{"id":94102,"date":"2023-02-22T08:50:53","date_gmt":"2023-02-22T07:50:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102"},"modified":"2023-02-22T08:50:53","modified_gmt":"2023-02-22T07:50:53","slug":"hinweise-des-tages-4302","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102#h01\">Demokratie braucht keine Denunzianten &ndash; und keine &laquo;Antifeminismus&raquo;-Meldestelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102#h02\">Ukraine mit Waffen unterst&uuml;tzen oder nicht? Keiner kommt hier mit sauberen H&auml;nden raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102#h03\">Am Rande des Krieges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102#h04\">Wie wurde aus den Gr&uuml;nen eine Partei der Kriegstreiber?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102#h05\">Sicherheitskonferenz: Aus der EU kein Impuls f&uuml;r Frieden &ndash; daf&uuml;r aus China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102#h06\">&laquo;Washington DC ist ein Kriegsverbrecherstaat par excellence, zusammen mit seinen europ&auml;ischen Quislings&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102#h07\">Das Transformationsgesch&auml;ft mit der Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102#h08\">Libyen: Warum Gaddafi beseitigt wurde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102#h09\">&raquo;Krieg wird nicht nur mit Waffen oder Sanktionen gef&uuml;hrt&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102#h10\">&bdquo;Raus mit der Nato&ldquo;: Protest gegen Antony Blinken vor der US-Botschaft in Athen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102#h11\">M&uuml;ssen 40 Mieter f&uuml;r Gefl&uuml;chtete umziehen? Aufregung um L&ouml;rrach-Brief<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102#h12\">Der Bankrott der britischen Neoliberalen: 17.000 Betten weniger und Mangel an Beatmungsger&auml;ten im Nationalen Gesundheitsdienst (NHS)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102#h13\">Streiks bringen den Flugverkehr in Deutschland zum Stillstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102#h14\">Durchmarsch der Rechten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102#h15\">Chile: J&uuml;ngste forensische Untersuchung legt Vergiftung von Pablo Neruda nahe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94102#h16\">Die schleichende Rohingya-Bev&ouml;lkerungsexplosion in Cox&rsquo;s Bazar<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Demokratie braucht keine Denunzianten &ndash; und keine &laquo;Antifeminismus&raquo;-Meldestelle<\/strong><br>\nDas gr&uuml;ne Familienministerium unterst&uuml;tzt mit Steuergeldern eine Website der Amadeu-Antonio-Stiftung, bei der &laquo;antifeministisches&raquo; Verhalten gemeldet werden soll. So wird es kinderleicht, Eltern und konservative Politiker anzuschw&auml;rzen.<br>\nWeniger als f&uuml;nf Minuten dauert es, eine unliebsame Person, die den Studiengang Gender-Studies als &laquo;Geldverschwendung&raquo; bezeichnet, bei einer staatlich gef&ouml;rderten Stiftung zu melden. Die Best&auml;tigung der Meldung folgt sogleich per Mail mit bestem Dank vom &laquo;Antifeminismus-Monitoring-Team&raquo; der Amadeu-Antonio-Stiftung. Vergleiche zum Stasi-&Uuml;berwachungsapparat der DDR w&auml;ren historisch schief, trotzdem ist es nicht frei von Ironie, dass die Gr&uuml;nderin der Stiftung und ehemalige Vorsitzende, Anetta Kahane, von 1974 bis 1982 inoffizielle Mitarbeiterin der Staatssicherheit war.<br>\nDie Meldestelle Antifeminismus ist das erste bundesweite Portal, wo &laquo;sexistisch, frauen- und queerfeindlich motivierte&raquo; Worte, Taten, Organisationen und Menschen anonym gemeldet werden k&ouml;nnen. Das gr&uuml;ne Familienministerium unter Leitung von Lisa Paus f&ouml;rdert diesen feministischen Schutzwall mit 133 000 Euro. Im Jahr 2020 betrug das Budget der Amadeu-Antonio-Stiftung 5,8 Millionen Euro. Ein Teil des Geldes kommt vom Staat und damit von den B&uuml;rgern, die im Fall der neuen Meldestelle durch Steuergelder ihre eigene Diskreditierung finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-andere-blick\/antifeminismus-meldestelle-ein-problem-fuer-die-demokratie-ld.1726891%20\">NZZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Meldestelle Antifeminismus&ldquo; &ndash; Lisa Paus und ihr Petz-Portal<\/strong><br>\nAversion gegen Gender-Gaga? Fall f&uuml;r die Meldestelle. Kritik an der aggressiven Transgender-Lobby und deren Finanzierung? Fall f&uuml;r die Meldestelle. Zweifel an &bdquo;Aufkl&auml;rungsunterricht&ldquo; f&uuml;r Elfj&auml;hrige &uuml;ber Hormongaben und operative Geschlechtsumwandlungen? Fall f&uuml;r die Meldestelle. Teilnahme an einer &bdquo;Demo f&uuml;r alle&ldquo; zur Verteidigung eines traditionellen Ehe- und Familienbildes? Fall f&uuml;r die Meldestelle.<br>\nEs gen&uuml;gen ein im Sinne der Initiatoren falscher Kommentar in einem Internet-Forum oder ein skandal&ouml;ser, offen getragener Sticker gegen Gluckser und Sternchen, um &bdquo;auff&auml;llig&ldquo; zu werden und in diese neue Art von Kriminalstatistik einzuflie&szlig;en, die ihre Daten aus eben jener &bdquo;Meldestelle Antifeminismus&ldquo; sch&ouml;pfen will, wie sie am 1. Februar unter der Regie der umstrittenen Amadeu-Antonio-Stiftung online gegangen ist.<br>\nAngesprochen f&uuml;hlen darf sich jeder, der nach Meinung der Urheber nicht links genug ist, denn &bdquo;Antifeminismus kommt in b&uuml;rgerlich-konservativen, in christlichen und sogar linken Kreisen vor&ldquo;. Ideell und finanziell gef&ouml;rdert wurde das Vorhaben nach unbestrittenen Medienberichten bereits 2022 mit 133.000 Euro Steuergeld von &bdquo;Bundesfamilienministerin&ldquo; Lisa Paus. Die Gr&uuml;ne, vor nicht einmal einem Jahr angetreten, den von ihrer ebenfalls an sich selbst gescheiterten Vorg&auml;ngerin Anne Spiegel angerichteten Scherbenhaufen aufzukehren, festigt so ihren Ruf als Problemb&auml;rin der Bundesregierung (&bdquo;Meisterin Petz&ldquo;) und baut ihn aus. Gar nicht so einfach: Die Konkurrenz im Kabinett Scholz ist bekanntlich stark. Deshalb gilt unter der neuen Chefin jetzt erst recht: Was schief gehen kann, geht schief. Und zwar nicht etwa aus Versehen, sondern, wie wir sehen werden, mit Absicht und Anlauf.<br>\nEigentlich, so die subkutane Botschaft der &bdquo;Meldestelle&ldquo; und ihrer Unterst&uuml;tzerinnen, m&uuml;ssten die hier beispielhaft aufgef&uuml;hrten Verst&ouml;&szlig;e gegen das Weltbild radikaler Linker und Gr&uuml;ner l&auml;ngst strafbar sein und als Offizialdelikt von speziellen Staatsanwaltschaften verfolgt und angeklagt werden. Ungl&uuml;cklicherweise existiert &ndash; im Moment jedenfalls noch &ndash; so etwas wie eine &bdquo;Strafbarkeitsgrenze&ldquo;, ein Begriff, den Frau Paus und die von ihr liebevoll gepamperte Amadeu-Antonio-Stiftung am liebsten ausl&ouml;schen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/meldestelle-antifeminismus-lisa-paus-und-ihr-petz-portal%20\">Cicero<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine mit Waffen unterst&uuml;tzen oder nicht? Keiner kommt hier mit sauberen H&auml;nden raus<\/strong><br>\nWer das Manifest von Wagenknecht\/Schwarzer unterst&uuml;tzt, muss harte Kritik ertragen. Das erinnert unseren Kolumnisten an Debatten in der Pandemiezeit. [&hellip;]<br>\nDer an Ma&szlig;nahmenkritikern trainierte Umgangston hat die Pandemie &uuml;berlebt. Die Seuche nach der Seuche. Das erfahren gerade die Damen Schwarzer und Wagenknecht sowie jene, die sich ihrem &bdquo;Manifest&ldquo; zur deutschen Kriegsteilhabe anschlie&szlig;en. Aus gut informierten Quellen lernen sie allerhand &uuml;ber ihre Existenz als Charakterkr&uuml;ppel.<br>\nDer Aufruf sei &bdquo;unertr&auml;glich&ldquo;, meldet t-online. &bdquo;Gewissenlos&ldquo;, findet ihn Historiker M&uuml;nkler. &bdquo;Zynismus pur&ldquo;, sieht Politologe Masala und einen &bdquo;Ausdruck &uuml;belsten Nationalpazifismus&lsquo;&ldquo;. Die taz nennt das Papier &bdquo;politobsz&ouml;n&ldquo; und bescheinigt den Signatarb&uuml;rgern: &bdquo;Amoralisch sie alle, nichts anderes.&ldquo;<br>\nDie im Osten gr&ouml;&szlig;ere Zustimmung wird von der FAZ erkannt als &bdquo;das Echo der Angst aus den Nischen einer untergegangenen Diktatur&ldquo;. Hello again, da sind sie wieder, die DDR-deformierten Gem&uuml;ter. Der Tagesspiegel diagnostiziert: &bdquo;Die Unterzeichner lehnen es ab, mit der Angst vor einer Ausweitung des Krieges zu leben. Die Kosten f&uuml;r die Bewahrung ihres Seelenfriedens b&uuml;rden sie (&hellip;) der Ukraine auf. Das zeugt von moralischer Verkommenheit.&ldquo; Ich fasse zusammen: Wer sich in die Hose macht, verf&uuml;gt nicht nur &uuml;ber ein, sondern ist auch ein Arschloch.<br>\nDas &bdquo;Manifest&ldquo; hat blinde Flecken. Es l&auml;sst, keine Frage, Fragen offen: Darf Aggression sich lohnen? Ist es Opfern zumutbar, mit Verbrechern Kompromisse zu machen? Was, wenn Putin nicht verhandeln will? Doch auch die Gegenseite hat Leerstellen: Wann ist Russland besiegt? Wann hat die Ukraine nicht verloren? Werden Waffen geliefert, bis niemand mehr da ist, um sie abzufeuern? Erw&auml;chst aus dem Kiewer Kampfgeist die Pflicht anderer, gleicherma&szlig;en All-in zu gehen?<br>\nKeiner kommt hier mit sauberen H&auml;nden raus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/analyse-debatte-andre-mielke-krieg-vergleich-corona-pandemie-manifest-von-sahra-wagenknecht-und-alice-schwarzer-ukraine-mit-waffen-unterstuetzen-oder-nicht-keiner-kommt-hier-mit-sauberen-haenden-raus-li.320137%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Partei ohne Standpunkt<\/strong><br>\nLinke-Vorstand verweigert sich Rufen nach Unterst&uuml;tzung von Kundgebung am 25. Februar. Ramelow gegen &raquo;Waffen- und Atempause&laquo; in Ukraine-Krieg<br>\nDer Vorstand der Partei Die Linke stellt sich nicht hinter das inzwischen von beinahe 500.000 Menschen unterzeichnete &raquo;Manifest f&uuml;r Frieden&laquo; und die damit verbundene Kundgebung am 25. Februar in Berlin&hellip;<br>\nAllerdings blieben auch diejenigen in der Partei, die mehr oder weniger offen Waffenlieferungen bef&uuml;rworten und faktisch f&uuml;r eine Anlehnung an die Linie der Bundesregierung eintreten, nicht unt&auml;tig. Aus dieser Richtung wird &ndash; im Verbund mit liberalen Medien &ndash; seit Tagen eine zunehmend schrillere Kampagne gefahren, um die Wagenknecht-Schwarzer-Kundgebung als &raquo;rechtsoffen&laquo; und &raquo;Querfront&laquo;-Projekt zu denunzieren. Auf dieser Linie argumentierten am Donnerstag auch Schubert und Tegeler im Vorstand.<br>\nEbenfalls am Donnerstag wandte sich der Th&uuml;ringer Ministerpr&auml;sident Bodo Ramelow mit einer auch jW vorliegenden Erkl&auml;rung an die Linke-Bundestagsabgeordneten, die Vorstandsmitglieder und die Landesvorsitzenden. Darin spricht er sich unter anderem dagegen aus, mit &raquo;Friedensmanifesten&laquo; eine &raquo;Waffen- und Atempause&laquo; anzustreben, weil das den &raquo;Keim des Krieges&laquo; &raquo;bew&auml;ssere&laquo;. Ramelow distanziert sich von der Forderung nach einem &raquo;sofortigen und kurzfristigen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine&laquo;. Das d&uuml;rfte die bislang deutlichste Wortmeldung eines prominenten Linke-Politikers sein, die auf die Bef&uuml;rwortung einer Fortsetzung des Krieges bis zu einem &raquo;Sieg&laquo; der Ukraine hinausl&auml;uft. Sie ist inhaltlich auch mit dem, was der Parteivorstand am Donnerstag beschlossen hat, nicht vermittelbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/445146.niedergang-der-linkspartei-partei-ohne-standpunkt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Am Rande des Krieges<\/strong><br>\nVor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine setzt der NATO-Block weiterhin auf die Zurschaustellung milit&auml;rischer St&auml;rke statt auf Dialog. Trotz der akuten Kriegsgefahr in Europa h&auml;lt der Westen an seinen Pl&auml;nen fest, diesen Sommer gleich zwei Gro&szlig;man&ouml;ver in r&auml;umlicher N&auml;he zur Ukraine abzuhalten &ndash; das Man&ouml;ver Air Defender in Deutschland und die Kriegs&uuml;bung Defender Europe 23 in S&uuml;dosteuropa. Dabei wollen die NATO-Staaten zum einen den Luftkrieg in Europa, zum anderen das Zusammenziehen und gemeinsame Operieren von US-amerikanischen und europ&auml;ischen Armeen &uuml;ber den Atlantik hinweg in Richtung Osteuropa proben. Im Kontext der Man&ouml;ver wird die NATO zehntausende Soldaten von Heer und Luftwaffe inklusive Kampfjets und Panzern nach und durch Europa bewegen. Dass die Grenze zwischen &Uuml;bung und Ernst nicht immer eindeutig zu ziehen ist, legten zuletzt beispielweise Recherchen des US-Journalisten Seymour Hersh nahe, denen zufolge die USA und Norwegen das Gro&szlig;man&ouml;ver BALTOPS 22 nutzten, um die Sprengs&auml;tze an den Nord Stream-Pipelines zu platzieren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9172\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie wurde aus den Gr&uuml;nen eine Partei der Kriegstreiber?<\/strong><br>\nSeit dem Artikel des Enth&uuml;llungsjournalisten Seymour Hersh, der aufdeckte, dass die USA hinter der Zerst&ouml;rung der Nord-Stream-Pipelines stecken, sind die deutschen Medien merkw&uuml;rdig still.<br>\nDie wenigen Berichte, die es gibt, verunglimpfen das Werk. Der Spiegel greift die Glaubw&uuml;rdigkeit von Hersh an, bezeichnet ihn als &bdquo;umstritten&ldquo; und den Bericht als &bdquo;schlecht geschrieben&ldquo;, bevor er davor warnt, dass er der russischen Propaganda dient. Die Welt konzentriert sich auf die Aufmerksamkeit, die Hershs Artikel in Russland erh&auml;lt, und stellt fest, dass Hersh &bdquo;sich f&uuml;r seinen Bericht auf eine einzige Quelle st&uuml;tzt. Er ver&ouml;ffentlichte den Bericht auf seinem Substack und nicht in einem gro&szlig;en US-Medium.&ldquo; Die Zeitung r&auml;umt jedoch am Ende ein, dass die laufenden deutschen Ermittlungen, um den wahren Schuldigen zu finden, keine Beweise f&uuml;r eine russische Beteiligung erbracht haben.<br>\nMan sollte meinen, dass ein &bdquo;Verb&uuml;ndeter&ldquo;, der die deutsche Wirtschaft sabotiert, f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Schlagzeilen sorgen w&uuml;rde, aber dies zeigt, dass die Propaganda f&uuml;r den Krieg der NATO gegen Russland in Deutschland wohl noch schlimmer ist als in den USA. Es ist auch eine weitere Erinnerung an die Unterwerfung Deutschlands unter die Interessen des US-Imperiums, das von der deutschen Gr&uuml;nen Partei unterst&uuml;tzt wird.<br>\nDer deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz scheint r&uuml;ckgratlos und &uuml;berfordert zu sein. Bei jeder Eskalationsstufe mit Russland (und China) zieht er eine Linie in den Sand. Um dann nachzugeben, wenn der Druck w&auml;chst.<br>\nDie Gr&auml;ben in seiner Regierung sind nun offen zutage getreten, da seine gr&uuml;ne Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock auf ein energischeres Eingreifen in der Ukraine (oder einen offenen Krieg) dr&auml;ngt und Scholz weiterhin mitgeschleift wird. Baerbock hat den Kanzler wiederholt in die Ecke gedr&auml;ngt, doch er weigerte sich, sie zu entlassen und beschr&auml;nkt sich stattdessen darauf, &bdquo;sorgf&auml;ltig&ldquo; ihre &bdquo;Fehler&ldquo; aufzuz&auml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/free21.org\/wie-wurde-aus-den-gruenen-eine-partei-der-kriegstreiber\/\">Free21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sicherheitskonferenz: Aus der EU kein Impuls f&uuml;r Frieden &ndash; daf&uuml;r aus China<\/strong><br>\nDie M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz nimmt f&uuml;r sich in Anspruch, ein wichtiges internationales Diskussionsforum zu sein. Diesem Anspruch wurde sie in diesem Jahr nicht gerecht. Offizielle russische Vertreter waren mit der Begr&uuml;ndung, man wolle der russischen Propaganda keine B&uuml;hne geben, nicht eingeladen. Die Begr&uuml;ndung ist schal und steht im offenen Widerspruch zum selbst formulierten Anspruch.<br>\nEingeladen waren stattdessen der wegen Betrugs in Milliardenh&ouml;he verurteilte russische Ex-Oligarch Michail Chodorkowski und f&uuml;r Wei&szlig;russland die gescheiterte Pr&auml;sidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowskaja, die von sich behauptet die rechtm&auml;&szlig;ige Pr&auml;sidentin Wei&szlig;russlands zu sein. Ihr droht im Heimatland ein Hochverratsprozess. Beiden Personen haben gemein, dass sie in dem Land, das sie auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz repr&auml;sentieren, v&ouml;llig unbedeutend sind. Dar&uuml;ber hinaus weichen sie keinem Mikrofon aus und sprechen das hinein, was man im Westen gern h&ouml;rt: Es braucht einen Umsturz und der Westen soll dabei helfen. Auch das haben Tichanowskaja und Chodorkowski gemeinsam. Politische Relevanz haben sie jedoch nicht.<br>\nDas wirkt sich nat&uuml;rlich auf die Bedeutung der Sicherheitskonferenz aus. Wenn man darauf verzichtet, hochrangige und relevante Vertreter einzuladen, weil man das, was diese vermutlich beitragen w&uuml;rden, gar nicht erst h&ouml;ren m&ouml;chte, sich dann mit v&ouml;llig irrelevanten Au&szlig;enseitern abgibt, verliert man an Relevanz. [&hellip;]<br>\nDie Rede des hochrangigen diplomatischen Vertreters Chinas, Wang Yi, hat deutlich gemacht, dass Friedensinitiativen f&uuml;r die Ukraine und damit f&uuml;r Europa nicht von der EU oder gar Deutschland, sondern von China ausgehen werden. Zuvor hatte Brasiliens Pr&auml;sident Lula bereits eine Friedensinitiative unter Ausschluss der L&auml;nder der EU angek&uuml;ndigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/163387-sicherheitskonferenz-aus-eu-keine-impuls\/\">Gert Ewen Ungar in RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&laquo;Washington DC ist ein Kriegsverbrecherstaat par excellence, zusammen mit seinen europ&auml;ischen Quislings&raquo;<\/strong><br>\nEs ist schlicht unglaublich: Da werden &uuml;ber Jahre neue Unterwasser-Pipelines zwischen Russland und Deutschland gebaut, um Erdgas aus Russland nach Deutschland zu bringen. Die Baukosten werden auf 10 Milliarden Euros gesch&auml;tzt. Involviert sind sowohl staatliche als auch privatwirtschaftliche Firmen. Aber die Inbetriebnahme der neuen Pipelines Nord Stream II wird von Deutschland untersagt und die Pipelines selbst werden wenige Monate sp&auml;ter von unbekannter Seite mit Unterwasser-Sprengungen zerst&ouml;rt. Der Schaden in Milliardenh&ouml;he kann in seiner Gr&ouml;ssenordnung nur noch mit dem Terrorakt 9\/11 verglichen werden. Aber kein westlicher Staat und keine westlichen Medien k&uuml;mmern sich um die Frage, wer f&uuml;r den grandiosen Terrorakt verantwortlich ist. Es herrscht das gro&szlig;e Schweigen! Selbst die Recherchen des prominenten US-amerikanischen Journalisten Seymour Hersh werden weitestgehend totgeschwiegen. Und warum dieses gro&szlig;e Schweigen? Weil alle Indizien und Recherchen zum gleichen Schluss kommen: Es waren die USA, die dieses Zerst&ouml;rungswerk &ndash; notabene im eigenen geopolitischen und Wirtschafts-Interesse &ndash; organisiert haben, so, wie es Joe Biden ja eigentlich auch angek&uuml;ndigt hat. Jetzt hat die US-amerikanische Organisation &laquo;Strategic Culture Foundation&raquo; die folgende Analyse dazu ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/washington-ist-ein-kriegsverbrecherstaat-par-excellence-zusammen-mit-seinen-europaeischen-quislings\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das Transformationsgesch&auml;ft mit der Ukraine<\/strong><br>\nBeim Wiederaufbau setzen die westlichen L&auml;nder auf das erprobte Rezept um Privatisierung und Deregulierung. Gentechnik-Landwirtschaft und bargeldloser Digitalstaat runden ihn ab.<br>\nKrieg ist ein schmutziges Gesch&auml;ft. &ldquo;War is a racket&rdquo;, hei&szlig;t die ber&uuml;hmte Anti-Kriegs-Rede des Generalmajors der US-Marine, Smedley D. Butler, aus den fr&uuml;hen 1930ern. &ldquo;Wer macht die Profite?&rdquo;, fragt der Generalmajor darin &ndash; und antwortet: die Industrie, die Banken und die Spekulanten. Und &ldquo;wer zahlt die Rechnung?&rdquo; &ndash; der Steuerzahler.<br>\nEin knappes Jahrhundert danach hat sich daran nichts ge&auml;ndert. Dieser Ansicht war zumindest 2011 der noch immer inhaftierte Enth&uuml;llungsjournalist Julian Assange in Bezug auf eines der vielen US-Abenteuer im Mittleren Osten:<br>\nDas Ziel ist es, Afghanistan zu benutzen, um Steuergelder aus den USA und Europa durch Afghanistan in die H&auml;nde einer transnationalen Sicherheitselite zu sp&uuml;len. Das Ziel ist ein endloser Krieg, nicht ein erfolgreicher Krieg. [&hellip;]<br>\nAllem Anschein nach wiederholt sich in der Ukraine das altbekannte Spiel eines Wiederaufbaus, der dem neoliberalen Kapitalismus US-amerikanischer Pr&auml;gung einen dringend ben&ouml;tigten Auftrieb verleiht. Gleichzeitig macht der Westen die Ukraine zum Pilotprojekt einer neuen technokratischen Gesellschaftsordnung.<br>\nW&auml;hrend ein Ende des Kriegs noch immer nicht in Sicht ist, sind die Vorbereitungen f&uuml;r den zuletzt auf 1,25 Billionen Dollar gesch&auml;tzten, neuen &ldquo;Marshallplan&rdquo; bereits in vollem Gange. So fand medial weitgehend unbeachtet im polnischen Warschau vom 15. bis 16. Februar die Messe &ldquo;Rebuild Ukraine&rdquo; statt.<br>\nDort sind internationale Finanzinstitutionen, Investoren und Bau-Unternehmen angetreten, ihr Vorgehen &uuml;ber das &ldquo;komplexeste Wiederaufbauprogramm seit dem Zweiten Weltkrieg&rdquo; zu koordinieren. Auch Deutschland stellte seine Unternehmen in einem eigenen Pavillon zur Schau.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Das-Transformationsgeschaeft-mit-der-Ukraine-7521333.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Libyen: Warum Gaddafi beseitigt wurde<\/strong><br>\nDer Nato-Krieg in Libyen wurde als humanit&auml;re Mission begr&uuml;ndet. Er war vor allem eine Mission zum Schutz von Dollar und Euro. [&hellip;]<br>\nWeitgehend unbemerkt blieb in der westlichen &Ouml;ffentlichkeit die Tatsache, dass es schon 2011 im Krieg in Libyen darum ging, ein Wirtschaftsprojekt zu verhindern. Muammar al-Gaddafi plante eine afrikanische W&auml;hrungsunion und stand damit kurz vor der Verwirklichung. Ein &ndash; wie im Folgenden darzulegen &ndash; unerh&ouml;rter Affront gegen&uuml;ber Frankreich und westlichen Konzernen.<br>\nDer libysche Herrscher hatte sich im letzten Jahrzehnt seines Lebens mehr und mehr Afrika zugewandt. 2010 und 2011 war er Pr&auml;sident der Afrikanischen Union. Das &ouml;lreiche Libyen nahm nicht nur viele afrikanische Arbeitsimmigranten auf und gab &laquo;den afrikanischen Br&uuml;dern&raquo; Arbeit, sondern finanzierte Projekte wie den afrikanischen Kommunikations-Satelliten, was f&uuml;r einen ganzen Kontinent erleichterten Zugang zu Telefon und Internet bedeutete.<br>\nLibyen war 2010 das einzige afrikanische Land mit einem vergleichsweise hohen Bruttoinlandprodukt von 14&rsquo;000 US-Dollar pro Kopf. Bildung und medizinische Versorgung waren kostenlos. F&uuml;r 0,12 Euro bekamen Libyer einen Liter Benzin, das war manchmal billiger als Wasser.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/libyen-warum-gaddafi-beseitigt-wurde\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Krieg wird nicht nur mit Waffen oder Sanktionen gef&uuml;hrt&laquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber hybride Angriffe und Kolonialismus in neuer Form, die US-Blockade gegen Kuba und Verb&uuml;ndete des sozialistischen Inselstaates. Ein Gespr&auml;ch mit Rosa Miriam Elizalde.<br>\nRosa Miriam Elizalde ist erste Vizepr&auml;sidentin des Kubanischen Journalistenverbandes UPEC. [&hellip;]<br>\nWie sieht diese neue Form des Kolonialismus, von der Sie sprechen, aus?<br>\nDas Hauptmotiv des urspr&uuml;nglichen Kolonialismus, dessen Auspr&auml;gungen wir seit &uuml;ber 500 Jahren kennen, war die Unterwerfung von Territorien auf fremdem Gebiet, um sich Land, Rohstoffe und Menschen anzueignen. Wir leben in einer neuen &Auml;ra, in denen der Extraktivismus im digitalen Raum stattfindet und im wesentlichen auf die Daten von Menschen abzielt. Dabei geht es insbesondere um Nutzerdaten aus sozialen Netzwerken, Apps und Programmen, die Menschen &ndash; ohne viel dar&uuml;ber nachzudenken &ndash; dort hinterlassen haben. Sie haben scheinbar kostenlosen Zugang zu Apps oder anderen Dienstleistungen, geben durch die Nutzung der Angebote jedoch in Wirklichkeit Daten an die Betreiber und dahintersteckende Unternehmen weiter. Diese Daten betreffen direkt das menschliche Leben: unsere Wahrnehmungen, unsere Interessen, unsere W&uuml;nsche &ndash; aber auch unsere Vorurteile. Unternehmen machen durch ihren Verkauf nicht nur riesige Gewinne, sondern sie k&ouml;nnen die heutigen Gesellschaften anhand der ausgewerteten Daten informieren und mobilisieren &ndash; also auch Kontrolle aus&uuml;ben. Das ist sehr gef&auml;hrlich, da sich dadurch auch gezielt eine Agenda umsetzen l&auml;sst. In der Ukraine konnte man das beispielhaft beobachten: Medien, die in irgendeiner Weise eine Verbindung nach Russland oder zur Regierung in Moskau hatten, wurden verboten, oder solche, die irgendeinen Standpunkt vertraten, der gegen diesen Krieg gerichtet war, zensiert &ndash; und das wurde &uuml;berwiegend einstimmig und nahezu unwidersprochen aufgenommen. Das war vor 20 Jahren noch undenkbar. Es geht also nicht nur um die Inbesitznahme physischer Territorien, heute kann &uuml;ber Nutzerdaten Einfluss auf Menschen genommen, und sie k&ouml;nnen dadurch kontrolliert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/444344.digitaler-kolonialismus-krieg-wird-nicht-nur-mit-waffen-oder-sanktionen-gef%C3%BChrt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Raus mit der Nato&ldquo;: Protest gegen Antony Blinken vor der US-Botschaft in Athen<\/strong><br>\nHunderte Griechen haben am Dienstagabend gegen den Besuch von US-Au&szlig;enminister Antony Blinken in Athen protestiert. Mitglieder des Jugendverbands der Kommunistischen Partei marschierten mit roten Fahnen vom Stadtzentrum in Richtung der amerikanischen Botschaft.<br>\n&bdquo;Raus mit der Nato, raus mit den Milit&auml;rbasen, keine Beteiligung an den Interventionen&ldquo;, forderten die Demonstranten.<br>\nBlinken hatte bei seiner f&uuml;nft&auml;gigen Europareise die M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz besucht und war dann ins t&uuml;rkische Erdbebengebiet geflogen. Athen ist die letzte Station seiner Reise. Vor seiner Weiterreise nach Athen traf Blinken am Montag den t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan zu einem etwa eineinhalbst&uuml;ndigen Gespr&auml;ch am Flughafen von Ankara&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/raus-mit-der-nato-protest-gegen-antony-blinken-vor-der-us-botschaft-in-athen-li.320360\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>M&uuml;ssen 40 Mieter f&uuml;r Gefl&uuml;chtete umziehen? Aufregung um L&ouml;rrach-Brief<\/strong><br>\nEin Brief der Wohnbau L&ouml;rrach sorgt derzeit f&uuml;r viel Aufregung im Internet. Demnach werden 40 Personen die Wohnungen in einem Wohnkomplex gek&uuml;ndigt, weil dort 100 Fl&uuml;chtlinge aus der Ukraine untergebracht werden sollen. Die Echtheit des Schreibens, das vielfach in sozialen Netzwerken geteilt wird, wurde von der Stadt bereits best&auml;tigt. Was steckt dahinter? Was sagen die betroffenen Mieter? Und was das Mietrecht? [&hellip;]<br>\nDennoch ist das Vorgehen der Stadt im besten Fall ungl&uuml;cklich, eher dumm und fahrl&auml;ssig. Kritik daran ist zweifellos berechtigt. [&hellip;]<br>\nBei allem Verst&auml;ndnis f&uuml;r die schwierige Lage der Kommunen bei der Frage der Fl&uuml;chtlingsunterbringung: Stadt und Wohnungsbaugesellschaft schie&szlig;en mit dem versandten Brief weit &uuml;ber das Ziel hinaus. Einen allgemein formulierten Brief abzuschicken und erst danach das pers&ouml;nliche Gespr&auml;ch zu suchen, ist unsensibel und verunsichert vor allem &auml;ltere Mieterinnen und Mieter. Eine jahrzehntelang bewohnte Wohnung, selbst wenn sie alt ist und bald abgerissen werden soll, ist Lebensmittelpunkt und kann nicht einfach ersetzt werden. Ganz abgesehen von den rechtlichen Fragezeichen, die die Art der K&uuml;ndigung aufwirft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Muessen-40-Mieter-fuer-Gefluechtete-umziehen-article23933219.html%20\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Vielleicht ist hier hilfreich zu wissen, dass die Gr&uuml;nen mit 30,5 % die st&auml;rkste Fraktion im Stadtrat stellen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Bankrott der britischen Neoliberalen: 17.000 Betten weniger und Mangel an Beatmungsger&auml;ten im Nationalen Gesundheitsdienst (NHS)<\/strong><br>\nIn den letzten 10 Jahren sind in Gro&szlig;britannien jedes Jahr mehr als 1.500 Betten in NHS-Krankenh&auml;usern abgebaut worden. Obwohl die Bertelsmann-Stiftung ihr wenig segensreiches Wirken in Gro&szlig;britannien nicht betreibt, gibt es auch hier neoliberale Ideologen und Schreibtischt&auml;ter zuhauf, die ein Gesundheitswesen nach betriebswirtschaftlichen Grunds&auml;tzen haben wollen &ndash; und Regierungen, die diese Orientierung massiv umsetzen. Im Angesicht der Corona-Epidemie m&uuml;ssen diese Verteidiger von Profit und Privileg jetzt kapitulieren: Die fehlenden Betten m&uuml;ssen angemietet werden (die Alternative &bdquo;Beschlagnahmung&ldquo; kann eine Rechtsregierung heute nicht wagen). F&uuml;r sage und schreibe 300 Pfund &ndash; pro Nacht. Und die nicht besonders profitable Produktion von Beatmungsger&auml;ten per Appell an Produktkonversion ankurbeln: Autokonzerne sollen das machen. Siehe zur Entwicklung der Situation in Gro&szlig;britannien und dabei insbesondere zur jahrelangen Demontage des NHS und der Streiks dagegen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/grossbritannien\/gewerkschaften-grossbritannien\/der-bankrott-der-britischen-neoliberalen-17-000-betten-weniger-und-mangel-an-beatmungsgeraeten-im-nationalen-gesundheitsdienst-nhs\/\">Labornet<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Streiks bringen den Flugverkehr in Deutschland zum Stillstand<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nRund 2.340 Fl&uuml;ge mussten gestrichen werden, wovon fast 300.000 Passagiere betroffen waren, teilte die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflugh&auml;fen (ADV) mit und forderte, dass &ldquo;L&ouml;sungen am Verhandlungstisch und nicht auf dem R&uuml;cken der Passagiere gefunden werden m&uuml;ssen&rdquo;.<br>\nAllein die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa musste mehr als 1.300 Fl&uuml;ge streichen. In Frankfurt und M&uuml;nchen gibt es am Freitag &uuml;berhaupt keine Abfl&uuml;ge.<br>\n&ldquo;Es herrscht nach wie vor ein katastrophaler Arbeitskr&auml;ftemangel bei den Besch&auml;ftigten der Bodenabfertigung &ndash; das haben die Reisenden im vergangenen Sommer deutlich gesp&uuml;rt&rdquo;, sagte Christine Behle, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, am Mittwoch bei der Ank&uuml;ndigung der Streiks. &ldquo;Um diese Situation zu &auml;ndern, m&uuml;ssen sie eine attraktive Lohnerh&ouml;hung erhalten.&rdquo;<br>\nDer Personalmangel, der durch den Stellenabbau w&auml;hrend der Pandemie und verschiedene Streiks verursacht wurde, betraf im vergangenen Sommer die gesamte europ&auml;ische Luftfahrtindustrie und f&uuml;hrte zu einem internationalen Reisechaos mit Tausenden von Annullierungen. An vielen Flugh&auml;fen erreichten die Warteschlangen eine L&auml;nge von einem Kilometer oder mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telesurenglish.net\/news\/Strikes-Bring-Air-Traffic-To-Standstill-in-Germany-20230217-0020.html\">Telesur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Wer sich &uuml;ber die Flughafenstreiks in Deutschland informieren will, der sollte besser in den ausl&auml;ndischen Medien suchen. In den deutschen Medien fast nur Artikel dar&uuml;ber, wie der Fluggast beim Ausfall seines Fluges sein Geld zur&uuml;ckbekommt. Warum gestreikt wird und was die Streikenden fordern, steht in der ausl&auml;ndischen Presse. Traurig, traurig.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Durchmarsch der Rechten<\/strong><br>\nIsraelisches Parlament stimmt f&uuml;r &raquo;Justizreform&laquo;, Opposition soll eingehegt werden. UN-Sicherheitsrat verurteilt Siedlungsbau.<br>\nDie israelische Regierung ist am Dienstag mit ihrer &raquo;Justizreform&laquo; einen gro&szlig;en Schritt vorangekommen. Das Parlament stimmte nach stundenlanger Debatte am fr&uuml;hen Morgen kurz nach Mitternacht in erster Lesung einem wichtigen Gesetz zu. Zuvor hatten Zehntausende rund um das Knessetgeb&auml;ude in Jerusalem gegen die reaktion&auml;rste Regierung in der Geschichte Israels protestiert. Sie skandierten haupts&auml;chlich die Parole &raquo;Demokratie&laquo;, viele trugen die blau-wei&szlig;e Staatsfahne. Schon am sp&auml;ten Sonnabend waren nach Angaben der Veranstalter fast 250.000 Demonstranten in rund 40 Orten auf der Stra&szlig;e gewesen. Die wichtigsten Proteste hatten mit 135.000 Teilnehmern in Tel Aviv, 22.000 in Kfar Saba und 18.000 in Haifa stattgefunden. Die Abstimmung am fr&uuml;hen Dienstag ergab eine klare Mehrheit von 63 gegen 47 Stimmen ohne Enthaltungen. Allerdings blieben einige Abgeordnete dem Votum fern. Das Gesetz besteht im wesentlichen aus zwei Punkten. Zum einen wird die Rolle der jeweiligen Regierungskoalition bei der Zusammensetzung des Obersten Gerichtshofs, der dem deutschen Bundesverfassungsgericht entspricht, gest&auml;rkt. Au&szlig;erdem wird der Gerichtshof weitgehend entmachtet: Er w&uuml;rde, wenn das Gesetz wirklich durchkommt, das Recht verlieren, neue Gesetze au&szlig;er Kraft zu setzen, die nach Meinung seiner Mehrheit den Basic Laws &ndash; dem israelischen &Auml;quivalent einer dort nicht existierenden Verfassung &ndash; widersprechen. Zus&auml;tzlich erregt Emp&ouml;rung, dass diese Regelung ab sofort gelten soll. Der Oberste Gerichtshof k&ouml;nnte also das auf dem Weg befindliche Gesetz nicht aufheben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/445401.trotz-massenprotesten-durchmarsch-der-rechten.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Chile: J&uuml;ngste forensische Untersuchung legt Vergiftung von Pablo Neruda nahe<\/strong><br>\nExperten aus Kanada und D&auml;nemark haben im Zahnmaterial des am 23. September 1973 verstorbenen chilenischen Dichters und Schriftstellers Pablo Neruda das Bakterium Clostridium botulinum gefunden. Der Bericht wurde der ermittelnden Richterin Paola Plaza &uuml;berreicht, die nun urteilen muss, wie es weiter geht.<br>\nDer Fund best&auml;tigt das Ergebnis einer Exhumierung aus dem Jahre 2017. [&hellip;]<br>\nIm Moment des Milit&auml;rputsches im September 1973 gegen die sozialistische Regierung von Salvador Allende hielt sich Neruda in seinem Haus in Isla Negra an der K&uuml;ste auf. Er litt schon seit einiger Zeit an einem Prostatakrebs, der jedoch unter Kontrolle war. Aus Sicherheitsgr&uuml;nden, seine anderen Wohnungen waren von Milit&auml;rs verw&uuml;stet worden, wurde er auf Anraten seiner n&auml;chsten Umgebung am 19. September nach Santiago in die Klinik Santa Maria &uuml;berf&uuml;hrt.<br>\nIm Krankenhaus &uuml;berarbeitete er sein Buch &ldquo;Ich gestehe, ich habe gelebt&rdquo; und empfing Besuch von einigen christdemokratischen Politikern. Der Botschafter Mexikos in Chile hatte von der Milit&auml;rverwaltung schon eine Genehmigung zur ungehinderten Ausreise Nerudas ins Exil erreicht. Nur vier Tage nach seiner Verlegung nach Santiago verstarb Neruda. [&hellip;]<br>\nSeine letzten Aktivit&auml;ten sowie die Tatsache, dass Neruda reisef&auml;hig war, lie&szlig;en von Anfang an die Todesursache Krebs als h&ouml;chst unwahrscheinlich erscheinen. [&hellip;]<br>\nDie Richterin Plaza muss jetzt Aussagen und zwei Exhumierungsgutachten aus &uuml;ber zehn Jahren aufarbeiten. Kommt sie zum Schluss, dass Neruda eines nat&uuml;rlichen Todes gestorben ist, so wird der Fall abgeschlossen. Kommt sie indessen zu einem gegenteiligen Urteil, so wird ein Kriminalverfahren eingeleitet, um die Umst&auml;nde von Nerudas Tod festzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2023\/02\/262780\/chile-pablo-neruda-vergiftung\">amerika21<\/a>\n<p>dazu: <strong>Mord an Neruda bewiesen<\/strong><br>\nForensische Untersuchung best&auml;tigt: Chilenischer Dichter wurde 1973 von rechten Putschisten vergiftet.<br>\nKnapp 50 Jahre nach dem Tod Pablo Nerudas hat ein internationales Team von Forensikern festgestellt, dass der chilenische Poet und Literaturnobelpreistr&auml;ger an einer Vergiftung gestorben ist. Laut der bisherigen offiziellen Version soll Neruda am 23. September 1973 &ndash; zw&ouml;lf Tage nach dem von der CIA initiierten Putsch Augusto Pinochets gegen die Linksregierung des Pr&auml;sidenten Salvador Allende &ndash;, nur wenige Stunden bevor ein Flugzeug ihn ins mexikanische Exil bringen sollte, in einer Klinik in Santiago an Prostatakrebs gestorben sein. Sein fr&uuml;herer Sekret&auml;r und Fahrer Manuel Araya hatte dagegen ausgesagt, dass dem prominenten Gegner der faschistischen Junta dort eine t&ouml;dliche Spritze verabreicht worden sei. Nun scheint es Gewissheit dar&uuml;ber zu geben, dass Neruda, der auch Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chiles war, ermordet wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/445236.vor-50-jahren-mord-an-neruda-bewiesen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die schleichende Rohingya-Bev&ouml;lkerungsexplosion in Cox&rsquo;s Bazar<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nIn den Jahren 2017-2018 wurde Cox&rsquo;s Bazaar in Bangladesch zur Heimat der gr&ouml;&szlig;ten Fl&uuml;chtlingslager der Welt. Damals wurde viel Tinte dar&uuml;ber vergossen, wie viel Schuld der Tatmadaw und wie viel der NLD-Regierung von Aung San Suu Kyi zugeschrieben werden sollte. Seitdem gab es die COVID-Epidemie und den Staatsstreich vom 1. Februar 2021 in Myanmar, und das Thema ist aus der internationalen Presse verschwunden. Und in aller Stille kamen aufgrund der steigenden Geburtenrate mindestens 100.000 neue Fl&uuml;chtlinge in den Lagern hinzu. [&hellip;]<br>\nEine R&uuml;ckf&uuml;hrungspolitik war schon vor dem Staatsstreich von 2021 t&ouml;richt. Eine Massenr&uuml;ckf&uuml;hrung h&auml;tte die Rohingya weiter schikaniert und Rakhine destabilisiert, noch bevor die Tatmadaw die NLD-Regierung nach dem 1. Februar 2021 ins Gef&auml;ngnis, ins Exil und in den Aufstand schickte. Die Reaktion auf eine Massenr&uuml;ckf&uuml;hrung w&uuml;rde die Grenzregion in einer Weise destabilisieren, die eine direkte Konfrontation zwischen dem burmesischen und dem bangladeschischen Milit&auml;r riskiert. Daher ist es gut, dass die Fl&uuml;chtlinge noch nicht zur&uuml;ckgekehrt sind.<br>\nNichtsdestotrotz h&auml;lt die internationale Gemeinschaft an ihrem Argument der freiwilligen Massenr&uuml;ckf&uuml;hrung nach Myanmar fest und weist zu Recht darauf hin, dass die Milit&auml;rregierungen Myanmars die Vertreibungen &uuml;berhaupt erst veranlasst haben, so dass die Gerechtigkeit verlangt, dass sie die Rechte der Rohingya wiederherstellen. Das ist zwar im juristischen Sinne richtig, aber angesichts der politischen Situation in Rakhine ist es t&ouml;richt. Die Situation der Rohingya birgt noch immer den Keim f&uuml;r weitere humanit&auml;re Katastrophen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.irrawaddy.com\/opinion\/guest-column\/the-quiet-rohingya-population-explosion-in-coxs-bazaar.html\">The Irrawaddy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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