{"id":9389,"date":"2011-05-11T08:39:01","date_gmt":"2011-05-11T06:39:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9389"},"modified":"2011-05-11T08:39:01","modified_gmt":"2011-05-11T06:39:01","slug":"hinweise-des-tages-1381","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9389","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Griechenland-Krise; Der Feind steht links; Wirtschaft brummt, Reall&ouml;hne sinken; Hohe Dividenden &ndash; Deutsche Firmen sch&uuml;tten 31 Milliarden Euro aus; China Handels&uuml;berschuss steigt sprunghaft; &raquo;Die Daten sind hochgradig unblaubw&uuml;rdig&laquo;; Zielgruppe Sch&uuml;ler; Omin&ouml;se Spenden bringen NRW-Innenminister in Bedr&auml;ngnis; Uno: 750.000 Menschen auf der Flucht; Abschiebung aus Europa &ndash; Mit Scham zur&uuml;ck nach Togo; &Auml;gyptens Religionskonflikt: Das Private wird religionspolitisch; Tod, Gerechtigkeit, Gr&ouml;&szlig;e; Studie: Kinder reicher Eltern sind weniger einf&uuml;hlsam; Projekt gelbe Tonne; Universit&auml;t Heidelberg will Koch-Mehrin Doktortitel aberkennen; Scholz kriegt &Auml;rger; Leserbeteiligung erw&uuml;nscht &ndash; oder etwa nicht?; Eine Hartz-IV Posse in drei Akten; Die braunen Flecken des Aufdeckermagazins &ldquo;Der Spiegel&ldquo; (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Griechenland-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Der Feind steht links<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Wirtschaft brummt, Reall&ouml;hne sinken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Hohe Dividenden &ndash; Deutsche Firmen sch&uuml;tten 31 Milliarden Euro aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">China Handels&uuml;berschuss steigt sprunghaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">&raquo;Die Daten sind hochgradig unblaubw&uuml;rdig&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Zielgruppe Sch&uuml;ler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Omin&ouml;se Spenden bringen NRW-Innenminister in Bedr&auml;ngnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Uno: 750.000 Menschen auf der Flucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Abschiebung aus Europa &ndash; Mit Scham zur&uuml;ck nach Togo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">&Auml;gyptens Religionskonflikt: Das Private wird religionspolitisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Tod, Gerechtigkeit, Gr&ouml;&szlig;e<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Studie: Kinder reicher Eltern sind weniger einf&uuml;hlsam<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Projekt gelbe Tonne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Universit&auml;t Heidelberg will Koch-Mehrin Doktortitel aberkennen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Scholz kriegt &Auml;rger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Leserbeteiligung erw&uuml;nscht &ndash; oder etwa nicht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Eine Hartz-IV Posse in drei Akten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Die braunen Flecken des Aufdeckermagazins &ldquo;Der Spiegel&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=9389&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Juncker nach falschen Dementis in der Kritik<\/strong><br>\nMit der Wahrheit darf man es im Umgang mit der Euro-Krise nicht immer ganz genau nehmen. Da sind sich Vertreter von Kommission und EU-Staaten einig. Nur offen l&uuml;gen sollte man dann doch nicht.<br>\nDer luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker ist ein Meister darin, S&auml;tze derart kompliziert zu formulieren, dass der Zuh&ouml;rer am Ende alles oder nichts hineinlesen kann. Das hat ihm auch in der Euro-Krise viele Schlagzeilen eingebracht, denen sein Stab die Brisanz meist schlicht durch den Hinweis nehmen konnte, man m&ouml;ge den Satz doch einmal bis ans Ende lesen. Nun allerdings kursiert ein Satz Junckers in Br&uuml;ssel, der an Klarheit kaum zu &uuml;berbieten ist: &bdquo;Wenn es ernst wird, muss man l&uuml;gen.&ldquo; Gesagt haben soll Juncker das kurz vor Ostern bei einer Preisverleihung in der bayerischen Landesvertretung. Seit dem &bdquo;Geheimtreffen&ldquo; der gro&szlig;en Euro-Staaten, Europ&auml;ischer Zentralbank, Europ&auml;ischer Kommission und Griechenlands am Freitagabend in Luxemburg aber hat dieser Satz ein ganz neues Gewicht bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF\/Doc~ED2CB6E3D71CA452080A4E8A157D50350~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger &ndash; Unser Euro<\/strong><br>\nEuropas W&auml;hrung muss gerade den Deutschen teuer sein. Wer keine h&ouml;here Arbeitslosigkeit riskieren will, hilft den Griechen &ndash; mit niedrigeren Zinsen und Investitionen. [&hellip;]<br>\nZehn Jahre Lohnzur&uuml;ckhaltung und Restrukturierung auf der Unternehmensebene haben die hiesigen Firmen im Euroraum und auf den Weltm&auml;rkten immer unangreifbarer gemacht. Da die Produktivit&auml;t steigt, das Lohnplus aber meist noch nicht einmal die Inflation wettmachen kann, sind deutsche Waren und Dienstleistungen relativ billig geworden &ndash; und werden es weiter.<br>\nInnerhalb Eurolands betreibt Deutschland seit zehn Jahren nichts anderes als eine Politik der Abwertung. Gegen&uuml;ber dem Rest der Welt konserviert der Euro die Wettbewerbsvorteile, die sich das Land innerhalb der W&auml;hrungsunion erarbeitet hat.<br>\nAndere L&auml;nder, allen voran die s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder und Irland haben kr&auml;ftig aufgewertet. Dort sind die L&ouml;hne zu rasch gestiegen und damit die Verschuldung im Ausland. Denn den Export&uuml;bersch&uuml;ssen der Deutschen stehen Forderungen an die Handelspartner gegen&uuml;ber.<br>\nDiese Ungleichgewichte in der realen Wirtschaft sind die Hauptursache der Krise im Euroraum. Und die Sparauflagen an Griechenland und Co. speisen sich aus dem deutschen Geist der Abwertung. M&ouml;gen doch diese L&auml;nder dieselbe Rosskur vornehmen. Doch das ist einfacher gesagt als getan, vor allem weil Deutschland weiter Lohnzur&uuml;ckhaltung &uuml;bt, weil es weiter h&ouml;chste Handelsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse anh&auml;uft. Der Stress lie&szlig;e sich nur abmildern, wenn Deutschland steigende L&ouml;hne samt Handelsbilanzdefiziten in Kauf n&auml;hme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/unser-euro\/-\/1472602\/8427206\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>W&auml;re Deutschland Portugal<\/strong><br>\nDie &ldquo;Rettungsma&szlig;nahmen&rdquo; f&uuml;r die Krisenl&auml;nder Griechenland und Portugal sehen milliardenschwere Ausgabenk&uuml;rzungen zur Entlastung der &ouml;ffentlichen Haushalte vor. Sinkende &ouml;ffentliche Ausgaben &ndash; wie z.B. K&uuml;rzungen bei Sozialausgaben, Gehaltsk&uuml;rzungen im &ouml;ffentlichen Dienst, Aussetzen von geplanten Infrastrukturinvestitionen &ndash; m&uuml;ssen sinkende Einnahmen bei privaten Haushalten und der privaten Wirtschaft nach sich ziehen. Die Ausgaben des einen, sind immer die Einnahmen des anderen. Die hier&uuml;ber beeintr&auml;chtigte Wirtschaftsentwicklung muss sich wiederum negativ auf die Entwicklung der &ouml;ffentlichen Haushalte auswirken: Bricht das Wirtschaftswachstum in Folge des &uuml;ber die Sparprogramme ausgel&ouml;sten Nachfrageausfalls ein, steigen die Ausgaben zur Abfederung wachsender Arbeitslosigkeit und sinken die Steuereinnahmen aufgrund der r&uuml;ckl&auml;ufigen wirtschaftlichen Aktivit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=129&amp;Itemid=2\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Feind steht links<\/strong><br>\nDer Fall Sarrazin zeigt, wie schwer es sich die SPD mit dem Ausschluss von Mitgliedern tut. Nur bei Sozialisten kennen die Sozialdemokraten keine Gnade.<br>\nSie wollten die unangenehme Aff&auml;re beerdigen, unbemerkt und kurz vor Ostern. Das hat nicht funktioniert. Im Gegenteil, der gescheiterte Parteiausschluss im Fall Sarrazin r&uuml;hrt an fast Vergessenes in der SPD. In Leserbriefen wird an die lange Geschichte der sozialdemokratischen Parteiausschl&uuml;sse erinnert. Und an das Muster, das sich auch im Falle Sarrazin best&auml;tigt: Gefeuert wurden, vom Kaiserreich bis zu den WASG-Sympathisanten hundert Jahre sp&auml;ter, stets linke Sozis.<br>\nNein, an einen Parteiausschluss aus dem Kreis der Rechten k&ouml;nne auch sie sich nicht erinnern, sagt die Historikerin Helga Grebing, Doyenne der SPD-Geschichtsschreibung, Mitglied der Historischen Kommission beim Parteivorstand, selbst eingetragene Genossin und bekannterma&szlig;en keine Linke.<br>\nAuf der anderen Seite habe es dagegen oft &ldquo;ehrenwerte Sozialdemokraten&rdquo; getroffen wie Wolfgang Abendroth und Ossip K. Flechtheim. [&hellip;]<br>\nRichtig in Fahrt kam die Ausschlussmaschinerie in den 70ern. 1977 katapultierte sie unter anderem den neugew&auml;hlten Chef der Parteijugend Jusos, Klaus Uwe Benneter, und die Vorsitzende des Sozialistischen Hochschulbundes, Mechtild Jansen, aus der Partei. Ihre Vergehen: Der Berliner Benneter, der sp&auml;ter wieder eintrat und es sogar zum Generalsekret&auml;r brachte, hielt Christdemokraten seinerzeit f&uuml;r politisch schlimmer als Kommunisten und hatte mit den Falschen, Kommunisten n&auml;mlich, zu einer Abr&uuml;stungsdemonstration aufgerufen. Jansen hatte bei den falschen Leuten einen Vortrag gehalten. Mit ihnen flogen Dutzende, die gegen den Rausschmiss protestierten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2011-05\/spd-sarrazin-sozialisten\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wirtschaft brummt, Reall&ouml;hne sinken<\/strong><br>\nTrotz der wirtschaftlichen Erholung werden die Tarifgeh&auml;lter in diesem Jahr nur geringf&uuml;gig wachsen &ndash; w&auml;hrend die Preise steigen. Die FR hat eine Auswertung von Experten erbeten. Das Ergebnis ist ern&uuml;chternd niedrig.<br>\nVolkwirte staunen, Besch&auml;ftigte werden entt&auml;uscht sein: Trotz der wirtschaftlichen Erholung werden die Tarifgeh&auml;lter in diesem Jahr nur geringf&uuml;gig wachsen. Weil gleichzeitig die Preise sp&uuml;rbar steigen, werden viele Besch&auml;ftigte sogar Reallohnverluste erleiden. Zu dieser Einsch&auml;tzung kommen Volkswirte nach einer Zwischenbilanz der Lohnrunde 2011.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/wirtschaft-brummt--realloehne-sinken\/-\/1472780\/8430408\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hohe Dividenden &ndash; Deutsche Firmen sch&uuml;tten 31 Milliarden Euro aus<\/strong><br>\nDie Wirtschaft boomt, die Firmen verbuchen Gewinne &ndash; und belohnen ihre Aktion&auml;re: Insgesamt wurden dieses Jahr laut einer Studie deutlich mehr Dividenden ausgesch&uuml;ttet als noch 2010. Fast alle DAX-Konzerne zahlten an ihre Anleger. Nur die Commerzbank fiel aus der Reihe.<br>\nAktion&auml;re haben Grund zur Freude: Im Jahr 2011 geben die gr&ouml;&szlig;ten Unternehmen Deutschlands deutlich mehr von ihrem Gewinn an die Anleger ab als noch im Vorjahr. Die Summe aller Dividenden kletterte laut einer Studie auf 31,1 Milliarden Euro &ndash; 31,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Deutsche Schutzvereinigung f&uuml;r Wertpapierbesitz (DSW) hatte alle 334 Unternehmen im sogenannten Prime-Standard-Segment der Deutschen B&ouml;rse untersucht. Firmen im Prime Standard erf&uuml;llen ein hohes Transparenzniveau, was Voraussetzung ist, um in den Dax sowie in seine kleineren Aktienindex-Br&uuml;der MDax, SDax und TecDax aufgenommen zu werden. Der L&ouml;wenanteil der Dividenden wird von den 30 gr&ouml;&szlig;ten Firmen Deutschlands ausgesch&uuml;ttet: Die im Dax notierten Konzerne zahlen 26,4 Milliarden Euro an ihre Aktion&auml;re, also mehr als 80 Prozent der Gesamt-Aussch&uuml;ttungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,761652,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man sollte sich diese Zahlen im Hinterkopf behalten, wenn Politik und Lobbys mal wieder behaupten, es sei kein Geld f&uuml;r bestimmte Dinge vorhanden. Dank der von Union und SPD eingef&uuml;hrten Abgeltungssteuer m&uuml;ssen die Eink&uuml;nfte aus Dividenden &uuml;brigens nur noch mit maximal 25 Prozent versteuert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>China Handels&uuml;berschuss steigt sprunghaft<\/strong><br>\nDie Exporte der Volksrepublik sind auf Rekordniveau, die Einfuhren stockten st&auml;rker als prognostiziert. Experten lassen die Katastrophe von Japan nicht als alleinige Erkl&auml;rung gelten. Sie halten eine Schw&auml;che der zweitgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft der Welt f&uuml;r m&ouml;glich.<br>\nSchwache Einfuhren haben den Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss Chinas im April auf fast das Vierfache der Analystenerwartungen anschwellen lassen. Der Wert der ausgef&uuml;hrten Waren und Dienstleistungen haben im vergangenen Monat um umgerechnet 11,4 Mrd. Dollar &uuml;ber dem der importierten gelegen, teilte die Zollbeh&ouml;rde des Landes mit. Experten hatten mit einem &Uuml;berschuss von rund 3 Mrd. Dollar gerechnet. Die Exporte wuchsen demnach im Jahresvergleich um 30 Prozent, w&auml;hrend die Einfuhren um 22 Prozent anzogen.<br>\nDie Daten sorgen nicht nur f&uuml;r Gespr&auml;chsstoff in den Verhandlungen, die Washington und Peking einmal im Jahr &uuml;ber politische und wirtschaftliche Fragen f&uuml;hren. Sie alarmieren auch Fachleute. Denn die hatten zwar eine Abschw&auml;chung der Importe erwartet, zeigten sich &uuml;ber das Ausma&szlig; der Verlangsamung allerdings erstaunt. Der Handels&uuml;berschuss der Chinesen gilt als eines der wichtigsten Ma&szlig;st&auml;be f&uuml;r die Ungleichgewichte im globalen Handel, die wiederum f&uuml;r die Finanzkrise zumindest mitverantwortlich gemacht werden. Die USA werfen der kommunistischen F&uuml;hrung regelm&auml;&szlig;ig vor, Exporte durch das Niedrighalten der Landesw&auml;hrung Renminbi zum Dollar indirekt zu f&ouml;rdern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:exportweltmeister-china-handelsueberschuss-steigt-sprunghaft\/60050344.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das &bdquo;<a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2010\/06\/11\/dealing-with-chermany\/\">Chermany-Problem<\/a>&ldquo; ist wohl eines der gr&ouml;&szlig;ten Probleme des Weltwirtschaftssystems. Solange Deutschland und China ihre gigantischen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse nicht abbauen, sieht die Zukunft d&uuml;ster aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&raquo;Die Daten sind hochgradig unblaubw&uuml;rdig&laquo;<\/strong><br>\nInstitut korrigiert sich: Angeblich nur acht statt 16 Prozent der Kinder in der BRD arm. Ein Gespr&auml;ch mit Gerd Bosbach [&hellip;]<br>\njw: Das Ausma&szlig; der Kindermut in Deutschland wurde angeblich deutlich zu hoch beziffert. 2005 soll die Quote nicht bei 16,3, sondern lediglich bei zehn Prozent gelegen haben, heute sollen es nur 8,3 Prozent sein. Die Korrektur erkl&auml;rt das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) mit einer &raquo;verbesserten Methodik&laquo;. Wie plausibel erscheint Ihnen das?<br>\nBosbach: F&uuml;r mich sind die Daten hochgradig unglaubw&uuml;rdig. Vor allem besteht eine gewaltige Diskrepanz zwischen den behaupteten 8,3 Prozent und der Zahl derjenigen Kinder, die von Hartz IV leben m&uuml;ssen. Im September 2010 waren knapp 15 Prozent aller Kinder unter 18 Jahren auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen. Hier mu&szlig; man fragen, wie das mit den DIW-Zahlen zusammenpa&szlig;t. [&hellip;]<br>\nWas mich stutzig macht, sind die Widerspr&uuml;che zu anderen Erhebungen. Laut Mitteilung des Statistischen Bundesamtes vom Januar waren im Jahr 2009 nach einer EU-Stichprobe 15,5 Prozent der Bev&ouml;lkerung in Deutschland armutsgef&auml;hrdet. Nach einer Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung &uuml;ber Kommunen mit mehr als 5000 Einwohnern bezogen im Jahr 2008 in den Bundesl&auml;ndern zwischen 7,4 und 35,7 Prozent der unter 15j&auml;hrigen SGB-II-Leistungen. Lediglich Bayern lag unter der 8,3-Prozent-Quote des DIW, Baden-W&uuml;rttemberg lag genau auf der Grenze, alle anderen zum Teil deutlich dar&uuml;ber. Wenn das DIW jetzt v&ouml;llig andere Ergebnisse pr&auml;sentiert, mu&szlig; an den Zahlen gearbeitet worden und kann Absicht im Spiel gewesen sein.<br>\njw: Aus welchen Gr&uuml;nden?<br>\nEs wird seit l&auml;ngerem spekuliert, da&szlig; sich das DIW den Regierungsinteressen mehr anpassen will, um demn&auml;chst beispielsweise wieder als Wirtschaftsgutachter im Regierungsauftrag zum Zuge zu kommen. Das Institut liefert schon seit l&auml;ngerem Ergebnisse, die der Regierung eher zupa&szlig; kommen.<br>\nDas Gros der Medien hat das DIW-Zahlenwerk nicht in Frage gestellt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/05-11\/008.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Der Anstieg ist der Skandal<\/strong><br>\nDas DIW hat sich bei der Kinderarmutsquote verrechnet. Das ist peinlich. Viel schlimmer aber ist: Nach allen Statistiken ist Kinderarmut seit 2005 stark gewachsen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/positionen\/1118-der-anstieg-ist-der-skandal\">Der Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zielgruppe Sch&uuml;ler<\/strong><br>\nWie die Werbewirtschaft Schulen und Kinderg&auml;rten ins Visier nimmt.<br>\nMarkenwerbung in Schulen ist in den meisten Bundesl&auml;ndern verboten. Doch eine ganze Branche versucht unter dem Deckmantel des Bildungsmarketings dieses Verbot zu umgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/did=8024874\/pv=video\/nid=233454\/c0yqae\/index.html\">SWR Report<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Omin&ouml;se Spenden bringen NRW-Innenminister in Bedr&auml;ngnis<\/strong><br>\nEr ist einer der Aktivposten im nordrhein-westf&auml;lischen Kabinett: Innenminister Ralf J&auml;ger inszeniert sich gerne als Garant f&uuml;r Sicherheit und Ordnung. Doch nun steckt der Duisburger Sozialdemokrat inmitten einer h&auml;sslichen Spendenaff&auml;re. [&hellip;]<br>\nDemnach vermittelte Ralf J&auml;ger der &ouml;rtlichen Gesellschaft f&uuml;r Besch&auml;ftigungsf&ouml;rderung (GfB) den Anwalt V., der dieser daraufhin mehrere Gutachten erstellte und daf&uuml;r kassierte. Anschlie&szlig;end flossen Ende 2008 von einem Konto der Kanzlei 6000 Euro an die klamme Duisburger SPD. Verwendungszweck: &ldquo;Spende&rdquo;. Von einer anderen Bankverbindung der Soziet&auml;t gingen noch einmal 3000 Euro an die Sozialdemokraten.<br>\nDie Frage ist daher: Bediente sich die SPD &uuml;ber Umwege aus den knappen Mitteln einer gemeinn&uuml;tzigen Gesellschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, Arbeitslose wieder in Lohn und Brot zu bringen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,761775,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Uno: 750.000 Menschen auf der Flucht<\/strong><br>\nSeit Beginn der K&auml;mpfe in Libyen haben nach Erkenntnissen der Uno bereits 746.000 Menschen das Land verlassen, etwa 5000 sitzen an den Grenz&uuml;berg&auml;ngen nach &Auml;gypten, Tunesien und Niger fest, und 58.000 sind im Osten Libyens auf der Flucht. Uno-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos forderte in einer Botschaft an den UN-Sicherheitsrat eine Feuerpause, um humanit&auml;re Hilfe zu erm&ouml;glichen.<br>\nDas Fl&uuml;chtlingshilfswerk UNHCR richtete einen dramatischen Appell an EU und Nato. &ldquo;Unsere klare Botschaft ist: Wartet nicht auf ein Notsignal, schaut, ob die Menschen Hilfe brauchen, und rettet sie&rdquo; , sagte Hilfswerk-Sprecherin Melissa Fleming am Dienstag in Genf. EU-Kommissionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso forderte eine &ldquo;lastgerechte&rdquo; Verteilung der Fl&uuml;chtlinge in der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1304551533182\/Uno-750000-Menschen-auf-der-Flucht\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Abschiebung aus Europa &ndash; Mit Scham zur&uuml;ck nach Togo<\/strong><br>\nAfrikanische Fl&uuml;chtlinge, die in Europa scheitern und abgeschoben werden, sto&szlig;en in ihren Gesellschaften auf Unverst&auml;ndnis. Meist schwer traumatisiert, m&uuml;ssen sie Familie und Gesellschaft Rechenschaft ablegen. Der Mythos des afrikanischen Bruders, der in Europa Wohlstand und Gl&uuml;ck gefunden hat, h&auml;lt sich hartn&auml;ckig. Die R&uuml;ckkehrer versuchten die Abschiebung zu verheimlichen. Aus einem angeblichen Besuch werden Wochen, dann Monate, schlie&szlig;lich ein Jahr. Oft sagen die R&uuml;ckkehrer nichts, das nahe soziale Umfeld erkennt die Situation dann irgendwann von selbst. Sie sind nun selbst von der Unterst&uuml;tzung der Familie abh&auml;ngig. Die prek&auml;re Situation hat Folgen: psychische und k&ouml;rperliche Krankheiten, geschiedene Ehen, Kinder, die leiden. &ldquo;Wir, die in Europa waren und gesehen haben, wie schwierig es ist, m&uuml;ssen unseren togolesischen Br&uuml;dern davon erz&auml;hlen&rdquo;, sagt Abdou Razak Aboubakar, Koordinator  eines selbst organisierten Vereins der Abgeschobenen in der Zentralregion Tschaoudjo, voller &Uuml;berzeugung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/mit-scham-zurueck-nach-togo\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.H.:<\/strong> Eine immer wieder notwendige und wichtige Betrachtung der Schicksale, die hinter den &ldquo;b&ouml;sen&rdquo; Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;men stehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Auml;gyptens Religionskonflikt: Das Private wird religionspolitisch<\/strong><br>\nAm Wochenende ist es in &Auml;gypten wieder zu schweren gewaltt&auml;tigen Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und christlichen Kopten gekommen. Die neue Eskalation, diesmal im Kairoer Stadtteil Imbaba, ist nicht isoliert von den allgemeinen Spannungen im Land zu betrachten. Die &Auml;gypter w&auml;hnen sich gern in einer nachrevolution&auml;ren Aufbauphase, gleichwohl herrscht noch keine Gewissheit dar&uuml;ber, ob sie die demokratischen Fr&uuml;chte ihrer Volkserhebung auch tats&auml;chlich ernten werden. Dabei wird die Religion immer mehr zum Politikum, auch wenn es sich derzeit noch um einen eher schleichenden Prozess handelt. Die S&auml;kularen und mit ihnen auch Vertreter der koptischen Gemeinde bef&uuml;rchten, dass die Islamisten im Zuge der bevorstehenden Demokratisierung politisch an Einfluss gewinnen k&ouml;nnten. In den letzten Wochen sahen sich diese Kreise mehr und mehr bedroht von den nicht n&auml;her charakterisierten &bdquo;Salafisten&ldquo;, mit denen nicht die Muslimbr&uuml;der, sondern aktionistische muslimische Eiferer gemeint sind. Letzteren liefert die &ouml;ffentliche &Auml;u&szlig;erung dieser Sorge einen Grund mehr, ihren Kontrahenten zu misstrauen; zumal die gem&auml;&szlig;igteren Religi&ouml;sen die &Auml;ngste der Weltlichen und der Kopten vor einem Erstarken der muslimischen Fundamentalisten f&uuml;r &uuml;bertrieben halten. &ndash; Herauszufinden, wer als Erster dann zur Gewalt griff, d&uuml;rfte im Gewirr von religi&ouml;sem Hass und Verschw&ouml;rungstheorien alles andere als leicht sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE\/Doc~EA60E097AFAC34B90BF8B187A86E74A6B~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein kaum zu fassendes Ph&auml;nomen ist die enorme Ungleichzeitigkeit gesellschaftlicher Entwicklungen im &Auml;gypten aber auch im Nahen Osten &uuml;berhaupt, wie das vergangene Wochenende in Erinnerung ruft. Da trafen sich auf der einen Seite im gr&ouml;&szlig;ten Konferenzzentrums Kairos neue Politikergeneration vom Tahrir-Platz, um ihre Vorstellungen von konkreter Demokratie zu diskutieren, und gleichzeitig prallten im Kairoer Stadtteil Imbaba fanatisierte Muslime auf nicht viel weniger k&auml;mpferische Kopten. Ergebnis: sechs tote Muslime und vier tote Christen. Vordergr&uuml;ndig geht es in diesen Konflikten oft um gemischt religi&ouml;se Liebesbeziehungen, die von ultrakonservativen, militanten Wortf&uuml;hrern beider Glaubensgemeinschaften zu einem grunds&auml;tzlichen, religi&ouml;sen Konflikt hochstilisiert werden. Dabei geht es nicht nur um &ldquo;Glaubensgrunds&auml;tze&rdquo; der Muslime, z.B. um das Verbot der Konvertierung vom Islam zum Christentum, sondern auch um fundamentale Positionen des orthodoxen Koptentums. So ist konservativen Kopten eine Scheidung praktisch unm&ouml;glich. Einen Ausweg bietet dann f&uuml;r verheiratete koptische Frauen die Konvertierung zum Islam. In den konservativen Milieus beider Religionen entspricht die Rolle der Frau vormodernen Vorstellungen, w&auml;hrend in der jungen Demokratiebewegung Frauen und M&auml;nner, Christen und Muslime sich auf gleicher Ebene begegnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Tod, Gerechtigkeit, Gr&ouml;&szlig;e<\/strong><br>\nIn den USA sind kritische Stimmen zur T&ouml;tung Osama bin Ladens in diesen Tagen selten. B&uuml;rger, Dozenten, Soldaten und Linke &ndash; alle loben Obamas Mut. [&hellip;]<br>\nT&ouml;tung, Gerechtigkeit, Gr&ouml;&szlig;e &ndash; au&szlig;erhalb der USA ist das ein fremder Dreiklang. Aber die 56 Millionen Zuschauer in den USA verstehen, was gemeint ist. Einige von ihnen laufen noch vor dem Ende der pr&auml;sidenziellen Ansprache auf die Strasse, um die T&ouml;tung zu feiern. Binnen weniger Minuten kommt es zu spontanen Jubelfeiern vor dem Wei&szlig;en Haus in Washington, an Ground Zero in New York, wo bis zum 11. September 2001 die beiden T&uuml;rme des World Trade Centers standen, an zahlreichen Universit&auml;ten des Landes und in Dearborn, eine Gemeinde nahe der Autostadt Detroit, mit einem besonders gro&szlig;en muslimischen Bev&ouml;lkerungsanteil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/amerika\/artikel\/1\/tod-gerechtigkeit-groesse\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Reaktionen der Amerikaner sind f&uuml;r deutsche Beobachter in der Tat mehr als befremdlich. Laut einer <a href=\"http:\/\/awesome.good.is\/transparency\/web\/1105\/osama-bin-laden\/transparency.jpg\">aktuellen Umfrage<\/a> begr&uuml;&szlig;en 93% der Amerikaner die gezielte T&ouml;tung Bin Ladens &ndash; mehr als die H&auml;lfte der Befragten f&uuml;hlt sich nun sicherer. Die jahrelange Propaganda scheint voll eingeschlagen zu haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Studie: Kinder reicher Eltern sind weniger einf&uuml;hlsam<\/strong><br>\nKinder von reichen Eltern haben weniger Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gen als andere. Das haben Forscher an der University of California in den USA herausgefunden.<br>\nDie sozialen Schichten, in denen man aufw&auml;chst, beeinflussen die eigene Empathie. Das ist das Ergebnis der US-Studie. Personen aus mittleren und niedrigeren sozialen Schichten seien im Alltag viel st&auml;rker auf die Kooperation mit anderen angewiesen. Deshalb entwickelten sie ein besseres Gesp&uuml;r f&uuml;r die Emotionen ihrer Mitmenschen, berichtet die Zeitschrift &laquo;Psychologie heute&raquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.suedkurier.de\/ratgeber\/familie_senioren\/Familie-Kinder-Geld-Psychologie;art464,4880013\">S&uuml;dkurier<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/pss.sagepub.com\/content\/21\/11\/1716.abstract\">Abstract zur Studie (engl.)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Projekt gelbe Tonne<\/strong><br>\nKabarett war gestern, die FDP ist heute. Und die erledigt sich selbst. Eine Auto-Demontage in solchem Tempo haben bislang in Deutschland nur Oppositionsparteien vollbracht.<br>\nSehr geehrte Damen und Herren vom politischen Kabarett, Sie m&uuml;ssen jetzt stark sein. Ihre Mission ist am Ende, sie hat sich &uuml;berlebt. Gehen Sie schon mal vorsorglich zum Arbeitsamt, St&uuml;tze beantragen. Die Realit&auml;t n&auml;mlich ist viel komischer, als Sie es jemals sein k&ouml;nnten. Die Realit&auml;t ist gelb. Kabarett war gestern, die FDP ist heute.<br>\nUnd die ist irrsinnig komisch. Guido Westerwelle will wegen nachgewiesener Erfolglosigkeit in Innen- und Au&szlig;enpolitik nicht mehr Parteichef bleiben. Philipp R&ouml;sler muss das jetzt machen. Birgit Homburger darf, weil ihre Leistungsbilanz d&uuml;rftig ist und sie auch sonst irgendwie im Weg ist, nicht mehr Fraktionschefin der Liberalen im Bundestag bleiben. Weswegen Rainer Br&uuml;derle das jetzt machen muss, dessen Erfolge zwar ein gut geh&uuml;tetes Geheimnis sind, der aber zumindest eine ehrliche Haut ist. Es sei an dieser Stelle an den von Br&uuml;derle ge&auml;u&szlig;erten inhaltlichen Zusammenhang zwischen dem Atommoratorium und den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-W&uuml;rttemberg erinnert. Das war ein gro&szlig;er Auftritt.<br>\nDaf&uuml;r darf Br&uuml;derle aber nun nicht mehr Wirtschaftsminister bleiben, weswegen R&ouml;sler das machen kann, obwohl er das bislang offiziell gar nicht machen wollte, sich aber davon einen Imagegewinn verspricht. Und so kann Daniel Bahr jetzt Gesundheitsminister werden, was ihm viel &Auml;rger einbringen wird, aber zumindest eine echte Bef&ouml;rderung darstellt. Und deswegen soll Homburger an seiner Stelle stellvertretende Parteichefin werden, was sie auch nicht wollte, aber jetzt darf, weil es keinen anderen Platz mehr f&uuml;r sie gegeben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/projekt-gelbe-tonne\/-\/1472602\/8431768\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Universit&auml;t Heidelberg will Koch-Mehrin Doktortitel aberkennen<\/strong><br>\nMehrere Plagiatsvorw&uuml;rfe werden gegen die FDP-Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin erhoben. Jetzt droht ihr die Aberkennung ihres Doktortitels.<br>\nDie Universit&auml;t Heidelberg will der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin offenbar ihren Doktortitel aberkennen und hat sie vor wenigen Tagen zu einer Stellungnahme aufgefordert. Dies erfuhr der Tagesspiegel am Dienstag aus Kreisen der Universit&auml;t Heidelberg, an der Koch-Mehrin promoviert hatte. Der Verdacht auf mehrere Plagiate in ihrer Dissertation zum Fach Wirtschaftsgeschichte habe sich erh&auml;rtet. Dies k&ouml;nnte als erheblicher Regelversto&szlig; gewertet werden. Die Verleihung der Doktorw&uuml;rde k&ouml;nne damit rechtswidrig gewesen sein und zur&uuml;ckgenommen werden. Derzeit erwarte der zust&auml;ndige Promotionsausschuss der Philosophischen Fakult&auml;t eine Stellungnahme Koch-Mehrins zu den Vorw&uuml;rfen, hie&szlig; es aus der Universit&auml;t.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/universitaetheidelberg-will-koch-mehrin-doktortitel-aberkennen\/4156034.html\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/de.vroniplag.wikia.com\/wiki\/Datei:VroniPlag-Koch-Mehrin-Bericht-20110419.pdf\">Koch-Mehrin-Bericht auf &bdquo;Vroniplag&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Scholz kriegt &Auml;rger<\/strong><br>\nBis 2020 will die SPD 2500 Arbeitspl&auml;tze im &ouml;ffentlichen Dienst abbauen. Scholz setzt so die Haushaltspolitik seines Amtsvorg&auml;ngers Christoph Ahlhaus (CDU) fort. Finanzsenator Tschentscher hatte zu Beginn der Woche zugesagt, bei Lehrern, Polizisten und Feuerwehrleuten auf Personalk&uuml;rzungen zu verzichten. In anderen Ressorts hingegen sollen j&auml;hrlich 250 Arbeitspl&auml;tze nicht mehr neu besetzt werden. Wenn die Personalkosten durch Tariferh&ouml;hungen um mehr als ein Prozent pro Jahr steigen sollten, drohte der Sozialdemokrat, werde der Stellenabbau gr&ouml;&szlig;er ausfallen. &raquo;In beispielloser Weise bedroht eine SPD-Regierung damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt und ihre Gewerkschaften&laquo;, warnte CDU-Fraktionschef Dietrich Wersich in einer Stellungnahme.  Auch beim Weihnachtsgeld will der sozialdemokratische Senat hart bleiben. CDU und Gr&uuml;ne hatten einst geplant, die Sonderzahlung f&uuml;r Beamte in den hohen Besoldungsstufen zu streichen und in den niedrigen zu k&uuml;rzen. Die Gewerkschaften des &ouml;ffentlichen Dienstes lehnen das ab. Ende April unterbreitete der Erste B&uuml;rgermeister ihnen ein Angebot, nachdem nur noch ein einheitlicher Satz von 840 Euro j&auml;hrlich plus 300 Euro pro Kind ausbezahlt werden soll. &raquo;Da&szlig; wir die ganze K&uuml;rzung zur&uuml;cknehmen, ist nicht realistisch&laquo;, so Scholz.  Mit den Einschnitten beim Personal und weiteren Etatk&uuml;rzungen wollen Hamburgs Sozialdemokraten ihre Wahlversprechen finanzieren. So wird die schrittweise R&uuml;cknahme der Kita-Geb&uuml;hren allein im Jahr 2012 46 Millionen Euro kosten. V&ouml;llig offen bleibt deshalb, woher die SPD-Alleinregierung die Mittel nehmen will, um die Studiengeb&uuml;hren ab dem Wintersemester 2012\/13 abzuschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/05-07\/013.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Leserbeteiligung erw&uuml;nscht &ndash; oder etwa nicht?<\/strong><br>\nJournalistik-Professorin Fengler &uuml;ber angebliche Medien-Volksn&auml;he<br>\nWir lassen unsere Leser mitschreiben und mitentscheiden. So werben einige Bl&auml;tter der WAZ-Gruppe oder die Bild-Zeitung beispielsweise mit Leserbeir&auml;ten, um zu beweisen, wie volksnah und offen sie sind. Und das nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern.<br>\nAber wie viel Einblick bekommt das Publikum bei den Medien tats&auml;chlich, das fragte sich ein Forscherteam am Erich-Brost-Institut f&uuml;r Internationalen Journalismus an der TU Dortmund. Und die wissenschaftliche Leiterin, Professor Susanne Fengler, antwortete.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/marktundmedien\/1453312\/\">Deutschlandfunk<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/download\/138142\/\">Die Studie &bdquo;Mogelpackung im WWW? Wie europ&auml;ische Medien ihr Publikum online an redaktionellen Prozessen teilhaben lassen &ndash; Ergebnisse einer international vergleichenden Studie&ldquo; [PDF &ndash; 71.8 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Eine Hartz-IV Posse in drei Akten<\/strong><br>\nHamburg-Irgendwo. So hat sich Arno D&uuml;bel (53) sein drei&szlig;igj&auml;hriges Dienstjubil&auml;um als &ldquo;Deutschlands gl&uuml;cklichster Langzeitarbeitsloser&rdquo; nicht vorgestellt: Es ist sp&auml;ter Vormittag. D&uuml;bel und eine Schar erwerbsloser Gratulanten sitzen im Wohnzimmer, um die ersten Bierb&uuml;chsen auf Kosten des Steuerzahlers knallen zu lassen, da macht es pl&ouml;tzlich Piep: Und kuck mal, wer da spricht: &ldquo;Mitten aus dem Leben&rdquo;, das grandiose Lifestyle-Format aus dem Hause Bertelsmann-RTL, blendet sich ein. Das RTL-Team, eine Art selbsternannte Sozialpolizei, ist darauf spezialisiert, arbeitsscheue Elemente wie Arno D&uuml;bel in flagranti bei asozialen Missetaten aufzuscheuchen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-stimmen.de\/?p=15789\">gegen-stimmen.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die braunen Flecken des Aufdeckermagazins &ldquo;Der Spiegel&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Der Spiegel&ldquo; konfrontiert Deutschland seit mehr als 60 Jahren mit dessen dunkler Vergangenheit. Von den braunen Flecken in der eigenen Geschichte will das Nachrichtenmagazin aber nichts wissen. [&hellip;]<br>\nDass der deutsche Bundesnachrichtendienst BND nun endlich die Zusammenarbeit mit Nazi-T&auml;tern und Kriegsverbrechern in seinen Anfangsjahren von einem Historikerkollektiv aufarbeiten l&auml;sst, findet auch der &ldquo;Spiegel&ldquo; gut. Denn, so schrieb das deutsche Nachrichtenmagazin in einem Artikel vor einigen Wochen, die fr&uuml;heren Behauptungen des Dienstes, man habe von der NS-Verstrickung vieler einstiger Mitarbeiter keine Ahnung gehabt, seien Ausreden. &ldquo;Wenn es Unwissenheit gab, dann nur, weil man nicht wissen wollte.&ldquo; So richtig Bescheid wissen will aber auch der &ldquo;Spiegel&ldquo; selbst nicht dar&uuml;ber, wie eng das eigene Magazin in seinen Anfangsjahren mit Nazi-T&auml;tern kooperierte.<br>\nIn dem nun im Salzburger Ecowin-Verlag erschienenen Buch &ldquo;Enttarnt&ldquo; von Peter Ferdinand Koch l&auml;sst sich etwa nachlesen, dass die Redaktion in den f&uuml;nfziger Jahren ehemalige SS-Offiziere an prominenter Stelle besch&auml;ftigte oder sie als Informanten und Auslandskorrespondenten nutzte. Der &ldquo;Spiegel&ldquo; hat solche Vorw&uuml;rfe, die nicht neu sind, immer wieder an sich abprallen lassen.<br>\nTats&auml;chlich hat das in seinem 64. Erscheinungsjahr stehende Flaggschiff des deutschsprachigen investigativen Journalismus auf einem Gebiet bis heute versagt &ndash; der kritischen Selbstreflexion. &Uuml;ber Jahrzehnte hinweg hat sich das Magazin zwar mit zahllosen Enth&uuml;llungsgeschichten &uuml;ber Korruption und Politaff&auml;ren, mit unz&auml;hligen Hintergrundberichten und Analysen &uuml;ber politische Zusammenh&auml;nge weltweit einen f&uuml;hrenden Platz unter den internationalen Nachrichtenmagazinen erk&auml;mpft. Immer wieder ver&ouml;ffentlichte das Magazin, das sich selbst einmal als ein &ldquo;antifaschistisches Gesch&uuml;tz von Anbeginn&ldquo; bezeichnete, auch Artikel &uuml;ber den Nazi-Staat und die deutschen Verbrechen w&auml;hrend des Weltkriegs sowie &uuml;ber die Karrieren einstiger NS-T&auml;ter in der Bundesrepublik. Nur die Karrieren, die einige dieser braunen T&auml;ter in der Redaktion des &ldquo;Spiegel&ldquo; machten, bleiben bis heute ausgespart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.profil.at\/articles\/1119\/560\/296514\/die-flecken-aufdeckermagazins-der-spiegel\">Profil<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Griechenland-Krise; Der Feind steht links; Wirtschaft brummt, Reall&ouml;hne sinken; Hohe Dividenden &ndash; Deutsche Firmen sch&uuml;tten 31 Milliarden Euro aus; China Handels&uuml;berschuss steigt sprunghaft; &raquo;Die Daten sind hochgradig unblaubw&uuml;rdig&laquo;; Zielgruppe Sch&uuml;ler; Omin&ouml;se Spenden bringen NRW-Innenminister in Bedr&auml;ngnis; Uno: 750.000 Menschen auf der Flucht; Abschiebung aus Europa &ndash; Mit Scham zur&uuml;ck<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9389\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9389","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9389","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9389"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9389\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9391,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9389\/revisions\/9391"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9389"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9389"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9389"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}