{"id":93982,"date":"2023-02-17T16:30:21","date_gmt":"2023-02-17T15:30:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982"},"modified":"2023-02-17T16:16:31","modified_gmt":"2023-02-17T15:16:31","slug":"hinweise-des-tages-ii-572","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982#h01\">Reform der europ&auml;ischen Fiskalregeln? Der deutsche Finanzminister setzt auf Blockade<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982#h02\">Die FDP legt jetzt richtig los<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982#h03\">Finanzpolitik: Keine Angst vor dem unternehmerischen Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982#h04\">Gibt es eine Verhandlungsl&ouml;sung in der Ukraine?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982#h05\">Abnutzungskrieg in der Ukraine: &ldquo;Rein milit&auml;risch kommen wir da nicht mehr heraus&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982#h06\">Das Scheitern der europ&auml;ischen Autonomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982#h07\">Kommandeur &raquo;Kurt&laquo; k&auml;mpft f&uuml;r &raquo;unsere Werte&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982#h08\">Pipelinesprengung vor Sicherheitsrat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982#h09\">Mord an Neruda bewiesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982#h10\">Keine Diskriminierung bei der Visavergabe: Nach dem Beben leiden alle Menschen gleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982#h11\">US-Botschafterin bei der UNO verspricht sich, verwechselt Ungarn mit Schweden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982#h12\">Biden: Flugobjekte waren keine Spionageballons<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982#h13\">Jens Spahn verkauft seine Villa f&uuml;r 5,3 Millionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982#h14\">Oskar Lafontaine, was w&uuml;rden Sie besser machen als Olaf Scholz?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93982#h15\">Zu guter Letzt: Nachlese: Zwei Polit-N&auml;rrinnen in Aachen: Oche Alaaf<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Reform der europ&auml;ischen Fiskalregeln? Der deutsche Finanzminister setzt auf Blockade<\/strong><br>\nDer deutsche Finanzminister hat in einem Gastbeitrag f&uuml;r die FAZ behauptet, &bdquo;[e]urop&auml;ische Fiskalregeln sind der Stabilit&auml;tsanker unserer Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion.&ldquo;, und betont: &bdquo;Sie sind auch keine variable Verhandlungs- und Interpretationssache.&ldquo; Das ist eine klare Ansage an die EU-Kommission, die im November 2022 einen Vorschlag zur Reform des Europ&auml;ischen Wachstums- und Stabilit&auml;tspakts vorgelegt hat. Wenn man liest, wie der Minister seine Position begr&uuml;ndet, muss man in h&ouml;chstem Ma&szlig;e alarmiert sein:<br>\n&bdquo;Hohe Schuldenst&auml;nde und die damit verbundenen Kosten machen mir angesichts steigender Zinsen Sorgen. &Uuml;berschreitet ein Mitgliedsstaat dauerhaft die Regeln, wird dies negative Konsequenzen f&uuml;r alle Staaten haben. Die letzte Schuldenkrise liegt gerade einmal ein Jahrzehnt zur&uuml;ck. Sie zeigte, dass harte Einschnitte notwendig werden, wenn erst einmal die Vertrauensw&uuml;rdigkeit der Staatsfinanzen angezweifelt wird.&ldquo;<br>\nMit den &bdquo;harten Einschnitten&ldquo; im Falle einer &bdquo;Schuldenkrise&ldquo; zielt Christian Lindner offensichtlich auf das Beispiel Griechenland ab. Dass diese Einschnitte allerdings nicht den damit beabsichtigten Erfolg, n&auml;mlich Griechenlands Staatsverschuldung sp&uuml;rbar zu senken, gehabt haben, belegen die Daten der Europ&auml;ischen Kommission (Abbildung 1).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2023\/02\/17\/reform-der-europaeischen-fiskalregeln-der-deutsche-finanzminister-setzt-auf-blockade\/\">Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker auf Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die FDP legt jetzt richtig los<\/strong><br>\nSteuern runter f&uuml;r Reiche, Steuern rauf f&uuml;r Arme &ndash; und wer braucht schon Kindergrundsicherung, denkt sich Christian Lindner.<br>\nDie FDP ist nach wie vor ein neoliberaler Haufen, der sich vor allem um die oberen paar Prozent sorgt. Die restliche Bev&ouml;lkerung ist dieser Partei fast v&ouml;llig egal, das zeigen j&uuml;ngste &Auml;u&szlig;erungen des Finanzministers Christian Lindner &uuml;ber die Eckpunkte des Bundeshaushalts. Dazu kommt eine in Briefform ausgetragene Auseinandersetzung mit Wirtschaftsminister Robert Habeck. In beiden F&auml;llen l&auml;sst Lindner tief blicken in das kalte Herz der FDP.<br>\nLindner blockiert weiterhin Steuererh&ouml;hungen und neue Schulden &ndash; soweit nichts Neues. Diese Themen sind f&uuml;r die FDP tabu, wie der Parteivorsitzende zu betonen nicht m&uuml;de wird. Was f&uuml;r die FDP hingegen nicht tabu ist: die Mehrwertsteuer zu erh&ouml;hen und zugleich die K&ouml;rperschaftssteuer zu senken, was eine Umverteilung von unten nach oben bedeutet.<br>\nDie Forderungen werden als Antwort auf den US-amerikanischen Inflation Reduction Act vorgebracht, der massive Investitionen vorsieht. Eigentlich l&auml;ge es nahe, dem zu begegnen, indem man in Deutschland ebenfalls eine &ouml;ffentliche Investitionsoffensive angeht. Lindner lehnt dies aber strikt ab. Er will an der Schuldenbremse festhalten und setzt stattdessen auf eine Angebotspolitik durch Steuersenkungen. Die Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer und die Senkung der K&ouml;rperschaftsteuer sind die perfekten Zutaten f&uuml;r eine weitere neoliberale Wende.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/christian-lindner-die-fdp-legt-jetzt-richtig-los-kindergrundsicherung\/\">Lukas Scholle auf Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Finanzpolitik: Keine Angst vor dem unternehmerischen Staat<\/strong><br>\nDie USA investieren enorme Summen in die eigene Wirtschaft. Deutschland droht technologisch zur&uuml;ckzufallen. Dabei ist die Angst vor der Staatsverschuldung unbegr&uuml;ndet.<br>\nDie Krisen der vergangenen Jahre haben zu einem Paradigmenwechsel in der Finanzpolitik gef&uuml;hrt. Der Wiederaufbaufonds der Europ&auml;ischen Union (NextGenerationEU) erm&ouml;glicht es der EU-Kommission, Kredite am Kapitalmarkt aufzunehmen, um damit Investitionsprogramme in den Mitgliedstaaten zu finanzieren. Die Bundesregierung hat sich mit dem Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Bundeswehr und den Klima- und Transformationsfonds des engen Korsetts der Schuldenbremse entledigt. In den USA hat Pr&auml;sident Biden mit dem Bipartisan Infrastructure Law, dem Inflation Reduction Act und dem CHIPS and Science Act rund 1,2 Billionen Dollar f&uuml;r Zukunftsinvestitionen bereitgestellt, die faktisch &uuml;ber Kredite finanziert werden.<br>\nWie schwer sich die Wissenschaft mit diesen Entwicklungen tut, zeigt das neue Buch Fiscal Policy Under Low Interest Rates von Olivier Blanchard, dem langj&auml;hrigen Chef&ouml;konom des Internationalen W&auml;hrungsfonds: In der Theoriewelt der Pure Public Finance, wie Blanchard es nennt, soll Staatsverschuldung die volkswirtschaftliche Kapitalbildung reduzieren. Das sei allerdings nur vorteilhaft, wenn in einer Volkswirtschaft zu viel investiert werde. Nicht ganz so bizarr ist die Theorie der Functional Finance, die dem Lehrbuchmodell keynesianischer Wirtschaftspolitik entspricht: In der Rezession, also wenn die Wirtschaft schrumpft, soll der Staat die Konjunktur mit kreditfinanzierten Ausgabenprogrammen oder Steuersenkungen in Schwung bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2023-02\/finanzpolitik-next-generation-eu-olivier-blanchard-joseph-schumpeter-staatsverschuldung\">Peter Bofinger auf Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gibt es eine Verhandlungsl&ouml;sung in der Ukraine?<\/strong><br>\nDie Rufe nach einer Verhandlungsl&ouml;sung im Ukraine-Krieg werden langsam lauter. Vor kurzem l&ouml;ste die Studie &bdquo;Avoiding a Long War&ldquo; der RAND-Corporation in westlichen Hauptst&auml;dten Konsternation aus, weil erstmals ein der US-Regierung nahestehendes Institut einen Tabu-Bruch beging, indem es die Ukraine implizit aufforderte, Verhandlungen mit Russland aufzunehmen (1). Die &Uuml;berlassung von gut und gerne 20 Prozent des ukrainischen Territoriums an die Russische F&ouml;deration, welche die Administration Biden der Regierung in Kiew offenbar vorschlug, ist Teil der vorgeschlagenen Verhandlungsl&ouml;sung. Es lohnt sich, die Studie einmal genauer anzuschauen.<br>\nDie Studie war eventuell einfach als Versuchsballon gedacht, mit welchem die US-Regierung auszuloten versuchte, inwieweit die europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten bereit sind, Verhandlungen mit der russischen Seite zuzulassen (2). Nachdem gerade in multilateralen Foren seit 2013 eine Atmosph&auml;re geschaffen worden war, in welcher Verhandlungen als Zeichen der Schw&auml;che ausgelegt werden, ist das Umfeld f&uuml;r solche ung&uuml;nstig. Alleine schon die Aufnahme von Verhandlungen wird von einigen eifrigen Transatlantikern als Niederlage betrachtet werden. Manche von ihnen werden sich fragen m&uuml;ssen, wie man eine derartige Niederlage kommunizieren soll oder ob es besser ist, zur&uuml;ckzutreten.<br>\nFast sieht es so aus, als ob Dmitry Medvedev Recht beh&auml;lt, der einmal sagte, die USA h&auml;tten noch jeden Verb&uuml;ndeten fr&uuml;her oder sp&auml;ter im Stich gelassen (3). Mit den bisherigen Waffenlieferungen haben namentlich die USA der Ukraine gezeigt, dass ihre Unterst&uuml;tzung nicht unbegrenzt ist. Die RAND-Studie fordert genau das. Auch in Kiew wei&szlig; man, dass nur durchschlagende Erfolge weitere Waffenhilfe sichern. Derartige Erfolge erzielte die ukrainische Herbstoffensive im letzten Jahr aber nicht und solche sind mit den versprochenen Waffen wohl auch nicht zu erreichen (4). Ein blo&szlig;er Waffenstillstand, wie ihn die RAND-Studie als eine Handlungsoption vorschl&auml;gt, dient in erster Linie US-amerikanischen und westeurop&auml;ischen Interessen, aber nicht ukrainischen. Eine Unterbrechung der Kampfhandlungen und erst recht ein Waffenstillstand w&uuml;rden wohl die milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung des Westens an die Ukraine versiegen lassen (5). Damit tr&auml;te wieder die Situation der Jahre 2014 bis 2022 ein, und je l&auml;nger so ein Waffenstillstand dauerte, desto gr&ouml;sser w&auml;re die Gefahr, dass aus dem de facto Zustand ein dauerhafter wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/gibt-es-eine-verhandlungsloesung-in-der-ukraine\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Abnutzungskrieg in der Ukraine: &ldquo;Rein milit&auml;risch kommen wir da nicht mehr heraus&rdquo;<\/strong><br>\nMilit&auml;rische Unterst&uuml;tzung ohne politisches Konzept? &Uuml;ber Diplomatie, politische Klarheit in den Zielen und Kriegsrhetorik. Gespr&auml;ch mit Erich Vad.<br>\nDie Waffenlieferungen in die Ukraine und die genauen Kriegsziele sind Ausl&ouml;ser heizt die Debatten an, die durch hohe Emotionalit&auml;t und ein rigides Entweder-Oder gekennzeichnet sind. Entweder man unterst&uuml;tzt die Ukraine mit &ldquo;vollem Einsatz&rdquo; &ndash; aber bis zu welcher Grenze? &ndash; oder man spielt mehr oder weniger naiv oder gar ignorant den Zielen des Aggressors Russland in die H&auml;nde.<br>\nSo lauten die groben Platzzuordnungen, die im verbalen Schlagabtausch von den Stimmen ausgeteilt werden, die bis auf weiteres &ndash; bis zum milit&auml;rischen Sieg der Ukraine? &ndash; keine Alternative zur kriegerischen L&ouml;sung sehen.<br>\nWie pers&ouml;nlich und harsch Reaktionen auf eine Position ausfallen, die f&uuml;r Verhandlungen pl&auml;diert, selbst wenn das Pl&auml;doyer daf&uuml;r in abw&auml;gender, nuancierter Form ausf&auml;llt, die Gegenargumente miteinbezieht, zeigte sich die letzten Tage in den Antworten auf die j&uuml;ngste Ver&ouml;ffentlichung des Philosophen J&uuml;rgen Habermas (siehe: &ldquo;Zeit, ins Bett zu gehen&rdquo;).<br>\nZu den bekanntesten Protagonisten in Deutschland, der seine Skepsis und Vorbehalte gegen&uuml;ber einer L&ouml;sung des Konflikts durch Setzen auf kriegerische Mittel deutlich gemacht hat, geh&ouml;rt Erich Vad. Der fr&uuml;here Bundeswehr-Brigadegeneral und Gruppenleiter im Bundeskanzleramt ist einer, der sehr viel Kritik in der Debatte abbekommt, er ist zu einer Art Lieblingsgegner der anderen Seite der Debatte geworden.<br>\nFlorian R&ouml;tzer sprach mit ihm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Abnutzungskrieg-in-der-Ukraine-Rein-militaerisch-kommen-wir-da-nicht-mehr-heraus-7519234.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das Scheitern der europ&auml;ischen Autonomie<\/strong><br>\nKlagen &uuml;ber mangelnde &bdquo;europ&auml;ische Autonomie&ldquo; und Forderungen nach einer Aufstockung der nationalen Milit&auml;rhaushalte &uuml;ber die Zwei-Prozent-Schwelle hinaus pr&auml;gen die Debatte vor der diesj&auml;hrigen M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz. Geh&ouml;rte die Forderung nach eigenst&auml;ndiger Machtpolitik der EU in den vergangenen Jahren zum Grundbestand deutscher Pl&auml;doyers auf der Konferenz, so urteilt der fr&uuml;here Leiter der Gro&szlig;veranstaltung Wolfgang Ischinger jetzt, &bdquo;strategische Autonomie&ldquo; bleibe zumindest vorl&auml;ufig &bdquo;eine sch&ouml;ne Vision&ldquo;. Ein Experte des German Marshall Fund of the United States urteilt, sp&auml;testens mit dem Ukraine-Krieg habe die NATO &bdquo;ganz klar die Oberhand gewonnen als Plattform f&uuml;r europ&auml;ische Verteidigung und Sicherheit&ldquo;. Ischinger zufolge hat die Schw&auml;che der EU stark mit mangelnder Aufr&uuml;stung zu tun: &bdquo;Die 100 Milliarden Euro reichen nicht.&ldquo; Verteidigungsminister Boris Pistorius will die Zwei-Prozent-Marke zur Untergrenze f&uuml;r den Milit&auml;rhaushalt erkl&auml;ren. Andere NATO-Staaten verlangen mittlerweile drei Prozent der Wirtschaftsleistung als Mindestwert f&uuml;r die nationalen Wehretats. Polen strebt Milit&auml;rausgaben in H&ouml;he von f&uuml;nf Prozent an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9168\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kommandeur &raquo;Kurt&laquo; k&auml;mpft f&uuml;r &raquo;unsere Werte&laquo;<\/strong><br>\nDie Deutsche Presseagentur (dpa) ver&ouml;ffentlichte am Dienstag Fotos von der Front in Donezk (&hellip;). Darauf ist unter anderem ein Mann zu sehen, der einem Panzer die Richtung anzeigt. Ein anderes Foto hat folgende Bildunterschrift: &raquo;13.02.2023, Ukraine, Donetsk Region: Ein ukrainischer Kommandeur einer Einheit der sich Kurt nennt (r) spricht zu seinen Kameraden w&auml;hrend der Planung einer morgendlichen Operation an der Frontlinie. (&hellip;) Der &raquo;Kommandeur Kurt&laquo;, einer der ukrainischen &raquo;Helden&laquo;, die dort gegen Ru&szlig;land und &raquo;f&uuml;r unsere Werte&laquo; Krieg f&uuml;hren, tr&auml;gt an seiner Uniform mehrere Aufn&auml;her mit dem Totenkopf-Symbol. Besonders interessant ist das Logo in arabischer Schrift an seinem linken Arm. Es ist das &raquo;Schwarze Banner&laquo;, das von vielen islamistischen Terrororganisationen wie Al-Qaida sowie der Organisation &raquo;Islamischer Staat&laquo; benutzt wird. Dieses &raquo;Schwarze Banner&laquo; findet sich auch bei der Al-Shabab-Miliz, die in mehreren Regionen Nordafrikas ihr Unwesen treibt und dort von Einheiten der USA-Armee und anderen westlichen Milit&auml;rs bek&auml;mpft wird. Die USA-Truppen melden in unregelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden &ndash; zuletzt am 12. Februar &ndash;, wenn sie wieder einmal Luftangriffe zum Beispiel in Somalia geflogen und dabei Al-Shabab-Leute get&ouml;tet haben. Der &raquo;Islamische Staat&laquo; wird von der UNO, den USA, der NATO und der EU als Terrororganisation eingestuft. Au&szlig;erdem ist &uuml;ber dem &raquo;IS&laquo;-Logo ein Aufn&auml;her von &raquo;WODAN INTERNATIONAL&laquo; zu erkennen. Dabei handelt es sich um eine Organisation, die laut Eigendarstellung im Internet &raquo;auf die Bereiche Ausbildung, operative Ma&szlig;nahmen, Sicherheitsmanagement sowie Beratung und Beschaffung von Ausr&uuml;stung spezialisiert&laquo; ist. Diese &raquo;Sicherheitsfirma&laquo; hat eine Adresse in Malta und wurde gegr&uuml;ndet von einem gewissen Ralf Kassner, Jahrgang 1967. Der ehemalige Polizeikommissar &raquo;war viele Jahre Mitglied der polizeilichen Spezialeinheiten GSG 9 und SEK und war in vielen hundert Eins&auml;tzen an der Bek&auml;mpfung von terroristischen Bedrohungen, organisierter Kriminalit&auml;t, Geiselberatung und Erpressung beteiligt&laquo;, hei&szlig;t es dazu. Und: &raquo;Zu den Stationen seiner Laufbahn geh&ouml;ren die Anti-Terror-Sondereinheit der Bundespolizei GSG 9, das Spezialeinsatzkommando SEK, die Zielfahndung des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen sowie der Personenschutz hochrangiger Pers&ouml;nlichkeiten.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1467488386511\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Pipelinesprengung vor Sicherheitsrat<\/strong><br>\nRussland beantragt UN-Sondersitzung nach Investigativbericht &uuml;ber Nord-Stream-Anschlag.<br>\nRussland hat f&uuml;r den kommenden Mittwoch eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zu dem Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines beantragt. Anlass sind die j&uuml;ngsten Recherchen des US-Journalisten Seymour Hersh, der die Tat den Vereinigten Staaten mit Unterst&uuml;tzung Norwegens zuschreibt und das Anbringen der Bomben konkret auf eine Phase des &raquo;Baltops&laquo;-Marineman&ouml;vers vom Juni 2022 datiert, in der neue Methoden der Kriegf&uuml;hrung mit Seeminen erprobt wurden. Au&szlig;enminister Sergej Lawrow k&uuml;ndigte zudem an, Moskau wolle auf der Sicherheitsratssitzung eine internationale Untersuchung des Anschlags fordern. Zu &Auml;u&szlig;erungen von St&eacute;phane Dujarric, Sprecher von UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres, die UNO habe dazu keine Kompetenz, erkl&auml;rte Lawrow, Guterres pers&ouml;nlich habe etwa im Sommer 2019 UN-Nachforschungen zu Kriegshandlungen in der nordsyrischen Provinz Idlib auf den Weg gebracht. Eine unabh&auml;ngige Ermittlung zum Nord-Stream-Anschlag hatte bereits im Oktober China verlangt. Unterdessen hat die NATO am Mittwoch die Gr&uuml;ndung einer &raquo;Koordinierungszelle f&uuml;r kritische Unterwasserinfrastruktur&laquo; offiziell bekanntgegeben. Die Zelle soll den Schutz vor allem von Unterwasserkabeln und -pipelines verbessern. (&hellip;) Die NATO-Zelle soll zun&auml;chst Schwachstellen in der Unterwasserinfrastruktur identifizieren und dann M&ouml;glichkeiten erarbeiten, sie besser zu &uuml;berwachen; dabei sollen die Hersteller eingebunden werden. Im Gespr&auml;ch ist au&szlig;er regelm&auml;&szlig;igen Patrouillen von Marineschiffen und Aufkl&auml;rungsflugzeugen auch der Einsatz von Unterwasserdrohnen. Leiter der Koordinierungszelle wird der einstige Drei-Sterne-General der Bundeswehr Hans-Werner Wiermann. Er war erst im August in den Ruhestand verabschiedet worden &ndash; nach einer dreij&auml;hrigen Amtszeit als Leiter des internationalen Milit&auml;rstabs im Br&uuml;sseler NATO-Hauptquartier.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/445210.sabotierte-gasversorgung-pipelinesprengung-vor-sicherheitsrat.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mord an Neruda bewiesen<\/strong><br>\nForensische Untersuchung best&auml;tigt: Chilenischer Dichter wurde 1973 von rechten Putschisten vergiftet.<br>\nKnapp 50 Jahre nach dem Tod Pablo Nerudas hat ein internationales Team von Forensikern festgestellt, dass der chilenische Poet und Literaturnobelpreistr&auml;ger an einer Vergiftung gestorben ist. Laut der bisherigen offiziellen Version soll Neruda am 23. September 1973 &ndash; zw&ouml;lf Tage nach dem von der CIA initiierten Putsch Augusto Pinochets gegen die Linksregierung des Pr&auml;sidenten Salvador Allende &ndash;, nur wenige Stunden bevor ein Flugzeug ihn ins mexikanische Exil bringen sollte, in einer Klinik in San&shy;tiago an Prostatakrebs gestorben sein. Sein fr&uuml;herer Sekret&auml;r und Fahrer Manuel Araya hatte dagegen ausgesagt, dass dem prominenten Gegner der faschistischen Junta dort eine t&ouml;dliche Spritze verabreicht worden sei. Nun scheint es Gewissheit dar&uuml;ber zu geben, dass Neruda, der auch Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chiles war, ermordet wurde. (&hellip;) Die Untersuchung best&auml;tigt die von Nerudas ehemaligem Chauffeur bereits vor mehr als zehn Jahren erhobenen Vorw&uuml;rfe. Araya hatte stets behauptet, Neruda habe ihn nur wenige Stunden vor seinem Tod aufgeregt aus dem Krankenhaus angerufen und gesagt, ihm sei im Schlaf eine Spritze verabreicht worden. (&hellip;) Wegen seiner internationalen Reputation und seines Einflusses w&auml;re Neruda im Exil sowohl f&uuml;r Diktator Pinochet und seine Junta als auch f&uuml;r die USA, deren Geheimdienste den Staatsstreich vorbereitet und unterst&uuml;tzt hatten, eine Bedrohung gewesen, erkl&auml;rte Contreras.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/445236.vor-50-jahren-mord-an-neruda-bewiesen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Keine Diskriminierung bei der Visavergabe: Nach dem Beben leiden alle Menschen gleich<\/strong><br>\nObdachlose Eltern, verwaiste Kinder, zerst&ouml;rte Existenzen. Darunter leiden nach dem Erdbeben t&uuml;rkische Staatsangeh&ouml;rige ebenso wie Fl&uuml;chtlinge. Deshalb m&uuml;ssen alle in Deutschland Verwandte zu sich einladen d&uuml;rfen. Eine Unterscheidung nach Nationalit&auml;t und Pass darf es in dieser Katastrophe nicht geben. PRO ASYL hat dazu einige Vorschl&auml;ge.<br>\nAmira* ist verzweifelt: Ihre Familie &ndash; Mutter, Br&uuml;der und deren Frauen und Kinder &ndash; stehen nach dem Erdbeben in Syrien und der T&uuml;rkei vor dem Nichts. &raquo;In der T&uuml;rkei wurde meine Familie obdachlos, sie haben nichts mehr, sie sind jetzt auf der Stra&szlig;e und ziehen von einem Ort zum anderen auf der Suche nach einem sicheren Platz zum Leben. Meine Familie braucht dringend Hilfe und Unterst&uuml;tzung, sonst sind sie alle in Gefahr. Die Temperatur ist minus 14 Grad, der ganze Ort ist voller Schnee. Meine Mutter ist krank und die kleinen Kinder sind in Lebensgefahr&laquo;, schreibt Amira an PRO ASYL.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/keine-diskriminierung-bei-der-visavergabe-nach-dem-beben-leiden-alle-menschen-gleich\/\">Pro Asyl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>US-Botschafterin bei der UNO verspricht sich, verwechselt Ungarn mit Schweden<\/strong><br>\nAm vergangenen Wochenende fand im Hauptquartier der Vereinten Nationen (UNO) in New York ein Treffen zur weltweiten Bek&auml;mpfung des Antisemitismus statt, bei dem unter anderem die US-Botschafterin bei der UNO, Linda Thomas-Greenfield, sprach. In ihrer Rede sagte sie, dass Synagogen in der Ukraine von russischen Raketen getroffen und in Ungarn ein Holocaust-Mahnmal verw&uuml;stet worden sei. Die letztgenannte Behauptung erwies sich als sehr ungl&uuml;cklicher Fauxpas.<br>\nIn ihrer Rede sagte die US-Botschafterin, Antisemitismus sei weit verbreitet und nehme weltweit zu, und der Hass bedrohe die Sicherheit der j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung. Als Beispiel f&uuml;hrte sie Ungarn an.<br>\nDie ungarische Delegation nahm zwar an der UNO-Sitzung teil, erhielt aber keine Gelegenheit, sich zu &auml;u&szlig;ern, so dass der ungarische Botschafter bei der UNO die Bemerkung nach der Sitzung pers&ouml;nlich ansprach. Sp&auml;ter stellte sich heraus, dass die Zerst&ouml;rung des fraglichen Holocaust-Denkmals nicht in Ungarn, sondern in Schweden stattgefunden hatte. Die fragliche Statue stellte Raoul Wallenberg dar, einen schwedischen Diplomaten, der w&auml;hrend des Holocausts Tausende von Juden im von Deutschland besetzten Ungarn gerettet hatte.<br>\nNachdem sich die ungarischen Diplomaten an Linda Thomas-Greenfield gewandt hatten, r&auml;umte die US-Mission Berichten zufolge hinter verschlossenen T&uuml;ren ein, dass sie sich geirrt habe und der Vorfall in Wirklichkeit nicht in Ungarn stattgefunden habe, wie sie behauptet hatten.\n<blockquote><p>\nDie ungarische Botschaft verlangte von der US-Botschaft einen &ouml;ffentlichen Widerruf, der jedoch bisher noch nicht erfolgt ist.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Dar&uuml;ber hinaus berichtete die ungarische Nachrichtenseite Index, dass ein in ihrem Besitz befindliches Dokument zeige, dass die US-Mission die Angelegenheit als abgeschlossen betrachte, indem sie den Teil &uuml;ber Ungarn in der offiziellen Niederschrift der Rede einfach durchgestrichen habe.<br>\nM&aacute;t&eacute; Paczolay, Sprecher des Ministeriums f&uuml;r ausw&auml;rtige Angelegenheiten und Handel, erkl&auml;rte gegen&uuml;ber Index, dass er den Vorfall f&uuml;r emp&ouml;rend halte. Er betonte, dass die Ernsthaftigkeit des gesamten Vorfalls durch die Tatsache in Frage gestellt werde, dass bei einem hochkar&auml;tigen Treffen zum Thema Antisemitismus in Anwesenheit des gesamten diplomatischen Corps Unwahrheiten &uuml;ber ein Land verbreitet werden k&ouml;nnten, ohne dass dies mit der gebotenen Sorgfalt und ohne Konsequenzen verbunden sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/ungarnheute.hu\/news\/us-botschafterin-bei-der-uno-verspricht-sich-verwechselt-ungarn-mit-schweden-35494\/\">Ungarn heute<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Biden: Flugobjekte waren keine Spionageballons<\/strong><br>\nDer US-Pr&auml;sident r&auml;umt ein, dass die abgeschossenen Ballons aus China wohl zu Forschungszwecken unterwegs waren und nicht dem Ausspionieren dienten. Bei Peking entschuldigen will er sich aber nicht.<br>\nWenige Tage nach dem Abschuss dreier weiterer unbekannter Flugger&auml;te &uuml;ber den USA und Kanada hat sich nun der US-Pr&auml;sident dazu ge&auml;u&szlig;ert und den Eindruck einer amerikanischen &Uuml;berreaktion verst&auml;rkt. Man wisse noch nicht genau, worum es sich bei diesen drei Objekten gehandelt habe, sagte Joe Biden am Donnerstag im Wei&szlig;en Haus, aber nichts deute auf eine Verbindung zur chinesischen Spionage hin. &ldquo;H&ouml;chstwahrscheinlich&rdquo; seien sie &ldquo;an private Unternehmen, Freizeit- oder Forschungseinrichtungen&rdquo; gebunden, &ldquo;die das Wetter untersuchen oder andere wissenschaftliche Forschungen durchf&uuml;hren&rdquo;.<br>\nAm vergangenen Freitag, Samstag und Sonntag hatte Biden angeordnet, jeweils eines dieser Luftschiffe vom Himmel zu holen. Daraufhin feuerten Kampfjets Lenkraketen auf das Ziel. &ldquo;Aus einem &Uuml;berma&szlig; an Vorsicht&rdquo;, sagte er jetzt. &ldquo;In einer hektischen Phase haben die USA m&ouml;glicherweise hochentwickelte Waffen eingesetzt, um harmlose Objekte zum Absturz zu bringen&rdquo;, schreibt die Washington Post.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/biden-ballons-forschung-spionage-1.5753137\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p>dazu: <strong>Hei&szlig;e Luft und Kalte Krieger<\/strong><br>\nDas Milit&auml;r der USA hat in den letzten Tagen mehrere Objekte abgeschossen, die sich &uuml;ber oder nahe dem Territorium der Vereinigten Staaten befanden. Den Anfang machte ein gro&szlig;er Ballon, der in 17 Kilometer H&ouml;he flog und offenbar chinesischer Herkunft war. Trotz Dementi aus Peking wurde das Objekt von den Kalten Kriegern in Washington &ndash; heftig assistiert von den ebenso Kalten Kriegern in den L&auml;ndern des &raquo;Wertewestens&laquo; &ndash; unverz&uuml;glich als &raquo;Spionageballon&laquo; eingestuft, und USA-Pr&auml;sident Biden pers&ouml;nlich befahl den Abschu&szlig;. Die Reste des Ballons st&uuml;rzten ins Meer und wurden unter gro&szlig;em Aufwand geborgen. Unter ebenso gro&szlig;em Aufwand wurde dann ein Mantel des Schweigens dar&uuml;ber gedeckt, denn Details der Untersuchungen w&uuml;rden wohl einr&auml;umen m&uuml;ssen, da&szlig; die Bezeichnung &raquo;Spionageballon&laquo; ziemlich weit entfernt von der Realit&auml;t ist. Warum sollte China im Zeitalter der ausgefeilten Satellitentechnik einen nicht steuerbaren Ballon losschicken, um milit&auml;rische Standorte in den USA zu fotografieren &ndash; und sich dabei auch noch erwischen lassen? Seitdem k&ouml;nnen die Agenturen gar nicht mehr aufh&ouml;ren mit dem Entdecken immer neuer Flugobjekte, von denen zumeist niemand sagen kann, um welche Objekte es sich handelt und welchem Zweck sie dienen k&ouml;nnten. Allein die &raquo;Entdeckung&laquo;, das R&auml;tselraten um eine m&ouml;gliche &raquo;Bedrohung&laquo;, und schlie&szlig;lich das Abschie&szlig;en reichen aus, um eine Stimmung des Kalten Krieges zu befeuern, wie man sie in den 50er Jahren kannte (&hellip;) Selbstverst&auml;ndlich sind s&auml;mtliche Objekte, die &raquo;unsere Sicherheit&laquo; &ndash; und wom&ouml;glich auch &raquo;unsere Werte&laquo; &ndash; bedrohen, entweder chinesischer oder unbekannter Herkunft. Keine Rede ist von der Luftspionage der USA &uuml;ber China, oder dem mehrfachen Eindringen von USA-Spionageflugzeugen in den Luftraum Venezuelas in den Tagen, als die USA von einem chinesischen Ballon &raquo;bedroht&laquo; wurden. (&hellip;) Man sollte meinen, in Zeiten des hei&szlig;en Krieges in der Ukraine, in Zeiten des allm&auml;hlichen Sterbens des Klimas, und auch angesichts der unerme&szlig;lichen Not der Menschen im Gebiet der schweren Erdbeben in der T&uuml;rkei und in Syrien g&auml;be es eigentlich andere Priorit&auml;ten als die Sichtung von Ballons und UFOs.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zlv.lu\/db\/1\/1479106963110\/0\">Zeitung vum L&euml;tzebuerger Vollek<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Jens Spahn verkauft seine Villa f&uuml;r 5,3 Millionen Euro<\/strong><br>\nCDU-Politiker Jens Spahn ist f&uuml;r den Kauf seiner Villa im Berliner Stadtteil Dahlem heftig kritisiert worden. Jetzt hat er das Anwesen verkauft &ndash; und r&auml;umt gegen&uuml;ber t-online Fehler ein.<br>\nAuf der Immobilie lag kein Segen: Als der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und sein Ehemann Daniel Funke im Juli 2020 das Anwesen im noblen Berliner Stadtteil Dahlem kauften, hagelte es Kritik. Vor allem die stattliche H&ouml;he des Kaufpreises und die Frage der Finanzierung der ben&ouml;tigten 4,125 Millionen Euro wurden diskutiert. Jens Spahn ging juristisch gegen Teile der Berichterstattung vor, in der unter anderem der Kaufpreis und Einzelheiten des Immobiliengesch&auml;fts ver&ouml;ffentlicht wurden. Er unterlag jedoch und musste die Ver&ouml;ffentlichung des Kaufpreises akzeptieren. Auch in den Folgejahren ebbte das Interesse an seiner Residenz nicht ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/gesellschaft\/id_100129512\/jens-spahn-verkauft-seine-villa-in-berlin-fuer-5-3-millionen-euro.html\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine, was w&uuml;rden Sie besser machen als Olaf Scholz?<\/strong><br>\nOskar Lafontaine spricht im Interview &uuml;ber Deutschland, die Nato und den Krieg. Wie w&uuml;rde er handeln, wenn er die Macht h&auml;tte?<br>\nEr geh&ouml;rt nicht nur zu den Erstunterzeichnern des &bdquo;Manifests f&uuml;r den Frieden&ldquo; von Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht, die f&uuml;r den 25. Februar zu einer Demonstration in Berlin aufrufen. Dieser Tage erscheint auch seine Streitschrift Ami, it&rsquo;s time to go. Pl&auml;doyer f&uuml;r die Selbstbehauptung Europas in einer erweiterten Auflage. Oskar Lafontaines Stimme ist also vernehmbar. Aber was w&auml;re eigentlich, wenn &hellip;<br>\nder Freitag: Wie w&uuml;rde Oskar Lafontaine eigentlich in der gegenw&auml;rtigen Lage entscheiden, wenn er statt Olaf Scholz Bundeskanzler w&auml;re?<br>\nOskar Lafontaine: Das kann ich ohne Probleme beantworten.<br>\nIm Allgemeinen sicher, aber konkret? Nehmen wir den Beschluss, nun doch Leopard-Kampfpanzer zu liefern. Sie h&auml;tten vermutlich anders entschieden &hellip;<br>\nSelbstverst&auml;ndlich. Ich halte die st&auml;ndigen Waffenlieferungen f&uuml;r nicht vertretbar. Sie verl&auml;ngern den Krieg. Jeden Tag sterben Menschen oder sie werden verletzt und immer gr&ouml;&szlig;ere Teile der Ukraine werden zerst&ouml;rt. Wir brauchen sofort einen Waffenstillstand. Ich w&uuml;rde immer wieder Putin anrufen und fragen, ob er dazu bereit w&auml;re, und gleichzeitig den US-Pr&auml;sidenten. Und dann w&uuml;rde ich &ouml;ffentlich machen, wer sich weigert, einen Waffenstillstand anzunehmen, wie k&uuml;rzlich der ehemalige israelische Premierminister Naftali Bennett, der geschildert hat, wie die USA und der Westen vor Monaten den Waffenstillstand verhindert hatten. (&hellip;)<br>\nSollte nicht zuallererst die Regierung der Ukraine &uuml;ber Krieg und Frieden entscheiden &ndash; und dar&uuml;ber, zu welchen Bedingungen es zum Waffenstillstand kommt?<br>\nNaftali Bennett hat uns ja k&uuml;rzlich auch darauf hingewiesen, dass nicht Kiew, sondern Washington &uuml;ber den Waffenstillstand entscheidet. (&hellip;)<br>\nWas den Schaden f&uuml;r Deutschland anbelangt, m&uuml;ssen wir Nord Stream 2 ansprechen: Es ist hoch wahrscheinlich, dass nicht die Russen die Pipeline sabotiert haben, sondern eine westliche Macht, m&ouml;glicherweise die USA, das erh&auml;rtet ein Bericht von Seymour Hersh, auch wenn Fragen bleiben. Die Bundesregierung wei&szlig; es vermutlich, kann es aber nat&uuml;rlich nicht sagen. W&uuml;rden Sie in so einer Situation als Kanzler nicht auch mit einem schmutzigen Geheimnis durchregieren m&uuml;ssen?<br>\nGlauben wir doch dem besten Zeugen, den wir &uuml;berhaupt haben k&ouml;nnen! Das ist der US-Pr&auml;sident. Joe Biden hat gesagt: &bdquo;Wir werden Nord Stream ein Ende bereiten.&ldquo; Wieso r&auml;tseln Politiker und Journalisten, wer es war? Das zeigt die v&ouml;llige geistige Verwirrung in der deutschen Debatte. Die Zerst&ouml;rung der Gasleitungen Nord Stream 1 und 2 durch die USA war eine Kriegserkl&auml;rung an Deutschland, und die Ampel-Regierung duckt sich feige weg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/oskar-lafontaine-was-wuerden-sie-besser-machen-als-olaf-scholz\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Nachlese: Zwei Polit-N&auml;rrinnen in Aachen: Oche Alaaf<\/strong><br>\nDie FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages und F&uuml;hrungskraft diverser Lobbyvereine der R&uuml;stungsindustrie, hat Gefallen daran gefunden, den Vampir zu geben und fragt Spieglein an der Wand, wer die Sch&ouml;nste im ganzen Land sei. Sie nat&uuml;rlich hier, aber der &bdquo;Pistolen-Boris auf der harten H&ouml;h&rsquo; &hellip;&ldquo; Das nervt die Amazone in Vampirgestalt gewaltig. Sie interessiere einen Driss, wer unter ihr Minister is, sagt sie und legt nach: &bdquo;Von Kopf bis Fu&szlig; ganz formidabel,\/ohne Zweifel ministrabel.\/In jeder Talkshow ein Gewinn,\/weil ich die Allergeilste bin.&ldquo; Wo narzisstische Koketterie endet und Peinlichkeit beginnt, soll Volkes Geschmack entscheiden. Aber ihre Geilheit nach mehr kriegsbesessenem Einfluss sollte man nicht weglachen. Immerhin gibt Madame Vampir schon jetzt dem Ampel-Galopp in Richtung Weltkriegsinferno mit be&auml;ngstigender Skrupellosigkeit die Sporen. En passant besp&ouml;ttelt sie die toxische M&auml;nnlichkeit im Kader der Opposition. Das gilt als politisch frivol. Die B&uuml;rgerpresse haut sich vor Vergn&uuml;gen auf die Schenkel, wagt es aber nicht, das weitaus Toxischere an Strack-Zimmermanns Rufen nach Kriegsverl&auml;ngerung und vermehrten Waffenexporten auszuleuchten. Vielleicht k&ouml;nnte daf&uuml;r ein besonnener &bdquo;Karnevalist von unten&ldquo; mal sowas zur&uuml;ckreimen wie: &bdquo;Wer steckt halstief im Lobbytopf,\/hat Bomben statt Vernunft im Kopf,\/weshalb man sie nicht w&auml;hlen kann:\/Marie-Agnes Strack-Zimmermann.\/Oche Alaaf!&ldquo;<br>\nUnd dann die Au&szlig;enministerin. Die als brandgef&auml;hrliche Dilettantin aus dem Amt entlassen werden m&uuml;sste, erh&auml;lt in Aachen den &bdquo;Orden wider den tierischen Ernst&ldquo;, weil sie im Einsatz f&uuml;r Frieden, Sicherheit, Klimaschutz, Demokratie und Menschenrechte durch ihre Au&szlig;enpolitik auf Augenh&ouml;he beeindrucke, sagt der Pr&auml;sident des Aachener Karnevalsvereins. Und die Ausgezeichnete erwidert artig, sie f&uuml;hle sich geehrt im illustren Kreis der Ritterinnen und Ritter. Gl&uuml;ckwunsch! Dazu geh&ouml;ren Militaristen wie Adenauer, Strau&szlig;, Kramp-Karrenbauer oder Karl-Theodor zu Guttenberg, aber die haben wenigstens Russland nicht den Krieg erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/oche-alaaf-4777042\/\">Hartmut K&ouml;nig in unsere zeit<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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