;ltigen Konsequenzen f&uuml;r die Zukunftsf&auml;higkeit unseres Landes. Daher mein Dank f&uuml;r Ihren Beitrag.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBernd Liske<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93451\">In diesem Beitrag<\/a> thematisiert Udo Brandes die extremistischen Tendenzen der gesellschaftlichen Mitte. 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Erinnert wird z.B. daran, &bdquo;dass Bundeskanzler Olaf Scholz gleich zu Beginn seiner Amtszeit mit Bezug auf seine Corona-Politik<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93781\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-93781","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/93781","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=93781"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/93781\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":93782,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/93781\/revisions\/93782"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=93781"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=93781"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=93781"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}