{"id":94308,"date":"2023-02-24T16:32:48","date_gmt":"2023-02-24T15:32:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94308"},"modified":"2023-02-24T16:32:48","modified_gmt":"2023-02-24T15:32:48","slug":"hinweise-des-tages-ii-573","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94308","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94308#h01\">Ein Jahr Ukraine-Krieg: Was im offiziellen Narrativ fehlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94308#h02\">Das steht in Chinas Zw&ouml;lfpunkteplan f&uuml;r den Frieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94308#h03\">US-Aufruf: Pr&auml;sident Biden, stoppen Sie die Diplomatie-Blockade!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94308#h04\">Sahra Wagenknecht bei Lanz: Angst vor einer Friedensbewegung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94308#h05\">Sahra Wagenknecht: Ich kriege Mails von Ukrainerinnen, die irrsinnig Angst haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94308#h06\">Politikwissenschaftler &uuml;ber Ukraine-Krieg: &bdquo;Zu Verhandlungen gibt es keine Alternative&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94308#h07\">Katastrophenpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94308#h08\">BASF will 700 Stellen in Produktion in Ludwigshafen streichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94308#h09\">Streit zwischen Habeck und Lindner: Der gef&auml;hrlichste Blockierer der Republik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94308#h10\">Geht ein &Ouml;sterreicher in Rente&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94308#h11\">Armutsfalle Pflegeheim? Die Sozialhilfequote in Pflegeheimen steigt (wieder) an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94308#h12\">Das Gesundheitsinstitut, das in der Pandemie still blieb: &bdquo;Spahn und Lauterbach haben uns nicht geantwortet&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94308#h13\">Uni Bonn k&uuml;ndigt Ulrike Gu&eacute;rot: &bdquo;Fremdes geistiges Eigentum angeeignet&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ein Jahr Ukraine-Krieg: Was im offiziellen Narrativ fehlt<\/strong><br>\nWir sind die Guten, Russland ist an allem schuld: Ein Jahr nach dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine klammert sich der Westen an dieses Narrativ. Doch es gibt drei Flecken auf der angeblich wei&szlig;en Weste.\n<ul>\n<li>Russland hat angegriffen, schon klar. Aber kurz vor dem 24. Februar eskalierten die ukrainischen Attacken auf den Donbass. Die OSZE hat alles dokumentiert, die EU und die USA haben es verdr&auml;ngt. Seit der &ldquo;Zeitenwende&rdquo; wird nur noch &uuml;ber die Ereignisse seit dem 24. Februar diskutiert, die Vorgeschichte wird ausgeblendet. Die ukrainischen Attacken lieferten Zar Putin den fehlenden Vorwand f&uuml;r die &ldquo;Spezialoperation&rdquo; &ndash; wurden sie vom Westen gedeckt?<\/li>\n<li>Russland will keinen Frieden, hei&szlig;t es in Br&uuml;ssel und Washington. Dabei gab es im M&auml;rz 2022 einen fast fertigen Friedensplan, ausgehandelt vom damaligen israelischen Premier Bennett. Ob er tragf&auml;hig gewesen w&auml;re, wissen wir nicht &ndash; Bennett sch&auml;tzt die Chancen auf 50:50. Er sagt aber auch, dass sein Plan vom UK und den USA blockiert wurde. Trotzdem zog Putin seine Truppen &ndash; wie vereinbart &ndash; aus Kiew ab. Warum hat man diese Chance nicht genutzt?<\/li>\n<li>Russland habe Energie als &ldquo;Waffe&rdquo; genutzt und am Ende die Gaspipeline Nord Stream 1 und 2 gesprengt, hei&szlig;t es. Doch daf&uuml;r gibt es bis heute keine Beweise. Das Aus f&uuml;r Nord Stream haben die USA angek&uuml;ndigt, schon vor dem Krieg. Was w&auml;re, wenn S. Hersh Recht h&auml;tte &ndash; und die Amerikaner Nord Stream zerst&ouml;rt haben? Das k&auml;me einer Kriegserkl&auml;rung gegen Deutschland und Russland gleich. Warum gehen Deutschland und die EU dieser Frage nicht nach?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nur wer alle drei schwarzen Flecken ausblendet, kann eine wei&szlig;e Weste vorweisen. Wer sie hingegen zur Kenntnis nimmt und die Konsequenzen &uuml;berdenkt, wird am offiziellen Narrativ zweifeln.<br>\nWir h&auml;tten es dann mit einem Krieg zu tun, der von beiden Seiten (incl. USA) geplant wurde, und der nicht schnell zu Ende gehen durfte. In diesem Krieg wird die Wahrheit vertuscht und Deutschland erpresst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/ein-jahr-ukraine-krieg-was-im-offiziellen-narrativ-fehlt\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das steht in Chinas Zw&ouml;lfpunkteplan f&uuml;r den Frieden<\/strong><br>\nKeine Angriffe auf Zivilisten oder Atomkraftwerke &ndash; weg mit den Sanktionen: China hat zw&ouml;lf Forderungen f&uuml;r ein Ende des Kriegs in der Ukraine vorgelegt. Ein &Uuml;berblick<br>\nZum ersten Jahrestag des russischen Einmarsches in der Ukraine hat China beide Seiten zu direkten Verhandlungen und zum Schutz von Zivilisten aufgerufen. Das Au&szlig;enministerium in Peking ver&ouml;ffentlichte am Freitag auf seiner Website einen entsprechenden Zw&ouml;lfpunkteplan zur &ldquo;politischen Beilegung&rdquo; der Krise. Darin wird zudem gefordert, dass es keinen Einsatz von Atomwaffen und auch keine Drohungen damit geben d&uuml;rfe.<br>\nRussland und die Ukraine sollten &ldquo;so schnell wie m&ouml;glich den direkten Dialog wieder aufnehmen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Papier. Dieses hat den Titel Die Position Chinas zur politischen Beilegung der ukrainischen Krise (hier ein Link zur englischen Version). In ihm hei&szlig;t es weiter: &ldquo;Die Konfliktparteien m&uuml;ssen sich strikt an die internationalen Menschenrechte halten und Angriffe auf Zivilisten oder zivile Geb&auml;ude vermeiden.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2023-02\/china-fordert-waffenstillstand-in-ukraine-praesentiert-12-punkte-plan\">Zeit Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.fmprc.gov.cn\/mfa_eng\/zxxx_662805\/202302\/t20230224_11030713.html%20\">Ministry of Foreign Affairs, the People&rsquo;s Republic of China<\/a>\n<p>dazu: <strong>Au&szlig;enministerium ver&ouml;ffentlicht Dokument &uuml;ber Chinas Position zur politischen L&ouml;sung der Ukraine-Krise<\/strong><br>\nDas chinesische Au&szlig;enministerium hat am Freitag auf seiner Webseite ein Dokument &uuml;ber Chinas Position zu einer politischen L&ouml;sung der Ukraine-Krise ver&ouml;ffentlicht.<br>\nDas Dokument enth&auml;lt zw&ouml;lf Vorschl&auml;ge zur L&ouml;sung der Ukraine-Krise mit politischen Mitteln, darunter die Achtung der Souver&auml;nit&auml;t aller L&auml;nder, der Abschied von der Mentalit&auml;t des Kalten Krieges, die Einstellung der Feindseligkeiten, die Wiederaufnahme der Friedensgespr&auml;che, die L&ouml;sung der humanit&auml;ren Krise, der Schutz von Zivilisten und Kriegsgefangenen, die Aufbewahrung von Sicherheit der Atomkraftwerke, die Reduzierung strategischer Risiken, die Erleichterung der Getreideexporte, der Schluss mit einseitigen Sanktionen, die Sicherstellung der stabilen Industrie- und Lieferketten sowie die F&ouml;rderung des Wiederaufbaus nach Konflikten.<br>\nKlicken Sie hier, um die englische Version des Dokuments zu lesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2023\/02\/24\/ARTIT6Pg5bIWMrRFITxh6f0i230224.shtml\">CRI online<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Ukraine-Krieg: Chinesen und Inder wollen Frieden<\/strong><br>\nMeinungsumfrage des European Council for Foreign Relations: Die Welt ist gespalten; Ruf nach sofortigem Ende des Krieges in den Schwellenl&auml;ndern deutlich lauter als im Westen.<br>\nDie Welt ist in mehrfacher Hinsicht tief gespalten, was die Haltung zum Ukrainekrieg angeht, das ist das Ergebnis einer h&ouml;chst aufschlussreichen Meinungsumfrage, die im Auftrag des European Council for Foreign Relations (ECFR) in 14 L&auml;ndern durchgef&uuml;hrt und deren Ergebnisse am Mittwoch dieser Woche ver&ouml;ffentlicht wurden.<br>\nBefragt wurden B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in neun EU L&auml;ndern (Spanien, D&auml;nemark, Portugal, Frankreich, Deutschland, Polen, Rum&auml;nien und Italien) sowie in China, Indien, Russland, Gro&szlig;britannien, in der T&uuml;rkei und in den USA. In China wurden nur Personen in den Metropolen Shanghai, Beijing, Guangzhou und Shenzhen befragt.<br>\nDie Umfragen wurden im Dezember 2022 und Januar 2023 durchgef&uuml;hrt. In China waren &ouml;rtliche Meinungsforschungsinstitute beteiligt, ansonsten wurden die Interviews von Gallup, DataPraxis und YouGov durchgef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Ukraine-Krieg-Chinesen-und-Inder-wollen-Frieden-7526056.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>US-Aufruf: Pr&auml;sident Biden, stoppen Sie die Diplomatie-Blockade!<\/strong><br>\nFordert Kiew bald US-Bodentruppen f&uuml;r die Ukraine? Was wird Washington dann tun? Die Biden-Regierung muss endlich zu Sinnen kommen und ihre Diplomatie-Blockade aufgeben.<br>\nF&uuml;r das Jahr 2023 steht zu bef&uuml;rchten, dass die US-Politik fortf&auml;hrt, ihre milit&auml;rischen Unternehmungen schleichend auszuweiten, w&auml;hrend jegliche Art von diplomatischem Engagement gegen&uuml;ber Russland ausbleibt.<br>\n&Uuml;ber den gesamten Kriegsverlauf hinweg hat die Biden-Regierung ihre Beteiligung langsam, stetig und sogar heimlich ausgeweitet. Forderungen aus Kiew nach immer mehr Waffen wurden von Pr&auml;sident Biden durchg&auml;ngig positiv beschieden.<br>\nZudem h&auml;lt der US-Kongress an seinem &uuml;ber Jahrzehnte verfolgten Kurs fest, sich nicht um seine verfassungsm&auml;&szlig;ige Verantwortung zu k&uuml;mmern. Man hat sich stattdessen daf&uuml;r entschieden, immer h&ouml;here Summen f&uuml;r die finanzielle und milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung der Ukraine abzusegnen.<br>\nW&auml;hrenddessen ist der Appetit Kiews mit jedem Bissen gr&ouml;&szlig;er geworden. Zuerst kamen die Javelin-Panzerabwehrraketen, die Pr&auml;sident Donald Trump der Ukraine schickte. Dann folgte die russische Invasion und die Forderung nach M777 Haubitzen, Bradley-Kampffahrzeugen, Patriot-Raketen, HIMARS, NSAMS, M1-Abrams-Panzern und Langstrecken-GLSDBs.<br>\nJetzt fordert Kiew die Lieferung von F-16-Kampfjets.<br>\nWerden wir bald erleben, dass US-amerikanische Bodentruppen gefordert werden? Wenn ja, werden wir dann in Washington den politischen Willen sehen, eine solche Forderung abzulehnen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/US-Aufruf-Praesident-Biden-stoppen-Sie-die-Diplomatie-Blockade-7526684.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht bei Lanz: Angst vor einer Friedensbewegung?<\/strong><br>\nEs ist immer wieder dasselbe Prozedere. Massiv wird in den meisten Medien, auch den &ouml;ffentlich-rechtlichen, gegen den von Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht initiierten Aufruf zu Friedensinitiativen polemisiert, als w&auml;re das des Teufels und Hochverrat. Das ist zwar immer so in Kriegen und Kriegssituationen gewesen, dass diejenigen, die Kriege beenden oder verhindern wollten, als Verr&auml;ter, F&uuml;nfte Kolonne des Gegners und Feinde des Volks dargestellt wurden. Offenbar haben viele aus der Geschichte der Propaganda nichts gelernt.<br>\nMarkus Lanz hat in seinem Talk am Mittwoch wieder zelebriert, wie man einen &ouml;ffentlichen Diskurs so anlegt, dass er zu einem Pranger f&uuml;r eine abgelehnte Position werden und damit das &bdquo;Overton-Fenster&ldquo; entsprechend verengen soll. Der Moderator ist selbst Teil der Mehrheit, die gegen einen Teilnehmer auftritt, der eine andere Meinung hat und zerlegt werden soll. In dem Fall traten Markus Lanz mit Marina Owsjannikowa, Ljudmyla Melnyk und Kevin K&uuml;hnert, der nat&uuml;rlich die Regierungspolitik verteidigen muss, geballt gegen Sahra Wagenknecht an. Lanz selbst griff die anderen Teilnehmer wegen ihrer Positionen selbstverst&auml;ndlich nicht so wie Wagenknecht an, hinterfragte auch nichts, das Eingest&auml;ndnis war nur, dass er sie einmal in Schutz vor dem Vorwurf nahm, eine Art russische Agentin zu sein. Sie werde von Russland nicht bezahlt, versicherte er gro&szlig;m&uuml;tig, gut erkennbar als Geste, um es mit Wagenknecht nicht zu verderben, die er ja als Gast f&uuml;r aufregende Talkrunden braucht.<br>\nIn dem Fall funktionierte die Strategie nicht, weil Wagenknecht immer cool blieb und sich nicht auch mit provokativen Falschunterstellungen emotional herausfordern lie&szlig;, sondern dabei blieb, die Argumente f&uuml;r eine Forderung nach einer Initiative f&uuml;r Verhandlungen zur Beendigung des Kriegs herauszustellen, ohne sich unkritisch auf eine Seite zustellen oder das russische Vorgehen zu verharmlosen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/sahra-wagenknecht-bei-lanz-angst-vor-einer-friedensbewegung\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht: Ich kriege Mails von Ukrainerinnen, die irrsinnig Angst haben<\/strong><br>\nDie Linken-Politikerin im Gespr&auml;ch mit der Berliner Zeitung &uuml;ber eigene Irrt&uuml;mer &ndash; und den Versuch, eine neue Friedensbewegung ins Leben zu rufen. [&hellip;]<br>\nFrau Wagenknecht, demonstrieren Sie am Samstag f&uuml;r die Unterwerfung der Ukraine?<br>\nDas ist wirklich ein ganz l&auml;cherliches Argument, was immer wieder gegen unser Manifest vorgebracht wird. Es geht nicht darum, dass die Ukraine sich unterwirft. Es geht darum, das Sterben zu beenden, und wenn man das Sterben beenden will, muss man verhandeln. Verhandeln hei&szlig;t nicht kapitulieren. Verhandeln hei&szlig;t, Kompromisse suchen, und man kann vom Gegen&uuml;ber keine Kompromissbereitschaft erwarten, wenn man selbst keine an den Tag legt. Darum geht es jetzt: ein verhandelbares Kompromissangebot des Westens.<br>\nIn Ihrem Manifest liest man: Verhandeln hei&szlig;t, Kompromisse machen auf beiden Seiten. Wie soll denn das aber konkret aussehen? Wer soll auf wen zugehen und wie?<br>\nEs gibt ja interessante Aussagen des ehemaligen israelischen Premierministers Naftali Bennett und auch des t&uuml;rkischen Au&szlig;enministers, die sich ja beide im Fr&uuml;hjahr bem&uuml;ht hatten, diesen Krieg durch Vermittlung und durch Gespr&auml;che zu beenden. Beide haben gesagt, dass sowohl die Ukraine als auch die russische Seite zun&auml;chst kompromissbereit waren. Ein Waffenstillstand war in greifbarer N&auml;he. Verhindert wurde er damals von London und Washington. Weil es immer hei&szlig;t, Putin wolle gar nicht verhandeln &ndash; zumindest im Fr&uuml;hjahr war er offenbar verhandlungsbereit.<br>\nDas ist lange her. Heute wirkt Russland keineswegs verhandlungsbereit.<br>\nDas muss man ausloten. Und das beginnt damit, etwas anzubieten. Es war immer der Kern des Konflikts, dass es amerikanische Milit&auml;rbasen und wom&ouml;glich Raketenst&uuml;tzpunkte auf ukrainischem Territorium gibt. Russland will nicht, dass die Ukraine ein milit&auml;rischer Vorposten der Vereinigten Staaten wird. Das kann man legitim oder nicht legitim finden, in jedem Fall ist es eine Haltung, die die USA in ihrem Umfeld, etwa in Mexiko, genauso praktizieren w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/manifest-fuer-den-frieden-sahra-wagenknecht-interview-ich-bekomme-mails-von-ukrainerinnen-die-wahnsinnige-angst-haben-li.320547%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Politikwissenschaftler &uuml;ber Ukraine-Krieg: &bdquo;Zu Verhandlungen gibt es keine Alternative&ldquo;<\/strong><br>\nInterview Johannes M. Becker, Mitgr&uuml;nder des Zentrums f&uuml;r Konfliktforschung der Universit&auml;t Marburg, spricht &uuml;ber m&ouml;gliche Ansatzpunkte f&uuml;r Gespr&auml;che &uuml;ber ein Ende des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine<br>\nFriedensgespr&auml;che zwischen Russland und der Ukraine sind lang nicht so illusion&auml;r wie vielfach dargestellt. Tats&auml;chlich existiert eine ganze Reihe von Anl&auml;ufen und Vorschl&auml;gen. Darauf verweist auch der Konfliktforscher Johannes M. Becker, bis 2017 Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des von ihm mitgegr&uuml;ndeten Zentrums f&uuml;r Konfliktforschung an der Universit&auml;t Marburg. Er warnt eindringlich vor allem Leid, das eine Verl&auml;ngerung des Ukraine-Krieges mit sich bringt und einer m&ouml;glichen Eskalation zu einem dritten Weltkrieg.<br>\nder Freitag: Herr Becker, Bef&uuml;rworter*innen von Friedensgespr&auml;chen wird immer wieder entgegengehalten, mit Wladimir Putin k&ouml;nne man nicht verhandeln. Mit seinem Einmarsch in der Ukraine habe er die ganze Welt belogen.<br>\nJohannes M. Becker: Ich bin nicht nur Meinung, dass man mit der russischen Regierung verhandeln kann, sondern auch der festen &Uuml;berzeugung, dass man mit ihr verhandeln muss. Das Eigenartige an dieser bellizistischen Phase der Bundesrepublik ist, dass uns nun Ex-Gener&auml;le vorhalten m&uuml;ssen, dass man das kann, wie etwa der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat. Wir m&uuml;ssen uns &uuml;berlegen, welche entscheidenden Fehler in den vergangenen zehn Jahren gemacht wurden, auf Seiten des Westens wie des Ostens. Da hilft es uns nicht weiter zu sagen, Putin ist ein L&uuml;gner, und er will das alte zaristische Reich wieder herstellen. Wir m&uuml;ssen Russland akzeptieren als eine imperiale Macht auf dieser Erde. Und betreffend der eigenen Fehler w&uuml;rde ich damit beginnen, dass wir wortbr&uuml;chig geworden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/ingrid-wenzl\/politikwissenschaftler-ueber-krieg-zu-verhandlungen-gibt-es-keine-alternative\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Katastrophenpolitik<\/strong><br>\nIn der Partei des &bdquo;demokratischen Sozialismus&ldquo; herrscht Bombenstimmung und Orientierungslosigkeit. Seit der Ukraine-Krieg tobt, wollen immer mehr Linke mit der NATO gegen den alten Hauptfeind der deutschen Rechten ziehen. Wenn&rsquo;s gegen Russland geht, ist in der Linken alles m&ouml;glich: Die Friedensbewegung wird als &bdquo;f&uuml;nfte Kolonne Putins&ldquo; bek&auml;mpft, Antifa hei&szlig;t Luftangriff, und Rosa Luxemburgs revolution&auml;re Realpolitik ist nur noch Quark.<br>\nDas &bdquo;Manifest f&uuml;r den Frieden&ldquo; von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer sorgt in der Linkspartei f&uuml;r immer mehr Emp&ouml;rung. Nicht etwa weil es kein Wort &uuml;ber die Mitverantwortung der NATO f&uuml;r den Ukraine-Krieg enth&auml;lt und hinter Regierungskritik der Friedensbewegung zur&uuml;ckbleibt. Es sind vielmehr die Appelle f&uuml;r einen sofortigen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen, die viele der Genossen aufbrausen lassen. Wer solche Forderungen formuliere, &bdquo;bew&auml;ssert den Keim des Krieges und erreicht (im besten Falle) eine Waffen- und Atempause, bevor der Aggressor Putin seinen Hunger nach Expansion auf weitere Gebiete &ndash; auch jenseits der Ukraine &ndash; ausdehnt&ldquo;, erkl&auml;rte Bodo Ramelow, Spitzenpolitiker der Linkspartei und Ministerpr&auml;sident von Th&uuml;ringen, warum Frieden mit Russland Krieg gegen den Westen sei. Die meisten Gegner in der Partei, deren F&uuml;hrung Wagenknechts Initiative ausdr&uuml;cklich nicht unterst&uuml;tzt, wollen sogar eine &bdquo;Querfront&ldquo; mit Rechtsextremisten ausgemacht haben.<br>\nUnter den Erstunterzeichnern des Manifests finden sich diverse Vertreter des b&uuml;rgerlichen Lagers, aber keine radikalen Rechten. Politischen Trittbrettfahrern wie der AfD hat Wagenknecht f&uuml;r die morgige Gro&szlig;kundgebung am Brandenburger Tor eine Absage erteilt:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/katastrophenpolitik\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>BASF will 700 Stellen in Produktion in Ludwigshafen streichen<\/strong><br>\nDie BASF will 700 Arbeitspl&auml;tze in der Produktion am Standort Ludwigshafen streichen. Der Konzern hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 627 Millionen Euro gemacht.<br>\nDie BASF will insgesamt 2.600 Stellen weltweit streichen, teilte der Dax-Konzern am Freitag mit. Schwerpunkte der Kosteneinsparungen sind Service-, Unternehmens- und Forschungsbereiche sowie die Konzernzentrale: In Ludwigshafen sind 700 Stellen in der Produktion von der Streichung betroffen. [&hellip;]<br>\nBASF hatte im vergangenen Jahr wegen der explodierenden Energiekosten in Europa und der abflauenden Konjunktur ein Sparprogramm angek&uuml;ndigt. Damit will das Unternehmen ab 2024 j&auml;hrlich 500 Millionen Euro au&szlig;erhalb der Produktion einsparen, davon soll die H&auml;lfte im Stammwerk Ludwigshafen realisiert werden.<br>\nBereits Mitte Januar hatte die BASF angek&uuml;ndigt, wegen des beendeten Russland-Gesch&auml;ftes der Tochter Wintershall Dea einen Milliardenbetrag abschreiben zu m&uuml;ssen. [&hellip;]<br>\nWie hart der Einschnitt im Werk Ludwigshafen sein wird, zeigt das Beispiel TDI-Anlage. Sie wurde erst 2018 in Betrieb genommen und war mit &uuml;ber einer Milliarde Euro Kosten die gr&ouml;&szlig;te Einzelinvestition in der Geschichte des BASF-Standortes. Diese Produktion wird in Ludwigshafen eben mal still gelegt. Zusammen mit weiteren Produktionsanlagen &ndash; etwa f&uuml;r Ammoniak. Abgestellt werden demnach rund 10 Prozent des Wiederbeschaffungswertes des gesamten Verbundstandortes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rheinland-pfalz\/ludwigshafen\/basf-legt-tiefrote-bilanz-2022-vor-100.html\">SWR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Streit zwischen Habeck und Lindner: Der gef&auml;hrlichste Blockierer der Republik<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsminister Robert Habeck und der Finanzminister Christian Lindner zelebrieren ihre Uneinigkeit in der Haushaltspolitik. Dar&uuml;ber k&ouml;nnte man milde l&auml;cheln, w&uuml;rde die FDP nicht n&ouml;tige Investitionen blockieren<br>\nWer kennt sie nicht, die latent genervte Nachbarin, die einen passiv-aggressiven Zettel an den Briefkasten klatscht, weil man ein Paket noch nicht abgeholt hat. So &auml;hnlich klingt der Ton des Briefes von Wirtschafts- und Energieminister Robert Habeck an Christian Lindner zu den Eckpunkten des Bundeshaushalts. Zu unser aller Vergn&uuml;gen hat es der Brief in die &Ouml;ffentlichkeit geschafft. Habeck beschreibt darin, dass er die Schuldenbremse nicht infrage stellen m&ouml;chte, wohl aber nach Finanzierungsalternativen f&uuml;r Projekte aus dem Koalitionsvertrag sucht. Der Gr&uuml;ne bittet FDP-Mann Lindner, keine weiteren &bdquo;&ouml;ffentlichen oder internen Vorfestlegungen&ldquo; zu treffen.<br>\nLindner reagierte h&ouml;hnisch, ebenso in Briefform. Mit Erleichterung habe man aufgenommen, dass die Gr&uuml;nen sich an das Grundgesetz halten. Was die Einnahmen jedoch angeht, mauert er. H&ouml;here Steuern seien f&uuml;r die Freien Demokraten ausgeschlossen. Im Klartext hei&szlig;t das: Wer mit Schuldenbremse und fehlenden Einnahmen agiert, verfolgt w&auml;hrend einer anhaltenden Energie- und Preiskrise eine Sparpolitik. Das Schlimmste, was man in einem solchen Moment tun kann.<br>\nAls w&auml;re dieser Briefwechsel nicht genug gewesen, kursierte auf der Internetseite der FDP-Bundestagsfraktion ein Strategiepapier, das es in sich hatte. Dort hatten die Liberalen als Reaktion auf den Inflation Reduction Act der USA, der massive Investitionen und Klimasubventionen vorsieht, der Marktradikalen reinste Lehre vorgeschlagen: Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen. Zwar fehlt jeder Beleg, dass gerade dies in einer Krise die Wirtschaft ankurbelt. Aber die FDP w&auml;re nicht die FDP, w&uuml;rde sie nach f&uuml;nf Wahlniederlagen nicht weiter knallhart Klientelpolitik fahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/ines-schwerdtner\/von-robert-habeck-an-christian-lindner-briefe-zweier-zankaepfel\">der Freitag<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Wie die FDP kurz ihre Maske abnahm<\/strong><br>\nSteuern runter f&uuml;r Reiche, Steuern rauf f&uuml;r Arme &ndash; das forderte ein aktuelles Papier der FDP, das wieder offline genommen wurde. Auf einmal will es keiner gewesen sein.<br>\nDie FDP ist wirklich kaputt, politisch wie organisatorisch. Das zeigt das Hin und Her &uuml;ber ein &raquo;Positionspapier der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag&laquo;, das sie am 16. Februar ver&ouml;ffentlichte. Das Papier enth&auml;lt brisante Forderungen, etwa &raquo;h&ouml;here indirekte Steuern, weniger Ausnahmen vom normalen Mehrwertsteuersatz und einen Abbau fragw&uuml;rdiger Steuererm&auml;&szlig;igungen&laquo;.<br>\n&Uuml;ber das Papier mit dem Titel: &raquo;Wirtschaftliche Freiheit anstatt Subventionen &ndash; unsere Antwort auf den Inflation Reduction Act (IRA)&laquo; berichtete das Handelsblatt noch am gleichen Tag &ndash; hinter einer Paywall. Eine gr&ouml;&szlig;ere &Ouml;ffentlichkeit erfuhr davon erst durch meinen Artikel vom Folgetag, in dem ich analysiere, dass dies potenziell fette Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r die &Auml;rmsten bedeutet. Auf Twitter wurde die Nachricht tausendfach weiterverbreitet.<br>\nDie Debatte drehte sich. Was war wohl mit diesen nebul&ouml;sen Worten gemeint? Der FDP-Finanzpolitiker Max Mordhorst leakte einen Teil der Diskussion. Die FDP erw&auml;gte demnach auch, den erm&auml;&szlig;igten Satz der Mehrwertsteuer zu streichen. Das w&auml;re ein Sozialskandal sondergleichen, denn die Lebensmittelpreise sind im letzten Jahr bereits um rund 20 Prozent gestiegen. Ein Aufschlag von 7 auf 19 Prozent Mehrwertsteuer h&auml;tte eine weitere massive Preissteigerung zur Folge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/wie-die-fdp-kurz-ihre-maske-abnahm-positionspapier-steuerpolitik-mehrwertsteuer-inflation-reduction-act-lukas-scholle\/\">Jacobin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Geht ein &Ouml;sterreicher in Rente&hellip;<\/strong><br>\nWenn in Deutschland &uuml;ber die Rente diskutiert wird, fehlt selten der Verweis auf das Rentensystem in &Ouml;sterreich. Aber was k&ouml;nnen wir von unserem Nachbarn lernen? [&hellip;]<br>\nDie durchschnittliche Brutto-Altersrente bei Neuzug&auml;ngen bel&auml;uft sich in &Ouml;sterreich auf monatlich 1.703 Euro (2018). Der Wert liegt deutlich &uuml;ber der Brutto-Standardrente in Deutschland (vgl. die Tabelle in Teil 1). Die bestehende gro&szlig;e Differenz dr&uuml;ckt allerdings noch nicht die ganze Wahrheit aus; denn die deutsche Standardrente basiert auf der Annahme von 45 Beitragsjahren, w&auml;hrend dem &ouml;sterreichischen Wert lediglich 37,6 Beitragsjahre zugrunde liegen.<br>\nRechnet man die &ouml;sterreichische Rente auf 45 Beitragsjahre hoch, ergibt sich f&uuml;r Neuzug&auml;nge eine Altersrente von 2.038 Euro (brutto) bzw. von 1.934 Euro (netto). In Deutschland liegen die entsprechenden Werte bei 1.425 Euro (brutto) bzw. 1.270 Euro (netto). Wenn ein &ouml;sterreichischer Arbeitnehmer in Rente geht, kann er folglich mit einer Bruttorente rechnen, die 43% &uuml;ber der seines deutschen Kollegen liegt. Netto bel&auml;uft sich die Differenz sogar auf 52%.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/rente\/geht-ein-oesterreicher-in-rente\/%20\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Armutsfalle Pflegeheim? Die Sozialhilfequote in Pflegeheimen steigt (wieder) an<\/strong><br>\nDurch die massiv gestiegenen Kosten in der station&auml;ren Pflege erreicht die Belastung der Pflegebed&uuml;rftigen mit den &bdquo;Eigenanteilen&ldquo; trotz der j&uuml;ngsten Reformschritte bereits in diesem Jahr ein neues Rekordniveau. Das meldet die Kranken- und Pflegekasse DAK Gesundheit unter der &Uuml;berschrift DAK-Studie zeigt Reformbedarf in der Pflege: Sozialhilfequote in Heimen bis 2026 bei 36 Prozent. Die Kasse hat beim Bremer Gesundheits&ouml;konomen Heinz Rothgang eine Studie in Auftrag gegeben, die nunmehr der &Ouml;ffentlichkeit pr&auml;sentiert wurde:<br>\n&#10132; Heinz Rothgang et al. (2023): Hilfe zur Pflege in Pflegeheimen &ndash; Zuk&uuml;nftige Entwicklung unter Ber&uuml;cksichtigung der aktuellen Reformma&szlig;nahmen. Aktualisierung einer Expertise im Auftrag der DAK-Gesundheit, Bremen, Februar 2023<br>\nDabei hat doch die Politik Ma&szlig;nahmen beschlossen und auf den Weg gebracht, um die Pflegeheimbewohner finanziell zu entlasten und die Inanspruchnahme der bed&uuml;rftigkeitsabh&auml;ngigen Sozialhilfe nach SGB XII zu verringern. Tats&auml;chlich: Die Eigenanteile in der station&auml;ren Pflege steigen kontinuierlich. Einzelne Reformma&szlig;nahmen wie die Einf&uuml;hrung von nach Aufenthaltsdauer gestaffelten Leistungszuschl&auml;gen im Januar 2022 durch das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) und das im Januar in Kraft getretene Wohngeld-Plus-Gesetz konnten die finanzielle Belastung der Pflegebed&uuml;rftigen etwas vermindern.<br>\n&raquo;Vor der Umsetzung der Reformregelungen erreichte die Sozialhilfequote mit 36,8 Prozent ihren h&ouml;chsten Wert seit der Einf&uuml;hrung der Pflegeversicherung, wie Rothgang erkl&auml;rte. Dieser Wert konnte im vergangenen Jahr durch die Einf&uuml;hrung der Leistungszuschl&auml;ge auf circa 30,5 Prozent reduziert werden&laquo;, so dieser Bericht &uuml;ber die neue Studie: Sozialhilfequote in Pflegeheimen steigt wieder an.<br>\nAber die dadurch realisierten Entlastungen wurden sogleich wieder aufgefressen von den Kostenanstiegen in den Pflegeheimen, die nicht nur durch die Preisanstiege generell bedingt waren und sind, sondern auch durch steigende Personalkosten im Kontext der gesetzgeberisch auf den Weg gebrachten Bezugnahme auf eine tarifliche Verg&uuml;tung, die in einigen Einrichtungen zu Lohnanhebungen gef&uuml;hrt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2023\/02\/23\/sozialhilfequote-in-pflegeheimen-steigt-wieder-an\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Gesundheitsinstitut, das in der Pandemie still blieb: &bdquo;Spahn und Lauterbach haben uns nicht geantwortet&ldquo;<\/strong><br>\nAls Institution f&uuml;r Qualit&auml;t und Wirtschaftlichkeit w&auml;re das IQWiG gerade in der Pandemie wichtig gewesen. Doch die Politik habe kaum Interesse gezeigt, beklagt der scheidende Chef J&uuml;rgen Windeler. [&hellip;]<br>\nIn der Pandemie haben sich gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung nach mehr Evidenz gesehnt &ndash; etwa &uuml;ber die Wirksamkeit der Schulschlie&szlig;ungen, Kontaktbeschr&auml;nkungen und anderen Ma&szlig;nahmen, die das Leben der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger beeintr&auml;chtigt haben. Warum hat sich das IQWiG als Koryph&auml;e f&uuml;r Evidenzfragen in dieser Situation kein Geh&ouml;r verschafft?<br>\nDa reihe ich mich ein in den Chor derjenigen, die &uuml;ber ihre Fehler in der Pandemie sinnieren. Tats&auml;chlich haben wir uns bet&auml;tigt und verschiedentlich ge&auml;u&szlig;ert, aber es stimmt, sehr laut zu vernehmen waren wir nicht. Das war meine bewusste Entscheidung.<br>\nWir hatten sowohl Herrn Spahn als sp&auml;ter auch Herrn Lauterbach angeboten, in der Pandemie Beitr&auml;ge zu leisten. Eine Antwort haben wir nicht bekommen &ndash; die Modellierer wurden als wertvoller erachtet. Nat&uuml;rlich h&auml;tten wir uns aktiv einmischen und der Politik sagen k&ouml;nnen: F&uuml;r Schul- und Frisiersalonschlie&szlig;ungen oder &bdquo;Verweilverbote&ldquo; braucht man vern&uuml;nftige Grundlagen, insbesondere, was das Verh&auml;ltnis zwischen Nutzen und Schaden angeht. Wer so etwas entscheidet, braucht Evidenz oder sollte sich um sie k&uuml;mmern &ndash; beides hat gefehlt.<br>\nBis Studien aufgesetzt sind und verl&auml;ssliche Erkenntnisse vorliegen, dauert es lange. In der Pandemie war schnelles Handeln gefragt?<br>\nJa, am Anfang! Aber selbst das schlie&szlig;t doch nicht aus, eine wissenschaftsbasierte Debatte &uuml;ber Public-Health-Ma&szlig;nahmen zu f&uuml;hren! Einige haben das versucht, sind aber gescheitert. Und in dieser Gemengelage, wie ich sie im ersten Jahr der Pandemie erlebt habe, habe ich mich solche &Auml;u&szlig;erungen nicht getraut. Das war mir zu hei&szlig;. Ich hatte Sorge, dass wir in einen Mahlstrom der Verteidigungsnotwendigkeiten geraten und nicht mehr hinausfinden. Ich habe die Lage als so aufgeladen und f&uuml;r bestimmte Positionen als so unerw&uuml;nscht empfunden, dass ich gesagt habe, in dieses Fahrwasser will ich das IQWiG nicht bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/das-gesundheitsinstitut-das-in-der-pandemie-still-blieb-spahn-und-lauterbach-haben-uns-nicht-geantwortet-9366437.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Uni Bonn k&uuml;ndigt Ulrike Gu&eacute;rot: &bdquo;Fremdes geistiges Eigentum angeeignet&ldquo;<\/strong><br>\nDie Nachricht ihrer K&uuml;ndigung verbreitete Ulrike Gu&eacute;rot am Freitag per Twitter, auch die Universit&auml;t hat inzwischen eine Mitteilung dazu verfasst.<br>\nDie Universit&auml;t Bonn hat ihrer Professorin Ulrike Gu&eacute;rot gek&uuml;ndigt. Das gab die Politologin am Freitag selbst per Twitter bekannt.<br>\nIhr sei &bdquo;wegen Plagiat in einem nicht-wissenschaftlichen Buch&ldquo; von 2016 zum 31. M&auml;rz gek&uuml;ndigt worden. Dagegen werde sie juristisch vorgehen, f&uuml;r Anfragen stehe sie nicht zur Verf&uuml;gung. &bdquo;Ich w&auml;re die erste Person, der in D wegen &sbquo;Plagiat&lsquo; gek&uuml;ndigt w&uuml;rde: es wird spannend ;-)&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/uni-bonn-kuendigt-ulrike-guerot-fremdes-geistiges-eigentum-angeeignet-li.321393\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> W&uuml;rde das in Russland oder China geschehen, w&auml;re derAufschrei gro&szlig;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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