{"id":94246,"date":"2023-02-25T14:00:22","date_gmt":"2023-02-25T13:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94246"},"modified":"2023-02-26T08:52:29","modified_gmt":"2023-02-26T07:52:29","slug":"leserbriefe-zum-versagen-der-tagesschau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94246","title":{"rendered":"Leserbriefe zum Versagen der Tagesschau"},"content":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94045\">Tagesschau mit nackter Propaganda. J&auml;mmerlich (8)<\/a>&ldquo; hatten wir auf die wiederkehrende Agitation der Tagesschau aufmerksam gemacht. Dazu kamen einige Leserbriefe. Sie enthalten wie so oft gute und wertvolle Informationen. Danke vielmals. Wir sind ein bisschen stolz auf unsere Leser. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>meinen allergr&ouml;&szlig;ten Respekt, dass Sie sich noch Tagesschau und Co antun. Selbst schalte ich seit mehr als 2 Jahren konsequent ab. Soviel L&uuml;gen, Hass, russophobe Hetze und transatlantische Speichelleckerei sowie gr&uuml;ne Regierungspropaganda kann ich nicht ertragen. Der &Ouml;RR (nicht nur die Tagesschau) liegt bei mir hinsichtlich des Wahrheitsgehaltes seiner Nachrichtenformate und nicht vorhandener Objektivit&auml;t irgendwo zwischen Aktueller Kamera des DDR- Fernsehens, und dem Gro&szlig;deutschen Rundfunk von J. G&ouml;bbels.<\/p><p>Dieser sogenannte &Ouml;RR tr&auml;gt eine nicht unwesentliche Mitverantwortung f&uuml;r das Schwinden unserer Demokratie zugunsten einer gr&uuml;nen Diktatur.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;ssen<br>\nRalf Binde<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief <\/strong><\/p><p>Moin Herr M&uuml;ller, <\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren Beitrag. Fast drei&szlig;ig Jahre habe ich keine ferngesehen, h&ouml;chstens einmal in einem Hotelzimmer. Diese&nbsp;kurzen Augenblicke haben jedes Mal meine Fernsehabstinenz best&auml;tigt. Durch Corona habe ich dann doch gelegentlich das Internet genutzt, um mich durch das deutsche Fernsehen&nbsp;&ldquo;unterhalten&rdquo; zu lassen. Aber die Nachrichten habe ich mir immer verkniffen, wegen der mangelnden Objektivit&auml;t. Zwei Beispiele m&ouml;chte ich anf&uuml;hren, die ich selbst erlebt habe, wie dort Meldungen manipuliert oder unterdr&uuml;ckt werden.<\/p><p>W&auml;hrend des&nbsp;Castortransports 1996 im Wendland wurde ein alter Landwirt, der mit seinem Trecker einen Wasserwerfer blockieren wollte, von Polizisten aus seinem Trecker gezerrt, indem man die Scheiben mit St&ouml;cken zerschlug, auf ihn eindrosch und eintrat, bis er blut&uuml;berstr&ouml;mt&nbsp;&nbsp;und voller Splitter auf der Stra&szlig;e lag. Diese Aktion war von Fernsehleuten gefilmt worden und kam abends einmal kurz in den Nachrichten. Danach hat man den Beitrag nie wiedergesehen, weil diese Aufnahmen nicht zum Bild der renitenten Atomkraftgegner passte. Ein paar Jahre sp&auml;ter wurde bei einer Spontandemonstration am Schacht in Gorleben das Gel&auml;nde von Demonstranten gest&uuml;rmt. Das Wachpersonal und ein Dutzend Polizisten waren von der Aktion v&ouml;llig &uuml;berrascht. Der NDR war vor Ort und filmte die ganze Zeit, sogar wie die Traktoren bis in den F&ouml;rderschacht gelangten. Gezeigt wurden die Bilder nicht, weil jedermann sehen konnte, wie &ldquo;sicher&rdquo; die Atomanlagen in Gorleben gesch&uuml;tzt werden.&nbsp;<\/p><p>Ihr Bericht best&auml;tigt mir, dass ich auch in Zukunft auf die Tagesschau&nbsp;und auch andere Fernseh-Nachrichten verzichten werde. Ich halte mich lieber an die nachdenkseiten. Vielen Dank f&uuml;r Ihre Arbeit.<\/p><p>MIt freundlichem Gru&szlig; &nbsp;<br>\nWilly Hardes<br>\n29499 Zernien<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr M&uuml;ller, man kommt gar nicht mehr hinterher. Aus allen &ouml;ffentlich-rechtlichen Kan&auml;len m&uuml;ssen wir kriegsanfeuernde Rhetorik vernehmen. Ein Parallelblick auf das Nachrichtenflakschiff des ZDF erg&auml;nzt Ihre Beobachtungen. <\/p><p>Das heute-Journal behauptet von sich informativ, hintergr&uuml;ndig, analytisch zu sein. Am 19.02.23 wurde anl&auml;sslich der M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz, der Leiter, Christoph Heusgen, interviewt. Heusgen konnte sich rechtfertigen, weshalb er Russland nicht eingeladen hatte. Er wollte den Teilnehmern die Propaganda des russischen Au&szlig;enministers nicht zumuten. Das Gesamtziel der Nato-Partner seien Waffenlieferungen, so lange und so umfangreich, bis Putin einsehe, dass er nicht weiterkomme. Schlie&szlig;lich h&auml;tte er vor, die gesamte Ukraine einzunehmen.<\/p><p>Gellinek, die ZDF-Moderatorin, lenkte das Gespr&auml;ch auch auf das Minsker Abkommen. Wir wissen inzwischen von der Bundeskanzlerin Merkel, dass der Westen und die Ukraine das Abkommen nicht umsetzten, um Zeit f&uuml;r die Aufr&uuml;stung der Ukraine zu gewinnen. Merkel gegen&uuml;ber der Zeit: &ldquo;<em>Es war uns allen klar, dass das ein eingefrorener Konflikt war, dass das Problem nicht gel&ouml;st war, aber genau das hat der Ukraine wertvolle Zeit gegeben.<\/em>&rdquo; Der damalige franz&ouml;sische Pr&auml;sident, Hollande, best&auml;tigte Merkels Version: <em>&ldquo;Seit 2014 hat die Ukraine ihre milit&auml;rische Position gest&auml;rkt. Die ukrainische Armee war in der Tat v&ouml;llig anders als die von 2014. Sie war besser ausgebildet und ausger&uuml;stet. Es ist das Verdienst der Minsker Vereinbarungen, der ukrainischen Armee diese M&ouml;glichkeit gegeben zu haben.&rdquo;<\/em><\/p><p>Trotz dieser eindeutigen Aussagen der an dem Minsker Abkommen Beteiligten, kehren die ZDF-Moderatorin und der Leiter der M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz die historischen Fakten in ihr Gegenteil. Putin h&auml;tte die Vereinbarungen gebrochen. Putin h&auml;tte alles zunichte gemacht.<\/p><p>Hier der Interview-Auszug ohne die gravierendsten Syntaxfehler:<\/p><p>Gellinek: <em>In M&uuml;nchen ging&rsquo;s dieses Wochenende ja auch um m&ouml;gliche Friedensinitiativen. Sie haben 2015 schon mit Putin n&auml;chtelang &uuml;ber Frieden verhandelt. Damals ging&rsquo;s um das Minsker Abkommen, das Russland wenig sp&auml;ter gebrochen hat. Unter welchen Voraussetzungen sehen Sie &uuml;berhaupt noch, dass man nochmals mit Putin reden k&ouml;nnte?<\/em><\/p><p>Heusgen: <em>Wir haben n&auml;chtelang zusammengesessen. Wir hatten einen diplomatischen Weg. Wir hatten das Minsker Abkommen, was erm&ouml;glicht h&auml;tte, dazu dass die Ukraine ihre territoriale Integrit&auml;t wieder gewonnen h&auml;tte. F&uuml;r die besetzten Gebiete war eine gewisse Autonomie vorgesehen. Wir wollten es umsetzen. Wir haben wirklich &uuml;ber Wochen, Monate, Jahre verhandelt. Die Bundeskanzlerin Merkel hat das getan. Putin hat das alles zunichte gemacht.<\/em><\/p><p>Es ist nicht vorstellbar, dass eine f&uuml;hrende ZDf-Journalistin und der in Minsk Mitverhandelnde die Aussagen Merkels bzw. Hollandes nicht kennen, bzw. nicht beobachtet h&auml;tten, wer die Verwirklichung des Minsker Abkommens blockierte. H&auml;tte Gellinek ihrem Berufsethos gerecht werden wollen, h&auml;tte sie den Leiter der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz mit den Aussagen Merkels und Hollandes konfrontieren und insistieren m&uuml;ssen. So aber diente sie sich Heusgen als Nato-basierte transatlantisch-konforme Stichwortgeberin an. Informativ, hintergr&uuml;ndig oder analytisch ist daran nichts.<\/p><p>Rudi Brenzinger<\/p><p>Link: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute-journal\/muenchen-siko-bilanz-heusgen-100.html\">heute-Journal 19.02.2023<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Brief zum Thema Karneval.<br>\nWertes NDS-Team,<\/p><p>als Ostdeutsche aus dem &bdquo;Tal der Ahnungslosen&ldquo; (in Ostsachsen gab es kein Westfernsehen) waren wir der Meinung, wir verpassen etwas, wenn wir die Karnevalssendungen aus dem Rheinland nicht sehen k&ouml;nnen. Inzwischen sehen wir die Sache n&uuml;chterner. Es ist ganz sch&ouml;ner Klamauk, es flie&szlig;t viel Geld, wenn man die Ausstattungen und die Kost&uuml;me sieht und es ist f&uuml;r die Beteiligten DER Spa&szlig; des Jahres. Aber wir sehen kaum noch hin. Der Karneval hat nach meiner Meinung an politischem Biss nachgelassen, zumindest was die gro&szlig;en TV-Sitzungen betrifft. Was sich aber dieses Jahr eingeschlichen hat, hat mich schon entsetzt. <strong>Da&szlig; man mit einem Krieg und unendlichem Leid einen Karnevalsgag gestalten kann, h&auml;tte ich nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten (Rosenmontagszug\/Putin).<\/strong> Wenn man sich schon auf das d&uuml;nne Eis dieses Krieges begibt, sollte man doch alle (!) Kriegsverbrecher und &ndash;Nutznie&szlig;er durch den Kakao ziehen, obwohl ich denke, da&szlig; dieses ernste Thema nicht zum Karnevalsgag taugt. Aber wahrscheinlich ist im westlichen Teil unseres Landes die Glorifizierung der USA immer noch in Teilen vorhanden und die Mainstream-Propaganda tut ihr &Uuml;briges. Schlimm, da&szlig; es so weit kommen konnte. Hoffen wir auf bessere Zeiten, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e und Dank f&uuml;r ihre Arbeit<br>\nL. Ritter&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>ich habe rein zuf&auml;llig im Hotel ein besonders dreistes St&uuml;ck Propaganda im ZDF gesehen und m&ouml;chte Sie darauf aufmerksam machen. Aber Vorsicht, das ist nur mit einer Flasche Rotwein ertragbar, wobei ich empfehle die Flasche vorher zu leeren. Tut nicht so weh.<\/p><p>Schauen Sie selbst: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdf-history\/russlands-kriege-100.html\">ZDF History Russlands Kriege.<\/a><\/p><p>Ein Paradebeispiel, wie durch Weglassungen ein gew&uuml;nschter Spin erzeugt wird, hier Russophobie in Reinkultur. Widerlich. Ein Trauerspiel, dass unser Rechtssystem es nicht erlaubt , solche Macher vor Gericht zu ziehen.<\/p><p>LG<br>\nA.S.<br>\n&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94045\">Tagesschau mit nackter Propaganda. 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