{"id":94395,"date":"2023-02-28T09:00:45","date_gmt":"2023-02-28T08:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94395"},"modified":"2023-02-28T16:43:36","modified_gmt":"2023-02-28T15:43:36","slug":"lang-laenger-exzess-ein-buechlein-ueber-superyachten-liefert-kapitalismuskritik-mit-tiefgang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94395","title":{"rendered":"Lang, l\u00e4nger, Exzess. Ein B\u00fcchlein \u00fcber Superyachten liefert Kapitalismuskritik mit Tiefgang"},"content":{"rendered":"<p>Der Soziologe <strong>Gr&eacute;gory Salle<\/strong> konstatiert: &bdquo;Eine Handvoll Superreicher am&uuml;siert sich auf dem Meer &ndash; na und? Na und: alles!&ldquo; In seinem geistreichen und unterhaltsamen Essay &uuml;ber die Luxusboote der Hyperverm&ouml;genden fordert er, deren Treiben auf den Wassern der Welt ernst zu nehmen und nicht als Marotte von Durchgeknallten abzutun. Denn die Kehrseite grenzenloser Mobilit&auml;t und exklusiven Geltungskonsums der Wenigen sind die Ausbeutung, Unterdr&uuml;ckung und Armut von Milliarden Systemopfern, postuliert der Franzose. Recht hat er und ein lehrreiches St&uuml;ck vorgelegt. <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong> stellt es vor.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_970\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-94395-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230228_Ein_Buechlein_ueber_Superyachten_liefert_Kapitalismuskritik_mit_Tiefgang_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230228_Ein_Buechlein_ueber_Superyachten_liefert_Kapitalismuskritik_mit_Tiefgang_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230228_Ein_Buechlein_ueber_Superyachten_liefert_Kapitalismuskritik_mit_Tiefgang_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230228_Ein_Buechlein_ueber_Superyachten_liefert_Kapitalismuskritik_mit_Tiefgang_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=94395-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/230228_Ein_Buechlein_ueber_Superyachten_liefert_Kapitalismuskritik_mit_Tiefgang_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"230228_Ein_Buechlein_ueber_Superyachten_liefert_Kapitalismuskritik_mit_Tiefgang_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Wie viel d&uuml;rfen es denn sein? 30 Meter, 70 Meter, 100 oder noch mehr. Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat die l&auml;ngste am ganzen Strand? Superyachten sind wie Penisse und sie geh&ouml;ren fast ausnahmslos M&auml;nnern. F&uuml;r den Soziologen Gr&eacute;gory Salle sind sie &bdquo;nicht einfach Symbole des Exzesses. Vielmehr sind sie Symbole daf&uuml;r, dass der Exzess zum Kennzeichen unseres Zeitalters geworden ist&ldquo;. Das tut weh. Zumindest jenen, die in der Erde etwas anderes sehen als die Spielwiese einer &bdquo;globalisierten Hyperbourgeoisie&ldquo;. Und denen sowieso, die in Massen in den &bdquo;globalen Elendsvierteln&ldquo; hungern und die zweite der beiden &bdquo;schlechtesten aller m&ouml;glichen Welten&ldquo; bildeten, wo &bdquo;wenige zig oder Hunderte Personen ebenso viel besitzen wie ann&auml;hernd vier Milliarden Menschen zusammen&ldquo;, wie der Franzose schreibt. <\/p><p>&bdquo;Superyachten. Luxus und Stille im Kapitaloz&auml;n&ldquo; hei&szlig;t sein 170-Seiten-B&uuml;chlein, das Ende 2022 in deutscher &Uuml;bersetzung bei Suhrkamp erschienen ist. Kapitaloz&auml;n bezeichnet den zerst&ouml;rerischen Einfluss der kapitalistischen Produktionsweise auf den Planeten und s&auml;mtliche Lebensformen darauf. Die Zurichtung aller gesellschaftlichen Sph&auml;ren nach den Regeln des Marktes betrifft nicht minder das akademische Milieu. Dass sich ein Politologe aus einer linken Perspektive kritisch mit den Ausw&uuml;chsen eines nach dem &Uuml;bergang zum Neoliberalismus komplett pervertierten Wirtschaftssystems befasst, ist f&uuml;r sich schon eine Ausnahmeerscheinung in einem &uuml;berwiegend linientreuen Wissenschaftsbetrieb. Besser wird die Sache noch damit, wie der 45-J&auml;hrige sein Thema vortr&auml;gt. Weitab von einer theoretischen Abhandlung formuliert er &bdquo;zugleich ernsthaft und spielerisch&ldquo;, mit &bdquo;Anfl&uuml;gen von Spott&ldquo;, nicht verbissen, aber bei&szlig;end und mit kuriosen Rollenwechseln, derart, dass er mithin in Ich-Form das Arsenal eines dieser Protzschiffe demonstriert oder in die Haut einer Meerespflanze namens Neptungras schl&uuml;pft, das dieselben durch illegales Ankern mit katastrophalen Folgen niederm&auml;hen.<\/p><p><strong>2.000 Liter Sprit pro Stunde<\/strong><\/p><p>Da w&auml;re etwa die <a href=\"https:\/\/www.boot-online.net\/superyacht\/motoryacht-a\/\">&bdquo;Motor Yacht A&ldquo;<\/a>, ein knapp 120 Meter langes Unget&uuml;m, das laut Gr&eacute;gory Salle einem russischen Bankier geh&ouml;ren soll*, dessen Bug ein Unterseeboot mimt. Mit einem Sch&auml;tzwert von 325 Millionen Dollar kommt es preislich noch vergleichsweise bescheiden daher, was bei einer Bar aus Baccarat-Kristallglas und einem Swimmingpool, dessen Insassen man aus der darunter gelegenen Discothek planschen sieht, gleich wieder relativiert geh&ouml;rt. &bdquo;Gut, ich schlucke an die 2.000 Liter Treibstoff pro Stunde, und Volltanken kostet ann&auml;hernd eineinhalb Millionen Dollar&ldquo;, aber: &bdquo;Sie werden meine Klasse erkennen.&ldquo; Mehr noch gilt das f&uuml;r ihre &bdquo;gro&szlig;e Schwester&ldquo;, die <a href=\"https:\/\/www.nobiskrug.com\/de\/flotte\/sailing-yacht-a\/\">&bdquo;Sailing Yacht A&ldquo;<\/a>, mit 143 Metern die weltweit gr&ouml;&szlig;te private Segelyacht mit acht Decks, Hubschrauberlandeplatz, drei riesenhohen Karbonmasten und 1,8 Tonnen schwerer Glasreling aus einem St&uuml;ck (nat&uuml;rlich so nie dagewesen) sowie einem Hybridantrieb, der das Monstrum bei Flaute in eine elfenbeinfarbene Dreckschleuder verzaubert. <\/p><p>Nur ein paar Kennziffern zum &ouml;kologischen Fu&szlig;abdruck, den die Super-, Mega- und Gigayachten (je l&auml;nger, desto schriller das Superlativ) hinterlassen. Im Durchschnitt verpulvert eine einzige pro Jahr 7.200 Tonnen CO&#8322;, w&auml;hrend der Pro-Kopf-Aussto&szlig; bei f&uuml;nf Tonnen liegt. Allein die 300 gr&ouml;&szlig;ten Exemplare emittieren mehr Klimagase als die &uuml;ber zehn Millionen Einwohner Burundis. Und blo&szlig; mit den j&auml;hrlichen Betriebskosten der aktuell rund 6.000 verkehrenden Prunkk&auml;hne mit 30 Metern aufw&auml;rts lie&szlig;e sich die Schuldenlast der sogenannten Entwicklungsl&auml;nder tilgen. Nimmt man die Kaufpreise, w&auml;re der Ertrag noch zehnmal gr&ouml;&szlig;er. <\/p><p><strong>Laissez-Faire macht lustig<\/strong><\/p><p>Nat&uuml;rlich verschlingt die (Ab-)Rechnung mit der Natur Unsummen mehr: f&uuml;r den Bau der Kolosse, die ausgebeuteten Rohstoffe und die gewaltigen Kollateralsch&auml;den des glamour&ouml;sen Umherschipperns. Wiederholt wurden Superyachten dabei ertappt, wie sie unber&uuml;hrte Atolle und Korallenriffe mit Rumpf, Schiffsschrauben und Ankern verschandelten oder per &bdquo;Midnight Dumping&ldquo; im Schutz der Dunkelheit giftige Substanzen ins Wasser einleiteten. H&auml;ufiger d&uuml;rften sie bei ihrem Raubbau nicht ertappt worden sein, und wenn doch, poliert eine nette Greenwashing-Kampagne das Image rasch wieder auf. Zur Meisterschaft in Augenwischerei k&ouml;nnte es ein bisher nur als Entwurf existierender 120-Meter-Palast mit Zen-Tempel-Aufmachung des niederl&auml;ndischen Designstudios Sinot bringen. Das eckige Ding wurde auf den Namen <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/digital\/technik\/super-jacht--nature----die-eleganz-auf-see-8236870.html\">&bdquo;Nature&ldquo;<\/a> getauft. <\/p><p>Was es f&uuml;r die Eigner, Erbauer und Mieter dieser Umwelttots&uuml;nden erst so richtig komfortabel macht: Ihr &bdquo;als ideales Leben angepriesenes Verbrechen&ldquo; bleibt von Regulierern, Beh&ouml;rden und Strafverfolgern weitgehend unbehelligt. Es sei denn, es herrscht gerade Krieg und die westlichen Sanktionierer rei&szlig;en sich die Schlachtr&ouml;sser der russischen Oligarchen als Faustpfand unter den Nagel &ndash; so wie vor einem Jahr im italienischen Triest mit besagter &bdquo;Sailing Yacht A&ldquo; geschehen. Ansonsten herrscht das gro&szlig;e Laissez-Faire auf den Wassern dieser Erde, zumal man sich im Konfliktfall flugs und ungest&ouml;rt &uuml;ber die n&auml;chste Seegrenze verd&uuml;nnisieren kann. Zitat: &bdquo;Wenn ein Problem auftaucht, verschwindet es schnell wieder in einem juristischen Dickicht aus internationalen Gew&auml;ssern, unbekannten Eignern und Registrierungen, die auf Gef&auml;lligkeiten beruhen.&ldquo; In puncto Arbeitsrecht &ndash; Salle zufolge werden die Crewmitglieder wie &bdquo;Lakaien&ldquo; behandelt &ndash; &bdquo;segelt man in einer Zone der Extraterritorialit&auml;t&ldquo;. Und selbstverst&auml;ndlich w&auml;ren Superyachten nicht nur an Offshore-Finanzpl&auml;tzen gemeldet und legten gern dort an, &bdquo;sie sind selbst schwimmende Steueroasen&ldquo; und ihre Besitzer h&auml;tten das &bdquo;praktische Gef&uuml;hl steuerlicher Straffreiheit&ldquo;. <\/p><p><strong>Goldene Arche Noah<\/strong><\/p><p>Es ist insbesondere die Entr&uuml;cktheit dieses &bdquo;winzigen Bruchteils der Menschheit, der in seiner Lebensweise fast buchst&auml;blich jede Verbindung zur gew&ouml;hnlichen sozialen Welt abgebrochen hat&ldquo;, die Salle emp&ouml;rt. Die Eigner der Yachten und jene, die sie f&uuml;r horrende Betr&auml;ge chartern, hauen mit ihren in der Regel ausbeuterischen Unternehmungen und Investments den Globus zu Klump. Und w&auml;hrend immer mehr Ei- und Festland dabei ist, in den Fluten des Klimagaus abzusaufen, feiern die Verursacher Party auf ihrer goldenen Arche Noah. Der Franzose nennt das einen &bdquo;atemberaubenden Taschenspieltrick: die F&auml;higkeit der Reichsten, sich von den gesellschaftlichen und umweltbezogenen Kosten ihrer Praktiken zu befreien&ldquo;. Ihre gewaltigen Verm&ouml;gen t&uuml;rmen sie zum Beispiel mit R&uuml;stungsgesch&auml;ften auf, mit Profiten aus Waffen, die in etlichen L&auml;ndern Kriege und B&uuml;rgerkriege befeuern. Seit Jahren ertrinken im Mittelmeer fast t&auml;glich Fl&uuml;chtlinge auf klapprigen Nussschalen, mitunter in Sichtweite zu den Profiteuren des Gemetzels, die mit ihren Luxusdampfern auf dem &bdquo;Milk Run&ldquo; an der K&uuml;ste Frankreichs zwischen St. Tropez und Monte Carlo und &uuml;berall dort vor Anker gehen, wo man gerade gesehen werden muss. <\/p><p>&bdquo;Ocean Grabbing&ldquo; hei&szlig;t diese Leidenschaft, die Leiden schafft, oder &bdquo;Coast Grabbing&ldquo;. Man greift sich die schicksten Pl&auml;tze der Welt, abgeschirmt in einem Hoheitsraum &bdquo;demonstrativer Abgeschiedenheit&ldquo;, um sich in sicherer Entfernung zum Fu&szlig;volk begaffen zu lassen oder ein paar Gesch&auml;fte zu machen, und verschwindet dann so schnell, wie man gekommen ist, nicht ohne Spuren von M&uuml;ll, &Ouml;l, Abgasen und eine Schneise durchs Neptungras zu hinterlassen, das neben vielen anderen Vorz&uuml;gen die K&uuml;sten vor Erosion sch&uuml;tzt. Kein Ding: Sch&ouml;ne Str&auml;nde gibt es auch anderswo noch genug &ndash; zu verw&uuml;sten.   <\/p><p><strong>Kopf ab, Schwanz ab?<\/strong><\/p><p>Der &ouml;kologische Irrwitz par excellence: Die &uuml;berdimensionierten Yachten (die l&auml;ngsten messen 180 Meter, aber l&auml;ngere sind in Arbeit) sind laut Salle &bdquo;schlicht zu gro&szlig;, um die angesagtesten H&auml;fen anzulaufen&ldquo;. Also werden noch gr&ouml;&szlig;ere Anleger gebaut und geht noch mehr Natur kaputt in einem &bdquo;Wettbewerb, in dem zuweilen die Rationalit&auml;t elementarster N&uuml;tzlichkeit keinen Platz mehr hat&ldquo;. Man erinnert sich: Zwecks Passage der neuesten Segelyacht von Amazon-Chef Jeff Bezos wollte die Stadt Rotterdam im Vorjahr eine denkmalgesch&uuml;tzte Holzbr&uuml;cke f&auml;llen. Nur ein <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/videoaufnahmen-zeigen-jeff-bezos-millionen-yacht-verlaesst-werft-in-rotterdam-im-morgengrauen-d\/\">Aufschrei der &Ouml;ffentlichkeit<\/a> verhinderte die Schandtat. Denn nichts scheut die Geldelite mehr, als wegen ihres Treibens am Pranger zu landen. Bezos lie&szlig; sein 500-Millionen-Dollar-Schiffchen klammheimlich und um seine Masten entmannt (Schnipp-Schnapp)  in eine andere Werft schleppen.        <\/p><p>Das immerhin macht ein bisschen Hoffnung. Schlie&szlig;lich hat alles (irgendwann) einmal ein Ende, auch der testosterongesteuerte Gr&ouml;&szlig;enwahn. Die obsz&ouml;n reiche Geldkaste mag (vorerst noch) daran Gefallen finden, ihr Gewissen unter &bdquo;RainSky&ldquo;-Duschen mit Brausek&ouml;pfen &bdquo;von der Gr&ouml;&szlig;e einer Motorhaube&ldquo; bei einem Verbrauch von 45 Litern pro Minute wahlweise mit Wasser oder Champagner reinzuwaschen. Aber wehe, so das Schlusswort des Buches, &bdquo;der Rest der Welt erf&auml;hrt, wie es ist, auf einer Yacht zu leben&ldquo;. Dann &bdquo;wird man die Guillotine wieder hervorholen&ldquo;. So betrachtet, beschert uns Salle wenigstens eine Perspektive. Wobei der zitierte &bdquo;Witz&ldquo; nicht von ihm, sondern vom ehemaligen US-Wirtschaftsanwalt <a href=\"https:\/\/www.superyachttimes.com\/yacht-news\/living-the-yacht-life\">Bill Duker<\/a> stammt, der selbst mehrere Yachten sein Eigen nennt. Vielleicht wird sein Galgenhumor ihn dereinst leibhaftig einholen. Autsch! <\/p><p>Es ginge auch weniger blutig, so <a href=\"https:\/\/jacobin.com\/2020\/02\/superyacht-billionaire-taxes-climate-change-super-rich\">wie es der US-Soziologin Nicole Aschoff<\/a> vorschwebt, die Salle am Ende zu Wort kommen l&auml;sst. &bdquo;In Superyachten materialisiert sich alles, was in unserem profitorientierten System schiefl&auml;uft&ldquo;, weshalb es sie und die Milliard&auml;rsklasse nicht geben d&uuml;rfte. Und wie? &bdquo;Wir m&uuml;ssen eine globale Verm&ouml;genssteuer einf&uuml;hren, Steueroasen schlie&szlig;en und, ja, ihnen ihre Yachten nehmen.&ldquo; Passend und treffsicher betitelte Salle sein letztes Kapitel: &bdquo;Kapitaloz&auml;n und &Ouml;kosozialismus sitzen in einem Boot &hellip;&ldquo; &Uuml;berleben kann nur einer.  <\/p><p>Titelbild: Felix Mizioznikov\/shutterstock.com<\/p><p><em>Info zum Buch: Gr&eacute;gory Salle, Soziologe und Politikwissenschaftler: &bdquo;Superyachten. Luxus und Stille im Kapitaloz&auml;n&ldquo;, Suhrkamp Verlag AG, Berlin, 2022.  <\/em><\/p><p><em>* Anmerkung der Redaktion (12.00) : In der urspr&uuml;nglichen Version hie&szlig; es, die Yacht geh&ouml;re dem russischen Bankier Andrei Melnitschenko. Sein Sprecher teilte uns nun per Mail mit, die Yacht sei in Besitz einer Stiftung, zu der Melnitschenko keine Verbindung habe. Wir k&ouml;nnen den Sachverhalt nicht pr&uuml;fen und haben die Passage dementsprechend ge&auml;ndert.<\/em><\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/91468e6bb678479b807bbf79f13884bf\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soziologe <strong>Gr&eacute;gory Salle<\/strong> konstatiert: &bdquo;Eine Handvoll Superreicher am&uuml;siert sich auf dem Meer &ndash; na und? 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